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Schweden: Islamisten fordern bereits Sonderrechte und Schariazustände
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Anmeldungsdatum: 05.05.2006
Beiträge: 91
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Beitrag(#470865) Verfasst am: 10.05.2006, 12:19    Titel: Antworten mit Zitat

Rinderwahn hat folgendes geschrieben:
Also wird man die widerwärtige Genitalverstümmlung ebenfalls durch die Macht der Frauen verhindern können.
Bitte um Aufklärung!


Das setzt erstens bessere Kenntnisse der Freigeister voraus. Aus Voltaire oder Swifts Lende stammt ihr nicht gerade.

Ein guter Einstieg ist Memri.org
MEMRI: Subjects
http://memri.org/subjects.html

Hier vor allem

Reform in the Arab and Muslim World
http://memri.org/reform.html

Das setzt einen Dialog von im Westen ausgebildeten Islamkundigen voraus. Eine Wiederbelebung des theologischen Streitgesprächs.

Eine öffentliche Herausforderung so, daß sie die Herausforderung nicht ablehnen können, ohne das Gesicht zu verlieren

Sind Sie Freigeist im Sinne von Voltaire oder verzagt im Sinne der sieben Schwaben. Was eine tapfere Frau schafft, werden wohl gut ausgebildete Freigeister erst recht schaffen

Arab-American Psychiatrist Wafa Sultan: There is No Clash of Civilizations but a Clash between the Mentality of the Middle Ages and That of the 21st Century"
http://www.memritv.org/Transcript.asp?P1=1050

Video clip
http://www.memritv.org/search.asp?ACT=S9&P1=1050

Die treibt die ganz schön und die beiden Männer wirken recht hilflos. Das funktioniert auch im großen Maßstab.

Beim Streitgespräch widerlegt man dann die Fatwas und Predigten, weil man den Koran und die Haddiths besser auslegt. Das geht. Wenn man will und wortmächtig ist.

Das legt die Saat des Zweifels in die Herzen der Zuschauer und macht es den Patriarchen immer schwerer, ihre Stellung theologisch zu begründen.
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GermanHeretic
Individualoptimist & Kulturpessimist



Anmeldungsdatum: 16.06.2004
Beiträge: 4932

Beitrag(#470867) Verfasst am: 10.05.2006, 12:20    Titel: Antworten mit Zitat

Rinderwahn hat folgendes geschrieben:
http://myblog.de/politicallyincorrect/art/3429520#comm

Zitat:
All das soll dazu dienen, zu demonstrieren, dass der Islam das Recht hat, in Schweden zu existieren,

Ja, das ist Vorschrift für jeden Moslem, der unter dreckigen Heiden lebt. Sich heimlich und still zu ducken, sich anzupassen und zur Not dafür zu lügen, und wenn die Zeit reif ist, die islamische Gesellschaft zu errichten.
_________________
"Nehmen Sie einem Durchschnittsmenschen die Lebenslüge, und Sie nehmen ihm zu gleicher Zeit das Glück." (Henrik Ibsen)
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Anmeldungsdatum: 05.05.2006
Beiträge: 91
Wohnort: Berlin

Beitrag(#470868) Verfasst am: 10.05.2006, 12:24    Titel: Antworten mit Zitat

GermanHeretic hat folgendes geschrieben:

Ja, das ist Vorschrift für jeden Moslem, der unter dreckigen Heiden lebt. Sich heimlich und still zu ducken, sich anzupassen und zur Not dafür zu lügen, und wenn die Zeit reif ist, die islamische Gesellschaft zu errichten.


Ich sehe nicht den geringsten Unterschied zum Verhalten der christlichen Kirchen im römischen Reich und zum gegenwärtigen Verhalten. Oder glaubst du, nur die Moslems sind eine Gefahr für die offene Gesellschaft. Dann irrst du dich gewaltig.

Ich bemerke den Versuch, die katholische Kirche als Schutzmacht gegen den Islam aufzubauen. Durch die Hintertür das säkularisierte Europa zurückzugewinnen.

Vielleicht hast du es noch nicht mitgekriegt. Wir leben im zweiten Zeitalter der Gegenreformation und der Gegenaufklärung
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Rinderwahn
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Anmeldungsdatum: 02.07.2004
Beiträge: 3013

Beitrag(#470879) Verfasst am: 10.05.2006, 12:45    Titel: Antworten mit Zitat

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:
Rinderwahn hat folgendes geschrieben:
Also wird man die widerwärtige Genitalverstümmlung ebenfalls durch die Macht der Frauen verhindern können.
Bitte um Aufklärung!


Das setzt erstens bessere Kenntnisse der Freigeister voraus. Aus Voltaire oder Swifts Lende stammt ihr nicht gerade.


Du scheinst sehr viel über die Moslemreligion zu wissen, dieses Wissen wird mir verwehrt - was wohl am Fehlen meiner Arabischkenntnisse liegt. Da ich annehme, dass die Medien auch kein Koranarabisch beherschen, sollte man deren gestreute Ängste in diese Richtung nicht besonders Ernst nehmen.

Vielleicht sollte man sogar diesen Anti-Islam-Jargon überhaupt verbieten. Schulterzucken
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Zwischenrufer
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Anmeldungsdatum: 05.05.2006
Beiträge: 91
Wohnort: Berlin

Beitrag(#470887) Verfasst am: 10.05.2006, 13:05    Titel: Antworten mit Zitat

Rinderwahn hat folgendes geschrieben:
[

Du scheinst sehr viel über die Moslemreligion zu wissen, dieses Wissen wird mir verwehrt - was wohl am Fehlen meiner Arabischkenntnisse liegt. Da ich annehme, dass die Medien auch kein Koranarabisch beherschen, sollte man deren gestreute Ängste in diese Richtung nicht besonders Ernst nehmen.


Muß man auch nicht. Aber man sollte zumindest die Möglichkeiten von memri und einige Zeitungen nutzen sowie einige Fatwas kennen, die man gegen die einfachen Moslems ins Felde führen kann. Denen widerspricht doch keiner. Man muß sie verunsichern, daß sie zu ihren Mullahs laufen müssen. Dann muß man diese Mullahs verunsichern, bis sie sich alle um die Bastionen der Rechtssamkeit scharen.

Das ist dann eine Belagerung.

Die eigentliche Auseinandersetzung muß man schon theologisch und kulturell versierten Aufklärer überlassen, die es schaffen, gegen die Besten der islamischen Rechtsgelehrten zu bestehen. Arabisch alleine recht nicht, da muß man schon den Koran und alle Ausleger parat haben.

Wir sind doch vor allem deshalb in der Verteidigung, weil uns erstklassigen Streiter fehlen. Diese Mullahs sind mit ihren eigenen Waffen zu schlagen, vorausgesetzt man kennt genau diese Waffen und ihre Achillesferse.

Mann Gottes, daß sind doch keine unüberwindliche Unsterbliche. Das sind Sterbliche, fehlbare Menschen und die kann man besiegen.

Wenn man es WILL.

Arabisch kann ich auch nicht, es interessiert mich wie beim Christentum die Dogmen- und Mythengeschichte. Danach verdichten sich die Hinweise, daß der Islam als christliche Abschnürung begann. Er wird eine der unterlegende theologischen Auffassungen im Trinitätsstreit gewesen sein.

Der Wandlung des Bischofs zum geistlichen Amt ist doch nicht von Anfang gewesen. Der fehlt im Islam, wie die ganze Hierarchie, dafür gab es den Propheten. Ähnlich wie bei den frühen christlichen Gemeinden.
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Rinderwahn
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Anmeldungsdatum: 02.07.2004
Beiträge: 3013

Beitrag(#470908) Verfasst am: 10.05.2006, 13:33    Titel: Antworten mit Zitat

@Zwischenrufer,

deine Zeilen sind ja schön und gut. Ich unterstütze eine Deeskalation.

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:
Wir sind doch vor allem deshalb in der Verteidigung, weil uns erstklassigen Streiter fehlen. Diese Mullahs sind mit ihren eigenen Waffen zu schlagen, vorausgesetzt man kennt genau diese Waffen und ihre Achillesferse.


Wer soll sich für diese Funktion zur Verfügung stellen? Welche Kompetenzen bräuchte ein erstklassiger Streiter für die Verteidigung - was sind die Waffen der Mullahs?

Schreist du etwa nach einem offenen Krieg?
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Sokrateer
souverän



Anmeldungsdatum: 05.09.2003
Beiträge: 11649
Wohnort: Wien

Beitrag(#470914) Verfasst am: 10.05.2006, 13:40    Titel: Antworten mit Zitat

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:

Ein Freigeist sollte ein Mensch sein, der Offenbarungsschriften anders als die Fundamentalisten interpretieren kann, weil er andere, zum Beispiel historische, Quellen zu Rate zieht.

Ein Freigeist muss überhaupt nichts interpretieren. Relevant ist, wie die Muslime die Texte interpretieren und welche Interpretationen populär sein werden.

Auch das liberale Christentum stützt sich auf die wörtliche Auslegung unzähliger Passagen. Das Laienvolk braucht das einfach zu verstehende Wort.

Du sprichst von historischen Quellen, die du zur Interpretation nutzt? Nenne diese Quellen! Welche Texte sollen das sein?

Du hast erwähnt, dass die Anstachelung von Angriffskriegen durch Mohammed&Co nicht auf die heutige Zeit anzuwenden wären. Osama Bin Laden widerspricht dir nur in einem Punkt. Er zeigte die Parallelen zwischen der damaligen Zeit und der heutigen auf um so seine Kriegserklärung gegen die USA zu rechtfertigen. Er benutzt das gleiche Auslegungs-Prinzip wie du, nur mit fatal anderem Ergebnis.

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:
Wenn man Religion wie eine Krankheit, zum Beispiel eine Virusinfektion interpretiert, durchläuft diese erst eine virulente Phase, in der sie die neue Umgebung tötet. Die angepaßten Formen der Religion werden dann kompatibel mit der offenen Gesellschaft

Das ist ein uinzulässiger Vergleich, weil die Religion auch die Gesellschaft verändert. Ein Virus verändert seinen Wirt nicht. Religionen können ihre eigene Gesellschaft autark reproduzieren und forcieren das auch, indem sie ihre Mitglieder anhalten möglichst viele Kinder zu bekommen.

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:
Die Genitalverstümmlung ist ein vorislamischer Brauch, hat nichts mit dem Islam zu tun. Das kann man nachweisen.

Die Genitalverstümmelung ist bei Burschen vorgeschrieben. Das wirst du ja wohl nicht abstreiten.
Auch die weibliche Genitalverstümmelung ist Sunna. D.h. sie wurde laut Hadithen von wichtigen Muslimen aus der Frühzeit praktiziert.

Zu Behaupten die Genitalverstümmelung hätte nichts mit dem Islam zu tun, ist, wie, wenn man behaupten würde die Zölibatspflicht wäre nicht Teil des Christentums. Ja, manche Kirchen lehnen es ab, andere beförworten es. Das ist anzuerkennen.

Der Hinweis darauf, dass die Genitalverstümelung vorislamisch sei, heißt auch nichts. Genauso könntest du behaupten Weihnachten und Ostern wären nicht christlich, weil diese Feste auch in der vorchristlichen Zeit praktiziert wurden.

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:

Das Schächten also das völlige Ausbluten des geschlachteten Tieres ist wahrscheinlich die gesündere Variante. Es gibt ernsthafte Hinweise, daß Blutreste im Fleisch krebsfördernd sind. Erst recht unter den klimatischen Bedingungen der Tropen. Das ist also eine vernünftige Sitte mit einem religiösen Mantel.

Zeige mir die Studie, die das belegt. (Der Orient liegt übrigens nicht in den Tropen)
Was ist mit den Tieren? Das Schächten ist der grausamste Tod für Tiere schlechthin. Und es wird nur deshalb weiter praktiziert, weil irgendwelche Religionsgründer es für nötig hielten das in ihre Bücher zu schreiben.

Und genau hier liegt das Problem mit dem Islam. Der Koran und die Hadithe enthalten unzählige solcher Regeln. Darunter sind konkrete Gesetze über Ehe, Scheidung, Krieg, Prügelstrafe, Kunst, usw. Dadurch, dass das alles schon von Gott bestimmt wurde, haben Demokratie und Freiheit in diesem Umfeld keine Luft.

Wirst du all diese Regeln als "sinnvolle Sitte im religiösen Mantel" verteidigen?

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:

Eine Fatwa eines Mullahs ist nicht ein Weltuntergang. Ein Mullah ist kein Papst. Eine Fatwa eine Großmuftis ist etwas anderes.

Wie die Fatwa des saudischen Großmufti, die die Zwangsehe verbietet.

Was hältst du von der jüngsten Fatwa des ägyptischen Muftis, der jegliche Statuen verboten hat?

Das Problem mit dem gutgemeinten Verbot der Zwangsehe in diesen Staaten ist die ebenfalls vom Islam geforderte strikte Geschlechtertrennung. Wie sollen denn zwei Menschen zueinander finden, wenn sie sich gar nicht kennenlernen dürfen, wenn der Mann nicht einmal den Gesichtsausdruck der Frau erkennen kann?
Unter diesen, vom Islam geforderten Umständen, sind arrangierte Ehen die einzige Lösung.

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:
GermanHeretic hat folgendes geschrieben:

Ja, das ist Vorschrift für jeden Moslem, der unter dreckigen Heiden lebt. Sich heimlich und still zu ducken, sich anzupassen und zur Not dafür zu lügen, und wenn die Zeit reif ist, die islamische Gesellschaft zu errichten.


Ich sehe nicht den geringsten Unterschied zum Verhalten der christlichen Kirchen im römischen Reich und zum gegenwärtigen Verhalten. Oder glaubst du, nur die Moslems sind eine Gefahr für die offene Gesellschaft. Dann irrst du dich gewaltig.

Selsamer Vergleich. Die Christen haben doch die wesentlich offenere römische Gesellschaft zu Fall gebracht und eine keusche Theokratie daraus gemacht.
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GermanHeretic
Individualoptimist & Kulturpessimist



Anmeldungsdatum: 16.06.2004
Beiträge: 4932

Beitrag(#470917) Verfasst am: 10.05.2006, 13:44    Titel: Antworten mit Zitat

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:
Ich sehe nicht den geringsten Unterschied zum Verhalten der christlichen Kirchen im römischen Reich und zum gegenwärtigen Verhalten. Oder glaubst du, nur die Moslems sind eine Gefahr für die offene Gesellschaft. Dann irrst du dich gewaltig.

Was Du nicht sagst. Natürlich fallen mir da noch ein paar Kandidaten ein: Christen, IDler, Faschisten, Typen wie DerTorsten, radikale Sikhs. Nur, ist der Islam momentan die größte Gefahr für die die freie Gesellschaft. Und bevor ich Angst haben muß, daß ich mir bald die Haare nicht mehr schneiden darf, weil das die religiösen Gefühle der Sikhs verletzt, mache ich mir lieber ganz akut Sorgen darum, ob ein von mir geäußerter Witz nicht zu einer brennenden Botschaft in Absurdistan führt.

Zitat:
Ich bemerke den Versuch, die katholische Kirche als Schutzmacht gegen den Islam aufzubauen. Durch die Hintertür das säkularisierte Europa zurückzugewinnen.

Vielleicht hast du es noch nicht mitgekriegt. Wir leben im zweiten Zeitalter der Gegenreformation und der Gegenaufklärung
Wer von uns beiden jubelt denn hier die religiöse Hirnseuche hoch? ich bemerke das durchaus, daß diverse Christen gerade versuchen, im Kielwasser des Terrors nach vorn zu schwimmen. Was man so an Kommentaren zu Popetown hört ("Mit den Moslems hättet ihr euch das nicht getraut."), da kommt mir das kalte Kotzen. Klar, Freiheit ist davon abhängig, wieviel Terror von Andersdenkenden kommt.
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Sokrateer
souverän



Anmeldungsdatum: 05.09.2003
Beiträge: 11649
Wohnort: Wien

Beitrag(#470922) Verfasst am: 10.05.2006, 13:56    Titel: Antworten mit Zitat

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:

Sind Sie Freigeist im Sinne von Voltaire oder verzagt im Sinne der sieben Schwaben. Was eine tapfere Frau schafft, werden wohl gut ausgebildete Freigeister erst recht schaffen

Arab-American Psychiatrist Wafa Sultan: There is No Clash of Civilizations but a Clash between the Mentality of the Middle Ages and That of the 21st Century"
http://www.memritv.org/Transcript.asp?P1=1050

Video clip
http://www.memritv.org/search.asp?ACT=S9&P1=1050

Die treibt die ganz schön und die beiden Männer wirken recht hilflos. Das funktioniert auch im großen Maßstab.

Beim Streitgespräch widerlegt man dann die Fatwas und Predigten, weil man den Koran und die Haddiths besser auslegt. Das geht. Wenn man will und wortmächtig ist.

Das legt die Saat des Zweifels in die Herzen der Zuschauer und macht es den Patriarchen immer schwerer, ihre Stellung theologisch zu begründen.

Du verstehst offenbar kein Englisch. Anders kann ich mir nicht vorstellen, warum du Wafa Sultan auf deiner Seite wähnst. Sie ist eine Atheistin, die in den USA lebt, den Islam entschieden ablehnt und im in diesem Thread sicherlich Xamanoth und mir zustimmen würde und sicherlich nicht dir.

Beispiel:
Zitat:
Wafa Sultan: "Die Muslime waren die ersten, die diesen Ausdruck benutzten. Die Muslime haben mit dem Kampf der Kulturen angefangen. Der Prophet des Islams sagte: "Ich habe den Auftrag, die Menschen zu bekämpfen bis sie an Allah und seine Propheten glauben." Als die Muslime die Menschen in Muslime und Nicht-Muslime einteilten und dazu aufriefen, die anderen solange zu bekämpfen bis sie an das glauben, an was sie selbst glauben, haben sie den Kampf der Kulturen eingeläutet und diesen Krieg angefangen. Für diesen Krieg müssen sie [heute lediglich] ihre islamischen Bücher und Studieninhalte studieren, die voll von Forderungen nach takfir [3] und dem Kampf gegen die Ungläubigen sind.


Überzeuge dich selbst davon in der Deutschen Übersetzung

Wafa Sultan bekam in meinem Thread über ihre Aussagen rege Zustimmung hier im Forum: Arabische Atheistin kritisiert Islam auf Al-Jazeera

Was sie sicherlich nicht macht, ist irgendwelche Hadithe besser auszulegen und ähnlichen Unsinn. Warum sollte sie? Sie glaubt nicht an den Schmarrn. Sieh dir mal im Vergleich dazu die Musliminnen an, die innerhalb des Islam reformieren wollen. (gibt genug dazu auf Memri) Die kommen mit peinlichen und schwachen Argumenten.
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Anmeldungsdatum: 05.05.2006
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Beitrag(#470923) Verfasst am: 10.05.2006, 14:00    Titel: Antworten mit Zitat

Sokrateer hat folgendes geschrieben:

Zeige mir die Studie, die das belegt. (Der Orient liegt übrigens nicht in den Tropen)
Was ist mit den Tieren? Das Schächten ist der grausamste Tod für Tiere schlechthin. Und es wird nur deshalb weiter praktiziert,


Wußtstest du das nicht?

Red meat consumption and risk of cancers of the proximal colon, distal colon and rectum: The Swedish Mammography Cohort
http://www3.interscience.wiley.com/cgi-bin/abstract/109720142/ABSTRACT?CRETRY=1&SRETRY=0

Red Meat and Colon Cancer: The Cytotoxic and Hyperproliferative Effects of Dietary Heme -- Sesink et al. 59 (22): 5704 -- Cancer Research
"Red Meat and Colon Cancer"
http://cancerres.aacrjournals.org/cgi/content/abstract/59/22/5704

Ich bin im Augenblick nicht dazu in der Lage, dir vollständig darauf zu antworten. Ich nehme an, du hast Zugang zu einer Datenbank oder kannst scholar.google selbst bedienen.

Koscher leben in Deutschland: Schächten
"So stirbt das Tier oft qualvoll, weil die Schlachtwerkzeuge stumpf, schartig oder rostig sind. "
http://www.hagalil.com/judentum/koscher/m-shoch1.htm

"Elektroschock loest islamisches Problem

Die vorherige Betaeubung der Tiere durch Stromstoesse werde den islamischen Anforderungen gerecht, beschloss das Gericht. Es berief sich dabei auch auf eine gutachterliche Stellungnahme der Geistlichen Zentrale des Islam an der Al-Azhar-Universitaet in Kairo. Ihr Rektor erklaert die vorherige elektrische Betaeubung eindeutig fuer zulaessig. Die Anwendung der elektrischen Betaeubung aendert auch den Status der Schlachtmethod"
http://www.hagalil.com/judentum/koscher/m-shoch1.htm

Hast du schon mal ein Huhn geschlachtet? Oder ein Karnickel? Ich selbst esse kaum Fleisch, aber ich habe Verwandte, die diese Tiere halten. Ich weiß also wie das geht.

Ich stimme mit dir überein, daß der Fleischverbrauch erfreulich niedrig wäre, wenn jeder die Tiere selber schlachten müßte.

Das Töten durch Ersticken wie bei den Löwen ist wohl deutlich grausamer. Auch die Giftkapseln sind kein angenehmer Tod.

Zitat:
weil irgendwelche Religionsgründer es für nötig hielten das in ihre Bücher zu schreiben.


Mach die mal sachkundig. "Am Anfang war die Ökologie", da werden die Hygienevorschriften sehr gut erklärt. Sie hatten den Vorteil, daß bei den großen Choleraepidemien in Preussen signifikant weniger Juden als Christen starben.[/i]
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Anmeldungsdatum: 05.05.2006
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Beitrag(#470926) Verfasst am: 10.05.2006, 14:10    Titel: Antworten mit Zitat

[quote="Sokrateer"]
Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:

Sind Sie Freigeist im Sinne von Voltaire oder verzagt im Sinne der sieben Schwaben. Was eine tapfere Frau schafft, werden wohl gut ausgebildete Freigeister erst recht schaffen

Du verstehst offenbar kein Englisch. Anders kann ich mir nicht vorstellen, warum du Wafa Sultan auf deiner Seite wähnst. Sie ist eine Atheistin, die in den USA lebt, den Islam entschieden ablehnt und im in diesem Thread sicherlich Xamanoth und mir zustimmen würde und sicherlich nicht dir.


Gut, ich habe da zwei Sachen vermengt. Ich meinte das Auftreten von ihr, nicht ihre Argumentationsweise. Das hätte ich trennen sollen.

Wie Frau Sultan muß man auftreten, wenn man diesen Disput gewinnen will.

Nur mit einem Atheistischen Ansatz treibst du den Islam nicht in den Defensive. Da mußt du schon die Widersprüche nutzen.

Ich denke mehr wie ein Ingenieur, nicht wie ein Geisteswissenschaftler. Also alle Möglichkeiten nutzen, die es erlauben, das Ziel zu erreichen. Ziel ist Erosion und Abtrag des Islam.
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Anmeldungsdatum: 05.05.2006
Beiträge: 91
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Beitrag(#470928) Verfasst am: 10.05.2006, 14:12    Titel: Antworten mit Zitat

GermanHeretic hat folgendes geschrieben:
Wer von uns beiden jubelt denn hier die religiöse Hirnseuche hoch?


Niedlich, der Kleine. Schon mal was von Schlagen aus der Nachhand gehört?
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GermanHeretic
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Anmeldungsdatum: 16.06.2004
Beiträge: 4932

Beitrag(#470930) Verfasst am: 10.05.2006, 14:13    Titel: Antworten mit Zitat

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:
Nur mit einem Atheistischen Ansatz treibst du den Islam nicht in den Defensive. Da mußt du schon die Widersprüche nutzen.

Also mit marxistischer Dialektik als nicht atheistischer Ansatz? Am Kopf kratzen
_________________
"Nehmen Sie einem Durchschnittsmenschen die Lebenslüge, und Sie nehmen ihm zu gleicher Zeit das Glück." (Henrik Ibsen)
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Anmeldungsdatum: 05.05.2006
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Beitrag(#470934) Verfasst am: 10.05.2006, 14:22    Titel: Antworten mit Zitat

GermanHeretic hat folgendes geschrieben:
Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:
Nur mit einem Atheistischen Ansatz treibst du den Islam nicht in den Defensive. Da mußt du schon die Widersprüche nutzen.

Also mit marxistischer Dialektik als nicht atheistischer Ansatz? Am Kopf kratzen


Ich nutze gerne bildliche Vergleiche. Sieh dir einen alten Kampf von Muhammed Ali und dort seine Beweglichkeit an. Hin- und wieder Zurückweichen nicht aus Angst, sondern um ihn in deiner Rückwärtsbewegung anzugreifen.

Die machen es doch auch nicht anders.

Zugeständnisse mit dem Ziel, sie nur vorübergehend zu akzeptieren. Das machen Sie nur da, wo sie zu Recht ihre Achillesfersen vermuten

Das ist ein geistiger Krieg und den muß man gewinnen

PS: Kann es sein, daß du einer Diesseitsreligion anhängst.
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Sokrateer
souverän



Anmeldungsdatum: 05.09.2003
Beiträge: 11649
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Beitrag(#470940) Verfasst am: 10.05.2006, 14:32    Titel: Antworten mit Zitat

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:
Sokrateer hat folgendes geschrieben:

Zeige mir die Studie, die das belegt. (Der Orient liegt übrigens nicht in den Tropen)
Was ist mit den Tieren? Das Schächten ist der grausamste Tod für Tiere schlechthin. Und es wird nur deshalb weiter praktiziert,


Wußtstest du das nicht?

Red meat consumption and risk of cancers of the proximal colon, distal colon and rectum: The Swedish Mammography Cohort

Und was hat das mit dem Thema zu tun?
Ist dir hoffentlich klar, dass "red meat" einfach eine Bezeichnung für eine gewisse Klasse von Fleischarten wie Rindfleisch ist und nichts mit Schächten oder Blut zu tun hat? Schweinefleisch ist übrigens "white meat". Warum ist also Rindfleisch erlaubt und Schweinefleisch verboten?

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:

Koscher leben in Deutschland: Schächten
"So stirbt das Tier oft qualvoll, weil die Schlachtwerkzeuge stumpf, schartig oder rostig sind. "
http://www.hagalil.com/judentum/koscher/m-shoch1.htm

Dieser Artikel ist voller Lügen.

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:
Die sofort nach dem Schnitt einsetzende Blutleere im Gehirn macht das Tier unempfindlich fuer alle Empfindungen. Nach etwa drei Sekunden zeigt die Gehirnregistrierung, dass das Tier bewusstlos ist. Die Kraempfe der Muskeln kommen erst spaeter und sind, so Levinger, sicher nur das Resultat von Sauerstoffmangel und nicht der Schmerzen. Schon am 18. Februar 1930 beschaeftigte sich der Reichstag in Berlin mit diesem Thema. Nach einem wissenschaftlichen Gutachten des Reichsgesundheitsamtes fassten die Politiker damals den Beschluss, wonach (juedisches) Schaechten nicht als Tierquaelerei zu betrachten sei. Zahlreiche Wissenschaftler haben damals wie heute die Vorwuerfe zurueckgewiesen, wonach Tiere durch das Schaechten gequaelt wuerden.

Hier liegt die Lüge. Dadurch, dass das Tier verkehrt herum hängt, bleibt das Blut besonders lange im Gehirn, wodurch es die Quälerei besonders lange erlebt. Und die Qual kommt nicht von rostigen Messern, sondern davon, dass das Tier Atemnot hat und auch noch das eigene Blut in die Lunge bekommt und das eben besonders lange miterleben muss.

Witzig ist auch, dass sich eine jüdische Zeitschrift auf ein Urteil aus der Nazi-Zeit bezüglich der Unbedenklichkeit von Grausamkeit bezieht.

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:
"Elektroschock loest islamisches Problem

Das ist in der Tat ein Fortschritt, wodurch das Problem für den Islam gelöst sein dürfte. Das war mir bekannt, wobei mir nicht klar ist, inwieweit sich diese Sichtweise durchgesetzt hat. Die jüdische Lehrmeinung erlaubt das Betäuben aber nicht.
Das Schächten mit Elektroshock ist jedenfalls eine umständliche technische Lösung für ein Problem, das es ohne Religion nicht gäbe.

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:
Das Töten durch Ersticken wie bei den Löwen ist wohl deutlich grausamer. Auch die Giftkapseln sind kein angenehmer Tod.

Löwenmänchen töten auch manchmal die Kinder ihres Vorgängers. Sehe nicht ein, warum wir unsere Ethik vom Tierreich abschauen sollten.

Am Ende des Hagalil-Artikels werden die eigenen Lügen übrigens entlarvt:
Zitat:

Tierschutzgesetz im Wortlaut
Eine Ausnahme vom Verbot, warmbluetige Tiere ohne Betaeubung zu schlachten, kann nach Artikel 4a Absatz 2 Nr. 2 TierSchG zum Zwecke der Nahrungsmittelversorgung nur zugelassen werden, wenn objektiv festgestellt wird, dass zwingende Vorschriften einer Religionsgemeinschaft den Genuss von Fleisch nicht geschaechteter Tiere verbieten; eine individuelle Glaubensueberzeugung vom Bestehen eines solchen Verbots reichen nicht aus.

Witzig, dass es im Tierschutzgesetz eine Ausnahme gibt, die Tierquälerei zu religiösen Zwecken erlaubt.

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:
Mach die mal sachkundig. "Am Anfang war die Ökologie", da werden die Hygienevorschriften sehr gut erklärt. Sie hatten den Vorteil, daß bei den großen Choleraepidemien in Preussen signifikant weniger Juden als Christen starben.[/i]

Warum lebst du eigentlich nicht koscher, wenn es so toll und sinnvoll ist?
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Heike J
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Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 26284

Beitrag(#470943) Verfasst am: 10.05.2006, 14:41    Titel: Antworten mit Zitat

Sokrateer hat folgendes geschrieben:

Ist dir hoffentlich klar, dass "red meat" einfach eine Bezeichnung für eine gewisse Klasse von Fleischarten wie Rindfleisch ist und nichts mit Schächten oder Blut zu tun hat? Schweinefleisch ist übrigens "white meat". Warum ist also Rindfleisch erlaubt und Schweinefleisch verboten?


Schweinefleisch gehört wie Rindfleich zu "rotem Fleisch". "Weißes Fleisch" ist Geflügel.
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joyborg
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Anmeldungsdatum: 20.01.2004
Beiträge: 2235

Beitrag(#470947) Verfasst am: 10.05.2006, 14:44    Titel: Antworten mit Zitat

Sokrateer hat folgendes geschrieben:

Ist dir hoffentlich klar, dass "red meat" einfach eine Bezeichnung für eine gewisse Klasse von Fleischarten wie Rindfleisch ist und nichts mit Schächten oder Blut zu tun hat? Schweinefleisch ist übrigens "white meat".


@Sokrateer, ich glaube da irrst du. Schweinefleisch ist auch "red meat".

edit @Heike J. zynisches Grinsen
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Sokrateer
souverän



Anmeldungsdatum: 05.09.2003
Beiträge: 11649
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Beitrag(#470948) Verfasst am: 10.05.2006, 14:48    Titel: Antworten mit Zitat

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:

Gut, ich habe da zwei Sachen vermengt. Ich meinte das Auftreten von ihr, nicht ihre Argumentationsweise. Das hätte ich trennen sollen.

Wie Frau Sultan muß man auftreten, wenn man diesen Disput gewinnen will.

Was ist, wenn die anderen den gleichen Stil verwenden? Angriffig und selbstbewusst sind viele Islamisten.

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:
Nur mit einem Atheistischen Ansatz treibst du den Islam nicht in den Defensive. Da mußt du schon die Widersprüche nutzen.

Atheisten lehnen Religionen unter anderem wegen ihrer Widersprüche ab. Aber es gibt auch wesentlich gewichtigere Gründe.

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:
Ich denke mehr wie ein Ingenieur, nicht wie ein Geisteswissenschaftler. Also alle Möglichkeiten nutzen, die es erlauben, das Ziel zu erreichen. Ziel ist Erosion und Abtrag des Islam.

Deine bildlichen Vergleiche sind unfassbar schlecht. Ingenieure verursachen Erosion?

Ich bin auch dafür die besten Möglichkeiten zu nutzen. Aber du bist es doch, der eine Beschränkung auf die Methode der liberalen Reformation mit neuen Auslegungen fordert. Und das forderst du noch dazu von uns, die überhaupt nichts vom Islam halten. Warum sollten wir so tun als würden wir den Islam toll finden und uns mit der Sisyphos-Aufgabe belasten eine liberale Interpretation zu finden?

Geh mal in ein Fundamentalisten-Forum und debattiere und überzeuge dort ein paar Muslimen von deinem neuen liberalen Islam.
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pyrrhon
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Anmeldungsdatum: 22.05.2004
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Beitrag(#470950) Verfasst am: 10.05.2006, 14:50    Titel: Antworten mit Zitat

Sokrateer hat folgendes geschrieben:
Atheisten lehnen Religionen unter anderem wegen ihrer Widersprüche ab. Aber es gibt auch wesentlich gewichtigere Gründe.

Zum Beispiel den, dass es keine gewichtigen Gründe dafür gibt.
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Umunmutamnak
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Anmeldungsdatum: 30.11.2005
Beiträge: 1725

Beitrag(#470951) Verfasst am: 10.05.2006, 15:01    Titel: Antworten mit Zitat

Sokrateer hat folgendes geschrieben:
Hier liegt die Lüge. Dadurch, dass das Tier verkehrt herum hängt, bleibt das Blut besonders lange im Gehirn, wodurch es die Quälerei besonders lange erlebt. Und die Qual kommt nicht von rostigen Messern, sondern davon, dass das Tier Atemnot hat und auch noch das eigene Blut in die Lunge bekommt und das eben besonders lange miterleben muss.


Nun gut, ich muß z.B. offen gestehen, daß ich da keine große Ahnung habe. Woher hast du diese Informationen?

- Nicht, daß ich jetzt dieses Thema überbewerten will - Mich interessiert eher, wo man überall Informationen über den jüdischen Schächt-Vorgang bekommen kann.

Sokrateer hat folgendes geschrieben:

Witzig ist auch, dass sich eine jüdische Zeitschrift auf ein Urteil aus der Nazi-Zeit bezüglich der Unbedenklichkeit von Grausamkeit bezieht.


Nun ja, auch Witzigkeit ist ja letzten Endes eine Geschmacksfrage.

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:
"Elektroschock loest islamisches Problem

Sokrateer hat folgendes geschrieben:

Das ist in der Tat ein Fortschritt, wodurch das Problem für den Islam gelöst sein dürfte. Das war mir bekannt, wobei mir nicht klar ist, inwieweit sich diese Sichtweise durchgesetzt hat. Die jüdische Lehrmeinung erlaubt das Betäuben aber nicht.
Das Schächten mit Elektroshock ist jedenfalls eine umständliche technische Lösung für ein Problem, das es ohne Religion nicht gäbe.

Sokrateer hat folgendes geschrieben:

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:
Löwenmänchen töten auch manchmal die Kinder ihres Vorgängers. Sehe nicht ein, warum wir unsere Ethik vom Tierreich abschauen sollten.

Am Ende des Hagalil-Artikels werden die eigenen Lügen übrigens entlarvt:
Zitat:

Tierschutzgesetz im Wortlaut
Eine Ausnahme vom Verbot, warmbluetige Tiere ohne Betaeubung zu schlachten, kann nach Artikel 4a Absatz 2 Nr. 2 TierSchG zum Zwecke der Nahrungsmittelversorgung nur zugelassen werden, wenn objektiv festgestellt wird, dass zwingende Vorschriften einer Religionsgemeinschaft den Genuss von Fleisch nicht geschaechteter Tiere verbieten; eine individuelle Glaubensueberzeugung vom Bestehen eines solchen Verbots reichen nicht aus.

Witzig, dass es im Tierschutzgesetz eine Ausnahme gibt, die Tierquälerei zu religiösen Zwecken erlaubt.


Bei allen diesen Überlegungen - ob berechtigt oder unberechtigt, ich weiß es nicht (betone dies nochmals) ist zu berücksichtigen, daß es sich hierbei um Tiere handelt, welche - dies soll jetzt nicht diese Problematik relativieren, sofern sie vorhanden ist - in den meisten Kulturen ausgiebig und gern verspeist werden.

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:
Mach die mal sachkundig. "Am Anfang war die Ökologie", da werden die Hygienevorschriften sehr gut erklärt. Sie hatten den Vorteil, daß bei den großen Choleraepidemien in Preussen signifikant weniger Juden als Christen starben.[/i]

Warum lebst du eigentlich nicht koscher, wenn es so toll und sinnvoll ist?


Um die Frage mal auf mich zu beziehen: weil es unglaublich kompliziert ist. - letztens mußte ich übrigens bestürzt feststellen, daß im Gebetsraum einer Synagoge -nun ja -Süßigkeiten verzehrt wurden, bei denen es aus meiner Sicht nicht - nun ja - evt. ja nicht so ganz 100%-tig koscher zuging. Ich weiß es aber nicht wirklich.


Zuletzt bearbeitet von Umunmutamnak am 10.05.2006, 15:11, insgesamt einmal bearbeitet
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Zwischenrufer
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Anmeldungsdatum: 05.05.2006
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Beitrag(#470952) Verfasst am: 10.05.2006, 15:03    Titel: Antworten mit Zitat

Sokrateer hat folgendes geschrieben:

Ist dir hoffentlich klar, dass "red meat" einfach eine Bezeichnung für eine gewisse Klasse von Fleischarten wie Rindfleisch ist und nichts mit Schächten oder Blut zu tun hat? Schweinefleisch ist übrigens "white meat". Warum ist also Rindfleisch erlaubt und Schweinefleisch verboten?

NoNa, wäre ich nicht darauf gekommen. Kann es sein, daß ich die passende Suche auf die Schnelle nicht wußte. Ich habe es ausnahmsweise nicht gleich gefunden, was ich abgelegt hatte. Wußte ich, daß ich nachweisen soll, daß Blut karzinogen ist. Ich fand die Nachricht interessant und habe sie abgelegt. Bloß wo.
1. Das Karzinogen ist tatsächlich das Restblut
2. Nein, die Wissenschaftler sind keine Juden

Zum Schwein Da gibt es verschiedene Auslegungen
Möglicherweise ist die Erklärung viel simpler. Hüttermann denkt, daß es daran liegt, das ein Schwein zumindest im Orient die gleichen Nahrungsresourcen wie der Mensch nutzt.
Zitat:

Hier liegt die Lüge. Dadurch, dass das Tier verkehrt herum hängt, bleibt das Blut besonders lange im Gehirn, wodurch es die Quälerei besonders lange erlebt. Und die Qual kommt nicht von rostigen Messern, sondern davon, dass das Tier Atemnot hat und auch noch das eigene Blut in die Lunge bekommt und das eben besonders lange miterleben muss.

Klingt plausibel. Ich ging vom Schlachten des Huhnes und des Kanin aus, wo der Kopf abgetrennt wird.

Zitat:

Das Schächten mit Elektroshock ist jedenfalls eine umständliche technische Lösung für ein Problem, das es ohne Religion nicht gäbe.

Wir wollen doch bitte festhalten, daß das Töten nie ein Jauchzen für die Hauptperson ist.

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:
Das Töten durch Ersticken wie bei den Löwen ist wohl deutlich grausamer. Auch die Giftkapseln sind kein angenehmer Tod.

Sehe nicht ein, warum wir unsere Ethik vom Tierreich abschauen sollten.[/quote]
Ich auch nicht.

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:
Warum lebst du eigentlich nicht koscher, wenn es so toll und sinnvoll ist?

Gute Frage, muß ich darüber nachdenken. Auch ein Atheist kann ja Hygienevorschriften einhalten.

Moment mal, muß die Milchkuh vor dem Melken getötet werden? Du erschütterst mich. Wie soll ich da noch ruhigen Gewissens Milchprodukte verzehren. Kurz gesagt, ich esse so selten Fleisch, das eine verschluckte Fliege meine ganze Ernährung durcheinander bringt. Ich esse öfters Fisch.
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Misterfritz
mini - mal



Anmeldungsdatum: 09.03.2006
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Beitrag(#470963) Verfasst am: 10.05.2006, 15:22    Titel: Antworten mit Zitat

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:

Zum Schwein Da gibt es verschiedene Auslegungen
Möglicherweise ist die Erklärung viel simpler. Hüttermann denkt, daß es daran liegt, das ein Schwein zumindest im Orient die gleichen Nahrungsresourcen wie der Mensch nutzt.
das schweinefleischverbot gründet sich darauf, dass schweinefleisch in heissen regionen schneller verdirbt, manchmal in weniger als einem tag. da die herrschaften damals nicht über kühlschränke verfügten, war das verbot eine "gesundheitspoltiische" massnahme.
_________________
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Badner
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Beiträge: 564

Beitrag(#470969) Verfasst am: 10.05.2006, 15:27    Titel: Antworten mit Zitat

Misterfritz hat folgendes geschrieben:
Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:

Zum Schwein Da gibt es verschiedene Auslegungen
Möglicherweise ist die Erklärung viel simpler. Hüttermann denkt, daß es daran liegt, das ein Schwein zumindest im Orient die gleichen Nahrungsresourcen wie der Mensch nutzt.
das schweinefleischverbot gründet sich darauf, dass schweinefleisch in heissen regionen schneller verdirbt, manchmal in weniger als einem tag. da die herrschaften damals nicht über kühlschränke verfügten, war das verbot eine "gesundheitspoltiische" massnahme.


Moin
falsch....Schweinefleisch kann unhygienisch behandelt eine Krankheit namens Trichinose übertragen,eine Krankheit,die recht tödlich wirkt.....
Insofern ist das Verbot in heisseren Regionen eigentlich logisch,will man Gesundheit schützen....
Aber die Musels haben mehr als nur diesen Knall...
Gruss
Eichbaum
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Rinderwahn
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Anmeldungsdatum: 02.07.2004
Beiträge: 3013

Beitrag(#470972) Verfasst am: 10.05.2006, 15:31    Titel: Antworten mit Zitat

Heike Jackler hat folgendes geschrieben:
Sokrateer hat folgendes geschrieben:

Ist dir hoffentlich klar, dass "red meat" einfach eine Bezeichnung für eine gewisse Klasse von Fleischarten wie Rindfleisch ist und nichts mit Schächten oder Blut zu tun hat? Schweinefleisch ist übrigens "white meat". Warum ist also Rindfleisch erlaubt und Schweinefleisch verboten?


Schweinefleisch gehört wie Rindfleich zu "rotem Fleisch". "Weißes Fleisch" ist Geflügel.


Ich habe mit Schweinen nix zu tun! Auf den Arm nehmen
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Misterfritz
mini - mal



Anmeldungsdatum: 09.03.2006
Beiträge: 21867
Wohnort: badisch sibirien

Beitrag(#470974) Verfasst am: 10.05.2006, 15:34    Titel: Antworten mit Zitat

Badner hat folgendes geschrieben:
Misterfritz hat folgendes geschrieben:
Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:

Zum Schwein Da gibt es verschiedene Auslegungen
Möglicherweise ist die Erklärung viel simpler. Hüttermann denkt, daß es daran liegt, das ein Schwein zumindest im Orient die gleichen Nahrungsresourcen wie der Mensch nutzt.
das schweinefleischverbot gründet sich darauf, dass schweinefleisch in heissen regionen schneller verdirbt, manchmal in weniger als einem tag. da die herrschaften damals nicht über kühlschränke verfügten, war das verbot eine "gesundheitspoltiische" massnahme.


Moin
falsch....Schweinefleisch kann unhygienisch behandelt eine Krankheit namens Trichinose übertragen,eine Krankheit,die recht tödlich wirkt.....
Insofern ist das Verbot in heisseren Regionen eigentlich logisch,will man Gesundheit schützen....
Aber die Musels haben mehr als nur diesen Knall...
Gruss
Eichbaum

was zwar auch richtig ist, ABER:
der mensch infiziert sich mit trichinen nur, wenn das fleisch mit trichinen befallen ist und es unzureichend gegart wird.
neben kühlschränken verfügte man damals auch nicht über trichinentests.
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Sokrateer
souverän



Anmeldungsdatum: 05.09.2003
Beiträge: 11649
Wohnort: Wien

Beitrag(#470978) Verfasst am: 10.05.2006, 15:37    Titel: Antworten mit Zitat

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:

NoNa, wäre ich nicht darauf gekommen. Kann es sein, daß ich die passende Suche auf die Schnelle nicht wußte. Ich habe es ausnahmsweise nicht gleich gefunden, was ich abgelegt hatte. Wußte ich, daß ich nachweisen soll, daß Blut karzinogen ist. Ich fand die Nachricht interessant und habe sie abgelegt. Bloß wo.
1. Das Karzinogen ist tatsächlich das Restblut

Der rote Saft, der beim Braten entsteht, ist übrigens kein Blut.

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:
2. Nein, die Wissenschaftler sind keine Juden

Wo habe ich das behauptet oder als relevant betrachtet?

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:

Zum Schwein Da gibt es verschiedene Auslegungen
Möglicherweise ist die Erklärung viel simpler. Hüttermann denkt, daß es daran liegt, das ein Schwein zumindest im Orient die gleichen Nahrungsresourcen wie der Mensch nutzt.

Ich habe eine wesentlich plausiblere Erklärung gelesen. Verbotene Tiere waren ursprünglich Opfertiere, die für die Götter vorgesehen waren. Später war man der Ansicht, dass diese Tiere an sich heilig sind und deshalb nicht vom Menschen verzehrt werden dürfen, sondern eben nur für die Götter bestimmt sind. Später, als das Tieropfer abgeschafft wurde, blieb es tabu, gewisse Tiere nicht zu essen. Nur die Erklärungen für diese Tabus wandelten sich.

In Europa isst man ja auch keine Hunde und auch dafür werden immer wieder rationale Erklärungen gefunden. Aber letztlich steckt einfach Zufall und Gewohnheit dahinter.

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:
Klingt plausibel. Ich ging vom Schlachten des Huhnes und des Kanin aus, wo der Kopf abgetrennt wird.

Siehe Tierschutzgesetz. Es gibt keine Vorschrift, die verlangt, Hühner so zu schlachten.

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:

Zitat:

Das Schächten mit Elektroshock ist jedenfalls eine umständliche technische Lösung für ein Problem, das es ohne Religion nicht gäbe.

Wir wollen doch bitte festhalten, daß das Töten nie ein Jauchzen für die Hauptperson ist.

Sicher. Aber das Problem des Tötens entsteht dadurch, dass viele Menschen Fleisch essen wollen. Die Methode ist bei der Befriedigung dieses Bedürfnisses egal. Wenn eines Tages das Fleisch aus dem Nährstofftank Realität ist, dann sollte die Tierhaltung und Schlachtung komplett verboten werden.
Die Religion wirft der Menschheit Prügel bei ihrer Anpassung an neue Anforderungen und Möglichkeiten in den Weg, weil sie irgendwelche Praktiken als göttlich und unabänderlich deklariert.

Sollte es damals tatsächlich eine Krankheit gegeben haben, die durch das Blut verursacht wurde, dann war es damals sinnvoll zu Schächten, keine Frage. Die Fixierung solcher Regeln als religiöse Pflicht hingegen kann nur zukünftige Probleme heraufbeschwören.

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:

Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:
Warum lebst du eigentlich nicht koscher, wenn es so toll und sinnvoll ist?

Gute Frage, muß ich darüber nachdenken. Auch ein Atheist kann ja Hygienevorschriften einhalten.

Moment mal, muß die Milchkuh vor dem Melken getötet werden? Du erschütterst mich. Wie soll ich da noch ruhigen Gewissens Milchprodukte verzehren. Kurz gesagt, ich esse so selten Fleisch, das eine verschluckte Fliege meine ganze Ernährung durcheinander bringt. Ich esse öfters Fisch.

Ich bin Atheist und ich koche hygienisch. Was hat das mit koscher zu tun?
Außerdem geht es beim koscheren Essen um wesentlich mehr, als nur um Fleisch. Das betrifft auch Gemüse, Wein, Fertigprodukte aller Art.
Du isst Fisch? Auch Krustentiere, Krebse? Schrimps vielleicht? Verboten!

Auch die Art der Zubereitung und des Verzehrs ist vorgeschrieben. Milch darf z.B. nicht mit Fleisch in Berührung kommen. Wohl aber darf man zuerst Fleisch essen und anschließen Milch trinken. Im Magen vermischt sich dann sowieso wieder alles. Schulterzucken

Wenn du als Atheist diese religiösen Vorschriften als sinnvoll verteidigen willst, dann viel Spaß.

Ich halte diese Koscher-Geschichte ja für eine reine Beschäftigungsquelle für Rabbis. Denn die müssen persönlich sicher stellen, dass Betriebe koscher produzieren. In Israel gibt es sogar Rabbis, die Autobahnen auf koscheren Bau überprüfen. Auch Perücken müssen koscher hergestellt werden. Letzteres ist sehr wichtig für das Judentum, denn Frauen müssen eigentlich, wie im Islam, ihre Haare verstecken. Kurioserweise ist es im Judentum aber erlaubt die Haare mit Perücken zu überdecken. Pillepalle
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Sokrateer
souverän



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Wohnort: Wien

Beitrag(#470984) Verfasst am: 10.05.2006, 15:44    Titel: Antworten mit Zitat

Misterfritz hat folgendes geschrieben:
Badner hat folgendes geschrieben:
Misterfritz hat folgendes geschrieben:
Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:

Zum Schwein Da gibt es verschiedene Auslegungen
Möglicherweise ist die Erklärung viel simpler. Hüttermann denkt, daß es daran liegt, das ein Schwein zumindest im Orient die gleichen Nahrungsresourcen wie der Mensch nutzt.
das schweinefleischverbot gründet sich darauf, dass schweinefleisch in heissen regionen schneller verdirbt, manchmal in weniger als einem tag. da die herrschaften damals nicht über kühlschränke verfügten, war das verbot eine "gesundheitspoltiische" massnahme.


Moin
falsch....Schweinefleisch kann unhygienisch behandelt eine Krankheit namens Trichinose übertragen,eine Krankheit,die recht tödlich wirkt.....
Insofern ist das Verbot in heisseren Regionen eigentlich logisch,will man Gesundheit schützen....
Aber die Musels haben mehr als nur diesen Knall...
Gruss
Eichbaum

was zwar auch richtig ist, ABER:
der mensch infiziert sich mit trichinen nur, wenn das fleisch mit trichinen befallen ist und es unzureichend gegart wird.
neben kühlschränken verfügte man damals auch nicht über trichinentests.

Kühlschränke gibt es in unseren Breiten auch noch nicht so lange und davor schaffte man es auch Fleisch zu konservieren, auch in den warmen Jahreszeiten.

Wir können über die wahren Beweggründe für diese Verbote jedenfalls nur spekulieren. Und nur, weil man mit der modernen Wissenschaft heute negative Aspekte am Schweinefleisch oder am Tierblut findet, heißt das nicht, dass diese Beweggründe zum Verbot geführt haben.

Überhaupt haben alle Nahrungsmittel gewisse Nachteile. Somit kann man immer einen Grund für ein x-beliebiges Verbot finden.
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Beitrag(#470985) Verfasst am: 10.05.2006, 15:47    Titel: Antworten mit Zitat

Sokrateer hat folgendes geschrieben:
Deine bildlichen Vergleiche sind unfassbar schlecht. Ingenieure verursachen Erosion?

Richtig ist, daß man sie meistens vermeiden wollen, wenn es um das fertige Produkt geht. Richtig ist ebenso, daß man sie auch nutzen kann, wenn man Masse entfernen will.
z.B. The use of HIGH PRESSURE Water Jets in the Mining Industry
Prozesses, die eigentlich schaden, nutzt man heute bewußt in der Verfahrenstechnik aus.
Zitat:

Ich bin auch dafür die besten Möglichkeiten zu nutzen.

Die beste ist natürlich die vollständige Ablehnung von Anfang an. Wenn du glaubst, dass so die Aufklärung erreicht wurde, irrst du dich. Um Anstrengung wirst du nicht herumkommen.
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Beitrag(#471009) Verfasst am: 10.05.2006, 16:11    Titel: Antworten mit Zitat

Sokrateer hat folgendes geschrieben:
Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:

2. Nein, die Wissenschaftler sind keine Juden

Wo habe ich das behauptet oder als relevant betrachtet?

Tröste dich, ich habe angenommen, daß es käufliche Wissenschaftler sind. Ich bin zulange dabei, um zu wissen, daß es Wissenschaftler gibt, bei denen man das gewünschte Ergebnis kaufen kann.
Zitat:

Später, als das Tieropfer abgeschafft wurde, blieb es tabu, gewisse Tiere nicht zu essen. Nur die Erklärungen für diese Tabus wandelten sich.

Dann wäre also das Schwein das Opfertier gewesen. Halte ich für ein Gerücht.
Zitat:

In Europa isst man ja auch keine Hunde und auch dafür werden immer wieder rationale Erklärungen gefunden. Aber letztlich steckt einfach Zufall und Gewohnheit dahinter.

Glaube ich nicht. Das hat Hintergründe. Das Buch habe ich leider noch nicht, warum welche Nahrungsmitteltabus bestehen
Zitat:

Siehe Tierschutzgesetz. Es gibt keine Vorschrift, die verlangt, Hühner so zu schlachten.

Pass mal auf. Ich weiß nicht, aus welcher Familie du stammt. Ich stamme jedenfalls aus Bauernfamilien Meine Verwandten sind teilweise noch Bauern. Ich kenne das Milieu. Eine ethischen Umgang mit dem Tier haben die wenigsten. Da kannst du dir den Mund fusselig reden. Die Katze ist blind, hat die Ohrparasiten. Ein Tierarzt? Nur wenn es nicht anders geht.
Zitat:

Sicher. Aber das Problem des Tötens entsteht dadurch, dass viele Menschen Fleisch essen wollen. Die Methode ist bei der Befriedigung dieses Bedürfnisses egal. Wenn eines Tages das Fleisch aus dem Nährstofftank Realität ist, dann sollte die Tierhaltung und Schlachtung komplett verboten werden.

Wie bereits mehrfach gesagt, ich esse sehr sehr selten Fleisch. Vorwiegend Milch und Fisch, aber keine anderen
Zitat:

Sollte es damals tatsächlich eine Krankheit gegeben haben, die durch das Blut verursacht wurde, dann war es damals sinnvoll zu Schächten, keine Frage. Die Fixierung solcher Regeln als religiöse Pflicht hingegen kann nur zukünftige Probleme heraufbeschwören.

Ja, wenn man den Hintergrund nicht weiß. Die religiöse Bindung hatte den Vorteil, daß sich auch schlichte Menschen daran hielten. Es ist zweifelsohne besser, rational zu verstehen, aber es wird immer Menschen geben, die dazu zu bequem sind.

Zitat:

Außerdem geht es beim koscheren Essen um wesentlich mehr, als nur um Fleisch. Das betrifft auch Gemüse, Wein, Fertigprodukte aller Art.
Du isst Fisch? Auch Krustentiere, Krebse? Schrimps vielleicht? Verboten!

Ich kenne die Regeln, aber ich beherrsche sie nicht. Krustentiere und Krebse gab es nicht in Israel. Da schützt die Regel Tiere, deren Nutzung ökologisch unbedenklich ist. Der Schutz galt dem Frosch als Vertilger von Mückenlarven und damit als Malariaschutz.
Zitat:

Auch die Art der Zubereitung und des Verzehrs ist vorgeschrieben. Milch darf z.B. nicht mit Fleisch in Berührung kommen. Wohl aber darf man zuerst Fleisch essen und anschließen Milch trinken. Im Magen vermischt sich dann sowieso wieder alles. Schulterzucken
Ganz so einfach ist es nicht. Das sind auch zeitliche Abstände einzuhalten. Teilweise ist es eine Art Trennkost, nach der ich ohne Bezug zum Koscher auch leben,
Zitat:

Wenn du als Atheist diese religiösen Vorschriften als sinnvoll verteidigen willst, dann viel Spaß.

Wenn sie einen naturwissenschaftliche Verständliche Begründung haben. Das haben Sie durchaus. "Am Anfang war die Ökologie" von Hüttermann
Zitat:

Ich halte diese Koscher-Geschichte ja für eine reine Beschäftigungsquelle für Rabbis.

War auch meine Ansicht. Denkst du nach dem Buch nicht mehr. Lies als Gegensatz "Müll und Marmorsäulen"

Jetzt muß ich mich verabschieden. Es ist zwar spannend, von dir gefordert zu werden, aber auch sehr zeitaufwendig
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Badner
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Anmeldungsdatum: 25.03.2006
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Beitrag(#471013) Verfasst am: 10.05.2006, 16:14    Titel: Antworten mit Zitat

Misterfritz hat folgendes geschrieben:
Badner hat folgendes geschrieben:
Misterfritz hat folgendes geschrieben:
Zwischenrufer hat folgendes geschrieben:

Zum Schwein Da gibt es verschiedene Auslegungen
Möglicherweise ist die Erklärung viel simpler. Hüttermann denkt, daß es daran liegt, das ein Schwein zumindest im Orient die gleichen Nahrungsresourcen wie der Mensch nutzt.
das schweinefleischverbot gründet sich darauf, dass schweinefleisch in heissen regionen schneller verdirbt, manchmal in weniger als einem tag. da die herrschaften damals nicht über kühlschränke verfügten, war das verbot eine "gesundheitspoltiische" massnahme.


Moin
falsch....Schweinefleisch kann unhygienisch behandelt eine Krankheit namens Trichinose übertragen,eine Krankheit,die recht tödlich wirkt.....
Insofern ist das Verbot in heisseren Regionen eigentlich logisch,will man Gesundheit schützen....
Aber die Musels haben mehr als nur diesen Knall...
Gruss
Eichbaum

was zwar auch richtig ist, ABER:
der mensch infiziert sich mit trichinen nur, wenn das fleisch mit trichinen befallen ist und es unzureichend gegart wird.
neben kühlschränken verfügte man damals auch nicht über trichinentests.


Moin
Lachen Lachen Lachen Lachen Lachen
schon mal gesehen,wie z.b ein Kamel auf der arabischen Halbinsel zerlegt wird?
Nix Schlachthaus und Kühlung....
Da wird gemetzelt,dann auf offenem LKW verladen und abends wird gekocht.....
stell Dir mal vor,das ist HEUTE,trotz aller Technik noch so.
Und diese Jungs sollten Hygiene auch nur im Ansatz kennen?
Gruss
Eichbaum
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