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"Herr der Ringe"- Fantasy oder Kult?
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mat-in
registrierter User



Anmeldungsdatum: 03.12.2011
Beiträge: 782
Wohnort: Heidelberg

Beitrag(#1780876) Verfasst am: 07.09.2012, 09:06    Titel: Antworten mit Zitat

Was für eine Art Fantasy darfs denn sein? Für mich ist Herr der ringe irgend wie wie Karl May: langatmig erzählt und sehr schwarz/weiß. Die frage ist immer was man will...

Schnell, Action, nimmt kein Blatt vor den Mund? Dann guck dir mal "The Steel Remains" von Richard Morgan an. Der schreibt zwar eigentlich SciFi, aber das Buch ist echt gelungen, ich mag den Stil.

Wenns ein wenig langatmiger, verstrickter, intriganter sein darf: Game of Thrones (Song of Ice and Fire) von G.R.R. Martin (da war die gut gemachte Serie zum 1. Roman gerade im TV)

Was klassisches? Die Underdark Saga (3 Bücher) von Salvatore.

Was ganz großartiges ist in meinen Augen auch die Diebesweltserie. Da ist Robert Asprin Editor und jede menge bekannte / unbekannte Autoren haben je einen Charakter entworfen den die anderen Autoren auch nutzen durften in ihren Geschichten und das ganze spiel in einer Stadt und es werden abwechselnd Geschichten geschrieben... sehr lesenswert. Marion Zimmer Bradley hat ihr Charakter wohl sogar so gut gefallen, das sie zwei "spin off" Romane geschrieben hat.

Was "SciFantasy" mäßiges? Otherland. Das ist eigentlich SciFi, aber durch die ganzen virtuellen Welten durch die im Buch die Akteure stolpern auch gut als Fantasy zu lesen. Oder gleiches "parallelwelten bekämpfen sich" schema, auch wieder Tad Williams: Krieg der Blumen (Jetztwelt + Feenwelt) oder Shadowmarch (Fantasywelt) (wobei ich da den 3. Teil noch nicht gelesen habe und nichts zu sagen kann).

Was lustiges? Grunts! von Mary Gentle oder was lustiges von Asprin? Die Dämonenreihe (Dämonenhatz, ...) da hab ich wo ich bei Terry Pratchet nur schmunzeln kann laut gelacht.
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Holz ist ein nachwachsender Rohstoff - auch in den Köpfen der Leute.
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astarte
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Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beiträge: 43092

Beitrag(#1780944) Verfasst am: 07.09.2012, 14:54    Titel: Antworten mit Zitat

mat-in hat folgendes geschrieben:
Wenns ein wenig langatmiger, verstrickter, intriganter sein darf: Game of Thrones (Song of Ice and Fire) von G.R.R. Martin

Zu langatmig und mit zunehmender Freude an Beschreibungen von Gemetzel und sexueller Gewalt. Ich hab aufgehört zu lesen.
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Kival
Feminist Ghost



Anmeldungsdatum: 14.11.2006
Beiträge: 24070

Beitrag(#1780945) Verfasst am: 07.09.2012, 15:03    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Kival hat folgendes geschrieben:
Tolkien war wichtig aber bei weitem nicht unter den besten Fantasy-Büchern.

Interessant. Hast du mal Empfehlungen für mich?


Mieville hatte ich dir schon empfohlen, oder?

Zitat:
Was klassisches? Die Underdark Saga (3 Bücher) von Salvatore.


Das habe ich als Kind zwar gerne gelesen, aber gehört m.E. nicht zu "höheren Literatur" in der Fantasy.
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Garfield
registrierter User



Anmeldungsdatum: 27.08.2012
Beiträge: 159

Beitrag(#1780957) Verfasst am: 07.09.2012, 16:07    Titel: Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:
mat-in hat folgendes geschrieben:
Wenns ein wenig langatmiger, verstrickter, intriganter sein darf: Game of Thrones (Song of Ice and Fire) von G.R.R. Martin

Zu langatmig und mit zunehmender Freude an Beschreibungen von Gemetzel und sexueller Gewalt. Ich hab aufgehört zu lesen.


Ja, ich auch. Mit Band 3 gingen mir bei Game of Thrones die Beschreibungen irgendwelcher verwesender Leichen langsam auf den Keks und die 93734634 eher uninteressanten POV Charaktere die da mittlerweile rumturnen öden mit der Zeit doch an.

Ich hab auch 4 und 5 nicht mehr gelesen und die Rezensionen zeigen daß ich nichts verpasst habe.


Ich würde sagen was an HdR wirklich heraussticht ist daß alle 3 Bände das selbe Qualitätsniveau haben. Die meisten Mehrteiler lassen doch in späteren Büchern eklatant nach und fangen irgenwann an sich endlos in Nebenhandlungen zu verstricken.


Ich halte HdR auch nicht für hohe Literatur aber doch für literarisch solide und genreprägend.
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Einsiedler
registrierter User



Anmeldungsdatum: 01.03.2007
Beiträge: 1435

Beitrag(#1780968) Verfasst am: 07.09.2012, 17:26    Titel: Antworten mit Zitat

Garfield hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
mat-in hat folgendes geschrieben:
Wenns ein wenig langatmiger, verstrickter, intriganter sein darf: Game of Thrones (Song of Ice and Fire) von G.R.R. Martin

Zu langatmig und mit zunehmender Freude an Beschreibungen von Gemetzel und sexueller Gewalt. Ich hab aufgehört zu lesen.


Ja, ich auch. Mit Band 3 gingen mir bei Game of Thrones die Beschreibungen irgendwelcher verwesender Leichen langsam auf den Keks und die 93734634 eher uninteressanten POV Charaktere die da mittlerweile rumturnen öden mit der Zeit doch an.

Mich hat schon der erste Band enttäuscht, die anderen habe ich gar nicht erst gelesen.

Garfield hat folgendes geschrieben:
Die meisten Mehrteiler lassen doch in späteren Büchern eklatant nach und fangen irgenwann an sich endlos in Nebenhandlungen zu verstricken.

Leider auch bei Sapkowski. Die Geralt-Kurzgeschichten (Das Schwert der Vorsehung, Der letzte Wunsch) kann ich sehr empfehlen, aber die Saga dazu wird von Band zu Band immer breiter und langatmiger.
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mat-in
registrierter User



Anmeldungsdatum: 03.12.2011
Beiträge: 782
Wohnort: Heidelberg

Beitrag(#1780971) Verfasst am: 07.09.2012, 17:34    Titel: Antworten mit Zitat

Game Of thrones hatte ich schon unter "langatmig" einsortiert, da zu meckern, daß es langatmig ist...

Und die Underdark Saga hab ich aufgezählt, weil das ja auch jemandes Genre sein kann. Ich kenne auch Rollenspieler, die spielen immernoch D&D...

Wenn ihr nur sagt, was ihr nicht lesen wollt, dauert es länger, eine passende Empfehlung auszusprechen.
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Murphy
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Anmeldungsdatum: 29.04.2011
Beiträge: 5000

Beitrag(#1781995) Verfasst am: 13.09.2012, 07:15    Titel: Antworten mit Zitat

Garfield hat folgendes geschrieben:

Ich würde sagen was an HdR wirklich heraussticht ist daß alle 3 Bände das selbe Qualitätsniveau haben. Die meisten Mehrteiler lassen doch in späteren Büchern eklatant nach und fangen irgenwann an sich endlos in Nebenhandlungen zu verstricken.

Finde ich nicht. mMn fällt die Spannung im zweiten Band mit der ewigen Verfolgung und Reisebeschreibung deutlich ab. Richtig packend finde ich die Bücher bis Elrond und ab Rohan wieder, die Längen dazwischen haben mich schon immer gestört.
Garfield hat folgendes geschrieben:

Ich halte HdR auch nicht für hohe Literatur aber doch für literarisch solide und genreprägend.

Ein Meilenstein, sicher, wegweisend im Detailgrad und der Komplexität sowie den wichtigsten StandardCharakteren, aber ohne sprachliche oder stilistische Besonderheiten.

Allerdings möchte ich noch hinzufügen, dass ich den 'kleinen Hobbit' (There and back again) für ein hervorragendes Kinderbuch halte, es ist sprachlich und von der Atmosphere her viel dichter, um nicht zu sagen: liebevoller gestaltet, die Charaktere sind noch nicht so überladen und es liegt noch etwas weiter im Reich der Phantasie.
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pera
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Anmeldungsdatum: 01.07.2009
Beiträge: 4256

Beitrag(#1782076) Verfasst am: 13.09.2012, 16:17    Titel: Antworten mit Zitat

Sargnagel hat folgendes geschrieben:

Allerdings möchte ich noch hinzufügen, dass ich den 'kleinen Hobbit' (There and back again) für ein hervorragendes Kinderbuch halte, es ist sprachlich und von der Atmosphere her viel dichter, um nicht zu sagen: liebevoller gestaltet, die Charaktere sind noch nicht so überladen und es liegt noch etwas weiter im Reich der Phantasie.


You said it, Bro. Daumen hoch!
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zelig
Kultürlich



Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 24532

Beitrag(#2238216) Verfasst am: 14.01.2021, 14:35    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Mehr als eine Milliarde Dollar lässt Amazon Prime für eine Serie aus dem »Herr der Ringe«-Kosmos springen. Nun hat der Streamingdienst verraten, wann und wo sie spielen soll.

https://www.spiegel.de/kultur/tv/herr-der-ringe-serie-amazon-gibt-setting-und-geschichte-bekannt-a-73d59317-dbf4-4c24-bd41-962838d3fec2

Viel Potential. Aber auch zu scheitern. Ob Tom Bombadil mal eine Rolle bekommt?
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Tarvoc
would prefer not to



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 39527

Beitrag(#2238222) Verfasst am: 14.01.2021, 15:29    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Viel Potential. Aber auch zu scheitern. Ob Tom Bombadil mal eine Rolle bekommt?

Bestimmt! Im Gegensatz zu Filmen haben Serien nicht nur Zeit für gelegentliches Padding, sondern brauchen es geradezu. Cool
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sünnerklaas
Mietzekatzenkater - treibt den Kessel



Anmeldungsdatum: 29.09.2006
Beiträge: 10611
Wohnort: Da, wo noch Ruhe ist

Beitrag(#2238227) Verfasst am: 14.01.2021, 16:10    Titel: Antworten mit Zitat

Murphy hat folgendes geschrieben:
Garfield hat folgendes geschrieben:

Ich würde sagen was an HdR wirklich heraussticht ist daß alle 3 Bände das selbe Qualitätsniveau haben. Die meisten Mehrteiler lassen doch in späteren Büchern eklatant nach und fangen irgenwann an sich endlos in Nebenhandlungen zu verstricken.

Finde ich nicht. mMn fällt die Spannung im zweiten Band mit der ewigen Verfolgung und Reisebeschreibung deutlich ab. Richtig packend finde ich die Bücher bis Elrond und ab Rohan wieder, die Längen dazwischen haben mich schon immer gestört.
Garfield hat folgendes geschrieben:

Ich halte HdR auch nicht für hohe Literatur aber doch für literarisch solide und genreprägend.

Ein Meilenstein, sicher, wegweisend im Detailgrad und der Komplexität sowie den wichtigsten StandardCharakteren, aber ohne sprachliche oder stilistische Besonderheiten.

Allerdings möchte ich noch hinzufügen, dass ich den 'kleinen Hobbit' (There and back again) für ein hervorragendes Kinderbuch halte, es ist sprachlich und von der Atmosphere her viel dichter, um nicht zu sagen: liebevoller gestaltet, die Charaktere sind noch nicht so überladen und es liegt noch etwas weiter im Reich der Phantasie.


Die ersten beiden Bände sind sehr schön und sehr dicht erzählt, märchenhaft, trotz mancher inhaltlicher Widersprüche. Leider hält Tolkien das dann eben nicht durch. Schon vor dem Sturz Sarumans nimmt die Qualität deutlich ab, gegen Ende wird der Pathos zum Teil unerträglich. Versöhnlich ist der Schluss wieder: ein wirkliches Happy End gibt es nicht.
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sünnerklaas
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Anmeldungsdatum: 29.09.2006
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Beitrag(#2238228) Verfasst am: 14.01.2021, 16:11    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Viel Potential. Aber auch zu scheitern. Ob Tom Bombadil mal eine Rolle bekommt?

Bestimmt! Im Gegensatz zu Filmen haben Serien nicht nur Zeit für gelegentliches Padding, sondern brauchen es geradezu. Cool


Ich meine, dass es der WDR oder der SWR war, der eine hochkarätig besetzte Hörspielserie produziert hat.
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Alchemist
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Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 24627
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#2238229) Verfasst am: 14.01.2021, 16:19    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Mehr als eine Milliarde Dollar lässt Amazon Prime für eine Serie aus dem »Herr der Ringe«-Kosmos springen. Nun hat der Streamingdienst verraten, wann und wo sie spielen soll.

https://www.spiegel.de/kultur/tv/herr-der-ringe-serie-amazon-gibt-setting-und-geschichte-bekannt-a-73d59317-dbf4-4c24-bd41-962838d3fec2

Viel Potential. Aber auch zu scheitern. Ob Tom Bombadil mal eine Rolle bekommt?


was mich immer an dieser Welt gestört hat (Bei Game of Thrones war das auch so):
Zitat:
Zeitlich soll sie Tausende von Jahren vor den Ereignissen von Tolkiens »Der Hobbit« und »Der Herr der Ringe« spielen.


Warum gibt es keine technische Weiterentwicklung in die Moderne...über 1000ende von Jahren?
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Tarvoc
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Beitrag(#2238233) Verfasst am: 14.01.2021, 17:23    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:
Warum gibt es keine technische Weiterentwicklung in die Moderne...über 1000ende von Jahren?

Weil es auch in der wirklichen menschlichen Geschichte für tausende von Jahren keinen Sprung in die Moderne gab? Die Moderne ist jetzt je nach Zählung 500 Jahre alt. Die bekannte menschliche Geschichte reicht bestimmt 5000 Jahre zurück, und die ältesten Funde frühester primitiver Kulturen sind noch viel älter. Das heißt natürlich nicht, dass es vorher gar keine Weiterentwicklung gab. Nur ging diese so langsam vor sich, dass sie von den meisten Menschen kaum bemerkt wurde.

Herr der Ringe hat insgesamt einen Anti-Technologie- und Anti-Fortschritts-Impetus, der aber m.E. nicht zwingend das Fantasy-Genre als Ganzes charakterisiert.
Derjenige, der im Herr der Ringe der Förderung technologischen Fortschritts am nächsten kommt, ist übrigens Saruman.
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Alchemist
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Anmeldungsdatum: 03.08.2004
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Wohnort: Hamburg

Beitrag(#2238234) Verfasst am: 14.01.2021, 17:29    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
Warum gibt es keine technische Weiterentwicklung in die Moderne...über 1000ende von Jahren?

Weil es auch in der wirklichen menschlichen Geschichte für tausende von Jahren keinen Sprung in die Moderne gab? Die Moderne ist jetzt je nach Zählung 500 Jahre alt. Die bekannte menschliche Geschichte reicht bestimmt 5000 Jahre zurück, und die ältesten Funde frühester primitiver Kulturen sind noch viel älter. Das heißt natürlich nicht, dass es vorher gar keine Weiterentwicklung gab. Nur ging diese so langsam vor sich, dass sie von den meisten Menschen kaum bemerkt wurde.


Als ich es abgeschickt hatte, kam es mir auch in den Sinn zwinkern
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Tarvoc
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Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 39527

Beitrag(#2238236) Verfasst am: 14.01.2021, 17:34    Titel: Antworten mit Zitat

Innovation gab es wohl mimmer, aber die geradezu explosive Entwicklung von Technologie und Gesellschaft der letzten 500 Jahre ist historisch gesehen die Ausnahme, nicht die Regel. Hinzu kommt, dass es früher auch öfter katastrophale Rückschläge gab als heute. Der Brand der Bibliothek von Alexandria konnte noch mit einem Schlag einen Großteil des damals vorhandenen menschlichen Wissens vernichten. Und selbst die Bücherverbrennungen der Nazis vermochten partiell noch, gewonnenes Wissen tatsächlich zu vernichten, z.B. medizinische, psychologische und soziologische Forschungen zu dem, was man heute als Transgender oder genderqueere Identitäten bezeichnen würde, aus Zeiten der Weimarer Republik. Dank des Internet würde heute selbst eine solche partielle Vernichtung von Wissen nicht mehr gelingen oder wäre zumindest massiv erschwert. Je mehr Wissen wir erwerben, desto resistenter scheint es gegen Rückschritte zu werden.
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