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MISSHANDELTE HEIMKINDER
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Religionskritik-Wiesbaden
homo est creator Dei



Anmeldungsdatum: 03.11.2008
Beiträge: 9653
Wohnort: Wiesbaden

Beitrag(#2147114) Verfasst am: 15.08.2018, 19:27    Titel: Medienlinks zu Korntaler Missbrauch Antworten mit Zitat

HiobHolbach hat folgendes geschrieben:
Zwangsarbeit, Gewalt und sexueller Missbrauch bei der ev. Brüdergemeinde Korntal. Ab der 7. Minute.
https://www.ardmediathek.de/tv/REPORT-MAINZ/REPORT-MAINZ-vom-14-08-2018/Das-Erste/Video?bcastId=310120&documentId=55104418


hier die Downloadlinks zu den Berichten über den Missbrauch von Heimkindern in Kornbach:

1. Langer Bericht in der SWR - Sendung Report vom 14-08:

Zitat:
SWR - Neue Vorwürfe gegen die Brüdergemeinde Korntal
Vor kurzem präsentierte die Evangelische Brüdergemeinde Korntal ihren Abschlussbericht über Vorgänge in ihren Kinderheimen von 1950 bis in die 80er Jahre. Ein Aufklärer bestätigt nun gegenüber REPORT MAINZ, es habe nicht nur Gewalt und Missbrauch gegeben, sondern eine systematische Ausbeutung der Kinder durch Arbeit.


Quelle:
https://pdodswr-a.akamaihd.net/swr/das-erste/report/2018/08-14/1046521.xl.mp4

2. Kurzer Bericht - ca. 3min in der Nachrichtensendung SWR-Aktuell, vom 14-08:

Zitat:
ARD - Kinderarbeit in Korntal Über Jahrzehnte wurden in der Evangelischen Brüdergemeinde in Korntal (Kreis Ludwigsburg) Heimkinder misshandelt und sexuell missbraucht. Der Skandal wurde 2014 bekannt. Recherchen des SWR von Report Mainz haben nun ergeben, dass es dort auch systematischen Arbeitszwang gab.


Quelle:
https://pdodswr-a.akamaihd.net/swr/swraktuell/bw/tv/1046485.xxl.mp4

3. Kurzer Bericht - ca. 2min n der Nachrichtensendung SWR-Aktuell, vom 7-06:

Zitat:
Brüdergemeinde entschuldigt sich Brutale Schläge, Psychoterror und sexuelle Übergriffe - hunderte Fälle von Gewalt und Missbrauch hat es in Kinderheimen der Evangelischen Brüdergemeinde in Korntal bei Stuttgart gegeben. Jetzt hat sich die Brüdergemeinde entschuldigt.


Quelle:
https://pdodswr-a.akamaihd.net/swr/swraktuell/bw/tv/1029559.xl.mp4
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Martin Mitchell
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Beitrag(#2150096) Verfasst am: 09.09.2018, 22:36    Titel: DIAKONIE - Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT im Wietingsmoor. Antworten mit Zitat

.
Kürzlich hat mich ein weiterer ex-Freistätter, Thomas R., aus dem Ruhrpot in Deutschland kontaktiert und mich über folgende interessante damalige Sachlage bezüglich "FREISTATT" – d.h., über die damalige "ZWEIGANSTALT" der Bodelschwinghschen Anstalten Bethel: "FREISTATT IM WIETINGSMOOR" – informiert, die ich unbedingt mit allen hier Mitlesenden teilen möchte, und teilen darf:

Zitat:
.
Ich war in den 1960er Jahren (Sept. 64 bis Juni 66) selbst in Freistatt / Heimstatt.
Es gab dort neben der gewerblichen Landwirtschaft auf dem Feld auch einen Schweizer Betrieb [ = "FREISTÄTTER KUHSTALL" ] mit bis zu 45 Kühen.

Zuerst mußte ich auf dem Feld Kartoffeln und Rüben ernten. Dabei durften wir uns den ganzen Tag nur bücken, aber nie hinknien. Der Langsamste – und einer war zwangsläufig immer der Langsamste – erhielt abends eine Strafe. Zeit meines Lebens habe ich von dieser Arbeit Rückenprobleme zurückbehalten.

Zwischendurch mußte ich auch zur Strafe Torf stechen, zum Glück nur für kurze Zeit.

Danach, anscheinend hatte ich mich angepasst verhalten, arbeitete ich im Kuhstall.
Dieser Betrieb wurde von einer älteren Person geführt (ich vermute er war angestellt) und für die körperliche Arbeit (melken per Hand, ausmisten per Hand einschließlich der schweren Schubkarren schieben, usw.) wurden immer zwei Fürsorgezöglinge abgestellt.
Ich war während ca. eines vollen Jahres einer dieser zwei Zöglinge und ich war zu dem Zeitpunkt etwas über 15 Jahre alt, also körperlich noch nicht ausgewachsen.
Die Kühe mußten alle mit der Hand gemolken werden, eine Melkmaschine gab es nicht.
Und ich erinnere mich dass ich während der ersten 3-4 Wochen keinen Knopf mehr zumachen konnte, deshalb konnte ich während der Zeit lediglich T-Shirts tragen.

Aber es gab für mich und dem zweiten Zögling drei große Vorteile:
1. Wir durften offiziell Rauchen, sowohl beim arbeiten als auch in der Gruppe!
2. Dafür erhielten wir jeder von uns beiden pro Woche 1 Päckchen Tabak umsonst [ d.h. wurde uns also nicht auf unseren aus Pfennigen bestehenden Monatslohn (gutgeschriebenes Taschengeld) verrechnet ].
3. Wir hatten etwas mehr Freiheit als alle anderen.
Zu dem Zeitpunkt war das Rauchen gesetzlich zwar erst ab 16 Jahren erlaubt, aber das Jugendamt wußte es und billigte es! Dank dessen kam ich nie mehr vom Rauchen los.

Wir mußten nachts um 3 Uhr aufstehen und bis morgens 8 Uhr die Kühe melken; vormittags hatten wir frei und nachmittags ab 13 Uhr bis ca. 18 Uhr ging es wieder zur Arbeit.

Anscheinend ist dieser Schweizer Betrieb [ = "FREISTÄTTER KUHSTALL" ] in den von mir bisher gesichteten Bethel-Broschüren nicht besonders erwähnt. Ich habe jedenfalls nichts dazu finden können.

.

Daraufhin gestaltete ich dann auch selbst noch einmal eine Suche, konnte aber im Internet nur folgende zwei diesbezügliche alte FREISTATT-Ansichtskarten finden:

https://oldthing.de/AK-Freistatt-Blick-von-einer-Strasse-auf-landwirtschaftliche-Betriebe-Kuehe-und-Schweine-0025967780

https://oldthing.de/AK-Freistatt-Schweineherde-auf-einer-Weide-0027687473

.
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Recht muss nicht nur gesprochen werden, es muss auch wahrnehmbar sein, dass Recht gesprochen wird.
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Martin Mitchell
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Beitrag(#2156967) Verfasst am: 11.11.2018, 06:36    Titel: Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND. Antworten mit Zitat

.
VEREIN EHEMALIGER HEIMKINDER E.V.
Aktuelle Informationen und Nachrichten

[ QUELLE: Vereinswebseite des Vereinsehemaliger Heimkinder e.V. (VEH e.V.) @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/?p=2156&fbclid=IwAR2s6lXdiIlqmJ7u0bPiPxWyDtsaEP0P0vnv8LpOD5Rrw1MCi_wnPYK0IKE ] :

Zitat:
.
Veröffentlicht am 9. November 2018

Arzneimittel- und Menschenversuche an Heimkindern

Endlich Transparenz und Entschädigungen!

Öffentliches Fachgespräch,

14. Dezember 2018, 11:30 - 16:00 Uhr,

Deutscher Bundestag, Paul-Löbe-Haus, Raum E.300

Der Einsatz von Medikamenten in den 1950 bis -70er Jahren in der Heimerziehung sowie Arzeimittelstudien in Heimen sind bislang nur wenig thematisiert worden.

Erst durch die 2016 von der Pharmazeutin Sylvia Wagner veröffentlichte Studie „Ein unterdrücktes und verdrängtes Kapitel der Heimgeschichte. Arzeimittelstudien an Heimkindern“ wurde bekannt, dass mindestens 50 Arzneimittelstudien an HeimbewohnerInnen durchgeführt wurden, zum Teil im Auftrag oder mit Wissen von Behörden.

Dabei wurden neben Impfstoffen und Psychopharmaka auch Medikamente zur Senkung der Libido getestet. Zusammen mit den eingeladenen Expert*innen und allen Teilnehmenden wollen wir das Thema stärker an die Öffentlichkeit bringen sowie weitere parlamentarische und außerparlamentarische Initiativen ausloten. Vor allem geht es darum, über das Ausmaß und die Folgen dieser Versuche Transparenz zu schaffen und die Möglichkeit zusätzlicher Entschädigungen für die Betroffenen und deren Hinterbliebener zu erörtern. Da Bundesbehörden in die grauenvollen Arzneimitteltests an Heimkindern ebenfalls verstrickt waren, sind Aufarbeitung und Entschädigung auch eine bundespolitische Aufgabe.

Mit

* Susanne Ferschl, MdB, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Leiterin des Arbeitskreises Gesundheit, Arbeit und Soziales

* Sylvia Gabelmann, MdB, Sprecherin für Arzneimittelpolitik und Patientenrechte

* Norbert Müller, MdB, Sprecher für Kinder- und Jugendpolitik

* Friedrich Straetmanns, MdB, Sprecher für Rechtspolitik

* Prof. Dr. jur. Jan Bruckermann, Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht an der FOM-Hochschule in Köln

* Heidi Dettinger, 1. Vorsitzende des Vereins ehemaliger Heimkinder e.V.

* Prof. Dr. Jürgen Eilert, Professur für Theorien der Sozialen Arbeit an der CVJM-Hochschule Kassel, Autor »Psychologie der Menschenrechte – Menschenrechtsverletzungen in deutschen Heimsystem 1945 bis 1973«

* Sylvia Wagner, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Pharmazeutin und Autorin der Untersuchung zu Arzneimittelstudien an Heimkindern

* Dr. Burkhard Wiebel, Neurowissenschaftler, Forschung zu Heimkindern in der Psychiatrie; Mitglied der Beschwerdekommission des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) Moderation

Moderation: Doris Petras, Sprecherin für den VEH e. V. und Fraktionsgeschäftsführerin der Fraktion DIE LINKE. im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)


Aufgrund der Sicherheitsbestimmungen des Bundestages ist eine Anmeldung, sowie das Mitführen eines gültigen Personaldokuments mit Lichtbild unbedingt erforderlich. Eine Anmeldebestätigung erfolgt nicht.

https://www.linksfraktion.de/termine/detail/arzneimittel-und-menschenversuche-an-heimkindern-endlich-transparenz-und-entschaedigungen/

Beschlagwortet mit: Arzneimittel, Arzneimittelversuche, Medikamente, Medikamentenmissbrauch, Medikamententest, Medizinische Versuche
.


#compensationnow (MM - Heimopfer-WEST)
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Anmeldungsdatum: 25.09.2003
Beiträge: 1467
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Beitrag(#2160998) Verfasst am: 28.12.2018, 21:20    Titel: Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND. Antworten mit Zitat

.
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND - DEUTSCHE BUNDESREGIERUNG

WIR WISSSEN VON NICHTS, WIR HABEN NICHTS GEWUSST, UND WIR SEHEN UNS NICHT IN DER PFLICHT


QUELLE: http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/19/017/1901772.pdf :

SIEHE UND VERGLEICHE DEN TEXT DIESER OFFIZIELLEN DRUCKSACHE AUCH MIT DEM INHALT DES 24-SEITIGEN DOKUMENTS WIEDERGEGEBEN @ https://www.linksfraktion.de/fileadmin/user_upload/PDF_Dokumente/181214_Heft_Heimkinder.pdf (INSBESONDERE SEITE 8 bis 17) :

Zitat:
.
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Gesundheit vom 18. April 2018 übermittelt.

Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.


Deutscher Bundestag - Drucksache 19/1772
19. Wahlperiode - 20.04.2018


Antwort

der Bundesregierung


auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Sylvia Gabelmann, Susanne Ferschl, Simone Barrientos, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. – Drucksache 19/1520 –

Aufklärung der Medikamentenversuche an Heimkindern und mögliche Entschädigungsleistungen an Betroffene


Vorbemerkung der Fragesteller

Laut einer Ausarbeitung der Wissenschaftlichen Dienste (WD) des Deutschen Bundestages mit dem Titel „Durchführung von Arzneimittelstudien an Heimkindern von 1949 bis 1975 in der Bundesrepublik Deutschland“, die auf Bitten der Fraktion DIE LINKE. erstellt wurde, lebten zwischen 1949 und 1975 in der Bundesrepublik Deutschland etwa 700 000 bis 800 000 Kinder und Jugendliche in Heimen. Anderen Angaben zufolge könnten es auch bis zu eine Million Kinder und Jugendliche gewesen sein, die zwischen 1945 und 1975 gezwungen waren, in Heimen zu leben ( vgl. http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html//?tag=die-linke ).

Seit einigen Jahren hat die Misshandlung minderjähriger Heimbewohnender in diesem Zeitraum auch in der Öffentlichkeit Beachtung gefunden. So richtete die Bundesregierung im Jahr 2009 den [RTH] „Runden Tisch Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren“ ein. Dessen Empfehlungen sowie auch der nachfolgende Bericht zur „Aufarbeitung der Heimerziehung in der DDR“ führten laut der WD dazu, dass im Jahr 2012 die Hilfsfonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975“ und „Heimerziehung in der DDR in den Jahren 1949 bis 1990“ geschaffen wurden. Zudem soll die 2017 von der Bundesregierung, den Bundesländern sowie der katholischen und der evangelischen Kirche errichtete Stiftung „Anerkennung und Hilfe“ Entschädigungen an die Betroffenen entrichten, die als Kinder und Jugendliche in dem durch die beiden Hilfsfonds abgedeckten Zeitraum in Einrichtungen der Behindertenhilfe oder der Psychiatrie untergebracht waren.

[ ……… ……… ……… ]

[ Nachträglich teile ich, Martin MITCHELL, mit und füge am Neujahrstag, Dienstag, 1. Januar 2019, um 02:45 Uhr, folgenden Hinweis hier ein – genau an der Stelle wo der größte und wichtigste Teil des Bundesparlamentarischen Textes jetzt fehlt, damit jeder sehen kann wo die von Moderator »vrolijke« am Silvesterabend vorgenommene Kürzung stattgefunden hat (wie am Ende dieses Beitrags von ihm angegeben). ]

[ ……… ……… ……… ]

Auf die Ausführungen in der Vorbemerkung der Bundesregierung wird verwiesen. Über die Aussagen der in der von den Fragestellern zitierten Publikationen hinaus liegen der Bundesregierung keine Kenntnisse über die Anwendung von Arzneimitteln in der Heimerziehung vor.



Satz: Satzweiss.com Print, Web, Software GmbH, Mainzer Straße 116, 66121 Saarbrücken, http://www.satzweiss.com
Druck: Printsystem GmbH, Schafwäsche 1-3, 71296 Heimsheim, http://www.printsystem.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, http://www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333

.


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Vollzitat gekürzt. vrolijke
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Anmeldungsdatum: 25.09.2003
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Beitrag(#2161321) Verfasst am: 01.01.2019, 03:12    Titel: Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND. Antworten mit Zitat

.
Weiterführend zu dem unmittelbar vorhergehenden von mir am Freitag, 28. Dezember 2018, um 21:20 Uhr, in diesem Thread getätigten Beitrag bezüglich den Medikamententests in WESTDEUTSCHLAND.

"Verjährung von Staatsverbrechen" (die Rede ist hier von "historischen Staatsverbrechen in WESTDEUTSCHLAND" !!), wie, zum Beispiel, auch "Medikamentenversuche" / "Medikamententests" / "Menschenversuche", ob begangen seitens deutschen Länderregierungen und / oder der Deutschen Bundesregierung Ende der 1940er Jahre, in den 1950er Jahren, in den 1960er Jahren und in den 1970er Jahren ??

Wollen sich deutsche Länderregierungen und will sich die Deutsche Bundesregierung wirklich unter all solchen Umständen von öffentlich bekanntgewordenen "Staatsverbrechen", vor den Augen der Welt, auf "die Einrede der Verjährung" stützen ??


Zitat:
.
Siehe diesbezüglich [] nochmals die relevanten Auslegungen von Univ. Prof. Dr. Annette Guckelberger, Professorin für Verwaltungswissenschaften und Öffentliches Recht an der Universität des Saarlandes, in ihrem (2004) Fachbuch »Die Verjährung im Öffentlichen Recht«, teilweise wiedergegeben at @ http://books.google.de/books?id=wSwwbHCKY3EC&pg=PA146&lpg=PA146&dq=%22Verj%C3%A4hrung%22%2B%22Zwangsarbeit%22&source=bl&ots=-P7m-9prwO&sig=3iB0ycG6by8mwlXt41u-KQEMOso&hl=en&ei=BixNTZ_TO5G3cfySqfsF&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=5&ved=0CDQQ6AEwBA#v=onepage&q=%22Verj%C3%A4hrung%22%2B%22Zwangsarbeit%22&f=false (behandelt [von mir] schon [mehrmals] zuvor in [vielen meiner] Beiträge [an vielen Stellen im Internet])
.

so, zum Beispiel, auch @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/viewtopic.php?p=1007#p1007


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Anmeldungsdatum: 25.09.2003
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Beitrag(#2163063) Verfasst am: 14.01.2019, 01:17    Titel: Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND. Antworten mit Zitat

.
Jetzt hier in Bezug auf das Bundesland Schleswig-Holstein und insbesondere in Bezug auf ehemalige Heimkinder und Patienten von Kinder- und Jugendpsychiatrien sowohl wie auch jungen Leuten in den dortigen damaligen Behindertenheimen!

NRD.de - Nachrichten

Meldung vom Donnerstag, 10. Januar 2019

QUELLE: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Ex-Heimkinder-duerfen-auf-Hilfe-im-Alter-hoffen,heimkinder226.html?fbclid=IwAR2T2a0_gZgRXdTFe3uJfk4C0CcAmacu0k1lvIlh0SlraihmIOXUNFBCNMI :

Wer mehr wissen möchte als das was hier nachfolgend als Zitate von mir wiedergegeben wird begebe sich bitte zur QUELLE und lese weiter im ORIGINAL.

Zitat:
.
Stand: 10.01.2019 19:29 Uhr - Lesezeit: ca. 3 Min.

Ex-Heimkinder dürfen auf Hilfe im Alter hoffen

[ FOTO: „Franz Wagle ist einer der Betroffenen, die ihr Leid im November im Landtag schilderten.“ ]

Seit mehr als zwei Jahren ist das Leid von ehemaligen Heimkindern und Patienten von Kinder- und Jugendpsychiatrien in den 1950er- bis 1970er-Jahren ein großes Thema in Schleswig-Holstein. Sie berichteten von stundenlangen Schlägen, sexuellem Missbrauch, Medikamentengaben unter Zwang, von Hunger und Einsamkeit - zuletzt Ende November im Plenarsaal des Schleswig-Holsteinischen Landtags. [ Siehe @ https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Fruehere-Heimkinder-schildern-im-Landtag-ihr-Leiden,heimkinder220.html ] Insgesamt verging viel Zeit, ohne dass konkrete Konsequenzen gezogen worden. Am Donnerstag nun haben Abgeordnete aller Fraktionen im Sozialausschuss einstimmig einen Antrag angenommen, der in genau diese Richtung geht. "Aus dem Antrag resultiert, dass die wissenschaftliche Aufarbeitung intensiviert werden soll", sagte Ausschussmitglied Marret Bohn (Grüne): "Und es ist ein klarer Auftrag, dass die Betroffenen mehr Unterstützung bekommen sollen."

Die Punkte des Antrags im Wortlaut

[ ……… ]

[ … insgesamt sieben spezifische Punkte … ]

[ ……… ]


Angst vor der nächsten Heimerfahrung

[ ……… ]

SPD wollte Gewalt gesondert analysieren

[ ……… ]

Ungewiss bleiben weiter die Rollen von Kirchen und Pharmaindustrie. Sozialausschussmitglied Dennys Bornhöft (FDP) hatte angeregt, dass auch sie sich an einer Aufarbeitung beteiligen - beispielsweise, indem sie Dokumente zur Verfügung stellen und Rede und Antwort stehen. "Das Land übernimmt bereits Verantwortung", sagte er. Von den anderen Akteuren erwarte er das auch.


–––––––––––––––––––––––––––––––––

Ehemalige Heimkinder: Aufarbeitung läuft weiter

SCHLESWIG-HOLSTEIN magazin10.01.2019 19:30 Uhr

Die Medikamentenversuche an Kindern im ehemaligen Landeskrankenhaus Schleswig sind erneut Thema im Landtag. Der Sozialausschuss ist sich einig, dass jetzt Taten folgen müssen.

[ Video von 3 Min. und 10 Sek. Länge beginnend um die 13. Minute des 23. minutigen Programms @ https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/Schleswig-Holstein-Magazin,sendung857140.html ]

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Anmeldungsdatum: 25.09.2003
Beiträge: 1467
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Beitrag(#2163565) Verfasst am: 18.01.2019, 05:19    Titel: Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND. Antworten mit Zitat

.
Bezüglich der Hauptverantwortung und Pflicht zur Aufarbeitung der Bundesregierung

Boardnutzer »Ralf B« teilte mit am Donnerstag, 3. Januar 2019, um 17:45 Uhr im HEIMKINDER-FORUM.DE @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/18400-Medikamententests-an-Heimkindern-in-WESTDEUTSCHLAND/?postID=579570#post579570 (ganz am Ende dieses dortigen Beitrags von Boardnutzer »Ralf B«) :

Zitat:
.
Vieleicht sollte die Anfrage [an die Bundesregierung] verändert und das Thema (mit Beweisen in Kopie) erneut gestellt werden.
Es sollte nur um Medikamentenstudien gehen und nicht die Betroffenen kategorisieren.
Da liefen Studien die nicht in Ordnung waren; betroffen waren Heimkinder, psychich Kranke etc und das sollte durch die Bundesregierung verfolgt und aufgearbeitet werden.

Letztendlich ist die BRD immer Gesamthaftender.

.

Boardnutzer »Ralf B« teilte mit am Freitag, 4. Januar 2019, um 12:58 Uhr im HEIMKINDER-FORUM.DE @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/18400-Medikamententests-an-Heimkindern-in-WESTDEUTSCHLAND/?postID=579591#post579591 :

Zitat:
.
Letztendlich und so sehe ich das, muss die Bundesregierung ermitteln und aufarbeiten, denn als Gesamthaftende kann die BRD nicht wegschauen.
Es liegen Fakten vor, die darauf hindeuten, dass in dieser Thematik mächtig Schmuh getrieben wurde.
So etwas kann eine Regierung eigentlich garnicht ignorieren. Sie muss eingreifen wenn es vermehrt zu solchen "Handlungen" kommt. Hier hätte sie auch eine Schutzfunktion für ihre Bürger übernehmen müssen.
Da es nach Aussage anscheinend keine Regulierungen gab, war die BRD eigentlich in der Pflicht zu regulieren und Gesetze zu erlassen zum Schutze bestimmter Personengruppen.

.

Boardnutzer »Ralf B« teilte mit am Samstag, 5. Januar 2019, um 15:32 Uhr im HEIMKINDER-FORUM.DE @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/18400-Medikamententests-an-Heimkindern-in-WESTDEUTSCHLAND/?postID=579628#post579628 :

Zitat:
.
In den Nachkriegsjahren fing die Pharma an viel zu entwickeln und zu testen.
Man kann sicher sein, dass aus rechtlichen Gründen das Ministerium kontaktiert wurde, um sich eben abzusichern.

Und genau da hat die damalige Regierung grobfahrlässig keinerlei Regelungen geschaffen.

.

QUELLE: https://www.wiesbadener-kurier.de/politik/hessen/kz-methoden-im-kinderheim_17518314# UND u.a. AUCH AUFFINDBAR @ http://www.genios.de/presse-archiv/artikel/MAZ/20161205/kz-methoden-im-kinderheim/173165060001480892400.html :

Zitat:
.
WIESBADENER KURIER

[ 2. Dezember 2016 ]

POLITIK HESSEN


KZ-Methoden im Kinderheim

Von Christoph Cuntz vor 2 Jahren
[ so liest es jetzt bei Abruf am 17.01.2019 ]

[ FOTO: „Ein ehemaliges Wohngebäude auf dem Gelände des Hephata-Diakoniezentrums im nordhessischen Treysa. Wurden auch dort an Heimkindern Medikamentenversuche unternommen? Es gibt einen Verdacht, aber keine Gewissheit. Foto dpd Foto: dpa]

WIESBADEN - [ ……… ] Probanden, die an Medikamententests teilnahmen. Ihnen war im Januar 1958 Decentan, ein Mittel gegen Schizophrenie, verabreicht worden. Dass sie wussten, was da mit ihnen geschah, daran darf gezweifelt werden. Denn 24 dieser Versuchskaninchen waren Kinder im Alter zwischen fünf und 13 Jahren. Insassen eines Kinderheims. Und der Arzt, der für den Medikamententest verantwortlich zeichnete, hatte die Arzneiwohl bewusstviel zu hoch dosiert.

Unterdrücktes und verdrängtes Kapitel

[ ……… ]

[ ……… ]
[] Die Einführung des Impfstofffes war im Juli 1954 eine heikle Sache geworden: Zwei Affen waren an Kinderlähmung eingegangen, nachdem das Serum an ihnen erprobt worden war. In Marburg kam es deshalb zu einem Krisentreffen, an dem 17 Sachverständige teilnahmen. Darunter auch solche, „die schon während der Zeit des Nationalsozialismus an Menschenversuchen beteiligtwaren, so die Wissenschaftlerin.

Albert Demnitz etwa, der Direktor der Behringwerke, sowie Richard Haas, der die humanmedizinische Forschung des Unternehmens leitete. Beide hatten in der NS-Zeit Fleckfieberimpfstoff an KZ-Häftlingen in Buchenwald erforscht. Dessen ungeachtet war Demnitz 1950 zum Honorarprofessor für Tierseuchentherapie an der Gießener Justus-Liebig-Hochschule ernannt worden.

[ Otto Taleus Eberhard Buurman - Vertreter der Bundesregierung in den 1950er Jahren ]

[ Für den in WIKIPEDIA angegebenen Werdegang von Otto Taleus Eberhard Buurman siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Buurman ]

Belastet war aber auch der Vertreter der Bundesregierung, Otto Buurman, der an dem Marburger Treffen teilnahm: Er war als Medizinalrat ebenfalls in die Fleckfieberversuche der NS-Zeit involviert. Und Franz Redeker, in den 50er Jahren Leiter des Bundesgesundheitsamts, war in der Zeit des „Dritten Reiches“ beim Berliner Erbgesundheitsobergericht mit Fragen der Zwangssterilisierung befasst.

[ ……… ]

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

DIE GRENZEN

Laut Grundgesetz []

.


Wer sehen möchte wie ich diesen Aspekt dieses Themas anderswo im Internet behandelt habe (ungekürzt behandelt habe), begebe sich bitte zu meinem eigenen Forum, dem EHEMALIGE-HEIMKINDER-TATSACHEN.COM-Forum @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/phpBB3/viewtopic.php?p=1709#p1709 ; und ähnlich wie in meinem Forum sieht es, u.a., auch im HEIMKINDER-FORUM.DE aus : http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/18400-Medikamententests-an-Heimkindern-in-WESTDEUTSCHLAND/?postID=579989#post579989


#compensationnow (MM - Heimopfer-WEST)
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Martin Mitchell
„schwer (um)erziehbarer“ Senior anderer Kultur



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Beitrag(#2164071) Verfasst am: 21.01.2019, 03:32    Titel: Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND. Antworten mit Zitat

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● Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND (klassifiziert als "Menschenrechtsverletzungen").

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● Medikamententests und jegliche(r) weitere(r) Misshandlung und Missbrauch an nachkriegsdeutschen Heimkindern.

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Bezüglich der Hauptverantwortung und Pflicht zur Aufarbeitung der Bundesregierung

.
Die damalige Zuständigkeit und Verantwortung der Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland für alles was auf ihrem Hoheitsgebiet mit Gesundheit zu tun hatte

ERSTENS

Bundesministerium des Innern (BMI) / Federal Ministry of the Interior, Building and Community ( seinerzeit, seit 1949, natürlich nur für Westdeutschland zuständig )
( „Gründung“ in WIKIPEDIA angegeben als „1879 als Reichsamt des Innern“ )
Das BMI stellt sich vor @ https://www.bmi.bund.de/DE/ministerium/das-bmi/das-bmi-node.html;jsessionid=3590F24C8216AB34237C15DAF6D7F935.2_cid287 sowohl wie auch @ https://www.bmi.bund.de/DE/startseite/startseite-node.html
Introduction of the German Federal Ministry of the Interior, Building and Community @ https://rsac.german-pavilion.com/content/en/exhibitors/exhibitors_detail.php?exhibitor_id=76118
WIKIPEDIA in Deutsch @ https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesministerium_des_Innern,_f%C3%BCr_Bau_und_Heimat
WIKIPEDIA in Englisch @ https://en.wikipedia.org/wiki/Federal_Ministry_of_the_Interior,_Building_and_Community

ZWEITENS

Bundesgesundheitsamt (BGA) ( bestand seit 1952; aufgelöst in 1994 )
ÜBER DAS BUNDESGESUNDHEITSAMT in Deutsch @ http://www.wernerschell.de/Rechtsalmanach/Gesundheitswesen/bundesgesundheitsamt.php (Stand: 14.04.2000)
»Deutschland ohne Bundesgesundheitsamt - Eine kritische Analyse« von Dieter Großklaus, Berlin, Kurze Vorstellung dieser Analyse (Stand: 16.05.2012) @ https://www.aerztekammer-berlin.de/40presse/15_meldungen/00401_Deutschland_ohne_BGA/index.html > (Stand: 16.05.2012) @ https://www.aerztekammer-berlin.de/40presse/15_meldungen/00401_Deutschland_ohne_BGA/00401_Deutschland_ohne_BGA.pdf (insgesamt 17 Seiten)
WIKIPEDIA in Deutsch @ https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesgesundheitsamt ( „Das Bundesgesundheitsamt (BGA) wurde 1952 als Nachfolgeorganisation des Reichsgesundheitsamts gegründet“ ) ( „Präsident des Bundesgesundheitsamtes 1952-1956 - Franz Redeker“ )
Ebenso dem seinerzeitigen Bundesgesundheitsamt (BGA) unterstehend: anfangend vom „14. Juni 1954“ - Otto Buurman ( vollständiger Name: Otto Taleus Eberhard Buurman )
( WIKIPEDIA in Englisch: "The agency was dissolved in 1994, and its responsibilities transferred to three institutions, the Federal Institute for Drugs and Medical Devices, the Robert Koch Institute and the Federal Institute for Health Consumer Protection and Veterinary Medicine." )

DRITTENS

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
( „Gründung“ in WIKIPEDIA angegeben als „ 24. Juni 1994“ )
BfArM - deren eigene ÜBER UNS Erklärung in Deutsch @ https://www.bfarm.de/DE/BfArM/_node.html
Federal Institute for Drugs and Medical Devices - deren eigene ABOUT US Erklärung in Englisch @ https://www.bfarm.de/EN/BfArM/_node.html
WIKIPEDIA in Deutsch @ https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesinstitut_f%C3%BCr_Arzneimittel_und_Medizinprodukte
WIKIPEDIA in Englisch @ https://en.wikipedia.org/wiki/Federal_Institute_for_Drugs_and_Medical_Devices



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Zuletzt bearbeitet von Martin Mitchell am 05.02.2019, 07:06, insgesamt einmal bearbeitet
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Beitrag(#2164882) Verfasst am: 27.01.2019, 10:53    Titel: Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND. Antworten mit Zitat

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● Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND (klassifiziert als "Menschenrechtsverletzungen").

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● Medikamententests und jegliche(r) weitere(r) Misshandlung und Missbrauch an nachkriegsdeutschen Heimkindern.

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Bezüglich der Hauptverantwortung und Pflicht zur Aufarbeitung der Bundesregierung.

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Die damalige Zuständigkeit und Verantwortung der Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland für alles was auf ihrem Hoheitsgebiet mit Gesundheit zu tun hatte.

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Höchst relevant zu diesem Thema ist, meines Erachtens, auch der folgende lange Spiegel-Artikel aus dem Jahr 2015 (aus dem ich jetzt hier kurz zitiere) :

Zitat:
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SPIEGEL ONLINE
DER SPIEGEL 45/2015

[ QUELLE: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-139574525.html ]

31.10.2015

Zeitgeschichte

Braune Diener des neuen Staats

[ Bundesrepublik Deutschland = Westdeutschland ! ]

Innenminister de Maizière lässt die Gründerzeit seiner Behörde erforschen. Hohe Beamte mit Affinität zu den Nazis bestimmten die Politik des Ressorts mit.

[ ……… ]

[ ……… ]


[] hat Adenauer zunächst Politiker an die Spitze des Innenministeriums berufen, die sich im "Dritten Reich" untadelig verhalten hatten. Doch unterhalb der Ministerebene gab es viele Männer mit brauner Vergangenheit. Von den sieben Staatssekretären bis 1967 hatten vier der NSDAP angehört. Von 35 überprüften Abteilungsleitern in den Jahrzehnten bis 1971 waren mehr als die Hälfte dem NS-Regime zugetan. Zeitweise bestand das verbeamtete Personal des BMI zu mehr als 40 Prozent aus Personen, die 1945 ihren Posten verloren hatten – zumeist weil sie Teil der Nazi-Herrschaft gewesen waren oder diese unterstützt hatten. Der [braune] Anteil ist ein trauriger Rekord unter Bonner Ministerien.

In den Behörden, die dem Innenministerium unterstanden, sah es oft nicht besser aus. Im Bundesarchiv findet sich eine Aufstellung aus dem Jahr 1958: Seitenweise sind dort die Namen ehemaliger NSDAP-Mitglieder und SS-Leute im öffentlichen Dienst und in der Beamtenschaft aufgeführt. Beim Bundeskriminalamt, dem Bundesamt für Verfassungsschutz, dem Deutschen Archäologischen Institut, der Bundesanstalt für Landeskunde, dem Institut für Raumforschung, dem Bundesgesundheitsamt, dem Statistischen Bundesamt. Und, und, und.

Karriere im BMI [und mehr spezifisch, im Bundesgesundheitsamt] machten damals Leute wie Otto Buurman. Der ostfriesische Mediziner leitete von 1954 an die Abteilung Gesundheitswesen und stieg zum höchsten Medizinalbeamten der Bundesrepublik auf. Dabei hatte der Arzt 1936 verlangt, "Schädlinge oder Geisteskranke" nicht auf Kosten der Allgemeinheit "hochzupäppeln". Er war nach Angaben der Medizinhistorikerin Sabine Schleiermacher an der Durchsetzung von Zwangssterilisationen beteiligt und schimpfte 1941 als Amtsarzt von Krakau, die Juden seien"disziplinlos" und würden durch "Herumvagabundieren" jenes Fleckfieber verbreiten, das damals im Getto grassierte. Als zweithöchster Gesundheitsfunktionär des Generalgouvernements nahm er an Konferenzen teil, auf denen die Ermordung von Juden gefordert und Versuche an Menschen mit Fleckfieberimpfstoffen beschlossen wurden, die das KZ Buchenwald dann durchführte.


[ ……… ]

[ ……… ]


[] Die Fortsetzung solcher Verbrechen [ begangen zwischen 1933 und 1945 ] forderte niemand im BMI, doch aus dem Gesetzestext spricht ein durch und durch illiberaler Geist. Wer [ Anfang der 1960er Jahre ! ] als "willensschwach" oder in seinem "Triebleben besonders hemmungslos" galt, riskierte, in einer "geeigneten Anstalt" zwangsweise untergebracht zu werden. Das Bundesverfassungsgericht kippte 1967 diese Bestimmung [ Siehe diesbezüglich auch unbedingt »"Fragwürdiger Umgang mit Opfern der Heimerziehung"« - »Heimerziehung mit wirtschaftlicher Ausbeutung der Insassen« - »Parteien und Politiker und ihr Einsatz für autoritäre FÜRSORGEerziehung/Bewahrung/BeugeHAFT und Arbeitsausbeutung zum Ziele der UMERZIEHUNG der Jugend« (Beitrag von MM vom 1. April 2018 sowohl wie, nochmals, vom 1. September 2018) unter anderem aufgeführt und festgehalten @ https://www.forum-fuer-erzieher.de/viewtopic.php?p=60557&sid=50eaaeed7413f1368486bbb9127d8348#p60557 , @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/viewtopic.php?p=1557&sid=37658879ec399d734d44ba073d04ff72#p1557 und @ https://forum.chefduzen.de/index.php?topic=329463.0 ].

[ ……… ]
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Recht muss nicht nur gesprochen werden, es muss auch wahrnehmbar sein, dass Recht gesprochen wird.
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Zuletzt bearbeitet von Martin Mitchell am 05.02.2019, 07:04, insgesamt einmal bearbeitet
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Beitrag(#2165285) Verfasst am: 30.01.2019, 01:01    Titel: Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND. Antworten mit Zitat

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● Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND (klassifiziert als "Menschenrechtsverletzungen").

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● Medikamententests und jegliche(r) weitere(r) Misshandlung und Missbrauch an nachkriegsdeutschen Heimkindern.

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Bezüglich der Hauptverantwortung und Pflicht zur Aufarbeitung der Bundesregierung.

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Die damalige Zuständigkeit und Verantwortung der Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland für alles was auf ihrem Hoheitsgebiet mit Gesundheit zu tun hatte.

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Meines Erachtens, ein weiterer hoch relevanter Artikel schon veröffentlicht vor drei Jahren und zwei Monaten :

Zitat:
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DW - Deutsche Welle, Bonn und Berlin

[ „Die Deutsche Welle (kurz: DW ) ist der staatliche Auslandsrundfunk der Bundesrepublik Deutschland und Mitglied der ARD. Die deutschen Standorte befinden sich in Bonn und Berlin, wobei Bonn als Hauptsitz der Anstalt des öffentlichen Rechts fungiert. Die DW sendet in rund 30 Sprachen.“ --- QUELLE: WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Welle ]

04.11.2015

Autorin/Autor Naomi Conrad, Berlin


DEUTSCHLAND

Die braune Vergangenheit im Inneren

[ Gemeint ist die Bundesrepublik DeutschlandWestdeutschland ! – und ihr Bundesministerium des Innern, dem seinerzeit auch das gesamte westdeutsche Gesundheitswesen (Bundesgesundheitsamt), alles Medizinische und Soziale und Jugend und Sport und Kultur unterstand ]

[ QUELLE: https://www.dw.com/de/die-braune-vergangenheit-im-inneren/a-18828628 ]

Die NS-Zeit war vorbei - doch in der Nachkriegszeit machten ehemalige NSDAP-Mitglieder wieder Karriere in deutschen Behörden und Ministerien. Auch im Bundesinnenministerium, wie eine neue Studie zeigt.

[ FOTO: Farbfoto des heutigen Gebäudes des Bundesministeriums des Innern, BMI-Dienstsitz Bonn ]

Ein Referatsleiter, der die Erziehungspolitik der Nationalsozialisten maßgeblich mitbestimmt hatte, andere, die an Zwangssterilisationen mitgewirkt hatten, hochrangige Mitglieder der NSDAP, SS und SA: Das Bundesinnenministerium der Nachkriegszeit war voller Menschen, die "nach heutigem Verständnis als NS-Täter bezeichnet werden müssen".

Das ist das Ergebnis einer jetzt vorgestellten Studie von unabhängigen Wissenschaftlern des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZFF),
[ Siehe „Vorstudie zum Thema“ (insgesamt 149 Seiten. Stand: 29.10.2015) @ https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/2015/abschlussbericht-vorstudie-aufarbeitung-bmi-nachkriegsgeschichte.pdf?__blob=publicationFile&v=2


[ ……… ]

[ ……… ] eine "eklatant hohe" Zahl an Mitarbeitern mit NS-Vergangenheit, [ ……… ]


Zwei Drittel der Beamten Nazis

Demnach waren 1950 die Hälfte aller Mitarbeiter im Bonner Bundesinnenministerium ehemalige NSDAP-Mitglieder. Zwischen 1956 und 1961 lag der Anteil sogar bei 66 Prozent - der nach bisherigen Erkenntnissen höchste Anteil von ehemaligen Nazis in einem westdeutschen Ministerium überhaupt.

[ ……… ]

[ FOTO: Schwarz-weiß Foto: „Kanzler Adenauer mit seinem Vertrauten Globke (r.): Kariere trotz NS-Vergangenheit“ ]

[ ……… ]


Netzwerke von ehemaligen Nazis?

Entscheidend war aber wohl auch die Personalpolitik: Man setzte sich für seine ehemaligen NSDAP-Kumpanen ein. Ein Netzwerk von Ehemaligen spielte eine "große Rolle" bei der Einstellung anderer Ex-NSDAP-Mitglieder, so die Studie. Auch habe in Westdeutschland damals das Bundeskanzleramt unter seinem Chef Hans Globke Einfluss auf hochrangige Einstellungen im Innenressort genommen. Globke hatte ebenfalls im Reichsinnenministerium Karriere gemacht, war als Jurist an der Herausgabe eines NS-Kommentars zu den Nürnberger Rassegesetze beteiligt und hatte es dennoch geschafft, in der jungen Bundesrepublik ein enger Vertrauter von Kanzler Konrad Adenauer zu werden.

Darüber hinaus verschleierten viele Bewerber schlicht ihre NS-Vergangenheit: "Die haben zum großen Teil in den Einstellungsprozessen gelogen",
so Stefanie Palm, eine Doktorandin, die im Rahmen der ZZF-Studie hunderte von Personalakten durchforstet hat. Aber selbst in den Fällen, in denen die Vergangenheit doch ans Licht kam, habe es keinerlei Konsequenzen gegeben. "Das ist schon erschütternd", []

Es liegt auf der Hand, dass die dunkle Vergangenheit vieler Ministeriumsmitarbeiter Politik und Gesetzgebung beeinflusst haben muss: Die Autoren der Studie sehen klare Hinweise etwa auf eine antisemitische Grundhaltung im Ausländerreferat des Bundesinnenministeriums, aber auch in der Zensurpraxis von dessen Kulturabteilung. []
[ ……… ]

Doch das ist gar nicht selbstverständlich: Jahrelang hatte sich das Innenministerium geweigert, sich seiner Vergangenheit zu stellen. Noch 2005 erklärte der damalige Innenminister Otto Schily (SPD), es gebe in seiner Behörde "keine nationalsozialistische Vergangenheit, die der Aufklärung bedarf". Auch de Maizière zögerte lange. Inzwischen ist er aber zu der Überzeugung gekommen, dass es die Aufgabe von Ministerien sei, ihre eigene NS-Vergangenheit zu untersuchen [ Siehe DW @ https://www.dw.com/de/braune-schatten/a-15781373 ].

[ ……… ]

DIE REDAKTION EMPFIEHLT


Braune Schatten [ Siehe [02.03.2012] @ https://www.dw.com/de/braune-schatten/a-15781373 ]

Nach 1945 waren Staatsdiener mit NS-Vergangenheit eher die Regel als die Ausnahme. Nun will die Bundesregierung diesen dunklen Teil aufklären. (02.03.2012)


Filmstart: "Der Staat gegen Fritz Bauer" [ Siehe [30.09.2015] @ https://www.dw.com/de/der-staat-gegen-fritz-bauer-im-kino/a-18635810 ]

Ein Lehrstück über altes Nazi-Denken in der jungen Bundesrepublik und den Kampf eines Unbeugsamen für Gerechtigkeit. "Der Staat gegen Fritz Bauer" läuft jetzt in den Kinos - und ist Thema in KINO. (30.09.2015)


Geheimdienste deckten Eichmann [ Siehe [07.06.2006] @ https://www.dw.com/de/geheimdienste-deckten-eichmann/a-2045743 ]

Deutsche und US-Geheimdienste haben 1958 verschleiert, dass der NS-Kriegsverbrecher Adolf Eichmann in Argentinien lebte - aus Sorge, er könnte über Hans Globke, den Staatssekretär Adenauers, auspacken. (07.06.2006)

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Recht muss nicht nur gesprochen werden, es muss auch wahrnehmbar sein, dass Recht gesprochen wird.
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Zuletzt bearbeitet von Martin Mitchell am 05.02.2019, 07:17, insgesamt 5-mal bearbeitet
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Wohnort: Adelaide, Süd Australien

Beitrag(#2165287) Verfasst am: 30.01.2019, 01:09    Titel: Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND. Antworten mit Zitat

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● Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND (klassifiziert als "Menschenrechtsverletzungen").

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● Medikamententests und jegliche(r) weitere(r) Misshandlung und Missbrauch an nachkriegsdeutschen Heimkindern.

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Bezüglich der Hauptverantwortung und Pflicht zur Aufarbeitung der Bundesregierung.

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Die damalige Zuständigkeit und Verantwortung der Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland für alles was auf ihrem Hoheitsgebiet mit Gesundheit zu tun hatte.

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Meines Erachtens, ein weiterer hoch relevanter Artikel schon veröffentlicht vor drei Jahren und zwei Monaten :

Zitat:
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DW - Deutsche Welle, Bonn und Berlin

[ „Die Deutsche Welle (kurz: DW ) ist der staatliche Auslandsrundfunk der Bundesrepublik Deutschland und Mitglied der ARD. Die deutschen Standorte befinden sich in Bonn und Berlin, wobei Bonn als Hauptsitz der Anstalt des öffentlichen Rechts fungiert. Die DW sendet in rund 30 Sprachen.“ --- QUELLE: WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Welle ]

04.11.2015

Autorin/Autor Naomi Conrad, Berlin


DEUTSCHLAND

Die braune Vergangenheit im Inneren

[ Gemeint ist die Bundesrepublik DeutschlandWestdeutschland ! – und ihr Bundesministerium des Innern, dem seinerzeit auch das gesamte westdeutsche Gesundheitswesen (Bundesgesundheitsamt), alles Medizinische und Soziale und Jugend und Sport und Kultur unterstand ]

[ QUELLE: https://www.dw.com/de/die-braune-vergangenheit-im-inneren/a-18828628 ]

Die NS-Zeit war vorbei - doch in der Nachkriegszeit machten ehemalige NSDAP-Mitglieder wieder Karriere in deutschen Behörden und Ministerien. Auch im Bundesinnenministerium, wie eine neue Studie zeigt.

[ FOTO: Farbfoto des heutigen Gebäudes des Bundesministeriums des Innern, BMI-Dienstsitz Bonn ]

Ein Referatsleiter, der die Erziehungspolitik der Nationalsozialisten maßgeblich mitbestimmt hatte, andere, die an Zwangssterilisationen mitgewirkt hatten, hochrangige Mitglieder der NSDAP, SS und SA: Das Bundesinnenministerium der Nachkriegszeit war voller Menschen, die "nach heutigem Verständnis als NS-Täter bezeichnet werden müssen".

Das ist das Ergebnis einer jetzt vorgestellten Studie von unabhängigen Wissenschaftlern des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZFF),
[ Siehe „Vorstudie zum Thema“ (insgesamt 149 Seiten. Stand: 29.10.2015) @ https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/2015/abschlussbericht-vorstudie-aufarbeitung-bmi-nachkriegsgeschichte.pdf?__blob=publicationFile&v=2


[ ……… ]

[ ……… ] eine "eklatant hohe" Zahl an Mitarbeitern mit NS-Vergangenheit, [ ……… ]


Zwei Drittel der Beamten Nazis

Demnach waren 1950 die Hälfte aller Mitarbeiter im Bonner Bundesinnenministerium ehemalige NSDAP-Mitglieder. Zwischen 1956 und 1961 lag der Anteil sogar bei 66 Prozent - der nach bisherigen Erkenntnissen höchste Anteil von ehemaligen Nazis in einem westdeutschen Ministerium überhaupt.

[ ……… ]

[ FOTO: Schwarz-weiß Foto: „Kanzler Adenauer mit seinem Vertrauten Globke (r.): Kariere trotz NS-Vergangenheit“ ]

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Netzwerke von ehemaligen Nazis?

Entscheidend war aber wohl auch die Personalpolitik: Man setzte sich für seine ehemaligen NSDAP-Kumpanen ein. Ein Netzwerk von Ehemaligen spielte eine "große Rolle" bei der Einstellung anderer Ex-NSDAP-Mitglieder, so die Studie. Auch habe in Westdeutschland damals das Bundeskanzleramt unter seinem Chef Hans Globke Einfluss auf hochrangige Einstellungen im Innenressort genommen. Globke hatte ebenfalls im Reichsinnenministerium Karriere gemacht, war als Jurist an der Herausgabe eines NS-Kommentars zu den Nürnberger Rassegesetze beteiligt und hatte es dennoch geschafft, in der jungen Bundesrepublik ein enger Vertrauter von Kanzler Konrad Adenauer zu werden.

Darüber hinaus verschleierten viele Bewerber schlicht ihre NS-Vergangenheit: "Die haben zum großen Teil in den Einstellungsprozessen gelogen",
so Stefanie Palm, eine Doktorandin, die im Rahmen der ZZF-Studie hunderte von Personalakten durchforstet hat. Aber selbst in den Fällen, in denen die Vergangenheit doch ans Licht kam, habe es keinerlei Konsequenzen gegeben. "Das ist schon erschütternd", []

Es liegt auf der Hand, dass die dunkle Vergangenheit vieler Ministeriumsmitarbeiter Politik und Gesetzgebung beeinflusst haben muss: Die Autoren der Studie sehen klare Hinweise etwa auf eine antisemitische Grundhaltung im Ausländerreferat des Bundesinnenministeriums, aber auch in der Zensurpraxis von dessen Kulturabteilung. []
[ ……… ]

Doch das ist gar nicht selbstverständlich: Jahrelang hatte sich das Innenministerium geweigert, sich seiner Vergangenheit zu stellen. Noch 2005 erklärte der damalige Innenminister Otto Schily (SPD), es gebe in seiner Behörde "keine nationalsozialistische Vergangenheit, die der Aufklärung bedarf". Auch de Maizière zögerte lange. Inzwischen ist er aber zu der Überzeugung gekommen, dass es die Aufgabe von Ministerien sei, ihre eigene NS-Vergangenheit zu untersuchen [ Siehe DW @ https://www.dw.com/de/braune-schatten/a-15781373 ].

[ ……… ]

DIE REDAKTION EMPFIEHLT


Braune Schatten [ Siehe [02.03.2012] @ https://www.dw.com/de/braune-schatten/a-15781373 ]

Nach 1945 waren Staatsdiener mit NS-Vergangenheit eher die Regel als die Ausnahme. Nun will die Bundesregierung diesen dunklen Teil aufklären. (02.03.2012)


Filmstart: "Der Staat gegen Fritz Bauer" [ Siehe [30.09.2015] @ https://www.dw.com/de/der-staat-gegen-fritz-bauer-im-kino/a-18635810 ]

Ein Lehrstück über altes Nazi-Denken in der jungen Bundesrepublik und den Kampf eines Unbeugsamen für Gerechtigkeit. "Der Staat gegen Fritz Bauer" läuft jetzt in den Kinos - und ist Thema in KINO. (30.09.2015)


Geheimdienste deckten Eichmann [ Siehe [07.06.2006] @ https://www.dw.com/de/geheimdienste-deckten-eichmann/a-2045743 ]

Deutsche und US-Geheimdienste haben 1958 verschleiert, dass der NS-Kriegsverbrecher Adolf Eichmann in Argentinien lebte - aus Sorge, er könnte über Hans Globke, den Staatssekretär Adenauers, auspacken. (07.06.2006)

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#compensationnow (MM - Heimopfer-WEST)
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Recht muss nicht nur gesprochen werden, es muss auch wahrnehmbar sein, dass Recht gesprochen wird.
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Zuletzt bearbeitet von Martin Mitchell am 05.02.2019, 06:51, insgesamt einmal bearbeitet
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Anmeldungsdatum: 25.09.2003
Beiträge: 1467
Wohnort: Adelaide, Süd Australien

Beitrag(#2165423) Verfasst am: 01.02.2019, 06:10    Titel: Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND. Antworten mit Zitat

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● Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND (klassifiziert als "Menschenrechtsverletzungen").

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● Medikamententests und jegliche(r) weitere(r) Misshandlung und Missbrauch an nachkriegsdeutschen Heimkindern.

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*Bezüglich dem weiterhin fortbestehenden BUNDESMINISTERIUM DES INNERN und dem damals dazugehörenden BUNDESGESUNDHEITSAMT*.

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Die damalige Zuständigkeit und Verantwortung der Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland für alles was auf ihrem Hoheitsgebiet mit Gesundheit zu tun hatte.

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Abgeschlossene Aufarbeitung des Bundesministerium des Innern (BMI), dem damals auch das Bundesgesundheitsamt understand @[/color] https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/kurzmeldungen/DE/2018/06/hueter-der-ordnung.html :

Zitat:
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MELDUNG - MINISTERIUM

Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

19.06.2018

Hüter der Ordnung [ circa 830-seitiger bebilderter Band ]

[ FOTO: Werbefoto für dieses vor sieben Monaten erschienene Fachbuch ]

Geschichtsinstitute legen Ergebnisse des Projekts zur Aufarbeitung der Nachkriegsgeschichte der beiden deutschen Innenministerien vor.

Heute wurde im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat das Buch "Hüter der Ordnung - Die Innenministerien in Bonn und Ost-Berlin nach dem Nationalsozialismus" vorgestellt. Das Buch fasst die Ergebnisse eines knapp vierjährigen Forschungsprojekts zusammen, in dem die Geschichte des Bundesinnenministeriums (BMI) und des Ministeriums des Innern der DDR (MdI) erstmals systematisch untersucht wurde. Es stellt dar, mit welchem Personal beide Ministerien nach 1949 aufgebaut wurden, welche Prägungen die Bediensteten hatten und wie sich dies auf die Arbeit der Behörden auswirkte.

Dazu Bundesminister Horst Seehofer: "Heute, fast siebzig Jahre nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland, leben wir im tolerantesten, freiheitlichsten und friedlichstem Deutschland, das wir je hatten. Dies hängt eng zusammen mit der Bereitschaft, sich ehrlich mit unserer Vergangenheit auseinander zu setzen und entsprechende Lehren zu ziehen. Das Forschungsprojekt sehe ich als wichtigen Teil dieser Auseinandersetzung."


Mehrheit der BMI-Mitarbeiter aus der Bürokratie des Nationalsozialismus [ diese waren vorwiegend dieHüter der Ordnungin Westdeutschland ]

Zwar stammten nur ein Zehntel der Beamten des BMI aus dem Reichsinnenministerium, jedoch die Mehrheit aus der Bürokratie des Nationalsozialismus, so die Bilanz der Forschungsgruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Frank Bösch (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam) und Prof. Dr. Andreas Wirsching (Institut für Zeitgeschichte München – Berlin). Meist waren dies Juristen aus der kommunalen Verwaltung, deren Berufseinstieg während der NS-Diktatur erfolgte. Während Belastete anfangs eher untergeordnete Posten erhielten, waren um 1960 zwei Drittel der leitenden Mitarbeiter (ab Referatsleiter) ehemalige NSDAP-Mitglieder und fast die Hälfte vormals Angehörige der SA.

"Die Bewerber mussten über ihren Lebenslauf Rechenschaft ablegen, allerdings wurden die Angaben kaum überprüft. Nicht wenige Beamte vermochten daher wesentliche Teile ihrer NS-Vergangenheit zu verschweigen. Sie passten sich der neuen demokratischen Ordnung an, aber oftmals bestanden etatistisch-autoritäre, nationalistische und stark antikommunistische Denkmuster fort, was sich in ihrer politischen Arbeit niederschlug", so Prof. Dr. Andreas Wirsching.

[ FOTO: Prof. Dr. Andreas Wisching bei seiner Rede. - Quelle: BMI ]

Der Band weist in vielen Bereichen nach, wie Gesetzesentwürfe aus dem Apparat des Bundesinnenministeriums an öffentlichen Protesten und dem Veto anderer politischer Gremien und Akteure scheiterten – wie etwa die Planungen zum Notstand, zum Presserecht oder zur Verfassung eines vereinigten Deutschlands.

[ FOTO: Staatssekretar Dr. Markus Kerber bei seiner Rede. - Quelle: BMI ]

Gegenüber jüdischen Minderheiten wählten die belasteten Mitarbeiter ebenfalls oft eine harte Linie, die einen Fortbestand älterer, zum Teil bereits vor 1933 üblicher Denkmuster zeigt. Auch in diesen Fällen entstand ein öffentlicher Unmut, der demokratische Lern- und Anpassungsprozesse in der Verwaltung förderte.


Alt-Kommunisten und junge Kader im Ministerium des Innern der DDR

[ FOTO: Prof. Dr. Frank Bösch bei seiner Rede. - Quelle: BMI ]

"Im Ministerium des Innern der DDR" erläutert Prof. Dr. Frank Bösch, "übernahmen Alt-Kommunisten und unbelastete junge Kader die Leitungsposten. Mitte der 1950er-Jahre waren dennoch immerhin rund ein Zehntel der leitenden Mitarbeiter ehemalige NSDAP-Mitglieder. Meist handelte es sich aber um jugendliche Eintritte während des Krieges, in den Expertenabteilungen aber auch um erfahrene Eliten."

Trotz der meist administrativ unerfahrenen Mitarbeiter gelang es dem Ministerium des Innern, eine Polizeiverwaltung und Administration aufzubauen, die die Machtstellung der SED sicherte.

In den zivilen und wissenschaftlichen Abteilungen dagegen knüpfte das ostdeutsche Ministerium stärker an etablierte Experten an, selbst wenn sie bürgerliche Lebensläufe aufwiesen und im Nationalsozialismus Karriere gemacht hatten. Das galt besonders für die im MdI angesiedelten Leitungsstellen im Archivwesen und für den militärisch relevanten Wetterdienst, wo rund 30 Prozent der Abteilungsleiter früher der NSDAP angehört hatten.

Während das Bundesinnenministerium [ BMI ] am traditionellen Beamtentum und an der bisherigen Verwaltungspraxis festhielt, erfolgte im Osten ein kompletter Umbau [ des MdI ], um den Einfluss der SED zu stärken.



Informationen zum Projekt

[ FOTO: Vier Exemplare des Buches nebeneinander aufgestellt auf einem Tisch --- Buchvorstellung "Hüter der Ordnung" Quelle: BMI ]

Der circa 830-seitige bebilderte Band mit dem Titel "Hüter der Ordnung. Die Innenministerien in Bonn und Ost-Berlin nach dem Nationalsozialismus" ist im Wallstein-Verlag erschienen. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse finden Sie hier [ Siehe @ https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/2018/hueter-der-ordnung-zusammenfassung.html;jsessionid=EE011AD5B231FEBAAC35F71AFE7138FE.1_cid364 ].

Weitere Monographien und Aufsätzen zu verschiedenen Schwerpunktthemen sind geplant. Informationen dazu finden Sie auf der Webseite des Forschungsteams [ Siehe @ https://geschichte-innenministerien.de/ ].

Begleitend zum Forschungsprojekt haben Studierende des Studiengangs Public History der Freien Universität Berlin die virtuelle Ausstellung "Kontinuitäten, Brüche, Neuanfang. Umgang mit dem Nationalsozialismus in den beiden deutschen Innenministerien 1949 bis 1970" entworfen [ Siehe @ http://ausstellung.geschichte-innenministerien.de/ ].]



ARTIKEL

Aufarbeitung der Nachkriegsgeschichte beider deutscher Innenministerien [ Siehe @ https://www.bmi.bund.de/DE/ministerium/unsere-geschichte/ns-aufarbeitungsprojekt/ns-aufarbeitungsprojekt.html;jsessionid=EE011AD5B231FEBAAC35F71AFE7138FE.1_cid364 ]
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Martin Mitchell
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Beitrag(#2165611) Verfasst am: 03.02.2019, 05:42    Titel: Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND. Antworten mit Zitat

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● Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND (klassifiziert als "Menschenrechtsverletzungen").

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● Medikamententests und jegliche(r) weitere(r) Misshandlung und Missbrauch an nachkriegsdeutschen Heimkindern.

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*Bezüglich dem weiterhin fortbestehenden BUNDESMINISTERIUM DES INNERN und dem damals dazugehörenden BUNDESGESUNDHEITSAMT*.

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Bezüglich der Hauptverantwortung und Pflicht zur Aufarbeitung der Bundesregierung.

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Die damalige Zuständigkeit und Verantwortung der Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland für alles was auf ihrem Hoheitsgebiet mit Gesundheit zu tun hatte.

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Abgeschlossene Aufarbeitung der Vergangenheit des Bundesministerium des Innern (BMI), dem damals auch das Bundesgesundheitsamt understand @ https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/kurzmeldungen/DE/2018/06/hueter-der-ordnung.html :

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AMAZON @ https://www.amazon.de/H%C3%BCter-Ordnung-Innenministerien-Nationalsozialismus-Ver%C3%B6ffentlichung/dp/3835332066 (dort runter scrollen, und immer weiter runter scrollen) :

Zitat:
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Hüter der Ordnung: Die Innenministerien in Bonn und Ost-Berlin nach dem Nationalsozialismus (Veröffentlichung zur Geschichte der deutschen Innenministerien nach 1945) Gebundenes Buch – 19. Juni 2018

von Frank Bösch (Herausgeber), Andreas Wirsching (Herausgeber)

Als Forschungsteam verfasst von Frank Bösch, Martin Diebel, Frieder Günther, Franziska Kuschel, Lutz Maeke, Stefanie Palm, Maren Richter, Dominik Rigoll, Irina Stange und Andreas Wirsching.


Produktinformation

Gebundene Ausgabe: 837 Seiten
Verlag: Wallstein; Auflage: 1 (19. Juni 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783835332065
ISBN-13: 978-3835332065
ASIN: 3835332066
Preis: 34,90 Euro


Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Altnazis dominierten das Innenministerium in dessen Gründerzeit. Eine Studie zeigt die Gefahr, die von den Beamten ausging.«
(Klaus Wiegrefe, Der Spiegel, 16.06.2018) [ Siehe »Das vierte Reich« @ https://magazin.spiegel.de/SP/2018/25/157896414/index.html ]

»Es geht hier nicht nur um die NS-Nachfolger im Westen, sondern auch im Osten. Erstmals.«
(Ronen Steinke, Süddeutsche Zeitung, 19.06.2018) [ Siehe »NS-Kontinuitäten – Schweben über der Vergangenheit« @ https://www.sueddeutsche.de/politik/ns-kontinuitaeten-schweben-ueber-der-vergangenheit-1.4020903 ]

»Die Studie.(...) macht deutlich, wie wichtig die zivilgesellschaftliche Kontrolle staatlicher Institutionen für eine demokratische Gesellschaft ist und bleibt.«
(Martin Hubert, Deutschlandfunk Andruck, 22.06.2018) [ Momentan leider nicht im Internet aufzuspüren. ]

»Die Studie ›Hüter der Ordnung‹ gibt jetzt einen umfassenden Einblick in den Umgang der unterschiedlichen Systeme mit der gleichen Vergangenheit.«
(Simon Köppl, MDR AKTUELL, 20.06.2018) [ Siehe »Studie zu Innenministerien in Ost und West --- Führende DDR-Funktionäre hatten NS-Vergangenheit --- BRD: Zwei Drittel mit NSDAP-Parteibuch« @ https://www.mdr.de/nachrichten/politik/inland/bundesinnenministerium-nationalsozialistisches-erbe-ddr-100.html ]


[ Kurze ] Rezension

Winfried Brinkmeier

5,0 von 5 Sternen

Die Innenministerien der BRD und der damaligen DDR in Bonn und Ost-Berlin

30. Oktober 2018

Rezension des Buches „Hüter der Ordnung – Die Innenministerien in Bonn und Ost-Berlin nach dem Nationalsozialismus“ von Frank Bösch & Andreas Wirsching, © Wallstein-Verlag, Göttingen 2018 --- ISBN 978-3-8353-3206-5

Frank Bösch ist Professor für Deutsche und Europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts an der Universität Potsdam und Direktor des Zentrums für Zeitgenössische Forschung Potsdam.

Andreas Wirsching ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität München und Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München – Berlin.

Die beiden Wissenschaftler und ihre Mitarbeiter haben sich intensiv mit den Innenministerien in Bonn und in Ost-Berlin nach dem Nationalsozialismus befasst, die beide maßgeblich zum Aufbau und zur Konsolidierung der Bundesrepublik und der damaligen DDR beigetragen haben. Dies Buch entstand in enger Zusammenarbeit beider Institute und ihrer Mitarbeiter. Sie schildern, wie und mit welchem Personal dies geschah und welche politischen Folgen die jeweiligen Prägungen der Mitarbeiter hatten und wie sich die Verwaltungskultur in Ost und West veränderte. In 20 diversen Kapiteln unter 5 verschiedenen Überschriften erfassen sie die Thematik hervorragend. Anschließend erfolgt eine Bilanz über die beiden deutschen Innenministerien. Ein Abkürzungsverzeichnis, ein Quellen – und Literaturverzeichnis, ein Abbildungsnachweis, ein Verzeichnis der Autorinnen und Autoren sowie ein Personenregister ergänzen das Buch. Damit handelt es sich um eine auch von der Form her gute wissenschaftliche Arbeit, die allen Anforderungen genügt. Ich halte dieses Buch für ein hervorragendes wissenschaftliches Werk, das die schwierige Thematik genau betrachtet und beschreibt. Zudem ist es nachvollziehbar geschrieben und für Fachleute spannend zu lesen. Dies Buch zu lesen, war ein Genuss. Ich gebe dem Opus deswegen in meiner Gesamtbewertung 5 Sterne.

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Beitrag(#2165925) Verfasst am: 06.02.2019, 06:39    Titel: Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND. Antworten mit Zitat

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● Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND (klassifiziert als "Menschenrechtsverletzungen").

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● Medikamententests und jegliche(r) weitere(r) Misshandlung und Missbrauch an nachkriegsdeutschen Heimkindern.

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*Bezüglich dem weiterhin fortbestehenden BUNDESMINISTERIUM DES INNERN und dem damals dazugehörenden BUNDESGESUNDHEITSAMT*.

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Bezüglich der Hauptverantwortung und Pflicht zur Aufarbeitung der Bundesregierung.

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Die damalige Zuständigkeit und Verantwortung der Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland für alles was auf ihrem Hoheitsgebiet mit Gesundheit zu tun hatte.

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BRD - Nachkriegsdeutsche Leitende Politische Persönlichkeiten mit NS-Vergangenheit im westdeutschen Bundesgesundheitsamt, das damals dem Bundesministerium des Innern understand:

Karl Haedenkamp (*26.02.1889 - †13.07.1955)
Franz Albert Redeker (*17.06.1891 - †16.09.1962)
Otto Taleus Eberhard Buurman (*10.11.1890 - †03.03.1967)


Genau diese hatten auch das Sagen, auf Bundesebene, insbesondere was damals, in den 1950er und 1960er Jahren, die medizinische Behandlung von Heimkindern und Insassen von Psychiatrien und Behinderten Einrichtungen betraf.

Besonders sie bestimmten was in Bezug auf Medikamententests im gesamten Bundesgebiet gestattet und hinnehmbar war und was nicht.



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Beitrag(#2166320) Verfasst am: 09.02.2019, 07:05    Titel: Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND. Antworten mit Zitat

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● Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND (klassifiziert als "Menschenrechtsverletzungen").


Es kann sein, dass ich in meinen vorherigen und bisherigen Erklärungen in meinen hiesigen Beiträgen bezüglich dem damaligen westdeutschen Bundesdeutschen Gesundheitswesen die Verantwortungskette und Zuständigkeiten unzureichend dargestellt habe, da ich aus der Ferne (von Australien aus arbeitend) da bisher garnicht so richtig habe durchblicken können. Die Information, die ich Euch bisher zur Verfügung gestellt habe war zwar nicht falsch, aber sie war inkomplett. Ich weiß aber immer noch nicht wie ich sie jetzt am besten vervollständigen kann.

Kein Zweifel ----- es besteht und bestand definitiv, was die obersten Bundesdeutschen Gesundheitsbehörden betrifft und betraf, ein Unterschied zwischen

Bundesministerium für Gesundheit“ („BMG“) ( Siehe WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesministerium_f%C3%BCr_Gesundheit_(Deutschland) )

und

Bundesgesundheitsamt“ („BGA“) ( Siehe WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesgesundheitsamt )

sowohl wie auch, somit, ein Unterschied zwischen dem „Bundesminister für Gesundheit“ ( Siehe „Bundesminister seit 1961“ in WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesministerium_f%C3%BCr_Gesundheit_(Deutschland) (dort etwas runter scrollen) )

und

dem „Präsidenten des Bundesgesundheitsamtes“ ( Siehe „Präsidenten des Bundesgesundheitsamtes“ in WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesgesundheitsamt (dort etwas runter scrollen) )

und auch aus dem Inhalt des folgenden Dokuments aus dem Jahre 2012 wird dies ersichtlich und noch einmal genau veranschaulicht:


QUELLE: https://www.aerztezeitung.de/panorama/k_specials/30-jahre/article/813013/hiv-skandal-blutprodukte-seehofer-zerschlaegt-bga.html :

Zitat:
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Ärzte Zeitung, 11.05.2012

HIV-Skandal um Blutprodukte: Seehofer zerschlägt das BGA

[ d.h. Bundesminister für Gesundheit Horst Seehofer ( 1992-1998 ) („BMG“) zerschlägt das Bundesgesundheitsamt („BGA“) ----- „Die Regierung Kohl löste es schließlich am 30. Juni 1994 nach fast 600 Toten infolge HIV-verseuchter Blutpräparate auf.“ ]

[Horst Lorenz Seehofer (* 4. Juli 1949 in Ingolstadt) ist ein deutscher Politiker (CSU). Er ist seit März 2018 Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat im Kabinett Merkel IV und seit 2019 Ehrenvorsitzender der CSU.“ ]


Anhaltendes Missmanagement im Bundesgesundheitsamt und HIV-kontaminierte Blutprodukte werden im Oktober 1993 zum Polit-Skandal. Seehofer greift durch, der Bundestag bildet einen Untersuchungsausschuss.

Berlin/Bonn, im Oktober und November 1993. Das Arzneimittelinstitut des Bundesgesundheitsamtes (BGA) hat dem Bundesgesundheitsministerium [BMG] jahrelang verschwiegen, dass in mindestens 373 Fällen der Verdacht bestanden hat, dass HIV-infizierte Blutprodukte in Verkehr gebracht worden sind.

Bundesgesundheitsminister Seehofer reagiert sofort: Er entlässt seinen zuständigen Abteilungsleiter Professor Manfred Steinbach. BGA-Präsident Professor Dieter Großklaus bittet auf Verlangen Seehofers um vorzeitige Pensionierung.

Später wird der Leiter Arzneimittelverkehr im BGA-Arzneiinstitut, Professor Gottfried Kreutz, suspendiert.

Binnen weniger Tage wird bekannt, dass sich möglicherweise weitere HIV-kontaminierte Chargen von Blutprodukten noch im Verkehr befinden.

Politik und Medien sind aufs höchste alarmiert, zumal sich in Frankreich ein ähnlicher Skandal abgespielt hat. Die "Ärzte Zeitung" startet vor dem Hintergrund wachsender Verunsicherung in der Bevölkerung am 11. Oktober eine umfassende Serie zum Thema "Blut und HIV-Risiko".

Denn es sind die Ärzte, die von der Bevölkerung mit Fragen konfrontiert werden und die die Labortests machen müssen.

Damals unbekannt: HIV kann durch Blut übertragen werden

In vorliegendem Fall werden die Tests und notwendigen Beratungen jenseits der geltenden gesetzlichen Honorarbudgets vergütet.

Die Ursachen des Skandals reichen in die erste Hälfte der 1980er Jahre zurück. Damals wusste man noch nicht, dass HIV durch Blut und Blutderivate übertragen werden kann.

Zwar gab es schon Hepatitis-sichere hitzebehandelte Blutprodukte (Faktor VIII), die, wie sich später herausstellte, auch das HI-Virus vernichteten - man setzte diese Faktor-VIII-Präparate wegen ihres hohen Preises nicht zuletzt auch auf Druck von Krankenkassen nur bei Hämophilen ein, die sich noch keine Hepatitis erworben hatten.

Erst mit Wirkung ab dem 10. Oktober 1985 musste gespendetes Blut auf HIV getestet werden.

Das erste rekombinante Faktor-VIII-Präparat ist erst im Juli 1993 auf den Markt gekommen.

Aufgrund dieser Umstände wurden mehr als 1800 Hämophilie-Patienten mit HIV infiziert. Mitte Oktober 1993 sagt Bundesgesundheitsminister Seehofer den Opfern zu, einen mit zehn Millionen DM dotieren Hilfsfonds zu schaffen.

Die Mittel sollen von Bund, Ländern, DRK und Plasma-Herstellern kommen. Der Interessenverband Hämophiler fordert hingegen eine Entschädigung von 600 Millionen DM.

Arzneimittelrecht keine geeignete Grundlage für Schmerzensgeldansprüche

Das geltende Arzneimittelrecht und die darin vorgesehene Gefährdungshaftung der Hersteller erweist sich als unzulängliche Rechtsgrundlage, Schmerzensgeld und Schadensersatz durchzusetzen.

Der Grund: Die Betroffenen haben Produkte verschiedener Hersteller erhalten, die Kausalität der Infektion zu einem konkreten kontaminierten Produkt kann nicht hergestellt werden.

Vor allem die Versicherungen der Blutprodukte-Hersteller weigern sich hartnäckig, einen Beitrag für den Fonds zu leisten.

Für das Bundesgesundheitsamt naht das Ende. Die Behörde mit ihren über 3000 Mitarbeitern, so schlägt Seehofer bereits am 13. Oktober 1993 vor, soll aufgelöst werden; die einzelnen Institute sollen den Fachabteilungen des Ministeriums unterstellt werden.

Noch im gleichen Monat wird ein Parlamentarischer Untersuchungsausschuss eingesetzt.

Die Zerschlagung des Bundesgesundheitsamtes ist der Gipfel eines unrühmlichen Kapitels der Gesundheitspolitik:

Alle Vorgänger Seehofers im Kabinett Kohl - Heiner Geißler, Rita Süssmuth, Ursula Lehr, Gerda Hasselfeldt - waren am Management der Großbehörde desinteressiert, entzogen ihr Mittel, verwendeten die eigenen Ressourcen für anderweitige Aufgaben oder politische Hobbys.

Sie alle haben ein komplexes Problem hinterlassen, dessen Lösung die Politik auf Jahre beschäftigen wird. (HL)

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Beitrag(#2166617) Verfasst am: 11.02.2019, 02:30    Titel: Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND. Antworten mit Zitat

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● Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND (klassifiziert als "Menschenrechtsverletzungen").

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Jetzt hier in Bezug auf das Bundesland Schleswig-Holstein und insbesondere in Bezug auf ehemalige Heimkinder und Patienten von Kinder- und Jugendpsychiatrien sowohl wie auch jungen Leuten in den dortigen damaligen Behindertenheimen! :


Veröffentlicht am 23.01.2019 in Pressemitteilungen :

Zitat:
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TOP 34: Drucksache 19/1174 :

Wolfgang Baasch, MdL (SPD) :

[ zur Person: WIKIPEDIA: https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Baasch

HOMEPAGE: https://www.wolfgang-baasch.de/

(23.01.2019) https://www.wolfgang-baasch.de/meldungen/alle-moeglichkeiten-der-aufarbeitung-nutzen-und-fortsetzen/ :

(23.01.2019) http://www.landespresseportal.de/schleswig-holstein/item/33868-alle-m%C3%B6glichkeiten-der-aufarbeitung-nutzen-und-fortsetzen.html ]


Alle Möglichkeiten der Aufarbeitung nutzen und fortsetzen

Mittwoch, 23. Januar 2019 15:56

Mit dem öffentlichen Symposium „Die Vergangenheit im Kopf – die Zukunft in der Hand“ am 28. und 29. November 2018 hat sich der Landtag einem schrecklichen Kapitel Schleswig-Holsteinischer Geschichte gestellt.

Hier im hohen Haus kamen erstmals die heute erwachsenen Opfer des Missbrauchs in den Einrichtungen der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Behindertenhilfe in Schleswig-Holstein zu Wort. Es war erschreckend von den Schmerzen, der Gewalt, der Gleichgültigkeit und der Herzenskälte zu hören, die diese Menschen als Kinder und Jugendliche ausgesetzt waren. Kinder und Jugendliche, die für Medikamentenversuche missbraucht wurden und schlimmster, schwarzer Pädagogik wehrlos ausgesetzt waren.

So etwas darf nie wieder vorkommen!

Beschämend ist aber auch, dass erst heute im Jahr 2018/2019 wir mit einer öffentlichen Aufarbeitung dieser Vorgänge beginnen. Lange wurde den ehemaligen Heimkindern nicht geglaubt. Obwohl ihre Erlebnisse lange bekannt sind, ist wenig - viel zu wenig - bisher passiert. Die Beratungsstelle der Stiftung „Anerkennung und Hilfe in Schleswig-Holstein“ unterstützt seit 2017 Betroffene durch Beratung und bei der Antragstellung um Entschädigungsleistungen.

Die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle leisten hier eine vorbildliche und anerkannte Arbeit. Eine wissenschaftliche Aufarbeitung, die die Medikamentenversuche in Psychiatrien und Heimen in Schleswig-Holstein zwischen 1945 und 1975 untersucht, soll ihre Ergebnisse bis 2021 vorlegen. Dies macht deutlich, wie spät und wieviel zu spät wir uns jetzt diesem dunklen Kapitel Schleswig-Holsteinischer Geschichte stellen.

Mit dem Symposium haben Betroffene, haben die Opfer, Gehör im Landtag gefunden. Beeindruckend waren der Mut und die Klarheit mit der ehemalige Heimkinder - heutige Erwachsene - die Leiden und Qualen, aber auch ihre Albträume und Ängste, in aller Öffentlichkeit geschildert haben. Dafür gilt mein, gilt unser aller Respekt vor diesen mutigen, couragierten, manchmal aber auch bis an psychische Belastungsgrenzen gehenden Berichte.

Danke für Ihren aufrüttelnden und nie nachlassenden Einsatz um Anerkennung und Gerechtigkeit.

Nun ist es auch an uns dafür zu sorgen, dass im Rahmen der Aufarbeitung alle verfügbaren Informationen und Akten von Trägern, von Kliniken, Heimen, Einrichtungen und der Pharmazeutischen Unternehmen geöffnet und zur Verfügung gestellt werden. Mit unserem Handeln und unseren Möglichkeiten, müssen wir die wissenschaftliche Aufarbeitung in all ihren Aspekten - auch der schwarzen Pädagogik und der brutalen Gewalt durch die damals Verantwortlichen unterstützen. Wir müssen uns dafür einsetzen, dass Betroffene nicht durch bürokratische Hürden ein zweites Mal zu Opfern werden. Das gilt sowohl für Antragsfristen wie auch für zu eng gefasste Regelungen im Entschädigungsrecht. Wir sollten dabei die Arbeit der Stiftung Anerkennung und Hilfe und die Ergebnisse der Beratungen im Beirat der Stiftung intensiv begleiten.

Wir sollten darauf achten, dass Betroffene, die als Heimkinder schweres Leid in Schleswig-Holstein erlitten haben, im Alter, bei Krankheit oder im Pflegefall individuelle Unterstützungs- und Hilfestellungen bekommen. Hierzu wurde im Symposium ein sehr beachtenswerter Vorschlag unterbreitet, den wir unbedingt aufgreifen sollten! Diese Grundsätze haben wir im Sozialausschuss am 10. Januar 2019 gemeinsam als Konsequenz aus dem Symposium vom 28. und 29. November 2018 beschlossen.

Ich bin den Kolleginnen und Kollegen von CDU, Grünen, FDP und SSW außerordentlich dankbar, dass es uns gelungen ist, diesen gemeinsamen Beschluss als gemeinsames Versprechen auf den Weg zu bringen. Ein ganz besonderer Dank gilt dem Vorsitzenden des Sozialausschusses, Werner Kalinka, der den vorliegenden Beschluss des Sozialausschusses gut vorbereitet und mit seiner offen-konstruktiven Art zu einem gemeinsamen Ergebnis geführt hat.

Die Verletzung und Missachtung von Menschrechten, die Misshandlung von Kindern und Jugendlichen, die in der Obhut des Staates eigentlich Schutz finden sollten, darf nie wieder geschehen.

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Beitrag(#2166719) Verfasst am: 12.02.2019, 09:09    Titel: Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND. Antworten mit Zitat

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Ich habe am letzten Wochenende damit begonnen folgende RUNDMAIL an so viele Empfänger in Deutschland wie möglich zu senden, ohne den jeweiligen Empfängern anzuzeigen wer diese RUNDMAIL aktuell von mir zugeschickt bekommen hat.

Unter den Empfängern dieser RUNDMAIL sind viele ehemalige Heimkinder, diverse Unterstützer der ehemaligen Heimkinder, Fachleute und Wissenschaftler der Pädagogik und Psychology, Juristen und Professoren in den Rechtswissenschaften, Mediziner und Pharmakonzerne, Lehrer und Studenten, Historiker und Archivisten, Landes- und Bundespolitiker und Medien-Organiesationen groß und klein.

Aber genau wen in der Gesellschaft in Deutschland dieses Thema – die nachkriegsdeutsche Heimerziehungsgeschichte und die damalig existierenden politischen Begebenheiten – wirklich interessiert ist schwer zu sagen:

Niemand wird wissen wer diese RUNDMAIL erhalten hat – und wer nicht – es sei denn die Leute, die sie erhalten haben (und auch diejenigen, die sie nicht erhalten haben, aber sie jetzt hier erstmalig zu Gesicht bekommen), reden miteinander darüber und helfen somit mit eine weite informierte diesbezügliche Öffentlichkeit herzustellen:


Zitat:
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(1950er/1960er) Skandal / Skandale im BUNDESMINISTERIUM DES INNERN, dem Resort dem damals auch das BUNDESGESUNDHEITSAMT unterstand.

Falls es jemanden interessiert …

und es bisher noch von niemanden entdeckt worden ist …


Dieser Aspekt wird von mir behandelt in verschiedenen meinerseitigen Beiträgen im EHEMALIGE-HEIMKINDER-TATSACHEN.COM-Forum unter der Thread-Überschrift

»Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND [klassifiziert als "Menschenrechtsverletzungen"]« :

( aber nicht nur in diesem Forum, sondern auch in vielen anderen Foren im Internet ! )

(So. 20. Januar 2019, um 00:48 Uhr) @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/phpBB3/viewtopic.php?p=1710#p1710

(Mi. 23. Januar 2019, um 05:31 Uhr) @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/phpBB3/viewtopic.php?p=1711#p1711

(Do. 24. Januar 2019, um 05:35 Uhr) @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/phpBB3/viewtopic.php?p=1712#p1712

(Fr. 25. Januar 2019, um 04:54 Uhr) @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/viewtopic.php?p=1713#p1713

(Sa. 26. Januar 2019, um 03:40 Uhr) @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/viewtopic.php?p=1714#p1714

(So. 27. Januar 2019, um 01:22 Uhr) @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/viewtopic.php?p=1715#p1715

(Di. 29. Januar 2019, um 01:39 Uhr) @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/viewtopic.php?p=1716#p1716

DW - Deutsche Welle - 04.11.2015 - Die braune Vergangenheit im Inneren
Zwei Drittel der Beamten Nazis
Demnach waren 1950 die Hälfte aller Mitarbeiter im Bonner Bundesinnenministerium ehemalige NSDAP-Mitglieder. Zwischen 1956 und 1961 lag der Anteil sogar bei 66 Prozent - der nach bisherigen Erkenntnissen höchste Anteil von ehemaligen Nazis in einem westdeutschen Ministerium überhaupt.

Prof. Dr. Christian Schrapper, 09.06.2006: „Die haben sozusagen ihre erbbiologischen Paradigmen nahtlos aus der NS-Zeit übertragen, und ich meine, sie trugen genauso wie die Erzieher vor Ort, meiner Ansicht nach sogar noch mehr, ganz erheblich dazu bei, dass wir diese menschenverachtende Situation hier in der Fürsorgeerziehung vorgefunden haben.

Simon Lissner, 11.5.2013: „Man wollte freilich nicht zugestehen, dass die Zwangsunterbringung und „Fürsorge“ darin bestand, das System der Nationalsozialistischen „Fürsorge“ für „unwerte“ Kinder und Jugendliche geradezu nahtlos in die junge Bundesrepublik übernommen zu haben und mithin nahe liegender Weise eigentlich davon zu sprechen wäre, es handle sich dabei um einen weiteren Rest des Nationalsozialismus, der sich in „althergebrachten“ Behörden und unter konfessionellen Kutten in die „Neuzeit“ rettete.

Peter Wensierski, 27.03.2006: „Die Jugendlichen sollten den Normen von Zucht und Ordnung angepasst werden. Das waren die vorherrschenden Erziehungsziele in den Heimen. Man hat nach dem Krieg in Deutschland in der öffentlichen Erziehung überhaupt nicht selbstkritisch reflektiert, was hat man in der Nazizeit gemacht, was hat man in den 30er Jahren gemacht, man hat einfach nahtlos da weiter gemacht.

Heimerziehung in Österreich [wo es auch nicht anders war], 18.01.2019:
https://austria-forum.org/af/AustriaWiki/Heimerziehung_in_%C3%96sterreich :
Nach dem Zweiten Weltkrieg ging die Politik der Jugendfürsorge beinahe nahtlos wieder in eine biopolitische Richtung über. Im Schatten des faschistischen Menschenbildes wurden die Kinder drei Jahrzehnte als verwahrlost, unnütz und kriminell stigmatisiert und waren sowohl in privaten, kirchlichen wie auch in weltlichen Heimen in ganz Österreich jeglicher Art von Gewalt, insbesondere auch medizinischen Versuchen und Zwangsarbeit ausgesetzt.

FR - Frankfurter Rundschau - INTERVIEW MIT PSYCHOTHERAPEUT KAPPELER, 18.08.2009:
https://www.fr.de/rhein-main/opfer-damals-vergessen-11480501.html
In wie weit wirkte die Nazi-Ideologie in der Quälerei der Heimkinder fort?
Die Anstaltserziehung war auch schon vor 1933 ein autoritäres System. Die Nazis haben die Demütigungen und Misshandlungen dann noch verschärft. Nach dem Krieg ist das nahtlos fortgesetzt worden. Zum Teil wurden KZ und Zwangsarbeiterlager zu Erziehungsanstalten umfunktioniert. Die ehemalige Anstalt in Guxhagen in Nordhessen ist ein Paradebeispiel dafür. In Glückstadt [Schleswig-Holstein] ließ man die Heimkinder sogar die KZ-Kleidung auftragen, um Geld zu sparen.

DER SPIEGEL, 31.10.2015 - Zeitgeschichte - Braune Diener des neuen Staats
[BRD] NS-belastete Spitzenbeamte zu Hunderten eingestellt
Der Anteil der Beamten mit brauner Vergangenheit im Bundesinnenministerium (BMI) sei "ausgesprochen hoch" gewesen. Schlimmer noch: Die "Affinitäten zum NS-Regime" ließen sich "anfangs auch in der konkreten Sachpolitik des BMI nachweisen".

Die Schirmherrin Antje Vollmer (2009-2010) am »Runden Tisch Heimerziehung« konnte und wollte dies aber weder wirklich sehen noch einsehen.


Eine Ihrerseitige Rückmeldung / Stellungnahme zu diesen Aspekten wäre mir angenehm.

Mit Besten Grüßen von Eurem Mitstreiter in Australien

Martin MITCHELL

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Wohnort: Adelaide, Süd Australien

Beitrag(#2167141) Verfasst am: 16.02.2019, 05:16    Titel: Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND. Antworten mit Zitat

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Heutige schleswigholsteinische Ärzteschaft unzweifelhaft auf der Seite der damaligen - nachkriegsdeutschen - Heimopfer und Psychiatrieopfer :

Jetzt hier in Bezug auf das Bundesland Schleswig-Holstein und insbesondere in Bezug auf ehemalige Heimkinder und Patienten von Kinder- und Jugendpsychiatrien sowohl wie auch jungen Leuten in den dortigen damaligen Behindertenheimen! :

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QUELLE: Esther Geißlinger, ÄRZTEKAMMER SCHLESWIG-HOLSTEIN (Kein Datum vorhanden; mögliches Zeitfenster: Ende 2018 / Anfang 2019) @ https://www.aeksh.de/sie-waren-eben-einfach-bestien :

Zitat:
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„Sie waren eben einfach Bestien“

[ FOTO: Ehemaliges Heimkind Günter Wulf am Rednerpult im Plenarsaal im Kieler Landtag am Mittwoch, 28. November 2018 ]

Ehemalige Heimkinder wie Günter Wulf berichteten im Kieler Landtag von ihren traumatischen Erlebnissen während der Kindheit. Das Symposium führte dazu, dass Politik und Öffentlichkeit für ihr Leid sensibilisiert wurden.

[ ……… ……… ……… ]

[setzt sich zusammen aus insgesamt fünfzehn individuellen Abschnitten … ----- Dies ist ein nachträglich notwendig gewordener am 18.02.2019 von MM hinzugefügter Hinweis.]

[ ……… ……… ……… ]

Es wäre nicht das erste Mal, daran erinnerte Ursula Schele, die sich in der Diskussion zu Wort meldete: „Die Berichte gibt es seit 15 Jahren, sie liegen in den Schubladen“, sagte die ehemalige Ombudsfrau der Nordkirche für sexuellen Missbrauch. Sie war zurückgetreten, weil ihrer Meinung nach „die Opfer gegen Wände laufen“. „Dass man es ihnen hier zumutet, Zeugnis ablegen zu müssen, um etwas zu bewegen, macht sprachlos. Es gibt große Worte von Politik und Trägern, aber es fehlt immer noch ein Entschädigungsgesetz auf Bundesebene.“ Günter Wulf verlangte vor allem einen scharfen Blick auf heutige Einrichtungen: „Mein Hauptanliegen ist, dass die Kinder in Heimen, die Älteren in der Pflege und Menschen mit Behinderungen in ihren Einrichtungen menschenwürdig untergebracht sind.“

Esther Geißlinger
Fotos: Esther Geißlinger

Ärztekammer-Schleswig-Holstein, Bismarckallee 8-12, 23795 Bad Segeberg
( Kurzprofil: https://www.aeksh.de/ueber-uns/kurzprofil )

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#compensationnow (MM - Heimopfer-WEST)
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Vollzitat gekürzt. vrolijke
_________________
Not only must justice be done; it must also be seen to be done.
Recht muss nicht nur gesprochen werden, es muss auch wahrnehmbar sein, dass Recht gesprochen wird.
IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND GESCHIEHT VIELFACH BEIDES NICHT.


Zuletzt bearbeitet von Martin Mitchell am 20.02.2019, 01:25, insgesamt 4-mal bearbeitet
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Martin Mitchell
„schwer (um)erziehbarer“ Senior anderer Kultur



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Beiträge: 1467
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Beitrag(#2167372) Verfasst am: 18.02.2019, 04:49    Titel: Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND. Antworten mit Zitat

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Ich präsentiere diese von dem im HEIMKINDER-FORUM.DE tätigen Boardnutzer »Ralf B« entdeckte Information, auf die er uns in dem dortigen diesbezüglichen Thread @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/18400-Medikamententests-an-Heimkindern-in-WESTDEUTSCHLAND/?postID=581262#post581262 aufmerksam gemacht hat, hier jetzt mal wie folgt:

Zitat:
.
aus Heidelberger Jahrbücher, Volume 14,
by H. Schipperges, Universitäts-Gesellschaft

[ @ https://books.google.com.au/books?id=89yfBgAAQBAJ&pg=PA228&lpg=PA228&dq=%22Die+klinische+Pr%C3%BCfung+von+Noxiptilin+im+Rahmen+einer+Gemeinschaftspr%C3%BCfung+in+f%C3%BCnf+psychiatrischen+Krankenh%C3%A4usern%22&source=bl&ots=_HxZAq1BxW&sig=ACfU3U3kTFo1h86tNPWSdRfmAg2oT3YXoA&hl=en&sa=X&ved=2ahUKEwjfz97637rgAhWIM48KHWo8Ai0Q6AEwAHoECAEQAQ#v=onepage&q=%22Die%20klinische%20Pr%C3%BCfung%20von%20Noxiptilin%20im%20Rahmen%20einer%20Gemeinschaftspr%C3%BCfung%20in%20f%C3%BCnf%20psychiatrischen%20Krankenh%C3%A4usern%22&f=false ]

Seite 228-229:

IMMICH, Herbert

[ ……… ]
In: Arch. Kinderheilk. 180 (1969) 38-47 * (u.a.) Psychopharmakologische Gemeinschaftsuntersuchung mit einem Antidepressivum. In: Arzneimittel-forsch. 19 (1969) 488-489 * (u.a.) Die klinische Prüfung von Noxiptilin im Ramen einer Gemeinschaftprüfung in fünf psychiatrischen Krankenhäusern: Ebda S. 893-895 * Methodische Aspekte in der experimentellen Ophthalmologie. [ ……… ]

.

und (irgendwie) auch erwähnt in:

Zitat:
.
Zeitschrift für Kinder und Jugendspychiatrie und Psychotherapie, Jahrgang 46 / Heft 1 / 2018
by Hofrege

Themenschwerpunkt
Störungen und Affektregulation

[ @ https://issuu.com/hogrefegroup/docs/kij.2018.46.issue-1?e=9315568/67294367 ]

.

Desweiteren siehe auch:

QUELLE: WIKIPEDIA @ https://en.wikipedia.org/wiki/Noxiptiline und

WEITERE QUELLE: PubChem CID: 21087 @ https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/Noxiptiline#section=Top :


Zitat:
.
Noxiptiline
Chemical Names: Noxiptiline; Noxiptilin; Noxiptyline; UNII-DF7D3NY7EL; Noxiptiline [INN:BAN:DCF]; DF7D3NY7EL

MeSH Entry Terms

3.4.1.

1. agedal
2. Bayer 1521
3. Bayer-1521
4. dibenzoxin
5. Elronon
6. noxiptilin
7. noxiptilin hydrochloride
8. noxiptilin monohydrochloride
9. noxiptyline
10. noxyptyline

.

Noxiptiline wurde anscheinend erstmalig in den 1970er Jahren in Europa in Umlauf gebracht, also mehrere Jahre nachdem es vor und in 1969in fünf psychiatrischen KrankenhäuserninKlinischen PrüfungenAnwendung fand. !!

In folgender Veröffentlichung, in Englisch, jedoch, ist von Tier-Experiementen in 1970 mit Noxiptiline die Rede. Das war aber nicht in Deutschland so, denn dort wurde ja in1969schon mit Noxiptiline an Kindern und Jugendlichen infünf psychiatrischen Krankenhäusernexperimentiert, wie es in deutschen Kinderheilkunde-Archiven festgehalten ist (siehe oben) !! :

QUELLE: https://eurekamag.com/research/043/684/ :

Zitat:
.
Cocchi, A.; Andreola, M.L., 1970: Morphological aspects of administration of noxiptiline (BAY 1521) in animal experiments.
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#compensationnow (MM - Heimopfer-WEST)
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