Dumme Gedanken II
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Freigeisterhaus -> Spiel, Spaß und Unterhaltung

#7261:  Autor: BravopunkWohnort: Edo BeitragVerfasst am: 12.02.2019, 03:40
    —
Hmmm... mein Hirn hat gerade die Zeile "Können wir uns den Kapi..." als "Können wir uns den Kanibalismus noch leisten?" ergänzt. Am Kopf kratzen

#7262:  Autor: tillich (epigonal) BeitragVerfasst am: 15.02.2019, 18:53
    —
Es gibt den weiblichen Vornamen "Supaporn".
Das war noch nicht der dumme Gedanke.

#7263:  Autor: swiftyWohnort: Stoapfalz BeitragVerfasst am: 19.02.2019, 01:23
    —
Dumm ist das neue Schwarz.

#7264:  Autor: vrolijkeWohnort: Stuttgart BeitragVerfasst am: 19.02.2019, 10:46
    —
Ich halte die Gefährder durch Alkohol für ein bedeutend höheres Risiko für die Gesellschaft.

#7265:  Autor: DonMartin BeitragVerfasst am: 19.02.2019, 12:27
    —
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Ich halte die Gefährder durch Alkohol für ein bedeutend höheres Risiko für die Gesellschaft.

Nach Deiner "Logik" können wir dann seltene Straftaten wie Mord und Totschlag ganz aus dem Gesetzbuch streichen.
Nur noch Taschendiebe und Schwarzfahrer werden verfolgt.
Schliesslich ist das Risiko, beklaut zu werden, bedeutend höher, als das Risiko, ermordet zu werden.

#7266:  Autor: AhrimanWohnort: 89250 Senden BeitragVerfasst am: 19.02.2019, 12:40
    —
DonMartin hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Ich halte die Gefährder durch Alkohol für ein bedeutend höheres Risiko für die Gesellschaft.

Nach Deiner "Logik" können wir dann seltene Straftaten wie Mord und Totschlag ganz aus dem Gesetzbuch streichen.
Nur noch Taschendiebe und Schwarzfahrer werden verfolgt.
Schliesslich ist das Risiko, beklaut zu werden, bedeutend höher, als das Risiko, ermordet zu werden.

Ist nur aber so, wenn man beklaut wird ärgert man sich hinterher darüber....

#7267:  Autor: BravopunkWohnort: Edo BeitragVerfasst am: 19.02.2019, 12:41
    —
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Nur, um nicht missverstanden zu werden: Ich habe eventuell weniger gegen starke Frauen als Du - ich bin mit einer verheiratet.

Warum erinnert mich das nur an "Ich habe schwarze Freunde"? Am Kopf kratzen


Ich hab heute gelernt das heißt jetzt "Ich finde 'Black Panther' so gut, ich hab ihn sogar zweimal gesehen." freakteach

#7268:  Autor: vrolijkeWohnort: Stuttgart BeitragVerfasst am: 19.02.2019, 12:44
    —
DonMartin hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Ich halte die Gefährder durch Alkohol für ein bedeutend höheres Risiko für die Gesellschaft.

Nach Deiner "Logik" können wir dann seltene Straftaten wie Mord und Totschlag ganz aus dem Gesetzbuch streichen.
Nur noch Taschendiebe und Schwarzfahrer werden verfolgt.
Schliesslich ist das Risiko, beklaut zu werden, bedeutend höher, als das Risiko, ermordet zu werden.

Ich rechne durchaus die Tote die auf das Konto Alkohol gehen mit ein.
In Vergleich dazu, gehe ich jede Wette ein, dass die Tote durch "Gefährdete" in Deinem Sinne in Deutschland daneben nur ein Bruchteil davon sind. Sogar dann noch, wenn man bei Alkohol die Eigengefährdung herausrechnet.
Mord und Totschlag unter Alkoholeinfluss, Verkehrsunfälle/Tote durch Alkohol, zerrüttete Familien inklusiv schwerste Körperverletzungen und sozialer abstieg durch Alkohol usw usw dürfte immer noch in die Millionen gehen.

#7269:  Autor: fwoWohnort: nicht fest BeitragVerfasst am: 19.02.2019, 13:36
    —
vrolijke hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Ich halte die Gefährder durch Alkohol für ein bedeutend höheres Risiko für die Gesellschaft.

Nach Deiner "Logik" können wir dann seltene Straftaten wie Mord und Totschlag ganz aus dem Gesetzbuch streichen.
Nur noch Taschendiebe und Schwarzfahrer werden verfolgt.
Schliesslich ist das Risiko, beklaut zu werden, bedeutend höher, als das Risiko, ermordet zu werden.

Ich rechne durchaus die Tote die auf das Konto Alkohol gehen mit ein.
In Vergleich dazu, gehe ich jede Wette ein, dass die Tote durch "Gefährdete" in Deinem Sinne in Deutschland daneben nur ein Bruchteil davon sind. Sogar dann noch, wenn man bei Alkohol die Eigengefährdung herausrechnet.
Mord und Totschlag unter Alkoholeinfluss, Verkehrsunfälle/Tote durch Alkohol, zerrüttete Familien inklusiv schwerste Körperverletzungen und sozialer abstieg durch Alkohol usw usw dürfte immer noch in die Millionen gehen.

Du hast in Deiner anfänglichen Formulierung einen sehr schönen Teil, der lautet "Risiko für die Gesellschaft.".
Was Du hier jetzt beschreibst, ist ein persönliches Risiko, das damit nicht unbedingt etwas zu tun hat. Es kann Dinge geben, die praktisch keine Veränderung für das persönliche Risiko zur Folge haben, aber trotzdem das Risiko einer Spaltung der Gesellschaft beinhalten. Vielleicht gelingt es Dir ja, das selbst weiter auszuführen.

#7270:  Autor: vrolijkeWohnort: Stuttgart BeitragVerfasst am: 19.02.2019, 13:59
    —
fwo hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Ich halte die Gefährder durch Alkohol für ein bedeutend höheres Risiko für die Gesellschaft.

Nach Deiner "Logik" können wir dann seltene Straftaten wie Mord und Totschlag ganz aus dem Gesetzbuch streichen.
Nur noch Taschendiebe und Schwarzfahrer werden verfolgt.
Schliesslich ist das Risiko, beklaut zu werden, bedeutend höher, als das Risiko, ermordet zu werden.

Ich rechne durchaus die Tote die auf das Konto Alkohol gehen mit ein.
In Vergleich dazu, gehe ich jede Wette ein, dass die Tote durch "Gefährdete" in Deinem Sinne in Deutschland daneben nur ein Bruchteil davon sind. Sogar dann noch, wenn man bei Alkohol die Eigengefährdung herausrechnet.
Mord und Totschlag unter Alkoholeinfluss, Verkehrsunfälle/Tote durch Alkohol, zerrüttete Familien inklusiv schwerste Körperverletzungen und sozialer abstieg durch Alkohol usw usw dürfte immer noch in die Millionen gehen.

Du hast in Deiner anfänglichen Formulierung einen sehr schönen Teil, der lautet "Risiko für die Gesellschaft.".
Was Du hier jetzt beschreibst, ist ein persönliches Risiko, das damit nicht unbedingt etwas zu tun hat. Es kann Dinge geben, die praktisch keine Veränderung für das persönliche Risiko zur Folge haben, aber trotzdem das Risiko einer Spaltung der Gesellschaft beinhalten. Vielleicht gelingt es Dir ja, das selbst weiter auszuführen.

Ich schrieb doch: "Sogar dann noch, wenn man bei Alkohol die Eigengefährdung herausrechnet".
Da bleiben noch genügend Verkehrs-, Familien-, und Schlägereienopfer übrig.
Liest Du eigentlich keine Zeitung?
Nur mal als Beispiel:
Zitat:
2,6 Millionen Kinder und Jugendliche wachsen in Familien mit mindestens einem alkoholkranken Elternteil auf. Damit ist jedes sechste Kind in Deutschland betroffen.

Alkoholiker mögen nicht immer gefährlich aggressiv sein. Ein großer Teil ist es aber.

#7271:  Autor: Kramer BeitragVerfasst am: 19.02.2019, 15:28
    —
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Alkoholiker mögen nicht immer gefährlich aggressiv sein. Ein großer Teil ist es aber.


Wobei dann immer noch nicht geklärt ist, ob der Alkoholismus die Menschen aggressiv macht oder ob aggressive Menschen zum Alkoholismus neigen.

#7272:  Autor: vrolijkeWohnort: Stuttgart BeitragVerfasst am: 19.02.2019, 18:23
    —
Kramer hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Alkoholiker mögen nicht immer gefährlich aggressiv sein. Ein großer Teil ist es aber.


Wobei dann immer noch nicht geklärt ist, ob der Alkoholismus die Menschen aggressiv macht oder ob aggressive Menschen zum Alkoholismus neigen.

https://www.aerzteblatt.de/archiv/147673/Alkoholbezogene-Aggression

Zitat:
Laut Welt­gesund­heits­organi­sation ist der Konsum von Alkohol unter allen psychotropen Substanzen am stärksten mit aggressivem Verhalten verbunden (e1). Der Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und aggressivem Verhalten ist in epidemiologischen Studien gut dokumentiert. Alkoholbezogene Aggression verursacht jährlich erhebliches persönliches Leid sowie sozioökonomische Kosten. Übersichtsarbeiten zeigten beispielsweise, dass eine akute Alkoholintoxikation weltweit bei etwa der Hälfte aller Gewaltverbrechen (e2) sowie sexuellen Übergriffen (e3) eine entscheidende Rolle spielt.

#7273:  Autor: Kramer BeitragVerfasst am: 19.02.2019, 18:59
    —
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Alkoholiker mögen nicht immer gefährlich aggressiv sein. Ein großer Teil ist es aber.


Wobei dann immer noch nicht geklärt ist, ob der Alkoholismus die Menschen aggressiv macht oder ob aggressive Menschen zum Alkoholismus neigen.

https://www.aerzteblatt.de/archiv/147673/Alkoholbezogene-Aggression

Zitat:
Laut Welt­gesund­heits­organi­sation ist der Konsum von Alkohol unter allen psychotropen Substanzen am stärksten mit aggressivem Verhalten verbunden (e1). Der Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und aggressivem Verhalten ist in epidemiologischen Studien gut dokumentiert. Alkoholbezogene Aggression verursacht jährlich erhebliches persönliches Leid sowie sozioökonomische Kosten. Übersichtsarbeiten zeigten beispielsweise, dass eine akute Alkoholintoxikation weltweit bei etwa der Hälfte aller Gewaltverbrechen (e2) sowie sexuellen Übergriffen (e3) eine entscheidende Rolle spielt.


Ich bestreite nicht, dass es da eine Korrelation gibt, aber ich vermute, dass die kausalen Zusammenhänge komplexer sind.

#7274:  Autor: DonMartin BeitragVerfasst am: 19.02.2019, 19:23
    —
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Alkoholiker mögen nicht immer gefährlich aggressiv sein. Ein großer Teil ist es aber.

Ich habe noch nie gehoert, dass Alkoholiker sich zusaufen,
um dann unter "Alk Akbar"-Rufen moeglichst viele ihnen missliebige Abstinenzler zu toeten.

#7275:  Autor: vrolijkeWohnort: Stuttgart BeitragVerfasst am: 19.02.2019, 20:17
    —
DonMartin hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Alkoholiker mögen nicht immer gefährlich aggressiv sein. Ein großer Teil ist es aber.

Ich habe noch nie gehoert, dass Alkoholiker sich zusaufen,
um dann unter "Alk Akbar"-Rufen moeglichst viele ihnen missliebige Abstinenzler zu toeten.


Das machen die still und leise.
Saufen sich die Hucke voll, und fahren jemand tot.
Oder verkloppen ihre Kinder.
Täglich wird davon berichtet in der Zeitung.
Ich will die Probleme mit Gefährder nicht kleinreden, aber die Hysterie die dabei betrieben wird ist reichlich übertrieben.
So gut wie niemand, bekommt es mit "Gefähder" zu tun. Es dürfte sich in den 0,00-Promillebereich bewegen. Mit Alkohol-Unfälle, Schlägereien oder Familiendramen wird jeder irgendwann konfrontiert.

#7276:  Autor: vrolijkeWohnort: Stuttgart BeitragVerfasst am: 19.02.2019, 20:19
    —
Kramer hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Alkoholiker mögen nicht immer gefährlich aggressiv sein. Ein großer Teil ist es aber.


Wobei dann immer noch nicht geklärt ist, ob der Alkoholismus die Menschen aggressiv macht oder ob aggressive Menschen zum Alkoholismus neigen.

https://www.aerzteblatt.de/archiv/147673/Alkoholbezogene-Aggression

Zitat:
Laut Welt­gesund­heits­organi­sation ist der Konsum von Alkohol unter allen psychotropen Substanzen am stärksten mit aggressivem Verhalten verbunden (e1). Der Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und aggressivem Verhalten ist in epidemiologischen Studien gut dokumentiert. Alkoholbezogene Aggression verursacht jährlich erhebliches persönliches Leid sowie sozioökonomische Kosten. Übersichtsarbeiten zeigten beispielsweise, dass eine akute Alkoholintoxikation weltweit bei etwa der Hälfte aller Gewaltverbrechen (e2) sowie sexuellen Übergriffen (e3) eine entscheidende Rolle spielt.


Ich bestreite nicht, dass es da eine Korrelation gibt, aber ich vermute, dass die kausalen Zusammenhänge komplexer sind.


Klar doch. Hat sich wahrscheinlich noch nicht bis ins Ärzteblatt durchgesprochen.

#7277:  Autor: Samson83 BeitragVerfasst am: 19.02.2019, 20:25
    —
Die von dir behauptete Kausalität lässt sich dem Text nicht entnehmen. Ein erheblicher Anteil der innerfamiliären Aggression geht von Menschen mit Alkoholproblemen aus; aber daraus folgt nicht, dass der überwiegende Anteil von Alkoholikern Aggressionsprobleme hat.

#7278:  Autor: vrolijkeWohnort: Stuttgart BeitragVerfasst am: 19.02.2019, 20:35
    —
Samson83 hat folgendes geschrieben:
Die von dir behauptete Kausalität lässt sich dem Text nicht entnehmen. Ein erheblicher Anteil der innerfamiliären Aggression geht von Menschen mit Alkoholproblemen aus; aber daraus folgt nicht, dass der überwiegende Anteil von Alkoholikern Aggressionsprobleme hat.


Ich habe auch nicht die epidemiologischen Studien gelesen. Ich gehe mal davon aus, Dass das Ärzteblatt die Studien kennt und die richtigen Schlüsse daraus zieht.

Mir geht es übrigens auch nicht um die Trockenlegung Deutschland zu erreichen. Mich wundert nur, wie auf der einen Seite Probleme, wo so gut wie niemand direkt mit konfrontiert wird, aufgeblasen werden. Andere Probleme, wo ganze Gesellschaften unter leiden, einfach beiseite gewischt werden.
Es sind einfach meine dummen Gedanken. Schulterzucken

#7279:  Autor: Samson83 BeitragVerfasst am: 19.02.2019, 20:51
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Das wischt niemand bei Seite. Gesamtgesellschaftlich nimmt der Alkoholkonsum aber seit Jahrzehnten ab; Alkohol ist bei weitem nicht mehr so sozial selbstverständlich wie früher.

Ich weiß, dass es sehr zynisch ist, Herrn Himmler als positives Beispiel für irgendetwas zu nehmen, aber ich las heute in Longerichs Himmlerbiographie, dass Himmler, der den Alkohol in der SS ächten und bekämpfen wollte (er vertrug ja selbst praktisch nichts) es noch als mäßiges Trinken wertete, als ein Offizier an einem Abend 12 (!) alkoholische Getränke zu sich nahm und danach noch gefahren ist.

#7280:  Autor: sehr gut BeitragVerfasst am: 19.02.2019, 21:28
    —
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Mir geht es übrigens auch nicht um die Trockenlegung Deutschland zu erreichen. Mich wundert nur, wie auf der einen Seite Probleme, wo so gut wie niemand direkt mit konfrontiert wird, aufgeblasen werden. Andere Probleme, wo ganze Gesellschaften unter leiden, einfach beiseite gewischt werden.

Alkohol ist "normal", das ist kein Aufmacher mehr, dafür aber neue potentielle Gefahren die aus diversen Gründen unverhältnismäßig dargestellt werden.

____________
Gestern erst mitbekommen: Polizist, 1.1 Promille gemessen, fährt eine junge Frau tot.

Und als CSU-Generalsekretär konnte man mit 1.99 Promille einen Menschen totfahren und später bay. Staatsminister für Verkehr werden.

#7281:  Autor: swiftyWohnort: Stoapfalz BeitragVerfasst am: 19.02.2019, 22:10
    —
Suff Daddy - Sympathy for the Liquor

#7282:  Autor: beachbernieWohnort: Haida Gwaii BeitragVerfasst am: 20.02.2019, 06:42
    —
Kramer hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Alkoholiker mögen nicht immer gefährlich aggressiv sein. Ein großer Teil ist es aber.


Wobei dann immer noch nicht geklärt ist, ob der Alkoholismus die Menschen aggressiv macht oder ob aggressive Menschen zum Alkoholismus neigen.



Es ist sehr augenfällig, dass es viele Menschen gibt, die in nüchternem Zustand recht friedlich und umgänglich sind, denen man aber besser aus dem Weg geht wenn sie betrunken sind, weil die in diesem Zustand extrem aggressiv sind und zu Gewalttätigkeit neigen.

Man kann dabei durchaus darueber diskutieren, ob in solchen Faellen der Alkohol tastsaechlich die Aggression verursacht oder ob er nur etwas zum Vorschein bringt, was auch ohne Alkohol schon in diesen Menschen drinsteckt und der Alkohol diese Menschen lediglich die Kontrolle darueber verlieren laesst.

Auffällig ist natuerlich auch, dass Alkohol nicht auf alle Menschen diese Wirkung hat, nach meiner Erfahrung noch nicht einmal auf die meisten, aber auf zuviele als dass man den Zusammenhang zwischen Alkohol und aggressivem Verhalten leugnen koennte.

#7283:  Autor: Kramer BeitragVerfasst am: 20.02.2019, 11:07
    —
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Man kann dabei durchaus darueber diskutieren, ob in solchen Faellen der Alkohol tastsaechlich die Aggression verursacht oder ob er nur etwas zum Vorschein bringt, was auch ohne Alkohol schon in diesen Menschen drinsteckt und der Alkohol diese Menschen lediglich die Kontrolle darueber verlieren laesst.


Ich kenne so einen Fall aus meiner eigenen Familie. Der typische Alkoholtyrann, nüchtern eher unauffällig, betrunken unerträglich. Da sein Alkoholkonsum stetig zunahm, wuchs auch seine Unerträglichkeit. Bis er so stark erkrankte, dass er zwangsweise keinen Alkohol mehr trinken konnte. Dadurch wurde aber nichts besser. Er blieb der Familientyrann - nur war seine Tyrannei jetzt subtiler und nach aussen noch schwerer vermittelbar. Zumal er jetzt nicht mehr das Stigmata des Trinkers hatte, sondern als geläutert galt und sich im Zweifelsfall als armer kranker Mann inszenieren konnte.

Oder allgemeiner formuliert: Alkoholismus ist ja eher selten das Grundproblem, sondern meist die Folge von tiefer liegenden Problemen. Nimmt man den Alkohol aus der Gleichung heraus, verschwinden mit ihm diese Probleme nicht einfach. Der Verzicht auf Alkohol bewirkt aber nicht zwingend, dass man sich seinen Problemen stellt, denn wer schon einmal eine dysfunktionale Problemverdrängungsstrategie gewählt hat, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter zu dysfunktionalen Methoden der Bewältigung neigen.

#7284:  Autor: AhrimanWohnort: 89250 Senden BeitragVerfasst am: 20.02.2019, 12:48
    —
Es ist eine Grundveranlagung, die der Alkohol zum Vorschein bringt. Der Alkohol löst oder lockert Hemmungen. Der eine wird lustig, der andere bösartig, der dritte nur müde. Manche werden zärtlich, andere versinken in Depression. Alles schon erlebt.
Ich gehöre zu denen, die müde werden. Ich sitze dann in einer Ecke und will nur pennen, und die besoffene Bagage um mich rum läßt mich nicht.

#7285:  Autor: AdvocatusDiaboliWohnort: München BeitragVerfasst am: 20.02.2019, 15:27
    —
Wer bei McDonald‘s isst, hat die Kontrolle über seine Ernährung verloren. (Addi D. frei nach Karl L.)

#7286:  Autor: vrolijkeWohnort: Stuttgart BeitragVerfasst am: 20.02.2019, 15:30
    —
Kramer hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Man kann dabei durchaus darueber diskutieren, ob in solchen Faellen der Alkohol tastsaechlich die Aggression verursacht oder ob er nur etwas zum Vorschein bringt, was auch ohne Alkohol schon in diesen Menschen drinsteckt und der Alkohol diese Menschen lediglich die Kontrolle darueber verlieren laesst.


Ich kenne so einen Fall aus meiner eigenen Familie. Der typische Alkoholtyrann, nüchtern eher unauffällig, betrunken unerträglich. Da sein Alkoholkonsum stetig zunahm, wuchs auch seine Unerträglichkeit. Bis er so stark erkrankte, dass er zwangsweise keinen Alkohol mehr trinken konnte. Dadurch wurde aber nichts besser. Er blieb der Familientyrann - nur war seine Tyrannei jetzt subtiler und nach aussen noch schwerer vermittelbar. Zumal er jetzt nicht mehr das Stigmata des Trinkers hatte, sondern als geläutert galt und sich im Zweifelsfall als armer kranker Mann inszenieren konnte.

Oder allgemeiner formuliert: Alkoholismus ist ja eher selten das Grundproblem, sondern meist die Folge von tiefer liegenden Problemen. Nimmt man den Alkohol aus der Gleichung heraus, verschwinden mit ihm diese Probleme nicht einfach. Der Verzicht auf Alkohol bewirkt aber nicht zwingend, dass man sich seinen Problemen stellt, denn wer schon einmal eine dysfunktionale Problemverdrängungsstrategie gewählt hat, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter zu dysfunktionalen Methoden der Bewältigung neigen.


Ich meine, dass Suchtgefährdete Menschen wohl in der überwiegende Zahl irgend ein Psychoproblem haben. Die abhängig machende Substanzen sind wohl mehr oder weniger bewusste oder unbewusste "Selbstmedikation".
Wobei die Nikotinabhängichkeit einen andern eindruck hinterlässt.
Kaum jemand bekommt irgend einen psychische Knacks, wenn er das rauchen aufgibt.

#7287:  Autor: fwoWohnort: nicht fest BeitragVerfasst am: 20.02.2019, 16:29
    —
vrolijke hat folgendes geschrieben:
....
Ich meine, dass Suchtgefährdete Menschen wohl in der überwiegende Zahl irgend ein Psychoproblem haben. Die abhängig machende Substanzen sind wohl mehr oder weniger bewusste oder unbewusste "Selbstmedikation".
Wobei die Nikotinabhängichkeit einen andern eindruck hinterlässt.
Kaum jemand bekommt irgend einen psychische Knacks, wenn er das rauchen aufgibt.

Die Selbtsmedikation bei Problemen führt in der Regel zu einer psychischen Abhängigkeit. Damit kann aber nur ein Teil der Abhängigkeiten erklärt werden.
Es gibt eine genetische Disposition zur Alkoholabhängigkeit, die eine ziemlich hohe Streuung hat.

In der Praxis heißt das, dass es Menschen gibt, die über regelmäßige kleine Dosen im sozialen Umfeld, wie einen Schnaps nach dem Essen, in eine körperliche Abhängigkeit rutschen können, genauso, wie es auf der anderen Seite auch Leute gibt, die regelmäßig erheblich grö0ere Mengen an Alkohol zu sich nehmen können, ohne in eine körperliche Abhängigkeit zu kommen

#7288:  Autor: SkeptikerWohnort: 129 Goosebumpsville BeitragVerfasst am: 20.02.2019, 17:00
    —
fwo hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
....
Ich meine, dass Suchtgefährdete Menschen wohl in der überwiegende Zahl irgend ein Psychoproblem haben. Die abhängig machende Substanzen sind wohl mehr oder weniger bewusste oder unbewusste "Selbstmedikation".
Wobei die Nikotinabhängichkeit einen andern eindruck hinterlässt.
Kaum jemand bekommt irgend einen psychische Knacks, wenn er das rauchen aufgibt.

Die Selbtsmedikation bei Problemen führt in der Regel zu einer psychischen Abhängigkeit. Damit kann aber nur ein Teil der Abhängigkeiten erklärt werden.
Es gibt eine genetische Disposition zur Alkoholabhängigkeit, die eine ziemlich hohe Streuung hat.

In der Praxis heißt das, dass es Menschen gibt, die über regelmäßige kleine Dosen im sozialen Umfeld, wie einen Schnaps nach dem Essen, in eine körperliche Abhängigkeit rutschen können, genauso, wie es auf der anderen Seite auch Leute gibt, die regelmäßig erheblich grö0ere Mengen an Alkohol zu sich nehmen können, ohne in eine körperliche Abhängigkeit zu kommen


Das ist eine etwas versimpelte Sichtweise des Themas "Sucht". (von euch beiden.)

#7289:  Autor: vrolijkeWohnort: Stuttgart BeitragVerfasst am: 20.02.2019, 17:09
    —
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
....
Ich meine, dass Suchtgefährdete Menschen wohl in der überwiegende Zahl irgend ein Psychoproblem haben. Die abhängig machende Substanzen sind wohl mehr oder weniger bewusste oder unbewusste "Selbstmedikation".
Wobei die Nikotinabhängichkeit einen andern eindruck hinterlässt.
Kaum jemand bekommt irgend einen psychische Knacks, wenn er das rauchen aufgibt.

Die Selbtsmedikation bei Problemen führt in der Regel zu einer psychischen Abhängigkeit. Damit kann aber nur ein Teil der Abhängigkeiten erklärt werden.
Es gibt eine genetische Disposition zur Alkoholabhängigkeit, die eine ziemlich hohe Streuung hat.

In der Praxis heißt das, dass es Menschen gibt, die über regelmäßige kleine Dosen im sozialen Umfeld, wie einen Schnaps nach dem Essen, in eine körperliche Abhängigkeit rutschen können, genauso, wie es auf der anderen Seite auch Leute gibt, die regelmäßig erheblich grö0ere Mengen an Alkohol zu sich nehmen können, ohne in eine körperliche Abhängigkeit zu kommen


Das ist eine etwas versimpelte Sichtweise des Themas "Sucht". (von euch beiden.)

Ist mir durchaus bewusst.
Es ist dennoch, im Vergleich zu manch hochgeputschte Geschichte, das größere gesellschaftliches Problem. Mehr wollt ich eigentlich nicht sagen.

#7290:  Autor: SkeptikerWohnort: 129 Goosebumpsville BeitragVerfasst am: 20.02.2019, 17:20
    —
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
....
Ich meine, dass Suchtgefährdete Menschen wohl in der überwiegende Zahl irgend ein Psychoproblem haben. Die abhängig machende Substanzen sind wohl mehr oder weniger bewusste oder unbewusste "Selbstmedikation".
Wobei die Nikotinabhängichkeit einen andern eindruck hinterlässt.
Kaum jemand bekommt irgend einen psychische Knacks, wenn er das rauchen aufgibt.

Die Selbtsmedikation bei Problemen führt in der Regel zu einer psychischen Abhängigkeit. Damit kann aber nur ein Teil der Abhängigkeiten erklärt werden.
Es gibt eine genetische Disposition zur Alkoholabhängigkeit, die eine ziemlich hohe Streuung hat.

In der Praxis heißt das, dass es Menschen gibt, die über regelmäßige kleine Dosen im sozialen Umfeld, wie einen Schnaps nach dem Essen, in eine körperliche Abhängigkeit rutschen können, genauso, wie es auf der anderen Seite auch Leute gibt, die regelmäßig erheblich grö0ere Mengen an Alkohol zu sich nehmen können, ohne in eine körperliche Abhängigkeit zu kommen


Das ist eine etwas versimpelte Sichtweise des Themas "Sucht". (von euch beiden.)

Ist mir durchaus bewusst.
Es ist dennoch, im Vergleich zu manch hochgeputschte Geschichte, das größere gesellschaftliches Problem. Mehr wollt ich eigentlich nicht sagen.


Ja, für den Stammtisch reicht's immerhin.



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