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Die Bundeswehr und die Leichenschänder
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Mr.Nice
registrierter User



Anmeldungsdatum: 06.08.2006
Beiträge: 29

Beitrag(#593958) Verfasst am: 31.10.2006, 00:32    Titel: Antworten mit Zitat

zoff hat folgendes geschrieben:
Wenn Leute unbedingt in Ländern Urlaub machen müssen, die als potenziell unsicher gelten, so ist das doch deren Problem, nicht das des Staates.

Hmmm, am 11.09.01 gehörten die USA sicher nicht zu den potentiell unsicheren Ländern. Und trotzdem haben Terroristen das WTC zum einsturz gebracht, das übrigens über eine der meist besuchten Aussichtsplattformen New Yorks verfügte.
Demnach sollten man wohl keinen Urlaub auserhalb Deutschlands mehr machen, hier ist man ja sicher... außer man fährt Bahn und hat Pech und die nächste Kofferbombe (vgl 31. Juli Dortmund & Koblenz Kofferbomben in Regionalzügen) funktioniert richtig und geht hoch.

Zitat:
Aha. Wenn also, nur zum Beispiel, der Staat Indien mit seinen billigen Stahlprodukten die Wirtschaft des Bündnispartners USA schädigen würde, dann läge es im Interesse der BRD dagegen vor zu gehen? Interessante Sichtweise der Dinge..

Nur eben nicht meine Sichtweise.
Was du beschreibst ist Wirtschaft, ein sehr komplexes und in Zeiten der Globalisierung schwieriges Thema, aber kein Angriff.

Zitat:
Da möchte ich Dir einen Blick auf die Homepage der Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. empfehlen. Ich möchte zu keiner der dort erwähnten Gruppen gehören.

Interessante Seite, danke. Allerdings bist du damit der Frage, wenigstens Teilweise, ausgewichen.
Konkreter: Bist du der Meinung die momentane Lage in, z.B., Nordkorea ist akzeptabel? (Nuklearwaffen jetzt mal außen vor gelassen)

Zitat:
Die Frage bleibt: Wo willst Du die Armee zuerst angreifen sehen? (Nebenbei: Bist Du Soldat und kämpfst dann mit? Ich nicht, ich habe verweigert und bin mittlerweile auch zu alt. Ich würde aber auch deshalb nicht von 20 jährigen verlangen, sich für meine sogenannten Interessen abschlachten zu lassen.)

Armeen will ich grundsätzlich als letztes angreifen sehen, etwas anderes habe ich auch nie behauptet. Wenn der Stein aber ersteinmal ins rollen gekommen ist, im Falle Afghanistan durch die USA angestoßen, muss man sehen was den eigenen Interessen am ehesten zuträglich ist, oder am wenigsten schadet.

Zitat:
Schau mal: Ich habe nicht gesagt, Du würdest die Menschenrechte als Argument vorschieben, sondern daß die Regierungen der westlichen Welt das tun, oder jedenfalls habe ich das gemeint.

Hörte sich allerdings so an:
zoff hat folgendes geschrieben:
Und komm mir nicht mit dem vorgeschobenen Argument von Menschenrechten.


Zitat:
In Afghanistan redet man von Menschenrechten, aber es geht um eine Pipeline.

Aha, also haben die Pipeline-Befürworter die Al-Qaida dazu überredet die Aktionen vom 11.9. durchzuführen?
Ein Land (Afghanistan), zwei voneinander unabhängige Interessen (Pipeline + vernichtung der Al-Qaida). Komisch finde ich es schon wie manche Leute es schaffen bestimmte Aspekte vollkommen auszublenden, oder als Teil einer Verschwörung hinzustellen...

Zitat:
Im Irak das gleiche, nur geht´s um Öl.

Außnahmsweise habe ich keine Einwände. Aber da war unsere Regierung wohl änlicher Ansicht und ist schließlich nicht beteiligt.

Zitat:
In Afrika gibt es nichts zu holen, deshalb interessiert sich der "freie" Westen nicht dafür, was da geschieht.

Der "freie" Westen hat ein Problem. Dass er "frei" ist nämlich. So muss man als entscheidungstragender Politiker ja auch an seine Zukunft (bzw. die der Partei) denken. Und da es Leute wie DICH und MICH gibt, die wählen dürfen, machen die Politiker nur das wo sie genug Interessen sehen. Und das ist leider in Afrika zu selten der Fall.

Zitat:
Was in Saudi Arabien passiert weiß jeder, aber der Westen drückt beide Augen zu, weil das kriminelle Regime die Stationierung von US Soldaten erlaubt.

Ich weiß jetzt ehrlich gesagt nicht genau was du meinst...
_________________
"Es gibt keine Atheisten in Schützenlöchern" ist kein Argument gegen Atheismus, es ist ein Argument gegen Schützenlöcher - James Morrow
"to say atheism is a religion is like saying bald is a hair colour" - ein Youtube Comment
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Cato
Der Freund der Bösen



Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 970
Wohnort: Wolkenkuckucksheim

Beitrag(#594016) Verfasst am: 31.10.2006, 02:16    Titel: Antworten mit Zitat

Jolesch hat folgendes geschrieben:
Als ob Selbstzensur besser wäre als staatliche Zensur Mit den Augen rollen

Ich wäre vorsichtig bei Wünschen nach einer Schere im Kopf von Journalisten aus "Gründen der nationalen Sicherheit"


Diese Art der "Selbstzensur" liegt ja im Ermessen der Journalisten; hier wurden diese ja nicht bedroht oder sonst unter Druck gesetzt. Außerdem die nationale Sicherheit ist hier in keinem Fall gefährdet, wohl aber die Sicherheit eines zahlenmäßig unterproportionierten Heeres, das im schlimmsten Fall einen langen und schwierigen Rückweg hat (und ganz und gar nicht erfreut wäre, wenn man ihm zu diesem auch noch Xenophons "anabasis" zukommen ließe). Die Lage in Afghanistan steht momentan eh auf der Kippe und so einen Drang zur Wahrhaftigkeit hat die Springerpresse ja sonst auch nicht, deshalb bin ich etwas irritiert.

Alchemist hat folgendes geschrieben:
Ausgerechnet vom Springer?

Also die BILD ist doch wirklich die heuchlerischste Zeitung in Deutschland. Solange die Auflage stimmt...


Trotzdem, man stelle sich vor, in der Öffentlichkeit würde kollektiv der Vorwurf laut, Springer sei unpatriotisch oder schade deutschen Interessen. Gröhl...
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Im Übrigen bin ich dafür, dass der Monotheismus zerstört werden muss.
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Jolesch
Freund des kleineren Übels



Anmeldungsdatum: 11.07.2004
Beiträge: 7390
Wohnort: Omicron Persei VIII

Beitrag(#594035) Verfasst am: 31.10.2006, 08:04    Titel: Antworten mit Zitat

Cato hat folgendes geschrieben:
Jolesch hat folgendes geschrieben:
Als ob Selbstzensur besser wäre als staatliche Zensur Mit den Augen rollen

Ich wäre vorsichtig bei Wünschen nach einer Schere im Kopf von Journalisten aus "Gründen der nationalen Sicherheit"


Diese Art der "Selbstzensur" liegt ja im Ermessen der Journalisten;


Klar, sonst wäre es keine Selbstzensur. Mit den Augen rollen Es geht um das politische Klima das zu so etwas führt, dem Umgang mit Medien, etc.

Cato hat folgendes geschrieben:
Außerdem die nationale Sicherheit ist hier in keinem Fall gefährdet, wohl aber die Sicherheit eines zahlenmäßig unterproportionierten Heeres,


Ich habe die nationale Sicherheit deshalb auch mit "" versehen - die USA verwenden dieses vorgeschobene Argument immer um Kritiker zum Schweigen zu bringen, illegale Dinge durchzudrücken und um Journalisten an die Kandare zu nehmen.

Wo soll die Grenze gezogen werden? Auch die medial verbreiteten Folterbilder aus dem Irak haben die Sicherheit der dortigen Soldaten massiv gefährdet. Auch wenn es hart klingt: Die Sicherheit der Soldaten ist weniger wichtig als die Berichterstattung.

(dass ich mal der Bild zur Seite springen muss – O tempora, o mores Mit den Augen rollen )
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Heike N.
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Anmeldungsdatum: 16.07.2003
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Beitrag(#594043) Verfasst am: 31.10.2006, 09:25    Titel: Antworten mit Zitat


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wasistreal
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Beitrag(#594148) Verfasst am: 31.10.2006, 13:16    Titel: Antworten mit Zitat

Jolesch hat folgendes geschrieben:
Wo soll die Grenze gezogen werden? Auch die medial verbreiteten Folterbilder aus dem Irak haben die Sicherheit der dortigen Soldaten massiv gefährdet. Auch wenn es hart klingt: Die Sicherheit der Soldaten ist weniger wichtig als die Berichterstattung.

(dass ich mal der Bild zur Seite springen muss – O tempora, o mores Mit den Augen rollen )


These
BILD: Wenn wir das veröffentlichen, steigern wir unsere über Wochen Auflage erheblich.

Antithese
BILD: Wenn wir das veröffentlichen, bekommen wir Riesenärger mit der Bundesregierung und dem Militär. Im Verlauf dieser Debatte werden wir als Unpatrioten gekennzeichnet, die nur an die Auflage denken. Als unpatriotisch gebrandmarkt zu werden, können wir uns nicht leisten.

Synthese
Wir informieren die Bundesregierung und das Militär vorab und veröffentlichen erst, wenn es denen genehm ist.

Indizien für diese Dialektik sind die Funktionsweise des Kapitalismus im allgemeinen, das Ausbleiben der Kritik an BILD in der öffentlichen Debatte (außer im FGH), das Entstehungsdatum der Fotos und die mangelnde Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für das neue Weissbuch der Bundeswehr, das die Abkehr der Bundeswehr von einer "Verteidigungsarmee" hin zur Eingriffsarmee kodifiziert (Motiv).
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Heike N.
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Beitrag(#594151) Verfasst am: 31.10.2006, 13:25    Titel: Antworten mit Zitat

Jolesch hat folgendes geschrieben:
Wo soll die Grenze gezogen werden? Auch die medial verbreiteten Folterbilder aus dem Irak haben die Sicherheit der dortigen Soldaten massiv gefährdet. Auch wenn es hart klingt: Die Sicherheit der Soldaten ist weniger wichtig als die Berichterstattung.

(dass ich mal der Bild zur Seite springen muss – O tempora, o mores Mit den Augen rollen )


Der BLÖD-Zeitung geht es aber nicht um Berichterstattung und diese Pseudo-Betroffenheit ist einfach nur ekelhaft.

Eine Formulierung im Spiegel (auch wenn der sich auch schon mal an die Nase packen sollte) recht treffend ausgedrückt:

Zitat:
"An Perversität kaum zu überbieten ist das Foto, das einen Bundeswehrsoldaten mit entblößtem Glied in der Linken und dem Schädel in der rechten Hand zeigt!", freute sich die "Bild"-Zeitung. Sympathischere Bilder wurden bewusst unterdrückt.

http://www.spiegel.de/spam/


Eine Berichterstattung wäre ein Nachrichtentext, der den Sachverhalt schildert und dass die einen oder anderen Konflikte dabei entstanden sind oder drohen inkl. der dazugehörigen Konsequenzen. Punkt. Bilder und reißerische Aufmacher wären gar nicht nötig gewesen. Oder musst du einen Pimmel oder einen Totenschädel sehen, damit du dir vorstellen kannst, was ein Foto "Pimmel neben Totenschädel" darstellen mag?
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GermanHeretic
Individualoptimist & Kulturpessimist



Anmeldungsdatum: 16.06.2004
Beiträge: 4932

Beitrag(#594154) Verfasst am: 31.10.2006, 13:32    Titel: Antworten mit Zitat

Mich kotzt die Aufblähung dieses Themas unglaublich an. Da schickt man Leute in den Krieg und wundert sich, daß sie eine verschobene Wahrnehmung zu Gewalt und Tod bekommen. Da produziert sich ein Offizier in der Glotze und mokiert sich über Gewaltvideos glotzende Soldaten, denen er am nächsten Morgen dann einen Sturmangriff auf eine Talibanstellung befehlen könnte. Ich lach mich scheckig.

Gibts eigentlcih gerade keine besseren Nachrichten, um das Volk vopn MWST-Erhöhung und unfähiger Regierung abzulenken?
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"Nehmen Sie einem Durchschnittsmenschen die Lebenslüge, und Sie nehmen ihm zu gleicher Zeit das Glück." (Henrik Ibsen)
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wasistreal
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Anmeldungsdatum: 23.10.2006
Beiträge: 719

Beitrag(#594156) Verfasst am: 31.10.2006, 13:36    Titel: Antworten mit Zitat

Heike N. hat folgendes geschrieben:
Eine Berichterstattung wäre ein Nachrichtentext, der den Sachverhalt schildert und dass die einen oder anderen Konflikte dabei entstanden sind oder drohen inkl. der dazugehörigen Konsequenzen. Punkt. Bilder und reißerische Aufmacher wären gar nicht nötig gewesen. Oder musst du einen Pimmel oder einen Totenschädel sehen, damit du dir vorstellen kannst, was ein Foto "Pimmel neben Totenschädel" darstellen mag?


Wenn Intellektuelle auch noch klug wären, könnten sie weise sein.

Bilder sind eine schneller zugängliche Projektionsfläche als Worte. Deswegen heisst diese Zeitung auch nicht "WORT".
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Zoff
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Anmeldungsdatum: 24.08.2006
Beiträge: 21668

Beitrag(#594456) Verfasst am: 31.10.2006, 20:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mr. Nice,

ich hab´jetzt keine Lust mich mit den quote-tags herumzuquälen und Zitate zu kopieren, außerdem wird´s ja auch langsam unübersichtlich.

Darum so:


- Die Verbrechen vom 09.11.01 waren Verbrechen gegen Rechtsstaaten, sollten also mit rechtsstaatlichen Mitteln bekämpft werden. Deswegen einen Krieg zu beginnen halte ich für falsch.
Außerdem ist es nutzlos, denn wer glaubt, Afghanistan würde sich jetzt so entwickeln wie Deutschland nach 1945 ist so naiv, dass ihm nicht mehr zu helfen ist.
Früher oder später werden die Besatzer (und nichts anderes sind diese Truppen) das Land verlassen, die Taliban werden bleiben.
In diesem Zusammenhang sollte man auch beachten, daß die Taliban früher Mudschaheddin hießen, vom Westen aufs beste mit Waffen versorgt und hochgeachtet als Freiheitskämpfer gegen die Sowjetunion.

- Du hattest im vorletzten Posting eindeutig geschrieben, und jetzt zitiere ich doch: "Deutsche Interessen sind es wenn ein wichtiger Wirtschaftspartner und Verbündeter durch Angriffe welcher Art auch immer geschädigt wird."

Angriffe welcher Art auch immer, und dazu gehören meiner Meinung nach auch gerade wirtschaftliche. Hierauf bezog sich mein Indien Beispiel, welches übrigens gar nicht so weit hergeholt ist.

- Ich würde nicht sagen, daß ich Dir ausgewichen wäre. Natürlich ist die Lage für die Bevölkerung in Nordkorea nicht akzeptabel, nur:
Dort werden Nordkoreaner von Nordkoreanern unterdrückt. Es mag zwar hart klingen, aber das ist deren Problem. Ich bin mir sicher, daß sie sich früher oder später von ihren Unterdrückern selbst befreien werden.
In anderen Gegenden ist die Lage noch weitaus schlimmer, weil wo anders ganze Volksgruppen unterdrückt werden. Hier wäre ein Einschreiten von außen viel eher angezeigt, weil hier wirklich die Gefahr von Völkermorden droht.
Aber auch hier werde ich persönlich nicht dabei sein, und dieser Frage bist Du ausgewichen.
Also ganz konkret nochmal: Wirst du kämpfen oder es nur von anderen verlangen?

- Das mit den Menschenrechten hatten wir geklärt, ich habe wohl klar gemacht, daß die mir keinesfalls egal sind.

- Und Saudi Arabien: Das Dir da nichts bekannt ist glaube ich nicht, aber Du kannst ja mal bei Google gucken, unter Saudi Arabien ergänzt durch die Stichworte Pressefreiheit, Religionszwang, Sklaverei, Scharia, Ausbeutung des Landes durch die Königsfamilie usw. usf.

Zoff

P.S.: Die Staaten dieser Welt, die die größten Umsätze weltweit mit Waffenhandel machen, haben sich in einem gemeinsamen Verein organisiert.

Der Name?

UN-Sicherheitsrat!
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Heike N.
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Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 26138
Wohnort: Bottrop

Beitrag(#594530) Verfasst am: 31.10.2006, 22:17    Titel: Antworten mit Zitat

wasistreal hat folgendes geschrieben:
Heike N. hat folgendes geschrieben:
Eine Berichterstattung wäre ein Nachrichtentext, der den Sachverhalt schildert und dass die einen oder anderen Konflikte dabei entstanden sind oder drohen inkl. der dazugehörigen Konsequenzen. Punkt. Bilder und reißerische Aufmacher wären gar nicht nötig gewesen. Oder musst du einen Pimmel oder einen Totenschädel sehen, damit du dir vorstellen kannst, was ein Foto "Pimmel neben Totenschädel" darstellen mag?


Wenn Intellektuelle auch noch klug wären, könnten sie weise sein.

Bilder sind eine schneller zugängliche Projektionsfläche als Worte. Deswegen heisst diese Zeitung auch nicht "WORT".


Widerspricht das meiner Aussage, dass die Verantwortlichen der Bildzeitung kein Interesse an Berichterstattung haben?

Si tacuisses, philosophus mansisses. Mit den Augen rollen
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wasistreal
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Anmeldungsdatum: 23.10.2006
Beiträge: 719

Beitrag(#594619) Verfasst am: 31.10.2006, 23:20    Titel: Antworten mit Zitat

Heike N. hat folgendes geschrieben:
wasistreal hat folgendes geschrieben:
Heike N. hat folgendes geschrieben:
Eine Berichterstattung wäre ein Nachrichtentext, der den Sachverhalt schildert und dass die einen oder anderen Konflikte dabei entstanden sind oder drohen inkl. der dazugehörigen Konsequenzen. Punkt. Bilder und reißerische Aufmacher wären gar nicht nötig gewesen. Oder musst du einen Pimmel oder einen Totenschädel sehen, damit du dir vorstellen kannst, was ein Foto "Pimmel neben Totenschädel" darstellen mag?


Wenn Intellektuelle auch noch klug wären, könnten sie weise sein.

Bilder sind eine schneller zugängliche Projektionsfläche als Worte. Deswegen heisst diese Zeitung auch nicht "WORT".



Widerspricht das meiner Aussage, dass die Verantwortlichen der Bildzeitung kein Interesse an Berichterstattung haben?

Si tacuisses, philosophus mansisses. Mit den Augen rollen


Nein, das hebt Deine Aussage auf, bemängelt die mangelnde Klugheit, stellt die Intellektualität aber nicht in Abrede.
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Cato
Der Freund der Bösen



Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 970
Wohnort: Wolkenkuckucksheim

Beitrag(#594697) Verfasst am: 01.11.2006, 01:55    Titel: Antworten mit Zitat

Jolesch hat folgendes geschrieben:
Klar, sonst wäre es keine Selbstzensur. Mit den Augen rollen Es geht um das politische Klima das zu so etwas führt, dem Umgang mit Medien, etc.


Im Falle der Bildzeitung bin ich aber auf jeden Fall für eine Ausnahme: Springer als unpatriotisch angefeindet und mit dem Vorwurf, der kämpfenden Truppe in den Rücken gefallen zu sein konfrontiert zu sehen, wäre einfach göttlich.

Jolesch hat folgendes geschrieben:
Ich habe die nationale Sicherheit deshalb auch mit "" versehen - die USA verwenden dieses vorgeschobene Argument immer um Kritiker zum Schweigen zu bringen, illegale Dinge durchzudrücken und um Journalisten an die Kandare zu nehmen.


Ich weiß; aber so schrecklich viel besser läuft es in Europa auch nicht. Wobei eher die Zivilklagewellen gegen Einzelne als die staatlichen Ermittlungen, wegen des Verdachts auf Geheimnisverrat, hier als Einschränkung der Pressefreiheit erscheinen.

Jolesch hat folgendes geschrieben:
Wo soll die Grenze gezogen werden? Auch die medial verbreiteten Folterbilder aus dem Irak haben die Sicherheit der dortigen Soldaten massiv gefährdet. Auch wenn es hart klingt: Die Sicherheit der Soldaten ist weniger wichtig als die Berichterstattung.


Der Fall ist ja auch komplett anders gelagert; und die Grenze müssen die Journalisten ziehen, dass machen sie ja auch bei anderen Themen, weswegen beispielsweise der Genozid im Südwestsudan oder das Morden im Kongo medial relativ wenig Beachtung finden.

Jolesch hat folgendes geschrieben:
(dass ich mal der Bild zur Seite springen muss – O tempora, o mores Mit den Augen rollen )


Hey! Du kannst mir hier nicht einfach meinen moralisierenden Empörungspathos klauen. Zumal sich dies mit dem deinem Avatarbild ganz und gar nicht verträgt: Der junge Herr und seine Droogs treten schließlich eher in die Fußstapfen Catilinas als in die des Cicero. Mr. Green
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Zuletzt bearbeitet von Cato am 01.11.2006, 02:12, insgesamt einmal bearbeitet
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Cato
Der Freund der Bösen



Anmeldungsdatum: 13.08.2005
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Beitrag(#594699) Verfasst am: 01.11.2006, 02:09    Titel: Antworten mit Zitat

GermanHeretic hat folgendes geschrieben:
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Krieg würde ich das nicht nennen, die Bundeswehr spielt ja nicht richtig mit und drückt sich nur im Norden rum, während Niederländer und Kanadier im Süden allerlei Taliban kontrollieret zur Detonation bringen. Erst, wenn die Bundeswehr dort unten mitkämpft, erst dann und nur dann, befinden sie sich in einem Krieg (und nicht nur in der Nähe davon, was gegenüber den anderen Nato-Ländern gelinde gesagt eine Unverschämtheit ist).

...und: "We train young men to drop fire on people. But their commanders won't allow them to write "fuck" on their airplanes because it's obscene!"
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Leeres Blatt
knocking



Anmeldungsdatum: 22.05.2006
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Beitrag(#595783) Verfasst am: 02.11.2006, 22:55    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube der November 2006 könnte der erste Monat, seit dem Toursieg von Jan Ulrich werden, in dem Schäuble nicht den Einsatz der Bundeswehr im Innern mit Grundgesetzänderrung fordert Lachen
Endlich mal mehr Platz für Sport und Wetterstationeröffnungen in der Tagesschau
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Karl Valentin
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Raphael
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Anmeldungsdatum: 01.02.2004
Beiträge: 8362

Beitrag(#595814) Verfasst am: 02.11.2006, 23:39    Titel: Antworten mit Zitat

Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken hat die Eröffnung eines Ermittlungsverfahrens gegen in ihrem Bezirk stationierte Soldaten abgelehnt. Begründung: Ein Haufen Knochen sind keine Leiche, folglich ist Unfug mit menschlichen Knochen keine Leichenschändung.
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Alchemist
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Beiträge: 27898
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#595835) Verfasst am: 03.11.2006, 00:01    Titel: Antworten mit Zitat

Dr. Degenhart Datterich hat folgendes geschrieben:
Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken hat die Eröffnung eines Ermittlungsverfahrens gegen in ihrem Bezirk stationierte Soldaten abgelehnt. Begründung: Ein Haufen Knochen sind keine Leiche, folglich ist Unfug mit menschlichen Knochen keine Leichenschändung.


Somit wäre ja fast die Frage zum Tatbestand der Störung der Totenruhe bei archäologischen Ausgrabungen geklärt. Bleibt noch zu klären, wie es sich mit sehr gut erhaltenen Leichen (ötzi, Mumien) verhält.
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Raphael
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Anmeldungsdatum: 01.02.2004
Beiträge: 8362

Beitrag(#595844) Verfasst am: 03.11.2006, 00:09    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:
Dr. Degenhart Datterich hat folgendes geschrieben:
Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken hat die Eröffnung eines Ermittlungsverfahrens gegen in ihrem Bezirk stationierte Soldaten abgelehnt. Begründung: Ein Haufen Knochen sind keine Leiche, folglich ist Unfug mit menschlichen Knochen keine Leichenschändung.


Somit wäre ja fast die Frage zum Tatbestand der Störung der Totenruhe bei archäologischen Ausgrabungen geklärt. Bleibt noch zu klären, wie es sich mit sehr gut erhaltenen Leichen (ötzi, Mumien) verhält.



Irgendwann scheint auch der zeitliche Aspekt eine Rolle zu spielen, übrigens auch für die Kirchen. Ist ein Leichnam lange genug ein solcher, scheint die Öffnung des Grabes zumindest zu wissenschaftlichen Zwecken nicht mehr auf Bedenken zu stoßen. Vor hundert Jahren wurden z.B. die Kaisergräber im Speyerer Dom geöffnet, und vor an die dreißig Jahren zelebrierte man in feierlicher Zeremonie in Anwesenheit der Botschafter der halben EU die Öffnung des Sarkophages von Karl dem Großen. Übrigens neigen die Katholiken seit jeher zum Leichenfleddern, jüngstes Beispiel: Gerade eben wurde ein gewisser Nardini seliggesprochen. Aus diesem Anlass hat man aus seinem Grab einen Schenkelknochen gestohlen, den man jetzt in einer Kapelle des Speyerer Domes zwecks Anbetung ausstellt.
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Alchemist
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Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 27898
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#595847) Verfasst am: 03.11.2006, 00:11    Titel: Antworten mit Zitat

Dr. Degenhart Datterich hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
Dr. Degenhart Datterich hat folgendes geschrieben:
Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken hat die Eröffnung eines Ermittlungsverfahrens gegen in ihrem Bezirk stationierte Soldaten abgelehnt. Begründung: Ein Haufen Knochen sind keine Leiche, folglich ist Unfug mit menschlichen Knochen keine Leichenschändung.


Somit wäre ja fast die Frage zum Tatbestand der Störung der Totenruhe bei archäologischen Ausgrabungen geklärt. Bleibt noch zu klären, wie es sich mit sehr gut erhaltenen Leichen (ötzi, Mumien) verhält.



Irgendwann scheint auch der zeitliche Aspekt eine Rolle zu spielen, übrigens auch für die Kirchen. Ist ein Leichnam lange genug ein solcher, scheint die Öffnung des Grabes zumindest zu wissenschaftlichen Zwecken nicht mehr auf Bedenken zu stoßen. Vor hundert Jahren wurden z.B. die Kaisergräber im Speyerer Dom geöffnet, und vor an die dreißig Jahren zelebrierte man in feierlicher Zeremonie in Anwesenheit der Botschafter der halben EU die Öffnung des Sarkophages von Karl dem Großen. Übrigens neigen die Katholiken seit jeher zum Leichenfleddern, jüngstes Beispiel: Gerade eben wurde ein gewisser Nardini seliggesprochen. Aus diesem Anlass hat man aus seinem Grab einen Schenkelknochen gestohlen, den man jetzt in einer Kapelle des Speyerer Domes zwecks Anbetung ausstellt.


Absurd!
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spaghettus
Pastafarianer



Anmeldungsdatum: 07.02.2006
Beiträge: 568
Wohnort: Uckermark

Beitrag(#596632) Verfasst am: 04.11.2006, 18:04    Titel: Antworten mit Zitat

Dass deutsche Soldaten mit Schädeln posieren, liegt für die Evangelische Kirche am «bedrohlichen Umgang» der Gesellschaft mit Todessymbolik. Die Empörung über die Skandal-Fotos ist für Bischof Kähler unverständlich. Quelle

Genau, ich finde den Umgang mit der Todessymbolik auch besorgniserregend.

Weg mit den Bildern und Statuetten, die das qualvolle Sterben am Kreuz anbetungswert erscheinen lassen sollen!!!
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