Für einen Bissen Fleisch: Das schwärzeste Verbrechen?
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#1: Für einen Bissen Fleisch: Das schwärzeste Verbrechen? Autor: M.S.Salomon BeitragVerfasst am: 08.02.2004, 17:37
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"Eine Gesellschaft, die Schlachthäuser und Schlachtfelder verkraftet, ist selber schlachtreif", schreibt der "eingefleischte Vegetarier" Deschner. Er bezeichnet den Umgang des Menschen mit den Tieren als das "schwärzeste aller Verbrechen".
Stimmt es, dass "wer Tiere isst, unter dem Tier steht", wie Deschner pointiert formuliert? Oder handelt es sich dabei um eine maßlose Übertreibung? Zweifellos ein Thema, das hitzige Diskussionen entfachen kann...

P.S. Vielen Dank an Kharon, der dieses Thema im Thread "Vorschläge zum Deschner-Forum" anregte...


Zuletzt bearbeitet von M.S.Salomon am 20.02.2004, 09:53, insgesamt 3-mal bearbeitet

#2:  Autor: narziss BeitragVerfasst am: 08.02.2004, 17:39
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Das muss man nun wirklich nicht ausdiskutieren.

#3:  Autor: BlaubärWohnort: Mainufer BeitragVerfasst am: 08.02.2004, 17:44
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Ich gebe diesem Thema hier keine allzugroße Chance... Cool

#4:  Autor: M.S.Salomon BeitragVerfasst am: 08.02.2004, 17:49
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narziss hat folgendes geschrieben:
Das muss man nun wirklich nicht ausdiskutieren.


Ich verstehe, dass einige Nutzer des FGH kein Interesse haben, das Thema noch einmal durchzudiskutieren, zumal es ja schon vor einiger Zeit in aller Breite behandelt wurde. Allerdings ist das Thema für Karlheinz Deschner selber enorm wichtig, was wohl (neben allen tierrechtlichen Argumenten) auch autobiografische Gründe hat (als junger Mann ging Deschner selber auf die Jagd...).
Angesichts der vorausgegangenen Debatten im FGH hatte ich das Thema zunächst zurückgestellt, aber Kahron hat schon Recht, dass man diesen Aspekt des Deschnerschen Werkes nicht übergehen sollte...

#5:  Autor: Heike N.Wohnort: Bottrop BeitragVerfasst am: 08.02.2004, 18:20
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M.S.Salomon hat folgendes geschrieben:
Allerdings ist das Thema für Karlheinz Deschner selber enorm wichtig, was wohl (neben allen tierrechtlichen Argumenten) auch autobiografische Gründe hat (als junger Mann ging Deschner selber auf die Jagd...).


Verstehe ich nicht. Deschner ist mal jagen gegangen, er tuts nicht mehr. Er hat mal Fleisch gegessen, er tuts nicht mehr, aus welchen Gründen auch immer. Freut mich für ihn, wenn er sich wohl dabei fühlt.

Die Gründe, warum nun jemand Fleisch isst, keins isst oder den Fleischkonsum reduziert, sind hinlänglich bekannt und sind hinlänglich hier diskutiert worden (bis hin zu Anti-Diskussionen zwinkern).

Was macht diesen Thread also nun so besonders außer der Tatsache, dass es Deschner persönlich interessiert?

#6:  Autor: narziss BeitragVerfasst am: 08.02.2004, 18:24
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Wir können dem FGH noch viel merh Niveau verleiehn wenn wir in jedem der vielen Threads der letzen Zeit fragen was wohl Deschner getan hätte. Also welche Farbe seien Unterwäsche hat oder welches Klopapier er gerne benutzt.

#7:  Autor: Nav BeitragVerfasst am: 08.02.2004, 18:59
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What Would Karlheinz Deschner Do?

WWKDD... Am Kopf kratzen

#8:  Autor: Gast BeitragVerfasst am: 08.02.2004, 19:31
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Ich glaube auch nicht, dass es sinnvoll ist alles noch mal von vorne zu starten. Fest steht aber, dass die Abscheu Deschners vor dem Töten auch seine ganzen Werke bestimmt. Als Soldat im 2 Weltkrieg hat er das Töten hassen gelernt. Dieses Grundmotiv von Deschner muß man einfach verstehen, um seine Werke zu verstehen. Vielleicht ist ihm dieses Buch noch wichtiger als manches andere, obwohl es sehr klein ausgefallen ist. Es vermittelt aber auch Einblicke in sein Wesen, welches dem Töten Feind geworden ist. Er hat wohl auch zuviel menschliche Arroganz beschrieben und kennen gelernt, als dass er dieses arrogante, menschliche Morden an Tieren noch länger hätte ertragen konnte.

Vielen Dank gebürt Deschner auch deshalb, da er seine tierfreundliche Gesinnung nicht feige versteckte, wie das bei manchen Promis der Fall ist, denen Geld und Karriere wichtiger sind. Deschner hat eben den Mut als Nonkonformist auch gegen den Strom des Zeitgeistes zu schwimmen, währenddessen andere nur davon reden. Er ist also würdig Mensch genannt zu werden und das nicht nur, weil er 2 Arme und 2 Beine hat.

#9:  Autor: defensor_fidei BeitragVerfasst am: 08.02.2004, 19:45
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Kharon hat folgendes geschrieben:
Ich glaube auch nicht, dass es sinnvoll ist alles noch mal von vorne zu starten. Fest steht aber, dass die Abscheu Deschners vor dem Töten auch seine ganzen Werke bestimmt. Als Soldat im 2 Weltkrieg hat er das Töten hassen gelernt. Dieses Grundmotiv von Deschner muß man einfach verstehen, um seine Werke zu verstehen. Vielleicht ist ihm dieses Buch noch wichtiger als manches andere, obwohl es sehr klein ausgefallen ist. Es vermittelt aber auch Einblicke in sein Wesen, welches dem Töten Feind geworden ist. Er hat wohl auch zuviel menschliche Arroganz beschrieben und kennen gelernt, als dass er dieses arrogante, menschliche Morden an Tieren noch länger hätte ertragen konnte.

Vielen Dank gebürt Deschner auch deshalb, da er seine tierfreundliche Gesinnung nicht feige versteckte, wie das bei manchen Promis der Fall ist, denen Geld und Karriere wichtiger sind. Deschner hat eben den Mut als Nonkonformist auch gegen den Strom des Zeitgeistes zu schwimmen, währenddessen andere nur davon reden. Er ist also würdig Mensch genannt zu werden und das nicht nur, weil er 2 Arme und 2 Beine hat.



Definiere bitte "Mensch".

Wem sprichst du das "Menschsein" zu oder ab, bzw. wer ist ein "unwürdiger" Menswch? - M.a.W.: Sind Veganer die besseren Menschen?

Lehnst du dich nicht ein wenig zu weit aus dem Fenster?

#10:  Autor: Heike N.Wohnort: Bottrop BeitragVerfasst am: 08.02.2004, 21:30
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Nordseekrabbe hat folgendes geschrieben:
Kharon hat folgendes geschrieben:

Somit kann auch keinem das Menschsein abgesprochen werden.


Auch dem verbrecherischsten Regime nicht? Mit den Augen rollen Geschockt


Waren Hitler und seine Handlanger keine Menschen?

#11:  Autor: M.S.Salomon BeitragVerfasst am: 09.02.2004, 08:39
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narziss hat folgendes geschrieben:
Wir können dem FGH noch viel merh Niveau verleiehn wenn wir in jedem der vielen Threads der letzen Zeit fragen was wohl Deschner getan hätte. Also welche Farbe seien Unterwäsche hat oder welches Klopapier er gerne benutzt.


Amüsante Idee! Lachen
Doch Spaß beiseite: In diesem Forum soll über wesentliche Aspekte des Werks und der Person KHD diskutiert werden. Hierzu gehört sein Einsatz für die Rechte der Tiere einfach dazu. In einigen seiner Werke (nicht nur in "Ein Bissen Fleisch") findet man entsprechende Passagen. Hätte Deschner sich ähnlich entschieden über Unterwäsche geäußert, hätten wir auch ein Diskussionsforum hierzu einrichten müssen. Bislang bin ich aber noch nicht auf eine "Kriminalgeschichte der Unterwäscheproduzenten" gestoßen. zwinkern

#12:  Autor: M.S.Salomon BeitragVerfasst am: 09.02.2004, 09:02
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Nachtrag:

Es geht hier nicht um Personenkult, sondern um Diskussionen zu Themen, die in Bezug zu KHD stehen. Dabei ist ein Argument selbstverständlich nicht allein deshalb besser, weil KHD es vertritt.

Obgleich ich mich selber seit 18 Jahren vorwiegend vegetarisch ernähre, habe ich große Probleme mit Formulierungen wie "Wer Tiere frisst, seht unter dem Tier". Ich denke, man muss hier differenzieren:

Man muss kein "Speziesist" sein, um Menschen in ethsichen Konflikten größeres Gewicht einzuräumen als anderen Säugetierarten. Man muss aber auch nicht für die "Diktatur des Vegetariats" eintreten, wenn man akzeptiert, dass Tiere über Bewusstsein verfügen, woraus in einer rationalen Ethik zu folgern ist, dass ihre Bedürfnisse in ethischen Konflikten angemessen berücksichtigt werden müssen.

Nebenbei: Meines Ermessens lenkt die Konzentration auf Vegetarismus/Nicht-Vegetarismus die notwendige Tierrechtsdebatte auch in die falsche Richtung: Es sollte weniger um die Frage gehen: Darf man Tiere töten? als um die Frage: Wie sollten die Lebensbedingungen von Tieren aussehen, wenn wir ihre Interessen ernsthaft berücksichtigen wollen?

In diesem Zusammenhang kann man durchaus von einem "schwarzen Verbrechen" der Menschheit gegenüber ihrer tierischen Verwandtschaft sprechen. Ob es sich dabei angesichts der Gräuel der Menschheitsgeschichte tatsächlich um "das schwärzeste Verbrechen" handelt, möchte ich indes bestreiten. Häufig genug mussten Menschen unter Bedingungen leben, die man anderen Tieren kaum zugemutet hätte...

#13: Re: Für einen Bissen Fleisch: Das schwärzeste Verbrechen? Autor: AlziWohnort: Oberfranken BeitragVerfasst am: 05.03.2004, 21:19
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M.S.Salomon hat folgendes geschrieben:
Er bezeichnet den Umgang des Menschen mit den Tieren als das "schwärzeste aller Verbrechen".
Stimmt es, dass "wer Tiere isst, unter dem Tier steht", wie Deschner pointiert formuliert? Oder handelt es sich dabei um eine maßlose Übertreibung?


Es handelt sich wohl eher um einen geistigen Kurzschluß a la: wer Menschen ißt, steht unter dem Menschen, wer Tiere ißt, steht unter dem Tier und wer Gemüse ißt, steht unter dem Gemüse.

Geht es Deschner um das Essen, das Töten oder um die Haltung der Tiere?
In meinen Augen ist gegen eine artgerechte Haltung und einen schnellen und unerwarteten Tod nichts einzuwenden - das wünscht man sich doch auch für sich selbst, oder?

#14: Ob es stimmt Autor: Faruk JinseiWohnort: Tjo BeitragVerfasst am: 23.11.2004, 20:00
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Soho, dann will ich mal meinen ersten Beitrag hier leisten.

Stimmt, was Deschner schrieb?
Oder handelt es sich um "maßlose Übertreibung"?

Zitat:
"Eine Gesellschaft, die Schlachthäuser und Schlachtfelder verkraftet, ist selber schlachtreif."


Nun, wie meint er das?
Zunächst einmal sei bemerkt, daß er sich offensichtlich auf ein Tolstoi-Zitat bezieht, welches da lautet
Zitat:
"Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben."


Nun müßte man fragen, was Deschner damit meint, die Gesellschaft verkrafte Schlachthäuser und Schlachtfelder. Warum schrieb er nicht: "... die Schlachthäuser und Schlachtfelder hervorbringt/beeinhaltet/auf ihnen beruht/ohne sie nicht auskommt/ ..." ??

Und worauf will er mit "schlachtreif" hinaus?

Meine Interpretation seines Aphorismus: "Eine Gesellschaft die aus zumeist niederen Interessen tötet / Grausamkeiten begeht, ist keine Gesellschaft, die eine Zukunft verdient hat." Vorsicht vor Überidentifikationen! Es geht hier offenbar um das GesellschaftsSYSTEM, nich aber die Menschen, welche die momentane Gesellschaft bilden! NICHT die Menschen seien "schlachtreif", sondern ihre Taten, ihre Einstellungen usw - sprich das System. Die Menschen könnten bzw müßten sich ändern.

> Er bezeichnet den Umgang des Menschen mit den Tieren als
> das "schwärzeste aller Verbrechen".

Zum Verständis würde hier die Auseinandersetzung mit der Tierrechtsethik bzw praktischen Ethik helfen, welche dann auf die Tatsachen, die Zahlen, das Ausmaß des vermeidbaren Tötens und Quälens angewendet werden könnte. Die Ethik wiederum gründet sich auf biologische Erkenntnisse und philosophische Schlußfolgerungen. Da, wo es ums Leiden geht, stehen uns zumindest die höheren Tiere (Wirbeltiere -> siehe auch das deutsche sogenannte Tierschutzgesetz) in nichts nach. Die Physiologie des Schmerzempfindens, der Leidensfähigkeit (aber auch der Fähigkeit zu Lust und Freude etc) ist ein wesentlich älterer evolutionsbiologischer Komplex als das zum rationalen Denken fähige menschliche Gehirn. Nicht vom juristischen, sehr wohl aber vom ethischen Standpuntk aus, stellt dann aber jede vermeidbare, mutwillig vollzogene Schmerz- bzw Leidzufügung (und zwar gleich welcher Spezies das Opfer ist) ein Verbrechen dar.
Die gegenteilige Einstellung, Leid und Schmerz seien nur zu vermeiden wo es um Menschen ginge, nennt man Speziesismus. Nicht der Sachverhalt wird betrachtet, nicht die Interessen der Opfer (oder bei positiven Handlungen: Nutznießer), sondern rein das Abstraktum der Spezies. Auf speziesistischer Grundlage läßt sich allerdings, das wurde in der akademischen Philosophie hinreichend bewiesen, keine zwischenmenschliche Ethik begründen, die frei von Widersprüchen und Willkür wäre.

Ehe ich hier ganze Romane schreibe, ein paar Buchtipps dazu:
- "Wozu Ethik? Über Sinn und Unsinn moralischen Denkens und Handelns" von Helmut F. Kaplan (über Ethik allgemein, die Frage nach der Sinnlosigkeit des Lebens, Verantwortung, akademische versus praktische Ethik uvm)
- "Praktische Ethik" von Peter Singer (kontrovers, weil auch auf Abtreibung und Euthanasie eingegangen wird; ein Kapitel über Tierrechtsethik, zwei Kapitel über politisch-wirtschaftliche Ethik)
- "Tierrechte. Die Philosophie einer Befreiungsbewegung" (vorbildlichst strukturierte sachliche Argumentation zum Thema; rein philosophisch-ethisch)
- "Das unnötige Leiden der Tiere. Tierrechte - was jeder einzelne tun kann" von Mark Bekoff (enthält kurz und umfassend fast alle relevanten Themenbereiche, also nicht nur Philosophie/Ethik, sondern auch Ökologie, Gesundheit, Sozioökonomie etc)
- "Die Befreiung der Tiere" von Peter Singer (der Klassiker der modernen Tierrechtsdebatte, besteht nach einer philosophisch-ethischen Prämisse größtenteils aus Berichten von Tierversuchen, Schlachtungen etc)

Zum Thema Verbrechen noch der Buchtipp
- "Für die Tiere ist jeden Tag Treblinka. Unser Umgang mit den Tieren und der Holocaust" (bezieht sich auf ein Zitat des jüdischen Nobelpreisträgers Isaac Bashevis Singer, zeichnet die Geschichte der Ideologie und Industrie der Massentötungen von Tieren und Menschen parallel nach; viele ethnologische Nachweise, wie Gewalt am Tier zu Gewalt am Menschen führt)

> Stimmt es, dass "wer Tiere isst, unter dem Tier steht" [...] ?

In welcher Weise?
Was meint Deschner damit, unter oder über jemandem oder etwas zu stehen?
Um seine Ansicht zu bejahen zu können, müßte man sich auf die FÄHIGKEIT, moralisch zu urteilen und zu handeln beziehen. Der Mensch kann durch Verstehen, Einsicht usw zu einem ethischen/verantwortungsvollen/rücksichtsvollen Umgang mit anderen (auch Tieren) gelangen. Wer dennoch Tiere ißt (weil er sich vor den Fakten verschließt bzw sie nicht an sich heranläßt), steht dann unter dem Tier, weil das Tier vermutlich seine Fähigkeiten die es hat, nutzt. (Vorausgesetzt die Fakten sprächen gegen das Essen von Tieren, versteht sich. Deschner geht - als eines von millionen lebenden Beispielen - davon aus, daß der Fakt bewiesen ist.)

#15:  Autor: Herbert BeckerWohnort: Berlin BeitragVerfasst am: 05.05.2005, 15:13
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Wenn Deschner früher Fleischesser und Jäger gewesen war, dann aber aus ethischen Gründen zum Vegetarier wurde, so ist er nach meinen Erfahrungen eine durchaus bemerkenswerte Ausnahme. Selbst überzeugte Buddhisten, die gemäß ihrer Religion Tiere achten sollten, und auch viele, die sich "Tierschützer" nennen, schaffen es nicht, auf Fleisch zu verzichten. Das Thema "Vegetarismus" ist ein "heißes Eisen", denn es geht hierbei um die persönliche Verantwortlichkeit anderen Wesen gegenüber. Die besondere Erbitterung, die ich in Deschners Kirchenkritik herauslese, hat wohl auch etwas mit der erbärmlichen Stellung zu tun, die das Tier im Christentum einnimmt. Auch in dieser Hinsicht steht Deschner Schopenhauer nahe. Mir wird das immer deutlicher, je mehr ich von und über Deschner lese.

www.schopenhauer-buddhismus.de

#16:  Autor: Machel BeitragVerfasst am: 08.06.2005, 17:02
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Über alle Tierschützer, die sich Tierrechtler nennen, möchte ich mich hier gar nicht äußern. Es ist allerdings leichter auf Fleisch zu verzichten, als es mit einem angeblich ruhigen Gewissen weiter zu essen. 6-7 Millionern Vegetariern in Deutschland wird es da nicht viel anders ergangen sein. Von den Buddhisten und den Hindus lebt jedoch auch nur ein Teil Ahimsa.


"Meine Interpretation seines Aphorismus: "Eine Gesellschaft die aus zumeist niederen Interessen tötet / Grausamkeiten begeht, ist keine Gesellschaft, die eine Zukunft verdient hat." Vorsicht vor Überidentifikationen! Es geht hier offenbar um das GesellschaftsSYSTEM, nich aber die Menschen, welche die momentane Gesellschaft bilden! NICHT die Menschen seien "schlachtreif", sondern ihre Taten, ihre Einstellungen usw - sprich das System. Die Menschen könnten bzw müßten sich ändern."

Zustimmung, jedoch waren im Nationalsozialismus neben diesem System, auch etliche Nazis schlachhtreif. Nicht in jedem Fall lasssen sich Taten und Täter exakt voneinander trennen. Dennoch kann nichts anderes versucht werden.

Zu diesem Thema: Deschner-Jagd und Tiere, gibt es auch in einem anderen Thread ein interessantes Interview mit ihm, welches seine Motive etwas beleuchtet.

Interview mit Karl Heinz Deschner

Karlheinz Deschner: Ja. Ich war in meiner Jugend Jäger. Ich habe Hunderte von Tieren um ihr Leben gebracht, so dass sie langsam verfault, verhungert, lebend vom Fuchs zerrissen worden sind. Über die Jagd wird wohl noch mehr gelogen als über den Krieg. Sie ist selbst einer. Ein höchst ungleicher freilich, ein Krieg gegen völlig wehrlose Wesen, wobei die Jäger nichts riskieren als allenfalls ein bisschen Schnupfen oder einen Sturz von ihrem Aussichtsturm. Nichts, was mich so beschämt an meinem Leben, nichts! Noch nach Jahrzehnten, nach einem halben Jahrhundert, oft Tag für Tag...

Zum vollen Interview:
http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?t=8233

#17:  Autor: FluseWohnort: Niedersachsen BeitragVerfasst am: 03.07.2005, 07:15
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IOch mag Deschner wirklich, abert trotz intensivster Anstrengung, kann ich kein Gemüsefresser werden!

#18:  Autor: Machel BeitragVerfasst am: 15.07.2005, 16:17
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Du ißt also überhaupt kein Gemüse? Glaub ich Dir nicht. Ich kenne jedenfalls keinen, der kein Gemüse ißt, wohl aber viele die kein Fleisch essen. Leute die ausschließlich Gemüse essen kenne ich auch nicht. Das sind inn der Regel alles Gemischtköstler, die Gemüse neben Getreideprodukten, Obst und vielen anderen Dingen essen. Dadurch wird ihre Ernährung eher vielfältiger. Wer will auch dauernd diese Supermarktsch... essen? Die meisten Nahrungsmittel kennen Fleischesser auf Grund ihrer einseitigen Ernährung gar nicht.

#19:  Autor: narziss BeitragVerfasst am: 15.07.2005, 16:19
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Für Fluse gilt Gemüsefresser = Vegetarier Lachen

#20:  Autor: SermonWohnort: Sine Nomine BeitragVerfasst am: 15.07.2005, 18:18
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Liebe User,

bitte postet doch allgemeine Bemerkungen ueber Vegetarismus bzw. eure persoenlichen Ernaehrungsgewohnheiten in anderen Threads in anderen Boards im FGH. Hier soll die Debatte sich speziell mit Deschners Argumentation zu Tierhaltung und Tierverzehr befassen.

Grusz, Sermon

#21:  Autor: Heike N.Wohnort: Bottrop BeitragVerfasst am: 15.07.2005, 19:16
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Hmmm... naja, ich wollte doch lediglich meine Dummheit und Unwissenheit als Fleischesser bestätigen (ich bin ja schon froh, dass ich überhaupt die Tasten treffe). Möglicherweise besteht ja ein kryptischer Zusammenhang zwischen Vegetarismus und Intelligenz. Dies dann bestimmt auch in Verbindung mit Kirchenkritik. Der Kausalzusammenhang zwischen Kirchenkritik und Vegetarismus ist ja unübersehbar. noseman

#22:  Autor: Machel BeitragVerfasst am: 17.07.2005, 14:55
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Nun, Deschner fragte sich wohl eher, warum er weiter die Leichen von Kindern essen sollte, die seit ihrer Geburt extra dafür eingesperrt werden. Sollte eine solche Frage unberechtigt sein? Diesen millionenhaften Mord an Tierkindern sieht er dann wohl auch als das eigentliche schwärzeste Verbrechen der Menschheit an, denn anders als bei Verbrechen an Menschen sind Verbrechen gegenüber Tieren bis Heute immer noch alltäglich, so dass Kinderleichen ganz ungeniert und offen gehandelt und verspeist werden.
Für die Drachen, denen man sie opfern muss, da sie bis Heute immer noch Kinder verspeisen, hat sich eben noch kein Drachentöter gefunden. Der Siegfried muß irgend wie den falschen Drachen erwischt haben. Na ja, Fielmann gab es damals noch nicht.

#23:  Autor: annoxWohnort: Berlin BeitragVerfasst am: 17.07.2005, 19:51
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Machel hat folgendes geschrieben:
Nun, Deschner fragte sich wohl eher, warum er weiter die Leichen von Kindern essen sollte, die seit ihrer Geburt extra dafür eingesperrt werden. Sollte eine solche Frage unberechtigt sein?

Kannibalismus?

Zitat:
Diesen millionenhaften Mord an Tierkindern sieht er dann wohl auch als das eigentliche schwärzeste Verbrechen der Menschheit an, denn anders als bei Verbrechen an Menschen sind Verbrechen gegenüber Tieren bis Heute immer noch alltäglich, so dass Kinderleichen ganz ungeniert und offen gehandelt und verspeist werden.

Mich erinnert diese Wortwahl an Bild-Schlagzeilen und das Vokabular mancher Abtreibungsgegner. Als Kind wird üblicherweise nur menschlicher Nachwuchs bezeichnet, nicht tierischer. Trägst Du Dich mit dem Gedanken, irgendwann eigene Junge bzw. Welpen aufzuziehen oder falls Du weiblich bist, selbst zu werfen? Gilt Dir das Verfüttern von Mückenlarven an Aquarienfische auch als Kindesmord? Wo ziehst Du die Grenze? Bist Du bereit, jährlich ein Kalb bei Dir zu Hause aufzunehmen und es zu umhegen bis es an Altersschwäche stirbt, um Deinen Milchkonsum sicher zu stellen?

Sich auch von Tieren und tierischen Produkten zu ernähren, sie u.a. zu Bekleidung und Ähnlichem zu verarbeiten, betrachte ich gewiß nicht als schwärzestes Verbrechen der Menschheit, sondern eher das was Menschen anderen Menschen antun.

#24:  Autor: Machel BeitragVerfasst am: 18.07.2005, 03:46
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Speziesismus und Rassismus sind Geschwister. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass die Bildzeitung je antispeziesistisch gewesen wäre. Dass der Nachwuchs bei anderen menschlichen oder nichtmenschlichen Völkern mit anderen Namen betitelt werden soll, entspricht rassistischen oder speziesistischen Denkstörungen und ist biologisch gesehen vollkommener Nonsens. Wiill man nichtmenschlichen Tieren vielleicht noch Mutterinstinkte absprechen? Das riecht doch alles viel zu sehr nach dem theistischen Unsinn, dass Menschen etwas total anderes als Tiere seien, da sie als Ebenbild eines unsichtbaren Herrens geschaffen wurden, den allerdings auch noch keiner zu Gesicht bekommen hat. Der Antispeziesismus widerspricht diesem Unsinn, in dem er biologische Realitäten akzeptiert und diese nicht mit theistischen Fantasierereien vermengt.

Da ich kein Kalb bin, benötige ich auch keine Muttermilch von Kühen und Fische wegen meiner Gaffgier einzusperren kommt mir auch nicht in den Sinn. Die sind in Flüssen oder Seen besser aufgehoben. Dass sich Deine Vorstellungen über Tiere mit den Vorstellungen der katholischen Kirche decken ist sicherlich alles andere als ein Zufall, wenn man bedenkt, wie lange diese Kirchen das menschliche Verhältnis zu Tieren vergiftet haben. Und genau das spricht Deschner in seinem, viel zu kurzem Büchlein an. Der Glaubenskatechismus der kath. Kirche ist da auch mal wieder sehr verräterisch.

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Wie Kardinal Ratzinger im Vatikan und Kardinal Schönborn von Wien, im neuen Katechismus die Anti-Tierparagraphen verankert haben:


Tiere sind Geschöpfe Gottes und unterstehen seiner fürsorgenden Vorsehung. Schon allein durch ihr Dasein preisen und verherrlichen sie Gott. Darum schulden ihnen auch die Menschen Wohlwollen. Erinnern wir uns, mit welchem Feingefühl die Heiligen, z.B. der hl. Franz von Assisi und der hl. Philipp Neri, die Tiere behandelten. (Nr. 2416)

Gott hat die Tiere unter die Herrschaft des Menschen gestellt, den er nach seinem Bild geschaffen hat. Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen. Man darf sie zähmen, um sie dem Menschen bei der Arbeit und in der Freizeit dienstbar zu machen. Medizinische und wissenschaftliche Tierversuche sind in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig, weil sie dazu beitragen, menschliches Leben zu heilen und zu retten. (Nr. 2417)

Es widerspricht der Würde des Menschen, Tiere nutzlos leiden zu lassen und zu töten. Auch ist es unwürdig, für sie Geld auszugeben, das in erster Linie menschliche Not lindern sollte. Man darf Tiere gern haben, soll ihnen aber nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt. (Nr. 2418)

Der Schöpfer hat dem Menschen das Recht gewährt, über die Rohstoffe, Pflanzen und Tiere der Welt zu verfügen. Dabei muss aber der Mensch die sittlichen Verpflichtungen achten, auch gegenüber den kommenden Generationen. (Nr. 2456)

Die Tiere sind dem Menschen unterstellt, der ihnen Wohlwollen schuldet. Sie können einer gerechten Befriedigung menschlicher Bedürfnisse dienen. (Nr. 2457)

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Neben Militarismus und Aberglauben manifestierten die Kirchen also auch immer speziesistische Gewalt gegenüber nichtmenschlichen Wesen.

#25:  Autor: annoxWohnort: Berlin BeitragVerfasst am: 18.07.2005, 14:14
    —
Machel hat folgendes geschrieben:
Speziesismus und Rassismus sind Geschwister. [...]

Da ich kein Kalb bin, benötige ich auch keine Muttermilch von Kühen

Du Rassist, wie kannst Du es wagen das Kind einer Kuh Kalb zu nennen? zwinkern

Willst Du ernsthaft bestreiten, daß der Begriff Kind nicht prinzipiell menschlichen Nachwuchs beschreibt..? Welche andere Bezeichnung Kennst Du?
Zu behaupten, wir würden uns von Kinderleichen ernähren, unterstellt bewußt Kannibalismus. Das ist grober, propagandistischer Unfug und gewiß kein sinnvoller Ansatz, um darüber zu diskutieren, ob es ethisch gerechtfertigt ist sich von Tieren und ihrem Nachwuchs zu ernähren.

Zitat:
und Fische wegen meiner Gaffgier einzusperren kommt mir auch nicht in den Sinn. Die sind in Flüssen oder Seen besser aufgehoben.

Museen bedienen Voyerismus?
Aber zurück zu meiner Frage, die Du nicht beantwortet hast: Ist das Verfüttern von Mückenlarven an Aquarienfische in Deinen Augen Kindermord?

Zitat:
Dass sich Deine Vorstellungen über Tiere mit den Vorstellungen der katholischen Kirche decken ist sicherlich alles andere als ein Zufall, wenn man bedenkt, wie lange diese Kirchen das menschliche Verhältnis zu Tieren vergiftet haben. Und genau das spricht Deschner in seinem, viel zu kurzem Büchlein an. Der Glaubenskatechismus der kath. Kirche ist da auch mal wieder sehr verräterisch.

Doch es ist Zufall, denn ich habe mit der Kath. Kirche nichts zu schaffen und meine westslawischen Vorfahren haben sich von etwaigen kirchlichen Definition bzgl. Tieren sicher auch nicht sonderlich beeindrucken lassen. Weitere Völker der Vergangenheit und Gegenwart aufzuzählen, die sich ebenfalls nie für katholisches Gefasel interessiert haben und sich dennoch aus eigenem Entschluß von Tieren ernähren, führt jetzt zu weit, ist aber problemlos möglich.

Fraglos gibt es sogar sehr viele Menschen, die wilde Tiere als ihnen ebenbürtig betrachten. Das hält sie aber nicht davon ab, selbige zu bejagen, zu verzehren und sich Kleidung usw. aus ihnen zu fertigen. So what?

#26:  Autor: annoxWohnort: Berlin BeitragVerfasst am: 19.07.2005, 15:55
    —
Was nicht passt, wird passend gemacht. Asien und ein Subkontinent voller Vegetarier oder doch nur stärker verbreitet? Pillepalle
Mach mal, werde glücklich mit Deinem Wahn.

Ich appelliere erneut an die Diskussionsteilnehmer, sich in diesem Board zum Thema (Deschners Haltung zu Tierhaltung und Tierkonsum) zu aeuszern und eine allgemeine Debatte ueber Vegetarismus in anderen Boards dieses Forums zu fuehren. Zudem fordere ich die Diskussionsteilnehmer auf, sich eines etwas hoeflicheren Umgangstones zu befleiszigen.

Sollten meine zarten Hinweise weiterhin ignoriert werden, werde ich damit beginnen, Offtopics schlicht zu loeschen.

Sermon

#27:  Autor: Machel BeitragVerfasst am: 19.07.2005, 19:37
    —
Habt Ihr dieses Buch von Deschner: "Für einen Bissen Fleisch" überhaupt gelesen? Wenn nicht, worüber wollt Ihr dann hier diskutieren. Ich allerdings habe dieses Buch gelesen und weiß auch, was Deschner mit ihm zum Ausdruck bringen wollte. Gäbe es nicht solche Reaktionen wie hier, so hätte er dieses Buch auch nie schreiben müssen.

#28: Deschner: Wer die Kirche verläßt.... Autor: Machel BeitragVerfasst am: 05.08.2005, 08:42
    —
Karl-Heinz Deschner-Zitat: aus "Eine Revolution wäre nötig"-Interview-Special mit Karlheinz Deschner

"Wer die Kirche verläßt: Ein Lichtblick für mich;
wer kein Tier mehr ißt: mein Bruder."


Aus dem Interviw von Deschner, dass in "Natürlich vegetarisch" erschienen ist, geht auch hervor, dass Deschner seit ca. 30 jahren Vegetarier ist und dass, wenn er noch einmal entscheiden könnte ob er sein Leben dem Kampf gegen das Christentum oder dem Kampfe gegen die Tierausbeutung widmen sollte, er sich für das letztere entscheiden würde. Dieses Interview mit Deschner ist auch derart gut, dass es demnächst einen eigenen Thread verdient. Deschner hat in seinem Leben zu viel christlichen Lreichengestank gerochen, um ihn noch selber weiter verbreiten zu können.


Zuletzt bearbeitet von Machel am 05.08.2005, 08:50, insgesamt einmal bearbeitet

#29: Re: Deschner: Wer die Kirche verläßt.... Autor: Heike N.Wohnort: Bottrop BeitragVerfasst am: 05.08.2005, 08:45
    —
Machel hat folgendes geschrieben:
Karl-Heinz Deschner-Zitat:

"Wer die Kirche verläßt: Ein Lichtblick für mich;
wer kein Tier mehr ißt: mein Bruder."


Das setzt natürlich voraus, dass man Deschners Bruder sein möchte. Ich persönlich möchte das gar nicht. Lachen

#30:  Autor: Machel BeitragVerfasst am: 10.08.2005, 13:57
    —
Und andere möchten gar keine Brüder oder Schwestern von Schlachthaustemplern sein.

#31:  Autor: Machel BeitragVerfasst am: 10.08.2005, 21:35
    —
Da das Buch von Deschner: Für einen Bissen Fleisch augenscheinlich hier eh keiner gelesen hat, macht es auch keinen Sinn darüber hier mit Leuten zu diskutieren. Auf inhaltslose Sabbeleien kann dabei gerne verzichtet werden.

Auf welche Personen und Bewegungen sich in Deutschland vornehmlich das Tierrecht gründet kann man der Serie: Philosophie und Tierrechte im 20. Jahrhundert von Susan-Witt Stahl entnehmen. Besonders zu erwähnen sei dabei die Frankfurter Schule und der Sozialist Leonard Nelsen. (nichts für Pseudosozialisten).
Und dazu habe ich jetzt einen eigenen Thread eröffnet.

http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?t=8899

#32:  Autor: SermonWohnort: Sine Nomine BeitragVerfasst am: 08.09.2005, 18:29
    —
Newsletter der Giordano Bruno Stiftung (8.9.05) hat folgendes geschrieben:
DESCHNER-INTERVIEW IN DER ZEITSCHRIFT "NATÜRLICH VEGETARISCH"
In der Zeitschrift "natürlich vegetarisch" begründete Karlheinz Deschner sein Engagement für die Rechte der Tiere. Dabei betonte er u.a., dass ein solches Engagement keineswegs im Widerspruch zum Humanismus stehen muss, wie dies heute manche politische Gruppierungen behaupten.



http://www.deschner.info/de/person/interviews/vebu.pdf

Zitat:
Kirchenkritiker Karlheinz Deschner im Interview:
„Eine Revolution wäre nötig.“ Karlheinz Deschner ist als Kirchenkritiker weltbekannt – von seinem leidenschaftlichen Engagement für Tiere hingegen wissen bisher nur wenige.

#33:  Autor: Machel BeitragVerfasst am: 10.10.2005, 19:21
    —
Sermon hat folgendes geschrieben:
Newsletter der Giordano Bruno Stiftung (8.9.05) hat folgendes geschrieben:
DESCHNER-INTERVIEW IN DER ZEITSCHRIFT "NATÜRLICH VEGETARISCH"
In der Zeitschrift "natürlich vegetarisch" begründete Karlheinz Deschner sein Engagement für die Rechte der Tiere. Dabei betonte er u.a., dass ein solches Engagement keineswegs im Widerspruch zum Humanismus stehen muss, wie dies heute manche politische Gruppierungen behaupten.



http://www.deschner.info/de/person/interviews/vebu.pdf

Zitat:
Kirchenkritiker Karlheinz Deschner im Interview:
„Eine Revolution wäre nötig.“ Karlheinz Deschner ist als Kirchenkritiker weltbekannt – von seinem leidenschaftlichen Engagement für Tiere hingegen wissen bisher nur wenige.


Guter Link! Ich kannte den Deschner-Artikel bis lang nur aufgrund einer privaten Einscannung.

#34:  Autor: stepWohnort: Germering BeitragVerfasst am: 10.10.2005, 20:11
    —
Habe mich eigentlich nur wegen dieses ethisch interessanten Themas hier angemeldet.

Meiner Ansicht nach liefert Deschner in dem von Sermon verlinkten Text kein einziges rational nachvollziehbares ethisches Argument gegen das Töten und Essen von Tieren. Seine (sowieso eher appelativen) Argumente reichen höchstens aus, um eine artgerechte Haltung und schmerzfreie Tötung zu fordern. Dieser Forderung schließe ich mich ausdrücklich an.

Um ein Tötungs- oder gar Eßverbot zu begründen, müßte man mE etwa zeigen, daß den Tieren während ihres (artgerechten) Lebens bewußt wird, daß sie zum Essen gezüchtet werden.

Zudem möchte ich Faruk Jinsei's Literaturtips (s.o.) beipflichten.

#35:  Autor: Machel BeitragVerfasst am: 11.10.2005, 15:56
    —
Da kein Speziesist sein abergläubisch, mörderisches Verhältnis zu nichtmenschlichen Tieren rational begründen kann, wird stets nur versucht zu betonen, dass nur das Nichtmorden zu begründen sei, was natürlich reiner Unsinn ist.

Zitat
Um ein Tötungs- oder gar Eßverbot zu begründen, müßte man mE etwa zeigen, daß den Tieren während ihres (artgerechten) Lebens bewußt wird, daß sie zum Essen gezüchtet werden.


Warum sollte das so sein? Es reicht aus, dass kein menschliches oder nichtmenschliches Tier es liebt getötet oder eingesperrt zu werden. Wer dieses Recht nichtmenschlichen Tieren zubilligt muss sich aber fragen lassen, wie er ganz nichttheistisch , speziesistische Grenzziehungen in der Ethik begründen will. Schimpanse-Gorilla-Mensch Wie sollen speziesistische Grenzziehungen da aussehen? Wie gegenüber Schweinen und wie gegenüber Hühnern?
Artgerechtes Eingesperrtsein bis zur eigenen Ermordung gibt es nicht. Welcher Art oder Spezie sollte dies denn entsprechen? Sollte man Kinder ermorden dürfen, nur weil ihnen vielleicht nicht bewuß ist, dass sie ermordet werden?

#36:  Autor: stepWohnort: Germering BeitragVerfasst am: 11.10.2005, 19:53
    —
Machel hat folgendes geschrieben:
Da kein Speziesist sein abergläubisch, mörderisches Verhältnis ...

Ich bin weder Speziezist, noch abergläubisch, noch mörderisch. Zügle Deinen ideologischen Eifer. Du sollst nicht hetzen, sondern argumentieren.

Machel hat folgendes geschrieben:
... zu nichtmenschlichen Tieren rational begründen kann, wird stets nur versucht zu betonen, dass nur das Nichtmorden zu begründen sei, was natürlich reiner Unsinn ist.

Schon wieder so eine tendenziöse Aussage. Niemand verlangt von Dir, Dein "Nichtmorden" zu begründen, sondern Dein Verbot der Tiertötung an mich.

Machel hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Um ein Tötungs- oder gar Eßverbot zu begründen, müßte man mE etwa zeigen, daß den Tieren während ihres (artgerechten) Lebens bewußt wird, daß sie zum Essen gezüchtet werden.
Warum sollte das so sein?

Weil wir dann Grund zu der Annahme hätten, daß sie sich entwürdigt fühlen.

Machel hat folgendes geschrieben:
Es reicht aus, dass kein menschliches oder nichtmenschliches Tier es liebt getötet oder eingesperrt zu werden.

Nein, das reicht nicht aus. Es könnte die Haltung und Tötung auch weder lieben noch hassen, weil
- es zu Haß und Liebe mglw. gar nicht fähig ist, oder
- es sein Eingesperrtsein nicht als solches empfindet, den Tod ohne Todesangst erfährt.

Du kommst sogar in noch größere moralische Argumentationsschwierigkeiten, wenn Du bedenkst, daß ein Tier in der freien Natur mglw. mehr Einschränkungen und Leid sowie einen früheren Tod erführe als in artgerechter Haltung. Das Tier könnte also, wüßte es um die Alternative, die Haltung mglw. sogar lieben oder wenigstens vorziehen.

Machel hat folgendes geschrieben:
Schimpanse-Gorilla-Mensch Wie sollen ... Grenzziehungen da aussehen? Wie gegenüber Schweinen und wie gegenüber Hühnern?

Meines Erachtens könnte man solche ethischen Grenzen u.a. an der Fähigkeit zu Schmerz, Leid, Demütigung usw. festmachen. Wenn man etwa vermutet, daß bestimmte Tiere T unter der Haltung X und der Schlachtmnethode Y leiden, dann sollte man die nicht mehr anwenden. Bei Tieren mit nahezu menschlichem Bewußtsein hätte man tatsächlich ein Tötungsverbot. Treibender Wert ist hier also offensichtlich nicht die Fortpflanzung meiner Spezies, sondern Empathie.

Machel hat folgendes geschrieben:
... Sollte man Kinder ermorden dürfen, nur weil ihnen vielleicht nicht bewuß ist, dass sie ermordet werden?

Nein. Denn was wir tun, unterliegt der Bewertung durch bewußte Mitwesen (hauptsächlich Menschen). Wenn wir Kindstötung zuließen, so schadeten wir damit anteilig diesen Mitwesen, entweder direkt, durch Bedrohung, oder wir verlieren ihr Vertrauen. Deshalb ist das fast überall zurecht tabu. Notfalls könnte man hier einen effektiven Speziezismus erkennen.

Würden wir in ferner Zukunft uns einmal über diesen genetisch-soziobiologischen effektiven Speziezismus erheben, indem wir beispielsweise das Überleben unserer Art nicht mehr als unbewußt oder bewußt höchstes Ziel ansähen, sondern z.B. das Überleben der Kellerassel, dann würde sich vermutlich unsere Ethik dahingehend ändern, daß wir Kinder töten und verfüttern dürften, aber keine Kellerasseln. Sowas ist ja schon passiert in Gesellschaften, die z.B. Menschenopfer brachten, um Göttern zu dienen.

Noch etwas:

Ich versuche hier rational-ethisch zu argumentieren. Gleichwohl bleibt auch bei mir ein gewisses irrationales ethisches Restunwohlsein bei der Tierschlachtung, verbunden mit dem Gefühl, daß man das Problem effizienter lösen könnte: Durch Züchtung von tierischem Fleisch in vitro. Würde Dir ein solches Steak schmecken?

#37:  Autor: zelig BeitragVerfasst am: 02.11.2005, 06:51
    —
step hat folgendes geschrieben:
Ich versuche hier rational-ethisch zu argumentieren. Gleichwohl bleibt auch bei mir ein gewisses irrationales ethisches Restunwohlsein bei der Tierschlachtung, verbunden mit dem Gefühl, daß man das Problem effizienter lösen könnte: Durch Züchtung von tierischem Fleisch in vitro. Würde Dir ein solches Steak schmecken?

Dieses Unwohlsein, ist das eigentlich bei der in-vitro-Züchtung von Fleisch verschwunden? Du hast das an anderer Stelle bereits angebracht. Bei der Vorstellung stellen sich mir die Nackenhaare auf, bin mir aber nicht sicher, woher das kommt. Könnte damit zusammenhängen, daß ich darin die vollständige Funktionalisierung des Lebens erkenne.

#38:  Autor: stepWohnort: Germering BeitragVerfasst am: 13.11.2005, 00:19
    —
zelig hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Ich versuche hier rational-ethisch zu argumentieren. Gleichwohl bleibt auch bei mir ein gewisses irrationales ethisches Restunwohlsein bei der Tierschlachtung, verbunden mit dem Gefühl, daß man das Problem effizienter lösen könnte: Durch Züchtung von tierischem Fleisch in vitro. Würde Dir ein solches Steak schmecken?

Dieses Unwohlsein, ist das eigentlich bei der in-vitro-Züchtung von Fleisch verschwunden? Du hast das an anderer Stelle bereits angebracht. Bei der Vorstellung stellen sich mir die Nackenhaare auf, bin mir aber nicht sicher, woher das kommt. Könnte damit zusammenhängen, daß ich darin die vollständige Funktionalisierung des Lebens erkenne.

Das Unwohglsein wäre bei mir vollständig verschwunden. Das Leben wäre damit mE keineswegs "vollständig funktionalisiert", sondern nur ein ganz bestimmter, rein ernährungsbiologischer Aspekt davon. Warum nicht die Physik/Chemie/Biologie nutzen, wenn es keinem schadet, auch nicht indirekt?

#39: Re: Für einen Bissen Fleisch: Das schwärzeste Verbrechen? Autor: Mojud BeitragVerfasst am: 16.11.2005, 14:27
    —
M.S.Salomon hat folgendes geschrieben:
"Eine Gesellschaft, die Schlachthäuser und Schlachtfelder verkraftet, ist selber schlachtreif", schreibt der "eingefleischte Vegetarier" Deschner. Er bezeichnet den Umgang des Menschen mit den Tieren als das "schwärzeste aller Verbrechen".
Stimmt es, dass "wer Tiere isst, unter dem Tier steht", wie Deschner pointiert formuliert? Oder handelt es sich dabei um eine maßlose Übertreibung? Zweifellos ein Thema, das hitzige Diskussionen entfachen kann...

P.S. Vielen Dank an Kharon, der dieses Thema im Thread "Vorschläge zum Deschner-Forum" anregte...

Masslose Übertreibung, nein. Übertreibung ja. Es fallen mir auch schwärzere Verbrechen ein. Ich würde die Formulierungen nicht als pointiert bezeichnen, sondern als wenig hilfreich. Da scheint eher die Mentalität des Jägers durch, die vielleicht nicht vollständig abgelegt wurde.

Der erste Satz kann noch am ehesten zum Nachdenken und damit evtl. Umdenken anregen. Auch ich sinniere über "verkraftet" und "schlachtreif". Vielleicht würde der Zusammenhang, in den Deschner es gestellt hat, Aufschluss geben. Keine Gesellschaft verkraftet Schlachtfelder, es sei denn geistige. Reale gehen mit Zerstörungen einher. An dieser Stelle könnte man anders pointieren : "Eine Menschheit, die sich Schlachtfelder leistet, ist unreif" etwa. Sich zu berauschen an einer Art Stabreim auf "schlacht", erhöht nicht unbedingt den Klärungsfaktor einer Aussage. Was Deschner daran gut fand, erschliesst sich mir nicht - mich stösst so etwas ab.
Vielleicht war es eine Stunde, ein Gedicht zu schreiben zwinkern

#40:  Autor: Machel BeitragVerfasst am: 16.11.2005, 22:46
    —
Das mit dem schlachtreif ist auch m.M. nach nicht gut formuliert. Wer sollte denn der Schlächter der Schlächter werden und was würde durch erneute Schlachterein erreicht? Es würden doch nur meue Gewaltsysteme entstehen.

#41:  Autor: FluseWohnort: Niedersachsen BeitragVerfasst am: 17.11.2005, 04:40
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Da es auch viele Raubtiere gibt, die sich auch von anderen Tieren ernähren und teilweise auch davon Vorräte anlegen,sehe ich nicht ein warum ich als "menschliches Raubtier" nur Grünzeugs in mich reinzwacken sollte! zwinkern
Artgerechte Tierhaltung usw. befürworte ich ausdrücklich! Fleisch aus Massentierhaltung schmeckt auch scheußlich wässrig.
Auch Schuhe aus Kunstleder sind nun wirklich nicht sehr zu empfehlen,es sei man steht auf Käsefüße! zwinkern
Außerdem bleibt nach einem Fleischgenuß viel länger satt, giftig ist es schließlich auch nicht. Cool

#42:  Autor: zelig BeitragVerfasst am: 17.11.2005, 10:09
    —
step hat folgendes geschrieben:
Warum nicht die Physik/Chemie/Biologie nutzen, wenn es keinem schadet, auch nicht indirekt?

Ja. Das stimmt schon. Ich bin allerdings der Meinung, daß sich die Betrachtungsweise über eine Sache ändert, wenn sich der der Umgang mit ihr ändert.

#43:  Autor: Machel BeitragVerfasst am: 17.11.2005, 13:54
    —
zelig hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Warum nicht die Physik/Chemie/Biologie nutzen, wenn es keinem schadet, auch nicht indirekt?

Ja. Das stimmt schon. Ich bin allerdings der Meinung, daß sich die Betrachtungsweise über eine Sache ändert, wenn sich der der Umgang mit ihr ändert.


Und wenn sich der mörderische Umgang mit nichtmenschlichen Tieren ändert, dann versteigt sich auch keiner mehr darin, Tierleichen imitieren zu wollen.


Es gibt Tiere die fressen Erde, andere Blätter, Gras, oder auch Menschenleichen. Was können Menschen daraus lernen? Dsas sie ein Recht haben es diesen Tieren genau so nachzutun? Wer schmackhafte vegetarische Kost nur als Grüzeug ansieht, der muss farbenblind sein. Sehr glücklich Nichts ist so farbenfroh wie vegetarische Kost.

#44:  Autor: stepWohnort: Germering BeitragVerfasst am: 17.11.2005, 18:25
    —
zelig hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Warum nicht die Physik/Chemie/Biologie nutzen, wenn es keinem schadet, auch nicht indirekt?

Ja. Das stimmt schon. Ich bin allerdings der Meinung, daß sich die Betrachtungsweise über eine Sache ändert, wenn sich der der Umgang mit ihr ändert.

Ja, natürlich. Das kann aber auch von Vorteil sein. Wenn wir z.B. nicht dem animistischen Glauben verfallen, ein künstlich hergestelltes Stück Fleisch sei irgendwie doch ein Tier, dann kann sich ja der Umgang mit Tieren durch künstliches Fleisch nur zum Besseren ändern.

Vielleicht habe ich auch Dein Argument nicht richtig verstanden: Befürchtest Du, mit künstlichem Fleisch würde der Respekt vor tierischen Lebewesen sinken?

@Machel: Nur deshalb kein künstliches Fleisch essen zu sollen, weil einige Veganer nur Gemüse mögen, erscheint mir nicht rational begründet.

#45:  Autor: Veritas BeitragVerfasst am: 18.11.2005, 08:30
    —
Sermon hat folgendes geschrieben:
Liebe User,

bitte postet doch allgemeine Bemerkungen ueber Vegetarismus bzw. eure persoenlichen Ernaehrungsgewohnheiten in anderen Threads in anderen Boards im FGH. Hier soll die Debatte sich speziell mit Deschners Argumentation zu Tierhaltung und Tierverzehr befassen.

Grusz, Sermon

Also wirklich, Leute ... Nein

Einen solchen Personenkult aufzubauen, passt echt nicht zum Begriff "FREIgeister" ...

Als ob jemand den Gott Jahwe so vermisst, dass er ihn durch den "Gott" Kahade zu ersetzen versucht. Mit den Augen rollen


Und wann werden Deschners sexuelle Vorlieben diskutiert? Mr. Green

#46:  Autor: SermonWohnort: Sine Nomine BeitragVerfasst am: 18.11.2005, 09:19
    —
Veritas hat folgendes geschrieben:
Einen solchen Personenkult aufzubauen, passt echt nicht zum Begriff "FREIgeister" ...


Dies hier ist ein Spezialboard ueber Deschner und Du befindest Dich darin in dem Thread, wo es darum geht, Deschners Buch gegen Fleischkonsum zu diskutieren. Wenn Dir dieser Kontext nicht gefaellt: Im FGH ist anderswo genug Raum, das Thema Vegetarismus ohne Bezug zu Deschner zu diskutieren.

Inwiefern es Personenkult um Deschner gibt, kannst Du gerne in einem eigenen Thread hier im Spezialboard eroertern. Dann liefer dort aber mal Fakten, statt einer Behauptung.

#47:  Autor: Veritas BeitragVerfasst am: 18.11.2005, 15:36
    —
Sermon hat folgendes geschrieben:
Veritas hat folgendes geschrieben:
Einen solchen Personenkult aufzubauen, passt echt nicht zum Begriff "FREIgeister" ...


Dies hier ist ein Spezialboard ueber Deschner und Du befindest Dich darin in dem Thread, wo es darum geht, Deschners Buch gegen Fleischkonsum zu diskutieren. Wenn Dir dieser Kontext nicht gefaellt: Im FGH ist anderswo genug Raum, das Thema Vegetarismus ohne Bezug zu Deschner zu diskutieren.

OK, da hast du Recht. Es soll mich nicht so verwundern, wenn man in Deschner-Forum über Deschners Privatleben diskutiert.

Zitat:
Inwiefern es Personenkult um Deschner gibt, kannst Du gerne in einem eigenen Thread hier im Spezialboard eroertern. Dann liefer dort aber mal Fakten, statt einer Behauptung.

Eigentlich war es nicht mal eine Behauptung, sondern nur ein Eindruck. Ich sagte doch "als ob", oder?

Aber peace brother ...



(wie hat er es jetzt denn getrieben ??? Am Kopf kratzen )

#48:  Autor: SermonWohnort: Sine Nomine BeitragVerfasst am: 18.11.2005, 17:51
    —
Veritas hat folgendes geschrieben:
Sermon hat folgendes geschrieben:
Veritas hat folgendes geschrieben:
Einen solchen Personenkult aufzubauen, passt echt nicht zum Begriff "FREIgeister" ...


Dies hier ist ein Spezialboard ueber Deschner und Du befindest Dich darin in dem Thread, wo es darum geht, Deschners Buch gegen Fleischkonsum zu diskutieren. Wenn Dir dieser Kontext nicht gefaellt: Im FGH ist anderswo genug Raum, das Thema Vegetarismus ohne Bezug zu Deschner zu diskutieren.

OK, da hast du Recht. Es soll mich nicht so verwundern, wenn man in Deschner-Forum über Deschners Privatleben diskutiert.


Insofern es um ein Buch von Deschner ueber Fleischkonsum geht, handelt es sich um seine oeffentliche Aussage, die auch oeffentlich diskutierbar ist - und nicht um sein bloszes Privatleben.

#49:  Autor: Veritas BeitragVerfasst am: 18.11.2005, 22:33
    —
Sermon hat folgendes geschrieben:
Veritas hat folgendes geschrieben:

Es soll mich nicht so verwundern, wenn man in Deschner-Forum über Deschners Privatleben diskutiert.


Insofern es um ein Buch von Deschner ueber Fleischkonsum geht, handelt es sich um seine oeffentliche Aussage, die auch oeffentlich diskutierbar ist - und nicht um sein bloszes Privatleben.

Jetzt stehe ich im Wald.

Ich dachte Deschner hätte immer nur Religionskritik geschrieben, und Fleischkonsum wäre nur eine "Nebenhandlung" eines seiner Bücher.

Kann mich mal einer aufklären?

#50:  Autor: SermonWohnort: Sine Nomine BeitragVerfasst am: 19.11.2005, 08:07
    —
Veritas hat folgendes geschrieben:
Sermon hat folgendes geschrieben:
Veritas hat folgendes geschrieben:

Es soll mich nicht so verwundern, wenn man in Deschner-Forum über Deschners Privatleben diskutiert.


Insofern es um ein Buch von Deschner ueber Fleischkonsum geht, handelt es sich um seine oeffentliche Aussage, die auch oeffentlich diskutierbar ist - und nicht um sein bloszes Privatleben.

Jetzt stehe ich im Wald.

Ich dachte Deschner hätte immer nur Religionskritik geschrieben, und Fleischkonsum wäre nur eine "Nebenhandlung" eines seiner Bücher.

Kann mich mal einer aufklären?


Offensichtlich hast nicht nur Du das Buch nicht gelesen, um welches es in diesem Thread eigentlich gehen soll.

http://www.asku-presse.de/verlagsprogramm/10.htm
http://www.vegetarierbund.de/nv/nv_2000_3__Buch__Fuer_einen_Bissen_Fleisch.htm
http://www.react-online.de/buecher/deschner.html
http://66.249.93.104/search?q=cache:B9E6T5YXVqwJ:www.gkpn.de/moia_tiere.pdf+F%C3%BCr+einen+Bissen+Fleisch&hl=de&client=firefox-a
http://www.abschaffung-der-jagd.de/naturohnejagd/509000964b1254c2d/
http://66.249.93.104/search?q=cache:rcPcRHIyAn4J:www.gkpn.de/herrmann_tiere.pdf+F%C3%BCr+einen+Bissen+Fleisch&hl=de&client=firefox-a

#51:  Autor: Veritas BeitragVerfasst am: 19.11.2005, 12:27
    —
Sermon hat folgendes geschrieben:
Offensichtlich hast nicht nur Du das Buch nicht gelesen, um welches es in diesem Thread eigentlich gehen soll.

Da ich inzwischen auf Heidenhetze verzichte, heisst nicht dass ich jetzt mit Christenhetze anfange. Denn Deschner ist für mich eindeutig kein Kritiker, sondern Hetzer ...

#52:  Autor: Veritas BeitragVerfasst am: 20.11.2005, 19:17
    —
zelig hat folgendes geschrieben:
Machel hat folgendes geschrieben:
... mörderisches Verhalten...Faschist...um die Ecke zu bringen... blutrünstigen Wahn...
usw

Ich finde Deine Wortwahl unangemessen.

Ist das nicht nachgeäffte Deschners Wortwahl?

Entweder bringst Du hier Belege, statt Insinuationen, oder Du musst Dir bald eine andere Spielwiese suchen. Sermon

#53:  Autor: Veritas BeitragVerfasst am: 21.11.2005, 22:53
    —
Veritas hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Machel hat folgendes geschrieben:
... mörderisches Verhalten...Faschist...um die Ecke zu bringen... blutrünstigen Wahn...
usw

Ich finde Deine Wortwahl unangemessen.

Ist das nicht nachgeäffte Deschners Wortwahl?

Entweder bringst Du hier Belege, statt Insinuationen, oder Du musst Dir bald eine andere Spielwiese suchen. Sermon

WIE BELEGT MAN EINE FRAGE ???

Veritas

#54:  Autor: Mojud BeitragVerfasst am: 26.11.2005, 07:23
    —
Um noch mal auf Deschners Aussagen zurückzukommen ( auch wenn das hier stört zwinkern )

Sein Anliegen wird deutlich, aber sein Ausdruck scheint mir seinem Anliegen nicht hilfreich zu sein. Man unterstellt Fleischessern ja - vielleicht zu unrecht - eine grössere Aggressivität. Müsste dann nicht ein unaggressiver Ausdruck eher wie eine Einladung zum Vegetarismus wirken ? Vielleicht geht es ihm aber auch noch nicht um ein solches Angebot, vielleicht will er zunächst aufrütteln, erschüttern, um dann eine Wende anzubieten ? Das würde auch erklären, warum er schwere Geschütze auffährt. Diese Überlegung macht auch Sinn, wenn man sich seine Ausdrucksweise in der Kirchenkritik anschaut. Auch dort scheint er nicht gerade den Weg des Angebots zu gehen, sondern den der Anklage.

Ich halte diesen Weg für nicht erfolgversprechend, was aber nicht heisst, das sein Beitrag kontraproduktiv sein muss.

#55:  Autor: Machel BeitragVerfasst am: 27.11.2005, 01:17
    —
Deschner geht diesen Weg bei der Kirchenkritik und bei der Kritik am Leichenfressertum. In beiden Fällen beschreibt er diese Auswüchse als Kriminalgeschichte. Was sollte daran falsch sein?

#56:  Autor: Mojud BeitragVerfasst am: 27.11.2005, 22:29
    —
Machel hat folgendes geschrieben:
Deschner geht diesen Weg bei der Kirchenkritik und bei der Kritik am Leichenfressertum. In beiden Fällen beschreibt er diese Auswüchse als Kriminalgeschichte. Was sollte daran falsch sein?

Nur um ganz sicher zu gehen, dass wir die gleiche Sprache sprechen : 1. eine Beschreibung benutzt eine neutrale nicht wertende Sprache. Diesen Weg wählt er womöglich nicht.
2. ich habe nicht von falsch gesprochen, sondern bezweifelt, dass dieser Weg erfolgreich ist.
Um die letzte Frage zu beantworten, müsste man Erfolgskriterien nennen. Man müsste die Zielgruppe benennen und was man bei der Zielgruppe erreichen will.
Ich würde einem Mann wie ihn nicht unterstellen, dass er in Bezug auf solche Fragen ohne Plan schreibt. Man kann Erfolg auch daran messen, wenn man eigene Masstäbe benutzt, diesen Weg halte ich für weniger sinnvoll.

#57:  Autor: Mojud BeitragVerfasst am: 29.11.2005, 10:23
    —
Machel hat folgendes geschrieben:
Über alle Tierschützer, die sich Tierrechtler nennen, möchte ich mich hier gar nicht äußern. Es ist allerdings leichter auf Fleisch zu verzichten, als es mit einem angeblich ruhigen Gewissen weiter zu essen. 6-7 Millionern Vegetariern in Deutschland wird es da nicht viel anders ergangen sein. Von den Buddhisten und den Hindus lebt jedoch auch nur ein Teil Ahimsa.


"Meine Interpretation seines Aphorismus: "Eine Gesellschaft die aus zumeist niederen Interessen tötet / Grausamkeiten begeht, ist keine Gesellschaft, die eine Zukunft verdient hat." Vorsicht vor Überidentifikationen! Es geht hier offenbar um das GesellschaftsSYSTEM, nich aber die Menschen, welche die momentane Gesellschaft bilden! NICHT die Menschen seien "schlachtreif", sondern ihre Taten, ihre Einstellungen usw - sprich das System. Die Menschen könnten bzw müßten sich ändern."

Zustimmung, jedoch waren im Nationalsozialismus neben diesem System, auch etliche Nazis schlachhtreif. Nicht in jedem Fall lasssen sich Taten und Täter exakt voneinander trennen. Dennoch kann nichts anderes versucht werden.

Zu diesem Thema: Deschner-Jagd und Tiere, gibt es auch in einem anderen Thread ein interessantes Interview mit ihm, welches seine Motive etwas beleuchtet.

Interview mit Karl Heinz Deschner

Karlheinz Deschner: Ja. Ich war in meiner Jugend Jäger. Ich habe Hunderte von Tieren um ihr Leben gebracht, so dass sie langsam verfault, verhungert, lebend vom Fuchs zerrissen worden sind. Über die Jagd wird wohl noch mehr gelogen als über den Krieg. Sie ist selbst einer. Ein höchst ungleicher freilich, ein Krieg gegen völlig wehrlose Wesen, wobei die Jäger nichts riskieren als allenfalls ein bisschen Schnupfen oder einen Sturz von ihrem Aussichtsturm. Nichts, was mich so beschämt an meinem Leben, nichts! Noch nach Jahrzehnten, nach einem halben Jahrhundert, oft Tag für Tag...

Zum vollen Interview:
http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?t=8233

Danke für den Link. In dem Interview, man sollte es vielleicht hierher kopieren, wird Deschner für mich viel verständlicher. Ich muss sogar selbstkritisch einräumen, dass das Zuschreiben der Bezeichnung Aasfresser als Zitat von Voltaire, bei mir eine Öffnung bewirkt hat. Als ob dieser mehr Recht hätte, eine solche Formulierung zu benutzen. Dennoch bin ich kein Freund dieser Sprache.
Das Interview spricht überwiegend eine versöhnlichere Sprache. Davon verspräche ich mir mehr Nutzen für das Anliegen eines respektvolleren Umgangs mit Tieren. Etwa weil die Sprachform das Anliegen schon verkörpert und ihm Ausdruck gibt.

"tat twam asi" hätte ich bei Deschner nie vermutet.

#58:  Autor: Mojud BeitragVerfasst am: 07.12.2005, 14:08
    —
Graf Zahl hat folgendes geschrieben:
Mojud hat folgendes geschrieben:
Ich möchte mal Michael Lukas Moeller in die Diskussion einbringen. Nicht als Autorität zwinkern

Ich fand es erstaunlich, warum er sich als psychotherapeutischer Arzt mit Ernährung beschäftigte.

Ein Gedanke, der mich seit dem Lesen von "Gesundheit ist essbar", beschäftigt ist folgender ( in meinen Worten ) : Warum fällt es Menschen so schwer, ihre Essgewohnheiten zu ändern ? Das ist in der Tat verblüffend, wenn man Beratungsgespräche erinnert. Manche Ernährungsratschläge sind so einleuchtend und naheliegend - geradezu zwingend - und trotzdem wird der Patient, das nicht tun. Manchmal sieht es sogar so aus, als wollte er sogar.
Moeller beantwortet diese Frage etwa so : Menschen in unserer Gesellschaft werden in ihrem Ernährungsverhalten durch ihre Mutter stark geprägt. Nach dem Motto : Mutter kocht am besten. [...]

Eine interessante Ausführung, die bestimmt auf nicht gerade wenige Fälle zutrifft. Aber sicherlich nicht auf alle.


Mojud hat folgendes geschrieben:

Dagegen wirkt : "Einstein, Albert (1879-1955)
Entwickelte die Relativitätstheorie. Physik-Nobelpreis 1921 (für die Erklärung des photoelektrischen Effekts auf dem die heutigen Solarzellen beruhen)

Einstein hat folgendes geschrieben:

* Rein durch ihre physische Wirkung auf das menschliche Temperament würde die vegetarische Lebensweise das Schicksal der Menschheit äusserst positiv beeinflussen können.

Warum? Was versteht man unter vegetarische Lebensweise? Gibt es dafür Belege/Studien, daß sich diese Lebensweise auf das menschliche Temperament auswirken?


Mojud hat folgendes geschrieben:
Einstein hat folgendes geschrieben:

* Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung.

Warum? Was ist die Begründung dafür?


Mojud hat folgendes geschrieben:
Einstein hat folgendes geschrieben:

* So lebe ich fettlos, fleischlos, fischlos dahin, fühle mich aber ganz wohl dabei. Fast scheint mir, dass der Mensch gar nicht als Raubtier geboren ist. "

Hier zieht Einstein eine Schlußfolgerung, die auf zwei unbegründeten Prämissen beruht.
Die Schlußfolgerung "So lebe ich..." ist nur korrekt, wenn die beiden Prämissen, auf denen sie beruht, korrekt sind. Und da Einstein keine Begründung/Belege für diese Prämissen liefert, ist es ganz und gar nicht sicher, ob seine Schlußfolgerung eine Substanz hat.

Dies ist ja ein Deschner Thread und kein für und wider Vegetarismus.
Ich habe Moeller ins Spiel bebracht, weil ich finde er wirft Licht auf eine Fehlerquelle in Deschners Darstellungsweise. Andererseits könnte man pro Deschner ins Feld führen : das machen Moeller und andere ja schon, ich versuche es auf meine Weise.
Ich stimme Dir übrigens zu : Moellers Analyse gilt wenn überhaupt nur für eine Gruppe von Menschen, nicht für alle.
Die beiden anderen Statements sind nur Beispiele, um zu zeigen, bei welcher Ansprache ein im Sinne Moellers befangener Mensch wohl eher in Abwehrhaltung geht ( Aasfresser ) und bei welcher er eher zuhört und sich vielleicht umstimmen lässt ( Einstein ). Aus dem Grund habe ich auch den letzten Satz von Einstein weggelassen, weil er in die Richtung Aasfresser geht.

Harte Argumente bringt er nicht. Die zweite Meinung kann man heute vielleicht untermauern, wenn man die "Verschwendung" von pflanzlichen Ressourcen auf dem Umweg über die Tierhaltung in Betracht zieht.

Aber ich denke, das beste Argument ist die eigene Erfahrung, Menschen die wie Einstein Erfahrung mit vegetarischer Ernährung haben, stellen oft fest, dass das für sie besser ist. Nicht nur wenn man an der recht verbreiteten Hyperurikämie leidet o.ä. , sondern durch subjektiv erfahrene Verbesserungen.

Etwas in der Art drückt sich wohl im dritten aus. Und was er daraus ableitet, ist ja nur eine Vermutung. Solche Äusserungen können aber sehr wohl jemanden neugierig machen, es selbst auszuprobieren.

Aber ich frage mich wie das alles auf Dich zutreffen soll ? Steigen vegane Vampire auf Tomatensaft um ? Lachen

#59:  Autor: SermonWohnort: Sine Nomine BeitragVerfasst am: 09.12.2005, 13:32
    —
Ich habe die sehr allgemeine Debatte zu Tierrechten und Vegetarismus abgeteilt.

http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?t=10419

Die User duerfen sich gebeten fuehlen, in diesem Thread hier nur ueber Deschners Buch zum Thema zu diskutieren.

Sermon

#60:  Autor: Machel BeitragVerfasst am: 18.12.2005, 18:31
    —
Mit seinem Buch : "Für einen Bissen Fleisch" ist sich Deschner nur mal wieder selbst treu geblieben. Zum Wesen von Deschner muss es eben auch schon lange gehören sich an Gewalt gegenüber Menschen, Tieren und der Natur zu stören. Dieses dann auch mal offen auszusprechen und nieder zu schreiben erzeugt ganz selbstverständlich Widersprüche und Widerstände bei den Gewalttuenden, nur kann das doch nicht als Grund missverstanden werden, ganze Themenblöcke der menschlichen Gewalt nie zu beleuchten. Daneben läßt sich die Gewalt zwischen Menschen nicht erklären, wenn man den gewalttätigen Umgang der Menschen mit der Natur und mit nichtmenschlichen Tieren nicht berücksichtigt. Erst alles zusammen ergibt ein kompletteres Bild der Kriminalgeschichte der Menschheit.

#61: UL? Autor: Mondkind BeitragVerfasst am: 29.03.2007, 12:09
    —
Wie steht Hr. Deschner eigentlich zu Christen, die sich für Vegetarismus einsetzen, also z.B. die vom "Universellen Leben"?

Effektiv sind das die so ziemlich einzigen (zumindest die mir bisher aufgefallen sind), die auch wirklich was bewegen und nicht nur reden oder einem Relativismus anhängen (jeder soll essen was ihm taugt, weil ist eh alles egal, stürzt euch in den Abgrund, ich zuck nur mit den Schultern...). Die Veggie Organisationen wirken zwar aufklärend, aber irgendwelche Projekte des Tierschutzes, außer fragwürdigen Tierbefreiungsaktionen und Demos, die kaum einen Nutzen haben oder sogar kontraproduktiv sind, wüßte ich da nichts.

Die Christen beim UL hingegen missionieren viel eindringlicher als alle Veggie Organisationen zusammen und bauen an einer alternativen Landwirtschaft inkl. Vertriebswesen. Hindus gibt es bei uns so gut wie keine und die ich kennengelernt habe, waren überhaupt Fleischesser (nur keine heiligen Kühe, Hühner sind offenbar total unheilig und müssen täglich vertilgt werden). Und die früher für den Vegetarismus auch noch halbwegs aktiven Buddhisten sind seit ihrem Mac Donalds Lama ja inzwischen völlig flachgefallen und verehren jetzt Hamburgerlokale.

Wenn Hr. Deschner der Vegetarismus ein wichtiges Herzanliegen ist (so wie mir), mehr noch als sein Kampf gegen das Christentum oder Kirchentum, und er verstanden hat, dass in einer friedlichen und wahrhaft humanen Welt, die das Leben achtet und nicht verfolgt, es keine Schlachthäuser geben kann, dann müßte er doch eigentlich dem "Universellen Leben" positiv gesonnen sein?

Nein, ich bin nicht beim UL Smilie Ich bestelle nur bei denen regelmäßig ein wenig Futter. Als Veggie sind sie mir aber natürlich sympathisch.

#62:  Autor: AntagonisTWohnort: 2 Meter über dem Boden BeitragVerfasst am: 29.03.2007, 18:36
    —
Um vegetarisch/vegan zu leben, bedarf es nicht der Unterstützung von obskuren Sekten. Damit hat sich das Dilemma schon erledigt.

Als Veggie kannst du aber gerne mal in die folgenden aktuellen Threads reinschauen:

http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?t=16712
http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?t=16756
zwinkern

#63:  Autor: Machel BeitragVerfasst am: 31.05.2007, 18:50
    —
Um es noch einmal klar zu sagen: Nicht nur für Fleisch werden Tiere gemordet und eingesperrt. Wer Schlachthöfe verhindern will, der muss auch schon alle tierischen Produkte meiden. Tut er das so nennt sich dies vegan und er tut auch sehr gut daran speziesistische, gewalttäge Religionen zu meiden. Wer wie UL gegen Veganer hetzt, der will also gar keine Schlachthöfe verhindern, sondern verfolgt eher andere Interessen.

#64: Deschner schiesst den Vogel ab! Autor: yxyxyx BeitragVerfasst am: 07.01.2008, 12:11
    —
Dreimal darf man raten, wer laut Karl Heinz den Schwarzen Peter in Sachen Tierrecht hat?
Na selbstverständlich die christl. Welt.
Er scheint zwar sehr viel sich auf seine Selbstzweifel einzubilden, daher erscheint es mir aber noch verwunderlicher, warum er gerade hierbei an seiner alten Meinung festhält.
Zugegeben, die europ. Geschichte ist kein Muster an Tierliebe, Spanien und dessen Kulturexport nach Lateinamerika bleiben abschreckende Beispiele dafür (Warum sie auf ihre Tierquälereien einfach nicht verzichten wollen und sogar nicht wenige darauf noch stolz sind, wäre einen eigenen Thread wert), doch es hat sich hierbei in den letzten Jahrzehnten ausserhalb der iber. Halbinsel und S-Frankreichs einiges zum positiven getan. Noch immer nicht perfekt aber noch weit viel mehr als anderswo und insbesondere als in dem von Deschner so hoch gelobten buddhist. Kulturkreis.
Ob die buddhist. beeinflusste Welt stolz darauf ist, mit Spanien das Schlusslicht in Tierrechtsfragen zu sein?
Gerne würde ich einmal Karl Heinz mal so auf ein Tour durch den Fischmarkt von Hong Kong oder Bangkok einladen. Da kann er zusehen, wie Schildkröten bei lebendigem Leib zerfetzt werden; wie Schlangen die Haut runtergefetzt wird bevor sie in den Suppentopf wandern; wie Hunde in viel zu kleinen Käfigen gehalten werden und kurz von der Schlachtung noch verprügelt werden, damit ihr Fleisch süß wird; wie Bären in Metallkäfigen ein Metallrohr in die Gallenbalse getrieben wird, da der Genuss derer Galle angeblich intelligent macht (von den Versatzstücken aus Tigerknochen und Rhinohorne ganz zu schweigen) etc.

#65: my two cents Autor: KilluMinati BeitragVerfasst am: 03.08.2011, 01:24
    —
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bedauere gestehen zu müssen, dass ich bis zum heutigen Tage noch nicht ein Buch von Herrn Deschner gelesen habe.
Der Erfindung des Internets verdanke ich, den Weg zu einem Teil von Herrn Deschners Gedanken und letzten Endes zu diesem Forum gefunden zu haben. Den Betreibern dieses Forums und der Deschner Homepage danke ich hiermit recht herzlich.

Als einfacher Mensch und "Otto Normalverbraucher" bin ich zwar eines studierten Jargons nicht mächtig, möchte Ihnen jedoch trotzdem einen oder zwei meiner Eindrücke nicht vorenthalten. Ich finde es schade, dass bereits seit geraumer Zeit im Deschner Forum nicht mehr "gepostet" worden ist. Die gedanklichen Anstösse, die Herr Deschner in seinen Aussagen liefert und insbesondere die Art und Weise, wie er sein Lebenswerk gestaltet, hätten meiner Meinung nach eine eigene "Hall of Fame" verdient.
Muss ein Mensch denn erst das Zeitliche segnen, bevor man seinen wahren Wert erkennt?

Ich kann Herrn Deschner nicht genug dafür danken "aus Feindschaft" die Institution Kiche zu kritisieren. Als Historiker verfügt er über ausreichend Munition hierfür und ich wünsche ihm von ganzem Herzen, dass er sein Werk noch vollenden möge.

Mein besonderer Augenmerk jedoch gilt dem "schwärzesten aller Verbrechen".
Selten zuvor hat mich ein Gedanke mehr in meinem Innersten berührt als:
"Wer die Kirche verlaesst: ein Lichtblick fuer mich; wer kein Tier mehr isst: mein Bruder."
Ich mag derzeit nur ein Lichtblick sein, doch ich arbeite hart daran, Ihnen auch ein Bruder zu werden!

#66: Vegatarier oder Veganer Autor: RoodieWohnort: Malschwitz BeitragVerfasst am: 26.09.2012, 00:11
    —
Also ich bin weder Vegetarier noch Veganer.
Normalerweise gehe ich davon aus, dass wir früher alle Jäger und Sammler waren.
Also Tiere wurden gejagt, um sie anschließend zu verspeisen.
Früchte wurden gesammelt, um sie ebenfalls zu verspeisen.
Später wurden wir sesshaft.
Wir züchteten Tiere, um sie anschließend zu essen.
Wir züchteten Pflanzen, um sie anschließend zu verspeisen.
Übrigens, nicht nur Tiere müssen sterben, sondern auch Pflanzen müssen sterben.
Pflanzen sind ebenfalls Lebewesen!
Wer nichts Lebendiges essen will, musss eben verhungern.

#67: Re: Vegatarier oder Veganer Autor: Arno Gebauer BeitragVerfasst am: 20.11.2013, 18:55
    —
Roodie hat folgendes geschrieben:
Also ich bin weder Vegetarier noch Veganer.
Normalerweise gehe ich davon aus, dass wir früher alle Jäger und Sammler waren.
Also Tiere wurden gejagt, um sie anschließend zu verspeisen.
Früchte wurden gesammelt, um sie ebenfalls zu verspeisen.
Später wurden wir sesshaft.
Wir züchteten Tiere, um sie anschließend zu essen.
Wir züchteten Pflanzen, um sie anschließend zu verspeisen.
Übrigens, nicht nur Tiere müssen sterben, sondern auch Pflanzen müssen sterben.
Pflanzen sind ebenfalls Lebewesen!
Wer nichts Lebendiges essen will, musss eben verhungern.


Moin Roodie,

ich möchte Deinen guten Beitrag ergänzen.

das Wahnsinnsprinzip des Lebens beruht darauf, dass die Lebewesen
einander auffressen müssen, um leben zu können.

Jedes Lebewesen hat einen Stoffwechsel, der Energie benötigt und
verbraucht, damit die chemischen Reaktionen gesichert ablaufen können.

Der Tod anderer Lebewesen und deren Verstoffwechselung
sichert das Überleben und regelt den Bestand.

Unsere Gedanken basieren auch auf einen Energieverbrauch, der durch
chemische Reaktionen gesichert wird.

Die Veränderungen der belebten und unbelebten Materie beruhen auf
chemischen Reaktionen.
Chemische Reaktionen sind durch die Elektronen möglich.

Der Sinn des Lebens beruht auf der Weitergabe von
Information in Form von Genen oder Wissen.

Wird der Informationsfluss unterbrochen, stirbt das
Lebendige und wird zur unbelebten Materie.


Sand und Steine liefern uns keine Energie, aber alles,
was von der Urzelle sich weiter entwickelt hat: Tiere, Pflanzen und Pilze.
Die einzigste anorganische chemische Verbindung, die wir für die
Verstoffwechselung benötigen, ist Wasser!

Wir haben die Wahl, welchen Mix von Energielieferanten wir nutzen.
Es ist klar, dass Eskimos ausschließlich von tierischem Eiweiß leben müssen,
weil Pflanzen in ihrem Lebensraum selten sind.

Viele Grüße
Arno Gebauer

#68: Re: Vegatarier oder Veganer Autor: Kival BeitragVerfasst am: 20.11.2013, 19:12
    —
Roodie hat folgendes geschrieben:
Also ich bin weder Vegetarier noch Veganer.
Normalerweise gehe ich davon aus, dass wir früher alle Jäger und Sammler waren.
Also Tiere wurden gejagt, um sie anschließend zu verspeisen.
Früchte wurden gesammelt, um sie ebenfalls zu verspeisen.
Später wurden wir sesshaft.
Wir züchteten Tiere, um sie anschließend zu essen.
Wir züchteten Pflanzen, um sie anschließend zu verspeisen.
Übrigens, nicht nur Tiere müssen sterben, sondern auch Pflanzen müssen sterben.
Pflanzen sind ebenfalls Lebewesen!
Wer nichts Lebendiges essen will, musss eben verhungern.


Du weißt schon, dass es da so ein, zwei Unterschiede zwischen Pflanzen und Tieren gibt?

#69: Re: UL? Autor: Arno Gebauer BeitragVerfasst am: 20.11.2013, 21:42
    —
Mondkind hat folgendes geschrieben:
Wie steht Hr. Deschner eigentlich zu Christen, die sich für Vegetarismus einsetzen, ........


Moin, Mondkind,

ich denke, dass Christen und Vegetarismus wirklich nicht zusammenpassen.

Die Christen haben in ihrer Vorzeit Menschen und eigene Kinder geopfert,
um ihren Gott gnädig zu stimmen.
Vegetarier hätten damals höchstens eine Mohrrübe geopfert!

Ebenso hat der Christengott sogar seinen eigenen Sohn
foltern und hinrichten lassen, um seine Untertanen ebenfalls
gnädig zu stimmen und um ihnen seine "unermeßliche Liebe"
zu zeigen (?????).

Ich glaube auch, dass der Christengott kein Vegetarier, sondern ein
fleischvertilgendes Monster ist.


Und die heutigen Christen feiern während des Abendmals durch die
Verköstigung einer Hostie immer noch eine archaische Form
des Fleischessens, ich meine den Kanibalismus!


Die viehzüchtenden Religionsstifter aus dem vorderen Orient
waren mit Sicherheit Fleischesser.

Die Esskultur dieser Viehzüchter spiegelt ja den Zeitgeist
vor 2ooo Jahren wieder, der für die Christen in der Bibel bis
ans Ende der Zeit festgeschrieben worden ist.


Christen werden solange Tiere töten, bis es keine mehr gibt!

Viele Grüße

Arno Gebauer



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