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Vom Crank zum Genie. Wann gab es das zuletzt?
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Yogosh
Leisetreter ...und Klugscheisser



Anmeldungsdatum: 19.03.2009
Beiträge: 2170
Wohnort: Berlin

Beitrag(#1680305) Verfasst am: 28.08.2011, 14:24    Titel: Vom Crank zum Genie. Wann gab es das zuletzt? Antworten mit Zitat

Mal eine historische Frage an alle, die eine oder mehrere Naturwissenschaften beruflich oder hobbymäßig intensiv verfolgen: Wann stellte sich das letzte mal ein zunächst als Crank Verlachter tatsächlich als ein visionäres Genie heraus?

Ich meine in etwa Folgendes:
Eine Theorie wird zunächst von der überwältigenden Mehrheitsmeinung in der entsprechenden Disziplin (nicht bloß der Öffentlichkeit und/oder der Kirche) abgelehnt, sondern darüber hinaus für kaum diskussionswürdig erachtet. Die akademische Reputation der Vertreter dieser Theorie leidet in erheblichem Maße. Aber letztendlich setzt sich die Theorie durch und landet in den Lehrbüchern.

Als nicht Naturwissenschaftler kenne ich nur die großen Paradigmenwechsel Geschichten und da wäre Alfred Wegener mit seiner Plattentektonik vielleicht das jüngste Beispiel.

Gibt es da weniger allgemein bekannte und jüngere Fälle?
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"If the King's English was good enough for Jesus Christ, it's good enough for the children of Texas!" - Miriam Amanda "Ma" Ferguson, Governor of Texas, als Begründung gegen Spanischunterricht
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Yogosh
Leisetreter ...und Klugscheisser



Anmeldungsdatum: 19.03.2009
Beiträge: 2170
Wohnort: Berlin

Beitrag(#1680322) Verfasst am: 28.08.2011, 14:56    Titel: Antworten mit Zitat

Negative Antworten von der Art 'Kenne keine, hätte ich aber im Bereich [Disziplin hier einsetzen] mitgekriegt' sind natürlich auch willkommen.
Das ist schließlich, was ich eigentlich gerne hören will.
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fwo
leider wieder manchmal da



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 21688
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#1680331) Verfasst am: 28.08.2011, 15:17    Titel: Antworten mit Zitat

Das hängt natürlich auch davon ab, auf welcher Ebene Du das ansiedeln willst - wnn Du nur die ganz großen "Wahrheiten" meinst, dürfte das natürlich selten sein - wenn Du allerdings die ganzen kleinen Königreiche der Spezialisten mit einbeziehst, ist auch die Geschichte der naturwissenschaften voll davon - allerdings kommt es dabei nie zur Starbildung, sondern die, die vorher als komische Außenseiter da standen, stehen nachher immer noch so da, auch wenn ihre Idee sich durchgesetzt hat, weil ehrliche Könige nicht so lange auf ihrem Thron säßen.

Etwas in der Art hatten wir doch gerade zum Thema Menschwerdung, an dessen Ursprung der User Edukirsch den Steineschmeißer gesetzt hatte, 1o Jahre, bevor das anscheinend allgemeiner Konsens war. Wenn Du heute in die Veröffentlichungen zu dem Thema siehst, findest Du Edukirsch inzwischen regelmäßig bei den zitierten, er wird dann als "unveröffentlicht" zitiert, Fakt ist, dass er mit seiner Außenseitermeinung keinen Verlag fand.

Und wenn Du es genau nimmst, ist es bei dem von dir bereits genannten Beispiel der Plattentektonik doch genauso: Das hat sich irgendwie heimlich durchgesetzt und es weiß kaum jemand von den Prügeln, die Wegener dafür bezogen hat.

fwo
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

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Mahone
registrierter User



Anmeldungsdatum: 22.12.2008
Beiträge: 842
Wohnort: Munich

Beitrag(#1680342) Verfasst am: 28.08.2011, 15:48    Titel: Antworten mit Zitat

Passt vielleicht nicht ganz auf deine Frage,
aber Kary Mullis kommt mir da in den Sinn:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kary_Mullis
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Jan
registrierter User



Anmeldungsdatum: 29.10.2004
Beiträge: 440

Beitrag(#1680345) Verfasst am: 28.08.2011, 16:06    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin neulich auf folgende Auflistung in einem blog gestoßen: crackpots who were right. Der Autor betreibt tatsächlich auch ein Archiv für (angeblich) wissenschaftliche Veröffentlichungen das jedem offen steht, für den Fall dass mal einer dabei ist der am Ende Recht hatte, aber vom Establishment heute nicht ernst genommen wird. (Der Autor ist aber offenbar selbst kein Crackpot-Kandidat!)
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Thyras
Stummer Mitleser



Anmeldungsdatum: 21.11.2007
Beiträge: 4

Beitrag(#1680360) Verfasst am: 28.08.2011, 17:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo.

Vielleicht kein "visionäres Genie", aber Barry Marshall musste H. pylori auch erst trinken bevor ihm jemand geglaubt hat, dass Bakterien im Magen überleben und dort sogar Krankheiten auslösen können. Und es geht mit Magengeschwüren ja immerhin um eine durchaus verbreitete Krankheit, die sich durch diese Erkenntnis viel besser therapieren lässt.

thyras
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step
registriert



Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 20756
Wohnort: Germering

Beitrag(#1680361) Verfasst am: 28.08.2011, 17:25    Titel: Antworten mit Zitat

die ersten Propheten einer Klimaerwärmung, insbesondere deren Folgen, wurden ziemlich verlacht.
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Was ist der Sinn des Lebens? - Keiner, aber Leere ist Fülle für den, der sie sieht.
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Waschmaschine777
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Anmeldungsdatum: 07.07.2008
Beiträge: 4007

Beitrag(#1680377) Verfasst am: 28.08.2011, 17:52    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe vor kurzem in einer Fernsehreportage gesehen, dass das Penicillin schon lange vor A. Flemming entdeckt wurde. Schon im 19 Jahrhundert gab es Mediziner, die es eingesetzt haben. In der Fachwelt stieß das aber auf totales Desinteresse.
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narziss
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Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 21939

Beitrag(#1680410) Verfasst am: 28.08.2011, 19:04    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
die ersten Propheten einer Klimaerwärmung, insbesondere deren Folgen, wurden ziemlich verlacht.
Ich würd aber erst abwarten, ob in Zukunft wirklich alle Horrorszenarien eintreten.
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Darwin Upheaval
Evo-Devo-Darwinist



Anmeldungsdatum: 23.01.2004
Beiträge: 5455
Wohnort: Tief im Süden

Beitrag(#1680523) Verfasst am: 28.08.2011, 21:38    Titel: Antworten mit Zitat

Der Norweger Kristian Birkeland postulierte im ausgehenden 19. Jh., dass Polarlichter von elektrisch geladenen Teilchen verursacht werden, die die Sonne kontinuierlich abstrahlt und die obere Atmosphäre zum Leuchten bringt. Mit seinen "Terrella-Experimenten" gelang es ihm, Polarlichter künstlich zu erzeugen. Er wurde nur verlacht, weil es niemand für möglich hielt, dass elektrisch geladene Teilchen die Sonnenoberfläche verlassen können. Erst 1959 gelang es, die Entstehung des überschallschnellen "Sonnenwindes" mithilfe einer magnetohydrodynamischen Theorie zu erklären und seine Existenz mithilfe von Raumsonden zu bestätigen.
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jagy
Herb Derpington III.



Anmeldungsdatum: 26.11.2006
Beiträge: 7275

Beitrag(#1680549) Verfasst am: 28.08.2011, 22:03    Titel: Antworten mit Zitat

puhhh, könnte das am Anfang der out-of-africa-Theorie vielleicht so gewesen sein? Die deutsche wiki hat über die Geschichte der Theorie natürlich nichts und auf die englische zu surfen war ich zu faul.

Kann mich jedenfalls aus der Schule noch daran erinnern, dass es damals einen Glaubenskrieg gab, bis hin zu gefälschten Funden in England, die beweisen sollte, dass der Mensch sich nicht in Afrika entwickelt hat.
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Steffen Rehm
registrierter User



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Beitrag(#1680561) Verfasst am: 28.08.2011, 22:36    Titel: Antworten mit Zitat

"Semmelweis-Effekt" wird das Phänomen genannt, wenn Innovationen zunächst von den Fachleuten heftig abgelehnt werden. Ignatz Phillip Semmelweis erkannte 1846 als Arzt in der Geburtshilfe, daß mangelhafte Hygiene die Ursache für das massenhafte Sterben der Mütter war. Er wurde von Kollegen deshalb stark angefeindet und verlor seinen Job, schrieb ein Buch über die Ursache des Kindsbettfiebers, das nicht beachtet wurde und wurde 1865 ohne Diagnose von Kollegen in eine Irrenanstalt eingewiesen, wo er zwei Wochen danach auf rätselhafte Weise 47- jährig starb.
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Yogosh
Leisetreter ...und Klugscheisser



Anmeldungsdatum: 19.03.2009
Beiträge: 2170
Wohnort: Berlin

Beitrag(#1680584) Verfasst am: 28.08.2011, 23:48    Titel: Antworten mit Zitat

Ugh ... die Geschichte mit Semmelweis hat ja alle Zutaten, die ausreichen würden, um ihm zum Schutzpatron der Cranks zu machen. Eine simple Idee, die zahllose Menschenleben rettet und dann noch ein potentieller Märtyrer. Vor allem, weil es eine medizinische Theorie war. Das wohl einzige Gebiet, in dem man sich nicht so einfach als Laie des Urteils enthalten kann.

Vielen Dank für all die Beispiele. Die ganz große revolutionäre Idee a la Kopernikus oder Galilei ist wohl, wenn man einfach mal frech extrapoliert, aus der Crank Ecke nicht mehr zu erwarten seit es die säkulare Wissenschaft gibt. Aber das Phänomen scheint ja doch vorzukommen.

Weiss jemand, ob solche Geschichten Einfluss auf den Review Prozess hatten?
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moecks
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Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 4530

Beitrag(#1680589) Verfasst am: 29.08.2011, 00:03    Titel: Antworten mit Zitat

Ich frage mich inwieweit der Begriff Crank bei vielen hier angebracht ist. Der gewöhnliche heutige Crank zeichnet sich ja dadurch aus das er meist völlig fachfremd ist.
Bei Personen wie Semmelweis war das aber nicht so. Der ist Arzt gewesen.
Auch Galilei war nicht fachfremd.
Die würde ich nun nicht als Cranks zählen.

Was auch interessant ist, ist die Tatsache wieviele völlig neue Ideen sich eher schnell durchgesetzt haben. Als Einstein mit seiner SRT kam, hat es nicht lange gedauert, bis seine Theorie anerkannt war. Obwohl sie doch recht revolutionär war.
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Mahone
registrierter User



Anmeldungsdatum: 22.12.2008
Beiträge: 842
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Beitrag(#1680638) Verfasst am: 29.08.2011, 02:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ein interessantes Beispiel,
dass diese Verquickung von Philosophie, Esotherik und Wissenschaft,
die ja bei vielen wirklichen Cranks zu finden ist,
und die auch bei vielen Leuten schon so einen automatischen Beissreflex auslöst,
weder fruchtlos noch Weltfremd sein muss,
ist dieser Peter Neubäcker, Erfinder der ziemlich revolutionären Musiksoftware Melodyne:

http://www.celemony.com/cms/index.php?id=interview_peter&L=1

Ich feier den Typ total, hat sowas von einem modernem Galileo.
Ich würde ihn aber auch nicht wirklich als Crank bezeichnen,
ich glaube das liegt stark an seiner starken, authentischen Bescheidenheit.
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fwo
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Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 21688
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#1680642) Verfasst am: 29.08.2011, 04:39    Titel: Antworten mit Zitat

Yogosh hat folgendes geschrieben:
....
Weiss jemand, ob solche Geschichten Einfluss auf den Review Prozess hatten?

Das wird heute natürlich erschwert, da Du im Zweifelsfall die Möglichkeit hast, über das Internet zu veröffentlichen.

Beim althergebrachten Weg in Fachzeitschriften ist es natürlich so, dass da Leute aus dem Establishment sitzen, die um es positiv auszudrücken, Veröffentlichungen gegen den Mainstream xmal mehr abgesichert haben wollten als solche mittendrin. Man kann es auch anders formulieren: Du kannst nicht etwas Neues in die Welt stellen, ohne damit gleichzeitig irgendetwas altes zu Mist zu erklären. Wenn auf diesem Mist aber einflussreiche Köpfe sitzen, ist das erfolgreiche Kaltstellen des Neuen eine ganz normal menschliche Reaktion und Intrigen sind an der Tagesordnung. Und hinter konkurrierenden Fachzeitschriften stehen im Zweifelsfall auch konkurrierende bis verfeindete Gruppen.

Ein schönes Beispiel (zwar andersherum und nicht aus den Naturwissenschaften) ging doch vor kurzem beim Fall unseres gegelten Ex-Obersoldaten durch die Presse: Das Plagiat war einem dortmunder? Doktoranden bereits 1 Jahr vorher aufgefallen und sein Dr-Vater riet ihm ab, das an irgendeine Glocke zu hängen, bevor er nicht selbst seinen Dr gemacht und weitere wissenschaftliche Ehren gesammelt hätte, weil er damit seine eigenen Karriere zerstören könne. Der Dr-Vater selbst hielt auch die Klappe.

Nun spielt nicht überall die große Politik so eine große Rolle, aber Naturwissenschaftler sind keine prinzipiell anderen Menschen. Ich habe mal einen Projektleiter erlebt, der von seiner Arbeitsgruppe gezwungen wurde, etwas zu veröffentlichen, das bis dahin offiziell nur von dieser Arbeitsgruppe gefunden worden war. Ich fand das schon eindrucksvoll, wie der sich gesträubt hat, mit Sätzen wie "Wenn man was gefunden hat, was nicht schon vorher bekannt war, sollte man die Finger davon lassen" usw.. Und hinter den Aussagen, um die es ging, stand die Auswertung von 2 Mannjahren und ein paar hundert Beobachtungen in seiner Gruppe. Was ihn schließlich bewogen hat, die Sache zu veröffentlichen - wenn Du nicht selbst eine der Reviewer bist, kann bereits das Einreichen einem Spießrutenlaufen gleichen - war nicht das Vertrauen in die eigene Arbeitsgruppe oder den fachlichen Disput - da hatte er ja nichts mehr gegenzusetzen - sondern die telefonische Auskunft eines Freundes, er hätte sowas ähnliches auch schon mal gesehen - eine Beobachtung eines Freundes. Das gab ihm dann die Sicherheit, vor den "Peers" nicht alleine zu sein.

fwo
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Höhlenbär
saisonaler Einzelgänger



Anmeldungsdatum: 04.03.2007
Beiträge: 122

Beitrag(#1680675) Verfasst am: 29.08.2011, 10:25    Titel: Antworten mit Zitat

Wissenschaftlicher Fortschritt besteht darin, daß die Vertreter der alten Theorien aussterben und der Nachwuchst die neuen Theorien für selbstverständlich hält

Vermutlich kann mir hier jemand helfen. Ich habe den genauen Wortlaut dieses sinngemässen Zitats vergessen und kann deswegen auch nicht mehr ergoogeln, von wem es stammt. Vielleicht von T. Kuhn selbst?
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Macht ist geil. Humor ist Pflicht. Skepsis ist eine Tugend.
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esme
lebt ohne schützende Gänsefüßchen.



Anmeldungsdatum: 12.06.2005
Beiträge: 5667

Beitrag(#1680738) Verfasst am: 29.08.2011, 15:09    Titel: Antworten mit Zitat

Vorkommnisse wie bei Semmelweis gibt es auch später noch genug, nur dass sie zunehmend milder (für die "Cranks", nicht für die Opfer der anderen Ärzte) ausfallen:

Alice Stewart hat in den 50er Jahren in einer Studie nachgewiesen, dass ein einmaliges Röntgen in der Schwangerschaft den Fötus die Wahrscheinlichkeit für Krebs in der Kindheit verdoppelt.
Sie wurde von den Kollegen als senil bezeichnet und Röntgen als Standarduntersuchung in der Schwangerschaft wurde in den USA schon 25 Jahre später gestrichen.

Marina Marcovich war in Wien in den 80ern und 90ern eine Vorreiterin der "sanften" Behandlung von Frühgeborenen (die Wichtigkeit von Körperkontakt ist inzwischen ja allgemein anerkannt). Die Sterberate bei ihr war deutlich niedriger als woanders, sie wurde aber Mitte der 90er suspendiert und wegen Tötung von Neugeborenen angeklagt. Das Verfahren wurde dann später eingestellt.
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Da hat sich die Kirche beim Rückzugsgefecht noch einmal grandios verstolpert und jetzt wollen sie auch noch Haltungsnoten für die argumentative Brez'n, die sie da gerissen haben.
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Shadaik
evolviert



Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 26309
Wohnort: MG

Beitrag(#1680746) Verfasst am: 29.08.2011, 15:33    Titel: Antworten mit Zitat

narziss hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
die ersten Propheten einer Klimaerwärmung, insbesondere deren Folgen, wurden ziemlich verlacht.
Ich würd aber erst abwarten, ob in Zukunft wirklich alle Horrorszenarien eintreten.
Darum geht es nicht, sondenr darum, OB es eine Klimaerwärmung gibt.

Ich trage mal eben Noam Chomsky bei, dessen These von der Universalgrammatik anfangs als absurd galt, dann Anhänger gefunden hat (mittlerweile allerdings wieder als veraltet gilt).
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Marcellinus
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Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 6124

Beitrag(#1680749) Verfasst am: 29.08.2011, 15:42    Titel: Antworten mit Zitat

Höhlenbär hat folgendes geschrieben:
Wissenschaftlicher Fortschritt besteht darin, daß die Vertreter der alten Theorien aussterben und der Nachwuchst die neuen Theorien für selbstverständlich hält

Vermutlich kann mir hier jemand helfen. Ich habe den genauen Wortlaut dieses sinngemässen Zitats vergessen und kann deswegen auch nicht mehr ergoogeln, von wem es stammt. Vielleicht von T. Kuhn selbst?

Meintest du das: "Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, daß ihre Gegner überzeugt werden und sich als bekehrt erklären, sondern vielmehr dadurch, daß die Gegner allmählich aussterben und daß die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht ist." (Max Planck, zitiert nach Th. S. Kuhn, Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen, suhrkamp 1967, S. 162)
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es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."

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Höhlenbär
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Anmeldungsdatum: 04.03.2007
Beiträge: 122

Beitrag(#1680770) Verfasst am: 29.08.2011, 16:21    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Höhlenbär hat folgendes geschrieben:
Wissenschaftlicher Fortschritt besteht darin, daß die Vertreter der alten Theorien aussterben und der Nachwuchst die neuen Theorien für selbstverständlich hält

Vermutlich kann mir hier jemand helfen. Ich habe den genauen Wortlaut dieses sinngemässen Zitats vergessen und kann deswegen auch nicht mehr ergoogeln, von wem es stammt. Vielleicht von T. Kuhn selbst?

Meintest du das: "Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, daß ihre Gegner überzeugt werden und sich als bekehrt erklären, sondern vielmehr dadurch, daß die Gegner allmählich aussterben und daß die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht ist." (Max Planck, zitiert nach Th. S. Kuhn, Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen, suhrkamp 1967, S. 162)


Genau! Danke
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Shadaik
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 26309
Wohnort: MG

Beitrag(#1681079) Verfasst am: 30.08.2011, 11:35    Titel: Antworten mit Zitat

Was mir grade noch einfällt sind die Proponenten der "Steady State Economy" (Wirtschaftssysteme ohne Wachstumszwang), die sich grade in einer Art Übergangsphase von Cranks zu gleichberechtigten Diskursteilnehmern befinden, über die Jahrzehnte aber immer mal wieder von einem zum anderen Bereich gewechselt sind.
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oberflächlich



Anmeldungsdatum: 22.07.2003
Beiträge: 14425
Wohnort: Arena of Air

Beitrag(#1694216) Verfasst am: 06.10.2011, 02:12    Titel: Re: Vom Crank zum Genie. Wann gab es das zuletzt? Antworten mit Zitat

Yogosh hat folgendes geschrieben:
Ich meine in etwa Folgendes:
Eine Theorie wird zunächst von der überwältigenden Mehrheitsmeinung in der entsprechenden Disziplin (nicht bloß der Öffentlichkeit und/oder der Kirche) abgelehnt, sondern darüber hinaus für kaum diskussionswürdig erachtet. Die akademische Reputation der Vertreter dieser Theorie leidet in erheblichem Maße. Aber letztendlich setzt sich die Theorie durch und landet in den Lehrbüchern.

Als nicht Naturwissenschaftler kenne ich nur die großen Paradigmenwechsel Geschichten und da wäre Alfred Wegener mit seiner Plattentektonik vielleicht das jüngste Beispiel.

Gibt es da weniger allgemein bekannte und jüngere Fälle?


Aus aktuellem Anlaß: Eigentümlicherweise wurden durchaus schon einmal Personen mit einem Nobelpreis ausgezeichnet, die Phänomene entdeckt oder Methoden entwickelt haben, für die sie zu ihrer Zeit verlacht und angegriffen wurden:

Ein Beispiel aus der Vergangenheit: Werner Forßmann (Medizin 1956) wird als der Erfinder des Herzkatheters angeführt. Er hatte sich 1929 im Selbstversuch einen Schlauch bis ins Herz vorgeschoben und dies röntgenologisch dokumentiert, nachdem Versuche an Patienten verweigert worden waren. Ihm wurde nicht nur vorgeworfen, ein Plagiat begangen zu haben, sondern Ferdinand Sauerbruch, damals einer der bedeutendsten Chirurgen, warf ihm zunächst vor, daß die Katheterisierung ein Zirkuskunststück sei, das an einer "anständigen deutschen Klinik" nichts zu suchen habe. (Link)(*).

In diesem Jahr wird der Chemiker Daniel Shechtman für die Entdeckung der sogenannten quasi(periodischen) Kristalle ausgezeichnet, die eine strukturelle Eigenschaft aufweisen, die dem "klassischen" Verständnis der Festkörpertheorie widersprach. Shechtman selbst berichtete im Interview davon, man habe ihn dafür zunächst nicht ernst genommen, Kollegen hätten ihn durchaus ausgelacht oder sogar gemobbt (weil Manche jemanden nicht als Kollegen haben wollten, der etwas dermaßen "Abwegiges" behauptete), bevor dann jemand mal angefangen habe, seine Daten zu überprüfen. Und ja, das war wohl ein Paradigmenwechsel.

(Der Umkehrschluß gilt übrigens nicht: Nicht alles, was mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wird, ist im Nachhinein so richtig würdig -- und nicht Jeder, der den Preis erhält, gibt nur Profundes von sich.)

_________________
* Etliche Menschen, die in ihrer Jugend dem Zeitgeist weit voraus sind, werden später übrigens selbst konservativ bis starrsinnig: Bezeichnenderweise bezog Forßmann später in einer ziemlichen Minderheitenmeinung vehement Stellung gegen die "Transplantation unpaarer Organe", vor allem gegen Herz- und Lebertransplantationen.
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Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

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Woici
ist vollkommen humorlos



Anmeldungsdatum: 16.07.2003
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Wohnort: Em Schwobaländle

Beitrag(#1694248) Verfasst am: 06.10.2011, 10:38    Titel: Antworten mit Zitat

Darwin Upheaval hat folgendes geschrieben:
Der Norweger Kristian Birkeland postulierte im ausgehenden 19. Jh., dass Polarlichter von elektrisch geladenen Teilchen verursacht werden, die die Sonne kontinuierlich abstrahlt und die obere Atmosphäre zum Leuchten bringt. Mit seinen "Terrella-Experimenten" gelang es ihm, Polarlichter künstlich zu erzeugen. Er wurde nur verlacht, weil es niemand für möglich hielt, dass elektrisch geladene Teilchen die Sonnenoberfläche verlassen können. Erst 1959 gelang es, die Entstehung des überschallschnellen "Sonnenwindes" mithilfe einer magnetohydrodynamischen Theorie zu erklären und seine Existenz mithilfe von Raumsonden zu bestätigen.


kam erst kürzlich in terra x
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eigentlich bin ich ein ganz netter... und wenn ich freunde hätte, könnten die das auch bestätigen.
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Bernd Jaguste
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Anmeldungsdatum: 11.01.2006
Beiträge: 272

Beitrag(#1694676) Verfasst am: 07.10.2011, 20:01    Titel: Antworten mit Zitat

"Vom Crank zum Genie. Wann gab es das zuletzt?"
Ich verstehe die Frage nicht. Geht es denn auch anders? Ihr kennt doch sicherlich die 3 Phasen einer revolutionären Idee. Erst wird sie verlacht, danach wird sie bekämpft und zum Schluss ist sie selbstverständlich. Kolumbus, Galilei, Darwin oder den 3 neuesten Friedensnobelpreisträgerinnen ging es auf jeden Fall so. Und da gibt es noch unendlich viele weitere Cranks. Doch heute nennt die keiner mehr Crank, sondern sind ihre Ideen Selbstverständlichkeit geworden. Fazit: Wenn niemand Deine Idee verlacht und danach bekämpft, dann war es vielleicht eine gute Idee, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit keine revolutionäre Idee.

Abschließend bleibt noch die Frage: Was ist ein Genie. Dieter Nuhr hat ein ganzes Buch zu diesem Thema geschrieben, bzw. zu der Frage, was ist Intelligenz. Und natürlich ist er zu keinem Ergebnis gekommen. Lesenswert ist das Buch trotzdem.

Na denne, ein schönes Wochenende wünscht
Bernd Jaguste
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brf
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Anmeldungsdatum: 25.05.2010
Beiträge: 366

Beitrag(#1695085) Verfasst am: 09.10.2011, 03:55    Titel: Antworten mit Zitat

Der aktuelle Nobelpreisträger in Chemie Shechtman
http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/chemistry/
http://www.fr-online.de/wissenschaft/chemie-nobelpreis-2011-fuenf-gewinnt,1472788,10970000.html
http://www.fr-online.de/wissenschaft/metallphysiker--lueck--es-gab-viele-zweifler-,1472788,10970016.html
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Pyrion
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Anmeldungsdatum: 11.06.2008
Beiträge: 58

Beitrag(#1697493) Verfasst am: 18.10.2011, 14:14    Titel: Antworten mit Zitat

Aktueller Crank, der vielleicht mal als Genie gefeiert wird (wenn seine Erfindung weiterhin erfolgreich getestet wird) ist Andrea Rossi, Stichwort e-cat (kalte Fusion, LENR). Ich verfolge das Drama um Rossi seit einiger Zeit. Am 28. Oktober gibt's eine große Vorführung mit vielen Wissenschaftlern und Reportern, dann werden wir sehen ob er Crank bleibt oder Genie wird Smilie.
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Alchemist
Luminous beings are we, not this crude matter.



Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 21255
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#1697495) Verfasst am: 18.10.2011, 14:22    Titel: Antworten mit Zitat

Pyrion hat folgendes geschrieben:
Aktueller Crank, der vielleicht mal als Genie gefeiert wird (wenn seine Erfindung weiterhin erfolgreich getestet wird) ist Andrea Rossi, Stichwort e-cat (kalte Fusion, LENR). Ich verfolge das Drama um Rossi seit einiger Zeit. Am 28. Oktober gibt's eine große Vorführung mit vielen Wissenschaftlern und Reportern, dann werden wir sehen ob er Crank bleibt oder Genie wird Smilie.


Mann, da will man sich mal drüber informieren und gerät im Netz nur an die typischen Idiotenseiten! Mit den Augen rollen
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fwo
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Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 21688
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#1697498) Verfasst am: 18.10.2011, 14:28    Titel: Antworten mit Zitat

Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:
"Vom Crank zum Genie. Wann gab es das zuletzt?"
Ich verstehe die Frage nicht. Geht es denn auch anders? ...

Natürlich geht es anders. Nimm die "Wunderkinder", die die in sie gesetzten Erwartungen auch erfüllen - Beispiele, auf die wir uns in Deutschland etwas einbilden, sind z.B. Gottfried Wilhelm Leibniz und Carl Friedrich Gauß.

fwo
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

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Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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moecks
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Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 4530

Beitrag(#1697530) Verfasst am: 18.10.2011, 16:34    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:
Pyrion hat folgendes geschrieben:
Aktueller Crank, der vielleicht mal als Genie gefeiert wird (wenn seine Erfindung weiterhin erfolgreich getestet wird) ist Andrea Rossi, Stichwort e-cat (kalte Fusion, LENR). Ich verfolge das Drama um Rossi seit einiger Zeit. Am 28. Oktober gibt's eine große Vorführung mit vielen Wissenschaftlern und Reportern, dann werden wir sehen ob er Crank bleibt oder Genie wird Smilie.


Mann, da will man sich mal drüber informieren und gerät im Netz nur an die typischen Idiotenseiten! Mit den Augen rollen

Über den haben wir hier auch schonmal gesprochen. Vielleicht hilft dir das hier weiter.

http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?t=31874
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