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Sklaverei
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 40193
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2144375) Verfasst am: 25.07.2018, 18:24    Titel: Antworten mit Zitat

Grey hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/kuwait-instagram-influencerin-sondos-alqattan-und-die-ausbeutung-a-1219966.html
Zitat:

In Kuwait arbeiten 250.000 philippinische Hausangestellte. Künftig kriegen sie einen Tag in der Woche frei. Instagram-Star Sondos Alqattan passt das gar nicht. Damit hat sie am Golf eine Debatte ausgelöst.


Zitat:
"Noch schlimmer ist, dass sie jede Woche einen freien Tag kriegen. Einen freien Tag jede Woche", ereiferte sich Alqattan mit erhobenem Zeigefinger. "Ich würde mir kein philippinisches Hausmädchen mehr holen. Sie würde nur sechs Tage die Woche arbeiten und bekäme vier Tage im Monat frei."


Geschockt Was für eine...


Die ist wohl die "Paris Hilton" unter den kuwaitischen Sklavenhaltern. Solange es Leute gibt, die so einer auch noch auf Fakebook/Instantkram folgen. Mit den Augen rollen


Vielleicht heiratet die ja einen von Trumps Söhnen. Die Tussi wuerde ganz prima in diese Familie reinpassen. zynisches Grinsen
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DonMartin
registrierter User



Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 5132

Beitrag(#2144411) Verfasst am: 25.07.2018, 21:25    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/kuwait-instagram-influencerin-sondos-alqattan-und-die-ausbeutung-a-1219966.html
Zitat:

In Kuwait arbeiten 250.000 philippinische Hausangestellte. Künftig kriegen sie einen Tag in der Woche frei. Instagram-Star Sondos Alqattan passt das gar nicht. Damit hat sie am Golf eine Debatte ausgelöst.


Wie muss ich mir das vorstellen,
kuwaitische Piraten suchen die philippinischen Küsten heim,
rauben junge Mädchen und verschleppen sie in die Sklaverei nach Kuwait?
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Alchemist
Luminous beings are we, not this crude matter.



Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 21732
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#2144442) Verfasst am: 26.07.2018, 07:43    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/kuwait-instagram-influencerin-sondos-alqattan-und-die-ausbeutung-a-1219966.html
Zitat:

In Kuwait arbeiten 250.000 philippinische Hausangestellte. Künftig kriegen sie einen Tag in der Woche frei. Instagram-Star Sondos Alqattan passt das gar nicht. Damit hat sie am Golf eine Debatte ausgelöst.


Wie muss ich mir das vorstellen,
kuwaitische Piraten suchen die philippinischen Küsten heim,
rauben junge Mädchen und verschleppen sie in die Sklaverei nach Kuwait?


Was bist du wieder lustig Mit den Augen rollen
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"Does anybody remember laughter?"
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 36027
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2171547) Verfasst am: 21.03.2019, 22:07    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/kuwait-instagram-influencerin-sondos-alqattan-und-die-ausbeutung-a-1219966.html
Zitat:

In Kuwait arbeiten 250.000 philippinische Hausangestellte. Künftig kriegen sie einen Tag in der Woche frei. Instagram-Star Sondos Alqattan passt das gar nicht. Damit hat sie am Golf eine Debatte ausgelöst.


Wie muss ich mir das vorstellen,
kuwaitische Piraten suchen die philippinischen Küsten heim,
rauben junge Mädchen und verschleppen sie in die Sklaverei nach Kuwait?

Die machen das freiwillig fürs Geld.

Das hat es früher hier auch gegeben.
Meine Eltern waren beide Hausangestellten. Die haben sich kennengelernt, als sie die Kindern von ihren jeweiligen Arbeitgeber zur Schule brachten.
Das ist allerdings 80 Jahr her.
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Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

Grenzen geben einem die Illusion, das Böse kommt von draußen
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 40193
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2171557) Verfasst am: 21.03.2019, 23:44    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/kuwait-instagram-influencerin-sondos-alqattan-und-die-ausbeutung-a-1219966.html
Zitat:

In Kuwait arbeiten 250.000 philippinische Hausangestellte. Künftig kriegen sie einen Tag in der Woche frei. Instagram-Star Sondos Alqattan passt das gar nicht. Damit hat sie am Golf eine Debatte ausgelöst.


Wie muss ich mir das vorstellen,
kuwaitische Piraten suchen die philippinischen Küsten heim,
rauben junge Mädchen und verschleppen sie in die Sklaverei nach Kuwait?

Die machen das freiwillig fürs Geld.

Das hat es früher hier auch gegeben.
Meine Eltern waren beide Hausangestellten. Die haben sich kennengelernt, als sie die Kindern von ihren jeweiligen Arbeitgeber zur Schule brachten.
Das ist allerdings 80 Jahr her.



Meine Urgrossmutter hatte es im Alter von 15 Jahren zu einer "Dienstherrschaft" verschlagen. Ihre Eltern legten ihr dies nahe, damit ein Esser weniger im Haus war. Da kam sie erst 6 Jahre spaeter wieder raus als sie einen Eisenbahner heiratete. Sie erzählte mir so Einiges ueber diese Zeit als sie den ganzen Tag malochen musste, im Wesentlichen fuer "Kost und Logie". Dabei hatte sie noch Glueck. Ihre "Herrschaften" behandelten sie relativ anständig und "gewährten" ihr sogar ein verhaeltnismaessig großzügiges Taschengeld.

So erging es nicht wenigen aus den unteren sozialen Schichten im Deutschland des 19. Jahrhunderts. Ohne jede arbeitsrechtliche Absicherung oder gar Tarifvertrag waren diese Leute ihren Arbeitgebern auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Sexueller Missbrauch der weit überwiegend weiblichen Hausangestellten kam häufig vor und endete zumeist damit, dass das "liederliche Hausmädchen" aus dem Haus gejagt wurde und sich dann auf der Strasse, oft als Prostituierte wiederfand.


Wenn man sich das überlegt.....solange ist es eigentlich gar nicht her, dass in Deutschland kuwaitische Verhältnisse herrschten.
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fwo
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Beitrag(#2171561) Verfasst am: 22.03.2019, 01:56    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
...
Wenn man sich das überlegt.....solange ist es eigentlich gar nicht her, dass in Deutschland kuwaitische Verhältnisse herrschten.

Ja. Und wir haben das hinter uns lassen können, weil das Vergleichbare zur Scharia schon sehr viel länger her war, schätzungsweise 400 Jahre.

Auf der anderen Seite gibt es "kuwaitische Verhältnisse" noch heute in Deutschland - in den Botschaften dieser Länder - auch ein schon lange bekanntes Problem.
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

The skills you use to produce the right answer are exactly the same skills you use to evaluate the answer. Isso.

Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Beitrag(#2171563) Verfasst am: 22.03.2019, 04:00    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
...
Wenn man sich das überlegt.....solange ist es eigentlich gar nicht her, dass in Deutschland kuwaitische Verhältnisse herrschten.

Ja. Und wir haben das hinter uns lassen können, weil das Vergleichbare zur Scharia schon sehr viel länger her war, schätzungsweise 400 Jahre.

Auf der anderen Seite gibt es "kuwaitische Verhältnisse" noch heute in Deutschland - in den Botschaften dieser Länder - auch ein schon lange bekanntes Problem.



...und die Amis sind auf dem allerbesten Weg sowas, ganz ohne "Scharia", wieder einzuführen.

Kleiner Tip.....meinst Du nicht auch, das dieses Phänomen vielleicht mehr mit extremer ökonomischer Ungleichheit zu tun haben koennte als mit "Scharia"? Winken

In Kuwait speziell dem extremen Oelreichtum, von dem relativ wenige richtig dick profitieren, die sich dadurch ermächtigt fuehlen andere, ärmere Menschen quasi zu ihrem Hausrat zu zählen?
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fwo
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Beitrag(#2171570) Verfasst am: 22.03.2019, 09:57    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
...
Wenn man sich das überlegt.....solange ist es eigentlich gar nicht her, dass in Deutschland kuwaitische Verhältnisse herrschten.

Ja. Und wir haben das hinter uns lassen können, weil das Vergleichbare zur Scharia schon sehr viel länger her war, schätzungsweise 400 Jahre.

Auf der anderen Seite gibt es "kuwaitische Verhältnisse" noch heute in Deutschland - in den Botschaften dieser Länder - auch ein schon lange bekanntes Problem.



...und die Amis sind auf dem allerbesten Weg sowas, ganz ohne "Scharia", wieder einzuführen.

Kleiner Tip.....meinst Du nicht auch, das dieses Phänomen vielleicht mehr mit extremer ökonomischer Ungleichheit zu tun haben koennte als mit "Scharia"? Winken

In Kuwait speziell dem extremen Oelreichtum, von dem relativ wenige richtig dick profitieren, die sich dadurch ermächtigt fuehlen andere, ärmere Menschen quasi zu ihrem Hausrat zu zählen?

Das mag es auch geben, ansonsten: Schlag nach bei Wiki, denn da steht was drin.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Beitrag(#2171607) Verfasst am: 22.03.2019, 17:38    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
...
Wenn man sich das überlegt.....solange ist es eigentlich gar nicht her, dass in Deutschland kuwaitische Verhältnisse herrschten.

Ja. Und wir haben das hinter uns lassen können, weil das Vergleichbare zur Scharia schon sehr viel länger her war, schätzungsweise 400 Jahre.

Auf der anderen Seite gibt es "kuwaitische Verhältnisse" noch heute in Deutschland - in den Botschaften dieser Länder - auch ein schon lange bekanntes Problem.



...und die Amis sind auf dem allerbesten Weg sowas, ganz ohne "Scharia", wieder einzuführen.

Kleiner Tip.....meinst Du nicht auch, das dieses Phänomen vielleicht mehr mit extremer ökonomischer Ungleichheit zu tun haben koennte als mit "Scharia"? Winken

In Kuwait speziell dem extremen Oelreichtum, von dem relativ wenige richtig dick profitieren, die sich dadurch ermächtigt fuehlen andere, ärmere Menschen quasi zu ihrem Hausrat zu zählen?

Das mag es auch geben, ansonsten: Schlag nach bei Wiki, denn da steht was drin.


Voellig klar. fuer Dich ist natuerlich an allem der Islam schuld.

Tut mir leid fuer Dich aber ich kann Deine selektive Wahrnehmung leider nicht kurieren. Sehr glücklich
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fwo
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Beitrag(#2171621) Verfasst am: 22.03.2019, 19:11    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
...
Wenn man sich das überlegt.....solange ist es eigentlich gar nicht her, dass in Deutschland kuwaitische Verhältnisse herrschten.

Ja. Und wir haben das hinter uns lassen können, weil das Vergleichbare zur Scharia schon sehr viel länger her war, schätzungsweise 400 Jahre.

Auf der anderen Seite gibt es "kuwaitische Verhältnisse" noch heute in Deutschland - in den Botschaften dieser Länder - auch ein schon lange bekanntes Problem.



...und die Amis sind auf dem allerbesten Weg sowas, ganz ohne "Scharia", wieder einzuführen.

Kleiner Tip.....meinst Du nicht auch, das dieses Phänomen vielleicht mehr mit extremer ökonomischer Ungleichheit zu tun haben koennte als mit "Scharia"? Winken

In Kuwait speziell dem extremen Oelreichtum, von dem relativ wenige richtig dick profitieren, die sich dadurch ermächtigt fuehlen andere, ärmere Menschen quasi zu ihrem Hausrat zu zählen?

Das mag es auch geben, ansonsten: Schlag nach bei Wiki, denn da steht was drin.


Voellig klar. fuer Dich ist natuerlich an allem der Islam schuld.

Tut mir leid fuer Dich aber ich kann Deine selektive Wahrnehmung leider nicht kurieren. Sehr glücklich

Ich habe nicht geschrieben, was da steht.

Du kannst also höchstens meinen, dass Deine selektive Wahrnehmung durch den Inhalt von Wikipedia gestört wird.
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Tarvoc
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Beitrag(#2171623) Verfasst am: 22.03.2019, 19:20    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Das mag es auch geben, ansonsten: Schlag nach bei Wiki, denn da steht was drin.

Voellig klar. fuer Dich ist natuerlich an allem der Islam schuld.

Es soll ja Leute geben, für die der Islam an gar nichts schuld ist...
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Und das Lamm öffnete das dritte Siegel. Und ein weißes Pferd erschien, und der auf ihm saß, trug ein braunes Gewand mit den Zeichen des Gesetzes. Und er trug ein Pergament, auf dem war der Buchstabe Kaph. Und ich hörte eine Stimme: "Für dieses Wort zwei Taler und für dieses Lied drei Taler. Das Logo aber rühre nicht an!"
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beachbernie
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Beitrag(#2171635) Verfasst am: 22.03.2019, 20:34    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Das mag es auch geben, ansonsten: Schlag nach bei Wiki, denn da steht was drin.

Voellig klar. fuer Dich ist natuerlich an allem der Islam schuld.

Es soll ja Leute geben, für die der Islam an gar nichts schuld ist...



Ja klar. Manche Moslems ticken so.

Stimmst wenigstens Du mit mir überein, dass die Quasisklaverei von haeuslischem Dienstpersonal mehr mit den ökonomischen Verhältnissen zu tun hat als mit Religion?
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Tarvoc
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Beitrag(#2171647) Verfasst am: 22.03.2019, 22:00    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Stimmst wenigstens Du mit mir überein, dass die Quasisklaverei von haeuslischem Dienstpersonal mehr mit den ökonomischen Verhältnissen zu tun hat als mit Religion?

Ich stimme mit dir halb überein. Du übersiehst aber, dass auch die Religion selbst "etwas" mit den ökonomischen Verhältnissen zu tun hat. Dass die heiligen Schriften des Islam Sklaverei und ähnliche Abhängigkeitsverhältnisse gutheißen, ist weder das Resultat göttlichen Willens noch eines zufälligen Einfalls, der seinen Gründern aus heiterem Himmel durch den Kopf schoss. Und dass diese Schriften in diesen Weltregionen auch heute noch das theoretische Fundament der dominierenden Religion sind, ist ebenfalls kein Zufall. Daraus, wie sich Religionen mit der Zeit verändern (oder auch nicht verändern), kann man einiges über die sozioökonomischen Verhältnisse lernen, unter denen sie geglaubt werden. Und natürlich übernehmen die Religionen eine Mitverantwortung für das, was sie heiligsprechen.

Im Übrigen ist häusliche Sklaverei natürlich selbst ein ökonomisches Verhältnis. Dass die ökonomischen Verhältnisse mit den ökonomischen Verhältnissen zu tun haben, ist eine Binse. zwinkern
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Und das Lamm öffnete das dritte Siegel. Und ein weißes Pferd erschien, und der auf ihm saß, trug ein braunes Gewand mit den Zeichen des Gesetzes. Und er trug ein Pergament, auf dem war der Buchstabe Kaph. Und ich hörte eine Stimme: "Für dieses Wort zwei Taler und für dieses Lied drei Taler. Das Logo aber rühre nicht an!"


Zuletzt bearbeitet von Tarvoc am 24.03.2019, 12:50, insgesamt einmal bearbeitet
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Beitrag(#2171656) Verfasst am: 23.03.2019, 01:09    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Stimmst wenigstens Du mit mir überein, dass die Quasisklaverei von haeuslischem Dienstpersonal mehr mit den ökonomischen Verhältnissen zu tun hat als mit Religion?

Ich stimme mit dir halb überein. Du übersiehst aber, dass auch die Religion selbst "etwas" mit den ökonomischen Verhältnissen zu tun hat. Dass die heiligen Schriften des Islam Sklaverei und ähnliche Abhängigkeitsverhältnisse gutheißen, ist weder das Resultat göttlichen Willens noch eines zufälligen Einfalls, der seinen Gründern aus heiterem Himmel durch den Kopf schoss. Und dass diese Schriften in diesen Weltregionen auch heute noch das theoretische Fundament der dominierenden Religion sind, ist ebenfalls kein Zufall. Daraus, wie sich Revolutionen mit der Zeit verändern (oder auch nicht verändern), kann man einiges über die sozioökonomischen Verhältnisse lernen, unter denen sie geglaubt werden. Und natürlich übernehmen die Religionen eine Mitverantwortung für das, was sie heiligsprechen.

Im Übrigen ist häusliche Sklaverei natürlich selbst ein ökonomisches Verhältnis. Dass die ökonomischen Verhältnisse mit den ökonomischen Verhältnissen zu tun haben, ist eine Binse. zwinkern



fwo entlarvt ja dankenswerter Weise indirekt schon selbst seine monokausale Vorstellung von Religion als Ursache der Hausdienersklaverei als Phantasieprodukt.

Er behauptet naemlich, dass "wir" (wen immer er mit "wir" auch konkret meinen mag) die "Scharia" schon vor 400 Jahren hinter uns gelassen haetten und antwortet damit auf mein posting, in dem ich darauf hinweise, dass in unserem Kulturkreis, sogar in unserer engeren Heimat von weniger als 150 Jahren solche sklavereiaehnliche Dienstverhältnisse wie aktuell in Kuwait noch weit verbreitet waren.

Das passt je schon rein mathematisch ueberhaupt nicht zusammen. Weil wenn wir die religiösen Ursachen schon vor 400 Jahren überwunden haben, dann haette dieses Phaenomen vor 150 Jahren nicht mehr existieren duerfen. zwinkern

Das passt alles nur zu gut in fwos Bestreben sich die eigene Kultur schoen- und die der anderen schlechtzuluegen. Es darf schliesslich nicht sein, dass unsere eigenen Fundamente aehnlich fragwürdig sind wie die in islamischen Laendern.
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Tarvoc
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Beitrag(#2171657) Verfasst am: 23.03.2019, 01:13    Titel: Antworten mit Zitat

Ich sage nicht, dass da nicht was dran ist, aber deine Argumente kommen mir etwas kurz gesprungen vor. Es stimmt, dass die Kirche vor 150 Jahren nicht mehr die selbe Macht hatte wie vor 400 Jahren, aber natürlich war das Christentum auch vor 150 Jahren noch tief im Alltagsleben der Menschen verwurzelt.
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Beitrag(#2171660) Verfasst am: 23.03.2019, 01:22    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Ich sage nicht, dass da nicht was dran ist, aber deine Argumente kommen mir etwas kurz gesprungen vor. Es stimmt, dass die Kirche vor 150 Jahren nicht mehr die selbe Macht hatte wie vor 400 Jahren, aber natürlich war das Christentum auch vor 150 Jahren noch tief im Alltagsleben der Menschen verwurzelt.


Nicht nur gläubige Christen hatten damals Hausangestellte, sondern praktisch alle, die sich das leisten konnten und die ihr Personal zu ihren Statussymbolen zählten, also auch Juden oder Christen, die sich schon zunehmend von ihrer Religion entfernten. Dem damaligen Christentum muss man hoechstens den Vorwurf machen, dass es versäumte diese Zustände zu verurteilen, aber ursächlich dafuer war es nicht.
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Tarvoc
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Beitrag(#2171674) Verfasst am: 23.03.2019, 08:23    Titel: Antworten mit Zitat

"Höchstens". Mr. Green
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Und das Lamm öffnete das dritte Siegel. Und ein weißes Pferd erschien, und der auf ihm saß, trug ein braunes Gewand mit den Zeichen des Gesetzes. Und er trug ein Pergament, auf dem war der Buchstabe Kaph. Und ich hörte eine Stimme: "Für dieses Wort zwei Taler und für dieses Lied drei Taler. Das Logo aber rühre nicht an!"
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fwo
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Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2171676) Verfasst am: 23.03.2019, 08:46    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
...

fwo entlarvt ja dankenswerter Weise indirekt schon selbst seine monokausale Vorstellung von Religion als Ursache der Hausdienersklaverei als Phantasieprodukt.

Er behauptet naemlich, dass "wir" (wen immer er mit "wir" auch konkret meinen mag) die "Scharia" schon vor 400 Jahren hinter uns gelassen haetten und antwortet damit auf mein posting, in dem ich darauf hinweise, dass in unserem Kulturkreis, sogar in unserer engeren Heimat von weniger als 150 Jahren solche sklavereiaehnliche Dienstverhältnisse wie aktuell in Kuwait noch weit verbreitet waren.
....

Nein. Ich habe überhaupt nicht gegen einen wirtschaftlichen Zusammenhang argumentiert, sondern das nur kurz mit "das mag es auch geben, ansonsten:" kommentiert und auf einen Wikipediaartikel über besonderen weiteren Zusammenhang mit dem Islam hingewiesen.

Ein ähnlicher Zusammenhang mit dem Christentum ist schon lange überwunden, und, worauf Tarvoc dankenswerter Weise schon hingewiesen hat, und worauf ich schon so oft hingewiesen habe, dass ich es bei mir in die Fußzeile übernehmen könnte, ist, dass das durchschnittliche Verhältnis der Nordeuropäischen Christen zu ihrer Religion ein völlig anderes ist als das durchschnittliche Verhältnis der arabischen Muslime zum Islam: Die haben da einen Fundamentalistenanteil, der über 90% liegt.

Es ist nicht so, dass ich monokausal argumentiere, es ist so, dass Du Dich grundsätzlich weigerst, den Einfluss eines besonderen Grundes überhaupt gelten zu lassen. Deshalb, weil da bei Dir jede Liebesmüh eigentlich vergeblich ist, hatte ich auch gar nichts gesagt, sondern nur auf den Beitrag von Wikipedia hingewiesen, der da etwas sagt. Und deshalb komme ich hier auch nur einmal kurz in die Metadiskussion, wenn Du mir Aussagen unterstellst. die ich nicht gemacht habe, und lasse Dich danach wieder allein.

Und tschüss.
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Beitrag(#2171717) Verfasst am: 23.03.2019, 12:33    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
... zu ihrer Religion ein völlig anderes ist als das durchschnittliche Verhältnis der arabischen Muslime zum Islam: Die haben da einen Fundamentalistenanteil, der über 90% liegt.


Aha.
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Beiträge: 16114

Beitrag(#2171721) Verfasst am: 23.03.2019, 12:54    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Daraus, wie sich Revolutionen mit der Zeit verändern (oder auch nicht verändern), kann man einiges über die sozioökonomischen Verhältnisse lernen, unter denen sie geglaubt werden.

Also die Verbindung von "Revolution" und "glauben" hätte ich bei dir jetzt nicht erwartet.
SCNR
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(Death / Susan, in: Pratchett, Hogfather)
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Marcellinus
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Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 6690

Beitrag(#2171722) Verfasst am: 23.03.2019, 12:58    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Ich sage nicht, dass da nicht was dran ist, aber deine Argumente kommen mir etwas kurz gesprungen vor. Es stimmt, dass die Kirche vor 150 Jahren nicht mehr die selbe Macht hatte wie vor 400 Jahren, aber natürlich war das Christentum auch vor 150 Jahren noch tief im Alltagsleben der Menschen verwurzelt.


Nicht nur gläubige Christen hatten damals Hausangestellte, sondern praktisch alle, die sich das leisten konnten und die ihr Personal zu ihren Statussymbolen zählten, also auch Juden oder Christen, die sich schon zunehmend von ihrer Religion entfernten. Dem damaligen Christentum muss man hoechstens den Vorwurf machen, dass es versäumte diese Zustände zu verurteilen, aber ursächlich dafuer war es nicht.

Hausangestellte waren in Deutschland bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts in bürgerlichen Haushalten völlig normal. Hatte allerdings mit „Sklaverei“ nichts zu tun.
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beachbernie
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Beitrag(#2171808) Verfasst am: 23.03.2019, 19:12    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Ich sage nicht, dass da nicht was dran ist, aber deine Argumente kommen mir etwas kurz gesprungen vor. Es stimmt, dass die Kirche vor 150 Jahren nicht mehr die selbe Macht hatte wie vor 400 Jahren, aber natürlich war das Christentum auch vor 150 Jahren noch tief im Alltagsleben der Menschen verwurzelt.


Nicht nur gläubige Christen hatten damals Hausangestellte, sondern praktisch alle, die sich das leisten konnten und die ihr Personal zu ihren Statussymbolen zählten, also auch Juden oder Christen, die sich schon zunehmend von ihrer Religion entfernten. Dem damaligen Christentum muss man hoechstens den Vorwurf machen, dass es versäumte diese Zustände zu verurteilen, aber ursächlich dafuer war es nicht.

Hausangestellte waren in Deutschland bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts in bürgerlichen Haushalten völlig normal. Hatte allerdings mit „Sklaverei“ nichts zu tun.


Es geht um eine bestimmte Art von Hausangestellten in einer bestimmten Epoche. Diese Arbeitsverhältnisse waren zwar theoretisch auch freiwillige gegenseitige Vereinbarungen, waren aber wegen der extrem ungleichen gesellschaftlichen und oekonomischen Stellung der Vertragspartner mehr der Sklaverei aehnlich als einem normalen Arbeitsverhältnis. Hausangestellte waren in dieser Zeit fast voellig rechtlos und sind deshalb kaum mit Hausangestellten im Nachkriegsdeutschland vergleichbar, die arbeitsrechtlich abgesichert waren bzw. sind, wo es sowas heute noch gibt.

Die besprochenen Verhältnisse in Kuwait sind dabei eher mit denen in Deutschland im 19. Jahrhundert als mit modernen Arbeitsverhältnissen von Hausangestellten in der Bundesrepublik vergleichbar.
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Marcellinus
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Beitrag(#2171810) Verfasst am: 23.03.2019, 19:16    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Ich sage nicht, dass da nicht was dran ist, aber deine Argumente kommen mir etwas kurz gesprungen vor. Es stimmt, dass die Kirche vor 150 Jahren nicht mehr die selbe Macht hatte wie vor 400 Jahren, aber natürlich war das Christentum auch vor 150 Jahren noch tief im Alltagsleben der Menschen verwurzelt.


Nicht nur gläubige Christen hatten damals Hausangestellte, sondern praktisch alle, die sich das leisten konnten und die ihr Personal zu ihren Statussymbolen zählten, also auch Juden oder Christen, die sich schon zunehmend von ihrer Religion entfernten. Dem damaligen Christentum muss man hoechstens den Vorwurf machen, dass es versäumte diese Zustände zu verurteilen, aber ursächlich dafuer war es nicht.

Hausangestellte waren in Deutschland bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts in bürgerlichen Haushalten völlig normal. Hatte allerdings mit „Sklaverei“ nichts zu tun.


Es geht um eine bestimmte Art von Hausangestellten in einer bestimmten Epoche. Diese Arbeitsverhältnisse waren zwar theoretisch auch freiwillige gegenseitige Vereinbarungen, waren aber wegen der extrem ungleichen gesellschaftlichen und oekonomischen Stellung der Vertragspartner mehr der Sklaverei aehnlich als einem normalen Arbeitsverhältnis. Hausangestellte waren in dieser Zeit fast voellig rechtlos und sind deshalb kaum mit Hausangestellten im Nachkriegsdeutschland vergleichbar, die arbeitsrechtlich abgesichert waren bzw. sind, wo es sowas heute noch gibt.

Die besprochenen Verhältnisse in Kuwait sind dabei eher mit denen in Deutschland im 19. Jahrhundert als mit modernen Arbeitsverhältnissen von Hausangestellten in der Bundesrepublik vergleichbar.

Das gilt aber für alle Arbeitsverhältnisse.
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beachbernie
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Beitrag(#2171815) Verfasst am: 23.03.2019, 19:43    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Ich sage nicht, dass da nicht was dran ist, aber deine Argumente kommen mir etwas kurz gesprungen vor. Es stimmt, dass die Kirche vor 150 Jahren nicht mehr die selbe Macht hatte wie vor 400 Jahren, aber natürlich war das Christentum auch vor 150 Jahren noch tief im Alltagsleben der Menschen verwurzelt.


Nicht nur gläubige Christen hatten damals Hausangestellte, sondern praktisch alle, die sich das leisten konnten und die ihr Personal zu ihren Statussymbolen zählten, also auch Juden oder Christen, die sich schon zunehmend von ihrer Religion entfernten. Dem damaligen Christentum muss man hoechstens den Vorwurf machen, dass es versäumte diese Zustände zu verurteilen, aber ursächlich dafuer war es nicht.

Hausangestellte waren in Deutschland bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts in bürgerlichen Haushalten völlig normal. Hatte allerdings mit „Sklaverei“ nichts zu tun.


Es geht um eine bestimmte Art von Hausangestellten in einer bestimmten Epoche. Diese Arbeitsverhältnisse waren zwar theoretisch auch freiwillige gegenseitige Vereinbarungen, waren aber wegen der extrem ungleichen gesellschaftlichen und oekonomischen Stellung der Vertragspartner mehr der Sklaverei aehnlich als einem normalen Arbeitsverhältnis. Hausangestellte waren in dieser Zeit fast voellig rechtlos und sind deshalb kaum mit Hausangestellten im Nachkriegsdeutschland vergleichbar, die arbeitsrechtlich abgesichert waren bzw. sind, wo es sowas heute noch gibt.

Die besprochenen Verhältnisse in Kuwait sind dabei eher mit denen in Deutschland im 19. Jahrhundert als mit modernen Arbeitsverhältnissen von Hausangestellten in der Bundesrepublik vergleichbar.

Das gilt aber für alle Arbeitsverhältnisse.


Nein.
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Tarvoc
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Beitrag(#2171910) Verfasst am: 24.03.2019, 12:50    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Daraus, wie sich Revolutionen mit der Zeit verändern (oder auch nicht verändern), kann man einiges über die sozioökonomischen Verhältnisse lernen, unter denen sie geglaubt werden.

Also die Verbindung von "Revolution" und "glauben" hätte ich bei dir jetzt nicht erwartet.
SCNR

Tippfehler. Es muss natürlich Religionen heißen. Verlegen Wird korrigiert...
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Tarvoc
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Beitrag(#2171911) Verfasst am: 24.03.2019, 12:52    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Ich sage nicht, dass da nicht was dran ist, aber deine Argumente kommen mir etwas kurz gesprungen vor. Es stimmt, dass die Kirche vor 150 Jahren nicht mehr die selbe Macht hatte wie vor 400 Jahren, aber natürlich war das Christentum auch vor 150 Jahren noch tief im Alltagsleben der Menschen verwurzelt.


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Hausangestellte waren in Deutschland bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts in bürgerlichen Haushalten völlig normal. Hatte allerdings mit „Sklaverei“ nichts zu tun.


Es geht um eine bestimmte Art von Hausangestellten in einer bestimmten Epoche. Diese Arbeitsverhältnisse waren zwar theoretisch auch freiwillige gegenseitige Vereinbarungen, waren aber wegen der extrem ungleichen gesellschaftlichen und oekonomischen Stellung der Vertragspartner mehr der Sklaverei aehnlich als einem normalen Arbeitsverhältnis. Hausangestellte waren in dieser Zeit fast voellig rechtlos und sind deshalb kaum mit Hausangestellten im Nachkriegsdeutschland vergleichbar, die arbeitsrechtlich abgesichert waren bzw. sind, wo es sowas heute noch gibt.

Die besprochenen Verhältnisse in Kuwait sind dabei eher mit denen in Deutschland im 19. Jahrhundert als mit modernen Arbeitsverhältnissen von Hausangestellten in der Bundesrepublik vergleichbar.

Das gilt aber für alle Arbeitsverhältnisse.


...wie kommst du denn darauf? Am Kopf kratzen
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Marcellinus
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Beitrag(#2171917) Verfasst am: 24.03.2019, 13:07    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Ich sage nicht, dass da nicht was dran ist, aber deine Argumente kommen mir etwas kurz gesprungen vor. Es stimmt, dass die Kirche vor 150 Jahren nicht mehr die selbe Macht hatte wie vor 400 Jahren, aber natürlich war das Christentum auch vor 150 Jahren noch tief im Alltagsleben der Menschen verwurzelt.


Nicht nur gläubige Christen hatten damals Hausangestellte, sondern praktisch alle, die sich das leisten konnten und die ihr Personal zu ihren Statussymbolen zählten, also auch Juden oder Christen, die sich schon zunehmend von ihrer Religion entfernten. Dem damaligen Christentum muss man hoechstens den Vorwurf machen, dass es versäumte diese Zustände zu verurteilen, aber ursächlich dafuer war es nicht.

Hausangestellte waren in Deutschland bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts in bürgerlichen Haushalten völlig normal. Hatte allerdings mit „Sklaverei“ nichts zu tun.


Es geht um eine bestimmte Art von Hausangestellten in einer bestimmten Epoche. Diese Arbeitsverhältnisse waren zwar theoretisch auch freiwillige gegenseitige Vereinbarungen, waren aber wegen der extrem ungleichen gesellschaftlichen und oekonomischen Stellung der Vertragspartner mehr der Sklaverei aehnlich als einem normalen Arbeitsverhältnis. Hausangestellte waren in dieser Zeit fast voellig rechtlos und sind deshalb kaum mit Hausangestellten im Nachkriegsdeutschland vergleichbar, die arbeitsrechtlich abgesichert waren bzw. sind, wo es sowas heute noch gibt.

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Das gilt aber für alle Arbeitsverhältnisse.


...wie kommst du denn darauf? Am Kopf kratzen

Ich dachte, das wäre offensichtlich. Nicht nur die Arbeitsverhältnisse von Hausangestellten im 19. Jahrhundert waren nicht mit denen heutiger Hausangestellter zu vergleichen, sondern das galt auch für alle anderen Arbeitsverhältnisse. Ein Arbeitsplatz zum Beispiel in einer frühkapitalistischen Eisengießerei ist sicherlich auch kaum zu vergleichen mit einem heutigen Arbeitsplatz in der Metallindustrie. Ähnliches gilt auch für den Vergleich zwischen heutigen Arbeitsplätzen zB in Kuwait oder Qatar mit Arbeitsplätzen hier bei uns.
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Beitrag(#2171921) Verfasst am: 24.03.2019, 13:23    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Ein Arbeitsplatz zum Beispiel in einer frühkapitalistischen Eisengießerei ist sicherlich auch kaum zu vergleichen mit einem heutigen Arbeitsplatz in der Metallindustrie.

Ach so, so meintest du das. Ja, das stimmt natürlich. Hatte deine Äußerung missverstanden.
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Marcellinus
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Beitrag(#2171925) Verfasst am: 24.03.2019, 13:30    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Ein Arbeitsplatz zum Beispiel in einer frühkapitalistischen Eisengießerei ist sicherlich auch kaum zu vergleichen mit einem heutigen Arbeitsplatz in der Metallindustrie.

Ach so, so meintest du das. Ja, das stimmt natürlich. Hatte deine Äußerung missverstanden.

Meine Bemerkung war ja auch sehr knapp! zwinkern
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