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Letzte Generation: Aktionen und Kritik
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Was haltet ihr von den Aktionen der Letzten Generation?
Hasta siempre Uhu! Ich klebe selbst gerade fest.
8%
 8%  [ 1 ]
Ist voll in Ordnung, wenn der Kleber biologisch abbaubar ist, weißte?
25%
 25%  [ 3 ]
Naja, es gibt bessere Formen des Protests. Weiß gerade zwar nicht welche, aber sie gibt es...
33%
 33%  [ 4 ]
Gar nüscht. Hömma, ich steh' grad im Stau wegen diesen Idioten!
0%
 0%  [ 0 ]
Lasst die jungen Leute doch machen, kommen sie mal an die frische Luft!
16%
 16%  [ 2 ]
Diese Umfrage ist mir sowas von egal, ich muss weiter, tschüss...
0%
 0%  [ 0 ]
Sagen Sie mal, haben Sie nichts besseres zu tun? Sind wohl auch so ein Nichtstuer wie diese Kleber?
0%
 0%  [ 0 ]
Wenn der Führer das wüsste! Weg mit dem Pack ins... *aua* ich blute, was sind Sie für ein Umfrager?
0%
 0%  [ 0 ]
Ich bin Lokführer. Auf meinen Schienen klebt niemand lange.
16%
 16%  [ 2 ]
Stimmen insgesamt : 12

Autor Nachricht
AdvocatusDiaboli
Schaut jetzt öfter mal bei Twitter rein :-(



Anmeldungsdatum: 12.08.2003
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Beitrag(#2289890) Verfasst am: 02.12.2022, 15:16    Titel: Letzte Generation: Aktionen und Kritik Antworten mit Zitat

Sie werden immer mehr, sie fordern nicht einmal Unmögliches: die "Letzte Generation". 9-Euro-Ticket und Tempolimit auf der Autobahn, das sind doch vorerst bescheidene Ziele. Sie kündigen an, weiterzukleben und mit Essen um sich zu schmeißen.


Spiegel

Zitat:
Sie bekommen viel Gegenwind und sogar Morddrohungen, dennoch wollen die Mitglieder der Klimaschutz-Gruppe »Letzte Generation« ihre Protestaktionen fortsetzen. »Wir lassen uns nicht abbringen«, sagte Sprecherin Carla Hinrichs bei einer Pressekonferenz. Der Protest werde nach Weihnachten und im neuen Jahr weitergehen. »Er wird friedlich sein, aber er wird intensiver werden.« Zahlreiche Menschen in ganz Deutschland würden sich ihnen derzeit anschließen.


Sogar mal wieder mit echter Lokführer-Umfrage(TM)
_________________
Ist es Satire? Ist es ein Teddybärchen? Ist es Ironie? Ist es geistreich? Oder ist es nur geistesgestört?

In jedem Fall: (Triggerwarnung) Es ist der toxische Addi!
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tillich (epigonal)
hat Spaß



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Beitrag(#2289893) Verfasst am: 02.12.2022, 15:34    Titel: Antworten mit Zitat

Beim Straßenblockieren wurde gemeckert, weil es Notfalleinsätze behindern könnte.
Beim Ankunstkleben und Kunstbewerfen wurde gemeckert, dass das doch gar nichts mit dem Thema zu tun hätte.
Beim Flughafenblockieren wurde gemeckert, weil ..., weil ... ja, weiß ich auch nicht, denn Flughafen ist genau beim Thema und behindert auch keine Notfalleinsätze, war aber trotzdem ganz schlimm.

Überhaupt ist das ja quasi ne neue RAF, ne. Also, davon abgesehen, dass es keinerlei Übereinstimmungen in den Methoden gibt, aber trotzdem.

-------------------------------------

Das ist halt gewaltfreier Protest zu einem ernsthaften, dringenden Problem, das unsere Gesellschaft immer noch nicht auch nur annähernd ernst genug nimmt. Klar, mit illegalen Mitteln - dadurch, dass sie Strafen in Kauf nehmen, gewinnt der Protest ja erst seine Wucht. Manche der Methoden sind auch grundsätzlich fragwürdig, aber die Kübel an Hass, die konservative Politiker und Journalisten über die ausschütten, sind albern.
_________________
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Alchemist
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Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 27658
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#2289899) Verfasst am: 02.12.2022, 16:18    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Beim Straßenblockieren wurde gemeckert, weil es Notfalleinsätze behindern könnte.
Beim Ankunstkleben und Kunstbewerfen wurde gemeckert, dass das doch gar nichts mit dem Thema zu tun hätte.
Beim Flughafenblockieren wurde gemeckert, weil ..., weil ... ja, weiß ich auch nicht, denn Flughafen ist genau beim Thema und behindert auch keine Notfalleinsätze, war aber trotzdem ganz schlimm.

Überhaupt ist das ja quasi ne neue RAF, ne. Also, davon abgesehen, dass es keinerlei Übereinstimmungen in den Methoden gibt, aber trotzdem.

-------------------------------------

Das ist halt gewaltfreier Protest zu einem ernsthaften, dringenden Problem, das unsere Gesellschaft immer noch nicht auch nur annähernd ernst genug nimmt. Klar, mit illegalen Mitteln - dadurch, dass sie Strafen in Kauf nehmen, gewinnt der Protest ja erst seine Wucht. Manche der Methoden sind auch grundsätzlich fragwürdig, aber die Kübel an Hass, die konservative Politiker und Journalisten über die ausschütten, sind albern.


Ich stimme dir fast zu, außer im Letzten Wort.
Was öffentlich über die Protestierenden herabbricht ist nicht albern, sondern erschreckend und absolut verwerflich.

Ich finde allerdings, die Protestierenden sollten die Finger von Kunstwerken lassen. Aber Verkehr behindern, um auf die Auswirkungen des Verkehrs aufmerksam zu machen, ist ein legitimer Protest.
Erinnert mich an die Castorproteste.
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Wilson
zwischen gaga und dada



Anmeldungsdatum: 04.02.2008
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Wohnort: Swift Tuttle

Beitrag(#2289905) Verfasst am: 02.12.2022, 16:40    Titel: Re: Letzte Generation: Aktionen und Kritik Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Sie werden immer mehr, sie fordern nicht einmal Unmögliches: die "Letzte Generation". 9-Euro-Ticket und Tempolimit auf der Autobahn, das sind doch vorerst bescheidene Ziele. Sie kündigen an, weiterzukleben und mit Essen um sich zu schmeißen.


Spiegel

Zitat:
Sie bekommen viel Gegenwind und sogar Morddrohungen, dennoch wollen die Mitglieder der Klimaschutz-Gruppe »Letzte Generation« ihre Protestaktionen fortsetzen. »Wir lassen uns nicht abbringen«, sagte Sprecherin Carla Hinrichs bei einer Pressekonferenz. Der Protest werde nach Weihnachten und im neuen Jahr weitergehen. »Er wird friedlich sein, aber er wird intensiver werden.« Zahlreiche Menschen in ganz Deutschland würden sich ihnen derzeit anschließen.


Sogar mal wieder mit echter Lokführer-Umfrage(TM)



Coole Sache, das...
also was diese proteste angeht.
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"als ob"
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Bravopunk
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Beitrag(#2289911) Verfasst am: 02.12.2022, 16:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hier passt es jetzt hin. Super. Sehr glücklich Also:

Die "Letzte Generation" ist eine scheiß Endzeitsekte. Merkt euch meine Worte: Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis der Fruchtpunsch in einer Scheune angerührt wird.
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"Hier spricht Ramke. Wer jetzt allein ist, kriegt nur noch den Abschaum!"

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Kat
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Beitrag(#2289914) Verfasst am: 02.12.2022, 19:08    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Beim Flughafenblockieren wurde gemeckert, weil ..., weil ... ja, weiß ich auch nicht, denn Flughafen ist genau beim Thema und behindert auch keine Notfalleinsätze,


Naja, unter Umständen schon. Es gibt auch Rettungsflüge, wenn jemand im Ausland verunglückt und es dort keine ausreichende medizinische Behandlung gibt oder mit Eurotransplant wird ein dringend erwartetes Spenderorgan geliefert oder ein Verkehrsflugzeug hat einen technischen Defekt und muss dringend notlanden.

Ich finde, verharmlosen sollte man solche Aktionen auch nicht.

Aber wenigstens wissen jetzt die Verantwortlichen (hoffentlich) dass man in Deutschland einfach so mit einem Bolzenschneider "bewaffnet" auf eine internationalen Verkehrsflughafen latschen kann.

Was wäre denn, wenn dies wirkliche Terroristen gewesen wären?
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Vielleicht lernt das Pferd doch noch singen...
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zelig
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Beitrag(#2289915) Verfasst am: 02.12.2022, 19:42    Titel: Antworten mit Zitat

Tempolimit 100 km/h finde ich geil.
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tillich (epigonal)
hat Spaß



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Beitrag(#2289916) Verfasst am: 02.12.2022, 21:09    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Hier passt es jetzt hin. Super. Sehr glücklich Also:

Die "Letzte Generation" ist eine scheiß Endzeitsekte. Merkt euch meine Worte: Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis der Fruchtpunsch in einer Scheune angerührt wird.

Worauf bezieht sich der "Fruchtpunsch"?

Ansonsten: "Endezeitsekte" ist natürlich gerade so ein Modewort zur Diffamierung dieser Proteste.
Aber das exakte Gegenteil ist der Fall: Endzeitsekten glauben an ein unausweichliches Weltende, hoffen darauf und setzen darauf, dass sie (und nur sie!) durch das Weltende hindurch in eine neue Welt oder in ein Jenseits gerettet werden.
Klimaprotstierer, und auch diese, befürchten (mit guten Gründen) das Ende einer von Menschen bewohnbaren Welt oder eine von den Großteil der Menschehit katastrophalen Entwicklung, halten es aber für möglich, das noch zu verhindern, und wollen dadurch möglichst viele Menschen diesseitig vor dieser Katastrophe bewahren.
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closeman
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Beitrag(#2289923) Verfasst am: 02.12.2022, 22:23    Titel: Antworten mit Zitat

Was, wenn sich die ersten Gesperrtseienden am FGH festkleben, und das zu einem Trend wird?! Geschockt
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Bravopunk
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Beitrag(#2289928) Verfasst am: 03.12.2022, 02:39    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Hier passt es jetzt hin. Super. Sehr glücklich Also:

Die "Letzte Generation" ist eine scheiß Endzeitsekte. Merkt euch meine Worte: Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis der Fruchtpunsch in einer Scheune angerührt wird.

Worauf bezieht sich der "Fruchtpunsch"?

Ansonsten: "Endezeitsekte" ist natürlich gerade so ein Modewort zur Diffamierung dieser Proteste.
Aber das exakte Gegenteil ist der Fall: Endzeitsekten glauben an ein unausweichliches Weltende, hoffen darauf und setzen darauf, dass sie (und nur sie!) durch das Weltende hindurch in eine neue Welt oder in ein Jenseits gerettet werden.
Klimaprotstierer, und auch diese, befürchten (mit guten Gründen) das Ende einer von Menschen bewohnbaren Welt oder eine von den Großteil der Menschehit katastrophalen Entwicklung, halten es aber für möglich, das noch zu verhindern, und wollen dadurch möglichst viele Menschen diesseitig vor dieser Katastrophe bewahren.


Tja. Daraus wird jawohl nichts. Könnte man sich das Theater auch genauso gut sparen. Es sei denn, man tut es aus dem Glauben heraus gesandt zu sein eine so wichtige Wahrheit zu verkünden. Wie das Endzeitsekten eben so tun. Schulterzucken

Der Fruchtpunsch bezieht sich auf das Meme, dass Endzeitsekten zu Massenselbstmorden durch Gift tendieren. War also nicht ganz ernst gemeint.
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AdvocatusDiaboli
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Beitrag(#2289929) Verfasst am: 03.12.2022, 04:11    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Tempolimit 100 km/h finde ich geil.


Klebst du am Montag mit am Stachus? Lachen

Die nächste Aktion ist bereits angekündigt:
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-letzte-generation-stachus-aktionen-1.5708197
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Beitrag(#2289930) Verfasst am: 03.12.2022, 04:30    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Hier passt es jetzt hin. Super. Sehr glücklich Also:

Die "Letzte Generation" ist eine scheiß Endzeitsekte. Merkt euch meine Worte: Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis der Fruchtpunsch in einer Scheune angerührt wird.

Worauf bezieht sich der "Fruchtpunsch"?

Ansonsten: "Endezeitsekte" ist natürlich gerade so ein Modewort zur Diffamierung dieser Proteste.
Aber das exakte Gegenteil ist der Fall: Endzeitsekten glauben an ein unausweichliches Weltende, hoffen darauf und setzen darauf, dass sie (und nur sie!) durch das Weltende hindurch in eine neue Welt oder in ein Jenseits gerettet werden.
Klimaprotstierer, und auch diese, befürchten (mit guten Gründen) das Ende einer von Menschen bewohnbaren Welt oder eine von den Großteil der Menschehit katastrophalen Entwicklung, halten es aber für möglich, das noch zu verhindern, und wollen dadurch möglichst viele Menschen diesseitig vor dieser Katastrophe bewahren.


Tja. Daraus wird jawohl nichts. Könnte man sich das Theater auch genauso gut sparen. Es sei denn, man tut es aus dem Glauben heraus gesandt zu sein eine so wichtige Wahrheit zu verkünden. Wie das Endzeitsekten eben so tun. Schulterzucken

Der Fruchtpunsch bezieht sich auf das Meme, dass Endzeitsekten zu Massenselbstmorden durch Gift tendieren. War also nicht ganz ernst gemeint.


Vielleicht werden sie am Ende nur an Klebstoff schnüffeln Mr. Green

Ob die Aktionen wirklich etwas erreichen, wird man jetzt noch nicht sagen können. Die Politik wird sich sicher nicht erpressen lassen. Wie die Bürger auf die Aktionen reagieren, ist noch offen. Ich denke nicht, dass sie Massen bekehren, aber Aufmerksamkeuít generieren ist ja keine schlechte Strategie. Nur: Ständige Demonstrationen werden dann auch gewöhnlich und die Bürger gewöhnen sich an die Klebeaktionen wie an das lästige Coronavirus. Vermutlich erreichen sie letztlich nur die eh bereits Klimabewussten wie Tempolimit-Fanboy zelig. zwinkern

Ich bin zumindest gespannt, wie sich das entwickelt. Etwa ein Viertel der Neukleber wollen sogar ins Gefängnis gehen für die Sache. (Siehe Sz-Link oben). showtime

Edit: Oh, Mann, ich sehe das als Reality-Unterhaltzngsprogramm. Ja, fürs Klima, da werd ich auch etwas tun. Bestimmt. Ich habe ja gar kein Auto.
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Bravopunk
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Beitrag(#2289932) Verfasst am: 03.12.2022, 06:05    Titel: Antworten mit Zitat

Oh, die "Klimabewussten". Erzähl mal, wie verdient man denn dieses edle Prädikat?

Die Bevölkerung ist schon so klimabewusst, wie es im Internetzeitalter möglich ist. Klimabewusster wird es nicht mehr. Gerade gestern las ich, dass erwartet wird, dass der Verkauf von E-Autos nachlässt. Und die Zahlung eines Aufpreises zur CO2-Neutralisierung von Flügen hat sich auch erwartungsgemäß als Mischung aus Werbegag, Bauernfängerei und Mogelpackung herausgestellt. Der Markt an Klimaneutralität ist bereits ziemlich gedeckt. Der Bedarf und die Bereitschaft zu verzichten zugunsten einer Zukunft, von der man selbst nichts hat, sind so gut wie erschöpft. (Außer vielleicht bei besonders rührseligen Elternteilen.)

Wir sind schon mittendrin und umgeben von "Klimabewussten". Jeder hat bereits sein Potential ergründet, wie weit er für die Klimarettung gehen will. Nur ob jeder es auch gänzlich erschöpft ist noch offen. Allerdings werden die Aktivisten auch dann nicht zufrieden sein. Soviel kassandrare ich euch hier jetzt schon.
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Bravopunk
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Beitrag(#2289935) Verfasst am: 03.12.2022, 07:40    Titel: Antworten mit Zitat

Mir kam da gerade ein recht interessanter, vielleicht auch überkandidelter oder gar dummer Gedanke, der aber dennoch gut hier reinpassen könnte.

Protestformen, bei denen sich die Protestierer an einem Gegenstand fixieren sind ja ein alter Hut. Meistens wurden dafür in der Vergangenheit Ketten genutzt. Kleber eher weniger. Jetzt las ich eben einen Artikel über die "Klima-Kleber" und dabei wurde mir bewusst, dass mit diesem Begriff wie so oft, wenn Bezeichnung für Dinge, Menschen, Tiere Pflanzen oder Gruppen erfunden und eingeführt werden metaphysisch eine Verdinglichung des Bezeichneten stattfindet. Hier aber mehr als sonst, weil "Kleber" bereits ein Ding bezeichnet und die Protestierer sich durch das Festkleben physikalisch mit einem Ding verbinden.

Daher frage ich mich jetzt inwieweit sich die Kleber selbst und inwieweit die Presse und Gesellschaft sie entmenschlichen. Am Kopf kratzen Der Gedanke geht noch weiter, aber jetzt habe ich gerade keine Zeit mehr weiter darüber zu sinnieren.
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luc
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Beitrag(#2289937) Verfasst am: 03.12.2022, 10:00    Titel: Antworten mit Zitat

Tempolimit und 9 Euro-Ticket finde ich gut aber deswegen würde ich Uhu und Kartoffelsuppe nicht verschwenden. Demonstrieren eventuell. Grün wählen sowieso.
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AdvocatusDiaboli
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Anmeldungsdatum: 12.08.2003
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Beitrag(#2289940) Verfasst am: 03.12.2022, 12:27    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Oh, die "Klimabewussten". Erzähl mal, wie verdient man denn dieses edle Prädikat?

Die Bevölkerung ist schon so klimabewusst, wie es im Internetzeitalter möglich ist. Klimabewusster wird es nicht mehr. Gerade gestern las ich, dass erwartet wird, dass der Verkauf von E-Autos nachlässt. Und die Zahlung eines Aufpreises zur CO2-Neutralisierung von Flügen hat sich auch erwartungsgemäß als Mischung aus Werbegag, Bauernfängerei und Mogelpackung herausgestellt. Der Markt an Klimaneutralität ist bereits ziemlich gedeckt. Der Bedarf und die Bereitschaft zu verzichten zugunsten einer Zukunft, von der man selbst nichts hat, sind so gut wie erschöpft. (Außer vielleicht bei besonders rührseligen Elternteilen.)

Wir sind schon mittendrin und umgeben von "Klimabewussten". Jeder hat bereits sein Potential ergründet, wie weit er für die Klimarettung gehen will. Nur ob jeder es auch gänzlich erschöpft ist noch offen. Allerdings werden die Aktivisten auch dann nicht zufrieden sein. Soviel kassandrare ich euch hier jetzt schon.


Das ist kein Prädikat. Klimabewusste können ja auch nerven. zwinkern Es gibt allerdings auch Klimaignoranten, Klimahasser, Klimaforscher. Dass die weitermachen bis alle ihre Ziele erfüllt sind, befürchte ich auch, wenn ihnen nicht die Puste ausgeht. Da braucht’s keine Klimassandra.
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AlexJ
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Beitrag(#2289941) Verfasst am: 03.12.2022, 12:50    Titel: Antworten mit Zitat

Was die Straßenblockaden angeht, solange nicht absichtlich gezielt Rettungen behindert werden, kann ich daran also nichts besonders Verwerfliches finden. Bei sonstigen Demos und Ereignissen wie zum Beispiel Karneval, Marathons und Bauarbeiten werden auch Straßen blockiert und damit entstehen Staus und Behinderungen für Rettungsfahrzeuge.

Bei dem ankleben an Kunst oder dem Beschmieren selbiger. Da handelt es sich um eine der besten Formen von Protest, wenn dabei das Original nicht permanent beschädigt wird. Richtig umgesetzt ist es selbst eine Form von Kunst.

Bei den Flughäfen gilt im Grunde das gleiche wie bei den Straßenblockaden. Wobei hier die PR besser ausfallen dürfte und ich es deshalb besser finde.

Fakt ist leider, dass die meisten durch Blockaden betroffenen, in eine emotionale Lage versetzt werden, die Sie grundsätzlich feindlich gegenüber der Aktion werden, lässt unabhängig davon um sie das politische Motiv gutheißen oder nicht. PR mäßig lässt es sich leicht so drehen, als sei es ein Terrorangriff auf unbescholtene Bürger.
Zwar ist es das Ziel, die Menschen aus ihrem Alltag wachzurütteln, doch bedauerlicherweise erreicht man damit eher trotz Reaktionen als ein umdenken.
Wenn man aber Aktionen findet, die zumindest die nicht direkt betroffenen gut nachvollziehen können, hat man gute Aussichten auch Menschen positiv zu erreichen.
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Beitrag(#2289942) Verfasst am: 03.12.2022, 13:49    Titel: Antworten mit Zitat

PR-mäßig kann aber auch hohe Zustimmung zu der gespaltenen Meinung "Das Ziel ist ja wichtig, aber die Mittel sind schlecht"generieren. Was die Meinung "Das Ziel ist wichtig" beinhalten würde.

Mögen sie die Letzte Generation ruhig hassen, solange sie nur den Klimawandel fürchten.
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Bravopunk
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Beitrag(#2289943) Verfasst am: 03.12.2022, 14:47    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
PR-mäßig kann aber auch hohe Zustimmung zu der gespaltenen Meinung "Das Ziel ist ja wichtig, aber die Mittel sind schlecht"generieren. Was die Meinung "Das Ziel ist wichtig" beinhalten würde.

Mögen sie die Letzte Generation ruhig hassen, solange sie nur den Klimawandel fürchten.


Kommt mir bekannt vor. Im Heimatland der Angst muss man sich wohl auch nicht wundern, dass Angst zu machen und zu haben als Tugend verstanden wird.

Hinterlässt nur so einen faulen Geschmack im Mund. skeptisch Mir als hypochondrischen Depri wäre es lieber man würde mehr mit dem Prinzip Zuversicht arbeiten. Aber das bleibt wohl leider nur ein Wunschtraum. Traurig
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AdvocatusDiaboli
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Beitrag(#2289944) Verfasst am: 03.12.2022, 17:31    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
PR-mäßig kann aber auch hohe Zustimmung zu der gespaltenen Meinung "Das Ziel ist ja wichtig, aber die Mittel sind schlecht"generieren. Was die Meinung "Das Ziel ist wichtig" beinhalten würde.

Mögen sie die Letzte Generation ruhig hassen, solange sie nur den Klimawandel fürchten.


Kommt mir bekannt vor. Im Heimatland der Angst muss man sich wohl auch nicht wundern, dass Angst zu machen und zu haben als Tugend verstanden wird.

Hinterlässt nur so einen faulen Geschmack im Mund. skeptisch Mir als hypochondrischen Depri wäre es lieber man würde mehr mit dem Prinzip Zuversicht arbeiten. Aber das bleibt wohl leider nur ein Wunschtraum. Traurig


Prinzip Zuversicht? Also wir sollen den Klimawandel lieben lernen, weil er eine Herausforderung für den wissenschaftlichen Geist, die körperliche Ausdauer und die Innovationsfähigkeit des Menschen ist? zwinkern

Und es einfach mal positiv sehen: "Ich geb Gas, ich will Spaß, mit Tempolimit 100 auf der Autobahn" statt "Karl, der Käfer wurde nicht gefragt. Man hatte ihn einfach fortgejagt"? Ja, ist sicher lustiger zwinkern
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Beitrag(#2289945) Verfasst am: 03.12.2022, 18:33    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
PR-mäßig kann aber auch hohe Zustimmung zu der gespaltenen Meinung "Das Ziel ist ja wichtig, aber die Mittel sind schlecht"generieren. Was die Meinung "Das Ziel ist wichtig" beinhalten würde.

Mögen sie die Letzte Generation ruhig hassen, solange sie nur den Klimawandel fürchten.


Kommt mir bekannt vor. Im Heimatland der Angst muss man sich wohl auch nicht wundern, dass Angst zu machen und zu haben als Tugend verstanden wird.

Hinterlässt nur so einen faulen Geschmack im Mund. skeptisch Mir als hypochondrischen Depri wäre es lieber man würde mehr mit dem Prinzip Zuversicht arbeiten. Aber das bleibt wohl leider nur ein Wunschtraum. Traurig


Prinzip Zuversicht? Also wir sollen den Klimawandel lieben lernen, weil er eine Herausforderung für den wissenschaftlichen Geist, die körperliche Ausdauer und die Innovationsfähigkeit des Menschen ist? zwinkern

Und es einfach mal positiv sehen: "Ich geb Gas, ich will Spaß, mit Tempolimit 100 auf der Autobahn" statt "Karl, der Käfer wurde nicht gefragt. Man hatte ihn einfach fortgejagt"? Ja, ist sicher lustiger zwinkern


Ja. Wozu gibt es schließlich Tempomaten inzwischen serienmäßig. Smilie Kann man die 100 ganz genau einhalten. Ich bin allerdings aus rein verkehrstechnischen Gründen gegen ein Tempolimit von 100 km/h auf den Autobahnen: Sehr viele LKW- und Anhängergespanne sind bereits auf diese Geschwindigkeit limitiert. Die Überholvorgänge würden damit in die Länge gezogen, was sie potenziell gefährlicher macht. Das ist schon bei LKW-Überholungen (sog. Elefantenrennen) sehr nervig und anschaulich zu beobachten. Meine Idee für ein PKW-Tempolimit liegt bei der derzeitigen Richtgeschwindigkeit von 130 km/h. (Zufällig auch die höchste Geschwindigkeit, die ich mit meinem PHEV noch rein elektrisch fahren kann. Cool )

Zu deinem ersten Absatz: Ganz genau. Wie soll man eine unausweichliche Katastrophe, die langsam aber sicher auf einen zukommt, auch sonst handhaben? Schulterzucken Ich bin selbst kein Gläubiger an den (heiligen) Innovationsgeist des Menschen und unendlichen technischen Fortschritt - im Gegenteil, bin ich sogar der festen Überzeugung, dass der Arschlochkoeffizient und die Sackgesichtkonstante in der menschlichen Gesellschaft uns immer wieder zuverlässig in die Scheiße und darüber hinaus reiten wird, wir also alle verdammt und verloren aufgrund unserer Natur sind -, aber Angst scheint mir kein probates Mittel mit den Herausforderungen der Zukunft umzugehen. Sie zu schüren ist dementsprechend kontraproduktiv. Ganz egal wie gut man es eigentlich meinte.

Wo wir vorhin bei Liedern waren, an die wir uns erinnert fühlen, erinnert mich das hier gerade an den Vogel Strauss aus Kreislers "Als der Zirkus in Flammen stand".
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Kat
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Beitrag(#2289948) Verfasst am: 04.12.2022, 07:47    Titel: Antworten mit Zitat

AlexJ hat folgendes geschrieben:
Was die Straßenblockaden angeht, solange nicht absichtlich gezielt Rettungen behindert werden, kann ich daran also nichts besonders Verwerfliches finden. Bei sonstigen Demos und Ereignissen wie zum Beispiel Karneval, Marathons und Bauarbeiten werden auch Straßen blockiert und damit entstehen Staus und Behinderungen für Rettungsfahrzeuge.

Nein, ich finde das kann man so nicht vergleichen.
Demonstrationen werden üblicherweise vorher angemeldet, Baustellen, Marathons und Karneval ebenfalls.
Hier informieren dann die Behörden (Ordnungsamt, Bauamt etc.) über die Straßenverkehrsbehörde u.a. die Rettungsstellen, so dass die sich vorher schon auf die Sitiuation einstellen können und wissen, "Aha die Brauchlestraße ist dicht, das gibt dann erfahrungsgemäß einen Rückstau bis auf dem Warhoff-Ring und auch die Riedallee wird überlastet sein. Also müssen wir so und so fahren".

Auch wird gerade bei Demonstrationen, Karneval und Baustellen von den Behörden peinlich darauf geachtet, dass Rettungsfahrzeuge trotzdem im Notfall zum Einsatzort kommen können.

Bei einer dieser Aktionen werden die Rettungskräfte zu einem Notfall gerufen und stehen dann völlig unerwartet in einem Stau und können womöglich nicht mehr vor und zurück.

Zitat:
Bei den Flughäfen gilt im Grunde das gleiche wie bei den Straßenblockaden. Wobei hier die PR besser ausfallen dürfte und ich es deshalb besser finde.


Das hatte ich weiter oben (02.12.2022, 19:08 ) schon widerlegt.

Zitat:
Bei dem ankleben an Kunst oder dem Beschmieren selbiger. Da handelt es sich um eine der besten Formen von Protest, wenn dabei das Original nicht permanent beschädigt wird. Richtig umgesetzt ist es selbst eine Form von Kunst.


Ja, aber icht frag mich, warum machen die das bei irgendwelche drittklassigen Kunstwerken?

Warum kleben die sich nicht an die Mona Lisa im Louvre?
Dann hätten sie ihre Aufmerksamkein, nicht nur in Deutschland sondern weltweit!
Aber vermutlich wissen die, dass die Franzosen hier keinen Spaß verstehen, wenn es um Nationale Kunstwerke geht und die Leute dann für einige Jahr im Knast wandern.
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Bravopunk
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Beitrag(#2289950) Verfasst am: 04.12.2022, 08:37    Titel: Antworten mit Zitat

Kat hat folgendes geschrieben:


Warum kleben die sich nicht an die Mona Lisa im Louvre?
Dann hätten sie ihre Aufmerksamkein, nicht nur in Deutschland sondern weltweit!
Aber vermutlich wissen die, dass die Franzosen hier keinen Spaß verstehen, wenn es um Nationale Kunstwerke geht und die Leute dann für einige Jahr im Knast wandern.


Ähem.
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Beitrag(#2289951) Verfasst am: 04.12.2022, 08:38    Titel: Antworten mit Zitat

Btw. Ich möchte dem Duktus, es sei selbst schon Kunst Kunst zu beschmieren, aufs schärfste widersprochen haben. Es ist das Gegenteil von Kunst.
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Kat
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Beitrag(#2289954) Verfasst am: 04.12.2022, 10:47    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Btw. Ich möchte dem Duktus, es sei selbst schon Kunst Kunst zu beschmieren, aufs schärfste widersprochen haben. Es ist das Gegenteil von Kunst.


Also wenn ich etwas in meinem Leben gelernt habe ist es das, dass man über Kunst nicht (sinnvoll) diskutieren kann.

Für einen ist Kunst ein röhrender Hirsch, für den anderen ein Stück Butter in einer Ecke...

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Beitrag(#2289955) Verfasst am: 04.12.2022, 11:03    Titel: Antworten mit Zitat

Kat hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Btw. Ich möchte dem Duktus, es sei selbst schon Kunst Kunst zu beschmieren, aufs schärfste widersprochen haben. Es ist das Gegenteil von Kunst.


Also wenn ich etwas in meinem Leben gelernt habe ist es das, dass man über Kunst nicht (sinnvoll) diskutieren kann.

Für einen ist Kunst ein röhrender Hirsch, für den anderen ein Stück Butter in einer Ecke...

Ne, sorry, da halte ich mich raus...


Ich habe woanders neulich hier geschrieben "Kunst ist das, was es mit dem Betrachter macht". Und diesen geltungsbedürftigen Pottsäuen dabei zuzusehen, wie sie Substanzen der Massenwirkung halber (im englischen sagt man "clout" dazu) an berühmte in der allgemeinen Aufmerksamkeit stehende Kunstwerke und andere Ausstellungsstücke in Museen schmieren und sich daran festkleben, um hernach dumpfe Parolen und Slogans zu brüllen, macht genau das mit mir, was am treffendsten das englische Wort "cringe" bezeichnet. Zum Nachdenken (außer über Haft- und Prügelstrafe bis hin zu allgemeinen Gewaltphantasien und dem Zweifel an der Menschheit) oder gar zu einer Katharsis führt es nicht.

Edit: Ich schrieb, glaube ich, auch, dass Kunst Gefühle auslösen muss, etwas im Betrachter bewegen muss, um Kunst zu sein. Dann wäre es ja schon welche. skeptisch Ich weiß nur nicht, ob man etwas Kunst nennen kann, wenn das einzige, was man fühlt der Wunsch ist, es möge nicht existieren. Ich würde fast dafür plädieren, dass das das einzige ist, was man bei Kunst nicht fühlen darf.
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Zuletzt bearbeitet von Bravopunk am 04.12.2022, 11:36, insgesamt einmal bearbeitet
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Beitrag(#2289958) Verfasst am: 04.12.2022, 11:36    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Kat hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Btw. Ich möchte dem Duktus, es sei selbst schon Kunst Kunst zu beschmieren, aufs schärfste widersprochen haben. Es ist das Gegenteil von Kunst.


Also wenn ich etwas in meinem Leben gelernt habe ist es das, dass man über Kunst nicht (sinnvoll) diskutieren kann.

Für einen ist Kunst ein röhrender Hirsch, für den anderen ein Stück Butter in einer Ecke...

Ne, sorry, da halte ich mich raus...


Ich habe woanders neulich hier geschrieben "Kunst ist das, was es mit dem Betrachter macht". Und diesen geltungsbedürftigen Pottsäuen dabei zuzusehen, wie sie Substanzen der Massenwirkung halber (im englischen sagt man "clout" dazu) an berühmte in der allgemeinen Aufmerksamkeit stehende Kunstwerke und andere Ausstellungsstücke in Museen schmieren und sich daran festkleben, um hernach dumpfe Parolen und Slogans zu brüllen, macht genau das mit mir, was am treffendsten das englische Wort "cringe" bezeichnet. Zum Nachdenken (außer über Haft- und Prügelstrafe bis hin zu allgemeinen Gewaltphantasien und dem Zweifel an der Menschheit) oder gar zu einer Katharsis führt es nicht.


Du warst aber auch schon vorher cringe, da braucht es keine "geltungsbedürftigen Pottsäuen" dafür... Pillepalle Ich bin ja jetzt auch kein Social Animal, aber du hast echt Probleme mit anderen Menschen. Aber wieso sag ich das überhaupt? Nützt ja nix... Wie die Klima-Aktionen... allein für deine Ausdrucksweise müsste ich dir eine kleben. Mr. Green
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Bravopunk
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Beitrag(#2289959) Verfasst am: 04.12.2022, 11:38    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Kat hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Btw. Ich möchte dem Duktus, es sei selbst schon Kunst Kunst zu beschmieren, aufs schärfste widersprochen haben. Es ist das Gegenteil von Kunst.


Also wenn ich etwas in meinem Leben gelernt habe ist es das, dass man über Kunst nicht (sinnvoll) diskutieren kann.

Für einen ist Kunst ein röhrender Hirsch, für den anderen ein Stück Butter in einer Ecke...

Ne, sorry, da halte ich mich raus...


Ich habe woanders neulich hier geschrieben "Kunst ist das, was es mit dem Betrachter macht". Und diesen geltungsbedürftigen Pottsäuen dabei zuzusehen, wie sie Substanzen der Massenwirkung halber (im englischen sagt man "clout" dazu) an berühmte in der allgemeinen Aufmerksamkeit stehende Kunstwerke und andere Ausstellungsstücke in Museen schmieren und sich daran festkleben, um hernach dumpfe Parolen und Slogans zu brüllen, macht genau das mit mir, was am treffendsten das englische Wort "cringe" bezeichnet. Zum Nachdenken (außer über Haft- und Prügelstrafe bis hin zu allgemeinen Gewaltphantasien und dem Zweifel an der Menschheit) oder gar zu einer Katharsis führt es nicht.


Du warst aber auch schon vorher cringe, da braucht es keine "geltungsbedürftigen Pottsäuen" dafür... Pillepalle Ich bin ja jetzt auch kein Social Animal, aber du hast echt Probleme mit anderen Menschen. Aber wieso sag ich das überhaupt? Nützt ja nix... Wie die Klima-Aktionen... allein für deine Ausdrucksweise müsste ich dir eine kleben. Mr. Green


Prima. Dann bin ich ja jetzt auch Kunst. Sehr glücklich
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Beitrag(#2289960) Verfasst am: 04.12.2022, 12:31    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Kat hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Btw. Ich möchte dem Duktus, es sei selbst schon Kunst Kunst zu beschmieren, aufs schärfste widersprochen haben. Es ist das Gegenteil von Kunst.


Also wenn ich etwas in meinem Leben gelernt habe ist es das, dass man über Kunst nicht (sinnvoll) diskutieren kann.

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Ich habe woanders neulich hier geschrieben "Kunst ist das, was es mit dem Betrachter macht". Und diesen geltungsbedürftigen Pottsäuen dabei zuzusehen, wie sie Substanzen der Massenwirkung halber (im englischen sagt man "clout" dazu) an berühmte in der allgemeinen Aufmerksamkeit stehende Kunstwerke und andere Ausstellungsstücke in Museen schmieren und sich daran festkleben, um hernach dumpfe Parolen und Slogans zu brüllen, macht genau das mit mir, was am treffendsten das englische Wort "cringe" bezeichnet. Zum Nachdenken (außer über Haft- und Prügelstrafe bis hin zu allgemeinen Gewaltphantasien und dem Zweifel an der Menschheit) oder gar zu einer Katharsis führt es nicht.


Du warst aber auch schon vorher cringe, da braucht es keine "geltungsbedürftigen Pottsäuen" dafür... Pillepalle Ich bin ja jetzt auch kein Social Animal, aber du hast echt Probleme mit anderen Menschen. Aber wieso sag ich das überhaupt? Nützt ja nix... Wie die Klima-Aktionen... allein für deine Ausdrucksweise müsste ich dir eine kleben. Mr. Green


Prima. Dann bin ich ja jetzt auch Kunst. Sehr glücklich


Nein, erst wenn ich dir bei einer „Performance“ im Will-Smith-Style eine geklebt habe, dann ist aber auch nur die Aktion Kunst. Außer du stellst dich dann auf die Straße als Kunstwerk, dem jeder eine runter hauen kann „Ich lass mir eine kleben fürs Klima“, erinnert mich an Beate Klarsfeld die einst dem Kiesinger… Aber ich will mitlesende Aktivisten nicht auf dumme Gedanken…
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Beitrag(#2289961) Verfasst am: 04.12.2022, 12:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ich wüsste da allerdings ein paar Leute, denen man eine scheuern sollte...

https://www.br.de/nachrichten/bayern/49-euro-ticket-im-mvv-raum-nur-mit-finanzierungszusage,TOrOzJv

Das Deutschland-Ticket soll erst im April 2023 starten... :/ Und es ist in München noch nicht mal sicher, dass es eingeführt wird. Was für Dilettanten. Wer steckt dahinter? Who is to blame? Ich mach mir schon mal die Hände warm...




Schon seit WOCHEN schreien die Länder, dass neue Ticket sei unterfinanziert. Und nichts geschieht.
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