Über die Außen- und Militärpolitik der EU und der BRD
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Freigeisterhaus -> Politik und Geschichte

#61:  Autor: AlchemistWohnort: Hamburg BeitragVerfasst am: 02.03.2022, 20:46
    —
sehr gut hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Mir ist dieses Aufrüstungsgeschrei zu laut. Und ich weiß jetzt schon, dass es nicht gut ist. Meine Befürchtung: Wenn Deutschland die Möglichkeit hat, in künftigen Konflikten aktiv mitzumischen, wird es dies auch eher bereit sein zu tun, vielleicht mit dem Rückgriff auf „Damals mit der Ukraine lagen wir falsch“.

Wie zitierte ein US-General a.D. bei Democracy Now:
»... But we've got a good military and we can take down governments." And he said, "I guess if the only tool you have is a hammer, every problem has to look like a nail."


Ah, du meinst wie jetzt Russland, wo die Armee der Hammer ist und sie die ukrainische Regierung gewaltsam absetzen wollen?

#62:  Autor: sehr gut BeitragVerfasst am: 02.03.2022, 21:15
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vrolijke hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Mir ist dieses Aufrüstungsgeschrei zu laut. Und ich weiß jetzt schon, dass es nicht gut ist. Meine Befürchtung: Wenn Deutschland die Möglichkeit hat, in künftigen Konflikten aktiv mitzumischen, wird es dies auch eher bereit sein zu tun, vielleicht mit dem Rückgriff auf „Damals mit der Ukraine lagen wir falsch“.

Wie zitierte ein US-General a.D. bei Democracy Now:
»... But we've got a good military and we can take down governments." And he said, "I guess if the only tool you have is a hammer, every problem has to look like a nail."

Quelle(US-General a.D. bei Democracy Now):
Code:
https://www.youtube.com/watch?v=6Knt3rKTqCk

Ich verstehe hier den Zusammenhang nicht.

Wenn du ein schwaches Militär hast könntest du deren Einsatz erst später erwägen wie wenn du ein starkes Militär hast.
Wenn Deutschland eine starke Bundeswehr hat könnte man weniger auf Diplomatie setzen und eher die Bundeswehr als Werkzeug nutzen.
Wenn die Bundeswehr das stärkste (oder gar einzige) verfügbare Werkzeug(Hammer) ist könnten Probleme wie Nägel behandelt werden.

Ein starkes Militär hat auch einen Nachteil, die könnten immer mehr in Politik reinwirken. Das kann auch eine Eigendynamik bekommen.

#63:  Autor: sehr gut BeitragVerfasst am: 02.03.2022, 21:24
    —
Alchemist hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Mir ist dieses Aufrüstungsgeschrei zu laut. Und ich weiß jetzt schon, dass es nicht gut ist. Meine Befürchtung: Wenn Deutschland die Möglichkeit hat, in künftigen Konflikten aktiv mitzumischen, wird es dies auch eher bereit sein zu tun, vielleicht mit dem Rückgriff auf „Damals mit der Ukraine lagen wir falsch“.

Wie zitierte ein US-General a.D. bei Democracy Now:
»... But we've got a good military and we can take down governments." And he said, "I guess if the only tool you have is a hammer, every problem has to look like a nail."


Ah, du meinst wie jetzt Russland, wo die Armee der Hammer ist und sie die ukrainische Regierung gewaltsam absetzen wollen?

Mit einem schwachen Militär könnten die kaum auf die Idee kommen mit diesem Mittel "entmilitarisieren" und "entnazifizieren" zu können.

Das ist ein Problem bei Aufrüstung, Militär könnte immer mehr zum 'normalen' Handlungstool werden. Ist schwer für Frieden zu sein und nicht auch für Abrüstung.

#64:  Autor: zelig BeitragVerfasst am: 02.03.2022, 21:33
    —
jdf hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Mir ist dieses Aufrüstungsgeschrei zu laut.

Dann kauf dir Micky Mäuse.


Es wäre ein Fehler, leise Töne nicht zuzulassen.

#65:  Autor: Zumsel BeitragVerfasst am: 02.03.2022, 21:46
    —
zelig hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Mir ist dieses Aufrüstungsgeschrei zu laut.

Dann kauf dir Micky Mäuse.


Es wäre ein Fehler, leise Töne nicht zuzulassen.


Wozu sollte man sie auch unterbinden, man kann sie ja problemlos überhören.

#66:  Autor: jdfWohnort: Nekropole E|B BeitragVerfasst am: 02.03.2022, 21:54
    —
Zumsel hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Mir ist dieses Aufrüstungsgeschrei zu laut.

Dann kauf dir Micky Mäuse.

Es wäre ein Fehler, leise Töne nicht zuzulassen.

Wozu sollte man sie auch unterbinden, man kann sie ja problemlos überhören.

Was haben die leisen Töne denn zu sagen?

#67:  Autor: Zumsel BeitragVerfasst am: 02.03.2022, 21:57
    —
jdf hat folgendes geschrieben:
Zumsel hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Mir ist dieses Aufrüstungsgeschrei zu laut.

Dann kauf dir Micky Mäuse.

Es wäre ein Fehler, leise Töne nicht zuzulassen.

Wozu sollte man sie auch unterbinden, man kann sie ja problemlos überhören.

Was haben die leisen Töne denn zu sagen?


Seit wann reden Töne?

#68:  Autor: zelig BeitragVerfasst am: 02.03.2022, 22:04
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jdf hat folgendes geschrieben:
Zumsel hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Mir ist dieses Aufrüstungsgeschrei zu laut.

Dann kauf dir Micky Mäuse.

Es wäre ein Fehler, leise Töne nicht zuzulassen.

Wozu sollte man sie auch unterbinden, man kann sie ja problemlos überhören.

Was haben die leisen Töne denn zu sagen?


zB den Unterschied zwischen einer gleichgeschalteten Gesellschaft, die Abweichungen bestraft. Und unsere Gesellschaft, die Abweichungen toleriert. Wofür sollen wir denn sonst aufstehen können? Das macht den Unterschied, oder?

#69:  Autor: Zumsel BeitragVerfasst am: 02.03.2022, 22:08
    —
zelig hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Zumsel hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Mir ist dieses Aufrüstungsgeschrei zu laut.

Dann kauf dir Micky Mäuse.

Es wäre ein Fehler, leise Töne nicht zuzulassen.

Wozu sollte man sie auch unterbinden, man kann sie ja problemlos überhören.

Was haben die leisen Töne denn zu sagen?


zB den Unterschied zwischen einer gleichgeschalteten Gesellschaft, die Abweichungen bestraft. Und unsere Gesellschaft, die Abweichungen toleriert. Wofür sollen wir denn sonst aufstehen können? Das macht den Unterschied, oder?


Es bekommt der Relevanz abweichender Meinungen allerdings eher schlecht, allzu leise zu sein zwinkern

#70:  Autor: zelig BeitragVerfasst am: 02.03.2022, 22:11
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Heute Demo 45 000 Menschen am Königsplatz.

#71:  Autor: AdvocatusDiaboliWohnort: München BeitragVerfasst am: 02.03.2022, 22:38
    —
zelig hat folgendes geschrieben:
Heute Demo 45 000 Menschen am Königsplatz.


Mittendrin.


#72:  Autor: tillich (epigonal) BeitragVerfasst am: 03.03.2022, 00:48
    —
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Mir ist dieses Aufrüstungsgeschrei zu laut. Und ich weiß jetzt schon, dass es nicht gut ist. Meine Befürchtung: Wenn Deutschland die Möglichkeit hat, in künftigen Konflikten aktiv mitzumischen, wird es dies auch eher bereit sein zu tun, vielleicht mit dem Rückgriff auf „Damals mit der Ukraine lagen wir falsch“.

Wie zitierte ein US-General a.D. bei Democracy Now:
»... But we've got a good military and we can take down governments." And he said, "I guess if the only tool you have is a hammer, every problem has to look like a nail."


Ah, du meinst wie jetzt Russland, wo die Armee der Hammer ist und sie die ukrainische Regierung gewaltsam absetzen wollen?

Mit einem schwachen Militär könnten die kaum auf die Idee kommen mit diesem Mittel "entmilitarisieren" und "entnazifizieren" zu können.

Das ist ein Problem bei Aufrüstung, Militär könnte immer mehr zum 'normalen' Handlungstool werden. Ist schwer für Frieden zu sein und nicht auch für Abrüstung.

Wenn man nur einen Hammer hat, sehen alle Probleme aus wie ein Nagel, ja.
Deswegen ist es sehr gut, auch noch andere Werkzeuge zu haben als einen Hammer.
Manchmal hat man aber tatsächlich einen Nagel als Problem.
Dann ist es nicht doof, auch einen Hammer zu haben.

#73:  Autor: jdfWohnort: Nekropole E|B BeitragVerfasst am: 03.03.2022, 00:52
    —
Safe.

#74:  Autor: jdfWohnort: Nekropole E|B BeitragVerfasst am: 03.03.2022, 11:45
    —
jdf hat folgendes geschrieben:
Sollen die deutschen Werften weiter Yachten für russische Oligarchen bauen? Oder besser Schiffe für die deutsche Marine? Oder noch besser: Gänseblümchentransporter?

Meldung im SPIEGEL:


#75:  Autor: AlchemistWohnort: Hamburg BeitragVerfasst am: 03.03.2022, 12:54
    —
jdf hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Sollen die deutschen Werften weiter Yachten für russische Oligarchen bauen? Oder besser Schiffe für die deutsche Marine? Oder noch besser: Gänseblümchentransporter?

Meldung im SPIEGEL:



Wenn man noch Zweifel daran hätte, dass manche Leute zuviel Geld haben: DAS! Eine 156 Meter Yacht für einen Typen! Geschockt

#76:  Autor: Tarvoc BeitragVerfasst am: 03.03.2022, 14:09
    —
Leute, die zu große Yachten haben, sind mir suspekt. Sowas kann man eigentlich nur haben wollen, wenn man sich aus irgendwelchen Gründen längerfristig in internationalen Gewässern rumtreiben will. Suspekt

#77:  Autor: vrolijkeWohnort: Stuttgart BeitragVerfasst am: 03.03.2022, 15:55
    —
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Leute, die zu große Yachten haben, sind mir suspekt. Sowas kann man eigentlich nur haben wollen, wenn man sich aus irgendwelchen Gründen längerfristig in internationalen Gewässern rumtreiben will. Suspekt

Ich dachte, die seien zum protzen da.

#78:  Autor: CriticWohnort: Arena of Air BeitragVerfasst am: 03.03.2022, 23:14
    —
Zumsel hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1161718.ukraine-krieg-eine-kriegspolitische-antwort.html

Zitat:
Eine kriegspolitische Antwort
Die Bundesregierung hat auf der Bundestags-Sondersitzung zum Ukraine-Krieg alle Hemmungen in Sachen Aufrüstung und Militarisierung abgelegt


Zitat:
Er finde diese Entscheidung richtig, »aber ob sie gut ist, weiß keiner«, fasste Wirtschaftsminister Robert Habeck diesen Aufbruch ins gefährlich Ungewisse zusammen.


Mir ist dieses Aufrüstungsgeschrei zu laut. Und ich weiß jetzt schon, dass es nicht gut ist. Meine Befürchtung: Wenn Deutschland die Möglichkeit hat, in künftigen Konflikten aktiv mitzumischen, wird es dies auch eher bereit sein zu tun, vielleicht mit dem Rückgriff auf „Damals mit der Ukraine lagen wir falsch“. Ich fand die zurückhaltende Politik Deutschlands bis zum Angriff Russlands richtig.

Disclaimer: Ich habe im Altenheim gedient.


Man könnte ja schon mal Wetten darauf abschließen, wo im Gegenzug gekürzt werden wird. Am Ende wird die zweite Regierung mit SPD und Grünen vermutlich ähnliche sozialpolitische "Erfolge" zu verzeichnen haben wie die erste...
Norwegen und Schweden haben ja doch in den vergangenen Jahren die Wehrpflicht wieder eingeführt und begründen das etwa mit einer Bedrohung durch Rußland.

Angesichts des Krieges ist es ja auch schwer, gerade nicht von einer Bedrohung zu sprechen. Allerdings bin ich auch gegen Pflichten ja sehr reserviert:

Es ist doch letztlich eine elende Sauerei, auf Andere zu schießen und sie zu verletzen oder zu töten*. Dann doch auch noch mehr, Menschen dazu zu zwingen.

(* Notwehr oder Nothilfe kann eine Ausnahmesituation sein, aber für das Gewissen kann das trotzdem auch schrecklich sein: Es heißt ja nicht "Nette-Leute-Rechte" o.ä., und auch wenn es in einer Ausnahmesituation geschieht, mag einen persönlich das treffen. Das aber auch, um zu sagen, daß Kriege gegen eine reine Berufsarmee auch nicht im Umkehrschluß "moralisch sauberer" oder Kriege unwahrscheinlicher seien, wenn Wehrpflichtige anstatt Berufssoldaten verheitzt würden...)

Und der Beschluß zur Aufrüstung ist ein Stückweit auch die Entscheidung für Pfadabhängigkeiten: Wir könnten theoretisch wie im Kalten Krieg wieder soweit aufrüsten, daß auch Putins Rußland bei allen Ambitionen darüber die Luft ausgeht. Das birgt aber auch wieder "sunk costs", sprich: Zumindest die Russen handeln sich mit jedem Aufrüstungsschritt auch zusätzliche Probleme ein, die sich möglicherweise erst weit in der Zukunft zeigen. Wenn Putins imperialen Träume platzen, könnte es für sie ein ähnlich unangenehmes Erwachen geben wie um 1990 herum. Man könnte sich das insofern auch schenken und den Krieg dann auch lassen. Blauäugig? Dabei bräuchte es eigentlich auf beiden Seiten dieses Konfliktes viel mehr, die so denken...


Das ist natürlich eine Frage, die sich den Ukrainern aktuell nicht stellt. Dennoch ist auch aus strategischen Gründen noch nicht ganz geklärt, ob es wirklich Massenarmeen braucht oder ob es für den "modernen Krieg" nicht sinnvoller ist, relativ kleine, aber dafür hocheffektive Einheiten zu haben:) Man kann ja beobachten, daß es in der russischen Armee Einheiten von sehr unterschiedlicher Qualität gibt: Da gibt es zum einen offenbar technologisch gut ausgestattete, ideologisch gedrillte und aggressiv vorgehende "Elite-Einheiten".

Zum anderen wird beobachtet, daß etwa dieser ominöse 65 Kilometer lange russische Militärkonvoi in den letzten Tagen kaum vorangekommen sei. Das deute auf Probleme bei der Versorgung dieser Truppen hin. Ähnlich haben sich wohl auch einige russische Soldaten geäußert, die von den Ukrainern gefangen wurden. Viele dieser Soldaten dürften Wehrpflichtige sein, die insgesamt eine eher geringe Motivation haben, zum Teil nicht einmal wußten, wo sie sich befinden - erst realisierten, daß sie sich nicht mehr "im Manöver" befinden, als sie die ersten Straßenschilder gelesen haben oder aufgegriffen wurden. Oder die angeblich zum Teil sogar versuchen, ihr eigenes Gerät zu sabotieren, um nicht kämpfen zu müssen. Man hört auch, daß der russische Wehrdienst schon wegen der allgemein bekannten Bedingungen nicht beliebt sei und Viele versuchten, darum herumzukommen, sofern das irgend möglich sei.

Und auf die armen Kerle soll man dann schießen, die da selbst auch nicht sein wollen?

(Ja nun, es bestand auch während des Kalten Krieges in Deutschland das Recht auf Verweigerung aus Gewissensgründen, in den letzten Jahrzehnten konnte man das relativ einfach tun. Aber dennoch würde ich mich auch fragen, wie sollte ich wohl darüber hinwegkommen - wenn ich mir etwa vorstelle, dazu gezwungen zu werden, auf Russen zu schießen, die ich vielleicht auch kennen könnte, oder die vielleicht auch über Putin und seine Kriegspläne gar keine so positive Meinung haben. Einer von ihnen erzählte mir etwa, daß er doch recht froh sei, nach Deutschland gekommen zu sein, bevor er in Rußland zur Armee gemußt hätte, um irgendwo in Tschetschenien durch den Dreck zu robben.)

#79:  Autor: CriticWohnort: Arena of Air BeitragVerfasst am: 04.03.2022, 04:36
    —
Auch ein anderer Aspekt ist auch Anderen schon aufgefallen:

(Kontext: "Krieg in der Ukraine - Schwarze Menschen an Flucht gehindert?"

In einigen Fällen habe es in der aktuellen Krise Berichte von Bürgern sog. "Drittstaaten" (insbes. aufgefallen sei das bei Bürgern afrikanischer Länder oder bei Indern) gegeben, diese seien an der Grenze an der Ausreise aus der Ukraine gehindert oder von polnischen oder ungarischen Grenzern schlechter behandelt worden.

Es gebe dafür keinen Beleg, daß es eine Systematik gegeben habe, daß z.B. Afrikaner zurückgewiesen werden sollten. Allerdings seien in Polen Grenzbeamte "für einige Ausländer aufgrund gesetzlicher (Vor)gaben gesondert tätig" geworden, und seien in Ungarn "bestimmte Ausländer" getrennt von anderen untergebracht worden, "(d)ie Mehrheit dieser Menschen sei aus Afrika und Indien."
)


"Ein schockierend großes Maß an Rassismus" - in der Berichterstattung

Es gab im Kontext der Berichterstattung an der Grenze auch einige Äußerungen der Berichterstatter, die irgendwo aufgestoßen sind, weil man das auch als Statements empfinden kann, die Manche ja dann wieder ins Angst versetzen: Man erinnere sich z.B. daran, mit was für einer Vehemenz man sich etwa in Polen gegen Einflucht "muslimisch aussehender Leute" wehrt. Die vorherige polnische Regierung hatte ja sogar politischen Selbstmord damit begangen, daß sie erklärte, gerade einmal 5000 Syrer aufzunehmen - das hat ja dann die PIS wieder an die Macht gebracht. Und hier wurde etwa davon gesprochen, daß z.B. "muslimisch aussehende Männer" sich nun ebenfalls in Grenznähe befänden und ob die Ukraine nun zu einer neuen Fluchtroute werden könnte, weil man niemanden aus einem Kriegsgebiet zurückweisen könne etc..

Und man kann das auch mal umkrempeln:

Während es andererseits kein Problem ist, Zehntausende aufzunehmen, wenn die Flüchtlinge eben optisch dem entsprechen, "was man gern hat". Aber das läuft dort ja unter dem Begriff "unterschiedliche kulturelle Distanz" ... Mit den Augen rollen.

Anhand dessen kann man aber auch sehen, daß Europa nicht so sehr eine "Insel der Seligen" ist wie man vielleicht glauben möchte - "die Klappe zu und niemanden reinlassen". Denn das ist verdammt nah.

#80:  Autor: Zumsel BeitragVerfasst am: 05.03.2022, 11:02
    —
Critic hat folgendes geschrieben:
Zumsel hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1161718.ukraine-krieg-eine-kriegspolitische-antwort.html

Zitat:
Eine kriegspolitische Antwort
Die Bundesregierung hat auf der Bundestags-Sondersitzung zum Ukraine-Krieg alle Hemmungen in Sachen Aufrüstung und Militarisierung abgelegt


Zitat:
Er finde diese Entscheidung richtig, »aber ob sie gut ist, weiß keiner«, fasste Wirtschaftsminister Robert Habeck diesen Aufbruch ins gefährlich Ungewisse zusammen.


Mir ist dieses Aufrüstungsgeschrei zu laut. Und ich weiß jetzt schon, dass es nicht gut ist. Meine Befürchtung: Wenn Deutschland die Möglichkeit hat, in künftigen Konflikten aktiv mitzumischen, wird es dies auch eher bereit sein zu tun, vielleicht mit dem Rückgriff auf „Damals mit der Ukraine lagen wir falsch“. Ich fand die zurückhaltende Politik Deutschlands bis zum Angriff Russlands richtig.

Disclaimer: Ich habe im Altenheim gedient.


Man könnte ja schon mal Wetten darauf abschließen, wo im Gegenzug gekürzt werden wird. Am Ende wird die zweite Regierung mit SPD und Grünen vermutlich ähnliche sozialpolitische "Erfolge" zu verzeichnen haben wie die erste...
Norwegen und Schweden haben ja doch in den vergangenen Jahren die Wehrpflicht wieder eingeführt und begründen das etwa mit einer Bedrohung durch Rußland.

Angesichts des Krieges ist es ja auch schwer, gerade nicht von einer Bedrohung zu sprechen.


Aber welche Bedrohung konkret? Hältst du es im Ernst für ein mögliches Szenario, dass Russland in Deutschland einfällt und dieser Konflikt dann mit konventionellen Waffen entschieden werden würde? Falls nein: Worin genau besteht der Sinn der Bundeswehraufrüstung?

#81:  Autor: narr BeitragVerfasst am: 05.03.2022, 14:15
    —
Na ja, Deutschland ist Mitglied der Nato, und da hieße es wird einer angegriffen, werden alle angegriffen.

Wobei ich nicht denke, dass eine allg. Wehrpflicht sinnvoll ist. Die Voraussetzungen dafür wieder einzurichten würde viel kosten und der Nutzen ist fraglich.

Sind da nicht Fachleute und sehr gut ausgebildete Spezialisten wichtiger als ein paar pickelige Jungs und Mädels die zum Bund gehen um noch eine Weile Zeit zu haben, bis sie wissen was sie studieren wollen?

Wichtiger fände ich eine tiefgreifende Reform der Bundeswehr, auch mit Aufmerksamkeit für die rechtsextremistischen Tendenzen.
Motto kann sein "Klasse statt Masse"

#82:  Autor: jdfWohnort: Nekropole E|B BeitragVerfasst am: 05.03.2022, 14:39
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narr hat folgendes geschrieben:
Wobei ich nicht denke, dass eine allg. Wehrpflicht sinnvoll ist. Die Voraussetzungen dafür wieder einzurichten würde viel kosten und der Nutzen ist fraglich.

Wer fordert eigentlich eine allg Wehrpflicht? Das hätte ich jetzt echt gern mal gewusst. Und zwar mit Zitat und Quelle.

#83:  Autor: Zumsel BeitragVerfasst am: 05.03.2022, 14:41
    —
narr hat folgendes geschrieben:
Na ja, Deutschland ist Mitglied der Nato, und da hieße es wird einer angegriffen, werden alle angegriffen.


Na eben, es wäre ein direkter Konflikt zwischen Atommächten. Da braucht man sich über die Qualität der Panzer und das Ausbildungsniveau der Soldaten keine Sorgen mehr machen.

#84:  Autor: jdfWohnort: Nekropole E|B BeitragVerfasst am: 05.03.2022, 14:43
    —
Zumsel hat folgendes geschrieben:
narr hat folgendes geschrieben:
Na ja, Deutschland ist Mitglied der Nato, und da hieße es wird einer angegriffen, werden alle angegriffen.

Na eben, es wäre ein direkter Konflikt zwischen Atommächten. Da braucht man sich über die Qualität der Panzer und das Ausbildungsniveau der Soldaten keine Sorgen mehr machen.

Non sequitur.

#85:  Autor: Zumsel BeitragVerfasst am: 05.03.2022, 14:44
    —
jdf hat folgendes geschrieben:
Zumsel hat folgendes geschrieben:
narr hat folgendes geschrieben:
Na ja, Deutschland ist Mitglied der Nato, und da hieße es wird einer angegriffen, werden alle angegriffen.

Na eben, es wäre ein direkter Konflikt zwischen Atommächten. Da braucht man sich über die Qualität der Panzer und das Ausbildungsniveau der Soldaten keine Sorgen mehr machen.

Non sequitur.


Geht das auch ausführlicher? Ein formallogischer Fehlschluss liegt entgegen deiner Unterstellung jedenfalls nicht vor. Da müssen schon Argumente kommen.

#86:  Autor: jdfWohnort: Nekropole E|B BeitragVerfasst am: 05.03.2022, 14:53
    —
Zumsel hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Zumsel hat folgendes geschrieben:
narr hat folgendes geschrieben:
Na ja, Deutschland ist Mitglied der Nato, und da hieße es wird einer angegriffen, werden alle angegriffen.

Na eben, es wäre ein direkter Konflikt zwischen Atommächten. Da braucht man sich über die Qualität der Panzer und das Ausbildungsniveau der Soldaten keine Sorgen mehr machen.

Non sequitur.

Geht das auch ausführlicher? Ein formallogischer Fehlschluss liegt entgegen deiner Unterstellung jedenfalls nicht vor. Da müssen schon Argumente kommen.

Ein Konflikt zwischen Atommächten führt nicht zwangsläufig zu einem Krieg mit Kernwaffen, bei dem alle anderen Waffengattungen keine Rolle spielen. Daher ist dieser Satz nicht zu folgern.

#87:  Autor: Tarvoc BeitragVerfasst am: 05.03.2022, 15:04
    —
jdf hat folgendes geschrieben:
Ein Konflikt zwischen Atommächten führt nicht zwangsläufig zu einem Krieg mit Kernwaffen

Woher weißt du das? Kannst du dafür einen historischen Präzedenzfall anführen?

#88:  Autor: jdfWohnort: Nekropole E|B BeitragVerfasst am: 05.03.2022, 15:05
    —
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Ein Konflikt zwischen Atommächten führt nicht zwangsläufig zu einem Krieg mit Kernwaffen

Woher weißt du das? Kannst du dafür einen historischen Präzedenzfall anführen?

Pakistan vs Indien.

#89:  Autor: Zumsel BeitragVerfasst am: 05.03.2022, 15:06
    —
jdf hat folgendes geschrieben:
Ein Konflikt zwischen Atommächten führt nicht zwangsläufig zu einem Krieg mit Kernwaffen,...


Bei Stellvertreterkriegen natürlich nicht, bei direkter Konflikten, bei denen es um die Existenz geht, aber sehr wohl, das ist nämlich der ganze Sinn der nuklearen Abschreckung.

jdf hat folgendes geschrieben:
...Daher ist dieser Satz nicht zu folgern.


Dass ein Konflikt zwischen Atommächten (wenn es um die Existenz dieser Mächte geht) zwangsläufig zum Einsatz von Atomwaffen führt, ist in der Struktur meines Argumentes nur als Prämisse sinnvoll zu verstehen. Du greifst also eine Prämisse an, nicht die Konklusion, weswegen dein "Non sequitur" hier unangebracht ist.

#90:  Autor: Tarvoc BeitragVerfasst am: 05.03.2022, 15:09
    —
jdf hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Ein Konflikt zwischen Atommächten führt nicht zwangsläufig zu einem Krieg mit Kernwaffen

Woher weißt du das? Kannst du dafür einen historischen Präzedenzfall anführen?

Pakistan vs Indien.

Lachen Na gut. Hältst du die Situation denn für vergleichbar?



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