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Freigeisterhaus -> Politik und Geschichte

#181:  Autor: sehr gut BeitragVerfasst am: 27.05.2020, 20:01
    —
"Now is a great time to be building a pipeline because you can't have protests of more than 15 people,"
Energieministerin, Alberta/Kanada

Code:
https://www.cbc.ca/news/canada/edmonton/pipelines-alberta-protests-physical-distancing-1.5584025

#182:  Autor: beachbernieWohnort: Haida Gwaii BeitragVerfasst am: 27.05.2020, 20:14
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sehr gut hat folgendes geschrieben:
"Now is a great time to be building a pipeline because you can't have protests of more than 15 people,"
Energieministerin, Alberta/Kanada

Code:
https://www.cbc.ca/news/canada/edmonton/pipelines-alberta-protests-physical-distancing-1.5584025



Ich hoffe ja, dass der nun schon seit etlichen Jahren andauernde Preisverfall beim Oel den kanadischen Oelsanden den Rest gibt. Dann hat es sich eh ausgepipelined. Sehr glücklich

Ansonsten kann man den "Albertans" eh kaum noch helfen. Die haben bei der letzten Wahl die konservativen "oil boys" mit so grosser Mehrheit gewählt, dass man die einseitige Abhängigkeit der Wirtschaft Albertas von der Oelfoerderung als zementiert ansehen muss. Ich spreche da so langsam schon vom "Venezuela des Nordens"! Genauso wenig diversifizierte Wirtschaft und bald auch genauso pleite! Sehr glücklich

#183:  Autor: sehr gut BeitragVerfasst am: 27.05.2020, 20:31
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beachbernie hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
"Now is a great time to be building a pipeline because you can't have protests of more than 15 people,"
Energieministerin, Alberta/Kanada

Code:
https://www.cbc.ca/news/canada/edmonton/pipelines-alberta-protests-physical-distancing-1.5584025



Ich hoffe ja, dass der nun schon seit etlichen Jahren andauernde Preisverfall beim Oel den kanadischen Oelsanden den Rest gibt. Dann hat es sich eh ausgepipelined. Sehr glücklich

Ansonsten kann man den "Albertans" eh kaum noch helfen. Die haben bei der letzten Wahl die konservativen "oil boys" mit so grosser Mehrheit gewählt, dass man die einseitige Abhängigkeit der Wirtschaft Albertas von der Oelfoerderung als zementiert ansehen muss. Ich spreche da so langsam schon vom "Venezuela des Nordens"! Genauso wenig diversifizierte Wirtschaft und bald auch genauso pleite! Sehr glücklich

Ich dachte an Corona-Maßnahmen-Protestler, die könnte so eine Politiker-Aussage bestätigen oder ihnen gelegen kommen(nicht nur in Canada).

#184:  Autor: beachbernieWohnort: Haida Gwaii BeitragVerfasst am: 28.05.2020, 00:42
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sehr gut hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
"Now is a great time to be building a pipeline because you can't have protests of more than 15 people,"
Energieministerin, Alberta/Kanada

Code:
https://www.cbc.ca/news/canada/edmonton/pipelines-alberta-protests-physical-distancing-1.5584025



Ich hoffe ja, dass der nun schon seit etlichen Jahren andauernde Preisverfall beim Oel den kanadischen Oelsanden den Rest gibt. Dann hat es sich eh ausgepipelined. Sehr glücklich

Ansonsten kann man den "Albertans" eh kaum noch helfen. Die haben bei der letzten Wahl die konservativen "oil boys" mit so grosser Mehrheit gewählt, dass man die einseitige Abhängigkeit der Wirtschaft Albertas von der Oelfoerderung als zementiert ansehen muss. Ich spreche da so langsam schon vom "Venezuela des Nordens"! Genauso wenig diversifizierte Wirtschaft und bald auch genauso pleite! Sehr glücklich

Ich dachte an Corona-Maßnahmen-Protestler, die könnte so eine Politiker-Aussage bestätigen oder ihnen gelegen kommen(nicht nur in Canada).


Davon habe ich bisher nichts gesehen. Die Pipeline-Protestler und die Corona-Massnahmen-Protestler sind doch sehr verschiedene Leute, die eigentlich so ueberhaupt nichts miteinander zu tun haben und unter Letzteren befinden sich sicher auch viele, die Ersteren liebend gerne das Protestieren ganz verbieten wuerden.

#185:  Autor: beachbernieWohnort: Haida Gwaii BeitragVerfasst am: 21.06.2020, 01:07
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Eine neuere repräsentative Umfrage ergab, dass eine sehr grosse Mehrheit der Kanadier eine "wealth tax" von 1-2% auf die größeren Privatvermögen in Kanada zur Sanierung der durch Covid verwüsteten Staatsfinanzen befürwortet.

Das eigentlich Überraschende daran ist, dass auch mehr als 2 Drittel der als konservative Wähler idendifizierenden Kanadier eine solche "Reichensteuer" befürworten wuerden.

https://north99.org/2020/05/22/new-poll-shows-large-majority-of-canadians-support-a-wealth-tax-including-69-of-conservatives/


Na, Justin. Dann mal an die Arbeit. Dass eine solche Steuer unpopulär waere und seine Chancen bei der naechsten Wahl schmälern könnten, dürfte somit wohl als Gegenargument vom Tisch sein.

#186:  Autor: DonMartin BeitragVerfasst am: 21.06.2020, 01:17
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beachbernie hat folgendes geschrieben:
Eine neuere repräsentative Umfrage ergab, dass eine sehr grosse Mehrheit der Kanadier eine "wealth tax" von 1-2% auf die größeren Privatvermögen in Kanada zur Sanierung der durch Covid verwüsteten Staatsfinanzen befürwortet.

Das eigentlich Überraschende daran ist, dass auch mehr als 2 Drittel der als konservative Wähler idendifizierenden Kanadier eine solche "Reichensteuer" befürworten wuerden.

https://north99.org/2020/05/22/new-poll-shows-large-majority-of-canadians-support-a-wealth-tax-including-69-of-conservatives/


Na, Justin. Dann mal an die Arbeit. Dass eine solche Steuer unpopulär waere und seine Chancen bei der naechsten Wahl schmälern könnten, dürfte somit wohl als Gegenargument vom Tisch sein.

Ich vermute mal, dass eine sehr grosse Mehrheit der Kanadier (inclusive der konservativen) von dieser Steuer nicht betroffen wäre.
Kein Problem also, solange es nicht den eigenen Geldbeutel betrifft.

#187:  Autor: beachbernieWohnort: Haida Gwaii BeitragVerfasst am: 21.06.2020, 01:32
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DonMartin hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Eine neuere repräsentative Umfrage ergab, dass eine sehr grosse Mehrheit der Kanadier eine "wealth tax" von 1-2% auf die größeren Privatvermögen in Kanada zur Sanierung der durch Covid verwüsteten Staatsfinanzen befürwortet.

Das eigentlich Überraschende daran ist, dass auch mehr als 2 Drittel der als konservative Wähler idendifizierenden Kanadier eine solche "Reichensteuer" befürworten wuerden.

https://north99.org/2020/05/22/new-poll-shows-large-majority-of-canadians-support-a-wealth-tax-including-69-of-conservatives/


Na, Justin. Dann mal an die Arbeit. Dass eine solche Steuer unpopulär waere und seine Chancen bei der naechsten Wahl schmälern könnten, dürfte somit wohl als Gegenargument vom Tisch sein.

Ich vermute mal, dass eine sehr grosse Mehrheit der Kanadier (inclusive der konservativen) von dieser Steuer nicht betroffen wäre.
Kein Problem also, solange es nicht den eigenen Geldbeutel betrifft.



Ich denke, dass es auch unter den "Betroffenen" viele gibt, die zumindest nichts dagegen haetten. Auch ein Warren Buffett beschwert sich z.B. im Amiland öffentlich lautstark darueber, dass er im Vergleich zu seiner Sekretaerin zuwenig Steuern bezahlt.

Wer ein richtig grosses Vermögen besitzt (100 Millionen+) und meint er koennte nicht 1-2% davon entbehren um seinen Beitrag zur Bewältigung einer nationalen Krise zu leisten, der ist meiner Ansicht nach krankhaft geizig. Als Milliardär spürt man einen solch vergleichsweise geringen Aderlass kaum. An manchen Börsentagen verliert man da schon mehr.

#188:  Autor: AdvocatusDiaboli BeitragVerfasst am: 28.10.2020, 21:34
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Und der Bernie sagt nix...

https://jacobinmag.com/2020/10/canada-social-democratic-reelection-british-columbia-ndp?fbclid=IwAR3vwnJ6THdithJLPNVclIPwyXbUFIuHycnSON-wfc82lzZg_o5MYjR1FQw

Zitat:
Canada’s Only Social-Democratic Government Has Been Decisively Reelected in British Columbia

British Columbia has historically been dominated by right-wing governments, so last weekend’s overwhelming New Democratic Party win is a significant moment. John Horgan, the first two-term NDP premier in the province's history, needs to set out a more ambitious agenda in his second term.

#189:  Autor: beachbernieWohnort: Haida Gwaii BeitragVerfasst am: 28.10.2020, 21:59
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AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Und der Bernie sagt nix...

https://jacobinmag.com/2020/10/canada-social-democratic-reelection-british-columbia-ndp?fbclid=IwAR3vwnJ6THdithJLPNVclIPwyXbUFIuHycnSON-wfc82lzZg_o5MYjR1FQw

Zitat:
Canada’s Only Social-Democratic Government Has Been Decisively Reelected in British Columbia

British Columbia has historically been dominated by right-wing governments, so last weekend’s overwhelming New Democratic Party win is a significant moment. John Horgan, the first two-term NDP premier in the province's history, needs to set out a more ambitious agenda in his second term.


Dafuer habe ich letzten Samstag mitgewählt und zwar mangels eines gruenen Kandidaten die Jennifer Rice von Horgan's NDP.

Die Meinungsumfragen sagten schon lange einen deutlichen Erfolg fuer die NDP voraus, so dass eigentlich nie Spannung aufkam.

Auch wenn die diesmal sehr zahlreichen Briefwahlstimmen noch nicht ueberall ausgezählt sind stand Horgan schon am Wahlabend als klarer Sieger fest.

Die Jennifer Rice in meinem Wahlkreis erzielte uebrigens mit 72.8% das beste Ergebnis eines Wahlkreiskandidaten ueberhaupt bei dieser Wahl.

#190:  Autor: sehr gut BeitragVerfasst am: 28.10.2020, 22:10
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beachbernie hat folgendes geschrieben:
Die Meinungsumfragen sagten schon lange einen deutlichen Erfolg fuer die NDP voraus, so dass eigentlich nie Spannung aufkam.

Deshalb: "Voter turnout in the British Columbia election dropped to just 52.4 per cent, the lowest participation rate in more than 90 years." ?
Code:
https://www.thestar.com/news/canada/2020/10/26/voter-turnout-in-bc-election-sinks-to-92-year-low-of-524-per-cent.html

#191:  Autor: beachbernieWohnort: Haida Gwaii BeitragVerfasst am: 04.02.2021, 03:05
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Seit heute wird die rechtsextreme Gruppe "Proud Boys" in Kanada als terroristische Vereinigung klassifiziert. (Quelle: The National)


bravo

#192:  Autor: CriticWohnort: Arena of Air BeitragVerfasst am: 29.05.2021, 23:55
    —
Weil bb schon seit einiger Zeit nicht hier schreibt, aber schonmal zum Thema geschrieben hat, setze ich hier mal eine Meldung aus Kanada rein, die mir gerade heute abend untergekommen ist:

Auch in Kanada ist der Umgang mit den Ureinwohnern ein schmerzhafter Punkt: So wurden bis in die jüngere Vergangenheit von staatlicher Seite Kinder, die den "First Nations" entstammten, gegen den Willen ihrer Eltern in Internate zwangseingewiesen, mit dem Ziel, "den Indianer als Kind zu töten", sie also quasi "zwangsweise zu assimilieren" und Beziehungen zu der Kultur ihrer Eltern zu zerstören. Das ließ viele dieser Kinder damit zurück, daß sie weder in ihre eigene unmittelbare Herkunftswelt noch in die noch rassistische weiße Gesellschaft paßten. Es gab auch ein System von Zwangsadoptionen, das viele Familien zerstörte. Diese Praxis endete erst in den 1980er Jahren ("Canadian Indian residential school system", "Sixties Scoop").

Neben der Praxis als solcher gab es auch Kritik an der Form der Unterbringung, den Erziehungsmethoden et cetera. Mißbrauchserfahrungen kamen laut Zeitzeugen oft vor. Die Kinder und Jugendlichen wurden teilweise ohne ihr Wissen medizinischen Versuchen unterzogen - andererseits auch unzureichend medizinisch versorgt: weit verbreitet war beispielsweise die Tuberkulose. In der Zeit, in der dieses System in Betrieb war, sollen auf die eine oder andere Weise tausende der Insassen dieser Heime gestorben sein.

Wobei man auch vermutete, daß die bekanntgegebenen Todeszahlen - die auch für die Zeit exorbinant hoch waren (eine Untersuchung aus 1909 fand z.B. Todesraten von bis zu 12% der Schüler pro Jahr) - geschönt waren. Es wurde davon gesprochen, daß dementsprechend viele Kinder geheim begraben wurden. Nun wurden bei einer Untersuchung auf dem Gelände einer dieser ehemaligen Schulen, von der bisher "offiziell" bekannt war, daß dort während der Betriebszeit 50 Kinder gestorben seien, die Überreste von 215 Kindern gefunden, die in unmarkierten Gräbern bestattet waren ("Remains of 215 children found buried at former B.C. residential school, First Nation says").

#193:  Autor: SkeptikerWohnort: 129 Goosebumpsville BeitragVerfasst am: 30.05.2021, 12:59
    —
Critic hat folgendes geschrieben:
Weil bb schon seit einiger Zeit nicht hier schreibt, aber schonmal zum Thema geschrieben hat, setze ich hier mal eine Meldung aus Kanada rein, die mir gerade heute abend untergekommen ist:

Auch in Kanada ist der Umgang mit den Ureinwohnern ein schmerzhafter Punkt: So wurden bis in die jüngere Vergangenheit von staatlicher Seite Kinder, die den "First Nations" entstammten, gegen den Willen ihrer Eltern in Internate zwangseingewiesen, mit dem Ziel, "den Indianer als Kind zu töten", sie also quasi "zwangsweise zu assimilieren" und Beziehungen zu der Kultur ihrer Eltern zu zerstören. Das ließ viele dieser Kinder damit zurück, daß sie weder in ihre eigene unmittelbare Herkunftswelt noch in die noch rassistische weiße Gesellschaft paßten. Es gab auch ein System von Zwangsadoptionen, das viele Familien zerstörte. Diese Praxis endete erst in den 1980er Jahren ("Canadian Indian residential school system", "Sixties Scoop").

Neben der Praxis als solcher gab es auch Kritik an der Form der Unterbringung, den Erziehungsmethoden et cetera. Mißbrauchserfahrungen kamen laut Zeitzeugen oft vor. Die Kinder und Jugendlichen wurden teilweise ohne ihr Wissen medizinischen Versuchen unterzogen - andererseits auch unzureichend medizinisch versorgt: weit verbreitet war beispielsweise die Tuberkulose. In der Zeit, in der dieses System in Betrieb war, sollen auf die eine oder andere Weise tausende der Insassen dieser Heime gestorben sein.

Wobei man auch vermutete, daß die bekanntgegebenen Todeszahlen - die auch für die Zeit exorbinant hoch waren (eine Untersuchung aus 1909 fand z.B. Todesraten von bis zu 12% der Schüler pro Jahr) - geschönt waren. Es wurde davon gesprochen, daß dementsprechend viele Kinder geheim begraben wurden. Nun wurden bei einer Untersuchung auf dem Gelände einer dieser ehemaligen Schulen, von der bisher "offiziell" bekannt war, daß dort während der Betriebszeit 50 Kinder gestorben seien, die Überreste von 215 Kindern gefunden, die in unmarkierten Gräbern bestattet waren ("Remains of 215 children found buried at former B.C. residential school, First Nation says").


Ein christliches Internatsystem halt. Da ist der Rassismus als Erzählung von höheren und niederen Kulturen quasi mit eingebaut.

Die ganze Kolonial-/Gewalt-/Sklaverei- und Ausrottungsgeschichte war ja auch eine christliche (z.T. auch andersreligiöse) Geschichte.

---------

Ja, es wäre nett, wenn unser beachbernie mal wieder auftauchen würde und dazu etwas anmerken würde. Es geht ja hier auch um British Colombia.



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