Transsexuelle (Transfrauen/-männer)
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Freigeisterhaus -> Kultur und Gesellschaft

#271:  Autor: Lebensnebel BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 14:29
    —
fwo hat folgendes geschrieben:


Wenn ich das richtig mitbekommen habe, geht es hier gerade nicht um die Ungereimtheiten bei den "Genderistas", sondern um den mehr oder weniger als schmerzhaft empfundenen Unterschied zwischen der Rolle, in der man sich wohlfühlt, zu der Rolle, die aufgrund der Körperlichkeit von einem erwartet wird - hier geht es also gerade nicht um die ideologische, sondern um die ganz persönliche Ebene transsexueller Menschen.


Aber welche Rolle ist das?
Wenn man die Frau aus dem Eröffnungsbeitrag nimmt: Eine Karriere als Lantagsabgeordneter hätte sie auch (noch) als Mann verfolgen können. Will sie sich zum Essen einladen lassen? Oder um was geht es bei dieser Rolle?

#272:  Autor: Kramer BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 14:37
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Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
Aber welche Rolle ist das?
Wenn man die Frau aus dem Eröffnungsbeitrag nimmt: Eine Karriere als Lantagsabgeordneter hätte sie auch (noch) als Mann verfolgen können. Will sie sich zum Essen einladen lassen? Oder um was geht es bei dieser Rolle?


Auf welchem Planeten hat Du die letzten Jahre gelebt? Und in welcher Rolle?

#273:  Autor: Lebensnebel BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 14:39
    —
Kramer hat folgendes geschrieben:
Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
Aber welche Rolle ist das?
Wenn man die Frau aus dem Eröffnungsbeitrag nimmt: Eine Karriere als Lantagsabgeordneter hätte sie auch (noch) als Mann verfolgen können. Will sie sich zum Essen einladen lassen? Oder um was geht es bei dieser Rolle?


Auf welchem Planeten hat Du die letzten Jahre gelebt? Und in welcher Rolle?


Erde; Außenseiter

#274:  Autor: Kramer BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 14:42
    —
Ja, das passt. Wer solche Fragen stellt, den hält man lieber auf Distanz.

#275:  Autor: Lebensnebel BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 14:43
    —
Kramer hat folgendes geschrieben:
Ja, das passt. Wer solche Fragen stellt, den hält man lieber auf Distanz.


Eine Distanz-Antwort wäre auch nicht schlecht.

#276:  Autor: Lebensnebel BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 15:17
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Wie ist es, wenn man mit der falschen Hautfarbe geboren wurde?
Das scheint eher problematisch als die Sache mit dem falschen Geschlecht.
https://www.jetzt.de/netzteil/in-der-falschen-haut-593304

#277:  Autor: TarvocWohnort: Bonn BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 16:34
    —
Alchemist hat folgendes geschrieben:
p.s. Social Justice ist was Schlechtes? Am Kopf kratzen

Aus der Sicht rechter Populisten? Ja natürlich. freakteach

#278:  Autor: tillich (epigonal) BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 16:59
    —
Alchemist hat folgendes geschrieben:
Social Justice ist was Schlechtes? Am Kopf kratzen

So wird es verwendet.
Und damit hat der Begriff zumindest ein Gutes: Wenn ihn jemand verwendet, weiß man sofort, mit was für einem Mensch man es zu tun hat.

#279:  Autor: AlchemistWohnort: Hamburg BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 17:02
    —
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
Social Justice ist was Schlechtes? Am Kopf kratzen

So wird es verwendet.
Und damit hat der Begriff zumindest ein Gutes: Wenn ihn jemand verwendet, weiß man sofort, mit was für einem Mensch man es zu tun hat.


So wie "Gutmensch" also.

#280:  Autor: Lebensnebel BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 17:10
    —
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
Social Justice ist was Schlechtes? Am Kopf kratzen

So wird es verwendet.
Und damit hat der Begriff zumindest ein Gutes: Wenn ihn jemand verwendet, weiß man sofort, mit was für einem Mensch man es zu tun hat.


Und wenn das ein älterer Mensch ist? Also einer der schon in den 90ern gelebt hat und an der alten Bedeutung festhält.

#281:  Autor: Kramer BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 17:10
    —
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
Social Justice ist was Schlechtes? Am Kopf kratzen

So wird es verwendet.
Und damit hat der Begriff zumindest ein Gutes: Wenn ihn jemand verwendet, weiß man sofort, mit was für einem Mensch man es zu tun hat.


Ich habe den Begriff hier zum ersten Mal von Tarvoc gelesen.

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Es handelt sich bei den zitierten Linken um keine "soziale-Gerechtigkeits"-Kaempfer, sondern um bürgerliche Linke, denen die soziale Frage am Hintern vorbei geht.

Das ist die Bedeutung des amerikanischen Ausdrucks "Social Justice Warrior". Pfeifen

#282:  Autor: TarvocWohnort: Bonn BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 17:16
    —
Kramer hat folgendes geschrieben:
Ich habe den Begriff hier zum ersten Mal von Tarvoc gelesen.

Ja, ich hab' den auch 'ne Zeitlang verwendet, allerdings in etwas anderer Bedeutung. Er war in den USA eine Zeitlang auch in der Mitte angekommen (verschwindet zum Glück inzwischen wieder), mit etwas veränderter Bedeutung.

Du kannst meine Zeit in Chicago dafür verantwortlich machen. Ist zwar etwas verkürzt, aber passt schon. Schulterzucken

#283:  Autor: Kramer BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 17:23
    —
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
Ich habe den Begriff hier zum ersten Mal von Tarvoc gelesen.

Ja, ich hab' den auch 'ne Zeitlang verwendet, allerdings in etwas anderer Bedeutung. Er war in den USA eine Zeitlang auch in der Mitte angekommen (verschwindet zum Glück inzwischen wieder), mit etwas veränderter Bedeutung.

Du kannst meine Zeit in Chicago dafür verantwortlich machen. Ist zwar etwas verkürzt, aber passt schon. Schulterzucken


Ich habe den Begriff vorher in einem anderen Kontext kennen gelernt. Das war in einem Blog über dubiose Selbsthilfegruppen in den USA. Die Autorin hat diese erst mehr aus christlicher Sicht kritisiert und ist dann über ihre eigenen Überlegungen zum Atheismus "konvertiert". SJWs waren da nur ein Randthema - aber das war eben kein rechtsradikaler Blog. Es gibt merkwürdige Entwicklungen in der linken Szene, die man kritisieren kann, ohne gleich rechts zu sein.

#284:  Autor: Kramer BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 17:24
    —
Alchemist hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
Social Justice ist was Schlechtes? Am Kopf kratzen

So wird es verwendet.
Und damit hat der Begriff zumindest ein Gutes: Wenn ihn jemand verwendet, weiß man sofort, mit was für einem Mensch man es zu tun hat.


So wie "Gutmensch" also.


Den Begriff habe ich zum ersten Mal in einer Talkshow auf N3 gehört - von Heinz Rudolf Kunze.

#285:  Autor: TarvocWohnort: Bonn BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 17:26
    —
Kramer hat folgendes geschrieben:
Es gibt merkwürdige Entwicklungen in der linken Szene, die man kritisieren kann, ohne gleich rechts zu sein.

Richtig, und das tue ich auch selbst. Daher kommt es, dass sich die Verwendung dieses Ausdrucks auch in meinen Beiträgen findet. Als ich in Chicago war, war der Ausdruck "Social Justice Warrior" gerade auch in der Mitte angekommen, mit etwas veränderter Bedeutung u.A. im Kontext durchaus legitimer Kritik an solchen merkwürdigen Entwicklungen, und erst im Nachhinein wurde mir klar, aus welchen Kreisen der Ausdruck ursprünglich stammt. Inzwischen benutze ich für meine Kritik an diesen Entwicklungen daher andere Begriffe.

Einhorns Verwendung hier im Thread stimmt aber passgenau mit der ursprünglichen Verwendung im Kontext rechter Verschwörungstheorien überein.

Kramer hat folgendes geschrieben:
Den Begriff habe ich zum ersten Mal in einer Talkshow auf N3 gehört - von Heinz Rudolf Kunze.

Diesem hier?

#286:  Autor: Lebensnebel BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 17:30
    —
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
Es gibt merkwürdige Entwicklungen in der linken Szene, die man kritisieren kann, ohne gleich rechts zu sein.

Richtig, und das tue ich auch selbst. Daher kommt es, dass sich die Verwendung dieses Ausdrucks auch in meinen Beiträgen findet. Als ich in Chicago war, war der Ausdruck "Social Justice Warrior" gerade auch in der Mitte angekommen, mit etwas veränderter Bedeutung u.A. im Kontext durchaus legitimer Kritik an solchen merkwürdigen Entwicklungen, und erst im Nachhinein wurde mir klar, aus welchen Kreisen der Ausdruck ursprünglich stammt. Inzwischen benutze ich für meine Kritik an diesen Entwicklungen andere Begriffe.

Einhorns Verwendung hier im Thread stimmt aber passgenau mit der ursprünglichen Verwendung im Kontext rechter Verschwörungstheorien überein.


Ursprünglich war SJW ein positiv besetzter Begriff.

#287:  Autor: TarvocWohnort: Bonn BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 17:33
    —
Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
Ursprünglich war SJW ein positiv besetzter Begriff.

Vor Jahrzehnten vielleicht irgendwann mal. Im Kontext seiner Verwendung durch Lila Einhorn hingegen wohl kaum.

Die englische Wikipedia bestimmt den Ausdruck jedenfalls als pejorativ und weist lediglich auf vergangene neutrale bis positive Verwendungen hin. Diese spielen heute aber keine Rolle mehr. Die pejorative Verwendung von ganz rechts hingegen schon.

#288:  Autor: swiftyWohnort: Stoapfalz BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 17:36
    —
Und daran sind natürlich die anderen schuld. Pfeifen

#289:  Autor: TarvocWohnort: Bonn BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 17:38
    —
worse hat folgendes geschrieben:
Und daran sind natürlich die anderen schuld. Pfeifen

Hä? Am Kopf kratzen

#290:  Autor: Myron BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 17:39
    —
"Tessa Ganserer will auch die sogenannte "Personenstandsänderung" durchführen, um rechtlich als Frau anerkannt zu werden. Das sei "jede Menge Bürokratie", kritisierte sie die bestehende Gutachten-Regelung. "Ich muss alles selber zahlen, und Transidentität wird wie eine Krankheit gesehen." Ob sie auch geschlechtsanpassende Operationen plane, will die Abgeordnete nicht verraten. "Das ist meine Privatsache", sagte sie gegenüber der "Süddeutschen Zeitung": "Für die Akzeptanz als Frau ist es vollkommen irrelevant, was ich in der Hose habe.""

Quelle: https://www.queer.de/detail.php?article_id=32704

Für die juristische Akzeptanz mag das irrelevant sein; aber wenn ihn als Frau zu akzeptieren bedeutet zu akzeptieren, dass er eine Frau ist, dann ist es sehr wohl relevant. (Denn Frauen haben keinen Penis, oder doch?)


Zuletzt bearbeitet von Myron am 11.01.2019, 17:56, insgesamt einmal bearbeitet

#291:  Autor: swiftyWohnort: Stoapfalz BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 17:41
    —
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
worse hat folgendes geschrieben:
Und daran sind natürlich die anderen schuld. Pfeifen

Hä? Am Kopf kratzen

Das heißt 'Bitte?'. zwinkern

Daran, dass ein ursprünglich positiv besetzter Begriff nun pejorativ verwendet wird, daran sind natürlich die bösen Pejoratisten schuld und keineswegs die, die ursprünglich mit diesem Begriff belegt wurden.

#292:  Autor: Kramer BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 17:41
    —
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
Ursprünglich war SJW ein positiv besetzter Begriff.

Vor Jahrzehnten vielleicht irgendwann mal. Im Kontext seiner Verwendung durch Lila Einhorn hingegen wohl kaum.

Die englische Wikipedia bestimmt den Ausdruck jedenfalls als pejorativ und weist lediglich auf vergangene neutrale bis positive Verwendungen hin. Diese spielen heute aber keine Rolle mehr. Die pejorative Verwendung von ganz rechts hingegen schon.


Wenn man Begriffe derart kampflos der Gegenseite überlässt, sollte man sich wirklich nicht "Warrior" nennen.

#293:  Autor: TarvocWohnort: Bonn BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 17:45
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Kramer hat folgendes geschrieben:
Wenn man Begriffe derart kampflos der Gegenseite überlässt, sollte man sich wirklich nicht "Warrior" nennen.

Lachen Ich denke mal, dass das auch früher schon eher eine Fremdbezeichnung war als eine Eigenbezeichnung. Laut Wikipedia war der Gebrauch in den 90er Jahren "neutral or complimentary". Die so Bezeichneten werden von der Begriffsverschiebung im Hintergrund zumindest vor 2011-2014 nicht allzu viel mitbekommen haben. But I get what you're saying.

Zumindest mir geht's hier ohnehin nicht um Schuldzuschiebung, sondern um eine Erklärung, wie sich der Begriff mit der Zeit verschoben hat, und warum ich ihn nicht mehr benutze. Die von dir angesprochenen merkwürdigen Entwicklungen unter gewissen Linken kritisiere ich aber immer noch.


Zuletzt bearbeitet von Tarvoc am 11.01.2019, 17:45, insgesamt einmal bearbeitet

#294:  Autor: smallie BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 17:45
    —
Alchemist hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Alles, was nicht ins Bild passt, gehört zur bösen SJW-Weltverschwörung, latürnich. Mit den Augen rollen

SJW?

"Social Justice Warrior", eine saublöde Schmähbezeichnung amerikanischer Rechtsradikaler für alle, die öffentlich linke Positionen vertreten, und die Lila Einhorn sich nicht zu schade ist, unironisch zu verwenden. Entspricht in etwa dem Ausdruck "Gutmensch" im deutschen rechtsrechten Jargon und geht meist mit Verschwörungstheorien wie "White Genocide" einher, oder wie hier hier mit Einhorns Behauptung, Transgendet-Aktivisten hätten sich insgeheim verschworen, kleine Jungs zu kastrieren. Anders als der Ausdruck "Gutmensch", der Naivität unterstellt, unterstellt "SJW" Boshaftigkeit und finstere Absichten (oder wahlweise Hysterie, wie es gerade passt).


Was für ein Schwachsinn! Argh

Tarvocs Darstellung ist sehr einseitig.

Erstbester Treffer bei der Suche nach "the atlantic social justice warrior" - ich hoffe, der Atlantic gilt noch nicht als rechtsradikale Postille:


Zitat:
Left Outside the Social-Justice Movement's Small Tent

Mahad Olad, a high school student, used to be active in “the local social-justice scene” around Minneapolis, Minnesota, attending meetings and leading demonstrations for feminist, LGBT, and anti-racism groups. Then he became disillusioned.

...

“I genuinely cared about these causes—still do,” he wrote, referencing everything from anti-racism to LGBT rights to reproductive health. “I believed I was doing something noble. At the same time,” he added, “a large part of me was not quite in agreement with some of the views and concepts espoused by social-justice groups. Their pro-censorship tendencies, fixation with intersectionality, and constant uproar over seemingly trivial and innocuous matters like ‘cultural appropriation’ and ‘microaggressions’ went against my civil-libertarian sensibilities.”

https://www.theatlantic.com/politics/archive/2016/04/outside-the-socialjustice-movements-small-tent/479049/



Alchemist hat folgendes geschrieben:
p.s. Social Justice ist was Schlechtes? Am Kopf kratzen

Wenn es darauf hinausläuft, an Halloween oder im Fasching keine Indianerkostüme mehr zu tragen, weil man sich dann auf unzulässige Weise eine fremde Kultur aneigne, dann ist das etwas Schlechtes.

Gerechtigkeit zu behaupten ist keine Garantie für tatsächliche Gerechtigkeit.

#295:  Autor: AlchemistWohnort: Hamburg BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 17:46
    —
Myron hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
Myron hat folgendes geschrieben:

"Seit rund zehn Jahren weiß die 41-jährige Ganserer, dass sie eine Frau ist."

Wenn er längst eine Frau ist, dann sind geschlechtsanpassende Operationen ja eh nicht mehr nötig.

Das ist einfach nur dämlich!


Findest du? Finde ich nicht!

Mein provokativer Kommentar soll verdeutlichen, dass Ganserers Aussage und die Rede von geschlechtsanpassenden Operationen eine seltsame Unterscheidung von "äußerlichen Frauen" (in physischer Hinsicht) und "innerlichen Frauen" (in psychischer Hinsicht) voraussetzt.

Entsprechend kann der obige Satz wie folgt gelesen werden:

"Seit rund zehn Jahren weiß die 41-jährige Ganserer, dass sie innerlich eine Frau ist."

Aber worin genau besteht innerliches (geistig-seelisches) Frausein im Gegensatz zu äußerlichem (körperlichem) Frausein? Ist Ersteres von Letzterem unabhängig?

Das subjektive Kriterium der geschlechtlichen Selbstidentifikation reduziert Frausein (und Mannsein) absurderweise auf einen reinen Geisteszustand.


Ich kann mich da nicht hineinversetzen. Ich bezweifle, dass du das kannst. Ich möchte hier nicht spekulieren. Sie kann sich ja als Frau fühlen und dennoch den falschen Körper vor sich im Spiegel sehen. Schulterzucken

Absurd, dass du meinst was sie nötig zu haben scheint und was nicht

#296:  Autor: Myron BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 17:48
    —
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Myron hat folgendes geschrieben:
Wenn ein Mann sagt, er sei innerlich eine Frau, dann kann das allerdings auch bedeuten, dass er die Persönlichkeit einer Frau hat, d.h. weibliche Denk-, Fühl- und Verhaltensweisen. Eine Persönlichkeit in diesem Sinne ist natürlich keine spirituelle Substanz.

So verstehe ich das. Das ganze Gerede von der "weiblichen Seele" taugt natürlich allenfalls als poetische Metapher.


Meine Argumentation ist nur gegen das Frausein von Transfrauen im wörtlichen Sinn gerichtet.

Wen Ganserer sagt, er sei eine Frau, meint er das dann wörtlich oder nicht? Will er selbst damit sagen, dass er ein Mann mit einer weiblichen Seele ist? Oder will er nicht doch damit sagen, dass er eben kein Mann ist?

#297:  Autor: TarvocWohnort: Bonn BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 17:49
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smallie hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
p.s. Social Justice ist was Schlechtes? Am Kopf kratzen

Wenn es darauf hinausläuft, an Halloween oder im Fasching keine Indianerkostüme mehr zu tragen, weil man sich dann auf unzulässige Weise eine fremde Kultur aneigne, dann ist das etwas Schlechtes.

Ja, und das kritisiere ich auch weiterhin. Ich benutze dafür nur nicht mehr den Ausdruck Social Justice Warrior. Dass der Ausdruck eine Zeitlang im Mainstream angekommen war, habe ich schon gesagt - gerade unter vielen, die aus solchen ideologisch überdrehten Social-Justice-Gruppen wieder ausgestiegen sind. Gerade diese Leute rücken aber inzwischen auch wieder von ihm ab, oftmals gerade weil sie langsam anfangen zu merken, dass er ein Einfallstor für rechte Verschwörungstheorien ist.

Der Artikel ist von 2016, stammt also aus der Zeit, an dem die Verbreitung dieses Ausdrucks im Mainstream auf ihrem Höhepunkt war.

#298:  Autor: swiftyWohnort: Stoapfalz BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 17:51
    —
This is What a Social Justice Warrior Looks Like

#299:  Autor: TarvocWohnort: Bonn BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 17:52
    —
worse hat folgendes geschrieben:
This is What a Social Justice Warrior Looks Like


Paul Joseph Watson steht natürlich überhaupt nicht im Verdacht, rechten Verschwörungstheorien nahe zu stehen. Mit den Augen rollen

#300:  Autor: Kramer BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 17:53
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Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Ich benutze dafür nur nicht mehr den Ausdruck Social Justice Warrior. Dass der Ausdruck eine Zeitlang im Mainstream angekommen war, habe ich schon gesagt - gerade unter vielen, die aus solchen ideologisch überdrehten Social-Justice-Gruppen wieder ausgestiegen sind. Gerade diese Leute rücken aber inzwischen auch wieder von ihm ab, oftmals gerade weil sie langsam anfangen zu merken, dass er ein Einfallstor für rechte Verschwörungstheorien ist.


Tja, so ist das, wenn man jeder sprachlichen Mode blind hinterher läuft. Was gestern noch "in" war, kann heute schon total "out" sein.



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