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Polizeigewalt in Deutschland
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Chevvi
registrierter User



Anmeldungsdatum: 20.08.2008
Beiträge: 382
Wohnort: Bremen

Beitrag(#1405223) Verfasst am: 14.12.2009, 18:47    Titel: Antworten mit Zitat

NOCQUAE hat folgendes geschrieben:
jagy hat folgendes geschrieben:
Zitat:

Die Bilder sind schockierend. Sie zeigen mehrere Polizisten, die auf einem halbnackten Mann knien. Sie pressen seinen Körper auf einen Kiesweg, Kopf und Hals liegen auf einer Bordsteinkante. Der Mann stöhnt vor Schmerzen, er windet sich und sucht der Umklammerung zu entgehen. Bei jeder Bewegung ruft der Beamte, der dies alles auf Video aufnimmt: "Da, schon wieder eine Widerstandshandlung" - und filmt weiter.

Oh, die haben den ganzen Vorgang aufgezeichnet – außer genau die sechs Sekunden, die laut Aussage der Polizei zu der Eskalation geführt haben?
Was für ein dummer Zufall aber auch …

Ist klar. Wurden die sechs Sekunden auch vor Gericht thematisiert? Behauptet der Angeklagte, er hätte die Hand gar nicht weggeschlagen und wurde in diesen sechs Sekunden überfallen? Wie erklären die Polizisten die sechs Sekunden?
Darüber vergisst die SZ zu berichten? So ein dummer Zufall.
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jagy
Herb Derpington III.



Anmeldungsdatum: 26.11.2006
Beiträge: 7275

Beitrag(#1405225) Verfasst am: 14.12.2009, 18:55    Titel: Antworten mit Zitat

Chevvi hat folgendes geschrieben:
NOCQUAE hat folgendes geschrieben:
jagy hat folgendes geschrieben:
Zitat:

Die Bilder sind schockierend. Sie zeigen mehrere Polizisten, die auf einem halbnackten Mann knien. Sie pressen seinen Körper auf einen Kiesweg, Kopf und Hals liegen auf einer Bordsteinkante. Der Mann stöhnt vor Schmerzen, er windet sich und sucht der Umklammerung zu entgehen. Bei jeder Bewegung ruft der Beamte, der dies alles auf Video aufnimmt: "Da, schon wieder eine Widerstandshandlung" - und filmt weiter.

Oh, die haben den ganzen Vorgang aufgezeichnet – außer genau die sechs Sekunden, die laut Aussage der Polizei zu der Eskalation geführt haben?
Was für ein dummer Zufall aber auch …


Darüber vergisst die SZ zu berichten? So ein dummer Zufall.


Zitat:
"Wir haben ihm unmittelbaren Zwang angedroht", behauptet ein Beamter. Und ordnungsgemäß belehrt habe er ihn auch. Als er ihm in die Gesäßtasche langen wollte, habe Jan A. seine Hand weggeschlagen und ihn weggeschubst.

Die Bilder zeigen USK–Beamte, die einen Mann zu Boden bringen und dort fixieren.

Eine solche Szene ist auf dem Video nicht zu sehen, es fehlen exakt sechs Sekunden.


Zitat:
Warum man den Hals des Wehrlosen noch extra auf eine Bordsteinkante presse? Wo die sechs Sekunden Filmmaterial seien? Wie ein auf dem Kiesboden fixierter und vor Schmerzen stöhnender Mann überhaupt noch Anweisungen erfüllen könne? "Ich möchte da nicht liegen", sagt sie.


Zitat:
Jan A. hat die ganze Zeit in seinem Prozess geschwiegen. Er hat Atteste vorgelegt über Schürfwunden, Prellungen und Stauchungen. Es sind nur äußere Verletzungen, die inneren sitzen viel tiefer.


Schulterzucken
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Uriziel
Herpiderpi



Anmeldungsdatum: 22.12.2007
Beiträge: 1728

Beitrag(#1405228) Verfasst am: 14.12.2009, 19:04    Titel: Antworten mit Zitat

jagy hat folgendes geschrieben:

wohl eher Aktion Respekt durch Gewalt... Erbrechen

Wo ist denn der Respekt vor dem Rechtsstaat und den Bürger?



Der ist eben nicht überall gleichmässig verteilt. Weder in Deutschland - noch international.


In Deutschland allerdings "müssen" sich Polizisten manchmal kacke verhalten, 'weil' niemand Respekt vor IHNEN hat...

In Amerika ist es schon anders. Dort leben Polizisten es mit Herz und Seele aus, A-löcher sein zu dürfen zwinkern
Dort heisst es:
" Schnauze, Bürger! Du wirfst dich sofort wie ein dressierter Hund auf den Boden, wenn ich mit dem Finger auf den Boden zeige und dich dazu auffordere - oder ich darf mit dir machen, was ich will und ALLE werden mir zustimmen und auch noch grossschnäuzig sagen, dass du selber Schuld hast - wenn du nicht gehorchst! "

Eigentlich können die "Cops" in den USA nach den Mitmenschen schon wie nach Hunden pfeifen...
... und WEEEHEEE du spurst nicht, wenn Herrchen nach dir pfeift... Cool


Hoffe, das die dortige Lage in Deutschland niemals normal wird. Wenn es wieder dunkel über Deutschland wird, muss ich wegziehen...
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nocquae
diskriminiert nazis



Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 18183

Beitrag(#1405229) Verfasst am: 14.12.2009, 19:05    Titel: Antworten mit Zitat

Latina hat folgendes geschrieben:
Ähnliches gibt es in der Schweiz, siehe Video-Beitrag (Achtung, teilweise auf schweizerdeutsch Sehr glücklich ).

Das Ganze nennt sich "Aktion Respekt" und soll die Bürgerinnen und Bürgern lehren, wieder Reschpeckt vor der Bullizei zu zeigen. Mit welchen Mitteln könnt ihr auf dem Video sehen. Interessant auch, dass sie nicht auf Dealer und Schläger losgehen, sondern auf harmlose Fahrradfahrer und Zigarettenstummel-Werfer.

Das ist wirklich drollig, denn was sie mit dieser „Aktion Respekt“ erreichen dürften, ist exakt das Gegenteil von Respekt.
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In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, als viel gefährlicher, als derjenige, der den Schmutz macht.
-- Kurt Tucholsky
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Sticky
vae victis



Anmeldungsdatum: 12.10.2005
Beiträge: 5449
Wohnort: Am Arsch der Welt anstatt am Busen der Natur!

Beitrag(#1405234) Verfasst am: 14.12.2009, 19:22    Titel: Antworten mit Zitat

Uriziel hat folgendes geschrieben:
Es gibt solche Polizisten und "solche" Polizisten...


... komischerweise hatte ich noch nie Ärger mit einem Uniformierten zwinkern

Ich laufe aber auch nicht auf Demonstrationen nah an Polizisten vorbei, zwischen meckernden und bellenden Demonstranten, die diese anmachen und provozieren und unter Umständen schon Stundenlang genervt oder sogar attackiert haben.

Es gibt Polizisten, was die sich bieten lassen müssen, ist wirklich schwer zu schlucken. Jahrelang nie einmal auszurasten und niemanden eins mit dem Knüppel über den Kopf zu ziehen, kann schwer sein. Ganz besonders, wenn irgendwelche Idioten mit Schildern schlagen oder gar Pflastersteine werfen.

UND: Solche Idioten versuchen ja immer, auf die meisten Demonstrationen zu kommen, "um" dort die Polizei zu attackieren und zu provozieren.

Als gescheiter Demonstrant hält man sich nicht nur fern von Vandalen, sondern steht am besten auch noch sichtlich da, das erkennbar kein feindliches Verhalten von einem ausgeht.
" Ich" bin normalerweise ein recht friedlicher Mensch - ich mache immer einen Bogen um andere Menschen und suche nie die Konfrontation. Daher weis ich, das ich auf Demonstrationen eigentlich RIESENPECH haben müsste, wenn sich ein "Polizist auf Eskalation" zu mir hinverirrt und nach mir haut. zwinkern

Und: Wenn die Polizei ab und zu mal ne Demonstration einfach "auflöst", tja dann muss man eben gehen. Und nicht noch so dableiben nach dem Motto: " Wir haben keinen Grund, dazubleiben - wollen aber dableiben, um euch zu provozieren! "

Grundlos darf die Polizei Demos nicht auflösen, da war mal was mit Grundgesetz und Versammlungsfreiheit...
Meistens besteht immer ein triftiger Grund, wenn die Polizei eine Zusammenrottung auseindertreibt.

Zum Beispiel, wenn nachweislich Sachbeschädigung aus dieser herraus begangen wird oder eben Polizisten aus der Menge herraus attackiert werden.


P.P.S und zu guterletzt: Eine Demonstration kann auch "laut" sein...

... grundsätzlich aber stelle ich mir eine seriöse, anständige Demonstration eher "leise" vor und eben friedlich - so kann die Polizei gar keine Chance haben, sie auflösen zu dürfen. Ich wette, so ne Riesen-Demo von friedlichen Rentnern würde niemand einfach aufzulösen wagen,

ne Demo von kreischenden, lauten, agressiven Jugendlichen, von denen einige dazu auch noch vermummt sind und Steine in der Hand haben oder sogar werfen, schon eher! ;]


Man merkt, dass du noch nie auf einer Demo warst! So ein dummes geschwurbel kenne ich nur aus der BILD!
Zitat:
Solche Idioten versuchen ja immer, auf die meisten Demonstrationen zu kommen, "um" dort die Polizei zu attackieren und zu provozieren.
zum Beispiel kann man auch übersetzen mit: "Berufsdemonstrant"! Richtig! Wir sind ja alle von Moskau ferngesteuert! "Jeder, der auf Demos geht und irgendwelche Aktionen macht, geht es gar nicht um die Sache, sondern nur um Krawall!" Diese dumpfen Scheisshausparolen von Sensationshaschenden Print- und E-Medien kannst du dir schenken. Meistens ist es umgekehrt: Erst irgendwelche Übergriffe von der Polizei, dann die entsprechende Reaktion.

Auch du solltest unterscheiden zwischen irgendwelchen Hooligans und politisch aktiven Demonstranten. Seit Ende der 80er Jahre sind die ach so gewalttätigen Demos abgeflacht! Was hat dieser Pseudo-Frieden denn gebracht? In dieser Zeit ist der Marktradikalismus ins Uferlose gestiegen. Massenarbeitslosigkeit, Hartz-Willkür, Mini-, Midi,- 1Euro-Jobs, Leiharbeit, uvm.! Und warum? Weil sich gewisse Herrschaften zu sicher fühlen. Den nächsten generationen mit mieser, billiger und niveaulostester Unterhaltung unterster Schublade das Hirn verkleistert, und schon wagen die sich nicht mehr aufzulehnen. Noch ein wenig mit dem Zeigefinger gedroht und ja auf die Einhaltung der Gesetze gepocht, schon lebt es sich als Bonze leichter. Und kaum kriegen ein paar Bullen ihre eigene bittere Medizin zu schlucken, kreischen sie Zeter und Mordio! "Die neue RAF!"

Aua, wie peinlich... Argh
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Gruss: Sticky

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jagy
Herb Derpington III.



Anmeldungsdatum: 26.11.2006
Beiträge: 7275

Beitrag(#1405235) Verfasst am: 14.12.2009, 19:22    Titel: Antworten mit Zitat

Uriziel hat folgendes geschrieben:
jagy hat folgendes geschrieben:

wohl eher Aktion Respekt durch Gewalt... Erbrechen

Wo ist denn der Respekt vor dem Rechtsstaat und den Bürger?



Der ist eben nicht überall gleichmässig verteilt. Weder in Deutschland - noch international.


Ich meinte eigentlich auch speziell die Schweizer von der Aktion "Respekt".
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Chevvi
registrierter User



Anmeldungsdatum: 20.08.2008
Beiträge: 382
Wohnort: Bremen

Beitrag(#1405237) Verfasst am: 14.12.2009, 19:23    Titel: Antworten mit Zitat

jagy hat folgendes geschrieben:
Chevvi hat folgendes geschrieben:
NOCQUAE hat folgendes geschrieben:
jagy hat folgendes geschrieben:
Zitat:

Die Bilder sind schockierend. Sie zeigen mehrere Polizisten, die auf einem halbnackten Mann knien. Sie pressen seinen Körper auf einen Kiesweg, Kopf und Hals liegen auf einer Bordsteinkante. Der Mann stöhnt vor Schmerzen, er windet sich und sucht der Umklammerung zu entgehen. Bei jeder Bewegung ruft der Beamte, der dies alles auf Video aufnimmt: "Da, schon wieder eine Widerstandshandlung" - und filmt weiter.

Oh, die haben den ganzen Vorgang aufgezeichnet – außer genau die sechs Sekunden, die laut Aussage der Polizei zu der Eskalation geführt haben?
Was für ein dummer Zufall aber auch …


Darüber vergisst die SZ zu berichten? So ein dummer Zufall.


Zitat:
"Wir haben ihm unmittelbaren Zwang angedroht", behauptet ein Beamter. Und ordnungsgemäß belehrt habe er ihn auch. Als er ihm in die Gesäßtasche langen wollte, habe Jan A. seine Hand weggeschlagen und ihn weggeschubst.

Die Bilder zeigen USK–Beamte, die einen Mann zu Boden bringen und dort fixieren.

Eine solche Szene ist auf dem Video nicht zu sehen, es fehlen exakt sechs Sekunden.


Zitat:
Warum man den Hals des Wehrlosen noch extra auf eine Bordsteinkante presse? Wo die sechs Sekunden Filmmaterial seien? Wie ein auf dem Kiesboden fixierter und vor Schmerzen stöhnender Mann überhaupt noch Anweisungen erfüllen könne? "Ich möchte da nicht liegen", sagt sie.


Zitat:
Jan A. hat die ganze Zeit in seinem Prozess geschwiegen. Er hat Atteste vorgelegt über Schürfwunden, Prellungen und Stauchungen. Es sind nur äußere Verletzungen, die inneren sitzen viel tiefer.


Schulterzucken

Hm das beantwortet meine Fragen nicht wirklich:
Wurden die sechs Sekunden vor Gericht thematisiert?
Zitat:
Warum man den Hals des Wehrlosen noch extra auf eine Bordsteinkante presse? Wo die sechs Sekunden Filmmaterial seien? Wie ein auf dem Kiesboden fixierter und vor Schmerzen stöhnender Mann überhaupt noch Anweisungen erfüllen könne? "Ich möchte da nicht liegen", sagt sie.

Und weiter:
Zitat:
Amtsrichter Andreas Schätzl fährt ihr in die Parade. "Sie sind unsachlich", sagt er. "Zugegebenermaßen" handele es sich um eine "harte Behandlung" durch die Polizisten, doch das interessiere ihn nicht.

Die sechs Sekunden wurden also einfach übergangen?
Wie erklären die Polizisten die fehlenden sechs Sekunden (Nicht: was haben sie in der Zeit getan?)?
Keine Aussage dazu vor Gericht?
Widersprechen die Verteidiger dieser Aussage?
Zitat:
"Wir haben ihm unmittelbaren Zwang angedroht", behauptet ein Beamter. Und ordnungsgemäß belehrt habe er ihn auch. Als er ihm in die Gesäßtasche langen wollte, habe Jan A. seine Hand weggeschlagen und ihn weggeschubst.

Darum geht es doch bei den sechs Sekunden. Hier wird angedeutet, dass in dieser Zeit etwas passiert sei, was nicht gefilmt werden sollte.
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Sticky
vae victis



Anmeldungsdatum: 12.10.2005
Beiträge: 5449
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Beitrag(#1405238) Verfasst am: 14.12.2009, 19:23    Titel: Antworten mit Zitat

jagy hat folgendes geschrieben:
Latina hat folgendes geschrieben:
Ähnliches gibt es in der Schweiz, siehe Video-Beitrag (Achtung, teilweise auf schweizerdeutsch Sehr glücklich ).

Das Ganze nennt sich "Aktion Respekt" und soll die Bürgerinnen und Bürgern lehren, wieder Reschpeckt vor der Bullizei zu zeigen. Mit welchen Mitteln könnt ihr auf dem Video sehen. Interessant auch, dass sie nicht auf Dealer und Schläger losgehen, sondern auf harmlose Fahrradfahrer und Zigarettenstummel-Werfer.


OMFG! Geschockt Jemand wirf eine Zigarette auf den Boden, jemand touchiert höchstens und vermutlich versehentlich ein Polizeifahrzeug und ein fremdsprachichger Jurist nimmt die Hand nicht aus der Hosentasche...

Aktion Respekt - wohl eher Aktion Respekt durch Gewalt... Erbrechen

Wo ist denn der Respekt vor dem Rechtsstaat und den Bürger?


Tja, da wird der Respekt noch in die Köpfe der Menschen eingeprügelt! Denkst du, sowas gibts hier nicht? Man benennt es nur nicht so!

Willkommen in der realen Welt....
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AlexJ
Supermarktoverlord



Anmeldungsdatum: 11.04.2008
Beiträge: 2090
Wohnort: Köln

Beitrag(#1405241) Verfasst am: 14.12.2009, 19:30    Titel: Antworten mit Zitat

Chevvi hat folgendes geschrieben:
NOCQUAE hat folgendes geschrieben:
jagy hat folgendes geschrieben:
Zitat:

Die Bilder sind schockierend. Sie zeigen mehrere Polizisten, die auf einem halbnackten Mann knien. Sie pressen seinen Körper auf einen Kiesweg, Kopf und Hals liegen auf einer Bordsteinkante. Der Mann stöhnt vor Schmerzen, er windet sich und sucht der Umklammerung zu entgehen. Bei jeder Bewegung ruft der Beamte, der dies alles auf Video aufnimmt: "Da, schon wieder eine Widerstandshandlung" - und filmt weiter.

Oh, die haben den ganzen Vorgang aufgezeichnet – außer genau die sechs Sekunden, die laut Aussage der Polizei zu der Eskalation geführt haben?
Was für ein dummer Zufall aber auch …

Ist klar. Wurden die sechs Sekunden auch vor Gericht thematisiert? Behauptet der Angeklagte, er hätte die Hand gar nicht weggeschlagen und wurde in diesen sechs Sekunden überfallen? Wie erklären die Polizisten die sechs Sekunden?
Darüber vergisst die SZ zu berichten? So ein dummer Zufall.


Hmm, soweit mir bekannt ist, haben Polizei Videobänder eine durchgehende Kennzeichnung bzw. werden so gekennzeichnet, dass es unmöglich ist etwas weg zuschneiden ohne das es auffällt.
Das bedeutet, dass die 6 Sekunden nur fehlen können, wenn da das geschehen gar nicht aufgenommen wurde, sonst wäre es auf dem Beweismaterial sofort ersichtlich das etwas fehlt. aber das wird im Bericht nicht so klar behauptet. Ich erwarte auch das es klarer gesagt werden würde wenn das wirklich der Fall wäre. Die Frage wäre also höchstens warum nicht die ganze Zeit aufgenommen wurde und dafür gibt es eigentlich genug Gründe.
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Uriziel
Herpiderpi



Anmeldungsdatum: 22.12.2007
Beiträge: 1728

Beitrag(#1405242) Verfasst am: 14.12.2009, 19:30    Titel: Antworten mit Zitat

jagy hat folgendes geschrieben:
Uriziel hat folgendes geschrieben:
jagy hat folgendes geschrieben:

wohl eher Aktion Respekt durch Gewalt... Erbrechen

Wo ist denn der Respekt vor dem Rechtsstaat und den Bürger?



Der ist eben nicht überall gleichmässig verteilt. Weder in Deutschland - noch international.


Ich meinte eigentlich auch speziell die Schweizer von der Aktion "Respekt".



Hab ich nicht gewusst - dennoch aber trifft meine Aussage einigermassen zu... nicht wahr/oder nicht?
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nocquae
diskriminiert nazis



Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 18183

Beitrag(#1405243) Verfasst am: 14.12.2009, 19:31    Titel: Antworten mit Zitat

jagy hat folgendes geschrieben:
Uriziel hat folgendes geschrieben:
jagy hat folgendes geschrieben:

wohl eher Aktion Respekt durch Gewalt... Erbrechen

Wo ist denn der Respekt vor dem Rechtsstaat und den Bürger?



Der ist eben nicht überall gleichmässig verteilt. Weder in Deutschland - noch international.


Ich meinte eigentlich auch speziell die Schweizer von der Aktion "Respekt".

“People shouldn’t be afraid of their government. Governments should be afraid of their people.” Das Kleingedruckte
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Sticky
vae victis



Anmeldungsdatum: 12.10.2005
Beiträge: 5449
Wohnort: Am Arsch der Welt anstatt am Busen der Natur!

Beitrag(#1405246) Verfasst am: 14.12.2009, 19:36    Titel: Antworten mit Zitat

NOCQUAE hat folgendes geschrieben:

“People shouldn’t be afraid of their government. Governments should be afraid of their people.” Das Kleingedruckte


"V"?
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nocquae
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Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 18183

Beitrag(#1405249) Verfasst am: 14.12.2009, 19:39    Titel: Antworten mit Zitat

Sticky hat folgendes geschrieben:
NOCQUAE hat folgendes geschrieben:

“People shouldn’t be afraid of their government. Governments should be afraid of their people.” Das Kleingedruckte


"V"?

Yarr.
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jagy
Herb Derpington III.



Anmeldungsdatum: 26.11.2006
Beiträge: 7275

Beitrag(#1405253) Verfasst am: 14.12.2009, 19:45    Titel: Antworten mit Zitat

Uriziel hat folgendes geschrieben:
jagy hat folgendes geschrieben:
Uriziel hat folgendes geschrieben:
jagy hat folgendes geschrieben:

wohl eher Aktion Respekt durch Gewalt... Erbrechen

Wo ist denn der Respekt vor dem Rechtsstaat und den Bürger?



Der ist eben nicht überall gleichmässig verteilt. Weder in Deutschland - noch international.


Ich meinte eigentlich auch speziell die Schweizer von der Aktion "Respekt".



Hab ich nicht gewusst - dennoch aber trifft meine Aussage einigermassen zu... nicht wahr/oder nicht?


Selbstverständlich trifft das zu. Aber ich gehöre auch nicht zu den üblichen Verdächtigen, die solche Fälle als beispielhaft für die Mehrzahl der Polizisten anführen.

Wobei das für diese besondere Einheit leider tatsächlich beispielhaft zu sein scheint.
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jagy
Herb Derpington III.



Anmeldungsdatum: 26.11.2006
Beiträge: 7275

Beitrag(#1405255) Verfasst am: 14.12.2009, 19:46    Titel: Antworten mit Zitat

Chevvi hat folgendes geschrieben:


Das ist ja alles gut und richtig. Aber die SZ hat nicht "aus Zufall" vergessen darüber zu berichten.
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Sticky
vae victis



Anmeldungsdatum: 12.10.2005
Beiträge: 5449
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Beitrag(#1405264) Verfasst am: 14.12.2009, 19:59    Titel: Antworten mit Zitat

NOCQUAE hat folgendes geschrieben:
Sticky hat folgendes geschrieben:
NOCQUAE hat folgendes geschrieben:

“People shouldn’t be afraid of their government. Governments should be afraid of their people.” Das Kleingedruckte


"V"?

Yarr.


Daumen hoch!

Wie wahr, oder?
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Miach
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Anmeldungsdatum: 25.01.2006
Beiträge: 853

Beitrag(#1405287) Verfasst am: 14.12.2009, 21:07    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ein Einsatz des USK gegen einen Griller in München eskaliert: Die Polizisten malträtieren den Mann vor laufender Kamera - doch vor Gericht wird nur er verurteilt.

Zitat:

Die Bilder sind schockierend. Sie zeigen mehrere Polizisten, die auf einem halbnackten Mann knien. Sie pressen seinen Körper auf einen Kiesweg, Kopf und Hals liegen auf einer Bordsteinkante. Der Mann stöhnt vor Schmerzen, er windet sich und sucht der Umklammerung zu entgehen. Bei jeder Bewegung ruft der Beamte, der dies alles auf Video aufnimmt:"Da, schon wieder eine Widerstandshandlung" - und filmt weiter.


(Hervorhebung von mir.)

Das ist der Grund, warum viele Menschen, die ungerechtfertigte Gewalt von Polizisten und/oder Amtsmissbrauch erfahren haben, scheuen, eine Anzeige zu stellen, denn es folgt die Gegenanzeige wegen "Widerstand gegen die Staatsgewalt".

So auch mir widerfahren.

Solche Anzeigen sind keine schwerwiegende Anzeige, die eventuell mit einem Disziplinarververfahren gegen den Beamten verbunden ist.

Der betreffende Beamte, der bislang auch keine persönliche Dienstnummernkennzeichenpflicht hat, dem man beweisen muss, daß er es war, wird nicht suspendiert, die Anzeige ist ein "normaler Vorgang", der dem Dienstgruppenleiter, oder dem Hundertschaftsführer/Einsatzleiter
vorgelegt wird, der schreibt eine Stellungnahme.

Dann geht es weiter zu einem Sachbearbeiter bei der Kripo, der sie und die Zeugenaussage für die Staatsanwaltschaft bearbeitet, um zu verifizieren, ob es zur Anklage kommt, oder nicht.

Meist wird dann nicht der Beamte zur Rechenschaft gezogen, sondern derjenige, der behauptet, und darüber klagt, zu Unrecht von einem bediensteten Staatsbeamten in seinen Rechten verletzt worden zu sein.
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 43237
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#1405332) Verfasst am: 14.12.2009, 22:40    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kenne ein tolles Spiel. Das Spiel heisst "Chaot und Bulle" und geht so:

....ein Bulle pruegelt einen Fahrradfahrer vom Rad. Ein Chaot sieht das und wirft 2 Wochen spaeter von einem Fahrrad aus einem Bullen einen Pflasterstein an den Kopp. Das sieht wiederum ein Bulle und pruegelt 2 Wochen spaeter einen Fahrradfahrer vom Rad.......


....und wenn sie nicht gestorben sind, dann schmeissen und pruegeln sie noch heute. zwinkern
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Sticky
vae victis



Anmeldungsdatum: 12.10.2005
Beiträge: 5449
Wohnort: Am Arsch der Welt anstatt am Busen der Natur!

Beitrag(#1405346) Verfasst am: 14.12.2009, 23:00    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Ich kenne ein tolles Spiel. Das Spiel heisst "Chaot und Bulle" und geht so:

....ein Bulle pruegelt einen Fahrradfahrer vom Rad. Ein Chaot sieht das und wirft 2 Wochen spaeter von einem Fahrrad aus einem Bullen einen Pflasterstein an den Kopp. Das sieht wiederum ein Bulle und pruegelt 2 Wochen spaeter einen Fahrradfahrer vom Rad.......


....und wenn sie nicht gestorben sind, dann schmeissen und pruegeln sie noch heute. zwinkern


Das "Was-kann-passieren"-Spiel:

Ein Bulle prügelt wegen einer Nichtigkeit einen Radfahrer zusammen.

Möglichkeit 1:
Der Radfahrer unternimmt nichts. Der Bulle sagt zu sich: "Klappt ja prima! Da kann ich ja beliebig weitermachen!"

Möglichkeit 2:
Der Radfahrer wirft dem Bullen zum Dank einen Stein an die Birne. Der Bulle wacht im Krankenhaus wieder auf und wundert sich über die Respektlosigkeit und Gewalt, die ihm entgegen gebracht wird!
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Gruss: Sticky

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gelt
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Anmeldungsdatum: 04.08.2009
Beiträge: 40

Beitrag(#1405369) Verfasst am: 14.12.2009, 23:34    Titel: Antworten mit Zitat

Welch ein wundervolles Thema....

Die Frage nach Polizeigewalt und Polizeiwilkür diskutiere ich öfters mal mit einem Freund, der in gewissen Kreisen unterwegs ist. Wen ich mir die Geschichte so anhöre kann ich nur sagen, dass es viel zu wenig Polizeigewalt gibt.
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Baldur
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Anmeldungsdatum: 05.10.2005
Beiträge: 8326

Beitrag(#1405403) Verfasst am: 15.12.2009, 00:47    Titel: Antworten mit Zitat

Uriziel hat folgendes geschrieben:
Es gibt solche Polizisten und "solche" Polizisten...


... komischerweise hatte ich noch nie Ärger mit einem Uniformierten zwinkern

Ich laufe aber auch nicht auf Demonstrationen nah an Polizisten vorbei, zwischen meckernden und bellenden Demonstranten, die diese anmachen und provozieren und unter Umständen schon Stundenlang genervt oder sogar attackiert haben.

Es gibt Polizisten, was die sich bieten lassen müssen, ist wirklich schwer zu schlucken. Jahrelang nie einmal auszurasten und niemanden eins mit dem Knüppel über den Kopf zu ziehen, kann schwer sein. Ganz besonders, wenn irgendwelche Idioten mit Schildern schlagen oder gar Pflastersteine werfen.

UND: Solche Idioten versuchen ja immer, auf die meisten Demonstrationen zu kommen, "um" dort die Polizei zu attackieren und zu provozieren.

Als gescheiter Demonstrant hält man sich nicht nur fern von Vandalen, sondern steht am besten auch noch sichtlich da, das erkennbar kein feindliches Verhalten von einem ausgeht.
" Ich" bin normalerweise ein recht friedlicher Mensch - ich mache immer einen Bogen um andere Menschen und suche nie die Konfrontation. Daher weis ich, das ich auf Demonstrationen eigentlich RIESENPECH haben müsste, wenn sich ein "Polizist auf Eskalation" zu mir hinverirrt und nach mir haut. zwinkern

Und: Wenn die Polizei ab und zu mal ne Demonstration einfach "auflöst", tja dann muss man eben gehen. Und nicht noch so dableiben nach dem Motto: " Wir haben keinen Grund, dazubleiben - wollen aber dableiben, um euch zu provozieren! "

Grundlos darf die Polizei Demos nicht auflösen, da war mal was mit Grundgesetz und Versammlungsfreiheit...
Meistens besteht immer ein triftiger Grund, wenn die Polizei eine Zusammenrottung auseindertreibt.

Zum Beispiel, wenn nachweislich Sachbeschädigung aus dieser herraus begangen wird oder eben Polizisten aus der Menge herraus attackiert werden.


P.P.S und zu guterletzt: Eine Demonstration kann auch "laut" sein...

... grundsätzlich aber stelle ich mir eine seriöse, anständige Demonstration eher "leise" vor und eben friedlich - so kann die Polizei gar keine Chance haben, sie auflösen zu dürfen. Ich wette, so ne Riesen-Demo von friedlichen Rentnern würde niemand einfach aufzulösen wagen,

ne Demo von kreischenden, lauten, agressiven Jugendlichen, von denen einige dazu auch noch vermummt sind und Steine in der Hand haben oder sogar werfen, schon eher! ;]


Die 12-jährigen Schüler, die am 10.12. auf der KMK-Blockade in Bonn von Polizeibeamten mit Pfefferspray ANGEGRIFFEN wurden waren weder aggressiv, noch gefährlich oder auch nur provokativ. Die Standen einfach im Weg, als man das Pfeffer gegen ebenfalls friedliche aber störende Erwachsene einsetzen wollte.

Als dann die Knüppel zum einsatz kamen, war ich nicht mehr dabei und kann nicht sagen, ob es wieder Schüler getroffen hat. Aber das war auch 2-3 Stunden später, vermutlich waren die Schüler dann eingeschüchterter Weise bereits abgehauen.

Ich frage mich bei soetwas immer, wenn offensichtlich friedliche und unbescholtene Demonstrationsteilnehmer erstmals Opfer von Polizeiwillkür und -gewalt werden, wie diese sich zukünftig verhalten werden:
- radikalisieren sie sich und hauen beim nächsten mal zurück
- oder versuchen sie bei der nächsten Demo sich möglichst so zu verhalten, dass ihnen das keinesfalls wieder passieren kann (geht das)
- bzw. gehen sie nur noch auf DGB-Demos
- oder werden sie nie wieder an einer Demo teilnehmen?
- der verdrehen sie sich ihre eigene Realität so, dass sie am Ende meinen, sie hätten ja selbst Schuld gehabt und die Bullen hätten wohl nix anderes machen können als auf sie einzuprügeln?

Das interessiert mich wirklich jedesmal wieder aufs Neue.
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Baldur
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Beitrag(#1405411) Verfasst am: 15.12.2009, 00:59    Titel: Antworten mit Zitat

gelt hat folgendes geschrieben:
Welch ein wundervolles Thema....

Die Frage nach Polizeigewalt und Polizeiwilkür diskutiere ich öfters mal mit einem Freund, der in gewissen Kreisen unterwegs ist. Wen ich mir die Geschichte so anhöre kann ich nur sagen, dass es viel zu wenig Polizeigewalt gibt.


Und dein Freund ist in solchen Kreisen unterwegs, in denen er Polizeigewalt und Polizeiwillkür ausübt?
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Baldur
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Beitrag(#1405415) Verfasst am: 15.12.2009, 01:04    Titel: Antworten mit Zitat

jagy hat folgendes geschrieben:
Uriziel hat folgendes geschrieben:
jagy hat folgendes geschrieben:
Uriziel hat folgendes geschrieben:
jagy hat folgendes geschrieben:

wohl eher Aktion Respekt durch Gewalt... Erbrechen

Wo ist denn der Respekt vor dem Rechtsstaat und den Bürger?



Der ist eben nicht überall gleichmässig verteilt. Weder in Deutschland - noch international.


Ich meinte eigentlich auch speziell die Schweizer von der Aktion "Respekt".



Hab ich nicht gewusst - dennoch aber trifft meine Aussage einigermassen zu... nicht wahr/oder nicht?


Selbstverständlich trifft das zu. Aber ich gehöre auch nicht zu den üblichen Verdächtigen, die solche Fälle als beispielhaft für die Mehrzahl der Polizisten anführen.

Wobei das für diese besondere Einheit leider tatsächlich beispielhaft zu sein scheint.


Leider ist es nicht beispielhaft, dass umstehende Polizeikameraden die polizeilichen Gewalttäter an ihren verbrecherischen Misshandlungen hindern und diese schließlich zur Anzeige bringen.

Leider ist es im Gegenteil beispielhaft, dass umstehende Schläger-Kameraden schnell einen Ring um das Opfer bilden, sodass keine verwertbaren Aufnahmen oder Zeugenaussagen für eine spätere Beweisaufnahme möglich sind. So kann auch jeder Kamerad ungestört einmal zuschlagen und nachtreten.
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Sticky
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Beitrag(#1405433) Verfasst am: 15.12.2009, 05:27    Titel: Antworten mit Zitat

Gewalt scheint nur dann akzeptiert zu werden, wenn der Gewaltanwender eine Uniform trägt und die Gewalt staatlich legitimiert ist; egal aus welchem Anlass, egal an wem, egal mit welcher Brutalität! Hier wird das jahrhundertlang eingeimpfte "Hauptmann-von-Köpenick"-Symptom wunderbar reflektiert.
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beachbernie
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Beitrag(#1405472) Verfasst am: 15.12.2009, 09:45    Titel: Antworten mit Zitat

Baldur hat folgendes geschrieben:


Die 12-jährigen Schüler, die am 10.12. auf der KMK-Blockade in Bonn von Polizeibeamten mit Pfefferspray ANGEGRIFFEN wurden waren weder aggressiv, noch gefährlich oder auch nur provokativ. Die Standen einfach im Weg, als man das Pfeffer gegen ebenfalls friedliche aber störende Erwachsene einsetzen wollte.

Als dann die Knüppel zum einsatz kamen, war ich nicht mehr dabei und kann nicht sagen, ob es wieder Schüler getroffen hat. Aber das war auch 2-3 Stunden später, vermutlich waren die Schüler dann eingeschüchterter Weise bereits abgehauen.

Ich frage mich bei soetwas immer, wenn offensichtlich friedliche und unbescholtene Demonstrationsteilnehmer erstmals Opfer von Polizeiwillkür und -gewalt werden, wie diese sich zukünftig verhalten werden:
- radikalisieren sie sich und hauen beim nächsten mal zurück
- oder versuchen sie bei der nächsten Demo sich möglichst so zu verhalten, dass ihnen das keinesfalls wieder passieren kann (geht das)
- bzw. gehen sie nur noch auf DGB-Demos
- oder werden sie nie wieder an einer Demo teilnehmen?
- der verdrehen sie sich ihre eigene Realität so, dass sie am Ende meinen, sie hätten ja selbst Schuld gehabt und die Bullen hätten wohl nix anderes machen können als auf sie einzuprügeln?

Das interessiert mich wirklich jedesmal wieder aufs Neue.



Ich war auch schon auf 'ner ganzen Menge Demos und habe dort auch einiges an voellig unprovozierter Polizeigewalt erlebt. Wer leugnet, dass es sowas gibt, der weiss entweder nicht wovon er redet oder er luegt. Auf der anderen Seite habe ich allerdings auch das Umgekehrte gesehen, unprovozierte Gewalt , die von irgendwelchen Chaoten ausging, die nur zur Demo gingen um mal wieder "ein paar Bullen zu klatschen" und manchmal noch nicht mal wussten, worum es bei der Demo ueberhaupt ging. Wer nun leugnet, dass es sowas auch gibt, fuer den gilt das oben Gesagte ganz genauso.

Spaeter lernte ich einige Bullen mal persoenlich kennen, weil ein guter Freund von mir Kripobeamter ist. Da waren auch recht vernuenftige Leute darunter, die z.T., wie sich herausstellte, auf den gleichen Demos waren wie ich, bloss eben auf der anderen Seite als junge Bereitschaftsbullen und durch die ich deren Seite der Geschichte kennenlernte. Soll ich Dir was sagen? Bei Lichte betrachtet waren diese Leute letztlich genauso gearscht wie ich, weil sie oft bloss benutzt wurden durch Leute, die ein grosses Interesse an Randale hatten und die auch auf der anderen Seite ihre bezahlten Helfershelfer hatten. Es wurden etliche Faelle bekannt, wo von den Behoerden bezahlte Provokateure die Randale anfingen und auf der anderen Seite auf Bullen trafen, die systematisch erst aggressiv gemacht wurden, bevor sie in den Einsatz gingen. Warum lief das oft so? Wer hatte denn ein Interesse daran, dass es kracht? Das solltest Du Dich vielleicht auch mal fragen, bevor Du bei der naechsten Demo vielleicht den Dir zugedachten Part bei diesem Scheiss Spiel mitspielst...

Gruss, Bernie
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Beitrag(#1405477) Verfasst am: 15.12.2009, 09:56    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Baldur hat folgendes geschrieben:


Die 12-jährigen Schüler, die am 10.12. auf der KMK-Blockade in Bonn von Polizeibeamten mit Pfefferspray ANGEGRIFFEN wurden waren weder aggressiv, noch gefährlich oder auch nur provokativ. Die Standen einfach im Weg, als man das Pfeffer gegen ebenfalls friedliche aber störende Erwachsene einsetzen wollte.

Als dann die Knüppel zum einsatz kamen, war ich nicht mehr dabei und kann nicht sagen, ob es wieder Schüler getroffen hat. Aber das war auch 2-3 Stunden später, vermutlich waren die Schüler dann eingeschüchterter Weise bereits abgehauen.

Ich frage mich bei soetwas immer, wenn offensichtlich friedliche und unbescholtene Demonstrationsteilnehmer erstmals Opfer von Polizeiwillkür und -gewalt werden, wie diese sich zukünftig verhalten werden:
- radikalisieren sie sich und hauen beim nächsten mal zurück
- oder versuchen sie bei der nächsten Demo sich möglichst so zu verhalten, dass ihnen das keinesfalls wieder passieren kann (geht das)
- bzw. gehen sie nur noch auf DGB-Demos
- oder werden sie nie wieder an einer Demo teilnehmen?
- der verdrehen sie sich ihre eigene Realität so, dass sie am Ende meinen, sie hätten ja selbst Schuld gehabt und die Bullen hätten wohl nix anderes machen können als auf sie einzuprügeln?

Das interessiert mich wirklich jedesmal wieder aufs Neue.



Ich war auch schon auf 'ner ganzen Menge Demos und habe dort auch einiges an voellig unprovozierter Polizeigewalt erlebt. Wer leugnet, dass es sowas gibt, der weiss entweder nicht wovon er redet oder er luegt. Auf der anderen Seite habe ich allerdings auch das Umgekehrte gesehen, unprovozierte Gewalt , die von irgendwelchen Chaoten ausging, die nur zur Demo gingen um mal wieder "ein paar Bullen zu klatschen" und manchmal noch nicht mal wussten, worum es bei der Demo ueberhaupt ging. Wer nun leugnet, dass es sowas auch gibt, fuer den gilt das oben Gesagte ganz genauso.

Spaeter lernte ich einige Bullen mal persoenlich kennen, weil ein guter Freund von mir Kripobeamter ist. Da waren auch recht vernuenftige Leute darunter, die z.T., wie sich herausstellte, auf den gleichen Demos waren wie ich, bloss eben auf der anderen Seite als junge Bereitschaftsbullen und durch die ich deren Seite der Geschichte kennenlernte. Soll ich Dir was sagen? Bei Lichte betrachtet waren diese Leute letztlich genauso gearscht wie ich, weil sie oft bloss benutzt wurden durch Leute, die ein grosses Interesse an Randale hatten und die auch auf der anderen Seite ihre bezahlten Helfershelfer hatten. Es wurden etliche Faelle bekannt, wo von den Behoerden bezahlte Provokateure die Randale anfingen und auf der anderen Seite auf Bullen trafen, die systematisch erst aggressiv gemacht wurden, bevor sie in den Einsatz gingen. Warum lief das oft so? Wer hatte denn ein Interesse daran, dass es kracht? Das solltest Du Dich vielleicht auch mal fragen, bevor Du bei der naechsten Demo vielleicht den Dir zugedachten Part bei diesem Scheiss Spiel mitspielst...


Auf die von mir fett unterlegten Frage kann ich dir eine Antwort geben: Die herrschende Klasse! Und zwar, weil sie ungestört agieren, und jede Form des Widerstands im Keim ersticken will! Wenn "gewalttätige" Demonstranten kriminalisiert werden, - selbst, wenn es sich dabei tatsächlich um verkleidete Polizisten handelt, die nach aussen die brutalen Polizeiübergriffe rechtfertigen sollen - wollen oftmals "friedliche" Demonstranten nicht mitmachen und bleiben zuhause. Genau das soll erreicht werden!!! Und wie ich bei so manchen Usern hier mitbekomme, scheint ja diese Tatktik voll aufzugehen. Glückwunsch!
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Beitrag(#1405488) Verfasst am: 15.12.2009, 10:13    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:


Spaeter lernte ich einige Bullen mal persoenlich kennen, weil ein guter Freund von mir Kripobeamter ist. Da waren auch recht vernuenftige Leute darunter, die z.T., wie sich herausstellte, auf den gleichen Demos waren wie ich, bloss eben auf der anderen Seite als junge Bereitschaftsbullen und durch die ich deren Seite der Geschichte kennenlernte. Soll ich Dir was sagen? Bei Lichte betrachtet waren diese Leute letztlich genauso gearscht wie ich, weil sie oft bloss benutzt wurden durch Leute, die ein grosses Interesse an Randale hatten und die auch auf der anderen Seite ihre bezahlten Helfershelfer hatten. Es wurden etliche Faelle bekannt, wo von den Behoerden bezahlte Provokateure die Randale anfingen und auf der anderen Seite auf Bullen trafen, die systematisch erst aggressiv gemacht wurden, bevor sie in den Einsatz gingen. Warum lief das oft so? Wer hatte denn ein Interesse daran, dass es kracht? Das solltest Du Dich vielleicht auch mal fragen, bevor Du bei der naechsten Demo vielleicht den Dir zugedachten Part bei diesem Scheiss Spiel mitspielst...

Gruss, Bernie


KriPo-Beamte sind nochmal ein ganz anderer Schlag als uniformierte Berufsschläger.

Das Phänomen der Polizei-Provokateure ist mir auch bekannt, führt bei mir aber nicht zu dem Schluss, dass ich mein demokratisch legitimiertes Recht auf Meinungsäußerung und Demonstration nicht mehr wahrnehme.

Schlimm finde ich, dass der Respekt#/die Angst im Volke vor den staatlich legitimierten BErufsschlägern immer noch si groß ist, dass man sich nicht treaut, dem etwas entgegenzusetzen. Da empfinde ich schon "klammheimliche Freude" in Anbetreacht der Vorfälle in Hannover und würde mir auf so mancher Demo (zB GCool auch analoges von Demonstrantenseite wünschen. Dann aber nicht von Einzeltätern, die sowieso keine Schnitte haben, sondern auf breiter Basis von der großen Masse.

Aber scheinbar geht ja der Großteil der Menschen davon aus, dass es immer die richtigen trifft (bis man selbst dran ist) oder der Respekt vor staatlicher und juristischer Repression ist so groß, dass man lieber nach Hause fährt oder lieber gleich zu Hause bleibt.

Bei der KMK-Blockade habe ich keine Demotouristen und Randale-Touristen gesehen. Leider ist es nicht gelungen, eine geordnete Schlachtreihe auf Seiten der Demonstranten zu formieren, die die Bullen zum Teufel gejagt hätte. - Denn die große Mehrzahl der Demonstranten will immer Frieden und Harmonie um jeden Preis (vor allem zuerst für sich selbst). Zivilcourage auf Demos ist in BRD ebenso tot wie in der U-Bahn und wenn 3 auf einen einprügeln hat jeder Angst, selbst verprügelt zu werden, wenn er eingreift - selbst wenn das Verhältnis bei 100 gegen 20 liegt. Da nimmt man dann zur Wahrung der eigenen Unversehrtheit auch 30 verletzte Demonstranten in kauf. Die übrigen 70 laufen schleunigst weg anstatt hier einzugreifen.

Aber das Phänomen ist ja auch bekannt.
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Beitrag(#1405489) Verfasst am: 15.12.2009, 10:20    Titel: Antworten mit Zitat

Baldur hat folgendes geschrieben:

KriPo-Beamte sind nochmal ein ganz anderer Schlag als uniformierte Berufsschläger.

Das Phänomen der Polizei-Provokateure ist mir auch bekannt, führt bei mir aber nicht zu dem Schluss, dass ich mein demokratisch legitimiertes Recht auf Meinungsäußerung und Demonstration nicht mehr wahrnehme.

Schlimm finde ich, dass der Respekt#/die Angst im Volke vor den staatlich legitimierten BErufsschlägern immer noch si groß ist, dass man sich nicht treaut, dem etwas entgegenzusetzen. Da empfinde ich schon "klammheimliche Freude" in Anbetreacht der Vorfälle in Hannover und würde mir auf so mancher Demo (zB GCool auch analoges von Demonstrantenseite wünschen. Dann aber nicht von Einzeltätern, die sowieso keine Schnitte haben, sondern auf breiter Basis von der großen Masse.

Aber scheinbar geht ja der Großteil der Menschen davon aus, dass es immer die richtigen trifft (bis man selbst dran ist) oder der Respekt vor staatlicher und juristischer Repression ist so groß, dass man lieber nach Hause fährt oder lieber gleich zu Hause bleibt.

Bei der KMK-Blockade habe ich keine Demotouristen und Randale-Touristen gesehen. Leider ist es nicht gelungen, eine geordnete Schlachtreihe auf Seiten der Demonstranten zu formieren, die die Bullen zum Teufel gejagt hätte. - Denn die große Mehrzahl der Demonstranten will immer Frieden und Harmonie um jeden Preis (vor allem zuerst für sich selbst). Zivilcourage auf Demos ist in BRD ebenso tot wie in der U-Bahn und wenn 3 auf einen einprügeln hat jeder Angst, selbst verprügelt zu werden, wenn er eingreift - selbst wenn das Verhältnis bei 100 gegen 20 liegt. Da nimmt man dann zur Wahrung der eigenen Unversehrtheit auch 30 verletzte Demonstranten in kauf. Die übrigen 70 laufen schleunigst weg anstatt hier einzugreifen.

Aber das Phänomen ist ja auch bekannt.


Kann ich in vollem Umfang bestätigen!
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Beitrag(#1405593) Verfasst am: 15.12.2009, 15:05    Titel: Antworten mit Zitat

Wird man von der Polizei ungerecht behandelt (z.B. übermässig hart angepackt wegen Nichtigkeiten) so hat man meistens keine Chance, wenn man damit vor Gericht geht. Es gab einige Fälle in der Schweiz, beispielsweise ein junger Mann, der von Polizisten verdächtigt wurde ein Dealer zu sein (zur falschen Zeit am falschen Ort plus falsches Aussehen), verfolgt wurde (Polizisten waren in Zivil, der Verdächtige flüchtete weil er glaubte er werden von Schlägern verfolgt, Polizisten wiesen sich nicht aus) und schliesslich geschnappt wurde (mit dem Polizei-Auto Beine des Flüchtenden eingeklemmt), wobei er schwere Verletzungen davon trug. Ich glaube, ihm musste sogar ein Bein amputiert werden. Er klagte, die Polizisten wurden freigesprochen. zornig

Was die geile "Aktion Respekt" angeht, so gab es übrigens in Foren viele Diskutanten, welche das Durchgreifen der Polizei gegen harmlose Radfahrer rechtfertigten, so nach dem Motto "na endlich wird was getan gegen diese frechen Velofahrer"! Verhältnismässigkeit? Ein Fremdwort.
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Beitrag(#1405638) Verfasst am: 15.12.2009, 17:05    Titel: Antworten mit Zitat

Sticky hat folgendes geschrieben:

Man merkt, dass du noch nie auf einer Demo warst! So ein dummes geschwurbel kenne ich nur aus der BILD!
Zitat:
Solche Idioten versuchen ja immer, auf die meisten Demonstrationen zu kommen, "um" dort die Polizei zu attackieren und zu provozieren.
zum Beispiel kann man auch übersetzen mit: "Berufsdemonstrant"! Richtig! Wir sind ja alle von Moskau ferngesteuert! "Jeder, der auf Demos geht und irgendwelche Aktionen macht, geht es gar nicht um die Sache, sondern nur um Krawall!" Diese dumpfen Scheisshausparolen von Sensationshaschenden Print- und E-Medien kannst du dir schenken. Meistens ist es umgekehrt: Erst irgendwelche Übergriffe von der Polizei, dann die entsprechende Reaktion.


Die meisten "Demonstranten", die gewalttätig werden, werden das aus eigenem Antrieb und nicht weil sie sich gegen die bösen Bullen wehren müssen. Ich kenne bestimmt zehnmal so viele Linksextreme, die mit dem Vorsatz der Gewaltausübung auf Demos gehen wie Menschen, die Polizeiwillkür, auch in Form von körperlicher Gewalt, erlebt haben (und ich gehöre selber noch zu letzterer Gruppe). Wenn mir ein Antifa-Mitglied erzählt, dass er sich auf Demos immer eher die älteren Bullen raussucht, weil die in ihm noch eher das eigene Kind sehen als die jüngeren, die sich auch mal wehren, hat das mit legitimer Protestkultur nichts mehr zu tun.

Zitat:
. Seit Ende der 80er Jahre sind die ach so gewalttätigen Demos abgeflacht! Was hat dieser Pseudo-Frieden denn gebracht? In dieser Zeit ist der Marktradikalismus ins Uferlose gestiegen. Massenarbeitslosigkeit, Hartz-Willkür, Mini-, Midi,- 1Euro-Jobs, Leiharbeit, uvm.! Und warum?


Sicherlich nicht, weil Leute wie du weniger geworden sind. Wie egozentrisch und überheblich muss man eigentlich sein, um wirklich zu glauben, dass Änderungen der Sozialgesetzgebung auf friedlichere Demonstrationen zurückzuführen sind? Unfassbar.
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