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Organspende
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luc
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Anmeldungsdatum: 15.04.2010
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Beitrag(#2199707) Verfasst am: 15.01.2020, 15:17    Titel: Re: Organspenden. Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:
luc hat folgendes geschrieben:
Der Tod gehört zum Leben und die Solidarität unter Menschen auch. Keiner wird zu irgendetwas gezwungen und jeder kann sich weigern seine Organe zu spenden, insofern verstehe ich nicht, warum eine Widerspruchslösung solche Diskussionen auslöst. Das hätte längst beschlossen werden können.

Worauf beziehst du dich? Was für eine Diskussion meinst du?

Mit der Suchfunktion findet man 12 Threads zum Thema Organspende/n. Da hättest du vielleicht die Vorbehalte finden können, die du hier meinst, und dich darauf beziehen können, als zuhammenhanglos hier was anzufangen.


Mit der Suchmaschine habe ich nichts gefunden. Sorry! Dann bitte das Thema verschmelzen, löschen oder verschieben, falls es notwendig sein sollte. Danke für die Mühe.
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 38217
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2199709) Verfasst am: 15.01.2020, 15:29    Titel: Antworten mit Zitat

Ich lege mal die 3 größten beieinander.
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Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

Grenzen geben einem die Illusion, das Böse kommt von draußen
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astarte
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Beiträge: 40937

Beitrag(#2199711) Verfasst am: 15.01.2020, 15:51    Titel: Re: Organspenden. Antworten mit Zitat

luc hat folgendes geschrieben:

Mit der Suchmaschine habe ich nichts gefunden. Sorry! Dann bitte das Thema verschmelzen, löschen oder verschieben, falls es notwendig sein sollte. Danke für die Mühe.

Schau mal da: https://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=2199710#2199710
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zelig
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Beitrag(#2199808) Verfasst am: 16.01.2020, 13:36    Titel: Antworten mit Zitat

Der Vorschlag von Annalena Baerbock und Katja Kipping wurde angenommen. Meiner Ansicht der bessere Weg. Aber es kommt jetzt auf die Realisierung an, und da befürchte ich wieder den deutschen Behörden-Overkill.
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 38217
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Beitrag(#2199811) Verfasst am: 16.01.2020, 13:58    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Der Vorschlag von Annalena Baerbock und Katja Kipping wurde angenommen. Meiner Ansicht der bessere Weg. Aber es kommt jetzt auf die Realisierung an, und da befürchte ich wieder den deutschen Behörden-Overkill.


skeptisch
Ich wäre für die Widerspruchslösung gewesen.

Das perfide. Deutschland profitiert von der Widerspruchslösung in andere Länder.
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zelig
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Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 24036

Beitrag(#2199812) Verfasst am: 16.01.2020, 14:07    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Der Vorschlag von Annalena Baerbock und Katja Kipping wurde angenommen. Meiner Ansicht der bessere Weg. Aber es kommt jetzt auf die Realisierung an, und da befürchte ich wieder den deutschen Behörden-Overkill.


skeptisch
Ich wäre für die Widerspruchslösung gewesen.

Das perfide. Deutschland profitiert von der Widerspruchslösung in andere Länder.


Kann ich verstehen. Aber man muss unterscheiden zwischen der Frage, ob jemand Organspender ist, und der Frage, ob man Haltungen wie Indifferenz oder Unkenntnis als Zustimmung verbuchen darf. Am besten wäre natürlich, alle hätten einen Spenderausweis bei sich in der Börse.
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luc
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Anmeldungsdatum: 15.04.2010
Beiträge: 2217
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Beitrag(#2199813) Verfasst am: 16.01.2020, 14:33    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin eigentlich für die Widerspruchslösung. Trotzdem kann ich, mit dem was heute beschlossen wurde, gut leben. Man müsste so was auch online machen können und wenn die Krankenkassen und die Behörden Register führen und jedes mal fragen, ist es auch ok.
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CnndrBrbr
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Anmeldungsdatum: 26.07.2007
Beiträge: 241

Beitrag(#2199814) Verfasst am: 16.01.2020, 14:38    Titel: Antworten mit Zitat

luc hat folgendes geschrieben:
Ich bin eigentlich für die Widerspruchslösung.
Ich wäre für die Bulgarische Lösung:
Jeder ist Organspender. Widersprüche werden nicht berücksichtigt.
https://www.krankenkassen.de/ausland/organspende/
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luc
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Anmeldungsdatum: 15.04.2010
Beiträge: 2217
Wohnort: Nice. Paris. Köln

Beitrag(#2199815) Verfasst am: 16.01.2020, 14:56    Titel: Antworten mit Zitat

CnndrBrbr hat folgendes geschrieben:
luc hat folgendes geschrieben:
Ich bin eigentlich für die Widerspruchslösung.
Ich wäre für die Bulgarische Lösung:
Jeder ist Organspender. Widersprüche werden nicht berücksichtigt.
https://www.krankenkassen.de/ausland/organspende/


Das finde ich ein bisschen problematisch. Was mir nicht gefällt, ist die Tatsache, dass dadurch mein Körper mir nicht ganz gehört. Er gehört auch der Gesellschaft. Das erinnert mich an die Gegner der Abtreibung, die sagen: "nein dein Bauch gehört dir nicht, es unterliegt der gesellschafltichen Ordnung mit ihren Regeln". Ich finde das eher problematisch. Damit könne man die Sterbehilfe und die Selbstbestimmung auch in Frage stellen, wenn man das bis zu Ende durchdenkt.
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vrolijke
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Beiträge: 38217
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2199822) Verfasst am: 16.01.2020, 17:13    Titel: Antworten mit Zitat

CnndrBrbr hat folgendes geschrieben:
luc hat folgendes geschrieben:
Ich bin eigentlich für die Widerspruchslösung.
Ich wäre für die Bulgarische Lösung:
Jeder ist Organspender. Widersprüche werden nicht berücksichtigt.
https://www.krankenkassen.de/ausland/organspende/

Widerspruchslösung reicht finde ich.
Persönlich ist es mir egal. Ich habe ja einen Spenderausweis.
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Wilson
zwischen gaga und dada



Anmeldungsdatum: 04.02.2008
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Beitrag(#2199823) Verfasst am: 16.01.2020, 17:47    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
CnndrBrbr hat folgendes geschrieben:
luc hat folgendes geschrieben:
Ich bin eigentlich für die Widerspruchslösung.
Ich wäre für die Bulgarische Lösung:
Jeder ist Organspender. Widersprüche werden nicht berücksichtigt.
https://www.krankenkassen.de/ausland/organspende/

Widerspruchslösung reicht finde ich.
Persönlich ist es mir egal. Ich habe ja einen Spenderausweis.

dann bekommt der hagens nicht alles von dir..oder das was übrigbleibt?
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"als ob"
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vrolijke
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Beiträge: 38217
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2199825) Verfasst am: 16.01.2020, 18:54    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
CnndrBrbr hat folgendes geschrieben:
luc hat folgendes geschrieben:
Ich bin eigentlich für die Widerspruchslösung.
Ich wäre für die Bulgarische Lösung:
Jeder ist Organspender. Widersprüche werden nicht berücksichtigt.
https://www.krankenkassen.de/ausland/organspende/

Widerspruchslösung reicht finde ich.
Persönlich ist es mir egal. Ich habe ja einen Spenderausweis.

dann bekommt der hagens nicht alles von dir..oder das was übrigbleibt?


Organspende ist kein Hinderungsgrund für Körperspende. Eine autopsierte Leiche kann er nicht mehr gebrauchen.
Aber ich glaube, ich komme altersmäßig eher nicht mehr infrage als Organspender.
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Erich Fromm

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DonMartin
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Beitrag(#2199881) Verfasst am: 17.01.2020, 00:31    Titel: Antworten mit Zitat

Wieso heisst das jetzt "Reform"?
Eigentlich ändert sich doch gar nichts.
Oder habe ich da was falsch verstanden?
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sehr gut
im Hamsterrad



Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 12031

Beitrag(#2199889) Verfasst am: 17.01.2020, 01:10    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Wieso heisst das jetzt "Reform"?
Eigentlich ändert sich doch gar nichts.
Oder habe ich da was falsch verstanden?

So hab ich das verstanden(allerdings nur 2 Quellen gelesen) : Wenn du dir einen neuen Personalausweis abholst musst du damit rechnen das man eine "aktive Abfrage" diesbezüglich bei dir macht, alle 10 Jahre.
Auch beim Hausarzt mindestens alle 2 Jahre eine "Beratung", mit zentraler Datenbank.
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DonMartin
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Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 5780

Beitrag(#2199892) Verfasst am: 17.01.2020, 01:27    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
Wieso heisst das jetzt "Reform"?
Eigentlich ändert sich doch gar nichts.
Oder habe ich da was falsch verstanden?

So hab ich das verstanden(allerdings nur 2 Quellen gelesen) : Wenn du dir einen neuen Personalausweis abholst musst du damit rechnen das man eine "aktive Abfrage" diesbezüglich bei dir macht, alle 10 Jahre.
Auch beim Hausarzt mindestens alle 2 Jahre eine "Beratung", mit zentraler Datenbank.

Das klingt nach penetranter, unerwünschter Werbung.
Und dadurch sollen die Spendernieren herbeipurzeln?
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sehr gut
im Hamsterrad



Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 12031

Beitrag(#2199895) Verfasst am: 17.01.2020, 01:38    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
Wieso heisst das jetzt "Reform"?
Eigentlich ändert sich doch gar nichts.
Oder habe ich da was falsch verstanden?

So hab ich das verstanden(allerdings nur 2 Quellen gelesen) : Wenn du dir einen neuen Personalausweis abholst musst du damit rechnen das man eine "aktive Abfrage" diesbezüglich bei dir macht, alle 10 Jahre.
Auch beim Hausarzt mindestens alle 2 Jahre eine "Beratung", mit zentraler Datenbank.

Das klingt nach penetranter, unerwünschter Werbung.
Und dadurch sollen die Spendernieren herbeipurzeln?

Mich würde da eher interessieren ob beim Hausarzt noch was schriftliches gemacht wird, oder ob der Hausarzt quasi einfach ein Häkchen am PC macht und das gilt dann. Das gleiche beim Amt(Personalausweis).
Wenn der Befragte gestorben ist, und alleine beim Arzt/Amt war, ohne Zeuge oder Nachweis...
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Wilson
zwischen gaga und dada



Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 12769
Wohnort: Swift Tuttle

Beitrag(#2199897) Verfasst am: 17.01.2020, 01:42    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
Wieso heisst das jetzt "Reform"?
Eigentlich ändert sich doch gar nichts.
Oder habe ich da was falsch verstanden?

So hab ich das verstanden(allerdings nur 2 Quellen gelesen) : Wenn du dir einen neuen Personalausweis abholst musst du damit rechnen das man eine "aktive Abfrage" diesbezüglich bei dir macht, alle 10 Jahre.
Auch beim Hausarzt mindestens alle 2 Jahre eine "Beratung", mit zentraler Datenbank.

Das klingt nach penetranter, unerwünschter Werbung.
Und dadurch sollen die Spendernieren herbeipurzeln?

Mich würde da eher interessieren ob beim Hausarzt noch was schriftliches gemacht wird, oder ob der Hausarzt quasi einfach ein Häkchen am PC macht und das gilt dann. Das gleiche beim Amt(Personalausweis).
Wenn der Befragte gestorben ist, und alleine beim Arzt/Amt war, ohne Zeuge oder Nachweis...


ich brauch demnächst einen neuen ausweis, ich sag bescheid.
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DonMartin
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Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 5780

Beitrag(#2199905) Verfasst am: 17.01.2020, 03:48    Titel: Antworten mit Zitat

Idee
Einklich ist Organspende per Widerspruchslösung nichts anderes als "Containern":
Lebensmittel (im wahrsten Sinne), die der eine nicht mehr braucht, werden von anderen genutzt.
Warum ausgerechnet Linke und Grüne dagegen sind, erschliesst sich mir nicht. Frage
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astarte
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Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beiträge: 40937

Beitrag(#2199910) Verfasst am: 17.01.2020, 09:50    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Idee
Einklich ist Organspende per Widerspruchslösung nichts anderes als "Containern":
Lebensmittel (im wahrsten Sinne), die der eine nicht mehr braucht, werden von anderen genutzt.
Warum ausgerechnet Linke und Grüne dagegen sind, erschliesst sich mir nicht. Frage

Verstehe ich auch nicht.
Zitat Baerbock hat folgendes geschrieben:
„Wem gehört der Mensch?“ Baerbocks Antwort auf diese ethische Frage: „In unseren Augen gehört er nicht dem Staat.“ Deshalb brauche es die ausdrückliche Zustimmung der Spender, um mehr Menschenleben zu retten.

Der Mensch hat doch die Wahl. Er sollte sich halt mal damit beschäftigen. Ist er dazu zu lasch, dann ist das auch nicht schlimm, weil er ja bereits hinüber ist, und die Konsequenzen seines Versäumnisses nicht mehr erlebt.
Eventuell schlimm für manche Hinterbliebene, die Probleme damit haben, dass der Verstorbene an den Maschinen bleibt, damit die Organe nicht beschädigt werden. Aber das kann ja mit Zustimmung auch passieren, und auch das könnte der Mensch rechtzeitig überlegen.
Angeblich sind ja über 80% der Menschen eigentlich positiv zur Organsspende eingestellt. Und auch wer kein Spender sein will, würde im Krankheitsfall doch bestimmt gespendetes Organ annehmen.

Aber was ist denn aus dem anderen Problem geworden?

Zitat:
Eine mangelnde Spendenbereitschaft ist demnach nicht der Grund für die sinkende Anzahl von Organspenden. Es sind die Krankenhäuser, denen es an Personal, Zeit und Geld fehlt.
..
Im Sommer 2018 wurde der Entwurf zum Organspendegesetz vorgestellt. Das Gesetz für bessere Zusammenarbeit und bessere Strukturen bei der Organspende (GZSO) soll förderliche Voraussetzungen für Organspende in den Krankenhäusern schaffen.

Quelle
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CnndrBrbr
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Beitrag(#2199915) Verfasst am: 17.01.2020, 10:41    Titel: Antworten mit Zitat

luc hat folgendes geschrieben:
CnndrBrbr hat folgendes geschrieben:
luc hat folgendes geschrieben:
Ich bin eigentlich für die Widerspruchslösung.
Ich wäre für die Bulgarische Lösung:
Jeder ist Organspender. Widersprüche werden nicht berücksichtigt.
https://www.krankenkassen.de/ausland/organspende/
Das finde ich ein bisschen problematisch. Was mir nicht gefällt, ist die Tatsache, dass dadurch mein Körper mir nicht ganz gehört.
Dein Körper gehört ganz Dir. Aber der Staat erbt ihn.

Komisch, wenn einer obduziert wird, dann auf staatliche Anordnung, und niemand kann was dagegen tun. Keiner kann einen Ausweis mit sich tragen, wo drauf steht, er will im Todesfall nicht obduziert werden (oder wenn, dann nützt es nichts). Und keiner hat ein Problem damit. Die Familie muß damit klarkommen, daß sie eine Leiche zur Beerdigung bekommt, wo alle Organe zur Untersuchung rausgenommen wurden. Aber Weitergabe würde gegen die Leichenwürde verstoßen? Der Gedanke ist völlig absurd.
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vrolijke
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Beitrag(#2199919) Verfasst am: 17.01.2020, 11:14    Titel: Antworten mit Zitat

Heute las ich einen guten Kommentar in der Zeitung. "Das Recht auf Leben sollte eigentlich höher bewertet werden, als das Recht unbeschädigt beerdigt zu werden".
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Erich Fromm

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wolle
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Beitrag(#2199921) Verfasst am: 17.01.2020, 12:08    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Heute las ich einen guten Kommentar in der Zeitung. "Das Recht auf Leben sollte eigentlich höher bewertet werden, als das Recht unbeschädigt beerdigt zu werden".


Das habe ich auch gedacht, als ich die Debatte im Bundestag verfolgt habe.
Deshalb finde ich es sehr ärgerlich, wie halbherzig dort wieder einmal entschieden wurde.
Es geht auf Kosten Zehntausender, die lebenslang auf die Folter gespannt werden, indem sie auf ein Organ warten müssen, was womöglich niemals rechtzeitig kommt.
Die Betroffenen sitzen praktisch in einer Todes-Zelle ("Matratzen-Gruft"), und wissen nicht, wann oder ob das "Todes-Urteil" vollstreckt wird.
Dafür verfaulen tausende brauchbare Organe in Särgen, mit dem Segen des Bundestages.
_________________
72. Generalversammlung der Vereinten Nationen, Presse-Mitteilung
http://www.un.org/en/ga/72/presskit/pdf/full_kit72_en.pdf
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wolle
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Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 2701

Beitrag(#2199922) Verfasst am: 17.01.2020, 12:10    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Idee
Einklich ist Organspende per Widerspruchslösung nichts anderes als "Containern":
Lebensmittel (im wahrsten Sinne), die der eine nicht mehr braucht, werden von anderen genutzt.
Warum ausgerechnet Linke und Grüne dagegen sind, erschliesst sich mir nicht. Frage


Es gab keinen Fraktionszwang bei der Abstimmung.
Die Abgeordneten waren nur ihrem Gewissen unterworfen.
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72. Generalversammlung der Vereinten Nationen, Presse-Mitteilung
http://www.un.org/en/ga/72/presskit/pdf/full_kit72_en.pdf
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
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Beitrag(#2199924) Verfasst am: 17.01.2020, 12:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hier kann man sehen, wer wie abgestimmt hat.
Wenn man Lust hat, kann man den Abgeordneten auch schreiben.
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Erich Fromm

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CnndrBrbr
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Anmeldungsdatum: 26.07.2007
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Beitrag(#2199931) Verfasst am: 17.01.2020, 13:37    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Heute las ich einen guten Kommentar in der Zeitung. "Das Recht auf Leben sollte eigentlich höher bewertet werden, als das Recht unbeschädigt beerdigt zu werden".
Niemand wird unbeschädigt beerdigt. Sind alle tot, so beschädigt wie man nur sein kann.
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Marcellinus
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Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 7274

Beitrag(#2199932) Verfasst am: 17.01.2020, 13:38    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Heute las ich einen guten Kommentar in der Zeitung. "Das Recht auf Leben sollte eigentlich höher bewertet werden, als das Recht unbeschädigt beerdigt zu werden".

Man könnte auch umgekehrt fragen, wieso jemand meint, wenn die eigenen Organe versagen, hätte man ein Recht auf die anderer. Wenn mein Herz es nicht mehr tut, war es das. So einfach ist das!

Wenn jemand seine Organe nach seinem Hirntod spenden will, soll er das tun (und weil ich es tun würde, habe ich seit vielen Jahren einen Organspenderausweis). Aber eine Pflicht dazu kann es nicht gegeben, weder gegenüber Einzelnen, noch gegenüber der Gesellschaft.
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"Mangel an historischem Sinn ist der Erbfehler aller Philosophen ... Alles aber ist geworden;
es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."

Friedrich Nietzsche
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Marcellinus
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Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 7274

Beitrag(#2199933) Verfasst am: 17.01.2020, 13:39    Titel: Antworten mit Zitat

CnndrBrbr hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Heute las ich einen guten Kommentar in der Zeitung. "Das Recht auf Leben sollte eigentlich höher bewertet werden, als das Recht unbeschädigt beerdigt zu werden".
Niemand wird unbeschädigt beerdigt. Sind alle tot, so beschädigt wie man nur sein kann.

Genau daran haben manche Zweifel, weil für sie eben der Hirntod noch nicht der Tod ist. Merke: tote Organe kann man nicht verpflanzen.
_________________
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es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."

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astarte
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Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beiträge: 40937

Beitrag(#2199945) Verfasst am: 17.01.2020, 14:28    Titel: Antworten mit Zitat

CnndrBrbr hat folgendes geschrieben:
luc hat folgendes geschrieben:
CnndrBrbr hat folgendes geschrieben:
luc hat folgendes geschrieben:
Ich bin eigentlich für die Widerspruchslösung.
Ich wäre für die Bulgarische Lösung:
Jeder ist Organspender. Widersprüche werden nicht berücksichtigt.
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Das finde ich ein bisschen problematisch. Was mir nicht gefällt, ist die Tatsache, dass dadurch mein Körper mir nicht ganz gehört.
Dein Körper gehört ganz Dir. Aber der Staat erbt ihn.

Komisch, wenn einer obduziert wird, dann auf staatliche Anordnung, und niemand kann was dagegen tun. Keiner kann einen Ausweis mit sich tragen, wo drauf steht, er will im Todesfall nicht obduziert werden (oder wenn, dann nützt es nichts). Und keiner hat ein Problem damit. Die Familie muß damit klarkommen, daß sie eine Leiche zur Beerdigung bekommt, wo alle Organe zur Untersuchung rausgenommen wurden. Aber Weitergabe würde gegen die Leichenwürde verstoßen? Der Gedanke ist völlig absurd.

Ich glaube wirklich, dass es darum geht, dass viele ein Problem haben, dass der Hirntote wie im Koma oder in Bewusstlosigkeit und noch lebend erscheint. Oder zumindest sterbend, oder im Sterbeprozess befindlich, da er noch intensivmedizinisch behandelt wird. Er ist warm, er wird beatmet, das Herz schlägt, kann schwitzen, usw.

Dazu mag kommen, dass die Klinken in der Hektik zuwenig Zeit für die Angehörigen haben, nicht gut beraten, und ihnen keinen Abschied ermöglichen.
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zelig
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Anmeldungsdatum: 31.03.2004
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Beitrag(#2199946) Verfasst am: 17.01.2020, 14:35    Titel: Antworten mit Zitat

Ich vermute Trägheit als Hauptursache.
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
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Beitrag(#2199948) Verfasst am: 17.01.2020, 14:37    Titel: Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:
Ich glaube wirklich, dass es darum geht, dass viele ein Problem haben, dass der Hirntote wie im Koma oder in Bewusstlosigkeit und noch lebend erscheint. Oder zumindest sterbend, oder im Sterbeprozess befindlich, da er noch intensivmedizinisch behandelt wird. Er ist warm, er wird beatmet, das Herz schlägt, kann schwitzen, usw.

Dazu mag kommen, dass die Klinken in der Hektik zuwenig Zeit für die Angehörigen haben, nicht gut beraten, und ihnen keinen Abschied ermöglichen.

So ähnlich sehe ich das auch, und dieses Mißtrauen gegen kommerzielles Drüberweggehen hat auch durchaus seine Berechtigung. Insgesamt finde ich aber die Haltung der Grünen gegen die Widerspruchslösung trotzdem falsch. Wer obige Bedenken hat, kann immer noch widersprechen - dazu sind wir aufgeklärt genug.
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Was ist der Sinn des Lebens? - Keiner, aber Leere ist Fülle für den, der sie sieht.
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