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Was will die USA in Afghanistan?
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Baldur
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Anmeldungsdatum: 05.10.2005
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Beitrag(#1731832) Verfasst am: 24.02.2012, 14:48    Titel: Antworten mit Zitat

Defätist hat folgendes geschrieben:
Ich halte mich momentan noch etwas zurück, da bisher nicht geklärt ist, ob und in welchem Umfang die "Schändung" des hl. Buches (also Missachtung der gläubigen Menschen) tatsächlich stattgefunden hat.

Erstaunlich ist für mich allemal, wie schnell der gläubige Mob bei der puren Tatsachenbehauptung auf der Palme ist. Klischeedenken macht´s wohl möglich...


Die Bücher waren Inhaftierten abgenommen worden, weil man befürchtete, dass diese sich darüber geheime Botschaften zukommen ließen. Herausgekommen ist die Sache, weil ein afghanischer Soldat es wohl zufällig mitbekam und noch versuchte unter Einsatz seines Lebens die Bücher aus dem Feuer zu holen. - So hörte ich heute im Radio.
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 39582
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Beitrag(#1731922) Verfasst am: 24.02.2012, 19:30    Titel: Antworten mit Zitat

Baldur hat folgendes geschrieben:
Defätist hat folgendes geschrieben:
Ich halte mich momentan noch etwas zurück, da bisher nicht geklärt ist, ob und in welchem Umfang die "Schändung" des hl. Buches (also Missachtung der gläubigen Menschen) tatsächlich stattgefunden hat.

Erstaunlich ist für mich allemal, wie schnell der gläubige Mob bei der puren Tatsachenbehauptung auf der Palme ist. Klischeedenken macht´s wohl möglich...


Die Bücher waren Inhaftierten abgenommen worden, weil man befürchtete, dass diese sich darüber geheime Botschaften zukommen ließen. Herausgekommen ist die Sache, weil ein afghanischer Soldat es wohl zufällig mitbekam und noch versuchte unter Einsatz seines Lebens die Bücher aus dem Feuer zu holen. - So hörte ich heute im Radio.


So wurde es auch bei der CBC dargestellt, inklusive Kurzinterview mit dem Typen, der sich die Finger verbrannt hat, als er die Buchseiten aus dem Feuer fischte.

Es geht uebrigens um weit mehr als nur "verletzte religioese Gefuehle". Die Episode wird von der Mehrheit der Afghanen als weitere Demutigung durch die Besatzungsmacht empfunden und laesst den Hass auf USA und NATO nur noch weiter steigen und offen ausbrechen. Die Taliban koennen sich die Haende reiben ob dieses unverhofften Geschenks durch die toelpelhaften Menschheitsheitsbegluecker der gewalttaetigen Sorte.

Ich sehe es eher so, dass die verbrannten Korane ein Fass zum ueberlaufen brachten, dass bereits vorher durch 10 Jahre Krieg und zahllose kaltschnaeuzige Morde und Massaker durch die Besatzer randvoll war. Wer sich ueber viele Jahre als Freiwild fuer regulaere Soldaten, private Soeldnertrupps und Killerdrohnen vorkommen muss, dem wird es irgendwann zu viel. Da genuegt oft ein eher nichtiger Anlass, der schnell zum Fanal wird.

Meine Meinung zu diesem Krieg ist stets die Gleiche gewesen: USA und NATO haben in diesem Land rein gar nichts verloren aber viel zu verlieren. Die Invasion und nachfolgende Besatzung machen die Herkunftslaender der Besatzer nicht sicherer, sondern zuechten im Gegenteil durch ihre fehlende Kenntnis der oertlichen Mentalitaet und Kultur, gepaart mit schlichter Dummheit und Borniertheit, eine neue Generation von Terroristen heran, die allen Grund sieht, den Westen und alles, wofuer er steht, abgrundtief zu hassen.

....und diese neue Terrorgeneration, die wird eines Tages vor unserer Haustuer stehen. Verroht und geuebt im Umgang mit Sprengstoff und Waffen durch jahrzehntelangen Guerillakrieg!
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Baldur
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Anmeldungsdatum: 05.10.2005
Beiträge: 8326

Beitrag(#1731960) Verfasst am: 24.02.2012, 21:03    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist nicht von der Hand zu weisen. Da ist was dran.
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beachbernie
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Beiträge: 39582
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Beitrag(#1732311) Verfasst am: 26.02.2012, 00:13    Titel: Antworten mit Zitat

BBC-world meldet heute, der UN-Generalsekretaer haette die afghanische "Regierung" aufgefordert die in Afghanistan befindlichen NATO-Soldaten besser zu schuetzen.

Wenn die Marionetten aufgefordert werden die Puppenspieler zu schuetzen, an deren Faeden sie zappeln, dann entbehrt das nicht einer gewissen Komik.
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fwo
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Anmeldungsdatum: 05.02.2008
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Beitrag(#1732333) Verfasst am: 26.02.2012, 02:39    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
BBC-world meldet heute, der UN-Generalsekretaer haette die afghanische "Regierung" aufgefordert die in Afghanistan befindlichen NATO-Soldaten besser zu schuetzen.

Wenn die Marionetten aufgefordert werden die Puppenspieler zu schuetzen, an deren Faeden sie zappeln, dann entbehrt das nicht einer gewissen Komik.

Die Komik dieses Bildes erhält es aus seiner fehlenden Genauigkeit. Wenn Du dir die Situation nämlich genauer ansiehst, siehst Du, dass die Puppenspieler wesentliche Fäden vergessen haben einzubauen, sonst hätten sie von Anfang an klargemacht, dass sie nur unter der Bedingung bereit sind, Aufbauarbeit zu leisten, dass die Sharia als Grundlage des Gemeinwesens komplett durch ein säkulares Rechtswesen abgelöst und die Riege der Mullahs entmachtet wird. Das hätte eine rechtliche Handhabe gegen dieses religiöse Hetzen gegeben, die nun fehlt.

Und ich finde auch, die Besatzer, also auch wir, sollten dieses Ultimatum jetzt nachholen und das Land sofort komplett und ersatzlos verlassen, wenn dem nicht stattgegeben wird. Da sollte man nicht auf eventuelle Wirkungen eines UN-Appelles warten.

fwo
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

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Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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Critic
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Beitrag(#1732342) Verfasst am: 26.02.2012, 04:47    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
BBC-world meldet heute, der UN-Generalsekretaer haette die afghanische "Regierung" aufgefordert die in Afghanistan befindlichen NATO-Soldaten besser zu schuetzen.

Wenn die Marionetten aufgefordert werden die Puppenspieler zu schuetzen, an deren Faeden sie zappeln, dann entbehrt das nicht einer gewissen Komik.

Die Komik dieses Bildes erhält es aus seiner fehlenden Genauigkeit. Wenn Du dir die Situation nämlich genauer ansiehst, siehst Du, dass die Puppenspieler wesentliche Fäden vergessen haben einzubauen, sonst hätten sie von Anfang an klargemacht, dass sie nur unter der Bedingung bereit sind, Aufbauarbeit zu leisten, dass die Sharia als Grundlage des Gemeinwesens komplett durch ein säkulares Rechtswesen abgelöst und die Riege der Mullahs entmachtet wird. Das hätte eine rechtliche Handhabe gegen dieses religiöse Hetzen gegeben, die nun fehlt.

Und ich finde auch, die Besatzer, also auch wir, sollten dieses Ultimatum jetzt nachholen und das Land sofort komplett und ersatzlos verlassen, wenn dem nicht stattgegeben wird. Da sollte man nicht auf eventuelle Wirkungen eines UN-Appelles warten.

fwo


Ein Problem ist nur, daß es unterschiedliche Auffassungen von Freiheit und Moral gibt. Ich weiß, das führen auch die "starken Männer" und Diktatoren weltweit an, um zu begründen, warum es denn in ihrem Land mit den Menschenrechten so schlecht bestellt ist. Und wenn bisweilen gar Todesurteile für Handlungen ergehen, die hierzulande nicht einmal mehr Verbrechen sind - "Abfall vom Glauben", Diskussion religionskritischer Texte etc. -, dann ist man auch ziemlich entgeistert. Allerdings kann man einem Volk auch nicht unbedingt gegen seinen Willen eine bestimmte Rechts- und Werteordnung überstülpen*. Das wäre im Endeffekt auch nicht "demokratisch". Wenn die Mehrheit eine Auffassung hat - etwa daß bestimmte Handlungen bestraft werden sollten, -, dann ist es ja - auch hierzulande - eher schwierig, dagegen aufzutreten. Man kann ggf. nicht einmal einfordern, daß es einen Schutz für die Minderheit derer geben müsse, die das nicht so sehen, wenn die Mehrheit nicht dazu bereit ist... Am Kopf kratzen.

_______________
(* = das als These für die historische Untersuchung)
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"Die Pentagon-Gang wird in der Liste der Terrorgruppen geführt"

Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

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fwo
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Beitrag(#1732393) Verfasst am: 26.02.2012, 10:56    Titel: Antworten mit Zitat

Critic hat folgendes geschrieben:
.....
Ein Problem ist nur, daß es unterschiedliche Auffassungen von Freiheit und Moral gibt. Ich weiß, das führen auch die "starken Männer" und Diktatoren weltweit an, um zu begründen, warum es denn in ihrem Land mit den Menschenrechten so schlecht bestellt ist. Und wenn bisweilen gar Todesurteile für Handlungen ergehen, die hierzulande nicht einmal mehr Verbrechen sind - "Abfall vom Glauben", Diskussion religionskritischer Texte etc. -, dann ist man auch ziemlich entgeistert. Allerdings kann man einem Volk auch nicht unbedingt gegen seinen Willen eine bestimmte Rechts- und Werteordnung überstülpen*. Das wäre im Endeffekt auch nicht "demokratisch". Wenn die Mehrheit eine Auffassung hat - etwa daß bestimmte Handlungen bestraft werden sollten, -, dann ist es ja - auch hierzulande - eher schwierig, dagegen aufzutreten. Man kann ggf. nicht einmal einfordern, daß es einen Schutz für die Minderheit derer geben müsse, die das nicht so sehen, wenn die Mehrheit nicht dazu bereit ist... Am Kopf kratzen.

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(* = das als These für die historische Untersuchung)


Das ist ja alles unbenommen - aber ich würde als Staat in einem Land in dem nicht unsere Menschenrechte, sondern nur die Menschenrechte in der Form, die dem Koran und der Sharia nicht widersprechen, gelten, keine Hilfe* leisten, weil mir das für die Leute, die ich da hinschicke, zu gefährlich wäre.

Und da würde ich mir auch keine Gedanken zum Thema Kulturimperialismus o.ä. machen, sondern das Motto wäre ganz schlicht: "Friss, Vogel, oder stirb."

*zur historischen Situation: USA und Verbündete waren in das Land einmarschiert, weil es einer Terroristengeruppe Schutz und logistische Basis gewährte, die Terror im militärischen Maßstab exportierten, der aktuelle Anlass war ein Anschlag, der unter dem Namen 9/11 in die Geschichte eingegangen ist und als militärischer Angriff empfunden und entsprechend beantwortet wurde.

Das anschließende Verbleiben der Kriegsparteien im Land war mit dem Ziel des Wiederaufbaus und der Installation der Menschenrechte, da würde ich auch nichts anderes unterstellen - wir selbst haben die Erfahrung gemacht, dass das die andere Seite der USA ist; ohne diese Seite lebten wir weniger komfortabel als wir es tun. Soweit zur Historie.

fwo
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pera
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Beitrag(#1732437) Verfasst am: 26.02.2012, 13:17    Titel: Antworten mit Zitat

http://www.igfm.de/Scharia-Islamisches-Recht-und-Menschenrechte.437.0.html

Einige gute Beiträge zu "Scharia: Islamisches Recht und Menschenrechte" von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte.
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Vobro
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Beiträge: 1024
Wohnort: Wuppertal

Beitrag(#1732444) Verfasst am: 26.02.2012, 13:38    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Critic hat folgendes geschrieben:
.....
Ein Problem ist nur, daß es unterschiedliche Auffassungen von Freiheit und Moral gibt. Ich weiß, das führen auch die "starken Männer" und Diktatoren weltweit an, um zu begründen, warum es denn in ihrem Land mit den Menschenrechten so schlecht bestellt ist. Und wenn bisweilen gar Todesurteile für Handlungen ergehen, die hierzulande nicht einmal mehr Verbrechen sind - "Abfall vom Glauben", Diskussion religionskritischer Texte etc. -, dann ist man auch ziemlich entgeistert. Allerdings kann man einem Volk auch nicht unbedingt gegen seinen Willen eine bestimmte Rechts- und Werteordnung überstülpen*. Das wäre im Endeffekt auch nicht "demokratisch". Wenn die Mehrheit eine Auffassung hat - etwa daß bestimmte Handlungen bestraft werden sollten, -, dann ist es ja - auch hierzulande - eher schwierig, dagegen aufzutreten. Man kann ggf. nicht einmal einfordern, daß es einen Schutz für die Minderheit derer geben müsse, die das nicht so sehen, wenn die Mehrheit nicht dazu bereit ist... Am Kopf kratzen.

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Das ist ja alles unbenommen - aber ich würde als Staat in einem Land in dem nicht unsere Menschenrechte, sondern nur die Menschenrechte in der Form, die dem Koran und der Sharia nicht widersprechen, gelten, keine Hilfe* leisten, weil mir das für die Leute, die ich da hinschicke, zu gefährlich wäre.

Und da würde ich mir auch keine Gedanken zum Thema Kulturimperialismus o.ä. machen, sondern das Motto wäre ganz schlicht: "Friss, Vogel, oder stirb."

*zur historischen Situation: USA und Verbündete waren in das Land einmarschiert, weil es einer Terroristengeruppe Schutz und logistische Basis gewährte, die Terror im militärischen Maßstab exportierten, der aktuelle Anlass war ein Anschlag, der unter dem Namen 9/11 in die Geschichte eingegangen ist und als militärischer Angriff empfunden und entsprechend beantwortet wurde.

Das anschließende Verbleiben der Kriegsparteien im Land war mit dem Ziel des Wiederaufbaus und der Installation der Menschenrechte, da würde ich auch nichts anderes unterstellen - wir selbst haben die Erfahrung gemacht, dass das die andere Seite der USA ist; ohne diese Seite lebten wir weniger komfortabel als wir es tun. Soweit zur Historie.

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Aber in Afghanistan ging es doch ursprünglich um den Bau einer Erdölpipeline, als das nicht gewährt wurde, begannen im Pentagon die ersten konkreten Planspiele, wie man dieses Projekt notfalls auch durch den Einsatz militärischer Mittel durchsetzen kann; die Anschläge 9/11 waren dann ein nicht unwillkommener Anlaß, diese Pläne umzusetzen, man hat es dann mit der Lüge der Demokratisierung, der Durchsetzung von Menschenrechten, Befreiung der Frauen, etc., nachträglich zu rechtfertigen versucht.

Es geht in der gesamten arabischen Region nicht nur um die Sicherung des Zugriffs auf Ressourcen, sondern auch um die Etablierung westlicher politischer, kultureller und dann auch religiöser Einflußzonen, das ist meine Überzeugung.

Daß die Amis militärisch gegen Hitlerdeutschland vorgegangen sind, hatte sicher nicht den Hintergrund, daß man damals das deutsche Volk retten wollte, man hatte letztlich Angst um den eigenen Arsch. Der systematischen und vollkommen zügellosen Machtausdehung der Nazis wollte man Einhalt gebieten.
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fwo
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Beitrag(#1732448) Verfasst am: 26.02.2012, 13:45    Titel: Antworten mit Zitat

Vobro hat folgendes geschrieben:
.....
Daß die Amis militärisch gegen Hitlerdeutschland vorgegangen sind, hatte sicher nicht den Hintergrund, daß man damals das deutsche Volk retten wollte, man hatte letztlich Angst um den eigenen Arsch. Der systematischen und vollkommen zügellosen Machtausdehung der Nazis wollte man Einhalt gebieten.

Davon hat doch gar keiner geredet, worum es geht, war nach dem Krieg nicht den Morgenthauplan umzusetzen, sondern - auch unter der Verfolgung eigener Interessen - einen funktionierenden, von Anfang an bereits weitgehend selbstbestimmten, demokratischen Staat aufzubauen.

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Beitrag(#1732451) Verfasst am: 26.02.2012, 14:01    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Das anschließende Verbleiben der Kriegsparteien im Land war mit dem Ziel des Wiederaufbaus und der Installation der Menschenrechte, da würde ich auch nichts anderes unterstellen - wir selbst haben die Erfahrung gemacht, dass das die andere Seite der USA ist; ohne diese Seite lebten wir weniger komfortabel als wir es tun.

Nur solange eine Weltmacht nicht die einzige Weltmacht ist, dann muß sich jedes System als das beste darstellen, vor den eigenen Leuten als auch denen der anderen Systeme.
Sobald eine Weltmacht aber die alleinige Weltmacht ist braucht sie das aber nicht mehr, da kann sie dann offen mit [Concentration-Camps,Folter,Kriege,...] umgehen.
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Anmeldungsdatum: 05.08.2007
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Beitrag(#1732456) Verfasst am: 26.02.2012, 14:19    Titel: Antworten mit Zitat

Vobro hat folgendes geschrieben:
Aber in Afghanistan ging es doch ursprünglich um den Bau einer Erdölpipeline, als das nicht gewährt wurde, begannen im Pentagon die ersten konkreten Planspiele, wie man dieses Projekt notfalls auch durch den Einsatz militärischer Mittel durchsetzen kann; die Anschläge 9/11 waren dann ein nicht unwillkommener Anlaß, diese Pläne umzusetzen, man hat es dann mit der Lüge der Demokratisierung, der Durchsetzung von Menschenrechten, Befreiung der Frauen, etc., nachträglich zu rechtfertigen versucht.

Es geht in der gesamten arabischen Region nicht nur um die Sicherung des Zugriffs auf Ressourcen, sondern auch um die Etablierung westlicher politischer, kultureller und dann auch religiöser Einflußzonen, das ist meine Überzeugung.

Als die USA islamische Kämpfer zum Kampf gegen die Sowjets bewaffneten, da holten sie gezielt Wahhabiten (saudische Sunniten) nach Afghanistan, den "wahhabi brand of islam".
Grund der Kriegsschaffung war: man wollte nicht das die Sowjets sich in "central-asia" breitmachen.

Zitat:
Daß die Amis militärisch gegen Hitlerdeutschland vorgegangen sind, hatte sicher nicht den Hintergrund, daß man damals das deutsche Volk retten wollte, man hatte letztlich Angst um den eigenen Arsch. Der systematischen und vollkommen zügellosen Machtausdehung der Nazis wollte man Einhalt gebieten.

Die Angst galt mehr der aufstrebenden Weltmacht der Sowjets, da waren die Deutschen nützliche Idioten die die Sowjets dezimierten und schwächten. Nicht umsonst wartete man mit dem Aufbau der Westfront.
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beachbernie
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Beitrag(#1732611) Verfasst am: 26.02.2012, 21:24    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Vobro hat folgendes geschrieben:
.....
Daß die Amis militärisch gegen Hitlerdeutschland vorgegangen sind, hatte sicher nicht den Hintergrund, daß man damals das deutsche Volk retten wollte, man hatte letztlich Angst um den eigenen Arsch. Der systematischen und vollkommen zügellosen Machtausdehung der Nazis wollte man Einhalt gebieten.

Davon hat doch gar keiner geredet, worum es geht, war nach dem Krieg nicht den Morgenthauplan umzusetzen, sondern - auch unter der Verfolgung eigener Interessen - einen funktionierenden, von Anfang an bereits weitgehend selbstbestimmten, demokratischen Staat aufzubauen.

fwo


Der Vergleich zwischen 1945 und 2001 hinkt in vielerlei Hinsicht.


Der augenscheinlichste Unterschied ist sicher der, dass 1945 in Deutschland der Krieg mit dem Einmarsch der Amerikaner endete, waehrend er 2001 in Afganistan mit der Besetzung des Landes erst richtig begann.

Die Interessenlage der USA ist auch eine voellig andere. 1945 hatten die USA ein grosses Interesse daran, dass Deutschland nicht ganz in den Machtbereich der Sowjetunion geraet. Da man sich nicht so ohne Weiteres in der Lage fuehlte dies militaerisch zu verhindern, hatte man ein existentielles Interesse am Wohlwollen der deutschen Bevoelkerung und legte dementsprechendes Wohlverhalten an den Tag.
In Afghanistan geht es lediglich um geostrategische Interessen (vor allem jene Oelpipeline), wobei man sich stark genug fuehlt die notfalls auch mit rohester militaerischer Gewalt durchzusetzen, es waere halt lediglich deutlich billiger, die eigenen Interessen von einer willfaehrigen Marionettenregierung mit einheimischen Kraeften schuetzen zu lassen. Deshalb agiert man weniger ruecksichtsvoll der einheimischen Bevoelkerung gegenueber.

Ausserdem gehoerten das besiegte Deutschland und die westlichen Siegermaechte dem gleichen Kulturkreis an und teilten gemeinsame politische Traditionen, weshalb Demokratie westlicher Praegung nichts den Deutschen voellig Unbekanntes war und man auf bereits bestehende politische Strukturen aufbauen konnte.
Afghanistan kennt keinerlei demokratische Traditionen im westlichen Sinn und die rudimentaeren Ansaetze zu demokratischen Strukturen (z.B. die Institution der "Jirga") bieten zuwenig Anknuepfungspunkte um sie mit den vom Westen aufgezwungenen politischen Strukturen kompatibel zu machen. Deshalb verfuegt die afghanische Bevoelkerung ueber keinerlei positive Beziehung zum neuen System, sodass immer wieder die eine grosse negative Beziehung, dass es sich um ein fremdes, mit militaerischer Gewalt aufgezwungenes System handelt (aehnlich wie im letzten Jahrhundert der Sozialismus sowjetischer Praegung), voll durchschlaegt und Episoden wie die aktuelle immer wieder zu verstaerkter Ablehnung von Besatzung und deren mitgebrachten Wertvorstellungen und polischem System fuehren.

All diese doch unueberbrueckbar grossen Unterschiede fuehren voraussehbar im Ergebnis zu dem Resultat, welches sich gut 10 Jahre nach dem Einmarsch der NATO-Truppen in Afghanistan unuebersehbar zeitigt und was einen weiteren riesigen Unterschied zwischen beiden geschichtlichen Wendepunkten markiert:
10 Jahre nach dem Einmarsch der Amerikaner (1955) war (West)Deutschland ein ueberwiegend sehr friedliches Land mit stabilen politischen Strukturen, welches gerade sein "Wirtschaftswunder" erlebte, waehrend Afghanistan nach 10 Jahren NATO-Besatzung weder friedlich noch wirtschaftlich prosperierend ist, von funktionierenden politischen Strukturen ganz zu schweigen, und sich stattdessen weiter in permanentem Kriegszustand mit den fremden Besatzungstruppen befindet.
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beachbernie
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Beitrag(#1732612) Verfasst am: 26.02.2012, 21:30    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
BBC-world meldet heute, der UN-Generalsekretaer haette die afghanische "Regierung" aufgefordert die in Afghanistan befindlichen NATO-Soldaten besser zu schuetzen.

Wenn die Marionetten aufgefordert werden die Puppenspieler zu schuetzen, an deren Faeden sie zappeln, dann entbehrt das nicht einer gewissen Komik.

Die Komik dieses Bildes erhält es aus seiner fehlenden Genauigkeit. Wenn Du dir die Situation nämlich genauer ansiehst, siehst Du, dass die Puppenspieler wesentliche Fäden vergessen haben einzubauen, sonst hätten sie von Anfang an klargemacht, dass sie nur unter der Bedingung bereit sind, Aufbauarbeit zu leisten, dass die Sharia als Grundlage des Gemeinwesens komplett durch ein säkulares Rechtswesen abgelöst und die Riege der Mullahs entmachtet wird. Das hätte eine rechtliche Handhabe gegen dieses religiöse Hetzen gegeben, die nun fehlt.

Und ich finde auch, die Besatzer, also auch wir, sollten dieses Ultimatum jetzt nachholen und das Land sofort komplett und ersatzlos verlassen, wenn dem nicht stattgegeben wird. Da sollte man nicht auf eventuelle Wirkungen eines UN-Appelles warten.

fwo


Weshalb eigentlich ein Ultimatum? Man sollte sich ohne wenn und aber moeglichst schnell aus einem Land zurueckziehen, in dem man von Anfang an ueberhaupt nichts verloren hatte. Das Pueppchen Karsai und seine korrupte Kollaborateursclique sollte man dabei aus humanitaeren Gruenden mitnehmen, weil die Zuruecklassung dieser Leute gleichbedeutend mit Mord an ihnen waere.
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Misterfritz
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Beitrag(#1732614) Verfasst am: 26.02.2012, 21:37    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
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Vobro hat folgendes geschrieben:
.....
Daß die Amis militärisch gegen Hitlerdeutschland vorgegangen sind, hatte sicher nicht den Hintergrund, daß man damals das deutsche Volk retten wollte, man hatte letztlich Angst um den eigenen Arsch. Der systematischen und vollkommen zügellosen Machtausdehung der Nazis wollte man Einhalt gebieten.

Davon hat doch gar keiner geredet, worum es geht, war nach dem Krieg nicht den Morgenthauplan umzusetzen, sondern - auch unter der Verfolgung eigener Interessen - einen funktionierenden, von Anfang an bereits weitgehend selbstbestimmten, demokratischen Staat aufzubauen.

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Der Vergleich zwischen 1945 und 2001 hinkt in vielerlei Hinsicht.
[....]

dem gesamten post kann ich mich anschliessen.

man sollte aber nicht vergessen, dass afghanistan sehr oft besetzt war, unter anderem auch von den sowjets. ich glaube nicht, dass die "normalen" afghanen das wirklich unterscheiden, fremd ist fremd.
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Beitrag(#1732643) Verfasst am: 27.02.2012, 01:49    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
All diese doch unueberbrueckbar grossen Unterschiede fuehren voraussehbar im Ergebnis zu dem Resultat, welches sich gut 10 Jahre nach dem Einmarsch der NATO-Truppen in Afghanistan unuebersehbar zeitigt und was einen weiteren riesigen Unterschied zwischen beiden geschichtlichen Wendepunkten markiert:
10 Jahre nach dem Einmarsch der Amerikaner (1955) war (West)Deutschland ein ueberwiegend sehr friedliches Land mit stabilen politischen Strukturen, welches gerade sein "Wirtschaftswunder" erlebte, waehrend Afghanistan nach 10 Jahren NATO-Besatzung weder friedlich noch wirtschaftlich prosperierend ist, von funktionierenden politischen Strukturen ganz zu schweigen, und sich stattdessen weiter in permanentem Kriegszustand mit den fremden Besatzungstruppen befindet.


(1) Das ist wohl auch ein relevanter Punkt: Die Akzeptanz der Deutschen für die Demokratie nahm um so mehr zu, wie die Wirtschaft sich positiv entwickelte und zum Wohlstand für breite Kreise der Bevölkerung führte.

Ich habe dazu gerade eben einen Artikel von Mohssen Mossarrat zur "Demokratisierung des Greater Middle East" gefunden, worin der Autor die These aufstellt, daß eine Demokratisierung in muslimischem Ländern eben auch eine wirtschaftlichen Entwicklung voraussetze (Link).

Hinzu ergänzt er noch ein Punkt, daß natürlich auch eine bestimmte gesellschaftliche Struktur geschaffen werden müßte, um eine tragfähige Demokratie zu errichten: Insbesondere fehle es in muslimischen Ländern an einem Mittelstand, der Träger eines zivilgesellschaftlichen und demokratischen Bewußtseins sein könne. (Gerade in einem armen Land wie Afghanistan leben viele Menschen ja noch in ihren traditionellen dörflichen und/oder tribalen Strukturen und erwirtschaften ihren kargen Lebensunterhalt als Bauern, es gibt nur einen geringen Zugang zu Bildung.)

(2) Was natürlich dann immer wieder kommt, nämlich zur Frage, in wieweit "der Islam" demokratiefähig sei: Es gibt Argumentationen, die einen Zusammenhang zwischen dem verbreiteten Glauben und dem wirtschaftlichen Erfolg behaupten, etwa Max Weber mit seiner "protestantischen Ethik". Dagegen setzt Mossarrat hier die These, daß gar nicht so sehr "den Islam" ein Hindernis für die Demokratisierung sei, daß es eigentlich nicht so sehr auf die Religion als solche ankomme. Wäre demnach Europa muslimisch und der nahe und mittlere Osten christlich geworden, würde heute der Islam als eher säkular wahrgenommen, während das Christentum als eher fundamentalistisch angesehen würde. Oder anders gesagt: Die gesellschaftlichen und politischen Strukturen würden sowohl das Wirtschaftssystem als auch Religionen und das Verhältnis von Religion und Staat beeinflussen.

(Er bemerkt allerdings, daß es durchaus sein könne, daß eine eher kollektivistische Gesellschaftsstruktur, in der eher die Familie/der Clan/die Gemeinschaft und entsprechende Vorstellungen wie "die Ehre" im Zentrum stehen - oder auch bestimmte politische Strukturen vorherrschen, eher zum Islam kompatibel ist, daß das Ausmaß, um das sich der Islam "verändern" mußte, um damit in Einklang zu bleiben, also geringer ist als beispielsweise in einem eher städtischen, individualisierteren Umfeld (vielleicht ist das insofern auch ein Ansatz zur Erklärung, wie der "islamische Frühling" sich vollzog).)

Führen wir uns das vielleicht noch einmal parallel: Die ersten Jahrzehnte der BRD werden ja auch erstmal als eher sittenstrenge Zeit wahrgenommen, in der Religion deutlich wichtiger war als heute, und in der es auch eine staatliche Moralgesetzgebung gab, die "Kuppelei", "Ehebruch" und ähnliche "Moraldelikte" strafrechtlich verfolgte, in der Frauen nicht völlig gleichgestellt waren et cetera. Es hat ja eine Generation gedauert, bis sich das so langsam änderte, und war eben auch mit einer "Ent-Kirchlichung" verbunden.
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Beitrag(#1732651) Verfasst am: 27.02.2012, 08:32    Titel: Antworten mit Zitat

Misterfritz hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Vobro hat folgendes geschrieben:
.....
Daß die Amis militärisch gegen Hitlerdeutschland vorgegangen sind, hatte sicher nicht den Hintergrund, daß man damals das deutsche Volk retten wollte, man hatte letztlich Angst um den eigenen Arsch. Der systematischen und vollkommen zügellosen Machtausdehung der Nazis wollte man Einhalt gebieten.

Davon hat doch gar keiner geredet, worum es geht, war nach dem Krieg nicht den Morgenthauplan umzusetzen, sondern - auch unter der Verfolgung eigener Interessen - einen funktionierenden, von Anfang an bereits weitgehend selbstbestimmten, demokratischen Staat aufzubauen.

fwo


Der Vergleich zwischen 1945 und 2001 hinkt in vielerlei Hinsicht.
[....]

dem gesamten post kann ich mich anschliessen.

man sollte aber nicht vergessen, dass afghanistan sehr oft besetzt war, unter anderem auch von den sowjets. ich glaube nicht, dass die "normalen" afghanen das wirklich unterscheiden, fremd ist fremd.

Ich habe auch überhaupt keine Schwierigkeiten, mich diesem Post anzuschließen - lies mal den Zusammenhang oben: ich hatte nicht vor, die beiden Situationen zu vergleichen - bis auf einen Punkt: Die Amis können auch menschenfreundlich sein. Die Hilfe beim deutschen Wiederaufbau war keine einsame Entscheidung irgendeiner abgehobenen Clique, sondern wurde auch von der amerikanischen Bevölkerung getragen. Und das kann ich aus eigener Erfahrung sagen - mein Vater arbeitete bis 62 bei den Amis und wir hatten oft Amis zu Hause. Von Politik habe ich damals noch nicht viel vertstanden, was ich verstanden habe war, wie mir die Leute persönlich begegnet sind, auch die Kinder, die das, was zu Hause vorgeht, nocht nicht verschleiern. Und das würde ich auch nicht nur auf "den selben Kulturkreis" reduzieren wollen.

fwo
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

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Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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fwo
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Beitrag(#1732652) Verfasst am: 27.02.2012, 08:48    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
....
Weshalb eigentlich ein Ultimatum? Man sollte sich ohne wenn und aber moeglichst schnell aus einem Land zurueckziehen, in dem man von Anfang an ueberhaupt nichts verloren hatte. Das Pueppchen Karsai und seine korrupte Kollaborateursclique sollte man dabei aus humanitaeren Gruenden mitnehmen, weil die Zuruecklassung dieser Leute gleichbedeutend mit Mord an ihnen waere.

Ein Ultimatum, weil nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Leute die Hilfe wollen. Die Atmosphäre da war am Anfang auch so, dass das evtl möglich war. Das änderte sich erst unter dem andauernden Druck der Anschläge.

Und das "von Anfang an nichts zu suchen" sehe ich auch anders: Über den Irak brauchen wir uns nicht zu unterhalten, aber in Afghanistan wäre ich auch einmarschiert: Den Schutz und die Unterstützung eines global operierenden Räuberhauptmannes wie Bin Laden hätte ich nach 9/11 auch als Kriegserklärung verstanden und hätte auch das Ziel gehabt, diesen Laden samt seiner Unterstützung dicht zu machen, wenn das auf dem diplomatischen Wege nicht klappt, auch mit der Brechstange. Dabei spielt es auch keinen Rolle, inwieweit dieser Räuberhauptmann vielleicht auch ein amerikanisches Geschöpf war.

fwo
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beachbernie
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Beitrag(#1732786) Verfasst am: 27.02.2012, 18:06    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Misterfritz hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Vobro hat folgendes geschrieben:
.....
Daß die Amis militärisch gegen Hitlerdeutschland vorgegangen sind, hatte sicher nicht den Hintergrund, daß man damals das deutsche Volk retten wollte, man hatte letztlich Angst um den eigenen Arsch. Der systematischen und vollkommen zügellosen Machtausdehung der Nazis wollte man Einhalt gebieten.

Davon hat doch gar keiner geredet, worum es geht, war nach dem Krieg nicht den Morgenthauplan umzusetzen, sondern - auch unter der Verfolgung eigener Interessen - einen funktionierenden, von Anfang an bereits weitgehend selbstbestimmten, demokratischen Staat aufzubauen.

fwo


Der Vergleich zwischen 1945 und 2001 hinkt in vielerlei Hinsicht.
[....]

dem gesamten post kann ich mich anschliessen.

man sollte aber nicht vergessen, dass afghanistan sehr oft besetzt war, unter anderem auch von den sowjets. ich glaube nicht, dass die "normalen" afghanen das wirklich unterscheiden, fremd ist fremd.

Ich habe auch überhaupt keine Schwierigkeiten, mich diesem Post anzuschließen - lies mal den Zusammenhang oben: ich hatte nicht vor, die beiden Situationen zu vergleichen - bis auf einen Punkt: Die Amis können auch menschenfreundlich sein. Die Hilfe beim deutschen Wiederaufbau war keine einsame Entscheidung irgendeiner abgehobenen Clique, sondern wurde auch von der amerikanischen Bevölkerung getragen. Und das kann ich aus eigener Erfahrung sagen - mein Vater arbeitete bis 62 bei den Amis und wir hatten oft Amis zu Hause. Von Politik habe ich damals noch nicht viel vertstanden, was ich verstanden habe war, wie mir die Leute persönlich begegnet sind, auch die Kinder, die das, was zu Hause vorgeht, nocht nicht verschleiern. Und das würde ich auch nicht nur auf "den selben Kulturkreis" reduzieren wollen.

fwo



Das geht in diesem Fall natuerlich viel tiefer.

Viele Amerikaner stammen aus Europa einschliesslich Deutschland und haben und hatten oft noch Kontakt mit Verwandten in "der alten Heimat".

Der "Onkel aus Amerika" wurde sogar zum gefluegelten Wort in Deutschland!
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Desperadox
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Beitrag(#1732791) Verfasst am: 27.02.2012, 18:19    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:

Der "Onkel aus Amerika" wurde sogar zum gefluegelten Wort in Deutschland!


Hatte ich als Kind auch.Der hat mich zB Anfang der 70er mit einem schon recht kleinen Taschenrechner versorgt.Der war in der Schule natürlich Die Sensation.(Sorry,das war etwas OT) zwinkern
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fwo
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Beitrag(#1732793) Verfasst am: 27.02.2012, 18:21    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
....
Der "Onkel aus Amerika" wurde sogar zum gefluegelten Wort in Deutschland!

Wie viele Länder mag es auf diesem Planeten wohl geben, in denen der Onkel aus Amerika kein geflügeltes Wort ist? Könnte es sein, dass den amerikanischen Regierungen die freie Kriegsberichterstattung auch deshalb ein Dorn im Auge ist, weil der normale amerikanische Wähler nicht völlig unempfänglich für die Not anderer Menschen ist?

Ich will doch die Amis nicht zu den Rettern der Menschlichkeit stilisieren, wenn ich davon ausgehe, dass die neben der Verfolgung ihrer sonstigen Ziele auch Wiederaufbauarbeit leisten wollten. Oder gefährden solche Gedanken evtl ein klares Feindbild?

fwo
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beachbernie
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Beitrag(#1732800) Verfasst am: 27.02.2012, 18:40    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
....
Der "Onkel aus Amerika" wurde sogar zum gefluegelten Wort in Deutschland!

Wie viele Länder mag es auf diesem Planeten wohl geben, in denen der Onkel aus Amerika kein geflügeltes Wort ist? Könnte es sein, dass den amerikanischen Regierungen die freie Kriegsberichterstattung auch deshalb ein Dorn im Auge ist, weil der normale amerikanische Wähler nicht völlig unempfänglich für die Not anderer Menschen ist?

Ich will doch die Amis nicht zu den Rettern der Menschlichkeit stilisieren, wenn ich davon ausgehe, dass die neben der Verfolgung ihrer sonstigen Ziele auch Wiederaufbauarbeit leisten wollten. Oder gefährden solche Gedanken evtl ein klares Feindbild?

fwo



Dann koennen sich die heutigen Amerikaner aber echt gut verstellen... zwinkern


In den letzten Jahrzehnten haben die USA erheblich mehr einfach plattgemacht als wieder aufgebaut.
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Schlütter
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Beitrag(#1742978) Verfasst am: 06.04.2012, 15:39    Titel: Antworten mit Zitat

Child witnesses to Afghan massacre say Robert Bales was not alone
http://worldnews.msnbc.msn.com/_news/2012/03/29/10927844-child-witnesses-to-afghan-massacre-say-robert-bales-was-not-alone
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sehr gut
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Beitrag(#1742982) Verfasst am: 06.04.2012, 16:33    Titel: Antworten mit Zitat

Schlütter hat folgendes geschrieben:
Child witnesses to Afghan massacre say Robert Bales was not alone
http://worldnews.msnbc.msn.com/_news/2012/03/29/10927844-child-witnesses-to-afghan-massacre-say-robert-bales-was-not-alone

Egal ob wahr oder nicht, etwas anderes wie die Geschichte eines Einzeltäters, am besten noch eines durchgedrehten, haben die Amis gar nicht veröffentlichen dürfen, alles andere wär fatal - die hätten da gar keine Alternative zu aus 15 GIs 1 zu machen, und den auch noch als gaga darzustellen.

Und das sämtliche Augenzeugenberichte von mehreren Tätern berichten interessiert nicht, das steht ja im Gegensatz zu dem offiziellen Bericht der US-Armee. Das wär ein heisses Eisen dagegen zu berichten, wenn auch nur 1 solcher Bericht falsch wär...
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beachbernie
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Beitrag(#1742991) Verfasst am: 06.04.2012, 17:41    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Schlütter hat folgendes geschrieben:
Child witnesses to Afghan massacre say Robert Bales was not alone
http://worldnews.msnbc.msn.com/_news/2012/03/29/10927844-child-witnesses-to-afghan-massacre-say-robert-bales-was-not-alone

Egal ob wahr oder nicht, etwas anderes wie die Geschichte eines Einzeltäters, am besten noch eines durchgedrehten, haben die Amis gar nicht veröffentlichen dürfen, alles andere wär fatal - die hätten da gar keine Alternative zu aus 15 GIs 1 zu machen, und den auch noch als gaga darzustellen.

Und das sämtliche Augenzeugenberichte von mehreren Tätern berichten interessiert nicht, das steht ja im Gegensatz zu dem offiziellen Bericht der US-Armee. Das wär ein heisses Eisen dagegen zu berichten, wenn auch nur 1 solcher Bericht falsch wär...



Und wer sich untersteht auch bloss Zweifel an der US-Propagandaversion zu aeussern, der ist natuerlich wieder ein poehser "Verschwoerungstheoretiker". Sehr glücklich
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beachbernie
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Beitrag(#1742993) Verfasst am: 06.04.2012, 17:50    Titel: Antworten mit Zitat

Schlütter hat folgendes geschrieben:
Child witnesses to Afghan massacre say Robert Bales was not alone
http://worldnews.msnbc.msn.com/_news/2012/03/29/10927844-child-witnesses-to-afghan-massacre-say-robert-bales-was-not-alone



Zitat:
...Staff Sgt. Bales charged with 17 counts of murder in Afghanistan massacre

The massacre came several days after a roadside bomb attack that cost one soldier his leg. Village residents told reporters and Afghan government officials that after the roadside bomb attack, U.S. troops lined up men from the village against a wall and told them they would pay a price. The Pentagon has denied those allegations.

Pentagon: No evidence that Afghan massacre was a retaliation

Gen. Karimi, assigned by Afghan President Hamid Karzai to investigate the murders, told Hakim that he, too, wonders whether Bales acted alone and how he could left the base without notice.
“Village elders said several soldiers took part and that there is boot prints in the area,” Karimi told Hakim. He said villagers told him that they saw three or four individuals kneeling and that helicopters were overhead during the rampage.

“To search for him?” Karimi said he asked them.
“No,” he said they told him. “They were there from the very beginning.”...



Nachtigall, ick hoer Dir trapsen.....
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Beitrag(#1742996) Verfasst am: 06.04.2012, 18:38    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Schlütter hat folgendes geschrieben:
Child witnesses to Afghan massacre say Robert Bales was not alone
http://worldnews.msnbc.msn.com/_news/2012/03/29/10927844-child-witnesses-to-afghan-massacre-say-robert-bales-was-not-alone

Egal ob wahr oder nicht, etwas anderes wie die Geschichte eines Einzeltäters, am besten noch eines durchgedrehten, haben die Amis gar nicht veröffentlichen dürfen, alles andere wär fatal - die hätten da gar keine Alternative zu aus 15 GIs 1 zu machen, und den auch noch als gaga darzustellen.

Und das sämtliche Augenzeugenberichte von mehreren Tätern berichten interessiert nicht, das steht ja im Gegensatz zu dem offiziellen Bericht der US-Armee. Das wär ein heisses Eisen dagegen zu berichten, wenn auch nur 1 solcher Bericht falsch wär...



Und wer sich untersteht auch bloss Zweifel an der US-Propagandaversion zu aeussern, der ist natuerlich wieder ein poehser "Verschwoerungstheoretiker". Sehr glücklich

Ja, und einmal in diese Ecke gestellt kann man manchen Job vergessen, da könnte man auch gleich selbst kündigen.
Deshalb erwarte ich in diesen Fällen investigatives auch nur von Leuten die in dieser Gesellschaft eh nichts mehr zu verlieren haben, oder die schon 'draussen' sind.
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Beitrag(#1743089) Verfasst am: 07.04.2012, 11:01    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
....
Der "Onkel aus Amerika" wurde sogar zum gefluegelten Wort in Deutschland!

Wie viele Länder mag es auf diesem Planeten wohl geben, in denen der Onkel aus Amerika kein geflügeltes Wort ist? Könnte es sein, dass den amerikanischen Regierungen die freie Kriegsberichterstattung auch deshalb ein Dorn im Auge ist, weil der normale amerikanische Wähler nicht völlig unempfänglich für die Not anderer Menschen ist?

Ich will doch die Amis nicht zu den Rettern der Menschlichkeit stilisieren, wenn ich davon ausgehe, dass die neben der Verfolgung ihrer sonstigen Ziele auch Wiederaufbauarbeit leisten wollten. Oder gefährden solche Gedanken evtl ein klares Feindbild?

fwo



Dann koennen sich die heutigen Amerikaner aber echt gut verstellen... zwinkern


In den letzten Jahrzehnten haben die USA erheblich mehr einfach plattgemacht als wieder aufgebaut.



Und das haben die alles einfach so platt gemacht aus reiner Menschenverachtung, purer Willkür, und ... klar natürlich, um kostenlos das Erdöl abzuzocken....

....dann hamse wohl damals, als sie Deutschland platt gemacht haben, irgendwie außergewöhnliche und für Amerika untypische Regungen gehabt, als sie die Carepakete geschickt haben, als sie den Berlinern die Amerika Gedenk Bibliothek schenkten und als sie Deutschland nach dem Krieg wieder so aufgepäppelt haben, dass zumindest die BRD, ob eigentlich Kriegsverlierer, wirtschaftlich gesehen aber als Kriegsgewinner hervor gingen, und es den BR-Dreutschen nach dem Krieg besser erging als allen anderen in diesem Krieg involvierten Länder....

....vermutlich wollten sich die Amerikaner wohl bloß einschleimen, weil in ganz Deutschland überall Erdölfelder sind....nicht wahr, so muss es doch gewesen sein, oder wie erklärst du dir Amerikas Spendabilität gegenüber Deutschland?

nv.
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beachbernie
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Beitrag(#1743133) Verfasst am: 07.04.2012, 16:43    Titel: Antworten mit Zitat

Navigator2 hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
....
Der "Onkel aus Amerika" wurde sogar zum gefluegelten Wort in Deutschland!

Wie viele Länder mag es auf diesem Planeten wohl geben, in denen der Onkel aus Amerika kein geflügeltes Wort ist? Könnte es sein, dass den amerikanischen Regierungen die freie Kriegsberichterstattung auch deshalb ein Dorn im Auge ist, weil der normale amerikanische Wähler nicht völlig unempfänglich für die Not anderer Menschen ist?

Ich will doch die Amis nicht zu den Rettern der Menschlichkeit stilisieren, wenn ich davon ausgehe, dass die neben der Verfolgung ihrer sonstigen Ziele auch Wiederaufbauarbeit leisten wollten. Oder gefährden solche Gedanken evtl ein klares Feindbild?

fwo



Dann koennen sich die heutigen Amerikaner aber echt gut verstellen... zwinkern


In den letzten Jahrzehnten haben die USA erheblich mehr einfach plattgemacht als wieder aufgebaut.



Und das haben die alles einfach so platt gemacht aus reiner Menschenverachtung, purer Willkür, und ... klar natürlich, um kostenlos das Erdöl abzuzocken....

....dann hamse wohl damals, als sie Deutschland platt gemacht haben, irgendwie außergewöhnliche und für Amerika untypische Regungen gehabt, als sie die Carepakete geschickt haben, als sie den Berlinern die Amerika Gedenk Bibliothek schenkten und als sie Deutschland nach dem Krieg wieder so aufgepäppelt haben, dass zumindest die BRD, ob eigentlich Kriegsverlierer, wirtschaftlich gesehen aber als Kriegsgewinner hervor gingen, und es den BR-Dreutschen nach dem Krieg besser erging als allen anderen in diesem Krieg involvierten Länder....

....vermutlich wollten sich die Amerikaner wohl bloß einschleimen, weil in ganz Deutschland überall Erdölfelder sind....nicht wahr, so muss es doch gewesen sein, oder wie erklärst du dir Amerikas Spendabilität gegenüber Deutschland?

nv.



Erstens bezog sich mein posting ausdruecklich auf "die letzten Jahrzehnte" und nicht die letzten Jahrhunderte und zweitens war die Hilfe fuer das heruntergekommene Deutschland Mitte des letzten Jahrhunderts auch alles andere als selbstlos. Man wollte sich bei der gesamten europaeischen Bevoelkerung "einschleimen", um das mal mit Deinen schlichten Worten auszudruecken, um zu verhindern, dass das sowjetische Konkurrenzsystem die Kontrolle ueber ganz Europa bekommt. Dies ging nun mal nur, wenn man die Mehrheit der Bevoelkerung davon ueberzeugen konnte, dass es sich unter amerikanischer Oberhoheit besser lebt als unter sowjetischer. Deutschland war aufgrund seiner zentralen Lage dabei von besonderer Bedeutung. Waere ganz Deutschland unter sowjetische Kontrolle geraten, so haette dies verheerende Folgen fuer die die amerikanische Geopolitik gehabt. Dafuer kann man schon mal ein paar Tafeln Schokolade und das ein oder andere Paeckchen Kaugummi springen lassen. Smilie
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Beitrag(#1764973) Verfasst am: 07.07.2012, 10:21    Titel: Antworten mit Zitat

http://www.spiegel.de/politik/ausland/konferenz-in-tokio-nato-stellt-afghanistan-weitere-milliarden-in-aussicht-a-843108.html


500 Millionen aus dt Steuergeldern für einen korrupten Warlord, nur um der Hoffnung wegen, das Afghanistan nach dem Abzug westlicher Truppen nicht von den Taliban überannt wird!!!

Pillepalle
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And I sincerely believe, with you, that banking establishments are more dangerous than standing armies; and that the principle of spending money to be paid by posterity, under the name of funding, is but swindling futurity on a large scale.

Thomas Jefferson, May 28, 1816

Letter to John Taylor
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