Henryk M. Broder wird Muslim
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Freigeisterhaus -> Heidenspaß statt Höllenqual

#31:  Autor: MisterfritzWohnort: badisch sibirien BeitragVerfasst am: 10.08.2009, 22:06
    —
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Misterfritz hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Misterfritz hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Kann mir jemand unserer Berufsaufklaerer wider die grosse Islamisierung vielleicht mal kurz den Unterschied zwischen beiden Arten "Religionskritik" erklaeren? Und zwar so, dass man das auch versteht.
als wenn es dir ums verstehen ginge Lachen


Erklaer Du mir doch den Unterschied, oh grosse Versteherin. Ich gelobe ergriffen Deiner Weisheit zu lauschen. Sehr glücklich

nein,
wir wollen doch hier nicht deine persönliche familiengeschichte durchgehen, oder?



In meiner Familie gab es bisher noch keine herausragenden Religionskritiker. Sehr glücklich

nee, aber nazis

#32:  Autor: beachbernieWohnort: Haida Gwaii BeitragVerfasst am: 10.08.2009, 22:07
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Misterfritz hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Misterfritz hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Misterfritz hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Kann mir jemand unserer Berufsaufklaerer wider die grosse Islamisierung vielleicht mal kurz den Unterschied zwischen beiden Arten "Religionskritik" erklaeren? Und zwar so, dass man das auch versteht.
als wenn es dir ums verstehen ginge Lachen


Erklaer Du mir doch den Unterschied, oh grosse Versteherin. Ich gelobe ergriffen Deiner Weisheit zu lauschen. Sehr glücklich

nein,
wir wollen doch hier nicht deine persönliche familiengeschichte durchgehen, oder?



In meiner Familie gab es bisher noch keine herausragenden Religionskritiker. Sehr glücklich

nee, aber nazis


Da gab es schon den ein oder anderen. In Deiner Familie nicht? zwinkern

#33:  Autor: Kramer BeitragVerfasst am: 10.08.2009, 22:10
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beachbernie hat folgendes geschrieben:
Henryk Mohamed Broder hat folgendes geschrieben:
„Ich gehöre nun zu 1,3 Milliarden Muslimen in aller Welt, die chronisch zum Beleidigtsein und unvorhersehbaren Reaktionen neigen. Ich habe das Gefühl, ich bin endlich zu Hause angekommen.“



Wenn er den Islam so sieht, dann ist der Schritt des Berufsverfolgten nur konsequent.


Nein

#34:  Autor: MisterfritzWohnort: badisch sibirien BeitragVerfasst am: 10.08.2009, 22:15
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beachbernie hat folgendes geschrieben:
Da gab es schon den ein oder anderen. In Deiner Familie nicht? zwinkern

in meiner familie?
lass mich nachdenken, mein vater war jahrgang '33 und meine mutter ist jahrgang '34.
meine grosseltern habe ich zum grossteil gar nicht erst kennengelernt - grund: tod vorher.

#35:  Autor: StickyWohnort: Am Arsch der Welt anstatt am Busen der Natur! BeitragVerfasst am: 12.08.2009, 18:07
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Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Euch ist aber irgendwie schon klar, daß alle diese heiligen Bücher schon ziemlich alt sind, nicht war? Einem Christen den Wortlaut der Bibel (welche der vielen eigentlich?) oder dem Moslem den des Koran vorzuwerfen, macht doch nur Sinn, wenn diese auf der wörtlichen Auslegung bestehen. Sonst erzeugt man Fundamentalisten, wo gar keine sind.



Fakt ist doch, dass der Glaube der jeweiligen Religionen auf den Schriften und deren Inhalte basiert. Es ist irrelevant, ob der einzelne Gläubige auf die wörtliche Auslegung besteht oder nicht. Es wäre zu einfach, wenn man nur die "guten", harmlosen Texte sich rauspickt, aber die barbarischen und menschenverachtenden Passagen verharmlost oder gar leugnet. Ein Nazi wird ja auch nicht deswegen zu einem besseren Menschen, nur weil er Hitlers "Mein Kampf" partiell ablehnt oder bagatellisiert.


http://www.youtube.com/watch?v=JgPr_ovDbMk&NR=1

#36:  Autor: Marcellinus BeitragVerfasst am: 12.08.2009, 20:58
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Sticky hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Euch ist aber irgendwie schon klar, daß alle diese heiligen Bücher schon ziemlich alt sind, nicht war? Einem Christen den Wortlaut der Bibel (welche der vielen eigentlich?) oder dem Moslem den des Koran vorzuwerfen, macht doch nur Sinn, wenn diese auf der wörtlichen Auslegung bestehen. Sonst erzeugt man Fundamentalisten, wo gar keine sind.

Fakt ist doch, dass der Glaube der jeweiligen Religionen auf den Schriften und deren Inhalte basiert. Es ist irrelevant, ob der einzelne Gläubige auf die wörtliche Auslegung besteht oder nicht. Es wäre zu einfach, wenn man nur die "guten", harmlosen Texte sich rauspickt, aber die barbarischen und menschenverachtenden Passagen verharmlost oder gar leugnet. Ein Nazi wird ja auch nicht deswegen zu einem besseren Menschen, nur weil er Hitlers "Mein Kampf" partiell ablehnt oder bagatellisiert.

Den Nazi-Vergleich lasse ich hier mal aus. Wir alle wissen, oder könnten wissen, daß die Bibel (welche Übersetzung und Ausgabe meinst du eigentlich) nicht wirklich viel mit der jeweiligen aktuellen religiösen Praxis zu tun hat. Für die RKK war die Bibel jahrhundertelang etwas, was man in den Giftschrank sperrt. Entscheidend war und ist der Katechismus. Das Lesen der Bibel war den Nicht-Klerikern verboten. Erst Luther änderte das mit der Übersetzung ins Deutsche.

#37:  Autor: beachbernieWohnort: Haida Gwaii BeitragVerfasst am: 12.08.2009, 21:00
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Sticky hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Euch ist aber irgendwie schon klar, daß alle diese heiligen Bücher schon ziemlich alt sind, nicht war? Einem Christen den Wortlaut der Bibel (welche der vielen eigentlich?) oder dem Moslem den des Koran vorzuwerfen, macht doch nur Sinn, wenn diese auf der wörtlichen Auslegung bestehen. Sonst erzeugt man Fundamentalisten, wo gar keine sind.



Fakt ist doch, dass der Glaube der jeweiligen Religionen auf den Schriften und deren Inhalte basiert. Es ist irrelevant, ob der einzelne Gläubige auf die wörtliche Auslegung besteht oder nicht. Es wäre zu einfach, wenn man nur die "guten", harmlosen Texte sich rauspickt, aber die barbarischen und menschenverachtenden Passagen verharmlost oder gar leugnet. Ein Nazi wird ja auch nicht deswegen zu einem besseren Menschen, nur weil er Hitlers "Mein Kampf" partiell ablehnt oder bagatellisiert.


http://www.youtube.com/watch?v=JgPr_ovDbMk&NR=1



Wieder einer, der nicht in der Lage ist den Unterschied zwischen einem tendentioesen ideologischen Pamphlet und einem der aeusserst widerspruechlichen "heiligen Buecher" der grossen Schriftreligionen zu begreifen.

Die Zitatepickerei sowohl der Apolegeten als auch der Basher der jeweiligen Religionen ist exakt gleich geistfrei und wird dem Charakter dieser Buecher in keinster Weise gerecht. Mit ausgewaehlten Zitaten aus Bibel, Koran und Thora kann man alles beweisen und das Gegenteil davon gleich mit. Bei "Mein Kampf" geht das nicht.

#38:  Autor: YogoshWohnort: Berlin BeitragVerfasst am: 14.08.2009, 10:19
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Henryk Mohamed Broder hat folgendes geschrieben:
„Ich gehöre nun zu 1,3 Milliarden Muslimen in aller Welt, die chronisch zum Beleidigtsein und unvorhersehbaren Reaktionen neigen. Ich habe das Gefühl, ich bin endlich zu Hause angekommen.“

Sein eigene Neigung zum besserwisserischen Querulantentum explizit per Religionsbeitritt zu veredeln und damit beides lächerlich zu machen finde ich eine schöne Idee.

#39:  Autor: AhrimanWohnort: 89250 Senden BeitragVerfasst am: 14.08.2009, 11:29
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Misterfritz hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Da gab es schon den ein oder anderen. In Deiner Familie nicht? zwinkern

in meiner familie?
lass mich nachdenken, mein vater war jahrgang '33 und meine mutter ist jahrgang '34.
meine grosseltern habe ich zum grossteil gar nicht erst kennengelernt - grund: tod vorher.

Also hattest du auch Nazis in der Familie.
Ich bin Jahrgang 34 - und ich war auch einer. Was auch sonst kannst du von einem Schuljungen erwarten? Wir haben den Scheiß bedingungslos geglaubt. Als dann auf dem Polizeipräsidium die weiße Fahne wehte, habe ich geheult.

#40:  Autor: Effô TisettiWohnort: 75 BeitragVerfasst am: 14.08.2009, 11:41
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Ahriman hat folgendes geschrieben:
Ich bin Jahrgang 34 - und ich war auch einer.


Nein, 11-jährige sind (polit-)religionsunmündig und können somit keine "Nazis" gewesen sein.

#41:  Autor: SokrateerWohnort: Wien BeitragVerfasst am: 14.08.2009, 11:50
    —
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Wir alle wissen, oder könnten wissen, daß die Bibel (welche Übersetzung und Ausgabe meinst du eigentlich) nicht wirklich viel mit der jeweiligen aktuellen religiösen Praxis zu tun hat. Für die RKK war die Bibel jahrhundertelang etwas, was man in den Giftschrank sperrt. Entscheidend war und ist der Katechismus. Das Lesen der Bibel war den Nicht-Klerikern verboten. Erst Luther änderte das mit der Übersetzung ins Deutsche.

Weder hat Luther die erste Übersetzung angefertigt, noch war Laien das Bibelstudium verboten.

Luther hat die Schrift für seine Anhänger zur maßgeblichen und zentralen Autorität erhoben. Die orthodoxen und katholischen Kirchen haben sich nie als strikte Schriftreligion aufgefasst. Somit besteht hier kein Wiederspruch bzw. Heuchelei. Du misst quasi als Ausenseiter eine Religion an dem Maßstab einer anderen.

Die amerikanischen christlichen Fundamentalisten, die den Kreationismus ablehnen, an den Weltuntergang glauben usw. sind alles schriftgläubige Protestanten. Die Katholiken sind in der Tat flexibler, da sie sich als lebendige Kirche verstehen.

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Euch ist aber irgendwie schon klar, daß alle diese heiligen Bücher schon ziemlich alt sind, nicht war?

Den Rechtgläubigen ist das leider nicht klar.


Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Einem Christen den Wortlaut der Bibel (welche der vielen eigentlich?) oder dem Moslem den des Koran vorzuwerfen, macht doch nur Sinn, wenn diese auf der wörtlichen Auslegung bestehen.

Es macht überhaupt keinen Sinn, einer Person den Wortlaut eines Werkes vorzuwerfen, das er nicht geschrieben hat.
Die Aussagen des Koran sind aber häufig deckungsgleich mit der Praxis in islamischen Ländern, den Moscheen, islamischen Gesellschaften, während das beim Christentum selbst bei den Fundamentalisten nicht der Fall ist, da die christliche Bibel bis auf die Taufe und das Vaterunser praktisch keine konkreten und klaren Anleitungen für Politik, Familienleben oder religiösen Ritus enthält.

#42:  Autor: beachbernieWohnort: Haida Gwaii BeitragVerfasst am: 14.08.2009, 21:00
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Effô Tisetti hat folgendes geschrieben:
Ahriman hat folgendes geschrieben:
Ich bin Jahrgang 34 - und ich war auch einer.


Nein, 11-jährige sind (polit-)religionsunmündig und können somit keine "Nazis" gewesen sein.



So sehe ich das auch. Ich mache einen ganz fundamentalen Unterschied zwischen Leuten, die in der Nazidiktatur aufgewachsen sind und ausser der Indoktrination durch die Nazis nichts anderes kennenlernen konnten und solchen Leuten, die vorher aufgewachsen sind und um die Alternativen zur Naziideologie wissen mussten und sich trotzdem fuer die totalitaere Ideologie entschieden. So sehe ich z.B. den blutjungen SS-Mann, der sich kurz vor Kriegsende noch freiwillig gemeldet hat, auch falls er in Kriegsverbrechen verwickelt gewesen sein sollte, mehr als Opfer, denn als Kriegsverbrecher. Solche Typen, wie z.B. Hans-Martin Schleyer, der bereits 1932 in die SS eintrat und sich fortgesetzt an nazistischen Verbrechen beteiligte, sind da ein ganz anderes Kaliber und fuer die lasse ich keinerlei Entschuldigung gelten.

#43:  Autor: AhrimanWohnort: 89250 Senden BeitragVerfasst am: 14.08.2009, 22:37
    —
Sokrateer hat folgendes geschrieben:
Weder hat Luther die erste Übersetzung angefertigt, noch war Laien das Bibelstudium verboten.

In der ersten Hälfte richtg, in der zweiten grundfalsch.
Im 14. Jahrhundert übersetzte John Wycliff die Bibel ins Englische. Er hatte Glück, er starb, bevor er erwischt wurde. Dafür grub man seine Leiche wieder aus und verbrannte sie öffentlich. William Tyndale übersetzte ebenfalls die Bibel ins Englische. Alle Exemplare wurden verbrannt, er kam für anderthalb Jahre in den Kerker, dann wurde er erwürgt und sein Leichnam öffentlich verbrannt. Vor Tyndale wurde in Lyon ein Mönch verbrannt, der eine Übersetzung ins Französische begonnen hatte. 1545 wurde ein van Liesveldt für eine holländische Übersetzung geköpft.
Die Bibel gab es nur in Latein, und das war praktisch eine Geheimsprache der Priester. Für den Laien also war sie so oder so unzugänglich - und der Klerus wollte, daß das auch so bliebe.
Quelle: Johannes Maria Lehner "Und die Bibel hat doch nicht Recht."

#44:  Autor: atheist666 BeitragVerfasst am: 15.08.2009, 04:20
    —
Ahriman hat folgendes geschrieben:
Sokrateer hat folgendes geschrieben:
Weder hat Luther die erste Übersetzung angefertigt, noch war Laien das Bibelstudium verboten.

In der ersten Hälfte richtg, in der zweiten grundfalsch.
Im 14. Jahrhundert übersetzte John Wycliff die Bibel ins Englische. Er hatte Glück, er starb, bevor er erwischt wurde. Dafür grub man seine Leiche wieder aus und verbrannte sie öffentlich. William Tyndale übersetzte ebenfalls die Bibel ins Englische. Alle Exemplare wurden verbrannt, er kam für anderthalb Jahre in den Kerker, dann wurde er erwürgt und sein Leichnam öffentlich verbrannt. Vor Tyndale wurde in Lyon ein Mönch verbrannt, der eine Übersetzung ins Französische begonnen hatte. 1545 wurde ein van Liesveldt für eine holländische Übersetzung geköpft.
Die Bibel gab es nur in Latein, und das war praktisch eine Geheimsprache der Priester. Für den Laien also war sie so oder so unzugänglich - und der Klerus wollte, daß das auch so bliebe.
Quelle: Johannes Maria Lehner "Und die Bibel hat doch nicht Recht."


Das Bibelstudium ansich nicht, nur deren Veröffentlichung, das ist was anderes.

#45:  Autor: atheist666 BeitragVerfasst am: 15.08.2009, 04:22
    —
Und noch etwas: Worin unterscheidet sich den die Lutherbibel in den offiziellen Vorangegegangenen ?
Na?

#46:  Autor: Effô TisettiWohnort: 75 BeitragVerfasst am: 22.10.2009, 10:47
    —
Jetzt möchte Broder Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland werden:

tagesspiegel hat folgendes geschrieben:
Henryk M. Broder: Meine Kippa liegt im Ring

Warum ich für das Amt des Präsidenten des Zentralrates der Juden kandidiere. Henryk M. Broder erläutert seine Gründe in diesem Beitrag für den Tagesspiegel.

#47:  Autor: NiHWohnort: Duisburg BeitragVerfasst am: 22.10.2009, 13:21
    —
Zitat:
"Reue-Entgegennahme-Instanz"
Broder erklärte, dass Stellungnahmen des Zentralrats kaum noch wahrgenommen würden, "weil er sich inflationär zu allem und jedem äußert". Auch sei es falsch, dass sich der Verband als eine Art Frühwarnsystem gegen politischen Extremismus und andere aufziehende Gefahren verstehe. Sein Fazit lautet: "Der Zentralrat tritt als Reue-Entgegennahme-Instanz auf und stellt Unbedenklichkeitserklärungen aus, wobei es weder nach oben noch nach unten eine Schamgrenze gibt."

Der Zentralrat sollte sich nach seiner Auffassung in die Gesellschaft öffnen. "Ich bin überzeugt, dass es keine partikularen jüdischen Interessen gibt. Ob jemand koscher isst oder halal oder doch lieber Kasseler, ist Privatsache", schrieb er. Offensiv verteidigt werden müssten indes Freiheit, Demokratie und der Rechtsstaat, und zwar von "Juden, Christen, Moslems, Atheisten, Agnostikern, Häretikern, von Ariern und Vegetariern, Frauen und Männern, Heteros und Homos". Der Aufsatz trägt den Titel: "Meine Kippa liegt im Ring."

Quelle: http://www.n24.de/news/newsitem_5536640.html

Bin mal auf die verschiedenen Reaktionen gespannt.

#48:  Autor: Ralf Rudolfy BeitragVerfasst am: 22.10.2009, 13:45
    —
NiH hat folgendes geschrieben:
Zitat:
"Reue-Entgegennahme-Instanz"
Broder erklärte, dass Stellungnahmen des Zentralrats kaum noch wahrgenommen würden, "weil er sich inflationär zu allem und jedem äußert".


Meine Reaktion: zumindest mit dieser Aussage liegt er nicht falsch.

#49:  Autor: arcalexxWohnort: Berlin BeitragVerfasst am: 22.10.2009, 14:00
    —
Er ist - leider - viel zu "unangepasst", als dass seine Personalie im Zentralrat mehrheitsfähig wäre.

#50:  Autor: arcalexxWohnort: Berlin BeitragVerfasst am: 22.10.2009, 14:02
    —
Das
Zitat:
Unser aller Problem ist nicht der letzte Holocaust, dessen Faktizität außer Frage steht, sondern der Völkermord, der vor unseren Augen im Sudan stattfindet. Wir brauchen nicht noch mehr Holocaustmahnmale und Gedenkstätten, sondern eine aktive Politik im Dienste der Menschenrechte ohne politische Rücksichtnahme auf wirtschaftliche Interessen. Wer vom Kampf der Dissidenten in China und der Verfolgung der Baha’i im Iran nichts wissen will, sollte auch am 27. Januar und am 9. November zu Hause bleiben.


sagt er durchaus zu Recht.

#51:  Autor: tillich (epigonal) BeitragVerfasst am: 22.10.2009, 14:10
    —
Ralf Rudolfy hat folgendes geschrieben:
NiH hat folgendes geschrieben:
Zitat:
"Reue-Entgegennahme-Instanz"
Broder erklärte, dass Stellungnahmen des Zentralrats kaum noch wahrgenommen würden, "weil er sich inflationär zu allem und jedem äußert".


Meine Reaktion: zumindest mit dieser Aussage liegt er nicht falsch.

Ich mag mich irren, aber meiner Wahrnehmung nach äußert sich der Zentralrat der Juden außer zu ganz direkt seinen eigenen Angelegenheiten lediglich einerseits "innenpolitisch" zu Fragen von ethnischen/kulturellen/religiösen Minderheiten, insbesondere da, wo sie diskriminiert werden, und dann deswegen zu Fragen des Rechtsextremismus, und andererseits außenpolitisch zu Israelthemen. Beides sind Themen, wo ich den Organisationen des Judentums in Deutschland auch ohne weiteres eine bestimmte Perspektive zuerkenne, die ein Recht hat, gehört zu werden.

Das empfinde ich jedenfalls keineswegs als "inflationär zu allem und jedem". Wenn das so wäre, müsste es ja im Prinzip zu den Themen, die in den Nachrichten so vorkommen, auch Stellungnahmen des Zentralrats geben.
Wenn man das anhand einer beliebigen Nachrichtensendung ausprobiert und sucht, ob es zu den angesprochenen Themen solche Stellungnahmen gibt, wird schnell klar, dass das nicht der Fall ist.

#52:  Autor: Effô TisettiWohnort: 75 BeitragVerfasst am: 22.10.2009, 14:11
    —
arcalexx hat folgendes geschrieben:
Er ist - leider - viel zu "unangepasst", als dass seine Personalie im Zentralrat mehrheitsfähig wäre.


Schon deshalb nicht, weil er da mit seinen (wechselnden) religiösen Überzeugungen nicht reinpasst: mal säkular, mal Bahai, mal will er Moslem werden usw.

Die - mal wieder sehr polemische - Kritik am Zentralrat kann man aber an einigen Punkten teilen.

#53:  Autor: Effô TisettiWohnort: 75 BeitragVerfasst am: 22.10.2009, 14:16
    —
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Beides sind Themen, wo ich den Organisationen des Judentums in Deutschland auch ohne weiteres eine bestimmte Perspektive zuerkenne, die ein Recht hat, gehört zu werden.


In Prinzip ja. Außerdem gibt es eine gewisse Erwartungshaltung von Außen, die den ZRJ, tatsächlich manchmal in die Rolle eines "Ausstellers von Unbedenklichkeitsbescheinigungen" drängt. Erinnert sei an das Ferkelbuch, wo der HvD erst die Bestätigung des Zentralrats abwarten wollte, bevor er sich selber positioniert. Für solche Auswüchse kann man aber schwerlich den Zentralrat verantwortlich machen.

#54:  Autor: tillich (epigonal) BeitragVerfasst am: 22.10.2009, 14:32
    —
Kann es übrigens sein, dass es zwisxchen dieser ...
Zitat:
Inzwischen werden dessen Stellungnahmen kaum noch wahrgenommen, weil er sich inflationär zu allem und jedem äußert.

... und dieser ...
Zitat:
Unser aller Problem ist nicht der letzte Holocaust, dessen Faktizität außer Frage steht, sondern der Völkermord, der vor unseren Augen im Sudan stattfindet. Wir brauchen nicht noch mehr Holocaustmahnmale und Gedenkstätten, sondern eine aktive Politik im Dienste der Menschenrechte ohne politische Rücksichtnahme auf wirtschaftliche Interessen. Wer vom Kampf der Dissidenten in China und der Verfolgung der Baha’i im Iran nichts wissen will, sollte auch am 27. Januar und am 9. November zu Hause bleiben.

... Aussage eine gewisse Inkonsistenz gibt? Der Zentralrat soll sich "nicht zu allem und jedem" äußern, aber statt zum Holocaust lieber zum Völkermord im Sudan, zu den Baha'i inm Iran, zu Dissidenten in China etc.? Das käme mir nun wirklich wie "alles und jedes" vor, zumindest außenpolitisch.

Meiner Meinung nach bleiben von Broders Tiraden an sachlich gerechtfertigter Kritik lediglich einzelne Punkte über, wo der Zentralrat bzw. der Generalsekretär zwar übers Ziel hinausgeschossen ist (Nazikeule bei Sarrazin, Rücktrittsforderung wegen des Pogromvergleichs), Kritik aber sachlich absolut angemessen ist.

Ansonsten hat er in einer Reihe von Punkten eine andere Meinung, die man halt haben kann, aber nicht muss. Der Zentralrat der Juden braucht aber - wie jede andere Organisation - ganz gewiss keine Leute, die sich noch nie in der Organisation engagiert haben, aber nun mit großem Maulheldentum ankommen und meinen, ihre Meinung müsste so unbedingt Meinung des Verbandes werden, dass sie nun aus dem Stand zum Vorsitzenden gewählt werden müssten.

#55:  Autor: tillich (epigonal) BeitragVerfasst am: 22.10.2009, 14:43
    —
Ach ja und außerdem:
Zitat:
... ein Theater in der Provinz ...

Motzen

#56:  Autor: DeHergWohnort: Rostock BeitragVerfasst am: 22.10.2009, 14:57
    —
NiH hat folgendes geschrieben:
Zitat:
"Reue-Entgegennahme-Instanz"
Broder erklärte, dass Stellungnahmen des Zentralrats kaum noch wahrgenommen würden, "weil er sich inflationär zu allem und jedem äußert".

inwiefern würde er sich damit von den höheren Riegen von RKK und EKD unterscheiden? Die geben doch auch zu jedem bisschen ihren Kommentar ab.

#57:  Autor: beachbernieWohnort: Haida Gwaii BeitragVerfasst am: 22.10.2009, 22:01
    —
Ralf Rudolfy hat folgendes geschrieben:
NiH hat folgendes geschrieben:
Zitat:
"Reue-Entgegennahme-Instanz"
Broder erklärte, dass Stellungnahmen des Zentralrats kaum noch wahrgenommen würden, "weil er sich inflationär zu allem und jedem äußert".


Meine Reaktion: zumindest mit dieser Aussage liegt er nicht falsch.


Ich befuerchte jedoch, falls Broders Bewerbung wider Erwarten angenommen wird, dass sich der Zentralrat nicht mehr laenger "inflationaer zu allem und jedem" aeussern wird, sondern nur noch noch viel, viel "inflationaerer" staendig zum gleichen Thema.

#58:  Autor: narziss BeitragVerfasst am: 22.10.2009, 22:06
    —
Broder glaubt doch nicht ernsthaft, dass er es schafft. Er will mal ein bisschen auf die Kacke hauen.

#59:  Autor: Zoff BeitragVerfasst am: 22.10.2009, 22:09
    —
narziss hat folgendes geschrieben:
Broder glaubt doch nicht ernsthaft, dass er es schafft. Er will mal ein bisschen auf die Kacke hauen.


Unwahrscheinlich, das passt doch überhaupt nicht zu ihm. zwinkern

#60:  Autor: beachbernieWohnort: Haida Gwaii BeitragVerfasst am: 22.10.2009, 22:29
    —
narziss hat folgendes geschrieben:
Broder glaubt doch nicht ernsthaft, dass er es schafft. Er will mal ein bisschen auf die Kacke hauen.



Der scheibt bestimmt grad an einem neuen Buch und braucht PR.


Vor kurzem wurde uebrigens auf PIss-News ein ruehrend naiver "offener Brief" eines eifrigen Lesers an den Zentralrat der Juden veroeffentlicht und darin wurde genau das vorgeschlagen, die Knobloch abzusetzen und den Broder als Allzweckkeule zu installieren. Bedeutet das vielleicht, dass Broder regelmaessig bei seinen Adoptivewiggestrigen vorbeiliest und sich inspirieren liess?


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Verbesserung: Der PIsser will den Kramer abgesetzt sehen und empfiehlt den Broder als Ersatzmann:

Zitat:
....Bitte, verehrte Frau Knobloch, weisen Sie Stephan Kramer in seine Schranken oder entheben Sie ihn am besten seines Amtes. Jemand, der uns Juden so immens schadet, ist in exponierter Position nicht tragbar. Seine zum wiederholten Male vorgenommenen Islam-Verharmlosungen sind unerträglich und gehen an den Fakten völlig vorbei. Unsere Repräsentanz sollte man besser klar denkenden Juden wie Henryk M. Broder und Prof. Michael Wolffsohn überlassen, das sind Intellektuelle und keine Schmalspur-Pseudodenker wie Kramer.

Mit freundlichen Grüßen,

epistemology



[pi-news.net/2009/10/bitte-entheben-sie-stephan-kramer-seines-amtes/#more-92740]



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