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Bitcoins - "Das gefährlichste Open Source Projekt aller Zeiten?"
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Korra
registrierter User



Anmeldungsdatum: 02.11.2017
Beiträge: 191

Beitrag(#2118593) Verfasst am: 18.12.2017, 23:43    Titel: Re: Die Gretchenfrage für die TAZ Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:

Ein Währungssystem,
das vor allem dazu dient,
illegale Geschäfte zu verschleiern - wozu neben dem Drogenhandel auch u.a. Menschen- und Waffenhandel gehören,

Oder Firmen die dadurch Geldumtauschgebühren sparen wollen.
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Critic
oberflächlich



Anmeldungsdatum: 22.07.2003
Beiträge: 14865
Wohnort: Arena of Air

Beitrag(#2118599) Verfasst am: 19.12.2017, 00:27    Titel: Re: Die Gretchenfrage für die TAZ Antworten mit Zitat

Ad Beitrag:

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Ein Währungssystem,
das vor allem dazu dient,
illegale Geschäfte zu verschleiern - wozu neben dem Drogenhandel auch u.a. Menschen- und Waffenhandel gehören,
steht der TAZ nicht sonderlich gut -
und auch unter den Kommentatoren zeigt sich nicht gerade eine kritische 'Masse' gegen dieses neumodischen Währungswahn.

Man könnte meinen - die TAZ mutierte zum unkritischen Parteipostillchen der Piraten Partei.
Schade, ärgerlich und irgendwie traurig.


(1) Ich hadere angesichts des Kurses (heute wurden angeblich schon 20000 Euro pro Bitcoin erreicht?) ein bißchen, daß ich mir nicht damals, als das noch nur ein Gag war und man nur in drei Läden auf der Welt dafür seine Pizza oder seinen laktosefreien Moccachino kaufen konnte, für ein paar Euro 100 Bitcoins oder so zugelegt habe.

Spektulationsblasen sind Gift, das haben wir beispielsweise vor zehn Jahren erlebt, daß irgendwann die Wertwahrnehmung völlig von dem entkoppelt ist, was noch irgendjemand als Gegenleistung bieten könnte. Aber seltsamerweise relativiert sich der Schrecken, wenn man das Gefühl hat, selbst daran teilhaben zu können, und dabei kommt bei Einigen ja auch die Vorsicht abhanden: Es kann sein, daß wer sich heute als Millionär wähnt, morgen einfach nur noch Datenmüll in seinem virtuellen Tresor liegen hat, der nichts mehr wert ist (wer relativ früh eingestiegen ist, würde natürlich nicht so viel verlieren wie diejenigen, die da jetzt spekulieren, den Kurs noch weiter hochzutreiben) Schulterzucken.



(2) Man könnte es aber auch so sehen: Ähnlich wie das bei Bargeld ist (das zumindest als Argument gegen Bargeld immer wieder angeführt). Man kann ja mit Bargeld sowohl Blumenkohl als auch Heroin handeln, ohne daß einem die Identität des Gegenübers bekannt ist.

(Es kann auch sein, daß das so im Lebenszyklus begründet ist, nachdem die Nerds damit ihre laktosefreie Pizza (oder so) gekauft haben, dann erst einmal die Gauner ausprobieren, wie leicht man das System nutzen kann, um Geld zu waschen, Drogen oder Waffen zu handeln etc.., bevor es zum Mainstream wird. Bei Farbkopierern hat man irgendwann Maßnahmen egriffen, durch die es nicht mehr ganz so leicht ist, Falschgeld herzustellen.

Nur wie sollte Bitcoin reagieren? Den Handel mit kleinen Stückelungen erlauben, damit man weiterhin als Gag seinen Kaffee damit bezahlen kann, ansonsten irgendwelche Trust-Mechanismen einführen, daß ein Nutzer erst einmal große Beträge nicht überweisen oder empfangen kann? Oder, Mafiosi könnten über Mittelsleute Kapazität in Rechenzentren mieten, dort Bitcoins minen lassen - und ihr Schwarzgeld auf diese Weise "waschen". Derartige Bitcoins aus dem System zu kegeln - viel Spaß dabei Am Kopf kratzen Gut, man kann das Mining natürlich unattraktiver machen, indem man die Anforderungen an die Bitcoins verändert, so daß weniger Bitcoins pro Zeiteinheit entstehen. Und andererseits ist die Gesamtmenge an Bitcoins nach oben hin begrenzt.)
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"Die Pentagon-Gang wird in der Liste der Terrorgruppen geführt"

Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

"Wahrheit läßt sich nicht zeigen, nur erfinden." (Max Frisch)
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 41181
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2120475) Verfasst am: 02.01.2018, 19:53    Titel: Antworten mit Zitat

Eben wird gerade auf BBC-world gemeldet, dass der Grossmufti von Ägypten den Erwerb und Gebrauch von Bitcoins in einer Fatwa als "umislamisch" und "fuer Moslems verboten" bezeichnet hat.

So bizarr das ist, könnte es den schönen Nebeneffekt haben, dass sich islamophobe Hetzer jetzt auf Bitcoins wie auf Schweinesteaks mit Bier stürzen und so vom wohl bevorstehenden Platzen der Bitcoinblase voll erwischt werden könnten. Sehr glücklich
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AdvocatusDiaboli
degeneriert



Anmeldungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 23978
Wohnort: München

Beitrag(#2120478) Verfasst am: 02.01.2018, 20:06    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Eben wird gerade auf BBC-world gemeldet, dass der Grossmufti von Ägypten den Erwerb und Gebrauch von Bitcoins in einer Fatwa als "umislamisch" und "fuer Moslems verboten" bezeichnet hat.

So bizarr das ist, könnte es den schönen Nebeneffekt haben, dass sich islamophobe Hetzer jetzt auf Bitcoins wie auf Schweinesteaks mit Bier stürzen und so vom wohl bevorstehenden Platzen der Bitcoinblase voll erwischt werden könnten. Sehr glücklich


Bizarrer Gedanke, in der Tat.
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yukterez
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Beiträge: 66

Beitrag(#2124338) Verfasst am: 05.02.2018, 13:29    Titel: Krypto-Sekten Antworten mit Zitat

Die lustigste aller Bitcoin Trading Plattformen war ja Bitconnect, und sie hatte auch die treueste Fanbase und die enthusiastischsten Promoter:



Der Bitcoin ist im Zuge der geplatzten Blase komplett gecrasht und befindet sich seither steilab auf Talfahrt. Einige der Gescammten träumen jetzt von Rache an den Shills denen sie auf den Leim gegangen sind, andere befinden sich in Denial und staken sich nach dem Motto jetzt erst recht in den ultimativen Ruin. Die gegenseitigen Schuldzuweisungen bestehen jedenfalls keinen Straight Face Test (: Unterhaltsamstes Drama und Realsatire vom Feinsten, was deswegen gerade in der Kryptowelt abgeht (:

,
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Religionskritik-Wiesbaden
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Beitrag(#2181561) Verfasst am: 23.06.2019, 22:46    Titel: Re: So dreckig wie zwei Jahre Berlin Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Bisher habe ich aus Desinteresse gekonnt fast jeden Artikel zu dieser
digital gehypten Supertulpe umschifft,
dieser Artikel lohnt sich - zwar nicht wegen des journalistischen Vollschwurbelns an Vergleichen - es fehlen noch die Fußballplätze zwinkern,
sondern wegen der starken Fokussierung auf ein völlig (für mich) unerwartetes Thema.

https://boerse.ard.de/boersenwissen/boersenwissen-fuer-fortgeschrittene/umweltsuender-bitcoin102.html

Zitat:
So dreckig wie zwei Jahre Berlin

Der Hype um die Kryptowährung scheint unaufhaltsam. Immer mehr Menschen folgen dem Goldrausch und schürfen um die Wette. Dadurch steigen Stromverbrauch und CO2-Ausstoß in ungeahnte Höhen.


Der Stromverbrauch des gesamten Bitcoin-Netzwerkes kann nur geschätzt werden. Nicht alle Teilnehmer verfügen über die effizienteste Hardware. Derzeit geht man jedoch von einem jährlichen Verbrauch von etwa 28,5 Terawattstunden (TWh) Strom aus. Das ist mehr als doppelt so viel wie Berlin mit seinen 3,5 Millionen Einwohnern 2014 verbraucht hat.


Das warum? erfahrt ihr aber schneller - wenn ihr euch mit dem Begriff 'Mining' und Bitcoin auseinandersetzt.
Dazu finden sich schon seit längerer Zeit Diskussionen - nur - die müden Augen der Öffentlichkeit sehen diese selten - werden also nicht in zugänglicher Form aufbereitet.

Hier von 2015

https://www.btc-echo.de/think-tank-entfacht-debatte-ueber-oekologische-folgen-des-btc-mining_2015052901/

In China sollen - weil Strom dort günstig - hundertausende PCs nur dafür laufen,
um mit ihrer Rechenleistung Bitcoins zu 'schürfen',
Mit den Augen rollen Mit den Augen rollen Mit den Augen rollen


Weil ja die F4F und Co so wacker gegen Kohlekraft kämpfen,
wie wäre es mal gegen gehypte Kryptowährungen und ihre Systemgrundlage zu kämpfen - so rein aus ökologischer Perspektive,
und ja - das was ich vor ein paar Jahren hier bekannt gab gilt immer noch - die TAZ - Leitmedium von vielen Grünen,
kann man noch immer mit Bitcoin bezahlen,
weil das ja so dissidentisch ist,

Mit den Augen rollen
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Religionskritik-Wiesbaden
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Beitrag(#2181562) Verfasst am: 23.06.2019, 23:07    Titel: Bitcoin Kritik: Energieverbrauch, Stromverbrauch, Umweltzerstörung, Klimawandel, Antworten mit Zitat

Zitat:
Bitcoin Kritik: Energieverbrauch, Stromverbrauch, Umweltzerstörung, Klimawandel, Betrug, Verluste & Gier

Bitcoin & Klimawandel
Jede einzelne Bitcoin-Überweisung verursacht derzeit eine Emission von gut 270kg klimaschädlichen Kohlenstoffdioxids. Wie hoch genau, das hängt vom aktuellen Kurs der Währung ab: Die Konstruktion des Bitcoin sieht vor, dass mehr Energie aufgewendet werden muss, um neue Bitcoin zu generieren, je mehr die Währung wert ist. 2018 dürften für Validierung und Verschlüsselung der Transaktionen insgesamt gut 14 Terawattstunden verschlungen worden sein, schätzt die Website Digiconomist. Das ist ein Zehntel des Energieverbrauchs von ganz Deutschland.
Eine aktuelle Studie der Universität von Hawaii kommt zu dem Ergebnis: Ein erheblicher Teil der Klimaerwärmung geht auf das Konto des Bitcoin-Netzwerks.


(...)

Die Modewährung Bitcoin passt gut in eine Zeit, in der sich libertär-neoliberale Gier mit Technikbesoffenheit mischt. Wenn die Bitcoin-Technologie weiter so viel Energie frisst, schafft sie sich selbst ab oder wir müssen sie abschaffen.




http://www.bund-rvso.de/bitcoin-strom-energie-verbrauch-umwelt-gier.html

auch interessant,
der Abschnitt zum Greenwashing:

Zitat:
Um Bitcoins ein "grünes Image" zu geben, nutzen die Lobbyisten einen guten Trick. Sie bieten Nichtregierungsorganisationen und Umweltverbänden die Möglichkeit Bitcoin-Spenden zu erhalten und richten liebend gerne die entsprechenden Spendenseiten ein. Das Motto: "Spenden Sie für eine bessere Welt. Ein Bitcoin kann hunderten von Kindern helfen!" klingt erst mal gut.
(...)

_________________
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beachbernie
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Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2181573) Verfasst am: 24.06.2019, 02:01    Titel: Antworten mit Zitat

Dass der Bitcoinhype einen erheblichen Anteil an der Klimaerwaermung hat, bezweifle ich.

Nichtsdestotrotz wuerde ich diesen Unfug lieber heute als morgen verschwinden sehen. Soviel wertvolle Energie fuer ein derart nutzloses Projekt zu verschleudern, lehne ich schon aus prinzipiellen Gründen ab und beteilige mich in ueberhaupt keiner Weise daran. Weder habe ich vor je irgendetwas mit dieser Pseudowährung zu bezahlen, noch sehe ich den Bitcoin als seriöses Investment an. Bitcoinspekulatioinen sind tatsaechlich Spielkasino pur.
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