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Kunduz Plus: Bundeswehr darf Drogenbarone nicht bekämpfen

 
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Sokrateer
souverän



Anmeldungsdatum: 05.09.2003
Beiträge: 11649
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Beitrag(#42751) Verfasst am: 21.10.2003, 16:59    Titel: Kunduz Plus: Bundeswehr darf Drogenbarone nicht bekämpfen Antworten mit Zitat

... die Truppe darf sich nicht mit den örtlichen Drogenbaronen anlegen.

Da stellt sich natürlich die Frage nach der Sinnhaftigkeit der ganzen Aktion. Subtil ist auch die Tatsache, dass es jetzt statt "Warlord" das Wörtchen "Drogenbaron" verwendet wird. Orwell hätte da seine Freude.


Zuletzt bearbeitet von Sokrateer am 21.10.2003, 17:09, insgesamt 3-mal bearbeitet
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narziss
auf Wunsch deaktiviert



Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 21939

Beitrag(#42752) Verfasst am: 21.10.2003, 17:05    Titel: Antworten mit Zitat

Naja es ist wohl ernstzunehmen wenn es nur darum geht nicht allzuviele Leute gegen die Bundeswehr zu mobilisieren. Aber das hat alles nen negativen Beigeschmack.[/quote]
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Shadaik
evolviert



Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 26309
Wohnort: MG

Beitrag(#42753) Verfasst am: 21.10.2003, 17:15    Titel: Antworten mit Zitat

1. Da ist die Polizei für zuständig (wenn sie denn mal einsatzfähig ist)
2. Es gibt wichtigeres zu tun als ein paar Bauern und Landbesitzer zu verhaften, die Pflanzen anbauen, die anderswo als illegal gelten
_________________
Fische schwimmen nur in zwei Situationen mit dem Strom: Auf der Flucht und im Tode
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narziss
auf Wunsch deaktiviert



Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 21939

Beitrag(#42755) Verfasst am: 21.10.2003, 17:23    Titel: Antworten mit Zitat

Für den Staat Afghanistan ist es auf jeden Fall besser wenn man nichts dagegen tut. Die innere Lage wird ja stabiler. Aber Afghanistan ist fpür 75% des weltweiten Opiums zustäntig, das ist für die westliche Welt schon n Problem.

Ansonsten würd ich sagen, dass es richtig ist, dass es keine elementare Aufgabe der Bundeswehr ist. Aber ein Verbot ist merkwürdig.
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Sokrateer
souverän



Anmeldungsdatum: 05.09.2003
Beiträge: 11649
Wohnort: Wien

Beitrag(#42764) Verfasst am: 21.10.2003, 17:48    Titel: Antworten mit Zitat

riptor hat folgendes geschrieben:
1. Da ist die Polizei für zuständig (wenn sie denn mal einsatzfähig ist)
2. Es gibt wichtigeres zu tun als ein paar Bauern und Landbesitzer zu verhaften, die Pflanzen anbauen, die anderswo als illegal gelten

Ich glaube du schätzt das falsch ein! Die sogenannten Drogenbarone sind nichts anderes als die alten Warlords. Die haben Privatarmeen! Der Drogenhandel- und anbau wird von ihnen kontrolliert und es ist ihre Einnahmequelle. Es geht hier sicher nicht um das afghanische Äquivalent der Drogenmafia!

Solange es diese Warlords gibt und die das Gewaltmonopol haben, das sich auch die Bundeswehr nicht anzukratzen traut, kann es keine Demokratie und keinen Rechtsstaat geben. Es gilt das Recht des Stärkeren. Die Bundeswehr wird offenbar nur als eine Art Heilsarmee geduldet.
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Alzi
registrierter User



Anmeldungsdatum: 22.07.2003
Beiträge: 2761
Wohnort: Oberfranken

Beitrag(#42879) Verfasst am: 21.10.2003, 23:10    Titel: Re: Kunduz Plus: Bundeswehr darf Drogenbarone nicht bekämpfe Antworten mit Zitat

Sokrateer hat folgendes geschrieben:
... die Truppe darf sich nicht mit den örtlichen Drogenbaronen anlegen.

Da stellt sich natürlich die Frage nach der Sinnhaftigkeit der ganzen Aktion. Subtil ist auch die Tatsache, dass es jetzt statt "Warlord" das Wörtchen "Drogenbaron" verwendet wird. Orwell hätte da seine Freude.


Das ist doch klar ...

den Amis ist nichts an einer Pseudodemokratisierung von Afghanistan gelegen, sie stützen ihren Einfluß auf die "Warlords", deren Untertanen unter dem Regime der Amerikaner endlich wieder Schlafmohn anbauen können, was ihnen unter den Taliban nicht gut bekam ...

Außerdem finanzieren viele (westliche) Dienste ihre schwarzen Kassen durch Drogen- und Waffengeschäfte.

Frage Dich einmal, warum die als illegal erklärten Drogen nicht für bereits Süchtige auf Rezept zu einem Preis in Apotheken abgegeben werden können, der ihnen ein normales Leben ermöglicht, ohne in die Drogenkriminalität abzurutschen ...


Organisierte Drogenkriminalität war in Deutschland immerhin der Vorwand für die Aufhebung des Bankgeheimnisses und für den "großen Lauschangriff", nachdem der dafür inszenierte Plutoniumfake aufgeflogen war.
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Sokrateer
souverän



Anmeldungsdatum: 05.09.2003
Beiträge: 11649
Wohnort: Wien

Beitrag(#42982) Verfasst am: 22.10.2003, 12:02    Titel: Re: Kunduz Plus: Bundeswehr darf Drogenbarone nicht bekämpfe Antworten mit Zitat

Alzi hat folgendes geschrieben:
Frage Dich einmal, warum die als illegal erklärten Drogen nicht für bereits Süchtige auf Rezept zu einem Preis in Apotheken abgegeben werden können, der ihnen ein normales Leben ermöglicht, ohne in die Drogenkriminalität abzurutschen ...

Dahinter steckt nun sicher keine Verschwörung. Der Großteil der Bevölkerung ist dagegen und die Parteien wollen in diesem Punkt niemanden überzeugen, weil sie sonst Stimmen verlieren würden....
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Alzi
registrierter User



Anmeldungsdatum: 22.07.2003
Beiträge: 2761
Wohnort: Oberfranken

Beitrag(#43073) Verfasst am: 22.10.2003, 14:47    Titel: Antworten mit Zitat

Sokrateer hat folgendes geschrieben:
Alzi hat folgendes geschrieben:
Frage Dich einmal, warum die als illegal erklärten Drogen nicht für bereits Süchtige auf Rezept zu einem Preis in Apotheken abgegeben werden können, der ihnen ein normales Leben ermöglicht, ohne in die Drogenkriminalität abzurutschen ...

Dahinter steckt nun sicher keine Verschwörung. Der Großteil der Bevölkerung ist dagegen und die Parteien wollen in diesem Punkt niemanden überzeugen, weil sie sonst Stimmen verlieren würden....


Wer hat denn etwas von einer Verschwörung gesagt?
Es ist einfach Fakt, daß man von staatlicher Seite kurz vor der Abstimmung um den "Lauschangriff" einen Plutoniumschmuggel inszeniert hat und diesen dann, so lange, bis diese Machenschaft aufflog, als Argument für den "Lauschangriff" genutzt hat.

Nachdem dieser Schwindel von der Presse aufgedeckt wurde, hat man sich plötzlich wieder an die gute alte Drogenmaffia erinnert.
(Kein Vorwand kann sooo leicht durchschaubar sein, als daß der Bürger es nicht schlucken würde - den gefaketen Plutoniumdeal hätten sie sich auch schenken können.)

Und es ist Fakt, daß die finanzielle Kontrolle der Bürger und die Aufhebung des Bankengeheimnisses damals mit der organisierten Drogekriminalität begründet wurde. Es wurde sogar die Beweislast umgekehrt !!!! Jetzt muß der Bürger seine Unschuld nachweisen und nicht umgekehrt.


Zitat:
Der pakistanische Geheimdienst und die CIA förderten die Produktion von Heroin, um mit dem Gewinn aus diesem verbrecherischen Geschäft Waffen und anderes Kriegsgerät zu beschaffen, mit denen man den Befreiungskampf der Afghanen gegen die Besatzungsmacht Sowjetunion förderte.
[...]

Während des Taliban - Regimes wurde der Anbau von Schlafmohn für zwei Jahre (1999 und 2000) auf Befehl des religiösen Oberhauptes der Taliban, Mullah Omar, verboten und dieses Verbot wurde auch durchgesetzt. Die Preise für Heroin in den Absatzländern stiegen dadurch an und die Gewinne der Dogen-Mafia erlitten keinen nennenswerten "Schaden".
[...]

Seit Beginn des Krieges der USA und ihrer Verbündeten gegen Taliban und Al Quaida in Afghanistan (Oktober 2001) und insbesondere nach der Regierungsübernahme durch Hamid Karzai (2002) steigt der Anbau von Schlafmohn weiter an. Nicht nur in den "klassischen" Drogenprovinzen Helmand und Nangahar, sondern zunehmend auch in den Nordprovinzen.
Im Jahr 2002 wurden ca. 3400 Tonnen Rohopium gewonnen; das entspricht einer Heroinmenge von ca. 350 Tonnen! Afghanistan steht damit wieder an der Spitze der Heroinproduzenten weltweit.
[Danke, Herr Bush!]


http://www.kinderhilfe-afghanistan.de/afghanistan2.html#opium


(Der Artikel lohnt sich zu lesen)



Ich wäre übrigens nicht sehr überrascht, wenn nach dem Auffliegen einer großen Kinderpornobande ein Gesetz verabschiedet würde, das es dem Staat erlaubt, das Internet in D vollkommen zu kontrollieren und zu zensieren ... vielleicht auch mit einer netten kleinen Beweislastumkehr?

Es ist anzunehmen, daß ein Teil der Nachfrage des gesamten "Kinderpornomarktes" von verdeckten Ermittlern des BKA getätigt wird. Ich sah zu meiner TV-Zeit eine Doku, in der ein BKA-Mann vor laufender Kamera zugab, selbst im "Kinderpornomarkt" tätig zu sein.
Sollte also ein "Kinderpornoring" auffliegen dann kann jeder spekulieren, wie viele verdeckte Ermittler diesen Ring "angeleiert" haben.

Verdeckte Drogenermittler tätigen Großaufträge, um nachher die Leutchen hops zu nehmen, die auf ihren Fake hereingefallen sind - und das sind in der Regel keine professionellen Drogenhändler ...
Das lief übrigens beim Plutoniumfake ähnlich, die Person wurde von einem deutschen Dienst(!) darauf angesprochen, man hat ihr schnell viel Kohle versprochen, (ist ganz einfach, ohne Risiko, nur ein Koffer, du versehst) um dann ein Argument für eine weiter gehende Etablierung des Überwachungsstaates zu haben.



Drogensüchtige müssen sich ihre Drogen natürlich beschaffen, und weil nicht alle Drogensüchtigen Multimillionäre sind, kommt es zur sogenannten Beschaffungskriminalität, welche wohl einen nicht unwesentlichen Anteil an der städtischen Kleinkriminalität ausmacht.

Was genau spricht also dagegen, Drogensüchtigen, die bereits süchtig sind, und die sich ihre bestehende Sucht attestieren lassen, auf Rezept durch die Apotheken mit ihren Drogen zu versorgen?

Auf einen Schlag wäre ein Großteil der Beschaffungskriminalität und ein Teil der Prostitution verschwunden.
Die Süchtigen könnten endlich menschenwürdig leben und wären nicht gezwungen, kriminell zu werden.

Sokrateer, glaubst Du, daß man diese Argumente unseren Staatsbürgern nicht eingängig machen könnte, wenn man wollte?

Aber das praktische Argument der Drogenmaffia würde plötzlich für den Staat wegfallen.
Tausende Drogenfahnder müßten auf Kinderpornos umgeschult werden, die schwarzen Kassen der Dienste würden leerer werden, die Worlords in Afghanistan würden den Amis gehörig zum Marsch aufspielen und die Drogensüchtigen könnten endlich ein würdevolles Leben führen: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt!

Ich glaube nicht, daß die Abgabe von harten Drogen auf Rezept beim Bürger schwieriger durchzusetzen wäre, als die Legalisierung homosexueller Beziehungen.

Drogensüchtige haben eben keine Lobby, dagegen stehen mächtige Interessen dahinter, daß alles so bleibt, wie es ist ...


Und daß die angebliche Drogenbekämpfung der Politiker nur Kasperletheater ist, kann man jetzt sehr klar daran erkennen, daß unter den Augen und der Kontrolle der Amerikaner, in Afghanistan wieder mindestens genau so viel Rohopium gewonnen wird, wie vor den Zeiten der Taliban!


Cui bono - wer hat den Nutzen?
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Wer heilt hat recht!
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Sokrateer
souverän



Anmeldungsdatum: 05.09.2003
Beiträge: 11649
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Beitrag(#43139) Verfasst am: 22.10.2003, 17:19    Titel: Antworten mit Zitat

[quote="Alzi"]Wer hat denn etwas von einer Verschwörung gesagt?
Zitat:

Mit Verschwörung meinte ich das Verbot von gewissen Drogen. Da steckt keine Verschwörung dahinter.

[quote="Alzi"]Sokrateer, glaubst Du, daß man diese Argumente unseren Staatsbürgern nicht eingängig machen könnte, wenn man wollte?

Sicher. Es gibt allerdings keine Partei oder mächtige politische Bewegung, deren Interesse es ist die Bevölkerung mit Nachdruck in diesem Punkt zu überzeugen. Wo wäre da die Motivation dahinter?
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max
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Beiträge: 3055

Beitrag(#43246) Verfasst am: 22.10.2003, 22:09    Titel: Antworten mit Zitat

Sokrateer hat folgendes geschrieben:
Es gibt allerdings keine Partei oder mächtige politische Bewegung, deren Interesse es ist die Bevölkerung mit Nachdruck in diesem Punkt zu überzeugen. Wo wäre da die Motivation dahinter?

Diese Forderung war auch einmal in der SPD und bei den Grünen stark verbreitet, ist aber - wie alles positive - anscheinend über Bord geschmissen worden. Die Motivation dahinter wäre z.B. die Ausschaltung des illegalen Drogenhandels, die Beseitigung der Beschaffungskriminalität etc.

Es sollte eher diskutiert werden, warum die Bundesregierung sich an einem Angriffskrieg beteiligt hat, der in Afghanistan Islamisten, Massenmörder und Drogenhändler (sprich die Warlords) an die Macht gebracht hat.
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The only general I like is called strike
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Woici
ist vollkommen humorlos



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Beitrag(#43248) Verfasst am: 22.10.2003, 22:32    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Es sollte eher diskutiert werden, warum die Bundesregierung sich an einem Angriffskrieg beteiligt hat, der in Afghanistan Islamisten, Massenmörder und Drogenhändler (sprich die Warlords) an die Macht gebracht hat.


Soweit hat doch im "11.9.-Wahn" kein Politiker gedacht (womit denn auch... waren doch die Augen tränenverschleiert das Hirn eh nicht einsatzbereit und fast alle irgendwie ein wenig amerikanisch...) ... sowenig wie der eigentliche Grund für diesen Krieg genannt wurde, nämlich die Sicherstellung der Ölpipeline durch Afghanistan...
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eigentlich bin ich ein ganz netter... und wenn ich freunde hätte, könnten die das auch bestätigen.
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Alzi
registrierter User



Anmeldungsdatum: 22.07.2003
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Beitrag(#43249) Verfasst am: 22.10.2003, 22:42    Titel: Antworten mit Zitat

Sokrateer hat folgendes geschrieben:
Alzi hat folgendes geschrieben:
Sokrateer, glaubst Du, daß man diese Argumente unseren Staatsbürgern nicht eingängig machen könnte, wenn man wollte?

Sicher. Es gibt allerdings keine Partei oder mächtige politische Bewegung, deren Interesse es ist die Bevölkerung mit Nachdruck in diesem Punkt zu überzeugen. Wo wäre da die Motivation dahinter?



In einer Diktatur gäbe es natürlich keine Motivation, denn alle Auswirkungen der Drogenkriminalität würden für den Machterhalt und die Festigung der Diktatur benutzt werden können.

Der Diktator könnte sich für alle Fälle einen starken Polizeiapparat zur Verfügung halten, mit dem Argument, die vielen Spielarten der Drogenkriminalität bekämpfen zu müssen.



Für eine Demokratie gäbe es jedoch einige Motive:

Entkriminalisierung der Süchtigen und deren gesellschaftliche Eingliederung
Süchtige könnten einen Beruf ausüben
Erfüllung des GG Artikel 1, Absatz 1
Kontrolle der Geheimdienste
Abnahme der Kleinkriminalität (weniger aufgebrochene Autos, Häuser, Gartenlauben, Ladendiebstähle, Überfälle)
Einsparungen bei der Polizei und beim BKA
Kein "Anfixen" mehr durch Dealer, da Süchtige ihren Stoff günstig auf Rezept bekämen
Keine zwielichtigen "Waschanlagen" für Drogengelder
Weniger verdeckte Ermittler, die selbst kriminell werden (müssen)
Weniger AIDS, weniger Hepatitis
Weniger Drogentote, da Stoff standartisiert und unverschnitten
Keine erniedringende Drogenprostitution
Die "Warlords" der Welt müßten ihre Kohle auf redliche Art verdienen

...
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Sokrateer
souverän



Anmeldungsdatum: 05.09.2003
Beiträge: 11649
Wohnort: Wien

Beitrag(#46181) Verfasst am: 30.10.2003, 01:23    Titel: Antworten mit Zitat

@max, Alzi:

Ich habe gefragt, worin die Motivation für die Parteien bestünde die Liberalisierung zu unterstützen. Und mit unterstützen meine ich nicht, dass das auf Seite 143 im Parteiprogramm kleingedruckt und notfalls umdeutbar steht, oder das Thema bei einer Wahlveranstaltung für Jugendliche zu erwähnen. Das zählt nicht.
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Critic
oberflächlich



Anmeldungsdatum: 22.07.2003
Beiträge: 14527
Wohnort: Arena of Air

Beitrag(#46183) Verfasst am: 30.10.2003, 01:48    Titel: Antworten mit Zitat

Es mag buchstäblich im Interesse der USA liegen, in ihren strategischen Interessensgebieten einen Cordon von "failed states" zu erschaffen, deren Regimes so schwach sind, daß sie sich nur durch massive Hilfe der USA überhaupt auch nur die Illusion von Macht erhalten können. Die können sich dann wenigstens nicht aufmucken, weil die Islamisten schon wieder an ihre Tür klopfen. Es geht doch nichts über ein bißchen Terror. Mit den Augen rollen
_________________
"Die Pentagon-Gang wird in der Liste der Terrorgruppen geführt"

Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

"Wahrheit läßt sich nicht zeigen, nur erfinden." (Max Frisch)
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