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Freigeisterhaus -> Politik und Geschichte

#31:  Autor: Samson83 BeitragVerfasst am: 14.05.2019, 20:50
    —
unquest hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
wer ist denn eigentlich immer gegen den mindestlohn?
die konzerne? politik?

Wieviel sollte man den in Deutschland ausgebildeten Ärzten zahlen, um ihre Auswanderung z.B. in die Schweiz zu verhindern? Lachen
themenbezug?

#32:  Autor: SkeptikerWohnort: 129 Goosebumpsville BeitragVerfasst am: 14.05.2019, 21:20
    —
Samson83 hat folgendes geschrieben:
Maßgeblich ist z.B. der europäische Mindestlohn. und ich halte Sozialstabilität momentan für ein erheblich drängenderes Thema als Migration.


Ein europäischer Mindestlohn ist so nicht umsetzbar; es gibt keine juristische Basis dafür, was man als Jurist eigentlich wissen sollte. Außerdem ist das - soweit ich weiß - gar keine Forderung der Partei "Die Linke" (außer von einigen Ortsgruppen), sondern der SPD:

Zitat:
Die Forderung nach einem „Europäischen Mindestlohn“ erlebte diese Woche ein Revival. Hubertus Heil will das Thema zum Kern der kommenden deutschen Ratspräsidentschaft machen, Katarina Barley sieht darin gar die zentrale Wahlkampf-Forderung für die anstehenden Europawahlen. Leider verschweigen die Genossen aber noch, wie sie diese prinzipiell ja gute Idee eigentlich umsetzen wollen. Laut Lissabon-Vertrag hat die EU nämlich gar keine Kompetenzen bei der Lohnfindung und eine Änderung der Europäischen Verträge übersteigt die Kompetenzen der SPD dann doch bei weitem.

Wäre ein Bruttostundenlohn von 10 Euro für Hochlohnländer wie Dänemark, Luxemburg, Schweden, Irland oder die Niederlande im Zweifel viel zu gering, wäre er in weniger produktiven Volkswirtschaften wie Bulgarien, Rumänien oder den baltischen Republiken viel zu hoch. Als brauchbarer Maßstab bietet sich daher das nationale Lohngefüge an. In der – keinesfalls neuen – Debatte wird meist mit Ankerwerten in Höhe von 50 bis 60 Prozent des Durchschnittseinkommens gearbeitet ...

An dieser Stelle werden die Ankerwerte interessant. Würde nämlich die EU – rein hypothetisch – den unteren Wert von 50% als Maßstab nehmen, müsste Deutschland lediglich leicht nachbessern, während zahlreiche Länder wie Frankreich ihren Mindestlohn sogar sehr massiv senken müssten. Nur der oberste diskutierte Ankerwert von 60% würde überhaupt auf EU-Ebene eine sinnvolle Verbesserung darstellen.

Welchen Ankerwert sich die SPD für einen europäischen Mindestlohn vorstellt, verschweigt sie bislang noch. Es ist jedoch schon ein wenig zynisch, dass die SPD nun über den Europawahlkampf den viel zu geringen deutschen Mindestlohn thematisiert, den sie ja selbst in dieser Höhe umgesetzt hat. Die SPD will also im Grund im Europawahlkampf ihre eigenen Versäumnisse auf nationaler Ebene thematisieren, ohne Ross und Reiter beim Namen zu nennen. Und dabei war Gerhard Schröder doch so stolz, den „besten Niedriglohnsektor Europas“ geschaffen zu haben.

Daran wird sich auch nach den Europawahlen nichts ändern. Denn absurderweise hat sich die SPD ein Thema ausgesucht, das überhaupt nicht in der Kompetenz der EU liegt. Artikel 153 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (Lissabon-Vertrag) klammert in Absatz 5 nämlich das „Arbeitsentgelt, das Koalitionsrecht, das Streikrecht sowie das Aussperrungsrecht“ ausdrücklich aus dem Kompetenzbereich der EU aus. (...)

Warum die SPD sich ausgerechnet ein Thema für den Europawahlkampf heraussucht, bei dem sie gar keine Möglichkeiten einer sinnvollen Umsetzung hat und das zudem die eigenen Versäumnisse derart deutlich aufzeigt, ist ein offenes Rätsel.


https://www.nachdenkseiten.de/?p=48532


Der Autor sieht dies als PR-Aktion der SPD an und "die Linke" sollte wissen, dass die SPD-Scheinforderung den Wähler und -innen Sand in die Augen streuen soll.

Wenn überhaupt, dann müssen Mindestlöhne als Ausdruck des allgemeinen Lohn- und Gehaltgefüges durchgesetzt werden, zunächst mal in den einzelnen Ländern und perspektivisch auf transnationaler Ebene. Dafür aber ist die EU als imperialistisches Gebilde nicht geschaffen worden. Sondern die EU ist ein Machtinstrument der europäischen Konzerne und von Grund auf asozial und militaristisch ausgerichtet - allen ehrlichen politischen Illusionen zum Trotz.

-------

Zu deiner Absicht, bei der Europawahl "die Linke" zu wählen, fiel mir übrigens der folgende Beitrag auf, der in einem gewissen Kontrast dazu steht:

Samson83 hat folgendes geschrieben:
1. FDP
2. die Rechte
3. AfD


.
.
.
- Tierschutzpartei
- Demokratie in Europa
- Volt


Aber meinetwegen. Ist eigentlich relativ egal, sofern es denn überhaupt stimmen sollte.

#33:  Autor: unquest BeitragVerfasst am: 14.05.2019, 21:24
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Samson83 hat folgendes geschrieben:
unquest hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
wer ist denn eigentlich immer gegen den mindestlohn?
die konzerne? politik?

Wieviel sollte man den in Deutschland ausgebildeten Ärzten zahlen, um ihre Auswanderung z.B. in die Schweiz zu verhindern? Lachen
themenbezug?

Ärzte verdienen in Deutschland so wenig, dass sie das Land verlassen müssen. Mit Mindestlohn können wir dies verhindern. Venceremos!

#34:  Autor: Samson83 BeitragVerfasst am: 14.05.2019, 21:29
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Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Samson83 hat folgendes geschrieben:
Maßgeblich ist z.B. der europäische Mindestlohn. und ich halte Sozialstabilität momentan für ein erheblich drängenderes Thema als Migration.


Ein europäischer Mindestlohn ist so nicht umsetzbar; es gibt keine juristische Basis dafür, was man als Jurist eigentlich wissen sollte. Außerdem ist das - soweit ich weiß - gar keine Forderung der Partei "Die Linke" (außer von einigen Ortsgruppen), sondern der SPD:

Zitat:
Die Forderung nach einem „Europäischen Mindestlohn“ erlebte diese Woche ein Revival. Hubertus Heil will das Thema zum Kern der kommenden deutschen Ratspräsidentschaft machen, Katarina Barley sieht darin gar die zentrale Wahlkampf-Forderung für die anstehenden Europawahlen. Leider verschweigen die Genossen aber noch, wie sie diese prinzipiell ja gute Idee eigentlich umsetzen wollen. Laut Lissabon-Vertrag hat die EU nämlich gar keine Kompetenzen bei der Lohnfindung und eine Änderung der Europäischen Verträge übersteigt die Kompetenzen der SPD dann doch bei weitem.

Wäre ein Bruttostundenlohn von 10 Euro für Hochlohnländer wie Dänemark, Luxemburg, Schweden, Irland oder die Niederlande im Zweifel viel zu gering, wäre er in weniger produktiven Volkswirtschaften wie Bulgarien, Rumänien oder den baltischen Republiken viel zu hoch. Als brauchbarer Maßstab bietet sich daher das nationale Lohngefüge an. In der – keinesfalls neuen – Debatte wird meist mit Ankerwerten in Höhe von 50 bis 60 Prozent des Durchschnittseinkommens gearbeitet ...

An dieser Stelle werden die Ankerwerte interessant. Würde nämlich die EU – rein hypothetisch – den unteren Wert von 50% als Maßstab nehmen, müsste Deutschland lediglich leicht nachbessern, während zahlreiche Länder wie Frankreich ihren Mindestlohn sogar sehr massiv senken müssten. Nur der oberste diskutierte Ankerwert von 60% würde überhaupt auf EU-Ebene eine sinnvolle Verbesserung darstellen.

Welchen Ankerwert sich die SPD für einen europäischen Mindestlohn vorstellt, verschweigt sie bislang noch. Es ist jedoch schon ein wenig zynisch, dass die SPD nun über den Europawahlkampf den viel zu geringen deutschen Mindestlohn thematisiert, den sie ja selbst in dieser Höhe umgesetzt hat. Die SPD will also im Grund im Europawahlkampf ihre eigenen Versäumnisse auf nationaler Ebene thematisieren, ohne Ross und Reiter beim Namen zu nennen. Und dabei war Gerhard Schröder doch so stolz, den „besten Niedriglohnsektor Europas“ geschaffen zu haben.

Daran wird sich auch nach den Europawahlen nichts ändern. Denn absurderweise hat sich die SPD ein Thema ausgesucht, das überhaupt nicht in der Kompetenz der EU liegt. Artikel 153 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (Lissabon-Vertrag) klammert in Absatz 5 nämlich das „Arbeitsentgelt, das Koalitionsrecht, das Streikrecht sowie das Aussperrungsrecht“ ausdrücklich aus dem Kompetenzbereich der EU aus. (...)

Warum die SPD sich ausgerechnet ein Thema für den Europawahlkampf heraussucht, bei dem sie gar keine Möglichkeiten einer sinnvollen Umsetzung hat und das zudem die eigenen Versäumnisse derart deutlich aufzeigt, ist ein offenes Rätsel.


https://www.nachdenkseiten.de/?p=48532


Der Autor sieht dies als PR-Aktion der SPD an und "die Linke" sollte wissen, dass die SPD-Scheinforderung den Wähler und -innen Sand in die Augen streuen soll.

Wenn überhaupt, dann müssen Mindestlöhne als Ausdruck des allgemeinen Lohn- und Gehaltgefüges durchgesetzt werden, zunächst mal in den einzelnen Ländern und perspektivisch auf transnationaler Ebene. Dafür aber ist die EU als imperialistisches Gebilde nicht geschaffen worden. Sondern die EU ist ein Machtinstrument der europäischen Konzerne und von Grund auf asozial und militaristisch ausgerichtet - allen ehrlichen politischen Illusionen zum Trotz.

-------

Zu deiner Absicht, bei der Europawahl "die Linke" zu wählen, fiel mir übrigens der folgende Beitrag auf, der in einem gewissen Kontrast dazu steht:

Samson83 hat folgendes geschrieben:
1. FDP
2. die Rechte
3. AfD


.
.
.
- Tierschutzpartei
- Demokratie in Europa
- Volt


Aber meinetwegen. Ist eigentlich relativ egal, sofern es denn überhaupt stimmen sollte.
stimmt aber. Wahlomat Sucks. Und querfront ist überfällig.

Meine idealpartei wäre AfD Innenpolitik und linke sozial/Wirtschaftspolitik.


Zuletzt bearbeitet von Samson83 am 14.05.2019, 21:34, insgesamt einmal bearbeitet

#35:  Autor: Samson83 BeitragVerfasst am: 14.05.2019, 21:33
    —
unquest hat folgendes geschrieben:
Samson83 hat folgendes geschrieben:
unquest hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
wer ist denn eigentlich immer gegen den mindestlohn?
die konzerne? politik?

Wieviel sollte man den in Deutschland ausgebildeten Ärzten zahlen, um ihre Auswanderung z.B. in die Schweiz zu verhindern? Lachen
themenbezug?

Ärzte verdienen in Deutschland so wenig, dass sie das Land verlassen müssen. Mit Mindestlohn können wir dies verhindern. Venceremos!
Troll Troll

#36:  Autor: SkeptikerWohnort: 129 Goosebumpsville BeitragVerfasst am: 14.05.2019, 21:35
    —
Samson83 hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Zu deiner Absicht, bei der Europawahl "die Linke" zu wählen, fiel mir übrigens der folgende Beitrag auf, der in einem gewissen Kontrast dazu steht:

Samson83 hat folgendes geschrieben:
1. FDP
2. die Rechte
3. AfD


.
.
.
- Tierschutzpartei
- Demokratie in Europa
- Volt


Aber meinetwegen. Ist eigentlich relativ egal, sofern es denn überhaupt stimmen sollte.
stimmt aber. Wahlomat Sucks. Und querfront ist überfällig.


Man sollte sich nicht so sehr verbiegen, dass man sich selber belügt. Das funktioniert auf Dauer auch nicht.

Samson83 hat folgendes geschrieben:
Meine idealpartei wäre AfD Innenpolitik und linke sozial/Wirtschaftspolitik.


Innen- und Außenpolitik bilden letzten Endes immer eine Einheit. Deshalb geht das nicht.

Und Querfront - das ist der Versuch rechter Kräfte, soziale Forderungen aufzugreifen, um sie schließlich abzuwürgen und den Kapital- und nationalen Interessen unterzuordnen.


Zuletzt bearbeitet von Skeptiker am 14.05.2019, 21:41, insgesamt einmal bearbeitet

#37:  Autor: tillich (epigonal) BeitragVerfasst am: 14.05.2019, 21:38
    —
Samson83 hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Samson83 hat folgendes geschrieben:
Maßgeblich ist z.B. der europäische Mindestlohn. und ich halte Sozialstabilität momentan für ein erheblich drängenderes Thema als Migration.

Nun, da mal:Daumen hoch!
Mein immer wieder eingeschobener Hinweis, dass beide Themen untrennbar zusammengehören bleibt im ganzen gepöbelt immer ungesehen Traurig
Samson83 hat folgendes geschrieben:
[...] Und querfront ist überfällig.

Meine idealpartei wäre AfD Innenpolitik und linke sozial/Wirtschaftspolitik.

... uuuuund da war ich wohl wieder zu voreilig. Aber gut, immerhin die Prioritätensetzung ...

#38:  Autor: Samson83 BeitragVerfasst am: 14.05.2019, 21:41
    —
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Samson83 hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Zu deiner Absicht, bei der Europawahl "die Linke" zu wählen, fiel mir übrigens der folgende Beitrag auf, der in einem gewissen Kontrast dazu steht:

Samson83 hat folgendes geschrieben:
1. FDP
2. die Rechte
3. AfD


.
.
.
- Tierschutzpartei
- Demokratie in Europa
- Volt


Aber meinetwegen. Ist eigentlich relativ egal, sofern es denn überhaupt stimmen sollte.
stimmt aber. Wahlomat Sucks. Und querfront ist überfällig.


Man sollte sich nicht so sehr verbiegen, dass man sich selber belügt. Das funktioniert auf Dauer auch nicht.
Man sollte konkrete Maßnahmen abwägen und sich ideologiefrei für den entscheiden, der in der konkreten Wahl die meisten sinnvollen Zielwe und Maßnahmen vertritt. Das kann mal ein Noske, mal eine Rosa Luxemburg sein.

#39:  Autor: tillich (epigonal) BeitragVerfasst am: 14.05.2019, 21:42
    —
unquest hat folgendes geschrieben:
Ärzte verdienen in Deutschland so wenig, dass sie das Land verlassen müssen.

Komisch, die Ärzte unter meinen Freunden schaffen es irgendwie, ihr Leben auch in Deutschland zu fristen. Also, "Leben fristen" im Sinne von Häuser bauen, Familien gründen, nicht ganz billige Autos (wenn gewünscht), regelmäßige teure Urlaube, und so. Sollen sie haben, ist ja ein schwieriger Beruf undsoweiter, aber Land verlassen müssen seh ich irgendwie nicht.

#40:  Autor: tillich (epigonal) BeitragVerfasst am: 14.05.2019, 22:15
    —
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Allerdings hat diem25 ja auch Varoufakis, etc.

Ja, Varoufakis. (Vom deutschen Flügel ist das aber auch der einzige Name, den ich kenne, ich hab mir Liste und Partei mal angeschaut.) Aber auch den würde ich fragen, warum er denn nicht einfach die Linke als Bündnispartner genommen hat. Dito die bekannten Namen aus anderen Ländern - warum diese neue Kleinpartei statt Syriza, Podemos etc.pp.? Da gibt es natürlich überall kleinere oder größere Probleme - aber die sind, wenn man tatsächlich Politik macht, nun mal unvermeidlich.

#41:  Autor: Samson83 BeitragVerfasst am: 14.05.2019, 22:26
    —
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Samson83 hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Samson83 hat folgendes geschrieben:
Maßgeblich ist z.B. der europäische Mindestlohn. und ich halte Sozialstabilität momentan für ein erheblich drängenderes Thema als Migration.

Nun, da mal:Daumen hoch!
Mein immer wieder eingeschobener Hinweis, dass beide Themen untrennbar zusammengehören bleibt im ganzen gepöbelt immer ungesehen Traurig
Samson83 hat folgendes geschrieben:
[...] Und querfront ist überfällig.

Meine idealpartei wäre AfD Innenpolitik und linke sozial/Wirtschaftspolitik.

... uuuuund da war ich wohl wieder zu voreilig. Aber gut, immerhin die Prioritätensetzung ...
Der Hauptgrund warum ich ersteres befürworte ist weil ich der Ansicht bin, dass zweiteilest sonst kaum möglichst. Auch da ist noch niemand sachlich drauf eingegangen. Einfach widersprechen kann jeder.

#42:  Autor: tillich (epigonal) BeitragVerfasst am: 14.05.2019, 22:40
    —
Fun Fact:
Wie viele Frauen auf der Liste stehen, ob quotiert oder nicht, und so, ist ja so ne Sache.
Aber es gibt unter den 41 Wahlvorsschlägen exakt eine Partei, auf deren gesamter Liste ausschließlich Männer kandidieren:
Die Familienpartei.
Ich denke, das lässt, auch ohne das Programm zu lesen, einen Rückschluss auf das Familienbild zu ...

#43:  Autor: lucWohnort: Nice. Paris. Köln BeitragVerfasst am: 14.05.2019, 23:05
    —
Habt ihr schon Wahlunterlagen mit den Programmen der verschiedenen Parteien bekommen?
Ich habe bis jetzt nichts bekommen, weder von Frankreich noch von Deutschland. Ich werde in Frankreich wählen, denn die Le Pen ist für mich ein Albtraum. In Deutschland würde natürlich die Grünen wählen aber die Situation ist hier nicht so tragisch und die AfD wird nicht so viel abräumen.ich kann entweder für eine deutsche oder für eine französische Partei abstimmen aber natürlich nicht für beide.

#44:  Autor: WilsonWohnort: Swift Tuttle BeitragVerfasst am: 14.05.2019, 23:09
    —
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Fun Fact:
Wie viele Frauen auf der Liste stehen, ob quotiert oder nicht, und so, ist ja so ne Sache.
Aber es gibt unter den 41 Wahlvorsschlägen exakt eine Partei, auf deren gesamter Liste ausschließlich Männer kandidieren:
Die Familienpartei.
Ich denke, das lässt, auch ohne das Programm zu lesen, einen Rückschluss auf das Familienbild zu ...


die liebe-partei ist mir auch eher suspekt.
man bekommt bei heirat das kleid bzw den anzug samt ringen gesponsert:
Zitat:
Familien will die Partei "LIEBE" stärken, beispielsweise durch den Ausbau von Betreuungsangeboten für Eltern und indem der Staat jedem Hochzeitspaar Brautkleid, Hochzeitsanzug und Eheringe bis zu 3000 Euro pro Familie bezahlen

wobei der vorangehende satz interessanter ist.
https://www.tagesschau.de/europawahl/europawahl-kleine-parteien-101.html#

#45:  Autor: AlchemistWohnort: Hamburg BeitragVerfasst am: 15.05.2019, 07:39
    —
Wilson hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Fun Fact:
Wie viele Frauen auf der Liste stehen, ob quotiert oder nicht, und so, ist ja so ne Sache.
Aber es gibt unter den 41 Wahlvorsschlägen exakt eine Partei, auf deren gesamter Liste ausschließlich Männer kandidieren:
Die Familienpartei.
Ich denke, das lässt, auch ohne das Programm zu lesen, einen Rückschluss auf das Familienbild zu ...


die liebe-partei ist mir auch eher suspekt.
man bekommt bei heirat das kleid bzw den anzug samt ringen gesponsert:
Zitat:
Familien will die Partei "LIEBE" stärken, beispielsweise durch den Ausbau von Betreuungsangeboten für Eltern und indem der Staat jedem Hochzeitspaar Brautkleid, Hochzeitsanzug und Eheringe bis zu 3000 Euro pro Familie bezahlen

wobei der vorangehende satz interessanter ist.
https://www.tagesschau.de/europawahl/europawahl-kleine-parteien-101.html#


Der ganze Text auf deren Seite....was für ein Gesülze!

#46:  Autor: AlchemistWohnort: Hamburg BeitragVerfasst am: 15.05.2019, 09:50
    —
Danke übrigens für den Link. Hab mir ein paar der kleineren Parteien angeschaut.

Meine Herren, die Spinner vom sog. 3. Weg machen sich ja nicht mal die Mühe irgendwas zu verschleiern oder schönzureden. "Europa erwache" Argh

#47:  Autor: Tarvoc BeitragVerfasst am: 15.05.2019, 11:47
    —
Wilson hat folgendes geschrieben:
man bekommt bei heirat das kleid bzw den anzug samt ringen gesponsert:

Die europaweite Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehen wäre nun wirklich wichtiger. Mit den Augen rollen

#48:  Autor: Samson83 BeitragVerfasst am: 15.05.2019, 11:55
    —
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
man bekommt bei heirat das kleid bzw den anzug samt ringen gesponsert:

Die europaweite Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehen wäre nun wirklich wichtiger. Mit den Augen rollen
Gerade in Ländern mit noch ziemlich präsenter Homophobie würde das aber die Europaakzeptanz erheblich verringern. Ich halte überhaupt nichts davon, derartige durch eine supranationalistische Instanz vorzuschreiben. Dazu hat Europa m.E. schlicht kein Mandat.

(Andere Ansicht gut vertretbar).

Disclaimer: ich habe die gleichgeschlechtliche Ehe schon befürwortet, als ich 2002 in die CDU eingetreten war.

#49:  Autor: QuéribusWohnort: Avaricum BeitragVerfasst am: 15.05.2019, 22:23
    —
luc hat folgendes geschrieben:
Habt ihr schon Wahlunterlagen mit den Programmen der verschiedenen Parteien bekommen?
Ich habe bis jetzt nichts bekommen, weder von Frankreich noch von Deutschland. Ich werde in Frankreich wählen, denn die Le Pen ist für mich ein Albtraum. In Deutschland würde natürlich die Grünen wählen aber die Situation ist hier nicht so tragisch und die AfD wird nicht so viel abräumen.ich kann entweder für eine deutsche oder für eine französische Partei abstimmen aber natürlich nicht für beide.



Hier sind die ersten Wahlplakate zu sehen

Das des RN (Le Pen und Konsorten) haut dem Fass die Krone ins Gesicht in punkto Argumentation:

"Voter contre Macron" skeptisch

Ja, klar, wenn man kein Programm zusammengeschustert kriegt, bei dem es sich lohnt, dafür zu stimmen... Mit den Augen rollen
Die Ironie dabei ist, dass es bisher im allgemeinen umgekehrt lief:
egal, wer gegen den Präsidentschaftskandidaten des FN/RN in der Stichwahl antrat,
die Leuten stimmten mindestens genauso oft gegen Le Pen wie für den anderen Kandidaten Auf den Arm nehmen

#50:  Autor: beachbernieWohnort: Haida Gwaii BeitragVerfasst am: 23.05.2019, 18:40
    —
In GB bahnt sich ein nie dagewesenes politisches Erdbeben an.

Gestern war auf BBC-world zu hoeren, dass insbesondere den britischen Konservativen bei den anstehenden Europawahlen der Fall ins Bodenlose droht. Es wurde eine aktuelle Umfrage zitiert, nach der die "Tories" nur noch auf Platz 5, noch hinter den britischen Gruenen, stehen. Natuerlich sollte man berücksichtigen, dass es sich hier nur um eine einzelne, sehr extreme Umfrage handelt, aber es wird auch sonst klar, dass sich die britischen Konservativen im freien Fall befinden.

Hier eine Auflistung der Meinungsumfragen der letzten Jahre mit Verlaufschart:


https://en.wikipedia.org/wiki/Opinion_polling_for_the_next_United_Kingdom_general_election


Es faellt auf, dass die relative politische Stabilität der letzten Jahre in den letzten paar Monaten sehr chaotischen Veränderungen im Meinungsbild gewichen ist.

Fuer mich ist vor allem die Frage spannend wie das britische Parteienspektrums naechste Woche aussehen wird. Wird es die Tories dann ueberhaupt noch geben? Oder wird der Initiator des Brexit-Referendums, David Cameron endgültig als der Totengräber seiner eigenen Partei in die Geschichte eingehen?

Kann der Staat GB ueberhaupt die derzeitigen politischen Verwerfungen unbeschadet überleben? Oder wird GB auseinanderbrechen? Dann waere David Cameron sogar einer der Totengräber seines Landes, zusammen mit den Populisten Farage und Johnson...

#51:  Autor: Marcellinus BeitragVerfasst am: 23.05.2019, 19:18
    —
Dir ist sicherlich nicht entgangen, daß Labour genauso abstürzt.

#52:  Autor: AdvocatusDiaboliWohnort: München BeitragVerfasst am: 23.05.2019, 19:18
    —
beachbernie hat folgendes geschrieben:
In GB bahnt sich ein nie dagewesenes politisches Erdbeben an.

Gestern war auf BBC-world zu hoeren, dass insbesondere den britischen Konservativen bei den anstehenden Europawahlen der Fall ins Bodenlose droht. Es wurde eine aktuelle Umfrage zitiert, nach der die "Tories" nur noch auf Platz 5, noch hinter den britischen Gruenen, stehen. Natuerlich sollte man berücksichtigen, dass es sich hier nur um eine einzelne, sehr extreme Umfrage handelt, aber es wird auch sonst klar, dass sich die britischen Konservativen im freien Fall befinden.

Hier eine Auflistung der Meinungsumfragen der letzten Jahre mit Verlaufschart:


https://en.wikipedia.org/wiki/Opinion_polling_for_the_next_United_Kingdom_general_election


Es faellt auf, dass die relative politische Stabilität der letzten Jahre in den letzten paar Monaten sehr chaotischen Veränderungen im Meinungsbild gewichen ist.

Fuer mich ist vor allem die Frage spannend wie das britische Parteienspektrums naechste Woche aussehen wird. Wird es die Tories dann ueberhaupt noch geben? Oder wird der Initiator des Brexit-Referendums, David Cameron endgültig als der Totengräber seiner eigenen Partei in die Geschichte eingehen?

Kann der Staat GB ueberhaupt die derzeitigen politischen Verwerfungen unbeschadet überleben? Oder wird GB auseinanderbrechen? Dann waere David Cameron sogar einer der Totengräber seines Landes, zusammen mit den Populisten Farage und Johnson...


What? Sehr glücklich Das ist nur eine Europawahl. Wird der May den Kopf kosten. Die Tories wird es weiter geben, sie haben immer noch eine Regierungsmehrheit im Unterhaus. Viele Tory-Anhänger wählen in Europa taktisch. Die Parlamentswahlen sehen dann schon wieder ganz anders aus.

#53:  Autor: beachbernieWohnort: Haida Gwaii BeitragVerfasst am: 23.05.2019, 20:46
    —
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
In GB bahnt sich ein nie dagewesenes politisches Erdbeben an.

Gestern war auf BBC-world zu hoeren, dass insbesondere den britischen Konservativen bei den anstehenden Europawahlen der Fall ins Bodenlose droht. Es wurde eine aktuelle Umfrage zitiert, nach der die "Tories" nur noch auf Platz 5, noch hinter den britischen Gruenen, stehen. Natuerlich sollte man berücksichtigen, dass es sich hier nur um eine einzelne, sehr extreme Umfrage handelt, aber es wird auch sonst klar, dass sich die britischen Konservativen im freien Fall befinden.

Hier eine Auflistung der Meinungsumfragen der letzten Jahre mit Verlaufschart:


https://en.wikipedia.org/wiki/Opinion_polling_for_the_next_United_Kingdom_general_election


Es faellt auf, dass die relative politische Stabilität der letzten Jahre in den letzten paar Monaten sehr chaotischen Veränderungen im Meinungsbild gewichen ist.

Fuer mich ist vor allem die Frage spannend wie das britische Parteienspektrums naechste Woche aussehen wird. Wird es die Tories dann ueberhaupt noch geben? Oder wird der Initiator des Brexit-Referendums, David Cameron endgültig als der Totengräber seiner eigenen Partei in die Geschichte eingehen?

Kann der Staat GB ueberhaupt die derzeitigen politischen Verwerfungen unbeschadet überleben? Oder wird GB auseinanderbrechen? Dann waere David Cameron sogar einer der Totengräber seines Landes, zusammen mit den Populisten Farage und Johnson...


What? Sehr glücklich Das ist nur eine Europawahl. Wird der May den Kopf kosten. Die Tories wird es weiter geben, sie haben immer noch eine Regierungsmehrheit im Unterhaus. Viele Tory-Anhänger wählen in Europa taktisch. Die Parlamentswahlen sehen dann schon wieder ganz anders aus.



Die verlinkten Umfragen beziehen sich auf die Parlamentswahlen. Ich glaube schon, dass es die Tories zerreissen kann. Warten wir einfach mal ab.

#54:  Autor: tillich (epigonal) BeitragVerfasst am: 23.05.2019, 21:26
    —
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Kann der Staat GB ueberhaupt die derzeitigen politischen Verwerfungen unbeschadet überleben?

Long live the United Republic of Scotland and Ireland!

#55:  Autor: beachbernieWohnort: Haida Gwaii BeitragVerfasst am: 23.05.2019, 22:30
    —
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Kann der Staat GB ueberhaupt die derzeitigen politischen Verwerfungen unbeschadet überleben?

Long live the United Republic of Scotland and Ireland!



Da wuerden auch bei mir die Sektkorken knallen. Wenn in GB schon die Demokratie Harakiri und den Rechtspopulisten das Feld frei macht, dann kann dieses GB fuer mich nicht klein/zersplittert genug sein.


Grossbritanien war gestern. Little Britain gehoert die Zukunft! Sehr glücklich

#56:  Autor: narr BeitragVerfasst am: 24.05.2019, 21:21
    —
Die Niederlande haben auch schon gewählt - anscheinend besser als erwartet. Zumindest die Rechtspopulisten haben ihr Ziel - zumindest nach den Exitpolls - nicht erreicht. Verhaltene Erleichterung.

#57:  Autor: sehr gut BeitragVerfasst am: 24.05.2019, 21:52
    —
narr hat folgendes geschrieben:
Die Niederlande haben auch schon gewählt - anscheinend besser als erwartet. Zumindest die Rechtspopulisten haben ihr Ziel - zumindest nach den Exitpolls - nicht erreicht. Verhaltene Erleichterung.

Wilders soll -9% weniger haben, aber die zum ersten Mal angetretene FVD soll dafür +11% haben.

#58:  Autor: swifty BeitragVerfasst am: 26.05.2019, 13:32
    —
Ich machs wie die Tschechen.

Geht gar nicht anders. Ich habs vergeigt. Deprimiert

#59:  Autor: sehr gut BeitragVerfasst am: 26.05.2019, 18:20
    —
Prognose, reale Zahlen:

Nichts 41%
CDU/CSU 16,5%
SPD 9,1%
Grüne 13%
Linke 3,2%
AfD 6,2%
FDP 3,2%
Andere 7,7%

#60:  Autor: swifty BeitragVerfasst am: 26.05.2019, 18:21
    —
Das Europa der Völker und Nationen hat deutlich hinzu gewonnen, aber auch nicht mehr als die 'Sonstigen'.



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