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Warum Musik schön ist und was macht sie schön?
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Philon
registrierter User



Anmeldungsdatum: 16.03.2009
Beiträge: 3
Wohnort: Karlsruhe

Beitrag(#1244261) Verfasst am: 17.03.2009, 01:33    Titel: Warum Musik schön ist und was macht sie schön? Antworten mit Zitat

Warum die Dinge so sind wie sie sind. Warum Musik schön ist und was macht sie schön?

Viele Elemente bzw. Objekte haben sich im Verlauf der Evolution angepasst bzw. weiterentwickelt und zu dem geworden, was sie Heute sind. Die Evolution hat auch viele Antworten geliefert, warum einige Dinge so sind, wie sie Heute sind, und wofür sie zweckmäßig, lohnend und geeignet sowie gewinnbringend sind.

Demzufolge besitzen wir Erklärungen, die rational und empirisch sowie objektiv verfügbar sind.
Aus diesem Grunde möchte ich mit euch darüber philosophieren, warum eine rhythmische Sequenz schön empfunden wird und was ist das, das Musik schön macht, unbeachtet des Geschmackssinns und des Stilgefühls bzw. des Kunstverständnis?
_________________
Das Leben ist Problemlösen
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Kramer
postvisuell



Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 30250

Beitrag(#1244267) Verfasst am: 17.03.2009, 01:51    Titel: Antworten mit Zitat

Das kann man generell nicht beantworten, aber es gibt da schon einige Faktoren, die man grob benennen kann.

Im Internet kursieren z.B. derzeit zwei Videos, in denen es darum geht, dass viele Songs auf der gleichen Akkordfolge basieren:

The Axis of Awesome
Pachelbel Rant

Die Akkordfolgen in beiden Beispielen sind sich sehr ähnlich. Was beide Akkordfolgen gemeinsam haben ist, dass sie Basslinien und Klischeelinien für Begleitinstrumente erlauben, die Ton für Ton runter (eher seltener rauf) in der Tonleiter wandern. Das ergibt einen sehr geschlossenen und vertrauten Klang, es klingt einfach und eingängig. Auch wenn die Melodie sich an kein bekanntes Muster hält, hat die Musik allein durch die Harmonien etwas Vertrautes.
_________________
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DeHerg
nun schon länger Ranglos



Anmeldungsdatum: 28.04.2007
Beiträge: 6525
Wohnort: Rostock

Beitrag(#1244268) Verfasst am: 17.03.2009, 02:04    Titel: Antworten mit Zitat

zur Einstimmung sei mal die Wikipediaerklährung zur Ursache/Entstehung von Musik eingeworfen
Zitat:
Manche Wissenschaftler sehen die Ursprünge der Musik daher als eine kommunikative Anpassung an das Leben in größeren sozialen Gruppen. Andere wie Geoffrey F. Miller dagegen vermuten, dass es sich bei der Musikalität des Menschen um ein Merkmal handelt, dass sich hauptsächlich durch Sexuelle Selektion entwickelt hat. Neue Ansätze gehen davon aus, dass beide Faktoren eine Rolle gespielt haben
bei gewissen Trommelrhythmen(Beispiel ab min 2:00) hingegen vermute ich einmal eine Überlistung des Gehirns das hinter den Trommelrhythmen seinen Herzschlag(den des dazugehörigen Körpers) vermutet und zu dem Rythmus/der Geschwindigkeit passende Botenstoffe ausschüttet(Bspw Adrenalin)
_________________
Haare spalten ist was für Grobmotoriker

"Leistung muss sich wieder lohnen"<--purer Sozialismus


Zuletzt bearbeitet von DeHerg am 17.03.2009, 02:10, insgesamt einmal bearbeitet
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fwo
Caterpillar D9



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 24159
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#1244269) Verfasst am: 17.03.2009, 02:09    Titel: Antworten mit Zitat

Unser Schönheitsempfinden ist grundsätzlich sehr an die Gewohnheit gekoppelt - Vertrautes ist schön, Neues eher aufregend, wenn es nicht abstößt.

Deutlich zu sehen / hören ist das z.B. daran, dass orientalische Musik für uns sehr gewöhnungsbedürftig ist, sehr viele empfinden sie auch einfach zu Weglaufen - denen, die damit großgeworden sind geht es in der Regel genau andersrum.

Unser optischer Geschmack ist sehr leicht mit Kleidermoden zu testen, die sehr viele am Anfang einer neuen Mode für gruselig halten und sich dann ganz schnell dran gewöhnen und schön finden.

Reine Harmonie wird schnell als langweilig empfunden - in der bildenden Kunst wird z.B. der goldene Schnitt heute gern benutzt, um Monotonie auszudrücken.

fwo
_________________
Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

The skills you use to produce the right answer are exactly the same skills you use to evaluate the answer. Isso.

Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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Mahone
registrierter User



Anmeldungsdatum: 22.12.2008
Beiträge: 842
Wohnort: Munich

Beitrag(#1244270) Verfasst am: 17.03.2009, 02:33    Titel: Antworten mit Zitat

Also was mir aufgefallen ist,
was ich recht interessant fand, ist dass sowohl Country als auch mongolische Volksmusik,
von der Rhythmik oft an das Getrappel von trabenden Pferden erinnert.
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Phineas
registrierter User



Anmeldungsdatum: 12.02.2009
Beiträge: 658
Wohnort: Berlin

Beitrag(#1244271) Verfasst am: 17.03.2009, 02:40    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Unser Schönheitsempfinden ist grundsätzlich sehr an die Gewohnheit gekoppelt - Vertrautes ist schön, Neues eher aufregend, wenn es nicht abstößt.

Deutlich zu sehen / hören ist das z.B. daran, dass orientalische Musik für uns sehr gewöhnungsbedürftig ist, sehr viele empfinden sie auch einfach zu Weglaufen - denen, die damit großgeworden sind geht es in der Regel genau andersrum.

Unser optischer Geschmack ist sehr leicht mit Kleidermoden zu testen, die sehr viele am Anfang einer neuen Mode für gruselig halten und sich dann ganz schnell dran gewöhnen und schön finden.

Reine Harmonie wird schnell als langweilig empfunden - in der bildenden Kunst wird z.B. der goldene Schnitt heute gern benutzt, um Monotonie auszudrücken.

fwo


Da gibts ein angeborenes Harmoniegefühl.
Schon Neugeborene erkennen Dissonanzen.
Arabische Musik hat nur ein paar Zwischentöne mehr als europäische, das ist dann Gewohnheitssache. Grundsätzlich ist das Schema gleich, Oktaven und Zwischentöne.
Bach empfinden übrigens fast alle Menschen als angenehm anzuhören, unabhängig von ihrer Herkunft/Kultur.
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Roter Ballon
Lifted



Anmeldungsdatum: 22.12.2006
Beiträge: 2466
Wohnort: München

Beitrag(#1244334) Verfasst am: 17.03.2009, 09:10    Titel: Antworten mit Zitat

Ich erinner mich an eine interessante Doku über die "Blue Note".
fand ich sehr faszinierend:

Blue Note hat folgendes geschrieben:
nennt man im Blues und im Jazz die verminderte dritte (Blues-Terz) und siebte (Blues-Septime) Stufe, seit dem Bebop auch die verminderte fünfte Stufe (Tritonus)
(...)
Die Blue Notes stellen wichtige Ausdrucksmittel der afro-amerikanischen Musik und basieren auf der Verschiedenheit der achtstufigen diatonischen europäischen Tonleiter und der fünf- bzw. siebenstufigen Skalen in der traditionellen afrikanischen Musik.
(...)
Die Genauigkeit, mit der im Bluesgesang ein Intervall getroffen wird, das in der Nähe des klassischen Tritonus liegt, spricht für seine starke Affinität zum Frequenzverhältnis 7:5, das laut gängigen Konsonanztheorien - konsonante Intervalle haben einfache Frequenzverhältnise - ähnlich konsonant empfunden werden müsste wie die kleine Sexte mit dem Frequenzverhältnis 8:5.


zugegeben ist das für meine Pannen-Ohren eh nur graue Theorie,
kenn ich eh nur zwei Musikarten, gefällt oder gefällt mir nicht Lachen .
_________________
ertrage die Clowns!
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Mr.Manescu
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Anmeldungsdatum: 22.11.2007
Beiträge: 346

Beitrag(#1244355) Verfasst am: 17.03.2009, 10:27    Titel: Antworten mit Zitat

Mahone hat folgendes geschrieben:
Also was mir aufgefallen ist,
was ich recht interessant fand, ist dass sowohl Country als auch mongolische Volksmusik,
von der Rhythmik oft an das Getrappel von trabenden Pferden erinnert.


Das ist absolut kein Zufall.
Zumindest nicht bei den Mongolen.
Ich erinnere nur an die Entstehungslegende(n) der mongolischen Pferdekopfgeige.
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Mr.Manescu
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Anmeldungsdatum: 22.11.2007
Beiträge: 346

Beitrag(#1244358) Verfasst am: 17.03.2009, 10:30    Titel: Antworten mit Zitat

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Ahriman
boshafter Spötter



Anmeldungsdatum: 31.03.2006
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Beitrag(#1244498) Verfasst am: 17.03.2009, 13:52    Titel: Antworten mit Zitat

"Musik wird oft nicht schön empfunden,
dieweil sie mit Geräusch verbunden."
sagte Wilhelm Busch.

Die Behauptung, Musik sei "schön" ist Blödsinn. Zunächst einmal ist Musik nicht gleich Musik. Die arabische Art zu singen, die sich anhört, als wolle jemand den italienischen Koloraturgesang parodieren, zieht einem Europäer die Schuhe aus. Und die Musik der Ostasiaten (going-going-zoing-plärr) biegt ihm die Zehennägel krumm.
Und selbst bei uns reicht die Spannweite vom Madrigalgesang über Bach, Verdi und Beethoven hin bis zum Försterhaus, der Klatsch-klatsch-Volksmusik mit Umpf-tata über den Schmuse-Rock bis zu Techno und Hip-Hop (sowas ähnliches wie Plemm-plemm).

Wann ist für wen Musik schön?
Wenn ich einen Gefangenen foltern müßte, ich würde ihm fünfmal nacheinander Ravels "Bolero" vorspielen. Dann ist er fertig.
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Mahone
registrierter User



Anmeldungsdatum: 22.12.2008
Beiträge: 842
Wohnort: Munich

Beitrag(#1244583) Verfasst am: 17.03.2009, 15:24    Titel: Antworten mit Zitat

Mr.Manescu hat folgendes geschrieben:
Mahone hat folgendes geschrieben:
Also was mir aufgefallen ist,
was ich recht interessant fand, ist dass sowohl Country als auch mongolische Volksmusik,
von der Rhythmik oft an das Getrappel von trabenden Pferden erinnert.


Das ist absolut kein Zufall.


Hab ich auch nie angenommen.
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Mr.Manescu
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Anmeldungsdatum: 22.11.2007
Beiträge: 346

Beitrag(#1244585) Verfasst am: 17.03.2009, 15:29    Titel: Antworten mit Zitat

Mahone hat folgendes geschrieben:
Mr.Manescu hat folgendes geschrieben:
Mahone hat folgendes geschrieben:
Also was mir aufgefallen ist,
was ich recht interessant fand, ist dass sowohl Country als auch mongolische Volksmusik,
von der Rhythmik oft an das Getrappel von trabenden Pferden erinnert.


Das ist absolut kein Zufall.


Hab ich auch nie angenommen.


Wollt ich dir auch nicht unterstellen.
Zumindest Pluspunkt für dich, dass du Musik auf diese Art hören kannst.
Sehr glücklich
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Arena-Bey
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Anmeldungsdatum: 29.01.2008
Beiträge: 1460

Beitrag(#1244648) Verfasst am: 17.03.2009, 17:13    Titel: Antworten mit Zitat

für queribus:

http://www.youtube.com/watch?v=RNAjQBOP-lU

zwinkern

für Ahriman:

http://www.youtube.com/watch?v=4D7eczEms_U

zwinkern

für hope :

http://www.youtube.com/watch?v=ZDmsInSvgPA

zwinkern

für Arena-Bey:

http://www.youtube.com/watch?v=AcXXkcZ2jWM

zwinkern zwinkern
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Mr.Manescu
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Anmeldungsdatum: 22.11.2007
Beiträge: 346

Beitrag(#1244688) Verfasst am: 17.03.2009, 18:00    Titel: Antworten mit Zitat

Arena-Bey hat folgendes geschrieben:
für queribus:

http://www.youtube.com/watch?v=RNAjQBOP-lU

zwinkern

für Ahriman:

http://www.youtube.com/watch?v=4D7eczEms_U

zwinkern

für hope :

http://www.youtube.com/watch?v=ZDmsInSvgPA

zwinkern

für Arena-Bey:

http://www.youtube.com/watch?v=AcXXkcZ2jWM

zwinkern zwinkern


Interessant, aber hast du nix für mich? Auf den Arm nehmen
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Arena-Bey
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Anmeldungsdatum: 29.01.2008
Beiträge: 1460

Beitrag(#1244691) Verfasst am: 17.03.2009, 18:03    Titel: Antworten mit Zitat

claro..

gerne:

http://www.youtube.com/watch?v=ObEBes2-xPE

zwinkern
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Arena-Bey
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Anmeldungsdatum: 29.01.2008
Beiträge: 1460

Beitrag(#1244699) Verfasst am: 17.03.2009, 18:14    Titel: Antworten mit Zitat

Und da in diesem faden es ja nicht um music -clips geht sondern um die Beschäftigung mit Musik, darf natürlich etwas nicht feheln...das Himmliche.

jemand der eine hervorragende theologische geddankenwelt hinterlassen hat, der eine hervorragende Dogmatik hinterlassen hat, war ein großer Mozart - Kenner : Karl Barth.

Deshalb hier zum Einstieg ein paar Anmerkungen zur evangelischen Musik eines katholisch Geprägten ( erstes kirchenmusikalisches hHighlight mit 13 Jahren =

http://www.youtube.com/watch?v=a3GrB_4pb3U )

freimauererisch angehauchten Salzburges:

http://www.mozart-evangelisch.de/goes_print.html
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sehr gut
im Hamsterrad



Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 11714

Beitrag(#1244720) Verfasst am: 17.03.2009, 18:31    Titel: Antworten mit Zitat

Arena-Bey hat folgendes geschrieben:
für Ahriman:

http://www.youtube.com/watch?v=4D7eczEms_U

Ist es das was die in Guantanamo hören müssen ...?
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Ahriman
boshafter Spötter



Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 16818
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Beitrag(#1244776) Verfasst am: 17.03.2009, 19:08    Titel: Antworten mit Zitat

Habe ich richtig gesehen? Haben die da ein Klavier mit zwei Manualen oder spiegeln sich da nur die Tasten im Deckel?
Ich habe mal sowas im TV gesehen. Da stand der Pianist auf, beugte sich ins Instrument und kratzte an den Saiten. Ich fühlte mich verarscht und zappte mich weg. Aber immer noch grübele ich, wie man das wohl in den Noten schreiben könnte. Kann ein Pianist auf Anhieb in den Flügel greifen und sagen: Das hier ist die A-Saite?
Seht ihr, wie ich es schon andeutet: Erst mal müßtet ihr euch einigen, was denn nun Musik ist und was nicht.
Äh, ich hatte im C 64 mal ein Programm, das konnte komponieren. Das hörte sich genau so an wie in diesem Video.
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sehr gut
im Hamsterrad



Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 11714

Beitrag(#1244794) Verfasst am: 17.03.2009, 19:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
Äh, ich hatte im C 64 mal ein Programm, das konnte komponieren. Das hörte sich genau so an wie in diesem Video.

Lachen
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sehr gut
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Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 11714

Beitrag(#1244817) Verfasst am: 17.03.2009, 19:28    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
Erst mal müßtet ihr euch einigen, was denn nun Musik ist und was nicht.

Wenn man ein Glas Wasser vor einen Lautsprecher stellt, dann bringen die Töne das Wasser in Schwingung. Da der menschliche Körper zum Grossteil aus Wasser besteht, wird dieses Wasser auch in Schwingung versetzt.

Musik mag man nicht alles was es gibt, auch das was man mag kann man sich nicht immer anhören, das liegt an der Stimmung. Musik muß mit den eigenen Schwingungen übereinstimmen, kann sie (so vorhanden) verstärken.

Man kann auch durch Musik-Konsum eine nicht vorhandene erwünschte Schwingung erzeugen, das ist dann aber wie das trinken von Wein: sobald die Stimmung die Wein erzeugt schwindet, muß wieder neuer reingekippt werden, weil es nicht die eigene ist.
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neinguar
Blue Note



Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 3088

Beitrag(#1245117) Verfasst am: 17.03.2009, 22:48    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
Habe ich richtig gesehen? Haben die da ein Klavier mit zwei Manualen oder spiegeln sich da nur die Tasten im Deckel?

<s>Augen und Ohren lassen im Alter wohl stark nach, was, Du Ärmster?</s>

Nee, solange er noch gut genug sieht, um Texte auf dem Bildschirm zu erkennen, kann's das nicht sein. Also doch:

Ohnmacht
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Woran du dein Herz hängest, das ist dein Gott - Martin Luther -

Wenn ich Gott wäre, würde ich mich nicht von jedem anbeten lassen wollen - Hilde Ziegler -
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Philon
registrierter User



Anmeldungsdatum: 16.03.2009
Beiträge: 3
Wohnort: Karlsruhe

Beitrag(#1245226) Verfasst am: 18.03.2009, 00:29    Titel: Antworten mit Zitat

Erstmals hallo an alle hier,

@Kramer
Zitat:
Die Akkordfolgen in beiden Beispielen sind sich sehr ähnlich. Was beide Akkordfolgen gemeinsam haben ist, dass sie Basslinien und Klischeelinien für Begleitinstrumente erlauben, die Ton für Ton runter (eher seltener rauf) in der Tonleiter wandern. Das ergibt einen sehr geschlossenen und vertrauten Klang, es klingt einfach und eingängig. Auch wenn die Melodie sich an kein bekanntes Muster hält, hat die Musik allein durch die Harmonien etwas Vertrautes.

Nicht geschieht ohne Grund im Universum. Das Problem hier ist, du beschreibst immer noch die Wirkung. Ob die Musik schön, vertraut, warm, etc. klingt, das alles betrifft die Wirkung nicht die Ursache.

@Ahriman
Zitat:
Die Behauptung, Musik sei "schön" ist Blödsinn. Zunächst einmal ist Musik nicht gleich Musik. Die arabische Art zu singen, die sich anhört, als wolle jemand den italienischen Koloraturgesang parodieren, zieht einem Europäer die Schuhe aus. Und die Musik der Ostasiaten (going-going-zoing-plärr) biegt ihm die Zehennägel krumm.
Und selbst bei uns reicht die Spannweite vom Madrigalgesang über Bach, Verdi und Beethoven hin bis zum Försterhaus, der Klatsch-klatsch-Volksmusik mit Umpf-tata über den Schmuse-Rock bis zu Techno und Hip-Hop (sowas ähnliches wie Plemm-plemm).

Wann ist für wen Musik schön?
Wenn ich einen Gefangenen foltern müßte, ich würde ihm fünfmal nacheinander Ravels "Bolero" vorspielen. Dann ist er fertig.

Das passiert, wenn man zu laut ist. Jetzt schießt du dir ein Eigentor, denn deine Antwort lautet im übertragenen Sinnen: Tier ist nicht gleich Tier. Afrikanische Elefanten sind hässlich im Vergleich zur europäischen Katze und asiatische Schlangen sind viel hübscher als australische Ameisen!
Nicht vergessen, Musik ist der Stammbegriff bzw. die oberste Kategorie oder Klasse. Was du meinst liegt einfach darunter.

@DeHerg
Danke für den Wikibeitrag, aber den halte ich nicht für ausreichend. Deshalb bin ich hier!

@Phineas
Stimme ich dir überein.
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Mahone
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Anmeldungsdatum: 22.12.2008
Beiträge: 842
Wohnort: Munich

Beitrag(#1245240) Verfasst am: 18.03.2009, 01:10    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
"Musik wird oft nicht schön empfunden,
dieweil sie mit Geräusch verbunden."
sagte Wilhelm Busch.

Die Behauptung, Musik sei "schön" ist Blödsinn. Zunächst einmal ist Musik nicht gleich Musik. Die arabische Art zu singen, die sich anhört, als wolle jemand den italienischen Koloraturgesang parodieren, zieht einem Europäer die Schuhe aus. Und die Musik der Ostasiaten (going-going-zoing-plärr) biegt ihm die Zehennägel krumm.
Und selbst bei uns reicht die Spannweite vom Madrigalgesang über Bach, Verdi und Beethoven hin bis zum Försterhaus, der Klatsch-klatsch-Volksmusik mit Umpf-tata über den Schmuse-Rock bis zu Techno und Hip-Hop (sowas ähnliches wie Plemm-plemm).

Wann ist für wen Musik schön?
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Anmeldungsdatum: 22.07.2003
Beiträge: 14941
Wohnort: Arena of Air

Beitrag(#1245256) Verfasst am: 18.03.2009, 02:02    Titel: Antworten mit Zitat

S.o.: Pachelbels Kanon ist ja so "Hochzeitsmusik", zumindest wenn man sich die ganzen nordamerikanischen Filme ansieht. Und ich denke mir dann immer: Sind das so beschränkte Musiker, die nur zwei Stücke (das und den notorischen "Hochzeitsmarsch") spielen können, oder haben die Leute, die die Musik bestellen, einfach nur keine Ahnung? Womöglich würden die Leute vielleicht den "Earl of Oxford's March" gar nicht als ein anderes Stück erkennen (ich meine, als mal ein Professor ganz stolz die neue Tonanlage mit Monteverdis "Marienvesper" ausprobierte, habe ich die ja auch nicht erkannt; jaja, lang ists her...)... Zu Pachelbels Kanon in D-Dur gehört eigentlich noch eine Gigue (ab 5:26) (beides).

J.S.Bachs 2.Violinkonzert

Gabrieli: Canzon primi toni. Gabrieli war dafür bekannt, die klanglichen Eigenschaften von Räumen in seine Kompositionen einzubeziehen. Gängige Lehrmeinung war, daß er seine Stücke für die Kirche San Marco in Venedig geschrieben habe. Allerdings sollen sie eigentlich mit der Akustik von San Rocco besser übereinstimmen: Gabrielis Magnificat zu 33 Stimmen.

Thomas Tallis: Spem in alium, Motette zu 40 Stimmen -- Link1, Link2 (Wie gesagt, man lasse den Klang für sich selbst leben, das kann man aber schon mit einer religiösen Erfahrung verwechseln.)
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Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

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Ahriman
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Beiträge: 16818
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Beitrag(#1245656) Verfasst am: 18.03.2009, 15:35    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, stimmt. Und die Toccata in d-moll vom Herrn Bach heißt ja auch "Die Epidemische". Weil sie immer und immer in Filmberichten gespielt wird, wenn eine Kirche ins Bild kommt. Und zu Heiligenbildern orgelt man das "Ave Maria" rein.
Zitat:
Wenn man ein Glas Wasser vor einen Lautsprecher stellt, dann bringen die Töne das Wasser in Schwingung. Da der menschliche Körper zum Grossteil aus Wasser besteht, wird dieses Wasser auch in Schwingung versetzt.

Ha, mein Sohn hat mich mal mitgenommen zu einem Konzert der EAV. Mein lieber Scholli, da hat aber das Wasser in meinem Körper vibriert! Es war erstaunlich, daß die Musiker noch Platz gefunden haben auf der Bühne neben ihren kleiderschrankähnlichen Lautsprecherboxen.
Sowas nennt man auch Musik. Schön fand ich es nicht.
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Fuxing
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Beiträge: 1689
Wohnort: Ankh Morpork

Beitrag(#1245721) Verfasst am: 18.03.2009, 16:58    Titel: Antworten mit Zitat

Spiegel-Spam-Artikel aus 11/2008:

http://www.spiegel.de/spam/0,1518,595885,00.html

Zitat:
Gefangenen in Guantanamo wird zu Folterzwecken öfter mal recht laute Musik vorgespielt: am liebsten Bruce Springsteen mit "Born in the USA".


Edit:
Goolge liefert:
Ergebnisse 1 - 10 von ungefähr 242.000 für 'musikfolter'
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Philon
registrierter User



Anmeldungsdatum: 16.03.2009
Beiträge: 3
Wohnort: Karlsruhe

Beitrag(#1245870) Verfasst am: 18.03.2009, 19:28    Titel: Antworten mit Zitat

Ah ok, ich verstehe, ich bin in einem niveauvollen Forum gelandet.

Ahriman ist bestimmt der Anführer, da er älter ist und Lebenserfahrung besitzt.

Und der Moderator...na ja, hauptsache Masse... denn sie wiegt mehr als Klasse.

Account bitte löschen!
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step
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 21878
Wohnort: Germering

Beitrag(#1245890) Verfasst am: 18.03.2009, 19:49    Titel: Antworten mit Zitat

"Die Biologie des Wohlklangs" von Cook/Hayashi in SdW 09/03

Wer es haben will - PN mit email
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Was ist der Sinn des Lebens? - Keiner, aber Leere ist Fülle für den, der sie sieht.
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reign
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Anmeldungsdatum: 21.07.2006
Beiträge: 1880

Beitrag(#1245896) Verfasst am: 18.03.2009, 19:52    Titel: Antworten mit Zitat

Philon hat folgendes geschrieben:
Warum Musik schön ist und was macht sie schön?

Konzert für Prisma und Torus - Ob eine Melodie schön klingt, kann man nicht nur hören, sondern auch berechnen – ein US-Mathematiker zeigt, dass in der Musik Gesetze der Geometrie gelten
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satsche
registrierter User



Anmeldungsdatum: 30.07.2006
Beiträge: 2091
Wohnort: Südhessen

Beitrag(#1246012) Verfasst am: 18.03.2009, 22:05    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
"Musik wird oft nicht schön empfunden,
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sagte Wilhelm Busch.

Die Behauptung, Musik sei "schön" ist Blödsinn. Zunächst einmal ist Musik nicht gleich Musik. Die arabische Art zu singen, die sich anhört, als wolle jemand den italienischen Koloraturgesang parodieren, zieht einem Europäer die Schuhe aus. Und die Musik der Ostasiaten (going-going-zoing-plärr) biegt ihm die Zehennägel krumm.
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Wann ist für wen Musik schön?
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Vielleicht war das, was du getan hast, während Ravels "Bolero" zu hören war, schlichtweg Folter?
Darfst du da mal nachfragen?
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