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wolle
Anti-Theist und Welt-Verbesserer



Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 3004

Beitrag(#2199360) Verfasst am: 11.01.2020, 02:03    Titel: Antworten mit Zitat

https://www.faz.net/2.1690/netflix-darf-jesus-parodie-in-brasilien-weiter-zeigen-16574681.html schrieb:
Zitat:
Die Brasilianer dürfen weiter über einen schwulen Jesus und eine kiffende Gottesmutter lachen.

Eine christliche Gruppe hatte gegen die Satire geklagt. frech
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72. Generalversammlung der Vereinten Nationen, Presse-Mitteilung
http://www.un.org/en/ga/72/presskit/pdf/full_kit72_en.pdf
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DonMartin
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Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 6275

Beitrag(#2199361) Verfasst am: 11.01.2020, 02:25    Titel: Antworten mit Zitat

wir dürfen gespannt sein was passiert, wenn Netflix den Film über den schwulen Mohammed rausbringt.
Soviel Ausgewogenheit muss schon sein.


Zuletzt bearbeitet von DonMartin am 11.01.2020, 02:27, insgesamt einmal bearbeitet
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schtonk
Korinthenliegenlasser



Anmeldungsdatum: 17.12.2013
Beiträge: 11688

Beitrag(#2199363) Verfasst am: 11.01.2020, 02:27    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
wir dürfen gespannt sein was passiert, wenn Netflix den Film über den schwulen Mohammed rausbringt.

War Mohammed schwul? Beleg.
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Es ist schon alles gesagt worden. Nur noch nicht von allen. - Karl Valentin

Politial language is designed to make lies sound truthful and murder respectable,
and to give the appearance of solidty to pure wind. - George Orwell
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DonMartin
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Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 6275

Beitrag(#2199364) Verfasst am: 11.01.2020, 02:39    Titel: Antworten mit Zitat

schtonk hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
wir dürfen gespannt sein was passiert, wenn Netflix den Film über den schwulen Mohammed rausbringt.

War Mohammed schwul? Beleg.

War Jesus schwul? Beleg.

Also wenn ich jetzt Mohammed's Vita richtig erinnere, war der in Sachen Frauen alles andere als normal.
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schtonk
Korinthenliegenlasser



Anmeldungsdatum: 17.12.2013
Beiträge: 11688

Beitrag(#2199366) Verfasst am: 11.01.2020, 02:49    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
wir dürfen gespannt sein was passiert, wenn Netflix den Film über den schwulen Mohammed rausbringt.

War Mohammed schwul? Beleg.

War Jesus schwul? Beleg. (...)

Diese Replik lässt sich an Dummheit kaum überbieten.
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DonMartin
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Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 6275

Beitrag(#2199368) Verfasst am: 11.01.2020, 02:59    Titel: Antworten mit Zitat

schtonk hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
wir dürfen gespannt sein was passiert, wenn Netflix den Film über den schwulen Mohammed rausbringt.

War Mohammed schwul? Beleg.

War Jesus schwul? Beleg. (...)

Diese Replik lässt sich an Dummheit kaum überbieten.

Du hast angefangen.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 44388
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2199369) Verfasst am: 11.01.2020, 03:10    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
wir dürfen gespannt sein was passiert, wenn Netflix den Film über den schwulen Mohammed rausbringt.

War Mohammed schwul? Beleg.

War Jesus schwul? Beleg.

Also wenn ich jetzt Mohammed's Vita richtig erinnere, war der in Sachen Frauen alles andere als normal.



Dabei ist doch die wirklich interessante Frage ob es sich bei diesen beiden Religionsstiftern um privilegierte alte weisse Maenner gehandelt hat oder nicht. Sehr glücklich
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schtonk
Korinthenliegenlasser



Anmeldungsdatum: 17.12.2013
Beiträge: 11688

Beitrag(#2199370) Verfasst am: 11.01.2020, 03:31    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
wir dürfen gespannt sein was passiert, wenn Netflix den Film über den schwulen Mohammed rausbringt.

War Mohammed schwul? Beleg.

War Jesus schwul? Beleg. (...)

Diese Replik lässt sich an Dummheit kaum überbieten.

Du hast angefangen.

AfD-"Systematik" eines rechtsradikalaffinen Trolls, argumentatives Millieu der Dummheit.
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vrolijke
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Beitrag(#2199379) Verfasst am: 11.01.2020, 12:29    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
wir dürfen gespannt sein was passiert, wenn Netflix den Film über den schwulen Mohammed rausbringt.
Soviel Ausgewogenheit muss schon sein.

Monotheistische Religionen haben im allgemeinen weniger Probleme mit Gewallt, als mit Homosexualität.
Die alten Griechen und Römer hatten offensichtlich keine Probleme damit.
Ob es da einen Zusammenhang gibt zwischen Mono- und Polytheismus?
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Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

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tillich (epigonal)
Prinz Ipienreiter



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Beitrag(#2199418) Verfasst am: 11.01.2020, 20:14    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Die alten [...] Römer hatten offensichtlich keine Probleme damit.

Das ist mW mindestens unterkomplex, wenn nicht falsch.
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vrolijke
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Beitrag(#2199420) Verfasst am: 11.01.2020, 20:16    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Die alten [...] Römer hatten offensichtlich keine Probleme damit.

Das ist mW mindestens unterkomplex, wenn nicht falsch.

Das ist in der Tat sehr vereinfacht. Jedenfalls wurde niemand schräg angeschaut, wenn er einen "Lustknaben" hatte.
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wolle
Anti-Theist und Welt-Verbesserer



Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 3004

Beitrag(#2199434) Verfasst am: 11.01.2020, 22:21    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Die alten [...] Römer hatten offensichtlich keine Probleme damit.

Das ist mW mindestens unterkomplex, wenn nicht falsch.

Das ist in der Tat sehr vereinfacht. Jedenfalls wurde niemand schräg angeschaut, wenn er einen "Lustknaben" hatte.

Das gab es auch im alten Griechenland häufig, siehe auch Päderastie: https://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A4derastie

Die Verheiratung minderjähriger Frauen hingegen ist in vielen Ländern heute noch verbreitet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kinderheirat
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tillich (epigonal)
Prinz Ipienreiter



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Beiträge: 17961

Beitrag(#2199444) Verfasst am: 11.01.2020, 22:50    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Die alten [...] Römer hatten offensichtlich keine Probleme damit.

Das ist mW mindestens unterkomplex, wenn nicht falsch.

Das ist in der Tat sehr vereinfacht. Jedenfalls wurde niemand schräg angeschaut, wenn er einen "Lustknaben" hatte.

Zu bestimmten Zeiten. Und sexuelle Beziehungen zwischen zwei erwachsenen und/oder freien Männern waren m.W. sehr wohl problematisch. Die durften nämlich nicht "unmännlich" sein.
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DonMartin
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Beiträge: 6275

Beitrag(#2199452) Verfasst am: 11.01.2020, 23:03    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Die alten [...] Römer hatten offensichtlich keine Probleme damit.

Das ist mW mindestens unterkomplex, wenn nicht falsch.

Das ist in der Tat sehr vereinfacht. Jedenfalls wurde niemand schräg angeschaut, wenn er einen "Lustknaben" hatte.

Bestenfalls in der Oberschicht, geduldet als exzentrisches Hobby.
Solange derjenige ansonsten "normal" war, das heisst verheiratet mit Familie.
Offene Homobeziehungen auf Augenhöhe waren auch damals unvorstellbar.
Ein Julius Caesar, der den WoWi macht: den hätte man schon vorher gemeuchelt.
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vrolijke
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Beitrag(#2199454) Verfasst am: 11.01.2020, 23:07    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Die alten [...] Römer hatten offensichtlich keine Probleme damit.

Das ist mW mindestens unterkomplex, wenn nicht falsch.

Das ist in der Tat sehr vereinfacht. Jedenfalls wurde niemand schräg angeschaut, wenn er einen "Lustknaben" hatte.

Bestenfalls in der Oberschicht, geduldet als exzentrisches Hobby.
Solange derjenige ansonsten "normal" war, das heisst verheiratet mit Familie.
Offene Homobeziehungen auf Augenhöhe waren auch damals unvorstellbar.
Ein Julius Caesar, der den WoWi macht: den hätte man schon vorher gemeuchelt.

Und das weißt Du woher?
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DonMartin
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Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 6275

Beitrag(#2199455) Verfasst am: 11.01.2020, 23:08    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
wir dürfen gespannt sein was passiert, wenn Netflix den Film über den schwulen Mohammed rausbringt.
Soviel Ausgewogenheit muss schon sein.

Monotheistische Religionen haben im allgemeinen weniger Probleme mit Gewallt, als mit Homosexualität.
Die alten Griechen und Römer hatten offensichtlich keine Probleme damit.

Die waren schwul aber friedlich?
In Geschichte hast Du wohl dauerhaft gefehlt.
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Ob es da einen Zusammenhang gibt zwischen Mono- und Polytheismus?

Nein.
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Prinz Ipienreiter



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Beiträge: 17961

Beitrag(#2199456) Verfasst am: 11.01.2020, 23:11    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Die alten [...] Römer hatten offensichtlich keine Probleme damit.

Das ist mW mindestens unterkomplex, wenn nicht falsch.

Das ist in der Tat sehr vereinfacht. Jedenfalls wurde niemand schräg angeschaut, wenn er einen "Lustknaben" hatte.

Bestenfalls in der Oberschicht, geduldet als exzentrisches Hobby.
Solange derjenige ansonsten "normal" war, das heisst verheiratet mit Familie.
Offene Homobeziehungen auf Augenhöhe waren auch damals unvorstellbar.
Ein Julius Caesar, der den WoWi macht: den hätte man schon vorher gemeuchelt.

Und das weißt Du woher?

Lies bei Wikipedia. Danach war das nur akzeptabel, wenn keine Augenhöhe bestand, wie eben bei einem jungen Sklaven, und sofern man eine "männliche", aktive Rolle behielt.
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vrolijke
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Beitrag(#2199458) Verfasst am: 11.01.2020, 23:15    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
wir dürfen gespannt sein was passiert, wenn Netflix den Film über den schwulen Mohammed rausbringt.
Soviel Ausgewogenheit muss schon sein.

Monotheistische Religionen haben im allgemeinen weniger Probleme mit Gewallt, als mit Homosexualität.
Die alten Griechen und Römer hatten offensichtlich keine Probleme damit.

Die waren schwul aber friedlich?
Das hast Du jetzt falsch verstanden. Die Römer waren alles andere als Friedlich.

DonMartin hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Ob es da einen Zusammenhang gibt zwischen Mono- und Polytheismus?

Nein.

Zumindest haben die jeden seine Religion zugestanden. Da waren die nicht so pingelig wie die Monotheisten.
In andere Leuts Sexualleben haben die sich nicht eingemischt.
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DonMartin
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Beitrag(#2199459) Verfasst am: 11.01.2020, 23:27    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:

Und das weißt Du woher?

tillich hat es schon erwähnt.
Kann man auch in Büchern über Sittengeschichte nachlesen.
Solange mann es nicht übertrieb und seine Vorlieben nicht zu öffentlich raushängen liess,
war Homosex geduldet.
Auch noch in christlicher Zeit.
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vrolijke
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Beitrag(#2199461) Verfasst am: 11.01.2020, 23:35    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Und das weißt Du woher?

tillich hat es schon erwähnt.
Kann man auch in Büchern über Sittengeschichte nachlesen.
Solange mann es nicht übertrieb und seine Vorlieben nicht zu öffentlich raushängen liess,
war Homosex geduldet.
Auch noch in christlicher Zeit.


Das klingt schon anders.

Mein Wissen stammt hauptsächlich hieraus:
Geschichte des privaten Lebens.
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Beitrag(#2199473) Verfasst am: 12.01.2020, 00:36    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
In andere Leuts Sexualleben haben die sich nicht eingemischt.

Wie gesagt - doch, haben sie, nur nach anderen Kriterien.

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Zumindest haben die jeden seine Religion zugestanden. Da waren die nicht so pingelig wie die Monotheisten.

Auch das ist falsch. Wenn andere - ebenfalls polytheistische - Vorstellungen zu ihren eigenen hinreichend gepasst haben und/oder die historischen Umstäne danach waren, dann ja. Wenn nicht, dann nein. Von Christenverfolgungen wirst du schon gehört haben.

Die typischen atheistisch-christentums"kritisch"en "Gründe", warum das aber doch was ganz anderes gewesen sei, kenne ich allerdings. Wenn's dir Spaß macht, buddel die alten Threads aus, wir müssen das nicht unbedingt wiederholen.
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vrolijke
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Beiträge: 39730
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Beitrag(#2199475) Verfasst am: 12.01.2020, 00:46    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
In andere Leuts Sexualleben haben die sich nicht eingemischt.

Wie gesagt - doch, haben sie, nur nach anderen Kriterien.

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Zumindest haben die jeden seine Religion zugestanden. Da waren die nicht so pingelig wie die Monotheisten.

Auch das ist falsch. Wenn andere - ebenfalls polytheistische - Vorstellungen zu ihren eigenen hinreichend gepasst haben und/oder die historischen Umstäne danach waren, dann ja. Wenn nicht, dann nein. Von Christenverfolgungen wirst du schon gehört haben.

Die typischen atheistisch-christentums"kritisch"en "Gründe", warum das aber doch was ganz anderes gewesen sei, kenne ich allerdings. Wenn's dir Spaß macht, buddel die alten Threads aus, wir müssen das nicht unbedingt wiederholen.


Der alte Streit.
Den Römer war es egal, an welchen Gott man glaubte. Nur die Christen nicht. Das wiederum konnten die Römer nicht dulden. So wars.
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Marcellinus
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Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 7428

Beitrag(#2199480) Verfasst am: 12.01.2020, 01:25    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
In andere Leuts Sexualleben haben die sich nicht eingemischt.

Wie gesagt - doch, haben sie, nur nach anderen Kriterien.

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Zumindest haben die jeden seine Religion zugestanden. Da waren die nicht so pingelig wie die Monotheisten.

Auch das ist falsch. Wenn andere - ebenfalls polytheistische - Vorstellungen zu ihren eigenen hinreichend gepasst haben und/oder die historischen Umstäne danach waren, dann ja. Wenn nicht, dann nein. Von Christenverfolgungen wirst du schon gehört haben.

Die typischen atheistisch-christentums"kritisch"en "Gründe", warum das aber doch was ganz anderes gewesen sei, kenne ich allerdings. Wenn's dir Spaß macht, buddel die alten Threads aus, wir müssen das nicht unbedingt wiederholen.


Der alte Streit.
Den Römer war es egal, an welchen Gott man glaubte. Nur die Christen nicht. Das wiederum konnten die Römer nicht dulden. So wars.

Sag‘s doch ruhig deutlicher. Die meisten Geschichten von Christenverfolgungen sind schlicht erfunden. Der Monotheismus war auch nicht das Problem, sonst hätten die Juden ähnliche Schwierigkeiten haben müssen, hatten sie aber nicht. Das Problem war, daß die Christen (keineswegs alle, sondern nur die, die sich am Ende durchgesetzt haben) nicht einfach nur etwas anderes glaubten, sondern auf direkten Konfrontationskurs mit den anderen Religionen gingen. Sie hielten den Glauben der anderen für Teufelsanbetung, die sie nicht dulden wollten. Da gab es keine Koexistenz. Leider haben die Polytheisten das erst gemerkt, als es zu spät war.
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Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 17961

Beitrag(#2199481) Verfasst am: 12.01.2020, 01:30    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Das Problem war, daß die Christen (keineswegs alle, sondern nur die, die sich am Ende durchgesetzt haben) nicht einfach nur etwas anderes glaubten, sondern auf direkten Konfrontationskurs mit den anderen Religionen gingen.

Ach? Wie habe ich mir den "direkten Konfrontationskurs", der Hinrichtungen rechtfertigt, denn so vorzustellen?
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Marcellinus
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Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 7428

Beitrag(#2199484) Verfasst am: 12.01.2020, 01:57    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Das Problem war, daß die Christen (keineswegs alle, sondern nur die, die sich am Ende durchgesetzt haben) nicht einfach nur etwas anderes glaubten, sondern auf direkten Konfrontationskurs mit den anderen Religionen gingen.

Ach? Wie habe ich mir den "direkten Konfrontationskurs", der Hinrichtungen rechtfertigt, denn so vorzustellen?

Du hast nicht wirklich gelesen, was ich geschrieben habe, oder? Die meisten Hinrichtungen sind reine Erfindungen, und was heißt "gerechtfertigt"? Nach damaligem oder heutigem Verständnis? Entscheidend ist, daß es unter den Christen einen Märtyrerkult gab, auf den die "Heiden" keine Antwort hatten, weil ihnen das Leben wertvoll erschien, und sie nicht verstanden, daß es Leute gab, die das anders sahen.

Daß das auch anders gehen kann, sieht man im 16. Jh. in Japan. Auch dort haben die Christen versucht, eine polytheistische Kultur zu unterwandern. Ist dort allerdings mißlungen, da für die Japaner der damaligen Zeit der Tod nichts Besonderes war. Mit der Bereitschaft, sich umbringen zu lassen, waren sie daher nicht zu beeindrucken. Außerdem wußte man damals schon, was die Römer sich nicht einmal vorstellen konnten, was passiert, wenn man die Christen nicht Einhalt gebietet. Nun, der Rest ist Geschichte.
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Beitrag(#2199489) Verfasst am: 12.01.2020, 03:35    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
In andere Leuts Sexualleben haben die sich nicht eingemischt.

Wie gesagt - doch, haben sie, nur nach anderen Kriterien.

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Zumindest haben die jeden seine Religion zugestanden. Da waren die nicht so pingelig wie die Monotheisten.

Auch das ist falsch. Wenn andere - ebenfalls polytheistische - Vorstellungen zu ihren eigenen hinreichend gepasst haben und/oder die historischen Umstäne danach waren, dann ja. Wenn nicht, dann nein. Von Christenverfolgungen wirst du schon gehört haben.

Die typischen atheistisch-christentums"kritisch"en "Gründe", warum das aber doch was ganz anderes gewesen sei, kenne ich allerdings. Wenn's dir Spaß macht, buddel die alten Threads aus, wir müssen das nicht unbedingt wiederholen.


Ich weiß auch, daß es sich moralisch verbietet, Opfer gegeneinander aufzurechnen.

Ein Punkt, der mir - auch beim Wikipedia-Artikel - auffällt: Verfolgungen von Christen durch andere Christen werden nicht unter dem Begriff der "Christenverfolgung" gefaßt. Wobei sich mir aber jetzt gerade sehr wohl auch eine Parallele aufdrängt:

Schon in der Antike gab es die Idee eines "Staatskultes" - der Vollzug dessen galt als Voraussetzung für das Bürgerrecht als auch für das Wohlergehen des Staates. Der Nicht- (oder nicht richtige Vollzug) der Riten galt letztlich als Risiko für den Fortbestand des Staates. (Wenn beispielsweise die Armee im Feld eine Niederlage einfuhr, wurden dafür schonmal die Vestalinnen ausgepeitscht, weil man ihnen unterstellte, nicht auf die heilige Flamme aufgepaßt zu haben.)

Nun wissen wir, daß von der Antike bis in die Neuzeit Christen auch anderskonfessionelle Christen, deren Auffassungen sich zum Teil nur in einzelnen Begriffen - und damit "fundamental" - unterschieden, bekämpft haben: Wenn der Kaiser Anhänger des Athanasius war, wurden die Arianer bekämpft, oder auch umgekehrt, von vielen christlichen Gruppen (Donatisten, Pelagianer, Katharer, ...) hat man auch wenig gehört, seit sie von anderen Christen bekämpft wurden, die das ja offenbar als ein ganz großes Problem ansahen, wenn Andere schon etwas anders glaubten als sie selbst.

Und die jeweiligen Machthaber konnten das ja letztlich auch mit dieser Idee rechtfertigen, daß für das Wohlergehen des Staates natürlich auch die "richtige Religion" notwendig sei. So kann man diese Idee letzten Endes auf die "neuen Verhältnisse" übertragen: Die herrschende Obrigkeit wird als von Gott eingesetzt angesehen, dann mußt du auch das glauben, was der Herrscher glaubt. Und wer etwas Anderes glaubt, gefährdet demnach den Fortbestand des Staates und muß bekämpft werden. Das hat natürlich mit dem Machtanspruch des jeweiligen Machthabers als auch der Kirche zu tun, die ihn stützt.


Aber noch ein Versuch, zurück zu der Frage zu kommen:

So haben wir also den Aspekt, daß die Christen den Kaiserkult ablehnten.

In dem nämlichen Artikel wird andererseits auch davon geschrieben, daß die Christen sich - im Unterschied zu den Juden - durch die Verehrung eines nach römischen Gesetzen hingerichteten Verbrechers sich damit zumindest verdächtig machten, sich abseits der Rechtsordnung zu stellen.

Schließlich habe es auch gesellschaftlichen Ärger gegeben: Frühe Verfügungen gegen Christen und Juden werden damit begründet, daß sie hätten gegen die Ausübung des Kaiserkultes protestiert oder religiöse Kulthandlungen sogar behindert - strengere Gemeindeobere hätten demnach theologischen Druck auf die Gemeindemitglieder ausgeübt, nicht nur am Kaiserkult nicht teilzunehmen (weil nämlich viele Christen halt dort ein bißchen geweihräuchert und sich die Bescheinigung geholt hatten, was die Strengeren natürlich ablehnten und sie für den "Abfall" mit der Höllenstrafe bedrohten), sondern auch keine Tätigkeiten zu verrichten, die in irgendeiner Weise mit römischen Kulten zusammenhingen - Tempel nicht mit Waren zu beliefern und von ihnen keine Aufträge anzunehmen etc.. (das ist natürlich auch ein ökonomischer Aspekt: wenn erstmal in einer Region 50% der Leute Christen sind und die das alle so einhalten, dann gehen möglicherweise die Tempelgüter vor die Hunde, weil sie ihr Getreide nicht mehr verkauft kriegen, oder Renovierungen können nicht mehr vorgenommen werden, weil es immer teurer wird, noch Handwerker zu finden?!)

Wir sehen heute eigentlich keine Gründe dafür, die Leute dafür hinzurichten. Allerdings: In der antiken Welt war das Rechtsverständnis ja etwas anders, man konnte durchaus für aus heutiger Sicht geringe Delikte wie Diebstahl u.U. hingerichtet werden, und - nach damaliger Vorstellung - dieser "Staatsverrat" gehörte dann offenbar auch dazu.
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DonMartin
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Beitrag(#2199500) Verfasst am: 12.01.2020, 15:27    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:

Zumindest haben die jeden seine Religion zugestanden. Da waren die nicht so pingelig wie die Monotheisten.

Vorausgesetzt die Unterworfenen akzeptierten den römischen Staatskult, also Jupiter.
Falls nicht, wurde es ungemütlich.
Christen und Juden können ein Lied davon singen.
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vrolijke
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Beitrag(#2199501) Verfasst am: 12.01.2020, 15:53    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Zumindest haben die jeden seine Religion zugestanden. Da waren die nicht so pingelig wie die Monotheisten.

Vorausgesetzt die Unterworfenen akzeptierten den römischen Staatskult, also Jupiter.
Falls nicht, wurde es ungemütlich.
Christen und Juden können ein Lied davon singen.


Ich denke, critic hat es hier drüber ganz gut erklärt.
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beachbernie
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Beitrag(#2199506) Verfasst am: 12.01.2020, 17:17    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Zumindest haben die jeden seine Religion zugestanden. Da waren die nicht so pingelig wie die Monotheisten.

Vorausgesetzt die Unterworfenen akzeptierten den römischen Staatskult, also Jupiter.
Falls nicht, wurde es ungemütlich.
Christen und Juden können ein Lied davon singen.



Also Jupiter sollten diese Christen und Juden schon achten und anbeten. Soviel Integrationswille muss einfach sein, sonst sollen die halt woanders hingehen, wenn sie nicht bereit sind die römische Leitkultur zu respektieren. Am Ende verlangen sie noch von uns Römern, dass wir uns taufen und beschneiden lassen und was die sonst noch so an barbarischen Bräuchen drauf haben oder sie zwingen uns ihre 10 Gebote auf. Nein! Hier herrscht römisches Recht, hier sind wir Roemer Herr im Haus! Und das wird auch so bleiben! zwinkern
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Marcellinus
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Beiträge: 7428

Beitrag(#2199521) Verfasst am: 12.01.2020, 19:01    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Zumindest haben die jeden seine Religion zugestanden. Da waren die nicht so pingelig wie die Monotheisten.

Vorausgesetzt die Unterworfenen akzeptierten den römischen Staatskult, also Jupiter.
Falls nicht, wurde es ungemütlich.
Christen und Juden können ein Lied davon singen.

Was für ein Unsinn! Juden hatten in der Regel gar keine Schwierigkeiten. Monotheismus an sich war also nicht an sich das Problem. Es ging auch nicht um die Verehrung der heidnischen Götter. Das Problem war der Angriff der Christen gegen den Kaiser, und der Wunsch der Christen, Märtyrer zu werden.

Das Problem war das Weltbild der Christen, die mit ihrer polytheistischen Umwelt nicht zurechtkamen. Die ganze damalige Welt war voller Götter und Geister. Vom Aufstehen bis zum Schlafengehen gab es unzählige Handlungen, die mit den Göttern und Ahnen zu tun hatten. Während das Judentum von seinen Anhängern nur verlangte, allein ihren einen Gott zu verehren, sahen die Christen diese Welt als von Teufeln und Dämonen beherrscht an, und der oberste Teufel war der Kaiser. Jeder Handgriff, mit den Fingern in den Wein tauchen und ein paar Tropfen auf den Boden fallen lassen als Dank an die Götter, war für sie der sichere Weg, dem Teufel zu verfallen.

Die Götter der Heiden waren für sie nicht einfach ein Irrtum, sie waren reale Mächte des Bösen, die bekämpft werden mußten. Die Welt der Heiden und der Christen waren nicht kompatibel, daher mußte eine von beiden verschwinden. Den Christen war das klar, den Heiden leider nicht. So waren die sogenannten Christenverfolgungen einzelne Maßnahmen gegen einzelne. Man schätzt, daß bis zum Anfang des 4. Jahrhunderts ca. 1000 Christen zu Tode gekommen sind, weniger als Christen in einer einzigen Nacht 1573 an ihresgleichen umgebracht haben.

Als die Christen dann zu Staatsreligion avanciert waren, haben sie nicht nur alle andere Kulte und Religionen verfolgt und verboten, deren Bücher verbrannt, ihre Tempel zerstört, ihre Lehrer vertrieben oder ermordet, sondern auch alle Varianten ihrer eigenen Religion, die ihnen nicht in den Kram paßten, und das für die nächsten tausend Jahre. Die Religionen der Heiden mit dem Terrorregime der Christen in einen Topf zu schmeißen, geht an der historischen Wirklichkeit meilenweit vorbei - entspricht allerdings exakt dem auch heute noch verbreiteten Selbstbild der Christen.
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"Mangel an historischem Sinn ist der Erbfehler aller Philosophen ... Alles aber ist geworden;
es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."

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