Wiederholung von Führerscheinprüfung für Alte oder alle?
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Freigeisterhaus -> Kultur und Gesellschaft
Wie oft soll eine Führerscheinprüfung (inkl. Fahrtüchtigkeitsprüfung) erfolgen?
Einmal Führerscheinprüfung im Leben reicht!
47%
 47%  [ 18 ]
Alle 2 Jahre ab der ersten Prüfung
15%
 15%  [ 6 ]
Es reicht, ab Rentenalter regelmäßig zu prüfen
36%
 36%  [ 14 ]
Stimmen insgesamt : 38


#1: Wiederholung von Führerscheinprüfung für Alte oder alle? Autor: Religionskritik-WiesbadenWohnort: Wiesbaden BeitragVerfasst am: 23.10.2014, 23:23
    —
Wiederholung von Führerscheinprüfung?

Immer wieder liest man von Unfällen auf unseren Straßen,
in den ältere Menschen verwickelt waren und die dann halt mal den anderen Verkehrsteilnehmer 'übersahen' oder seine Geschwindigkeit 'falsch einschätzten'.

Obwohl es jedes Jahr zig solcher Unfälle gibt - hält sich die Empörung doch arg in Grenzen,
und wenn - wird immer gerne mit der hohen Unfallquote der 17 bis 25 Jährigen gekontert. Nur dass diese sich meist zu Uhrzeiten zerlegen - so Nachts um 3 nach der Disko - wo der 'normale' Verkehrsteilnehmer, etwa der Radfahrer, Motorradfahrer oder Fußgänger nicht unterwegs ist.
Diese Altersgruppe tötet sich dann meist auch 'selber', wenn nicht irgendwelche Straßenrandbäume umgefahren werden.

Interessant ist, das es wirklich kaum Wellen der Empörung gibt,
während hingegen Übergriffe auf ältere Menschen (U-Bahnen, etc. ) zu riesen medialen Blasen gelangen.


In anderen Ländern wiederum - USA glaube ich - gibt es regelmäßige Führerschein überprüfungen, wobei da glaube ich nur die Theorie noch mal abgefragt wird, oder?

Bei der Umfrage habe ich es bewußt einfach gehalten,
also einmal, alle 2 Jahre oder eben ab Rentenalter (Rentenalter, da dies der Zeitpunkt ist, wo viele Berufspendler nicht mehr so häufig in der Fahrpraxis stehen, wie vorher - man fährt weniger, ist und baut daher in gewissen Bereichen ab - so mein Vorurteil)


Edit: Titel gestrafft

#2: Motorradfahrer beim Abbiegen, Tödlicher Unfall auf der B417 bei Hünstetten Autor: Religionskritik-WiesbadenWohnort: Wiesbaden BeitragVerfasst am: 23.10.2014, 23:28
    —
hier ein Beispiel aus unserer Region vor ein paar Tagen:

Motorradfahrer beim Abbiegen übersehen: Tödlicher Unfall auf der B417 bei Hünstetten

http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/polizei/motorradfahrer-beim-abbiegen-uebersehen-toedlicher-unfall-auf-der-b417-bei-huenstetten_14707518.htm
Zitat:

(...)
Wie die Polizei mitteilte, war die 79-Jährige aus der Verbandsgemeinde Hahnstätten auf der B417 in Richtung Limburg unterwegs. An der Einmündung Ketternschwalbach bog sie nach links in Richtung
Ketternschwalbach ab, übersah dabei aber einen entgegenkommenden Motorradfahrer aus Taunusstein. Der 23-Jährige war in Richtung Limburg unterwegs und hätte Vorfahrt gehabt.

Der Motorradfahrer erlag später in der Klinik seinen schweren Verletzungen.

#3:  Autor: schtonk BeitragVerfasst am: 23.10.2014, 23:49
    —
Ich lehne Fragestellungen dieser Art grundsätzlich ab. Sie sind simplifizierend und tendenziös.
Könnte aus der BLÖD-Zeitung stammen.
Nix für ungut

#4:  Autor: beachbernieWohnort: Haida Gwaii BeitragVerfasst am: 24.10.2014, 00:00
    —
Ich finde die Führerscheinprüfung ist ohnehin viel zu lasch sollte viel mehr aussieben. Bei manchen Eliteunis gibt es schliesslich auch Durchfallquoten von 90% und mehr. Das Privileg mit einem Kraftfahrzeug seinen Mitmenschen auf die Nerven gehen zu dürfen, sollte man sich durch herausragende Leistungen bei der Prüfung für maximal ein Jahr verdienen müssen! Das Problem alter Leute hinterm Steuer würde sich da ganz automatisch von selbst lösen. Sehr glücklich

#5:  Autor: AdvocatusDiaboliWohnort: München BeitragVerfasst am: 24.10.2014, 06:51
    —
Mein Vater musste mit 81 den Führerschein abgeben, nachdem er beim Einparken ein Auto beschädigt hat und dann Fahrerflucht begangen hat, weil er es nicht gemerkt hat. Er war dann so nervös als die Polizei kam, dass sie ihn für verwirrt hielten, dabei war er fast taub, weil er kein Hörgerät tragen wollte. Naja, wir sind froh, dass er nicht mehr fahren darf. zwinkern

#6: Re: Motorradfahrer beim Abbiegen, Tödlicher Unfall auf der B417 bei Hünstetten Autor: astarte BeitragVerfasst am: 24.10.2014, 07:20
    —
schtonk hat folgendes geschrieben:
Ich lehne Fragestellungen dieser Art grundsätzlich ab. Sie sind simplifizierend und tendenziös.
Könnte aus der BLÖD-Zeitung stammen.
Nix für ungut

Jepp.

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
hier ein Beispiel aus unserer Region vor ein paar Tagen:

....

hier ein Beispiel aus unserer Region vor ein paar Tagen:

http://www.merkur-online.de/lokales/weilheim/peissenberg/toedlicher-unfall-peissenberg-4147193.html

Zitat:
Der Unfall ereignete sich kurz nach 17 Uhr, als ein 18-jähriger Peitinger mit seinem Auto von Peißenberg in Richtung Weilheim fuhr. Mit ihm im Wagen saßen zwei weitere Burschen aus Peiting, einer 18 und einer 17 Jahre alt. Rund 400 Meter nach dem „Dehner“-Markt geriet der Fahranfänger ersten Erkenntnissen nach in einer leichten, langgezogenen Rechtskurve mit seinem dunklen Van aus noch unbekannter Ursache auf die Gegenfahrbahn und prallte frontal in den Kleinwagen, mit dem die Schwabsoienerin Richtung Peißenberg unterwegs war. Durch den Aufprall wurde ihr Wagen von der Fahrbahn geschleudert.

Während für die 75-Jährige jede Hilfe zu spät kam, kamen der 18-jährige Fahrer und ein 18 Jahre alter Beifahrer mit leichten Verletzungen davon. Sie wurden im Krankenhaus Weilheim ambulant behandelt. Schwer verletzt wurde dagegen der zweite, 17 Jahre alte Beifahrer. Er wurde mit dem Hubschrauber ins UKM gebracht.



So und das belegt jetzt genau was?
Richtig: dass es solche und solche Einzelfälle gibt.
Zu deiner Umfrage jedoch? Genau: Gar nichts, ebenso wie dein Beispiel. Schulterzucken

Also noch mal von vorne bitte. An sich magst du nämlich nicht unrecht haben, dass schwindende Seh- und Reaktionsfähigkeit oft zu spät bemerkt wird, dass Senioren zu oft auf Autos angewiesen sind, und da einiges getan werden sollte.

#7: Re: Wiederholung von Führerscheinprüfung für Alte oder alle? Autor: Ralf Rudolfy BeitragVerfasst am: 24.10.2014, 07:42
    —
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Wiederholung von Führerscheinprüfung?
[/i]

Nein, aber regelmäßige Kontrolle der körperlichen Tauglichkeit, wie es für viele Tätigkeiten selbstverständlich ist.

#8: Re: Motorradfahrer beim Abbiegen, Tödlicher Unfall auf der B417 bei Hünstetten Autor: Religionskritik-WiesbadenWohnort: Wiesbaden BeitragVerfasst am: 24.10.2014, 11:23
    —
astarte hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
Ich lehne Fragestellungen dieser Art grundsätzlich ab. Sie sind simplifizierend und tendenziös.
Könnte aus der BLÖD-Zeitung stammen.
Nix für ungut

Jepp.

ja,
gebe ich zu,
ebbes simplifizierend und tendenziös ist es im Eingangsthread -
die Fragen selbst sind aber relativ neutral gehalten.

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
hier ein Beispiel aus unserer Region vor ein paar Tagen:

....


astarte hat folgendes geschrieben:

hier ein Beispiel aus unserer Region vor ein paar Tagen:

http://www.merkur-online.de/lokales/weilheim/peissenberg/toedlicher-unfall-peissenberg-4147193.html

Zitat:
Beispiel: Jugendlicher Fahrer verursacht Unfall und tötet Rentner



So und das belegt jetzt genau was?
Richtig: dass es solche und solche Einzelfälle gibt.
Zu deiner Umfrage jedoch? Genau: Gar nichts, ebenso wie dein Beispiel. Schulterzucken

Also noch mal von vorne bitte. An sich magst du nämlich nicht unrecht haben, dass schwindende Seh- und Reaktionsfähigkeit oft zu spät bemerkt wird, dass Senioren zu oft auf Autos angewiesen sind, und da einiges getan werden sollte.


Darum ist es doch gut,
es hier zu posten, so können doch die vielleicht sich bei mir verfestigten Vorurteile - gestützt auch durch Beobachtung als Fahrradfahrer im Straßenverkehr - ein korrektiv durch Forenmitglieder bekommen.

Ich habe oben für alle 2 Jahre gestimmt,
da ich das für einen schönen Rhythmus halte. Verbunden auch mit einem erste Hilfekurs,
denn der Mensch ist träge und bei mir liegt der auch schon ewig zurück skeptisch

Vielleicht neigen ja ältere wie auch jüngere Menschen eben zur Überschätzung ihrer Fähigkeiten. Das Beispiel oben von Addi kenne ich auch aus meinem Umfeld.
Allgemein finde ich es aber schon verwunderlich in D, einen riesen Apparat um das Auto aufzubauen,
es aber bei einer einmal bestandenen Fahrerlaubnisprüfung zu belassen. Nun ja, vielleicht haben ja auch die Autokonzerne ein nicht so großes Interesse an kontinuierlichen Prüfung.

#9:  Autor: sünnerklaasWohnort: Da, wo noch Ruhe ist BeitragVerfasst am: 24.10.2014, 11:29
    —
Regelmässige Sehtests und möglicherweise auch Hörtests würden nicht schaden. Ehrlich gesagt: nachdem ich von drei Fällen weiß, in denen Leute Auto fuhren, obwohl das richtig gefährlich ist, denke ich da anders. Dazu gehört ein Beinamputierter, der sein Auto nicht hat umbauen lassen, ein Dementer, der nicht wusste, wo er war und eine ältere Frau, die durch Grünen Star praktisch blind ist.

#10:  Autor: Zoff BeitragVerfasst am: 24.10.2014, 11:45
    —
Gibt es dazu auch ein paar belastbare Zahlen oder bleibt es bei Anekdoten?

#11: Statistikamt zu Seniorenunfällen im Straßenverkehr Autor: Religionskritik-WiesbadenWohnort: Wiesbaden BeitragVerfasst am: 24.10.2014, 12:06
    —
Zahlen von Destatis:
Quelle:
https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/TransportVerkehr/Verkehrsunfaelle/UnfaelleSenioren5462409127004.pdf?__blob=publicationFile
von Seite 10:


von Seite 11
Zitat:
Unfallursachen
Ältere Menschen verlieren in komplexen Situationen schneller den Überblick als Verkehrsteilnehmer der jüngeren Altersgruppen. So waren bei den Senioren mit 65 oder mehr Jahren „Vorfahrtsfehler“ die häufigste Unfallursache der 41 807 beteiligten Pkw-Fahrer an Personenschadensunfällen. Diese Ursache wurde 18,1 % der Unfallbeteiligten dieser Altersklasse vorgeworfen. Es folgten „Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren“ mit 16,8 %. Diese beiden Unfallursachen wurden Senioren wesentlich häufiger angelastet als im Durchschnitt den Pkw-Fahrern insgesamt. Dagegen spielten „Abstandsfehler“ (7,9 %), „Falsches Verhalten gegenüber Fußgängern“ (6,4 %), „nicht angepasste Geschwindigkeit“ (5,0 % ), „falsche Straßenbenutzung“ (3,4 %), „Fehler beim Überholen“ (2,4 %) sowie „Alkoholeinfluss“ (0,7 %) relativ zu den anderen Altersklassen eine geringere Rolle. Die Unfallursachen deuten somit eher auf altersbedingte Einschränkungen der Wahrnehmungsfähigkeit als auf leichtsinniges Verhalten hin. Insgesamt wurden den 41 807 an Unfällen mit Personenschaden beteiligten Pkw-Fahrern, die mindestens 65 Jahre alt waren, 32 787 Fehlverhalten zur Last gelegt.


Es gibt da natürlich noch weitere Daten, aber diese sollten erst mal reichen.

#12:  Autor: beachbernieWohnort: Haida Gwaii BeitragVerfasst am: 24.10.2014, 19:49
    —
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Mein Vater musste mit 81 den Führerschein abgeben, nachdem er beim Einparken ein Auto beschädigt hat und dann Fahrerflucht begangen hat, weil er es nicht gemerkt hat. Er war dann so nervös als die Polizei kam, dass sie ihn für verwirrt hielten, dabei war er fast taub, weil er kein Hörgerät tragen wollte. Naja, wir sind froh, dass er nicht mehr fahren darf. zwinkern



Hier bei uns fuhr bis vor paar Jahren der ursprünglich aus der Oberlausitz stammende Adolf B. mit seinem Pick-up Truck herum. Er hatte grünen Star und erblindete trotz einem Joint pro Tag zusehends.

Als ich das letzte Mal mit ihm mitfuhr deutete er mit dem Finger auf einen am Fahrbahnrand stehenden Müllcontainer und fragte mich ob sich der Truck dort bewegt oder ob er steht. Das war das unwiderruflich letzte Mal, dass ich mich zu ihm ins Auto setzte. Zumal er kurze Zeit später damit begann die Einfahrt zu seinem Grundstück mit grell gefärbten Plastiktüten zu markieren, damit er nach Hause fand. Sehr glücklich

Irgendwann hatte er dann doch ein Einsehen und liess das Auto für immer stehen, glücklicherweise vor dem ersten Unfall.

#13: Re: Statistikamt zu Seniorenunfällen im Straßenverkehr Autor: quadium BeitragVerfasst am: 24.10.2014, 22:37
    —
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Zahlen von Destatis:
Quelle:
https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/TransportVerkehr/Verkehrsunfaelle/UnfaelleSenioren5462409127004.pdf?__blob=publicationFile
von Seite 10:


von Seite 11
Zitat:
Unfallursachen
Ältere Menschen verlieren in komplexen Situationen schneller den Überblick als Verkehrsteilnehmer der jüngeren Altersgruppen. So waren bei den Senioren mit 65 oder mehr Jahren „Vorfahrtsfehler“ die häufigste Unfallursache der 41 807 beteiligten Pkw-Fahrer an Personenschadensunfällen. Diese Ursache wurde 18,1 % der Unfallbeteiligten dieser Altersklasse vorgeworfen. Es folgten „Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren“ mit 16,8 %. Diese beiden Unfallursachen wurden Senioren wesentlich häufiger angelastet als im Durchschnitt den Pkw-Fahrern insgesamt. Dagegen spielten „Abstandsfehler“ (7,9 %), „Falsches Verhalten gegenüber Fußgängern“ (6,4 %), „nicht angepasste Geschwindigkeit“ (5,0 % ), „falsche Straßenbenutzung“ (3,4 %), „Fehler beim Überholen“ (2,4 %) sowie „Alkoholeinfluss“ (0,7 %) relativ zu den anderen Altersklassen eine geringere Rolle. Die Unfallursachen deuten somit eher auf altersbedingte Einschränkungen der Wahrnehmungsfähigkeit als auf leichtsinniges Verhalten hin. Insgesamt wurden den 41 807 an Unfällen mit Personenschaden beteiligten Pkw-Fahrern, die mindestens 65 Jahre alt waren, 32 787 Fehlverhalten zur Last gelegt.


Es gibt da natürlich noch weitere Daten, aber diese sollten erst mal reichen.


Eine Information zur jährlichen Kilometerleistung wäre noch informativ. Falls Du sowas findest. In Relation dazu sind ältere Menschen schon heftig gefährlich.

#14: Re: Statistikamt zu Seniorenunfällen im Straßenverkehr Autor: schtonk BeitragVerfasst am: 24.10.2014, 23:26
    —
quadium hat folgendes geschrieben:

Eine Information zur jährlichen Kilometerleistung wäre noch informativ. Falls Du sowas findest. In Relation dazu sind ältere Menschen schon heftig gefährlich.

Ich helfe mal:
Zitat:
Zwar sind Senioren heute aktiver alsfrühere Generationen in diesem Alter und nutzen aufgrund ihrer bisherigen
Verkehrs­teilnahme häufiger das Auto, dennoch ist ihre durchschnittliche Fahrleistung pro Pkwund Jahr noch deutlich niedriger
als bei den jüngeren Altersgruppen. Auch die Pkw-Verfügbarkeit der älteren Menschen, insbesondere älterer Frauen ist
erheblich geringer als die der übrigen Erwachsenen.

Genauer wird das nicht spezifiziert.
https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/TransportVerkehr/Verkehrsunfaelle/UnfaelleSenioren5462409137004.pdf?__blob=publicationFile
Im Prinzip die gleiche Studie, nur 1 Jahr jünger.

Du kannst auch über die "Tagesspitzenzeiten" nachlesen, in denen Unfälle dieser Kohorte geschehen.

Übrigens: Diese Feststellung
Zitat:
Die Unfallursachen deuten somit eher auf altersbedingte Einschränkungen
der Wahrnehmungsfähigkeit als auf leichtsinniges Verhalten hin.

legt m.E. nahe, dass eine Wiederholung des Führerscheins überhaupt keinen Sinn machen würde.
Außer natürlich für die Fahrschul-Betreiber.
Augenuntersuchungen und Reaktionstests wären ausreichend - siehe Schweiz.

#15: Re: Statistikamt zu Seniorenunfällen im Straßenverkehr Autor: Casual3rdparty BeitragVerfasst am: 24.10.2014, 23:41
    —
schtonk hat folgendes geschrieben:
quadium hat folgendes geschrieben:

Eine Information zur jährlichen Kilometerleistung wäre noch informativ. Falls Du sowas findest. In Relation dazu sind ältere Menschen schon heftig gefährlich.

Ich helfe mal:
Zitat:
Zwar sind Senioren heute aktiver alsfrühere Generationen in diesem Alter und nutzen aufgrund ihrer bisherigen
Verkehrs­teilnahme häufiger das Auto, dennoch ist ihre durchschnittliche Fahrleistung pro Pkwund Jahr noch deutlich niedriger
als bei den jüngeren Altersgruppen. Auch die Pkw-Verfügbarkeit der älteren Menschen, insbesondere älterer Frauen ist
erheblich geringer als die der übrigen Erwachsenen.

Genauer wird das nicht spezifiziert.
https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/TransportVerkehr/Verkehrsunfaelle/UnfaelleSenioren5462409137004.pdf?__blob=publicationFile
Im Prinzip die gleiche Studie, nur 1 Jahr jünger.

Du kannst auch über die "Tagesspitzenzeiten" nachlesen, in denen Unfälle dieser Kohorte geschehen.

Übrigens: Diese Feststellung
Zitat:
Die Unfallursachen deuten somit eher auf altersbedingte Einschränkungen
der Wahrnehmungsfähigkeit als auf leichtsinniges Verhalten hin.

legt m.E. nahe, dass eine Wiederholung des Führerscheins überhaupt keinen Sinn machen würde.
Außer natürlich für die Fahrschul-Betreiber.
Augenuntersuchungen und Reaktionstests wären ausreichend - siehe Schweiz.

jetzt kommt eine anekdotische Geschichte ohne belege:
ein bekannter, also mir bekannter, Fahrlehrer hat mir schon vor 5 jahren erzählt, dass künftig die führerscheine auf 10 jahre beschränkt werden sollen. dann wird eine fahrprüfung fällig. das wäre aber eine etwas vereinfachte prüfung mit schwerpunkt reaktionsvermögen und fahrzeug Beherrschung. sollte damals anvisiert insgesamt um die 350 euro kosten. also 350 euro alle 10 Jahre.

#16: Re: Motorradfahrer beim Abbiegen, Tödlicher Unfall auf der B417 bei Hünstetten Autor: moecks BeitragVerfasst am: 25.10.2014, 00:09
    —
astarte hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
Ich lehne Fragestellungen dieser Art grundsätzlich ab. Sie sind simplifizierend und tendenziös.
Könnte aus der BLÖD-Zeitung stammen.
Nix für ungut

Jepp.

Ähm, nö.

Finde ich weder tendenziell noch BLÖD-Zeitungsniveau die Frage.
Ist absolut legitim.
Eine Prüfung für alle und das alle 2 Jahre ist ein wenig grob. Aber eine 2 Stündige theoretische Schulung alle 2 Jahre für jeden ware vielleicht eine Idee.
Da können neue Regeln und gesetzliche Änderungen vermittelt werden.
Wenn ich mir anschaue wie sich manche im Kreisverkehr bewegen, oder wie sie ihren Blinker einsetzten, dann sehe ich da durchaus bedarf.
Bei einer Gruppengröße von 15-20 Personen ist das an einem Abend auch für einen Zehner machbar.
Bei älteren Menschen 70+ alle 5 Jahre eine praktische Überprüfung der Verkehrstauglichkeit halte ich auch nicht für unmenschlich. Immerhin ist ein 1,5 Tonnen Auto auch ein wenig sowas wie eine Waffe, mit der man allerlei unheil anrichten kann.

#17:  Autor: vrolijkeWohnort: Stuttgart BeitragVerfasst am: 25.10.2014, 09:59
    —
Was machen wir mit den 18- bis 24-Jährigen?
Die haben frisch bestanden, und machen trotzdem die meisten Unfälle.

Gegen Blödheit ist kein Kraut gewachsen.
Die Alten, dass sie einsehen, dass sie ihren Führerschein zurückgeben sollten, und die Jungen, dass sie ihre Flausen woanders Luft machen, als auf der Straße.

#18: Unfallhauptverursacher sind die 75+, nicht die Jungen Autor: Religionskritik-WiesbadenWohnort: Wiesbaden BeitragVerfasst am: 25.10.2014, 13:48
    —
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Was machen wir mit den 18- bis 24-Jährigen?
Die haben frisch bestanden, und machen trotzdem die meisten Unfälle.

das ist falsch,
oben in den von mir verlinkten Studie sowie in der grafischen Darstellung der Unfallstatistik geht doch deutlich hervor, das 18-24 zwar am häufigsten in Unfälle verwickelt sind,
aber der größte Hauptverursacher von Unfällen eben die Altersgruppe 75+ ist.
Das ist das zweite Balkendiagramm.

vrolijke hat folgendes geschrieben:

Gegen Blödheit ist kein Kraut gewachsen.
Die Alten, dass sie einsehen, dass sie ihren Führerschein zurückgeben sollten, und die Jungen, dass sie ihre Flausen woanders Luft machen, als auf der Straße.


positiv scheint sich bei den Jungen derzeit der begleitete Führerschein ab 17 auszuwirken,
also Erfahrung sammeln mit bereits 'erfahrenen' Autofahrern, wobei glaube ich hier die Erfahrung bereits mit 18 anfängt, aber da können ja andere mal im Netz nachstöbern.
Zumindest ist es auch meine Bebachtung, das Jugendliche wesentlich 'vernünftiger' derzeit unterwegs sind als noch vor 10 Jahren, außerdem nutzen diese sowieso mehr den ÖPNV als früher (was wohl auch einer der Gründe war, das Führerscheinalter zu senken, um nämlich nicht so viele 'potentielle' Autofahrer an den ÖPNV zu verlieren).
Schließlich werden die immer größer werdende Gruppe von Studenten durch Studitickets regelrecht von der eigenen Automobilität entwöhnt.

Während ich bei den Jungen optimistisch bin,
bin ich das bei den Alten gerade nicht -
insbesondere wenn wir uns noch vorstellen, das nun viele dieser sich via Ebike mehr aktiv in den Verkehr einbringen -
nicht das ich hier falsch verstanden werden, ich begrüße eine zunehmende Aktivität von bisher durch ihr Alter und / oder ihre mangelhafte Fitness ausgebremster an der urbanen und regionalen Mobiliät,
jedoch sollten dann auch diese sich Prüfungen in Theorie und Praxis unterziehen. Bisher ist ja die Grenze ohne Führerschein bis Unterstützung 25 kmh.
Ebikes sind sicherlich keine Großwaffen, wie Autos, gefährlich können diese aber auch werden, insbesondere wenn bisher vom Fahrrad entwöhnte nun wieder das Rad für sich entdecken.
Aber vielleicht sollte man daher grundsätzlich die Führerscheinpflicht für zumindest die Ebikes einführen (vielleicht auch für die Radfahrer insgesamt, aber das wäre eine andere Diskussion).

#19:  Autor: vrolijkeWohnort: Stuttgart BeitragVerfasst am: 25.10.2014, 14:09
    —
Immer diese Gängelei.
Was nutzt einem, eine zweijährige Prüfung, wenn jemand innerhalb dieser Zeit dement wird?
Das ist alles Beschäftigungstherapie, um bestimmte Sparten, Arbeit zu besorgen.

Erst wird Stimmung gemacht, um dies dann als "notwendige Einrichtung" verkaufen zu können.

Überflüssig wien Kropf.

#20: auch kürzer kann schön sein Autor: Religionskritik-WiesbadenWohnort: Wiesbaden BeitragVerfasst am: 25.10.2014, 14:16
    —
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Immer diese Gängelei.
Was nutzt einem, eine zweijährige Prüfung, wenn jemand innerhalb dieser Zeit dement wird?

gerne auch kürzere Zeiträume,
aber gerade bei Demenz gilt, diese kommt nicht von heut- auf morgen meist, sondern schleicht über Jahre - ein Hausarzt kann ja dann den Verdacht anklicken und der 'Patient' muss dann statt alle 2 Jahre jedest Jahr antanzen, oder jedes halbes.

vrolijke hat folgendes geschrieben:

Das ist alles Beschäftigungstherapie, um bestimmte Sparten, Arbeit zu besorgen.

Erst wird Stimmung gemacht, um dies dann als "notwendige Einrichtung" verkaufen zu können.

Überflüssig wien Kropf.


Ich denke hier natürlich vor allem an die Lokführer,
deren Züge fahren bald automatisch (siehe Nürnberg - Ubahn) und dann müssen diese
beschäftigt werden - ich verteile Arbeit - und sorge so für die weitere Zahlung in die Rentenkasse,
so sollten dass die Rentner mal sehen Smilie

#21: Re: auch kürzer kann schön sein Autor: MisterfritzWohnort: badisch sibirien BeitragVerfasst am: 25.10.2014, 14:20
    —
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Immer diese Gängelei.
Was nutzt einem, eine zweijährige Prüfung, wenn jemand innerhalb dieser Zeit dement wird?

gerne auch kürzere Zeiträume,
aber gerade bei Demenz gilt, diese kommt nicht von heut- auf morgen meist, sondern schleicht über Jahre - ein Hausarzt kann ja dann den Verdacht anklicken und der 'Patient' muss dann statt alle 2 Jahre jedest Jahr antanzen, oder jedes halbes.
hübsche idee, der arzt verstösst eben mal gegen die schweigeplicht...

wie wäre es mit einer prüfung, jedes mal, wenn jemand eine autofahrt machen will? das senkt mit sicherheit unfälle, bei jeder altersklasse Lachen

#22: Re: auch kürzer kann schön sein Autor: vrolijkeWohnort: Stuttgart BeitragVerfasst am: 25.10.2014, 14:27
    —
Misterfritz hat folgendes geschrieben:
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Immer diese Gängelei.
Was nutzt einem, eine zweijährige Prüfung, wenn jemand innerhalb dieser Zeit dement wird?

gerne auch kürzere Zeiträume,
aber gerade bei Demenz gilt, diese kommt nicht von heut- auf morgen meist, sondern schleicht über Jahre - ein Hausarzt kann ja dann den Verdacht anklicken und der 'Patient' muss dann statt alle 2 Jahre jedest Jahr antanzen, oder jedes halbes.
hübsche idee, der arzt verstösst eben mal gegen die schweigeplicht...

wie wäre es mit einer prüfung, jedes mal, wenn jemand eine autofahrt machen will? das senkt mit sicherheit unfälle, bei jeder altersklasse Lachen


Der Hang nach totale Sicherheit ist die Mutter (oder Vater?) der Gedanke.
Gibts nicht!

Es gibt mehrere solche unsinnige Vorschriften. Da solten ein paar von eliminiert werden, anstatt ständig neue zu erfinden.

#23: Re: Unfallhauptverursacher sind die 75+, nicht die Jungen Autor: schtonk BeitragVerfasst am: 25.10.2014, 14:40
    —
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Was machen wir mit den 18- bis 24-Jährigen?
Die haben frisch bestanden, und machen trotzdem die meisten Unfälle.

das ist falsch,...

Nein, das ist richtig. Vrolijke hat recht. Du musst die Statistik richtig lesen und vergleichen.
Zitat:
18- bis 24-jährige Verkehrsteilnehmer haben immer noch das mit Abstand höchste
Unfallrisiko im Straßenverkehr. Im Jahr 2013 verunglückten in Deutschland insgesamt
66 997 junge Männer und Frauen dieser Altersgruppe im Straßenverkehr, 493 jungeErwachsene
wurden getötet. Damit waren 17,8 % aller Verletzten und 14,8 % allerGetöteten im Straßenverkehr
im Alter von18 bis 24 Jahren, obwohl nur jeder 13. der Gesamtbevölkerung (7,9 %) dazu zählte.
...
In keiner ande­ren Altersgruppe war das Risiko, im Straßenverkehr zu verunglücken, derart hoch.

https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/TransportVerkehr/Verkehrsunfaelle/Unfaelle18bis24jaehrigen5462406137004.pdf;jsessionid=E3C8C7755BFFE8DDF5703A4F04278F3F.cae2?__blob=publicationFile

Außerdem unterschlägst du, dass in der Unfallstastik auch Fußgänger und Fahrradfahrer eingeschlossen sind. Und deren
Anteil (besonders Fußgänger) unter den Senioren ist überproportional hoch im Vgl. zu anderen Altersgruppen.

Nochwas: Autounfall ist nicht gleich Autounfall.
Zitat:
... „Vorfahrtsfehler“ die häufigste Unfallursache der 41 913 beteiligten Pkw-Fahrer an Personenschadensunfällen.
Diese Ursache wurde 17,4 % der Unfallbetei­ligten dieser Altersklasse vorgeworfen. Es folgten „Abbiegen, Wenden, Rückwärts-­
fahren, Ein- und Anfahren“ mit 16,7 %. Diese beiden Unfallursachen wurden Senioren wesentlich häufiger angelastet als im
Durchschnitt den Pkw-Fahrern insgesamt.

Die genannten Situationen lassen Rückschlüsse auf das jeweilige Unfallgeschehen zu. Nicht zu vermuten sind hier Unfallanlässe
wie beispielsweise bei 150 km/h die brennende Kippe auf die Hose fallen lassen, CD im Player wechseln oder Smartphone benutzen.

Also: Richtig lesen, vergleichen und interpretieren.
@moecks: Das hatte ich gemeint mit simplifizierend und Vier-Buchstaben-Niveau.

#24: Re: Statistikamt zu Seniorenunfällen im Straßenverkehr Autor: astarte BeitragVerfasst am: 25.10.2014, 14:47
    —
schtonk hat folgendes geschrieben:

Übrigens: Diese Feststellung
Zitat:
Die Unfallursachen deuten somit eher auf altersbedingte Einschränkungen
der Wahrnehmungsfähigkeit als auf leichtsinniges Verhalten hin.

legt m.E. nahe, dass eine Wiederholung des Führerscheins überhaupt keinen Sinn machen würde.
Außer natürlich für die Fahrschul-Betreiber.
Augenuntersuchungen und Reaktionstests wären ausreichend - siehe Schweiz.

Sehe ich auch so.

Demenz kommt wie gesagt nicht über Nacht und ob man sie selbst gleich bemerkt? Längere Reaktionszeiten so wie Sehfähigkeit kommen schon gar nicht plötzlich und wanns grenzwertig wird, ist auch nicht immer gleich bewusst.

Und für die Fahranfänger hat man ja auch schon was gemacht, Führerschein mit 17, Probezeit die ersten 2 Jahre mit 0 Promille.

#25: Re: Unfallhauptverursacher sind die 75+, nicht die Jungen Autor: quadium BeitragVerfasst am: 25.10.2014, 15:00
    —
schtonk hat folgendes geschrieben:
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Was machen wir mit den 18- bis 24-Jährigen?
Die haben frisch bestanden, und machen trotzdem die meisten Unfälle.

das ist falsch,...

Nein, das ist richtig. Vrolijke hat recht. Du musst die Statistik richtig lesen und vergleichen.
Zitat:
18- bis 24-jährige Verkehrsteilnehmer haben immer noch das mit Abstand höchste
Unfallrisiko im Straßenverkehr. Im Jahr 2013 verunglückten in Deutschland insgesamt
66 997 junge Männer und Frauen dieser Altersgruppe im Straßenverkehr, 493 jungeErwachsene
wurden getötet. Damit waren 17,8 % aller Verletzten und 14,8 % allerGetöteten im Straßenverkehr
im Alter von18 bis 24 Jahren, obwohl nur jeder 13. der Gesamtbevölkerung (7,9 %) dazu zählte.
...
In keiner ande­ren Altersgruppe war das Risiko, im Straßenverkehr zu verunglücken, derart hoch.

https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/TransportVerkehr/Verkehrsunfaelle/Unfaelle18bis24jaehrigen5462406137004.pdf;jsessionid=E3C8C7755BFFE8DDF5703A4F04278F3F.cae2?__blob=publicationFile

Aua!

#26: Re: Unfallhauptverursacher sind die 75+, nicht die Jungen Autor: quadium BeitragVerfasst am: 25.10.2014, 15:06
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Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Was machen wir mit den 18- bis 24-Jährigen?
Die haben frisch bestanden, und machen trotzdem die meisten Unfälle.

das ist falsch,
oben in den von mir verlinkten Studie sowie in der grafischen Darstellung der Unfallstatistik geht doch deutlich hervor, das 18-24 zwar am häufigsten in Unfälle verwickelt sind,
aber der größte Hauptverursacher von Unfällen eben die Altersgruppe 75+ ist.
Das ist das zweite Balkendiagramm.


Ganz richtig ist das aber auch nicht interpretiert.

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Gegen Blödheit ist kein Kraut gewachsen.
Die Alten, dass sie einsehen, dass sie ihren Führerschein zurückgeben sollten, und die Jungen, dass sie ihre Flausen woanders Luft machen, als auf der Straße.


positiv scheint sich bei den Jungen derzeit der begleitete Führerschein ab 17 auszuwirken,
also Erfahrung sammeln mit bereits 'erfahrenen' Autofahrern, wobei glaube ich hier die Erfahrung bereits mit 18 anfängt, aber da können ja andere mal im Netz nachstöbern.


30 und mindestens 5 Jahre Führerschein.


Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Zumindest ist es auch meine Bebachtung, das Jugendliche wesentlich 'vernünftiger' derzeit unterwegs sind als noch vor 10 Jahren, außerdem nutzen diese sowieso mehr den ÖPNV als früher (was wohl auch einer der Gründe war, das Führerscheinalter zu senken, um nämlich nicht so viele 'potentielle' Autofahrer an den ÖPNV zu verlieren).
Schließlich werden die immer größer werdende Gruppe von Studenten durch Studitickets regelrecht von der eigenen Automobilität entwöhnt.


Umgekehrt könnte ein rascherer und konsequenterer Ausstieg aus dem aktiven Verkehrsleben den ÖPNV möglicherweise deutlich beleben.

#27:  Autor: QuéribusWohnort: Avaricum BeitragVerfasst am: 25.10.2014, 15:56
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das Prinzip des "begleitenden Fahrens" gibt es auch in Frankreich, seit mehreren Jahren schon

hier gilt für die "Begleitperson" kein Mindestalter, sondern nur die 5 Jahre Führerschein.

Wir haben das bei unserem ältesten Sohn gemacht
hatte den Vorteil, dass er zwischen theoretischer und praktischer Prüfung innerhalb eines Jahrs
eben nicht nur die obligatorischen 20 Fahrstunden absolvierte, sondern darüberhinaus sogar noch mehr als die vorgeschriebenen "begleiteten" 3000 km (iirc knapp 5000 km):
er hatte dadurch eben mehr Erfahrung sammeln können, eher er mit Führerschein in der Tasche auf die Umgebung losgelassen wurde...
und wir waren beruhigter, da wir seinen Fahrstil kannten, während der Übungszeit so einige reaktionen verbessern konnten (wie z.b. zu schnell in einen Kreisel reinzufahren...).

Derzeit ist der jüngere Sohn dran, im Moment noch mit Theorie-lernen, die Prüfung dürfte bis Ende des Jahres geschafft sein...

#28:  Autor: sünnerklaasWohnort: Da, wo noch Ruhe ist BeitragVerfasst am: 25.10.2014, 22:07
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beachbernie hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Mein Vater musste mit 81 den Führerschein abgeben, nachdem er beim Einparken ein Auto beschädigt hat und dann Fahrerflucht begangen hat, weil er es nicht gemerkt hat. Er war dann so nervös als die Polizei kam, dass sie ihn für verwirrt hielten, dabei war er fast taub, weil er kein Hörgerät tragen wollte. Naja, wir sind froh, dass er nicht mehr fahren darf. zwinkern



Hier bei uns fuhr bis vor paar Jahren der ursprünglich aus der Oberlausitz stammende Adolf B. mit seinem Pick-up Truck herum. Er hatte grünen Star und erblindete trotz einem Joint pro Tag zusehends.

Als ich das letzte Mal mit ihm mitfuhr deutete er mit dem Finger auf einen am Fahrbahnrand stehenden Müllcontainer und fragte mich ob sich der Truck dort bewegt oder ob er steht. Das war das unwiderruflich letzte Mal, dass ich mich zu ihm ins Auto setzte. Zumal er kurze Zeit später damit begann die Einfahrt zu seinem Grundstück mit grell gefärbten Plastiktüten zu markieren, damit er nach Hause fand. Sehr glücklich

Irgendwann hatte er dann doch ein Einsehen und liess das Auto für immer stehen, glücklicherweise vor dem ersten Unfall.


Ich kenne mindestens einen Fall, in dem ein nachweislich an Demenz erkrankter Rentner noch täglich Schulbuss fuhr.
Übrigens: nach einem Unfall 2008 habe ich Probleme mit dem Sehfeld. Ich verzichte deshalb bewusst aufs Autofahren.

#29: Rentner - orientierungslos unterwegs Autor: Religionskritik-WiesbadenWohnort: Wiesbaden BeitragVerfasst am: 07.11.2014, 12:05
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Beispiele aus den letzten Wochen:



Quelle:
http://www.merkur-online.de/lokales/dachau/landkreis/geisterfahrer-landkreis-dachau-verursacht-unfall-faehrt-weiter-4353035.html

Zitat:
Er zwang mehrere Autos zu riskanten Ausweichmanövern und setzte seine Fahrt trotzdem unbeirrt fort: Ein 77 Jahre alter Rentner ist auf der Autobahn 99 auf der Höhe der Allianz Arena am Sonntagabend in die falsche Richtung unterwegs gewesen.

Auf Höhe des Allacher Tunnels sollte er durch zwei Streifenwagen gestoppt werden. Er umkurvte diese aber - ein Polizist musste zur Seite springen, um nicht vom Auto des 77-Jährigen erfasst zu werden.

Der 77-Jährige zeigte sich nach Polizeiangaben verwirrt und orientierungslos. Er konnte zum Unfall keine Angaben machen. Ein Alkoholtest verlief negativ.

Die Staatsanwaltschaft ordnete die Beschlagnahme des Führerscheins an.


Was wusste der Hausarzt,
was die Angehörigen?

Haften die nicht, wenn jemand - der vermutlich nicht zum ersten mal orientierungslos ist, für die von ihn verursachten Schäden?

Würde mich mal interessieren.

Anderes Beispiel:


http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg/artikel/rentner-verursacht-unfall-mit-drei-verletzten/1138114/rentner-verursacht-unfall-mit-drei-verletzten.html

Zitat:
Der Rentner fuhr mehrmals auf die Gegenfahrbahn und prallte dabei mit drei Fahrzeugen zusammen. Ohne anzuhalten, fuhr er weiter. Erst später konnte er von einer Polizeistreife an seiner Wohnung in Trailsdorf (Kreis Forchheim) ausfindig gemacht werden.

Gegenüber den Beamten gab der Mann zwar zu, mit seinem Auto gefahren zu sein - da sich der Senior aber an keinen Unfall erinnern konnte und eine Kopfplatzwunde hatte, (...)


Beim oberen Beispiel habe ich noch die Sach- und Personenschäden weggesnippt, die der Rentnerfahrer bei anderen verursacht hat.

Unklar ist noch,
wieso ein 85 jähriger vor kurzem gegen einen Baum gefahren ist.
http://ndp.fnp.de/rhein-main/blaulicht/85-Jaehriger-faehrt-gegen-Baum-und-stirbt;art25945,1108746

#30:  Autor: vrolijkeWohnort: Stuttgart BeitragVerfasst am: 07.11.2014, 12:21
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Genausolche reißerische Berichten kann man hier posten, über 18- bis 24-Jährigen, die schwere Unfälle verursachen, weil sie "Rennerles" gefahren sind.

Davon gibt es nicht zu knapp.

Wie hier bereits schon mal gesagt: "Gegen Blödheit ist kein Kraut gewachsen".

Und eine monatliche Prüfung, läßt sich so schlecht managen. Cool



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