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Deutschland - Untergang oder radikaler Neubeginn?
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Wird Deutschland wirtschaftlich untergehen, oder wird es einen radikalen Neubeginn geben?
Wieso? Uns/mir geht es doch noch ganz gut.
12%
 12%  [ 6 ]
Die neue Bundesregierung wird Deutschland durch radikale Reformen zu neuem Wohlstand führen.
4%
 4%  [ 2 ]
Jeder sollte endlich wieder selbst für seine Rechte eintreten. Die neue APO muss her.
37%
 37%  [ 18 ]
Für Revolution und Klassenkampf. Es lebe die sozialistische Republik.
18%
 18%  [ 9 ]
Mit einem starken "Führer" wäre uns das nicht passiert.
4%
 4%  [ 2 ]
Alle Macht dem Kapital. Dann wird es uns allen wieder besser gehen.
0%
 0%  [ 0 ]
Ich halt´ mich da ´raus. Darum sollen sich andere kümmern.
2%
 2%  [ 1 ]
Is mir doch egal. Ich wandere eh bald aus.
8%
 8%  [ 4 ]
Anderes (siehe Posting).
12%
 12%  [ 6 ]
Stimmen insgesamt : 48

Autor Nachricht
Ermanameraz
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Anmeldungsdatum: 07.05.2006
Beiträge: 3932

Beitrag(#473287) Verfasst am: 12.05.2006, 18:01    Titel: Antworten mit Zitat

Cato hat folgendes geschrieben:
Das bezweifle ich: fällt die moderne westliche Welt so dürfte die Menschheit mit tiefer fallen als sie von der Antike ins Mittelalter gefallen ist – es sei dem China wird zum Erben des Westens...


solange sie nicht so tief fällt wie beim sturz vom mittelalter in die renaissance... Schulterzucken
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Pug
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Anmeldungsdatum: 04.12.2005
Beiträge: 801
Wohnort: New Sodom (Karlsruhe)

Beitrag(#473387) Verfasst am: 12.05.2006, 19:34    Titel: Antworten mit Zitat

Der unbekannte Gott hat folgendes geschrieben:
Du hast bei den Auswahlmöglichkeiten das vergessen, was im Titel steht: Deutschland wird untergehen.
Nicht heute, nicht morgen, nicht in den nächsten vier Jahren wegen der Bundesregierung. Aber in Hinsicht auf etwa 150 Jahre wird es untergehen. Bis dahin: Modus vivendi...


Wie könnte der "Untergang" Deutschland denn aussehen?
Ich hab nicht die leiseste Vorstellung.
_________________
Viel Glück uns allen!
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Cato
Der Freund der Bösen



Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 970
Wohnort: Wolkenkuckucksheim

Beitrag(#473552) Verfasst am: 12.05.2006, 22:14    Titel: Antworten mit Zitat

Erminamerjaz hat folgendes geschrieben:
Cato hat folgendes geschrieben:
Das bezweifle ich: fällt die moderne westliche Welt so dürfte die Menschheit mit tiefer fallen als sie von der Antike ins Mittelalter gefallen ist – es sei dem China wird zum Erben des Westens...


solange sie nicht so tief fällt wie beim sturz vom mittelalter in die renaissance... Schulterzucken


Da war sie schon wieder im Steigen: Nicht umsonst versteht man unter der Renaissance das Widererblühen antiken Kulterlebens, Kunsttechniken und Philosophie – eine wirkliche Wiedergeburt...
_________________
Im Übrigen bin ich dafür, dass der Monotheismus zerstört werden muss.
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Der unbekannte Gott
apolitischer Atheist



Anmeldungsdatum: 24.07.2003
Beiträge: 1595
Wohnort: Das alte Europa

Beitrag(#473556) Verfasst am: 12.05.2006, 22:19    Titel: Antworten mit Zitat

Pug hat folgendes geschrieben:
Der unbekannte Gott hat folgendes geschrieben:
Du hast bei den Auswahlmöglichkeiten das vergessen, was im Titel steht: Deutschland wird untergehen.
Nicht heute, nicht morgen, nicht in den nächsten vier Jahren wegen der Bundesregierung. Aber in Hinsicht auf etwa 150 Jahre wird es untergehen. Bis dahin: Modus vivendi...

Wie könnte der "Untergang" Deutschland denn aussehen?
Ich hab nicht die leiseste Vorstellung.

Ganz langsam. Überalterung, immer größerer Einfluß radikalreligiöser Spinner jeglicher Coleur (und hauptsächlich bei denen Bevölkerungswachstum), immer weiter absinkendes Bildungsniveau, immer größere Unterschiede zwischen arm und reich, wirtschaftliche Ausdünnung. Es wird immer noch Menschen geben, das ist klar, aber es wird keinen Staat mehr geben, der Deutschland ist, der mit unserem Staat vergleichbar ist. Das ist natürlich nur eine pessimistische Prognose ohne Gewähr (bitte keine Schadensersatzansprüche, wenn es nicht zutrifft und man sich präventiv darauf einstellt!)...
_________________
"Unwissenden scheint, wer Weises sagt, nicht klug zu sein." (Euripides)
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Ermanameraz
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Anmeldungsdatum: 07.05.2006
Beiträge: 3932

Beitrag(#473561) Verfasst am: 12.05.2006, 22:27    Titel: Antworten mit Zitat

das mittelalter war paradoxer weise nicht die 'finstere zeit' sondern erst das folgende kapitel. die renaissance war insbesondere in der spätphase schauplatz des groteskesten aberglaubens und des übelsten mordens und brandschatzens, auch wenn das natürlich ursächlich nichts mit der aufklärung und dem humanismus zu tun hat. was viele nicht wissen ist, dass im mittelalter in deutschland im prinzip demokratische verwaltungen üblich waren. das mittelalter ist eigentlich völlig zu unrecht verschriehen. was technische neuerungen betrifft, so steht das mittelalter insgesamt (nicht in jeder beziehung) klar über der antike und die renaissance über dem mittelalter.
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Baldur
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Anmeldungsdatum: 05.10.2005
Beiträge: 8326

Beitrag(#476869) Verfasst am: 16.05.2006, 20:52    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke schon, dass Aufklärung und Humanismus zumindest mit ursächlich für Inquisition und Aberglauben waren. Das erstarken von Humanismus und Aufklärung haben quasi restriktive und radikale Maßnahmen seitens der Kirchen quasi erzwungen.

Ähnliches erleben wir ja heute. Auch heute nehmen Aberglaube und gleichzeitig die Radikalität der Kirchen wieder zu (siehe Esoterik; Teufelsaustreibungen und steigender Konservatismus bei den Katholiken und verstärkte Präsenz kirchlicher Ereignisse in den Medien usw.).
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Evilbert
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Anmeldungsdatum: 16.09.2003
Beiträge: 42408

Beitrag(#476893) Verfasst am: 16.05.2006, 21:05    Titel: Antworten mit Zitat

venicius hat folgendes geschrieben:
Ich denke schon, dass Aufklärung und Humanismus zumindest mit ursächlich für Inquisition und Aberglauben waren. Das erstarken von Humanismus und Aufklärung haben quasi restriktive und radikale Maßnahmen seitens der Kirchen quasi erzwungen.


Stimmt inhaltlich, hätte ich fast wortwörtlich genauso gesagt. Aber eines von den "quasi"s hätte ich weggelassen.
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beachbernie
male Person of Age and without Color



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 45792
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#478452) Verfasst am: 18.05.2006, 21:25    Titel: Antworten mit Zitat

Irgendwie trifft keine der Auswahlmoeglichkeiten richtig auf mich zu, ich bin naemlich bereits ausgewandert und mir ist es trotzdem nicht egal was mit Deutschland geschieht.

Ich denke, dass wenn eine "radikale Veraenderung" eintreten wird, von der Art wie manche sie herbeizusehnen scheinen und Deutschland in alte Fehler zurueckfaellt, dann wird Deutschland mit Sicherheit als eigenstaendige Nation zu existieren aufhoeren. Es muss allerdings nicht soweit kommen. Es liegt an uns allen, den Auslandsdeutschen genauso wie an den zurueckgebliebenen "Migrationsverweigerern" ( Sehr glücklich ), es nicht dazu kommen zu lassen!

Gruss, Bernie
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Cato
Der Freund der Bösen



Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 970
Wohnort: Wolkenkuckucksheim

Beitrag(#478909) Verfasst am: 19.05.2006, 16:07    Titel: Antworten mit Zitat

Erminamerjaz hat folgendes geschrieben:
das mittelalter war paradoxer weise nicht die 'finstere zeit' sondern erst das folgende kapitel. die renaissance war insbesondere in der spätphase schauplatz des groteskesten aberglaubens und des übelsten mordens und brandschatzens, auch wenn das natürlich ursächlich nichts mit der aufklärung und dem humanismus zu tun hat. was viele nicht wissen ist, dass im mittelalter in deutschland im prinzip demokratische verwaltungen üblich waren. das mittelalter ist eigentlich völlig zu unrecht verschriehen. was technische neuerungen betrifft, so steht das mittelalter insgesamt (nicht in jeder beziehung) klar über der antike und die renaissance über dem mittelalter.


Eine finstere Zeit war das Mittelalter zweifelsohne; erdrückt unter dem Feudalismus, mit dessen ständigen Adelsfehden und der Leibeigenschaft, und dem klerikalen Totalitarismus des Christentums, der jede geistige und politische Entwicklung lähmte und dafür sorgte, dass beinahe tausend Jahre lang das sakrale Denken, Wissenschaft, Kunst und Handeln bestimmte. Die großartigen technischen Neuerungen des Mittelsalters würden mich dann aber schon interessieren – mir fiele keine einzige ein, im Vergleich zur Antike...

Die demokratischen Verwaltungen vermag ich weder im Prinzip noch in der Praxis zu erkennen, nachdem die altgermanischen Volksversammlungen erlöschen waren, findet man im ganzen Mittelalter nichts Vergleichbares mehr – die alte Schweizer Eidgenossenschaft bildet hier eher die Ausnahme, die die Regel bestätigt als einen Einwand. Die Ratsverfassungen der freien Reichstädte oder der lombardischen Städte kann man nun wirklich nicht demokratisch nennen; diese kann man allenfalls als eine Oligarchie der wohlhabenden Familien bezeichnen – wenn auch in diesen weite Teile des neuzeitlichen Parlamentswesen ihre Wurzeln haben.
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Xamanoth
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Anmeldungsdatum: 07.04.2006
Beiträge: 7962

Beitrag(#478914) Verfasst am: 19.05.2006, 16:10    Titel: Antworten mit Zitat

Cato hat folgendes geschrieben:
Die großartigen technischen Neuerungen des Mittelsalters würden mich dann aber schon interessieren – mir fiele keine einzige ein, im Vergleich zur Antike...


Das Spinnrad - toll, oder? zwinkern
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Evilbert
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Anmeldungsdatum: 16.09.2003
Beiträge: 42408

Beitrag(#479252) Verfasst am: 19.05.2006, 23:43    Titel: Antworten mit Zitat

Xamanoth hat folgendes geschrieben:
Cato hat folgendes geschrieben:
Die großartigen technischen Neuerungen des Mittelsalters würden mich dann aber schon interessieren – mir fiele keine einzige ein, im Vergleich zur Antike...


Das Spinnrad - toll, oder? zwinkern

Oder dieDampfmaschine...
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Cato
Der Freund der Bösen



Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 970
Wohnort: Wolkenkuckucksheim

Beitrag(#479255) Verfasst am: 19.05.2006, 23:45    Titel: Antworten mit Zitat

Xamanoth hat folgendes geschrieben:
Cato hat folgendes geschrieben:
Die großartigen technischen Neuerungen des Mittelsalters würden mich dann aber schon interessieren – mir fiele keine einzige ein, im Vergleich zur Antike...


Das Spinnrad - toll, oder? zwinkern


Ob das nun so eine revolutionäre Errungenschaft im Vergleich zum guten alten Webstuhl war und die Leute über das völlige Fehlen einer sauberen Frischwasserversorgung und funktionierender Kanalisationen hinwegtrösten konnte?

Evilbert hat folgendes geschrieben:
Xamanoth hat folgendes geschrieben:
Cato hat folgendes geschrieben:
Die großartigen technischen Neuerungen des Mittelsalters würden mich dann aber schon interessieren – mir fiele keine einzige ein, im Vergleich zur Antike...


Das Spinnrad - toll, oder? zwinkern

Oder dieDampfmaschine...


Die von 1712? Meine Güte, das hat sich aber hingezogen das Mittelalter und ich dachte immer selbiges endete spätestens um 1500...
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Baldur
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Anmeldungsdatum: 05.10.2005
Beiträge: 8326

Beitrag(#479723) Verfasst am: 20.05.2006, 19:19    Titel: Antworten mit Zitat

Cato hat folgendes geschrieben:
Xamanoth hat folgendes geschrieben:
Cato hat folgendes geschrieben:
Die großartigen technischen Neuerungen des Mittelsalters würden mich dann aber schon interessieren – mir fiele keine einzige ein, im Vergleich zur Antike...


Das Spinnrad - toll, oder? zwinkern

Ob das nun so eine revolutionäre Errungenschaft im Vergleich zum guten alten Webstuhl war und die Leute über das völlige Fehlen einer sauberen Frischwasserversorgung und funktionierender Kanalisationen hinwegtrösten konnte?


Das Spinnrad gab es wohl etwas länger als den Webstuhl, oder nicht.
Man braucht doch Garn (das gesponnen wurde) um es dann zu weben.

Wie kann man Wolle weben, die nicht vorher gesponnen wurde. zwinkern
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Xamanoth
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Anmeldungsdatum: 07.04.2006
Beiträge: 7962

Beitrag(#479730) Verfasst am: 20.05.2006, 19:22    Titel: Antworten mit Zitat

venicius hat folgendes geschrieben:

Das Spinnrad gab es wohl etwas länger als den Webstuhl, oder nicht.
Man braucht doch Garn (das gesponnen wurde) um es dann zu weben.

Wie kann man Wolle weben, die nicht vorher gesponnen wurde. zwinkern

Das Spinnrad ist definitiv erst mittelalterlich, vielleicht hat man vorher irgendwie anders gesponnen.
Den Webstuhl gibt es schon bei Homer.
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Cato
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Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 970
Wohnort: Wolkenkuckucksheim

Beitrag(#482976) Verfasst am: 26.05.2006, 12:50    Titel: Antworten mit Zitat

venicius hat folgendes geschrieben:
Das Spinnrad gab es wohl etwas länger als den Webstuhl, oder nicht.
Man braucht doch Garn (das gesponnen wurde) um es dann zu weben.

Wie kann man Wolle weben, die nicht vorher gesponnen wurde. zwinkern


Gerüchten zufolge kann man Wolle auch ohne Spinnräder herstellen und Webstühle soll es schon in der Jungsteinzeit gegeben haben – zumindest mir sind sie schon aus den altgriechischen Sagen bekannt...
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Baldur
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Anmeldungsdatum: 05.10.2005
Beiträge: 8326

Beitrag(#482992) Verfasst am: 26.05.2006, 13:16    Titel: Antworten mit Zitat

venicius hat folgendes geschrieben:
Das Spinnrad gab es wohl etwas länger als den Webstuhl, oder nicht.
Man braucht doch Garn (das gesponnen wurde) um es dann zu weben.

Wie kann man Wolle weben, die nicht vorher gesponnen wurde. zwinkern


Xamanoth hat folgendes geschrieben:

Das Spinnrad ist definitiv erst mittelalterlich, vielleicht hat man vorher irgendwie anders gesponnen.
Den Webstuhl gibt es schon bei Homer.


Cato hat folgendes geschrieben:
Gerüchten zufolge kann man Wolle auch ohne Spinnräder herstellen und Webstühle soll es schon in der Jungsteinzeit gegeben haben – zumindest mir sind sie schon aus den altgriechischen Sagen bekannt...


OK, wahrscheinlich habt ihr Recht.
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Evilbert
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Anmeldungsdatum: 16.09.2003
Beiträge: 42408

Beitrag(#484108) Verfasst am: 28.05.2006, 15:25    Titel: Antworten mit Zitat

Cato hat folgendes geschrieben:


Evilbert hat folgendes geschrieben:
Xamanoth hat folgendes geschrieben:
Cato hat folgendes geschrieben:
Die großartigen technischen Neuerungen des Mittelsalters würden mich dann aber schon interessieren – mir fiele keine einzige ein, im Vergleich zur Antike...


Das Spinnrad - toll, oder? zwinkern

Oder dieDampfmaschine...


Die von 1712? Meine Güte, das hat sich aber hingezogen das Mittelalter/b] und ich dachte immer selbiges [b]endete spätestens um 1500...

Zitat:
Das erste von Dampf angetriebene Gerät wurde von dem Griechen Heron von Alexandria im 1. Jahrhundert erfunden


Tach erstmal ! ( War ja ein paar Tage weg).

Das Prinzip der Dampfmaschnine ist seit der Antike bekannt, wurde aber nicht umgesetzt aus Dir sicher bekannten Gründen.

Im Übrigen ist das Ende des (eurpäischen!) MA nicht eindeutig datierbar. Manche setzten es mit der (Wieder-) Entdeckung Amerikas 1492 an, manche mit dem Buchdruck, manche mit anderen Ereignissen. (Die sich größtenteils nach 1500 abspielten).

Wieder andere sind der Auffassung, dass sich kein konkretes Jahr zum Schlußpunkt eines Zeitalters setzen läßt (nicht mal regional "Deutschland", schon gar nicht kontinental "Europa", und erst recht nicht global) . Dieser Meinung bin ich übrigens auch.

Wenn Du aber der Meinung bist - oder "dachtest", dass das (europäische) Mittelalter spätestens um 1500 endete, dann nehme ich das zur Kenntnis, übernehme aber Deine Meinung nicht. Schulterzucken
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Shadaik
evolviert



Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 26377
Wohnort: MG

Beitrag(#484115) Verfasst am: 28.05.2006, 15:38    Titel: Antworten mit Zitat

Die Bezeichnung "Mittelalter" gilt hier in Düsseldorf als überholt, wird aber aus pragmatischen gründen (sprich: Erhalt der Lehrstühle für Mediävistik) beibehalten.
Da nimmt man dann 1500, weil jedes Jahr so gut ist wie jedes andere und über 1500 ein annehmbarer Konsens gebildet werden kann.

Ich finde das seltsam, dieseszeitalter weltweit gleich enden lassen zu wollen. Die Steinzeit endet ja auch in jeder Gegend der Welt zu einem anderen Zeitpunkt.
Und seltsamerweise findet sich auch zum Mittelalter die Angabe, dies habe in Japan erst 1896 geendet.
_________________
Fische schwimmen nur in zwei Situationen mit dem Strom: Auf der Flucht und im Tode
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Cato
Der Freund der Bösen



Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 970
Wohnort: Wolkenkuckucksheim

Beitrag(#488727) Verfasst am: 03.06.2006, 22:26    Titel: Antworten mit Zitat

Evilbert hat folgendes geschrieben:
Tach erstmal ! ( War ja ein paar Tage weg).


Tach auch.

Evilbert hat folgendes geschrieben:
Das Prinzip der Dampfmaschnine ist seit der Antike bekannt, wurde aber nicht umgesetzt aus Dir sicher bekannten Gründen.


Beides war mir nicht bekannt, besonders die Gründe. Waren das christliche Ludditen, die eine Industrialisierung des römischen Imperiums verhindern wollten, weil mit dem Industrieproletariat auch der Sozialismus kommt und es mit diesem aus ist mit dem Opium des Volkes? (aber im Bezug auf technologische Entwicklungen kann mich die Antike nun wirklich nicht mehr schockieren, sollte das mit der analogen Rechenmaschine tatsächlich stimmen.)

Evilbert hat folgendes geschrieben:
Im Übrigen ist das Ende des (eurpäischen!) MA nicht eindeutig datierbar. Manche setzten es mit der (Wieder-) Entdeckung Amerikas 1492 an, manche mit dem Buchdruck, manche mit anderen Ereignissen. (Die sich größtenteils nach 1500 abspielten).


Die Einführung des Schießpulvers ist eigentlich der mir bekannte Fixpunkt für den Übergang zwischen Mittelalter und Neuzeit – bietet sich auch an, da die Nachwirkungen in allen Bereichen des Lebens zu spüren waren... (solche Festlegungen sind natürlich immer nur grobe Orientierungsmarken)

Shadaik hat folgendes geschrieben:
Ich finde das seltsam, dieseszeitalter weltweit gleich enden lassen zu wollen. Die Steinzeit endet ja auch in jeder Gegend der Welt zu einem anderen Zeitpunkt.
Und seltsamerweise findet sich auch zum Mittelalter die Angabe, dies habe in Japan erst 1896 geendet.


Verwunderlich ist das nicht, bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts schottete sich das Reich der aufgehenden Sonne gegen alle Einflüsse durch europäische Mächte ab und die Regierung verordnete dem Land ein Leben unter der archaischen Samuraikriegerkaste.
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Ermanameraz
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Anmeldungsdatum: 07.05.2006
Beiträge: 3932

Beitrag(#489683) Verfasst am: 05.06.2006, 14:27    Titel: Antworten mit Zitat

der wesentliche vorsprung des mittelaters war die qualität des metalls. der stahl mittelalterlicher waffen war weitaus härter und belastbarer, bzw vorher gab es gar keinen stahl. signifikant ist noch der gebrauch von großen wasserkraftbetriebenen schmiedehämmern (die dinger haben einen eigennamen glaub ich), die massenproduktion von rüstungen ermöglichten. erwähnenswert ist noch der steigbügel, der eine mongolische erfindung ist, das trebuchet (eine hervorragende ingeneursleistung, die eindeutig dem mittelalter zuzurechnen ist). hinzu kommt der kompaß, sowie die fortgeschrittene schiffskonstruktion und viel viel mehr krämpel. im großen und ganzen war das mittelalter gegenüber der antike technisch überlegen.

Zuletzt bearbeitet von Ermanameraz am 05.06.2006, 14:31, insgesamt einmal bearbeitet
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Ermanameraz
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Anmeldungsdatum: 07.05.2006
Beiträge: 3932

Beitrag(#489685) Verfasst am: 05.06.2006, 14:30    Titel: Antworten mit Zitat

Shadaik hat folgendes geschrieben:
Die Bezeichnung "Mittelalter" gilt hier in Düsseldorf als überholt, wird aber aus pragmatischen gründen (sprich: Erhalt der Lehrstühle für Mediävistik) beibehalten.
Da nimmt man dann 1500, weil jedes Jahr so gut ist wie jedes andere und über 1500 ein annehmbarer Konsens gebildet werden kann.

Ich finde das seltsam, dieseszeitalter weltweit gleich enden lassen zu wollen. Die Steinzeit endet ja auch in jeder Gegend der Welt zu einem anderen Zeitpunkt.
Und seltsamerweise findet sich auch zum Mittelalter die Angabe, dies habe in Japan erst 1896 geendet.


das mittelater ist so gut oder so schlecht einzuordnen und abzugrenzen wie jede andere epoche.

das sinnvollste datum für das ende des mittelaters ist m.e. der fall der letzten macht aus der antike mit der eroberung konstantinopels im jahre 1453.
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Evilbert
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Anmeldungsdatum: 16.09.2003
Beiträge: 42408

Beitrag(#490058) Verfasst am: 05.06.2006, 20:37    Titel: Antworten mit Zitat

Ich find fixe Punkte zur Datierung doof. Zumal man sowas dann auch noch auswendig lernen musste.
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Cato
Der Freund der Bösen



Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 970
Wohnort: Wolkenkuckucksheim

Beitrag(#511632) Verfasst am: 29.06.2006, 17:23    Titel: Antworten mit Zitat

Erminamerjaz hat folgendes geschrieben:
der wesentliche vorsprung des mittelaters war die qualität des metalls. der stahl mittelalterlicher waffen war weitaus härter und belastbarer, bzw vorher gab es gar keinen stahl. signifikant ist noch der gebrauch von großen wasserkraftbetriebenen schmiedehämmern (die dinger haben einen eigennamen glaub ich), die massenproduktion von rüstungen ermöglichten. erwähnenswert ist noch der steigbügel, der eine mongolische erfindung ist, das trebuchet (eine hervorragende ingeneursleistung, die eindeutig dem mittelalter zuzurechnen ist). hinzu kommt der kompaß, sowie die fortgeschrittene schiffskonstruktion und viel viel mehr krämpel. im großen und ganzen war das mittelalter gegenüber der antike technisch überlegen.


Das bezweifle ich nach wie vor; von der Massenproduktion von Waffen im Mittelalter kann ich nichts merken: Die Kelten waren in der Lage eine Viertelmillion Soldaten gegen Caesar aufzubieten – das mittelalterliche Frankreich selbst in seinen besten Zeiten kaum mehr als 30 000 gegen England... die römische Republik vermochte Heere von 80 000 Mann aufzustellen, während die Heere Karls des Großen niemals die 10 000 Mann Grenze überschritten hat – womit Städte wie Athen oder Syrakus militärisch stärker waren als das fränkische Großreich; vergleicht man dann noch Baukunst, Medizin und sonstige Wissenschaft so erscheint das Mittelalter in seiner ganzen Armseligkeit...
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