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Trump gewinnt wieder!
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beachbernie
male Person of Age and without Color



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 44899
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2229103) Verfasst am: 23.10.2020, 21:38    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe mir gestern die Debatte zwischen Trump und Biden angetan. In den Abendnachrichten kamen dann Ausschnitte einer Rede, die Obama am gleichen Tag bei einer Wahlkampfveranstaltung fuer Biden gehalten hat.

Ich finde da treten Äußerst krasse Unterschiede zutage. Zuerst die anderthalb Stunden Quälerei mit einem alten Trottel, der sichtlich nicht in der Lage ist auch nur einen einzigen vollständigen Satz zu formulieren und stattdessen immer nur Satzfragmente ins Mikrophon schreit und auf der anderen Seite ein Tattergreis mit dem Charisma eines Besenstils, der öfter mal mitten im Satz den Faden verliert, zuhören zu muessen und dann der geschliffene Redestil eines charismatischen Redners, der nicht nur was zu sagen hat, sondern auch weiss, wie man das macht.

Das ist alles nur noch sehr armselig. Gibt es in den gesamten USA eigentlich keine Politiker mehr, die auch nur das allernötigste Rüstzeug fuer eine solche Fuehrungsposition mitbringen? War Obama da tasaechlich der letzte? Am Kopf kratzen

Wenn man sich sonst noch so umschaut...... Die einzige wirkliche Alternative zu dem Seniorenduo gestern Abend waere Bernie Sanders gewesen und der geht auch schon stramm auf die 80 zu.


Mir drängt sich allmählich der Vergleich mit der Gerontokratur der späten Sowjetunion auf. Bloss hatten die wenigstens irgendwann einen Gorbatschow. Sehr glücklich
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jdf
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 18396

Beitrag(#2229108) Verfasst am: 23.10.2020, 21:56    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Das ist alles nur noch sehr armselig. Gibt es in den gesamten USA eigentlich keine Politiker mehr, die auch nur das allernötigste Rüstzeug fuer eine solche Fuehrungsposition mitbringen? War Obama da tasaechlich der letzte? Am Kopf kratzen

Wenn man sich sonst noch so umschaut...... Die einzige wirkliche Alternative zu dem Seniorenduo gestern Abend waere Bernie Sanders gewesen und der geht auch schon stramm auf die 80 zu.

Wut? Was ist zB mit Beto, Pete, Kamala, Liz, Cory und Amy? Die haben alle kandidiert. Das Problem dabei ist, dass die US-Amis ihre Kandidaten auf so merkwürdige Weise aussuchen. Und die Art und der Umfang der Wahlkampffinanzierung tun ihr übrigens...
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Die Geschichte soll mich als jemanden in Erinnerung behalten, der sich zu hundert Prozent für den kleinen Mann eingesetzt hat.
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Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 12944

Beitrag(#2229110) Verfasst am: 23.10.2020, 22:19    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Das ist alles nur noch sehr armselig. Gibt es in den gesamten USA eigentlich keine Politiker mehr, die auch nur das allernötigste Rüstzeug fuer eine solche Fuehrungsposition mitbringen?

Was würde ein Kanadier machen wenn Partei 1 und Partei 2 bzw deren "Führungsposition" nicht gefällt? Partei [3,4,..] ansehen? Wieso wird das in den USA kaum gemacht?

Green Party: Howie Hawkins / Angela Walker
Libertarian Party: Jo Jorgensen / Spike Cohen
Constitution Party: Don Blankenship / William Mohr
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 44899
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2229112) Verfasst am: 23.10.2020, 22:34    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Das ist alles nur noch sehr armselig. Gibt es in den gesamten USA eigentlich keine Politiker mehr, die auch nur das allernötigste Rüstzeug fuer eine solche Fuehrungsposition mitbringen? War Obama da tasaechlich der letzte? Am Kopf kratzen

Wenn man sich sonst noch so umschaut...... Die einzige wirkliche Alternative zu dem Seniorenduo gestern Abend waere Bernie Sanders gewesen und der geht auch schon stramm auf die 80 zu.

Wut? Was ist zB mit Beto, Pete, Kamala, Liz, Cory und Amy? Die haben alle kandidiert. Das Problem dabei ist, dass die US-Amis ihre Kandidaten auf so merkwürdige Weise aussuchen. Und die Art und der Umfang der Wahlkampffinanzierung tun ihr übrigens...


Die hatten doch alle keine Chance und so die ganz grossen Bringer sind die auch nicht.
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jdf
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 18396

Beitrag(#2229114) Verfasst am: 23.10.2020, 23:40    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Das ist alles nur noch sehr armselig. Gibt es in den gesamten USA eigentlich keine Politiker mehr, die auch nur das allernötigste Rüstzeug fuer eine solche Fuehrungsposition mitbringen? War Obama da tasaechlich der letzte? Am Kopf kratzen

Wenn man sich sonst noch so umschaut...... Die einzige wirkliche Alternative zu dem Seniorenduo gestern Abend waere Bernie Sanders gewesen und der geht auch schon stramm auf die 80 zu.

Wut? Was ist zB mit Beto, Pete, Kamala, Liz, Cory und Amy? Die haben alle kandidiert. Das Problem dabei ist, dass die US-Amis ihre Kandidaten auf so merkwürdige Weise aussuchen. Und die Art und der Umfang der Wahlkampffinanzierung tun ihr übrigens...


Die hatten doch alle keine Chance und so die ganz grossen Bringer sind die auch nicht.

Sie haben das allernötigste Rüstzeug, würde ich mal denken. Kamala, Liz und Pete auf jeden Fall.
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Beitrag(#2229116) Verfasst am: 24.10.2020, 00:35    Titel: Antworten mit Zitat

Und nicht zu vergessen die Hackerangriffe:

"And so it begins?"

Es wird ja schon lange geargwöhnt, daß einige Staaten versuchten, Einfluß auf die Wahlen zu nehmen, einige Versuche der Einflußnahme würden etwa in Richtung Rußland und Iran weisen.

"Ransomware hits election infrastructure in Georgia county"

Demnach habe es seit September inzwischen 18 Angriffe mit Ransomware u.ä. auf staatliche IT-Systeme gegeben, darunter diesen hier, der auch die Sicherheit der Wahl betreffen könnte. Nun sei das Vorgehen mit Ransomware nicht typisch für staatliche Akteure, sondern eher für kriminelle Gruppen. Andererseits (könnten die Betreiber solcher Angriffe aber so auch die Verantwortung auf Andere zu schieben versuchen, und) warnten Sicherheitsexperten dennoch davor, daß man jetzt extra wachsam sein müsse, es sich hierbei auch um Testläufe für einen größeren Angriff handeln könnte.
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Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

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Beitrag(#2229172) Verfasst am: 24.10.2020, 18:34    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Das ist alles nur noch sehr armselig. Gibt es in den gesamten USA eigentlich keine Politiker mehr, die auch nur das allernötigste Rüstzeug fuer eine solche Fuehrungsposition mitbringen?

Was würde ein Kanadier machen wenn Partei 1 und Partei 2 bzw deren "Führungsposition" nicht gefällt? Partei [3,4,..] ansehen? Wieso wird das in den USA kaum gemacht?

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Weil es vom Wahlsystem her - leider - einfach absolut keinen Sinn macht. Wenn man die wählt, kann man genauso die Mülltonnen als Wahlurne benutzen. Dagegen spräche nichts, wenn die anderen Kandidaten tatsächlich nicht wesentlich unterscheidbar wären - das ist in diesem Fall aber nicht gegeben.
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Beitrag(#2229244) Verfasst am: 25.10.2020, 01:18    Titel: Antworten mit Zitat

Ad Beitrag, Zitat:

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Ich habe mir gestern die Debatte zwischen Trump und Biden angetan. In den Abendnachrichten kamen dann Ausschnitte einer Rede, die Obama am gleichen Tag bei einer Wahlkampfveranstaltung fuer Biden gehalten hat.

Ich finde da treten Äußerst krasse Unterschiede zutage. Zuerst die anderthalb Stunden Quälerei mit einem alten Trottel, der sichtlich nicht in der Lage ist auch nur einen einzigen vollständigen Satz zu formulieren und stattdessen immer nur Satzfragmente ins Mikrophon schreit und auf der anderen Seite ein Tattergreis mit dem Charisma eines Besenstils, der öfter mal mitten im Satz den Faden verliert, zuhören zu muessen und dann der geschliffene Redestil eines charismatischen Redners, der nicht nur was zu sagen hat, sondern auch weiss, wie man das macht.

Das ist alles nur noch sehr armselig. Gibt es in den gesamten USA eigentlich keine Politiker mehr, die auch nur das allernötigste Rüstzeug fuer eine solche Fuehrungsposition mitbringen? War Obama da tasaechlich der letzte? Am Kopf kratzen

Wenn man sich sonst noch so umschaut...... Die einzige wirkliche Alternative zu dem Seniorenduo gestern Abend waere Bernie Sanders gewesen und der geht auch schon stramm auf die 80 zu.


Mir drängt sich allmählich der Vergleich mit der Gerontokratur der späten Sowjetunion auf. Bloss hatten die wenigstens irgendwann einen Gorbatschow. Sehr glücklich


Trump hat versucht, Biden als "hart an der Grenze der Vergreisung" darzustellen. (Und gleichzeitig als großen Strippenzieher, der eine korrupte Verschwörung orchestriert. Was denn nun?) Das hat also eher nicht geklappt.

Ein großer Rhetoriker ist er jetzt nicht. Allgemein bekannt ist z.B., daß er stottert, ich kann mir vorstellen, daß es insofern zusätzliche mentale Disziplin erfordert, die Rede in Gang zu halten und sich nicht zu verhaspeln. Er ist allerdings für Viele auch nur so "mittel begeisternd", was Inhalte betrifft. Andererseits wird ja auch versucht, den Kandidaten als "vernünftige Alternative" darzustellen, die auch für Konservative wählbar ist, die Trump ablehnen. Kamala Harris signalisiert auch mit ihrem Hintergrund, daß es unter den Demokraten nicht zu einem Kollaps von Recht und Ordnung kommen wird (die meisten BLM-Aktivisten und -Demonstranten dürften das ja auch nicht wollen, sondern sie wollen ja gerade, daß auch Polizisten nach Recht und Gesetz zur Verantwortung gezogen werden können, wenn sie Sch. bauen - aber die Trump-Kampagne versuchte ja, die Randalierer als repräsentativ für BLM darzustellen).

Es wird sich ja dann zeigen, ob diese Strategie gewinnbringend war, oder ob es genauso gut oder schlecht gewesen wäre, anderes Personal und/oder ein dezidiert progressives Programm ins Rennen zu schicken.

Es gibt noch die begrenzte Hoffnung, daß damit der Generationenwechsel eingeleitet wird: Ja, es kann schon das Ego kitzeln, sich dort auch zu verewigen. Auch William Henry Harrison steht in der Liste der US-Präsidenten - und er war ja nur einen Monat im Amt und hat insofern eigentlich keine Politik machen können. Es kann insofern sein, daß Joe Biden zu einem Zeitpunkt, von dem er hofft, daß er diesen selbst wählen kann und nicht irgendeine Krankheit ihn dazu zwingt (z.B. nach zwei Jahren und einem Tag?), zurücktreten oder zumindest dafür sorgen wird, daß 2024 die Partei ganz deutlich hinter der Kandidatin Harris stehen wird. (So bliebe dann noch die Frage für die Geschichtsbücher: Wäre es historisch gesehen besser, wenn die erste US-Präsidentin als nachrückende Vize ins Amt kommt und dann bei der nächsten Wahl den Amtsbonus hat, oder sollte sie besser direkt vom Volk gewählt werden?) Andererseits hat man aber auch schon von Politikern gehört, die über 90 wurden und bis zu ihrem Tod am Stuhl klebten Am Kopf kratzen.
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beachbernie
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Beitrag(#2229400) Verfasst am: 26.10.2020, 23:27    Titel: Antworten mit Zitat

In der neuesten Ausgabe von "Real Time" sprach Bill Maher mit einem Verfassungsrechtler darueber, was bei der anstehenden Wahl noch so alles schief gehen kann.

Dabei kam zur Sprache, dass viele fuer das Funktionieren der amerikanischen Demokratie notwendige Regelungen nirgends schriftlich fixiert sind, sondern davon ausgegangen wurde, dass gesunder Menschenverstand in Verbindung mit einem "honor System" ausreichen wuerden um demokratische Verhaeltnisse zu erhalten.

Als Beispiel wurde genannt, dass in vielen amerikanischen Bundesstaaten nirgends geschrieben steht, dass deren Parlamente sich an das Wählervotum halten muessen, wenn sie die Wahlmänner fuer die eigentliche Präsidentenwahl bestimmen. Das wurde bisher nur einfach immer so gehandhabt und vielleicht deshalb nicht weiter praezisiert um sich ein Hintertürchen dafuer offen zu halten, falls infolge höherer Gewalt eine Wahl im betreffenden Bundesstaat nicht durchgeführt werden kann oder sonstige Ausnahmefälle um dennoch eine ordnungsgemaesse Praesidentenwahl zu garantieren. Es waere also denkbar, dass sich u.U. einzelne republikanische Staaten ueber das Wählervotum hinwegsetzen und die Wähler quasi überstimmen. Dies waere zwar politisch verheerend aber nichtsdestotrotz nach amerikanischen Recht voellig legal.

Das nur als Beispiel dafuer, was da in den naechsten Wochen alles passieren kann. Vielleicht tun das ja die Reps und die Dems besitzen die Moeglichkeit dies in anderen Bundesstaaten zu kontern? Geschockt


Um es mit Bill Maher zu sagen: "How can a honor system work with a president without honour".


Ich persoenlich denke, dass dieses "honor system", auch ohne dass dieser beschriebene Fall eintritt, bereits so stark beschädigt ist, dass die USA einen Verfassungsmäßigen "reboot" brauchen. Eine neue Verfassung, die alle Einzelheiten des demokratischen Prozesses so klar und eindeutig codifizert, sodass kein Schmuh mehr moeglich ist.


Zuletzt bearbeitet von beachbernie am 26.10.2020, 23:57, insgesamt einmal bearbeitet
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jdf
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Beitrag(#2229405) Verfasst am: 26.10.2020, 23:43    Titel: Antworten mit Zitat

Da bist du nicht der einzige, der das so sieht...

Und vllt haben die Demokraten ja ab 2022 eine super majority in House und Senat und 75% der Bundesstaaten... noc
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Zumsel
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Beiträge: 4096

Beitrag(#2229448) Verfasst am: 27.10.2020, 14:48    Titel: Antworten mit Zitat

Critic hat folgendes geschrieben:
Es gibt noch die begrenzte Hoffnung, daß damit der Generationenwechsel eingeleitet wird: Ja, es kann schon das Ego kitzeln, sich dort auch zu verewigen. Auch William Henry Harrison steht in der Liste der US-Präsidenten - und er war ja nur einen Monat im Amt und hat insofern eigentlich keine Politik machen können. Es kann insofern sein, daß Joe Biden zu einem Zeitpunkt, von dem er hofft, daß er diesen selbst wählen kann und nicht irgendeine Krankheit ihn dazu zwingt (z.B. nach zwei Jahren und einem Tag?), zurücktreten oder zumindest dafür sorgen wird, daß 2024 die Partei ganz deutlich hinter der Kandidatin Harris stehen wird.


Solche personaltaktischen Rochaden mögen in Europa üblich sein, in den USA kennt man sowas eigentlich nicht. Der einzige Präsident, der vorzeitig lebend aus dem Amt schied, war Nixon und das auch nur, um der absehbaren Amtsenthebung zu entgehen.
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narr
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Beitrag(#2229451) Verfasst am: 27.10.2020, 15:16    Titel: Antworten mit Zitat

Gestern kam in der ARD eine ganz gute Analyse. Grauslig

Im Wahn - Trump und die Amerikanische Katastrophe
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Skeptiker
"I can't breathe!"



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Beitrag(#2229452) Verfasst am: 27.10.2020, 15:41    Titel: Antworten mit Zitat

narr hat folgendes geschrieben:
Gestern kam in der ARD eine ganz gute Analyse. Grauslig

Im Wahn - Trump und die Amerikanische Katastrophe


Ein Kommentar unter dem Video:

Zitat:
ThomasH am 27.10.2020 um 8:47 Uhr

Schade

Leider wieder nur ein Aneinanderreihung von Footage, Szenen, Fernsehaufnahmen, Interviewschnipsel. Als ob es davon nicht schon genug gäbe. Keine Versuche zu analysieren, zu erklären, oder gar mögliche Auswege aufzuzeigen. Warum der Haß? Warum die blinde Zustimmung zu Trump unter Vernachlässigung der Tatsachen? Warum ist die Demokratie so hilflos gegen die Machenschaften der Populisten? Das wäre mal interessant gewesen ...


Ohne den Film gesehen zu haben - ich kann's mir vorstellen. Immer die selbe oberflächliche Soße.
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"Ich verwarne Ihnen!" (Schiri)
"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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narr
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Beiträge: 1453

Beitrag(#2229463) Verfasst am: 27.10.2020, 16:17    Titel: Antworten mit Zitat

na, wenn du dir das vorstellen kannst ist ja alles klar! Lachen
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Prinz Ipienreiter



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Beitrag(#2229476) Verfasst am: 27.10.2020, 18:10    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Ohne den Film gesehen zu haben [...] die selbe oberflächliche Soße.

Lachen
(Sinnerstellend gekürzt von mir.)
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Skeptiker
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Beiträge: 15473
Wohnort: 129 Goosebumpsville

Beitrag(#2229494) Verfasst am: 27.10.2020, 19:52    Titel: Antworten mit Zitat

narr hat folgendes geschrieben:
na, wenn du dir das vorstellen kannst ist ja alles klar! Lachen


Na, ist doch schön, dass du von der überlangen Doku so begeistert bist und das, was gezeigt wurde, so ganz toll findest.

Leider werden wir anderen wohl nie erfahren, was an der Doku so toll war, da wir ähnlich unanalytische Dokus bereits zur Genüge kennen und uns diese nicht auch noch antun werden. zwinkern
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Kramer
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 30673

Beitrag(#2229978) Verfasst am: 02.11.2020, 17:42    Titel: Antworten mit Zitat

Wer die Menschen sind, die Donald Trump unterstützen

Zitat:
Mit Blick auf die loyalen Anhänger, die Trump jede noch so offensichtliche Unwahrheit glauben, fragte der Neurowissenschaftler Azarian: "Was geht in ihren Gehirnen vor, das sie so blind hingebungsvoll macht?"

Eine mögliche Erklärung: Der nach den US-Psychologen David Dunning und Justin Kruger benannte Dunning-Kruger-Effekt. Dieser Effekt beschreibt das Phänomen, dass inkompetente Menschen ihr eigenes Können überschätzen und zudem nicht in der Lage sind, das Maß ihrer Inkompetenz zu erkennen.

"Im Wesentlichen sind sie nicht klug genug, um zu erkennen, dass sie dumm sind", so fasste es Azarian zusammen.

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Wilson
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Beiträge: 14233
Wohnort: Swift Tuttle

Beitrag(#2229980) Verfasst am: 02.11.2020, 18:02    Titel: Antworten mit Zitat

dazu fällt mir ein, auf arte lief vorgestern spät auch eine reportage über die ny-times und trump:

"Am 8. November 2016 wurde Donald J. Trump zum Präsidenten der USA gewählt und am 20. Januar 2017 als 45. US-Präsident vereidigt. Ein Jahr lang begleitete die "Emmy"-Gewinnerin und "Oscar"-nominierte Regisseurin Liz Garbus Redakteure der "New York Times" bei ihrer Berichterstattung über Trump und seine Regierung."
https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/wdr-dok/video-mission-wahrheit-die-new-york-times-und-donald-trump--angriff-auf-die-medien-100.html

eine reporterin befragte ein mittelaltes ehepaar, die ein kleines haus besitzen, aber kein geld für reparaturen. diese profitierten von einem gesetz, welches ihnen finanzielle hilfe zusagte, die sie für arbeiten am haus tatsächlich nutzen. sie hätten die zahlung sonst nicht stemmen können, hätten womöglich umziehen müssen. unter trump wird diese hilfe wohl abgeschafft. angesprochen darauf,
ihre argumente pro trump ab 00:30 min
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wolle
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Beiträge: 3177

Beitrag(#2230002) Verfasst am: 02.11.2020, 20:52    Titel: Antworten mit Zitat

Code:
https://www.frontpagemag.com/fpm/2020/11/bidens-biggest-fundraisers-are-tied-islamic-daniel-greenfield/
schrieb:

Zitat:
After September 11, Biden suggested, “this would be a good time to send, no strings attached, a check for $200 million to Iran.”


Unter anderem solche Einstellungen werden Biden verlieren lassen.
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72. Generalversammlung der Vereinten Nationen, Presse-Mitteilung
http://www.un.org/en/ga/72/presskit/pdf/full_kit72_en.pdf
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 44899
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2230009) Verfasst am: 02.11.2020, 22:04    Titel: Antworten mit Zitat

wolle hat folgendes geschrieben:
Code:
https://www.frontpagemag.com/fpm/2020/11/bidens-biggest-fundraisers-are-tied-islamic-daniel-greenfield/
schrieb:

Zitat:
After September 11, Biden suggested, “this would be a good time to send, no strings attached, a check for $200 million to Iran.”


Unter anderem solche Einstellungen werden Biden verlieren lassen.




Zitat:
...FrontPage Magazine (also known as FrontPageMag.com) is an online American right-wing to far-right political website, edited by David Horowitz and published by the David Horowitz Freedom Center. The website has been described by scholars and writers as right-wing, far-right, and Islamophobic...


https://en.wikipedia.org/wiki/FrontPage_Magazine


Unter anderem solche Zitate aus Äußerst trüben Quellen bewirken, dass Dich hier niemand mehr besonders ernst nimmt.
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Roter Ballon
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Anmeldungsdatum: 22.12.2006
Beiträge: 2549
Wohnort: München

Beitrag(#2230013) Verfasst am: 02.11.2020, 22:37    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Wer die Menschen sind, die Donald Trump unterstützen

Zitat:
Mit Blick auf die loyalen Anhänger, die Trump jede noch so offensichtliche Unwahrheit glauben, fragte der Neurowissenschaftler Azarian: "Was geht in ihren Gehirnen vor, das sie so blind hingebungsvoll macht?"

Eine mögliche Erklärung: Der nach den US-Psychologen David Dunning und Justin Kruger benannte Dunning-Kruger-Effekt. Dieser Effekt beschreibt das Phänomen, dass inkompetente Menschen ihr eigenes Können überschätzen und zudem nicht in der Lage sind, das Maß ihrer Inkompetenz zu erkennen.

"Im Wesentlichen sind sie nicht klug genug, um zu erkennen, dass sie dumm sind", so fasste es Azarian zusammen.



Naja,
zu verkopft das naheliegende zu erkennen.
Dem Volk aufs Maul schauen schaffen die Nacherzählungen der Kulturschaffenden besser.

Lese und vorallem "Watch"-Vorschlag in Zeiten wie diesen:

Zitat:

https://www.denofgeek.com/tv/shameless-season-9-episode-2-review-mo-white/

Shameless Season 9 Episode 2: Mo White
This is not the first time that Frank has flirted with activism to underwrite his passions, but whereas he once was the face to fight gentrification on a grassroots level, he has since come to the realization the better money is in working behind the scenes at the same racket as the greatest con artist in American history: the one who made America “great” again. Or as Frank aptly re-appropriates it, “Make America White Again.”
(…)
But as a character, there’s something more truthful about his nasty aggrievement at a system he only thinks about when trying to exploit it. After playing both sides of what must be a Democratic primary (a strong black woman vs. a gay Hispanic man campaigning with rainbow signs), Frank recognizes the campaign manager holds most of the purse strings, so he engineers a political campaign at the Alibi.By parroting all of Trump America’s supposed slights—white people are being “pushed out”—Frank convinces the white patrons at the Alibi they should support Mo White,
(…)
Most Shameless Quote of the Week
“Look at a history book, we used to be the leading men. Now we’re marginalized.” – Frank.



Shameless Season 9 Episode 4: do the right vote white
https://www.denofgeek.com/tv/shameless-season-9-episode-4-review-do-right-vote-white/


It’s a bleak message, but fitting for the show and perhaps fitting for our times as Mo White’s ascension is meant to parallel beat by beat Donald Trump’s surprise electoral college victory
(…)
Frank had shocking success this week by engineering Mo White’s big day in no small part by reteaming with the Milkovich family. It wasn’t fan favorite Mickey who made a return, but Mickey’s old man turned out to be the perfect vessel for Frank’s vision of runoff wedge issue: white supremacists standing at the polls in a low-key bid for voter suppression.
(…)
Not that in the political prism of this episode it matters a whole lot. In a mocking recreation of election night 2016, Mo White is unexpectedly elected back to Congress even though he is on record of being a sexual predator. As the show keeps hammering home, so was Trump. By showing crying and disbelieving minorities on the news, Shameless is practically laughing at a sensitive wound for its most liberal viewers.
Most Shameless Quotes of the Week
(...)
“That’s the beauty of being in Congress; you don’t have to do a goddamned thing.” – Mo White.

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Beitrag(#2230022) Verfasst am: 03.11.2020, 00:35    Titel: Antworten mit Zitat

wolle hat folgendes geschrieben:
Unter anderem solche Einstellungen werden Biden verlieren lassen.


Es gibt wohl noch selten eine Wahl, in der wirklich alle Zeichen auf einen Kandidaten hindeuteten - natürlich bei jeder Wahl und jedem Kandidaten immer Momente, bei denen jemand sagen wird, diese oder jene Situation begünstige sie oder sei ein Risiko für ihn.

Etwa: Wenn die Arbeitslosenquote Ende Oktober unter 8% liege oder der Dow Jones Index am Wahltag höher liege als am 1.August, dann werde der Amtsinhaber wiedergewählt. Und? Ende Oktober lag sie ziemlich genau bei 8%, der Dow ziemlich genau gleich wie am 1.August.

Außerdem: Wenn man irgendeinen Wert hat, ist es dann egal, wie es sonst steht?

Ja nun, ich schrieb ja neulich schon, daß es natürlich in einem System auch Schutzmechanismen geben müsse, die verhindern, daß eine Mehrheit eine Minderheit komplett plattdrücken oder völlig ohne Rücksicht auf deren Belange regieren kann. Das funktioniert allerdings auch nur, wenn es einen übergreifenden Konsens gibt, der Minderheit auch zuzuhören.

Nur hat mindestens eine Seite diese Idee ja aufgekündigt, sie dreht die Regeln so, wie sie möchte, was gestern noch galt (z.B. "The McConnell Rule"(TM)), gilt heute nicht mehr, und es wird systematisch versucht, die Wähler des Gegners von der Wahl abzuhalten ("Die Strategie: Wahlbehinderung sei eine Spezialität der Republikaner, sagen Historiker").

Da fallen mir zwei Gedanken ein:

1. Es wäre letztlich ja eine Vergewaltigung der Demokratie, wenn jemand, der in allen Umfragen seit Monaten weit zurückliegt, die Wahl am Ende doch noch gewinnt, weil er irgendeinen Trick nutzt.

2. Etwas, das mich beängstigt: Einige Analysten sehen da aufgrund ihrer Daten merkwürdige Inroads bei Leuten, die angeblich jetzt in Scharen Trump unterstützen würden. Dabei auch: Trump hat systematisch gegen Minderheiten gekeilt, und dann wird z.B. behauptet, daß Trumps Verhalten bei schwarzen und Latino-Männern gut ankomme, die auch "diesen Machismo" hätten.

"A big chunk of People of Color and white people with degrees are behind Trump"

Zitat:
White Americans without degrees aren’t as likely to vote for Trump as in 2016, according to polls — which partly explains why Biden leads in national polls and key swing states like Pennsylvania. But a big reason Trump could still win the Electoral College, despite the poor marks Americans give him for his handling of COVID-19 and his job performance overall, is that the Black, Hispanic and college-educated white voters who backed him in 2016 are largely still with him, particularly in key swing states.


Jüngere gut ausgebildete Weiße seien im Süden sogar stärker für Trump als 2016. Nun ja, eigentlich würde man ja denken, die Leute sollten ja um so mehr sehen, was auch viele Arbeiter sehen, was hinter den Äußerungen von Trump steckt. Aber tiefe Religiösität sei weit verbreitet (und heutzutage mit den Republikanern assoziiert). Rassismus sei (besonders im Süden) auch weit verbreitet. Andere gehen wohl eher nach ihrem Geldbeutel und rechnen, was sie denken, was für sie günstiger sei (welcher 30jährige, der gerade eine Familie gründet, denkt denn z.B., daß er mal krank werden könnte - oder eben: wenn es den Leuten ökonomisch gut geht, warum sollten sie denn was ändern wollen?)?!

Und: Die Mehrheit der Wähler z.B. in Texas und in Georgia seien inzwischen nicht weiß. Das kann man nicht wirklich verstehen, daß die Republikaner wählen können. Die Demographie hat sich verschoben, aber unter Schwarzen und Hispanics gibt es auch Viele, die (ziemlich religiös sind und) eher konservative Haltungen haben, 10+x% der Schwarzen und 30+x% der Hispanics seien so konservativ, daß sie für die Republikaner erreichbar seien. Und auf die Größe dieses x könne es ankommen. Kommt Biden bei den Hispanics gut genug an, einige Analysten behaupten, er schwächelt da?

(Wie gesagt, es wird erwartet, daß einige Staaten im Süden, z.B. Florida, schnell zählen werden. Wenn Biden z.B. Florida gewinnt, ist Trump mathematisch gesehen ein toter Fisch im Wasser. Wenn sie aber alle an Trump fallen, könnte die Wahl zu einer längeren Hängepartie werden, weil es dann womöglich auf Pennsylvania ankommen - und es ein Gezerre um buchstäblich jede einzelne Briefwahlstimme geben wird, ob die zählen darf oder nicht.)
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Beitrag(#2230025) Verfasst am: 03.11.2020, 03:55    Titel: Antworten mit Zitat

Und noch ein Punkt: Die Vorstellung scheint - zumindest bei einigen Republikanern - wirklich verfangen zu sein, und sie haben Angst, daß Joe Biden und seine Leute mit Hilfe von Briefwahlstimmen "die Wahl stehlen" könnten. Erstmal, es gibt keinen Beleg dafür: Auch, wenn das zu-zu verlockend wäre, sind die tatsächlichen Fälle von Wahlbetrug in den letzten Jahrzehnten beinahe homöopathisch selten (Link).

(DG: Und wer sagt denn, daß nicht die Republikaner in einigen ihrer must-win-Staaten genauso schon vorbereitete Trump-Wahlzettel in den Zählprozeß geben würden, wenn sie könnten Am Kopf kratzen? Andererseits, wenn man das andererseits an den Versuchen mißt, zum Beispiel 127.000 Wählerstimmen in Texas zu annullieren, weil sie aus einer Stadt und nicht vom Land kommen, oder daß 1.4 Millionen Vorbestrafte (meistens arme Angehörige von Minderheiten) in Florida nicht wählen dürfen, dann braucht es das ja schon fast nicht mehr.)

Aber das ist natürlich klar, daß hier eine "alternative Erzählung" vorbereitet wird: Trump hatte ja schon 2016 behauptet, daß angeblich drei Millionen gefälschte Wahlstimmen für Clinton abgegeben worden seien, und sollte er nun 2020 verlieren, auch "massive Wahlfälschung" dafür verantwortlich machen.
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Beitrag(#2230026) Verfasst am: 03.11.2020, 04:04    Titel: Antworten mit Zitat

@ critic.

Es geht ja in den USA noch nicht mal darum, dass eine Mehrheit eine Minderheit plattdrueckt.
Es ist vielmehr umgekehrt so, dass eine radikale Minderheit, dank der Merkwürdigkeiten der amerikanischen Verfassungswirklichkeit, Wege gefunden hat der Mehrheit ihrer Mitbuerger ihren Willen aufzuzwingen.

Die Mehrheit der Amerikaner ist gegen Donald Trump, fuer strengere Waffengesetze, fuer eine allgemeine Krankenversicherung, fuer die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, fuer die Entscheidungsfreiheit der Frau bezüglich ihrer Schwangerschaft etc.

Und dennoch laeuft die grosse Politik in diesen Fragen exakt in die andere Richtung.

Es wird interessant sein zu sehen wie lange das weiter gutgehen kann.
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Beitrag(#2230027) Verfasst am: 03.11.2020, 04:56    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
@ critic.

Es geht ja in den USA noch nicht mal darum, dass eine Mehrheit eine Minderheit plattdrueckt.
Es ist vielmehr umgekehrt so, dass eine radikale Minderheit, dank der Merkwürdigkeiten der amerikanischen Verfassungswirklichkeit, Wege gefunden hat der Mehrheit ihrer Mitbuerger ihren Willen aufzuzwingen.

Die Mehrheit der Amerikaner ist gegen Donald Trump, fuer strengere Waffengesetze, fuer eine allgemeine Krankenversicherung, fuer die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, fuer die Entscheidungsfreiheit der Frau bezüglich ihrer Schwangerschaft etc.

Und dennoch laeuft die grosse Politik in diesen Fragen exakt in die andere Richtung.

Es wird interessant sein zu sehen wie lange das weiter gutgehen kann.


Ich erinnere mich dunkel, daß ich Ähnliches ja auch schon geschrieben hatte. Es ist ja nicht per se falsch, daß die Minderheit auch ein Recht auf Mitsprache hat. (Ich hatte das ja vor Jahren auch selbst als Mittel thematisiert, daß man versuchen müsse, mit seiner Mehrheit und notfalls auch mit liberalen Gerichten desaströse Dinge zu bremsen, und die Administration dazu zu zwingen, zu verhandeln.)

Aber es muß eben auch gewisse Gepflogenheiten geben: Wenn beide Seiten bereit sind, konstruktiv mitzuarbeiten, kann es dadurch ja breite Mehrheiten geben. Wenn aber eine Seite sich dazu entscheidet, zu mauern oder die Minderheit versucht, der Mehrheit ihre Sicht der Dinge aufzwingen (und es gibt sicher auch noch Andere "schiefe" Fälle), wird es sehr mühsam.

Das betrifft ja nicht nur die Ernennung von Verfassungsrichtern, die das Land 50+ Jahre zurückrollen wollen, und auch nicht nur auf einer Ebene. Es fällt schon bei solchen Kleinigkeiten auf, etwa daß der sog. "filibuster" vielleicht mal als Höflichkeit gedacht war, die Leute nicht in Fünf-Minuten-Slots zu packen und sie in Ruhe ihre Sicht der Dinge darlegen zu lassen. Dann war das auch mal ein Versuch, sich gegen eine allzu übergriffige Administration zu wehren. Dann wurden auch schonmal Telefonbücher vorgelesen, einfach nur um Sand ins Getriebe zu geben. Klar, weil man nicht einmal begründen konnte, warum man gegen XY war.

Einige denken auch nostalgisch an Phasen zurück, in denen man zwar in der Sache hart sein, aber nachher trotzdem gemeinsam zum Bierchen gehen konnte. Oder daß man für oder gegen etwas war, nicht wegen der Parteigrenzen, sondern weil man das richtig fand. Es wurde ja kolportiert, daß z.B. John McCain - und der war ja durchaus konservativ - quasi in seiner letzten Sitzung noch einen Punkt setzte, indem er mit seiner Stimme verhinderte, daß Obamacare abgeschafft würde. Heute sehen Viele die Möglichkeit auch nicht mehr, da noch irgendetwas über Parteigrenzen hinweg zu erreichen. Und dann ist ggf. nötig, neue Spielregeln einzusetzen: Möglichst im breiten Konsens, weil Alle sehen, daß bestimmte Dinge nicht mehr funktionieren - aber im Notfall eben auch allein.
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