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Biologische Unsterblichkeit
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zelig
Kultürlich



Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 23694

Beitrag(#2157140) Verfasst am: 12.11.2018, 22:57    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
„Es ist nicht wirklich eine Frage, ob die Menschheit irgendwann ausstirbt, sondern eher eine Frage, wann“, sagt Luc Bussiere, Biologe und Umweltwissenschaftler an der schottischen Universität Stirling. „99,9 Prozent aller Arten, die bislang auf der Erde gelebt haben, gab es irgendwann nicht mehr. Und es ist extrem unwahrscheinlich, dass der Mensch eine Ausnahme darstellt, auch wenn wir das gerne glauben wollen, weil wir uns für etwas Besonderes halten.“


https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2018/reste/was-waere-wenn-die-menschheit-nicht-mehr-existierte?utm_source=zeit&utm_medium=parkett
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Marcellinus
Outsider



Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 6880

Beitrag(#2157141) Verfasst am: 12.11.2018, 23:03    Titel: Antworten mit Zitat

Some day, we will all die, Snoopy!
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"Mangel an historischem Sinn ist der Erbfehler aller Philosophen ... Alles aber ist geworden;
es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."

Friedrich Nietzsche
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narr
workingglass



Anmeldungsdatum: 02.01.2009
Beiträge: 737

Beitrag(#2157147) Verfasst am: 13.11.2018, 00:48    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr glücklich da hat der Luc wohl recht Life after People
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Lebensnebel
Sozial-Zombie



Anmeldungsdatum: 06.02.2016
Beiträge: 2542

Beitrag(#2157151) Verfasst am: 13.11.2018, 01:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ich fürchte, es wird nicht so einfach sein mit dem totalen Verschwinden der Menschheit.
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AdvocatusDiaboli
Lingu-Cop



Anmeldungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 23852
Wohnort: München

Beitrag(#2157165) Verfasst am: 13.11.2018, 05:51    Titel: Antworten mit Zitat

Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
Ich fürchte, es wird nicht so einfach sein mit dem totalen Verschwinden der Menschheit.


Ganz einfach: Du musst nur von einem Hochhaus springen - und schon ist sie weg. Für Dich ganz allein!
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„Was dem Ockham sein Rasiermesser, ist dem Addi sein Hackebeil.“
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smallie
Mädchen.



Anmeldungsdatum: 02.04.2010
Beiträge: 2925

Beitrag(#2157240) Verfasst am: 13.11.2018, 19:50    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Zitat:
„Es ist nicht wirklich eine Frage, ob die Menschheit irgendwann ausstirbt, sondern eher eine Frage, wann“, sagt Luc Bussiere, Biologe und Umweltwissenschaftler an der schottischen Universität Stirling. „99,9 Prozent aller Arten, die bislang auf der Erde gelebt haben, gab es irgendwann nicht mehr. Und es ist extrem unwahrscheinlich, dass der Mensch eine Ausnahme darstellt, auch wenn wir das gerne glauben wollen, weil wir uns für etwas Besonderes halten.“


https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2018/reste/was-waere-wenn-die-menschheit-nicht-mehr-existierte?utm_source=zeit&utm_medium=parkett

Sonntagsbiologen. Auf den Arm nehmen

Es gibt einen Unterschied zwischen Aussterben und Aussterben.

    Nicht ausgestorben: Reptilien -> Dinausaurier -> vogelartige Dinosaurier -> Vögel -> Meise
    Ausgestorben: Reptilien -> Dinosaurier -> vogelartige Dinosaurier -> Vögel -> Dodo

Der Unterschied ist bedeutender, als es vielleicht aussehen mag. Jeder von uns kann auf eine fast 4 Mrd. Jahre lange Ahnenreihe zurückblicken. Jeder hat Millionen oder Milliarden Generationen von Vorfahren, die in der Lotterie des Daseins "gewonnen" haben (blödes Wort, ich, weiß, mir fällt grad nix besseres ein) - je nachdem, ob ich 30 Jahre pro Generation seit dem Kambrium ansetze oder wenige Stunden pro Generation bei den Bakterien und Einzellern davor.

Ich bezweifle, daß der Mensch so bald ausstirbt. Bin mir aber ziemlich sicher, daß der Mensch des Jahres 2 500 000 AD anders aussehen wird.



PS:

Haltet mich für durchgeknallt, aber ernsthaft, der Gedanke ist für mich ein Baustein einer quasi-religiösen, säkularen Spiritualität. Religion heißt Rückbindung, wenn ich mich nicht irre. Wenige Ideen transportieren eine stärkere Rückbindung, als dieser Gedanke der ununterbrochenen Abstammung. Die Schicksale und die Zufälle, die sich aufreihen mußten, damit wir heute hier so zusammen sitzen oder schreiben. Ist übrigens nicht schwärmerisch gemeint, Hauen, Stechen und Fressen gehörte ebenso dazu, wie teilen und - neuerdings, bei den Homo - Zärtlichkeit.



PPS:

Errm, jetzt kommt mir gerade Queen in den Sinn. Another one bites the dust. Sowas auch. Bitte um Ferndiagnose. zwinkern
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Marcellinus
Outsider



Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 6880

Beitrag(#2157241) Verfasst am: 13.11.2018, 19:57    Titel: Antworten mit Zitat

smallie hat folgendes geschrieben:

Haltet mich für durchgeknallt, aber ernsthaft, der Gedanke ist für mich ein Baustein einer quasi-religiösen, säkularen Spiritualität. Religion heißt Rückbindung, wenn ich mich nicht irre. Wenige Ideen transportieren eine stärkere Rückbindung, als dieser Gedanke der ununterbrochenen Abstammung. Die Schicksale und die Zufälle, die sich aufreihen mußten, damit wir heute hier so zusammen sitzen oder schreiben. Ist übrigens nicht schwärmerisch gemeint, Hauen, Stechen und Fressen gehörte ebenso dazu, wie teilen und - neuerdings, bei den Homo - Zärtlichkeit.


Ich will dir da ja nicht reingrätschen, aber wäre die Geschichte anders verlaufen, säßen eben andere beim Bier zusammen. Den Gedankenfehler hat schon Hoimar von Ditfurth auseinandergenommen, als er nach der Wahrscheinlichkeit fragte, daß eine Dachpfanne, die vom Dach segelt, noch einmal in der gleichen Art auf dem Boden zerdeppert. Wahrscheinlichkeit vermutlich nahe an null. Was aber eben nicht bedeutet, daß Dachpfannen eigentlich nicht kaputtfallen können. zwinkern
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zelig
Kultürlich



Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 23694

Beitrag(#2157254) Verfasst am: 13.11.2018, 23:03    Titel: Antworten mit Zitat

smallie hat folgendes geschrieben:
Errm, jetzt kommt mir gerade Queen in den Sinn.


Beim überfliegen deines Textes habe ich gedacht, Du würdest die Queen als Beispiel für Unsterblichkeit anführen. : P
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zelig
Kultürlich



Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 23694

Beitrag(#2157256) Verfasst am: 13.11.2018, 23:12    Titel: Antworten mit Zitat

smallie hat folgendes geschrieben:
Ich bezweifle, daß der Mensch so bald ausstirbt. Bin mir aber ziemlich sicher, daß der Mensch des Jahres 2 500 000 AD anders aussehen wird.


Klar. Die Frage ist, welche Fähigkeiten die Nachfahren bewahren, ausbauen oder verlieren.
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 40930
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2157257) Verfasst am: 13.11.2018, 23:26    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
smallie hat folgendes geschrieben:
Ich bezweifle, daß der Mensch so bald ausstirbt. Bin mir aber ziemlich sicher, daß der Mensch des Jahres 2 500 000 AD anders aussehen wird.


Klar. Die Frage ist, welche Fähigkeiten die Nachfahren bewahren, ausbauen oder verlieren.



Dass Arten ohne direkte Nachfahren aussterben, ist eher die Regel als die Ausnahme. Nur wenige Arten schaffen es sich immer wieder durch Weiterentwicklung so anzupassen, dass auch sehr langfristig immer noch direkte Nachfahren vorhanden sind. Meist fächern sich diese "Erfolgsmodelle der Evolution" irgendwann auf und produzieren viele Nachfolgearten, waehrend die meisten anderen Arten aus deren Zeit irgendwann als blinder Ast am Stammbaum des Lebens enden.

Alle heute existierenden Arten gehen auf vergleichsweise wenig direkte Vorfahren zurueck, je weiter man zurückgeht, desto weniger.

Daraus kann man ableiten, dass die Chancen, dass irgendwann in der Zukunft noch direkte Nachfahren einer heutigen Art leben, statistisch immer geringer werden, je weiter man in die Zukunft schaut.

...und letztlich ist der Mensch auch nur eine Art von vielen, sogar eine, die noch nicht einmal sonderlich alt ist und deren Gattungsgenossen mittlerweile allesamt ausgestorben sind. Rein statistisch gesehen sehen die Chancen unserer Art die naechste Million Jahre zu ueberleben nicht allzu gut aus. Es gibt genetische Befunde, die nahelegen, dass Homo sapiens in seiner jungen Geschichte schon einmal kurz vor dem Aussterben stand. Ob wir das naechste Mal noch einmal soviel Glueck haben werden?


Es mag ja schoen sein, davon zu träumen wie die Menschheit in 1, 10 oder 100 Millionen Jahren wohl aussehen wird, die wahrscheinlichste Variante ist aber, dass es dann gar keine direkten Nachfahren des Menschen mehr geben wird.
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kereng
Privateer



Anmeldungsdatum: 12.12.2006
Beiträge: 2568
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#2157291) Verfasst am: 14.11.2018, 08:54    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
...und letztlich ist der Mensch auch nur eine Art von vielen, sogar eine, die noch nicht einmal sonderlich alt ist und deren Gattungsgenossen mittlerweile allesamt ausgestorben sind. Rein statistisch gesehen sehen die Chancen unserer Art die naechste Million Jahre zu ueberleben nicht allzu gut aus.

Die Gattungsgenossen wie Homo erectus und Neanderthaler sind nicht ausgestorben, sondern mit der Sapiens-Linie verschmolzen oder schlimmstenfalls von ihr verdrängt worden. Deine Statistik ist so, als würdest du beim Fußballpokal beobachten, dass ständig Mannschaften ausscheiden, und daraus schließen, dass keine den Pokal gewinnen wird.
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Ahriman
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Anmeldungsdatum: 31.03.2006
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Beitrag(#2157306) Verfasst am: 14.11.2018, 13:22    Titel: Antworten mit Zitat

smallie hat folgendes geschrieben:
Ich bezweifle, daß der Mensch so bald ausstirbt. Bin mir aber ziemlich sicher, daß der Mensch des Jahres 2 500 000 AD anders aussehen wird.

Glaub ich nicht. Abweichler haben doch keine Chancen. Was ist aus den Kindern begabter Menschen gworden, so sie überhaupt welche hatten? Nix.
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Grey
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Anmeldungsdatum: 07.03.2018
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Beitrag(#2157366) Verfasst am: 15.11.2018, 17:40    Titel: Antworten mit Zitat

smallie hat folgendes geschrieben:
Ich bezweifle, daß der Mensch so bald ausstirbt. Bin mir aber ziemlich sicher, daß der Mensch des Jahres 2 500 000 AD anders aussehen wird.

Das Jahr 2.500.000 ist für dich also so bald?
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sponor
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Anmeldungsdatum: 16.05.2008
Beiträge: 1690
Wohnort: München

Beitrag(#2157406) Verfasst am: 16.11.2018, 11:06    Titel: Antworten mit Zitat

Man kann auch ("astrobiologisch" mit etwas Bayes) argumentieren, dass wir alle sogar ziemlich bald austerben werden, s. dieses Paper, und das gründlich.

Ist auch, äh, selbstreferenzieller, auf deutsch hier kurz dargestellt.
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Lebensnebel
Sozial-Zombie



Anmeldungsdatum: 06.02.2016
Beiträge: 2542

Beitrag(#2157430) Verfasst am: 16.11.2018, 18:21    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
Ich fürchte, es wird nicht so einfach sein mit dem totalen Verschwinden der Menschheit.


Ganz einfach: Du musst nur von einem Hochhaus springen - und schon ist sie weg. Für Dich ganz allein!


Ja, so ein Hochhaus löst alle Probleme. Es ist das Flugzeug des kleinen Mannes.
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smallie
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Anmeldungsdatum: 02.04.2010
Beiträge: 2925

Beitrag(#2157433) Verfasst am: 16.11.2018, 19:47    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
smallie hat folgendes geschrieben:

Haltet mich für durchgeknallt, aber ernsthaft, der Gedanke ist für mich ein Baustein einer quasi-religiösen, säkularen Spiritualität. Religion heißt Rückbindung, wenn ich mich nicht irre. Wenige Ideen transportieren eine stärkere Rückbindung, als dieser Gedanke der ununterbrochenen Abstammung. Die Schicksale und die Zufälle, die sich aufreihen mußten, damit wir heute hier so zusammen sitzen oder schreiben. Ist übrigens nicht schwärmerisch gemeint, Hauen, Stechen und Fressen gehörte ebenso dazu, wie teilen und - neuerdings, bei den Homo - Zärtlichkeit.


Ich will dir da ja nicht reingrätschen, aber wäre die Geschichte anders verlaufen, säßen eben andere beim Bier zusammen.

Nur zu, ich bitte darum, sonst ist's ja langweilig. zwinkern


Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Den Gedankenfehler hat schon Hoimar von Ditfurth auseinandergenommen, als er nach der Wahrscheinlichkeit fragte, daß eine Dachpfanne, die vom Dach segelt, noch einmal in der gleichen Art auf dem Boden zerdeppert. Wahrscheinlichkeit vermutlich nahe an null. Was aber eben nicht bedeutet, daß Dachpfannen eigentlich nicht kaputtfallen können. zwinkern

Als Argument gegen kreationistisch motivierte Unwahrscheinlichkeitsüberlegungen ist das in Ordnung. Darüberhinaus habe ich Zweifel.

Um im Bild zu bleiben: wie eine Dachpfanne zerdeppert ist nicht entscheidend, solange sie keinem auf den Kopf fällt. Das gilt auch für Asteroiden und Dinosaurier.
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smallie
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Anmeldungsdatum: 02.04.2010
Beiträge: 2925

Beitrag(#2157434) Verfasst am: 16.11.2018, 19:48    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
smallie hat folgendes geschrieben:
Ich bezweifle, daß der Mensch so bald ausstirbt. Bin mir aber ziemlich sicher, daß der Mensch des Jahres 2 500 000 AD anders aussehen wird.


Klar. Die Frage ist, welche Fähigkeiten die Nachfahren bewahren, ausbauen oder verlieren.


Dass Arten ohne direkte Nachfahren aussterben, ist eher die Regel als die Ausnahme. Nur wenige Arten schaffen es sich immer wieder durch Weiterentwicklung so anzupassen, dass auch sehr langfristig immer noch direkte Nachfahren vorhanden sind. Meist fächern sich diese "Erfolgsmodelle der Evolution" irgendwann auf und produzieren viele Nachfolgearten, waehrend die meisten anderen Arten aus deren Zeit irgendwann als blinder Ast am Stammbaum des Lebens enden. Alle heute existierenden Arten gehen auf vergleichsweise wenig direkte Vorfahren zurueck, je weiter man zurückgeht, desto weniger.

Wenn ich an die diversen Massenaussterben denke, muß ich dir recht geben. Das habe ich übersehen.



beachbernie hat folgendes geschrieben:
...und letztlich ist der Mensch auch nur eine Art von vielen, sogar eine, die noch nicht einmal sonderlich alt ist und deren Gattungsgenossen mittlerweile allesamt ausgestorben sind.

Rein statistisch gesehen sehen die Chancen unserer Art die naechste Million Jahre zu ueberleben nicht allzu gut aus.

Stimmt die Ableitung auch für Krokodile?

Statistik führt gerne mal in die Irre. Da fällt mir die Geschichte des Mathematikers ein, der eine Bombe in ein Flugzeug schmuggeln wollte. Er wurde erwischt und zur Rede gestellt, worauf er sagte, "Ich hab's ausgerechnet. Die Wahrscheinlichkeit für zwei Bomben in einem Flugzeug ist praktisch null!"



beachbernie hat folgendes geschrieben:
Es gibt genetische Befunde, die nahelegen, dass Homo sapiens in seiner jungen Geschichte schon einmal kurz vor dem Aussterben stand.

Eine Sache verstehe ich dabei nicht. Homo heidelbergensis/Neanderthaler/Denisova-Mensch hat während dieser Zeit in Europa und Asien überlebt. Die hätten auch in Afrika überleben können, oder? Wären die Afrikaner samt und sonders ausgestorben, säßen heute, um Marcellinus Formulierung aufzugreifen, die heidelbergensis beieinander.


Wie läßt sich unterscheiden, ob

    a) Homo sapiens vor 200 000 Jahren entstand und vor 80 000 Jahren durch einen Flaschenhals von wenigen tausend Individuen ging.
    b) Homo sapiens vor 80 000 entstand, in einer Gruppe von wenigen tausend Individuen.




beachbernie hat folgendes geschrieben:
Ob wir das naechste Mal noch einmal soviel Glueck haben werden?

Überzeugende Weltuntergangsszenarien sind rar. Denke ich.

    - "nukularer" Showdown. Meh. Irgendwie letztes Jahrtausend.

    - Klimakatastrophe. In Grönland, Sibirien, Nordkanada, Feuerland oder der Antarktis werden's die Menschen schon aushalten. (Wer langfristig investieren will und an den Klimawandel glaubt, sollte schon heute ein Grundstück dort erwerben, bevor sich das herumspricht. Pfeifen )

    - Eine Seuche. Naja. Wenn eine Seuche die Menschheit ausrottet, hat sie sich selbst ausgerottet. Hoffentlich ist die Seuche vernünftig.

    - Robocalypse. Selbstreplizierende Automaten vermehren sich unkontrolliert. Naja, ist nix Neues. Selbstreplizierende Automaten (=Leben) gibt es seit knapp 4 Milliarden Jahren. Sollen die KI-Roboter erst mal lernen, notfalls mit eigener Energieversorgung autark zu leben. Die Menschheit überlebt einen Rückfall in die Barbarei, KI-Roboter nicht.

    - Mega-Asteroideneinschlag. Lasse ich gelten. Ist aber rar.


Gegenbeispiele?
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smallie
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Anmeldungsdatum: 02.04.2010
Beiträge: 2925

Beitrag(#2157435) Verfasst am: 16.11.2018, 19:56    Titel: Antworten mit Zitat

Grey hat folgendes geschrieben:
smallie hat folgendes geschrieben:
Ich bezweifle, daß der Mensch so bald ausstirbt. Bin mir aber ziemlich sicher, daß der Mensch des Jahres 2 500 000 AD anders aussehen wird.

Das Jahr 2.500.000 ist für dich also so bald?

Lachen Erwischt. Das ist ungefähr die Zeitspanne, seit dem es "den Menschen" gibt.

Ich red' mich mit den Worten Neil Armstrongs heraus. "Eine lange Zeitspanne für einen Menschen, aber eine kurze für die Menschheit."
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 40930
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2157443) Verfasst am: 16.11.2018, 23:40    Titel: Antworten mit Zitat

smallie hat folgendes geschrieben:



beachbernie hat folgendes geschrieben:
Ob wir das naechste Mal noch einmal soviel Glueck haben werden?

Überzeugende Weltuntergangsszenarien sind rar. Denke ich.

    - "nukularer" Showdown. Meh. Irgendwie letztes Jahrtausend.

    - Klimakatastrophe. In Grönland, Sibirien, Nordkanada, Feuerland oder der Antarktis werden's die Menschen schon aushalten. (Wer langfristig investieren will und an den Klimawandel glaubt, sollte schon heute ein Grundstück dort erwerben, bevor sich das herumspricht. Pfeifen )

    - Eine Seuche. Naja. Wenn eine Seuche die Menschheit ausrottet, hat sie sich selbst ausgerottet. Hoffentlich ist die Seuche vernünftig.

    - Robocalypse. Selbstreplizierende Automaten vermehren sich unkontrolliert. Naja, ist nix Neues. Selbstreplizierende Automaten (=Leben) gibt es seit knapp 4 Milliarden Jahren. Sollen die KI-Roboter erst mal lernen, notfalls mit eigener Energieversorgung autark zu leben. Die Menschheit überlebt einen Rückfall in die Barbarei, KI-Roboter nicht.

    - Mega-Asteroideneinschlag. Lasse ich gelten. Ist aber rar.


Gegenbeispiele?



Du weisst, dass wir z.Z. mitten drin sind in einem der größten Massenartensterben, die unser Planet je gesehen hat?


Was macht Dich eigentlich so sicher, dass ausgerechnet Homo sapiens das überleben wird?


Vielleicht weil wir Menschen so furchtbar schlau sind, dass uns schon rechtzeitig irgendwas einfallen wird? Ich habe da meine Zweifel. Wenn die Menschheit so schlau waere, dann waeren wir jetzt nicht mittendrin in diesem Schlamassel.


Ich sehe das anders. Unsere Intelligenz stellt eine Extremanpassung dar, so wie das Übergroße Geweih einer ausgestorbenen Hirschart. Oder die Reißzähne des Saebelzahntigers. Es gibt da noch ein paar andere Beispiele von Arten mit solchen Extremanpassungen, denen allerdings eines gemeinsam ist. Sie sind allesamt ausgestorben!

Und das ist kein Zufall. Zu den Gewinnern der Evolution zählen vor allem relativ unscheinbare, wenig spezialisierte Arten, waehrend hochspezialisierte Arten mit Extremanpassungen meist in den Sackgassen der Evolution anzutreffen sind.


Na wenn das mal kein schlechtes Omen ist... Sehr glücklich


Ich wünsche allerseits viel Spass beim Aussterben. Es wird ja wohl hoffentlich noch 'ne Weile dauern. zwinkern
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Lebensnebel
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Anmeldungsdatum: 06.02.2016
Beiträge: 2542

Beitrag(#2157446) Verfasst am: 16.11.2018, 23:55    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:



Ich sehe das anders. Unsere Intelligenz stellt eine Extremanpassung dar, so wie das Übergroße Geweih einer ausgestorbenen Hirschart. Oder die Reißzähne des Saebelzahntigers. Es gibt da noch ein paar andere Beispiele von Arten mit solchen Extremanpassungen, denen allerdings eines gemeinsam ist. Sie sind allesamt ausgestorben!



Hört sich nicht besonders überzeugend an. Intelligenz ist eine Extremanpassung an alle Lebensräume. Menschen gibt es überall und Menschen fressen alles.

Wenn das große Gehirn dem Menschen zum Verhängnis wird, dann auf andere Weise. Er könnte kraft seiner Intelligenz die totale Sinnlosigkeit des Daseins durchschauen und aus Betrübnis darüber die Fortpflanzung einstellen. Das halte ich allerdings für unwahrscheinlich.
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smallie
Mädchen.



Anmeldungsdatum: 02.04.2010
Beiträge: 2925

Beitrag(#2157464) Verfasst am: 17.11.2018, 16:41    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
smallie hat folgendes geschrieben:
Überzeugende Weltuntergangsszenarien sind rar. Denke ich.

<schnipp>

Gegenbeispiele?


Du weisst, dass wir z.Z. mitten drin sind in einem der größten Massenartensterben, die unser Planet je gesehen hat?

Ja, war in der Ausstellung zum Anthropozän.

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Was macht Dich eigentlich so sicher, dass ausgerechnet Homo sapiens das überleben wird?

Ich lasse mich jederzeit von einem plausiblen Szenario überzeugen. zwinkern


beachbernie hat folgendes geschrieben:
Vielleicht weil wir Menschen so furchtbar schlau sind, dass uns schon rechtzeitig irgendwas einfallen wird? Ich habe da meine Zweifel. Wenn die Menschheit so schlau waere, dann waeren wir jetzt nicht mittendrin in diesem Schlamassel.

Eigentlich halte ich den Menschen nicht für so furchtbar schlau. Gut im assoziativen Denken - ich könnte auch Klischeedenken sagen, weniger gut im formal-logischen.


beachbernie hat folgendes geschrieben:
Ich sehe das anders. Unsere Intelligenz stellt eine Extremanpassung dar, so wie das Übergroße Geweih einer ausgestorbenen Hirschart. Oder die Reißzähne des Saebelzahntigers. Es gibt da noch ein paar andere Beispiele von Arten mit solchen Extremanpassungen, denen allerdings eines gemeinsam ist. Sie sind allesamt ausgestorben!

Jetzt muß ich den fwo geben:

Die Intelligenz alleine macht es nicht aus. Treffen wir uns morgen im australischen Outback, so sind wir in einer Woche tot. Außer einige Aborigines gabeln uns auf und verraten uns ihre kulturell tradierten Überlebenstricks.


beachbernie hat folgendes geschrieben:
Und das ist kein Zufall. Zu den Gewinnern der Evolution zählen vor allem relativ unscheinbare, wenig spezialisierte Arten, waehrend hochspezialisierte Arten mit Extremanpassungen meist in den Sackgassen der Evolution anzutreffen sind.

Hochspezialisiert - kommt drauf an, wie man das verstehen will. Ich würd's eher so verstehen: auf eine schmale Nische angewiesen, auf einen bestimmten Wirt oder eine bestimmte Nahrungsquelle. So gesehen wäre der Mensch ein Allrounder. Es gibt nur wenige Plätze auf der Erde, die nicht von Menschen besiedelt wurden. Wüsten, Eiswüsten und Hochgebirge. Und sogar dort wird es die eine oder andere Ausnahme geben.


beachbernie hat folgendes geschrieben:
Ich wünsche allerseits viel Spass beim Aussterben. Es wird ja wohl hoffentlich noch 'ne Weile dauern. zwinkern

Amen.



Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
Wenn das große Gehirn dem Menschen zum Verhängnis wird, dann auf andere Weise. Er könnte kraft seiner Intelligenz die totale Sinnlosigkeit des Daseins durchschauen und aus Betrübnis darüber die Fortpflanzung einstellen. Das halte ich allerdings für unwahrscheinlich.

Oder man kann den Dingen einen Sinn geben.


Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
Das halte ich allerdings für unwahrscheinlich.

Im Atlantic war gerade zu lesen, daß Kids heute später und weniger Sex haben, als noch vor einer Generation. Geschockt Geht schon los. zwinkern
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Ahriman
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Beitrag(#2157516) Verfasst am: 18.11.2018, 13:29    Titel: Antworten mit Zitat

smallie hat folgendes geschrieben:
Im Atlantic war gerade zu lesen, daß Kids heute später und weniger Sex haben, als noch vor einer Generation.

Mit stetig zunehmender Bevölkerungsdichte wird es halt immer schwieriger, einen ungestörten Platz zum Bumsen zu finden. Im Auto ist es dasselbe: Es gibt keine geeigneten Parkplätze, überall steht schon ne Karre rum. Da könnte das selbstfahrende Auto weiterhelfen.
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smallie
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Anmeldungsdatum: 02.04.2010
Beiträge: 2925

Beitrag(#2157529) Verfasst am: 18.11.2018, 18:18    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
smallie hat folgendes geschrieben:
Errm, jetzt kommt mir gerade Queen in den Sinn.


Beim überfliegen deines Textes habe ich gedacht, Du würdest die Queen als Beispiel für Unsterblichkeit anführen. : P

Mit der Frau wird eine Ära zu Ende gehen. Von der Luftschlacht um England bis zum Brexit.

Äußerst bedauerlich ist, daß die CSU und die Kommunistischen Partei Chinas sie überleben werden. *räusper*
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smallie
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Beiträge: 2925

Beitrag(#2157531) Verfasst am: 18.11.2018, 18:26    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
smallie hat folgendes geschrieben:
Ich bezweifle, daß der Mensch so bald ausstirbt. Bin mir aber ziemlich sicher, daß der Mensch des Jahres 2 500 000 AD anders aussehen wird.


Klar. Die Frage ist, welche Fähigkeiten die Nachfahren bewahren, ausbauen oder verlieren.

Was wir verlieren, dazu bin ich nicht mehr gekommen. zwinkern


Wir leben in einer Zeit von Umwälzungen. Ging mit Eisenbahn und Medizin so richtig los. Die Menschheit ist rasend schnell gewachsen, das ist eine Situation weitab eines Gleichgewichtes. Was es schwierig macht, daß sich die Dinge zur Zufriedenheit aller einpendeln können.

Das weltweite Bevölkerungswachstum nimmt inzwischen ab, hier ist wohl bald ein Gleichgewicht erreicht. Industrialisierung begann in Europa, und breitet sich nun allmählich über die Welt aus. Irgendwann wird es kein Gefälle zwischen den Nationen und ihren Volkswirtschaften mehr geben, das auf 150 Jahre späterer Industrialisierung etc. beruht. Die Lebensverhältnisse werden sich angleichen und die Karten neu gemischt.

Wie das aussehen wird? Weiß nicht. Zu weiteren technischen Umwälzungen wage ich keine Vorhersage.

Laß mich noch etwas naives sagen. Einige bis zum Klischee idealisierte Gesellschaftsentwürfe gegenübergestellt:

    - Konfuzianisch/kollektiv, wie in China.
    - Merkantil/pluralistisch
    - authoritärer Machokult, wie in Brasilien oder auf den Philippinen

Ich denke, daß eine pluralistische Gesellschaft, in der eine Vielzahl von Ideen nebeneinander stehen, die vitalere und auch stabilere Gesellschaft ist. Monokulturen sind anfällig. Oder vielleicht gar so: mach deine Bürger glücklich, dann hast du im globalen Wettbewerb die Nase vorn.

(Übrigens mag ich die Rhetorik des globalen Wettbewerbs nicht, ist mir 'rausgerutscht. Handel ist kein Nullsummenspiel. Außerdem fehlt in einer durch-globalisierten Welt der Anreiz, Waren auf der anderen Seite der Welt herzustellen, weil dort die Kosten niedriger sind. Eine angeglichene Welt bietet die Chance, wieder mehr lokal zu denken.)

Das Naive daran: die sogenannten westlichen Werte haben sich bisher nicht gerade als der große Exportschlager herausgestellt, bisweilen bleiben sie auch in unserer Hemisphäre nur Floskeln.
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zelig
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Beitrag(#2157704) Verfasst am: 20.11.2018, 20:29    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe an längere Zeiträume gedacht. Sind unsere Nachfahren Elois oder Morlocks? : )
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DonMartin
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Beitrag(#2157708) Verfasst am: 20.11.2018, 20:55    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Ich habe an längere Zeiträume gedacht. Sind unsere Nachfahren Elois oder Morlocks? : )

Gibt's jetzt schon:
http://eloy-legacy.com/eloy.php?Lang=de
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smallie
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Beitrag(#2158537) Verfasst am: 30.11.2018, 20:55    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Ich habe an längere Zeiträume gedacht.

Das ist mir kurz nachdem ich den Beitrag abgeschickte hatte auch aufgefallen. Pfeifen

"Gefälle" soll der rote Faden sein.


zelig hat folgendes geschrieben:
Sind unsere Nachfahren Elois oder Morlocks? : )

Kurzer Exkurs zu den Nachfahren.

Wenn ich dem britischen Premierminister Benjamin Disraeli folge, betrifft das auch vergangene Zeiten. Er schrieb 1845 in einem "sozialpolitischen Roman" von den zwei Nationen, die das Vereinigte Königreich bewohnten, nämlich die Armen und die Reichen.

Disraeli hat folgendes geschrieben:
Two nations; between whom there is no intercourse and no sympathy; who are as ignorant of each other's habits, thoughts, and feelings, as if they were dwellers in different zones, or inhabitants of different planets; who are formed by a different breeding, are fed by a different food, are ordered by different manners, and are not governed by the same laws . . . . THE RICH AND THE POOR.

https://www.goodreads.com/quotes/7175553-two-nations-between-whom-there-is-no-intercourse-and-no


Ich wette einen Fünfer, daß das eine Inspiration für H.G. Wells war. Soviel nebenbei gesagt.



Einfach drauflos fabuliert, was Elois und Morlocks hervorbringen könnte. Gesucht ist ein "Gefälle" oder ein "Scheidepunkt", an dem sich die Menschheit in zwei Teile spaltet.

- soziale Trennung durch extremes Kastenwesen. Die Reichen und Mächtigen bleiben unter sich, leben in gated communities, in abgeriegelten Wohngebieten und heiraten nur untereinander. Wenn man das einige hunderttausend Jahre durchzieht. Halte ich für sehr unwahrscheinlich, soweit es nicht unter folgendes fällt.

- räumliche Trennung, weil der Mond oder der Mars besiedelt wurde.

- technische Ursachen. Was Gentechnik zu leisten vermag ist noch offen. Prinzipiell ist es möglich, das Genom zu verändern, indem ein Virus neue DNA in die Zellen schleust. WUrde bei Affen gemacht, um ihr Farbsehen wieder herzustellen.

Heute hätte man Vorbehalte gegen eine Anwendung beim Menschen, aber mit den Möglichkeiten wachsen die Ansprüche. Wie wär's mit einer Modifikation, die Menschen ein Gift gegen die Malaria-Mücke produzieren läßt? Wie mit einer Modifikation, die gegen die zunehmende Kurzsichtigkeit in Asien hilft? Es braucht nur eine "Killeranwendung", die alle haben wollen, dann ist es mit den Vorbehalten vorbei.

Spekulativ, aber nicht abwegig, könnten sich manche Modifikationen als inkompatibel herausstellen. Insbesondere dann, wenn es großräumige, kulturelle Unterschiede bei den bevorzugten Modifikationen gibt.

Gleiches gilt für Mensch-Maschine-Schnittstellen. Da ist dann der Apple-Adapter inkompatibel mit dem Open Source GNU-Think. In China hast du sowieso keine Wahl, wenn du das staatliche Produkt nicht willst, gibt es eben gar keins.

Weiter könnte eine nicht unbedeutende Zahl von Menschen auf diesen Zug nicht aufspringen wollen. Wenn zum Beispiel die Amischen für die nächsten 500 000 Jahre amisch bleiben, haben wir zwei menschliche Arten auf dem Planeten.
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sehr gut
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Beitrag(#2158543) Verfasst am: 30.11.2018, 21:29    Titel: Antworten mit Zitat

smallie hat folgendes geschrieben:

Wie mit einer Modifikation, die gegen die zunehmende Kurzsichtigkeit in Asien hilft?

Gibts schon, nennt sich Licht, Tageslicht.
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zelig
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Beiträge: 23694

Beitrag(#2158588) Verfasst am: 01.12.2018, 11:44    Titel: Antworten mit Zitat

smallie hat folgendes geschrieben:
Einfach drauflos fabuliert, was Elois und Morlocks hervorbringen könnte. Gesucht ist ein "Gefälle" oder ein "Scheidepunkt", an dem sich die Menschheit in zwei Teile spaltet.


Ich schätze, daß der menschliche Genpool langfristig konvergiert. (Kann man das so sagen?)
Und falls er das nicht tut, könnte einerseits der Rückfall in vorindustrielle Gesellschaften der Grund dafür sein.
Oder andereseits eine Krankheit namens Rassismus, die mit dem Fiebertraum von Reinrassigkeit um sich greift. Ich kann es mir zwar nicht vorstellen, aber wer weiß. Die halbe Welt ist ja verrückt geworden.
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smallie
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Beitrag(#2158593) Verfasst am: 01.12.2018, 12:27    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
smallie hat folgendes geschrieben:

Wie mit einer Modifikation, die gegen die zunehmende Kurzsichtigkeit in Asien hilft?

Gibts schon, nennt sich Licht, Tageslicht.

Das ist die Erklärung, die ich auch kenne.

Weiter wird das auf langen Schulunterricht zurückgeführt. Weiß nicht, ob's stimmt.
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