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tillich (epigonal)
Prinz Ipienreiter



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 16161

Beitrag(#2160452) Verfasst am: 22.12.2018, 18:44    Titel: Antworten mit Zitat

unquest hat folgendes geschrieben:
Somit hat die "linke Lügenpresse" auch ein Gesicht; ich kann eine klammheimliche Freude nicht verhehlen.
Eine Meldung und ihre Geschichte liest sich gleich etwas anders. Sehr glücklich

Nur dass diese Geschichte von Relotius vielleicht im zeitlichen Ablauf der Fluchtgeschichte und des Fundes dramatisiert wurde, im Kern aber offenbar stimmt. Mehrere andere Medien hatten aufgrund einer Polizeimeldung (der Vorfall ist auch aktenkundig) bereits vor Relotius berichtet - die ganze, regelmäßige Kolumne heißt ja nicht umsonst "Eine Meldung und ihre Geschichte".
Ja, der Spiegel hat folgendes geschrieben:
Folgende Tatsachen sind jedoch gesichert:
- Abdullah fand am 20. Juli 2015 die 1000 Euro auf der Straße.
- Er brachte das Geld zur Polizei.
- Er lehnte einen Finderlohn ab.
- Die Beamten fanden das so beeindruckend, dass sie es per Pressemitteilung öffentlich machten.

Wie blöd für dich.
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"YOU HAVE TO START OUT LEARNING TO BELIEVE THE LITTLE LIES." -- "So we can believe the big ones?" -- "YES."

(Death / Susan, in: Pratchett, Hogfather)
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Skeptiker
linksunten



Anmeldungsdatum: 14.01.2005
Beiträge: 14254
Wohnort: 129 Goosebumpsville

Beitrag(#2160457) Verfasst am: 22.12.2018, 19:04    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
unquest hat folgendes geschrieben:
Wenn Betrug durch die Umwelt in Form von Preisen für fiktiven, linksgefälligen Gesinnungsjournalismus belohnt wird - warum sollte man aufhören?

Nun, irgendwie kann man mitbekommen, dass die Belohnung gerade ein Ende gefunden hat. Und zwar aus dem "linksgefälligen Gesinnungsjournalismus", ich würde ja einfach sagen: Journalismus, selbst heraus, nicht durch eine Entdeckung von außen.

Bei den nun wirklich gesinnugsmäßig bestimmten, rechten Hetz- und Lügenmedien ist das anders. Da werden auch zehnmal aufgedeckte Lügen nicht nur nicht korrigiert, sondern fröhlich immer wiederholt.

Was nicht heißen soll, dass der Journalismus sich nicht gründlich selbst hinterfragen sollte, aber doch deine Pauschal-Aburteilung etwas relativiert - und als sehr rechtsgefällige zeigt.


Ja, da hast du Recht:

Die Aufregung um Claas Relotius ist Heuchelei
Solange das Narrativ stimmt, ist Recherche entbehrlich

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°
"Ich verwarne Ihnen!" (Schiri)
"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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Skeptiker
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Anmeldungsdatum: 14.01.2005
Beiträge: 14254
Wohnort: 129 Goosebumpsville

Beitrag(#2160458) Verfasst am: 22.12.2018, 19:09    Titel: Antworten mit Zitat

schtonk hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:

"Verkitschung der Wirklichkeit" trifft es doch ganz gut.

Nur daß die Wirklichkeit solche Geschichten nur selten hergibt. Wenn aber ein Geschäftsmodell auf solchen Geschichten beruht, dann ist es nicht mehr allein individuelles Versagen (das bleibt es sicherlich), sondern ein systemisches.

Ok, aber selten heißt ja nicht "nie".
Ich habe "Kalblütig" von Truman Capote zweimal gelesen, auch den Film gesehen.
Die Handlung basiert auf realen Vorkommnissen. Gespenstisch, irreal, verrückt. Und trotzdem Wirklichkeit.

Unglaublich, aber wahr. Ich will damit sagen, dass es abseits aller Geschäftsmodelle, wie du sagst, (ich stelle den Begriff nicht prinzipiell in Abrede), es auch realitästsorientierte Reportagen gibt, die in Druckform ihre Berechtigung haben. (Siehe z.B. Wallraff oder Engelmann).

"Systemisch" klingt ein wenig lügenpressemässig. Aber bei der "BLÖD" etc. mag man das gelten lassen Smilie


Also, wir haben doch erst vor kurzem gelernt, das "BILD" nicht der einzige Pickel auf dem Arsch der deutschen Kapitalmedienlandschaft ist, oder? zwinkern
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Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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unquest
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Anmeldungsdatum: 10.10.2010
Beiträge: 3317
Wohnort: Câmara de Lobos, Madeira

Beitrag(#2160485) Verfasst am: 22.12.2018, 20:36    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
unquest hat folgendes geschrieben:
Somit hat die "linke Lügenpresse" auch ein Gesicht; ich kann eine klammheimliche Freude nicht verhehlen.
Eine Meldung und ihre Geschichte liest sich gleich etwas anders. Sehr glücklich

Nur dass diese Geschichte von Relotius vielleicht im zeitlichen Ablauf der Fluchtgeschichte und des Fundes dramatisiert wurde, im Kern aber offenbar stimmt. Mehrere andere Medien hatten aufgrund einer Polizeimeldung (der Vorfall ist auch aktenkundig) bereits vor Relotius berichtet - die ganze, regelmäßige Kolumne heißt ja nicht umsonst "Eine Meldung und ihre Geschichte".
Ja, der Spiegel hat folgendes geschrieben:
Folgende Tatsachen sind jedoch gesichert:
- Abdullah fand am 20. Juli 2015 die 1000 Euro auf der Straße.
- Er brachte das Geld zur Polizei.
- Er lehnte einen Finderlohn ab.
- Die Beamten fanden das so beeindruckend, dass sie es per Pressemitteilung öffentlich machten.

Wie blöd für dich.

Nö. Was wissen wir jetzt? Dass einer von 1 Millionen Flüchtlingen ehrlich und selbstlos ist. Toll! Ganz grosses Kino.
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vrolijke
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Beitrag(#2160487) Verfasst am: 22.12.2018, 20:44    Titel: Antworten mit Zitat

unquest hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
unquest hat folgendes geschrieben:
Somit hat die "linke Lügenpresse" auch ein Gesicht; ich kann eine klammheimliche Freude nicht verhehlen.
Eine Meldung und ihre Geschichte liest sich gleich etwas anders. Sehr glücklich

Nur dass diese Geschichte von Relotius vielleicht im zeitlichen Ablauf der Fluchtgeschichte und des Fundes dramatisiert wurde, im Kern aber offenbar stimmt. Mehrere andere Medien hatten aufgrund einer Polizeimeldung (der Vorfall ist auch aktenkundig) bereits vor Relotius berichtet - die ganze, regelmäßige Kolumne heißt ja nicht umsonst "Eine Meldung und ihre Geschichte".
Ja, der Spiegel hat folgendes geschrieben:
Folgende Tatsachen sind jedoch gesichert:
- Abdullah fand am 20. Juli 2015 die 1000 Euro auf der Straße.
- Er brachte das Geld zur Polizei.
- Er lehnte einen Finderlohn ab.
- Die Beamten fanden das so beeindruckend, dass sie es per Pressemitteilung öffentlich machten.

Wie blöd für dich.

Nö. Was wissen wir jetzt? Dass einer von 1 Millionen Flüchtlingen ehrlich und selbstlos ist. Toll! Ganz grosses Kino.

Standst Du schon mal in einer Zeitung als ehrlich und selbstlos?
Muß ich noch dahinter schreiben, dass nicht jeder der nicht in eine Zeitung als ehrlich und selbstlos steht, automatisch als unehrlich und egoistisch zu betrachten ist?
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Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
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Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

Grenzen geben einem die Illusion, das Böse kommt von draußen
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AdvocatusDiaboli
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Beitrag(#2160488) Verfasst am: 22.12.2018, 20:46    Titel: Antworten mit Zitat

unquest hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
unquest hat folgendes geschrieben:
Somit hat die "linke Lügenpresse" auch ein Gesicht; ich kann eine klammheimliche Freude nicht verhehlen.
Eine Meldung und ihre Geschichte liest sich gleich etwas anders. Sehr glücklich

Nur dass diese Geschichte von Relotius vielleicht im zeitlichen Ablauf der Fluchtgeschichte und des Fundes dramatisiert wurde, im Kern aber offenbar stimmt. Mehrere andere Medien hatten aufgrund einer Polizeimeldung (der Vorfall ist auch aktenkundig) bereits vor Relotius berichtet - die ganze, regelmäßige Kolumne heißt ja nicht umsonst "Eine Meldung und ihre Geschichte".
Ja, der Spiegel hat folgendes geschrieben:
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- Abdullah fand am 20. Juli 2015 die 1000 Euro auf der Straße.
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Nö. Was wissen wir jetzt? Dass einer von 1 Millionen Flüchtlingen ehrlich und selbstlos ist. Toll! Ganz grosses Kino.


Ich brauche diese positiven Kuschelnachrichten über Flüchtlinge nicht. Ich bin grundsätzlich für die Aufnahme von Flüchtlingen. Obwohl ich weiß, dass es darunter Idioten, Faschos, Arschlöcher gibt. Ich bin nicht naiv. Das muss man hinnehmen, denn auch die haben ein Recht auf Unversehrtheit. Aber, mei, ich bin auch hier gerne im FGH, obwohl es Arschlöcher, Faschos und Idioten gibt. Und die dürfen hier auch fröhlich posten.
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Wilson
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Beitrag(#2160493) Verfasst am: 22.12.2018, 20:55    Titel: Antworten mit Zitat

unquest hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
unquest hat folgendes geschrieben:
Somit hat die "linke Lügenpresse" auch ein Gesicht; ich kann eine klammheimliche Freude nicht verhehlen.
Eine Meldung und ihre Geschichte liest sich gleich etwas anders. Sehr glücklich

Nur dass diese Geschichte von Relotius vielleicht im zeitlichen Ablauf der Fluchtgeschichte und des Fundes dramatisiert wurde, im Kern aber offenbar stimmt. Mehrere andere Medien hatten aufgrund einer Polizeimeldung (der Vorfall ist auch aktenkundig) bereits vor Relotius berichtet - die ganze, regelmäßige Kolumne heißt ja nicht umsonst "Eine Meldung und ihre Geschichte".
Ja, der Spiegel hat folgendes geschrieben:
Folgende Tatsachen sind jedoch gesichert:
- Abdullah fand am 20. Juli 2015 die 1000 Euro auf der Straße.
- Er brachte das Geld zur Polizei.
- Er lehnte einen Finderlohn ab.
- Die Beamten fanden das so beeindruckend, dass sie es per Pressemitteilung öffentlich machten.

Wie blöd für dich.

Nö. Was wissen wir jetzt? Dass einer von 1 Millionen Flüchtlingen ehrlich und selbstlos ist. Toll! Ganz grosses Kino.


https://www.youtube.com/watch?v=2IUzLRkz8SY
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unquest
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Beitrag(#2160497) Verfasst am: 22.12.2018, 21:00    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
... Ich bin grundsätzlich für die Aufnahme von Flüchtlingen...

Pegida auch

Zitat:
PEGIDA ist FÜR die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen und politisch oder religiös Verfolgten. Das ist Menschenpflicht!


Auf den Arm nehmen
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AdvocatusDiaboli
unkontrolliert



Anmeldungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 23709
Wohnort: München

Beitrag(#2160498) Verfasst am: 22.12.2018, 21:03    Titel: Antworten mit Zitat

unquest hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
... Ich bin grundsätzlich für die Aufnahme von Flüchtlingen...

Pegida auch

Zitat:
PEGIDA ist FÜR die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen und politisch oder religiös Verfolgten. Das ist Menschenpflicht!


Auf den Arm nehmen


Das ist ja toll, was deine Organisation will. Nur wollt Ihr die nach ner gewissen Zeit wieder loswerden. Meinetwegen dürfen die sogar bleiben.
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tillich (epigonal)
Prinz Ipienreiter



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Beiträge: 16161

Beitrag(#2160502) Verfasst am: 22.12.2018, 21:21    Titel: Antworten mit Zitat

unquest hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
unquest hat folgendes geschrieben:
Somit hat die "linke Lügenpresse" auch ein Gesicht; ich kann eine klammheimliche Freude nicht verhehlen.
Eine Meldung und ihre Geschichte liest sich gleich etwas anders. Sehr glücklich

Nur dass diese Geschichte von Relotius vielleicht im zeitlichen Ablauf der Fluchtgeschichte und des Fundes dramatisiert wurde, im Kern aber offenbar stimmt. Mehrere andere Medien hatten aufgrund einer Polizeimeldung (der Vorfall ist auch aktenkundig) bereits vor Relotius berichtet - die ganze, regelmäßige Kolumne heißt ja nicht umsonst "Eine Meldung und ihre Geschichte".
Ja, der Spiegel hat folgendes geschrieben:
Folgende Tatsachen sind jedoch gesichert:
- Abdullah fand am 20. Juli 2015 die 1000 Euro auf der Straße.
- Er brachte das Geld zur Polizei.
- Er lehnte einen Finderlohn ab.
- Die Beamten fanden das so beeindruckend, dass sie es per Pressemitteilung öffentlich machten.

Wie blöd für dich.

Nö. Was wissen wir jetzt? Dass einer von 1 Millionen Flüchtlingen ehrlich und selbstlos ist. Toll! Ganz grosses Kino.

Ei da guck. Wenn eine solche Nachricht in den Verdacht gerät, erfunden zu sein, weil ein anderweitig betrügerisch arbeitender Journalist darüber geschreben hat, ist das nicht nur der Erwähnung wert, sondern du empfindest auch klammheimliche Freude und stimmst die rechtsextremistische "Lügenpresse"-Parole an.

Wenn sich herausstellt, dass sie doch stimmt, ist's auf einmal völlig egal. Ja, Fakten sind schon extrem wichtig, wenn sie dir in den Kram passen.
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Zuletzt bearbeitet von tillich (epigonal) am 22.12.2018, 21:24, insgesamt einmal bearbeitet
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tillich (epigonal)
Prinz Ipienreiter



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 16161

Beitrag(#2160503) Verfasst am: 22.12.2018, 21:24    Titel: Antworten mit Zitat

unquest hat folgendes geschrieben:
Zitat:
PEGIDA ist FÜR die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen und politisch oder religiös Verfolgten. Das ist Menschenpflicht!

Nun ja, freundlich gedacht, ist Pegida dann wohl inkonsistent.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 40365
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2160505) Verfasst am: 22.12.2018, 21:28    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
unquest hat folgendes geschrieben:
Zitat:
PEGIDA ist FÜR die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen und politisch oder religiös Verfolgten. Das ist Menschenpflicht!

Nun ja, freundlich gedacht, ist Pegida dann wohl inkonsistent.


Die sind nur fuer "die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen und politisch oder religiös Verfolgten" solange keine konkreten Fluechtlinge vor der Tür stehen.
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Achtung Triggerwarnung: Bei Halbzeitpausenrevoluzzern kann dieses posting möglicherweise Schnappatmung und Pickel auslösen.
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Alchemist
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Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 21762
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#2160568) Verfasst am: 23.12.2018, 13:11    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
unquest hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
unquest hat folgendes geschrieben:
Somit hat die "linke Lügenpresse" auch ein Gesicht; ich kann eine klammheimliche Freude nicht verhehlen.
Eine Meldung und ihre Geschichte liest sich gleich etwas anders. Sehr glücklich

Nur dass diese Geschichte von Relotius vielleicht im zeitlichen Ablauf der Fluchtgeschichte und des Fundes dramatisiert wurde, im Kern aber offenbar stimmt. Mehrere andere Medien hatten aufgrund einer Polizeimeldung (der Vorfall ist auch aktenkundig) bereits vor Relotius berichtet - die ganze, regelmäßige Kolumne heißt ja nicht umsonst "Eine Meldung und ihre Geschichte".
Ja, der Spiegel hat folgendes geschrieben:
Folgende Tatsachen sind jedoch gesichert:
- Abdullah fand am 20. Juli 2015 die 1000 Euro auf der Straße.
- Er brachte das Geld zur Polizei.
- Er lehnte einen Finderlohn ab.
- Die Beamten fanden das so beeindruckend, dass sie es per Pressemitteilung öffentlich machten.

Wie blöd für dich.

Nö. Was wissen wir jetzt? Dass einer von 1 Millionen Flüchtlingen ehrlich und selbstlos ist. Toll! Ganz grosses Kino.

Ei da guck. Wenn eine solche Nachricht in den Verdacht gerät, erfunden zu sein, weil ein anderweitig betrügerisch arbeitender Journalist darüber geschreben hat, ist das nicht nur der Erwähnung wert, sondern du empfindest auch klammheimliche Freude und stimmst die rechtsextremistische "Lügenpresse"-Parole an.

Wenn sich herausstellt, dass sie doch stimmt, ist's auf einmal völlig egal. Ja, Fakten sind schon extrem wichtig, wenn sie dir in den Kram passen.


Das übliche Narrativ der Braunen.
Schulterzucken
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Religionskritik-Wiesbaden
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Anmeldungsdatum: 04.11.2008
Beiträge: 9809
Wohnort: Wiesbaden

Beitrag(#2164682) Verfasst am: 25.01.2019, 12:29    Titel: Böse Trump-Fans, guter Ureinwohner? Die zu einfache Geschichte einer Konfrontati Antworten mit Zitat

Eine Angelegenheit,
die erst vor Kurzem hier im FGH wieder aus der fulminanten
Code:
SPON
- Quelle abgelegt wurde, erfährt viel Korrektur - zuerst hier im Forum durch Strandbernd. Aber der Reihe nach.

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Jugendliche Trump-Fans:

Code:
http://www.spiegel.de/panorama/washington-jugendliche-trump-fans-beleidigen-ureinwohner-a-1248973.html


(...)


Später ergänzte dies Addi noch um diese Quelle:

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
(...)

Code:
https://eu.freep.com/story/news/local/michigan/2019/01/20/native-american-leader-nathan-phillips-recounts-incident-video/2630256002/


die dann eine Korrektur durch Beachbearnie erfuhr:

beachbernie hat folgendes geschrieben:
(...)
Ich habe gerade auf CNN einen ausführlichen Bericht ueber den Vorfall gesehen. Demnach waren es die "Black Hebrew Israelites", die den Streit angefangen haben indem sie die katholischen Schüler ca. eine stunde lang wüst beschimpften.

Ich habe mal nachgeschaut, worum es sich bei dieser Sekte denn eigentlich handelt und vor allem Hinweise darauf gefunden, dass die "Black Hebrew Israelites", eine rechtsextreme hategroup sind:


Die obligatorischen Beifallsbekundungen von Usern wie Alchi habe ich mal weggeschnippt - weil zu lächerlich.
Interessant finde ich, dass sich diese Trumpreflexe bei vielen - auch im Journalismus, noch nicht abgenutzt haben - und man meint, jede vermeintlichen Skandal ohne gründliche Recherche mal ablassen zu können - schließlich geht es ja im Onlinejournalismus um Klicks, Klicks, Klicks - und die bringen den journalistischen Prostituierten Werbeeinnahmen.

Stefan Niggemeier hat sich diesem Fall - Nativ gegen Trumpanhänger näher angeschaut:

Zitat:
Böse Trump-Fans, guter Ureinwohner? Die zu einfache Geschichte einer Konfrontation
(...)
Eine Aggression ist allerdings nicht von den katholischen Schülern ausgegangen*, sondern von den Schwarzen Hebräern. Später ist es die Gruppe der Ureinwohner, die offensiv auf die Schüler zugeht. Der Student, der im Zentrum des viralen Kurzvideos steht, hat sich dem Mann mit der Trommel nicht provozierend in den Weg gestellt. Er hat stoisch auf einen Mann reagiert, der Trommel schlagend auf ihn zuging.

Philipps erklärte später, er habe sich bewusst zwischen die katholischen Schüler und die schwarzen Aktivisten gestellt – zwischen die „Bestien“ und ihre „Beute“, wie er es formulierte. Die „Bestien“ (er meint die katholischen Schüler) hätten aber ihr „Fleisch“ gebraucht und ihren Zorn dann auf ihn gerichtet.

Ob die Gruppe von Schüler sich richtig verhalten hat, ob ihre Gesänge oder auch das bewusste Nicht-aus-dem-Weg-Gehen provokant gemeint waren oder gewirkt haben, lässt sich nicht eindeutig sagen. Aber die Darstellung zahlreicher Medien, die sie als die klaren Aggressoren ausmachen, ist falsch. Und das Ausmaß an Hass, das ihnen entgegenschlägt, bestürzend.(...)


https://uebermedien.de/34797/boese-trump-fans-guter-ureinwohner-die-zu-einfache-geschichte-einer-konfrontation/

Es empfiehlt sich natürlich Niggemeiers Artikel bis zum Ende zu lesen, da er mehrere 'updates' erfahren hat - ähnlich wie diese Geschichte auch.

Hier ein allgemeiner Überblick zu der medialen Hetze und das Gegenrudern der Redaktion.
https://www.theatlantic.com/ideas/archive/2019/01/media-must-learn-covington-catholic-story/581035/

Nur,
was nützt dieses Gegenrudern, was nützen online korrigierte Artikel,
denn normal 'User' gehen wohl kaum 1 oder 2 Tage später auf die Seite eines Artikels, den sie schon gelesen haben,
und korrigieren dann ihre stumpfsinnigen oder eloquenten Foren-, Facebook und Twitterbeiträge.

Vielleicht sollte man sich angewöhnen - gewisse klickgeile Medien eben nicht mehr oder nur noch in Code zu verlinken,
denn nicht nur der Fall Relotius und andere lassen an diesen aufgeblähten Meinungsdreschern zweifeln.

Eigentlich wäre dieser Fall ja was für Zapp,
mmh -
also vor 5 Jahren hätte ich noch gesagt, na klar,
aber jetzt,
skeptisch
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
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Beitrag(#2164683) Verfasst am: 25.01.2019, 12:51    Titel: Antworten mit Zitat

Immer wenn mich "sensationelle" Meldungen erreichen; per Facebook oder WhatsApp etc, schaue ich nach, ob sie dann wohl nach meine Recherchemöglichkeiten stimmen.
Wenn es ein Fake ist, schreibe ich jedesmal den Absender (der es mir oder meine Frau zugeschickt hat) an, und schreibe, sie sollen nächstes Mal schauen, ob die Meldung überhaupt stimmt.
Das kommt nicht immer gut an. skeptisch
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Religionskritik-Wiesbaden
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Beiträge: 9809
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Beitrag(#2164684) Verfasst am: 25.01.2019, 13:07    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Immer wenn mich "sensationelle" Meldungen erreichen; per Facebook oder WhatsApp etc, schaue ich nach, ob sie dann wohl nach meine Recherchemöglichkeiten stimmen.
Wenn es ein Fake ist, schreibe ich jedesmal den Absender (der es mir oder meine Frau zugeschickt hat) an, und schreibe, sie sollen nächstes Mal schauen, ob die Meldung überhaupt stimmt.
Das kommt nicht immer gut an. skeptisch

wäre mir zu aufwendig,
ich reposte fast nie etwas - so hält man sich den eigenen Account sauber.
Korrektive in andere Richtung habe ich schon mal gemacht - ist mir bei den vielen Fakes, die im Umlauf sind, zu aufwendig.
Und wenn, dann nur bei Personen, wo es Chancen auf Besserung gibt.

Eine aktuell ergänzende Zusammenfassung zu dem obigen Fall gibt es vom FAZ - Journalisten Hanfeld:

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/ein-video-zeigt-wie-gespalten-amerika-ist-16006690.html
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Beitrag(#2164685) Verfasst am: 25.01.2019, 13:14    Titel: Re: Böse Trump-Fans, guter Ureinwohner? Die zu einfache Geschichte einer Konfron Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
....
Vielleicht sollte man sich angewöhnen - gewisse klickgeile Medien eben nicht mehr oder nur noch in Code zu verlinken,
denn nicht nur der Fall Relotius und andere lassen an diesen aufgeblähten Meinungsdreschern zweifeln.

Eigentlich wäre dieser Fall ja was für Zapp,
mmh -
also vor 5 Jahren hätte ich noch gesagt, na klar,
aber jetzt,
skeptisch

Dabei setzt Du jetzt aber Relotius in einen Kontext, den ich für falsch halte. Relotius selbst, nicht, dass er bekannt geworden ist, ist ein Unfall - dass er aufgedeckt wurde, geht auch auf einen Spiegelreporter zurück, der hier mit großen Risiko gearbeitet hat, weil Relotius wegen der Preise als guter Schreiber eine Imagefigur war. Wäre er nicht ein so guter Schreiber gewesen, wäre er längst nicht so weit gekommen.

Außerdem kann man Relotius nicht ohne eine bestimmte Form des Schreibens erklären, die nichts mit Klicks zu tun hat, sondern eine uralte Spiegel"form" ist: Diese Form macht aus der Nachricht eine Schilderung, die den Leser direkt in die Situation versetzt: Mal so als Beispiel: Da wird nicht distanziert von einer Kabinettssitzung gesprochen in der sich diese und jene Mitglieder getroffen haben und folgende Themen besprochen haben ..... Stattdessen wird die Szene beschrieben, wie der Vorsitzende den Raum betritt, sich zu seinem Platz begibt, während das Rauschen des Getuschels leiser wird, wie er sich setzt und mit einer beiläufigen Handbewegung Materialien seines Tischnachbarn beiseite wischt, um mehr Platz zu haben usw.. Der Leser wird Zeuge.

Dabei ist das ganze so genau, dass die die dabei waren, sich fragen, woher der Reporter das hat, denn diese Sitzung war selbstverständlich eine geschlossene Gesellschaft. Das ganze funktioniert so, dass da irgendjemand petzt, aus unterschiedlichsten Gründen. Der "Petzer" zeigt dann mit der Zeit seine Verlässlichkeit, es gibt dann noch die Möglichkeit, die Nicht-Atmosphäre-Anteile eines solchen Berichtes durch andere verifizieren zu lassen, und alles ist gut. Außerdem sind die Mitwirkenden gut genug bekannt, dass man abschätzen kann, wie wahrscheinlich die Szenerie ist.

Wenn ich in dieser Form der Reportage jetzt "aus der weiten Welt" berichte, habe ich die Situation, dass ich kaum eine Möglichkeit habe, das zu verifizieren. Die atmosphärisch ganz dichte Reportage lässt sich von der atmosphärisch ganz dichten Kurzgeschichte nicht mehr unterscheiden, eine Verifizierung wird schwierig. Relotius war ein sauguter Schreiber, der wusste, welche Nachricht erwartet wurde, und der sie dann in der Form der kaum mehr überprüfbaren Hautnahgeschichte präsentiert hat. Damit das so klappt, bedarf es aber einiger Voraussetzungen. Die wichtigste dabei ist die des sauguten Schreibers, davon gibt es weniger als man glaubt, die zweitwichtigste ist die Form.

Relotius ist ein Sonderfall, von dem man nicht allgemein auf "die Medien" schließen sollte, oder wenn, dann bitte mit dem Zusatz, dass die Medien selbst ihn auch wegen seiner Lügengeschichten "abgeschossen" haben.
_________________
Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

The skills you use to produce the right answer are exactly the same skills you use to evaluate the answer. Isso.

Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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Religionskritik-Wiesbaden
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Wohnort: Wiesbaden

Beitrag(#2164686) Verfasst am: 25.01.2019, 13:33    Titel: Re: Böse Trump-Fans, guter Ureinwohner? Die zu einfache Geschichte einer Konfron Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
....
(...) Fall Relotius (...

Dabei setzt Du jetzt aber Relotius in einen Kontext, den ich für falsch halte. (...)


Da hast Du Recht,
zu dem ja dem Journalisten R. oftmals Wochen zur Recherche gelassen wurde - er also nicht im Clickbait-Journalismus anzusiedeln ist.

In Polen gab es vor einigen Jahren einen ähnlichen Fall,
als die verstorbene Reporter Legende
Ryszard Kapu?ci?ski
durch eine Biographie entzaubert wurde.
Aber so richtig beschädigen konnte es diesen dann doch nicht.
R. sollte ich dann lieber mit diesem vergleichen.

Ich gehe aber mal davon aus - das Menschen, die R. gerne gelesen haben,
auch diejenigen sind,
die Artikel wie den von den katholischen Schülern und dem Native gerne Teilen - einfach weil es in ihre Welt des Antitrumpismus passt.
Man liest halt und 'teilt' halt nur noch, was in sein Weltbild passt.
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Religionskritik-Wiesbaden
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Beitrag(#2164687) Verfasst am: 25.01.2019, 13:40    Titel: Ryszard Kapuscinski Antworten mit Zitat

zur Causa Ryszard Kapu?ci?skis:

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/streit-um-ryszard-kapuscinski-fremdportraet-eines-reporters-1954088.html


Zitat:
Des Weiteren schreibt Domosawski, Kapucinski sei mit Fakten sehr willkürlich umgegangen, sprich: seine Bücher würden eher in die Kategorie Literatur als Reportage passen. Dieser Vorwurf verwundert ganz besonders, wurde doch Kapuscinski zu Lebzeiten als Meister der literarischen Reportage, also der Verbindung beider Genres, gefeiert und für seine Fähigkeit, konkreten Realitäten den Charakter überzeitlicher Modellsituationen zu verleihen, bewundert.

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vrolijke
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Beitrag(#2164688) Verfasst am: 25.01.2019, 13:42    Titel: Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Immer wenn mich "sensationelle" Meldungen erreichen; per Facebook oder WhatsApp etc, schaue ich nach, ob sie dann wohl nach meine Recherchemöglichkeiten stimmen.
Wenn es ein Fake ist, schreibe ich jedesmal den Absender (der es mir oder meine Frau zugeschickt hat) an, und schreibe, sie sollen nächstes Mal schauen, ob die Meldung überhaupt stimmt.
Das kommt nicht immer gut an. skeptisch

wäre mir zu aufwendig,
ich reposte fast nie etwas - so hält man sich den eigenen Account sauber.
Korrektive in andere Richtung habe ich schon mal gemacht - ist mir bei den vielen Fakes, die im Umlauf sind, zu aufwendig.
Und wenn, dann nur bei Personen, wo es Chancen auf Besserung gibt.

Eine aktuell ergänzende Zusammenfassung zu dem obigen Fall gibt es vom FAZ - Journalisten Hanfeld:

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/ein-video-zeigt-wie-gespalten-amerika-ist-16006690.html

Soo aufwendig ist das auch nicht. Durch meine Kommentare bekomme ich wesentlich weniger Fakes und "Jux-Bilder-Kettenbriefe" zugeschickt.
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Beitrag(#2164726) Verfasst am: 25.01.2019, 17:55    Titel: Re: Böse Trump-Fans, guter Ureinwohner? Die zu einfache Geschichte einer Konfron Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Relotius selbst, nicht, dass er bekannt geworden ist, ist ein Unfall
[..]
Relotius ist ein Sonderfall, von dem man nicht allgemein auf "die Medien" schließen sollte, oder wenn, dann bitte mit dem Zusatz, dass die Medien selbst ihn auch wegen seiner Lügengeschichten "abgeschossen" haben.

Claas Relotius, Auszeichnungen:

2012:
Schweizer Medienpreis für junge Journalisten
Zweiter Preis beim Nachwuchsjournalistenpreis "dpa news talent"
2013:
Österreichischer Zeitschriftenpreis
Deutscher Reporterpreis
2014:
CNN: Journalist of the Year
2015:
Deutscher Reporterpreis
2016:
Deutscher Reporterpreis
2017:
Liberty Award
European Press Prize
2018:
Deutscher Reporterpreis ("von beispielloser Leichtigkeit, Dichte und Relevanz, der nie offenlässt, auf welchen Quellen er basiert")
Katholischer Medienpreis (Kategorie Print)
Peter-Scholl-Latour-Preis der Ulrich-Wickert-Stiftung

Der Typ hat so seine Macken
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Religionskritik-Wiesbaden
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Beitrag(#2164728) Verfasst am: 25.01.2019, 18:16    Titel: Antworten mit Zitat

Preise halt,
die Golineh Atai hat ja auch die hohen journalistischen Auszeichnungen davon getragen. Sie konnte kopfwackelnd auch mit größter Subjektivität ihre Einseitigkeit als objektive Berichterstattung verkaufen.

Andere, wie Konrad Schuller zu Beispiel, haben sich hier wesentlich schwerer getan. Und wenn man wie im Falle Schuller zumindest versucht, objektiv zu bleiben (nicht immer konnte auch im das gelingen),
dann werden halt Manipulisten wie die Atai geehrt.
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fwo
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Beitrag(#2164737) Verfasst am: 25.01.2019, 18:56    Titel: Re: Böse Trump-Fans, guter Ureinwohner? Die zu einfache Geschichte einer Konfron Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Relotius selbst, nicht, dass er bekannt geworden ist, ist ein Unfall
[..]
Relotius ist ein Sonderfall, von dem man nicht allgemein auf "die Medien" schließen sollte, oder wenn, dann bitte mit dem Zusatz, dass die Medien selbst ihn auch wegen seiner Lügengeschichten "abgeschossen" haben.

Claas Relotius, Auszeichnungen:

2012:
Schweizer Medienpreis für junge Journalisten
Zweiter Preis beim Nachwuchsjournalistenpreis "dpa news talent"
2013:
Österreichischer Zeitschriftenpreis
Deutscher Reporterpreis
2014:
CNN: Journalist of the Year
2015:
Deutscher Reporterpreis
2016:
Deutscher Reporterpreis
2017:
Liberty Award
European Press Prize
2018:
Deutscher Reporterpreis ("von beispielloser Leichtigkeit, Dichte und Relevanz, der nie offenlässt, auf welchen Quellen er basiert")
Katholischer Medienpreis (Kategorie Print)
Peter-Scholl-Latour-Preis der Ulrich-Wickert-Stiftung

Der Typ hat so seine Macken

Ja. Der Mann hat durch seine außerordentlich gute Schreibe geblendet, nicht nur den Spiegel, er hat auch für andere geschrieben, und zwar immer für Blätter, die als seriös gelten und deren Werke nicht weiter sachlich verifiziert werden, wenn sie irgendwo als Vorschlag für einen Preis eingereicht werden. Da geht man dann davon aus, dass diese Verifizierung schon vor der Veröffentlichung stattgefunden hat - insofern kann man diesen Jurys kaum einen Vorwurf machen. Was sie bewerten, ist die Oberfläche und das Thema.

Wenn Du eine Ahnung hast, wie auch die Leute im Journalismus normalerweise anfangen zu schreiben, und wieviel Hilfestellung die brauchen, bis sie einigermaßen veröffentlichungswürdig schreiben können, dann ist Dir der diesbezügliche Ausnahmecharakter des Herrn Relotius klar.
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

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Lila Einhorn
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Beitrag(#2167324) Verfasst am: 17.02.2019, 18:20    Titel: Antworten mit Zitat

Das Neusprech-Handbuch der ARD ist endlich geleakt worden:
https://netzpolitik.org/2019/wir-veroeffentlichen-das-framing-gutachten-der-ard/
Direkter Link: https://cdn.netzpolitik.org/wp-upload/2019/02/framing_gutachten_ard.pdf
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Beitrag(#2167761) Verfasst am: 20.02.2019, 22:49    Titel: Antworten mit Zitat

Lila Einhorn hat folgendes geschrieben:
Das Neusprech-Handbuch der ARD ist endlich geleakt worden:
https://netzpolitik.org/2019/wir-veroeffentlichen-das-framing-gutachten-der-ard/
Direkter Link: https://cdn.netzpolitik.org/wp-upload/2019/02/framing_gutachten_ard.pdf

Interessanter Link, danke.

"Wenn Sie Ihre Mitbürger dazu bringen wollen, den Mehrwert der ARD zu begreifen und sich hinter die Idee eines gemeinsamen, freien Rundfunks ARD zu stellen (...), muss Ihre Kommunikation immer in Form von moralischen Argumenten stattfinden."
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Wilson
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Beitrag(#2169043) Verfasst am: 04.03.2019, 23:50    Titel: Antworten mit Zitat

das ist doch der springer Welt kanal?

https://www.youtube.com/watch?v=HgiCQfJo9nk

STEUERZAHLER MUSS BLUTEN: Acht Prozent mehr Lohn für Landesbedienstete
Zitat:
Die rund eine Million Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder bekommen in diesem und den beiden kommenden Jahren acht Prozent mehr Lohn. (...) Bsirske sprach von einem der besten Abschlüsse mit den Ländern seit Jahren. Es sei ein guter Tag für die Beschäftigten gewesen und ein guter Tag für die Bürger, weil unter anderem Mitarbeiter in Krankenhäusern, Feuerwehren und Rettungsdienste mehr Geld bekämen. Mit dem Abschluss werde die Attraktivität des öffentlichen Dienstes weiter verbessert. Bsirske sprach von einer «spektakulären Attraktivitätsverbesserung» für manche Berufsgruppen, insbesondere in der Krankenpflege. Es sei «ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann».

wenn man genau hin sieht, ist das natürlich wie immer ein witz, das erreichte.

mal davon abgesehen...der steuerzahler muss bluten?
also am ende ein tadel an die vermeider, die millionenschweren?
oder ein aufruf zu weiterer privatisierung z.b. des gesundheitswesens?
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schtonk
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Beitrag(#2176972) Verfasst am: 04.05.2019, 00:01    Titel: Antworten mit Zitat

Der Chefredakteur der Beobachter News erhält am Tag der Pressefreiheit Morddrohungen mutmaßlich von Neonazis. Er ist nicht der Einzige, der bedroht wird.

Zitat:
Am 3. Mai, dem Tag der „Pressefreiheit“, gingen die Rechtsextremen jedoch noch einen Schritt weiter. Per E-Mail mit dem Betreff „die Denzinger-Mischpoke töten“ hat der Chefredakteur laut „Beobachter News“ eine Morddrohung erhalten, die an der Motivlage der Täter keine Zweifel aufkommen lässt.
...
In der Mail richtet sich ein „Anonymous“ direkt gegen seine Familie, die man der „Ausrottung anheimstellen“ werde. Denzinger werde „wegen feindlicher Agitation gegen das deutsche Volk“ zum Tod durch Verbrennen verurteilt.

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schtonk
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Beitrag(#2176973) Verfasst am: 04.05.2019, 00:03    Titel: Antworten mit Zitat

Tag der Pressefreiheit 03.05.2019
Wahrheit von Lüge unterscheiden


Zitat:
Journalist zu sein heißt, immer wieder den eigenen Überzeugungen – oder denen der Kollegenschar – misstrauisch gegenüber zu stehen und aus einer Gewissheit wieder eine Frage zu machen. Und ja, dabei keine Angst davor zu haben, Applaus von der falschen Seite zu bekommen.

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Wilson
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Beitrag(#2177231) Verfasst am: 06.05.2019, 12:11    Titel: Antworten mit Zitat

eben auf deutschlandfunk-sender:

erst ernsthafte diskussionen über die dringlichkeit und auch entsprechende sofort notwendigen veränderungen/verhaltensmodifikationen bezüglich des klimawandels mit dem aufzeigen von initiativen
wie
- z.b.„Klimanotstand“ in Konstanz
https://www.deutschlandfunk.de/ratsbeschluss-klimanotstand-in-konstanz.697.de.html?dram:article_id=447801

-oder Kontrovers gegen 10:00, nachzuhören ebenda
mobilität in den städten- klimafreundlich

führen,
- inclusive aussterben von tier-und pflanzenarten arten
Zitat:
Rund eine Million Tier- und Pflanzenarten sind nach einem UNO-Bericht vom Aussterben bedroht. Viele Tiere und Pflanzen könnten bereits in den kommenden Jahrzehnten verschwinden, heißt es in dem in Paris veröffentlichten Bericht zur weltweiten Artenvielfalt.

https://www.deutschlandfunk.de/die-nachrichten.1441.de.html


und direkt hinterher der verbrauchertipp für den urlaub:

Krank im Ausland
Gut krankenversichert im Urlaub

mit dem hinweis, dass man ja für ALLE urlaube im jahr gut versichert sein müsse usw.
https://www.deutschlandfunk.de/verbrauchertipp.734.de.html

was soll das denn?
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Lebensnebel
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Beitrag(#2179991) Verfasst am: 01.06.2019, 21:46    Titel: Antworten mit Zitat

https://blog.zeit.de/glashaus/2019/05/31/gastbeitrag-2017-taeuschung-verdacht/
Zitat:
Die beschriebenen Szenen eines im Frühjahr 2017 auf ZEIT ONLINE veröffentlichten Gastbeitrags sind wahrscheinlich weitgehend erfunden: Das Problem mit dem Penis, so der Titel des Beitrags, dreht sich um eine angebliche Aufklärungs-Sprechstunde mit Geflüchteten in einer deutschen Kleinstadt.
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