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Wahl in Hamburg
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Religionskritik-Wiesbaden
homo est creator Dei



Anmeldungsdatum: 04.11.2008
Beiträge: 10329
Wohnort: Wiesbaden

Beitrag(#2204431) Verfasst am: 24.02.2020, 12:44    Titel: Tschüss FDP Antworten mit Zitat

Für die FDP war es das nun,
die Stimmen in Langhorn waren bei FDP und Grünen vertauscht - wurden nun richtig zugewiesen womit die FDP
mehr als 400 Stimmen verliert.
Das kann sie auch auch durch einzelne eventuell noch vorkommende Verzähler eigentlich nicht mehr aufholen.
_________________
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TheStone
registrierter User



Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 341

Beitrag(#2204436) Verfasst am: 24.02.2020, 13:19    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:


Wer kein Interesse hat zur Wahl zu gehen, hat auch kein Interesse an Politik insgesamt. Schulterzucken
Wozu sollte die Regierung die Desinteressierten beachten?



Wenn jemand kein Interesse hat, zur Wahl zu gehen, könnte es auch dran liegen, dass keine Partei auf dem Stimmzettel steht, von der sich derjenige repräsentiert fühlt...

Grundsätzliches Desinteresse an Politik zu unterstellen, halte ich für falsch.
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sehr gut
im Hamsterrad



Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 12264

Beitrag(#2204439) Verfasst am: 24.02.2020, 13:40    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Allerdings würde es selbst bei einer Koalition aus SPD/CDU/Grüne/FDP nicht zu 50,0% reichen, selbst die würden nicht ganz die Hälfte der Wähler hinter sich haben.

Falsch! Jetzt hast Du Dich in Deinem eigenen Zählsystem verirrt.

24,5 + 7 + 15 + 3,1 sind >= 50,0 ?
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Skeptiker
"I can't breathe!"



Anmeldungsdatum: 14.01.2005
Beiträge: 15168
Wohnort: 129 Goosebumpsville

Beitrag(#2204440) Verfasst am: 24.02.2020, 13:44    Titel: Antworten mit Zitat

TheStone hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:


Wer kein Interesse hat zur Wahl zu gehen, hat auch kein Interesse an Politik insgesamt. Schulterzucken
Wozu sollte die Regierung die Desinteressierten beachten?



Wenn jemand kein Interesse hat, zur Wahl zu gehen, könnte es auch dran liegen, dass keine Partei auf dem Stimmzettel steht, von der sich derjenige repräsentiert fühlt...

Grundsätzliches Desinteresse an Politik zu unterstellen, halte ich für falsch.


Die Leute sind die Lobby-Parteien irgendwann auch leid; das hat nicht immer mit Politikmüdigkeit zu tun - oft sogar im Gegenteil mit kritischer Aufmerksamkeit.
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"Ich verwarne Ihnen!" (Schiri)
"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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Alchemist
Luminous beings are we, not this crude matter.



Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 23251
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#2204441) Verfasst am: 24.02.2020, 13:45    Titel: Antworten mit Zitat

TheStone hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:


Wer kein Interesse hat zur Wahl zu gehen, hat auch kein Interesse an Politik insgesamt. Schulterzucken
Wozu sollte die Regierung die Desinteressierten beachten?



Wenn jemand kein Interesse hat, zur Wahl zu gehen, könnte es auch dran liegen, dass keine Partei auf dem Stimmzettel steht, von der sich derjenige repräsentiert fühlt...

Grundsätzliches Desinteresse an Politik zu unterstellen, halte ich für falsch.


Sind nur meine Erfahrungswerte. Schulterzucken
BTW: So jemand könnt immer noch ungültig wählen, um seinen Missmut auszudrücken
_________________
"Does anybody remember laughter?"
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Religionskritik-Wiesbaden
homo est creator Dei



Anmeldungsdatum: 04.11.2008
Beiträge: 10329
Wohnort: Wiesbaden

Beitrag(#2204444) Verfasst am: 24.02.2020, 13:52    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Allerdings würde es selbst bei einer Koalition aus SPD/CDU/Grüne/FDP nicht zu 50,0% reichen, selbst die würden nicht ganz die Hälfte der Wähler hinter sich haben.

Falsch! Jetzt hast Du Dich in Deinem eigenen Zählsystem verirrt.

24,5 + 7 + 15 + 3,1 sind >= 50,0 ?


ich denke,
das step meint, dass Du von Hälfte der Wähler schreibst,
es müsste aber heißen, Hälfte der Wahlberechtigten,
denn die von Dir kritisierte Statistik (und allgemein von nahezu allen akzeptierte) zählt nur die gültigen Wähler und setzt diese miteinander in Bezug.
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TheStone
registrierter User



Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 341

Beitrag(#2204445) Verfasst am: 24.02.2020, 14:04    Titel: Antworten mit Zitat

TheStone hat folgendes geschrieben:


Sind nur meine Erfahrungswerte. Schulterzucken


Meiner eigenen Erfahrung als gelegentlicher Nichtwähler entspricht das nicht... Schulterzucken

(Wobei ich zugeben muss, dass ich in den letzten c.a. zehn Jahren doch jedesmal irgendeine Kleinstpartei gefunden hab', der ich guten Gewissens meine Stimme gegeben hab. Das Angebot ist wohl tatsächlich doch breiter geworden...)

TheStone hat folgendes geschrieben:

BTW: So jemand könnt immer noch ungültig wählen, um seinen Missmut auszudrücken


Wozu? Ich bezweifle, dass sich die existierenden Parteien mehr für Zetteldurchstreicher als für zu Hause Bleiber interessieren. Mir fällt auch kein plausibler Grund ein, wieso das so sein sollte...
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sehr gut
im Hamsterrad



Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 12264

Beitrag(#2204446) Verfasst am: 24.02.2020, 14:11    Titel: Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Allerdings würde es selbst bei einer Koalition aus SPD/CDU/Grüne/FDP nicht zu 50,0% reichen, selbst die würden nicht ganz die Hälfte der Wähler hinter sich haben.

Falsch! Jetzt hast Du Dich in Deinem eigenen Zählsystem verirrt.

24,5 + 7 + 15 + 3,1 sind >= 50,0 ?


ich denke,
das step meint, dass Du von Hälfte der Wähler schreibst,
es müsste aber heißen, Hälfte der Wahlberechtigten,[..]

Stimmt. Im nicht zitierten Satz davor schrieb ich aber "Wahlberechtigten", der wurde weggelassen.
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DonMartin
registrierter User



Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 6138

Beitrag(#2204448) Verfasst am: 24.02.2020, 14:16    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht sollte man auf den Wahlzetteln eine virtuelle Partei einfuehren, z.B. "divers".
Dort koennten dann alle ihr Kreuzchen machen, die nicht wissen, wo sie sich einordnen sollen.
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rosbud
registrierter User



Anmeldungsdatum: 08.12.2019
Beiträge: 113

Beitrag(#2204451) Verfasst am: 24.02.2020, 14:32    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
Ist ja total sinnvoll, gerade im Hinblick auf die 5% Hürde... noc

Du siehst so das die AfD gerade mal von 1/30 der Wahlberechtigten gewählt wurde.

Allerdings würde es selbst bei einer Koalition aus SPD/CDU/Grüne/FDP nicht zu 50,0% reichen, selbst die würden nicht ganz die Hälfte der Wähler hinter sich haben.

Wer sein Wahlrecht nicht wahrnimmt, wird nun mal nicht gezählt. Schulterzucken

Schlägst du eine andere Methode vor?

Wenn so viele Wahlberechtigte nicht mehr teilnehmen würde ich mich mal fragen wieso. Die nicht mal mehr zu beachten und als Regierung so zu tun wie wenn sie (wenigstens) eine einfache Mehrheit hinter sich hätten(SPD+Grüne gerade mal 39,5%) kann irgendwann in die Hose gehen, ich mein das ganze System mit so wenig Rückhalt in der Bevölkerung.


Wer kein Interesse hat zur Wahl zu gehen, hat auch kein Interesse an Politik insgesamt. Schulterzucken
Wozu sollte die Regierung die Desinteressierten beachten?


Ich gehe auch schon geraume Zeit nicht mehr wählen. Nicht, weil ich mich nicht für Politik interessiere, sondern weil keine der zur Zeit zur Wahl stehenden Parteien für mich wählbar sind. KEINE! Ich müsste wählen zwischen Pest, Cholera, spanischer Grippe und ähnlich wohltuenden Krankheiten.
Die Desinteressierten könnten vielleicht aus purem Ärger sowas wie AFD ähnliches Gesocks wählen. Nicht weil das was besser laufen würde, sondern rein um den "Eliten" eine reinzuwürgen.
Und je mehr der sogenannte Mittelstand abgeschafft wird, umso größer besteht meines Erachtens diese Gefahr.
Ich habe es insofern gut, dass mich, egal was da noch kommen mag, das alles nicht mehr sonderlich tangieren wird. Die Gnade der frühen Geburt. Smilie
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rosbud
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Anmeldungsdatum: 08.12.2019
Beiträge: 113

Beitrag(#2204452) Verfasst am: 24.02.2020, 14:35    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
TheStone hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:


Wer kein Interesse hat zur Wahl zu gehen, hat auch kein Interesse an Politik insgesamt. Schulterzucken
Wozu sollte die Regierung die Desinteressierten beachten?



Wenn jemand kein Interesse hat, zur Wahl zu gehen, könnte es auch dran liegen, dass keine Partei auf dem Stimmzettel steht, von der sich derjenige repräsentiert fühlt...

Grundsätzliches Desinteresse an Politik zu unterstellen, halte ich für falsch.


Die Leute sind die Lobby-Parteien irgendwann auch leid; das hat nicht immer mit Politikmüdigkeit zu tun - oft sogar im Gegenteil mit kritischer Aufmerksamkeit.


So ist es.
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vrolijke
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Moderator



Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 39018
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2204454) Verfasst am: 24.02.2020, 14:45    Titel: Antworten mit Zitat

rosbud hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
Ist ja total sinnvoll, gerade im Hinblick auf die 5% Hürde... noc

Du siehst so das die AfD gerade mal von 1/30 der Wahlberechtigten gewählt wurde.

Allerdings würde es selbst bei einer Koalition aus SPD/CDU/Grüne/FDP nicht zu 50,0% reichen, selbst die würden nicht ganz die Hälfte der Wähler hinter sich haben.

Wer sein Wahlrecht nicht wahrnimmt, wird nun mal nicht gezählt. Schulterzucken

Schlägst du eine andere Methode vor?

Wenn so viele Wahlberechtigte nicht mehr teilnehmen würde ich mich mal fragen wieso. Die nicht mal mehr zu beachten und als Regierung so zu tun wie wenn sie (wenigstens) eine einfache Mehrheit hinter sich hätten(SPD+Grüne gerade mal 39,5%) kann irgendwann in die Hose gehen, ich mein das ganze System mit so wenig Rückhalt in der Bevölkerung.


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Die Tatsache, dass keine Partei Deine Vorstellungen entspricht, heißt doch wohl, dass Du ziemlich einsam bist mit Deine Vorstellungen. Schulterzucken
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Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

Grenzen geben einem die Illusion, das Böse kommt von draußen
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TheStone
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Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 341

Beitrag(#2204455) Verfasst am: 24.02.2020, 14:48    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
rosbud hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
Ist ja total sinnvoll, gerade im Hinblick auf die 5% Hürde... noc

Du siehst so das die AfD gerade mal von 1/30 der Wahlberechtigten gewählt wurde.

Allerdings würde es selbst bei einer Koalition aus SPD/CDU/Grüne/FDP nicht zu 50,0% reichen, selbst die würden nicht ganz die Hälfte der Wähler hinter sich haben.

Wer sein Wahlrecht nicht wahrnimmt, wird nun mal nicht gezählt. Schulterzucken

Schlägst du eine andere Methode vor?

Wenn so viele Wahlberechtigte nicht mehr teilnehmen würde ich mich mal fragen wieso. Die nicht mal mehr zu beachten und als Regierung so zu tun wie wenn sie (wenigstens) eine einfache Mehrheit hinter sich hätten(SPD+Grüne gerade mal 39,5%) kann irgendwann in die Hose gehen, ich mein das ganze System mit so wenig Rückhalt in der Bevölkerung.


Wer kein Interesse hat zur Wahl zu gehen, hat auch kein Interesse an Politik insgesamt. Schulterzucken
Wozu sollte die Regierung die Desinteressierten beachten?


Ich gehe auch schon geraume Zeit nicht mehr wählen. Nicht, weil ich mich nicht für Politik interessiere, sondern weil keine der zur Zeit zur Wahl stehenden Parteien für mich wählbar sind. KEINE! Ich müsste wählen zwischen Pest, Cholera, spanischer Grippe und ähnlich wohltuenden Krankheiten.
Die Desinteressierten könnten vielleicht aus purem Ärger sowas wie AFD ähnliches Gesocks wählen. Nicht weil das was besser laufen würde, sondern rein um den "Eliten" eine reinzuwürgen.
Und je mehr der sogenannte Mittelstand abgeschafft wird, umso größer besteht meines Erachtens diese Gefahr.
Ich habe es insofern gut, dass mich, egal was da noch kommen mag, das alles nicht mehr sonderlich tangieren wird. Die Gnade der frühen Geburt. Smilie

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Bei dem hohen Anteil an Nichtwählern ist das jetzt nicht unbedingt zwingend...
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Religionskritik-Wiesbaden
homo est creator Dei



Anmeldungsdatum: 04.11.2008
Beiträge: 10329
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Beitrag(#2204456) Verfasst am: 24.02.2020, 14:49    Titel: Belgien - Land ohne Regierung Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
(...)
Es gibt Länder mit Wahlpflicht. Ich finde das nicht das Schlechteste.

Was meinst du was diejenigen wählen würden die jetzt nicht mehr teilnehmen, wenn sie dann gezwungen wären?

Auf jeden Fall überwiegend gültig. In Belgien z.B. herrscht Wahlpflicht. Ich glaube kaum, dass dort mehr ungültig gewählt wird als anderswo.


In Belgien gibt es mehr ungültige Stimmen als bei uns,
bei der letzten P-Wahl in Belgien 6 %.
Und eigentlich sollte man auch die 'Enthaltungen' berücksichtigen,
denn das sind immerhin auch fast 10%.

https://de.wikipedia.org/wiki/Parlamentswahl_in_Belgien_2019#Ergebnis

Und ob eine Wahlpflicht zu weiseren Entscheidungen beim Wählen taugt, wag' ich ob der belgischen Zustände mal zu bezweifeln,
denn schon wieder gibt es in Belgien keine Regierung.
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 39018
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2204457) Verfasst am: 24.02.2020, 14:50    Titel: Antworten mit Zitat

TheStone hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
rosbud hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
Ist ja total sinnvoll, gerade im Hinblick auf die 5% Hürde... noc

Du siehst so das die AfD gerade mal von 1/30 der Wahlberechtigten gewählt wurde.

Allerdings würde es selbst bei einer Koalition aus SPD/CDU/Grüne/FDP nicht zu 50,0% reichen, selbst die würden nicht ganz die Hälfte der Wähler hinter sich haben.

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Wer kein Interesse hat zur Wahl zu gehen, hat auch kein Interesse an Politik insgesamt. Schulterzucken
Wozu sollte die Regierung die Desinteressierten beachten?


Ich gehe auch schon geraume Zeit nicht mehr wählen. Nicht, weil ich mich nicht für Politik interessiere, sondern weil keine der zur Zeit zur Wahl stehenden Parteien für mich wählbar sind. KEINE! Ich müsste wählen zwischen Pest, Cholera, spanischer Grippe und ähnlich wohltuenden Krankheiten.
Die Desinteressierten könnten vielleicht aus purem Ärger sowas wie AFD ähnliches Gesocks wählen. Nicht weil das was besser laufen würde, sondern rein um den "Eliten" eine reinzuwürgen.
Und je mehr der sogenannte Mittelstand abgeschafft wird, umso größer besteht meines Erachtens diese Gefahr.
Ich habe es insofern gut, dass mich, egal was da noch kommen mag, das alles nicht mehr sonderlich tangieren wird. Die Gnade der frühen Geburt. Smilie

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Bei dem hohen Anteil an Nichtwählern ist das jetzt nicht unbedingt zwingend...

Niemand wird daran gehindert, eine Partei zu gründen.
Aber Motzen und maulen ist allemal einfacher, als was zu unternehmen.
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TheStone
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Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 341

Beitrag(#2204458) Verfasst am: 24.02.2020, 14:54    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:

Niemand wird daran gehindert, eine Partei zu gründen.
Aber Motzen und maulen ist allemal einfacher, als was zu unternehmen.


Das ist nun ein ziemlich bescheuertes Argument. Daraus, das jemand mit den politischen Angeboten der existierenden Parteien nicht zufrieden ist, folgt weder, dass derjenige sein Leben umschmeißen will um Berufspolitiker zu werden, noch, das derjenige überhaupt dazu geeignet ist als Politiker an die Öffentlichkeit zu treten und Wähler zu mobilisieren.
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vrolijke
Bekennender Pantheist
Moderator



Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 39018
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2204459) Verfasst am: 24.02.2020, 15:00    Titel: Antworten mit Zitat

TheStone hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Niemand wird daran gehindert, eine Partei zu gründen.
Aber Motzen und maulen ist allemal einfacher, als was zu unternehmen.


Das ist nun ein ziemlich bescheuertes Argument. Daraus, das jemand mit den politischen Angeboten der existierenden Parteien nicht zufrieden ist, folgt weder, dass derjenige sein Leben umschmeißen will um Berufspolitiker zu werden, noch, das derjenige überhaupt dazu geeignet ist als Politiker an die Öffentlichkeit zu treten und Wähler zu mobilisieren.

Ich rege mich nun mal auf über die ewige Motzer.
Das kenne ich noch aus meine Zeit als Betriebsrat. Auf Knien bin ich Kollegen hinterhergerutscht, sie mögen sich doch engagieren. Da findest du kaum mehr als eine Handvoll. Aber gemotzt haben sie immer. Mit den Augen rollen
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TheStone
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Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 341

Beitrag(#2204461) Verfasst am: 24.02.2020, 15:03    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
TheStone hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Niemand wird daran gehindert, eine Partei zu gründen.
Aber Motzen und maulen ist allemal einfacher, als was zu unternehmen.


Das ist nun ein ziemlich bescheuertes Argument. Daraus, das jemand mit den politischen Angeboten der existierenden Parteien nicht zufrieden ist, folgt weder, dass derjenige sein Leben umschmeißen will um Berufspolitiker zu werden, noch, das derjenige überhaupt dazu geeignet ist als Politiker an die Öffentlichkeit zu treten und Wähler zu mobilisieren.

Ich rege mich nun mal auf über die ewige Motzer.
Das kenne ich noch aus meine Zeit als Betriebsrat. Auf Knien bin ich Kollegen hinterhergerutscht, sie mögen sich doch engagieren. Da findest du kaum mehr als eine Handvoll. Aber gemotzt haben sie immer. Mit den Augen rollen


Es ist durchaus möglich sich auch abgesehen von Wahlen oder der Gründung einer Partei, etwa durch Unterstützung von NGOs oder durch diverse ehrenamtliche (oder auch berufliche) Tätigkeiten politisch zu engagieren.
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rosbud
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Anmeldungsdatum: 08.12.2019
Beiträge: 113

Beitrag(#2204462) Verfasst am: 24.02.2020, 15:12    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Wer kein Interesse hat zur Wahl zu gehen, hat auch kein Interesse an Politik insgesamt. Schulterzucken
Wozu sollte die Regierung die Desinteressierten beachten?


Ich gehe auch schon geraume Zeit nicht mehr wählen. Nicht, weil ich mich nicht für Politik interessiere, sondern weil keine der zur Zeit zur Wahl stehenden Parteien für mich wählbar sind. KEINE! Ich müsste wählen zwischen Pest, Cholera, spanischer Grippe und ähnlich wohltuenden Krankheiten.
Die Desinteressierten könnten vielleicht aus purem Ärger sowas wie AFD ähnliches Gesocks wählen. Nicht weil das was besser laufen würde, sondern rein um den "Eliten" eine reinzuwürgen.
Und je mehr der sogenannte Mittelstand abgeschafft wird, umso größer besteht meines Erachtens diese Gefahr.
Ich habe es insofern gut, dass mich, egal was da noch kommen mag, das alles nicht mehr sonderlich tangieren wird. Die Gnade der frühen Geburt. Smilie
Zitat:
Die Tatsache, dass keine Partei Deine Vorstellungen entspricht, heißt doch wohl, dass Du ziemlich einsam bist mit Deine Vorstellungen. Schulterzucken


Na ja, bei der Anzahl von Nichtwählern wohl eher nicht. Smilie Nö, ich bin diesbezüglich nicht einsam. Es geht vielen ehemaligen und noch aktiven Mittelständlern ebenso. Wir stehen da in regelmäßigem Austausch von Vorstellungen und Meinungen. Mit meistens demselben Ergebnis, Das wird nichts mehr mit diesem Staat. Der Zeitgeist hat sich gedreht. Alles was "uns" wichtig war, zählt jetzt nicht mehr. Das ist völlig normal. So dürften meine Eltern und ihr Jahrgang auch gedacht haben als die 68ziger das Kommando übernahmen. Mir tuts nur um die kommenden Generationen leid. Die laufen jetzt halt einer anderen Heils Idee hinterher. Mit absolut ungewissem Ausgang. Nun ja, die Welt sollte während meines Daseins auf diesem Planeten schon etliche Male untergehen, hat sich aber störrisch geweigert das zu tun. Das finde ich doch sehr beruhigend.

Hm, irgendwie haut das mit dem Quoten bei mir nicht hin. Am Kopf kratzen Ich bitte um eine milde Bestrafung.
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rosbud
registrierter User



Anmeldungsdatum: 08.12.2019
Beiträge: 113

Beitrag(#2204463) Verfasst am: 24.02.2020, 15:17    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
TheStone hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Niemand wird daran gehindert, eine Partei zu gründen.
Aber Motzen und maulen ist allemal einfacher, als was zu unternehmen.


Das ist nun ein ziemlich bescheuertes Argument. Daraus, das jemand mit den politischen Angeboten der existierenden Parteien nicht zufrieden ist, folgt weder, dass derjenige sein Leben umschmeißen will um Berufspolitiker zu werden, noch, das derjenige überhaupt dazu geeignet ist als Politiker an die Öffentlichkeit zu treten und Wähler zu mobilisieren.

Ich rege mich nun mal auf über die ewige Motzer.
Das kenne ich noch aus meine Zeit als Betriebsrat. Auf Knien bin ich Kollegen hinterhergerutscht, sie mögen sich doch engagieren. Da findest du kaum mehr als eine Handvoll. Aber gemotzt haben sie immer. Mit den Augen rollen


Ich motze nicht. Ich stelle fest. Das ist was anderes. Smilie Und Ehrenamtlich tätig war nach nach Beginn des Ruhestandes auch. Trotzdem ist für mich keine Partei wählbar. Das hat nichts mit Motzen zu tun.
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step
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 22235
Wohnort: Germering

Beitrag(#2204465) Verfasst am: 24.02.2020, 15:36    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hätte nichts dagegen, wenn es auf den Wahlzetteln noch eine Möglichkeit "nix davon" gäbe - dann könnte man sehen, wieviele Leute wählerisch aber nicht bedient sind. Vielleicht auch noch ein Freitextfeld zum Abreagieren, wo man dann reinschreiben kann "mir is schlecht", "Tod dem imperialistischen Schweinesystem" oder "Auslender raus".

rosbud hat folgendes geschrieben:
Trotzdem ist für mich keine Partei wählbar. Das hat nichts mit Motzen zu tun.

Kannst Du kurz zusammenfassen, welche programmatischen Forderungen (oder sonstigen Eigenschaften) eine Partei oder Liste haben müßte, um für Dich wählbar zu sein?
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Was ist der Sinn des Lebens? - Keiner, aber Leere ist Fülle für den, der sie sieht.
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tillich (epigonal)
Prinz Ipienreiter



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 17649

Beitrag(#2204466) Verfasst am: 24.02.2020, 16:07    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:
Wer kein Interesse hat zur Wahl zu gehen, hat auch kein Interesse an Politik insgesamt. Schulterzucken
Wozu sollte die Regierung die Desinteressierten beachten?

Na, dass ziemlich viele Leute kein Interesse an Politik haben, ist natürlich ein Problem. Aber das sehe ich schon an der Wahlbeteiligung. Dazu muss man nicht bei jeder verdammten Wahl so tun, als sei NIchtwählen genauso eine Kundgabe eines politischen WIllens wie das Wählen einer Partei.

step hat folgendes geschrieben:
Ich hätte nichts dagegen, wenn es auf den Wahlzetteln noch eine Möglichkeit "nix davon" gäbe - dann könnte man sehen, wieviele Leute wählerisch aber nicht bedient sind.

Ja, das fände ich auch nicht verkehrt. Ich habe oben gelernt, dass es das in Belgien gibt - gute Idee.

-----------------------------------

Vielleicht müsste man Leuten verstärkt klarmachen, dass Politiker darauf achten, welche Leute wählen - und dass man deshalb schon etwas für die eigenen Interessen tut, wenn man zur Wahl geht, selbst wenn man keine Partei findet, die einem vollständig entspricht.

Beispielsweise ist es ja so, dass in armen, abghängten Stadtvierteln die Wahlbeteiligung deutlich niedriger ist. Das merken Politiker und wissen, dass da nichts für sie zu holen ist - und konzentrieren sich auf die Interessen derjenigen, die eben doch wählen. Stadtteilinitiativen, Gewerkschaften, Sozialverbände müssten mit diesem Argument verstärkt Werbung für die Wahlteilnahme an sich machen.

Das gilt entsprechend natürlich für anderes Engagement, aber zur Wahl zu gehen ist nun mal das einfachste, was Politiker wahrnehmen.
_________________
"YOU HAVE TO START OUT LEARNING TO BELIEVE THE LITTLE LIES." -- "So we can believe the big ones?" -- "YES."

(Death / Susan, in: Pratchett, Hogfather)
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tillich (epigonal)
Prinz Ipienreiter



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 17649

Beitrag(#2204467) Verfasst am: 24.02.2020, 16:14    Titel: Re: Tschüss FDP Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Für die FDP war es das nun,
die Stimmen in Langhorn waren bei FDP und Grünen vertauscht - wurden nun richtig zugewiesen womit die FDP
mehr als 400 Stimmen verliert.
Das kann sie auch auch durch einzelne eventuell noch vorkommende Verzähler eigentlich nicht mehr aufholen.

Hehe. Ja, als ich gestern zuletzt noch von so einem komischen Ergebnis in einem Wahllokal las, hatte ich genau damit gerechnet

Nach dem gestrigen Abend haben die Kardiologen Hamburgs bestimmt gut mit FDP-Wählern zu tun
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TheStone
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Beitrag(#2204468) Verfasst am: 24.02.2020, 16:23    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
Wer kein Interesse hat zur Wahl zu gehen, hat auch kein Interesse an Politik insgesamt. Schulterzucken
Wozu sollte die Regierung die Desinteressierten beachten?

Na, dass ziemlich viele Leute kein Interesse an Politik haben, ist natürlich ein Problem. Aber das sehe ich schon an der Wahlbeteiligung. Dazu muss man nicht bei jeder verdammten Wahl so tun, als sei NIchtwählen genauso eine Kundgabe eines politischen WIllens wie das Wählen einer Partei.


Falls das eine Anspielung auf meine letzten postings sein soll: Das hab' ich nicht getan. Mir geht es um den Fall, in dem der Wahlzettel überhaupt keine Möglichkeit anbietet, meinen politischen Willen kund zu geben...

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

[...] selbst wenn man keine Partei findet, die einem vollständig entspricht.



Das klingt so als gingest du davon aus, dass es zwingend für jeden Parteien gibt, die einem zumindest im Großen und Ganzen entsprechen. In den 0er Jahren hatte ich das Problem, dass ich überhaupt keine Partei gefunden habe, die überhaupt über die Themen gesprochen hat, die ich für essenziell wichtig halte.

Zitat gerichtet. Mobienne.
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tillich (epigonal)
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Beitrag(#2204470) Verfasst am: 24.02.2020, 16:35    Titel: Antworten mit Zitat

TheStone hat folgendes geschrieben:
Falls das eine Anspielung auf meine letzten postings sein soll: Das hab' ich nicht getan.

Nein, das war eine Anspielung auf jemand anders.

TheStone hat folgendes geschrieben:
Das klingt so als gingest du davon aus, dass es zwingend für jeden Parteien gibt, die einem zumindest im Großen und Ganzen entsprechen. In den 0er Jahren hatte ich das Problem, dass ich überhaupt keine Partei gefunden habe, die überhaupt über die Themen gesprochen hat, die ich für essenziell wichtig halte.

Dann muss du wirklich sehr esoterische Themen für zentral haben. Wenn keine Partei überhaupt davon gesprochen haben soll ... um welche Themen ging's denn?

-------------------

PS Reparier doch bitte das erste Zitat. Ich schrub das nicht.
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TheStone
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Beitrag(#2204473) Verfasst am: 24.02.2020, 17:17    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Dann muss du wirklich sehr esoterische Themen für zentral haben. Wenn keine Partei überhaupt davon gesprochen haben soll ... um welche Themen ging's denn?



Beispielsweise um die Frage der globalen Ungleichverteilung des Wohlstandes, der Frage danach, in wie weit es ethisch vertretbar ist dass der Wohlstand den wir genießen durch sowohl den Mangel an Ressourcen so wie durch die Umweltbelastung abhängig davon ist, dass er für den größten Teil der Menschheit unerreichbar bleiben muss. (Stichwort: Fluchtursachen bekämpfen. Dass sich 2/3 der Menschheit nicht auf Dauer verarschen lassen, und unser "european way of life" eine Ursache für große Flüchtlingsströme ist, war ja nun auch schon länger ab zu sehen...)

Außerdem um die Gestaltung der Ökonomie im Lichte des technischen Fortschrittes:

Wollen wir uns drauf verlassen, dass technischer Fortschritt stets neue Arbeitsplätze mit sich bringt? Ist das überhaupt wahrscheinlich? Ist das überhaupt wünschenswert? Wäre es nicht geschickter, ein Modell zu entwerfen, in dem technischer Fortschritt in der Produktion nicht zu mehr Überproduktion, Ressourcenverschwendung und Umweltverschmutzung führt, sondern stattdessen zu mehr Lebensqualität durch mehr selbstbestimmte Freizeit?

Dann gab's bis zur Gründung der Piratenpartei keine einzige politische Partei, die sich zum Einfluss des Internets und der elektronischen Datenverarbeitung auf die Gesellschaft geäußert hat, über die macht von Großkonzernen und Staaten im Internet gesprochen hat oder die Überwachungsmöglichkeiten, die moderne Technik bietet, zu thematisiert hat und über die damit einhergehende Notwendigkeit, Regulierungen zu treffen. Davor wurden derartige Themen in der politschen Landschaft einfach nicht behandelt.


Insgesamt fehlt mir einfach in vielen Parteien nach wie vor Debatten über die Gefahren und Möglichkeiten, die die Zukunft durch die Globalisierung und die technische, so wie wirtschaftliche Entwicklung mit sich bringt. Ich beobachte, dass wir gerade an einem Punkt sind, an dem sich viele Dinge durch technischen Fortschritt rasant anfangen zu Verändern und ich halte es für sehr wünschenswert, wenn man im Vornherein darüber diskutieren würde, wie man damit Umgeht, wo die Gestaltungsmöglichkeiten liegen, und wie man den Fortschritt gestalten will, statt die Augen so lange zu verschließen und den Dingen ihren Lauf zu lassen und sich einfach nur "auf Sicht" von einem tagespolitischen Thema zum anderen zu hangeln, bis man nur noch die vollendeten Tatsachen managen kann (siehe z.B. Flüchtlingskrise, Cambridge Analytica, NSA, etc.)

Ich kann eine Partei, die derartige große Themen umschifft und sich nicht eindeutig positioniert, nicht guten Gewissens wählen und in der zweiten hälfte der 90er und in den 0er Jahren kamen diese Themen in der politischen Debatte praktisch nicht vor und ich war einfach völlig ratlos, wo ich mein Kreuzchen machen sollte...
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



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Beitrag(#2204495) Verfasst am: 24.02.2020, 20:50    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
SPD 24,3%
CDU 7%
Grüne 15,2%
Linke 5,7%
FDP 3,1%
AfD 3,2%
Sonstige 3,9%


Häh?


Bist du neu hier im Forum? zwinkern

sehr gut macht das doch jedesmal. Das sind die Prozentanteile nicht auf die Wählenden, sondern die Wahlberechtigten gerechnet. Diesmal fehlt nur die "Partei" Nichts. Ziemlich irrelevant, aber wen juckt's


Von wegen irrelevant.

Die haben alle, genau wie ich, in Hamburg nicht gewaehlt. Ergo denken die genau wie ich und haetten bestimmt mich gewaehlt, wenn ich in Hamburg zur Wahl angetreten waere. Ergo kann ich fuer die Menschen in Hamburg sprechen, weil ich die Unterstützung von mehr Hamburgern geniesse als alle anderen Parteien. Komplett von der Rolle


Nachdem wir das klar herausgearbeitet haben, hört jetzt vielleicht mal jemand auf mich. Sehr glücklich
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TheStone
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Beitrag(#2204501) Verfasst am: 24.02.2020, 21:32    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
SPD 24,3%
CDU 7%
Grüne 15,2%
Linke 5,7%
FDP 3,1%
AfD 3,2%
Sonstige 3,9%


Häh?


Bist du neu hier im Forum? zwinkern

sehr gut macht das doch jedesmal. Das sind die Prozentanteile nicht auf die Wählenden, sondern die Wahlberechtigten gerechnet. Diesmal fehlt nur die "Partei" Nichts. Ziemlich irrelevant, aber wen juckt's


Von wegen irrelevant.

Die haben alle, genau wie ich, in Hamburg nicht gewaehlt. Ergo denken die genau wie ich und haetten bestimmt mich gewaehlt, wenn ich in Hamburg zur Wahl angetreten waere. Ergo kann ich fuer die Menschen in Hamburg sprechen, weil ich die Unterstützung von mehr Hamburgern geniesse als alle anderen Parteien. Komplett von der Rolle


Nachdem wir das klar herausgearbeitet haben, hört jetzt vielleicht mal jemand auf mich. Sehr glücklich


Das erinnert mich an die These: "Wer nicht wählt, stärkt die politischen Ränder." Abgesehen davon, dass das schon rechnerisch nicht auf geht, steckt hinter diesem Satz, dass Nichtwähler grundsätzlich mehrheitlich potentielle Wähler der sog. "politischen Mitte" wären. Die AFD hat ja nun eindrucksvoll aufgedeckt, dass unter Nichtwählern auch ein beträchtlicher Anteil an Faschisten dabei gewesen ist...
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vrolijke
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Beitrag(#2204506) Verfasst am: 24.02.2020, 22:08    Titel: Antworten mit Zitat

Übrigens; FDP nicht drinn. 4,9 %.
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Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

Grenzen geben einem die Illusion, das Böse kommt von draußen
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Skeptiker
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Beitrag(#2204530) Verfasst am: 25.02.2020, 09:13    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Die PARTEI wirft FDP aus der Hamburger Bürgerschaft

Den Strategen der Hamburger Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative gelang der Coup, die Hamburger Bürgerschaft von ihrer Traditionsgegnerin FDP befreien. So hoben die 56.775 PARTEI-Stimmen (1,4%) die auf die Gesamtzahl der gültigen 4.054.861 Stimmen bezogene 5-%-Hürde auf 202.743,05 Stimmen. Hätten die die PARTEI-Wählerinnen und -Wähler nicht oder ungültig gestimmt, hätten die Freidemokraten nur 199.904,3 Stimmen benötigt, um an die Fleischtöpfe der Mandate zu gelangen.


https://www.heise.de/tp/features/Die-PARTEI-wirft-FDP-aus-der-Hamburger-Buergerschaft-4667399.html




Gut gegeben: Die Spitzenkandidatinnen der PARTEI

Sehr glücklich
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Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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