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Freigeisterhaus -> Weltanschauungen und Religionen

#151:  Autor: tillich (epigonal) BeitragVerfasst am: 29.11.2021, 17:38
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VanHanegem hat folgendes geschrieben:
Bei dieser strengen Interpretation der Synonymität liegst Du mit Deinem go=drive daneben.

Diese strenge Definition ist auch eher theoretisch, da sie kaum vorkommt, sondern es nahezu immer kleinere oder größere Diifferenzen gibt. Wie es auch im Wiki-Artikel steht. Und für die Diskussion reletiv irrelevant.

#152:  Autor: Tarvoc BeitragVerfasst am: 29.11.2021, 18:04
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tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Diese strenge Definition ist auch eher theoretisch, da sie kaum vorkommt, sondern es nahezu immer kleinere oder größere Diifferenzen gibt.

Zwei Worte, die in wirklich allen Verwendungskontexten ohne jede Einschränkung oder Ausnahme exakt die gleiche Bedeutung haben, kann es schon aus recht grundsätzlichen Erwägungen heraus eigentlich nicht geben. Aber selbst wenn man mal annimmt, dass es das geben könnte, wäre das immer noch praktisch unmöglich zu ermitteln, weil man wohl kaum jemanden finden wird, der eine vollständige Übersicht über buchstäblich jede einzelne Verwendung hat, die jemals von einem der beiden fraglichen Worte gemacht wurde. So gesehen ist das Insistieren auf die "strenge Bedeutung" von Synonymie eine Nebelkerze: Fasst man die strenge Bedeutung in ihrem strengsten Sinne auf, ist sie nie erfüllt, und fasst man sie weniger streng auf, geht sie graduell in die schwache Bedeutung über. Mal abgesehen davon, dass hier in der Diskussion ohnehin nur die Bedeutungsgleichheit im konkreten Einzelbeispiel relevant war. (Bonusfrage: Ist das deutsche Wort "Schloss" streng synonym zum englischen "lock"? Das eine Wort hat ein Teekesselchen, das andere nicht.)

#153:  Autor: VanHanegem BeitragVerfasst am: 01.12.2021, 17:24
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tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Dass im von mir verlinkten Wörterbuch die Gleichsetzung für das Verhältnis der Vergangenheit "gegona" gilt, habe ich im gleichen Post mit dem Link selbst geschrieben ...

Mag sein. Wenn Du dann aber schreibst:
"einai" und "gignomai" im Griechischen in Konstruktionen, wo sie logisch dasselbe bezeichnen, ..."
Dann hast Du Dir eventuelle Missverständnisse selbst zuzuschreiben. Wobei ich bezweifle, dass es sich um eins handelt, schließlich ist Dein Trick ja tatsächlich die Überlegungen die zu synonymer Verwendbarkeit im Perfekt führen auf den Imperativ auszuweiten.


tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Natürlich meine ich, wenn ich in dieser Antwort von Kontext rede, den Kontext dieser Stelle.

Mag sein, dann kommt aber nichts von Dir zum Kontext.
Eine freie Übersetzung (abweichend vom Wörterbuch) wählt man normalerweise, wenn die wörtliche in der Zielsprache keinen Sinn macht oder unverständlich ist. Bei Luke 6,36 greift diese Überlegung jedoch nicht.








Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Mit den Augen rollen Natürlich ist für die Diskussion hier ausschließlich die Bedeutungsgleichheit in dem von dir selbst gewählten Beispiel von Relevanz.

(Davon abgesehen ist die Üblichkeit einer Verwendung auch trotz allem immer noch kein Bestandteil der Bedeutung. Und "I drove to Berlin by train" ist vielleicht ungebräuchlich, aber trotz allem immer noch nicht falsch.)

Natürlich stimmi ich zu, dass Bedeutungsgleichheit nur im Kontext zu betrachten ist, aber warum bringst du dann eine Quelle, die anderes behauptet?
Und: "I drove to Berlin" durchaus gebräuchlich wenn Du selbst am steuerst.
Und: "falsch" gibts im englischen nicht sondern nur "unüblich".

#154:  Autor: Tarvoc BeitragVerfasst am: 01.12.2021, 21:12
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VanHanegem hat folgendes geschrieben:
Und: "falsch" gibts im englischen nicht sondern nur "unüblich".

Pillepalle

#155:  Autor: tillich (epigonal) BeitragVerfasst am: 01.12.2021, 21:36
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VanHanegem hat folgendes geschrieben:
Mag sein, dann kommt aber nichts von Dir zum Kontext.

Ich sprach von dem Verbgebrauch in der zweiten Satzhälfte, in der ein Vergleich gezogen wird. Natürlich ist das der Kontext zur ersten Satzhälfte, was denn sonst?

Mann ... du wirst immer plumper.

#156:  Autor: VanHanegem BeitragVerfasst am: 05.12.2021, 15:52
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tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Ich sprach von dem Verbgebrauch in der zweiten Satzhälfte, in der ein Vergleich gezogen wird. Natürlich ist das der Kontext zur ersten Satzhälfte, was denn sonst?

Mann ... du wirst immer plumper.

Der Kontext ist also, dass der Mensch werden soll (oder das zumindest versuchen) wie Gott ist.

#157:  Autor: sehr gut BeitragVerfasst am: 05.12.2021, 18:38
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VanHanegem hat folgendes geschrieben:
Der Kontext ist also, dass der Mensch werden soll (oder das zumindest versuchen) wie Gott ist.

Wo 'Gott' als "Unser Vater" bezeichnet wird müsste sogar etwas _wesen_tliches im Raum stehen(kann man das "versuchen"?).

#158:  Autor: VanHanegem BeitragVerfasst am: 09.12.2021, 13:17
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VanHanegem hat folgendes geschrieben:

Der Kontext ist also, dass der Mensch werden soll (oder das zumindest versuchen) wie Gott ist.

Das gilt für die korrekte Übersetzung. In der Falschübersetzung der Vulgata erhält der Zuhörer den Auftrag gottgleich zu SEIN. Macht vor dem geschichtlichen Hintergrund des 4 Jhd auch Sinn. Das Christentum ist soeben zur Staatsreligion avanciert. Gebote, deren Erfüllung ein Ding der Unmöglichkeit ist, taugen gut als Unterdrückungsinstrumente. Das Ganze vor dem Hintergrund, dass auch Jesus soeben (Nicää) zum Gott befördert wurde.

#159:  Autor: Tarvoc BeitragVerfasst am: 09.12.2021, 14:00
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Also barmherzig = gottgleich (in welcher Sprache gilt bitteschön diese Synonymie??), und gottgleich sein = unmöglich, aber gottgleich werden = möglich. Woraus natürlich logisch folgt, dass barmherzig sein unmöglich ist. Ob das wohl im Sinne des Erfinders ist? Am Kopf kratzen

Was genau soll es eigentlich heißen, etwas zu werden, das man auch in Zukunft überhaupt nie sein wird und sein kann? Weißt du, was das deutsche Wort "werden" bedeutet? Mit den Augen rollen

#160:  Autor: VanHanegem BeitragVerfasst am: 10.12.2021, 17:47
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Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Also barmherzig = gottgleich (in welcher Sprache gilt bitteschön diese Synonymie??)

wie jedoch aus dem streitgegenständlichen Text unschwer zu entnehmen ist ging es nicht einfach um barmherzig, sondern barmherzig wie Gott barmherzig ist.
Deine weiteren Fehlleistungen spielen sich auf demselben Niveau ab.

#161:  Autor: VanHanegem BeitragVerfasst am: 10.12.2021, 17:53
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Da zu Luke 6,36 keine erwähnenswerten Beiträge mehr kommen zur nächsten Falschübersetzung:

Mk 12,31 wird gemeinhin falschübersetzt mit "liebe Deinen Nächsten ...". Die korrekte Übersetzung müsste lauten "wertschätze Deinen Nächsten ..."

Diesmal liegt die Schuld aber nicht bei der Vulgata. Deren Version "diliges ..." ist o.k.

#162:  Autor: tillich (epigonal) BeitragVerfasst am: 10.12.2021, 18:07
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Das sind wohl die philologischen tausende von Geisterfahrern.

#163:  Autor: CriticWohnort: Arena of Air BeitragVerfasst am: 10.12.2021, 23:23
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Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Was genau soll es eigentlich heißen, etwas zu werden, das man auch in Zukunft überhaupt nie sein wird und sein kann? Weißt du, was das deutsche Wort "werden" bedeutet? Mit den Augen rollen


Das würde schon einen gewissen Sinn ergeben: Wenn man jemandem den Auftrag gibt, irgendetwas zu tun, das er nicht tun kann, wird der sich womöglich unzulänglich und bedroht fühlen. Denn wie heißt es z.B. bei dem, der aus Angst das ihm überlassene Talent vergräbt: "Du bist böse, du wirst ausgestoßen werden".

Wie gut aber, daß hier nicht nur ein möglicherweise unrealistischer Anspruch an die Reinheit und Heiligkeit des Menschen formuliert wird(*), wie er sein müßte, um "aus eigener Kraft" das Heil zu erreichen, sondern dem Menschen auch ein Weg eröffnet wird, wie er das Heil erreichen kann trotz seiner Unzulänglichkeit... Am Kopf kratzen.


(*) Daß man was Gott genau will nur noch ungenauer erkennen kann als eh schon, wenn man nicht Koine-Griechisch, Alt- und Mittel-Hebräisch und diverse Sprachschichten des Aramäischen versteht, das werden Fundamentalisten womöglich als weiteren Beleg dafür sehen, wie sehr man Gott braucht. (Und womöglich als zusätzliche Begründung, warum die Gebete nicht gewirkt haben... Am Kopf kratzen.)

#164:  Autor: VanHanegem BeitragVerfasst am: 22.12.2021, 12:18
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Critic hat folgendes geschrieben:
(*) Daß man was Gott genau will nur noch ungenauer erkennen kann als eh schon, wenn man nicht Koine-Griechisch, Alt- und Mittel-Hebräisch und diverse Sprachschichten des Aramäischen versteht, ...

im Islam sogar offizieller Bestandteil der Lehre:

„Wir haben es zu einem arabischen Koran gemacht, auf dass ihr ihn verstehen möget.“
Sure 43, Vers 3



Critic hat folgendes geschrieben:
... das werden Fundamentalisten womöglich als weiteren Beleg dafür sehen, wie sehr man Gott braucht. (Und womöglich als zusätzliche Begründung, warum die Gebete nicht gewirkt haben... Am Kopf kratzen.)

... das stellt im Christentum vor allem die Priesterkaste traditionell als Beleg für die eigene Unentbehrlichkeit dar.



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