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Umfrage zur Todesstrafe
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Wie haltet Ihr es mit der Todesstrafe
Bin für die Todesstrafe
4%
 4%  [ 5 ]
Bin gegen die Todesstrafe
76%
 76%  [ 92 ]
Bin in Einzelfällen für die Todesstrafe
16%
 16%  [ 20 ]
Bin unschlüssig
3%
 3%  [ 4 ]
Stimmen insgesamt : 121

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Ermanameraz
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Anmeldungsdatum: 07.05.2006
Beiträge: 3932

Beitrag(#603905) Verfasst am: 16.11.2006, 23:55    Titel: Re: Umfrage zur Todesstrafe Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Ermanameraz hat folgendes geschrieben:

Wieso spielt das eine Rolle?


Weil Wächsterbacher es angesprochen hat. Schwer vorstellbar, aber es gibt hier tatsächlich Beiträge, in denen es nicht um Dich geht. freakteach


Lass doch endlich dieses Affentheater!
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Kramer
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 30878

Beitrag(#603906) Verfasst am: 16.11.2006, 23:57    Titel: Antworten mit Zitat

Ermanameraz hat folgendes geschrieben:
Die Schlussfolgerung 'Wenn harte Haftbedingungen vorliegen, kann man auch gleich hinrichten' ziehe ich nicht. Ich stelle nichteinmal diese Behauptung auf. Ich frage mich was das soll?!


Wenn Du nicht falsch verstanden werden willst, dann drücke Dich einfach klarer aus.
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Ermanameraz
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Anmeldungsdatum: 07.05.2006
Beiträge: 3932

Beitrag(#603908) Verfasst am: 16.11.2006, 23:58    Titel: Antworten mit Zitat

Da du mich offenbar auf dem Kicker hast, wirst du mich auch weiterhin falsch verstehen, wenn du willst. Also wozu mühe geben?
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kolja
der Typ im Maschinenraum
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Anmeldungsdatum: 02.12.2004
Beiträge: 16631
Wohnort: NRW

Beitrag(#603910) Verfasst am: 16.11.2006, 23:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ermanameraz hat folgendes geschrieben:
[...] Kicker [...]

Das heißt "Kieker".
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Kramer
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 30878

Beitrag(#603911) Verfasst am: 17.11.2006, 00:01    Titel: Antworten mit Zitat

kolja hat folgendes geschrieben:
Ermanameraz hat folgendes geschrieben:
[...] Kicker [...]

Das heißt "Kieker".


Jetzt sind wir schon zwei.
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kolja
der Typ im Maschinenraum
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Anmeldungsdatum: 02.12.2004
Beiträge: 16631
Wohnort: NRW

Beitrag(#603916) Verfasst am: 17.11.2006, 00:07    Titel: Antworten mit Zitat

Cool
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Ermanameraz
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Anmeldungsdatum: 07.05.2006
Beiträge: 3932

Beitrag(#603917) Verfasst am: 17.11.2006, 00:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hä-hä. Die machen nichtmal einen Hehl draus und halten sich für geeignet zu 'moderieren'. Wer hat es eigentlich verbockt, euch den Scheiss zu überlassen? Ich meine, es ist ja wohl klar, dass zumindest Kramer ein Paradebeispiel eines simplen Pöblers ist, der jeden Versuch meinersiets, die Wogen zu glätten, geradezu bekämpft. Wieso sollte ich anerkennen, dass er verhaltensmäßig irgendwie vernünftiger ist als ich und daher Moderator sein sollte? Lachen
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Kramer
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 30878

Beitrag(#603921) Verfasst am: 17.11.2006, 00:12    Titel: Antworten mit Zitat

Ermanameraz hat folgendes geschrieben:
Hä-hä. Die machen nichtmal einen Hehl draus und halten sich für geeignet zu 'moderieren'.


Ich moderiere Dich doch gar nicht, ich bin privat hier.
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kolja
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Anmeldungsdatum: 02.12.2004
Beiträge: 16631
Wohnort: NRW

Beitrag(#603922) Verfasst am: 17.11.2006, 00:13    Titel: Antworten mit Zitat

Ich fand Kramers Beiträge sehr sachlich, geradezu vorbildlich. Für meine Rechtschreibkorrektur allerdings entschuldige ich mich. Da ging mein Rachebedürfnis mit mir durch.
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Kramer
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 30878

Beitrag(#603926) Verfasst am: 17.11.2006, 00:24    Titel: Antworten mit Zitat

Klaus Rogall - Justizmord? Todesstrafe im Strafrecht

Die Originalversion des Textes habe ich leider nicht mehr gefunden.
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Ermanameraz
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Anmeldungsdatum: 07.05.2006
Beiträge: 3932

Beitrag(#603927) Verfasst am: 17.11.2006, 00:25    Titel: Antworten mit Zitat

*gähn* ich mag einen Strohmann gebaut haben, ein paar Seiten davor hat Kramer aber einfach Mist gebaut. Aber was solls, im Grunde bin ich euch dankbar dafür, wie leicht ihr euch von euren 'hohen Rössern' schubsen lasst. Ich wäre trotzdem dankbar, wenn wir das jetzt lassen könnten. Meine Position liegt doch vollkommen offen. Ich fordere die Todesstrafe nicht geradeheraus, sondern würd esie in Extremfällen für angebracht halten und auch nicht, weil ich das für moralisch bedeutend besser halte.
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Ermanameraz
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Anmeldungsdatum: 07.05.2006
Beiträge: 3932

Beitrag(#603929) Verfasst am: 17.11.2006, 00:32    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Klaus Rogall - Justizmord? Todesstrafe im Strafrecht

Die Originalversion des Textes habe ich leider nicht mehr gefunden.


Die Todesstrafenjustiz Chinas und ähnlicher Missgeburten der Rechtsprechung ist hier wohl thematisch kaum von Belang. Aber der Artikel scheint immerhin interessant zu sein.
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Kramer
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 30878

Beitrag(#603935) Verfasst am: 17.11.2006, 00:41    Titel: Antworten mit Zitat

Ermanameraz hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
Klaus Rogall - Justizmord? Todesstrafe im Strafrecht

Die Originalversion des Textes habe ich leider nicht mehr gefunden.


Die Todesstrafenjustiz Chinas und ähnlicher Missgeburten der Rechtsprechung ist hier wohl thematisch kaum von Belang. Aber der Artikel scheint immerhin interessant zu sein.


Darum geht es in dem Text auch nur am Anfang. Du hast vorhin geschrieben:

Zitat:
es ist nicht weniger verwerflich einen Menschen hinzurichten, als ihn sein Leben lang einzusperren und es ist letztendlich die bestmögliche Prävention vor weiteren Taten.


Dazu ist zum Beispiel Abschnit VI. des Textes interessant. [/quote]
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Ermanameraz
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Anmeldungsdatum: 07.05.2006
Beiträge: 3932

Beitrag(#603945) Verfasst am: 17.11.2006, 00:56    Titel: Antworten mit Zitat

nein. definitiv nicht. Das die Wiedereinführung in der BRD wohl ausgeschlossen ist, stimmt natürlich. Ich wollte auch nie eine Diskussion aufgrund der bestehenden Rechtslage führen, was auch unmöglich ist, da die Todesstrafe im gegenwärtigen System kein Thema sein kann. Eine Erörterung der Todesstrafe kann nicht Thema der Rechtsprechung sein. Es ist eigentlich eine politische Debatte


Zitat:
Das Recht ist ein Teil des Gesellschaftssystems und erscheint als Bedingung der Möglichkeit von Gesellschaft überhaupt, denn es hat offenbar nie Gesellschaften ohne Recht gegeben. Es ist deshalb naheliegend, mit der neueren "soziologischen Richtung" die Aufgabe des Strafrechts und ihre Legitimation über die gesellschaftliche Funktion des Rechts zu bestimmen. Eine ausgearbeitete und vom Strafrecht heute immer mehr rezipierte -aber natürlich nicht unumstrittene- Theorie liegt uns hier in Gestalt der Systemtheorie vor, insofern sie das Recht als ein operativ geschlossenes, sich selbst reproduzierendes (autopoietisches) System bezeichnet. Neben Religion und Moral stellt das Recht das wichtigste gesellschaftliche Sinnvermittlungsinstrument dar. Die Rechtsnormen enthalten "gefrorenen Sinn". Sie verteilen und entziehen Freiheit und stellen den binären Rechtscode (rechtmäßig/rechtswidrig) nach Maßgabe ihres Programms ein. Im Lichte dieser Auffassung besteht die primäre Funktion des Rechts nicht in der Steuerung von Verhalten oder in der Lösung von Konflikten, sondern in der Gewährleistung von Erwartungssicherheit. Der einzelne muß seine am vorgegebenen Sinn orientierten Erwartungen im Falle des Normbruchs nicht preisgeben. Vielmehr bestätigt ihm das Recht, richtig erwartet zu haben und trägt so zu seiner eigenen Stabilisierung und Durchsetzung bei. Die bloße Feststellung, daß Recht Recht ist und bleibt, man also richtig erwartet hat, genügt allerdings auf Dauer nicht, um das Recht als normatives Orientierungsmuster zu bewahren. Vielmehr muß es auch entweder faktisch oder, wenn das nicht möglich ist, kompensatorisch durchgesetzt werden. In diesem Verständnis ist Strafe als Reaktion auf einen Normbruch in erster Linie ein symbolischer Modus der Normbestätigung oder ein "Substitut der Anspruchserfüllung".


Ich halte dies für den wichtigsten Abschnitt in dem Aufsatz und fühle mich grundsätzlich davon in meiner Auffassung absolut bestätigt. Er geht zwar in eine andere Richtung, aber er geht letztendlich nicht in der Art und Weise, wie ich das für wünschenswert hielte, darauf ein, da er sich weiterhin in seinen Gedankenfachwerken bewegt, obwohl er diese eigentlich angekündigtermaßen verlassen wollte.
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Ermanameraz
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Anmeldungsdatum: 07.05.2006
Beiträge: 3932

Beitrag(#603957) Verfasst am: 17.11.2006, 01:17    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Ermanameraz hat folgendes geschrieben:
Bisher ist auch niemand auf meine Frage eingegangen, weshalb es als selbstverständlich erachtet wird, das Polizisten scharfe Munition einsetzen dürfen. Es ist m.E. widersinnig dies zu akzeptieren und dann (prinzipiell) gegen die Todesstrafe zu sein.


Woher willst Du wissen, dass es von jedem selbstverständlich akzeptiert wird? Du baust einen Strohmann und lenkst vom Thema ab.


Übrigens nehme ich den Ansatz eines Eingeständnisses, einen Strohmann gebaut zuhaben zurück. Ich mus wohl müde sein skeptisch Ich habe nirgendwo unterstellt, dass das so gesehen wird. ich habe lediglich einen Grund vorgegeben zu diskutieren. Das ist wirklich unmissverständlich und auch von mir so beabsichtigt. Kramers Sticheleien waren weder sachlich, noch zeugen sie von Qualitäten eines Moderators. Das ist eine hinterhältigere Form von Pöbelei, die hier offenbar eher akzeptiert wird.
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Kramer
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 30878

Beitrag(#603961) Verfasst am: 17.11.2006, 01:30    Titel: Antworten mit Zitat

Ermanameraz hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
Ermanameraz hat folgendes geschrieben:
Bisher ist auch niemand auf meine Frage eingegangen, weshalb es als selbstverständlich erachtet wird, das Polizisten scharfe Munition einsetzen dürfen. Es ist m.E. widersinnig dies zu akzeptieren und dann (prinzipiell) gegen die Todesstrafe zu sein.


Woher willst Du wissen, dass es von jedem selbstverständlich akzeptiert wird? Du baust einen Strohmann und lenkst vom Thema ab.


Übrigens nehme ich den Ansatz eines Eingeständnisses, einen Strohmann gebaut zuhaben zurück. Ich mus wohl müde sein skeptisch Ich habe nirgendwo unterstellt, dass das so gesehen wird. ich habe lediglich einen Grund vorgegeben zu diskutieren. Das ist wirklich unmissverständlich und auch von mir so beabsichtigt. Kramers Sticheleien waren weder sachlich, noch zeugen sie von Qualitäten eines Moderators. Das ist eine hinterhältigere Form von Pöbelei, die hier offenbar eher akzeptiert wird.


In diesem Thread geht es um die Todesstrafe, nicht um Notwehr, Nothilfe oder den finalen Rettungsschuss. Insofern ist Deine Aussage eine Ablenkung vom eigentlichen Thema. Die Frage "Weshalb wird es als selbstverständlich erachtet, dass..." enthält eine Unterstellung, nämlich dass etwas als selbstverständlich erachtet wird. Ich könnte Dich z.B. fragen, warum Du es als selbstverständlich erachtest, dass Männer ihre Frauen schlagen dürfen. Ich glaube nicht, dass Du das lediglich als Diskussionsanregung verstehen würdest.
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Mario Hahna
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Anmeldungsdatum: 04.04.2005
Beiträge: 9607
Wohnort: München

Beitrag(#603962) Verfasst am: 17.11.2006, 01:30    Titel: Antworten mit Zitat

Du gehörst dringend in Behandlung. Dein Verhalten hier ist dermaßen gestört, und du scheinst es nicht einmal zu merken.
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Ermanameraz
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Anmeldungsdatum: 07.05.2006
Beiträge: 3932

Beitrag(#603964) Verfasst am: 17.11.2006, 01:36    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Ermanameraz hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
Ermanameraz hat folgendes geschrieben:
Bisher ist auch niemand auf meine Frage eingegangen, weshalb es als selbstverständlich erachtet wird, das Polizisten scharfe Munition einsetzen dürfen. Es ist m.E. widersinnig dies zu akzeptieren und dann (prinzipiell) gegen die Todesstrafe zu sein.


Woher willst Du wissen, dass es von jedem selbstverständlich akzeptiert wird? Du baust einen Strohmann und lenkst vom Thema ab.


Übrigens nehme ich den Ansatz eines Eingeständnisses, einen Strohmann gebaut zuhaben zurück. Ich mus wohl müde sein skeptisch Ich habe nirgendwo unterstellt, dass das so gesehen wird. ich habe lediglich einen Grund vorgegeben zu diskutieren. Das ist wirklich unmissverständlich und auch von mir so beabsichtigt. Kramers Sticheleien waren weder sachlich, noch zeugen sie von Qualitäten "eines Moderators. Das ist eine hinterhältigere Form von Pöbelei, die hier offenbar eher akzeptiert wird.


In diesem Thread geht es um die Todesstrafe, nicht um Notwehr, Nothilfe oder den finalen Rettungsschuss. Insofern ist Deine Aussage eine Ablenkung vom eigentlichen Thema. Die Frage "Weshalb wird es als selbstverständlich erachtet, dass..." enthält eine Unterstellung, nämlich dass etwas als selbstverständlich erachtet wird. Ich könnte Dich z.B. fragen, warum Du es als selbstverständlich erachtest, dass Männer ihre Frauen schlagen dürfen. Ich glaube nicht, dass Du das lediglich als Diskussionsanregung verstehen würdest.


Komm schon, das ist lächerlich. Um den Vorwurf moralischer Fragwürdigkeit geht es doch gar nicht. Ich sagte

Zitat:
Bisher ist auch niemand auf meine Frage eingegangen, weshalb es als selbstverständlich erachtet wird, das Polizisten scharfe Munition einsetzen dürfen. Es ist m.E. widersinnig dies zu akzeptieren und dann (prinzipiell) gegen die Todesstrafe zu sein."


Es ist nirgends zu lesen, dass ich irgendwem im Forum unterstelle, dass das irgendwer so sieht. Du bist aber sofort dazu übergegangen mir vorzuwerfen, ich würde diese Unterstellung an irgendjemanden, bzw. alle richten. Ich sah darin lediglich einen Diskussionsansatz.
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Kramer
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 30878

Beitrag(#603965) Verfasst am: 17.11.2006, 01:37    Titel: Antworten mit Zitat

Thao hat folgendes geschrieben:
Du gehörst dringend in Behandlung. Dein Verhalten hier ist dermaßen gestört, und du scheinst es nicht einmal zu merken.


Hey - bleib fair. Du bist da dicht an der Gürtellinie, wenn nicht darunter. Das sage ich als User, nicht als Moderator. Ich bin zu sehr in diesen Thread involviert, um hier zu moderieren.
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Mario Hahna
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Anmeldungsdatum: 04.04.2005
Beiträge: 9607
Wohnort: München

Beitrag(#603968) Verfasst am: 17.11.2006, 01:41    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Thao hat folgendes geschrieben:
Du gehörst dringend in Behandlung. Dein Verhalten hier ist dermaßen gestört, und du scheinst es nicht einmal zu merken.


Hey - bleib fair. Du bist da dicht an der Gürtellinie, wenn nicht darunter. Das sage ich als User, nicht als Moderator. Ich bin zu sehr in diesen Thread involviert, um hier zu moderieren.


Ist es unfair, ihm zu sagen, dass er einen massiven Dachschaden hat? Ich denke nicht.
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Kramer
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 30878

Beitrag(#603969) Verfasst am: 17.11.2006, 01:42    Titel: Antworten mit Zitat

Ermanameraz hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Das Recht ist ein Teil des Gesellschaftssystems und erscheint als Bedingung der Möglichkeit von Gesellschaft überhaupt, denn es hat offenbar nie Gesellschaften ohne Recht gegeben. Es ist deshalb naheliegend, mit der neueren "soziologischen Richtung" die Aufgabe des Strafrechts und ihre Legitimation über die gesellschaftliche Funktion des Rechts zu bestimmen. Eine ausgearbeitete und vom Strafrecht heute immer mehr rezipierte -aber natürlich nicht unumstrittene- Theorie liegt uns hier in Gestalt der Systemtheorie vor, insofern sie das Recht als ein operativ geschlossenes, sich selbst reproduzierendes (autopoietisches) System bezeichnet. Neben Religion und Moral stellt das Recht das wichtigste gesellschaftliche Sinnvermittlungsinstrument dar. Die Rechtsnormen enthalten "gefrorenen Sinn". Sie verteilen und entziehen Freiheit und stellen den binären Rechtscode (rechtmäßig/rechtswidrig) nach Maßgabe ihres Programms ein. Im Lichte dieser Auffassung besteht die primäre Funktion des Rechts nicht in der Steuerung von Verhalten oder in der Lösung von Konflikten, sondern in der Gewährleistung von Erwartungssicherheit. Der einzelne muß seine am vorgegebenen Sinn orientierten Erwartungen im Falle des Normbruchs nicht preisgeben. Vielmehr bestätigt ihm das Recht, richtig erwartet zu haben und trägt so zu seiner eigenen Stabilisierung und Durchsetzung bei. Die bloße Feststellung, daß Recht Recht ist und bleibt, man also richtig erwartet hat, genügt allerdings auf Dauer nicht, um das Recht als normatives Orientierungsmuster zu bewahren. Vielmehr muß es auch entweder faktisch oder, wenn das nicht möglich ist, kompensatorisch durchgesetzt werden. In diesem Verständnis ist Strafe als Reaktion auf einen Normbruch in erster Linie ein symbolischer Modus der Normbestätigung oder ein "Substitut der Anspruchserfüllung".


Ich halte dies für den wichtigsten Abschnitt in dem Aufsatz und fühle mich grundsätzlich davon in meiner Auffassung absolut bestätigt.


Ich halte es nicht für sehr redlich, aus einer zusammenhängenden Argumentation einen Teil rauszuschneiden, weil er einem angeblich gerade in den Kram passt. Der Text geht ja danach weiter:

Zitat:
In dieser Funktion kommt dem Recht und vor allem dem Strafrecht Einzigartigkeit zu. Verhaltenssteuerung und Konfliktregulierung sind dagegen Ziele, für deren Erreichung es in weitem Umfang funktionale Äquivalente auch außerhalb des Rechts gibt. Soweit das Recht hierzu beiträgt, handelt es sich nur um "Leistungen", die das Rechtssystem für die Gesellschaft erbringt. Aber diese Service-Leistungen sind durchaus defizitär, denn das Recht erreicht diese Ziele ja bekanntlich nur unvollkommen. Insbesondere vermag es die Sicherheit von Gütern ebensowenig zu garantieren wie die ubiquitäre Durchsetzung gesollten Verhaltens. Angesichts dessen erweist sich das Güterschutzdogma heute als tiefgreifend erschüttert. Mindestens kann man sagen, daß seine Leistungsfähigkeit und seine Bedeutung in der Vergangenheit wesentlich überschätzt worden sind.

Für die materielle Legitimation von Strafen folgt aus dem Gesagten, daß Strafnormen nur insoweit gerechtfertigt werden können, als sie zum Erhalt der von der Treue zur Norm abhängigen gesellschaftlichen Existenzbedingungen erforderlich sind. Sie unterliegen daher den Prinzipien der Erforderlichkeit, der Verhältnismäßigkeit und der Subsidiarität. In dieser Beziehung steht dem Gesetzgeber aber eine Einschätzungsprärogative zu. Die Todesstrafe könnte daher in der Binnenperspektive des Strafrechts nur legitimiert werden, wenn sie sich in diesem Sinne als erforderlich und verhältnismäßig erwiese.

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Kramer
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 30878

Beitrag(#603970) Verfasst am: 17.11.2006, 01:43    Titel: Antworten mit Zitat

Thao hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
Thao hat folgendes geschrieben:
Du gehörst dringend in Behandlung. Dein Verhalten hier ist dermaßen gestört, und du scheinst es nicht einmal zu merken.


Hey - bleib fair. Du bist da dicht an der Gürtellinie, wenn nicht darunter. Das sage ich als User, nicht als Moderator. Ich bin zu sehr in diesen Thread involviert, um hier zu moderieren.


Ist es unfair, ihm zu sagen, dass er einen massiven Dachschaden hat? Ich denke nicht.


Es ist gegen die Forenregeln. Das sollte genügen.
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Ermanameraz
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Anmeldungsdatum: 07.05.2006
Beiträge: 3932

Beitrag(#603972) Verfasst am: 17.11.2006, 01:44    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Thao hat folgendes geschrieben:
Du gehörst dringend in Behandlung. Dein Verhalten hier ist dermaßen gestört, und du scheinst es nicht einmal zu merken.


Hey - bleib fair. Du bist da dicht an der Gürtellinie, wenn nicht darunter. Das sage ich als User, nicht als Moderator. Ich bin zu sehr in diesen Thread involviert, um hier zu moderieren.


Keine sorge, das kratzt mich nicht im Mindesten (schon weil es von Thao kommt hauptsächlich). Aber danke, ich anerkenne das.
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Hugo de la Smile
Zweifler



Anmeldungsdatum: 25.07.2003
Beiträge: 855
Wohnort: Berlin

Beitrag(#603973) Verfasst am: 17.11.2006, 01:46    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Bisher ist auch niemand auf meine Frage eingegangen, weshalb es als selbstverständlich erachtet wird, das Polizisten scharfe Munition einsetzen dürfen. Es ist m.E. widersinnig dies zu akzeptieren und dann (prinzipiell) gegen die Todesstrafe zu sein."


finde ich nicht, die anwendung der todesstrafe entspricht immer einem mord und würde auch so genannt werden, wenn sie so von nichtstaatlicherseite durchgeführt wird.
das einsetzen scharfer munition von staatlicher seite entspricht nicht per se einem mord. man kann sie zum bispiel einsetzen um in die decke oder auf wilschweine zu schießen.
ich finde aber auch nicht, dass es selbstverständlich ist, dass irgendwer scharfe munition einsetzen darf.
_________________
als ich über den tellerrand blicken wollte, bin ich gegen das brett vor meinem kopf geknallt.
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Ermanameraz
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Anmeldungsdatum: 07.05.2006
Beiträge: 3932

Beitrag(#603974) Verfasst am: 17.11.2006, 01:47    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe das nicht aus dem Zusammenhang gerissen. Ich sagte doch, dass er in eine andere Richtung geht.

Zitat:

Die Todesstrafe könnte daher in der Binnenperspektive des Strafrechts nur legitimiert werden, wenn sie sich in diesem Sinne als erforderlich und verhältnismäßig erwiese.


Ich sehe eben genau dieses als gegeben an.
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Ermanameraz
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Anmeldungsdatum: 07.05.2006
Beiträge: 3932

Beitrag(#603976) Verfasst am: 17.11.2006, 01:49    Titel: Antworten mit Zitat

Thao hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
Thao hat folgendes geschrieben:
Du gehörst dringend in Behandlung. Dein Verhalten hier ist dermaßen gestört, und du scheinst es nicht einmal zu merken.


Hey - bleib fair. Du bist da dicht an der Gürtellinie, wenn nicht darunter. Das sage ich als User, nicht als Moderator. Ich bin zu sehr in diesen Thread involviert, um hier zu moderieren.


Ist es unfair, ihm zu sagen, dass er einen massiven Dachschaden hat? Ich denke nicht.


Ich fürchte ich bin mir meiner Untaten bewußt Lachen Wieso erscheint dir das eigentlich ausgerechnet hier als angebracht? Reine Neugier...
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Ermanameraz
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Anmeldungsdatum: 07.05.2006
Beiträge: 3932

Beitrag(#603977) Verfasst am: 17.11.2006, 01:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hugo de la Smile hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Bisher ist auch niemand auf meine Frage eingegangen, weshalb es als selbstverständlich erachtet wird, das Polizisten scharfe Munition einsetzen dürfen. Es ist m.E. widersinnig dies zu akzeptieren und dann (prinzipiell) gegen die Todesstrafe zu sein."


finde ich nicht, die anwendung der todesstrafe entspricht immer einem mord und würde auch so genannt werden, wenn sie so von nichtstaatlicherseite durchgeführt wird.
das einsetzen scharfer munition von staatlicher seite entspricht nicht per se einem mord. man kann sie zum bispiel einsetzen um in die decke oder auf wilschweine zu schießen.
ich finde aber auch nicht, dass es selbstverständlich ist, dass irgendwer scharfe munition einsetzen darf.


Das ist nicht der Fall. Mord ist gemäß der juristischen Definition Mord und nicht, weil es dir dein Enddarm einflüstert.
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Kramer
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 30878

Beitrag(#603979) Verfasst am: 17.11.2006, 01:54    Titel: Antworten mit Zitat

Ermanameraz hat folgendes geschrieben:

Keine sorge, das kratzt mich nicht im Mindesten (schon weil es von Thao kommt hauptsächlich).


Das passt gut zum Thema. Regeln und Gesetze werden nicht nur deshalb erlassen, um die Opfer zu schützen, sondern auch um die Gesellschaft/Community zu erhalten. Deshalb wude z.B. Armin Meiwes wegen Mordes verurteilt, obwohl er die Einwilligung seines Opfers hatte. Es geht vor allem um die Aufrechterhaltung einer Rechtsordnung, nicht darum, wie die Opfer oder deren Angehörige die Tat bewerten. Ich halte das für einen zivilisatorischen Fortschritt, den wir um keinen Preis aufgeben sollten. Weder in die eine, noch in die andere Richtung.
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Ermanameraz
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Anmeldungsdatum: 07.05.2006
Beiträge: 3932

Beitrag(#603980) Verfasst am: 17.11.2006, 01:55    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Ermanameraz hat folgendes geschrieben:

Keine sorge, das kratzt mich nicht im Mindesten (schon weil es von Thao kommt hauptsächlich).


Das passt gut zum Thema. Regeln und Gesetze werden nicht nur deshalb erlassen, um die Opfer zu schützen, sondern auch um die Gesellschaft/Community zu erhalten. Deshalb wude z.B. Armin Meiwes wegen Mordes verurteilt, obwohl er die Einwilligung seines Opfers hatte. Es geht vor allem um die Aufrechterhaltung einer Rechtsordnung, nicht darum, wie die Opfer oder deren Angehörige die Tat bewerten. Ich halte das für einen zivilisatorischen Fortschritt, den wir um keinen Preis aufgeben sollten. Weder in die eine, noch in die andere Richtung.


Das sehe ich auch so. Deswegen würde ich du Troux auch dann hinrichten, wenn die Angehörigen der Opfer im vergeben würden. Mir ist übrigens bewußt, dass das etwas grotesk klingt... das liegt daran, dass ich nicht (mehr) an das Gute im Menschen glaube.


Zuletzt bearbeitet von Ermanameraz am 17.11.2006, 01:56, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Kramer
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 30878

Beitrag(#603982) Verfasst am: 17.11.2006, 01:55    Titel: Antworten mit Zitat

Ermanameraz hat folgendes geschrieben:
Ich habe das nicht aus dem Zusammenhang gerissen. Ich sagte doch, dass er in eine andere Richtung geht.

Zitat:

Die Todesstrafe könnte daher in der Binnenperspektive des Strafrechts nur legitimiert werden, wenn sie sich in diesem Sinne als erforderlich und verhältnismäßig erwiese.


Ich sehe eben genau dieses als gegeben an.


Du ignorierst aber das, auf das sich "in diesem Sinne" bezieht und ersetzt es durch das, was Du für sinnvoll hältst.
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