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Apple ist Mist, warum merkt das niemand?
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Sternhagelvoll61
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Anmeldungsdatum: 11.04.2019
Beiträge: 8
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Beitrag(#2178501) Verfasst am: 16.05.2019, 12:27    Titel: Antworten mit Zitat

Ich nutze Apple seit 10 Jahre. Ich bin vollig zufrieden und was anderes willich nicht haben. Einige mögen Smartphones andere Apple...
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Ratio
huhu



Anmeldungsdatum: 13.10.2014
Beiträge: 1371

Beitrag(#2178505) Verfasst am: 16.05.2019, 13:37    Titel: Antworten mit Zitat

Sternhagelvoll61 hat folgendes geschrieben:
Einige mögen Smartphones andere Apple...


Einige mögen Kaffeemaschinen andere Philips...
Einige mögen LKWs andere MAN...
Einige mögen Schokolade anderere Ferrero...

stimmts? Zustimmung
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Heizölrückstoßabdämpfung
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Anmeldungsdatum: 26.07.2007
Beiträge: 16945
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Beitrag(#2178612) Verfasst am: 17.05.2019, 09:51    Titel: Antworten mit Zitat

Bei uns in der Firma ist Apple Pflicht für Diensthandys und dergleichen. Ich wollte aber ums Verrecken kein I-Phone haben und habe dann eine Lücke gefunden, die zwar gar nicht für Leute wie mich gedacht ist, aber ich trotzdem ausnutzen konnte, auch wenn ich dafür einen Anschiss bekommen habe. Für Monteure und andere Mitarbeiter, die z.B. draußen oder auf dem Bau arbeiten müssen, gibt es die Sonderregelung, dass man ein Outdoorhandy haben kann. Das habe ich dann einfach gemacht (die Person, die die Handys bestellt kennt mich ja nicht). Mr. Green Jetzt habe ich ein Cat S60 mit Wärmebildkamera und anderen netten Features, zudem kann man damit im Notfall jemanden erschlagen. Auf den Arm nehmen
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„Wer in einem gewissen Alter nicht merkt, daß er hauptsächlich von Idioten umgeben ist, merkt es aus einem gewissen Grunde nicht.“ Curt Goetz
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sponor
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Anmeldungsdatum: 16.05.2008
Beiträge: 1712
Wohnort: München

Beitrag(#2178615) Verfasst am: 17.05.2019, 10:13    Titel: Antworten mit Zitat

Heizölrückstoßabdämpfung hat folgendes geschrieben:
Bei uns in der Firma ist Apple Pflicht für Diensthandys und dergleichen. Ich wollte aber ums Verrecken kein I-Phone haben und habe dann eine Lücke gefunden, die zwar gar nicht für Leute wie mich gedacht ist, aber ich trotzdem ausnutzen konnte, auch wenn ich dafür einen Anschiss bekommen habe. Für Monteure und andere Mitarbeiter, die z.B. draußen oder auf dem Bau arbeiten müssen, gibt es die Sonderregelung, dass man ein Outdoorhandy haben kann. Das habe ich dann einfach gemacht (die Person, die die Handys bestellt kennt mich ja nicht). Mr. Green Jetzt habe ich ein Cat S60 mit Wärmebildkamera und anderen netten Features, zudem kann man damit im Notfall jemanden erschlagen. Auf den Arm nehmen

Bin ja auch wirklich kein Apple-Fan, aber deinen Klotz ließe ich auf keinen Fall in mein Firmennetzwerk:
slashgear.com hat folgendes geschrieben:
It did not move beyond Android Marshmallow, and only received the most crucial of firmware updates. Like back in October of 2017, it got a firmware update to solve the BlueBorn vulnerability. Not much after that.
(...)
If you’re aiming for the newest smartphone software or any sort of device security, this isn’t the phone for you. If you need a device that can access the internet, email, send messages, and tell you the temperature of a nearby vehicle engine block, the CAT S60 is decent.


EDIT: Das muss man Apple zu Gute halten bzw. das liegt auch schlicht daran, dass halt alle iPhones von der einen, gleichen Firma kommen, die auch noch das OS baut: Die Geräte bekommen verläßlich Sicherheits-Updates. (Die gleichwohl bei Apple durchaus oft ähnlich bitter nötig sind wie anderswo. Siehe gerade eben wieder, vmtl. im Zusammenhang mit der krassen WhatsApp-"Lücke"... Apropos: Ihr habt alle Updates eingespielt, ja?! Oder nutzt alternativ – und natürlich viel besser – gar kein WA?)
Dürfte einer der wesentlichen Gründe für den Erfolg bei Unternehmen sein.
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Unsere Welt wird noch so fein werden, daß es so lächerlich sein wird, einen Gott zu glauben als heutzutage Gespenster.
(G. Chr. Lichtenberg)
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Heizölrückstoßabdämpfung
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Anmeldungsdatum: 26.07.2007
Beiträge: 16945
Wohnort: Zell i.W.

Beitrag(#2178625) Verfasst am: 17.05.2019, 11:35    Titel: Antworten mit Zitat

In der Tat darf ich mit dem Teil nicht ins Firmennetzwerk, aber das brauche ich ja auch nicht. Bei mir geht es nur um die Erreichbarkeit und mein 12 Jahre altes Nokia war einfach zu altersschwach.
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Critic
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Anmeldungsdatum: 22.07.2003
Beiträge: 15027
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Beitrag(#2178722) Verfasst am: 18.05.2019, 00:36    Titel: Antworten mit Zitat

Ad Beitrag, Zitat:

Ratio hat folgendes geschrieben:
Sternhagelvoll61 hat folgendes geschrieben:
Einige mögen Smartphones andere Apple...


Einige mögen Kaffeemaschinen andere Philips...
Einige mögen LKWs andere MAN...
Einige mögen Schokolade anderere Ferrero...

stimmts? Zustimmung


Ich glaube, ich habe auch schon irgendwo "PC vs. Laptop" geschrieben, was natürlich auch nicht ganz so richtig ist. Aber man kann natürlich auch da den Sinn finden, daß natürlich einerseits ein iPhone ein Smartphone und ein Mac ein PC ist, aber es andererseits vielleicht ein oder zwei Eigenschaften gibt, die da doch relativ speziell sind.

Selbst die Fanboys weisen auf die einfache Tatsache hin, daß man - sowohl bei neuen als auch bei gebrauchten Rechnern - für weniger Geld einen PC finden kann, der ähnlich viel Wums hat wie ein Apple, und mit dem man dann auch seine Arbeiten erledigen kann. Nur Manche suchen halt wegen bestimmter Anforderungen speziell ein Apple-Gerät ("Two idiots compare a Macbook and a Lenovo Thinkpad"). Und analog mag das vielleicht auch für ein Smartphone gelten.

(Ich habe z.B. auch schonmal überlegt, als einer dieser Gebrauchtanbieter einen Sonderposten hatte, ob ich mir vielleicht für 50 Euro ein älteres iPhone zulegen sollte, weil mich da halt ein paar Aps interessierten, die es für Android nicht gibt.)

(Analog halt: Es bringt relativ wenig, jemandem, der mobil arbeiten muß, zu sagen, daß er für das gleiche Geld ja auch einen Desktop-PC kaufen könnte, der vielleicht auch mehr leistet.)
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Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

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Anmeldungsdatum: 22.07.2003
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Beitrag(#2179998) Verfasst am: 02.06.2019, 00:02    Titel: Antworten mit Zitat

Noch eine Idee zum Thema "Obsoleszenz":

Im übrigen muß man natürlich auch nicht zwingend die ganze Rechenleistung, die man braucht, auf dem Schreibtisch stehen haben: Man kann zusätzlichen Speicherplatz, Rechen- als auch Graphikleistung in der Cloud mieten, das kann ja soweit gehen, daß auf dem lokalen Rechner halt der Client läuft, der Eingaben weiterleitet und ansonsten anzeigt, was sich irgendwo auf dem fernen Rechner ereignet. Das funktioniert schon seit Jahrzehnten und natürlich auch mit Nicht-Apple-Hardware (obwohl der Techie hier in dem Beispiel einen älteren Apple-Laptop damit aufgemöbelt hat).

Und die Daten und Anwendungen wären dann auch prinzipiell von jedem internetfähigen Gerät aus erreichbar. Für den Einzelnen kann sich das ja durchaus rechnen, es gibt da unterschiedliche Anbieter, die auch unterschiedliche Abrechnungsmodelle anbieten, etwa monatlich oder nach der tatsächlich in Anspruch genommenen Rechenzeit oder Kapazität.

Das kann natürlich auch Nachteile haben: Wie ist es z.B. mit Datenschutz und -sicherheit (man hat z.B. schonmal gehört, daß die Polizei bei jemandem auftauchte, weil derjenige seine Bombenbauanleitungen in seiner Cloud abgelegt und dieser Anbieter die Daten der Kunden routinemäßig überprüft)? Dann gibt es auch das Risiko, daß der Cloud-Service wegen Wartung oder weil der Internetzugang gerade nicht funktioniert etc. nicht erreichbar ist, wenn man ihn nutzen will. Oder wenn der Vertrag oder gleich das ganze Unternehmen erlischt, was passiert dann mit den Daten des Kunden? Et cetera.
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swifty
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Anmeldungsdatum: 26.03.2017
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Beitrag(#2180266) Verfasst am: 06.06.2019, 20:34    Titel: Antworten mit Zitat



Übergroßes Bild durch identisches kleineres ersetzt. vrolijke
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Anmeldungsdatum: 22.07.2003
Beiträge: 15027
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Beitrag(#2180292) Verfasst am: 07.06.2019, 02:05    Titel: Antworten mit Zitat

Mit dem diesjährigen Mac Pro kehrt Apple nun wieder zum Gehäuse-PC zurück. Die Spezifikation dieser High-tech-Käsereibe (bis zu 28-Kern-Prozessor, 1.5 TB RAM, ...) ist natürlich schierer Hardware-Porno (Link #1, Link #2).

Die Preispolitik bezeichnen selbst Apple-Fanboys natürlich auch wieder als "Chuzpe": Man google mal, wieviel die verbauten Teile "lose" kosten, das ist schon spektakulär. Aber mit einem deftigen Apple-Premium ist zu rechnen, der Konzern habe damit eine ganze Schicht potentieller Kunden mal wieder ausgegrenzt. Und schon der Standfuß für das neue High-end-Display, das man als "passend zum neuen Rechner" vermarkten will, soll an die 1000 Öre kosten.

In der Dimension kauft vermutlich kein Heimanwender. Während im Profibereich ja so oder so ganz andere Hausnummern üblich sind und die Apple-Entwickler darauf verweisen, daß man sich zum Ziel gesetzt habe, High-end-Hardware, die es gibt, etwa Monitore mit besonders hoher Auflösung, großem Farbraum und (der Möglichkeit zu) perfekter Kalibrierung, die dann auch mal soviel kosten können wie ein Auto, qualitativ zu überbieten und preislich weit zu unterbieten.

In ein paar Jahren könnte das natürlich wieder eine "durchaus übliche" Konfiguration auch für Heim-PCs (zumindest bei Enthusiasten) sein...
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Religionskritik-Wiesbaden
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Beitrag(#2181245) Verfasst am: 19.06.2019, 10:30    Titel: Friedrich Kittler – verkanntes Genie und ein Apple-Feind der ersten Stunde Antworten mit Zitat

Apple-Kritik von der etwas anderen Seite:

Zitat:
Friedrich Kittler – verkanntes Genie und ein Apple-Feind der ersten Stunde

Nichts verachteten er und seine Jünger so sehr wie das Apple-Design und den Apple-Screen, die Maus und jede andere Variante von Benutzerfreundlichkeit – die sie für Symptome einer existenziellen Verweichlichung hielten.



https://www.nzz.ch/feuilleton/friedrich-kittler-verkanntes-genie-und-ein-apple-feind-der-ersten-stunde-ld.1488869?utm_source=pocket-newtab
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fwo
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Beiträge: 24363
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2181252) Verfasst am: 19.06.2019, 11:16    Titel: Re: Friedrich Kittler – verkanntes Genie und ein Apple-Feind der ersten Stunde Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Apple-Kritik von der etwas anderen Seite:

Zitat:
Friedrich Kittler – verkanntes Genie und ein Apple-Feind der ersten Stunde

Nichts verachteten er und seine Jünger so sehr wie das Apple-Design und den Apple-Screen, die Maus und jede andere Variante von Benutzerfreundlichkeit – die sie für Symptome einer existenziellen Verweichlichung hielten.



https://www.nzz.ch/feuilleton/friedrich-kittler-verkanntes-genie-und-ein-apple-feind-der-ersten-stunde-ld.1488869?utm_source=pocket-newtab

Das war aber nur damals ein spezifischer Apple-Kritiker - weil die bei Apple ab Lisa und Mac als erste das Konzept eines Rechners hatten, bei dem der Anwender sich auf die Kompetenz in der Anwendung beschränken konnte und von Rechnern keine Ahnung zu haben brauchte, während Kittler die Nutzung von Rechnern denen vorbehalten wollte, die dieses Ding so weit verstanden, dass sie prinzipiell in der Lage waren, sich ihre Anwendung selbst zu programmieren.

Heute würde Kittlers "Kritik" auf alle Systeme passen - Du musst auch Windows heute nicht mehr verstehen, um es benutzen zu können (auch, wenn dieses Verständnis hilft, falls Windows wieder mal spinnt). Selbst Linux ist schon lange so weit.
_________________
Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

The skills you use to produce the right answer are exactly the same skills you use to evaluate the answer. Isso.

Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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Beitrag(#2185133) Verfasst am: 02.08.2019, 01:29    Titel: Antworten mit Zitat

Es mag sogar sein, daß Apple auch nicht häufiger oder gar seltener Qualitätsprobleme hat als andere Hersteller. Allerdings wirken solche Meldungen gerade bei Herstellern, die sehr hochpreisige Geräte anbieten, vielleicht schon stärker negativ als bei "Normalmarken" oder Billigheimern:

Neulich in meiner "Youtube-Blase" gesichtet:

Apple-Superfanboy: "Apple hat mir 'kostenlos' einen neuen Laptop zugeschickt. Warum?"

Weil er mit dem Gerät binnen zwei Jahren sechsmal wegen Reparaturen im Laden war, davon fünfmal wegen der Tastatur und einmal, weil sie ihm bei der Reparatur der Tastatur das Gehäuse verbogen hatten. Danach habe er dann einen Austausch des ganzen Gerätes aushandeln können. Nach dem ganzen Ärger habe man ihm aber kein "Refurbished-Modell" geliefert, sondern wenigstens ein nagelneues Gerät aus der aktuellen Reihe, das in etwa die doppelte Rechenleistung des ursprünglichen habe. Aber "die nächste Reparatur oder Austausch der Tastatur komme bestimmt", witzelt er noch.


Heute außerdem in einer Computerzeitschrift gelesen:

"Apple ruft Akkus von MacBook Pro zurück"

Apple ruft eine bestimmte Serie des MacBook Pro zurück. Bei Geräten, die zwischen September 2015 und Februar 2017 verkauft worden seien, könnten Akkus überhitzen und in Brand geraten, weltweit seien 26 Fälle dokumentiert. Und ein Austausch könne bis zu drei Wochen dauern.


(Und aus der Sicht der Tagesschau sind diese Geräte schon "älter":

"Apple ruft ältere MacBook Pros zurück"

Auch das bringt wieder diesen Nebeneffekt der "geplanten Obsoleszenz" ins Spiel: Die meisten Hersteller sind ja dazu übergegangen, Akkus fest zu verbauen (und Gehäuse sind ja auch so verschraubt und verkapselt), so daß sie zumindest für die Nutzer nicht mehr einfach austauschbar sind. Es werden natürlich da auch andere Aspekte angegeben, etwa eine bessere Ausnutzung des Platzes, so daß die Akkus mehr Ladung halten könnten. Aber es wäre ja auch viel zu einfach gewesen, wenn die Kunden den Akku einfach hätten zuschicken lassen oder ins Geschäft hätten gehen und gleich einen neuen hätten mitnehmen können... Und da ist man noch kulant. Oft wird ja - auch bei Apple - versucht, den Kunden gleich ein neues Gerät ans Herz zu legen.)
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Critic
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Anmeldungsdatum: 22.07.2003
Beiträge: 15027
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Beitrag(#2197714) Verfasst am: 18.12.2019, 01:26    Titel: Antworten mit Zitat




Inzwischen ist auch das neueste Apple-Schlachtschiff, die Neuauflage des "Mac Pro" als Gehäuse-PC (und die Kiste erinnert mich ein bißchen an das Innenleben einer älteren TARDIS...), herausgekommen, und es gibt auch in der entsprechenden Internetblase (Designer, Kreative, Video-Produzenten u.ä.) nach ein paar Wochen die ersten Betrachtungen dazu:

Die kleinste Konfiguration sei eigentlich viel zu teuer und aus heutiger Sicht für ein Profi-Gerät teilweise unterdimensioniert ("256 GB SSD in 2019, selbst wenn alle Daten irgendwo im Netzwerk liegen, sei das zu wenig"), selbst für Apple-Verhältnisse. Und selbst für den dort einfach aufzurüstenden Arbeitsspeicher kassiere Apple ein Mehrfaches von dem, was der im Laden koste. Man habe das Gefühl, daß Apple durch seine Preispolitik aktiv versuche, die Leute, die nicht zur Zielgruppe gehörten, davon abzubringen, sich ausgerechnet so eins zu kaufen.

Anders sehe es aus, wenn man z.B. mehr Rechenleistung brauche: Für den Privatanwender sei eine solche Ausstattung dann sicherlich überdimensioniert, für z.B. den Video- oder Musikproduzenten aber durchaus relevant - wenn man etwa bedenke, daß - wenn die Software entsprechend skaliere - man seine Projekte in einem Bruchteil der Zeit rechnen könne, was ja die Arbeit erheblich beschleunigen und insofern (man könnte in der eingesparten Zeit ja zusätzliche Aufträge abarbeiten...) bares Geld bedeuten könne.

Und würde man sich eine entsprechende Ausstattung zulegen - auch bei Apples Phantasiepreisen für RAM etc. -, könne das immer noch um Zehntausende Euro billiger sein als eine vergleichbare Workstation eines anderen PC-Anbieters. Was für den einzelnen Betrieb gelte, gelte dann auch für ganze Rechnerparks: Wenn man bedenke, daß z.B. für abendfüllende Animationsfilme Zehntausende Rechenkerne monatelang rechnen, könne es damit sogar für große Studios eine echte Alternative sein, nach der nächsten Aufrüstungsrunde einen Apple-Park für sich rechnen zu lassen...
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kereng
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Beitrag(#2197732) Verfasst am: 18.12.2019, 13:40    Titel: Antworten mit Zitat

Critic hat folgendes geschrieben:
(und die Kiste erinnert mich ein bißchen an das Innenleben einer älteren TARDIS...)

Ich finde, es sieht wie eine Küchenreibe aus, dem Symbol nach speziell für Äpfel.
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Critic
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Beitrag(#2197763) Verfasst am: 18.12.2019, 22:34    Titel: Antworten mit Zitat

kereng hat folgendes geschrieben:
Critic hat folgendes geschrieben:
(und die Kiste erinnert mich ein bißchen an das Innenleben einer älteren TARDIS...)

Ich finde, es sieht wie eine Küchenreibe aus, dem Symbol nach speziell für Äpfel.

Ja schon, schon die Vorgänger-Gehäuse-PCs (also nicht der "Tischmülleimer") haben den Spitznamen "Cheesegrater"/"Käsereibe" bekommen. Und ein Tester hat sogar versucht, mit der Front des sündhaft teuren Geräts tatsächlich Käse zu reiben (das klappe so naja, und nachher die Sauerei zu reinigen, das Gehäuse sei halt sperrig und passe nicht so gut in die Spüle...).

Andererseits fragt man sich ja, was möchte der jeweilige Designer mit einem Gegenstand sagen Am Kopf kratzen?
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Critic
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Anmeldungsdatum: 22.07.2003
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Beitrag(#2198277) Verfasst am: 27.12.2019, 02:46    Titel: Antworten mit Zitat

Die Apple-TARDIS ist ja mittlerweile eingeschwebt und hat die Menschen mit PCI-Slots und Erweiterungsmöglichkeiten für SSDs etc. beglückt. Und was ist?

Auch da gibt es wieder Apple-Besonderheiten: Erstmal gibt es ("natürlich") nicht für alle Geräte Mac OS-Treiber, z.B. für Graphikkarten mit NVidia-Chips, Soundkarten, nicht alle SSDs werden unterstützt... (dafür aber unter Windows, das man nach wie vor mit Bootcamp starten kann; teilweise ist das eine Sache der Hersteller, die die nicht liefern, teilweise eine Entscheidung von Apple).

Dann gibt es aber auch Probleme mit Geräten, die Strom brauchen: Das sind bei Apple nämlich proprietäre Anschlüsse - also doch. Für die PCIe-Stromanschlüsse gibt es immerhin Adapter-Kabel, die man aber (wen wundert's?) gesondert kaufen muß. Wenn man aber z.B. eine interne Festplatte anschließen möchte - dafür gibt es bis dato keinen Adapter. (Das wird es natürlich erwartbar demnächst geben, es kann ja nicht bei der bis dato einzigen einbaubaren 400$-Einbaufestplatte mit passendem Stromanschluß bleiben.)

"What expansion cards work in Mac Pro?"

Das Phänomen ist natürlich auch nicht völlig Apple-spezifisch, ich kenne das auch von anderen Herstellern, daß die z.B. Netzteile mit Sonderanschlüssen verwenden, so daß man nicht einfach ein Standard-Netzteil nehmen kann, wenn man Ersatz oder mehr Watt braucht.
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DonMartin
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Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 5780

Beitrag(#2198313) Verfasst am: 27.12.2019, 20:55    Titel: Antworten mit Zitat

Critic hat folgendes geschrieben:

Und würde man sich eine entsprechende Ausstattung zulegen - auch bei Apples Phantasiepreisen für RAM etc. -, könne das immer noch um Zehntausende Euro billiger sein als eine vergleichbare Workstation eines anderen PC-Anbieters. Was für den einzelnen Betrieb gelte, gelte dann auch für ganze Rechnerparks: Wenn man bedenke, daß z.B. für abendfüllende Animationsfilme Zehntausende Rechenkerne monatelang rechnen, könne es damit sogar für große Studios eine echte Alternative sein, nach der nächsten Aufrüstungsrunde einen Apple-Park für sich rechnen zu lassen...

Wenn man sowas will, dann schraubt man sich besser einen Stapel Linux-Server in ein 19" Rack.

Ich sehe bei jüngeren Kollegen (MINT) eine deutliche Präferenz für Apple-End(!)geräte
(gegenüber Windoof- oder gar Linux-Notebooks), aus ganz pragmatischen Gründen:

- man bekommt Hard- und Software aus einer Hand, es funktioniert garantiert,
man muss sich keinen Kopf machen ob das Notebook etwa Linux-friendly ist.

- trotz vergleichsweise kleinen Markanteils der Macs hat man alles an Software was man braucht,
um im Netz "mitspielen" zu können. Trotzdem ist der Wirkungsquerschnitt für das elektronische
Ungeziefer relativ klein.

- Das Mac OS ist unter der Haube ein Unix-BS, was den Austausch mit den im MINT-Bereich praktisch unvermeidlichen Unix/Linux-Servern erheblich erleichtert.
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Anmeldungsdatum: 22.07.2003
Beiträge: 15027
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Beitrag(#2199782) Verfasst am: 16.01.2020, 05:45    Titel: Antworten mit Zitat

Tja, man weiß nie so ganz, wie man sich da so positionieren soll: Einerseits tauchen in meiner Youtube-Blase dann ja immer wieder diese Techie-Videos auf, in denen die Leute billig oder zum Teil sogar kostenlos an diese Teile kommen (eBay-Glück, langer Atem und in dem Falle ein bißchen Youtube-Bekanntheit mögen da helfen). Und auf einem gewissen Niveau kann man das dann dann schon auch als guten Kauf ansehen.

Andererseits aber gibt es Aspekte, die irgendwie nicht angemessen scheinen:

...und Apple hat seinen Laptop schon wieder ersetzt...

Da erzählt der Techie, er habe sich 2016 einen Macbook Pro gekauft - die sind ja beileibe nicht billig und scheinen geradezu notorisch für die Eigenschaft, daß deren Tastaturen mit der innovativen neuen Technik ständig spinnen(*). Er mußte demnach also dreimal zu Apple laufen und die Tastatur austauschen lassen. Beim vierten Mal haben sie ihm dann einen neuen gegeben. Und nach einem halben Jahr hat die Tastatur schon wieder gesponnen. Und diesmal haben sie bei der Reparatur das Mainboard zerschossen. Dafür hat er natürlich wieder einen nagelneuen bekommen.

1. Es ist natürlich völlig klar, daß wenn die Firma was verbockt, das dann auch ersetzen muß. Und sie haben ihm sogar eine etwas bessere Konfi gegeben als eine ursprüngliche: er nennt als Grund seine ursprüngliche Nicht-Standard-Konfi, die nicht unbedingt zeitnah vorliegt, und aber die Dringlichkeit einer zeitnahen Lösung - und wohl auch, damit er nicht ganz so böse auf den Apple-Service ist.


2. (*) Aber: Haben nur die "Techies" soviel Pech mit ihren Geräten, daß man da so viele Meldungen über "Montagsgeräte" mit den blöden Tastaturen bekommt, oder ist das wirklich so schlimm?

Wie gesagt, kann das ja eine verzerrte Wahrnehmung sein, weil man kaum je von den Geräten hört, die vielleicht sogar zehn Jahre lang ohne Probleme funktionieren, sondern hauptsächlich von denen mit Macken. Andererseits wirkt es ja auch nicht gerade "pro", wenn die Dinger (z.B. die Tastaturen) dann weniger zuverlässig zu sein scheinen als ein Allerweltslaptop vom Grabbeltisch beim Megamarkt, und man die auch ständig einschicken muß und nicht damit arbeiten kann.

Es ist eben halt so: Kein Hersteller hat eine 100%ige Zuverlässigkeit (- und dann ist es auch wichtig, wenn der Hersteller einen schnellen und kulanten Service anbietet). Aber wenn quasi jedes halbe Jahr die Tastatur zu spinnen anfängt, würde man ja doch irgendwann überlegen, ob man (nochmal oder überhaupt) ein Gerät dieses Herstellers kaufen würde. Gerade bei hochpreisigen Geräten doch noch mehr, weil man bei Apple schonmal für einen Laptop fast den Gegenwert eines Neufahrzeugs "osteuropäischer Marke" hinlegt (wie gesagt, mittlerweile sind alle Komponenten, so auch RAM und Datenträger, fest verlötet, können also vom Nutzer nicht getauscht werden - man muß also von Anfang an seine "zukunftssichere Konfiguration" wählen und dabei auch Apples Phantasiepreise bezahlen)?!

Aber das steht sicher auch schon ein paar Mal in diesem Thread...
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Beitrag(#2200431) Verfasst am: 21.01.2020, 22:34    Titel: Antworten mit Zitat

Aber bei allen Äußerungen zeigt sich ja, daß die Wahrheit "irgendwo dazwischen" liegt: Einige sind von einer Sache hellauf begeistert, während Andere da eher skeptisch sind. Eben auch, weil sie Anderes suchen.

Dieser Techie erklärt, daß er für sein Unternehmen einen PC gebaut habe, der die Hälfte kostete, aber im Vergleich deutlich mehr Leistung habe als der danebengestellte Mac Pro. Er erklärt sich das damit, daß nicht Jeder seine Lösung nach dem günstigsten Preis pro Wums kaufe, sondern weil er denke, damit am schnellsten zu Ergebnissen zu kommen (*) - weil er halt das Arbeiten in diesem Universum gewöhnt sei - und am wenigsten Scherereien zu haben - weil das z.B. eine Konfiguration sei, für deren Funktionieren der Hersteller garantiere. Man könnte sich ja vorstellen: Ein Tag Verzug bei einer professionellen Filmproduktion kann schonmal in die Zehntausende gehen. Und dann etwa, weil etwa der Treiber der Graphikkarte nicht mit der verwendeten Version der Schnittsoftware kompatibel ist, sowas ist letztlich ein Unding.

Aber letztlich läßt sich vielleicht auch mit der Aussage zusammenbringen, die ein Anderer getroffen hat (siehe oben), daß nämlich vergleichbare Lösungen der Konkurrenz noch teurer seien. Die Hersteller lassen sich den zusätzlichen Service, Zertifizierung, ggf. spezielle Hardware im Vergleich zum selbstgebauten oder Von-der-Stange-PC dann auch bezahlen.


______________
(*) Und es wird sehr gerne argumentiert, daß man ein bißchen "Äpfel mit Birnen" vergleiche: "Do I regret the 15,000$?" - Final Cut gibt es z.B. nur für macOS, und es mag zwar sein, daß man einen Windows-PC bauen könne, der für weniger Geld mehr Rechenleistung biete. Aber die brauche man dort auch, weil z.B. Adobe Premiere für denselben Arbeitsablauf (z.B. Erzeugung eines Videos mit den gleichen Einstellungen) auch schonmal deutlich länger brauche. (Und der hin und wieder zu hörende Kompromißvorschlag "Hackintosh" sei oft problematisch und verletze Apples Vorstellungen vom Einsatz seiner Software...)

Aber Apple habe mit dem letzten Update seiner Schnittsoftware sogar die potentielle Käuferschicht für die High-End-Kiste sogar verkleinert - weil es massive Optimierungen und Leistungsverbesserungen an der Software gegeben habe, die je nach ihrer Aufgabenstellung vielen Nutzern schon reichen könnten, flüssiger zu arbeiten. Man müsse keine neue Hardware kaufen -- manchmal reiche es, sich das neue Update runterzuladen...
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Beitrag(#2205558) Verfasst am: 05.03.2020, 21:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hmm, es wird wieder(?) viel gegen Apple gebasht - Einiges davon dürften ja nicht Apple-typische Probleme sein:

(1) "Malware-Angriffe bei Macs überholt Bedrohungen bei Windows"

Der Mythos, daß MacOS sicherer sei als Windows, wird letztlich auch so ein bißchen zerstört:

Zitat:
Einem Bericht der Sicherheitsspezialisten von Malwarebytes zufolge übertraf die Zahl der auf Macs entdeckten Malware-Bedrohungen im vergangenen Jahr erstmals die Zahl der Bedrohungen, die auf Windows-User abzielen.

In seinem jährlichen Bericht (PDF) verzeichnet der Hersteller von Antimalware-Software Malwarebytes sogar einen Anstieg der erkannten Mac-Malware um mehr als 400 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.


Dabei unterscheide sich aber auch die Art der Angriffe:

Zitat:
Laut den Erkenntnissen von Malwarebytes findet man unter macOS vorwiegend sogenannte Adware. Betrüger schleusen dabei Programme mit ein, die Klicks auf Werbeanzeigen generieren sollen und den Betrügern so Geld in die Tasche spülen. Häufig werden solche Adware-Kampagnen über manipulierte Websites und Werbe-Pop-Ups verteilt. Bei Windows hingegen überwiegen Angriffe, die Nutzerdaten verschlüsseln und dann Erpressungsgeld fordern, sowie Spyware, die Daten abgreift und Bankkonten leerräumen zu vermag.


"Lustig" sind natürlich auch die Leserkommentare dazu.




(2) Musiker Neil Young: "Macbook Pro klingt wie ein Spielzeug"

Zitat:
Das MacBook Pro sei von Apple nicht auf Qualität abgestellt, sondern auf "Konsumdenken", so der kanadische Altrocker weiter. Young behauptete, auch der verstorbene Apple-Mitbegründer Steve Jobs habe ihm das gesagt. "Genau so hat er das mir gegenüber gemeint: Wir machen Produkte für Konsumenten, nicht für die Qualität." Apple kümmere sich wenig um die Tonqualität, dabei sei die "tiefer als visuelle Qualität".


...wie gesagt, man würde zunächst mal annehmen, daß man bei einem so teuren Gerät auch eine gute Qualität erwarten möchte. Es gibt natürlich auch höherwertige Audiohardware. Aber Onboard-Sound scheint eben eine Kategorie zu sein, wo es gewisse Grenzen gibt, was geht.



(3) Was mich auch interessiert: Es gibt ja schon ein paar Apps, die ich schonmal gerne ausprobieren würde. Aber die Geräte sind mir eben zu teuer (vielleicht bestenfalls irgendwann bei Ebay oder wenn Green IT eine Aktion mit gebrauchten Geräten hat, mal ein älteres Gerät kaufen?). Toll wäre insofern, wenn es eine virtuelle Umgebung gäbe, mit der man das so emulieren könnte.

iOS (bzw. halt die Versionen davon für Telefon und Tablet) ließen sich noch bis hinlänglich nicht virtualisieren - mir sind ein paar Mini-Projekte bekannt, bei denen die "Virtualisierungen" dann irgendwo mitten im Boot hängenbleiben bzw. die aktuell weiteste scheint immerhin eine Shell ausführen zu können ("Almost booting an iOS kernel in QEMU") - Letzteres ist natürlich schon interessant, aber es wäre ja schon toll, da näher an Apps heranzukommen, zumindest unverschlüsselt vorliegende. Es gibt noch ein akademisches Projekt namens Cycada, aber dazu läßt sich "in freier Wildbahn" nichts Reelles finden.

Und es gibt auch ein paar Ideen für den Betrieb eines Android-Systems auf einem iPhone ("Project Sandcastle").

Davon zu unterscheiden: Die XCode-Entwicklungsumgebung enthält einen iOS-Simulator, der aber erstens x86-Code erzeugt und wo auch nur der (und nicht der ARM-Code für die Zielplattform) ausgeführt werden kann, und das geht dann halt auch nur bei Apps, die einem im Quellcode vorliegen und nicht nur in kompilierter Form aus dem Appstore. Der läßt sich ohne Gerät sowieso nicht nutzen, und iOS-Binaries liegen auch nicht in ausführbarer, sondern erstmal nur in verschlüsselter Form vor, man bräuchte - bis auf weiteres, und bei "Verschlüsselungen knacken" wird es rechtlich kitzlig - erst einmal sowieso ein Gerät, um die in ein ausführbares Format zu bringen.

Vor nicht allzulanger Zeit hat sich nun auch ein Unternehmen namens Corellium aus den Sträuchern gewagt, das einen Webdienst anbietet, der einem den Betrieb eines iOS und aller Software ermöglichen soll. Wobei ich natürlich erst gedacht habe: Könnten Nutzer den iOS-Emulator dann nicht auch runterladen und lokal irgendwo installieren? Es wird natürlich argumentiert, daß es fast zehn Jahre Arbeit gekostet hätte, das iPhone zu virtualisieren. Aber theoretisch könnte das Unternehmen auch bei eBay ein Kontingent iPhones gekauft, eine Fernzugriffs-App darauf installiert und sie in ein Server-Rack gepackt haben, so daß die Nutzer jetzt auf die "echte Hardware" zugreifen können - ähnlich wie es ja mit schon bekannten anderen Streamdiensten auch ist, bei denen man irgendwo Hardware mieten kann und auf dem heimischen PC lediglich eine Client-App hat, über die man darauf zugreifen kann...

Apple scheint das nicht so richtig lustig zu finden - sie möchten ja mindestens ihre Geräte vermarkten. Apple versucht insofern, rechtlich dagegen vorzugehen ("Apple’s Corellium lawsuit is a direct attack on iOS emulation").
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Beitrag(#2205671) Verfasst am: 06.03.2020, 21:10    Titel: Antworten mit Zitat

Nicht nur Bashing, sondern eine wichtige Weisheit:

"Six professionals review the Mac Pro"

Etliche Nutzer sollten mal vergleichen, ob sich das neue System denn "produktiver" anfühle. Eine Weisheit dabei: In ein paar Teilbereichen schon, aber oft würde man nicht "schneller" arbeiten als bisher.

Dementsprechend: Nicht immer zähle das "teuerste System" oder das "schnellste System für den Preis". Es komme auch auf das Zusammenspiel von Hard- und Software an. Und die Software sei teilweise noch gar nicht so weit, daß sie die neue Plattform adäquat nutzen könnte, weil sie z.B. von zusätzlichen Rechenkernen gar nicht profitiert. Es gibt sogar Fälle, in denen man auf einem Rechner mit mehr Kernen langsamer arbeitet, weil diese Chips ab einer gewissen Größe oft erstmal niedriger takten und die eigenen Anwendungen eher von einer höheren Taktfrequenz profitieren würde. Bei Graphikhardware gibt es das auch, da kann es sein, daß die Chips und Treiber von Hersteller A besser mit Software S zusammenspielen als die von B. Dementsprechend wird Hardware in diesen Kreisen auch in Bezug auf die Software gekauft, die eingesetzt werden soll.


Solche Erfahrungen gibt es auch schon seit Jahrzehnten immer wieder: Selbst erinnere ich mich noch an Beiträge, daß in der ersten Hälfte der 1990er Jahre erstmal Probleme bei der Überwindung der 500-MB-Grenze bei Festplatten gab oder manche 386-Prozessoren dann doch nicht kompatibel zu der 32bittigen Software S waren oder die Nutzer beim Übergang auf die damals nagelneue und dementsprechend teure Pentium Pro-Plattform erst einmal nicht so begeistert gewesen seien, weil man mit der alten Software (damals noch DOS/Windows 3.x-basiert) nicht schneller habe arbeiten können als vorher. Wohl aber schonmal, als man dann auch "richtige" 32-bittige Betriebssysteme und Software nutzte.

Probleme gibt es auch beim Übergang auf die aktuelle MacOS-Version, die 32-bittige Software nicht mehr ausführen möchte. Wer also noch alte Software einsetzen muß, hat da erstmal eine Hürde. Aber die betrifft dann auch die Nutzer anderer Hardware.
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Beitrag(#2208030) Verfasst am: 02.04.2020, 03:33    Titel: Antworten mit Zitat

Mal wieder kurz mit was Anderem beschäftigen, die Technies, die sich nicht in ihr SUV setzen und das Virus potentiell weiter im Land verteilen wollten, haben sich im "Shelter-at-home" denn ja auch mit Bastelein beschäftigt:

"Pimping (and nearly ruining) the Mac Pro"

Nun hat Apple endlich-endlich wieder einen Rechner im Portfolio, den der Nutzer selbständig auf- und umrüsten kann.

Die Nutzer stellen im Laufe der Zeit bei der Kiste einige Probleme fest, die ihre Usability einschränken. So etwa, daß man, wenn man irgendetwas ein- oder ausbauen möchte, hinten alle Kabel erst einmal abpflücken müßte, damit sich der Gehäusedeckel hochziehen läßt. Das stößt Nutzern, die während der Arbeit des öfteren daran herumstöpseln, negativ auf. Die Lösung eines Techies: Den Metallbügel, der ansonsten blockieren würde, einfach mit der Kreissäge durchtrennen.

Genauso erfordert es bis dato noch eine "Bastellösung", handelsübliche SATA-Geräte zum Einbau mit Strom zu versorgen.


Und noch so ein "Designaspekt", den ich nicht ganz verstehe, diesmal bei den Laptops:

"Which MacBook Should You Buy in 2020? March Update!"
"2020 MacBook Air vs 13" MacBook Pro, which should you buy?"

Apple bietet seit der letzten Revision nur mehr zwei Modellinien an, den Air und den Pro. Die Geeks vermeinen, dabei bestimmte Unterschiede festzustellen, aber was eigentlich (bei den Preisen!) ein No-Go ist, ist der Unterschied bei den Kühlsystemen: Demnach sei die Heatsink, die auf dem Prozessor sitzt, beim Air nicht mit dem Lüfter verbunden. Effektiv blase der Lüfter damit zwar kühlere Luft durch das Gehäuse, aber er kühle eben nicht gezielt den Prozessor. Mit dem Resultat, daß er, sobald man ihm etwas mehr Rechenleistung abfordert, sehr viel schneller die maximal zulässige Betriebstemperatur erreicht und dann seinen Takt stärker reduziert als das ein Pro-Modell mit dem besseren Kühlsystem tut. Je nach Aufgabe kann ein Pro-Modell demnach bis zu 50% mehr Rechenleistung entfalten als das formal gleich ausgestattete Air-Modell.

Und die Erklärungen sind da etwas merkwürdig: Wenn jemand nur leichte Arbeiten mit seinem Gerät erledigen wolle, dann sei das Air "gut genug", sagt dann einer der Techies. Ich kann natürlich niemandem vorschreiben, was er sich kauft oder nicht kauft. Wobei ich allerdings persönlich sinniere, daß jemand, der mit seinem Rechner nur einfache Sachen erledigt, etwa Word-Dokumente tippt und ein bißchen im Internet surft, sich dafür kein Gerät für 1099 Dollar kaufen muß, dafür tut es auch ein Gerät, das deutlich billiger ist. (Für diese Aufgaben ist es ja auch relativ egal, welches BS darauf läuft - man kann ja auch ein Linux-System installieren und so aussehen lassen wie ein MacOS, wenn man das so haben will etc..) Während andererseits jemand, der wirklich die Rechenpower (und das unixoide Betriebssystem, das Display mit dem größeren Farbraum usw.) braucht, (wohlgemerkt, bei den Preisen!) auch ein Gerät haben möchte, das möglichst viel davon auch in die Aufgabe investiert und nicht verliert, weil die Kühlung nicht mithalten kann. Irgendwo finde ich das dann nicht richtig designt oder zumindest nicht richtig gepreist (aber Phantasiepreise wie 500$ für ein kleines Upgrade kritisieren ja sogar die Apple-Jünger) Am Kopf kratzen.

(Anhand der "Test-Musik" kann ich allerdings nicht feststellen, welcher der Lautsprecher denn nun "besser" klingt.)
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