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INDIEN
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IvanDrago
Ösifreund und Pendler zwischen den Welten



Anmeldungsdatum: 18.07.2005
Beiträge: 2876

Beitrag(#706942) Verfasst am: 18.04.2007, 01:21    Titel: INDIEN Antworten mit Zitat

Als allererstes möchte ich anmerken, dass es hier nicht um die Perle österreichischen Filmschaffens gehen soll. Lachen




Folgende gerade von mir gelesene Neuigkeit (Quelle d. Teilzitates: AOL-News) erinnerte mich daran, an dieser Stelle mal ein Thema anzusprechen, was mich schon länger interessiert.

Zitat:
Neu-Delhi - Hollywood-Star Richard Gere hat sich in Indien durch öffentliches Küssen den Zorn konservativer Hindus zugezogen. Die Inder nahmen es dem US-Schauspieler und bekennenden Buddhisten übel, dass er auf einer Pressekonferenz zum Kampf gegen Aids die Bollywood-Schauspielerin Shilpa Shetty mehrmals auf die Wange geküsst hatte. Mit Parolen wie "Das verstößt gegen indisches Ethos" und "Berührt unsere Frauen nicht", machten sich wütende Demonstranten in Neu Delhi und anderen Städten Luft, wie die Nachrichtenagentur Pres Trust of India berichtete.



So. Also, dass der Hinduismus genauso wie die anderen Religionen eine menschheitsfeindliche Pest ist, war mir schon länger bekannt.

Aber über Indien hört man ja bei uns nicht so viel. Strenggenommen geht es mir nun um 2 für mich gleichinteressante Themen:

1. Die wahnhaften Auswirkungen des Hinduismus auf die indische Gesellschaft.
2. Indien allgemein als ziemlich krankes Land




Ich bin wahrlich kein Experte, völlig klar, aber seit einigen Jahren hat sich in meinem Bewusstsein der Eindruck verfestigt, dass Indien ein wirklich abartiges Land ist (Gesellschaft/Kultur), so krass das klingt.

Ob jüngst die Massendemonstrationen gegen die Einführung des Sexualkundeunterrichts (!!), ob die im internationalen Vergleich extrem hohe, kulturell verfestigte Anzahl von - juristisch meist ungesühnter - extremer Gewalt gegen Frauen. ob es historisch - und noch nicht allzu lange her - die Praxis der Witwenverbrennungen ist, oder die Erfahrungen eines mir bekannten Paares im Basicsurlaub dort.

Eigentlich höre ich nur Dinge, die mich schaudern lassen aus Indien. Von Bollywood mal ganz zu schweigen... Lachen

Im Ernst.

Was meint ihr dazu?

Wird medial nur Negatives über Indien gestreut? Unterliege ich einem bösen Vorurteil bezüglich meines Eindruckes? Inwieweit ist es auch hier mal wieder die Religion, auf deren Karren dieser ganze Mist gewachsen ist? Das perverse, inhumane Kastensystem dürfte ja hinlänglich bekannt sein.



Ich bin gespannt auf eure Beiträge!




PS: In jedem Fall beweist mir auch der Hinduismus, wie verachtens-und (geistig) bekämpfenswert Religionen per se eigentlich sind. Natürlich muss man differenzieren, aber es ist einfach nicht zu leugnen dass mit unserem heutigen Stand des Wissens Religion den Menschen kollektiv nur Grauen und Ungerechtigkeit beschert, dass sie der oberste Feind jedweder Vernunft ist. Und damit ein unbedingt zu überwindendes Greuel, selbst in ihren "softeren" Formen. Gut, nur ein persönlicher Eindruck, der auch im Hinduismus mal wieder bestätigt wurde (nicht durch diesen Richard Gere Artikel, allgemein und schon länger zwinkern ), nicht Thema dieses Threads. Fürs Individuum wohl in vielen Fällen ein Trost-und Hoffnungsspender, Sinngeber und Quell der Freude wohl auch in einigen Fällen, so ist sie bei kollektiver Durchsetzung einer Gesellschaft ein solch widerwärtiges Übel, dass mir schlecht wird... (und natürlich gibt es abseits der Religion auch massig Dinge, auf die das selbe zutrifft, einige davon haben allerdings - genau, religiösen Charakter... zwinkern )
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"Eine Stadt freut sich, wenn's den Gerechten wohlgeht, und wenn die Gottlosen umkommen, wird man froh." Sprüche 11, 10

Heike N. meint: "IvanDrago for President!"

Faszination braucht keine höhere Macht.
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CoS
Antitheist



Anmeldungsdatum: 10.07.2005
Beiträge: 2734

Beitrag(#706954) Verfasst am: 18.04.2007, 02:00    Titel: Antworten mit Zitat

Du musst in manchen Dingen schon differenzieren. Es gehört dort eben zur "Moral" - Für die ist ein küsschen auf die Wange ungefähr das selbe, als würdest Du hier ne Frau vor allen Leuten Cunnilingus

Das natürlich die Moral dort durch die Religion geprägt ist, ist auch klar, aber wo ist Moral nicht durch Religion geprägt? Auch unsere (und damit auch Deine) Moral ist religiös geprägt. Von daher kannst Du es ihnen nicht vorwerfen.

Das natürlich jede dogmatisch gepräge Religion und Kult Unsinn oder gar gefährlich ist, sehe ich genau so. Es gibt aber eben Dinge, die sind so tief in der Moral verwurzelt, dass selbst ein atheistischer Inder sie verpönt zwinkern
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"Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie!"
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IvanDrago
Ösifreund und Pendler zwischen den Welten



Anmeldungsdatum: 18.07.2005
Beiträge: 2876

Beitrag(#706957) Verfasst am: 18.04.2007, 02:06    Titel: Antworten mit Zitat

Das mit dem (Wangen-!!!)Küssen war ja allerdings noch der mildeste von mir benannte Punkt...
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Domingo
ungläubig



Anmeldungsdatum: 09.01.2005
Beiträge: 1167
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Beitrag(#707718) Verfasst am: 19.04.2007, 03:10    Titel: Antworten mit Zitat

Im 12. Jh. wurden im Heiligtum von Kajuraho GV-Darstellungen an die Wände gemeißelt, die kann man heute noch bewundern. Der Puritanismus genauso wie vieles andere (einschließlich der Einführung des Pauschalterminus *Hinduismus*) kommt eigentlich vom muslimischen (früher) und christlichen (später) Einfluss.

Zu den Kasten usw.: Ich denke, es handelt sich um kulturelle Phänomene, nicht um religiöse. Die Religion ist meistens nur ein Mittel zur Rechtfertigung bereits bestehender Bräuche und moralischer Anschauungen, genauso wie im Westen (Beispiel Schwulenhetze: Warum verurteilen Christen nicht genauso vehement das Säen mit zweierlei Samen oder die Tatsache, das Frauen nicht ihr Haupt verhüllen? Weil sie eine homophobe mediterrane Machomoral teilen, gepaart mit tiefenpsychologischen Defekten).
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IvanDrago
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Anmeldungsdatum: 18.07.2005
Beiträge: 2876

Beitrag(#707729) Verfasst am: 19.04.2007, 05:30    Titel: Antworten mit Zitat

Ok, danke für deinen Beitrag.

Zitat:
Die Religion ist meistens nur ein Mittel zur Rechtfertigung bereits bestehender Bräuche und moralischer Anschauungen



Sie konserviert vorrangig Dinge, die den Menschen schaden. Meiner Beobachtung nach...

Schon komisch, ich hatte entweder mit ein paar mehr Kommentaren gerechnet. Sagt mir doch wenigstens einer, wie falsch mein Eindruck vom heutigen Indien ist. Und es ist nur ein Eindruck, ich war noch nicht da persönlich.

Woran liegt das Schweigen im Walde?
Thema interessiert keine Sau?
Mein Ausgangspost als zu pauschal und vorurteilsbehaftet?

Alles möglich, wie gesagt ich habe da eben nur ein Quantum an wirklich hässlichen Impressionen aus diesem Land und seíner gesellschaftlichen Kultur gewonnen. Vielleicht ist dieser ja hanebüchener Unsinn. Vielleicht ist auch was dran.

FGH - klär mich auf!
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beachbernie
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Beitrag(#707760) Verfasst am: 19.04.2007, 09:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ivan Drago,

IvanDrago hat folgendes geschrieben:

Woran liegt das Schweigen im Walde?
Thema interessiert keine Sau?
Mein Ausgangspost als zu pauschal und vorurteilsbehaftet?



erstens mal das und zum anderen geht's nicht um Moslems, sonst waeren die ersten 3 Seiten wohl schon vollgespammt.

"Interpretiere" die Nachricht doch ein bisschen, z.B. indem Du kurz mal locker einflechtest, dass geruechteweise auch ein paar koranschwingende Dschihadisten mit auf der Demo gewesen sein sollen, dann wird sicher das Interesse steigen.

Ansonsten ist Spiessigkeit mit Sicherheit keine Erfindung der Hindus und auch nicht ausschliesslich auf religioese Menschen beschraenkt, sondern sowas soll auch in den besten Voelkerfamilien vorkommen, deshalb wuerde ich das ganze etwas tieferhaengen.

Gruss, Bernie
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Domingo
ungläubig



Anmeldungsdatum: 09.01.2005
Beiträge: 1167
Wohnort: Westkanada

Beitrag(#707836) Verfasst am: 19.04.2007, 12:27    Titel: Antworten mit Zitat

IvanDrago hat folgendes geschrieben:
Woran liegt das Schweigen im Walde?
Thema interessiert keine Sau?
Mein Ausgangspost als zu pauschal und vorurteilsbehaftet?


Tja vielleicht ist niemand hier sooo vertraut mir Indien, dass er fundiertes dazu beitragen könnte. Eine nicht von der Hand zu weisender Möglichkeit zwinkern
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IvanDrago
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Anmeldungsdatum: 18.07.2005
Beiträge: 2876

Beitrag(#707838) Verfasst am: 19.04.2007, 12:41    Titel: Antworten mit Zitat

Tja, vielleicht kommen mehr User hier her, wenn auch der Ivan jetzt offizíell mehr Rinder statt Inder fordert!!


@ beachbernie

verdammt nochmal Sehr glücklich , du bist jetzt schon der nächste, der auf diesen Thread eingeht, und sich vorrangig nur auf diesen kleinen Artikel bezieht. Dieser ist doch aber nur eine Randnote, nur der Aufhänger. Die krasse Gewalt gegen Frauen in Indien, die übelste Fortschrittsfeindlichkeit der Gesellschaft in wohl zumindest weitreichenden Teilen, und das ganze wohl auch wieder unter religiöser Determination, das ist etwas, was man kommentieren bzw. diskutieren sollte.

Ansonsten hat eine Gesellschaft bei der auf einen Kuss auf die Wange (einer Schauspielerin!!) im 21. Jahrhundert solch ein Brimborium gemacht wird, und es zu Massenprotesten kommt, sicherlich ein oder mehrere Räder ab...
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Heike N. meint: "IvanDrago for President!"

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Domingo
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Anmeldungsdatum: 09.01.2005
Beiträge: 1167
Wohnort: Westkanada

Beitrag(#707873) Verfasst am: 19.04.2007, 13:30    Titel: Antworten mit Zitat

IvanDrago hat folgendes geschrieben:
Ansonsten hat eine Gesellschaft bei der auf einen Kuss auf die Wange (einer Schauspielerin!!) im 21. Jahrhundert solch ein Brimborium gemacht wird, und es zu Massenprotesten kommt, sicherlich ein oder mehrere Räder ab...


Nicht mehr als eine Gesellschaft, die aus dem Geschichtsunterricht den Holocaust verbannt, weil er die religiösen Gefühle muslimischer Schüler oder ihrer Eltern verletzen könnte, die die Juden lieber ungestört weiter hassen möchten. Das soll in England der Fall sein.
Ich schätze, die radikalen Hindus (vermutlich eher eine Minderheit, aber bei einer Milliarde Einwohnern kann eine Mindehrheit schon bedrohliche Ausmaße annehmen) haben von den Moslems gelernt, dass Beleidigttun sich auszahlt. Und sie haben wohl auch recht.

Ansonsten kann ich mich nur wiederholen: Um wirklich etwas Fundiertes über Indien zu schreiben und nicht nur platte Klischees zu wiederholen, braucht man sehr viel Expertise. Ich bezweifle, dass sich hier im FGH irgendjemand gut genug auskennt.
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Mai
Freigeist



Anmeldungsdatum: 06.09.2005
Beiträge: 876
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Beitrag(#708017) Verfasst am: 19.04.2007, 16:19    Titel: Antworten mit Zitat

@ IvanDrago

Du hast sehr viele Fragen angeschnitten. U.a.:

IvanDrago hat folgendes geschrieben:
1. Die wahnhaften Auswirkungen des Hinduismus auf die indische Gesellschaft.

Die Fragen lassen sich nicht in Hauruck-Manier beantworten.

Zunächst einmal: was ist Hinduismus?

Hinduismus ist nicht eine Religion, sondern sehr, sehr viele Religionen oder Lebensphilosophien.
Es gibt dort keinen Papst, der alle Menschen religiös gleichschalten möchte. Die indische Gesellschaft bringt immer wieder Mystiker, Weise und Künstler hervor, die Kristallisationspunkt neuer Gesellschaften werden oder aber ältere müde Gesellschaften erneuern. Dadurch konnte der Hinduismus auch überleben. Indien befand sich 1000 Jahre unter islamische und christliche Herrschaft und konnte doch diese Herrschaft abschütteln.
Die Weisen Indiens streben keine Weltherrschaft an. Sie erfahren und weisen auf etwas grundlegend Eines hin. Dieses Eine benennen sie mit unterschiedlichen Namen, z.B. SatChidAnanda, Brahman, Atman, Kali, Shiva, Krishna, Vishnu, Rama, und viele andere. Diese Weisen empfehlen ihren Besuchern ein selbst erwähltes Ideal.
Die Spannweite dieser Denkweise ist so groß, daß da auch Atheisten mit eingeschlossen sind.
Einige dieser Weisen leben auch ein sexuell enthaltsames Leben, fordern aber keineswegs ein sexuell enthaltsames Leben für alle.
Die meisten Menschen müssen, wollen oder möchten ein sexuelles Leben führen. Aber ein kleiner Prozentsatz der Menschen möchte die sexuelle Energie sublimieren oder strebt es an.

Hannsferdinand Döbler (1919-2004, Schriftsteller) schreibt folgendes
„Wenn es eine christliche Kirche gäbe, die zurück bis zu den Propheten des alten Testaments alle Lehren, die jemals gelehrt wurden, auch die aller Ketzer, in sich vereinigte und neben Luther einen Mann wie Teilhard de Chardin, neben den Patriarchen Nestor einen Kierkegard stellen könnte, wenn diese eine, alle Verkünder gleichmäßig umfassende Religion zugleich Askese und Weltlichkeit, Zauberwesen und Spiritualität, tiefstes philosophisches Denken und volkstümliche Heiligenverehrung in sich vereinigen und zeitlich nicht nur eine geschichtliche Frist von wenigen Jahrtausenden, sondern den gesamten Kosmos im Kreislauf seines Werdens und Vergehens umfassen würde, dann wäre diese Religion etwa so vielgestaltig und weiträumig wie die der Inder. Was der Europäer von dieser Religion kennt, etwa die Verehrung der heiligen Kühe oder das Fakirtum in seiner extremen Art, ist wenig genug - ebensogut könnte man das Christentum nach der Verwendung von Weihwasser und nach den Hexenverbrennungen beurteilen.“ MMR85HD

Mich persönlich regt es nicht auf, wenn ein Schauspieler Wangenküsschen veranstaltet. Aber mich stört es auch gar nicht, wenn konservative Hindus dagegen protestieren. Wenn sie es friedlich tun und andere Menschen nicht totschlagen.
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beachbernie
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Beitrag(#708227) Verfasst am: 19.04.2007, 20:58    Titel: Antworten mit Zitat

Domingo hat folgendes geschrieben:
IvanDrago hat folgendes geschrieben:
Ansonsten hat eine Gesellschaft bei der auf einen Kuss auf die Wange (einer Schauspielerin!!) im 21. Jahrhundert solch ein Brimborium gemacht wird, und es zu Massenprotesten kommt, sicherlich ein oder mehrere Räder ab...


Nicht mehr als eine Gesellschaft, die aus dem Geschichtsunterricht den Holocaust verbannt, weil er die religiösen Gefühle muslimischer Schüler oder ihrer Eltern verletzen könnte, die die Juden lieber ungestört weiter hassen möchten. Das soll in England der Fall sein.
Ich schätze, die radikalen Hindus (vermutlich eher eine Minderheit, aber bei einer Milliarde Einwohnern kann eine Mindehrheit schon bedrohliche Ausmaße annehmen) haben von den Moslems gelernt, dass Beleidigttun sich auszahlt. Und sie haben wohl auch recht.


Wusste ich doch, dass da wieder irgendso ein Islamophober doch noch die Kurve kriegt um seine Lieblingsbotschaft unter's Volk zu streuen... Sehr glücklich

Domingo hat folgendes geschrieben:
Ansonsten kann ich mich nur wiederholen: Um wirklich etwas Fundiertes über Indien zu schreiben und nicht nur platte Klischees zu wiederholen, braucht man sehr viel Expertise. Ich bezweifle, dass sich hier im FGH irgendjemand gut genug auskennt.


Dasselbe gilt uebrigens auch fuer "Fundiertes" ueber islamische Gesellschaften.... zwinkern

Gruss, Bernie
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Domingo
ungläubig



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Beitrag(#708254) Verfasst am: 19.04.2007, 21:37    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Wusste ich doch, dass da wieder irgendso ein Islamophober doch noch die Kurve kriegt um seine Lieblingsbotschaft unter's Volk zu streuen... Sehr glücklich


*gähn*
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Domingo
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Beitrag(#708257) Verfasst am: 19.04.2007, 21:40    Titel: Antworten mit Zitat

Domingo hat folgendes geschrieben:
von den Moslems


Ui, das war aber echt undifferenziert Geschockt

Sagen wir also: von einigen muslimischen Fanatikern Auf den Arm nehmen
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chiring
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Beitrag(#708284) Verfasst am: 19.04.2007, 22:14    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:

Wusste ich doch, dass da wieder irgendso ein Islamophober doch noch die Kurve kriegt um seine Lieblingsbotschaft unter's Volk zu streuen... Sehr glücklich
Gruss, Bernie


Als Verteidiger der Schwachköpfe gilst Du wohl als clever bei deinen Kumpels.
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beachbernie
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Beitrag(#708418) Verfasst am: 20.04.2007, 02:54    Titel: Antworten mit Zitat

chiring hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:

Wusste ich doch, dass da wieder irgendso ein Islamophober doch noch die Kurve kriegt um seine Lieblingsbotschaft unter's Volk zu streuen... Sehr glücklich
Gruss, Bernie


Als Verteidiger der Schwachköpfe gilst Du wohl als clever bei deinen Kumpels.


Und wo bleiben Deine Kumpels? Oder musst Du hier alleine missionieren? Sehr glücklich

Ansonsten lege ich wert auf die Feststellung, dass ich Dich und Deinesgleichen noch nie verteidigt habe, derzeit nicht verteidige und auch nie verteidigen werde, auch weil mir die anwaltliche Zulassung fehlt. Musst Dir schon einen Rechtsanwalt suchen, falls Dir Deine Missionstaetigkeit rechtliche Scherereien eingebrockt haben sollte. zwinkern

Gruss, Bernie
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chiring
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Beitrag(#708461) Verfasst am: 20.04.2007, 09:26    Titel: Antworten mit Zitat

Wer bringt hier die Deppenreligion ins Spiel die hier gar nichts zu suchen hat? (In gewohnt islamischer Hetz-Manier).
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beachbernie
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Beitrag(#708672) Verfasst am: 20.04.2007, 16:37    Titel: Antworten mit Zitat

chiring hat folgendes geschrieben:
Wer bringt hier die Deppenreligion ins Spiel die hier gar nichts zu suchen hat? (In gewohnt islamischer Hetz-Manier).


Wer redet denn hier von Nationalismus und Nationalstolz? Ich kann da in diesem thread rumlesen soviel ich will, ich finde da nix..... Sehr glücklich

...und die einzige Hetze, die mir hier spontan auffaellt, die steht bei Dir in der Klammer... Lachen

Gruss, Bernie
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Mai
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Anmeldungsdatum: 06.09.2005
Beiträge: 876
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Beitrag(#708695) Verfasst am: 20.04.2007, 17:26    Titel: Antworten mit Zitat

@ IvanDrago

IvanDrago hat folgendes geschrieben:
So. Also, dass der Hinduismus genauso wie die anderen Religionen eine menschheitsfeindliche Pest ist, war mir schon länger bekannt.

Aber über Indien hört man ja bei uns nicht so viel. Strenggenommen geht es mir nun um 2 für mich gleichinteressante Themen:

1. Die wahnhaften Auswirkungen des Hinduismus auf die indische Gesellschaft.
2. Indien allgemein als ziemlich krankes Land

Ich bin wahrlich kein Experte, völlig klar, aber seit einigen Jahren hat sich in meinem Bewusstsein der Eindruck verfestigt, dass Indien ein wirklich abartiges Land ist (Gesellschaft/Kultur), so krass das klingt.


Du hast deutliche Worte gesprochen.
Ich denke, mehr Informationen sind wichtig.
Rabindranath Tagore hat mal ungefähr gesagt: „Willst du Indien verstehen, dann lies Vivekananda.“
Darum jetzt ein paar Zitate von ihm über Indien:

Zitat:
Vivekananda (1863-1902) hat folgendes gesprochen:

Politische Ideen können unter Fanfarenklängen und dem Marschtritt von Kohorten verbreitet werden. Weltliches und soziales Wissen läßt sich durch Feuer und Schwert ausbreiten. Spirituelle Erkenntnisse können aber nur in der Stille vermittelt werden, ähnlich dem Tau, der ungesehen und ungehört fällt und doch unzählige Rosen zur Blüte bringt. Dies ist immer wieder Indiens Geschenk an die Welt gewesen.

Das wichtigste Merkmal der indischen Denkweise ist ihre Ruhe, ihr Schweigen. Die ungeheure Macht, die dahintersteht, wurde nie durch Gewalt ausgedrückt.

Die Welt steht tief in Indiens Schuld. Keinem anderen Volk der Erde verdankt die Welt so viel wie den geduldigen, den sanftmütigen Hindus.

Soll Indien sterben? Dann würden jegliche Spiritualität und moralische Vollkommenheit in der Welt verlöschen, dann würden jegliche tiefempfundene Religiosität und alle Idealität verschwinden. Stattdessen würden Lustgier und Luxus als männliche und weibliche Götzen regieren, und das Geld als ihr Priester; Betrug, Gewalt und Wettbewerb würden die Zeremonien und die menschliche Seele das Opfer sein. Doch das kann nie geschehen. Die Macht des Leidens ist unendlich viel größer als die Macht des Tuns; die Macht der Liebe wirkt unendlich stärker als die Macht des Hasses.

Aus "Vivekananda - Leben und Werk" von Swami Nikhilananda, Drei-Eichen Verlag, München, 1972, Seite 352


Das sind auch deutliche Worte.
Deine Worte und Vivekanandas Worte wirken wie Gegensätze.

Der Unterschied ist: Du hast Dich noch nicht so intensiv mit Indien beschäftigt, während Vivekananda Indien gründlich kennen gelernt hat.

Dazu folgende kleine Hintergrundgeschichte:

Zitat:
Nach 1886 hatte Vivekananda ganz Indien durchwandert, allein oder mit ein oder zwei Brudermönchen. Er war tief in die Seele Indiens eingedrungen und hatte erkannt, wie stark und fest das Fundament aus Religion und spiritueller Verwirklichung gegründet war.

Einmal kam er in den Himalayas in ein kleines Dorf. Da er stets in der Vorhalle eines Tempels zu übernachten pflegte, dieses arme Dorf aber keinen Tempel besaß, fragte er die Bewohner, ob es irgendwo einen Einsiedler oder Heiligen gäbe, bei dem er übernachten könne. Man sagte ihm, daß im nahen Wald ein Sadhu lebe, der aber unter einem Schweigegelübde stehe und dem man nur gelegentlich etwas zu essen brächte. Man zeigte ihm den Weg, und Vivekananda ging in den Wald. Vor seiner kleinen Hütte saß der Sadhu in tiefer Meditation versunken. Vivekananda setzte sich zu ihm und spürte sofort, daß hier eine Verbindung bestand zu der letzten Großen Kraft. Völlige Losgelöstheit und tiefer Frieden durchflutete ihn.

Nach einiger Zeit bemerkte er, wie der Heilige sich regte. Er öffnete die Augen und sah, daß der andere ihn aufmerksam anblickte. Dann hob der Sadhu die Hand und zeigte zwei Finger, wobei er heftig den Kopf schüttelte. Darauf ließ er die Hand sinken, und während ein Leuchten aus seinen Augen hervorbrach, erhob er erneut einen einzigen Finger - dann versank er wieder in Meditation und Vivekananda mit ihm. KF
Aus „Vedanta“ Nr. 2/1980, Seite 49


Viele Inder sind mit einer oberflächlichen Religion, Bekenntnisreligion oder bloßen Glaubensreligion nicht zufrieden. Sie schürfen tiefer. Wenn sich solche Persönlichkeiten (Mystiker, Weise) in Indien zeigen, dann werden sie häufig respektiert und verehrt.

Ich habe viele Inder kennen gelernt. Die Inder haben nie den Versuch gemacht, mich zu missionieren. Auch Aufklärung über ihre Religion haben die Inder nicht versucht. Was ich eigentlich schade finde. Wenn ich mich nicht aufgrund eigener Fragen und Bedürfnisse für Mystiker interessiert hätte, wüsste ich jetzt faktisch fast nichts über Indien.

Die Massenmedien bringen auch fast nichts über die tiefere religiöse Dimension Indiens. Wenn Deutschland 2 Uboote an Indien verkauft, Mutter Theresa in Indien was tut, der Papst nach Indien fährt, in Indien irgendein Unglück passiert, usw., dann bringen die Massenmedien was.
Also bleibt Otto Normalmensch in diesem Lande verhältnismäßig unwissend in bezug auf Indien.
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chiring
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Beitrag(#708696) Verfasst am: 20.04.2007, 17:34    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
chiring hat folgendes geschrieben:
Wer bringt hier die Deppenreligion ins Spiel die hier gar nichts zu suchen hat? (In gewohnt islamischer Hetz-Manier).


Wer redet denn hier von Nationalismus und Nationalstolz?


Ich jedenfalls nicht. Nationalstolz habe ich nicht einmal verwendet und Nationalismus nur im Zusammenhang mit dem "türkischen Nationalismus".

Selektive Wahrnehmung nennt man das wohl.

Zitat:
...und die einzige Hetze, die mir hier spontan auffaellt, die steht bei Dir in der Klammer...

Schon klar das Dir dein Dreck selbst nicht auffällt. Reflektieren muß man gelernt haben.
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Algol
Katholik, saugverwirrte schleichende Scharia



Anmeldungsdatum: 22.06.2006
Beiträge: 4797
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Beitrag(#709129) Verfasst am: 21.04.2007, 14:02    Titel: Antworten mit Zitat

Mai hat folgendes geschrieben:
Ich habe viele Inder kennen gelernt. Die Inder haben nie den Versuch gemacht, mich zu missionieren. Auch Aufklärung über ihre Religion haben die Inder nicht versucht. Was ich eigentlich schade finde. Wenn ich mich nicht aufgrund eigener Fragen und Bedürfnisse für Mystiker interessiert hätte, wüsste ich jetzt faktisch fast nichts über Indien.

Hindus "missionieren" nicht, denn entweder wird man in das System (in eine Kaste oder in die Gruppe der kastenlosen "gebrochen Menschen") hineingeboren, oder nicht.
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magnusfe
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Beitrag(#709163) Verfasst am: 21.04.2007, 14:54    Titel: Antworten mit Zitat

Kastendenken, man darf nicht aufsteigen, es ist göttlich bestimmt zur unterschicht zu gehören

sowas z.b.
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Wer meine Worte klaut wird schlau
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Algol
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Beiträge: 4797
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Beitrag(#709172) Verfasst am: 21.04.2007, 15:10    Titel: Antworten mit Zitat

IvanDrago hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Neu-Delhi - Hollywood-Star Richard Gere hat sich in Indien durch öffentliches Küssen den Zorn konservativer Hindus zugezogen. Die Inder nahmen es dem US-Schauspieler und bekennenden Buddhisten übel, dass er auf einer Pressekonferenz zum Kampf gegen Aids die Bollywood-Schauspielerin Shilpa Shetty mehrmals auf die Wange geküsst hatte. Mit Parolen wie "Das verstößt gegen indisches Ethos" und "Berührt unsere Frauen nicht", machten sich wütende Demonstranten in Neu Delhi und anderen Städten Luft, wie die Nachrichtenagentur Pres Trust of India berichtete.


Auf Buddhisten sind die indischen Brahmanen eh nicht gut zu sprechen, denn der Buddhismus war in Indien eine philosophische Richtung, welche einst die über-göttliche(!) Macht der Brahmanen und ihr Kastensystem bedrohte.

Dabei sind Hindus, die Verfasser des Kama-Sutra und die Verehrer des Shiva-Linga ursprünglich durchaus nicht prüde:
Shiva-Linga in der Yoni wird begossen
Shiva-Linga (das "Ei") in der Yoni, rot, die Farbe der "Liebe"
"Om mani padme hum" (ich bin der Phallus in der Vagina, das (irdische) Leben)
Die dazugehörige "Geste der Gans"
Parvati, die "Vase" des Shiva-Linga
Shiva und Parvati
Parvati, der "Lotos" (trägt die Strapse?)
Diese moderne "Parvati" ist eher die auf Shiva tanzende Kali-Ma zwinkern
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Leben kann tödlich sein
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Beitrag(#710262) Verfasst am: 23.04.2007, 16:37    Titel: Antworten mit Zitat

@ IvanDrago

IvanDrago hat folgendes geschrieben:
Ich bin gespannt auf eure Beiträge!

PS: In jedem Fall beweist mir auch der Hinduismus, wie verachtens-und (geistig) bekämpfenswert Religionen per se eigentlich sind.


Von einem Thema nicht viel wissen, aber viel draufhauen, kann keine Lösung sein.

Ich mache einen Unterschied zwischen Religion und RELIGION. Die Religion kann engstirnig, machtgierig, missionarisch-aggressiv, usw. sein. RELIGION ist was anderes.

Z.B.:

Zitat:
“Wir möchten die Menschen zu einem Standort führen, wo es weder Veden noch Bibel noch Koran gibt, aber das soll durch Harmonisierung der Veden, der Bibel und des Korans geschehen. Den Menschen muß gelehrt werden, daß die einzelnen Religionen nur die verschiedenen Ausdrucksformen DER RELIGION, welche Einheit ist, sind, so daß jeder den Pfad wählen kann, der ihm am besten paßt.“
Vivekananda in einem Brief an einen Mohammedaner am 10.06.1898

Gefunden in „Vivekananda – Leben und Werk“ von Swami Nikhilananda, Dreieichen Verlag, 1972, Seite 239


Carl Friedrich von Weizsäcker (*1912, Physiker) hatte eine wichtige Erfahrung in Indien gemacht:

Zitat:
- Die Religion hat gar keine Chance, ihren wahren Zielen näherzukommen, wenn sie nicht die Aufklärung voll ernst nimmt.

- Und die Aufklärung hat keine Chance, ihren wahren Zielen voll nachzukommen, wenn sie nicht die Religion ernst nimmt.

- Ich habe nicht die geringste Schwierigkeit, mit einem Buddhisten aus Japan darüber zu reden .......

- Frage: Herr von Weizsäcker - wenn Sie auf Ihr Leben zurückblicken, was war für Sie das Beste daran?
Antwort: Das Beste? Hm. Die Freundschaft mit Werner Heisenberg, die Ehe mit meiner Frau, dann ein paar Schritte in der Wissenschaft, dann ein wichtiges religiöses Erlebnis in der Ebene der mystischen Erfahrung in Indien.

- Frage: Können Sie das beschreiben?
Antwort: Das ist eigentlich kaum aussprechbar. Etwas, das allen großen Religionen gemeinsam ist, die innere Erfahrung, das Gebet, die Meditation. Die Formen, in denen das eingeleitet wird, sind verschieden. Aber wenn man dann einmal sieht, wie die Erfahrungen, die man da macht, geschildert werden, dann ist deren eigentlicher Kern nicht verschieden.

Aus einem Interview der Zeitschrift Stern Nr. 29/1995 vom 13.07.1995 mit Carl Friedrich von Weizsäcker


Wenn man die Religion oberflächlich betrachtet, dann bleibt man an einem Buch, an einem Begriff, an einer Person, an einer Gesellschaft, usw. kleben. Die werden dann verabsolutiert. Andere Dinge werden als minderwertig gesehen. Das verärgert die Verehrer anderer Dinge und damit haben wir Krieg.
Schürft man aber tiefer, dann lösen sich viele Probleme.

Hier die Sichtweise von Wulfing von Rohr:

Zitat:
- Indien scheint unendlich viele Antworten zu bieten - von dichtesten Formen wie Steinidolen, die regelmäßig mit Milch und Honig übergossen und angebetet werden, zu den erhabensten Erfahrungen des formlosen, reinen Geistes. Viele Antworten werden uns kulturell, religiös und spirituell fremdartig vorkommen. Einige werden uns im Innersten anrühren, und wir werden blitzartig erkennen, daß sie "wahr" sind - weil sie eben nicht "indisch", sondern einfach zutiefst menschlich sind. .......
Gerade durch die üppig quellende Fülle vielgestaltiger Lebensformen und Gottesaspekte wird man ....... gegenüber allzu hehren und ausschließlichen Elogen auf einzelne Formen und einem Übermaß an Bekenntnissen, Beschwörungen oder missionarischen Mahnungen eher kritisch und überdrüssig.

- Wer Indien sucht, muß auch innen suchen.

- Wenn es überhaupt eine geographisch klar umrissene Region auf diesem Planeten gibt, die für des Menschen ewige Suche nach dem Sinn des Lebens steht, für unsere Sehnsucht nach ewigen Werten, nach ewigem Leben, nach ewigem Glück, dann kann ....... nur Indien Nahrung für unsere Seele von allen Feldern des Lebens bieten.

Aus „INDIEN“ von Wulfing von Rohr, Goldmann-Verlag, München, 3/91, ISBN 3-442-12286-4, Seiten 254, 26, 17


Aurobindo charakterisiert indische Religion so:

Zitat:
Andere Religionen sind vorwiegend Religionen des Glaubens und des Bekenntnisses, aber die 'ewige Religion' ist das Leben selbst. Sie ist eine Angelegenheit, die nicht so sehr zu glauben als vielmehr zu leben ist. Das ist Religion, die zum Heil der Menschheit in der Abgeschlossenheit dieser Peninsula [Halbinsel] seit alters wertgehalten worden ist. Diese Religion zu vermitteln, dazu erhebt sich Indien. Indien erhebt sich nicht, wie andere Länder es tun, um seiner selbst willen oder um die Schwachen niederzutreten, wenn es stark geworden ist. Indien erhebt sich, um das ewige Licht, das ihm anvertraut ist, über die Welt auszubreiten. Immer hat Indien für die Menschheit existiert und nicht nur für sich selbst und um der Menschheit willen, und nicht nur um seinetwillen muß es groß sein.
Sri Aurobindo (1872-1950, ind. Philosoph)


Andrew Harvey hatte eine rührende Begegnung mit einem indischen Yogi:

Zitat:
Als ich fünf Jahre alt war, stahl ich mich eines Nachmittags, während alle schliefen, aus dem Haus und ging am Fluß Jamuna [Indien] spazieren.
Unter einem Baum sah ich einen Yogi auf einem schmutzigen, dunkelblauen Tuch sitzen. Er war ausgezehrt, hatte langes, zu Knoten gebundenes Haar und war – von einem Lendentuch abgesehen – nackt. Er winkte mich mit einem so schönen ungezähmten Lächeln zu sich heran, daß ich alle Angst vor ihm verlor.

Auf dem Tuch lagen zwei Gegenstände – eine winzige Frauenstatue mit vielen Armen und etwas, das in ein rotes Tuch gewickelt war und aussah wie ein kleiner Brotlaib. Er deutete auf die Statue und sagte: „Ma. Das ist Ma.“
Dann deutete er auf seine Stirn: „Hier drin Ma. Hier drin Gott.“
Er deutete auf seinen Körper: „Körper ist Haus. Haus von Ma. Ma ist Kopf von Haus. Ma ist große Chef von Haus.“
Er begann, sich mit dem Oberkörper vor und zurück zu wiegen, schloß die Augen und murmelte etwas. Dann nahm er etwas weißen Sand vom Flußufer in die Hand.
„Der Sand ist Ma. Der Fluß ist Ma. Das Licht, mein Fuß, alles Ma. Verstehst du? Alles dasselbe. Alles eins, eins, eins. Alles Ma. Hund Ma, Pflanze Ma.“

Er beugte sich vor und berührte meine Nase. „Du auch Ma.“ Er griff nach dem Gegenstand in dem Tuch und wickelte ihn langsam aus. Es war ein alter Totenschädel.
Er nahm meine rechte Hand und führte sie sanft über den Schädel.
„Hab keine Angst“, sagte er leise. „Tod auch Ma. Leben Tod eins. Du und ich eins. Nur eins, nur Ma.“

Aus „Der Pfad ins Herz“ von Andrew Harvey, rororo Sachbuch, Reinbeck bei Hamburg, 1994, ISBN 3 499 19550 X, Seite 11


Diese Informationen findet man nicht in den westlichen Massenmedien.

Es gibt Kreise, die die Menschheit religiös gleichschalten wollen. Aber ich glaube nicht, daß denen das gelingt. Jeder hat eine andere Nase. Warum sollte man alle Nasen gleichschalten?
Es ist nicht einzusehen, daß alle Menschen das gleiche Ideal haben sollten. Indien weiß das, wir haben das hier noch zu lernen.

Ich hoffe, Du bist jetzt etwas milder gestimmt.
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Beitrag(#710277) Verfasst am: 23.04.2007, 17:04    Titel: Antworten mit Zitat

@ IvanDrago

IMHO liegt deine Sichtweise eher an den negativ focussierten Nachrichten als an Indien selbst. Indien zeigt sehr große Widersprüche. Während es z.B. vielen Menschen sehr schlecht geht werden in kaum einem Land Tiere besser behandelt. Meine Eltern waren darüber erstaunt wie es sein kann, daß Menschen buchstäblich auf der Straße schlafen ohne dabei den Tieren weh zu tun.
Ein anderer Widerspruch ist z.B. das Kastensystem und die Spiritualität die es beides in Indien gibt.
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Beitrag(#710968) Verfasst am: 24.04.2007, 17:38    Titel: Antworten mit Zitat

@ magnusfe

magnusfe hat folgendes geschrieben:
Kastendenken, man darf nicht aufsteigen, es ist göttlich bestimmt zur unterschicht zu gehören


Das stimmt so nicht.

Beispiel:
Zitat:
„Sri Ramakrishna sagte einst, man werde sich der ungeteilten, unteilbaren Wirklichkeit in den Tiefen der Meditation gewahr. Der Körper ist vergessen, alles Denken hört auf - es bleibt nur das reine Bewußtsein.
Es gibt einen Unterschied zwischen Ekstase und Samadhi. In der Ekstase erlebt der Aspirant die Wonne der Seligkeit; er sieht das Spiel Gottes; in Samadhi wird der Aspirant Seligkeit selbst. Erkennender, Erkenntnis und das Erkannte werden eins.

Es genügt nicht, während der Meditation das Licht als Vision zu sehen, obgleich dies wie auch jede andere Vision, zur Stärkung des Glaubens dient, und zu tieferem Eindringen ermutigt. Erst wenn das Körperbewußtsein verschwunden und das Herz rein ist, vermag man wirklich zu erkennen, daß es jenseits des Gebiets der göttlichen Visionen ein weiteres und erhabeneres Reich gibt.

Die Kenntnis jenes Reiches kann durch des Menschen Verstand nicht erfaßt, noch mit Worten geschildert werden. Allein die Gnade des Gurus vermag die Tore zu jenem gesegneten Reich öffnen. Während ich eines Tages Sri Ramakrishnas Kopf massierte, öffnete sich plötzlich vor mir das Tor zu jenem Reich. Was ich sah, konnten die Augen nicht fassen; was ich empfand, konnte die Zunge nicht aussprechen. Es war eine Erfahrung jenseits aller Worte.“ Swami Adbhutananda

Aus "Vedanta und Wir", herausgegeben von Christopher Isherwood, Rascher Verlag, Zürich, 1949, Seite 189


Latu oder später Swami Adbhutananda (ca.1865-1920) kam aus der „Diener Kaste“, war ungebildet und Analphabet. Man hat versucht ihm etwas Bildung beizubringen. Aber er hatte kein Interesse.
Ramakrishna (1836-1886) war Brahmane. Trotzdem gewährte er ihm höchste Erleuchtung. Dadurch wurde er zu einem Vorzeige-Swami, der von vielen Brahmanen geachtet wurde und wird.
Indien tickt anders. Schnelle Urteile gehen oft daneben.
In jeder Wissenschaft, Religion oder Philosophie sollte man ehrlich sein oder zumindest Ehrlichkeit anstreben.
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wolle
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Beitrag(#2276933) Verfasst am: 31.03.2022, 21:14    Titel: Antworten mit Zitat

300'000 Bauern in Indien haben sich in den letzten 25 Jahren selbst getötet.
Als Gründe werden Armut und Unzufriedenheit mit der Politik der Regierung angenommen.

Quelle: Phoenix - Im Fadenkreuz der Machthaber
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72. Generalversammlung der Vereinten Nationen, Presse-Mitteilung
http://www.un.org/en/ga/72/presskit/pdf/full_kit72_en.pdf
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jdf
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Beitrag(#2276956) Verfasst am: 31.03.2022, 23:29    Titel: Antworten mit Zitat

wolle hat folgendes geschrieben:
300'000 Bauern in Indien haben sich in den letzten 25 Jahren selbst getötet.
Als Gründe werden Armut und Unzufriedenheit mit der Politik der Regierung angenommen.

Quelle: Phoenix - Im Fadenkreuz der Machthaber

Ich meine mich zu erinnern, dass diese Selbstmorde auch mit den menschenverachtenden Praktiken von Saatgutherstellern zu tun haben, die nicht durch den indischen Staat unterbunden werden.
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Dann doch lieber B. R. D.

Ceterum censeo Iulianem esse liberatum.
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uwebus
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Beitrag(#2277030) Verfasst am: 01.04.2022, 19:39    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
wolle hat folgendes geschrieben:
300'000 Bauern in Indien haben sich in den letzten 25 Jahren selbst getötet.
Als Gründe werden Armut und Unzufriedenheit mit der Politik der Regierung angenommen.

Quelle: Phoenix - Im Fadenkreuz der Machthaber




Corona-Pandemie in den USA
Mehr Waffen - und Sorge vor mehr Suiziden
Stand: 07.01.2021 11:23 Uhr

https://www.tagesschau.de/ausland/waffenverkaeufe-usa-101.html


Von den rund 40.000 Menschen, die jedes Jahr in den USA durch Waffengewalt sterben, hat die Mehrheit die Pistole selbst abgefeuert.

Im Vergleich Indien: 300.000/25 = 12.000 Suizide/a von Bauern.

Auch in den USA ist wohl zunehmende Armut und Perspektivlosigkeit der Grund, einen Suizid zu begehen.

in der BRD sind es rund 10.000 Suizide/Jahr (12,3·8,2E+07/1E+05)

https://de.wikipedia.org/wiki/Suizidrate_nach_L%C3%A4ndern

Bei uns ist es wohl weniger die Armut als mehr die Perspektivlosigkeit im Alter, sein Leben zu beenden. Ich empfehle einen Besuch in einem Alters- und Pflegeheim der "Klasse AOK" bzw. "Hartz IV".
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wolle
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Beitrag(#2277064) Verfasst am: 02.04.2022, 17:08    Titel: Antworten mit Zitat

uwebus hat folgendes geschrieben:

Von den rund 40.000 Menschen, die jedes Jahr in den USA durch Waffengewalt sterben, hat die Mehrheit die Pistole selbst abgefeuert.

Im Vergleich Indien: 300.000/25 = 12.000 Suizide/a von Bauern.

Auch in den USA ist wohl zunehmende Armut und Perspektivlosigkeit der Grund, einen Suizid zu begehen.


In den USA kommt eine weite Verbreitung von Drogen-Missbrauch hinzu, welcher bekanntermaßen zu Depressionen und höherer Gefährdung führt.
Die indischen Bauern haben erst gar nicht das Geld für Drogen oder Schusswaffen.
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http://www.un.org/en/ga/72/presskit/pdf/full_kit72_en.pdf
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Wilson
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Beitrag(#2277067) Verfasst am: 02.04.2022, 17:38    Titel: Antworten mit Zitat

wolle hat folgendes geschrieben:
uwebus hat folgendes geschrieben:

Von den rund 40.000 Menschen, die jedes Jahr in den USA durch Waffengewalt sterben, hat die Mehrheit die Pistole selbst abgefeuert.

Im Vergleich Indien: 300.000/25 = 12.000 Suizide/a von Bauern.

Auch in den USA ist wohl zunehmende Armut und Perspektivlosigkeit der Grund, einen Suizid zu begehen.


In den USA kommt eine weite Verbreitung von Drogen-Missbrauch hinzu, welcher bekanntermaßen zu Depressionen und höherer Gefährdung führt.
Die indischen Bauern haben erst gar nicht das Geld für Drogen oder Schusswaffen.




der grund für die opioidkrise ist die laxe verschreibung eines in seiner suchtwirkung verharmlosten schmerzmittels namens Oxycodon aus der Klasse der Opioide

https://www.geo.de/wissen/gesundheit/-amerikas-drogenkrise-wuetet-wie-nie-zuvor-31476666.html
Zitat:

"Die stille Epidemie: Amerikas Drogenkrise wütet wie nie zuvor"

05.01.2022, 15:50 Uhr
7 Min. Lesezeit
Die Corona-Pandemie hat die Opioid-Krise in den USA verschärft, die Zahl der Drogentoten ist förmlich explodiert. Das Epizentrum ist der Bundesstaat West Virginia, wo die katastrophalen Auswirkungen alle zu spüren bekommen - von Neugeborenen bis zu Urgroßeltern

Mike Stuart trägt stets eine Brieftasche mit einem Packen Porträtfotos bei sich. "Diese Bilder verfolgen mich nachts", sagt der frühere Bezirksstaatsanwalt in Charleston, der Hauptstadt des US-Bundesstaats West Virginia. Die Fotos zeigen junge Amerikanerinnen und Amerikaner. In diesen Momentaufnahmen scheinen sie vor Lebensfreude zu sprühen. Sie alle sind tot, alle gestorben an einer Überdosis Drogen. West Virginia ist das Epizentrum der Opioid-Epidemie in den USA - Stuart spricht vom "Ground Zero". "Es gibt keine Familie, keine Straße, keine Kirche, keine Schule, kein Dorf, keine Stadt, die nicht massiv davon betroffen wären", sagt er.

Vom Schmerzmittel zum Heroin
Rund drei von vier dieser Toten in den USA starben an einer Überdosis Opioide. Dazu zählen nach CDC-Definition natürliche Opiate wie Heroin, aber auch synthetische Substanzen wie Oxycodon. In den 1990er-Jahren drängte die inzwischen berüchtigte Firma Purdue Pharma mit ihrem Oxycodon-Schmerzmittel Oxycontin auf den Markt - es war der Urknall für die derzeitige Krise. Purdue gab das Suchtpotenzial von Oxycontin fälschlicherweise als niedrig an.
(...)
Während Oxycodon in Deutschland unter das Betäubungsmittelgesetz fällt, verschrieben Ärzte in den USA die Mittel selbst bei moderaten Schmerzen freizügig. Patienten wurden massenweise abhängig. Wenn sie Oxycodon nach der Behandlung nicht mehr auf Rezept bekamen, besorgten sie es sich oft auf dem Schwarzmarkt, wo sie mit der Zeit auf eine billigere Alternative auswichen: Heroin.
(...)


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