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Freigeisterhaus -> Kultur und Gesellschaft

#31:  Autor: SkeptikerWohnort: 129 Goosebumpsville BeitragVerfasst am: 15.03.2019, 22:18
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Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Schau mal, die Bevölkerung ist von investierten Forschungsgeldern ebenso betroffen wie von umgesetzten oder auch nicht umgesetzten Innovationen. Sie hat das Recht, zu wissen, was vor sich geht, also was das Thema ist und was mögliche Ergebnisse sein könnten. [...] Es muss außerdem Foren geben, in denen die Menschen selber Anregungen und Anstöße für Innovationen bzw. Forschungsanstrengungen geben können, die ihnen wichtig sind. Diese Anregungen können in den Foren unter kompetenter Begleitung u.U. sehr gründlich ausdiskutiert werden.

Bis dahin gehe ich mit. Aufhören tut es da, wo man meint, die Menschen über Grundlagenforschung unabhängig von ihrer Qualifikation demokratisch abstimmen zu lassen sei eine gute Idee.


Ich rede nie von abstimmen.

#32:  Autor: beachbernieWohnort: Haida Gwaii BeitragVerfasst am: 15.03.2019, 23:05
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Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Schau mal, die Bevölkerung ist von investierten Forschungsgeldern ebenso betroffen wie von umgesetzten oder auch nicht umgesetzten Innovationen. Sie hat das Recht, zu wissen, was vor sich geht, also was das Thema ist und was mögliche Ergebnisse sein könnten. [...] Es muss außerdem Foren geben, in denen die Menschen selber Anregungen und Anstöße für Innovationen bzw. Forschungsanstrengungen geben können, die ihnen wichtig sind. Diese Anregungen können in den Foren unter kompetenter Begleitung u.U. sehr gründlich ausdiskutiert werden.

Bis dahin gehe ich mit. Aufhören tut es da, wo man meint, die Menschen über Grundlagenforschung unabhängig von ihrer Qualifikation demokratisch abstimmen zu lassen sei eine gute Idee.


Schlimm ist auch, wenn man seine ideologischen Forderungen als Resultat angeblicher "wissenschaftlicher Forschung" behauptet um so die demokratische Partizipation der Betroffenen umgehen zu koennen. zwinkern

#33:  Autor: TarvocWohnort: Bonn BeitragVerfasst am: 16.03.2019, 00:09
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beachbernie hat folgendes geschrieben:
Schlimm ist auch, wenn man seine ideologischen Forderungen als Resultat angeblicher "wissenschaftlicher Forschung" behauptet um so die demokratische Partizipation der Betroffenen umgehen zu koennen. zwinkern

Aha. Du meinst also, dass Physik nichts weiter sei als Ideologie, solange Leute wie z.B. Schneemann oder uwebus über physikalische Grundlagenforschung nicht demokratisch abstimmen dürfen.

...Da tun sich ja wahre Abgründe des Irrationalen auf. Pillepalle

#34:  Autor: beachbernieWohnort: Haida Gwaii BeitragVerfasst am: 16.03.2019, 02:26
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Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Schlimm ist auch, wenn man seine ideologischen Forderungen als Resultat angeblicher "wissenschaftlicher Forschung" behauptet um so die demokratische Partizipation der Betroffenen umgehen zu koennen. zwinkern

Aha. Du meinst also, dass Physik nichts weiter sei als Ideologie, solange Leute wie z.B. Schneemann oder uwebus über physikalische Grundlagenforschung nicht demokratisch abstimmen dürfen.

...Da tun sich ja wahre Abgründe des Irrationalen auf. Pillepalle


Nein. An die Physik hatte ich dabei nicht gedacht. Das ist schliesslich eine exakte Wissenschaft und keine Ideologie, die nur so tut. Smilie

#35:  Autor: TarvocWohnort: Bonn BeitragVerfasst am: 16.03.2019, 10:26
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beachbernie hat folgendes geschrieben:
An die Physik hatte ich dabei nicht gedacht.

Du hast überhaupt nicht gedacht. Du hast reflexhaft deine üblichen Quips abgespult, ohne dir Gedanken zu machen, wie sie im Kontext der Diskussion herüberkommen.

Kleiner Tipp: Hier in der Diskussion ging es immer auch und primär um die Naturwissenschaften und überhaupt nie um das, was du meinst.

#36:  Autor: SkeptikerWohnort: 129 Goosebumpsville BeitragVerfasst am: 16.03.2019, 13:23
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Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Schlimm ist auch, wenn man seine ideologischen Forderungen als Resultat angeblicher "wissenschaftlicher Forschung" behauptet um so die demokratische Partizipation der Betroffenen umgehen zu koennen. zwinkern

Aha. Du meinst also, dass Physik nichts weiter sei als Ideologie, solange Leute wie z.B. Schneemann oder uwebus über physikalische Grundlagenforschung nicht demokratisch abstimmen dürfen.

...Da tun sich ja wahre Abgründe des Irrationalen auf. Pillepalle


Ich frage noch mal: Wie kommst du eigentlich immer auf "abstimmen"?

#37:  Autor: TarvocWohnort: Bonn BeitragVerfasst am: 16.03.2019, 13:27
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Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Ich frage noch mal: Wie kommst du eigentlich immer auf "abstimmen"?

Was du geschrieben hattest, klang nunmal wie eine Einbeziehung der gesamten Bevölkerung in die Entscheidungen darüber, woran in der Grundlagenforschung geforscht werden soll und woran nicht.

#38: permanente Diskussionsforen statt "Ende der Debatte!" Autor: SkeptikerWohnort: 129 Goosebumpsville BeitragVerfasst am: 16.03.2019, 13:35
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Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Ich frage noch mal: Wie kommst du eigentlich immer auf "abstimmen"?

Was du geschrieben hattest, klang nunmal wie eine Einbeziehung der gesamten Bevölkerung in die Entscheidungen darüber, woran in der Grundlagenforschung geforscht werden soll und woran nicht.


Ich habe immer wieder formale Abstimmungen als unzureichend kritisiert.

Die regelmäßigen Diskussionsforen zwischen betroffener Bevölkerung und z.B. Forschern sind inhaltliche Abstimmungen im Sinne gegenseitiger Aufklärung und Information mit dem Anspruch, bessere, gebrauchswertorientiertere, nicht destruktive und in diesem Sinne auch integriertere Konzepte zu finden und zu entwickeln.

Die bloß formalen Abstimmungen dienen in dieser Gesellschaft doch vor allem einem allgegenwärtigen Paradigma namens "Ende der Debatte!"

Auf diese Weise ist eine demokratische Partizipation der Bevölkerung an allen Entscheidungen, die sie betreffen, unmöglich.

#39: Re: permanente Diskussionsforen statt "Ende der Debatte!" Autor: TarvocWohnort: Bonn BeitragVerfasst am: 16.03.2019, 13:52
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Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Die regelmäßigen Diskussionsforen zwischen betroffener Bevölkerung und z.B. Forschern sind inhaltliche Abstimmungen im Sinne gegenseitiger Aufklärung und Information mit dem Anspruch, bessere, gebrauchswertorientiertere, nicht destruktive und in diesem Sinne auch integriertere Konzepte zu finden und zu entwickeln.

step hat dich ja schon darauf hingewiesen, dass Grundlagenforschung selten einen unmittelbaren Gebrauchswert hat und oft noch nicht mal direkt vermarktbare Waren hervorbringt.

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Die bloß formalen Abstimmungen dienen in dieser Gesellschaft doch vor allem einem allgegenwärtigen Paradigma namens "Ende der Debatte!"

Wird oft so gehandhabt, stimmt aber natürlich nicht: Eine Abstimmung beendet die Debatte nicht. Die Brexit-Debatte ist ja auch noch nicht einfach beendet, nur weil es das Referendum gab. Das Problem mit Debatten ist, dass sie nicht aus sich selbst heraus zu Entscheidungen führen, solange man nicht einen Punkt erreicht, an dem sich alle einig sind, und diesen Punkt erreicht man seltener als man denkt. Die Frage ist also, wie du sicherstellst, dass Entscheidungen nicht ewig verschleppt werden.

#40: Re: permanente Diskussionsforen statt "Ende der Debatte!" Autor: SkeptikerWohnort: 129 Goosebumpsville BeitragVerfasst am: 16.03.2019, 21:38
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Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Die regelmäßigen Diskussionsforen zwischen betroffener Bevölkerung und z.B. Forschern sind inhaltliche Abstimmungen im Sinne gegenseitiger Aufklärung und Information mit dem Anspruch, bessere, gebrauchswertorientiertere, nicht destruktive und in diesem Sinne auch integriertere Konzepte zu finden und zu entwickeln.

step hat dich ja schon darauf hingewiesen, dass Grundlagenforschung selten einen unmittelbaren Gebrauchswert hat und oft noch nicht mal direkt vermarktbare Waren hervorbringt.

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Die bloß formalen Abstimmungen dienen in dieser Gesellschaft doch vor allem einem allgegenwärtigen Paradigma namens "Ende der Debatte!"

Wird oft so gehandhabt, stimmt aber natürlich nicht: Eine Abstimmung beendet die Debatte nicht. Die Brexit-Debatte ist ja auch noch nicht einfach beendet, nur weil es das Referendum gab. Das Problem mit Debatten ist, dass sie nicht aus sich selbst heraus zu Entscheidungen führen, solange man nicht einen Punkt erreicht, an dem sich alle einig sind, und diesen Punkt erreicht man seltener als man denkt. Die Frage ist also, wie du sicherstellst, dass Entscheidungen nicht ewig verschleppt werden.


Die Diskussionsforen sind selber Quell von Innovationen.

Es geht weiterhin darum, dass Innovationen im globalen Maßstab Mensch & Natur dienlich sein sollen.

Es gibt auch bürgerliche Kritik an falschen Prioritätensetzungen von Forschungsförderung. Solche Foren sollten sich damit beschäftigen, wie man bessere Prioritäten erhält. Dafür kann man Kriterien und Algorithmen entwickeln.

Inhaltliche Auseinandersetzungen aller stakeholder anstelle Entscheidungen hinter verschlossenen Türen mit dem Hintersinn der Marktgängigkeit sowie anstelle bloß formaler Abstimmungen erfüllen halt nun mal das Kriterium von Demokratie und Partizipation wesentlich besser, meinst du nicht?

#41:  Autor: WilsonWohnort: Swift Tuttle BeitragVerfasst am: 04.08.2020, 09:49
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Dfinity: Unabhängigkeitserklärung 2.0 für das Internet
Mit einem neuen App-Protokoll soll ein Netzwerk entstehen, das nicht mehr von Google, Facebook oder Amazon abhängt.

https://www.heise.de/hintergrund/Dfinity-Unabhaengigkeitserklaerung-2-0-fuer-das-Internet-4857227.html



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