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Bravopunk
Unvollender



Anmeldungsdatum: 08.03.2008
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Beitrag(#2185318) Verfasst am: 04.08.2019, 19:07    Titel: Antworten mit Zitat

Um mal wieder auf das Threadthema zurückzukommen:

@Skeptiker: Luc Besson hat derzeit einen Action-Thriller im Kino. "Anna" heißt er und sieht ganz gut aus, wenn man mich fragt. Smilie

Also falls du an anderen Werken von "Valerian"s Regisseur interessiert bist: Da ist eines. Sehr glücklich
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swifty
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Beitrag(#2185319) Verfasst am: 04.08.2019, 19:51    Titel: Antworten mit Zitat

City of Lies. Verdammt, wo bleibt der? Motzen
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Skeptiker
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Beiträge: 14735
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Beitrag(#2185324) Verfasst am: 04.08.2019, 20:33    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Um mal wieder auf das Threadthema zurückzukommen:

@Skeptiker: Luc Besson hat derzeit einen Action-Thriller im Kino. "Anna" heißt er und sieht ganz gut aus, wenn man mich fragt. Smilie

Also falls du an anderen Werken von "Valerian"s Regisseur interessiert bist: Da ist eines. Sehr glücklich


Danke. Ich mag den Erzählstil von Luc Besson und der Film ist vielleicht was. Cool
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Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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Anmeldungsdatum: 14.01.2005
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Beitrag(#2185327) Verfasst am: 04.08.2019, 20:47    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Deshalb werde ich mir den Film nicht ansehen, sondern warte statt dessen auf Valerian 2. zwinkern


Dein Verlust. Schulterzucken


Och, wenn der Film so ähnlich wie Avatar ist, dann fände ich ihn sowieso nicht so wichtig. Es scheinen vor allem die optischen Effekte zu sein, die das Publikum in diesen Film treibt. Ansonsten ist es doch nur eine der zahlreichen technisch aufgehübschten Dystopien, die derzeit auf allen Kanälen die Menschen begeistern sollen.

Leider habe ich gelesen, dass Valerian von seinen 200 Mio € Produktionskosten gerade mal - mit DVDs - um die 225 Mio € eingespielt hat, also nur die Produktionskosten.

Das lässt befürchten, dass es keinen Teil 2 gibt. skeptisch


Oha, eine subtile Verschwörungstheorie. Die Kulturindustrie sediert uns mit Dystopien. Wozu? Um uns von Venezuela abzulenken?


Die Dystopien nähern sich mittler Weile realen Szenarien an. Weltuntergangsfilme mit "The-Day-After"-Themen, wo Überlebende in verwüsteten Trümmerlandschaften versuchen, sich gegen irgendwelche feindlichen Horden zu behaupten, scheinen plötzlich greifbar geworden zu sein. Sensible Autoren spüren das, auch wenn sie nicht immer verstehen, was da vor sich geht.

Realistisch ist aber auch das Gegenteil, wie Star Trek. Beide Möglichkeiten kämpfen noch miteinander.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/science-fiction-und-dystopien-katastrophenfilme-befeuern.2156.de.html?dram:article_id=445782

Auf jeden Fall steht die Menschheit am Scheideweg, siehe z.B. die Ökokatastrophe oder auch neue Weltkriege.

Rationale und friedliche Gestaltung der Welt mit den heute verfügbaren Mitteln oder Irrationalität und Barbarei brechen sich Bahn.

Bücher und Filme transportieren das eher unbewusst, aber dennoch zuweilen sehr deutlich. Da braucht es keine Verschwörung der Kulturindustrie.
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Zuletzt bearbeitet von Skeptiker am 04.08.2019, 21:03, insgesamt einmal bearbeitet
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Skeptiker
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Beitrag(#2185332) Verfasst am: 04.08.2019, 21:00    Titel: Antworten mit Zitat

Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Ansonsten ist es doch nur eine der zahlreichen technisch aufgehübschten Dystopien, die derzeit auf allen Kanälen die Menschen begeistern sollen.


Das wäre doch mal die Chance für eine kommunistische Utopie. Die Zukunft: Es herrscht Kommunismus und alles läuft super. Und sag nicht so ein Film sei nicht möglich. Im Kapitalismus ist alles möglich, wenn man das Geld dafür aufbringt.


Star Trek ist bereits eine Anspielung auf eine kommunistische Option der Weltgestaltung. Aber um eine Utopie handelt es sich nicht. Denn die wissenschaftlichen, technischen und organisatorischen Grundlagen sind mittlerweile vorhanden.
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Alchemist
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Beitrag(#2185333) Verfasst am: 04.08.2019, 21:02    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Ansonsten ist es doch nur eine der zahlreichen technisch aufgehübschten Dystopien, die derzeit auf allen Kanälen die Menschen begeistern sollen.


Das wäre doch mal die Chance für eine kommunistische Utopie. Die Zukunft: Es herrscht Kommunismus und alles läuft super. Und sag nicht so ein Film sei nicht möglich. Im Kapitalismus ist alles möglich, wenn man das Geld dafür aufbringt.


Star Trek ist bereits eine Anspielung auf eine kommunistische Option der Weltgestaltung. Aber um eine Utopie handelt es sich nicht. Denn die wissenschaftlichen, technischen und organisatorischen Grundlagen sind mittlerweile vorhanden.


Die wissenschaftlichen Grundlagen für Warp-Speed, Replikatoren und Beamer sind vorhanden? Am Kopf kratzen
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Skeptiker
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Beitrag(#2185334) Verfasst am: 04.08.2019, 21:08    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Ansonsten ist es doch nur eine der zahlreichen technisch aufgehübschten Dystopien, die derzeit auf allen Kanälen die Menschen begeistern sollen.


Das wäre doch mal die Chance für eine kommunistische Utopie. Die Zukunft: Es herrscht Kommunismus und alles läuft super. Und sag nicht so ein Film sei nicht möglich. Im Kapitalismus ist alles möglich, wenn man das Geld dafür aufbringt.


Star Trek ist bereits eine Anspielung auf eine kommunistische Option der Weltgestaltung. Aber um eine Utopie handelt es sich nicht. Denn die wissenschaftlichen, technischen und organisatorischen Grundlagen sind mittlerweile vorhanden.


Die wissenschaftlichen Grundlagen für Warp-Speed, Replikatoren und Beamer sind vorhanden? Am Kopf kratzen


Die genannten Dinge braucht es doch gar nicht. Das sind lediglich Symbole für die revolutionäre Entwicklung der Produktivkräfte der Menschheit in den letzten Jahrzehnten, etwa im Bereich IT, neuen Methoden der Produktionsplanung, usw.

Niemand nimmt das wörtlich und so es ist wohl auch kaum gemeint.

https://www.zeit.de/campus/2016-07/kommunismus-alternativlosigkeit-politische-beteiligung-jung-und-links
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Tarvoc
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Beitrag(#2185347) Verfasst am: 05.08.2019, 07:25    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Aber um eine Utopie handelt es sich nicht.

Albern. Pillepalle Star Trek (bzw. spezifisch die Föderation) ist nun wirklich ein Textbuch-Beispiel für eine Utopie genau im Sinne des literarischen Genres der utopischen Literatur, und Gene Roddenberry hat das auch nie verhehlt.

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Die genannten Dinge braucht es doch gar nicht.

Aha. Also wenn man von Star Trek alles Utopische, das es nunmal hat, abstrahiert, dann ist Star Trek nicht utopisch. Klar, ist ja auch vollkommen logisch und nicht etwa ein billiger und transparenter Taschenspielertrick.
Star Trek ist ja bekanntlich auch keine Low-Sci Fi Fernsehunterhaltung, sondern existiert ausschließlich zu dem Zweck, den Kommunismus zu "symbolisieren". Da muss man sich wirklich nicht wundern, wenn gewisse Leute genau solche Blödheiten zitieren, um Kommunisten lächerlich zu machen. Die müssen sich gar nicht mehr selbst irgendwelche Unterstellungen ausdenken, weil du ihnen die Blödheiten schon frei haus lieferst. Und ja, ich mache dich für beachbernies diesbezügliche Kommentare mitverantwortlich.
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sponor
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Beitrag(#2186950) Verfasst am: 22.08.2019, 11:41    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:
...
Die wissenschaftlichen Grundlagen für Warp-Speed, Replikatoren und Beamer sind vorhanden? Am Kopf kratzen

Warp-Speed – check
Replikatoren – check
Beamer – check

Nun ja, so im (ganz) Groben zumindest. Smilie
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Beitrag(#2189782) Verfasst am: 19.09.2019, 12:07    Titel: Antworten mit Zitat

Tarantino: Once Upon a Time in Hollywood

Extrem cool und noch etwas drastischer in der Gewaltdarstellung als in seinen anderen Filmen.
Mir war nicht klar, daß der Mord an Sharon Tate in den USA so ein starker Mythos ist. Stark genug offenbar, um darauf eine alternative Realität aufzusetzen. Es geht ihm meistens um eine bessere Welt, oder? Auch wenn das angesichts der Gewalt widersprüchlich erscheint. Kontrafaktisch lässt er die Guten gewinnen.
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Tarvoc
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Beitrag(#2189785) Verfasst am: 19.09.2019, 12:16    Titel: Antworten mit Zitat

sponor hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
...
Die wissenschaftlichen Grundlagen für Warp-Speed, Replikatoren und Beamer sind vorhanden? Am Kopf kratzen

Warp-Speed – check
Replikatoren – check
Beamer – check

Nun ja, so im (ganz) Groben zumindest. Smilie


Warp-Antrieb: Verlangt nach derzeitigem Kenntnisstand unaufbringbar hohe Energiemengen und m.W. außerdem größere Mengen exotischer Materie.

Replikatoren: 3D-Druck ist wirklich etwas völlig anderes als das, was Star Trek uns als Replikator präsentiert. Versuch' mal, mit 'nem 3D-Drucker heißen Earl Grey herzustellen. Das klingt eher nach Hitchhiker's Guide als nach Star Trek. Lachen

Beamer: Quantenteleportation kann nicht zum Beamen verwendet werden. Ihre potentiellen Anwendungsgebiete liegen ganz woanders, und das steht auch in dem von dir verlinkten Artikel drin.
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Skeptiker
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Beitrag(#2189787) Verfasst am: 19.09.2019, 12:25    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
sponor hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
...
Die wissenschaftlichen Grundlagen für Warp-Speed, Replikatoren und Beamer sind vorhanden? Am Kopf kratzen

Warp-Speed – check
Replikatoren – check
Beamer – check

Nun ja, so im (ganz) Groben zumindest. Smilie


Warp-Antrieb: Verlangt nach derzeitigem Kenntnisstand unaufbringbar hohe Energiemengen und m.W. außerdem größere Mengen exotischer Materie.

Replikatoren: 3D-Druck ist wirklich etwas völlig anderes als das, was Star Trek uns als Replikator präsentiert. Versuch' mal, mit 'nem 3D-Drucker heißen Earl Grey herzustellen. Das klingt eher nach Hitchhiker's Guide als nach Star Trek. Lachen

Beamer: Quantenteleportation kann nicht zum Beamen verwendet werden. Ihre potentiellen Anwendungsgebiete liegen ganz woanders, und das steht auch in dem von dir verlinkten Artikel drin.


Ich hatte das Thema schon fast vergessen. Danke @sponor für die Links! Daumen hoch!

@Tarvoc und @Alchemist: Die genannten technischen Möglichkeiten beim Science Fiction 'Star Trek' sind nicht wörtlich zu nehmen, sondern wären gegen ganz andere Ideen auszutauschen.

Die Technik bei 'Star Trek' ist eine Metapher für die fortgeschrittenen Produktivkräfte der Menschheit.

Beispiel Replikator: Dieser gehört Allen. --> Will heißen: Die fortgeschrittensten Produktivkräfte sind vergesellschaftet.

Die Vergesellschaftung der modernsten Produktivkraftpotenitiale aber verwandeln den Kommunismus aus einer Utopie in eine Wissenschaft. So ähnlich auch der entsprechende Buchtitel von Engels.

Deswegen sehen Viele in 'Star Trek' zu Recht eine Art verschlüsselten kommunistischen Roman.

Später vielleicht mehr zur weiteren Erläuterung.
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Zuletzt bearbeitet von Skeptiker am 19.09.2019, 12:26, insgesamt einmal bearbeitet
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sponor
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Beitrag(#2189788) Verfasst am: 19.09.2019, 12:25    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
sponor hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
...
Die wissenschaftlichen Grundlagen für Warp-Speed, Replikatoren und Beamer sind vorhanden? Am Kopf kratzen

Warp-Speed – check
Replikatoren – check
Beamer – check

Nun ja, so im (ganz) Groben zumindest. Smilie


Warp-Antrieb: Verlangt nach derzeitigem Kenntnisstand unaufbringbar hohe Energiemengen und m.W. außerdem größere Mengen exotischer Materie.

Replikatoren: 3D-Druck ist wirklich etwas völlig anderes als das, was Star Trek uns als Replikator präsentiert. Versuch' mal, mit 'nem 3D-Drucker heißen Earl Grey herzustellen. Das klingt eher nach Hitchhiker's Guide als nach Star Trek. Lachen

Beamer: Quantenteleportation kann nicht zum Beamen verwendet werden. Ihre potentiellen Anwendungsgebiete liegen ganz woanders, und das steht auch in dem von dir verlinkten Artikel drin.

Mensch, jetzt sei doch nicht so ein Kleingeist! Smilie
Warp und Replikatoren ... das sind, sagen wir mal, nurmehr Detailprobleme für Ingenieure.
Bei Teleportation hatte ich aber idT gezögert es hinzuschreiben. zwinkern
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Beiträge: 23849

Beitrag(#2189790) Verfasst am: 19.09.2019, 12:36    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Die Vergesellschaftung der modernsten Produktivkraftpotenitiale aber verwandeln den Kommunismus aus einer Utopie in eine Wissenschaft. So ähnlich auch der entsprechende Buchtitel von Engels.

Deswegen sehen Viele in 'Star Trek' zu Recht eine Art verschlüsselten kommunistischen Roman.


Ist es nicht eher eine Utopie auf Basis unbeschränkter Ressourcen, so daß Geld überflüssig wird? Ausgeschlossen für Ferengis natürlich.
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swifty
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Beiträge: 4998

Beitrag(#2189791) Verfasst am: 19.09.2019, 12:45    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
sponor hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
...
Die wissenschaftlichen Grundlagen für Warp-Speed, Replikatoren und Beamer sind vorhanden? Am Kopf kratzen

Warp-Speed – check
Replikatoren – check
Beamer – check

Nun ja, so im (ganz) Groben zumindest. Smilie


Warp-Antrieb: Verlangt nach derzeitigem Kenntnisstand unaufbringbar hohe Energiemengen und m.W. außerdem größere Mengen exotischer Materie.

Replikatoren: 3D-Druck ist wirklich etwas völlig anderes als das, was Star Trek uns als Replikator präsentiert. Versuch' mal, mit 'nem 3D-Drucker heißen Earl Grey herzustellen. Das klingt eher nach Hitchhiker's Guide als nach Star Trek. Lachen

Beamer: Quantenteleportation kann nicht zum Beamen verwendet werden. Ihre potentiellen Anwendungsgebiete liegen ganz woanders, und das steht auch in dem von dir verlinkten Artikel drin.


Ich hatte das Thema schon fast vergessen. Danke @sponor für die Links! Daumen hoch!

@Tarvoc und @Alchemist: Die genannten technischen Möglichkeiten beim Science Fiction 'Star Trek' sind nicht wörtlich zu nehmen, sondern wären gegen ganz andere Ideen auszutauschen.

Die Technik bei 'Star Trek' ist eine Metapher für die fortgeschrittenen Produktivkräfte der Menschheit.

Beispiel Replikator: Dieser gehört Allen. --> Will heißen: Die fortgeschrittensten Produktivkräfte sind vergesellschaftet.

Die Vergesellschaftung der modernsten Produktivkraftpotenitiale aber verwandeln den Kommunismus aus einer Utopie in eine Wissenschaft. So ähnlich auch der entsprechende Buchtitel von Engels.

Deswegen sehen Viele in 'Star Trek' zu Recht eine Art verschlüsselten kommunistischen Roman.

Später vielleicht mehr zur weiteren Erläuterung.

Bemühe dich nicht.
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Lord Snow
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Anmeldungsdatum: 05.09.2006
Beiträge: 3588
Wohnort: Würzburg

Beitrag(#2189925) Verfasst am: 20.09.2019, 20:08    Titel: Antworten mit Zitat

Wie findet ihr die Neuverfilmung von Stephen Kings "Es"?

Ich fand es ganz gut auch wenn er sich viel weiter von Kings Buch entfernt hat, als die Erstverfilmung.[/code]
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Ich irre mich nie! Einmal dachte ich, ich hätte mich geirrt, aber da hatte ich mich getäuscht

"Der Gott, der Gott sterben läßt, um Gott zu besänftigen"...Hundert Folianten, die für oder wider das Christentum geschrieben worden sind, ergeben eine geringere Evidenz als der Spott dieser zwei Zeilen.
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Grey
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Beitrag(#2190180) Verfasst am: 23.09.2019, 14:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hätte mir auch besser Es ansehen sollen. Wie auch immer.

Rambo: Last Blood

Der Titel weckte die Hoffnung in mir, dass Rambo am Ende heldenhaft stirbt. Leider wurde die Hoffnung enttäuscht. Vielleicht heißt der nächste Film Rambo Forever. Früher fand ich Rambo zumindest noch cool. Diesmal ist er nur noch brutal. Der Film erhält von mir 9,5 von 10 Punkten für widerliche Rachegewaltszenen. Falls jemand Punisher: Warzone ungeschnitten kennt, der ist dagegen fast ein Kinderfilm. Dazu kommen logische Fehler. Nur ein Beispiel: Wieso begleitet Rambo seine Ziehtochter nicht einfach zu ihrem leiblichen Vater, anstatt es ihr ausreden zu wollen? Aber das hätte natürlich die ganze Storyline zerstört: Also lieber doofe Entscheidungen in den Film einbauen, um die spätere übermäßige Gewalt zu "rechtfertigen". John Rambo gehört genauso in den Knast, wie die Typen, die er umlegt. Sperrt ihn endlich lebenslänglich ein und zwingt ihn seine Froschpillen zu nehmen (die er im Film wegwirft). Noch was: Die Hälfte der Einnahmen des Films fließen wohl in einen Fond zum Bau der Trump-Mauer, damit die Mexikaner nicht schwer bewaffnet in Arizona einfallen.
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Alchemist
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Anmeldungsdatum: 03.08.2004
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Wohnort: Hamburg

Beitrag(#2190517) Verfasst am: 25.09.2019, 15:04    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Das blöde ist nur, dass manche hier (also Tarvoc und Alchimist mindestens, aber vielleicht auch noch andere) weibliche Machtphantasien nur als eine Abwandlung von männlichen sehen.

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Eine Verkindlichung erwachsener Frauen ist nicht deshalb ein Problem, weil das irgendeine "Gleichheit" gefährden würde, sondern weil es ihre Autonomie und Urteilskraft in Frage stellt und gleichzeitig die Abwesenheit dieser Eigenschaften beim weiblichen Geschlecht für männliche Zuschauer fetischisiert.


Eine Verkindlichung einer erwachenen Frau ist eine weibliche Machtfantasie? Bravopunk, was hast du für Drogen genommen? Das sind schon fast beachberniesche Wortverdrehungen, die du hier vornimmst.


Weil du den Film nicht gesehen hast und daher keine Ahnung, wovon du sprichst, deshalb begreifst du deinen Fehler nicht.

edit: Im Übrigen: Geht es auch ohne persönliche Angriffe?

Deine Annahme ist, dass Alita wirklich verkindlicht wird. Aber, wie ich wiederholt schon schrieb, das ist nur am Anfang wahr, bis sie sich zu mehr als das aufschwingt. Und das ist die weibliche Machtphantasie. Wäre sie am Anfang nicht hilflos und kindlich und schwach und verletztlich, durch ihr fehlendes Gedächtnis, hätte sie keinen aufsteigenden Charakterbogen, keine Erfolgslinie, würde nicht an ihren Herausforderungen wachsen und am Ende eben diese extrem mächtige Frau sein. Genau deshalb ist es narrativ gesehen gut, dass sie am Anfang diesen Tropos erfüllt.

Das jetzt nur um nicht nur diese eine Zeile da zu schreiben. Ist ja auch sonst recht unverständlich.


Ich greife mal hier kurz auf, weil ich gestern den Film noch einmal geguckt habe. (Hexenschuss...bettlägerig...)

Ich finde der Film ist wirklich gut gemacht und tatsächlich auch unterhaltsam. Beim zweiten Schauen fallen einem ja auch immer weitere Dinge auf und ich muss leider zugeben, dass ich meinen entscheidenden Kritikpunkt aufrecht erhalte, wenn dieser auch nicht so überdeutlich ist wie bei 5th Elemnt zum Beispiel.
Allerdings fiel mir eine Szene auf, die mich darin bestärkt hat:
Als Alita ihren neuen Körper bekommt und dieser sich auf dem OP-Tisch neu konfiguriert, sagt Dr Idos Assitentin:
"She’s older than you thought"
Der Körper hat sich in der Szene nämlich weiblicher konfiguriert...und das wo vorher Alita immer kindlich dargestellt wurde. Das fand ich sehr unangenehm und unpassend..eine völlig unnötige Sexualisierung.
(Übrigens:
Du hattest in einem Beitrag folgendes geschrieben:
Ist kein bisschen erotisch oder verwirrend, weil die Figur ein Cyborg ist. Ein halber Roboter, dessen Körper voll mechanisch ist.
Diese Szene ist das Gegenbeispiel dafür)

Zweite Szene, die ich persönlcih völlig absurd fand:
Als Grewishka in der Kneipe den kleinen Hund umbringt, wird das nicht gezeigt, sondern passiert außerhalb des Bildes.
Eine völlig unnötige uns absurd heuchlerische Vermeidung von Gewaltdarstellung in einem Film, in dem explizite Gewaltgegenüber Menschen und menschlichen Wesen ungeniert gezeigt wird.
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Bravopunk
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Wohnort: Edo

Beitrag(#2190529) Verfasst am: 25.09.2019, 16:55    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Das blöde ist nur, dass manche hier (also Tarvoc und Alchimist mindestens, aber vielleicht auch noch andere) weibliche Machtphantasien nur als eine Abwandlung von männlichen sehen.

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Eine Verkindlichung erwachsener Frauen ist nicht deshalb ein Problem, weil das irgendeine "Gleichheit" gefährden würde, sondern weil es ihre Autonomie und Urteilskraft in Frage stellt und gleichzeitig die Abwesenheit dieser Eigenschaften beim weiblichen Geschlecht für männliche Zuschauer fetischisiert.


Eine Verkindlichung einer erwachenen Frau ist eine weibliche Machtfantasie? Bravopunk, was hast du für Drogen genommen? Das sind schon fast beachberniesche Wortverdrehungen, die du hier vornimmst.


Weil du den Film nicht gesehen hast und daher keine Ahnung, wovon du sprichst, deshalb begreifst du deinen Fehler nicht.

edit: Im Übrigen: Geht es auch ohne persönliche Angriffe?

Deine Annahme ist, dass Alita wirklich verkindlicht wird. Aber, wie ich wiederholt schon schrieb, das ist nur am Anfang wahr, bis sie sich zu mehr als das aufschwingt. Und das ist die weibliche Machtphantasie. Wäre sie am Anfang nicht hilflos und kindlich und schwach und verletztlich, durch ihr fehlendes Gedächtnis, hätte sie keinen aufsteigenden Charakterbogen, keine Erfolgslinie, würde nicht an ihren Herausforderungen wachsen und am Ende eben diese extrem mächtige Frau sein. Genau deshalb ist es narrativ gesehen gut, dass sie am Anfang diesen Tropos erfüllt.

Das jetzt nur um nicht nur diese eine Zeile da zu schreiben. Ist ja auch sonst recht unverständlich.


Ich greife mal hier kurz auf, weil ich gestern den Film noch einmal geguckt habe. (Hexenschuss...bettlägerig...)

Ich finde der Film ist wirklich gut gemacht und tatsächlich auch unterhaltsam. Beim zweiten Schauen fallen einem ja auch immer weitere Dinge auf und ich muss leider zugeben, dass ich meinen entscheidenden Kritikpunkt aufrecht erhalte, wenn dieser auch nicht so überdeutlich ist wie bei 5th Elemnt zum Beispiel.
Allerdings fiel mir eine Szene auf, die mich darin bestärkt hat:
Als Alita ihren neuen Körper bekommt und dieser sich auf dem OP-Tisch neu konfiguriert, sagt Dr Idos Assitentin:
"She’s older than you thought"
Der Körper hat sich in der Szene nämlich weiblicher konfiguriert...und das wo vorher Alita immer kindlich dargestellt wurde. Das fand ich sehr unangenehm und unpassend..eine völlig unnötige Sexualisierung.
(Übrigens:
Du hattest in einem Beitrag folgendes geschrieben:
Ist kein bisschen erotisch oder verwirrend, weil die Figur ein Cyborg ist. Ein halber Roboter, dessen Körper voll mechanisch ist.
Diese Szene ist das Gegenbeispiel dafür)

Zweite Szene, die ich persönlcih völlig absurd fand:
Als Grewishka in der Kneipe den kleinen Hund umbringt, wird das nicht gezeigt, sondern passiert außerhalb des Bildes.
Eine völlig unnötige uns absurd heuchlerische Vermeidung von Gewaltdarstellung in einem Film, in dem explizite Gewaltgegenüber Menschen und menschlichen Wesen ungeniert gezeigt wird.


Die Hundtotmachszene ist wohl deshalb nicht so explizit, weil sie recht blutig wäre und das wollte man bei FSK 12 (bzw. PG-13) vermeiden. Tatsächlich gibt es verblüffend wenig Blut trotz Brutalität, wie dir vielleicht auch aufgefallen ist. Smilie So ist z. B. sogar ein echter normaler Nicht-Cyborg-Mensch drin, der in zwei Hälften geschnitten wird und man sieht so gut wie gar nix rotes.

Die Szene in der Alita's Unterbewusstsein ihren Körper konfiguriert ist eben genau das Gegenteil von dem, was du behauptest das sie ist. Zunächst mal dachte Ido tatsächlich, dass Alita viel jünger ist, seine Tochter, deren Körper er ihr gab, war inetwa in dem Alter, das er vermutete und die war 14, glaub ich. Dass, wenn sie in Wahrheit schon älter war, als sie zum Cyborg wurde, ihr Körper dann, wenn sie ihn sich selbst aussuchen kann, diese weiblicheren Formen annimmt als der kindliche, den sie zuvor hatte, ist doch nur der Beweis dafür, dass sie eben nicht das ist, wofür Ido sie hält. Was sowas wie eine Ersatztochter für ihn ist. Sie emanzipiert sich dadurch ein weiteres Mal deutlich von seiner Bevormundung und nabelt sich weiter von ihm ab. Fand ich bildlich exzellent umgesetzt und sehr tiefsinnig. Und sexualisiert kann er schon allein daher nicht sein, weil der Körper nur aus Maschine besteht. Außer Kopf und Hals hat sie nichtmal künstliche Haut oder auch nur eine hautfarbene Außenhaut. So sexy, wie ein Toaster, möchte ich sagen. Dass der trotzdem einem menschlichen Körper und dessen Form nachahmt halte ich nur für konsequent, denn schließlich ist ja das Gehirn, was dieses veranlasst, auch ein menschliches und eben weibliches.

Den Fehler machen aber viele Feministen. Nur weil Nurse Gehard ihren Körperbau kommentiert darauf zu schließen, dass es sich dabei um eine Sexualisierung, gar noch um eine übertriebene solche handelt. Ihre Brüste sind danach noch immer nicht sonderlich groß und hervorstechend. Lediglich schwingt sie ihre Hüften etwas mehr in der Szene darauf. Schulterzucken Was sie jetzt plötzlich sexualisierter macht als vorher ist mir schleierhaft, denn schließlich ist sie noch genauso weiblich wie zuvor bzw. eben nicht, je nachdem wie man ihre fehlenden Geschlechtsorgane deuten möchte. Da bist du also nicht allein. "The Mary Sue" hat ganze Artikel darüber vollgeschrieben, wie scheußlich es doch ist, dass ein weiblicher Körper tatsächlich wagt wie ein weiblicher Körper auszusehen. Über Hugo's Oben-Ohne-Szene hab ich noch keinen jammern hören. -.-

Ihr "kindlicherer" Körper hatte auch schon eine weibliche Form, kleine Brüste und eine recht weibliche Hüfte. Weil der Held dieses Films nunmal eine Frau ist. Das Kleingedruckte Scheint bei TMS so einigen nicht zu passen, dass eine Frau wie eine Frau aussieht. Mit den Augen rollen

Kleine Randnotiz: Seltsamerweise hört man selten das Lob, dass diese Szene eigentlich eine subtile Unterstützung von Transgenderideen ist. Schließlich formt ja ihr Unterbewusstsein ihr Erscheinungsbild, bildet also nach außen nach, was sie tief in sich drin wirklich ist, im Gegensatz zu dem, was ihr von der Gesellschaft zuvor seitens Ido als dessen Bild von ihr aufgezwungen wurde.
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Beitrag(#2190533) Verfasst am: 25.09.2019, 17:16    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Das blöde ist nur, dass manche hier (also Tarvoc und Alchimist mindestens, aber vielleicht auch noch andere) weibliche Machtphantasien nur als eine Abwandlung von männlichen sehen.

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Eine Verkindlichung erwachsener Frauen ist nicht deshalb ein Problem, weil das irgendeine "Gleichheit" gefährden würde, sondern weil es ihre Autonomie und Urteilskraft in Frage stellt und gleichzeitig die Abwesenheit dieser Eigenschaften beim weiblichen Geschlecht für männliche Zuschauer fetischisiert.


Eine Verkindlichung einer erwachenen Frau ist eine weibliche Machtfantasie? Bravopunk, was hast du für Drogen genommen? Das sind schon fast beachberniesche Wortverdrehungen, die du hier vornimmst.


Weil du den Film nicht gesehen hast und daher keine Ahnung, wovon du sprichst, deshalb begreifst du deinen Fehler nicht.

edit: Im Übrigen: Geht es auch ohne persönliche Angriffe?

Deine Annahme ist, dass Alita wirklich verkindlicht wird. Aber, wie ich wiederholt schon schrieb, das ist nur am Anfang wahr, bis sie sich zu mehr als das aufschwingt. Und das ist die weibliche Machtphantasie. Wäre sie am Anfang nicht hilflos und kindlich und schwach und verletztlich, durch ihr fehlendes Gedächtnis, hätte sie keinen aufsteigenden Charakterbogen, keine Erfolgslinie, würde nicht an ihren Herausforderungen wachsen und am Ende eben diese extrem mächtige Frau sein. Genau deshalb ist es narrativ gesehen gut, dass sie am Anfang diesen Tropos erfüllt.

Das jetzt nur um nicht nur diese eine Zeile da zu schreiben. Ist ja auch sonst recht unverständlich.


Ich greife mal hier kurz auf, weil ich gestern den Film noch einmal geguckt habe. (Hexenschuss...bettlägerig...)

Ich finde der Film ist wirklich gut gemacht und tatsächlich auch unterhaltsam. Beim zweiten Schauen fallen einem ja auch immer weitere Dinge auf und ich muss leider zugeben, dass ich meinen entscheidenden Kritikpunkt aufrecht erhalte, wenn dieser auch nicht so überdeutlich ist wie bei 5th Elemnt zum Beispiel.
Allerdings fiel mir eine Szene auf, die mich darin bestärkt hat:
Als Alita ihren neuen Körper bekommt und dieser sich auf dem OP-Tisch neu konfiguriert, sagt Dr Idos Assitentin:
"She’s older than you thought"
Der Körper hat sich in der Szene nämlich weiblicher konfiguriert...und das wo vorher Alita immer kindlich dargestellt wurde. Das fand ich sehr unangenehm und unpassend..eine völlig unnötige Sexualisierung.
(Übrigens:
Du hattest in einem Beitrag folgendes geschrieben:
Ist kein bisschen erotisch oder verwirrend, weil die Figur ein Cyborg ist. Ein halber Roboter, dessen Körper voll mechanisch ist.
Diese Szene ist das Gegenbeispiel dafür)

Zweite Szene, die ich persönlcih völlig absurd fand:
Als Grewishka in der Kneipe den kleinen Hund umbringt, wird das nicht gezeigt, sondern passiert außerhalb des Bildes.
Eine völlig unnötige uns absurd heuchlerische Vermeidung von Gewaltdarstellung in einem Film, in dem explizite Gewaltgegenüber Menschen und menschlichen Wesen ungeniert gezeigt wird.


Die Hundtotmachszene ist wohl deshalb nicht so explizit, weil sie recht blutig wäre und das wollte man bei FSK 12 (bzw. PG-13) vermeiden. Tatsächlich gibt es verblüffend wenig Blut trotz Brutalität, wie dir vielleicht auch aufgefallen ist. Smilie So ist z. B. sogar ein echter normaler Nicht-Cyborg-Mensch drin, der in zwei Hälften geschnitten wird und man sieht so gut wie gar nix rotes.


Passt nicht ganz:
1. Hätte man den kleinen Hund natürlich auch als Cyborg darstellen können, so wie die großen Köter auch.
2. Hätte man den kleinen Hund auch so blutlos umbringen können wie den Kumpel von Hugo. Schulterzucken

Das ist für mich die typische Heuchelei, dass man eher Gewalt gegen Menschen als Tiere zeigen kann.


Bravopunk hat folgendes geschrieben:

Die Szene in der Alita's Unterbewusstsein ihren Körper konfiguriert ist eben genau das Gegenteil von dem, was du behauptest das sie ist. Zunächst mal dachte Ido tatsächlich, dass Alita viel jünger ist, seine Tochter, deren Körper er ihr gab, war inetwa in dem Alter, das er vermutete und die war 14, glaub ich. Dass, wenn sie in Wahrheit schon älter war, als sie zum Cyborg wurde, ihr Körper dann, wenn sie ihn sich selbst aussuchen kann, diese weiblicheren Formen annimmt als der kindliche, den sie zuvor hatte, ist doch nur der Beweis dafür, dass sie eben nicht das ist, wofür Ido sie hält. Was sowas wie eine Ersatztochter für ihn ist. Sie emanzipiert sich dadurch ein weiteres Mal deutlich von seiner Bevormundung und nabelt sich weiter von ihm ab. Fand ich bildlich exzellent umgesetzt und sehr tiefsinnig. Und sexualisiert kann er schon allein daher nicht sein, weil der Körper nur aus Maschine besteht. Außer Kopf und Hals hat sie nichtmal künstliche Haut oder auch nur eine hautfarbene Außenhaut. So sexy, wie ein Toaster, möchte ich sagen. Dass der trotzdem einem menschlichen Körper und dessen Form nachahmt halte ich nur für konsequent, denn schließlich ist ja das Gehirn, was dieses veranlasst, auch ein menschliches und eben weibliches.


Das kann ich leider überhaupt nicht nachvollziehen.
Der Film zeigt einen Charakter, der in einem sehr mädchenhaften Körper steckt, wo es übrigens keine Rolle spielt, dass es eine Maschine ist. Dazu passte dann das kindlich-naive Verhalten.
Und plötzlich kriegt dieses kindliche Wesen einen Frauenkörper. Schulterzucken
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Beitrag(#2190536) Verfasst am: 25.09.2019, 17:31    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Das blöde ist nur, dass manche hier (also Tarvoc und Alchimist mindestens, aber vielleicht auch noch andere) weibliche Machtphantasien nur als eine Abwandlung von männlichen sehen.

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Eine Verkindlichung erwachsener Frauen ist nicht deshalb ein Problem, weil das irgendeine "Gleichheit" gefährden würde, sondern weil es ihre Autonomie und Urteilskraft in Frage stellt und gleichzeitig die Abwesenheit dieser Eigenschaften beim weiblichen Geschlecht für männliche Zuschauer fetischisiert.


Eine Verkindlichung einer erwachenen Frau ist eine weibliche Machtfantasie? Bravopunk, was hast du für Drogen genommen? Das sind schon fast beachberniesche Wortverdrehungen, die du hier vornimmst.


Weil du den Film nicht gesehen hast und daher keine Ahnung, wovon du sprichst, deshalb begreifst du deinen Fehler nicht.

edit: Im Übrigen: Geht es auch ohne persönliche Angriffe?

Deine Annahme ist, dass Alita wirklich verkindlicht wird. Aber, wie ich wiederholt schon schrieb, das ist nur am Anfang wahr, bis sie sich zu mehr als das aufschwingt. Und das ist die weibliche Machtphantasie. Wäre sie am Anfang nicht hilflos und kindlich und schwach und verletztlich, durch ihr fehlendes Gedächtnis, hätte sie keinen aufsteigenden Charakterbogen, keine Erfolgslinie, würde nicht an ihren Herausforderungen wachsen und am Ende eben diese extrem mächtige Frau sein. Genau deshalb ist es narrativ gesehen gut, dass sie am Anfang diesen Tropos erfüllt.

Das jetzt nur um nicht nur diese eine Zeile da zu schreiben. Ist ja auch sonst recht unverständlich.


Ich greife mal hier kurz auf, weil ich gestern den Film noch einmal geguckt habe. (Hexenschuss...bettlägerig...)

Ich finde der Film ist wirklich gut gemacht und tatsächlich auch unterhaltsam. Beim zweiten Schauen fallen einem ja auch immer weitere Dinge auf und ich muss leider zugeben, dass ich meinen entscheidenden Kritikpunkt aufrecht erhalte, wenn dieser auch nicht so überdeutlich ist wie bei 5th Elemnt zum Beispiel.
Allerdings fiel mir eine Szene auf, die mich darin bestärkt hat:
Als Alita ihren neuen Körper bekommt und dieser sich auf dem OP-Tisch neu konfiguriert, sagt Dr Idos Assitentin:
"She’s older than you thought"
Der Körper hat sich in der Szene nämlich weiblicher konfiguriert...und das wo vorher Alita immer kindlich dargestellt wurde. Das fand ich sehr unangenehm und unpassend..eine völlig unnötige Sexualisierung.
(Übrigens:
Du hattest in einem Beitrag folgendes geschrieben:
Ist kein bisschen erotisch oder verwirrend, weil die Figur ein Cyborg ist. Ein halber Roboter, dessen Körper voll mechanisch ist.
Diese Szene ist das Gegenbeispiel dafür)

Zweite Szene, die ich persönlcih völlig absurd fand:
Als Grewishka in der Kneipe den kleinen Hund umbringt, wird das nicht gezeigt, sondern passiert außerhalb des Bildes.
Eine völlig unnötige uns absurd heuchlerische Vermeidung von Gewaltdarstellung in einem Film, in dem explizite Gewaltgegenüber Menschen und menschlichen Wesen ungeniert gezeigt wird.


Die Hundtotmachszene ist wohl deshalb nicht so explizit, weil sie recht blutig wäre und das wollte man bei FSK 12 (bzw. PG-13) vermeiden. Tatsächlich gibt es verblüffend wenig Blut trotz Brutalität, wie dir vielleicht auch aufgefallen ist. Smilie So ist z. B. sogar ein echter normaler Nicht-Cyborg-Mensch drin, der in zwei Hälften geschnitten wird und man sieht so gut wie gar nix rotes.


Passt nicht ganz:
1. Hätte man den kleinen Hund natürlich auch als Cyborg darstellen können, so wie die großen Köter auch.
2. Hätte man den kleinen Hund auch so blutlos umbringen können wie den Kumpel von Hugo. Schulterzucken

Das ist für mich die typische Heuchelei, dass man eher Gewalt gegen Menschen als Tiere zeigen kann.


Ich will da nicht so vollständig widersprechen, weil die Szene doch relativ kitschig war... was ich so geteilt betrachte: Einerseits find ich es gut, weil es ein typisches Anime-Klischee ist, andererseits ist es aber auch echt irgendwie peinlich. Genau wie ja auch ihre Rede in der Bar zuvor. Verlegen

Lediglich einwerfen möchte ich, dass ganz ohne Blut die Szene danach, wo Alita sich das Hundeblut nimmt, nicht gegangen wäre und die ist doch recht episch, ganz egal wie klischeehaft es auch wieder ist. Ich liebe es... Hätte man sie explizit mit Blut gezeigt wären da wohl auch einige Därme geflogen o. ä. so wie in der Anime-Fassung. Das wäre dann wohl irgendwie etwas zu viel gewesen und hätte die Epik aus der Folgeszene wieder rausgenommen oder sie noch bizarrer wirken lassen, als sie so schon ist.

Tatsächlich hab ich mindestens eine Stimme vernommen (auf youtube), die sagte, dass sie den Film nichtmal einmalig ansehen wollte, weil sie gehört habe, dass darin ein Hund sterbe und sie könne das nicht ausstehen. Dass es nicht im Bild zu sehen ist, hat denjenigen gar nicht umstimmen können. Das ist also auch irgendwie so ein Ding, dass Gewalt gegen Tiere nicht toleriert wird, gegen Menschen aber schon. Ich seh da jedoch weniger Heuchelei als das Fünkchen Wahrheit, dass Tiere sich nicht wehren können und/oder nicht begreifen, was wir mit ihnen tun, während Menschen dazu sehr wohl in der Lage sind und im Zweifel in der Lage sind der Gewalt aus dem Weg zu gehen. Was man tatsächlich ja in der Szene sehr deutlich sieht, dass Menschen das können und der Hund eben nicht, als Grewishka zur Tür reinkommt und der Hund ihm als einziger in den Weg tritt. Schulterzucken

Alchemist hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:

Die Szene in der Alita's Unterbewusstsein ihren Körper konfiguriert ist eben genau das Gegenteil von dem, was du behauptest das sie ist. Zunächst mal dachte Ido tatsächlich, dass Alita viel jünger ist, seine Tochter, deren Körper er ihr gab, war inetwa in dem Alter, das er vermutete und die war 14, glaub ich. Dass, wenn sie in Wahrheit schon älter war, als sie zum Cyborg wurde, ihr Körper dann, wenn sie ihn sich selbst aussuchen kann, diese weiblicheren Formen annimmt als der kindliche, den sie zuvor hatte, ist doch nur der Beweis dafür, dass sie eben nicht das ist, wofür Ido sie hält. Was sowas wie eine Ersatztochter für ihn ist. Sie emanzipiert sich dadurch ein weiteres Mal deutlich von seiner Bevormundung und nabelt sich weiter von ihm ab. Fand ich bildlich exzellent umgesetzt und sehr tiefsinnig. Und sexualisiert kann er schon allein daher nicht sein, weil der Körper nur aus Maschine besteht. Außer Kopf und Hals hat sie nichtmal künstliche Haut oder auch nur eine hautfarbene Außenhaut. So sexy, wie ein Toaster, möchte ich sagen. Dass der trotzdem einem menschlichen Körper und dessen Form nachahmt halte ich nur für konsequent, denn schließlich ist ja das Gehirn, was dieses veranlasst, auch ein menschliches und eben weibliches.


Das kann ich leider überhaupt nicht nachvollziehen.
Der Film zeigt einen Charakter, der in einem sehr mädchenhaften Körper steckt, wo es übrigens keine Rolle spielt, dass es eine Maschine ist. Dazu passte dann das kindlich-naive Verhalten.
Und plötzlich kriegt dieses kindliche Wesen einen Frauenkörper. Schulterzucken


Und ich kann jetzt gerade nicht nachvollziehen, warum das ein Problem ist. Am Kopf kratzen Ich steh da gerade echt auf dem Schlauch. Das Mädchen später zu Frauen werden ist doch ganz normal. Warum einem Cyborg vergellen dies gleichermaßen zu tun? skeptisch

Und so kindlich war sie charakterlich zu dem Zeitpunkt ja auch schon nicht mehr. Sie war schon ein eingetragener Hunter Warrior, hatte schon zwei Cyborgs besiegt, um nicht zu sagen zerlegt, und sogar ein wenig was von ihrem Gedächtnis zurückerlangt wodurch sie ihre kindliche Naivität zu einem guten Teil verlor. Sie will ja sogar absichtlich Hunter Warrior werden, um mehr zu kämpfen und so noch mehr über sich zu erfahren und erwachsener zu werden. Ist so ein wenig eine coming off age Story.
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Beitrag(#2190901) Verfasst am: 29.09.2019, 07:36    Titel: Antworten mit Zitat

Systemsprenger von Nora Fingscheidt.

Zitat:
.. Systemsprenger gelingt das Kunststück, dass man versteht, warum Benni auch pädagogisch geschultes Personal an seine Grenze bringt, warum selbst Menschen, die ihr wohlgesinnt sind, aufgeben. Sie ist unglaublich anstrengend. Und brutal. Und doch liebenswürdig. Denn ihr ganzes Verhalten ist doch – so klischeehaft es klingen mag – ein einziger Schrei nach Hilfe. (...)

https://www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer/systemsprenger-2019


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Beitrag(#2191003) Verfasst am: 29.09.2019, 23:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hat irgendwer Lords of Chaos gesehen? Und wenn nein, warum nicht?
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Beitrag(#2191004) Verfasst am: 29.09.2019, 23:29    Titel: Antworten mit Zitat

swifty hat folgendes geschrieben:
Hat irgendwer Lords of Chaos gesehen? Und wenn nein, warum nicht?


Danke für den Tipp,
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Beitrag(#2191568) Verfasst am: 04.10.2019, 15:44    Titel: Antworten mit Zitat

Everest - Ein Yeti will hoch hinaus

War nach Monaten mal Zeit, dass ich mal wieder ins Kino geh. Smilie Und da dacht ich mir heute früh, als ich erstmals von der Existenz dieses Films hörte, dass das vielleicht eine gute Gelegenheit dafür wäre.

Ging so. skeptisch Ich fand die Dialoge und Wendungen uninspiriert und so wirklich ging mir auch das rührige in der Story nicht zu Herzen, so sehr es der Film auch versuchte. Mag am Design des Yeti liegen. Von den Augen her ist er eine Kopie von Ohnezahn aus "Drachenzähmen leicht gemacht", der Rest war wie aus einem Textbuch über Yeti-Design rauskopiert. War einfach zu simpel und einfallslos. Die menschlichen Charakteren waren da schon besser und auch die Animation und Texturen waren super. ... Wobei ich beim schärfsten Kritikpunkt wäre: Es sieht alles wunderschön aus. Und das ist, ein Stück weit, ein Problem, dann die Handlung ist so flach und schlecht getarnt, dass der eigentliche Zweck dahinter zu arg durchscheint. Wie schon bei "Coco" ist die schöne Optik nichts weiter als eine Art Tourismuswerbung für ein Land, in diesem Fall China. Und genau wie bei "Coco" sind auch hier die Charaktere zu schwach und glattgebügelt, um darüber hinwegzutäuschen, dass hinter der schönen Fassade leider nichts weiter lauert. Schulterzucken Es ist eben genau das: Eine schöne Fassade und nicht mehr.

Ist etwas enttäuschend. Aber wenn man, wie ich, eh nicht mehr erwartet hat, dann ist es dennoch recht hübsch und beeindruckend. Nur Storytiefe sucht man halt vergeblich. Wäre der Film nur etwas lustiger, wäre er vielleicht trotzdem noch was für Kinder, so sehe ich selbst da Defizite. Traurig

Es ist Dreamworks' "Coco" genau das und kein bisschen mehr oder weniger. Wenn man sich mehr für asiatische als (mittel)amerikanische Kultur interessiert ist es noch immerhin sehenswert. Sonst leider nicht wirklich. Was man auch merkt. Der Film floppt leider so ziemlich. Was echt schade ist, weil so Disney, zum großen Verlust aller, nur noch dominanter wird in diesem Sektor. Deprimiert Aber was will man machen, wenn die Konkurrenz nicht wirklich etwas fesselndes zustande bekommt? Die Charaktere waren alle zu eindimensional und machen kaum relevante Veränderungen mit. Das reicht einfach nicht zu einem guten Film. Nein

Der Abspann sieht übrigens echt billig aus. Da hat sich irgendwer gar keine Mühe gegeben. Auch wieder schade. skeptisch

5 von 10 Punkte.

Na ja. War aber trotzdem mal wieder ganz nett ins Kino zu gehen. Smilie
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Beitrag(#2192028) Verfasst am: 11.10.2019, 15:32    Titel: Antworten mit Zitat

Joker

War gut. Smilie Ich fand die Botschaft darin sehr gut und wichtig, wenn sie auch etwas mit dem Vorschlaghammer daherkommt. Schauspielerisch war es auch sehr gut. Das Drehbuch war an manchen Stellen gut geschrieben, manchmal aber auch etwas faul. Besonders am Ende fand ich es einfach zu direkt. Das Ende ist generell sein schwächster Teil.

Ja. Kann ich empfehlen. Ich geb ihm mal solide 7 von 10 Punkte.
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Beitrag(#2192036) Verfasst am: 11.10.2019, 16:44    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Joker

War gut. Smilie Ich fand die Botschaft darin sehr gut und wichtig, wenn sie auch etwas mit dem Vorschlaghammer daherkommt. Schauspielerisch war es auch sehr gut. Das Drehbuch war an manchen Stellen gut geschrieben, manchmal aber auch etwas faul. Besonders am Ende fand ich es einfach zu direkt. Das Ende ist generell sein schwächster Teil.

Ja. Kann ich empfehlen. Ich geb ihm mal solide 7 von 10 Punkte.


danke, dann geh ich rein. der läuft auch hier bestimmt und ich war sooo lange nicht mehr im kino.
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Beitrag(#2192082) Verfasst am: 12.10.2019, 04:11    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Joker

War gut. Smilie Ich fand die Botschaft darin sehr gut und wichtig, wenn sie auch etwas mit dem Vorschlaghammer daherkommt. Schauspielerisch war es auch sehr gut. Das Drehbuch war an manchen Stellen gut geschrieben, manchmal aber auch etwas faul. Besonders am Ende fand ich es einfach zu direkt. Das Ende ist generell sein schwächster Teil.

Ja. Kann ich empfehlen. Ich geb ihm mal solide 7 von 10 Punkte.


danke, dann geh ich rein. der läuft auch hier bestimmt und ich war sooo lange nicht mehr im kino.


Tu das. Ist aber auch so ein Stück weit deprimierend... nur so als Vorwarnung. Phoenix' Joker kommt ziemlich nah an den von Heath Ledger ran. Minus vielleicht der Leichtfüßigkeit und Comichaftigkeit. Wie eine Comicfigur kommt er mir wirklich erst ganz am Ende vor und selbst da ist er dann zu düster dafür.

Ich hab übrigens gehört, dass Phoenix eine Nikotinvergiftung während der Dreharbeiten bekam. Und nach dem Anschauen denk ich mir so: Joa, macht Sinn. Smilie
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Wilson
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Beitrag(#2192177) Verfasst am: 13.10.2019, 18:32    Titel: Antworten mit Zitat

am 17.10. läuft Parasite an.

http://www.arthouse-kinos.de/programm/film/?id=1623

da bin ich in ffm, juhu.
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schtonk
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Beitrag(#2192611) Verfasst am: 17.10.2019, 21:52    Titel: Antworten mit Zitat

schtonk hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
"Salz der Erde". Ein Film von Wim Wenders über den Fotografen Sebastião Salgado.
...
die Fremdheit der Darstellungsformen zu überwinden. Ich habe keine Ahnung wie das geht.
...

Wenders hat bei seinen Aufnahmen mit Spiegeltechnik gearbeitet. So hat er die Fotografien mit dem berichtenden Fotografen sanft verschmolzen.
Damit wurde die Distanz zwischen Künstler und Werk, die sonst bei der klassischen "Talking Head"-Situation entsteht, überwunden. Die innere
Anteilnahme von Salgado an seinem jeweiligen Sujet wurde somit sichtbar gemacht - ein großer Verdienst von Wenders. Der teilweise berechtigten
Kritik, dass Fotografen, die solche dramatischen Szenen festhalten, eine Ästhetisierung des Elends betreiben, wurde damit etwas entgegengesetzt.

Der Film ist (leider nur) bis zum 22.10.19 in der ARTE-Mediathek verfügbar -> https://www.arte.tv/de/videos/080121-000-A/das-salz-der-erde/
Übrigens zeichnet nicht nur Wenders für die Kameraarbeit verantwortlich, sondern auch Salgados Sohn Juliano Ribeiro S.

Es ist ja gerne und schnell gesagt: Den muss man gesehen haben, beeindruckend, großartig etc. Aber hier trifft das ohne Abstriche zu.

Salgado ist ein Dokumentarist, der von tiefem Humanismus angetrieben wird. Er spricht aber auch von den psychischen Auswirkungen, die seine Arbeiten bei ihm hinterlassen haben.

Am Ende des Films wird auch über sein und seiner Frau Projekt Instituto Terra berichtet.
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