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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 42978
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2261459) Verfasst am: 22.09.2021, 18:56    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Wenn es keine Parteispenden gibt - wie sollen Parteien sich dann finanzieren?
Ausschließlich über Staatsmittel?



Durch Mitgliedsbeiträgen?
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Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

Grenzen geben einem die Illusion, das Böse kommt von draußen
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Zumsel
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Anmeldungsdatum: 08.03.2005
Beiträge: 4325

Beitrag(#2261461) Verfasst am: 22.09.2021, 19:00    Titel: Re: Rezo - Zerstörung FINALE: Korruption Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Nein, Gysi ist sicherlich nicht rechts und/oder konservativ. Es ist vor allem kein Lobbypolitiker der Konzerne, sondern ein echter sozialdemokratischer Reformpolitiker.

Dafür stehen auch die LINKEN allgemein, abgesehen von ihrem Hang zum Opportunismus. Cool

Zugegeben, die Linke hat sich wenigstens die Gegnerschaft zur NATO erhalten, aber ihren Markenkern, nämlich die Diktatur des Proletariats, hat sie kurzerhand auf den Müll geschmissen.


Da muss man dann aber wohl schon bis zur SED zurückgehen, schon die PDS hatte das Anfang der 90er nichts mehr im Parteiprogramm stehen....
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tillich (epigonal)
hat Spaß



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 19707

Beitrag(#2261463) Verfasst am: 22.09.2021, 19:05    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Wenn es keine Parteispenden gibt - wie sollen Parteien sich dann finanzieren?
Ausschließlich über Staatsmittel?



Durch Mitgliedsbeiträgen?

Was ist der wesentliche Unterschied zu Spenden? Mitglied bin ich genauso freiwillig, wie ich Spende, und den Mitgliedsbeitrag kann man bei vielen Parteien, abgesehen von einem Minimum, selbst festsetzen.
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jdf
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 21713
Wohnort: Dogville

Beitrag(#2261472) Verfasst am: 22.09.2021, 19:19    Titel: Re: Rezo - Zerstörung FINALE: Korruption Antworten mit Zitat

Zumsel hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Nein, Gysi ist sicherlich nicht rechts und/oder konservativ. Es ist vor allem kein Lobbypolitiker der Konzerne, sondern ein echter sozialdemokratischer Reformpolitiker.

Dafür stehen auch die LINKEN allgemein, abgesehen von ihrem Hang zum Opportunismus. Cool

Zugegeben, die Linke hat sich wenigstens die Gegnerschaft zur NATO erhalten, aber ihren Markenkern, nämlich die Diktatur des Proletariats, hat sie kurzerhand auf den Müll geschmissen.


Da muss man dann aber wohl schon bis zur SED zurückgehen, schon die PDS hatte das Anfang der 90er nichts mehr im Parteiprogramm stehen....

Die Grünen werden hier an ihren Wurzeln aus den 70er und 80er Jahren gemessen. Gleiches darf doch wohl auch für die Linke gelten. Schulterzucken
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Ceterum censeo Iulianum esse liberandum
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Tarvoc
would prefer not to



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 40786

Beitrag(#2261489) Verfasst am: 23.09.2021, 06:03    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Was ist der wesentliche Unterschied zu Spenden? Mitglied bin ich genauso freiwillig, wie ich Spende, und den Mitgliedsbeitrag kann man bei vielen Parteien, abgesehen von einem Minimum, selbst festsetzen.

Wenn du eine Überrepräsentation der Reichen in einem Parteiensystem für unvermeidbar hältst, vielleicht sollte man dann besser auf Parteien verzichten?
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Pan narrans
just another monkey on the web



Anmeldungsdatum: 24.08.2020
Beiträge: 125

Beitrag(#2261496) Verfasst am: 23.09.2021, 11:20    Titel: Antworten mit Zitat

Wolf359 hat folgendes geschrieben:
Pan narrans hat folgendes geschrieben:
Der „Kompromiss“ ist strukturell bedingt und deswegen gibt es auch nicht viel zu hoffen.

Die Bezeichnung "Kompromiss" ist eine Verniedlichung, wenn dabei wichtige Prinzipien über Bord geworfen werden. Niemand ist verpflichtet "Kompromisse" einzugehen und wichtige Prinzipien über Bord zu werfen und kann gegen einen "Kompromiss" stimmen oder notfalls zurücktreten und auf Amt und Würden verzichten. Wenn man das nicht macht, ist man korrupt, egal wie man es sonst nennen möchte.


In einem weiten Sinne ist diese Art von Opportunismus korrupt, ja. Im engen Sinne nicht unbedingt, aber das ist eigentlich auch müßig, denn eine Verniedlichung ist der „Kompromiss“ auf jeden Fall. ähnlich wie „Lobbyismus“ oder Berater“.

Der gängigen Politlogik nach ist es aber natürlich keine Form von Korruption, weil im Grunde nicht einmal Integrität wirklich verbindlich ist bzw. weil die einzige darüber zu urteilende Instanz halt das Gewissen des Handelnden ist. Außerdem wird auch Politik längst als Ware verstanden und die Politiker als Marktakteure bzw. der Berufspolitiker ist praktisch Normalität. Das gehört einfach zum Spiel. Und es gibt offenbar nicht wenige Wähler, die das als „gesundes Machtstreben“ oder so goutieren. Vor allem natürlich bei den Konservativen, deren charakteristisches Merkmal m.E. bloßer Machtopportunismus ist, aber auch bei weitem nicht nur bei denen.

Diese Form von Opportunismus gehört eben strukturell zu unserer Demokratie. Und leider ist der Bezugspunkt für das Opportune nicht der vermeintliche Souverän, der doch eigentlich repräsentiert werden soll, sondern private Profitinteressen. Vielleicht könnte ein imperatives Mandat hier Abhilfe schaffen, wenn man es gut macht. Aber das wäre sicher schwieriger einzuführen, als eine Kürzung der Diäten für Bundestagsabgeordnete um 50 Prozent.
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jdf
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 21713
Wohnort: Dogville

Beitrag(#2261499) Verfasst am: 23.09.2021, 12:18    Titel: Antworten mit Zitat

Pan narrans hat folgendes geschrieben:
In einem weiten Sinne ist diese Art von Opportunismus korrupt, ja. Im engen Sinne nicht unbedingt, aber das ist eigentlich auch müßig, denn eine Verniedlichung ist der „Kompromiss“ auf jeden Fall. ähnlich wie „Lobbyismus“ oder Berater“.

Der gängigen Politlogik nach ist es aber natürlich keine Form von Korruption, weil im Grunde nicht einmal Integrität wirklich verbindlich ist bzw. weil die einzige darüber zu urteilende Instanz halt das Gewissen des Handelnden ist. Außerdem wird auch Politik längst als Ware verstanden und die Politiker als Marktakteure bzw. der Berufspolitiker ist praktisch Normalität. Das gehört einfach zum Spiel. Und es gibt offenbar nicht wenige Wähler, die das als „gesundes Machtstreben“ oder so goutieren. Vor allem natürlich bei den Konservativen, deren charakteristisches Merkmal m.E. bloßer Machtopportunismus ist, aber auch bei weitem nicht nur bei denen.

Diese Form von Opportunismus gehört eben strukturell zu unserer Demokratie. Und leider ist der Bezugspunkt für das Opportune nicht der vermeintliche Souverän, der doch eigentlich repräsentiert werden soll, sondern private Profitinteressen. Vielleicht könnte ein imperatives Mandat hier Abhilfe schaffen, wenn man es gut macht. Aber das wäre sicher schwieriger einzuführen, als eine Kürzung der Diäten für Bundestagsabgeordnete um 50 Prozent.

Merkwürdig ist bloß, dass dabei am liebsten auf die Grünen eingedroschen wird. Wieso?
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Wolf359
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Beitrag(#2261501) Verfasst am: 23.09.2021, 13:13    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Wolf359 hat folgendes geschrieben:
Pan narrans hat folgendes geschrieben:
Der „Kompromiss“ ist strukturell bedingt und deswegen gibt es auch nicht viel zu hoffen.

Die Bezeichnung "Kompromiss" ist eine Verniedlichung, wenn dabei wichtige Prinzipien über Bord geworfen werden. Niemand ist verpflichtet "Kompromisse" einzugehen und wichtige Prinzipien über Bord zu werfen und kann gegen einen "Kompromiss" stimmen oder notfalls zurücktreten und auf Amt und Würden verzichten. Wenn man das nicht macht, ist man korrupt, egal wie man es sonst nennen möchte.

Deine Privatdefinitionen seien dir gegönnt. zwinkern

Das ist keine Privatdefinition, sondern entspricht zu 100 Prozent der von dir verlinkten:

jdf hat folgendes geschrieben:
Definition von Transparency International: "Korruption ist der Missbrauch anvertrauter Macht zum privaten Nutzen oder Vorteil."

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Ein fiktionaler Vergleich des Jedi-Orden mit der RKK zum Thema Kindesmissbrauch (FGH-interner Link)
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jdf
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Beiträge: 21713
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Beitrag(#2261502) Verfasst am: 23.09.2021, 13:28    Titel: Antworten mit Zitat

Wolf359 hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Wolf359 hat folgendes geschrieben:
Pan narrans hat folgendes geschrieben:
Der „Kompromiss“ ist strukturell bedingt und deswegen gibt es auch nicht viel zu hoffen.

Die Bezeichnung "Kompromiss" ist eine Verniedlichung, wenn dabei wichtige Prinzipien über Bord geworfen werden. Niemand ist verpflichtet "Kompromisse" einzugehen und wichtige Prinzipien über Bord zu werfen und kann gegen einen "Kompromiss" stimmen oder notfalls zurücktreten und auf Amt und Würden verzichten. Wenn man das nicht macht, ist man korrupt, egal wie man es sonst nennen möchte.

Deine Privatdefinitionen seien dir gegönnt. zwinkern

Das ist keine Privatdefinition, sondern entspricht zu 100 Prozent der von dir verlinkten:

jdf hat folgendes geschrieben:
Definition von Transparency International: "Korruption ist der Missbrauch anvertrauter Macht zum privaten Nutzen oder Vorteil."

Dann mach ich mal blau, was ich meinte. Mit den Augen rollen
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Wolf359
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Beitrag(#2261503) Verfasst am: 23.09.2021, 13:39    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Wolf359 hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Wolf359 hat folgendes geschrieben:
Pan narrans hat folgendes geschrieben:
Der „Kompromiss“ ist strukturell bedingt und deswegen gibt es auch nicht viel zu hoffen.

Die Bezeichnung "Kompromiss" ist eine Verniedlichung, wenn dabei wichtige Prinzipien über Bord geworfen werden. Niemand ist verpflichtet "Kompromisse" einzugehen und wichtige Prinzipien über Bord zu werfen und kann gegen einen "Kompromiss" stimmen oder notfalls zurücktreten und auf Amt und Würden verzichten. Wenn man das nicht macht, ist man korrupt, egal wie man es sonst nennen möchte.

Deine Privatdefinitionen seien dir gegönnt. zwinkern

Das ist keine Privatdefinition, sondern entspricht zu 100 Prozent der von dir verlinkten:

jdf hat folgendes geschrieben:
Definition von Transparency International: "Korruption ist der Missbrauch anvertrauter Macht zum privaten Nutzen oder Vorteil."

Dann mach ich mal blau, was ich meinte. Mit den Augen rollen

Du kannst blau machen, was du willst. Du verstehst es schlicht nicht. Wenn ich jemanden wähle, damit dieser stellverstretend für mich eine bestimmte Position vertritt und diese Position vor der Wahl ein wichtiges Prinzip für ihn und seine Partei war, nach der Wahl aber durch einen "Kompromiss" über Bord geworfen wird, um das eigene Amt und die damit verbundenen Privilegien nicht zu gefährden, dann ist das korrupt. Es ist ein Missbrauch anvertrauter Macht zum privaten Nutzen oder Vorteil. Egal, ob du es schönfärberisch "Kompromiss" nennst oder nicht.
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jdf
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Beitrag(#2261504) Verfasst am: 23.09.2021, 13:51    Titel: Antworten mit Zitat

Wolf359 hat folgendes geschrieben:
Du kannst blau machen, was du willst.

Dankeschön. Ich liebe es...


Wolf359 hat folgendes geschrieben:
Wenn ich jemanden wähle, damit dieser stellverstretend für mich eine bestimmte Position vertritt und diese Position vor der Wahl ein wichtiges Prinzip für ihn und seine Partei war, nach der Wahl aber durch einen "Kompromiss" über Bord geworfen wird, um das eigene Amt und die damit verbundenen Privilegien nicht zu gefährden, dann ist das korrupt. Es ist ein Missbrauch anvertrauter Macht.

Und wie erkennst du das ?


Wolf359 hat folgendes geschrieben:
Egal, ob du es schönfärberisch "Kompromiss" nennst oder nicht.

Wie ich sagte: Deine Privatdefinitionen seien dir gegönnt.

Ich finde ja diese gar nicht schlecht:

Zitat:
Ein Kompromiss ist die Lösung eines Konfliktes durch gegenseitige freiwillige Übereinkunft, unter beiderseitigem Verzicht auf Teile der jeweils gestellten Forderungen. Die Verhandlungspartner gehen aufeinander zu. Sie verlassen die eigene Position und bewegen sich auf eine neue gemeinsame Position. Ziel ist ein gemeinsames Ergebnis, auf das sie sich einigen. Der Kompromiss ist eine vernünftige Art, widersprüchliche Interessen auszugleichen (Dissens-Management). Er lebt von der Achtung der gegnerischen Positionen und gehört zum Wesen der Demokratie. Kompromisse können viele Lebensbereiche der Menschen betreffen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kompromiss

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Wolf359
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Beitrag(#2261505) Verfasst am: 23.09.2021, 14:01    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Wolf359 hat folgendes geschrieben:
Du kannst blau machen, was du willst.

Dankeschön. Ich liebe es...

Bitteschön. zwinkern


jdf hat folgendes geschrieben:
Wie ich sagte: Deine Privatdefinitionen seien dir gegönnt.

Deine Privatdefinitionen und deine ohne eigenes Nachdenken übernommenen Fremddefinitionen seien dir auch gegönnt. zwinkern

Meine "Privatdefinition" entspricht der von Transparency International.
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jdf
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Beiträge: 21713
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Beitrag(#2261507) Verfasst am: 23.09.2021, 14:34    Titel: Antworten mit Zitat

Wolf359 hat folgendes geschrieben:
Meine "Privatdefinition" entspricht der von Transparency International.

Nicht, wenn du nicht zeigen kannst, dass ein Machtmissbrauch vorliegt.
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Wolf359
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Beiträge: 575

Beitrag(#2261508) Verfasst am: 23.09.2021, 14:45    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Nicht, wenn du nicht zeigen kannst, dass ein Machtmissbrauch vorliegt.

Ich hatte bisher nicht den Eindruck, dass du ein derart vertrauensseliger Mensch bist. Aber bei den Grünen machst du wohl gerne eine Ausnahme.
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Tarvoc
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Beiträge: 40786

Beitrag(#2261510) Verfasst am: 23.09.2021, 14:57    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Pan narrans hat folgendes geschrieben:
In einem weiten Sinne ist diese Art von Opportunismus korrupt, ja. Im engen Sinne nicht unbedingt, aber das ist eigentlich auch müßig, denn eine Verniedlichung ist der „Kompromiss“ auf jeden Fall. ähnlich wie „Lobbyismus“ oder Berater“.

Der gängigen Politlogik nach ist es aber natürlich keine Form von Korruption, weil im Grunde nicht einmal Integrität wirklich verbindlich ist bzw. weil die einzige darüber zu urteilende Instanz halt das Gewissen des Handelnden ist. Außerdem wird auch Politik längst als Ware verstanden und die Politiker als Marktakteure bzw. der Berufspolitiker ist praktisch Normalität. Das gehört einfach zum Spiel. Und es gibt offenbar nicht wenige Wähler, die das als „gesundes Machtstreben“ oder so goutieren. Vor allem natürlich bei den Konservativen, deren charakteristisches Merkmal m.E. bloßer Machtopportunismus ist, aber auch bei weitem nicht nur bei denen.

Diese Form von Opportunismus gehört eben strukturell zu unserer Demokratie. Und leider ist der Bezugspunkt für das Opportune nicht der vermeintliche Souverän, der doch eigentlich repräsentiert werden soll, sondern private Profitinteressen. Vielleicht könnte ein imperatives Mandat hier Abhilfe schaffen, wenn man es gut macht. Aber das wäre sicher schwieriger einzuführen, als eine Kürzung der Diäten für Bundestagsabgeordnete um 50 Prozent.

Merkwürdig ist bloß, dass dabei am liebsten auf die Grünen eingedroschen wird. Wieso?

Weil Grüne und Linke nun mal tendenziell diejenigen sind, die überhaupt Ideale haben - und weil konservative Wähler "ihren" Politikern tendenziell alles verzeihen, solange sie nur eine konservative Regierung haben können und keine linke.
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Wolf359
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Beiträge: 575

Beitrag(#2261512) Verfasst am: 23.09.2021, 15:04    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Merkwürdig ist bloß, dass dabei am liebsten auf die Grünen eingedroschen wird. Wieso?

Weil Grüne und Linke nun mal tendenziell diejenigen sind, die überhaupt Ideale haben - und weil konservative Wähler "ihren" Politikern tendenziell alles verzeihen, solange sie nur eine konservative Regierung haben können und keine linke.

Das ist doch Blödsinn, ich dresche auf alle ein, egal ob links, rechts, "konservativ", in der "Mitte" oder was auch immer. Sehr glücklich
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tillich (epigonal)
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Beiträge: 19707

Beitrag(#2261513) Verfasst am: 23.09.2021, 15:06    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Was ist der wesentliche Unterschied zu Spenden? Mitglied bin ich genauso freiwillig, wie ich Spende, und den Mitgliedsbeitrag kann man bei vielen Parteien, abgesehen von einem Minimum, selbst festsetzen.

Wenn du eine Überrepräsentation der Reichen in einem Parteiensystem für unvermeidbar hältst, vielleicht sollte man dann besser auf Parteien verzichten?

Bloß sind die Reichen nicht überrepräsentiert, weil es Parteien gibt, sondern weil sie reich sind.
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Beitrag(#2261516) Verfasst am: 23.09.2021, 15:19    Titel: Antworten mit Zitat

Wolf359 hat folgendes geschrieben:
Du kannst blau machen, was du willst. Du verstehst es schlicht nicht. Wenn ich jemanden wähle, damit dieser stellverstretend für mich eine bestimmte Position vertritt und diese Position vor der Wahl ein wichtiges Prinzip für ihn und seine Partei war, nach der Wahl aber durch einen "Kompromiss" über Bord geworfen wird, um das eigene Amt und die damit verbundenen Privilegien nicht zu gefährden, dann ist das korrupt. Es ist ein Missbrauch anvertrauter Macht zum privaten Nutzen oder Vorteil. Egal, ob du es schönfärberisch "Kompromiss" nennst oder nicht.
Im parlamentarischen System werden die Abgeordneten aber nun mal nicht dafür gewählt, "bestimmte" Positionen zu vertreten, sondern um ganz allgemein stellvertretend für die Wähler zu handeln. Du kreuzt auf dem Wahlzettel eben keine "Position" an, sondern Personen bzw. Personenlisten.

Da schlechthin alles, was im Parlament beschlossen wird, dort vorher beraten, verhandelt und oft genug noch verändert wird; dafür oft auch Kompromisse geschlossen werden müssen, weil man sonst für gar nix eine Mehrheit findet; da außerdem oft auf Fragen reagiert werden muss, die zum Wahltermin gar nicht absehbar waren - kann das mE auch gar nicht anders sein.

Nichts davon ist nach irgendeiner sinnvollen Definition Machtmissbrauch.
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Beitrag(#2261517) Verfasst am: 23.09.2021, 15:20    Titel: Antworten mit Zitat

Wolf359 hat folgendes geschrieben:
Meine "Privatdefinition" entspricht der von Transparency International.

Das hätte ich gerne zitiert; es fällt mir nämlich schwer, das zu glauben.
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Wolf359
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Beiträge: 575

Beitrag(#2261518) Verfasst am: 23.09.2021, 15:25    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Wolf359 hat folgendes geschrieben:
Meine "Privatdefinition" entspricht der von Transparency International.

Das hätte ich gerne zitiert; es fällt mir nämlich schwer, das zu glauben.

Lachen

Du glaubst an einen "Jesus Christus" als deinen Erlöser, aber mir glaubst du nicht.
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Tarvoc
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Beitrag(#2261526) Verfasst am: 23.09.2021, 16:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hatte jdf die Definition nicht schon auf der letzten Seite verlinkt? Am Kopf kratzen
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Beitrag(#2261530) Verfasst am: 23.09.2021, 17:20    Titel: Antworten mit Zitat

Wolf359 hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Wolf359 hat folgendes geschrieben:
Meine "Privatdefinition" entspricht der von Transparency International.

Das hätte ich gerne zitiert; es fällt mir nämlich schwer, das zu glauben.

Lachen

Du glaubst an einen "Jesus Christus" als deinen Erlöser, aber mir glaubst du nicht.

Ganz recht.
Und du hast sehr schön die beiden Bedeutungen des Verbs kenntlich gemacht, indem du die jeweils korrekte, grammatisch verschiedene Ergänzung benutzt hast. Als DaF-Lehrer muss ich das loben.

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Hatte jdf die Definition nicht schon auf der letzten Seite verlinkt? Am Kopf kratzen

Ach, das war die TI-Definition, die Wolf359 meint?
Dann ist die Behauptung, dass seine/ihre Definition jener Definition entspreche, offenkundig falsch. Denn dass das reine Treffen von Entscheidungen im Rahmen von Kompromissen "Machtmissbrauch zum eigenen Vorteil" sei, auch wenn man gar keinen Vorteil erhält außer eben der Möglichkeit zum Ausüben der Entscheidungen, ist da wirklich nicht zu erkennen; gerade auch nicht, wenn man ein bissche tiefer in der Seite guckt.
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Beitrag(#2261543) Verfasst am: 23.09.2021, 20:32    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Merkwürdig ist bloß, dass dabei am liebsten auf die Grünen eingedroschen wird. Wieso?

Weil Grüne und Linke nun mal tendenziell diejenigen sind, die überhaupt Ideale haben - und weil konservative Wähler "ihren" Politikern tendenziell alles verzeihen, solange sie nur eine konservative Regierung haben können und keine linke.

Jo, sehe ich auch so (den Unterschied zwischen Progressiven und Konservativen). Aber wieso werden hier** nur die Grünen gebasht?

** hatte ich vergessen herauszustellen.
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Beitrag(#2261544) Verfasst am: 23.09.2021, 20:33    Titel: Antworten mit Zitat

Wolf359 hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Merkwürdig ist bloß, dass dabei am liebsten auf die Grünen eingedroschen wird. Wieso?

Weil Grüne und Linke nun mal tendenziell diejenigen sind, die überhaupt Ideale haben - und weil konservative Wähler "ihren" Politikern tendenziell alles verzeihen, solange sie nur eine konservative Regierung haben können und keine linke.

Das ist doch Blödsinn, ich dresche auf alle ein, egal ob links, rechts, "konservativ", in der "Mitte" oder was auch immer. Sehr glücklich

Wählst du denn überhaupt? Lachen
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Beitrag(#2261545) Verfasst am: 23.09.2021, 20:50    Titel: Antworten mit Zitat

Wolf359 hat folgendes geschrieben:
Pan narrans hat folgendes geschrieben:
Der „Kompromiss“ ist strukturell bedingt und deswegen gibt es auch nicht viel zu hoffen.

Die Bezeichnung "Kompromiss" ist eine Verniedlichung, wenn dabei wichtige Prinzipien über Bord geworfen werden.


Da habt ihr beide Recht, Pan narrans und Wolf359.

Zum einen sind faule Kompromisse über die Köpfe vieler Betroffenen hinweg strukturell verankert und zum zweiten sind die so genannten Kompromisse von ehemals sozialen, ökologischen und pazifistischen Parteien mit asozialen, antiökologischen und imperialistischen Parteien inzwischen dermaßen krass und auch normal geworden, dass man davon ausgehen muss, dass besagte Kompromisse der ehemals progressiven Parteien aus deren Sicht gar nicht mehr als Kompromisse empfunden werden, weil sie ehemalige Ziele längst gar nicht mehr vertreten.

Die SPD vertritt heute aktiv Sozialabbau, die Grünen vertreten aktiv Aufrüstung, NATO und Angriffskriege aus wirtschaftlichen Gründen. Das sind keine passiven Zugeständnisse mehr. Sondern das sind inzwischen alles Dinge, wo die beiden Parteien innerlich dahinter stehen. Die Unterschiede sind nur noch graduell, wenn überhaupt.

Wolf359 hat folgendes geschrieben:
Niemand ist verpflichtet "Kompromisse" einzugehen und wichtige Prinzipien über Bord zu werfen und kann gegen einen "Kompromiss" stimmen oder notfalls zurücktreten und auf Amt und Würden verzichten. Wenn man das nicht macht, ist man korrupt, egal wie man es sonst nennen möchte.


Wer sich für die Banken und Konzerne bückt, den wird der Herr - oh ich sage euch! - mit Ruhm und Ehre fürstlich bekleckern und vollkotzen:

Zitat:
Korruption legalisiert? – Ministerien decken sich vor der Wahl mit Spitzenposten ein

„Wo ein Trog ist, kommen die Schweine“. Dieser Spruch bewahrheitet sich wie so oft vor der Bundestagswahl. Bevor die aktuelle Schwarz-Rote Regierungskoalition potentiell ihren Abgang antreten muss, wird nochmal alles rausgeholt, was noch zu holen ist. (...)

Während das Land immer noch in einer tiefen Krise steckt und im vergangenen Jahr etliche Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Arbeit verloren haben oder in Kurzarbeit geschickt wurden, verabschiedet die Regierung noch ein Mini-Subventionsprogramm für ihre Anhängerschaft. (...)

Die sogenannte „Operation Abendsonne“ ist nur ein kleines Beispiel für das, was in diesem politischen System Alltag ist. Es gibt viele weitere Beispiele für die engen Verbindungen von Politik und Wirtschaft.

Zum einen wäre da der „Drehtüreffekt“ zu nennen. Dieser beschreibt, das Politiker:innen nach ihrem politischen Amt in die Wirtschaft übergehen und dort mit ihrem wertvollen Wissen und ihrer persönlichen Kontakte einen Haufen Geld machen. Oftmals sind sie selbst dann als Lobbyist:innen tätig und treffen alte Kolleg:innen, die noch im Amt sind, um auf diese Einfluss auszuüben. Der Drehtüreffekt geht aber auch in die andere Richtung. So gibt es auch reiche Kapitalist:innen, die sich einen noch größeren Profit durch politisches Engagement versprechen.

Als Beispiel wäre da Joschka Fischer (Grüne) zu nennen, der nach der 68er Bewegung politisch aktiv wurde und die Grünen zu einer staatstragenden bürgerlichen Partei mitentwickelt hat. Er war an allerlei Schandtaten beteiligt, half den Angriffskrieg auf Jugoslawien durchzusetzen und mit Hartz IV den Lebensstandard vieler Menschen abzusenken. Inzwischen ist er 73 Jahre alt, doch seine von Steuern finanzierte Pension von monatlich rund 11.000 Euro reicht ihm noch nicht. Mit allerlei Aufsichtsratsposten, Lobbyismus, Inhaltsleeren Vorträgen etc. machte er inzwischen viele Millionen.


https://perspektive-online.net/2021/09/korruption-legalisiert-ministerien-decken-sich-vor-der-wahl-mit-spitzenposten-ein/


Mit der nahe liegenden Frage "Demokratie für wen?" geht der der Artikel dann weiter.

Übrigens: Die besagten Kompromisse begannen in Deutschland schon früh, insbesondere mit dem berüchtigten Stinnes-Legien-Abkommen, was als Beginn der so genannten "Sozialpartnerschaft" angesehen wird.



Volksgemeinschaft statt Klassenkampf

Durch die "Kompromisse" zwischen Gewerkschaften und Oligarchen verkauften erstere Stück für Stück die Interessen ihrer eigentlichen Klientel ...-
_________________
°
"Ich verwarne Ihnen!" (Schiri)
"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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Pan narrans
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Beitrag(#2261577) Verfasst am: 24.09.2021, 11:38    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Merkwürdig ist bloß, dass dabei am liebsten auf die Grünen eingedroschen wird. Wieso?

Weil Grüne und Linke nun mal tendenziell diejenigen sind, die überhaupt Ideale haben - und weil konservative Wähler "ihren" Politikern tendenziell alles verzeihen, solange sie nur eine konservative Regierung haben können und keine linke.

Jo, sehe ich auch so (den Unterschied zwischen Progressiven und Konservativen). Aber wieso werden hier** nur die Grünen gebasht?

** hatte ich vergessen herauszustellen.


Ist das denn so? Wer basht denn hier nur die Grünen und nicht auch SPD oder die Linke? Gut, bezüglich letzteren fällt das Bashen vielleicht etwas gering aus, aber das liegt eben daran, dass die Linke bislang mangels Gelegenheit sich noch nicht allzu viel verkauft hat. Im Falle von RGR dürfte sich das aber zwangsläufig ändern.

Ansonsten schätze ich, dass die Grünen vor allem deshalb viel Gebashe von linker Seite bekommen, weil sie zum Teil eine (Kaptial)Partei für Besserverdienende ist bzw. laut manchen schlicht und ergreifend keine linke (und soziale) Partei ist.

Ein anderer Grund – und da würde ich mich dann auch anschließen – ist, dass die Grünen in Sachen Klimaschutz jetzt auch den Marktweg gehen wollen und sich der Illusion vom ökologischen Kapitalismus hingeben und so die neue, grüne Lebenslüge schüren, nach der wir Klimaneutralität haben können, ohne unsere Lebensweise – also vor allem unser Konsumverhalten und damit zwangsläufig auch unser Wirtschafts- und Finanzsystem – ändern zu müssen.

Und der Marktquatsch fällt uns ja jetzt schon auf die Füße, wenn RWE sich mit billigen CO2-Zertifikaten eingedeckt hat und wohl bis mindestens 2030 einen großen Haufen auf Kohlereduktion setzt und sich stattdessen über steigende CO2 Preise freut.

Das, ganz genau das, ist marktkonformer Klimaschutz. Und man wird die ganzen Tricks, Schlupflöcher und Verklärungen nicht immer überall rechtzeitig finden und korrigieren können (falls man es in diesem Falle denn überhaupt korrigiert).
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wolle
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Beitrag(#2261582) Verfasst am: 24.09.2021, 12:53    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe mir nun alle Rezo Videos zur Wahl 2021 angeschaut und bin wie beim letzten Mal
https://www.youtube.com/watch?v=4Y1lZQsyuSQ
Zitat:
Die Zerstörung der CDU.

erschüttert und erbost, wie viel Korruption es vor Allem bei der CDU/CSU noch gibt.

https://www.youtube.com/watch?v=rIj3qskDAZM
Zitat:
Zerstörung Teil 1: Inkompetenz


https://www.youtube.com/watch?v=Ljcz4tA101U
Zitat:
Zerstörung Teil 2: Klima-Katastrophe


https://www.youtube.com/watch?v=3Ya7pEDndgE
Zitat:
Zerstörung FINALE: Korruption


https://www.youtube.com/watch?v=piQuv37Xqb8
Zitat:
Armin LASCHET antwortet auf REZO Video! - REZO reagiert auf TJ


Laschets Reaktion:
Zitat:
"Wie immer alles gelogen"
schlägt aber dem Fass den Boden aus.

Dass diese Videos mit der Enthüllung der Korruption, mit verlinkten Quellen, nicht zu einem Erdrutsch bei den Umfragen führen, sondern dass die CDU noch zulegt, lässt mich am Verstand der Bevölkerung zweifeln.
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Wilson
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Beitrag(#2261583) Verfasst am: 24.09.2021, 12:57    Titel: Antworten mit Zitat

Mich überrascht das nicht.
Allerdings kommt Scholz ja nun ziemlich schlecht weg im korruptionsteil, liegt doch aber vorne in den Umfragen.
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"als ob"
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wolle
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Beitrag(#2261584) Verfasst am: 24.09.2021, 13:06    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
Mich überrascht das nicht.
Allerdings kommt Scholz ja nun ziemlich schlecht weg im korruptionsteil, liegt doch aber vorne in den Umfragen.

Vielleicht liegt Scholz vorne, weil die Leute merken, dass die CDU z. B. das Thema Wohnungsmarkt total versemmelt hat.
Dagegen ist sein Versagen bei CumEx und Wirecard eher abstrakt.
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Wilson
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Beitrag(#2261585) Verfasst am: 24.09.2021, 13:17    Titel: Antworten mit Zitat

wolle hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
Mich überrascht das nicht.
Allerdings kommt Scholz ja nun ziemlich schlecht weg im korruptionsteil, liegt doch aber vorne in den Umfragen.

Vielleicht liegt Scholz vorne, weil die Leute merken, dass die CDU z. B. das Thema Wohnungsmarkt total versemmelt hat.
Dagegen ist sein Versagen bei CumEx und Wirecard eher abstrakt.


Die Sache mit dem Brechmittel ist jedenfalls ...


Interessant vll noch für die Wahlentscheidung:
( aber folgende Phase scheint überwunden)

Zitat:

Jungsozialist
Scholz trat 1975, als Gymnasiast, in die SPD ein, wo er sich bei den Jusos (Abkürzung für Jungsozialisten), der Jugendorganisation der SPD, engagierte. Von 1982 bis 1988 war er stellvertretender Juso-Bundesvorsitzender, von 1987 bis 1989 außerdem Vizepräsident der International Union of Socialist Youth. In seiner Juso-Zeit unterstützte er den Freudenberger Kreis (den Stamokap-Flügel der Juso-Hochschulgruppen) sowie die Zeitschrift spw und warb in Artikeln für „die Überwindung der kapitalistischen Ökonomie“.[9] Scholz kritisiert darin die „aggressiv-imperialistische Nato“, die Bundesrepublik als „europäische Hochburg des Großkapitals“ sowie die sozialliberale Koalition, die den „nackten Machterhalt über jede Form der inhaltlichen Auseinandersetzung“ stelle.[10]

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Olaf_Scholz
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