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Gesundheit und Krankheit
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Alchemist
Luminous beings are we, not this crude matter.



Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 22356
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#1324651) Verfasst am: 08.07.2009, 06:13    Titel: Antworten mit Zitat

fräulein rottenmeier hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:

Mit den Augen rollen Also nochmal:
Was ist daran ganzheitlich, wenn ich mir aus der homöopatischen Hausapotheke ein paar Kügelchen Belladonna D6 gegen mein Kopfweh einwerfe?


ich wiederhole: nichts, da du als Laie nicht die komplette Diagnose der klassischen Homöopathie an dir machst. Und ich wiederhole: der Hausgebrauch durch Laien sagt nichts darüber aus, was eine Methode leisten kann, wenn sie von Fachleuten angewendet wird.


Dann ist also Homöopathie nicht immer ganzheitlich?

Kann richtige Medizin eigentlich ganzheitlich sein?
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Alchemist
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Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 22356
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#1324653) Verfasst am: 08.07.2009, 06:20    Titel: Antworten mit Zitat

fräulein rottenmeier hat folgendes geschrieben:
Zitat:

Hahnemann irgendwelche Mittel und Unmttel ausprobiert und die Symptome aufgeschrieben, die das entsprechende Zeug verursacht hat. Und mit Hilfe der beknacktesten Schlussfolgerung in der Geschichte der Menschheit seit dem Christentum hat er behauptet, eine Verdünnung jeder dieser Substanzen hilft gegen das entsprechende Symptom.


am Anfang der Homöopathie steht das Simile-Prinzip, worauf Hahnemann tatsächlich mehr oder weniger zufälligerweise gestolpert war.

Verdünnungen gehörten zum üblichen Repertoire damaliger Medizin, das war auch nichts ungewöhnliches. Abgesehen davon war Hahnemann ein Praktiker, dem das Wohl seiner Patienten wichtiger war als der theoretische Unterbau, und die Frage, ob schon im Detail verstanden wird, warum seine Behandlungen helfen.


Hahnemann ist nicht zufällig über irgendetwas gestolpert, sonder er war ein Mann, der falsche Schlussfolgerungen gezogen hat, zu einer Zeit, in dr man es nicht besser wusste. Das Simile-Prinzip ist der tatsächlich der grösste Schwachsinn der medizinischen Geschichte.


fräulein rottenmeier hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Um mein Beipsiel wieder zu benutzen: Hahnemann zeiht sich etwas Tollkirsche durch die Nase und bekommt Kopfweh. Schlussfolgerung: Belladonna verdünnt hilft gegen Kopfweh.
Nichts mit Gesamtheit...


Arnzeimittelprüfungen funktionieren nicht so. Es wird die Gesamtheit der Symptome gesucht und aufgeschrieben.


Ich rede nicht von Arzneimittleprüfungen, sonder von der Tätigkeit von Hahnemann.

[Albernheiten unbeachtet]





fräulein rottenmeier hat folgendes geschrieben:

Zitat:

Das es verschiedene Formen von Bakterien mit entsprechenden Antibiotika gibt habe ich als Allgemeinwissen angekommen, das ändert dennoch nichts an meiner Aussage. Penicillin wirkt gegen grampositive Bakterien. Scheißegal wer der Träger dieser Bakterien ist. Das ist eine allgemeine und zutreffende AUssage und da könnte ein Esoteriker noch so lange drumherumreden.


ja, solange die Bakterien nicht resistent sind... was immer häufiger der Fall ist.

Was keine esoterische Aussage ist, sondern eine wissenschaftliche.


BINSENWEISHEIT! Ändert trotzdem nichts an meiner Aussage.

fräulein rottenmeier hat folgendes geschrieben:

Zitat:

Wenn du meinst, dass medizinische Fachbegriffe zaubersprüche sind, dann ist dir wahrscheinlich sowieso nicht mehr zu helfen


Wenn du ihre Funktion im sozialen Gefüge Arzt-Assistenten-Patient untersuchst, so unterscheidet sie sich nicht von der Funktion von Bescwörungsformeln und Gebeten im sozialen Kontext eines Schamanen.



Pillepalle
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fräulein rottenmeier
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Anmeldungsdatum: 16.02.2009
Beiträge: 1106
Wohnort: Saint Louis

Beitrag(#1324658) Verfasst am: 08.07.2009, 06:30    Titel: Antworten mit Zitat

Dissonanz hat folgendes geschrieben:

Ah, also kritisierst du, dass jemand sich nicht wie ein Arzt verhält sondern wie irgendwas anderes?


In der Praxis hab ich es leider nicht mit der platonischen Idee des idealen Artztes zu tun, sondern mit dessen realer irdischer Version, die sich sehr häufig sehr unvollkommen verhält.



Zitat:
Kritik kann nun alles zwischen "Ich hab mal gehört, dass Arsen nicht standardmäßig gegen Kopfschmerzen verschrieben wird, gäbe es da nicht Alternativen?" und "Du elender Wicht bist doch nur eine Marionette der Farmerlobby!" sein.


Ich hab in höflichen Worten nach Alternativen gefragt, und auf die Antwort "es gibt keine" angekündigt, dass ich daran nicht glaube und bevor ich mich auf eine lebenslange medikamentöse Therapie einlasse, mich noch nach Alternativen umsehen werde. Dringend oder gar gefährlich war die Situation in dem Moment nicht.


Zitat:

Ich weiss nicht was es war, aber je nach Einwand und je nach nach aussen gezeigter Selbstsicherheit kann ich verstehen, wenn jemand wie ein Arzt gereizt reagiert. Ärzte sollen Medizin betreiben, das heisst nicht unbedingt, dass sie immer lieb und nett sein müssen und alles schlucken müssen.


Lieb und nett sein - zumindest eine grundlegende Höflichkeit - gehört zur Professionalität jedes Dienstleisters. Keine Kassiererin bei Aldi kann sich die schlechten Umgangsformen und die Arroganz erlauben, die ich bei Ärtzen teilweise schon beobachten durfte...


Zitat:
Wieso Moral? Wenn ein Arzt als Arzt das sagt dürfte doch klar sein, dass es um Gesundheit geht. Und wenn ein Arzt ganzheitlich um die Gesundheit seiner Patienten bemüht ist und in seiner Rolle Verhaltensrichtlinien die für die gesamtheitliche Gesundheit gut sind von sich gibt, finde ich, ist das äußerst begrüßenswert.


Wenn er etwas Konkretes und Sinnvolles vorzuschlagen hat, das nicht eine selbstverständliche (wenn auch wahre) Platitüde ist, so darf er das gerne tun. Er darf auch gerne fragen, ob ich Interesse an weitergehenden Informationen hätte, und er darf sich danach erkundigen, wie weit ich mich schon selbst informiert habe.


Zitat:
Der Freundlichkeit halber: Ich stelle es mir auch extrem vor, Psychologen in Psychotherapie zu haben. Entweder extrem nervig oder extrem einfach.


vermutlich eher extrem nervig. Sehr glücklich

grüsse, das fräulein
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Alchemist
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Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 22356
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#1324659) Verfasst am: 08.07.2009, 06:33    Titel: Antworten mit Zitat

Dissonanz hat folgendes geschrieben:

Kritik kann nun alles zwischen "Ich hab mal gehört, dass Arsen nicht standardmäßig gegen Kopfschmerzen verschrieben wird, gäbe es da nicht Alternativen?" und "Du elender Wicht bist doch nur eine Marionette der Farmerlobby!" sein.


Ein schöner Verschreiber Lachen
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fräulein rottenmeier
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Anmeldungsdatum: 16.02.2009
Beiträge: 1106
Wohnort: Saint Louis

Beitrag(#1324660) Verfasst am: 08.07.2009, 06:36    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:

Hahnemann ist nicht zufällig über irgendetwas gestolpert, sonder er war ein Mann, der falsche Schlussfolgerungen gezogen hat, zu einer Zeit, in dr man es nicht besser wusste. Das Simile-Prinzip ist der tatsächlich der grösste Schwachsinn der medizinischen Geschichte.


Es überzeugt immerhin auch nach 200 Jahren noch. Im Gegensatz zu den schulmedizinischen Therapien, von denen kaum eine so lange überlebt hat. Mal abgesehen von der Hygiene, die übrigens auch von Hahnemann mitentwickelt wurde.


Zitat:

Ich rede nicht von Arzneimittleprüfungen, sonder von der Tätigkeit von Hahnemann.


Arzneimittelprüfungen sind ein Teil der Tätigkeit Hahnemanns.
Schämst du dich eigentlich nicht, so unqualifiziertes Zeug von dir zu geben? Es ist ja ganz in Ordnung, gegen Homöopathie zu sein, nur wäre es angebracht zu wissen, wogegen du eigentlich bist.



Zitat:
BINSENWEISHEIT! Ändert trotzdem nichts an meiner Aussage.


Es ändert sehr wohl etwas an deiner Aussage, da Penicillin eben nicht alle gramopositiven Bakterien entfernt, sondern nur jene, die nicht resistent sind.


grüsse, das fräulein
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Alchemist
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Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 22356
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#1324661) Verfasst am: 08.07.2009, 06:52    Titel: Antworten mit Zitat

fräulein rottenmeier hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:

Hahnemann ist nicht zufällig über irgendetwas gestolpert, sonder er war ein Mann, der falsche Schlussfolgerungen gezogen hat, zu einer Zeit, in dr man es nicht besser wusste. Das Simile-Prinzip ist der tatsächlich der grösste Schwachsinn der medizinischen Geschichte.


Es überzeugt immerhin auch nach 200 Jahren noch. Im Gegensatz zu den schulmedizinischen Therapien, von denen kaum eine so lange überlebt hat. Mal abgesehen von der Hygiene, die übrigens auch von Hahnemann mitentwickelt wurde.



Das ist so doof, dass ich nicht mal mehr weiß, was man darauf noch entgegnen kann.

fräulein rottenmeier hat folgendes geschrieben:

Zitat:

Ich rede nicht von Arzneimittleprüfungen, sonder von der Tätigkeit von Hahnemann.


Arzneimittelprüfungen sind ein Teil der Tätigkeit Hahnemanns.
Schämst du dich eigentlich nicht, so unqualifiziertes Zeug von dir zu geben? Es ist ja ganz in Ordnung, gegen Homöopathie zu sein, nur wäre es angebracht zu wissen, wogegen du eigentlich bist.


Das kann ich dir sagen. Ich bin gegen Idiotie und Volksverdummung. Was ist denn das bitteschön für eine Arzneimittelprüfung? Ich gucke was bei mir Schnupfen auslöst, dann verdünne ich es und schwuppdiwupp wirkt es gegen Schnupfen...Argh
Im Gegensatz zu dir bin ich wissenschaftlich gebildet und ich weiß, dass die Wikrprinzipien der H. nicht funktionieren können. Wer wirklich glaubt, dass beispielsweise Mondlicht eine medizinische Wirkung entfalten kann, der sollte sparsam mit Urteilen bezüglich der Qualifikation anderer sein.

fräulein rottenmeier hat folgendes geschrieben:

Zitat:
BINSENWEISHEIT! Ändert trotzdem nichts an meiner Aussage.


Es ändert sehr wohl etwas an deiner Aussage, da Penicillin eben nicht alle gramopositiven Bakterien entfernt, sondern nur jene, die nicht resistent sind.



Penicillin wirkt gegen nicht-resistente grampositive Bakterien. Ja auch das nicht-resistent habe ich als gegeben angekommen. Und nun? kann man das nun so allgemeingültig stehen lassen?
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fwo
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Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 24141
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#1324664) Verfasst am: 08.07.2009, 07:27    Titel: Antworten mit Zitat

fräulein rottenmeier hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:

Das ist reiner Quatsch. Das was der Hausarzt macht, ist zwar keine Wissenschaft, sondern hat mehr etwas von einem Handwerk, aber die Grundlagen dessen, was er macht, das sind Ergebnisse ca. 500 Jahre dauernder medizinischer Forschung, das ist angewandte Biologie, auch wenn noch nicht alle Wirkmechanismen aller zu gelassenen Medikamente bis zu Ende verstanden sind. Aber diese Medikamente haben einen Wirkungsnachweis hinter sich, der mehr ist als anekdotisch.


Das kann man wohl so sagen. Dann aber bitte die gleichen Massstäbe für alle; viele alternative Methoden haben auch mehrere hundert oder gar tausend Jahre Forschung hinter sich, und haben sich in der Praxis bewährt.

Mir ist es relativ egal, ob ein sehr strenger oder ein eher lockerer Massstab angelegt wird - solange bei allen Methoden derselbe Massstab angelegt wird. Für gewisse Methoden nur das zu akzeptieren, was evidenzbasiert sauber dargestellt wird, und andere Methoden so locker durchzuwinken, das geht nicht.

Ich schrieb von einem Wirkungsnachweis, der mehr ist als anekdotisch. Und da Du weißt, warum bei Wirkungsnachweisen Doppelblindversuche nötig sind, ist deine Antwort für mich eine Form der Lüge. X-tausendjahre aud Basis des Placeboeffekts praktizierende Quacksalber, zu denen es keine Alternative gab und deren relativ zu heute geringer Erfolg von den Patienten deshalb als Hilfe angenommen wurde, sind kein Wirkungsnachweis.
Auf dieser Basis ist auch die Astrologie eine Erfahrungswissenschaft.
fräulein rottenmeier hat folgendes geschrieben:


Zitat:
So ist es z.B. bei einem lokalisierten Erreger ziemlich wurst, wie er wirklich in der Mikrobiologie genannt wird, wenn ich weiß, dass ich ihn mit einem bestimmten Antibiotikum hinreichend um die Ecke bringen kann.


Richtig. Die Wirksamkeit dessen, was ich tue, hängt nicht davon ab, ob ich den richtigen theoretischen Unterbau habe. Man kann aus den falschen Gründen oder ganz ohne Gründe das Richtige tun, man kann durch Experimente etwas Wirksames finden und sich eine total seltsame und krude Theorie zulegen...

Wichtig ist in der Medizin die Wirksamkeit.

grüsse, das fräulein

Aber im Idealfall nicht nur in der Medizin (= im Fach Medizin), sondern auch beim einzelnen Medikament. Und für die Wirkung des homöopathischen Mittels, Medikament mag ich bei materiell verdünntem Mondlicht nicht sagen, gibt es trotz aller Anstrengung über inzwischen viele Jahre keinen Nachweis einer Wirksamkeit, die nicht durch die Placebowirkung erklärt wäre.

fwo
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astarte
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Beiträge: 40405

Beitrag(#1324686) Verfasst am: 08.07.2009, 08:25    Titel: Antworten mit Zitat

fräulein rottenmeier hat folgendes geschrieben:
Und Moralpredigten à la "sie sollten aufhören zu rauchen, sie sollten dies und das" verbitte ich mir, solange nicht ein konkreter und enger Bezug zu meinem Anliegen besteht.
Ja, wie jetzt? Du beanstandest dass die "Schulmediziner" nicht ganzheitlich betrachten würden, tun sie das aber, passt es dir auch nicht?
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fräulein rottenmeier
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Anmeldungsdatum: 16.02.2009
Beiträge: 1106
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Beitrag(#1324823) Verfasst am: 08.07.2009, 13:23    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:
Ich bin gegen Idiotie und Volksverdummung. Was ist denn das bitteschön für eine Arzneimittelprüfung? Ich gucke was bei mir Schnupfen auslöst, dann verdünne ich es und schwuppdiwupp wirkt es gegen Schnupfen...Argh


oh heilige Einfalt... Mit den Augen rollen du hast wirklich keine Ahnung von der Theorie der Homöopathie, stimmts?


Zitat:

Im Gegensatz zu dir bin ich wissenschaftlich gebildet und ich weiß, dass die Wikrprinzipien der H. nicht funktionieren können.


Im Gegensatz zu mir hast du offensichtlich das Kapitel Wissenschaftstheorie und Erkenntnislehre verpasst, sonst wüsstest du, dass das, was es nicht gibt, nie bewiesen werden kann. Die Abwesenheit des Teekesselchens in der Marsumlaufbahn kann nicht bewiesen werden. Es kann nur als plausibel gehalten werden.

Du äusserst hier nicht mehr als einen Glaubenssatz. Was ja nicht verboten ist, aber als Wissenschaftler solltest du mindestens den Ehrgeiz und die Fähigkeiten haben, zwischen Wissen und Glauben korrekt differenzieren zu können.

Zitat:

Wer wirklich glaubt, dass beispielsweise Mondlicht eine medizinische Wirkung entfalten kann, der sollte sparsam mit Urteilen bezüglich der Qualifikation anderer sein.


Weiss nicht. Wer glaubt denn hier an die medizinische Wirkung von Mondlicht, und mit welchem theoretischen Hintergrund?


Zitat:

Penicillin wirkt gegen nicht-resistente grampositive Bakterien. Ja auch das nicht-resistent habe ich als gegeben angekommen. Und nun? kann man das nun so allgemeingültig stehen lassen?


Meinetwegen. Fachleute würden möglicherweise noch mehr daran zu kritisieren finden, für mich als Laiin scheint die Aussage im Moment nicht falsch zu sein.

grüsse, das fräulein
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fräulein rottenmeier
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Anmeldungsdatum: 16.02.2009
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Beitrag(#1324829) Verfasst am: 08.07.2009, 13:42    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:

Ich schrieb von einem Wirkungsnachweis, der mehr ist als anekdotisch. Und da Du weißt, warum bei Wirkungsnachweisen Doppelblindversuche nötig sind, ist deine Antwort für mich eine Form der Lüge.


ach so meinst du das. Jahrhundertelange Praxis reicht nicht, um sich ein gutes Bild von der Wirkung eines Mittels machen zu können.


Zitat:
X-tausendjahre aud Basis des Placeboeffekts praktizierende Quacksalber, zu denen es keine Alternative gab und deren relativ zu heute geringer Erfolg von den Patienten deshalb als Hilfe angenommen wurde, sind kein Wirkungsnachweis.


Alternativen gabs immer. Die meisten dürften sich selbst in ihrem Kräutergarten und im Wald bedient haben, bzw bei der Hebamme/Kräuterfrau ihres Vertrauens Rat geholt haben. Die Männer waren traditionellerweise tatsächlich entweder wirklich innovative Genies wie Paracelsus, oder ansonsten jene, die teure und exotische Pülverchen mischten, ohne dass man genau wusste, was da drin war.


Zitat:

Aber im Idealfall nicht nur in der Medizin (= im Fach Medizin), sondern auch beim einzelnen Medikament. Und für die Wirkung des homöopathischen Mittels, Medikament mag ich bei materiell verdünntem Mondlicht nicht sagen, gibt es trotz aller Anstrengung über inzwischen viele Jahre keinen Nachweis einer Wirksamkeit, die nicht durch die Placebowirkung erklärt wäre.


was habt ihr bloss ständig mit dem Mondlicht...? ist das so eine Obsession? Am Kopf kratzen

Auf alle Fälle, zur Homöopathie gibt es viele Studien, von denen auch reichlich eine Wirkung über den Placeboeffekt verkünden, doch solange man nicht an die Rohdaten selbst herankommt, dürfte es von aussen schwer bis unmöglich sein, zu beurteilen, wie stichhaltig das ist.

Ansonsten scheint Homöopathie zumindest auf fast wundersame Weise den Placeboeffekt zu verstärken, was schon für sich eine gute Sache ist.

grüsse, das fräulein
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Rasmus
entartet und notorisch gottlos - Ich bin Papst



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Beiträge: 17559

Beitrag(#1324830) Verfasst am: 08.07.2009, 13:43    Titel: Antworten mit Zitat

fräulein rottenmeier hat folgendes geschrieben:
Weiss nicht. Wer glaubt denn hier an die medizinische Wirkung von Mondlicht, und mit welchem theoretischen Hintergrund?


Homöopathen, mit dem gleichen durchgeknallten theoretischen Hintergrund, den Du hier präsentierst: Dummheit, Lug, Betrug und Wunschdenken.

Ich suche Dir gerne den Link zu dem Anbieter, der auch so tolle Dinge wie Blau, Rot und Vakuum als homöopathischen Wirkstoff anbietet.
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fräulein rottenmeier
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Anmeldungsdatum: 16.02.2009
Beiträge: 1106
Wohnort: Saint Louis

Beitrag(#1324831) Verfasst am: 08.07.2009, 13:44    Titel: Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:
fräulein rottenmeier hat folgendes geschrieben:
Und Moralpredigten à la "sie sollten aufhören zu rauchen, sie sollten dies und das" verbitte ich mir, solange nicht ein konkreter und enger Bezug zu meinem Anliegen besteht.
Ja, wie jetzt? Du beanstandest dass die "Schulmediziner" nicht ganzheitlich betrachten würden, tun sie das aber, passt es dir auch nicht?


Was soll an dummen Moralpredigten "ganzheitlich" sein, bitte schön...?

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L.E.N.
im falschen Film



Anmeldungsdatum: 25.05.2004
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Beitrag(#1324832) Verfasst am: 08.07.2009, 13:44    Titel: Antworten mit Zitat

fräulein rottenmeier hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
Ich bin gegen Idiotie und Volksverdummung. Was ist denn das bitteschön für eine Arzneimittelprüfung? Ich gucke was bei mir Schnupfen auslöst, dann verdünne ich es und schwuppdiwupp wirkt es gegen Schnupfen...Argh


oh heilige Einfalt... Mit den Augen rollen du hast wirklich keine Ahnung von der Theorie der Homöopathie, stimmts?




Zitat:
Zitat:
Im Gegensatz zu dir bin ich wissenschaftlich gebildet und ich weiß, dass die Wikrprinzipien der H. nicht funktionieren können.


Im Gegensatz zu mir hast du offensichtlich das Kapitel Wissenschaftstheorie und Erkenntnislehre verpasst, sonst wüsstest du, dass das, was es nicht gibt, nie bewiesen werden kann. Die Abwesenheit des Teekesselchens in der Marsumlaufbahn kann nicht bewiesen werden. Es kann nur als plausibel gehalten werden.


dass dir das nicht mal peinlich ist...

Zitat:
Du äusserst hier nicht mehr als einen Glaubenssatz. Was ja nicht verboten ist, aber als Wissenschaftler solltest du mindestens den Ehrgeiz und die Fähigkeiten haben, zwischen Wissen und Glauben korrekt differenzieren zu können.


ist dir der unterschied zwischen nicht zu hinterfragendem, unbedingten glauben und bedingtem glauben immer noch nicht bekannt? nein?
schade, aber geh bitte nicht davon aus, alle anderen wären ebenso ahnungslos.
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fräulein rottenmeier
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Anmeldungsdatum: 16.02.2009
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Beitrag(#1324833) Verfasst am: 08.07.2009, 13:45    Titel: Antworten mit Zitat

Rasmus hat folgendes geschrieben:

Homöopathen, mit dem gleichen durchgeknallten theoretischen Hintergrund, den Du hier präsentierst: Dummheit, Lug, Betrug und Wunschdenken.


mit Dummheit, Lug, Betrut und Wunschdenken hab ich doch deutlich weniger zu tun als einige von jenen, die von sich behaupten, rationales Denken zu vertreten - und dabei ständig über ihre eigenen blinden Flecke stolpern.


Zitat:
Ich suche Dir gerne den Link zu dem Anbieter, der auch so tolle Dinge wie Blau, Rot und Vakuum als homöopathischen Wirkstoff anbietet.


ja bitte, den würd ich gern sehen.

grüsse, das fräulein
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fwo
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Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 24141
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#1324834) Verfasst am: 08.07.2009, 13:45    Titel: Antworten mit Zitat

fräulein rottenmeier hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
Ich bin gegen Idiotie und Volksverdummung. Was ist denn das bitteschön für eine Arzneimittelprüfung? Ich gucke was bei mir Schnupfen auslöst, dann verdünne ich es und schwuppdiwupp wirkt es gegen Schnupfen...Argh


oh heilige Einfalt... Mit den Augen rollen du hast wirklich keine Ahnung von der Theorie der Homöopathie, stimmts?
.......

Also ich finde, bis auf dei Tatsache, dass wir unter Schnupfen das komplexe Krankheitsbild eines Vireninfektes verstehen, während Hahnemann eher in der Kategorie des einfachen Symptomes gedacht hat, hat Alchemist das "similia similibus curentur" gar nicht schlecht skizziert.

Wikipedia(Homöopathie) sagt dazu:
Zitat:
Ihr wichtigster und namensgebender Glaubenssatz ist das Ähnlichkeitsprinzip: „Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden“ (similia similibus curentur, Hahnemann). Homöopathen glauben, das entscheidende Auswahlkriterium für ein Homöopathikum sei, dass es an Gesunden ähnliche Symptome hervorrufen könne wie die, an denen der Kranke leidet. Homöopathen verabreichen ihren Klienten das ausgewählte Mittel in möglichst niedriger Dosis und in rituell[1][2] zubereiteter Form. Bei diesem Zubereitungsverfahren, das Homöopathen „Potenzieren“ nennen, wird die Arzneisubstanz schrittweise mit Wasser oder Alkohol verschüttelt oder mit Milchzucker verrieben und dabei häufig so extrem verdünnt, dass der Ausgangsstoff nicht mehr nachweisbar ist. Nach den Vorstellungen der meisten Homöopathen sollen auf diese Weise ausschließlich die unerwünschten Nebenwirkungen der Substanz minimiert werden, die erwünschten jedoch nicht. Viele Homöopathen glauben außerdem, dass durch das Zubereitungsverfahren die erwünschte Wirkung sogar noch verstärkt wird.


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Beitrag(#1324836) Verfasst am: 08.07.2009, 13:48    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:

Also ich finde, bis auf dei Tatsache, dass wir unter Schnupfen das komplexe Krankheitsbild eines Vireninfektes verstehen, während Hahnemann eher in der Kategorie des einfachen Symptomes gedacht hat, hat Alchemist das "similia similibus curentur" gar nicht schlecht skizziert.


Pech war nur, dass das Thema in dem Moment nicht das Simile-Prinzip, sondern die Arzneimittelprüfung war. Fazit: Thema verfehlt.

grüsse, das fräulein
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Anmeldungsdatum: 25.05.2004
Beiträge: 27745
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#1324841) Verfasst am: 08.07.2009, 13:54    Titel: Antworten mit Zitat

fräulein rottenmeier hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:

Also ich finde, bis auf dei Tatsache, dass wir unter Schnupfen das komplexe Krankheitsbild eines Vireninfektes verstehen, während Hahnemann eher in der Kategorie des einfachen Symptomes gedacht hat, hat Alchemist das "similia similibus curentur" gar nicht schlecht skizziert.


Pech war nur, dass das Thema in dem Moment nicht das Simile-Prinzip, sondern die Arzneimittelprüfung war. Fazit: Thema verfehlt.

grüsse, das fräulein


überhaupt nicht. wie sieht denn so eine prüfung aus? etwa anders als beschrieben?
na schön: wenn du eine solche prüfung homöopathischer mittelchen schon nicht als dokumentation vorliegen hast, beschreib es doch mal.
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Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beiträge: 40405

Beitrag(#1324845) Verfasst am: 08.07.2009, 13:58    Titel: Antworten mit Zitat

fräulein rottenmeier hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
fräulein rottenmeier hat folgendes geschrieben:
Und Moralpredigten à la "sie sollten aufhören zu rauchen, sie sollten dies und das" verbitte ich mir, solange nicht ein konkreter und enger Bezug zu meinem Anliegen besteht.
Ja, wie jetzt? Du beanstandest dass die "Schulmediziner" nicht ganzheitlich betrachten würden, tun sie das aber, passt es dir auch nicht?


Was soll an dummen Moralpredigten "ganzheitlich" sein, bitte schön...?

grüsse, das fräulein

Ach ja, du sagtest, Ärzte sind zu dir nicht so freundlich. Ich würd da jetzt nicht drauf schließen, dass sie das generell nicht sind. Sind auch nur Menschen mit Nerven.....
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fräulein rottenmeier
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Anmeldungsdatum: 16.02.2009
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Beitrag(#1324846) Verfasst am: 08.07.2009, 13:58    Titel: Antworten mit Zitat

nö. googlen kannst du selbst.

grüsse, das fräulein
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fräulein rottenmeier
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Anmeldungsdatum: 16.02.2009
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Beitrag(#1324849) Verfasst am: 08.07.2009, 14:02    Titel: Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:

Ach ja, du sagtest, Ärzte sind zu dir nicht so freundlich. Ich würd da jetzt nicht drauf schließen, dass sie das generell nicht sind. Sind auch nur Menschen mit Nerven.....


ja klar. Ich kenn auch welche, die finde ich sehr sympathisch.

Doch so im Durchschnitt sind ihre professionellen Umgangsformen doch deutlich unterhalb des Standards, den ich von anderen Dienstleistern mit Kundenkontakt wie Friseur, Verkäuferin oder halt eben auch Komplementärtherapeuten gewohnt bin. Stress und Hektik ist da keine Entschuldigung, Stress und Hektik haben auch andere Berufsgruppen und schaffen es dennoch, sich von ihrer guten Seite zu präsentieren.

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fwo
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Beitrag(#1324850) Verfasst am: 08.07.2009, 14:03    Titel: Antworten mit Zitat

fräulein rottenmeier hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:

Also ich finde, bis auf dei Tatsache, dass wir unter Schnupfen das komplexe Krankheitsbild eines Vireninfektes verstehen, während Hahnemann eher in der Kategorie des einfachen Symptomes gedacht hat, hat Alchemist das "similia similibus curentur" gar nicht schlecht skizziert.


Pech war nur, dass das Thema in dem Moment nicht das Simile-Prinzip, sondern die Arzneimittelprüfung war. Fazit: Thema verfehlt.

grüsse, das fräulein


Lachen Das Simile-Prinzip diktiert die Prüfung:

Wikipedia-Homöopathie hat folgendes geschrieben:
...Eine homöopathische Behandlung beruht auf der Kenntnis der Symptome, die ein Mittel bei einem gesunden Menschen auslösen kann. Deshalb werden in der Homöopathie sogenannte Arzneimittelprüfungen nur mit gesunden Menschen durchgeführt. Viele in der Homöopathie als Ursubstanzen verwendete Stoffe sind giftig oder können aufgrund ihrer Herkunft und Weiterverarbeitung gesundheitsschädlich sein. Für eine homöopathische Arzneimittelprüfung werden deshalb entsprechend geringe Dosen der Ursubstanz oder Verdünnungen, manchmal auch sog. Hochpotenzen verwendet (s.u., „Potenzierung“).

Es gibt keine einheitlichen Vorschriften für Arzneimittelprüfungen. Häufig ist der Ablauf wie folgt: Für die Prüfung nehmen die Prüfer in regelmäßigen Abständen mehrere Tage bis Wochen lang das zu prüfende Mittel ein. Während dieser Zeit sollen sie sämtliche Veränderungen oder Störungen, die sie an ihrem Körper, Geist, Befinden oder ihrer Stimmung wahrnehmen, notieren. Sie halten außerdem während dieser Zeit Kontakt zu einem betreuenden Homöopathen, der ihm geschilderte Symptome ebenfalls notiert.....


Fazit: Transferunwilligkeit.

fwo
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Beitrag(#1324851) Verfasst am: 08.07.2009, 14:06    Titel: Antworten mit Zitat

dacht ichs mir doch:
Homöopathische Arzneimittelprüfung aus Wikipedia hat folgendes geschrieben:

Es gibt keine einheitlichen Vorschriften für Arzneimittelprüfungen. Häufig ist der Ablauf wie folgt: Für die Prüfung nehmen die Prüfer in regelmäßigen Abständen mehrere Tage bis Wochen lang das zu prüfende Mittel ein. Während dieser Zeit sollen sie sämtliche Veränderungen oder Störungen, die sie an ihrem Körper, Geist, Befinden oder ihrer Stimmung wahrnehmen, notieren. Sie halten außerdem während dieser Zeit Kontakt zu einem betreuenden Homöopathen, der ihm geschilderte Symptome ebenfalls notiert. Am Ende der Prüfung werden die Notizen von den Prüfungsleitern sortiert, interpretiert und einem homöopathischen Symptomregister zugeordnet. Das Ergebnis wird als Arzneimittelbild bezeichnet. Sie werden in nach Mittel geordneten Arzneimittellehren (Materiae medicae) und in nach Symptomen geordneten Repertorien zusammengestellt.


extrem wissenschftlich Gröhl...


den nächsten absatz dort trau ich mir nicht zu posten... Bitte nicht!
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astarte
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Beiträge: 40405

Beitrag(#1324854) Verfasst am: 08.07.2009, 14:09    Titel: Antworten mit Zitat

fräulein rottenmeier hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:

Ach ja, du sagtest, Ärzte sind zu dir nicht so freundlich. Ich würd da jetzt nicht drauf schließen, dass sie das generell nicht sind. Sind auch nur Menschen mit Nerven.....


ja klar. Ich kenn auch welche, die finde ich sehr sympathisch.

Doch so im Durchschnitt sind ihre professionellen Umgangsformen doch deutlich unterhalb des Standards, den ich von anderen Dienstleistern mit Kundenkontakt wie Friseur, Verkäuferin oder halt eben auch Komplementärtherapeuten gewohnt bin. Stress und Hektik ist da keine Entschuldigung, Stress und Hektik haben auch andere Berufsgruppen und schaffen es dennoch, sich von ihrer guten Seite zu präsentieren.

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naja, wenn auch nur unterschwellig rüberkommt, was du hier loslässt, was du von ihrer Arbeit hältst, ist es vielleicht kein Wunder, wenn da mal einer etwas gereizt ist.
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Alchemist
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Beitrag(#1324860) Verfasst am: 08.07.2009, 14:24    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
fräulein rottenmeier hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
Ich bin gegen Idiotie und Volksverdummung. Was ist denn das bitteschön für eine Arzneimittelprüfung? Ich gucke was bei mir Schnupfen auslöst, dann verdünne ich es und schwuppdiwupp wirkt es gegen Schnupfen...Argh


oh heilige Einfalt... Mit den Augen rollen du hast wirklich keine Ahnung von der Theorie der Homöopathie, stimmts?
.......

Also ich finde, bis auf dei Tatsache, dass wir unter Schnupfen das komplexe Krankheitsbild eines Vireninfektes verstehen, während Hahnemann eher in der Kategorie des einfachen Symptomes gedacht hat, hat Alchemist das "similia similibus curentur" gar nicht schlecht skizziert.

Wikipedia(Homöopathie) sagt dazu:
Zitat:
Ihr wichtigster und namensgebender Glaubenssatz ist das Ähnlichkeitsprinzip: „Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden“ (similia similibus curentur, Hahnemann). Homöopathen glauben, das entscheidende Auswahlkriterium für ein Homöopathikum sei, dass es an Gesunden ähnliche Symptome hervorrufen könne wie die, an denen der Kranke leidet. Homöopathen verabreichen ihren Klienten das ausgewählte Mittel in möglichst niedriger Dosis und in rituell[1][2] zubereiteter Form. Bei diesem Zubereitungsverfahren, das Homöopathen „Potenzieren“ nennen, wird die Arzneisubstanz schrittweise mit Wasser oder Alkohol verschüttelt oder mit Milchzucker verrieben und dabei häufig so extrem verdünnt, dass der Ausgangsstoff nicht mehr nachweisbar ist. Nach den Vorstellungen der meisten Homöopathen sollen auf diese Weise ausschließlich die unerwünschten Nebenwirkungen der Substanz minimiert werden, die erwünschten jedoch nicht. Viele Homöopathen glauben außerdem, dass durch das Zubereitungsverfahren die erwünschte Wirkung sogar noch verstärkt wird.


heilige Einfalt? Bei wem?

fwo




Das allerbeknackteste ist ja, dass der menschliche Körper nunmal eine sehr überschaubare Anzahl von Symptomen zeigt. Die Nase z.B. läuft oder juckt. Und das kann die vielfältigsten Ursachen haben. Hahnemann sah aber nur eine triefende Nase. Bakterien, Vire, Allergene...all das kannte er nicht, aber seine Substanzen sollen gegen alles wirken?
Also so ein Ansatz ist doch von Anfang an zum Scheitern verurteilt, da kann man sich die Gedanken zum Wirkmechanismus gleich schenken
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fwo
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Anmeldungsdatum: 05.02.2008
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Beitrag(#1324864) Verfasst am: 08.07.2009, 14:33    Titel: Antworten mit Zitat

fräulein rottenmeier hat folgendes geschrieben:
......
Zitat:
Ich suche Dir gerne den Link zu dem Anbieter, der auch so tolle Dinge wie Blau, Rot und Vakuum als homöopathischen Wirkstoff anbietet.


ja bitte, den würd ich gern sehen.

grüsse, das fräulein


Zum Beispiel bei Homöopathie Wichmann : http://www.provings.info/liste.html

Du darfst aber auch z.B. bei W. Boericke: Handbuch der homöopathischen
Materia medica, Stuttgart 2004 nachsehen, da findest Du auch so wunderschöne Sachen wie

Doryphora decemlineata (Amerikanischer Kartoffelkäfer)
Vipera (Deutsche Otter)
oder
Carcinosinum Burnett (Brustkrebs-Nosode),
Medorrhinum (Tripper-Nosode),
Syphilinum (Syphiliserreger-Nosode),

von Wichmann stammte übrigens mein
Excrementum caninum (Hundekot).

Verdünnung und Test von Vipera fände ich übrigens interessant - dagegen ist Hundescheiße ja direkt schlicht, wenn auch dabei die Diät des Hundes nicht uninteressant sein dürfte.

fwo
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fräulein rottenmeier
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Beitrag(#1324891) Verfasst am: 08.07.2009, 15:44    Titel: Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:

naja, wenn auch nur unterschwellig rüberkommt, was du hier loslässt, was du von ihrer Arbeit hältst, ist es vielleicht kein Wunder, wenn da mal einer etwas gereizt ist.


Ich halte viel von guter Arbeit, und ich habe kein Problem mit Ärzten, die sich auf das konzentrieren, was sie wirklich gut können und was sie gelernt haben. Ich hab Mühe mit jenen, die sich auf Gebiete verirren, von denen sie nicht wirklich eine Ahnung haben und dennoch so tun als ob. Ich erzähl dem Chirurgen schliesslich auch nicht, wie er sein Skalpell halten muss, weil ich weiss, dass ich davon nichts verstehe.


grüsse, das fräulein
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fräulein rottenmeier
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Anmeldungsdatum: 16.02.2009
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Beitrag(#1324895) Verfasst am: 08.07.2009, 15:52    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:

Zum Beispiel bei Homöopathie Wichmann : http://www.provings.info/liste.html


danke, ist ein interessanter Link Smilie


Zitat:

da findest Du auch so wunderschöne Sachen wie

Doryphora decemlineata (Amerikanischer Kartoffelkäfer)
Vipera (Deutsche Otter)
oder
Carcinosinum Burnett (Brustkrebs-Nosode),
Medorrhinum (Tripper-Nosode),
Syphilinum (Syphiliserreger-Nosode),


... wobei das mit den Nosoden nicht so sehr verschieden ist von der ganz normalen Impfung, wo abgeschwächte Erreger in nicht verdünnter Form verabreicht werden.

und ja, da hat's ein paar schöne Sachen drunter. so what?


Zitat:

Verdünnung und Test von Vipera fände ich übrigens interessant - dagegen ist Hundescheiße ja direkt schlicht, wenn auch dabei die Diät des Hundes nicht uninteressant sein dürfte.


na dann mach mal, es dürfte nicht allzu schwer sein, dir diesen Stoff zu organisieren.

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fwo
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Wohnort: nicht fest

Beitrag(#1324912) Verfasst am: 08.07.2009, 16:34    Titel: Antworten mit Zitat

fräulein rottenmeier hat folgendes geschrieben:
....
... wobei das mit den Nosoden nicht so sehr verschieden ist von der ganz normalen Impfung, wo abgeschwächte Erreger in nicht verdünnter Form verabreicht werden.
....

wobei nur sehr wenige Impfungen als Schluckimpfung taugen....
speziell Syph und Tripper, beides Erreger, die man sich über Hautläsionen einfängt, die also im Verdauungstrakt wder infektiös sind noch andere Folgen haben ...
Außerdem sind für beide Krankheiten auch keine Impfmöglichkiten bekannt, es gibt auf für beides keine natürliche Heilung und bei entsprechender Nähe zu Infektionsquellen sind wiederholte Infekte die Regel.

Nun könnte man ja sagen, dass Hahnemann noch nichts von Erregern und Infektionen wusste, auf der anderen Seite wäre das Krankheitmodell für diese empirisch gewonnenen Weisheiten doch schnurz.

Aber wie kommt man dann empirisch auf die Wirkung von verdünnten Syph- bzw Tripperabsonderungen? Je gernauer man hinsieht, desto mehr Kokolores wird erkennbar.

passt gut zur Hundekacke und zum Mondlicht.

Ich habe übrigens bei gwup gerade zwei wunderschöne Links von ausgewiesenen Fachleuten zu dem Thema gefunden:

http://www.gwup.org/component/content/article/332-fragen-und-antworten-zur-homoeopathie
Zitat:
Dr. habil. Rainer Wolf, Dozent am Biozentrum der Universität Würzburg, beschäftigt sich vor allem mit Wahrnehmungs- und Selbsttäuschungen, denen der Mensch ohne sein Wissen erliegt. Hier beantwortet er fünfzehn typische Fragen zum Thema Chancen und Risiken der Außenseitermedizin.


http://www.heise.de/tr/Homoeopathika-sind-Placebos--/artikel/110778/0/0
Zitat:
Professor Edzard Ernst, 60, hat die Abteilung für Komplementärmedizin an der Uni Exeter aufgebaut. Zuvor war der gebürtige Deutsche Leiter des Lehrstuhls für Physische Medizin und Rehabilitation an der Universität Wien. Gemeinsam mit dem Wissenschaftsautor Simon Singh veröffentlichte Ernst vor kurzem das Buch "Trick or Treatment", in dem er die empirischen Belege für alternative Heilverfahren zusammenfasste.


Da kannst Du dich vielleicht auf Antworten/Fragen vorbereiten, die hier noch nicht erfolgt sind - ich schreibe bisher noch aus dem Stegreif. zwinkern

EDIT Linkherkunft dazugesetzt

fwo
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Zuletzt bearbeitet von fwo am 08.07.2009, 18:58, insgesamt einmal bearbeitet
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Anmeldungsdatum: 03.08.2004
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Beitrag(#1324926) Verfasst am: 08.07.2009, 17:14    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:

Ich habe übrigens gerade zwei wunderschöne Links von ausgewiesenen Fachleuten zu dem Thema gefunden:

http://www.gwup.org/component/content/article/332-fragen-und-antworten-zur-homoeopathie
Zitat:
Dr. habil. Rainer Wolf, Dozent am Biozentrum der Universität Würzburg, beschäftigt sich vor allem mit Wahrnehmungs- und Selbsttäuschungen, denen der Mensch ohne sein Wissen erliegt. Hier beantwortet er fünfzehn typische Fragen zum Thema Chancen und Risiken der Außenseitermedizin.


Dieser Mann kritisiert das Gleiche, wie schon einige hier im Forum. Sehr treffend fand ich folgende Absatz:
Zitat:
Übrigens: In den Lösungsmitteln, mit denen man beim "Potenzieren" verdünnt, kommen in Spuren fast alle wichtigen, natürlichen Elemente vor. Woher "weiß" denn das Heilmittel, dass nur es allein potenziert werden soll? Solche unbelegten Behauptungen über das Potenzieren sind eine intellektuelle Zumutung. Viele Homöopathen haben keine fundierte medizinische Ausbildung. Früher nannte man das, was sie tun, "Kurpfuscherei". Heute spricht man von sanfter Medizin, von Komplementär- oder Alternativmedizin: als ginge es hier um Verfahren mit speziellen, natürlich-biologischen Merkmalen, die in der "verstaubten Schulmedizin" nicht vorhanden seien.

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fräulein rottenmeier
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Beitrag(#1325243) Verfasst am: 09.07.2009, 07:00    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:

wobei nur sehr wenige Impfungen als Schluckimpfung taugen....
speziell Syph und Tripper, beides Erreger, die man sich über Hautläsionen einfängt, die also im Verdauungstrakt wder infektiös sind noch andere Folgen haben ...
Außerdem sind für beide Krankheiten auch keine Impfmöglichkiten bekannt, es gibt auf für beides keine natürliche Heilung und bei entsprechender Nähe zu Infektionsquellen sind wiederholte Infekte die Regel.


Eine homöopathische Behandlung ist auch keine Impfung. Eine gewisse Parallelität der Ideen lässt sich allerdings nicht leugnen: in beiden Fällen wird dem Patienten ein krank machender Stoff verabreicht, der so bearbeitet und entschärft wird, dass er nicht mehr krank macht, sondern nur noch genug wirken soll, um die Selbstheilungskräfte anzuregen.

Zitat:

Nun könnte man ja sagen, dass Hahnemann noch nichts von Erregern und Infektionen wusste, auf der anderen Seite wäre das Krankheitmodell für diese empirisch gewonnenen Weisheiten doch schnurz.


Modelle, die von Miasmen sprachen, und die mögliche Rolle, die unsichtbare kleine Tiere darin spielen, waren durchaus bekannt. Zu jener Zeit wusste man allerdings noch wenig Sicheres, und viel Spekulation:
http://www.amuseum.de/medizin/htm/EntdeckKrankheitserreger.pdf

Hahnemann schreibt:
"Um die Entstehung der oft grossen Menge faulichten Unraths und stinkender Geschwür-Jauche in Krankheiten zu erklären und ihn für Krankheit erzeugenden und unterhaltenden Stoff ausgeben zu können (da doch bei der Ansteckung nichts Merkbares vom Miasm, nichts Materielles in den Körper eingedrungen sein konnte), nahm man zu der Hypothese Zuflucht, dass der auc hnoch so feine Ansteckungs-Stoff im Körper als Ferment wirke, die Säfte in gleiche Verderbniss bringe und sie afu diese Art selbst in eine solches Krankheits-Ferment umwandle, was immerdar während der Krankheit wuchere und die Krankheit unterhalte. Durch welche allmächtigen und allweisen Reinigungstränke wollltet Ihr aber dann wohl dieses sich immer wieder erzeugende Ferment, diese Masse angeblichen Krankheits-Stoffs so rein aus den menschlichen Säften aussondern und aussäubern lassen, dass nicht noch ein Stäubchen eines solchen Krankheits-Ferments drin bliebe, was die Säfte immer wieder, wie zuerst, zum neuen Krankheits-Stoffe, nach dieser Hypothese, umbilden und verderben müsste? Dann würde es ja unmöglich, diese Krankheiten auf eure Art zu heilen! - Man sieht, wie wie alle, auch noch so fein ausgesonnenen Hypothesen auf die handgreiflichsten Inconsequenzen führen, wenn Unwahrheit zum Grunde liegt!"
(Organon, Nachdruck der 6. Auflage, S. 16)

Hahnemann hatte auch aus Sicht heutiger universitärer Medizin durchaus recht mit seiner Kritik an der Therapie durch Brechmittel, Abführmittel, Haarseilen, Fontanellen, immerwährenden Canthariden-Pflastern, offen und triefend erhaltenen Hautstellen etc.

Eine "Reinigung der Krankheits-Stoffe", wenn sie als Bakterien vorliegen, war erst nach dem 2. Weltkrieg durch Antibiotika etwas, was weite Verbreitung fand, wobei bekanntlich die Antibiotika nicht nur Vorteile haben, sondern auch bedeutende Probleme mit sich bringen.

Wenn es sich um Viren handelt, die diesen "fermentierenden Krankheitsstoff" bilden, so haben wir heute noch keine wirklich guten therapeutischen Lösungen - das Wichtigste ist, durch hygienische Massnahmen wie strenge Überwachung und Quarantäne die Ausbreitung gefährlicher Viren zu verhindern.



Zitat:

Professor Edzard Ernst, 60, hat die Abteilung für Komplementärmedizin an der Uni Exeter aufgebaut. Zuvor war der gebürtige Deutsche Leiter des Lehrstuhls für Physische Medizin und Rehabilitation an der Universität Wien. Gemeinsam mit dem Wissenschaftsautor Simon Singh veröffentlichte Ernst vor kurzem das Buch "Trick or Treatment", in dem er die empirischen Belege für alternative Heilverfahren zusammenfasste.


Der anerkennt ja immerhin die Wirksamkeit von Akupunktur in einigen Bereichen:

Wir räumen ein, dass auch bei kritischer Analyse die Akupunktur möglicherweise wirksam ist für gewisse Schmerzzustände, und gegen Übelkeit und Erbrechen. Bei anderen Indikationen, die ebenso häufig mit Akupunktur behandelt werden, ist die Wirksamkeit mehr oder weniger widerlegt, zum Beispiel bei Rauchentwöhnung und Übergewicht.

Was Akupunktur mit Übergewicht verlieren zu tun haben sollte, ist mir nicht ganz klar - Übergewicht ist nicht grundsätzlich eine Krankheit oder Störung. Also muss eine Regulierung der Meridiane nicht notwendigerweise dazu führen, Gewicht zu verlieren. Sie kann genauso dazu führen, Gewicht zu halten oder sogar zuzunehmen. Der Körper findet sein eigenes Gewicht, und hält sich nicht unbedingt an das, was der Mensch aus modischen Gründen oder Eitelkeit gern hätte. Ebenso ist Akupunktur nur ein Teil der chinesischen Medizin - jeder chinesische Arzt wird jemandem, der massives und medizinisch eindeutig krankhaftes Übergewicht hat, nicht nur Akupunktur verordnen, sondern ebenso eine andere Ernährung und spezielle Gymnastik - genauso wie es der westliche Arzt auch tun würde, wenn auch mit etwas andern theoretischen Hintergründen und mit andern Anweisungen, gerade in Bezug auf die Ernährung.

Und aufhören zu rauchen muss jeder selbst, ebenso wie alle sich mit dem eigenen Rauchen und Nicht-Rauchen und den Entzugserscheinungen, den aufkommenden Emotionen, der Nervosität, der neuen überschüssigen Energie, der Lust nach ständigem Knabbern, dem Ziehen etc auseinander setzen müssen. Akupunktur kann in einem solchen Prozess durchaus unterstützend wirken, zum Beispiel, indem sie dem Körper tiefe Entspannung und Ruhe vermittelt (worüber viele Mitmenschen des neuen Nichtrauchers dankbar sein dürften Lachen ), aber Akupunktur kann nicht den Willen und die Entschlossenheit ersetzen. Akupunktur kann unter Umständen auch Emotionen und Begierden ins Bewusstsein bringen und so den Menschen dazu bringen, lieber doch wieder zu rauchen - wie jemand mit aufkommenden Begierden nach einer Akupunkturbehandlung umgeht (und damit muss gerechnet werden, dass solche Begierden kommen), ist wiederum eine Frage des Willens und der Entschlossenheit, und auch der guten Organisation. Nach einer Akubehandlung sollte der angehende Nichtraucher lieber vermeiden, an einen Ort zu gehen, wo viel geraucht wird und die Versuchung gross ist.

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