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Klimawandel
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tillich (epigonal)
hat Spaß



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 19179

Beitrag(#2245527) Verfasst am: 19.03.2021, 15:38    Titel: Antworten mit Zitat

uwebus hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Wow ... bis zur zweiten Wortbedeutung zu lesen, war dir zu mühsam? Oder willst du mich einfach nur veräppeln?

Aber in gewisser Hinsicht ist das ein kleines Kunstwerk: Du hast gerade einen Beleg gebracht für deine Verwendung des Worts "Beleg" und dabei unwillentlich vorgeführt, dass man Belege auch falsch verwenden kann.


Tillich, ich veräppele niemanden. Ich benutze nur meinen Verstand und maße mir an, mir über Offensichtliches ein Urteil zu bilden, ohne daß mir irgendjemand dieses Offensichtliche vorher schriftlich bestätigen muß.

Und daß es in Deutschland mehr Pkw als Garagen gibt ist eine dieser Offensichtlichkeiten, die nicht erst durch Nachzählen bestätigt werden müssen.

Ich nehme an, es liegt an meinem Beruf, der sehr praxisbezogen war und ist und der es erforderte, aufgrund eines offensichtlichen Mangels zu reagieren, ohne daß mir dieser Mangel von wem auch immer vorher erst bescheinigt werden mußte.


Aber wir kommen hier in diesen Foren sowieso nicht weiter. Wahrheit als solche gibt es nicht, Wahrheit im Sinne von Evidenz läßt sich nur durch das Experiment ermitteln. Und wenn Experimente zeigen, daß eine Annahme durch das Experiment widerlegt wird, dann taugt die Annahme nichts und das trifft auf etliche der in diesen Foren vorgestellten Theorien/Annahmen zu. Und es ist nicht uwebus, der mittels Experiment diese Annahmen widerlegt, sondern es sind die Theoretiker mit ihren Experimenten selbst, die dann versuchen, ihre Annahmen so hinzubiegen, daß sie mit dem Experiment übereinstimmen.

Was machten die Scholastiker? Sie machten Engel so klein, daß sie dutzendweise auf einer Nadelspitze Platz fanden. Aber die Existenz von Engeln wurde nicht infrage gestellt. Und nun kommt ein uwebus und behauptet, Engel gibt es gar nicht, und schon ist uwebus ein Troll und Crank, weil die Engel doch in der Heiligen Schrift stehen und damit ihre Existenz als bewiesen gilt.

So ist das auch in der heutigen Scholastik, z.B. der Relativitätstheorie, da gibt es Dinge, die gibt es gar nicht, aber wer nicht dran glaubt ist ein Troll und Crank.
Blabla. In einer Diskussin muss man Behauptungen über Tatsachen, und wenn man selbst es dreimal für Offensichtlich hält, nun mal belegen, wenn andere sie nicht für offensichtlich halten.
Dass du dich für intellektuell weit darüber erhaben wähnst, zeigt nur, dass du keine vernünftige Diskussion führen willst.
_________________
"YOU HAVE TO START OUT LEARNING TO BELIEVE THE LITTLE LIES." -- "So we can believe the big ones?" -- "YES."

(Death / Susan, in: Pratchett, Hogfather)
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jdf
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
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Beitrag(#2249268) Verfasst am: 29.04.2021, 16:15    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Deutsches Klimaschutzgesetz ist in Teilen verfassungswidrig

Fridays for Future und andere Klimaschützer hatten gegen das Klimaschutzgesetz geklagt – es geht ihnen nicht weit genug. Nun hat Karlsruhe der Verfassungsbeschwerde teilweise recht gegeben: Die Regierung muss nachbessern.
...
»Von diesen künftigen Emissionsminderungspflichten ist praktisch jegliche Freiheit potenziell betroffen, weil noch nahezu alle Bereiche menschlichen Lebens mit der Emission von Treibhausgasen verbunden und damit nach 2030 von drastischen Einschränkungen bedroht sind«, heißt es in der Erklärung. Zur Wahrung grundrechtlich gesicherter Freiheit hätte der Gesetzgeber Vorkehrungen treffen müssen, »um diese hohen Lasten abzumildern«.

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundesverfassungsgericht-deutsches-klimaschutzgesetz-in-teilen-verfassungswidrig-a-141ff3a9-da38-4d46-b9ce-eda97b9dc4bb

Nun haben wir es schwarz auf weiß: Diejenigen, die heute auf die Freiheit bestehen, im Hinblick auf das Klima zu tun und zu lassen, was sie wollen, schränken damit die Freiheiten der zukünftigen Generationen in einem nicht zulässigen Maße ein. Freiheit von Verantwortung is also nich mehr.

Verletzt wurde Art. 20a:
Zitat:
Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.

Der betreffende Artikel 20a wurde übrigens am 27.10.1994 in das GG eingefügt. Es regierte damals Schwarz / Gelb unter Kohl und Kinkel. zwinkern
_________________
Die Geschichte soll mich als jemanden in Erinnerung behalten, der sich zu hundert Prozent für den kleinen Mann eingesetzt hat.
(HC Strache)
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Skeptiker
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Anmeldungsdatum: 14.01.2005
Beiträge: 15914
Wohnort: 129 Goosebumpsville

Beitrag(#2249321) Verfasst am: 29.04.2021, 22:36    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Deutsches Klimaschutzgesetz ist in Teilen verfassungswidrig

Fridays for Future und andere Klimaschützer hatten gegen das Klimaschutzgesetz geklagt – es geht ihnen nicht weit genug. Nun hat Karlsruhe der Verfassungsbeschwerde teilweise recht gegeben: Die Regierung muss nachbessern.
...
»Von diesen künftigen Emissionsminderungspflichten ist praktisch jegliche Freiheit potenziell betroffen, weil noch nahezu alle Bereiche menschlichen Lebens mit der Emission von Treibhausgasen verbunden und damit nach 2030 von drastischen Einschränkungen bedroht sind«, heißt es in der Erklärung. Zur Wahrung grundrechtlich gesicherter Freiheit hätte der Gesetzgeber Vorkehrungen treffen müssen, »um diese hohen Lasten abzumildern«.

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundesverfassungsgericht-deutsches-klimaschutzgesetz-in-teilen-verfassungswidrig-a-141ff3a9-da38-4d46-b9ce-eda97b9dc4bb

Nun haben wir es schwarz auf weiß: Diejenigen, die heute auf die Freiheit bestehen, im Hinblick auf das Klima zu tun und zu lassen, was sie wollen, schränken damit die Freiheiten der zukünftigen Generationen in einem nicht zulässigen Maße ein. Freiheit von Verantwortung is also nich mehr.


Da wird sich ab jetzt sicherlich ganz viel tun.

jdf hat folgendes geschrieben:
Verletzt wurde Art. 20a:
Zitat:
Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.

Der betreffende Artikel 20a wurde übrigens am 27.10.1994 in das GG eingefügt. Es regierte damals Schwarz / Gelb unter Kohl und Kinkel. zwinkern


Das hat ja eine Vorgeschichte:

Zitat:
Doch wie kam es dazu, dass Umwelt- und Tierschutz erst knapp ein halbes Jahrhundert nach Erlass des Grundgesetzes hinzugefügt wurden? (...)

1983 wurde dann unter Ablehnung der Einführung eines solchen Grundrechtes die Einführung eines Staatsziels von einem Sachverständigengremium des Innenministeriums vorgeschlagen. Während sich innerhalb der SPD durchaus Zuspruch für die Einführung des objektiven Rechts fand, lehnte die CDU das Vorhaben jedoch zunächst weiter konsequent ab. Und auch nachdem die CDU schließlich doch umgestimmt werden konnte, wurde jahrelang um die genaue Umsetzung – sprich den Wortlaut – der Staatszielbestimmung gestritten. Im Jahre 1993 – immerhin knapp 10 Jahre und eine Wiedervereinigung später – konnte sich eine Verfassungskommission dann endlich auf eine Kompromisslösung einigen und Art. 20a GG wurde in seiner damaligen Form 1994 in unsere Verfassung aufgenommen.


https://jura-online.de/blog/2019/05/08/der-umwelt-und-tierschutz-im-grundgesetz/


Die CDU ist da eher überredet worden.

Ansonsten sorgt sie dafür, dass die BRD in der EU weiterhin der Bremser beim Klimaschutz bleibt.
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Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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jdf
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Beiträge: 20092

Beitrag(#2249328) Verfasst am: 29.04.2021, 22:57    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Da wird sich ab jetzt sicherlich ganz viel tun.

Wir haben doch die Umwelthilfe, die macht das schon. zwinkern
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Beiträge: 15914
Wohnort: 129 Goosebumpsville

Beitrag(#2249342) Verfasst am: 30.04.2021, 09:06    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Da wird sich ab jetzt sicherlich ganz viel tun.

Wir haben doch die Umwelthilfe, die macht das schon. zwinkern


Die Umwelthilfe, ja. Der Tierschutzverein hilft auch mit, die Tierrechte zu schützen.

Nur erschließt sich mir deine Euphorie nicht:

jdf hat folgendes geschrieben:
Nun haben wir es schwarz auf weiß: Diejenigen, die heute auf die Freiheit bestehen, im Hinblick auf das Klima zu tun und zu lassen, was sie wollen, schränken damit die Freiheiten der zukünftigen Generationen in einem nicht zulässigen Maße ein. Freiheit von Verantwortung is also nich mehr.


Es gibt Leute, die machen sich hier weniger Illusionen, sondern blicken der Realität ins Gesicht:



System change, not climate change!

Das Regime des Maximalprofits kümmert sich wohl eher wenig um irgendwelche kleinen Popelvereine oder Wischi-waschi-Gerichtsurteile ohne Macht.
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jdf
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Beiträge: 20092

Beitrag(#2249348) Verfasst am: 30.04.2021, 10:30    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Da wird sich ab jetzt sicherlich ganz viel tun.

Wir haben doch die Umwelthilfe, die macht das schon. zwinkern


Die Umwelthilfe, ja. Der Tierschutzverein hilft auch mit, die Tierrechte zu schützen.

Nur erschließt sich mir deine Euphorie nicht:

jdf hat folgendes geschrieben:
Nun haben wir es schwarz auf weiß: Diejenigen, die heute auf die Freiheit bestehen, im Hinblick auf das Klima zu tun und zu lassen, was sie wollen, schränken damit die Freiheiten der zukünftigen Generationen in einem nicht zulässigen Maße ein. Freiheit von Verantwortung is also nich mehr.


Es gibt Leute, die machen sich hier weniger Illusionen, sondern blicken der Realität ins Gesicht:



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Das Regime des Maximalprofits kümmert sich wohl eher wenig um irgendwelche kleinen Popelvereine oder Wischi-waschi-Gerichtsurteile ohne Macht.

Während du gern noch 100 Jahre auf den Großen Sprung warten darfst, freue ich mich über einen kleinen Schritt.
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Wilson
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Beiträge: 15399
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Beitrag(#2249379) Verfasst am: 30.04.2021, 16:24    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Da wird sich ab jetzt sicherlich ganz viel tun.

Wir haben doch die Umwelthilfe, die macht das schon. zwinkern


Die Umwelthilfe, ja. Der Tierschutzverein hilft auch mit, die Tierrechte zu schützen.

Nur erschließt sich mir deine Euphorie nicht:

jdf hat folgendes geschrieben:
Nun haben wir es schwarz auf weiß: Diejenigen, die heute auf die Freiheit bestehen, im Hinblick auf das Klima zu tun und zu lassen, was sie wollen, schränken damit die Freiheiten der zukünftigen Generationen in einem nicht zulässigen Maße ein. Freiheit von Verantwortung is also nich mehr.


Es gibt Leute, die machen sich hier weniger Illusionen, sondern blicken der Realität ins Gesicht:



System change, not climate change!

Das Regime des Maximalprofits kümmert sich wohl eher wenig um irgendwelche kleinen Popelvereine oder Wischi-waschi-Gerichtsurteile ohne Macht.

Während du gern noch 100 Jahre auf den Großen Sprung warten darfst, freue ich mich über einen kleinen Schritt.


und wieso sollte so ein kleiner schritt, in einer reihe von weiteren kleinen schritten, wobei der nächste ja erst in 20 jahren erfolgen könnte oder in hundert, überhaupt zum erfolg führen?
in anbetracht der dringlichkeit, die ich jetzt mal zugrunde lege, ist so ein kleiner schritt ja vll sogar kontraproduktiv.
man könnte ja sagen, dass nun ein schritt unternommen wurden sei und viele menschen, die sich mit dem problem nicht groß auseinandersetzen, aber dennoch die notwendigkeit einsehen wiegen sich in sicherheit und kümmern sich weiterhin nicht sonderlich darum, lassen die politischen und damit wirtschaftlichen entscheider gewähren

ich wüsste nicht, inwiefern der hunger und das elend bislang mit kleinen schritten besiegt worden wäre.
in anbetracht des fortwährenden elends kann ich mich nicht freuen über kleine schritte.
warten wir noch, es wird schon?
man nimmts halt hin, schaut weg , findet es unfein, macht weiter, redet sich froh.
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Beitrag(#2249380) Verfasst am: 30.04.2021, 16:28    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Da wird sich ab jetzt sicherlich ganz viel tun.

Wir haben doch die Umwelthilfe, die macht das schon. zwinkern


Die Umwelthilfe, ja. Der Tierschutzverein hilft auch mit, die Tierrechte zu schützen.

Nur erschließt sich mir deine Euphorie nicht:

jdf hat folgendes geschrieben:
Nun haben wir es schwarz auf weiß: Diejenigen, die heute auf die Freiheit bestehen, im Hinblick auf das Klima zu tun und zu lassen, was sie wollen, schränken damit die Freiheiten der zukünftigen Generationen in einem nicht zulässigen Maße ein. Freiheit von Verantwortung is also nich mehr.


Es gibt Leute, die machen sich hier weniger Illusionen, sondern blicken der Realität ins Gesicht:



System change, not climate change!

Das Regime des Maximalprofits kümmert sich wohl eher wenig um irgendwelche kleinen Popelvereine oder Wischi-waschi-Gerichtsurteile ohne Macht.

Während du gern noch 100 Jahre auf den Großen Sprung warten darfst, freue ich mich über einen kleinen Schritt.


und wieso sollte so ein kleiner schritt, in einer reihe von weiteren kleinen schritten, wobei der nächste ja erst in 20 jahren erfolgen könnte oder in hundert, überhaupt zum erfolg führen?
in anbetracht der dringlichkeit, die ich jetzt mal zugrunde lege, ist so ein kleiner schritt ja vll sogar kontraproduktiv.
man könnte ja sagen, dass nun ein schritt unternommen wurden sei und viele menschen, die sich mit dem problem nicht groß auseinandersetzen, aber dennoch die notwendigkeit einsehen wiegen sich in sicherheit und kümmern sich weiterhin nicht sonderlich darum, lassen die politischen und damit wirtschaftlichen entscheider gewähren

ich wüsste nicht, inwiefern der hunger und das elend bislang mit kleinen schritten besiegt worden wäre.
in anbetracht des fortwährenden elends kann ich mich nicht freuen über kleine schritte.
warten wir noch, es wird schon?
man nimmts halt hin, schaut weg , findet es unfein, macht weiter, redet sich froh.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass kleine Schritte in die richtige Richtung kontraproduktiv sein sollten.
Im Gegenteil. Bei große Schritte erschreckt man höchstens Menschen, die sich dann total quer stellen.
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Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

Grenzen geben einem die Illusion, das Böse kommt von draußen
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Beitrag(#2249410) Verfasst am: 30.04.2021, 21:42    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
und wieso sollte so ein kleiner schritt, in einer reihe von weiteren kleinen schritten, wobei der nächste ja erst in 20 jahren erfolgen könnte oder in hundert, überhaupt zum erfolg führen?

Warum nicht? Warum nicht eher als das Warten auf denn großen Schritt?

Wilson hat folgendes geschrieben:
in anbetracht der dringlichkeit, die ich jetzt mal zugrunde lege, ist so ein kleiner schritt ja vll sogar kontraproduktiv.
man könnte ja sagen, dass nun ein schritt unternommen wurden sei und viele menschen, die sich mit dem problem nicht groß auseinandersetzen, aber dennoch die notwendigkeit einsehen wiegen sich in sicherheit und kümmern sich weiterhin nicht sonderlich darum, lassen die politischen und damit

Das kann natürlich sein. Dann sollten wir doch besser auf die absolute Mehrheit der MLPD warten, die uns nicht nur mit Klima- und Umweltschutz beglücken wird, sondern auch den lange herbeigesehnten System Change vollenden wird. : )

Wilson hat folgendes geschrieben:
ich wüsste nicht, inwiefern der hunger und das elend bislang mit kleinen schritten besiegt worden wäre.
in anbetracht des fortwährenden elends kann ich mich nicht freuen über kleine schritte.
warten wir noch, es wird schon?

Wir warten. Auf die MLPD.
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Wilson
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Beitrag(#2249416) Verfasst am: 30.04.2021, 22:18    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
und wieso sollte so ein kleiner schritt, in einer reihe von weiteren kleinen schritten, wobei der nächste ja erst in 20 jahren erfolgen könnte oder in hundert, überhaupt zum erfolg führen?

Warum nicht? Warum nicht eher als das Warten auf denn großen Schritt?

Wilson hat folgendes geschrieben:
in anbetracht der dringlichkeit, die ich jetzt mal zugrunde lege, ist so ein kleiner schritt ja vll sogar kontraproduktiv.
man könnte ja sagen, dass nun ein schritt unternommen wurden sei und viele menschen, die sich mit dem problem nicht groß auseinandersetzen, aber dennoch die notwendigkeit einsehen wiegen sich in sicherheit und kümmern sich weiterhin nicht sonderlich darum, lassen die politischen und damit

Das kann natürlich sein. Dann sollten wir doch besser auf die absolute Mehrheit der MLPD warten, die uns nicht nur mit Klima- und Umweltschutz beglücken wird, sondern auch den lange herbeigesehnten System Change vollenden wird. : )

Wilson hat folgendes geschrieben:
ich wüsste nicht, inwiefern der hunger und das elend bislang mit kleinen schritten besiegt worden wäre.
in anbetracht des fortwährenden elends kann ich mich nicht freuen über kleine schritte.
warten wir noch, es wird schon?

Wir warten. Auf die MLPD.


oder flüchten sich in ironie und sarkasmus, hatte ich vergessen.

"babyschritte"
https://www.youtube.com/watch?v=Yl6s6DGapug
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Beitrag(#2249419) Verfasst am: 30.04.2021, 22:35    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
oder flüchten sich in ironie und sarkasmus, hatte ich vergessen.


Und wie war das gemeint:

Wilson hat folgendes geschrieben:
warten wir noch, es wird schon?
man nimmts halt hin, schaut weg , findet es unfein, macht weiter, redet sich froh.

Diese beiden Beiträge waren keinesfalls sarkastisch, mein liebes Frollein.
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Beitrag(#2249423) Verfasst am: 30.04.2021, 22:59    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
oder flüchten sich in ironie und sarkasmus, hatte ich vergessen.


Und wie war das gemeint:

Wilson hat folgendes geschrieben:
warten wir noch, es wird schon?
man nimmts halt hin, schaut weg , findet es unfein, macht weiter, redet sich froh.

Diese beiden Beiträge waren keinesfalls sarkastisch, mein liebes Frollein.


die zeigten, dass du dich froh fühlst?
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Beitrag(#2249427) Verfasst am: 30.04.2021, 23:23    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
oder flüchten sich in ironie und sarkasmus, hatte ich vergessen.


Und wie war das gemeint:

Wilson hat folgendes geschrieben:
warten wir noch, es wird schon?
man nimmts halt hin, schaut weg , findet es unfein, macht weiter, redet sich froh.

Diese beiden Beiträge waren keinesfalls sarkastisch, mein liebes Frollein.

die zeigten, dass du dich froh fühlst?

Ich fühle mich so gut wie nie froh. Aber ich kann mich gelegentlich über den einen oder anderen Sachverhalt freuen, doch das geht.
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Beitrag(#2249458) Verfasst am: 01.05.2021, 10:33    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Der restaurierte westliche Imperialismus ist längst wieder Rüstungsweltmeister - was die Steigerung der Rüstungsausgaben betrifft - und sein Blick schweift zum dritten Mal seit 100 Jahren gen Osten. Er kann es nicht lassen, es ist seine Natur.

Aber Vorsicht! Benennt es bloß korrekt!

Sagt nicht mehr Imperialismus! Denn den wollten wir doch abschaffen, gelle?

Sagt: "Auschwitz verhindern". Oder wenigstens: "Menschenrechte sichern."

Ja, sagt so was in der Richtung und achtet auch sonst auf eure Sprachmanieren.

"Verantwortung übernehmen"

Und zum "schweifenden Blick gen Osten" fällt mir AKK ein, das mit Russland aus einer "Position der Stärke" verhandelt werden sollte(den Begriff dafür verkneif ich mir):
Zitat:
Auch das war immer eine gute Tradition deutscher Außenpolitik, und das sollte sie für die Zukunft auch bleiben

Also hier "gute Tradition".
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Beitrag(#2249485) Verfasst am: 01.05.2021, 13:34    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Da wird sich ab jetzt sicherlich ganz viel tun.

Wir haben doch die Umwelthilfe, die macht das schon. zwinkern


Die Umwelthilfe, ja. Der Tierschutzverein hilft auch mit, die Tierrechte zu schützen.

Nur erschließt sich mir deine Euphorie nicht:

jdf hat folgendes geschrieben:
Nun haben wir es schwarz auf weiß: Diejenigen, die heute auf die Freiheit bestehen, im Hinblick auf das Klima zu tun und zu lassen, was sie wollen, schränken damit die Freiheiten der zukünftigen Generationen in einem nicht zulässigen Maße ein. Freiheit von Verantwortung is also nich mehr.


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Während du gern noch 100 Jahre auf den Großen Sprung warten darfst, freue ich mich über einen kleinen Schritt.


Ja, ein Marsch 1000 Meilen beginnt mit einem Schritt, so herum ist es logisch richtig.

Umgekehrt jedoch führt ein Schritt noch lange nicht zu einem Marsch von 1000 Meilen.

Das Problem ist: Die Richtung der ganzen Politik stimmt nicht.

Ich trete für Reformen im Kapitalismus ein, nicht nur immaterieller Art. Aber Reformen unter dem Regime des Maximalprofits, des Vampirs, der Natur und Arbeitskraft aussaugt, um immer neue Kapitalberge aufzuschichten, so wie einst Pol Pot seine Totenschädel - das erfordert massenhafte Bewegungen von unten, die sich international vernetzen und künstliche Spaltungen - ich habe dazu kürzlich einiges gesagt - überwinden.

Ein Ökologischer Kapitalismus ist eine Wahnidee, die mit der Realität kollidiert.

Deswegen system change statt climate change.
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Beitrag(#2249486) Verfasst am: 01.05.2021, 13:42    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Der restaurierte westliche Imperialismus ist längst wieder Rüstungsweltmeister - was die Steigerung der Rüstungsausgaben betrifft - und sein Blick schweift zum dritten Mal seit 100 Jahren gen Osten. Er kann es nicht lassen, es ist seine Natur.

Aber Vorsicht! Benennt es bloß korrekt!

Sagt nicht mehr Imperialismus! Denn den wollten wir doch abschaffen, gelle?

Sagt: "Auschwitz verhindern". Oder wenigstens: "Menschenrechte sichern."

Ja, sagt so was in der Richtung und achtet auch sonst auf eure Sprachmanieren.

"Verantwortung übernehmen"

Und zum "schweifenden Blick gen Osten" fällt mir AKK ein, das mit Russland aus einer "Position der Stärke" verhandelt werden sollte(den Begriff dafür verkneif ich mir):
Zitat:
Auch das war immer eine gute Tradition deutscher Außenpolitik, und das sollte sie für die Zukunft auch bleiben

Also hier "gute Tradition".


Hat AKK das gesagt? Eine "gute Tradition deutscher Außenpolitik"?

Wenn das so ist, dann paßt Maaßen doch sehr gut in die CDU.
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Beitrag(#2249488) Verfasst am: 01.05.2021, 13:52    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Hat AKK das gesagt? Eine "gute Tradition deutscher Außenpolitik"?

Hatte ich hier gepostet, mit Link: https://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=2232815#2232815
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Beitrag(#2249491) Verfasst am: 01.05.2021, 13:57    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Hat AKK das gesagt? Eine "gute Tradition deutscher Außenpolitik"?

Hatte ich hier gepostet, mit Link: https://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=2232815#2232815


Ah ok. Danke!

Diese Geschichtsvergessenheit ist echt der Hammer.

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Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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sehr gut
im Hamsterrad



Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 13567

Beitrag(#2249500) Verfasst am: 01.05.2021, 14:26    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Diese Geschichtsvergessenheit ist echt der Hammer.

"Wer nicht erinnert, muss wiederholen." (Sigmund Freud)

Diese Worte dazu kamen aus dem russischen Verteidigungsministerium:
Zitat:
„Wir wollten uns nicht mit einer Antwort beeilen, weil wir gehofft haben, dass vernünftig denkende Politiker in Deutschland eingedenk der Ergebnisse, zu denen solche Aufrufe geführt haben, die Ministerin selbst berichtigen würden.
Leider ist das nicht geschehen.
Deswegen müssen wir feststellen, dass das nicht das erste Mal ist, dass Erklärungen bestimmter Politiker der Bundesrepublik Deutschland in Bezug auf den Aufbau eines Dialogs mit Russland an die Versuche eines Grundschülers erinnern, sein Unwissen zu einem Thema durch die Lautstärke seines artikulierten Unsinns kompensieren.
Frau Annegret Kramp-Karrenbauer bekleidet erst seit Kurzem das Amt der Verteidigungsministerin Deutschlands. Aber wie auch ihre Vorgängerin demonstriert sie die Unfähigkeit, irgendetwas Bedeutendes für die wirkliche Festigung der Sicherheit in Europa vorzuschlagen.
Wir müssen Frau Kramp-Karrenbauer daran erinnern, dass genau die von ihr im Bundestag vorgeschlagene ‚gute Position der deutschen Außenpolitik‘, den Dialog ‚aus einer Position der Stärke heraus‘ zu führen, im 20. Jahrhundert mehrmals zu tragischen Folgen für die ganze Welt, für Deutschland und das deutsche Volk geführt hat.
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
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Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2249503) Verfasst am: 01.05.2021, 14:31    Titel: Antworten mit Zitat

Einige Beiträge nach Hartz IV - "Verbrechen gegen Menschlichkeit" III verschoben.
_________________
Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

Grenzen geben einem die Illusion, das Böse kommt von draußen
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jdf
Skyscrapers are winking
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 20092

Beitrag(#2249515) Verfasst am: 01.05.2021, 15:06    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Ja, ein Marsch 1000 Meilen beginnt mit einem Schritt, so herum ist es logisch richtig.

Umgekehrt jedoch führt ein Schritt noch lange nicht zu einem Marsch von 1000 Meilen.

Das Problem ist: Die Richtung der ganzen Politik stimmt nicht.

Ich trete für Reformen im Kapitalismus ein, nicht nur immaterieller Art. Aber Reformen unter dem Regime des Maximalprofits, des Vampirs, der Natur und Arbeitskraft aussaugt, um immer neue Kapitalberge aufzuschichten, so wie einst Pol Pot seine Totenschädel - das erfordert massenhafte Bewegungen von unten, die sich international vernetzen und künstliche Spaltungen - ich habe dazu kürzlich einiges gesagt - überwinden.

Ein Ökologischer Kapitalismus ist eine Wahnidee, die mit der Realität kollidiert.

Deswegen system change statt climate change.

Mit dem BVerfg-Urteil wurde also ein Schritt in die falsche Richtung erreicht? Sollten wir also gegen das Urteil protestieren?
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Die Geschichte soll mich als jemanden in Erinnerung behalten, der sich zu hundert Prozent für den kleinen Mann eingesetzt hat.
(HC Strache)
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 41746
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2249517) Verfasst am: 01.05.2021, 15:08    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn wir dann langsam wieder zu "Klimawandel" kommen könnten.
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Alchemist
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Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 24969
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#2249732) Verfasst am: 03.05.2021, 15:56    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Deutsches Klimaschutzgesetz ist in Teilen verfassungswidrig

Fridays for Future und andere Klimaschützer hatten gegen das Klimaschutzgesetz geklagt – es geht ihnen nicht weit genug. Nun hat Karlsruhe der Verfassungsbeschwerde teilweise recht gegeben: Die Regierung muss nachbessern.
...
»Von diesen künftigen Emissionsminderungspflichten ist praktisch jegliche Freiheit potenziell betroffen, weil noch nahezu alle Bereiche menschlichen Lebens mit der Emission von Treibhausgasen verbunden und damit nach 2030 von drastischen Einschränkungen bedroht sind«, heißt es in der Erklärung. Zur Wahrung grundrechtlich gesicherter Freiheit hätte der Gesetzgeber Vorkehrungen treffen müssen, »um diese hohen Lasten abzumildern«.

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundesverfassungsgericht-deutsches-klimaschutzgesetz-in-teilen-verfassungswidrig-a-141ff3a9-da38-4d46-b9ce-eda97b9dc4bb

Nun haben wir es schwarz auf weiß: Diejenigen, die heute auf die Freiheit bestehen, im Hinblick auf das Klima zu tun und zu lassen, was sie wollen, schränken damit die Freiheiten der zukünftigen Generationen in einem nicht zulässigen Maße ein. Freiheit von Verantwortung is also nich mehr.

Verletzt wurde Art. 20a:
Zitat:
Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.

Der betreffende Artikel 20a wurde übrigens am 27.10.1994 in das GG eingefügt. Es regierte damals Schwarz / Gelb unter Kohl und Kinkel. zwinkern


Bin gespannt, was der Gesetzgeber nun macht.
Jedenfalls ist der Urteil ein Fingerzeig an so Typen wie uwebus, denen die nachfolgenden Generationen scheißegal sind. bravo
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Babyface
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 11436

Beitrag(#2250284) Verfasst am: 09.05.2021, 12:01    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Deutsches Klimaschutzgesetz ist in Teilen verfassungswidrig

Fridays for Future und andere Klimaschützer hatten gegen das Klimaschutzgesetz geklagt – es geht ihnen nicht weit genug. Nun hat Karlsruhe der Verfassungsbeschwerde teilweise recht gegeben: Die Regierung muss nachbessern.
...
»Von diesen künftigen Emissionsminderungspflichten ist praktisch jegliche Freiheit potenziell betroffen, weil noch nahezu alle Bereiche menschlichen Lebens mit der Emission von Treibhausgasen verbunden und damit nach 2030 von drastischen Einschränkungen bedroht sind«, heißt es in der Erklärung. Zur Wahrung grundrechtlich gesicherter Freiheit hätte der Gesetzgeber Vorkehrungen treffen müssen, »um diese hohen Lasten abzumildern«.

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundesverfassungsgericht-deutsches-klimaschutzgesetz-in-teilen-verfassungswidrig-a-141ff3a9-da38-4d46-b9ce-eda97b9dc4bb

Nun haben wir es schwarz auf weiß: Diejenigen, die heute auf die Freiheit bestehen, im Hinblick auf das Klima zu tun und zu lassen, was sie wollen, schränken damit die Freiheiten der zukünftigen Generationen in einem nicht zulässigen Maße ein. Freiheit von Verantwortung is also nich mehr.

Verletzt wurde Art. 20a:
Zitat:
Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.

Der betreffende Artikel 20a wurde übrigens am 27.10.1994 in das GG eingefügt. Es regierte damals Schwarz / Gelb unter Kohl und Kinkel. zwinkern

Nein. Das BverfG sieht nicht Art.20a verletzt, sondern die Freiheitsrechte künftiger Generationen. Diese müssten durch den Staat zur Erreichung der Klimaziele so weitgehend eingeschränkt werden, dass diese Einschränkungen nicht mehr durch Art.20a gerechtfertigt werden könnten und deshalb unverhältnismäßig sind. Mit anderen Worten: das BverfG wirft dem Staat nicht vor, die nachfolgenden Generationen nicht ausreichend vor den Folgen des Klimawandels zu schützen, sondern sie im Vergleich zu heutigen Generationen nicht ausreichend vor staatlichen Eingriffen zu schützen, d.h. dass der Staat die Lasten des Klimaschutzes ungleich verteilt.
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posted by Babyface
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jdf
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 20092

Beitrag(#2250340) Verfasst am: 09.05.2021, 22:11    Titel: Antworten mit Zitat

Babyface hat folgendes geschrieben:
Nein. Das BverfG sieht nicht Art.20a verletzt, sondern die Freiheitsrechte künftiger Generationen. Diese müssten durch den Staat zur Erreichung der Klimaziele so weitgehend eingeschränkt werden, dass diese Einschränkungen nicht mehr durch Art.20a gerechtfertigt werden könnten und deshalb unverhältnismäßig sind. Mit anderen Worten: das BverfG wirft dem Staat nicht vor, die nachfolgenden Generationen nicht ausreichend vor den Folgen des Klimawandels zu schützen, sondern sie im Vergleich zu heutigen Generationen nicht ausreichend vor staatlichen Eingriffen zu schützen, d.h. dass der Staat die Lasten des Klimaschutzes ungleich verteilt.

Jo, hab ich dann zwischenzeitlich auch gelesen...
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(HC Strache)
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