IBKA für Abschaffung der Wehrpflicht
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Freigeisterhaus -> Politik und Geschichte

#241:  Autor: Zumsel BeitragVerfasst am: 26.07.2020, 12:54
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Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Genau diese Propaganda höre ich seit über 50 Jahren und seit ebenso langer Zeit ist es für einen „anständigen Linken“ undenkbar, zum Bund zu gehen, egal ob als Wehrpflichtiger oder als Zeitsoldat. Und nun beklagt man sich, daß dort die Rechten unter sich sind! Ganz großes Kino! Ich würde das eher selbstgewähltes Unglück nennen.


Nur weil man sich weigert, einem Arschlochklub beizutreten, um dort die Arschlochquote etwas zu senken, verliert man nicht das Recht, auf Arschlöcher hinzuweisen. So wie übrigens auch diejenige, die sich weigern, ein "kleineres Übel" zu unterstützen, damit nicht die Verantwortung für den Sieg des größeren Übels tragen.

#242:  Autor: SkeptikerWohnort: 129 Goosebumpsville BeitragVerfasst am: 26.07.2020, 13:13
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Marcellinus hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
MeineGitarreBrauchtStrom hat folgendes geschrieben:
Bereits damals zu Wehrpflichtzeiten hatte ich von verschiedenen (Ex-)Wehrdienstleistenden gehört, wie verbreitet rechte Ansichten unter Berufssoldaten und Wehrpflichtigen waren, und für diese rechte Gesinnung bilden Armeen vielleicht prinzipiell einen Nährboden, wenn den Rekruten als Grundeinstellung eine Liebe zum Vaterland und Pflichterfüllung und Patriotismus und eine berufsbedingte Welteinteilung in "Wir" und "Der Gegner" anerzogen wird, was traditionell von rechts besetzt wird.

Ja - das geht aber über eine reine Verteidigungsarmee hinaus. Als Teil eines expansionistischem Militärbündnisses mit Angriffswaffen und völkerrechtswidrigen Eingriff in andere Länder gehört eine [Ab/Auf-]Wertung dazu, man kann schlecht den Gegner als edel und sich selbst als minderwertiger hinstellen und dann erwarten das ein Soldat dafür kämpft oder auch das Volk die Kriegstreibenden noch wählt. Imperialismus ist für mich ein anderer Begriff für Faschismus, dafür sind die Schnittmengen zu groß.

Genau diese Propaganda höre ich seit über 50 Jahren und seit ebenso langer Zeit ist es für einen „anständigen Linken“ undenkbar, zum Bund zu gehen, egal ob als Wehrpflichtiger oder als Zeitsoldat. Und nun beklagt man sich, daß dort die Rechten unter sich sind! Ganz großes Kino! Ich würde das eher selbstgewähltes Unglück nennen.


Der Marsch durch die Institutionen ist meiner Ansicht nach das größere Kino. Alle werden Joschkas. Smilie

#243:  Autor: AlchemistWohnort: Hamburg BeitragVerfasst am: 27.07.2020, 08:34
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Zumsel hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Genau diese Propaganda höre ich seit über 50 Jahren und seit ebenso langer Zeit ist es für einen „anständigen Linken“ undenkbar, zum Bund zu gehen, egal ob als Wehrpflichtiger oder als Zeitsoldat. Und nun beklagt man sich, daß dort die Rechten unter sich sind! Ganz großes Kino! Ich würde das eher selbstgewähltes Unglück nennen.


Nur weil man sich weigert, einem Arschlochklub beizutreten, um dort die Arschlochquote etwas zu senken, verliert man nicht das Recht, auf Arschlöcher hinzuweisen. So wie übrigens auch diejenige, die sich weigern, ein "kleineres Übel" zu unterstützen, damit nicht die Verantwortung für den Sieg des größeren Übels tragen.


Wahrscheinlich sind auch die Linken Schuld, an der Rechtslastigkeit der afd. Selber schuld, wenn man nicht in die afd eintritt noc

#244:  Autor: AlchemistWohnort: Hamburg BeitragVerfasst am: 27.07.2020, 08:37
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jdf hat folgendes geschrieben:
Also ich bin für eine ca. einjährige allgemeine Dienstpflicht für m/w/d. Dieser Dienst kann, so wie Alchi das sagt, in sozialen oder "gesellschaftlich relevanten" Bereichen stattfinden.

Einer der gesellschaftlich relevanten Bereiche ist die Armee und ich sehe keinen Grund gegen den Dienst an der Waffe. Das hat bis 2011 ja auch funktioniert. Dass die Dienstpflichtigen dabei im Lande bleiben, ist für mich selbstverständlich.

Und ich gebe zu bedenken, dass die Wehrpflicht nicht abgeschafft, sondern nur ausgesetzt wurde.


Ich kann mit dir leider nicht immer eine Meinung sein.
Ich finde nicht, dass die Armee gesellschaftlich relevant ist.

#245:  Autor: BravopunkWohnort: Woanders BeitragVerfasst am: 27.07.2020, 08:46
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Alchemist hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Also ich bin für eine ca. einjährige allgemeine Dienstpflicht für m/w/d. Dieser Dienst kann, so wie Alchi das sagt, in sozialen oder "gesellschaftlich relevanten" Bereichen stattfinden.

Einer der gesellschaftlich relevanten Bereiche ist die Armee und ich sehe keinen Grund gegen den Dienst an der Waffe. Das hat bis 2011 ja auch funktioniert. Dass die Dienstpflichtigen dabei im Lande bleiben, ist für mich selbstverständlich.

Und ich gebe zu bedenken, dass die Wehrpflicht nicht abgeschafft, sondern nur ausgesetzt wurde.


Ich kann mit dir leider nicht immer eine Meinung sein.
Ich finde nicht, dass die Armee gesellschaftlich relevant ist.


Ist sie denn Teil einer Gesellschaft? Dann ist sie auch gesellschaftlich relevant.

#246:  Autor: AlchemistWohnort: Hamburg BeitragVerfasst am: 27.07.2020, 08:48
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Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Also ich bin für eine ca. einjährige allgemeine Dienstpflicht für m/w/d. Dieser Dienst kann, so wie Alchi das sagt, in sozialen oder "gesellschaftlich relevanten" Bereichen stattfinden.

Einer der gesellschaftlich relevanten Bereiche ist die Armee und ich sehe keinen Grund gegen den Dienst an der Waffe. Das hat bis 2011 ja auch funktioniert. Dass die Dienstpflichtigen dabei im Lande bleiben, ist für mich selbstverständlich.

Und ich gebe zu bedenken, dass die Wehrpflicht nicht abgeschafft, sondern nur ausgesetzt wurde.


Ich kann mit dir leider nicht immer eine Meinung sein.
Ich finde nicht, dass die Armee gesellschaftlich relevant ist.


Ist sie denn Teil einer Gesellschaft? Dann ist sie auch gesellschaftlich relevant.


Nö.

#247:  Autor: BravopunkWohnort: Woanders BeitragVerfasst am: 27.07.2020, 08:55
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Alchemist hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Also ich bin für eine ca. einjährige allgemeine Dienstpflicht für m/w/d. Dieser Dienst kann, so wie Alchi das sagt, in sozialen oder "gesellschaftlich relevanten" Bereichen stattfinden.

Einer der gesellschaftlich relevanten Bereiche ist die Armee und ich sehe keinen Grund gegen den Dienst an der Waffe. Das hat bis 2011 ja auch funktioniert. Dass die Dienstpflichtigen dabei im Lande bleiben, ist für mich selbstverständlich.

Und ich gebe zu bedenken, dass die Wehrpflicht nicht abgeschafft, sondern nur ausgesetzt wurde.


Ich kann mit dir leider nicht immer eine Meinung sein.
Ich finde nicht, dass die Armee gesellschaftlich relevant ist.


Ist sie denn Teil einer Gesellschaft? Dann ist sie auch gesellschaftlich relevant.


Nö.


Doch.

#248:  Autor: DonMartin BeitragVerfasst am: 27.07.2020, 10:11
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Wenn die Armee gesellschaftlich sowieso nicht relevant ist, warum regt man sich dann darüber auf, dass sie "rechts" ist?

#249:  Autor: jdf BeitragVerfasst am: 27.07.2020, 13:49
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MeineGitarreBrauchtStrom hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Und ich gebe zu bedenken, dass die Wehrpflicht nicht abgeschafft, sondern nur ausgesetzt wurde.

An den Begriff solltest Du Dich nicht klammern,

Tu ich nicht. Ich gehe sowieso davon aus, dass für eine allg Dienstpflicht das GG geändert werden müsste.

MeineGitarreBrauchtStrom hat folgendes geschrieben:
Eher müßte dafür komplett neu ein soziales Pflichtjahr für junge Menschen eingeführt werden, welches dann vielleicht auch in der Bundeswehr abgeleistet werden könnte. Der Nutzen für die Bundeswehr sollte ja darin bestehen, die breite Gesellschaft wieder verstärkt an der Armee teilhaben zu lassen, um rechte Tendenzen zu senken. Den Einfluß halte ich aber aufgrund der geringen Teilnehmerzahl (wir brauchen ja keine 100.000 Wehrpflichtigen mehr) für nicht ausreichend. Auch die 1.000 neuen Freiwilligen, die AKK gerne hätte, sind ja nur ihre Reaktion auf die Debatte über die Rechtslastigkeit in der Bw, die Tausend werden keinen spürbaren Einfluß haben. (Wer weiß, ob sie die Tausend überhaupt bekäme. Für den bereits bestehenden Freiwilligen Wehrdienst waren ursprünglich 15.000 Stellen geplant, aber nur 9.000 geeignete Freiwillige hat die Bundeswehr derzeit gefunden. Und selbst die rücken die Bw offensichtlich nicht Richtung politische Mitte, 1.000 weitere werden dies auch nicht.)

Genau dafür bin ich ja: Für eine allg Dienstpflicht (m/w/d). Ich habe diesen Gedanken schon seit Jahren unter anderem auch, weil ich eine Dienstpflicht für die persönliche Entwicklung der Menschen (völlig unreflektiert und aus dem Bauch heraus) sinnvoll finde. (Worüber man sicher diskutieren könnte.)

MeineGitarreBrauchtStrom hat folgendes geschrieben:
Ob eine breite Wehrpflicht die rechtslastige Schieflage in der Bundeswehr wieder ausgleichen kann, bezweifle ich außerdem. Bereits damals zu Wehrpflichtzeiten hatte ich von verschiedenen (Ex-)Wehrdienstleistenden gehört, wie verbreitet rechte Ansichten unter Berufssoldaten und Wehrpflichtigen waren, und für diese rechte Gesinnung bilden Armeen vielleicht prinzipiell einen Nährboden, wenn den Rekruten als Grundeinstellung eine Liebe zum Vaterland und Pflichterfüllung und Patriotismus und eine berufsbedingte Welteinteilung in "Wir" und "Der Gegner" anerzogen wird, was traditionell von rechts besetzt wird.

Nach meiner persönlichen Erfahrung (Mitte der 80er) will ich doch vorsichtig meinen, dass man mit einer Dienstpflicht der Rechtslastigkeit in der BW entgegenwirken kann.

#250:  Autor: jdf BeitragVerfasst am: 27.07.2020, 14:03
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Zumsel hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Genau diese Propaganda höre ich seit über 50 Jahren und seit ebenso langer Zeit ist es für einen „anständigen Linken“ undenkbar, zum Bund zu gehen, egal ob als Wehrpflichtiger oder als Zeitsoldat. Und nun beklagt man sich, daß dort die Rechten unter sich sind! Ganz großes Kino! Ich würde das eher selbstgewähltes Unglück nennen.


Nur weil man sich weigert, einem Arschlochklub beizutreten, um dort die Arschlochquote etwas zu senken, verliert man nicht das Recht, auf Arschlöcher hinzuweisen. So wie übrigens auch diejenige, die sich weigern, ein "kleineres Übel" zu unterstützen, damit nicht die Verantwortung für den Sieg des größeren Übels tragen.

Was ist denn kein Arschlochklub?

#251:  Autor: jdf BeitragVerfasst am: 27.07.2020, 14:09
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Alchemist hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Also ich bin für eine ca. einjährige allgemeine Dienstpflicht für m/w/d. Dieser Dienst kann, so wie Alchi das sagt, in sozialen oder "gesellschaftlich relevanten" Bereichen stattfinden.

Einer der gesellschaftlich relevanten Bereiche ist die Armee und ich sehe keinen Grund gegen den Dienst an der Waffe. Das hat bis 2011 ja auch funktioniert. Dass die Dienstpflichtigen dabei im Lande bleiben, ist für mich selbstverständlich.

Und ich gebe zu bedenken, dass die Wehrpflicht nicht abgeschafft, sondern nur ausgesetzt wurde.


Ich kann mit dir leider nicht immer eine Meinung sein.
Ich finde nicht, dass die Armee gesellschaftlich relevant ist.

Einen Pazifisten (keine Ahnung, ob du einer bist) werde ich sicher nicht zur Unterstützung des Armeegedankens bringen können.

Und ob die Armee nun von allen gesellschaftlich relevant angesehen wird oder nicht, ist für die Armee als Teil der Dienstpflicht nicht relevant.

Anekdote: Ich habe damals übrigens von einem pazifistischen Freund für meinen Wehrdienst ordentlich was zu hören gekriegt. Heute arbeitet er bei Airbus. Schulterzucken

#252:  Autor: beachbernieWohnort: Haida Gwaii BeitragVerfasst am: 27.07.2020, 17:49
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jdf hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Also ich bin für eine ca. einjährige allgemeine Dienstpflicht für m/w/d. Dieser Dienst kann, so wie Alchi das sagt, in sozialen oder "gesellschaftlich relevanten" Bereichen stattfinden.

Einer der gesellschaftlich relevanten Bereiche ist die Armee und ich sehe keinen Grund gegen den Dienst an der Waffe. Das hat bis 2011 ja auch funktioniert. Dass die Dienstpflichtigen dabei im Lande bleiben, ist für mich selbstverständlich.

Und ich gebe zu bedenken, dass die Wehrpflicht nicht abgeschafft, sondern nur ausgesetzt wurde.


Ich kann mit dir leider nicht immer eine Meinung sein.
Ich finde nicht, dass die Armee gesellschaftlich relevant ist.

Einen Pazifisten (keine Ahnung, ob du einer bist) werde ich sicher nicht zur Unterstützung des Armeegedankens bringen können.

Und ob die Armee nun von allen gesellschaftlich relevant angesehen wird oder nicht, ist für die Armee als Teil der Dienstpflicht nicht relevant.

Anekdote: Ich habe damals übrigens von einem pazifistischen Freund für meinen Wehrdienst ordentlich was zu hören gekriegt. Heute arbeitet er bei Airbus. Schulterzucken



Ja ja, die Pazifisten......


Ich habe z.B. damals mit pazifistischer Begruendung den Wehrdienst verweigert und bin dann als Zivi in einer Behindertenwerkstatt in Heidelberg direkt neben dem Ami-Hauptquartier in Europa gelandet. Dort liess ich mir dann von den diesen Laden bewachenden GIs, die bei ihrem Streifengang direkt unter unserem Fenster vorbeikamen, deren Joints reichen um mitzurauchen anstatt die zu boykottieren wie es sich fuer einen echten Pazifisten gehoert. Sehr glücklich



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