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Stefan auf eigenen Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 03.08.2004 Beiträge: 6217
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(#472594) Verfasst am: 11.05.2006, 23:49 Titel: |
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Ragmaanir hat folgendes geschrieben: | Was gibt es gegen die Kürzung der Pendlerpauschale eurer Meinung nach einzuwenden? |
Na ja, um Steuern zahlen zu können muß man auch Einkommen haben. Dafür müssen die Meisten halt zur Betriebsstätte fahren, was Geld kostet. Also müssen diese Aufwendungen steuerlich geltend gemacht werden können. Und da Mobilität immer teurer wird, müßte die Pendlerpauschale eigentlich erhöht werden...
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kolja der Typ im Maschinenraum

Anmeldungsdatum: 02.12.2004 Beiträge: 16631
Wohnort: NRW
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(#472617) Verfasst am: 12.05.2006, 00:14 Titel: |
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Leider wird durch die Pendlerpauschale auch die Verschwendung kostbarer fossiler Brennstoffe gefördert.
Und vor allem, erhöhen sich durch Mobilität wirklich die Chancen am Arbeitsmarkt?
Einerseits erhöht sich dadurch das "Einzugsgebiet", in dem ich einen Arbeitsplatz antreten könnte, damit erhöhen sich meine Chancen auf einen Arbeitsplatz. Andererseits sind andere weit weg wohnende Menschen ebenfalls mobil und konkurieren mit mir um die Arbeitsplätze in meiner Nähe. So wird der Mobilitätsvorteil zunichte gemacht, sobald alle gleichermaßen mobil sind. Tolle Wurst.
_________________ Hard work often pays off after time, but laziness always pays off now.
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Ragmaanir Fieser Necessitator
Anmeldungsdatum: 12.06.2005 Beiträge: 833
Wohnort: Hamburg
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(#472682) Verfasst am: 12.05.2006, 01:03 Titel: |
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kolja hat folgendes geschrieben: | Leider wird durch die Pendlerpauschale auch die Verschwendung kostbarer fossiler Brennstoffe gefördert. |
Genau das war mein Gedanke, weswegen ich die Kürzung eigentlich für gut halte.
Die Menschen sollten dazu gebracht werden sich Arbeitsplätze in ihrer Umgebung zu suchen. Eine Pendlerpauschale wirkt genau entgegengesetzt soweit ich das sehe.
Weit entfernte Arbeitsplätze haben imo folgende Nachteile (vielleicht noch mehr):
- Man belastet das Verkehrsnetz stärker (impliziert eventuell auch die notwendigkeit größerer Straßen und einer kostenintensiveren Instandhaltung - ich habe allerdings keine Ahnung wieviele Pendler es so gibt)
- Man benötigt ein Auto (welches produziert werden muss)
- Man benötigt mehr Benzin (ein wichtiger und mittlerweile zuneige gehender Rohstoff)
- Man benötigt mehr Zeit (diese kann man - schätze ich - nicht zur arbeit nutzen)
_________________ Dieser Post enthält die unumstößliche, objektive Wahrheit.
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Evilbert auf eigenen Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 16.09.2003 Beiträge: 42408
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(#472689) Verfasst am: 12.05.2006, 01:11 Titel: |
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Ragmaanir hat folgendes geschrieben: | kolja hat folgendes geschrieben: | Leider wird durch die Pendlerpauschale auch die Verschwendung kostbarer fossiler Brennstoffe gefördert. |
Genau das war mein Gedanke, weswegen ich die Kürzung eigentlich für gut halte.
Die Menschen sollten dazu gebracht werden sich Arbeitsplätze in ihrer Umgebung zu suchen. Eine Pendlerpauschale wirkt genau entgegengesetzt soweit ich das sehe.
Weit entfernte Arbeitsplätze haben imo folgende Nachteile (vielleicht noch mehr):
- Man belastet das Verkehrsnetz stärker (impliziert eventuell auch die notwendigkeit größerer Straßen und einer kostenintensiveren Instandhaltung - ich habe allerdings keine Ahnung wieviele Pendler es so gibt)
- Man benötigt ein Auto (welches produziert werden muss)
- Man benötigt mehr Benzin (ein wichtiger und mittlerweile zuneige gehender Rohstoff)
- Man benötigt mehr Zeit (diese kann man - schätze ich - nicht zur arbeit nutzen) |
Alles schön und gut. Nur leider gibt es fast keine Arbeitsplätze, und schon gar nicht in der Umgebung.
Wenn man die Pendlerpauschale kürzt, dann muss man auch geographisch entferntere Jobs als unzumutbar erklären.
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ChRISIS@theAREA dauerhaft gesperrt
Anmeldungsdatum: 16.09.2005 Beiträge: 767
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(#472708) Verfasst am: 12.05.2006, 01:41 Titel: |
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venicius hat folgendes geschrieben: | DAS wäre mal ein krasser Gegensatz:
erst Schwarz-Grün,
dann Rot-Gelb.
Xamanoth hat folgendes geschrieben: | Wieso ist das krass? Die Unterschiede wären minimal.
venicius hat folgendes geschrieben: | 1. konservativ und umweltbewahrend.
2. progressiv und Arbeitsplätze schaffend.
Stehen sich irgendwie entgegen, oder nicht?
Xamanoth hat folgendes geschrieben: | Du betrachtest da aber das Bild, dass man mit diesen Parteien verbindet, nicht die Realität. Konservativ im ökonomischen sinne sind eher die Sozialdemokraten. |
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Zu der Auffassung kann man doch nur gelangen, wenn man den Neoliberalismus für eine neue Entwicklung hält. Tatsächlich ist er ein Rückschritt in eine Vormarxistische Periode, mit der Hoffnung, man hätte in zwischenzeit genug Werte geschaffen, um sich das Proletariat vom Hals zu halten...
Ragmaanir hat folgendes geschrieben: | Was gibt es gegen die Kürzung der Pendlerpauschale eurer Meinung nach einzuwenden? |
Man fährt doch nicht aus Vergnügen zur Arbeit. Der richtige Weg wäre, genug Arbeitsplätze in der Nähe des Wohnortes einzurichten.
Evilbert hat folgendes geschrieben: | Wenn man die Pendlerpauschale kürzt, dann muss man auch geographisch entferntere Jobs als unzumutbar erklären. |
Richtig. Bei der zunehmenden Amerikanisierung des deutschen Arbeitsmarktes, kommt es auch immer öfter zum sogenannten "Hire and Fire". Dann müsste man jedesmal den Wohnort wechseln, damit man vom Gehalt noch genug zum Leben hat.
Alternativ könnte man natürlich auch die Löhne erhöhen...
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Stefan auf eigenen Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 03.08.2004 Beiträge: 6217
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(#472784) Verfasst am: 12.05.2006, 09:32 Titel: |
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Ich bin Pendler, ich würde liebend gerne einen Arbeitsplatz in Wohnortnähe haben. Würde auch finanzielle Verluste in Kauf nehmen.
Pendler ist man nicht freiwillig, sondern aus Not. Es macht keinen Spaß, jeweils eine Stunde vor und nach der Arbeit unbezahlt im Auto zu verbringen.
Den Wohnort wechseln ist auch keine Alternative, dann wäre meine Frau Pendlerin und die Kiddies müßten aus ihrem Umfeld rausgerissen werden.
Das Argument mit der Subvention von Verschwendung fossieler Brenstoffe sticht nicht. Selbst wenn die Pendlerpauschale wegfallen sollte, würde man sie, mangels Alternativen, weiter verschwenden müssen.
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Xamanoth auf eigenen Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 07.04.2006 Beiträge: 7962
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(#472793) Verfasst am: 12.05.2006, 09:50 Titel: |
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ChRISIS@theAREA hat folgendes geschrieben: |
Zu der Auffassung kann man doch nur gelangen, wenn man den Neoliberalismus für eine neue Entwicklung hält. Tatsächlich ist er ein Rückschritt in eine Vormarxistische Periode, mit der Hoffnung, man hätte in zwischenzeit genug Werte geschaffen, um sich das Proletariat vom Hals zu halten...
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Greift die Aufteiluing in Kapitalisten und Proletarier nicht nur, wenn man von der Großindustrie und ähnlihcem ausgeht? Funktioniert das Modell noch wenn man eine mittelständisch dominierte Wirtschaft betrachtet?
Und müssen wir heute nicht von anderen Grundlagen ausgehen da:
1. Die Volkswirtschaften im Gegensatz zu Marxens Zeiten globalisiert sind`
2. Das klasssiche Industrieproletariat nicht mehr 60% sondern höchstens 20% der Bevölkerung ausmacht?
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Shadaik evolviert
Anmeldungsdatum: 17.07.2003 Beiträge: 26377
Wohnort: MG
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(#474730) Verfasst am: 14.05.2006, 16:08 Titel: |
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Ragmaanir hat folgendes geschrieben: | Die Menschen sollten dazu gebracht werden sich Arbeitsplätze in ihrer Umgebung zu suchen. Eine Pendlerpauschale wirkt genau entgegengesetzt soweit ich das sehe. |
Dann ist die Reihenfolge der Maßnahme falsch.
Man kann Leute nicht zu wohnortnahen Arbeitsplätzen zwingen, wenn es solche noch gar nicht in ausreichender Zahl gibt.
_________________ Fische schwimmen nur in zwei Situationen mit dem Strom: Auf der Flucht und im Tode
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Ermanameraz auf Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 07.05.2006 Beiträge: 3932
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(#474740) Verfasst am: 14.05.2006, 16:21 Titel: |
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die reichensteuer ist im grunde ein rein symbolischer akt. das bringt absolut nix. oh mann wo soll das nur alles hinführen
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