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Wie toll ist eigentlich der Kapitalismus und wem nützt er?
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Tarvoc
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Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 40933

Beitrag(#2251390) Verfasst am: 23.05.2021, 11:11    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
dem Goldenen Zeitalter vor der Erfindung des Kapitalismus

...said no one ever.

nunja, das hier gängige Narrativ (so nennt man das wohl heute) ist doch, dass mit dem Kapitalismus das Böse in die Welt kam.

Citation needed.
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Pan narrans
just another monkey on the web



Anmeldungsdatum: 24.08.2020
Beiträge: 126

Beitrag(#2251866) Verfasst am: 27.05.2021, 11:05    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:

Legitimation für bereits bestehenden Opportunismus? Nein, unter Linken ist doch die genau umgekehrte Bewegung das viel verbreitetere Phänomen. Also man wird aus Pessimismus widerstandslos und angepasst.


Na gut. Wobei das aber auch eine Frage der Definitionen bleibt, was genau Anpassung und Widerstand denn meint, weil natürlich auch kein Linker davon frei ist (und die meisten eh tiefer verstrickt sind, als sie sich jemals eingestehen dürften – wobei das an sich nicht einmal das Problem wäre, aber das wäre wohl ein eigener Punkt) – und weil Aktionismus auch noch kein (sinnvoller) Widerstand ist.

Tarvoc hat folgendes geschrieben:

In euren Beiträgen sind z.B. schon die verwendeten metaphorischen Strukturen ein Problem. Ausdrücke wie "Gipfel der Vernunft" und "tiefste aller Schluchten" sind keine Mittel zur Darstellung gegebener Verhältnisse und Tendenzen. Sie mystifizieren mehr als sie aussagen. Genau so entsteht Gemütlichkeit (im Wortsinn).


Ach, komm … Addi ist auch nicht sinnvoll erfasst als Grogu!

(wobei: wer weiß? Geschockt Sehr glücklich )

Verbeiße dich doch nicht so fest am saloppen Metaphergebrauch in Foren – Metaphern sind halt primär zum emotionalen Ausdruck da und nicht zur präzisen wissenschaftlichen Darstellung. In einem anderen Kontext würde ich ja zustimmen, dass solche absoluten Metaphern mystifizieren und problematisch sein könnten, weil sie Falsches suggerieren – aber doch nicht bei mir! Cool



Tarvoc hat folgendes geschrieben:

Ich wollte dem jetzt eigentlich auch nicht einen Optimismus entgegenstellen...


Ja.
Ich erinnere mich durchaus noch an den einen oder anderen Beitrag von dir bezüglich den nicht ganz so rosigen Zukunftsaussichten.

Wie gesagt: So eine Art regulativen Optimismus des Versuchens halte ich gesellschaftlich durchaus für notwendig, um eben nicht in die von dir kritisierte Passivität abzurutschen und so eine selbsterfüllende Prophezeiung zu gestalten. Egal, wie die Erfolgsaussichten auch sein mögen.


Trotzdem ist es mir absolut zuwider, diese Erfolgsaussichten schönzufärben und die Probleme in gewohnter Drei-Affen-Manier wegzuleugnen und dann mit den verblödeten Verband der Glücksbärchies, Einhörner und Disney-Prinzessinnen, die alles außerhalb ihrer Elfenbeinturmblase fast schon pathologisch wegleugnen, auf dem Regenbogen zu tanzen und die bösen Schwarzseher mit Hohn oder verschiedenen Diskreditierungen zu überschütten.

(Ja, ich weiß … aber ab und an muss man eben ein bisschen brüllen Schulterzucken zwinkern )
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Heute ist es zwar schlechter als gestern, dafür aber besser als morgen! – DAS ist mal Optimismus!

Klimawandel: "Wer glaubt, diese Mammutaufgabe den Marktkräften überlassen zu können, glaubt auch an den Trickle-Down-Effekt." -Ines Schwerdtner

"This shit is ugly to the core; When it comes to the poor; No lives matter!" -Body Count-No Lives Matter
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VanHanegem
Weltmeister



Anmeldungsdatum: 24.04.2006
Beiträge: 2281

Beitrag(#2251870) Verfasst am: 27.05.2021, 12:25    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
dem Goldenen Zeitalter vor der Erfindung des Kapitalismus

...said no one ever.

nunja, das hier gängige Narrativ (so nennt man das wohl heute) ist doch, dass mit dem Kapitalismus das Böse in die Welt kam.

Citation needed.
Engels verheißt zumindest bei Vergesellschaftung der Produktionsmittel die Auflösung der Widersprüche.
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Hup Holland Hup, Oranje winnt de cup (2022)
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Tarvoc
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Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 40933

Beitrag(#2251873) Verfasst am: 27.05.2021, 12:55    Titel: Antworten mit Zitat

VanHanegem hat folgendes geschrieben:
Engels verheißt zumindest bei Vergesellschaftung der Produktionsmittel die Auflösung der Widersprüche.

Und der Bezug zu dem, was DonMartin geschrieben hatte, ist jetzt welcher...?
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Wilson
zwischen gaga und dada



Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 16317
Wohnort: Swift Tuttle

Beitrag(#2251888) Verfasst am: 27.05.2021, 17:37    Titel: Antworten mit Zitat

Deutsche-Bank-Gewinne
Die Rückkehr der Investmentbanker
Stand: 27.05.2021 06:00 Uhr
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bank-investmentbanking-101.html

die deutsche bank- eklig wie eh und je:
Zitat:
Mitten in der Krise verbucht die Deutsche Bank das beste erste Quartal seit Jahren. Doch Kritiker sehen sich an böse Zeiten erinnert: Denn die Gewinne kommen vor allem aus dem Investmentbanking


Zitat:
Andreas Hackethal, Professor für Finanzen am House of Finance der Frankfurter Goethe Universität, attestiert der Finanzbranche einen Wandel. Deshalb sei Investmentbanking nicht gleichzusetzen mit "Zocken". "Das greift zu kurz, weil das Investment Banking viele verschiedene Aktivitäten umfasst", betont er. "Das Zocken im engeren Sinne, nämlich das Spekulieren auf eigene Rechnung, wurde nach der Finanzkrise von den Banken hierzulande runtergefahren."So beraten Banken Firmenkunden bei der Emission von Aktien und Anleihen, fädeln Fusionen und Übernahmen ein und regeln den globalen Zahlungsverkehr. Diese Geschäfte "stabilisieren gerade in Zeiten anhaltender Niedrigzinsen, die dem klassischen Einlagen- und Kreditgeschäft abträglich sind, die Ertragslage der Gesamtbank", so Hackethal


Zitat:

Was geblieben ist, ist ein milliardenschwerer Bonustopf. Auch Sewing tastet ihn nicht an. Eher wurde den Aktionären die Dividende gestrichen. Dieter Hein, Analyst bei fairesearch, beobachtet die Deutsche Bank seit Jahren. Aus seiner Sicht ist die Bank zum Selbstbedienungsladen der Investmentbanker verkommen: "In den Jahren 2015 bis 2020 hat die Bank insgesamt einen Verlust für die Aktionäre von rund 15,4 Milliarden Euro erwirtschaftet und ihre Mitarbeiter - hauptsächlich Investmentbanker - dafür mit Erfolgsboni von 10,6 Milliarden Euro belohnt." Für Hein setzt das Management damit völlig falsche Anreize - zumal die wirkliche Bilanz der Investmentbanker laut Hein schwer zu fassen ist."In die Bad Bank der Deutschen Bank verschieben die Investmentbanker ihre Verlustgeschäfte. Rechnet man beide Bereiche zusammen, kommt man auf sehr hohe Verluste in den Jahren 2018 und 2019", sagt Hein. "Selbst im Ausnahmejahr 2020 im Investmentbanking bleibt bei dieser Berechnung nur ein Vorsteuergewinn von knapp einer Milliarde Euro - viel zu wenig, um die Eigenkapitalkosten zu decken." Das wirft ein anderes Licht auf die Erfolgsbilanz des Investmentbankings.



z.b. auch:
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bank-investmentbanking-101.html
Greenwashing bei der Deutschen Bank?
Stand: 03.05.2021 13:03 Uhr

Zitat:

Für Kautschuk-Plantagen wird hektarweise Regenwald gerodet - auch in Kamerun. Dort ist ein Konzern aktiv, der Geld von der Deutschen Bank bekommt. Die rühmt sich gerne für Nachhaltigkeit. Wie passt das zusammen?



als hätte so was die deutsche bank je gestört...lol


dazu von attac düsseldorf:

Die Deutsche Bank (1) – ein kriminelles Unternehmen?
https://www.attac-duesseldorf.de/die-deutsche-bank-1-ein-kriminelles-unternehmen/

Zitat:
Quellenhinweis:
Der vorliegende Essay stützt sich bei den meisten Tatsachenbehauptungen auf laufende Berichte der seriösen Presse, insbesondere der Süddeutschen Zeitung.

Verwendet wurden auch die folgenden Publikationen:

Dirk Laabs: Bad Bank. Aufstieg und Fall der Deutschen Bank. München 2018
Wolfgang Hetzer: Ist die Deutsche Bank eine kriminelle Vereinigung? Frankfurt 2015
Michael Lewis: The Big Short. Frankfurt /New York 2010
Internationaler ethecon Black Planet Award 2013 an Anshu Jain (Vorstand), Jürgen Fitschen (Vorstand) sowie die GroßaktionärInnen des FinanzKonzerns DEUTSCHE BANK (Deutschland): Dossier „Internationaler ethecon Black Planet Award 2013”
Attac – Bundes-AG Finanzmärkte und Steuern: Vorschläge zur Regulierung der Finanzmärkte. Dritte, aktualisierte Fassung – März 2019. Redaktion: Karl-Martin Hentschel (https://www.attac-netzwerk.de/index.php?id=75208)


*mögen die grünen kommen*
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Wilson
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Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 16317
Wohnort: Swift Tuttle

Beitrag(#2251891) Verfasst am: 27.05.2021, 18:27    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
Deutsche-Bank-Gewinne
Die Rückkehr der Investmentbanker
Stand: 27.05.2021 06:00 Uhr
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bank-investmentbanking-101.html

die deutsche bank- eklig wie eh und je:
Zitat:
Mitten in der Krise verbucht die Deutsche Bank das beste erste Quartal seit Jahren. Doch Kritiker sehen sich an böse Zeiten erinnert: Denn die Gewinne kommen vor allem aus dem Investmentbanking


Zitat:
Andreas Hackethal, Professor für Finanzen am House of Finance der Frankfurter Goethe Universität, attestiert der Finanzbranche einen Wandel. Deshalb sei Investmentbanking nicht gleichzusetzen mit "Zocken". "Das greift zu kurz, weil das Investment Banking viele verschiedene Aktivitäten umfasst", betont er. "Das Zocken im engeren Sinne, nämlich das Spekulieren auf eigene Rechnung, wurde nach der Finanzkrise von den Banken hierzulande runtergefahren."So beraten Banken Firmenkunden bei der Emission von Aktien und Anleihen, fädeln Fusionen und Übernahmen ein und regeln den globalen Zahlungsverkehr. Diese Geschäfte "stabilisieren gerade in Zeiten anhaltender Niedrigzinsen, die dem klassischen Einlagen- und Kreditgeschäft abträglich sind, die Ertragslage der Gesamtbank", so Hackethal


Zitat:

Was geblieben ist, ist ein milliardenschwerer Bonustopf. Auch Sewing tastet ihn nicht an. Eher wurde den Aktionären die Dividende gestrichen. Dieter Hein, Analyst bei fairesearch, beobachtet die Deutsche Bank seit Jahren. Aus seiner Sicht ist die Bank zum Selbstbedienungsladen der Investmentbanker verkommen: "In den Jahren 2015 bis 2020 hat die Bank insgesamt einen Verlust für die Aktionäre von rund 15,4 Milliarden Euro erwirtschaftet und ihre Mitarbeiter - hauptsächlich Investmentbanker - dafür mit Erfolgsboni von 10,6 Milliarden Euro belohnt." Für Hein setzt das Management damit völlig falsche Anreize - zumal die wirkliche Bilanz der Investmentbanker laut Hein schwer zu fassen ist."In die Bad Bank der Deutschen Bank verschieben die Investmentbanker ihre Verlustgeschäfte. Rechnet man beide Bereiche zusammen, kommt man auf sehr hohe Verluste in den Jahren 2018 und 2019", sagt Hein. "Selbst im Ausnahmejahr 2020 im Investmentbanking bleibt bei dieser Berechnung nur ein Vorsteuergewinn von knapp einer Milliarde Euro - viel zu wenig, um die Eigenkapitalkosten zu decken." Das wirft ein anderes Licht auf die Erfolgsbilanz des Investmentbankings.



z.b. auch:
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bank-investmentbanking-101.html
Greenwashing bei der Deutschen Bank?
Stand: 03.05.2021 13:03 Uhr

Zitat:

Für Kautschuk-Plantagen wird hektarweise Regenwald gerodet - auch in Kamerun. Dort ist ein Konzern aktiv, der Geld von der Deutschen Bank bekommt. Die rühmt sich gerne für Nachhaltigkeit. Wie passt das zusammen?



als hätte so was die deutsche bank je gestört...lol


dazu von attac düsseldorf:

Die Deutsche Bank (1) – ein kriminelles Unternehmen?
https://www.attac-duesseldorf.de/die-deutsche-bank-1-ein-kriminelles-unternehmen/

Zitat:
Quellenhinweis:
Der vorliegende Essay stützt sich bei den meisten Tatsachenbehauptungen auf laufende Berichte der seriösen Presse, insbesondere der Süddeutschen Zeitung.

Verwendet wurden auch die folgenden Publikationen:

Dirk Laabs: Bad Bank. Aufstieg und Fall der Deutschen Bank. München 2018
Wolfgang Hetzer: Ist die Deutsche Bank eine kriminelle Vereinigung? Frankfurt 2015
Michael Lewis: The Big Short. Frankfurt /New York 2010
Internationaler ethecon Black Planet Award 2013 an Anshu Jain (Vorstand), Jürgen Fitschen (Vorstand) sowie die GroßaktionärInnen des FinanzKonzerns DEUTSCHE BANK (Deutschland): Dossier „Internationaler ethecon Black Planet Award 2013”
Attac – Bundes-AG Finanzmärkte und Steuern: Vorschläge zur Regulierung der Finanzmärkte. Dritte, aktualisierte Fassung – März 2019. Redaktion: Karl-Martin Hentschel (https://www.attac-netzwerk.de/index.php?id=75208)


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nachtrag:

Heinrich-Böll-Stiftung
Die grüne politische Stiftung:
Atom, Banken und Bürgschaften
22. März 2011

...auch Geld für TEPCO

Zitat:

So gaben die Deutsche Bank und die WestLB für Tepco, den Betreiber des japanischen Katastrophen-Reaktors Fukushima, Anleihen in Höhe von zweimal rund 30 Millionen Euro aus. "Die Banken haben sich weder für die bekannte Vertuschung von Mängeln und Störfällen durch Tepco interessiert, noch für die schon vor Jahren offenkundigen Folgen kleinerer Erdbeben in den japanischen AKW", stellt Heffa Schücking, Geschäftsführerin von Urgewald, fest.

https://www.boell.de/de/navigation/klima-energie-atom-banken-und-buergschaften-11563.html
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DonMartin
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Beitrag(#2251899) Verfasst am: 27.05.2021, 19:13    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:

Zitat:

"In den Jahren 2015 bis 2020 hat die Bank insgesamt einen Verlust für die Aktionäre von rund 15,4 Milliarden Euro erwirtschaftet und ihre Mitarbeiter - hauptsächlich Investmentbanker - dafür mit Erfolgsboni von 10,6 Milliarden Euro belohnt."


Und das lassen sich die Aktionäre gefallen?
Ich dachte immer, die Bank gehört den Aktionären, oder habe ich da was falsch verstanden?
(wo ist bb, wenn man ihn mal braucht)
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Tarvoc
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Beiträge: 40933

Beitrag(#2251925) Verfasst am: 27.05.2021, 20:52    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:

Zitat:

"In den Jahren 2015 bis 2020 hat die Bank insgesamt einen Verlust für die Aktionäre von rund 15,4 Milliarden Euro erwirtschaftet und ihre Mitarbeiter - hauptsächlich Investmentbanker - dafür mit Erfolgsboni von 10,6 Milliarden Euro belohnt."


Und das lassen sich die Aktionäre gefallen? Ich dachte immer, die Bank gehört den Aktionären, oder habe ich da was falsch verstanden?

Rein rechtlich gesehen vielleicht. Faktisch trifft derjenige die Entscheidungen, der die Mehrheitsanteile hält. Das könnten z.B. in diesem Fall besagte Top-Mitarbeiter selbst sein.
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vrolijke
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Beitrag(#2251927) Verfasst am: 27.05.2021, 20:57    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:

Zitat:

"In den Jahren 2015 bis 2020 hat die Bank insgesamt einen Verlust für die Aktionäre von rund 15,4 Milliarden Euro erwirtschaftet und ihre Mitarbeiter - hauptsächlich Investmentbanker - dafür mit Erfolgsboni von 10,6 Milliarden Euro belohnt."


Und das lassen sich die Aktionäre gefallen? Ich dachte immer, die Bank gehört den Aktionären, oder habe ich da was falsch verstanden?

Rein rechtlich gesehen vielleicht. Faktisch trifft derjenige die Entscheidungen, der die Mehrheitsanteile hält. Das könnten z.B. in diesem Fall besagte Top-Mitarbeiter selbst sein.


Ich glaube, dass die größten Aktienpakete kaum Privatleute gehören sondern irgendwelche Konsortien oder Fonds.
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Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
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Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

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Tarvoc
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Beitrag(#2251934) Verfasst am: 27.05.2021, 21:47    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Ich glaube, dass die größten Aktienpakete kaum Privatleute gehören sondern irgendwelche Konsortien oder Fonds.

Ja klar. Je größer die Kapitalmengen, desto mehr findet man juristische Personen statt natürlicher Personen.

Kann sich ja jeder mal selbst überlegen, warum das wohl so ist.
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vrolijke
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Beitrag(#2251938) Verfasst am: 27.05.2021, 22:16    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Ich glaube, dass die größten Aktienpakete kaum Privatleute gehören sondern irgendwelche Konsortien oder Fonds.

Ja klar. Je größer die Kapitalmengen, desto mehr findet man juristische Personen statt natürlicher Personen.

Kann sich ja jeder mal selbst überlegen, warum das wohl so ist.



Das war zum Thema: "Und das lassen sich die Aktionäre gefallen?"
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Tarvoc
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Beitrag(#2251941) Verfasst am: 27.05.2021, 22:50    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Das war zum Thema: "Und das lassen sich die Aktionäre gefallen?"

Am Kopf kratzen Verstehe ich nicht so recht. Auch ein Konsortium muss sich nicht alles gefallen lassen. Und ein Fond hat Verwalter.
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Wilson
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Beitrag(#2253035) Verfasst am: 09.06.2021, 13:12    Titel: Antworten mit Zitat

https://www.spiegel.de/wirtschaft/wie-jeff-bezos-sich-arm-rechnete-um-einen-kinderbonus-zu-kassieren-a-48b26a40-729f-4ff7-9f3b-ac34ef8b64a7
08.06.2021

Reichster Mann der Welt
Zitat:

Wie Jeff Bezos sich arm rechnete, um einen Kinderbonus zu kassieren
Durchgestochene Daten der US-Behörde IRS zeigen das Ausmaß, in dem Milliardäre Steuervermeidung betreiben. Die Steuerrate des reichsten Manns der Welt? 0,98 Prozent.




Zitat:

Die Daten, die das US-Portal »Propublica« ausgewertet hat, erschüttern eine Behauptung, die in den USA immer wieder vorgebracht wird, um die amerikanische Spielart des Kapitalismus zu verteidigen. Sie lautet: Jeder zahle schon am Ende seinen fairen Beitrag für das Gemeinwesen – die kleinen Einkommen ebenso wie die Multimilliardäre.
(...)
Ein Klassenkampf, den die Superreichen gewinnen
Zum Beispiel Bezos: Sein Vermögen ist in den Jahren 2014 bis 2018 regelrecht explodiert. Es stieg in dieser Zeit laut »Propublica« um 99 Milliarden Dollar. Steuern zahlte der Unternehmer in dieser Zeit allerdings lediglich in Höhe von 973 Millionen Dollar, das macht einen schmalen durchschnittlichen Steuersatz von 0,98 Prozent. Bemerkenswert: Im Jahr 2011 rechnete sich Bezos selbst »bedürftig«: Weil er laut Steuererklärung mehr ausgab als einnahm, konnte er laut »Propublica« sogar eine Gutschrift von 4000 Dollar für seine Kinder einstreichen.
LOL
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vrolijke
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Beitrag(#2253038) Verfasst am: 09.06.2021, 13:38    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:


Zitat:

Die Daten, die das US-Portal »Propublica« ausgewertet hat, erschüttern eine Behauptung, die in den USA immer wieder vorgebracht wird, um die amerikanische Spielart des Kapitalismus zu verteidigen. Sie lautet: Jeder zahle schon am Ende seinen fairen Beitrag für das Gemeinwesen – die kleinen Einkommen ebenso wie die Multimilliardäre.
(...)
Ein Klassenkampf, den die Superreichen gewinnen
Zum Beispiel Bezos: Sein Vermögen ist in den Jahren 2014 bis 2018 regelrecht explodiert. Es stieg in dieser Zeit laut »Propublica« um 99 Milliarden Dollar. Steuern zahlte der Unternehmer in dieser Zeit allerdings lediglich in Höhe von 973 Millionen Dollar, das macht einen schmalen durchschnittlichen Steuersatz von 0,98 Prozent. Bemerkenswert: Im Jahr 2011 rechnete sich Bezos selbst »bedürftig«: Weil er laut Steuererklärung mehr ausgab als einnahm, konnte er laut »Propublica« sogar eine Gutschrift von 4000 Dollar für seine Kinder einstreichen.
LOL


Ich finde das alles andere als witzig.
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sehr gut
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Beitrag(#2253068) Verfasst am: 09.06.2021, 16:22    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Ich finde das alles andere als witzig.

Wie oft hast du in den letzten Jahren derlei Nachrichten schon gelesen? Reagierst du heute darauf so wie beim ersten mal?
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vrolijke
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Beitrag(#2253081) Verfasst am: 09.06.2021, 20:47    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Ich finde das alles andere als witzig.

Wie oft hast du in den letzten Jahren derlei Nachrichten schon gelesen? Reagierst du heute darauf so wie beim ersten mal?


Ich fand das noch nie witzig.
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Beitrag(#2253365) Verfasst am: 13.06.2021, 10:47    Titel: Antworten mit Zitat

Code:
https://jungle.world/artikel/2021/16/revitalisierung-der-akkumulation

(green- code erwünscht oder nicht nötig?)

22.04.2021
Der »Green New Deal« und die Modernisierung des Kapitalismus
Revitalisierung der Akkumulation

Zitat:

Der Klimawandel gefährdet das Profitregime. Für den Umstieg auf regenerative Energiequellen und kommunizierende Maschinen wird man die halbe Welt umgraben - das verschafft vor allem dem westlichen Kapital dringend benötigte Anlagemöglichkeiten.

Der »Green New Deal« ist weder besonders grün noch hat er etwas mit dem »New Deal« des US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt zu tun. Er ist vielmehr ein Teil einer gründlichen Modernisierung des Kapitalismus, der neue Felder der Mehrwertproduktion erschließt, altes Kapital durch neues, produkti­veres ersetzt (Big Data, E-Mobilität, G5, ­Digitalisierung, Künstliche Intelligenz) und die Schäden des Klimawandels durch den Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe eindämmen will.
Die Bourgeoisie behandle »die vorhandene Form eines Produktionsprozesses nie als definitiv, ihre technische Basis ist daher revolutionär«, schrieb Karl Marx in »Das Kapital«. Es ist wieder so weit.
(...)
Roosevelts »New Deal« von 1933 bis 1939 war etwas anderes. Er wollte den Kapitalismus nicht erneuern, sondern ihn nur so, wie er war, aus der Krise holen – mit einer Kreditversicherung zur Förderung des Wohneigentums der weißen Mittelschicht (Schwarze bekamen fast nichts) und »freiwilligem« Arbeitsdienst für junge Männer aus armen Familien, die Staudämme und Militäreinrichtungen bauen, Waldbrände bekämpfen und Nutzflächen erschließen mussten. Sie wurden in work camps kaserniert und von Armeeoffizieren beaufsichtigt. Jeder bekam mindestens 30 US-Dollar im Monat, von denen er 22 bis 25 bei seinen arbeitslosen Eltern abliefern musste. So ließ der Staat die Sozialhilfe von den Kindern der Armen bezahlen. Dieses dubiose Paket feiern linke Keynesianer und Grüne noch heute als erfolgreiches Programm zur Schaffung von Arbeitsplätzen.

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Beitrag(#2254685) Verfasst am: 27.06.2021, 12:03    Titel: Antworten mit Zitat

https://lobbypedia.de/wiki/Seitenwechsler_in_Deutschland_im_%C3%9Cberblick

was zum stöbern


Zitat:
eitenwechsel, auch Drehtür-Effekt (Revolving door) genannt, ist ein häufiges und typisches Phänomen des Lobbyismus. Politiker*innen oder hochrangige Mitarbeiter*innen aus Ministerien wechseln aus ihrem Amt oder Mandat zu Unternehmen oder Interessensverbänden und übernehmen dort Lobbytätigkeiten. Häufig werden sie in Bereichen tätig, für die sie zuvor in ihrer politischen Funktion auch zuständig waren. Sie wechseln gewissermaßen auf die andere Seite des Verhandlungstisches und sitzen nun ihrer Nachfolger*in gegenüber. Diese Wechsel erfolgen oft direkt nach Beendigung der politischen Funktion oder kurz darauf („fliegend“).

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Beitrag(#2263640) Verfasst am: 01.11.2021, 13:56    Titel: Antworten mit Zitat

https://twitter.com/MartinSonneborn/status/1454463581223858178
Zitat:
Martin Sonneborn
@MartinSonneborn
Wundern Sie sich über Ihre Stromrechnung? Zahlungen in Höhe von 10 Milliarden Euro haben Evonik, Daimler, Bayer, Thyssenkrupp et. al. mit Hilfe von CDU & SPD auf kleine Stromkunden abgewälzt.
Man kann
@derspiegel
nur bitten, die Bezahlschranke auszusetzen.


https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/bayer-evonik-und-daimler-umgingen-eeg-umlage-die-milliarden-abzocke-a-5aba20ea-0b94-41a9-9725-6386706887f8?sara_ecid=soci_upd_KsBF0AFjflf0DZCxpPYDCQgO1dEMph

hm, hört sich übel an für den normalo
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Beiträge: 2527

Beitrag(#2264020) Verfasst am: 07.11.2021, 18:23    Titel: Antworten mit Zitat

Mal ein Buchtipp zum Thema hier:

Grace Blakeley: STOLEN Bei "Jung & Naiv war sie vor kurzem im Podcast zum Interview (engl.)
Zitat:
STOLEN zeigt, weshalb die Wirtschaftspolitik nach der Finanzkrise vor allem dem obersten 1 Prozent zugute kam, und wie uns ein demokratischer Sozialismus vor einem neuen Crash und der Klimakatastrophe bewahren kann.


Vielleicht auch ein interessantes Magazin (dort die deutsche Ausgabe)
Zitat:
Jacobin ist eine führende Publikation der sozialistischen Linken. Wir bringen Euch scharfe und lesbare Analysen zu Politik, Wirtschaft und Kultur. 2011 in New York geboren, erscheint Jacobin auf Englisch, Italienisch, Portugiesisch – und nun auch auf Deutsch.
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