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Kann Kultur verdummen?
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Marcellinus
Outsider



Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 7428

Beitrag(#2039096) Verfasst am: 11.01.2016, 19:37    Titel: Antworten mit Zitat

P.S.: Eine wichtige "Herrschaftsideologie" hast du übrigens vergessen: den Marxismus und seine Derivate. zwinkern
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"Mangel an historischem Sinn ist der Erbfehler aller Philosophen ... Alles aber ist geworden;
es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."

Friedrich Nietzsche
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Arno Gebauer
registrierter User



Anmeldungsdatum: 30.01.2005
Beiträge: 682

Beitrag(#2039124) Verfasst am: 11.01.2016, 22:53    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Tag, beachbernie,

Du schreibst:

"Wobei die jeweiligen "Propheten" nicht alles so gesagt und gemacht haben muessen wie es z.T. Jahrzehnte nach ihrem Ableben aufgeschrieben worden ist."

Für die Enttarnung dieser blödsinnigen Prophezeiungen ist doch nur wichtig, dass diese für alle Ewigkeit
als die alleinige Wahrheit festgeschrieben wurden.

Die Prophezeiungen wurden und werden ständig umgedeutet, um sie der Wissenzunahme anpassen
zu können, was immer schwieriger wird.
Letztlich landen aber alle Prophezeiungen als Murks im Müll.

Viele Grüße
Arno Gebauer
_________________
Trennung von Staat und Kirche !
Die geistigen Brandstifter des Holocausts waren die Kirchen! Sie haben viele Jahrhunderte lang gegen die Juden gehetzt!
Nie mehr Zeit und Geld für reiche Kirchen!!!!
Keine Kinder mehr in Kirchenhände!
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Ahriman
boshafter Spötter



Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 17428
Wohnort: 89250 Senden

Beitrag(#2039148) Verfasst am: 12.01.2016, 02:57    Titel: Antworten mit Zitat

Arno hat folgendes geschrieben:
Letztlich landen aber alle Prophezeiungen als Murks im Müll.

Es sei denn, sie sind so formuliert, daß man sie immer wieder passend exegesieren kann. Dann werden sie immer erneut ausgekramt. Wie das Zeug vom Nostradamus oder das wirre Geschwafel in der Offenbarung des Herrn Johannes. Da findet man dauernd was, das paßt.
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Skeptiker
"I can't breathe!"



Anmeldungsdatum: 14.01.2005
Beiträge: 15386
Wohnort: 129 Goosebumpsville

Beitrag(#2039158) Verfasst am: 12.01.2016, 07:57    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Der Glaube an andere Herrschaftsideologien (Biologismen, Neoliberalismus, Esoterik, antiwissenschaftliche Ideologien, etc.) nimmt im selben Maße zu, wie religiöse Herrschaftsideologien in ihrer Bedeutung abnehmen.


Hast du für diese Behauptung (von der Schwammigkeit des Begriffs "Herrschaftsideologien" mal abgesehen) irgendeinen belastbaren Beweis?


Marcellinus hat folgendes geschrieben:
P.S.: Eine wichtige "Herrschaftsideologie" hast du übrigens vergessen: den Marxismus und seine Derivate. zwinkern


Du meinst, die Atheisten wenden sich scharenweise der *marxistischen Herrschaftsideologie* zu? Das ist mir irgendwie entgangen, ehrlich gesagt. Sehr glücklich

Nein, wissenschaftliche Gesellschaftsanalyse ist leider nicht die Konsequenz der Kirchenflüchter. Das wäre sicherlich zu begrüßen, nur erfordert das auch einiges an Arbeit und Anstrengung. Denn Theorie fällt nicht einfach so vom Himmel.

Ideologie dient eigentlich immer der Umdefinition und Verschleierung von Herrschaft, will sagen von Klassenherrschaft. Mir ist nicht bekannt, dass dies ein Merkmal des Marxismus wäre, Klassenherrschaft zuzudecken. Auch ist Ideologiekritik ein wichtiger Bestandteil der Marx'schen Arbeit. Aber du kannst ja nicht alles wissen, Marcellinus.

Ich habe ja schon mal in diesem Forum mehrfach auf solche Autoren wie Peter Kratz hingewiesen. Jutta Dithfurth betreibt ähnliche Kritik am Irrationalisus, wenn auch in weniger wissenschaftlicher Weise.

Die westliche Welt erlebt schon seit einiger Zeit einen Esoterik-Boom, der sich nicht nur im Bücherverkauf entsprechender *Literatur* niederschlägt, sondern auch im Alltagsdenken. Auch unter Managern, so liest man, sind spiritueller Denkweisen mächtig im Kommen.

Esoterik lässt sich zum Teil auch dem *New Age* zuordnen und der hat es in sich:

Zitat:
Die Argumentationsfigur des New Age ist identisch mit der der völkischen Bewegung in der Krisenzeit des letzten Viertels des neunzehnten Jahrhunderts. Einer der Urväter der deutschen völkischen Bewegung, der von den Nazis posthum als Vordenker adoptiert wurde, sei hier beispielhaft angeführt: Paul de Lagarde. Er tat in der Blütezeit der Industrialisierung nichts anderes als die heutigen New Ager: den vom Hochkapitalismus verursachten vermeintlichen "Niedergang der Kultur" zu beklagen und die - damals allerdings so benannte - "arische" Respiritualisierung als Lösung anzubieten. (...)

Gemeinsam aus denselben Quellen schöpfen

Im New Age und in der historischen wie "neurechten" faschistischen Ideologie begegnen uns ständig dieselben Denker als Quellenbezug.
Die "Neue Rechte" aktualisiert nur die alten Arbeiten Lagardes oder Chamberlains auf die Situation am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts hin. Ihre geistige Traditionslinie ist identisch mit der der völkischen und faschistischen Bewegung: Zum einen wird aus der asiatischen, vor allem der indischen, Philosophie und Religiösität geschöpft, die uns ebenso in Capras "Tao der Physik" oder "Wendezeit", in Erich Fromms "Haben oder Sein" oder bei Externstein-Meditierern begegnet und die bereits in der Romantik (Schlegel) und bei Lagarde, Chamberlain, Hauer sowie zahlreichen völkischen Ideologen bis in die dreißiger Jahre auftaucht. Auch an die bekannte "Tibet-Connection" in Himmlers SS sei erinnert. Zum andern wird bei diesen Ideologen vor allem auf die Geschichte der europäischen "Ketzer" als die Geschichte der eigenen ureuropäischen Weltanschauung zurückgegriffen, die gegen die angeblich fremde "vorderasiatisch-semitische" des Juden-Christentums gestellt wird.


Peter Kratz in: http://www.bifff-berlin.de/NA0.htm

Schüsse ins Gehirn

Ein Fünftel aller Buchneuerscheinungen in der Bundesrepublik befaßt sich mit esoterischen Fragen, »Geistheiler« flankieren die »Gesundheitsreform«, weltweit verbreiten neoliberale Politiker (fast) aller Couleur »neoliberale« Mythen und Legenden
(...)

Manfred Buhr eröffnet mit einem Beitrag unter dem Titel »Der Mut zur Vernunft«. Er verweist darauf, daß der europäischen Philosophie der Begriff einer denkenden, aktiven Vernunft seit ihren Anfängen in der Antike immanent ist. Immer wieder habe es – wie in der Gegenwart – Situationen gegeben, »in denen der unendliche Emanzipationsprozeß der Menschheit zurückgenommen werden sollte.« Der Autor hebt hervor, daß es sich bei der Vernunft weder um eine Substanz noch um eine Fiktion, sondern um ein »gemeinsames Instrumentarium der Verständigung, Überlegung und Beratung« handele, um eine »bestimmte Betrachtungsperspektive«, nämlich die der Gleichheit.

Erzwungen werde der Gedanke der Vernunft in theoretischer Hinsicht durch die geschichtliche Erfahrung der Relativität der Kulturen. Er markiere zugleich die Grenzen der bürgerlichen Gesellschaft.

Erich Hahn betont in »Zur Aktualität der Irrationalismus-Kritik von Georg Lukács«, daß für Lukács »die Beziehung zwischen der Vernunft als Begriff und der objektiven Realität« entscheidend gewesen sei. Die Vernunft in der Geschichte sei das geistige Fundament seiner Auseinandersetzung mit irrationalistischen Erscheinungen gewesen. So unterstreiche er »das Moment des Irrealen einer von Irrationalismus geprägten Politik«.

Hahn nennt Postmoderne, Esoterik, die Massenmedien und Fundamentalismen als markante Beispiele von »Motiven« des Irrationalismus. Ähnlich analysiert auch Hans-Günter Eschke in seinem Beitrag Postmoderne und Neoliberalismus. Über »›Schüsse ins Gehirn‹ – alte und neue Schlagwörter in unserer Zeit« schreibt Manfred Weißbecker. Er zeigt u. a., daß auf einst gängige Losungen wie »Eigentum verpflichtet« heute verzichtet wird und statt dessen Formeln wie das »Recht des Stärkeren« wiederbelebt werden. Abschließend setzt sich Jane Zahn mit dem »(Ir-)Rationalem an der Musik« auseinander.


Über die in gut sortierten wissenschaftlichen Bibliotheken erhältliche Ausgabe 06/04 der „Marxistischen Blätter“


Die Religion diente ja nie einfach nur dem Nachdenken über ein *Jenseits* und auch nicht - wie fwo mutmaßt - dem Zusammenhalt der *Gemeinschaft*. Sondern Religion war immer schon eine Stütze der äußerst diesseitigen Klassenherrschaft seit es Religion gibt, ob mit oder ohne *Götter*.

Wenn nun die Bedeutung herkömmlicher Religionen abnimmt, dann bedeutet das nicht, dass Herrschaftsideologien an sich verschwinden. Sondern konkret stellen wir fest, dass nur andere, *passendere* Ideologien an deren Stelle treten. Und das lässt sich auch nachweisen.

Sarrazin & co. sind über solche Gestalten wie z.B. Baberowski längst in die Universitäten eingedrungen und neoliberalistische Ideologien sowieso.

Und das Spektrum dieser Herrschaftsdenkweisen ist in der Tat ziemlich bunt. Aber der gemeinsame Bezug sind eben die herrschenden Verhältnisse. Auch das lässt sich zeigen ...-
_________________
°
"Ich verwarne Ihnen!" (Schiri)
"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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Marcellinus
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Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 7428

Beitrag(#2039195) Verfasst am: 12.01.2016, 11:16    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:

Ideologie dient eigentlich immer der Umdefinition und Verschleierung von Herrschaft, will sagen von Klassenherrschaft. Mir ist nicht bekannt, dass dies ein Merkmal des Marxismus wäre, Klassenherrschaft zuzudecken. Auch ist Ideologiekritik ein wichtiger Bestandteil der Marx'schen Arbeit. Aber du kannst ja nicht alles wissen, Marcellinus.


Ja, Ideologie dient oft der Rechtfertigung oder Verschleierung von Herrschaft, aber nicht jede Herrschaft ist Klassenherrschaft. So war sicher auch Ideologiekritik Bestandteil der Marx'schen Arbeit, nur eben nicht die Kritik der eigenen Ideologie (was vielleicht auch ein bißchen viel verlangt wäre).

Und nein, ich kann nicht alles wissen, aber manches kann selbst ich nicht übersehen, zB daß eine Gesellschaftsanalyse, die mit Recht das Attribut "wissenschaftlich" verdiente, mit den verschiedenen Marxismen jedenfalls nicht vorliegt. Wobei "wissenschaftlich" hier im Sinne theoretisch-empirischer Wissenschaften wie Physik oder Biologie verstanden wird, nicht im Sinne von "wird an einer Universität betrieben". zwinkern
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sehr gut
im Hamsterrad



Anmeldungsdatum: 05.08.2007
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Beitrag(#2039219) Verfasst am: 12.01.2016, 12:24    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Wenn nun die Bedeutung herkömmlicher Religionen abnimmt, dann bedeutet das nicht, dass Herrschaftsideologien an sich verschwinden. Sondern konkret stellen wir fest, dass nur andere, *passendere* Ideologien an deren Stelle treten.

Ja - ein Machtvakuum gibt es nicht über längere Zeit, solange ein Raum dafür da ist wird er gefüllt.

Erst wenn der Mensch selbst die Macht sein würde wär kein Raum mehr dafür da. Ein ohnmachtiger Mensch aber wird für diverse Machtstrukturen von Aussen prinzipiell kompatibel sein.
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Anmeldungsdatum: 09.06.2010
Beiträge: 8557

Beitrag(#2039389) Verfasst am: 13.01.2016, 12:53    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
... Und nein, ich kann nicht alles wissen, aber manches kann selbst ich nicht übersehen, zB daß eine Gesellschaftsanalyse, die mit Recht das Attribut "wissenschaftlich" verdiente, mit den verschiedenen Marxismen jedenfalls nicht vorliegt. Wobei "wissenschaftlich" hier im Sinne theoretisch-empirischer Wissenschaften wie Physik oder Biologie verstanden wird, nicht im Sinne von "wird an einer Universität betrieben". zwinkern

Der beständige und dabei wenig zutreffende Vorwurf der "harten" Wissenschaften ggü. den "weichen", wie bspw. auch Soziologie, Pädagogik, etc.
zwinkern
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Marcellinus
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Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 7428

Beitrag(#2039390) Verfasst am: 13.01.2016, 12:56    Titel: Antworten mit Zitat

Defätist hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
... Und nein, ich kann nicht alles wissen, aber manches kann selbst ich nicht übersehen, zB daß eine Gesellschaftsanalyse, die mit Recht das Attribut "wissenschaftlich" verdiente, mit den verschiedenen Marxismen jedenfalls nicht vorliegt. Wobei "wissenschaftlich" hier im Sinne theoretisch-empirischer Wissenschaften wie Physik oder Biologie verstanden wird, nicht im Sinne von "wird an einer Universität betrieben". zwinkern

Der beständige und dabei wenig zutreffende Vorwurf der "harten" Wissenschaften ggü. den "weichen", wie bspw. auch Soziologie, Pädagogik, etc.
zwinkern

Wenn man ehrlich ist, trifft der Vorwurf leider zu.

P.S.: Wobei besonders Teile der Physik gerade auf dem Weg von der "harten" Wissenschaft weg, und zur Esoterik hin sind. Lachen
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Anmeldungsdatum: 09.06.2010
Beiträge: 8557

Beitrag(#2039393) Verfasst am: 13.01.2016, 13:02    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Defätist hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
... Und nein, ich kann nicht alles wissen, aber manches kann selbst ich nicht übersehen, zB daß eine Gesellschaftsanalyse, die mit Recht das Attribut "wissenschaftlich" verdiente, mit den verschiedenen Marxismen jedenfalls nicht vorliegt. Wobei "wissenschaftlich" hier im Sinne theoretisch-empirischer Wissenschaften wie Physik oder Biologie verstanden wird, nicht im Sinne von "wird an einer Universität betrieben". zwinkern

Der beständige und dabei wenig zutreffende Vorwurf der "harten" Wissenschaften ggü. den "weichen", wie bspw. auch Soziologie, Pädagogik, etc.
zwinkern

Wenn man ehrlich ist, trifft der Vorwurf leider zu.

P.S.: Wobei besonders Teile der Physik gerade auf dem Weg von der "harten" Wissenschaft weg, und zur Esoterik hin sind. Lachen

Wir sind doch alle auf dem Weg irgend wohin:
http://www.scilogs.de/chrono/gallery/12/Emergenzebenen.JPG
Cool
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Marcellinus
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Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 7428

Beitrag(#2039395) Verfasst am: 13.01.2016, 13:19    Titel: Antworten mit Zitat

Defätist hat folgendes geschrieben:

Wir sind doch alle auf dem Weg irgend wohin:
http://www.scilogs.de/chrono/gallery/12/Emergenzebenen.JPG
Cool

Sorry, nicht persönlich gemeint, aber was soll der Blödsinn? zwinkern Vollmer, ist das der mit der "evolutionären Erkenntnistheorie"?
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Defätist
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Anmeldungsdatum: 09.06.2010
Beiträge: 8557

Beitrag(#2039403) Verfasst am: 13.01.2016, 13:58    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Defätist hat folgendes geschrieben:

Wir sind doch alle auf dem Weg irgend wohin:
http://www.scilogs.de/chrono/gallery/12/Emergenzebenen.JPG
Cool

Sorry, nicht persönlich gemeint, aber was soll der Blödsinn? zwinkern Vollmer, ist das der mit der "evolutionären Erkenntnistheorie"?

Das Konzept ist doch nicht neu: https://de.wikipedia.org/wiki/Emergenz#Emergenz_als_disziplin.C3.BCbergreifendes_Konzept

Jedenfalls wird trotz immer umfangreicherer die Erkenntnisse in den "harten" Wissenschaften klar, dass sie das Gesamtbild nicht abzudecken in der Lage sind, weil auch die dadurch nicht abdeckbaren Zwischenbereiche immer umfangreicher werden. Also muss man für diese Zwischen- und Teilbereiche mit den, der "harten" W. am nächsten kommenden wissenschaftlichen Methoden, auch die nicht exakt quantifizierbaren Zwischenbereiche erforschen.
So die Vorstellung der Verfechter dieser Theorie.

Dass es da zu Diskrepanzen bezgl. der Anschauung von wissenschaftl. Arbeit und des elitären Anspruchs der "harten" W. als "einzig wahre Wissenschaften" (TM) kommen kann, ist nur zu normal.

Das Problem ist eher, welcher Betrachtung man den Vorzug gibt und insofern auch, ob der Vorwurf an die weichen Wissenschaften tatsächlich zutreffend oder eben unzutreffend ist. Man kann es da auch wie Mayr halten und sich von allem das Beste rauspicken.
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Marcellinus
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Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 7428

Beitrag(#2039418) Verfasst am: 13.01.2016, 16:33    Titel: Antworten mit Zitat

Defätist hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Defätist hat folgendes geschrieben:

Wir sind doch alle auf dem Weg irgend wohin:
http://www.scilogs.de/chrono/gallery/12/Emergenzebenen.JPG
Cool

Sorry, nicht persönlich gemeint, aber was soll der Blödsinn? zwinkern Vollmer, ist das der mit der "evolutionären Erkenntnistheorie"?

Das Konzept ist doch nicht neu: https://de.wikipedia.org/wiki/Emergenz#Emergenz_als_disziplin.C3.BCbergreifendes_Konzept

Jedenfalls wird trotz immer umfangreicherer die Erkenntnisse in den "harten" Wissenschaften klar, dass sie das Gesamtbild nicht abzudecken in der Lage sind, weil auch die dadurch nicht abdeckbaren Zwischenbereiche immer umfangreicher werden. Also muss man für diese Zwischen- und Teilbereiche mit den, der "harten" W. am nächsten kommenden wissenschaftlichen Methoden, auch die nicht exakt quantifizierbaren Zwischenbereiche erforschen.
So die Vorstellung der Verfechter dieser Theorie.

Dass es da zu Diskrepanzen bezgl. der Anschauung von wissenschaftl. Arbeit und des elitären Anspruchs der "harten" W. als "einzig wahre Wissenschaften" (TM) kommen kann, ist nur zu normal.

Das Problem ist eher, welcher Betrachtung man den Vorzug gibt und insofern auch, ob der Vorwurf an die weichen Wissenschaften tatsächlich zutreffend oder eben unzutreffend ist. Man kann es da auch wie Mayr halten und sich von allem das Beste rauspicken.


Ich hatte nicht das Konzept von Emergenz gemeint. Daran ist nichts Blödsinniges. Wie Robert B. Laughlin zu recht sagt, wären Wissenschaften ohne sie überhaupt nicht möglich, oder um ein Beispiel zu nennen: Auch wenn sie nicht auf Atomphysik beruht, ist die Biologie trotzdem eine Wissenschaft.

Da unterscheidliche Wissenschaften mit unterschiedlichen Gegenstandsbereichen auch unterschiedliche Methoden erfordern, man also der Biologie nicht vorwerfen kann, daß sie nicht physikalische Methoden anwendet, ist nicht das eigentliche Problem.

Das Problem mit den Sozialwissenschaften, die manche auch Menschenwissenschaften nennen, ist aus meiner Sicht ein anderes. Wissenschaften sind ein sozialer Prozeß wechselnd zwischen Theorie und Empirie, bei dem aufgrund von theoretischen Modellen Tatsachenbeobachtungen gemacht werden, und aufgrund dieser Tatsachenbeobachtungen alte Modelle verworfen, verbessert oder neue entworfen werden, die sich dann wieder durch neue Beobachtungen bestätigen, aktualisieren oder widerlegen lassen.

Dieser Prozeß vollzieht sich in allen Wissenschaften, wobei vom jeweiligen Gegenstandsbereich abhängt, welche Beobachtungen man macht, wie sie sich bestätigen oder widerlegen lassen und welcher Art die Modelle sind.

Solange eine Wissenschaft noch jung ist, sammelt sie vor allem Fakten, während die Modelle von Zusammenhängen von jeder Generation von Forschern neu geschrieben werden. Irgendwann ist kommt dann einer mit einer Theorie daher, die die so realitätsgerecht, so gut durch Tatsachenbeobachtungen belegbar ist, daß sie hält. In der Astronomie waren das Kopernikus und Kepler, in der Physik Newton und Einstein, und in der Biologie Darwin und Wallace. So wurden aus Inventurwissenschaften, wie Harald Lesch das einmal genannt hat, theoretisch-empirische Wissenschaften im modernen Sinne.

So dürfte auch klar sein, was den Sozialwissenschaften, den Menschenwissenschaften bisher fehlt. Sie sammeln eine Menge mehr oder weniger bedeutsamer Fakten. Aber die Modelle von Zusammenhängen zwischen diesen Fakten konstruiert sich jede Generation von Wissenschaftlern neu.

Diese Modelle stammen dann nicht selten aus anderen Wissenschaftsbereichen, aus Physik oder Biologie, um von deren größerem wissenschaftlichen Prestige zu profitieren, oder aus der Philosophie, die nun definitiv keine theoretisch-empirische Wissenschaft ist. Eine der merkwürdigsten Blüten an diesem Baum ist meiner Ansicht nach die "Biophilosophie" von Gerhard Vollmer.
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Anmeldungsdatum: 09.06.2010
Beiträge: 8557

Beitrag(#2039428) Verfasst am: 13.01.2016, 17:34    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
...Eine der merkwürdigsten Blüten an diesem Baum ist meiner Ansicht nach die "Biophilosophie" von Gerhard Vollmer.

Da kann (und vor allem will) ich nix gegen sagen. Schulterzucken
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zelig
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Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 24276

Beitrag(#2039451) Verfasst am: 13.01.2016, 19:53    Titel: Antworten mit Zitat

Vollmers "Evolutionäre Erkenntnistheorie" fand ich erhellend und faszinierend.
Mir fällt gerade auf, daß ich mich kaum noch an Details erinnere. Sollte es vielleicht nochmal lesen.
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Marcellinus
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Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 7428

Beitrag(#2039468) Verfasst am: 13.01.2016, 22:53    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Vollmers "Evolutionäre Erkenntnistheorie" fand ich erhellend und faszinierend.
Mir fällt gerade auf, daß ich mich kaum noch an Details erinnere. Sollte es vielleicht nochmal lesen.

Hast du schon mal darüber nachgedacht, dass du dich aus guten Gründen an keine Details mehr erinnerst? zwinkern
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zelig
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Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 24276

Beitrag(#2039506) Verfasst am: 14.01.2016, 09:47    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Vollmers "Evolutionäre Erkenntnistheorie" fand ich erhellend und faszinierend.
Mir fällt gerade auf, daß ich mich kaum noch an Details erinnere. Sollte es vielleicht nochmal lesen.

Hast du schon mal darüber nachgedacht, dass du dich aus guten Gründen an keine Details mehr erinnerst? ;)



Die Ursache ist, daß die Lektüre lange zurückliegt. Zudem gab es kaum Gelegenheit, mich mit anderen darüber auseinanderzusetzen. So verschwindet das, wofür mal Interesse da war langsam in den Hintergrund und fällt dem Vergessen anheim. Übrig bleibt dennoch eine emotionale Erinnerung an den Eindruck, den das Buch hinterlassen hat, und an die Grundzüge des Werks.
Das ist ein guter Grund, das Buch nochmal in die Hand zu nehmen.

Kennst Du das nicht von Dir?
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Marcellinus
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Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 7428

Beitrag(#2039512) Verfasst am: 14.01.2016, 10:26    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Vollmers "Evolutionäre Erkenntnistheorie" fand ich erhellend und faszinierend.
Mir fällt gerade auf, daß ich mich kaum noch an Details erinnere. Sollte es vielleicht nochmal lesen.

Hast du schon mal darüber nachgedacht, dass du dich aus guten Gründen an keine Details mehr erinnerst? zwinkern

Die Ursache ist, daß die Lektüre lange zurückliegt. Zudem gab es kaum Gelegenheit, mich mit anderen darüber auseinanderzusetzen. So verschwindet das, wofür mal Interesse da war langsam in den Hintergrund und fällt dem Vergessen anheim. Übrig bleibt dennoch eine emotionale Erinnerung an den Eindruck, den das Buch hinterlassen hat, und an die Grundzüge des Werks.
Das ist ein guter Grund, das Buch nochmal in die Hand zu nehmen.

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Ja, das ist die eine Möglichkeit. zwinkern
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Er_Win
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Beiträge: 4482

Beitrag(#2039523) Verfasst am: 14.01.2016, 12:01    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:


Ja, das ist die eine Möglichkeit. zwinkern


was wäre (d)eine andere mögliche Möglichkeit ? zwinkern
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Marcellinus
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Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 7428

Beitrag(#2039525) Verfasst am: 14.01.2016, 12:14    Titel: Antworten mit Zitat

Er_Win hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:


Ja, das ist die eine Möglichkeit. zwinkern


was wäre (d)eine andere mögliche Möglichkeit ? zwinkern


Oh, das liest einer, was ich schreibe. zwinkern Nun, eine Möglichkeit wäre, daß man sich beim Lesen zwar gut unterhalten gefühlt hat (zelig schreibt vom "emotionalen Eindruck"), aber am Ende kein klarer oder neuer Gedanke zurückbleibt. Wie gesagt: eine Möglichkeit. zwinkern
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Beitrag(#2039527) Verfasst am: 14.01.2016, 12:30    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
...
Oh, das liest einer, was ich schreibe. zwinkern ....

Lachen Keine Angst, das tun noch mehr. Aber bei diesem Adressaten muss man Selbstgänger nicht auswalzen. Wobei mir Vollmers mal irgendwo über den Weg gelaufen ist, aber ich habe ihn nie gelesen und habe keine Meinung zu ihm.
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Ahriman
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Beitrag(#2039567) Verfasst am: 14.01.2016, 16:20    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Übrig bleibt dennoch eine emotionale Erinnerung an den Eindruck, den das Buch hinterlassen hat, und an die Grundzüge des Werks.
Das ist ein guter Grund, das Buch nochmal in die Hand zu nehmen.

Das funktioniert auch beim Fernsehen. Die senden ja nur noch Filme, die sie schon zwanzigmal gezeigt haben. Ich brauche dann in der Programmzeitschrift nur den Titel zu lesen und habe eine emotionale Erinnerung an den Eindruck, den der Film hinterlassen hat, weniger aber an die Grundzüge des Werks.
Das ist meist ein guter Grund, sich den Film keinesfalls nochmal anzuschauen.
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Beitrag(#2039570) Verfasst am: 14.01.2016, 16:46    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:

Das funktioniert auch beim Fernsehen. Die senden ja nur noch Filme, die sie schon zwanzigmal gezeigt haben.

Das liegt aber auch an unserem Alter. zwinkern Und an der Anzahl der Fernsehsender. Jeder davon wiederholt die Filme ab und zu. Ist immer noch besser als sich die unzähligen Ratesendungen und Kochshows anzusehen.
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Kerzenlicht
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Beiträge: 348

Beitrag(#2041963) Verfasst am: 30.01.2016, 18:55    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke, es kommt darauf an,was man unter Kultur versteht.
Der eine schätzt .

Dürer,der andere Picasso!

Keiner verdummt und trotzdem findet sie der eine blöd,der andere cool.
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Ahriman
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Beitrag(#2042041) Verfasst am: 31.01.2016, 11:34    Titel: Antworten mit Zitat

Schlumpf hat folgendes geschrieben:
Ahriman hat folgendes geschrieben:

Das funktioniert auch beim Fernsehen. Die senden ja nur noch Filme, die sie schon zwanzigmal gezeigt haben.

Das liegt aber auch an unserem Alter. zwinkern Und an der Anzahl der Fernsehsender. Jeder davon wiederholt die Filme ab und zu. Ist immer noch besser als sich die unzähligen Ratesendungen und Kochshows anzusehen.

Heute läuft wieder mal der Dauerbrener von der "U-Bahn 1234" mit Walter Matthau. Und zwar gleich zweimal. Ich wüßte verdammt nochmal gern, warum ausgerechnet dieser Film so epidemisch ist. Der müßte bald die 100ste Wiederholung feiern können.
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Kerzenlicht
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Beitrag(#2042079) Verfasst am: 31.01.2016, 15:01    Titel: Antworten mit Zitat

Walter Matthau,ein Darsteller, wie es sie heutzutage kaum noch gibt.
Lebt er übrigens noch?
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Marcellinus
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Beitrag(#2042090) Verfasst am: 31.01.2016, 15:20    Titel: Antworten mit Zitat

Kerzenlicht hat folgendes geschrieben:
Walter Matthau,ein Darsteller, wie es sie heutzutage kaum noch gibt.
Lebt er übrigens noch?

Nein, gestorben 2000.
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Ahriman
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Beitrag(#2042293) Verfasst am: 01.02.2016, 04:16    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Kerzenlicht hat folgendes geschrieben:
Walter Matthau,ein Darsteller, wie es sie heutzutage kaum noch gibt.
Lebt er übrigens noch?

Nein, gestorben 2000.

Das fand ich eben sehr amüsant:
Wiki hat folgendes geschrieben:
Oft wird geschrieben, Matthaus richtiger Name sei Matuschanskayasky, dies ist jedoch eine Fehlinformation, für die er selbst maßgeblich mitverantwortlich war. Matthau war bekannt dafür, dass er oft scherzhafte Geschichten erfand, die er aber ernst vortrug, insbesondere wenn er in Interviews immer wieder die gleichen Fragen beantworten musste. So behauptete er oft, sein zweiter Vorname sei Foghorn (englisch für Nebelhorn) oder er stehe in der Erbfolge auf den britischen Thron. Teilweise wurden diese Geschichten ernstgenommen, was Matthau amüsierte.

Der Name Matuschanskayasky erschien erstmals im Abspann des Films Erdbeben, in dem Matthau einen betrunkenen Gast in einer Bar spielt. Ursprünglich als kurzer Cameo-Auftritt gedacht, sollte sein Name eigentlich gar nicht im Abspann erscheinen. Bei der fertigen Schnittfassung wurde Matthau aber klar, dass sein Auftritt eher dem einer Nebenrolle entsprach und sein Name genannt werden würde. Dies war nicht seine Absicht gewesen, und so sorgte er dafür, dass er als Walter Matuschanskayasky im Abspann erschien.

Wenn er in Interviews darauf angesprochen wurde, antwortete er meist, dass das sein richtiger Name sei, diese Auskunft schmückte er oft mit Geschichten über eine angebliche Spionagekarriere seines Vaters aus, den er manchmal auch zu einem orthodoxen Priester im zaristischen Russland machte.

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fwo
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Beitrag(#2204708) Verfasst am: 27.02.2020, 19:06    Titel: Antworten mit Zitat

Das Rätsel um die traumatisierten Flüchtlingskinder in Schweden – alles nur simuliert?

In Schweden erkranken Kinder aus Flüchtlingsfamilien immer wieder am «Resignationssyndrom». Ausgerechnet die offene schwedische Gesellschaft könnte die Entstehung dieses seltsamen Phänomens begünstigt haben.


Es geht dabei um eine seltsame Krankheit, die in dieser Form nur in Schweden beschrieben wurde, und auch dort nur für Kinder aus bestimmten Ländern und nach der Ablehnung eines Asylantrages. Sie werden lethargisch, essen nicht mehr, bewegen sich nicht mehr, kommunizieren nicht mehr und die einzige Therapie die sie vor dem Tod rettet, ist die Bewilligung des Asylantrages, danach ist das Kind dann in relativ kurzer Zeit gesund.

Nun hat ein Journalist eines angesehenen Magazins zwei der geheilten Jugendlichen sprechen lassen, die die schwedische Gesellschaft anklagen, ihre Eltern nicht gehindert zu haben, sie zu dieser Krankheit zu zwingen.

NZZ hat folgendes geschrieben:
Der Journalist brach ein Tabu, als er die Frage in den Raum stellte, ob die Krankheit simuliert sein könnte. Zwar erwähnte bereits eine frühere staatliche Untersuchung diese Möglichkeit. Jedoch wollte die Öffentlichkeit nichts davon wissen. Schweden verstand sich bis zur grossen Flüchtlingskrise von 2015 als «humanitäre Supermacht» mit einer für Asylsuchende weit offen stehenden Tür. In der öffentlichen Diskussion oder unter Arbeitskollegen war es heikel, auch nur ansatzweise Vorbehalte gegenüber der offenen Migrationspolitik zu äussern. Der Rassismusvorwurf war rasch zur Hand. Diesem wollte sich niemand aussetzen, schon gar nicht, was das dramatische Resignationssyndrom betraf: Eine leidgeprüfte Familie der Unehrlichkeit zu verdächtigen, galt als monströs.
...
Doch Ungereimtheiten hatte es dabei fast von Anfang an gegeben. So zweifelte das Pflegepersonal an der Echtheit gewisser Krankheitsfälle, hielt sich aber angesichts der gesellschaftlichen Stimmung still. Auch die Techniker eines Fernsehteams, das vor fünfzehn Jahren über das Thema berichtete, wunderten sich über die kranken Kinder, die, sobald sie sich unbeobachtet fühlten, «ziemlich frisch» wirkten.
...
Der renommierte Kinderarzt Karl Sallin beleuchtete 2016 in einem wissenschaftlichen Artikel die Kontroverse, die es innerhalb des Fachs immerhin gab. Bereits da nannten manche Vertreter als mögliche Ursache der angeblichen Krankheit das Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom.
....
Diese Hypothese wurde von der Gegenseite als xenophob abgetan.
fett von mir

Es gab da auch noch das Heim Solsidan, im dem man die Kinder tatsächlich heilte, indem man sie von ihren Eltern trennte. Das wurde aber nicht weiter wahrgenommen.

Auch mit dieser Veröffentlichung ist der Anteil der Simulanten an den ca 1000 Kindern mit «Resignationssyndrom» nicht wirklich geklärt, auch wenn die Tatsache, dass diese Krankheit in dieser Form eine rein schwedische Angelegenheit ist, dafür spricht, dass er hoch ist.

Was aber offensichtlich ist, ist, wie hier Moral und propagiertes Selbstbild die Wahrnehmung verstellt.
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

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Tarvoc
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Beitrag(#2204758) Verfasst am: 28.02.2020, 10:47    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
nicht jede Herrschaft ist Klassenherrschaft.

Doch. Cool
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Tarvoc
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Beitrag(#2204760) Verfasst am: 28.02.2020, 10:50    Titel: Antworten mit Zitat

Er_Win hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:

Ja, das ist die eine Möglichkeit. zwinkern

was wäre (d)eine andere mögliche Möglichkeit ? zwinkern

Die andere Möglichkeit zwinkern wäre, dass etwas mit Marcellinus' einem Augenlid nicht in Ordnung ist. zwinkern Sollte er vielleicht mal untersuchen lassen. zwinkern zwinkern zwinkern
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