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Wie toll ist eigentlich der Kapitalismus und wem nützt er?
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Wilson
zwischen gaga und dada



Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 15399
Wohnort: Swift Tuttle

Beitrag(#2249383) Verfasst am: 30.04.2021, 16:52    Titel: Antworten mit Zitat

Mietmarktlabor Berlin
Wie internationale Investments den Wohnungs­markt umwälzen
Die Wohnungskrise steht erst am Anfang. Sieben Monate haben Journalistinnen und Journalisten in 16 europäischen Großstädten gemeinsam recherchiert. Das Ergebnis: Die Ursachen der Krise sind gewaltig, die neuen Akteure auch – und die Folgen für die Menschen kaum absehbar.

https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/mietmarktlabor-berlin-wie-internationales-investment-den-mietmarkt-veraendert/

sehr interessant für alle.
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jdf
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 20092

Beitrag(#2249411) Verfasst am: 30.04.2021, 21:47    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
Mietmarktlabor Berlin
Wie internationale Investments den Wohnungs­markt umwälzen
Die Wohnungskrise steht erst am Anfang. Sieben Monate haben Journalistinnen und Journalisten in 16 europäischen Großstädten gemeinsam recherchiert. Das Ergebnis: Die Ursachen der Krise sind gewaltig, die neuen Akteure auch – und die Folgen für die Menschen kaum absehbar.

Die MLPD wird's richten. Die entschädigungslose Enteignung aller Grundeigentümer könnte eine gute Idee sein. Das wäre zumindest mal ein großer und deutlich erkennbarer Schritt. Denn die ursprüngliche Akkumulation ist ja sowieso nur eine Legende. Ich sag nur: System Change. ; )
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Die Geschichte soll mich als jemanden in Erinnerung behalten, der sich zu hundert Prozent für den kleinen Mann eingesetzt hat.
(HC Strache)
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Tarvoc
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Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 39903

Beitrag(#2249437) Verfasst am: 30.04.2021, 23:59    Titel: Antworten mit Zitat

Wie kommst du jetzt auf die MLPD? Am Kopf kratzen
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jdf
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 20092

Beitrag(#2249439) Verfasst am: 01.05.2021, 00:07    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Wie kommst du jetzt auf die MLPD? Am Kopf kratzen

Wer macht denn den System Change? An wen darf ich mich wenden, wenn ich mal einen brauche?
_________________
Die Geschichte soll mich als jemanden in Erinnerung behalten, der sich zu hundert Prozent für den kleinen Mann eingesetzt hat.
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Critic
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Anmeldungsdatum: 22.07.2003
Beiträge: 15418
Wohnort: Arena of Air

Beitrag(#2249441) Verfasst am: 01.05.2021, 00:58    Titel: Antworten mit Zitat

Dazu noch ein dummer Gedanke, und mal wieder das Offensichtliche gesagt, das wir auch schonmal bei dem Begriff "Aktionärsdemokratie" hatten:

Sieh an, das Bildungsprogramm. Ich bin beim Durchschalten zum Nachrichten-Sehen bei einer Sendung auf BR-alpha hängengeblieben, das war das Telekolleg zum Thema Volkswirtschaft. Und da wurde dann zwischen "den zwei großen idealtypischen (= in der Praxis in Reinform kaum so vorkommenden) Wirtschaftsformen unterschieden, der Marktwirtschaft und der Planwirtschaft".

Wobei herausgestellt wurde, daß im Falle einer Marktwirtschaft ein "demokratischer Zugang zum Markt" bestehe.

Und das läßt man sich - angesichts so etwas - ja auf der Zunge zergehen: Die Marktmacht eines Akteurs ist ja tatsächlich von dem Volumen an Geld abhängig, das sie oder er aufbringen kann. Natürlich gibt es nicht irgendwelche Verbote, "wirtschaftlich tätig zu werden": Aber wie erfolgreich das wird - oder wieviel "Zugang" man zum Markt hat -, ist eben abhängig von dem Geld, das man zur Verfügung oder eingesetzt hat. Und ohne die "Anfangsinvestition" aufbringen zu können, ist's nun einmal Essig. Oma Huckebein kriegt kein Auto und keine ETW und im Laden nicht einmal einen Becher Joghurt, wenn sie nicht das Geld dafür aufbringen kann. Während natürlich die wirtschaftlich großen Akteure soviel Macht haben, daß sie sogar einen Einfluß auf den Marktpreis ausüben und ihn mit ihren Ressourcen und Kontingenten nach oben oder nach unten drücken können. Sie können auf dem Weg quasi den Zugang anderer Akteure zum Markt beeinflussen. Das ist eben i.d.S. nicht demokratisch, wir haben da einen "poll tax" und ein "Klassenwahlrecht". Wollte man als Produzent tätig werden, natürlich um so mehr als "bloß" als Konsument.

(Die Wirtschaftssysteme unterscheiden sich insofern auch dadurch, wie stark die Einschränkungen sind, denen der Einzelne unterworfen ist. In einem System können bestimmte Güter ggf. subventioniert sein - oder eben nicht. Und der Zugang zu ihnen wird dann "demokratisiert", wenn sie für den Einzelnen erschwinglicher werden... Am Kopf kratzen.)
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"Die Pentagon-Gang wird in der Liste der Terrorgruppen geführt"

Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

"Wahrheit läßt sich nicht zeigen, nur erfinden." (Max Frisch)
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Wilson
zwischen gaga und dada



Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 15399
Wohnort: Swift Tuttle

Beitrag(#2249451) Verfasst am: 01.05.2021, 09:50    Titel: Antworten mit Zitat

https://www.youtube.com/watch?v=B51HI0MPUrQ
Ernst Busch- Solidaritätslied (1931)

Ausrufezeichen
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Wilson
zwischen gaga und dada



Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 15399
Wohnort: Swift Tuttle

Beitrag(#2249453) Verfasst am: 01.05.2021, 10:00    Titel: Antworten mit Zitat

und bei google wird heute auch für die gutbezahlten malocher geklatscht, äh, geDoodlet.
fensterputzer, bauarbeiter, feuerwehr, einzelhandel, erntehelfer, und natürlich die krankenpflege.

https://www.google.de/

na dann wird ja alles gut.
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Tarvoc
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Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 39903

Beitrag(#2249455) Verfasst am: 01.05.2021, 10:08    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Wie kommst du jetzt auf die MLPD? Am Kopf kratzen

Wer macht denn den System Change?

Die MLPD jedenfalls nicht. Die ist zu beschäftigt damit, sich auf ihre "Denkweise" idealistisch einen runterzuholen. Lachen
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jdf
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 20092

Beitrag(#2249477) Verfasst am: 01.05.2021, 12:50    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Wie kommst du jetzt auf die MLPD? Am Kopf kratzen

Wer macht denn den System Change?

Die MLPD jedenfalls nicht. Die ist zu beschäftigt damit, sich auf ihre "Denkweise" idealistisch einen runterzuholen. Lachen

Das hab ich nicht gefragt.
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Skeptiker
"I can't breathe!"



Anmeldungsdatum: 14.01.2005
Beiträge: 15914
Wohnort: 129 Goosebumpsville

Beitrag(#2249489) Verfasst am: 01.05.2021, 13:55    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
https://www.youtube.com/watch?v=B51HI0MPUrQ
Ernst Busch- Solidaritätslied (1931)

Ausrufezeichen


Zitat:
Unsre Herrn, wer sie auch seien,
Sehen unsre Zwietracht gern,
Denn solang sie uns entzweien,
Bleiben sie doch unsre Herrn.




Heraus zum 1. Mai
_________________
°
"Ich verwarne Ihnen!" (Schiri)
"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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AdvocatusDiaboli
Hat die höchste Meta-Ebene erreicht



Anmeldungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 25037

Beitrag(#2249501) Verfasst am: 01.05.2021, 14:27    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
https://www.youtube.com/watch?v=B51HI0MPUrQ
Ernst Busch- Solidaritätslied (1931)

Ausrufezeichen


Zitat:
Unsre Herrn, wer sie auch seien,
Sehen unsre Zwietracht gern,
Denn solang sie uns entzweien,
Bleiben sie doch unsre Herrn.




Heraus zum 1. Mai



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Ist es Satire? Ist es Ironie? Ist es geistreich? Oder ist es nur geistesgestört?

In jedem Fall: Es ist Addi!
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jdf
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 20092

Beitrag(#2249708) Verfasst am: 03.05.2021, 12:40    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Wie kommst du jetzt auf die MLPD? Am Kopf kratzen

Wer macht denn den System Change?

Die MLPD jedenfalls nicht. Die ist zu beschäftigt damit, sich auf ihre "Denkweise" idealistisch einen runterzuholen. Lachen

Das hab ich nicht gefragt.


jdf hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
und wieso sollte so ein kleiner schritt, in einer reihe von weiteren kleinen schritten, wobei der nächste ja erst in 20 jahren erfolgen könnte oder in hundert, überhaupt zum erfolg führen?

Warum nicht? Warum nicht eher als das Warten auf denn großen Schritt?

Wilson hat folgendes geschrieben:
in anbetracht der dringlichkeit, die ich jetzt mal zugrunde lege, ist so ein kleiner schritt ja vll sogar kontraproduktiv.
man könnte ja sagen, dass nun ein schritt unternommen wurden sei und viele menschen, die sich mit dem problem nicht groß auseinandersetzen, aber dennoch die notwendigkeit einsehen wiegen sich in sicherheit und kümmern sich weiterhin nicht sonderlich darum, lassen die politischen und damit

Das kann natürlich sein. Dann sollten wir doch besser auf die absolute Mehrheit der MLPD warten, die uns nicht nur mit Klima- und Umweltschutz beglücken wird, sondern auch den lange herbeigesehnten System Change vollenden wird. : )


jdf hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Ja, ein Marsch 1000 Meilen beginnt mit einem Schritt, so herum ist es logisch richtig.

Umgekehrt jedoch führt ein Schritt noch lange nicht zu einem Marsch von 1000 Meilen.

Das Problem ist: Die Richtung der ganzen Politik stimmt nicht.

Ich trete für Reformen im Kapitalismus ein, nicht nur immaterieller Art. Aber Reformen unter dem Regime des Maximalprofits, des Vampirs, der Natur und Arbeitskraft aussaugt, um immer neue Kapitalberge aufzuschichten, so wie einst Pol Pot seine Totenschädel - das erfordert massenhafte Bewegungen von unten, die sich international vernetzen und künstliche Spaltungen - ich habe dazu kürzlich einiges gesagt - überwinden.

Ein Ökologischer Kapitalismus ist eine Wahnidee, die mit der Realität kollidiert.

Deswegen system change statt climate change.

Mit dem BVerfg-Urteil wurde also ein Schritt in die falsche Richtung erreicht? Sollten wir also gegen das Urteil protestieren?


Jetzt hätte ich aber doch noch mal gern von unseren System Change-Kundigen gewusst,

- ob ich gegen das BVerfG-Urteil protestieren sollte oder nicht;

- wann und durch wen ich den System Change erwarten darf;

- wie in der Zwischenzeit die Interessen zukünftiger Generationen angemessen berücksichtigt werden;

- was ich bis zum System Change in Sachen Klima- und Umweltschutz tun oder lassen sollte.
_________________
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Wilson
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Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 15399
Wohnort: Swift Tuttle

Beitrag(#2249718) Verfasst am: 03.05.2021, 13:30    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Wie kommst du jetzt auf die MLPD? Am Kopf kratzen

Wer macht denn den System Change?

Die MLPD jedenfalls nicht. Die ist zu beschäftigt damit, sich auf ihre "Denkweise" idealistisch einen runterzuholen. Lachen

Das hab ich nicht gefragt.


jdf hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
und wieso sollte so ein kleiner schritt, in einer reihe von weiteren kleinen schritten, wobei der nächste ja erst in 20 jahren erfolgen könnte oder in hundert, überhaupt zum erfolg führen?

Warum nicht? Warum nicht eher als das Warten auf denn großen Schritt?

Wilson hat folgendes geschrieben:
in anbetracht der dringlichkeit, die ich jetzt mal zugrunde lege, ist so ein kleiner schritt ja vll sogar kontraproduktiv.
man könnte ja sagen, dass nun ein schritt unternommen wurden sei und viele menschen, die sich mit dem problem nicht groß auseinandersetzen, aber dennoch die notwendigkeit einsehen wiegen sich in sicherheit und kümmern sich weiterhin nicht sonderlich darum, lassen die politischen und damit

Das kann natürlich sein. Dann sollten wir doch besser auf die absolute Mehrheit der MLPD warten, die uns nicht nur mit Klima- und Umweltschutz beglücken wird, sondern auch den lange herbeigesehnten System Change vollenden wird. : )


jdf hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Ja, ein Marsch 1000 Meilen beginnt mit einem Schritt, so herum ist es logisch richtig.

Umgekehrt jedoch führt ein Schritt noch lange nicht zu einem Marsch von 1000 Meilen.

Das Problem ist: Die Richtung der ganzen Politik stimmt nicht.

Ich trete für Reformen im Kapitalismus ein, nicht nur immaterieller Art. Aber Reformen unter dem Regime des Maximalprofits, des Vampirs, der Natur und Arbeitskraft aussaugt, um immer neue Kapitalberge aufzuschichten, so wie einst Pol Pot seine Totenschädel - das erfordert massenhafte Bewegungen von unten, die sich international vernetzen und künstliche Spaltungen - ich habe dazu kürzlich einiges gesagt - überwinden.

Ein Ökologischer Kapitalismus ist eine Wahnidee, die mit der Realität kollidiert.

Deswegen system change statt climate change.

Mit dem BVerfg-Urteil wurde also ein Schritt in die falsche Richtung erreicht? Sollten wir also gegen das Urteil protestieren?


Jetzt hätte ich aber doch noch mal gern von unseren System Change-Kundigen gewusst,

- ob ich gegen das BVerfG-Urteil protestieren sollte oder nicht;

- wann und durch wen ich den System Change erwarten darf;

- wie in der Zwischenzeit die Interessen zukünftiger Generationen angemessen berücksichtigt werden;

- was ich bis zum System Change in Sachen Klima- und Umweltschutz tun oder lassen sollte.


Ich bin weder kundig noch weiss ich weiter.
Ich denke (Versuch) nur drüber nach und komme zu dem Schluss, dass, ob man sich nun ueber das Urteil freut oder zynisch lacht oder sonst was voellig egal ist.

Vielleicht faellt für ja was ein, ausser dich zu freuen.

Wenn ich mir mal all die kleinen Schritte zum Bsp gegen Hunger anschaue bzw ihre Nachhaltigkeit,...
Band aid und all die anderen Kampagnen oder anderes, da faellt die bilanz düster aus.
Die einen Krankheiten in den sog. Entwicklungsländern wurden besiegt, bei corona haben sie wieder das groesste Pech und leiden am meisten darunter.

Lt Gesetz habe ich freie wohnsitzwahl, ach. Und? Kann ich in Berlin wohnen, münchen?
Nö.

Wieso sollte ich optimistisch sein?
Ist Pessimismus verboten?

Dir allerdings, dem so- gut - wie - niemals -frohen goenne ich die Freude.

Die optimistische und vermutlich fundierter antwort überlasse ich Skeptiker.

Ich bin horstmanianer.
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jdf
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 20092

Beitrag(#2249861) Verfasst am: 04.05.2021, 13:12    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Jetzt hätte ich aber doch noch mal gern von unseren System Change-Kundigen gewusst,

- ob ich gegen das BVerfG-Urteil protestieren sollte oder nicht;

- wann und durch wen ich den System Change erwarten darf;

- wie in der Zwischenzeit die Interessen zukünftiger Generationen angemessen berücksichtigt werden;

- was ich bis zum System Change in Sachen Klima- und Umweltschutz tun oder lassen sollte.


Ich bin weder kundig noch weiss ich weiter.
Ich denke (Versuch) nur drüber nach und komme zu dem Schluss, dass, ob man sich nun ueber das Urteil freut oder zynisch lacht oder sonst was voellig egal ist.

Du hast übrigens keine meiner Fragen beantwortet. Trotzdem schreibst du gegen meine Freude über den BVerfG-Beschluss an. Wirklich toll. Großartig geradezu. skeptisch

Wilson hat folgendes geschrieben:
Wenn ich mir mal all die kleinen Schritte zum Bsp gegen Hunger anschaue bzw ihre Nachhaltigkeit,...
Band aid und all die anderen Kampagnen oder anderes, da faellt die bilanz düster aus.
Die einen Krankheiten in den sog. Entwicklungsländern wurden besiegt, bei corona haben sie wieder das groesste Pech und leiden am meisten darunter.

Lt Gesetz habe ich freie wohnsitzwahl, ach. Und? Kann ich in Berlin wohnen, münchen?
Nö.

Wieso sollte ich optimistisch sein?
Ist Pessimismus verboten?

Du hast übrigen mit keiner Silbe Julian Assange erwähnt, ebenso wenig wie den Coltanabbau oder den Kakaoanbau, FYI.

Wilson hat folgendes geschrieben:
Wieso sollte ich optimistisch sein?

Keine Ahnung. Von mir auch braucht niemand optimistisch zu sein.

Wilson hat folgendes geschrieben:
Ist Pessimismus verboten?

Keineswegs.

Wilson hat folgendes geschrieben:
Dir allerdings, dem so- gut - wie - niemals -frohen goenne ich die Freude.

Liest sich wie ein "vergiftetes Lob", nach allem, was du hier geschrieben hast.
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Ratio
huhu



Anmeldungsdatum: 13.10.2014
Beiträge: 1413

Beitrag(#2249866) Verfasst am: 04.05.2021, 14:28    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:

Lt Gesetz habe ich freie wohnsitzwahl, ach. Und? Kann ich in Berlin wohnen, münchen?
Nö.



Ist ja auch freie Wahl, nicht freie Miete Smilie Und Berlin hat durchaus auch noch bezahlbare Winkel soweit ich weiß.
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Tarvoc
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Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 39903

Beitrag(#2249868) Verfasst am: 04.05.2021, 14:56    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
Lt Gesetz habe ich freie wohnsitzwahl, ach.

Falls noch jemand bestreiten will, dass das Gesetz eine Form von Ideologie darstellt...
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 41746
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2249869) Verfasst am: 04.05.2021, 15:01    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
Lt Gesetz habe ich freie wohnsitzwahl, ach.

Falls noch jemand bestreiten will, dass das Gesetz eine Form von Ideologie darstellt...


Am Kopf kratzen
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Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

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Tarvoc
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Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 39903

Beitrag(#2249871) Verfasst am: 04.05.2021, 15:20    Titel: Antworten mit Zitat

Muss ich das wirklich ausbuchstabieren? Wenn das Gesetz sagt, dass wir unseren Wohnort frei wählen können, dann behauptet es etwas Falsches über unsere Gesellschaft, und zwar systematisch. (Metaphysik des Willens im Recht.)
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 41746
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2249872) Verfasst am: 04.05.2021, 15:30    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Muss ich das wirklich ausbuchstabieren? Wenn das Gesetz sagt, dass wir unseren Wohnort frei wählen können, dann behauptet es etwas Falsches über unsere Gesellschaft, und zwar systematisch. (Metaphysik des Willens im Recht.)


Sorry; ich bin etwas schwer von begriff. Dürfen wir unseren Wohnort vielleicht nicht frei wählen?
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Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 39903

Beitrag(#2249873) Verfasst am: 04.05.2021, 15:33    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Dürfen wir unseren Wohnort vielleicht nicht frei wählen?

Das kommt sehr darauf an, was du mit "frei" meinst. Dass dem mindestens durch den Wohnungsmarkt und die Kaufkraft mitunter enge Grenzen gesetzt sind, wurde hier schon erwähnt - und die Marktförmigkeit der Organisation gesellschaftlichen Wohnens (und mit ihr besagte Grenzen) wird wiederum durch das staatliche Gewaltmonopol erzwungen. Das siehst du z.B. daran, wie der Staat selbst im Falle des Zusammenkommens von Wohnungsnot und Leerstand auf Hausbesetzungen reagiert.
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vrolijke
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Beitrag(#2249874) Verfasst am: 04.05.2021, 15:43    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Dürfen wir unseren Wohnort vielleicht nicht frei wählen?

Das kommt sehr darauf an, was du mit "frei" meinst. Dass dem mindestens durch den Wohnungsmarkt und die Kaufkraft mitunter enge Grenzen gesetzt sind, wurde hier schon erwähnt - und die Marktförmigkeit der Organisation gesellschaftlichen Wohnens wird wiederum durch das staatliche Gewaltmonopol erzwungen. Das siehst du z.B. daran, wie der Staat selbst im Falle des Zusammenkommens von Wohnungsnot einerseits und Leerstand andererseits auf Hausbesetzungen reagiert.


Wenn du es unbedingt so sehen willst. Mit den Augen rollen
Als meine Frau und ich zusammen gezogen sind, haben wir mindestens 18 Wohnungen angeschaut. Schlösser waren nicht dabei. Wir haben natürlich solche Wohnungen angeschaut, die wir uns leisten konnten.
Du schaust mehr auf die Randfiguren. Ich schaue mehr auf Otto Normalverbraucher.
Wenn man in prekäre Umstanden lebt, ist nicht nur die Wohnungssuche ein Problem.
Übrigens; wenn du es so siehst, ist auch die Arbeitsstelle nicht frei wählbar. Ich kann nicht als Tontechniker arbeiten z. B.
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Beitrag(#2249875) Verfasst am: 04.05.2021, 15:50    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Jetzt hätte ich aber doch noch mal gern von unseren System Change-Kundigen gewusst,

- ob ich gegen das BVerfG-Urteil protestieren sollte oder nicht;

- wann und durch wen ich den System Change erwarten darf;

- wie in der Zwischenzeit die Interessen zukünftiger Generationen angemessen berücksichtigt werden;

- was ich bis zum System Change in Sachen Klima- und Umweltschutz tun oder lassen sollte.


Ich bin weder kundig noch weiss ich weiter.
Ich denke (Versuch) nur drüber nach und komme zu dem Schluss, dass, ob man sich nun ueber das Urteil freut oder zynisch lacht oder sonst was voellig egal ist.

Du hast übrigens keine meiner Fragen beantwortet. Trotzdem schreibst du gegen meine Freude über den BVerfG-Beschluss an. Wirklich toll. Großartig geradezu. skeptisch

Wilson hat folgendes geschrieben:
Wenn ich mir mal all die kleinen Schritte zum Bsp gegen Hunger anschaue bzw ihre Nachhaltigkeit,...
Band aid und all die anderen Kampagnen oder anderes, da faellt die bilanz düster aus.
Die einen Krankheiten in den sog. Entwicklungsländern wurden besiegt, bei corona haben sie wieder das groesste Pech und leiden am meisten darunter.

Lt Gesetz habe ich freie wohnsitzwahl, ach. Und? Kann ich in Berlin wohnen, münchen?
Nö.

Wieso sollte ich optimistisch sein?
Ist Pessimismus verboten?

Du hast übrigen mit keiner Silbe Julian Assange erwähnt, ebenso wenig wie den Coltanabbau oder den Kakaoanbau, FYI.

Wilson hat folgendes geschrieben:
Wieso sollte ich optimistisch sein?

Keine Ahnung. Von mir auch braucht niemand optimistisch zu sein.

Wilson hat folgendes geschrieben:
Ist Pessimismus verboten?

Keineswegs.

Wilson hat folgendes geschrieben:
Dir allerdings, dem so- gut - wie - niemals -frohen goenne ich die Freude.

Liest sich wie ein "vergiftetes Lob", nach allem, was du hier geschrieben hast.


meiner (immer zweifelnden, besser: als-ob-überzeugung) überzeugung, erliegts du einem für deine stimmung produktivem irrtum.
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Wohnort: Hamburg

Beitrag(#2249876) Verfasst am: 04.05.2021, 15:52    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Dürfen wir unseren Wohnort vielleicht nicht frei wählen?

Das kommt sehr darauf an, was du mit "frei" meinst. Dass dem mindestens durch den Wohnungsmarkt und die Kaufkraft mitunter enge Grenzen gesetzt sind, wurde hier schon erwähnt - und die Marktförmigkeit der Organisation gesellschaftlichen Wohnens (und mit ihr besagte Grenzen) wird wiederum durch das staatliche Gewaltmonopol erzwungen. Das siehst du z.B. daran, wie der Staat selbst im Falle des Zusammenkommens von Wohnungsnot und Leerstand auf Hausbesetzungen reagiert.


Wenn man mit "frei" wohnen meint: Ich kann wohnen wo und wann ich will, dann gibt es das nicht.
Aber das ist doch nun keine Überraschung. Am Kopf kratzen
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Tarvoc
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Beiträge: 39903

Beitrag(#2249877) Verfasst am: 04.05.2021, 15:55    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Wenn du es unbedingt so sehen willst. Mit den Augen rollen [...] Du schaust mehr auf die Randfiguren. Ich schaue mehr auf Otto Normalverbraucher.

Ich dachte, die im Grundgesetz dargelegten Rechte sollen allgemein sein. zwinkern

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Übrigens; wenn du es so siehst, ist auch die Arbeitsstelle nicht frei wählbar.

Du sagst es. Fast drei Millionen Menschen in Deutschland können noch nicht mal frei wählen, überhaupt eine Arbeit zu haben. Und das ist nur die offizielle Zahl.
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Wilson
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Beitrag(#2249878) Verfasst am: 04.05.2021, 15:56    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Dürfen wir unseren Wohnort vielleicht nicht frei wählen?

Das kommt sehr darauf an, was du mit "frei" meinst. Dass dem mindestens durch den Wohnungsmarkt und die Kaufkraft mitunter enge Grenzen gesetzt sind, wurde hier schon erwähnt - und die Marktförmigkeit der Organisation gesellschaftlichen Wohnens (und mit ihr besagte Grenzen) wird wiederum durch das staatliche Gewaltmonopol erzwungen. Das siehst du z.B. daran, wie der Staat selbst im Falle des Zusammenkommens von Wohnungsnot und Leerstand auf Hausbesetzungen reagiert.


Wenn man mit "frei" wohnen meint: Ich kann wohnen wo und wann ich will, dann gibt es das nicht.
Aber das ist doch nun keine Überraschung. Am Kopf kratzen


dann müsse es doch aber z.b entspr. heißen: ween du keine kohle hast, kannst du nicht überall wohnen.
usw.
dann fang mal an einzuschränken.
dass diese bedingungen, dem gegenwärtigen system inhärent sind, zeigt ja dieses beispiel gut und damit fällt so manche illusion. aber was solls, so lange man kohle hat.

wenn man keine kohle hat, kann man auch keinen sauerstoff haben derzeit in inden, schätze ich.
oder was zu essen sonstwo.
was für eine sch** welt, würde ich sagen.
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Tarvoc
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Beitrag(#2249879) Verfasst am: 04.05.2021, 16:00    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Dürfen wir unseren Wohnort vielleicht nicht frei wählen?

Das kommt sehr darauf an, was du mit "frei" meinst. Dass dem mindestens durch den Wohnungsmarkt und die Kaufkraft mitunter enge Grenzen gesetzt sind, wurde hier schon erwähnt - und die Marktförmigkeit der Organisation gesellschaftlichen Wohnens (und mit ihr besagte Grenzen) wird wiederum durch das staatliche Gewaltmonopol erzwungen. Das siehst du z.B. daran, wie der Staat selbst im Falle des Zusammenkommens von Wohnungsnot und Leerstand auf Hausbesetzungen reagiert.

Wenn man mit "frei" wohnen meint: Ich kann wohnen wo und wann ich will, dann gibt es das nicht.

Was soll es sonst heißen? Dass der Staat mir kein Wohnen (oder Wohnungslosigkeit) aufzwingen darf? Das kommt wieder darauf an, was du darunter verstehst. Meine Beispiele beinhalteten ja gerade Zwang durch Einsatz des staatlichen Gewaltmonopols (zwecks Garantie der Marktform). Und ich hatte auch gerade ein Beispiel gewählt, in dem außer dem staatlichen Zwang keine "natürlichen" praktischen Gründe im Weg stehen, nämlich das Zusammenkommen von Wohnungsnot und Leerstand.
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vrolijke
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Beitrag(#2249880) Verfasst am: 04.05.2021, 16:08    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Wenn du es unbedingt so sehen willst. Mit den Augen rollen [...] Du schaust mehr auf die Randfiguren. Ich schaue mehr auf Otto Normalverbraucher.

Ich dachte, die im Grundgesetz dargelegten Rechte sollen allgemein sein. zwinkern
Also, ich sollte auch in eine Villa am Starnberger See wohnen können, wenn es nach dir ging. Ohne zu arbeiten natürlich selbstverständlich.

Tarvoc hat folgendes geschrieben:

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Übrigens; wenn du es so siehst, ist auch die Arbeitsstelle nicht frei wählbar.

Du sagst es. Fast drei Millionen Menschen in Deutschland können noch nicht mal frei wählen, überhaupt eine Arbeit zu haben. Und das ist nur die offizielle Zahl.

Das ist nun eher eine Frage nach den freien Willen und ob es überhaupt sowas wie Selbstbestimmung gibt.
Zugegeben, wenn der Vater Alkoholiker ist, hat man von vorn herein einen schlechten Start ins Leben.
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Tarvoc
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Beitrag(#2249881) Verfasst am: 04.05.2021, 16:16    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Also, ich sollte auch in eine Villa am Starnberger See wohnen können, wenn es nach dir ging. Ohne zu arbeiten natürlich selbstverständlich.

Nein, das steht da nicht. Ich habe überhaupt keine normativen Aussagen (darüber, was sein soll) gemacht, sondern lediglich die bestehende Situation (was ist) deskriptiv beschrieben.
Es geht hier ausschließlich darum, ob der Ausdruck "freie Wahl des Wohnortes" die gegebene Rechts- und Gesellschaftssituation der Sache nach korrekt wiedergibt. Wenn nicht, ist er Ideologie.

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Das ist nun eher eine Frage nach den freien Willen und ob es überhaupt sowas wie Selbstbestimmung gibt.

...Nein, wieso?

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Zugegeben, wenn der Vater Alkoholiker ist, hat man von vorn herein einen schlechten Start ins Leben.

Sicher. Was hat das mit Arbeitslosigkeit oder Wohnungsnot zu tun?
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vrolijke
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Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2249884) Verfasst am: 04.05.2021, 16:35    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Also, ich sollte auch in eine Villa am Starnberger See wohnen können, wenn es nach dir ging. Ohne zu arbeiten natürlich selbstverständlich.

Nein, das steht da nicht. Ich habe überhaupt keine normativen Aussagen (darüber, was sein soll) gemacht, sondern lediglich die bestehende Situation (was ist) deskriptiv beschrieben.
Es geht hier ausschließlich darum, ob der Ausdruck "freie Wahl des Wohnortes" die gegebene Rechts- und Gesellschaftssituation der Sache nach korrekt wiedergibt. Wenn nicht, ist er Ideologie.
Also sucht doch jeder im Rahmen seine Möglichkeiten.

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Das ist nun eher eine Frage nach den freien Willen und ob es überhaupt sowas wie Selbstbestimmung gibt.

...Nein, wieso?
Wer bestimmt dann, was ich studiere, welche Ausbildung ich machen soll?

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Zugegeben, wenn der Vater Alkoholiker ist, hat man von vorn herein einen schlechten Start ins Leben.

Sicher. Was hat das mit Arbeitslosigkeit oder Wohnungsnot zu tun?
Sehr viel. Kaputte Gesellschaften setzen sich über mehrere Generationen fort. Da auszubrechen ist nicht so einfach. Fast unmöglich.
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Tarvoc
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Anmeldungsdatum: 01.03.2004
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Beitrag(#2249887) Verfasst am: 04.05.2021, 16:43    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Also, ich sollte auch in eine Villa am Starnberger See wohnen können, wenn es nach dir ging. Ohne zu arbeiten natürlich selbstverständlich.

Nein, das steht da nicht. Ich habe überhaupt keine normativen Aussagen (darüber, was sein soll) gemacht, sondern lediglich die bestehende Situation (was ist) deskriptiv beschrieben.
Es geht hier ausschließlich darum, ob der Ausdruck "freie Wahl des Wohnortes" die gegebene Rechts- und Gesellschaftssituation der Sache nach korrekt wiedergibt. Wenn nicht, ist er Ideologie.

Also sucht doch jeder im Rahmen seine Möglichkeiten.

Und? Was hat das "also" in dem Satz zu suchen? Eine Konklusion aus dem von mir Geschriebenen ist das jedenfalls nicht.

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Sehr viel. Kaputte Gesellschaften setzen sich über mehrere Generationen fort. Da auszubrechen ist nicht so einfach. Fast unmöglich.

...Reden wir jetzt über kaputte Gesellschaften oder über kaputte Familien? Am Kopf kratzen Ich verstehe ohnehin nicht ganz, was diese Spekulation über individuelle Ursachen von Arbeitslosigkeit mit unserer Diskussion zu tun haben soll. Wenn du der Meinung bist, dass es sowas wie "freie Wahl" einfach ganz grundsätzlich insgesamt überhaupt nie gibt, dann würde der Ausdruck "freie Wahl des Wohnorts" schon dadurch für dich zu einem Beispiel für Ideologie. Aber selbst dann könnte man noch unterscheiden zwischen Situationen, wo z.B. eine gewünschtes Wohnen durch irgendwelche zufälligen Ursachen unmöglich ist, und Situationen, wo es durch die Staatsgewalt verunmöglicht wird. Und wenn das nicht das ist, worum es dir damit geht, worum geht es dir dann?

Irgendwie scheinst du gedanklich immer wieder von unserer Diskussion abzuschweifen. Ich zitiere nochmal, worum es in meinen Beiträgen ging:

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Es geht hier ausschließlich darum, ob der Ausdruck "freie Wahl des Wohnortes" die gegebene Rechts- und Gesellschaftssituation der Sache nach korrekt wiedergibt. Wenn nicht, ist er Ideologie.

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