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Und schon wieder: Amoklauf in den USA
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Lebensnebel
Gieraffe



Anmeldungsdatum: 06.02.2016
Beiträge: 1715

Beitrag(#2125231) Verfasst am: 15.02.2018, 23:16    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
So stellt man sich die kanadische Polizei vor.




Die koennen bei Leuten, bei denen das angezeigt ist, durchaus auch etwas grober sein.


Ist "etwas härter hinzulangen" auch die kanadische Art?
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 38081
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2125232) Verfasst am: 15.02.2018, 23:30    Titel: Antworten mit Zitat

Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
So stellt man sich die kanadische Polizei vor.




Die koennen bei Leuten, bei denen das angezeigt ist, durchaus auch etwas grober sein.


Ist "etwas härter hinzulangen" auch die kanadische Art?



Der letzte Fall, den ich mitgekriegt habe, war Stevie, der nach einer Schlaegerei mit zwei gebrochenen Fingern und mit irgendwas zugedroehnt im Krankenhaus auflief. Nachdem er dort mehrere Krankenschwestern bedroht hatte, riefen die die Polizei. Als unsere Adriana dort eintraf spuckte er ihr zuerst mal voellig unprovoziert ins Gesicht, wobei sie eine Mischung aus Blut und Speichel ins Auge bekam. Dazu rief er (zum Glück höchstwahrscheinlich wahrheitswidrig) er haette Aids. Als er dann noch ansetzte um Adriana in den Unterarm zu beissen bekam er erst mal eine auf die Lampe und daraufhin legte ihm Adriana auf nicht allzu schonende Art und Weise Handschellen an. Als die beiden im Revier eintrafen, wurde erst der Papierkram erledigt und Stevie in die Zelle geschubst anstatt höflich gebeten doch bitte einzutreten wie das sonst hier üblich ist. Dabei fiel er um, was seine beiden gebrochenen Finger wieder schmerzen liess. Ins Krankenhaus zur Behandlung seiner Finger wurde er erst am naechsten Morgen gebracht, nachdem er soweit wieder klar war, dass man davon ausgehen konnte, dass er sich halbwegs benimmt und er keine Gefahr mehr fuer das dortige Personal darstellt.

Ja, das war schon etwas grober, aber meines Erachtens keine übertriebene Gewaltanwendung, wenn man in Betracht zieht, dass und auf welche Art und Weise er sich gegen seine Verhaftung (die schliesslich alles andere als grundlos war) gewehrt hat.

Adriana ist uebrigens eine sehr nette Polizistin. Um die aus der Reserve zu locken braucht es einiges. Aber irgendwann ist auch bei der Schluss mit lustig und wie sie sich gegen Idioten wie Stevie zur Wehr setzt hat man ihr schliesslich in ihrer Ausbildung beigebracht.


Wie haettest Du Dich an Adrianas Stelle verhalten?
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Critic
oberflächlich



Anmeldungsdatum: 22.07.2003
Beiträge: 14421
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Beitrag(#2125233) Verfasst am: 15.02.2018, 23:50    Titel: Antworten mit Zitat

Beklemmend auch, was ein Gesprächspartner heute früh auf CNN ausführte: Demnach habe eine entsprechende Studie festgestellt, daß nach Amokläufen, Anschlägen und ähnlichen Gewalttaten Gesetzesänderungen im Schnitt die Einschränkungen für den Waffenbesitz, die es gegeben habe, weiter aufgeweicht hätten.

Eigentlich sind doch die USA das einzige "westliche" Land, aus dem man mit Regelmäßigkeit von solchen Angriffen hört. Und das einzige, in dem die Politik in Bezug auf den Waffenbesitz so vorgeht. Ein Gedanke, den natürlich die Waffenlobbyisten weit von sich weisen werden: Ob es da also einen Zusammenhang geben könnte?


Es ist auch irgendwo eine arithmetische Frage: Fühle ich mich da nicht irgendwie sicherer, wenn bestenfalls nur eine Person auf dem Campus eine Waffe trägt - nämlich der Polizist, von dem ich (angesichts der Meldungen der letzten Jahre aber auch angekratzt) inständig hoffe, daß er eine psychisch stabile Persönlichkeit ist und auch weiß, daß man die Waffe nur als allerletztes Mittel einsetzt -- als wenn hundert Personen mit ihrem Sturmgewehr ins Büro oder zum Unterricht kommen und sie sofort zücken, wenn im Gebäude eine Tür zufällt? Denn ich kann diese hundert Personen erst recht nicht einschätzen, angesichts des zerstörerisichen Potentials wäre es schon zu viel, wenn - wie ja schon rein statistisch zu erwarten wäre - nur eine von ihnen psychisch krank und/oder auf dem Kriegspfad unterwegs ist Am Kopf kratzen.
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"Die Pentagon-Gang wird in der Liste der Terrorgruppen geführt"

Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

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Lebensnebel
Gieraffe



Anmeldungsdatum: 06.02.2016
Beiträge: 1715

Beitrag(#2125235) Verfasst am: 15.02.2018, 23:58    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:



Wie haettest Du Dich an Adrianas Stelle verhalten?


Keine Ahnung. In solchen Situationen handelt man einfach und überlegt dann später. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass ich ein totales Weichei bin, würde ich vermuten, dass ich mich defensiver als Adriana verhalten hätte.
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 38081
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2125236) Verfasst am: 16.02.2018, 00:09    Titel: Antworten mit Zitat

Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:



Wie haettest Du Dich an Adrianas Stelle verhalten?


Keine Ahnung. In solchen Situationen handelt man einfach und überlegt dann später. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass ich ein totales Weichei bin, würde ich vermuten, dass ich mich defensiver als Adriana verhalten hätte.


Das kann sie nicht. Die musste den alleine unter Kontrolle bringen, bevor er einer der Krankenschwestern eine langt oder sonst was Übles im Krankenhaus anstellt. Die Leute dürfen erwarten, dass die Polizei sie vor solchen Idioten schützt, notfalls auch gewaltsam.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 38081
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2125239) Verfasst am: 16.02.2018, 01:10    Titel: Antworten mit Zitat

Es scheint wohl Hinweise darauf zu geben, dass der Attentäter beim Florida Highschool Massaker einen rechtsextremen und womöglich auch antisemitischen Hintergrund gehabt hat. Jedenfalls behauptet das die israelische Zeitung Haaretz:

Zitat:
.......The group that Nikolas Cruz joined wants Florida to become a white ethno-state ■ Jewish victims include two students and a teacher...
...Nikolas Cruz, the 19-year-old man suspected of killing at least 17 people at a Florida high school, had participated in paramilitary training with a white nationalist militia called the Republic of Florida, the militia's leader said on Thursday.
"He had some involvement with the Clearwater Republic of Florida cell at some point," Jordan Jereb said in a telephone interview about the suspected shooter, Nikolas Cruz....


https://www.haaretz.com/us-news/florida-shooter-nikolas-cruz-trained-with-white-supremacists-1.5824533?utm_campaign=General&utm_medium=web_push&utm_source=Push_Notification
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sünnerklaas
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Beitrag(#2125266) Verfasst am: 16.02.2018, 12:01    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Es scheint wohl Hinweise darauf zu geben, dass der Attentäter beim Florida Highschool Massaker einen rechtsextremen und womöglich auch antisemitischen Hintergrund gehabt hat. Jedenfalls behauptet das die israelische Zeitung Haaretz:

Zitat:
.......The group that Nikolas Cruz joined wants Florida to become a white ethno-state ■ Jewish victims include two students and a teacher...
...Nikolas Cruz, the 19-year-old man suspected of killing at least 17 people at a Florida high school, had participated in paramilitary training with a white nationalist militia called the Republic of Florida, the militia's leader said on Thursday.
"He had some involvement with the Clearwater Republic of Florida cell at some point," Jordan Jereb said in a telephone interview about the suspected shooter, Nikolas Cruz....


https://www.haaretz.com/us-news/florida-shooter-nikolas-cruz-trained-with-white-supremacists-1.5824533?utm_campaign=General&utm_medium=web_push&utm_source=Push_Notification


Das Fiese an der Geschichte: die USA kommen aus der Kiste nicht mehr raus. Trump erst recht nicht. Der steht im "Ehrenwort". Und der weiß, was bei den "Ehrenwerten" auf "Wortbruch" steht.
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Tarvoc
Combie



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
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Beitrag(#2125272) Verfasst am: 16.02.2018, 12:55    Titel: Antworten mit Zitat

Critic hat folgendes geschrieben:
Eigentlich sind doch die USA das einzige "westliche" Land, aus dem man mit Regelmäßigkeit von solchen Angriffen hört.

Erfurt, Emsdetten, Winnenden, etc. sind jetzt also US-amerikanische Städte. Interessant, wusste ich noch gar nicht.
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AdvocatusDiaboli
Formulierschwein



Anmeldungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 22656
Wohnort: München

Beitrag(#2125310) Verfasst am: 16.02.2018, 15:49    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Critic hat folgendes geschrieben:
Eigentlich sind doch die USA das einzige "westliche" Land, aus dem man mit Regelmäßigkeit von solchen Angriffen hört.

Erfurt, Emsdetten, Winnenden, etc. sind jetzt also US-amerikanische Städte. Interessant, wusste ich noch gar nicht.


Regelmäßigkeit zu definieren, ist ein wahrlich komplexes Spiel mit der Zeit.
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Ahriman
boshafter Spötter



Anmeldungsdatum: 31.03.2006
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Beitrag(#2125316) Verfasst am: 16.02.2018, 16:04    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Critic hat folgendes geschrieben:
Eigentlich sind doch die USA das einzige "westliche" Land, aus dem man mit Regelmäßigkeit von solchen Angriffen hört.

Erfurt, Emsdetten, Winnenden, etc. sind jetzt also US-amerikanische Städte. Interessant, wusste ich noch gar nicht.

Das war nicht der erste Fall allein in diesem Jahr in den USA. Wieviele Amoker hatten wir in Deutschland in 2018?
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Alchemist
Luminous beings are we, not this crude matter.



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Wohnort: Hamburg

Beitrag(#2125330) Verfasst am: 16.02.2018, 16:32    Titel: Antworten mit Zitat

Governeur von kentucky weiß den Schuldigen dieser Shootings:

https://www.usatoday.com/story/news/nation-now/2018/02/16/florida-school-shooting-kentucky-governor-blames-violent-video-games-movies/344336002/

Filme und Compuerspiele natürlich noc
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Critic
oberflächlich



Anmeldungsdatum: 22.07.2003
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Beitrag(#2125370) Verfasst am: 16.02.2018, 23:46    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Critic hat folgendes geschrieben:
Eigentlich sind doch die USA das einzige "westliche" Land, aus dem man mit Regelmäßigkeit von solchen Angriffen hört.

Erfurt, Emsdetten, Winnenden, etc. sind jetzt also US-amerikanische Städte. Interessant, wusste ich noch gar nicht.


Regelmäßigkeit zu definieren, ist ein wahrlich komplexes Spiel mit der Zeit.
..., München. Die Fälle sind mir natürlich bekannt. Ich glaube mich auch an Meldungen über einen Mafiamord zu erinnern, bei dem gleich etliche Personen an einem Schauplatz ermordet wurden. Dennoch handelt es sich bei solchen "mass shootings" in Deutschland ja um vergleichsweise wenige Fälle.

Während man sich so etwas auf CNN ja inzwischen alle paar Woche ansehen "darf", daß teilweise ein Einzeltäter sehr viele Menschen umbringt. Es hängt natürlich auch von der Definition ab, was man dazuzählt. Legt man etwa Ereignisse zugrunde, bei denen vier oder mehr Personen ermordet wurden, gab es laut USA Today zwischen 2006 und 2017 271 "mass shootings" - demnach sei im Mittel alle 16 Tage ein solches Verbrechen verübt worden. Und zwischen 2011 und 2014 habe sich die Zahl der mass shootings pro Jahr verdreifacht. Die Washington Post bezieht schließlich auch die Zahl der Verletzten mit ein und kommt so auf 355 "mass shootings" allein für das Jahr 2015 ("Mass shootings in the U.S.).
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Tarvoc
Combie



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 34842
Wohnort: Bonn

Beitrag(#2125373) Verfasst am: 17.02.2018, 00:00    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:
Filme und Compuerspiele natürlich noc

"Movies and video games don't kill, people do." freakteach
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 38081
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2125378) Verfasst am: 17.02.2018, 00:40    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
Filme und Compuerspiele natürlich noc

"Movies and video games don't kill, people do." freakteach



Voellig leugnen möchte ich den Einfluss exzessiver Gewaltdarstellung im Unterhaltungsbereich nicht, aber es ist natuerlich völliger Blödsinn dies alleine fuer die ständigen Massaker verantwortlich zu machen. Da kommen sicherlich viele Einzelfaktoren zusammen.

Eine weitaus größere Bedeutung hat mit Sicherheit die "gun culture" in den USA und die Leichtigkeit, mit der alle moeglichen Leute an richtige Kriegswaffen herankommen.

Da war es im aktuellen Fall tatsaechlich möglich, dass ein 18-jähriger, vor dessen Obsession mit Schusswaffen und Gewalt die Polizei gewarnt war und der bereits in sozialen Medien sehr deutlich angekündigt hatte ein Schulmassaker begehen zu wollen, einfach in einen Waffenladen marschiert, seinen Fuehrerschein vorzeigt, die Routine-Frage, ob er denn geistesgestoert sei, mit "nein" beantwortet und Minuten spaeter mit einem halbautomatischen Sturmgewehr plus reichlich Munition wieder herauskommt. (Quelle: BBC-world news)

Waere derselbe 18-jährige stattdessen in einen Schnapsladen gegangen und haette seinen Fuehrerschein vorgezeigt, er waere mit leeren Händen herausgekommen, weil er in Florida noch zu jung ist auch nur eine Dose Bier zu kaufen. Das verstehe wer will.
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Critic
oberflächlich



Anmeldungsdatum: 22.07.2003
Beiträge: 14421
Wohnort: Arena of Air

Beitrag(#2125382) Verfasst am: 17.02.2018, 02:52    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
Filme und Compuerspiele natürlich noc

"Movies and video games don't kill, people do." freakteach

Das würde ich ja für einen Kategorienfehler halten: Oder hatte der Täter durch vehementes Stupsen mit einer Ecke einer DVD-Hülle die 17 Opfer zu Tode gepiesackt?


Während natürlich die Waffe dafür gebaut ist, Gewalt auszuüben oder mindestens anzudrohen, und bei allen Tätern, die Andere mit einer Waffe umgebracht hatten, das einzig Definitive offenbar der Zugang zu einem Gegenstand war, den man als Waffe gebrauchen kann:

Man kann mit einem Auto ganz schön viele Menschen umbringen. Auch mit einem Küchenmesser, aber da kann man auch relativ schneller gestoppt werden. Oder gar bei einem Stück Paketschnur.

Ergo: Hätte er diesen Zugang nicht gehabt - was möglich gewesen wäre, wenn man dem Statement des FBI glauben möchte, daß, oops, da eine Meldung von einem möglichen leaking leider, leider nicht an die Polizei vor Ort weitergegeben worden sei -, wäre das so in der Form nicht passiert.
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Tarvoc
Combie



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 34842
Wohnort: Bonn

Beitrag(#2125389) Verfasst am: 17.02.2018, 09:42    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Voellig leugnen möchte ich den Einfluss exzessiver Gewaltdarstellung im Unterhaltungsbereich nicht

Ich schon. Dafür gibt es überhaupt keine empirische Evidenz. Ich kenn' keine Studie, die einen solchen Einfluss nachweisen würde und dabei der methodischen Kritik standgehalten hätte.
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Kramer
postvisuell



Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 28697

Beitrag(#2125390) Verfasst am: 17.02.2018, 09:56    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Voellig leugnen möchte ich den Einfluss exzessiver Gewaltdarstellung im Unterhaltungsbereich nicht

Ich schon. Dafür gibt es überhaupt keine empirische Evidenz. Ich kenn' keine Studie, die einen solchen Einfluss nachweisen würde und dabei der methodischen Kritik standgehalten hätte.


Vielleicht gibt es keine guten Studien, aber von Gewaltdarstellungen inspirierte Verbrechen gibt es:

https://en.wikipedia.org/wiki/Natural_Born_Killers_copycat_crimes
https://en.wikipedia.org/wiki/Dexter_%28TV_series%29#Association_with_actual_crimes
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wolle
Anti-Theist und Welt-Verbesserer



Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 2350

Beitrag(#2125403) Verfasst am: 17.02.2018, 14:07    Titel: Antworten mit Zitat

http://www.spiegel.de/politik/ausland/florida-massaker-an-highschool-moralische-apathie-kommentar-a-1193803.html schrieb:
Zitat:
So kommt es, dass Trump als eine seiner ersten Amtshandlungen eine Verordnung seines Vorgängers Barack Obama zurücknahm, die Background-Checks für Geisteskranke straffte.

Die USA sind gefangen in einem Teufelskreis aus Armut, Drogen (verbunden mit Angststörungen, Psychosen, Wahnvorstellungen, Halluzinationen) und Gewalt.
Nach jedem Amoklauf decken sich die Angst-geplagten mit neuen Waffen ein, aus Angst, die Gesetze könnten straffer werden, und aus Angst vor weiteren Attentaten.
Die Waffen-Lobby ist geübt im verteidigen ihrer Rechte und im bestechen sprich bespenden der entsprechenden Politiker.

Was in einem derart Waffen-verseuchten Land noch helfen würde, wäre eine Hohe Mauer um jede Schule und eine Waffen-Kontrolle am Eingang wie an einem Flughafen.
Denn die Strategie, sich in einem Klassenzimmer einzuschließen, versagt in dem Moment, in dem ein Attentäter den Feuer-Alarm auslöst, wie im letzten Fall an der Marjory Stoneman Douglas High School geschehen.
Wobei natürlich alle öffentlichen Gebäude, Kindergärten, Kinos, Konzerthallen ebensolche Schutz-Maßnahmen erfordern würden.
Für solche Schutz-Maßnahmen hat aber die USA kein Geld.
Dafür soll Geld für eine Mauer zu Mexiko hin locker gemacht werden, die sicher nicht mehr Sicherheit bringt.
Die einfachste Lösung, psychisch Kranken die Waffen zu entziehen, ist offenbar nicht durchsetzbar.
Wobei politischer Radikalismus offenbar noch nicht als psychische Krankheit gilt, sondern eher als Tugend.
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72. Generalversammlung der Vereinten Nationen, Presse-Mitteilung
http://www.un.org/en/ga/72/presskit/pdf/full_kit72_en.pdf
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wolle
Anti-Theist und Welt-Verbesserer



Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 2350

Beitrag(#2125413) Verfasst am: 17.02.2018, 15:23    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:

Niemand will alle Waffen einsammeln. In einem Land, in dem zumindest teilweise die Nahrungsmitteljagd zum Lifestyle gehört, ist das tatsaechlich unmoeglich. Deshalb sind ja auch in Kanada soviele Jagdwaffen in Umlauf.

In Kanada gibt es pro 100 Einwohner nicht wesentlich mehr Schusswaffen (31) als in Deutschland oder Österreich (30).
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/florida-massaker-an-highschool-moralische-apathie-kommentar-a-1193803.html
Edit: In den USA sind es 89 Schusswaffen pro 100 Einwohner.
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http://www.un.org/en/ga/72/presskit/pdf/full_kit72_en.pdf
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fwo
leider wieder manchmal da



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Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2125421) Verfasst am: 17.02.2018, 16:39    Titel: Antworten mit Zitat

wolle hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:

Niemand will alle Waffen einsammeln. In einem Land, in dem zumindest teilweise die Nahrungsmitteljagd zum Lifestyle gehört, ist das tatsaechlich unmoeglich. Deshalb sind ja auch in Kanada soviele Jagdwaffen in Umlauf.

In Kanada gibt es pro 100 Einwohner nicht wesentlich mehr Schusswaffen (31) als in Deutschland oder Österreich (30).
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/florida-massaker-an-highschool-moralische-apathie-kommentar-a-1193803.html
Edit: In den USA sind es 89 Schusswaffen pro 100 Einwohner.

Dass es aber nicht nur die Waffe sind, sondern auch die Bereitschaft/Fähigkeit des Staates, seine Gesetze durchzusetzen, sieht man an Mexiko, m.w. zur Zeit einer der unsichersten Staaten der Welt mit geschätzten 15 Schusswaffen pro 100 Einwohner:
Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/5113/umfrage/schusswaffen-in-privatbesitz/
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

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Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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beachbernie
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Beitrag(#2125438) Verfasst am: 17.02.2018, 20:00    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
wolle hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:

Niemand will alle Waffen einsammeln. In einem Land, in dem zumindest teilweise die Nahrungsmitteljagd zum Lifestyle gehört, ist das tatsaechlich unmoeglich. Deshalb sind ja auch in Kanada soviele Jagdwaffen in Umlauf.

In Kanada gibt es pro 100 Einwohner nicht wesentlich mehr Schusswaffen (31) als in Deutschland oder Österreich (30).
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/florida-massaker-an-highschool-moralische-apathie-kommentar-a-1193803.html
Edit: In den USA sind es 89 Schusswaffen pro 100 Einwohner.

Dass es aber nicht nur die Waffe sind, sondern auch die Bereitschaft/Fähigkeit des Staates, seine Gesetze durchzusetzen, sieht man an Mexiko, m.w. zur Zeit einer der unsichersten Staaten der Welt mit geschätzten 15 Schusswaffen pro 100 Einwohner:
Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/5113/umfrage/schusswaffen-in-privatbesitz/



...und davon abhängig die Art der Schusswaffe. Fuer mein persönliches Sicherheitsgefühl macht es schon einen Unterschied ob mein Nachbar eine Jagdflinte oder ein halbautomatisches Sturmgewehr im Schrank hat. Bei Letzterem frage ich mich besorgt "Was zum Teufel will der mit dem Ding?", bei ersterem weiss ich, was er damit will.
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Ahriman
boshafter Spötter



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Beitrag(#2125443) Verfasst am: 17.02.2018, 20:10    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
So stellt man sich die kanadische Polizei vor.



Der Mounty scheint mir durch und durch britisch zu sein.

quote gerichtet. vrolijke
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beachbernie
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Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2125448) Verfasst am: 17.02.2018, 20:22    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
So stellt man sich die kanadische Polizei vor.



Der Mounty scheint mir durch und durch britisch zu sein.



Das ist gar nicht mal so unrealistisch. Von den Mounties, die ich bisher bei der Arbeit kennengelernt habe, haben auffallend viele britische Vorfahren, prozentual deutlich mehr als im Rest der Bevölkerung, manche sind sogar selbst Einwanderer aus England oder Schottland. Der Instrukteur, der mein Jobtraining durchführte, war erst ueber 20 Jahre in England als Polizist tätig bevor er nach Kanada übersiedelte und dort "Mountie" wurde. Da gibt es sogar richtige Austauschprogramme.

quote gerichtet. vrolijke
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fwo
leider wieder manchmal da



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Beitrag(#2125463) Verfasst am: 17.02.2018, 22:26    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
....und davon abhängig die Art der Schusswaffe. Fuer mein persönliches Sicherheitsgefühl macht es schon einen Unterschied ob mein Nachbar eine Jagdflinte oder ein halbautomatisches Sturmgewehr im Schrank hat. Bei Letzterem frage ich mich besorgt "Was zum Teufel will der mit dem Ding?", bei ersterem weiss ich, was er damit will.

Haste nich jedient?

Bleiben wir mal exakt: Halbautomatisch und Sturmgewehr passt irgendwie nicht: Das Besondere am Sturmgewehr ist, dass es auch im Automatikbetrieb nutzbar ist, also solange spuckt, wie Du den Finger krumm lässt. Halbautomatisch bedeutet, dass Du nicht von Hand nachzuladen brauchst, aber erneut durchdrücken musst. Das dürften auch die meisten modernen Jagdbüchsen sein.

Und ich vermute, dass die Mehrzahl der Kanadier eher Büchsen als Flinten im Schrank hat: Wenn man kein sehr grobes Schrot nimmt (hat man aber nachher im Fleisch), taugt die Flinte eher für Jagd auf Kleinwild wie Karnickel und ansonsten auf Vögel.

Es sei denn, die Kanadier hätten sich darauf spezialisiert, Großwild mit Flintenlaufgeschossen zu jagen - die sind aber, soweit ich weiß, weniger zielgenau.

Das bedeutet, dass man das G3 mit seinem relativ großen Kaliber sehr gut als Jagdwaffe einsetzen kann, solange man auf Einzelschuss stellt. Etwas anderes ist das mit den kleinkalibrigen modernen Sturmgewehren wie dem G36. Die machen in der Jagd zu kleine Löcher und erhöhen damit den Aufwand in der Nachsuche.
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

The skills you use to produce the right answer are exactly the same skills you use to evaluate the answer.

Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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Zoff
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Beitrag(#2125464) Verfasst am: 17.02.2018, 23:11    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Voellig leugnen möchte ich den Einfluss exzessiver Gewaltdarstellung im Unterhaltungsbereich nicht

Ich schon. Dafür gibt es überhaupt keine empirische Evidenz. Ich kenn' keine Studie, die einen solchen Einfluss nachweisen würde und dabei der methodischen Kritik standgehalten hätte.


Angesichts der Gräueltaten, die vor der Einführung moderner Medien stattgefunden haben, halte ich das auch für Unsinn.
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DonMartin
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Beiträge: 4716

Beitrag(#2125466) Verfasst am: 17.02.2018, 23:23    Titel: Antworten mit Zitat

Zoff hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Voellig leugnen möchte ich den Einfluss exzessiver Gewaltdarstellung im Unterhaltungsbereich nicht

Ich schon. Dafür gibt es überhaupt keine empirische Evidenz. Ich kenn' keine Studie, die einen solchen Einfluss nachweisen würde und dabei der methodischen Kritik standgehalten hätte.


Angesichts der Gräueltaten, die vor der Einführung moderner Medien stattgefunden haben, halte ich das auch für Unsinn.

Wieviele Fälle aus der Zeit vor 1950 oder 1960 gibt es, wo Teenies mit schwerem Gerät losgezogen sind, um ihre Lehrer und Mitschüler dutzendweise zu erschiessen?
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sehr gut
im Hamsterrad



Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 10775

Beitrag(#2125468) Verfasst am: 17.02.2018, 23:56    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Wieviele Fälle aus der Zeit vor 1950 oder 1960 gibt es, wo Teenies mit schwerem Gerät losgezogen sind, um ihre Lehrer und Mitschüler dutzendweise zu erschiessen?

Wieso auf "schiessen" reduziert gefragt?

z.B. Feuer "Kenyanische Schüler haben vergangenes Jahr über hundert Schulen angezündet."
(nur ein Beispiel, hier geht es um Sachschaden, nicht gegen Mitschüler gerichtet)
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



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Beitrag(#2125474) Verfasst am: 18.02.2018, 01:15    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:

Haste nich jedient?.....



Nein. Ich war schon immer ein freier Mensch und kein Knecht irgendeines Landes.


Die Fachbegriffe fuer die diversen Knarre auseinderzufuseln ueberlasse ich gerne Dir. Smilie


Du solltest auch so verstanden haben, worauf es mir ankommt. An Jagdwaffen werden andere Ansprüche gestellt wie an Amoklaufwaffen und es sollte keinerlei Problem sein Waffen zu erlauben, die sich ganz prima zur Jagd eignen und eher weniger zum Amoklaufen. Klar kann man auch mit einer Jagdwaffe in eine Schule gehen und Schüler damit umbringen, allerdings erheblich weniger effektiv als mit Kriegswaffen. Der Unterschied ist dann der, dass "nur" 3-4 Schüler abgeknallt werden und nicht 30-40 und dass ist doch zumindest mal schon ein schöner Teilerfolg.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Beitrag(#2125478) Verfasst am: 18.02.2018, 01:30    Titel: Antworten mit Zitat

Zoff hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Voellig leugnen möchte ich den Einfluss exzessiver Gewaltdarstellung im Unterhaltungsbereich nicht

Ich schon. Dafür gibt es überhaupt keine empirische Evidenz. Ich kenn' keine Studie, die einen solchen Einfluss nachweisen würde und dabei der methodischen Kritik standgehalten hätte.


Angesichts der Gräueltaten, die vor der Einführung moderner Medien stattgefunden haben, halte ich das auch für Unsinn.



Da werden exzessive Gewaltdarstellungen mit einer ähnlichen Leidenschaft verteidigt wie von anderen Leuten der Waffenbesitz. Sehr glücklich

Weshalb faellt es eigentlich so schwer das Problem amoklaufender Schüler als das zu begreifen, was es ist: multifaktoriell! Es gibt ein ganzes Bündel von Ursachen, von denen meist eine allein nicht ausreicht solche Bluttaten zu erklaeren. Da kommen oft viele Faktoren zusammen, wobei ich auch ausdruecklich darauf hingewiesen habe, dass ich die Uebersaettigung mit Gewaltdarstellungen im Unterhaltungsbereich fuer eher untergeordnet halte und ich absolut nicht der Auffassung bin, dass man mit Verboten in dem Bereich das Problem auch nur ansatzweise loesen kann. Ich halte z.B. die grenzenlose Verfügbarkeit von Schusswaffen in bestimmten Ländern fuer erheblich gefährlicher, was mich allerdings nicht davon abhält darueber nachzudenken, ob Gesetze zur strengeren Kontrolle des Waffenbesitzes alleine schon ausreichen solche Massaker zu verhindern, ein bisschen mehr Vorsicht bei der Darstellung exzessiver Gewalt in Unterhaltungsmedien (einschliesslich bestimmter Videospiele, aber nicht nur dort!) kann zumindest mithelfen. Die Häufigkeit mit denen Heranwachsende heutzutage solch exzessiver Gewalt zu Unterhaltungszwecken ausgesetzt sind, führt naemlich zwangsläufig zu einer gewissen Gewöhnung und in manchen Fällen geht das letztlich sogar in Richtung Gehirnwaesche. Mir kann niemand erzählen, dass dies in allen Fällen voellig folgenlos bleibt.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Beitrag(#2125480) Verfasst am: 18.02.2018, 01:41    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Zoff hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Voellig leugnen möchte ich den Einfluss exzessiver Gewaltdarstellung im Unterhaltungsbereich nicht

Ich schon. Dafür gibt es überhaupt keine empirische Evidenz. Ich kenn' keine Studie, die einen solchen Einfluss nachweisen würde und dabei der methodischen Kritik standgehalten hätte.


Angesichts der Gräueltaten, die vor der Einführung moderner Medien stattgefunden haben, halte ich das auch für Unsinn.

Wieviele Fälle aus der Zeit vor 1950 oder 1960 gibt es, wo Teenies mit schwerem Gerät losgezogen sind, um ihre Lehrer und Mitschüler dutzendweise zu erschiessen?



Naja. Das teeniefaehige "schwere Gerät" gibt es noch nicht so furchtbar lange.

Im zarten Alter von 12 Jahren entdeckte ein Mitschüler und Nachbar von mir auf dem Dachboden das alte Weltkriegsgewehr seines Grossvaters. Es war sorgfältig verpackt in noch einwandfrei funktionsfähigen Zustand und ein paar Patronen waren auch dabei. Er zeigte mir die Knarre und zusammen gingen wir zu einem nahegelegenen alten Weltkriegsbunker im Feld um das gute Stück auszuprobieren. Leider "gewann" ich den Muenzenwurf und "durfte" als erster ran.
Es war erstmal schon sauschwer die Knarre ueberhaupt aufzuheben und als ich schliesslich abdrückte war es als ob mich ein Pferd getreten haette und das Gewehr fiel mir auf den Fuss. Die Colaflasche, auf die ich damals zielte, blieb natuerlich heil. Mein gesamter Oberarm, inklusive Schultern war ein einziger Bluterguss und mein linker Fuss war angebrochen. Seitdem weiss ich, weshalb es im 1.Weltkrieg keine richtigen Kindersoldaten gab und nein, es waere mir ganz sicher nicht möglich gewesen mit dem Scheissding in meiner Schule amokzulaufen. Ich haette damit alles mögliche getroffen, bloss keine Mitschüler. zwinkern
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