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Soziale Gerechtigkeit
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fwo
Caterpillar D9



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 26001
Wohnort: im Speckgürtel

Beitrag(#2305872) Verfasst am: 20.06.2024, 09:31    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Dieser Sonderstellung ist auch geschuldet, dass wir Waffen zur Verteidigung in die Ukraine schicken, was wir bei irgendwelchen Bürgerkriegsparteien normalerweise tunlichst vermeiden.

Mit Verlaub: Dass wir Waffen in die Ukraine schicken, hat nicht das Geringste mit Kulturkreisen und wirklich alles mit geopolitischen und geostrategischen Interessenlagen zu tun.

Ohne Verlaub: Es hat etwas mit Nachbarschaft zu tun, da ist die Kultur inkludiert.

Dann frage ich mal anders: Wann genau ist die Ukraine denn deiner Meinung nach ein Teil des "westlichen Kulturkreises" geworden? Noch 1996 zählte Huntington die Ukraine eindeutig zum orthodoxen Kulturkreis.

Um es mal noch deutlicher zu sagen: Wer in diesem Konflikt "Kulturkreise" zur Begründung heranzieht, spielt damit Putin und der russischen Perspektive in die Hände. Die Bundesrepublik wäre gut damit beraten, das sein zu lassen.

Da hast Du etwas gelesen, was ich nicht geschrieben habe, was ich besonders unschön finde, weil Du mit den "" auch noch andeutest, dass es sich um ein wörtliches Zitat handelte: Das Wort "westlich" kommt bei mir nicht vor - ich bezog mich nur auf das Christentum. Auch wenn die ihre eigenen machen, haben wir auch mit Russen viel weniger Probleme als mit Menschen aus Nahost.

Auch würde ich mich in dem Zusammenhang nicht auf Huntington berufen, der kannte in den Recherchen zu seinem Buch nur eine Ukraine, bei der Land und Kirche trotz der Abstimmung zur Unabhängigkeit noch von russischen Marionetten bestimmt waren. Der wusste anscheinend auch nichts von ihrem Nationalstolz, der damals allerdings noch nicht so offen demonstriert wurde wie nach der Annexion der Krim.

Zu West-Europa würde ich sie rechnen, seit sie in die EU wollen. Die Geschichten die Putin erzählt, würde ich inhaltlich einfach vernachlässigen, Putin richtet sich mit seinen Erzählungen nie nach dem was ist, sondern immer nach dem, was er bei seinen jeweiligen Zuhörern erreichen will. Wenn Du was über die Ukraine erfahren willst, lies lieber bei Decoder.org.

Ansonsten zielte mein Kommentar auf die Integrationsfähigkeit von Menschen verschiedener Herkunft. Das hat nichts damit zu tun, in wessen "Machtgebiet" ein Land "gehört". Derartige Überlegungen zur kulturellen Verwandtschaft als Begründung für Machtansprüche sind unabhängig von ihrem Wahrheitsgehalt bezüglich der Kultur völkerrechtlich grundsätzlich abzulehnen, nach dem wir soetwas wie eine freie Abstimmung erfunden haben. Und diese Abstimmung hat stattgefunden und ist damit gültig, völlig egal, was Putin sagt. Wer meint, man spielte Putin in die Hände, wenn man eine kulturelle Verwandtschaft zwischen Russland und der Ukraine feststellt, offenbart damit ziemlich eigenartige Vorstellungen vom Selbstbestimmungsrecht.
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

The skills you use to produce the right answer are exactly the same skills you use to evaluate the answer. Isso.

Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel (wenn es sie überhaupt gab).
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Tarvoc
would prefer not to.



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 44271

Beitrag(#2305873) Verfasst am: 20.06.2024, 09:38    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Das hat nichts mit schlimm oder nicht schlimm zu tun, sondern damit, dass es sich meistens um Bürgerkriege irgendwo auf dem Globus handelt, aus denen die Leute dann zu uns kommen, sehr oft, obwohl es +- ruhige Nachbarländer gibt, in die die Flüchtlinge auch kulturell besser passen als zu uns, während die Ukraine ein überfallenes Nachbarland unseres Kulturkreises ist. Dieser Sonderstellung ist auch geschuldet, dass wir Waffen zur Verteidigung in die Ukraine schicken, was wir bei irgendwelchen Bürgerkriegsparteien normalerweise tunlichst vermeiden.

fwo hat folgendes geschrieben:
Derartige Überlegungen zur kulturellen Verwandtschaft als Begründung für Machtansprüche sind unabhängig von ihrem Wahrheitsgehalt bezüglich der Kultur völkerrechtlich grundsätzlich abzulehnen, nach dem wir soetwas wie eine freie Abstimmung erfunden haben. [...] Wer meint, man spielte Putin in die Hände, wenn man eine kulturelle Verwandtschaft zwischen Russland und der Ukraine feststellt, offenbart damit ziemlich eigenartige Vorstellungen vom Selbstbestimmungsrecht.

(Hervorhebungen von mir.)
Offenbar ist Putin nicht der einzige, der ohne jede Rücksicht auf innere Konsistenz immer das sagt, was ihm gerade in den Kram passt.

Im Übrigen habe ich nicht gesagt, dass man Putin in die Hände spielt, wenn man eine kulturelle Verwandtschaft zwischen Ukraine und Russland feststellt, sondern dass man ihm in die Hände spielt, wenn man die kulturelle Nähe der Ukraine zu "uns" als Begründung für politische und militärische Unterstützung heranzieht. Also das, was du im obigen Zitat ganz eindeutig tust und was du im unteren mir in die Schuhe zu schieben versuchst. Da ich dir nicht Absicht unterstellen will, muss ich davon ausgehen, dass du es irgendwie schaffst, selbst nicht zu wissen, was du postest.

(Im Übrigen bin ich der Ansicht, dass du mit dem oberen Zitat auch faktisch falsch liegst. Bei einer parallelen Situation zwischen China und Taiwan würden wir zumindest hinsichtlich politischer und militärischer Unterstützung genauso handeln. Aber das nur am Rande.)
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Geh mir aus der Sonne, Alexander!
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fwo
Caterpillar D9



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 26001
Wohnort: im Speckgürtel

Beitrag(#2305880) Verfasst am: 20.06.2024, 11:27    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
....
Im Übrigen habe ich nicht gesagt, dass man Putin in die Hände spielt, wenn man eine kulturelle Verwandtschaft zwischen Ukraine und Russland feststellt, sondern dass man ihm in die Hände spielt, wenn man die kulturelle Nähe der Ukraine zu "uns" als Begründung für politische und militärische Unterstützung heranzieht. Also das, was du im obigen Zitat ganz eindeutig tust und was du im unteren mir in die Schuhe zu schieben versuchst. Da ich dir nicht Absicht unterstellen will, muss ich davon ausgehen, dass du es irgendwie schaffst, selbst nicht zu wissen, was du postest.....

Sehr glücklich
Bei dem Post, den Du da zitierst, geht es wesentlich noch um die Integrierbarkeit der Flüchtlinge, um den Grund für die Unterstützung ging es später, das ist für mich hauptsächlich das überfallene Nachbarland und die gute PR von Selenskyj.

Dass wir bei Taiwan auch noch andere Gründe stärker haben werden - geschenkt.

Bist Du gerade so sauer, weil ich Dich mit "westlichen Kulturkreises" beim falschen Zitieren erwischt habe?
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Tarvoc
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Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 44271

Beitrag(#2305885) Verfasst am: 20.06.2024, 16:21    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
....
Im Übrigen habe ich nicht gesagt, dass man Putin in die Hände spielt, wenn man eine kulturelle Verwandtschaft zwischen Ukraine und Russland feststellt, sondern dass man ihm in die Hände spielt, wenn man die kulturelle Nähe der Ukraine zu "uns" als Begründung für politische und militärische Unterstützung heranzieht. Also das, was du im obigen Zitat ganz eindeutig tust und was du im unteren mir in die Schuhe zu schieben versuchst. Da ich dir nicht Absicht unterstellen will, muss ich davon ausgehen, dass du es irgendwie schaffst, selbst nicht zu wissen, was du postest.....

Sehr glücklich
Bei dem Post, den Du da zitierst, geht es wesentlich noch um die Integrierbarkeit der Flüchtlinge

Ach sooo, dann hätten wir also überlesen sollen, dass du an der Stelle ganz ausdrücklich die Militärhilfe mit der Zugehörigkeit zu einem gemeinsamen Kulturkreis begründest, weil du dort "wesentlich" auch noch über was anderes schreibst und später auch noch andere Gründe anführst. Ja klar, so funktioniert ja bekanntlich Gesprächsführung. Wenn man sich permanent selbst widerspricht, dann kann man sich frei aussuchen, welche der eigenen Aussagen andere Leute ernst zu nehmen und welche sie gefälligst zu ignorieren haben, und zwar bei Bedarf auch rückwirkend. Also wenn du das machst. Ich bin mir ja ziemlich sicher, wenn ich das auch so machen würde, hättest du damit ein Problem.

Sorry fwo, aber du hattest an der Stelle nun mal geschrieben, was du geschrieben hattest. Und dann musst du auch damit rechnen, dass Leute das nicht unberücksichtigt lassen, was du nunmal geschrieben hast. Es wäre ja okay, wenn du einfach zugeben würdest, dass das Unsinn bzw. ein argumentativer Fehlgriff deinerseits war. Dann könnten wir in der Tat die betreffende Aussage in Zukunft guten Gewissens vergessen. Nur deinen eigenen Quatsch anderen Leuten in die Schuhe zu schieben, wenn sie darauf reagieren, geht mal gar nicht.

fwo hat folgendes geschrieben:
Bist Du gerade so sauer, weil ich Dich mit "westlichen Kulturkreises" beim falschen Zitieren erwischt habe?

Dass du dir deine Kulturkreise gegen sämtliche Hauptproponenten der Kulturkreistheorie (von denen Huntington übrigens weder der erste noch der letzte war) auf eine einzigartige und völlig originelle Weise völlig neu zusammenbaust, konnte ich natürlich nicht ahnen. Ich dachte, du beziehst dich auf das, was alle anderen Leute Kulturkreise nennen, und nicht auf das, was allein und ausschließlich du so nennst. Vielleicht hättest du sagen sollen, welchen Kulturkreis du meinst, statt uns alle diesbezüglich raten zu lassen. Wobei ich es schon befremdlich finde, dass du in einem Forum für politischen Säkularismus die Zugehörigkeit zum Christentum (das übrigens eine Religion ist und ein "Kulturkreis" allenfalls in deinem eigenen privaten Sprachgebrauch) kritiklos als akzeptable Begründung für Militärhilfen anführst. Oder meintest du das jetzt etwa auch wieder gar nicht so? Mit den Augen rollen

(Bezüglich der Hilfen für Flüchtlinge ist in diesem Zusammenhang übrigens tillichs Hinweis beizupflichten, dass das Grundgesetz in Artikel 3, Absatz 3 eine Diskriminierung auf der Grundlage von Religionszugehörigkeit verbietet.)
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Geh mir aus der Sonne, Alexander!


Zuletzt bearbeitet von Tarvoc am 21.06.2024, 22:14, insgesamt einmal bearbeitet
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VanHanegem
Weltmeister



Anmeldungsdatum: 24.04.2006
Beiträge: 3014

Beitrag(#2305902) Verfasst am: 21.06.2024, 08:54    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Dann meinst du also, dass Ärzt:innen in Deutschland Anamnese- und Informationsgespräche mit Patient:innen und Angehörigen auch auf Englisch führen könnten und alle Berufskolleg:innen mit ihnen auf Englisch Fachgespräche führen könnten.

Dass Ärzte untereinander englisch kommunizieren ist klar. Bei Landarztpraxen mit mehrheitlich Patienten im Rentenalter könntest Du Recht behalten. Ausnahmen bestätigen die Regel.


tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
... technische Dokumentationen für deutsche Kunden könnten sie auch auf Englisch schreiben, ...

technische Dokumentationen liegen selbstverständlich in einfachen Fällen (Computer einstöpseln, ein/ausschalten etc.) mehrsprachig, bei speziellen Aufgabenbereichen (Programmierung etc.) NUR in Englisch vor.


tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Jurist:innen (die natürlich, wenn sie in einem anderen Land ausgebildet wurden, noch ganz andere Probleme hätten) könnten ihre Klient:innen auch auf Englisch beraten, alle Gesetze lägen auf Englisch vor, usw.

Du hast richtig erkannt, dass in diesem Fall die Sprache gar nicht das Problem ist.


tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Du kannst ja gerne mal in meinen Kursen vorbeikommen und den Leuten erzählen, dass sie die Mühe mit dem Deutschlernen deiner Meinung nach ganz umsonst auf sich nehmen.

Also Werbung für Deine Kurse - war ja klar!


tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Oder du hast gerade ganz lässig und ohne 2 Sek nachzudenken einen Riesenhaufen Bullshit hierhin gekackt.

Dein tatsächliches Alleinstellungsmerkmal. Diese gewählte Ausdrucksweise kann man natürlich nur bei Dir lernen.
_________________
Hup Holland Hup, Oranje winnt de cup (2022)
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tillich (epigonal)
hat Spaß



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 21890

Beitrag(#2305931) Verfasst am: 21.06.2024, 22:34    Titel: Antworten mit Zitat

VanHanegem hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Dann meinst du also, dass Ärzt:innen in Deutschland Anamnese- und Informationsgespräche mit Patient:innen und Angehörigen auch auf Englisch führen könnten und alle Berufskolleg:innen mit ihnen auf Englisch Fachgespräche führen könnten.

Dass Ärzte untereinander englisch kommunizieren ist klar. Bei Landarztpraxen mit mehrheitlich Patienten im Rentenalter könntest Du Recht behalten. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Du schreibst offenkundigen Unsinn. Natürlich kommunizieren Ärzt:innen, die in Deutschland arbeiten, in aller Regel auf Deutsch. Bei den meisten Ärzt:innen, die hauptsächlich in Deutschland gelebt und gearbeitet haben, ohne selbst in der Forschung tätig zu sein, dürften sich die Englischkenntnisse nämlich auf Schulkenntnisse plus die Fähigkeit, Fachtexte zu rezipieren, beschränken. Die wären zu einer kompletten (also schriftlich auch aktiven sowie mündlich aktiven und passiven) Fachkommunikation also gar nicht in der Lage, und können vielmehr mit Recht von Kolleg:innen an einem deutschen Arbeitsplatz erwarten, dass diese in der Landessprache kommunizieren können.

Und völlig selbstverständlich können das Patient:innen und Angehörige, Pflegepersonal sowie weitere Beteiligte erwarten. Merkwürdigerweise ignorierst du diesen Punkt.

VanHanegem hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
... technische Dokumentationen für deutsche Kunden könnten sie auch auf Englisch schreiben, ...

technische Dokumentationen liegen selbstverständlich in einfachen Fällen (Computer einstöpseln, ein/ausschalten etc.) mehrsprachig, bei speziellen Aufgabenbereichen (Programmierung etc.) NUR in Englisch vor.

Lern lesen. In der Aussage, die du zitierst, ging es nicht darum, wie technische Dokumentationen vorliegen, sondern es ging um technische Dokumentationen, die Ingenieure selbst schreiben. Und da wird ein deutscher Kunde von einer deutschen Firma mit Recht erwarten, dass er sich auch auf Deutsch bekommt.

Die anderen Kommunikationssituationen, die ich nenne (mit auch nicht-akademisch ausgeblideten Kolleg:innen, Kund:innen, deutschen Behörden) ignorierst du merkwürdigerweise.

VanHanegem hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Jurist:innen (die natürlich, wenn sie in einem anderen Land ausgebildet wurden, noch ganz andere Probleme hätten) könnten ihre Klient:innen auch auf Englisch beraten, alle Gesetze lägen auf Englisch vor, usw.

Du hast richtig erkannt, dass in diesem Fall die Sprache gar nicht das Problem ist.

Lern lesen. Ich habe geschrieben, dass die Sprache nicht das einzige Problem ist. Aber wenn ein in einem anderen Land ausgebildeter Jurist doch eine Stelle findet, in der seine speziellen Kenntnisse gefragt sind (wofür es durchaus Nischen geben kann), dann ist natürlich auch die Sprache ein Problem.

VanHanegem hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Du kannst ja gerne mal in meinen Kursen vorbeikommen und den Leuten erzählen, dass sie die Mühe mit dem Deutschlernen deiner Meinung nach ganz umsonst auf sich nehmen.

Also Werbung für Deine Kurse - war ja klar!

Ich brauche keine Werbung zu machen (und es wäre hier an dieser Stelle auch herzlich sinnfrei). Die Kurse an der Volkshochschule, an der ich arbeite, sind voll, und die Teilnehmer:innen müssen teilweise lange auf einen Platz warten.
Aber erst einmal bedeutet der Punkt, dass ich in diesem Bereich arbeite, dass ich weiß, wovon ich rede.

VanHanegem hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Oder du hast gerade ganz lässig und ohne 2 Sek nachzudenken einen Riesenhaufen Bullshit hierhin gekackt.

Dein tatsächliches Alleinstellungsmerkmal. Diese gewählte Ausdrucksweise kann man natürlich nur bei Dir lernen.

Ja, wenn ich merke, dass mich jemand verarscht, schreibe ich schon mal herzhafter. Und bei dir habe ich schon seit längerem den Eindruck, dass es dir nicht darum geht, redlich zu diskutieren, sondern Diskussionen durch Unfugverbreitung zu stören, sowie - warum auch immer - bestimmten User:innen ans Bein zu pinkeln, egal, worum es gerade geht.

Dafür hast du gerade ein schönes Beispiel gegeben: Du gehst auf kaum die Hälfte meiner Punkte überhaupt ein, und bei denen, bei denen du es tust, schreibst du Unsinn und/oder hast meinen Punkt gar nicht richtig erfasst. Meinst aber aus irgendwelchen Gründen, dich überlegen fühlen zu können.

Und ja, auch solche Ausdrucksweisen lernen die Teilnehmer:innen meiner Kurse zu verstehen. Das gehört zu guten Deutschkenntnissen nun mal auch dazu, nicht nur das Verstehen von Fachtexten und schöner Literatur.
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(Death / Susan, in: Pratchett, Hogfather)
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VanHanegem
Weltmeister



Anmeldungsdatum: 24.04.2006
Beiträge: 3014

Beitrag(#2305960) Verfasst am: 24.06.2024, 09:28    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Natürlich mag es manche Abteilungen in internationalen Firmen geben, in denen Englisch die Unternehmenssprache ist. Auch da habe ich aber meine Zweifel, ob man in der deutschen Niederlassung auf Deutsch ganz verzichten kann.

... im Ingenieur*:Innenbereich also alle großen Firmen, sowie ein Großteil des Mittelstandes. Hinzu kommen auch sämtliche akademischen Institutionen.


tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
.... dürften sich die Englischkenntnisse nämlich auf Schulkenntnisse plus die Fähigkeit, Fachtexte zu rezipieren, beschränken...

Du verkennst, dass ein Großteil der in D tätigen Ärzte selbst aus dem Ausland kommt, sowie ein zunehmender Anteil der deutschen Ärzte (und anderen Akademiker) vielfach bereits im Ausland studiert haben bzw. Auslandssemester- und Praktika absolviert haben.


tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Die anderen Kommunikationssituationen, die ich nenne (mit auch nicht-akademisch ausgeblideten Kolleg:innen, Kund:innen, deutschen Behörden) ignorierst du merkwürdigerweise.

Keineswegs. Ich verfüge über anekdotische Evidenz dafür, dass man das Kantinenessen in der Landessprache auch mit Sprachkenntnissen auf autodidaktischem Niveau bestellen kann.


tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
In der Aussage, die du zitierst, ging es nicht darum, wie technische Dokumentationen vorliegen, sondern es ging um technische Dokumentationen, die Ingenieure selbst schreiben

Dokumentationen welche Ingenieure selbst schreiben, liegen nach Abschluss der Schreibarbeit vor. Soweit zu den Logik Grundlagen.
Im Ingenieurbereich gilt: was Du nicht in Englisch schreibst, das schreibst Du 2x. In Ausnahmefällen kann es nötig sein eine Dokumentation in deutsch zu erstellen. Hier verkennst Du, dass eine Firma, die Flüchtlinge ohne Deutschkenntnisse beschäftigt immer noch ZUSÄTZLICH deutsche Muttersprachler in ihren Reihen haben kann. Zudem sind bei "speziellen" Zielpersonen, die Doku auf deutsch benötigen sicher auch besondere pädagogische Fähigkeiten des Schreibers angebracht, die nicht jeder Ingenieur hat.


Zu Jurist*:Innen schreibst Du:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Ich habe geschrieben, dass die Sprache nicht das einzige Problem ist.

Und ich bezweifle, dass bei Juristisierenden, die an beliebigen Unis international deutsches Recht studiert haben die Sprache überhaupt ein Problem ist.


tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Meinst aber aus irgendwelchen Gründen, dich überlegen fühlen zu können.

Bildest Du Dir nur ein. Interessant wäre der Grund für diesen Reflex.


tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Du gehst auf kaum die Hälfte meiner Punkte überhaupt ein, ...

Nicht jeder ist gleich geschwätzig.
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tillich (epigonal)
hat Spaß



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 21890

Beitrag(#2305977) Verfasst am: 24.06.2024, 23:05    Titel: Antworten mit Zitat

VanHanegem hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
In der Aussage, die du zitierst, ging es nicht darum, wie technische Dokumentationen vorliegen, sondern es ging um technische Dokumentationen, die Ingenieure selbst schreiben

Dokumentationen welche Ingenieure selbst schreiben, liegen nach Abschluss der Schreibarbeit vor. Soweit zu den Logik Grundlagen.

Ja, nach Abschluss der Schreibarbeit liegen sie vor. Das ist so banal, dass es wieder an Verarsche grenzt. Den schreibenden Ingenieuren selbst liegen sie aber naturgemäß noch nicht vor, und darum ging es.
So viel dazu, ob es dir um eine Diskussion auf logischer Grundlage geht oder um Besserwissenwollerei.

VanHanegem hat folgendes geschrieben:
Im Ingenieurbereich gilt: was Du nicht in Englisch schreibst, das schreibst Du 2x. In Ausnahmefällen kann es nötig sein eine Dokumentation in deutsch zu erstellen. Hier verkennst Du, dass eine Firma, die Flüchtlinge ohne Deutschkenntnisse beschäftigt immer noch ZUSÄTZLICH deutsche Muttersprachler in ihren Reihen haben kann. Zudem sind bei "speziellen" Zielpersonen, die Doku auf deutsch benötigen sicher auch besondere pädagogische Fähigkeiten des Schreibers angebracht, die nicht jeder Ingenieur hat.

Du tust immer noch so, als wäre eine Dokumentation auf Deutsch eine merkwürdige Ausnahme, die eigentlich nur für irgendwie geistig Minderbemittelte oder Ähnliches notwendig wäre.
Das ist aber erstens schon aus der Alltagserfahrung Quatsch - wenn ich an all die nicht akademisch ausgebildeten Fachkräfte denke, die mit irgendwelchen technischen Dokumentationen umgehen können müssen, kann man eben nicht davon ausgehen, dass sie das auch auf Englisch können. Von ganz normalen Anwendern eines beliebigen technischen Produkts ganz zu schweigen. Die Mehrzahl - und zwar bei völlig normal intelligenten Menschen - braucht also eine Dokumentation auf Deutsch.

Außerdem ist das auch schlecht und einfach die Gesetzeslage:
§ 3, Abs. 4 Produktsicherheitsgesetz hat folgendes geschrieben:
Sind bei der Verwendung, Ergänzung oder Instandhaltung eines Produkts bestimmte Regeln zu beachten, um den Schutz der Sicherheit und Gesundheit von Personen zu gewährleisten, so ist bei der Bereitstellung auf dem Markt eine Gebrauchs- und Bedienungsanleitung für das Produkt in deutscher Sprache mitzuliefern, sofern in den Rechtsverordnungen nach § 8 keine anderen Regelungen vorgesehen sind.

Dass bestimmte technische Dokumente auf Deutsch verlangt werden, ist also die Regel und keineswegs die Ausnahme.
Ich kannte die gesetzliche Grundlage nicht, aber mMn sagt es einem der gesunde Menschenverstand, dass es eine solche geben muss, und ich habe sie denn auch in < 1 min im Internet gefunden. Eine "Mühe", der du dich offenbar nicht unterziehen wolltest.

VanHanegem hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Natürlich mag es manche Abteilungen in internationalen Firmen geben, in denen Englisch die Unternehmenssprache ist. Auch da habe ich aber meine Zweifel, ob man in der deutschen Niederlassung auf Deutsch ganz verzichten kann.

... im Ingenieur*:Innenbereich also alle großen Firmen, sowie ein Großteil des Mittelstandes. Hinzu kommen auch sämtliche akademischen Institutionen.

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
.... dürften sich die Englischkenntnisse nämlich auf Schulkenntnisse plus die Fähigkeit, Fachtexte zu rezipieren, beschränken...

Du verkennst, dass ein Großteil der in D tätigen Ärzte selbst aus dem Ausland kommt, sowie ein zunehmender Anteil der deutschen Ärzte (und anderen Akademiker) vielfach bereits im Ausland studiert haben bzw. Auslandssemester- und Praktika absolviert haben.

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Die anderen Kommunikationssituationen, die ich nenne (mit auch nicht-akademisch ausgeblideten Kolleg:innen, Kund:innen, deutschen Behörden) ignorierst du merkwürdigerweise.

Keineswegs. Ich verfüge über anekdotische Evidenz dafür, dass man das Kantinenessen in der Landessprache auch mit Sprachkenntnissen auf autodidaktischem Niveau bestellen kann.

Ah ja. Erst gehst du auf mein Argument, dass man auch mit nicht akademisch gebildeten Leuten kommunizieren können muss (in der bisherigen Diskussion und den ersten beiden obigen Zitaten), gar nicht ein; dann lügst du über diesen Umstand mit einem dahingerotzten "Keineswegs"; um das dann mit dem neu eingeführten Beispiel zu "belegen", dass man Essen auch mit geringen Sprachkenntnissen bestellen kann - während ich ja ganz eindeutig von beruflich-fachlichen Situationen schrieb.

Das zeigt - wieder - wie sehr es dir um ernsthafte Diskussion geht, nämlich gar nicht. Weswegen ich das dann meinerseits auch beende.
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VanHanegem
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Beiträge: 3014

Beitrag(#2305991) Verfasst am: 25.06.2024, 09:34    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Den schreibenden Ingenieuren selbst liegen sie aber naturgemäß noch nicht vor, und darum ging es.

Wenn der Entwickler selbst schreibt, geht es meist um eine Spezialanfertigung, oder Verfahren für den professionellen Benutzer, etwa von einem Mittelständler an eine Großfirma. Diese Dokumentation ist (auch im Hinterwäldlerland D) meist in englisch verfasst.


tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Von ganz normalen Anwendern eines beliebigen technischen Produkts ganz zu schweigen.

Gebrauchsanweisungen für den Endverbraucher werden von spezialisierten Firmen, Technischen Redaktionen etc. verfasst.

Du scheinst nicht mal diesen Unterschied verstanden zu haben. Insoweit erübrigt sich jede weitere Diskussion.
Ich bedanke mich für das Gespräch.
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Wilson
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Beitrag(#2306072) Verfasst am: 29.06.2024, 18:27    Titel: Antworten mit Zitat

betteln zu müssen ist ja für mich, bei diesem wohlstand hier, ähm....irritierend.
immer wenn ich bettler sehe, denke ich an die brüder grimm.

heute habe ich eine bettlerin mit werbeschild auf der strasse beobachtet. von einem cafe aus.
nicht lange beobachtet, denn nach 20 min. ca stand sie auf, packte ihre sachen zusammen und ging unschlüssig auf eine bäckerei zu. sie orientierte sich dann aber um und orderte lieber beim bratwurststand eine thüringer bratwurst.
die dame (im grunde ja streetworkerin, wie sexworkerin- aber der begriff ist ja bereits besetzt) sah wie eine typische osteuropäische bettlerin aus. am ende war sie aber vll eine deutsche bettlerin, die auf osteuropäisch macht, sich quasi den osteuropäischen bettlerhabitus kulturell angeeignet hat, um entspr. kohle zu machen.

wer weiß...
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"als ob"
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Bravopunk
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Beitrag(#2306073) Verfasst am: 29.06.2024, 18:45    Titel: Antworten mit Zitat

Armut und besonders Obdachlosigkeit ist, denke ich, häufig weniger eine Frage des ungerecht verteilten Wohlstands und mehr eine der psychologischen Erkrankungen.
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Wilson
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Beitrag(#2306074) Verfasst am: 29.06.2024, 19:01    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Armut und besonders Obdachlosigkeit ist, denke ich, häufig weniger eine Frage des ungerecht verteilten Wohlstands und mehr eine der psychologischen Erkrankungen.


andersrum. armut erhöht das risiko für psychische erkrankungen enorm.
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vrolijke
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Moderator



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Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2306081) Verfasst am: 29.06.2024, 22:50    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Armut und besonders Obdachlosigkeit ist, denke ich, häufig weniger eine Frage des ungerecht verteilten Wohlstands und mehr eine der psychologischen Erkrankungen.


andersrum. armut erhöht das risiko für psychische erkrankungen enorm.


Glaube ich nicht.
Psychische Erkrankungen haben mit Arm und reich nichts zu tun.
Aber; die Reichen stürzen deswegen nicht ab, und haben mehr Möglichkeiten zur Therapie.
Außerdem glaube ich auch, dass Tabletten- Drogen- und Alkoholsucht häufig die Folgen sind von ein psychisches Problem und nicht unbedingt die Ursache.
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Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

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Bravopunk
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Wohnort: Woanders

Beitrag(#2306082) Verfasst am: 29.06.2024, 23:16    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Armut und besonders Obdachlosigkeit ist, denke ich, häufig weniger eine Frage des ungerecht verteilten Wohlstands und mehr eine der psychologischen Erkrankungen.


andersrum. armut erhöht das risiko für psychische erkrankungen enorm.


Dass, wenn man erstmal drin sitzt in der Armut es noch schwerer ist als mit Vermögen die Erkrankungen wieder los zu werden, ist klar. Da sitzt man dann erstrecht in einer Spirale fest. Aber ich glaube, der Anfang wird meist im Kopf gemacht. Süchte, Depressionen, Burnout oder soziale Veränderungen, die einen überfordern, dürfen bei den allermeisten Leidensgeschichten der Obdachlosen an oberster Stelle stehen. Danach vermute ich körperliche Erkrankungen, die zum Verlust des Einkommens geführt haben und erst danach vielleicht die Herkunft aus armen Familien oder Migration, Flucht und Asyl.

Aber das ist eben nur meine Annahme. Damit einher geht dann auch die logische Schlussfolgerung, dass einfach Geld zuzuschieben den meisten Obdachlosen nicht zurück auf die Beine hilft.
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Wilson
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Beitrag(#2306083) Verfasst am: 29.06.2024, 23:19    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Armut und besonders Obdachlosigkeit ist, denke ich, häufig weniger eine Frage des ungerecht verteilten Wohlstands und mehr eine der psychologischen Erkrankungen.


andersrum. armut erhöht das risiko für psychische erkrankungen enorm.


Glaube ich nicht.
Psychische Erkrankungen haben mit Arm und reich nichts zu tun.
Aber; die Reichen stürzen deswegen nicht ab, und haben mehr Möglichkeiten zur Therapie.
Außerdem glaube ich auch, dass Tabletten- Drogen- und Alkoholsucht häufig die Folgen sind von ein psychisches Problem und nicht unbedingt die Ursache.




https://www.spektrum.de/magazin/psychische-gesundheit-der-faktor-armut/1980307#:~:text=Arme%20Menschen%20haben%20etwa%20ein,Stigma%2C%20das%20der%20Armut%20anhaftet.
Der Faktor Armut
Menschen, die mit sehr wenig Geld ­auskommen müssen, leiden eher unter psychischen Problemen. Woran liegt das? Und welche Maßnahmen wirken sich positiv auf ihre Gesundheit aus?


Zitat:
Die Folgen von Armut, ist Brodesser überzeugt, sind nicht immer sichtbar. Denn wie viel Geld jemand hat, beeinflusst nicht nur, wo und ob er Urlaub machen kann – ein niedriges Einkommen hinterlässt auch Spuren in der Psyche. Daten aus aller Welt untermauern diese These. Ob in Japan, der Schweiz oder Brasilien: Überall sind Menschen, die in Armut aufwachsen, öfter von psychischen Erkrankungen betroffenen als der ­Bevölkerungsdurchschnitt.


vor allem für kinder verheerend:

Zitat:

Kinder und Jugendliche aus Familien mit niedrigem Einkommen sind zu 23,1 % psychisch auffällig im Ver- gleich zu 16,2% der Gleichaltrigen aus der mittleren und 9,2% der Gleichaltri- gen aus der hohen Einkommensgruppe.
https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/Bundesgesundheitsblatt/Downloads/2019_10_Lampert.pdf?__blob=publicationFile#:~:text=Kinder%20und%20Jugendliche%20aus%20Familien,gen%20aus%20der%20hohen%20Einkommensgruppe.

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vrolijke
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Beitrag(#2306086) Verfasst am: 30.06.2024, 10:32    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Armut und besonders Obdachlosigkeit ist, denke ich, häufig weniger eine Frage des ungerecht verteilten Wohlstands und mehr eine der psychologischen Erkrankungen.


andersrum. armut erhöht das risiko für psychische erkrankungen enorm.


Glaube ich nicht.
Psychische Erkrankungen haben mit Arm und reich nichts zu tun.
Aber; die Reichen stürzen deswegen nicht ab, und haben mehr Möglichkeiten zur Therapie.
Außerdem glaube ich auch, dass Tabletten- Drogen- und Alkoholsucht häufig die Folgen sind von ein psychisches Problem und nicht unbedingt die Ursache.




https://www.spektrum.de/magazin/psychische-gesundheit-der-faktor-armut/1980307#:~:text=Arme%20Menschen%20haben%20etwa%20ein,Stigma%2C%20das%20der%20Armut%20anhaftet.
Der Faktor Armut
Menschen, die mit sehr wenig Geld ­auskommen müssen, leiden eher unter psychischen Problemen. Woran liegt das? Und welche Maßnahmen wirken sich positiv auf ihre Gesundheit aus?


Zitat:
Die Folgen von Armut, ist Brodesser überzeugt, sind nicht immer sichtbar. Denn wie viel Geld jemand hat, beeinflusst nicht nur, wo und ob er Urlaub machen kann – ein niedriges Einkommen hinterlässt auch Spuren in der Psyche. Daten aus aller Welt untermauern diese These. Ob in Japan, der Schweiz oder Brasilien: Überall sind Menschen, die in Armut aufwachsen, öfter von psychischen Erkrankungen betroffenen als der ­Bevölkerungsdurchschnitt.


vor allem für kinder verheerend:

Zitat:

Kinder und Jugendliche aus Familien mit niedrigem Einkommen sind zu 23,1 % psychisch auffällig im Ver- gleich zu 16,2% der Gleichaltrigen aus der mittleren und 9,2% der Gleichaltri- gen aus der hohen Einkommensgruppe.
https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/Bundesgesundheitsblatt/Downloads/2019_10_Lampert.pdf?__blob=publicationFile#:~:text=Kinder%20und%20Jugendliche%20aus%20Familien,gen%20aus%20der%20hohen%20Einkommensgruppe.


Wobei es wohl schwierig nachzuweisen ist, ob sie psychisch krank sind, weil sie arm sind, oder ob sie arm sind, weil sie psychisch krank sind.
Es ist auch so, dass sowohl psychisch krank, wie Armut generationsübergreifend ist. (Bei Armut ziemlich sicher. Bei psychisch krank weiß ich nicht, inwiefern das genetisch weitergegeben wird. Das war nur eine Idee von mir).
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Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
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Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

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fwo
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Beitrag(#2306088) Verfasst am: 30.06.2024, 11:13    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
...

Wobei es wohl schwierig nachzuweisen ist, ob sie psychisch krank sind, weil sie arm sind, oder ob sie arm sind, weil sie psychisch krank sind.
Es ist auch so, dass sowohl psychisch krank, wie Armut generationsübergreifend ist. (Bei Armut ziemlich sicher. Bei psychisch krank weiß ich nicht, inwiefern das genetisch weitergegeben wird. Das war nur eine Idee von mir).

Das ist zwar für den Einzelfall kaum nachweisbar, aber z.B. beim Thema Arbeitslosigkeit hat man da ziemlich gute Zahlen, die auch interpretierbar sind, weil es sich in vielen Fällen um Episoden handelt, bei denen die Reihenfolge der einzelnen Komponenten klar erkennbar ist.

Das Fazit daraus kann man grob so zusammenfassen: Ein Leben am Existenzminimum verringert die Teilhabe an der Gesellschaft bzw. die Möglichkeit das Leben in der Gesellschaft in allen Belangen mitzumachen - denk alleine an die Schulreisen der Kinder, bei denen dann es eines Aufstandes von außen bedarf, um das Geld dafür zu organisieren. Da gibt es zwar normalerweise einen Förderverein für, aber die Armen treten da als Bittsteller auf ....

In der Praxis bedeutet das dann, dass ein Leben am Rande des Existenzminimums vermehrt zu Depressionen führt - der Mensch ist ein derart soziales Tier, dass er krank wird, wenn Du ihn von der Gemeinschaft trennst. Das wird auch nicht durch als selbst gesteuerte erlebte Trotzreaktionen gebessert.

Das sind aber jetzt wirklich keinen neuen Erkenntnisse.
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The skills you use to produce the right answer are exactly the same skills you use to evaluate the answer. Isso.

Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel (wenn es sie überhaupt gab).
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vrolijke
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Beitrag(#2306090) Verfasst am: 30.06.2024, 14:31    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
...

Wobei es wohl schwierig nachzuweisen ist, ob sie psychisch krank sind, weil sie arm sind, oder ob sie arm sind, weil sie psychisch krank sind.
Es ist auch so, dass sowohl psychisch krank, wie Armut generationsübergreifend ist. (Bei Armut ziemlich sicher. Bei psychisch krank weiß ich nicht, inwiefern das genetisch weitergegeben wird. Das war nur eine Idee von mir).

Das ist zwar für den Einzelfall kaum nachweisbar, aber z.B. beim Thema Arbeitslosigkeit hat man da ziemlich gute Zahlen, die auch interpretierbar sind, weil es sich in vielen Fällen um Episoden handelt, bei denen die Reihenfolge der einzelnen Komponenten klar erkennbar ist.

Das Fazit daraus kann man grob so zusammenfassen: Ein Leben am Existenzminimum verringert die Teilhabe an der Gesellschaft bzw. die Möglichkeit das Leben in der Gesellschaft in allen Belangen mitzumachen - denk alleine an die Schulreisen der Kinder, bei denen dann es eines Aufstandes von außen bedarf, um das Geld dafür zu organisieren. Da gibt es zwar normalerweise einen Förderverein für, aber die Armen treten da als Bittsteller auf ....

In der Praxis bedeutet das dann, dass ein Leben am Rande des Existenzminimums vermehrt zu Depressionen führt - der Mensch ist ein derart soziales Tier, dass er krank wird, wenn Du ihn von der Gemeinschaft trennst. Das wird auch nicht durch als selbst gesteuerte erlebte Trotzreaktionen gebessert.

Das sind aber jetzt wirklich keinen neuen Erkenntnisse.


Du sagst es; die Trennung von der Gesellschaft ist wohl der größte Auslöser der Depression.
Wenn alle arm sind, wird, aus diesem Grund, niemand ausgegrenzt.
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Wilson
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Anmeldungsdatum: 04.02.2008
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Beitrag(#2306235) Verfasst am: 07.07.2024, 11:57    Titel: Antworten mit Zitat

Bravo, ampel. Respektive SPD
Die naiven gutmenschentrottel, die noch SPD wählen bzw gewählt haben:
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/buergergeld-empfaenger-arbeitsweg-100.html


Zitat:
Wer Bürgergeld erhält, soll offenbar künftig Jobs mit einem Arbeitsweg von insgesamt bis zu drei Stunden annehmen müssen.



Am besten mit suv oder Benziner oder eben den pünktliche Bahnen


Ansonsten auf nulllllllll sanktioniert!!!! Der einzige feuchte Traum von dingsbums

Das Familienleben bleibt dann eben auf der Strecke für die faulen.
Einschlägischevwissenschaftliche Erkenntnisse hin oder her...

Zugegeben:
Widerlichen geht immer.
Wenn ich der Heil wäre, würde ich mich total berars××× fühlen. Der wird doch gar nicht ernst genommen...
Ok, das wäre die positiv' naive Version bezüglich seiner Einstellung bzw motivation zu diesen Maßnahmen.

Die Rentner dürfen auch weiterarbeiten unter besseren Bedingungen

Da kann die krankenwöerterin mit 70 über die Station huschen, damit sie sich die gesunde Butter leisten kann.
Nun ja, eher sitzt der bürohengsr noch ein paar Stunden rum und kassiert.
Andererseits leben die nicht so lange. Sitzen ist das neue Rauchen.
Sehr effiziente arbeitspolitik,. Kommt nur auf die Perspektive an.
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Beitrag(#2306242) Verfasst am: 07.07.2024, 15:24    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
Ansonsten auf nulllllllll sanktioniert!!!!

Quelle? In der angegebenen steht's nicht.

Ansonsten: Ja, zu so einem langen Arbeitsweg zu zwingen ist Quatsch. Das vermehrt die Arbeitsplätze ja nicht, und dass es da so große Allokationsprobleme gäbe, kann ich mir auch schlecht vorstellen.
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vrolijke
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Beitrag(#2306243) Verfasst am: 07.07.2024, 15:25    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
Bravo, ampel. Respektive SPD
Die naiven gutmenschentrottel, die noch SPD wählen bzw gewählt haben:
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/buergergeld-empfaenger-arbeitsweg-100.html


Zitat:
Wer Bürgergeld erhält, soll offenbar künftig Jobs mit einem Arbeitsweg von insgesamt bis zu drei Stunden annehmen müssen.



Am besten mit suv oder Benziner oder eben den pünktliche Bahnen


Ansonsten auf nulllllllll sanktioniert!!!! Der einzige feuchte Traum von dingsbums

Das Familienleben bleibt dann eben auf der Strecke für die faulen.
Einschlägischevwissenschaftliche Erkenntnisse hin oder her...

Zugegeben:
Widerlichen geht immer.
Wenn ich der Heil wäre, würde ich mich total berars××× fühlen. Der wird doch gar nicht ernst genommen...
Ok, das wäre die positiv' naive Version bezüglich seiner Einstellung bzw motivation zu diesen Maßnahmen.

Die Rentner dürfen auch weiterarbeiten unter besseren Bedingungen

Da kann die krankenwöerterin mit 70 über die Station huschen, damit sie sich die gesunde Butter leisten kann.
Nun ja, eher sitzt der bürohengsr noch ein paar Stunden rum und kassiert.
Andererseits leben die nicht so lange. Sitzen ist das neue Rauchen.
Sehr effiziente arbeitspolitik,. Kommt nur auf die Perspektive an.


Das dürfte mit der AFD erledigt sein. Wenn die an der Regierung sind, wird bestimmt kein einziger Bürgergeldempfänger mehr sanktioniert. Egal aus welchen Grund der die angebotene Arbeit verweigert. Wetten?

https://www.derwesten.de/politik/buergergeld-afd-arbeitslose-k-id300580125.html

Zitat:
In einer Pressemitteilung aus dem November teilt Kleinwächter mit, dass die AfD mit der aktivierenden Grundsicherung „auf eine Umstellung auf Sachleistungen bei Regelverletzungen“ und auf die „Einführung von Bürgerarbeit“ setzt. Wer also Ärger mit dem Jobcenter hat, bekommt prompt nur noch Sachleistungen. Außerdem wird man als Bürgergeld-Empfänger zur Zwangsarbeit verdonnert. Kleinwächter drückt das noch Stammtisch-konformer aus: Die Leute sollten „nicht verlernen, in der Früh auftzustehen. Damit sie nicht lernen, auf der Couch zu liegen.“


Gröhl...
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narr
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Beitrag(#2306254) Verfasst am: 07.07.2024, 23:15    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
Bravo, ampel. ....


Das dürfte mit der AFD erledigt sein. Wenn die an der Regierung sind, wird bestimmt kein einziger Bürgergeldempfänger mehr sanktioniert. Egal aus welchen Grund der die angebotene Arbeit verweigert. Wetten?

https://www.derwesten.de/politik/buergergeld-afd-arbeitslose-k-id300580125.html

Zitat:
In einer Pressemitteilung aus dem November teilt Kleinwächter mit, dass die AfD mit der aktivierenden Grundsicherung „auf eine Umstellung auf Sachleistungen bei Regelverletzungen“ und auf die „Einführung von Bürgerarbeit“ setzt. Wer also Ärger mit dem Jobcenter hat, bekommt prompt nur noch Sachleistungen. Außerdem wird man als Bürgergeld-Empfänger zur Zwangsarbeit verdonnert. Kleinwächter drückt das noch Stammtisch-konformer aus: Die Leute sollten „nicht verlernen, in der Früh auftzustehen. Damit sie nicht lernen, auf der Couch zu liegen.“


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Wilson
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Beitrag(#2306280) Verfasst am: 08.07.2024, 23:04    Titel: Antworten mit Zitat

Gut?

In einem guten tarantino- Film säßen chris lindner und der Nikolaus "Hurra! Hartz IV ist zurück" blome

( https://www.spiegel.de/politik/deutschland/buergergeld-hurra-hartz-iv-ist-zurueck-kolumne-a-e02e16f2-8eb6-47fe-a6f5-9cd4dc91a276?dicbo=v2-qEQCtIo. )

auf einem hässlichen, toxisch riechenden Sofa von poco, bei billigsalzletten und Bier aus plastikpullen mit zwei wunderbäumen um den Hals in kickklamotten und schauten in dauerschleife 4 Jahre lang Ken-Loach- Filme
*lol


Abstiegsangst:
Zitat:
In klarstem Hartz-Deutsch heißt es in dem Wachstumspapier: »Das Bürgergeld dient als existenzsichernde Leistung und ist nicht dafür da, das Vermögen einzelner abzusichern.« Darum wird die Schonzeit für das Schonvermögen von einem Jahr wieder auf sechs Monate verkürzt.

(Link oben )
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Wilson
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Beitrag(#2306332) Verfasst am: 11.07.2024, 07:42    Titel: Antworten mit Zitat

narr hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
Bravo, ampel. ....


Das dürfte mit der AFD erledigt sein. Wenn die an der Regierung sind, wird bestimmt kein einziger Bürgergeldempfänger mehr sanktioniert. Egal aus welchen Grund der die angebotene Arbeit verweigert. Wetten?

https://www.derwesten.de/politik/buergergeld-afd-arbeitslose-k-id300580125.html

Zitat:
In einer Pressemitteilung aus dem November teilt Kleinwächter mit, dass die AfD mit der aktivierenden Grundsicherung „auf eine Umstellung auf Sachleistungen bei Regelverletzungen“ und auf die „Einführung von Bürgerarbeit“ setzt. Wer also Ärger mit dem Jobcenter hat, bekommt prompt nur noch Sachleistungen. Außerdem wird man als Bürgergeld-Empfänger zur Zwangsarbeit verdonnert. Kleinwächter drückt das noch Stammtisch-konformer aus: Die Leute sollten „nicht verlernen, in der Früh auftzustehen. Damit sie nicht lernen, auf der Couch zu liegen.“


Gröhl...

Der ist gut Lachen


Marodes gesundheitssystem, ebensolche kinderbetteuungsmöglichkeiten, pisastudie. Steigende bzw nicht überwunden (Kinder)armut, hohe Inflation, enormes erstarrken rechter politischer kräfte, insuffiziente klimapolitik inklusive verkehrspolitik, marode bahn, wohnungsdesaster, kriegsgeklapperschwächung der demokratie

Tbc

Alles unter jahrzehntelanger regierung von CDU/ CSU, SPD, grünen und fdp
Ne?
Wirklich lustig


Zugegeben, geshoppt werden kann wie nie, auch wenn die Innenstädte veröden

Interessanter beitrag:
https://www.jacobin.de/artikel/erik-olin-wright-marxismus-soziologie-klassenanalyse

Zitat:
23. JANUAR 2024

Erik Olin Wright hatte Klasse
Der marxistische Soziologe Erik Olin Wright, der heute vor fünf Jahren verstarb, versuchte sein Leben lang, die Welt zu verstehen, um sie zu verändern. Die posthume Übersetzung seines Werks ins Deutsche trägt dazu bei, diese Arbeit heute fortzusetzen.

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Beitrag(#2306341) Verfasst am: 11.07.2024, 15:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hmm, wenn Leute über deine Witze lachen, is also auch nicht recht
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