G20 Gipfel in Hamburg
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Freigeisterhaus -> Politik und Geschichte

#1: G20 Gipfel in Hamburg Autor: AlchemistWohnort: Hamburg BeitragVerfasst am: 07.07.2017, 12:11
    —
Kaum zu glauben, dass wir hier noch keien Thread dazu haben.

Ich als unmitelbar Betroffener kann euch berichten, dass es mir mittlerweile echt stinkt.

Absolutes Chaos hier.
Scheiß Autonome. Was für Affen. Keine Agenda, nur Randale.

Und der Senat hat sie auch nicht alle: Einen solchen Gipfel in Hamburgs City zu veranstalten. Gestern bin ich nach Hause gelaufen.
Menschen haben in Autos geschlafen, wurden von Anwohnern mit Getränken versorgt oder haben sich Pizzas zu sich ins Auto liefern lassen.

Böse Böse Böse Böse Böse Böse

#2: Re: G20 Gipfel in Hamburg Autor: sünnerklaasWohnort: Da, wo noch Ruhe ist BeitragVerfasst am: 07.07.2017, 12:35
    —
Alchemist hat folgendes geschrieben:
Kaum zu glauben, dass wir hier noch keien Thread dazu haben.

Ich als unmitelbar Betroffener kann euch berichten, dass es mir mittlerweile echt stinkt.

Absolutes Chaos hier.
Scheiß Autonome. Was für Affen. Keine Agenda, nur Randale.

Und der Senat hat sie auch nicht alle: Einen solchen Gipfel in Hamburgs City zu veranstalten. Gestern bin ich nach Hause gelaufen.
Menschen haben in Autos geschlafen, wurden von Anwohnern mit Getränken versorgt oder haben sich Pizzas zu sich ins Auto liefern lassen.

Böse Böse Böse Böse Böse Böse



Ich wollte schon damit anfangen - bin aber arbeitsbedingt darüber hinweg gekommen...

Ich habe es ehrlich gesagt von Anfang an für unverantwortlich gehalten, den Gipfel in HH statt finden zu lassen. Und nein, ich halte auch die Sicherheit der Teilnehmer für nicht gewährleistet. Das zeigt sich m.E. auch daran, dass es den Demonstranten gelungen ist, die US-Präsidentengattin Melania Trump und US-Außenminister Tillerson zumindest temporär in ihren Hotels festzusetzen.
Und nein, die Stadt ist für sowas nicht geeignet - nicht allein wegen der Szene rund um die Rote Flora und in Altona & Co.. Die Stadt ist ganz einfach zu eng.
Man kann nur hoffen, dass die das in HH irgendwie halbwegs über die Bühne bekommen.

#3:  Autor: wolle BeitragVerfasst am: 07.07.2017, 15:57
    —
Ich habe mir die Videos von Aktionen des "Schwarzen Blocks" in Hamburg angesehen und bin reichlich entsetzt.
Dabei sah es gestern noch relativ friedlich aus.
Heute gehen reihenweise Autos in Flammen auf und Fensterscheiben zu Bruch.
Keineswegs nur "Bonzen" Autos, sondern auch Kleinwagen und einen alten Saab 900 habe ich brennen sehen.
Das ist keine politische Demonstration, sondern einfach nur Terror.
Polizei war nur in großen Verbänden zu sehen.
In kleinen Gruppen trauen die sich schon gar nicht mehr anzutreten.
So gesehen sollte man diese Veranstaltungen auf gut kontrollierbare Gelände verlegen, z. B. Sylt oder abgelegene Ferien Hotels.

Friedliche Demonstrationen und unbeteiligte Bürger werden in Mitleidenschaft gezogen
Solche Terroristen wie der schwarze Block machen die Gesellschaft kaputt.

#4:  Autor: unquestWohnort: 2311 N. Los Robles Avenue in Pasadena BeitragVerfasst am: 07.07.2017, 16:03
    —
Ein hausgemachtes Problem des Staates. Ein Staat, der mit linken Gewalttätern nach Hausbesetzungen Mietverträge abschliesst, darf sich nicht wundern, dass diese sich in ihrer Gewaltausübung bestätigt sehen.

#5:  Autor: SkeptikerWohnort: 129 Goosebumpsville BeitragVerfasst am: 07.07.2017, 16:28
    —
Nach den Lebenschützern treten jetzt die Autoschützer auf den Plan. Sehr glücklich

#6:  Autor: BravopunkWohnort: Edo BeitragVerfasst am: 07.07.2017, 16:57
    —
Ich hab mir vorhin mal so eine halbe Stunde Livestream angeschaut. Viel passiert war da gerade nicht. Nur die Mainstream-Demonstranten waren gerade da und hatten eine Straßenblockade gemacht, die nach und nach durch Wegtragen aufgelöst wurde. Viel Gejohle, wie im Affenstall. Und dann haben da fünf Hanseln noch auf einer anderen Kreuzung gesessen und eine setzte sich daneben und spielte immer dasselbe Protestlied auf einer Blockflöte.

Alles gegen den Kapitalismus... Mit den Augen rollen Kein Aas von denen hat doch Selbstgestricktes getragen. Hinterher sind sicher etliche zu McDoof gegangen. Nichtmal die Blockflöte war selbstgeschnitzt. Mit solchen Laumännern( und -frauen) ist kein antikapitalistischer Staat zu machen. Nein

Die bewegen auch rein gar nichts. Das ist Eventtourismus mit Gröhleinlagen. Dekadenter geht es kaum noch.

#7:  Autor: abbahallo BeitragVerfasst am: 07.07.2017, 17:04
    —
Hausbesetzer sind doch nicht das wirklich Problem, bei uns gibt es seit Jahrzehnten jetzt wieder welche. Allen Anschein nach sind die aktuellen so gewalt- und geräuscharm, dass die Nachbarschaft sie mit Wasser versorgt. Es will auch so wirklich niemand räumen, da sonst die Gefahr besteht, dass irgendeine osteuropäische Mafia da viele Roma unterbringt und mit ihnen und an ihnen üblen Sozialbetrug begeht.

In Hamburg haben sich in den schwarzen Blocks Chaoten aus ganz Europa getroffen, dafür ist die Flora nur bedingt verantwortlich. Blöd hat auch die Polizei reagiert, dass sie, wenn sie normale Demonstraten und schwarzen Block nicht physisch trennen kann, trotzdem den Demonstrationszug gestern abend gestoppt und mit Wasserwerfern und Reizgas traktiert hat. Das hatte unsinnige Solidarisierungen zur Folge und man kann davon ausgehen, dass von den Straftätern die meisten nicht verfolgt werden können.

#8:  Autor: SkeptikerWohnort: 129 Goosebumpsville BeitragVerfasst am: 07.07.2017, 17:19
    —
Zum G20-Gipfel gab es am Dienstag die Aktion "1.000 Gestalten", mit der Künstlerinnen und Künstler ein Zeichen für Solidarität und politische Partizipation setzen wollten:

https://www.youtube.com/watch?v=tdzPefQk32M
https://www.youtube.com/watch?v=egSVDJtuwQw

Die Performance sollte ausdrücken, wie in der derzeitigen Gesellschaft im globalen Maßstab menschliche Solidarität verloren zu gehen droht und die einzelnen nur noch um das eigene Fortkommen kämpfen müssen.

#9:  Autor: beachbernieWohnort: Haida Gwaii BeitragVerfasst am: 07.07.2017, 19:59
    —
wolle hat folgendes geschrieben:
Ich habe mir die Videos von Aktionen des "Schwarzen Blocks" in Hamburg angesehen und bin reichlich entsetzt.
Dabei sah es gestern noch relativ friedlich aus.
Heute gehen reihenweise Autos in Flammen auf und Fensterscheiben zu Bruch.
Keineswegs nur "Bonzen" Autos, sondern auch Kleinwagen und einen alten Saab 900 habe ich brennen sehen.
Das ist keine politische Demonstration, sondern einfach nur Terror.
Polizei war nur in großen Verbänden zu sehen.
In kleinen Gruppen trauen die sich schon gar nicht mehr anzutreten.
So gesehen sollte man diese Veranstaltungen auf gut kontrollierbare Gelände verlegen, z. B. Sylt oder abgelegene Ferien Hotels.

Friedliche Demonstrationen und unbeteiligte Bürger werden in Mitleidenschaft gezogen
Solche Terroristen wie der schwarze Block machen die Gesellschaft kaputt.



Diese randalierenden Arschloecher sind weder links noch rechts, sondern einfach nur Arschloecher.

Die deutschen Linken muessen lernen sich entschiedener von denen zu diustanzieren. Das sind keine, die "das Gleiche nur anderen Mitteln wollen", sondern nuetzliche Idioten, die jede vernuenftige Opposition diskreditieren und so den Trumps dieser Welt in die Haende spielen. Der Trump freut sich doch 'n Ast ab, wenn er die sieht. So kann er ganz prima von seinen diversen Unzulaenglichkeiten ablenken.

#10:  Autor: vrolijkeWohnort: Stuttgart BeitragVerfasst am: 07.07.2017, 22:14
    —
Ich sehe gerade Bilder aus Hamburg.
Da werden Läden geplündert. Ich fass es nicht, dass die Polizei das nicht unter Kontrolle bekommen kann.
Manchmal habe ich das Gefühl, die wollen das gar nicht unter Kontrolle kriegen.

#11:  Autor: AlchemistWohnort: Hamburg BeitragVerfasst am: 07.07.2017, 22:49
    —
beachbernie hat folgendes geschrieben:
wolle hat folgendes geschrieben:
Ich habe mir die Videos von Aktionen des "Schwarzen Blocks" in Hamburg angesehen und bin reichlich entsetzt.
Dabei sah es gestern noch relativ friedlich aus.
Heute gehen reihenweise Autos in Flammen auf und Fensterscheiben zu Bruch.
Keineswegs nur "Bonzen" Autos, sondern auch Kleinwagen und einen alten Saab 900 habe ich brennen sehen.
Das ist keine politische Demonstration, sondern einfach nur Terror.
Polizei war nur in großen Verbänden zu sehen.
In kleinen Gruppen trauen die sich schon gar nicht mehr anzutreten.
So gesehen sollte man diese Veranstaltungen auf gut kontrollierbare Gelände verlegen, z. B. Sylt oder abgelegene Ferien Hotels.

Friedliche Demonstrationen und unbeteiligte Bürger werden in Mitleidenschaft gezogen
Solche Terroristen wie der schwarze Block machen die Gesellschaft kaputt.



Diese randalierenden Arschloecher sind weder links noch rechts, sondern einfach nur Arschloecher.

Die deutschen Linken muessen lernen sich entschiedener von denen zu diustanzieren. Das sind keine, die "das Gleiche nur anderen Mitteln wollen", sondern nuetzliche Idioten, die jede vernuenftige Opposition diskreditieren und so den Trumps dieser Welt in die Haende spielen. Der Trump freut sich doch 'n Ast ab, wenn er die sieht. So kann er ganz prima von seinen diversen Unzulaenglichkeiten ablenken.


Eben!
Mich nervt auch in den Nachrichten, wenn die als Demonstranten bezeichnet werden

#12:  Autor: MadMagic BeitragVerfasst am: 07.07.2017, 23:11
    —
Alchemist hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
wolle hat folgendes geschrieben:
Ich habe mir die Videos von Aktionen des "Schwarzen Blocks" in Hamburg angesehen und bin reichlich entsetzt.
Dabei sah es gestern noch relativ friedlich aus.
Heute gehen reihenweise Autos in Flammen auf und Fensterscheiben zu Bruch.
Keineswegs nur "Bonzen" Autos, sondern auch Kleinwagen und einen alten Saab 900 habe ich brennen sehen.
Das ist keine politische Demonstration, sondern einfach nur Terror.
Polizei war nur in großen Verbänden zu sehen.
In kleinen Gruppen trauen die sich schon gar nicht mehr anzutreten.
So gesehen sollte man diese Veranstaltungen auf gut kontrollierbare Gelände verlegen, z. B. Sylt oder abgelegene Ferien Hotels.

Friedliche Demonstrationen und unbeteiligte Bürger werden in Mitleidenschaft gezogen
Solche Terroristen wie der schwarze Block machen die Gesellschaft kaputt.



Diese randalierenden Arschloecher sind weder links noch rechts, sondern einfach nur Arschloecher.

Die deutschen Linken muessen lernen sich entschiedener von denen zu diustanzieren. Das sind keine, die "das Gleiche nur anderen Mitteln wollen", sondern nuetzliche Idioten, die jede vernuenftige Opposition diskreditieren und so den Trumps dieser Welt in die Haende spielen. Der Trump freut sich doch 'n Ast ab, wenn er die sieht. So kann er ganz prima von seinen diversen Unzulaenglichkeiten ablenken.


Eben!
Mich nervt auch in den Nachrichten, wenn die als Demonstranten bezeichnet werden


Auf'm Maidan waren es auch "Demonstranten", dagegen ist das Schanzenviertel dann doch eher ein Kindergeburtstag...

#13:  Autor: CriticWohnort: Arena of Air BeitragVerfasst am: 08.07.2017, 00:55
    —
(1)
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Ich sehe gerade Bilder aus Hamburg.
Da werden Läden geplündert. Ich fass es nicht, dass die Polizei das nicht unter Kontrolle bekommen kann.
Manchmal habe ich das Gefühl, die wollen das gar nicht unter Kontrolle kriegen.


So ein Verhalten - Läden plündern, Autos anzünden - finde ich unter aller Sau, und es wird sicherlich auch nicht dazu beitragen, daß da etwas Produktives herauskommt.

An anderer Stelle wurde aber in der Berichterstattung auch thematisiert, daß die Polizei wie gesagt - in einem Moment, in dem noch nichts passiert war - hart gegen Leute aus dem "schwarzen Block" vorgegangen war. Das nannte man glaube ich mal "Leberwursttaktik". Grund: "Verletzung des Vermummungsverbotes". Das kann man als Straftatbestand - sofern sonst nix passiert ist - oder als Rechtfertigung, (Staats-)Gewalt gegen jemanden auszuüben, auch etwas lächerlich finden.

Ein Politikerzitat ist mir erinnerlich, daß man "für nichts garantieren könne", wenn die ominöse Gegenseite sich nicht wie erwünscht verhalte. Ich empfand das schon als bedrohliche Rhetorik - weil es für mich eine Grenze sprengt. Ob die Polizei oder die Politik (andererseits aber?) Bilder haben möchte, mit denen man ein "hartes Durchgreifen" rechtfertigen kann?



(2) Ich finde es andererseits aber auch immer etwas seltsam, daß Politiker, die doch demokratisch legitimiert sein wollen, dann auch mit einem massiven Aufgebot abgeschottet werden, damit sie möglichst wenig Kontakt zu den Bürgern haben, denen sie ja eigentlich Rechenschaft schuldig sind. Und da geht es nicht um Randale, sondern darum, daß einige dieser Leute natürlich auch begründete Kritik an ihrer Politik nicht mehr wahrnehmen. Und trägt das nicht auch zu der Wahrnehmung bei, daß es bei Politik nicht um die Interessen der Menschen geht?



(3)
Zitat:
...die tragen nicht mal Selbstgestricktes, (sondern diese Amihosen)(*), und gehen nachher zu McDoof essen. Sehr glücklich


Die sind natürlich in dieser Diskrepanz zwischen Reden und Verhalten auch sozialisiert: Ohne Globalisierung funktionieren die Wirtschaft und das Leben der Menschen schon lange nicht mehr. (In den Dingern, auf denen wir das tippen, sind wahrscheinlich auch irgendwelche Materialien aus dem Kongo verarbeitet, die Lumpen werden auch schon längst irgendwo zwischen Türkei und Bangladesh zusammengenäht etc..)

Nur ist ja die Frage, wie das letztlich gestaltet wird: Es ist ja eine Binsenweisheit, daß uns kaum was ausmachen würde, wenn das Hemd hier einen Euro mehr kostete -- das aber für die Näherin in Bangladesh am Monatsende gleich den doppelten Lohn bedeuten würde - wenn man dafür sorgen würde, daß der zusätzliche Euro auch weitergegeben wird. Oder im globalen Sinne: "Wie kann man eine gerechte Wirtschaftsordnung schaffen?"


________________
(* = ich hatte schonmal bemerkt, daß die vermeintlichen existenziellen Bedrohungen ja immer von außen zu kommen scheinen, daß das immer irgendetwas ist, das als "fremd" und "nicht zu unserer Kultur passend" ausgewiesen wird -- oder wenn von innen, dann sind diese Leute mindestens von außen gesteuert oder beeinflußt noc.)

#14:  Autor: fwoWohnort: nicht fest BeitragVerfasst am: 08.07.2017, 01:51
    —
Critic hat folgendes geschrieben:
(1)
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Ich sehe gerade Bilder aus Hamburg.
Da werden Läden geplündert. Ich fass es nicht, dass die Polizei das nicht unter Kontrolle bekommen kann.
Manchmal habe ich das Gefühl, die wollen das gar nicht unter Kontrolle kriegen.


So ein Verhalten - Läden plündern, Autos anzünden - finde ich unter aller Sau, und es wird sicherlich auch nicht dazu beitragen, daß da etwas Produktives herauskommt.

An anderer Stelle wurde aber in der Berichterstattung auch thematisiert, daß die Polizei wie gesagt - in einem Moment, in dem noch nichts passiert war - hart gegen Leute aus dem "schwarzen Block" vorgegangen war. Das nannte man glaube ich mal "Leberwursttaktik". Grund: "Verletzung des Vermummungsverbotes". Das kann man als Straftatbestand - sofern sonst nix passiert ist - oder als Rechtfertigung, (Staats-)Gewalt gegen jemanden auszuüben, auch etwas lächerlich finden.
.....

Allerdings kann man seit Donnerstag schon nicht mehr sagen, dass nichts passiert ist. Was hier in einem Spiegelkommentar zusammengefasst wird, zeigt ja keinen Kampf gegen die Polizei oder "das System", sondern, dass die Vermummung dazu benutzt wird, einen richtungslosen Terror unerkannt auszuüben. Es werden wahllos Autos angezündet und Läden demoliert.

In einem Land, in dem Du gegen alles und jedes demonstrieren darfst, in dem also die Demonstration selbst vor jeder Strafe geschützt wird, halte ich diesen Terror schon für einen sehr starken Grund, das Vermummungsverbot durchzusetzen, auch, wenn an der Stelle, wo das geschieht, gerade nichts anderes passiert.

Das hat dann auch nichts mit überzogener Reaktion zu tun. Das Bilden schwarzer, vermummter Blöcke ist auch für mich in dieser Lage die offene Ankündigung und Vorbereitung nackten Terrors.

#15:  Autor: MadMagic BeitragVerfasst am: 08.07.2017, 03:18
    —
fwo hat folgendes geschrieben:
Critic hat folgendes geschrieben:
(1)
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Ich sehe gerade Bilder aus Hamburg.
Da werden Läden geplündert. Ich fass es nicht, dass die Polizei das nicht unter Kontrolle bekommen kann.
Manchmal habe ich das Gefühl, die wollen das gar nicht unter Kontrolle kriegen.


So ein Verhalten - Läden plündern, Autos anzünden - finde ich unter aller Sau, und es wird sicherlich auch nicht dazu beitragen, daß da etwas Produktives herauskommt.

An anderer Stelle wurde aber in der Berichterstattung auch thematisiert, daß die Polizei wie gesagt - in einem Moment, in dem noch nichts passiert war - hart gegen Leute aus dem "schwarzen Block" vorgegangen war. Das nannte man glaube ich mal "Leberwursttaktik". Grund: "Verletzung des Vermummungsverbotes". Das kann man als Straftatbestand - sofern sonst nix passiert ist - oder als Rechtfertigung, (Staats-)Gewalt gegen jemanden auszuüben, auch etwas lächerlich finden.
.....

Allerdings kann man seit Donnerstag schon nicht mehr sagen, dass nichts passiert ist. Was hier in einem Spiegelkommentar zusammengefasst wird, zeigt ja keinen Kampf gegen die Polizei oder "das System", sondern, dass die Vermummung dazu benutzt wird, einen richtungslosen Terror unerkannt auszuüben. Es werden wahllos Autos angezündet und Läden demoliert.

In einem Land, in dem Du gegen alles und jedes demonstrieren darfst, in dem also die Demonstration selbst vor jeder Strafe geschützt wird, halte ich diesen Terror schon für einen sehr starken Grund, das Vermummungsverbot durchzusetzen, auch, wenn an der Stelle, wo das geschieht, gerade nichts anderes passiert.

Das hat dann auch nichts mit überzogener Reaktion zu tun. Das Bilden schwarzer, vermummter Blöcke ist auch für mich in dieser Lage die offene Ankündigung und Vorbereitung nackten Terrors.


Wie wir PRAKTISCH vorgegangen sind... habt ihr nochmal Glück gehabt zwinkern

#16:  Autor: beachbernieWohnort: Haida Gwaii BeitragVerfasst am: 08.07.2017, 04:49
    —
MadMagic hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
wolle hat folgendes geschrieben:
Ich habe mir die Videos von Aktionen des "Schwarzen Blocks" in Hamburg angesehen und bin reichlich entsetzt.
Dabei sah es gestern noch relativ friedlich aus.
Heute gehen reihenweise Autos in Flammen auf und Fensterscheiben zu Bruch.
Keineswegs nur "Bonzen" Autos, sondern auch Kleinwagen und einen alten Saab 900 habe ich brennen sehen.
Das ist keine politische Demonstration, sondern einfach nur Terror.
Polizei war nur in großen Verbänden zu sehen.
In kleinen Gruppen trauen die sich schon gar nicht mehr anzutreten.
So gesehen sollte man diese Veranstaltungen auf gut kontrollierbare Gelände verlegen, z. B. Sylt oder abgelegene Ferien Hotels.

Friedliche Demonstrationen und unbeteiligte Bürger werden in Mitleidenschaft gezogen
Solche Terroristen wie der schwarze Block machen die Gesellschaft kaputt.



Diese randalierenden Arschloecher sind weder links noch rechts, sondern einfach nur Arschloecher.

Die deutschen Linken muessen lernen sich entschiedener von denen zu diustanzieren. Das sind keine, die "das Gleiche nur anderen Mitteln wollen", sondern nuetzliche Idioten, die jede vernuenftige Opposition diskreditieren und so den Trumps dieser Welt in die Haende spielen. Der Trump freut sich doch 'n Ast ab, wenn er die sieht. So kann er ganz prima von seinen diversen Unzulaenglichkeiten ablenken.


Eben!
Mich nervt auch in den Nachrichten, wenn die als Demonstranten bezeichnet werden


Auf'm Maidan waren es auch "Demonstranten", dagegen ist das Schanzenviertel dann doch eher ein Kindergeburtstag...


Auf dem Maidan waren es ganau die gleichen Idioten, bloss besser bewaffnet und von aussen organisiert und gesteuert.

#17:  Autor: fwoWohnort: nicht fest BeitragVerfasst am: 08.07.2017, 07:53
    —
beachbernie hat folgendes geschrieben:
MadMagic hat folgendes geschrieben:
....
Auf'm Maidan waren es auch "Demonstranten", dagegen ist das Schanzenviertel dann doch eher ein Kindergeburtstag...


Auf dem Maidan waren es ganau die gleichen Idioten, bloss besser bewaffnet und von aussen organisiert und gesteuert.

Klar. Und die Ukraine war genau so ein Rechtsstaat wie Deutschland.

#18:  Autor: fwoWohnort: nicht fest BeitragVerfasst am: 08.07.2017, 07:55
    —
MadMagic hat folgendes geschrieben:
....
Wie wir PRAKTISCH vorgegangen sind... habt ihr nochmal Glück gehabt zwinkern

Ich vermute, dass hier gerade ein Priester davon erzählt, dass man für uns Atheisten gebetet hat, anstatt uns zu verfluchen.

#19: Livestream Phoenix Autor: Religionskritik-WiesbadenWohnort: Wiesbaden BeitragVerfasst am: 08.07.2017, 08:18
    —
Der Livestream ist Panne wie der Gipfel,

die Elbphilharmonie im gleissenden Gegenlicht,

journalistisches verquatschen,

viel Spass im Livestream des Ereigniskanals Phoenix:

http://www.phoenix.de/livestream/

Aktuell: Das große Treffen der kapitalistischen Weibchen zur Rettung der Arbeitsbienen.
Die Welt wird schick.

#20:  Autor: Religionskritik-WiesbadenWohnort: Wiesbaden BeitragVerfasst am: 08.07.2017, 08:26
    —
Lagarde hat gerade eine schöne Hamstergeschichte erzählt. Und eine Kreditkarte kann Leben retten,
am Ende wusste man nicht mehr, das der Frau, oder das der Hamster.

Lagarde hat nur 2min. Redezeit - gut genutzt - vielleicht erzählt sie die Geschichte in der nächsten Runde weiter - jetzt

wird es gerade anstrengender,
eine marokanische Unternehmerin erzählt was zum Thema.

#21: Mehr Politik wagen - statt sich von Gewalt ablenken zu lassen Autor: Religionskritik-WiesbadenWohnort: Wiesbaden BeitragVerfasst am: 08.07.2017, 09:02
    —
jenseits von Schutt und Asche,

wäre es ja auch mal interessant, über die dort verhandelten Themen zu sprechen,
oder andere Aspekte des Gipfels.

Wenn man sich die Teilnehmer anschaut,
und nun gewichtet nach ihrer politischen Erfahrung bei solchen Großereignissen,

So wird dieser Gipfel eindeutig von Merkel und Putin dominiert,
Trump, Macron und einige andere sich so gesehen Schulkinder,
und in den politischen Einzelgesprächen,
die die beiden führen,
werden die Schulkinder richtig eingelullt.

Insofern werden diese beiden dem Gipfel und damit der Zukunft ihren Stempel aufdrücken - und Merkel hat hier wegen ihres Heimspiels noch einen kleinen Vorteil.

Putin wird wohl danach besser dastehen - und die Anerkennung der Krim durch andere Staaten rückt näher.

Großer Verlierer dürfte schon jetzt Erdogan sein - dass wird schon spannend, wenn der 'Sultan' wieder zurückreist.

#22:  Autor: zelig BeitragVerfasst am: 08.07.2017, 09:24
    —
Wenn ich die Kritik an G20 unmöglich machen wollte, würde ich die Szene mit genau den Leuten infiltrieren, die jetzt ihrer Leidenschaft für's Abfackeln und Plündern freien Lauf lassen.

#23:  Autor: wolle BeitragVerfasst am: 08.07.2017, 09:37
    —
Critic hat folgendes geschrieben:
... Oder im globalen Sinne: "Wie kann man eine gerechte Wirtschaftsordnung schaffen?" ...

Jedenfalls nicht, indem man Drogerien verwüstet, sämtliche Regale umwirft und nur den Alkohol und die Zigaretten mitnimmt; die Scheibe von einem Fahrrad-Geschäft einwirft; Studenten-Autos abfackelt, die vielleicht noch nicht mal ausreichend versichert sind.

Das sind einfach nur Hobby Terroristen ohne politisches Konzept, die ihren diffusen Aggressionen Luft machen wollen.
Viele davon noch aus dem Ausland, denen unsere Versicherungs-Beiträge egal sind.

Pflaster-Steine und Stahl-Kugeln auf Polizisten zu schleudern, die noch nicht einmal mit Schilden ausgerüstet sind, ist einfach nur kriminell.

Die Täter sollten bestraft werden wie Terroristen.

#24:  Autor: Religionskritik-WiesbadenWohnort: Wiesbaden BeitragVerfasst am: 08.07.2017, 09:47
    —
zelig hat folgendes geschrieben:
Wenn ich die Kritik an G20 unmöglich machen wollte, würde ich die Szene mit genau den Leuten infiltrieren, die jetzt ihrer Leidenschaft für's Abfackeln und Plündern freien Lauf lassen.


genau darum ging es mir auch,

Die reden momentan selbst auf Nachrichtensendern wie Phoenix überwiegend von den Ausschreitungen und der Gewalt.

Die eigentlichen Themen, die dort verhandelt werden - und die durchaus unser Leben die nächsten Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte beeinflussen.
Insgesamt ein Armutszeugnis des Journalismus,
und ein Faustschlag ins Gesicht derer, die kritisch zur aktuellen Politik der Globalisierung stehen.

Aktuell: Es gab auf dem Gipfel eine Absage an den Protektionismus - mmh - also weniger staatlicher Einfluss und mehr freier Markt, noch mehr also.
mmh

#25:  Autor: fwoWohnort: nicht fest BeitragVerfasst am: 08.07.2017, 09:58
    —
zelig hat folgendes geschrieben:
Wenn ich die Kritik an G20 unmöglich machen wollte, würde ich die Szene mit genau den Leuten infiltrieren, die jetzt ihrer Leidenschaft für's Abfackeln und Plündern freien Lauf lassen.

Das würde ich jetzt nicht ganz so dramatisch sehen. Das Verhalten dieser Chaoten erschwert das Äußern der Kritik, das ist sicher so, aber es macht sie nicht unmöglich.
Es erschwert sie, weil man es denen, die in klaren Lagern denken, erleichtert, die Kritiker zum schwarzen Block zu zählen. Das heißt, dass einem passieren kann, dass man nicht zum Argument kommt, weil man mit der Distanzierung zu lange braucht.

Das Leben wird schwerer mit Arschlöchern. Aber das ist überall so. Kutschera macht es einem schwer, gegen die Genderideologie zu argumentieren, die AfD macht es einem schwerer, gegen den Islam zu argumentieren usw. usf..

Man dar nur nicht den Fehler machen, sich darauf zu beschränken, sich von den Arschlöchern zu distanzieren, um dann am Ende sicher zu sein, auf der "guten Seite" zu stehen. Das ist allerdings etwas, was ich häufiger erlebe. Es ist nur leider nicht geeignet, die Schwarweiß-Praktiken zu unterlaufen - im Gegenteil. Genau das ist ja mein Lieblingsthema.

#26:  Autor: fwoWohnort: nicht fest BeitragVerfasst am: 08.07.2017, 10:06
    —
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
....
Aktuell: Es gab auf dem Gipfel eine Absage an den Protektionismus - mmh - also weniger staatlicher Einfluss und mehr freier Markt, noch mehr also.
mmh

Nicht unbedingt - das kommt sehr stark darauf an, wie man dieses von Dir sehr sehr lau gekennzeichnete Ziel "weniger Protektionismus" umsetzt: Es könnte auch bedeuten, dass man nur den staatlichen Einfluss reduziert, der die fördert, die sowieso bereits an der Macht sind.

Ich kenne den genauen Text vom Gipfel nicht - machen wir es doch wie einst Kohl und warten auf den Scheiß, der hinten dabei herauskommt.

#27:  Autor: vrolijkeWohnort: Stuttgart BeitragVerfasst am: 08.07.2017, 10:08
    —
zelig hat folgendes geschrieben:
Wenn ich die Kritik an G20 unmöglich machen wollte, würde ich die Szene mit genau den Leuten infiltrieren, die jetzt ihrer Leidenschaft für's Abfackeln und Plündern freien Lauf lassen.


Zumindest hat man herzlich wenig unternommen, Demonstranten von Chaoten und Verbrecher zu trennen.
Ich kann mir den Eindruck nicht verwehren, dass dies absichtlich geschah.

Während Läden geplündert wurden, und Autos abgefackelt wurden, standen an andere Stellen Polizisten nutzlos herum.

Die ganze Gegendemonstranten sollten diskreditiert werden.

#28:  Autor: zelig BeitragVerfasst am: 08.07.2017, 10:18
    —
vrolijke hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Wenn ich die Kritik an G20 unmöglich machen wollte, würde ich die Szene mit genau den Leuten infiltrieren, die jetzt ihrer Leidenschaft für's Abfackeln und Plündern freien Lauf lassen.


Zumindest hat man herzlich wenig unternommen, Demonstranten von Chaoten und Verbrecher zu trennen.
Ich kann mir den Eindruck nicht verwehren, dass dies absichtlich geschah.

Während Läden geplündert wurden, und Autos abgefackelt wurden, standen an andere Stellen Polizisten nutzlos herum.

Die ganze Gegendemonstranten sollten diskreditiert werden.


Ah. Ich sollte vielleicht ergänzen, daß ich nicht der Meinung bin, daß die Szene vom Staat unterwandert ist. Ich meine es so, daß eine Abgrenzung der Aktivisten-Sprecher dringend geboten wäre, damit die Kritik an G20 in der Öffentlichkeit nicht mit kriminellen Handlungen gleichgesetzt wird.

#29:  Autor: sehr gut BeitragVerfasst am: 08.07.2017, 10:20
    —
wolle hat folgendes geschrieben:
Das sind einfach nur Hobby Terroristen ohne politisches Konzept, die ihren diffusen Aggressionen Luft machen wollen.
Viele davon noch aus dem Ausland, denen unsere Versicherungs-Beiträge egal sind.

Pflaster-Steine und Stahl-Kugeln auf Polizisten zu schleudern, die noch nicht einmal mit Schilden ausgerüstet sind, ist einfach nur kriminell.

Die Täter sollten bestraft werden wie Terroristen.

Terroristen? In Syrien nutzte man Begriffe wie Freiheitskämpfer oder Aktivisten... (es sei denn man ordnet zB die gewaltsame Schaffung eines Kalifats oder die Einführung der Scharia unter "politisches Konzept" ein).

Man sollte sich langsam mal entscheiden ob man grundsätzlich etwas gegen [Terror,..] hat oder nur unterscheidet zwischen einem nützlichen Terror und einem Terror der den eigenen Interessen nicht dient.
Wenn das in Syrien kein Terror war dann auch dieser nicht, ansonsten sind alle Länder die das auch noch irgendwie unterstützt hatten nicht grundsätzlich gegen Terror, mancher Terror wird sogar unterstützt.

#30:  Autor: SkeptikerWohnort: 129 Goosebumpsville BeitragVerfasst am: 08.07.2017, 10:36
    —
Das kritische Politmagazin "MONITOR" hat am Donnerstag, den 06.07. bereits von zahlreichen rechtswidrigen und brutalen Aktionen der Polizei in Hamburg berichtet und darüber hinaus über die Mogelpackung des *Marshallplans für Afrika*:

G20-Gipfel: Hamburg als rechtsfreier Raum?

G20-Gipfel: Wer profitiert vom „Marshall-Plan“ für Afrika?

http://www1.wdr.de/daserste/monitor/videos/video-monitor-vom--180.html

Der G20-Gipfel dient dazu, die katastrophale neoliberale und imperialistische Agenda der dominierenden Industriestaaten zum quasi religiösen Weltparadigma zu erheben.

Da geht es z.B. um die Gier nach Rohstoffen für das ökologie- und lebensfeindliche Wachstum um jeden Preis, aber auch um die dafür notwendige militärische und polizeiliche Niederschlagung demokratischer Proteste dagegen - wie man bildlich in Hamburg vorgeführt bekommt, wo wir tausende Robocops durch die Straße marschieren sehen. Das ist dann wohl auch ein Versprechen für die Zukunft - jedenfalls für die Art von Zukunft, welche sich die KapitalHERREN so vorstellen.

Die Plünderung dieses schönen Planeten und die Plünderung der lebendigen Arbeitskraft für das irre Wachstum der Profitberge ist wahrlich eine wüste Aussicht.

Die Mehrheit der Weltbevölkerung ahnt dies auch und nicht umsonst erfährt der Protest in Hamburg breit Sympathie und Unterstützung durch die Hamburger Bevölkerung.

Wie schon @Critic sagte: Ein breiter Graben trennt die Masse der Menschen von den Vertretern der Herrschenden, welche doch eigentlich die Bevölkerung vertreten sollte.

Doch davon wollen die herrschenden Klassen nichts wissen. Die wollen einfach von der Bevölkerung ungestört *ihr Ding* machen. Deshalb auch diese zwanghafte Abschottung.


Zuletzt bearbeitet von Skeptiker am 08.07.2017, 10:51, insgesamt einmal bearbeitet



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