Was bin ich für ein Mensch?
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#1: Was bin ich für ein Mensch? Autor: dominiks_weltbildWohnort: Oestrich-Winkel BeitragVerfasst am: 16.02.2020, 17:06
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Hallo zusammen!

Ich wollte mal was ansprechen.
Und zwar bin ich jetzt 29. Ich hab vom Leben noch nicht viel gesehen.
Ich habe 6 Jahre in Einer Einrichtung für psych. Kranke gewohnt.
Wohne aber seit Januar 2019 in einer eigenen Wohnung.
Ich habe mir Leben aber immer anders vorgestellt.
Ich dachte immer, Leben sei menschenfroh und liebevoll.
Ich hatte mir immer erhofft, dass Menschen lustig sein können mit denen man lachen kann.
Ich habe eine Erbkrankheit, durch die ich die Welt wie eingeschränkt wahr nehme.

Ich fühle mich geistig immer in meiner Wohnung eingefädelt.
Ich fühle mich geistig so getrennt von den Anderen.
Ich dachte lange Zeit ich sei gläubig, aber so stimmen kann das nicht.
Weil sonst müsste ich ins Kloster gehen. Und das mach ich nicht.
Ich will mich dem gesellschaftlichen Leben anschließen.
Und möchte meine Eigenen Menschenerfahrungen sammeln.

Ich bin nicht so krank, wie es immer oberflächlich aussehen mag.
Ich bin geistig viel fitter, als im Raume steht. Scheinbar werde ich immer als "Gläubiger" eingestuft.
Das nervt. Ich kann auch ganz normal sein.
Ich interessiere mich für den Gesellschaftlichen Wandel, Mitmenschlichkeit und Lichtmaterie allgemein.
Ich mag es nicht mehr, mich in meiner eigenen Dunkelheit zu verstecken.
Wie kann ich das angehen, dass ich mich nicht mehr von meinen Ängsten zurecht weisen lasse?

Mfg
dominiks_weltbild

#2: Re: Was bin ich für ein Mensch? Autor: sehr gut BeitragVerfasst am: 16.02.2020, 18:50
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dominiks_weltbild hat folgendes geschrieben:
Wie kann ich das angehen, dass ich mich nicht mehr von meinen Ängsten zurecht weisen lasse?

Mal anders gefragt, kennst du einen Menschen von dem du meinst das der einen Weg zu Leben gefunden hat(was auch Überwindung von "Ängsten" mit einschliesst)? Ich meine abseits von üblichen Illusionen.

Ich kenne keinen...

#3: Re: Was bin ich für ein Mensch? Autor: vrolijkeWohnort: Stuttgart BeitragVerfasst am: 16.02.2020, 18:58
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sehr gut hat folgendes geschrieben:
dominiks_weltbild hat folgendes geschrieben:
Wie kann ich das angehen, dass ich mich nicht mehr von meinen Ängsten zurecht weisen lasse?

Mal anders gefragt, kennst du einen Menschen von dem du meinst das der einen Weg zu Leben gefunden hat(was auch Überwindung von "Ängsten" mit einschliesst)? Ich meine abseits von üblichen Illusionen.

Ich kenne keinen...


Melde! Winken

#4: Re: Was bin ich für ein Mensch? Autor: stepWohnort: Germering BeitragVerfasst am: 16.02.2020, 20:02
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vrolijke hat folgendes geschrieben:
Melde! Winken

Ich wußte vorher, daß Du Dich meldest Lachen

#5: Re: Was bin ich für ein Mensch? Autor: schtonk BeitragVerfasst am: 16.02.2020, 22:49
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dominiks_weltbild hat folgendes geschrieben:
Hallo zusammen!

Ich wollte mal was ansprechen.
Und zwar bin ich jetzt 29. Ich hab vom Leben noch nicht viel gesehen.
Ich habe 6 Jahre in Einer Einrichtung für psych. Kranke gewohnt.
Wohne aber seit Januar 2019 in einer eigenen Wohnung. ...


Dann hast du einen Riesenfortschritt gemacht, der ohne deinen Willen dazu nicht gelungen wäre.
Nie vergessen: Das ist eine positive (Zwischen)bilanz, die du immer vor Augen haben musst.

dominiks_weltbild hat folgendes geschrieben:
... Ich habe eine Erbkrankheit, durch die ich die Welt wie eingeschränkt wahr nehme. ...


Über "Erbkrankheit" und sozialisatorische Bedingungen psychischer Devianz wird seit Jahren unter den "Spezialisten" gestritten.
Auch wenn du ein - nachvollziehbares - Bedürfnis nach einer "endgültigen" Antwort darauf hast, warum du so bist wie du bist: Zweifel bleiben wohl immer. Hast du die Möglichkeit, dich mit anderen Betroffenen regelmäßig zu treffen und darüber zu diskutieren?

dominiks_weltbild hat folgendes geschrieben:
... Ich fühle mich geistig immer in meiner Wohnung eingefädelt.
Ich fühle mich geistig so getrennt von den Anderen. ...

Das klingt so, als seist du oft für dich und alleine.
Das könntest du ändern, indem du dich einer Gruppe anschließt, die evtl deine Interessen trifft: Schach, Skat, Kegeln, Fotografie, örtliche Naturschutzgruppe...
Ein Blick in die altehrwürdigen Zeitungsanzeigen oder Suche per Internet könnte helfen.

(...)
dominiks_weltbild hat folgendes geschrieben:
Wie kann ich das angehen, dass ich mich nicht mehr von meinen Ängsten zurecht weisen lasse?


Indem du mutiger wirst und dich mehr unter Leute begibst.

#6:  Autor: Religionskritik-WiesbadenWohnort: Wiesbaden BeitragVerfasst am: 16.02.2020, 23:01
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https://www.vssp-hessen.de/selbsthilfegruppen-verzeichnis-hessen#Orte

#7:  Autor: dominiks_weltbildWohnort: Oestrich-Winkel BeitragVerfasst am: 17.02.2020, 08:45
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@schtonk

Danke dir für deine ausführliche und authentische Antwort!
Ich bin jetzt seit 1 Jahr aus der Einrichtung draußen.
Habe aber viel mit meinen Symptomen rum zu schlagen.
Wie kann ich meinen Fokus darauf legen, wieder den Wert auf Positives zu legen?
Ich würde mich gerne für einen positiven Erinnerungswert im Gesellschaftsrahmen einsetzen.
Ich habe Visionen von einem positiven Gesellschaftsleben im Umgang unter uns Menschen.

Ich möchte meine Reise in eine Richtung schicken, in der ich mich selbst verwirklichen kann.
Oder geht das bei uns in Deutschland nicht? Ich mag es, mit anderen Zeit zu verbringen.
Und die Zeit sinnvoll und positiv zu gestalten. Denn Leben ist sowas wertvolles.
Ich fühle in mir so viel Lebensfreude, und Mut, das ist unfassbar.
Aber ich hab kein Plan wie ich handeln muss, um meine Gedanken in Taten zu verwandeln.

Mfg
dominiks_weltbild



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