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Können wir uns den Kapitalismus noch leisten?
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Wilson
zwischen gaga und dada



Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 14940
Wohnort: Swift Tuttle

Beitrag(#2232454) Verfasst am: 27.11.2020, 10:14    Titel: Antworten mit Zitat

tele 5
der sender wurde nun von investoren übernommen.
Zitat:

Im Dezember 2011 zeigte Tele 5 die erste Staffel der TV-Satire Walulis sieht fern, die großes Medienecho fand und 2012 in der Sparte Unterhaltung den Grimme-Preis gewann.[2] Seit Oktober 2012 zeigt Tele 5 die Satiresendung Kalkofes Mattscheibe, die zuvor bei Premiere sowie ProSieben gelaufen war. Außerdem wurden weitere Satiresendungen wie ulmen.tv 2.0 und Rüttens Bullshit Universum sowie die Polit-Talkshow Stuckrad-Barre ins Programm aufgenommen.[3] 2013 wurde Stuckrad-Barre für einen Grimme-Preis im Wettbewerb Unterhaltung/Spezial nominiert.

quelle:wikipedia

aktuell:
Zitat:
Nach Übernahme durch Discovery
Tele 5 droht offenbar deutlicher Personalabbau
Seit September gehört der private TV-Sender Tele 5 zu Discovery Deutschland. Medienberichten zufolge steht nun etwa die Hälfte des Personals vor dem Aus. Beobachter sorgen sich auch um das Senderprofil.

https://www.spiegel.de/kultur/tv/tele-5-droht-nach-uebernahme-durch-discovery-personalabbau-a-0f11a296-47da-41ce-930d-a819f761788c

die sorge ist berechtigt, denn:

Der gefräßige Konzernkapitalismus ist das Monster unserer Zeit von
Kai Blasberg, 15 jahre Chef bei Tele5
sagt adieu

https://meedia.de/2020/08/12/der-gefraessige-konzernkapitalismus-ist-das-monster-unserer-zeit/

HUT AB! guter beitrag.

Zitat:

(...)
Friede, Freude, Eierbrei.
Aber ach. All das war nur die Darstellung. Die Pre-Show. Das Mediengewürge. Einmal gegessen und tonnenschwer und unzählig widergekäut. Gut für die Ablenkung.

30 Jahre immer derselbe, geschmacksfreie Einheitsbrei.

Ganz sicher, es wurde breit und viel aus allen möglichen Betrachtungswinkeln das immer Selbe beleuchtet, gewichtet und ausspekuliert. Politik, Gesellschaft, Sport und sogar ein bisschen Kultur.

Nur das Eine, das Wichtige, das Einzige. Schwieg. Und kam näher. Und fraß.

Darüber wurde nie gesprochen und wenn nur symptomatisch. Nie ursprünglich. Es war still. Es fraß. Es kam näher. Keiner wollte es glauben. Dann war es da. Es ist da. Wir wollten es. Wir sagten, es sei nicht so schlimm. Das könne man schon zähmen. Das Monster.

STOPP!

Jetzt spätestens denke Sie: Verschwörung. Geben Sie es zu.

Ehrlich, gell. (...)


_________________
"als ob"
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sehr gut
im Hamsterrad



Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 13277

Beitrag(#2232472) Verfasst am: 27.11.2020, 19:27    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
HUT AB! guter beitrag.

Allerdings.

Einen Satz zerfetze ich mal: "nach dem WIR den Kommunismus besiegt haben, taumelnd und besoffen, als wieder mal und endlich überlegene Rasse [..]"

Das ist m.E. auch ein Grund für das Verhalten mancher 'Siegerländer' gegenüber manchen anderen Ländern. Deswegen komme ich auch mit dem Begriff H*********.
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beachbernie
male Person of Age and without Color



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 45792
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2232473) Verfasst am: 27.11.2020, 19:33    Titel: Antworten mit Zitat

Der Kommunismus musste nicht besiegt werden. Er erledigte sich von selbst.

Sein Zusammenbruch hatte auch rein gar nichts mit "rassischer Überlegenheit" zu tun, sondern er war ganz einfach das unterlegene Wirtschaftssystem. Waeren die USA kommunistisch gewesen und Russland kapitalistisch, dann wuerden wir heute alle russisch sprechen. Smilie
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Skeptiker
"I can't breathe!"



Anmeldungsdatum: 14.01.2005
Beiträge: 15728
Wohnort: 129 Goosebumpsville

Beitrag(#2232475) Verfasst am: 27.11.2020, 20:10    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Der Kommunismus musste nicht besiegt werden. Er erledigte sich von selbst.


Dafür, dass "der Kommunismus" nicht besiegt werden musste, haben die bürgerlichen Schergen und ihre verkommenen Gehilfen aber ziemlich schwere Geschütze aufgefahren.

Es gibt kein einziges sozialistisches Land oder Gebiet, welches nicht mit Waffen oder Wirtschaftsblockaden angegriffen wurde - und dies nicht nur von den stärksten Staaten, sondern meist auch noch von verschiedenen Staaten und dies pausenlos.

Welcher kapitalistische Staat mit einer solchen ökonomischen Herkunft (vormals unterentwickelt) würde einem solchen Dauerfeuer standhalten?

Würden die Niederlande standhalten? Oder Australien? Allein gegen die NATO z.B.?

Ich denke, dieses Experiment braucht man erst gar nicht durchzuführen. Jedes dieser Länder würde ökonomisch zusammenbrechen.

Vielleicht sollte man "den Kommunismus" einfach mal in Ruhe lassen und in den Welthandel, in eine globale ökologische, friedliche und soziale Politik integrieren. Mit Kuba lässt es sich doch z.B. prima zusammenarbeiten. Kuba leistet weltweit medizinische Hilfe, auch schon vor Corona. Die USA nicht, Kanada nicht, die BRD nicht.

Und wie wäre es mit einem globalen Rohstoffrecycling nach kommunistischem Muster? Dann kann man auch die Milliarden von Computer- und Handyplatinen und -chips wiederverwerten.

Aber die Negation der internationalen Solidarität ist bisher siegreich. Die kapitalistische Konkurrenz um die maximalsten Formen der Ausbeutung von Mensch & Natur triumphieren.

Kommunismus heisst: eine solidarische Menschheit.

Das kannst du in einem Land nicht hinkriegen, sondern das muss international laufen.
_________________
°
"Ich verwarne Ihnen!" (Schiri)
"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 45792
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2232478) Verfasst am: 27.11.2020, 20:57    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Der Kommunismus musste nicht besiegt werden. Er erledigte sich von selbst.


Dafür, dass "der Kommunismus" nicht besiegt werden musste, haben die bürgerlichen Schergen und ihre verkommenen Gehilfen aber ziemlich schwere Geschütze aufgefahren.

Es gibt kein einziges sozialistisches Land oder Gebiet, welches nicht mit Waffen oder Wirtschaftsblockaden angegriffen wurde - und dies nicht nur von den stärksten Staaten, sondern meist auch noch von verschiedenen Staaten und dies pausenlos.

Welcher kapitalistische Staat mit einer solchen ökonomischen Herkunft (vormals unterentwickelt) würde einem solchen Dauerfeuer standhalten?

Würden die Niederlande standhalten? Oder Australien? Allein gegen die NATO z.B.?

Ich denke, dieses Experiment braucht man erst gar nicht durchzuführen. Jedes dieser Länder würde ökonomisch zusammenbrechen.

Vielleicht sollte man "den Kommunismus" einfach mal in Ruhe lassen und in den Welthandel, in eine globale ökologische, friedliche und soziale Politik integrieren. Mit Kuba lässt es sich doch z.B. prima zusammenarbeiten. Kuba leistet weltweit medizinische Hilfe, auch schon vor Corona. Die USA nicht, Kanada nicht, die BRD nicht.

Und wie wäre es mit einem globalen Rohstoffrecycling nach kommunistischem Muster? Dann kann man auch die Milliarden von Computer- und Handyplatinen und -chips wiederverwerten.

Aber die Negation der internationalen Solidarität ist bisher siegreich. Die kapitalistische Konkurrenz um die maximalsten Formen der Ausbeutung von Mensch & Natur triumphieren.

Kommunismus heisst: eine solidarische Menschheit.

Das kannst du in einem Land nicht hinkriegen, sondern das muss international laufen.



Kommunistische und kapitalistische Laender haben versucht sich gegenseitig zu sabotieren. Who would have thought.... Sehr glücklich


Das ändert keinen Deut daran, dass am Ende hat leistungsfähigere Wirtschaftssystem gewonnen hat.


Auffällig ist auch, dass kommunistische Laender ohne die Zusammenarbeit mit kapitalistischen Laendern nicht überlebensfähig sind. Umgekehrt funktioniert das aber wunderbar.

Das bringt uns zu der Frage wer eigentlich den kommunistischen Laendern die Dinge liefern soll, die sie selber nicht produzieren koennen, wenn "der Kapitalismus weltweit überwunden ist", d.h. es keine kapitalistischen Laender mehr gibt, die mit den kommunistischen "zusammenarbeiten" koennten?

Wieso sind eigentlich Devisen aus kapitalistischen Laendern in kommunistischen Laendern so begehrt und umgekehrt Geld aus kommunistischen Laendern in kapitalistischen Laendern praktisch wertlos?

Warum sind Waren aus kapitalistischen Laendern in kommunistischen Laendern so populär, waehrend das umgekehrt nicht der Fall ist? Gemäß der marxistischen Ideologie muesste das doch umgekehrt sein, weil sich die kommunistische Produktion nicht nach den Profitinteressen der Kapitalisten, sondern angeblich nach den Bedürfnissen der Menschen richten soll.
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vrolijke
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Beitrag(#2232480) Verfasst am: 27.11.2020, 21:06    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:

Warum sind Waren aus kapitalistischen Laendern in kommunistischen Laendern so populär, waehrend das umgekehrt nicht der Fall ist? Gemäß der marxistischen Ideologie muesste das doch umgekehrt sein, weil sich die kommunistische Produktion nicht nach den Profitinteressen der Kapitalisten, sondern angeblich nach den Bedürfnissen der Menschen richten soll.


Weil Solidarität nicht so die stärkste Eigenschaft ist, die Menschen so haben.
In kommunistische Länder träumen Menschen davon, dass sie es genauso zum Reichtum schaffen würden wie "die ganz großen". Man muss sie nur lassen.
Dass von Solidarität alle profitieren würden, dass glauben die wenigsten. Und man bekommt es auch nicht so hin, dass es alle glauben. Einige haben versucht, die Menschen zu erzwingen, es zu glauben. Das funktioniert aber nicht.
Es ist halt ein Dilemma. Schulterzucken
_________________
Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

Grenzen geben einem die Illusion, das Böse kommt von draußen
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 45792
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2232482) Verfasst am: 27.11.2020, 21:13    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:

Warum sind Waren aus kapitalistischen Laendern in kommunistischen Laendern so populär, waehrend das umgekehrt nicht der Fall ist? Gemäß der marxistischen Ideologie muesste das doch umgekehrt sein, weil sich die kommunistische Produktion nicht nach den Profitinteressen der Kapitalisten, sondern angeblich nach den Bedürfnissen der Menschen richten soll.


Weil Solidarität nicht so die stärkste Eigenschaft ist, die Menschen so haben.
In kommunistische Länder träumen Menschen davon, dass sie es genauso zum Reichtum schaffen würden wie "die ganz großen". Man muss sie nur lassen.
Dass von Solidarität alle profitieren würden, dass glauben die wenigsten. Und man bekommt es auch nicht so hin, dass es alle glauben. Einige haben versucht, die Menschen zu erzwingen, es zu glauben. Das funktioniert aber nicht.
Es ist halt ein Dilemma. Schulterzucken


Mir scheint das so zu sein, dass die Bedürfnisse des Menschen nicht unbedingt nur die Bedürfnisse sind, die er nach marxistischer Ideologie haben darf. zwinkern

Das ist auch nicht weiter verwunderlich. Welche Beduerfnisse ich z.B. habe, das weiss ich nun mal selbst am Besten und nicht irgendwelche Schwallkoepfe in marxistischen Seminaren oder Planungsbehörden.

Solidarität ist uebrigens auch gerade im Kapitalismus moeglich, weil dort mehr zum teilen da ist. Dafuer gibt es genausoviele Beispiele wie fuer Geiz und Gier im Kapitalismus.
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Skeptiker
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Wohnort: 129 Goosebumpsville

Beitrag(#2232488) Verfasst am: 27.11.2020, 21:57    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Der Kommunismus musste nicht besiegt werden. Er erledigte sich von selbst.


Dafür, dass "der Kommunismus" nicht besiegt werden musste, haben die bürgerlichen Schergen und ihre verkommenen Gehilfen aber ziemlich schwere Geschütze aufgefahren.

Es gibt kein einziges sozialistisches Land oder Gebiet, welches nicht mit Waffen oder Wirtschaftsblockaden angegriffen wurde - und dies nicht nur von den stärksten Staaten, sondern meist auch noch von verschiedenen Staaten und dies pausenlos.

Welcher kapitalistische Staat mit einer solchen ökonomischen Herkunft (vormals unterentwickelt) würde einem solchen Dauerfeuer standhalten?

Würden die Niederlande standhalten? Oder Australien? Allein gegen die NATO z.B.?

Ich denke, dieses Experiment braucht man erst gar nicht durchzuführen. Jedes dieser Länder würde ökonomisch zusammenbrechen.

Vielleicht sollte man "den Kommunismus" einfach mal in Ruhe lassen und in den Welthandel, in eine globale ökologische, friedliche und soziale Politik integrieren. Mit Kuba lässt es sich doch z.B. prima zusammenarbeiten. Kuba leistet weltweit medizinische Hilfe, auch schon vor Corona. Die USA nicht, Kanada nicht, die BRD nicht.

Und wie wäre es mit einem globalen Rohstoffrecycling nach kommunistischem Muster? Dann kann man auch die Milliarden von Computer- und Handyplatinen und -chips wiederverwerten.

Aber die Negation der internationalen Solidarität ist bisher siegreich. Die kapitalistische Konkurrenz um die maximalsten Formen der Ausbeutung von Mensch & Natur triumphieren.

Kommunismus heisst: eine solidarische Menschheit.

Das kannst du in einem Land nicht hinkriegen, sondern das muss international laufen.


Kommunistische und kapitalistische Laender haben versucht sich gegenseitig zu sabotieren. Who would have thought.... Sehr glücklich


Wer griff die Sowjetunion an, wer Rotchina, wer Vietnam?

Wer griff Kuba an und versucht, seine Ökonomie zu ersticken? Und wen blockiert Kuba?

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Das ändert keinen Deut daran, dass am Ende hat leistungsfähigere Wirtschaftssystem gewonnen hat.


Die imperialistischen Staaten hatten einen ziemlichen Vorsprung in ihrer industriellen Entwicklung. Hast du nicht gewusst? Jetzt weißt du's.

Nie waren die Entwicklungsbedingungen gleich zwischen USA/Deutschland/Japan/etc. und UdSSR/Rotchina/Kuba/etc.

Sie sind ja auch nicht gleich zwischen BRD und Äthiopien. Das sollte ein wissenschaftlich denkender Mensch berücksichtigen. Du weißt - die Sache mit den Normalbedingungen im Chemielabor. Do you remember?

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Auffällig ist auch, dass kommunistische Laender ohne die Zusammenarbeit mit kapitalistischen Laendern nicht überlebensfähig sind. Umgekehrt funktioniert das aber wunderbar.


Vergiss das Länderdenken. Es geht nicht um Länderkonkurrenz, sondern um eine zivile internationale Zusammenarbeit der Menschheit.

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Das bringt uns zu der Frage wer eigentlich den kommunistischen Laendern die Dinge liefern soll, die sie selber nicht produzieren koennen, wenn "der Kapitalismus weltweit überwunden ist", d.h. es keine kapitalistischen Laender mehr gibt, die mit den kommunistischen "zusammenarbeiten" koennten?


Es sind Menschen, die "die Dinge" produzieren, nicht Länder. Menschen können gemeinsam produzieren und gemeinsam konsumieren. Das ist ganz einfach, wenn man es einfach nur tut. Daran ist nichts Magisches, kein Hexenwerk, sondern Menschenwerk.

Im Gegensatz zum gemeinen Religionshansel und zur gemeinem Religionshanselin kann man sich aber ruhig trauen, an das konstruktive Potenzial der Menschheit zu glauben. Man sollte also an das Diesseits glauben, an das diesseitige Potenzial des Menschen.

Alles andere ist Religion = Unglaube an den Menschen (verkleidet als Glaube an Götter, Geister, Dämonen).

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Wieso sind eigentlich Devisen aus kapitalistischen Laendern in kommunistischen Laendern so begehrt und umgekehrt Geld aus kommunistischen Laendern in kapitalistischen Laendern praktisch wertlos?


Weil die internationale Hackordnung dies erzwingt. Oder meinst du, ein Küken kann ein Huhn werden, wenn man vor der Reife des Kükens die Eierschale zerbricht? Wie soll das Küken aus dem zerbrochenen Ei mit dem erwachsenen Habicht in Konkurrenz treten?

Willst du hier der Schiedsrichter sein, bei dem Kampf zwischen unreifem Küken und reifem Habicht?

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Warum sind Waren aus kapitalistischen Laendern in kommunistischen Laendern so populär, waehrend das umgekehrt nicht der Fall ist? Gemäß der marxistischen Ideologie muesste das doch umgekehrt sein, weil sich die kommunistische Produktion nicht nach den Profitinteressen der Kapitalisten, sondern angeblich nach den Bedürfnissen der Menschen richten soll.


Alles braucht seine Zeit. *Gott* hat die Welt auch nicht an einem Tag erschaffen. zwinkern
_________________
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"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 45792
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2232497) Verfasst am: 27.11.2020, 22:47    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:


Wer griff die Sowjetunion an, wer Rotchina, wer Vietnam?



Wer griff Kuba an und versucht, seine Ökonomie zu ersticken? Und wen blockiert Kuba?



Wer griff Afghanistan an? Wer Finnland? Wer griff Tibet an? Wer versuchte West-Berlin auszuhungern?

Ich glaube allerdings nicht, dass solche Aufrechnerei irgendwas anderes zutage fördert als die Tatsache, dass beide Systeme militärische und wirtschaftliche Gewalt zur Durchsetzung ihrer Interessen anwenden, wenn dies opportun erscheint.


Skeptiker hat folgendes geschrieben:


Die imperialistischen Staaten hatten einen ziemlichen Vorsprung in ihrer industriellen Entwicklung. Hast du nicht gewusst? Jetzt weißt du's.


Ja und? Die weltrevolutionären Staaten hatten lange genug Zeit den Vorsprung aufzuholen. Stattdessen Vergrößerte sich ihr Rückstand immer weiter, weil der technische Fortschritt unter kapitalistischen Bedingungen nun mal schneller laeuft als unter kommunistischen. Hast Du nicht gewusst? Jetzt weisst Du's! Sehr glücklich

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Nie waren die Entwicklungsbedingungen gleich zwischen USA/Deutschland/Japan/etc. und UdSSR/Rotchina/Kuba/etc.


Da kein Land dem anderen gleicht, ist das auch nicht weiter verwunderlich.

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Sie sind ja auch nicht gleich zwischen BRD und Äthiopien. Das sollte ein wissenschaftlich denkender Mensch berücksichtigen. Du weißt - die Sache mit den Normalbedingungen im Chemielabor. Do you remember?


Wenn man schon vergleicht, dann bitte Vergleichbares, z.B. die BRD mit der DDR. Das sollte ein wissenschaftlich denkender Mensch berücksichtigen. Du weißt - die Sache mit den Äpfeln und den Orangen. zwinkern

Skeptiker hat folgendes geschrieben:


Vergiss das Länderdenken. Es geht nicht um Länderkonkurrenz, sondern um eine zivile internationale Zusammenarbeit der Menschheit.


Hier geht (bzw. ging, weil die Sache ist mittlerweile entschieden) es um die Konkurrenz zweier konkurrierender Wirtschaftssysteme.

Skeptiker hat folgendes geschrieben:


Es sind Menschen, die "die Dinge" produzieren, nicht Länder. Menschen können gemeinsam produzieren und gemeinsam konsumieren. Das ist ganz einfach, wenn man es einfach nur tut. Daran ist nichts Magisches, kein Hexenwerk, sondern Menschenwerk.


Wir reden hier ueber die Art und Weise wie man es Menschen ermöglicht moeglichst effizient die Dinge zu produzieren, die sie brauchen bzw. gerne haetten. Und da gibt es Organisationsformen, die funktionieren besser als andere.

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Im Gegensatz zum gemeinen Religionshansel und zur gemeinem Religionshanselin kann man sich aber ruhig trauen, an das konstruktive Potenzial der Menschheit zu glauben. Man sollte also an das Diesseits glauben, an das diesseitige Potenzial des Menschen.


Ich glaube an das Diesseits und nicht an das, was jenseits des Tages, an dem sich der Kommunismus endlich voll entwickelt haben soll, angeblich, nicht nur auf mich, sondern auf die ganze Menschheit wartet.

Und dieses Diesseits gefällt mir im Grossen und Ganzen recht gut, weil es sich sehr gut darin leben laesst. Die unbestreitbaren Fehler, die dieses Diesseits dennoch hat, lassen sich beheben, wenn man das wirklich will, dazu muss man sich nicht auf das Jenseits nach der grossen Weltrevolution vertrösten lassen, da kann man jetzt sofort, unter den herrschenden Umständen, was fuer tun.

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Alles andere ist Religion = Unglaube an den Menschen (verkleidet als Glaube an Götter, Geister, Dämonen).


Deine Auffassung ähnelt viel mehr der Religion als Dir lieb sein kann. zwinkern

Skeptiker hat folgendes geschrieben:


Weil die internationale Hackordnung dies erzwingt. Oder meinst du, ein Küken kann ein Huhn werden, wenn man vor der Reife des Kükens die Eierschale zerbricht? Wie soll das Küken aus dem zerbrochenen Ei mit dem erwachsenen Habicht in Konkurrenz treten?

Willst du hier der Schiedsrichter sein, bei dem Kampf zwischen unreifem Küken und reifem Habicht?



Was, wenn das Ei faul ist? Dann kannst Du noch mal fast 2 Jahrhunderte brüten, da wird trotzdem nie ein Huhn draus. Sehr glücklich

Wer zwang denn die Ossis damals nach Westmark zu geiern und das Paradies im naechsten Intershop zu verorten? Die SED? Oder waren es nicht eher die Umstände, die die gescheiterte Wirtschaftsideologie der SED verursacht hatte?

Skeptiker hat folgendes geschrieben:


Alles braucht seine Zeit. *Gott* hat die Welt auch nicht an einem Tag erschaffen. zwinkern




Nur mal so grob geschätzt.....

Wieviel Jahrhunderte braucht den der Kommunismus noch um eine langfristig funktionsfähige Alternative zur Marktwirtschaft zu entwickeln, nachdem fast 200 Jahre immer noch nicht gereicht haben?

Verzeih, wenn ich da etwas in Eile bin, mir verbleiben naemlich nur noch geschätzte 2-3 Jahrzehnte um dieses versprochene goldene "Jenseits des Kapitalismus" noch zu erleben. Smilie
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
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Beitrag(#2232498) Verfasst am: 27.11.2020, 22:58    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:

Wieviel Jahrhunderte braucht den der Kommunismus noch um eine langfristig funktionsfähige Alternative zur Marktwirtschaft zu entwickeln, nachdem fast 200 Jahre immer noch nicht gereicht haben?

Verzeih, wenn ich da etwas in Eile bin, mir verbleiben naemlich nur noch geschätzte 2-3 Jahrzehnte um dieses versprochene goldene "Jenseits des Kapitalismus" noch zu erleben. Smilie


Für uns wird das auch nichts mehr.
Wenn man sich überlegt, wie lang so "Epochen" dauern im Laufe der Geschichte...
Man kann sich heute manche Dingen aus der Antike, oder das Mittelalter heute auch gar nicht mehr vorstellen, obwohl sie damals hunderte Jahre überdauert haben.
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Erich Fromm

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Grenzen geben einem die Illusion, das Böse kommt von draußen
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2232500) Verfasst am: 27.11.2020, 23:53    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:

Wieviel Jahrhunderte braucht den der Kommunismus noch um eine langfristig funktionsfähige Alternative zur Marktwirtschaft zu entwickeln, nachdem fast 200 Jahre immer noch nicht gereicht haben?

Verzeih, wenn ich da etwas in Eile bin, mir verbleiben naemlich nur noch geschätzte 2-3 Jahrzehnte um dieses versprochene goldene "Jenseits des Kapitalismus" noch zu erleben. Smilie


Für uns wird das auch nichts mehr.
Wenn man sich überlegt, wie lang so "Epochen" dauern im Laufe der Geschichte...
Man kann sich heute manche Dingen aus der Antike, oder das Mittelalter heute auch gar nicht mehr vorstellen, obwohl sie damals hunderte Jahre überdauert haben.


Auf manche Dinge wartet man halt ewig, egal wie lang man wartet. Der Volksmund nennt das "St.Nimmerleinstag". Ich denke, dass ich nicht nur die Verheissungen des Kommunismus nicht erleben werde, sondern dass die letztlich eine aehnliche Fata Morgana sind wie das Paradies oder "die zweite Wiederkunft des Herrn" der Christen, einzig und allein zu dem Zweck erfunden um zu verhindern, dass die Leute das Beste aus den Umständen machen, in die sie nun mal hineingeboren sind.
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Skeptiker
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Beitrag(#2232565) Verfasst am: 28.11.2020, 22:12    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Wer griff die Sowjetunion an, wer Rotchina, wer Vietnam?

Wer griff Kuba an und versucht, seine Ökonomie zu ersticken? Und wen blockiert Kuba?


Wer griff Afghanistan an? Wer Finnland? Wer griff Tibet an? Wer versuchte West-Berlin auszuhungern?

Ich glaube allerdings nicht, dass solche Aufrechnerei irgendwas anderes zutage fördert als die Tatsache, dass beide Systeme militärische und wirtschaftliche Gewalt zur Durchsetzung ihrer Interessen anwenden, wenn dies opportun erscheint.


Dann stelle ich die Frage mal anders:

Warum kann das Kapital es nicht aushalten, dass irgendwo auf der Welt ein Fleckchen Sozialismus wächst, während die Politik der UdSSR nach dem WK II und auch Chinas ausdrücklich das Motto der "friedlichen Koexistenz" mit den kapitalistischen Staaten beschwor?

Diese Friedens- oder wenigstens Waffenstillstandsangebote haben keinem sozialistischen Land, keiner sozialistischen Selbstverwaltung jemals etwas genützt.

Es bleibt solchen Geschichtsfälschern wie Ernst Nolte & Konsorten vobehalten, hier eine Symmetrie der Gewalt vorzugaukeln, z.B. um den deutschen Faschismus zu entlasten.

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Die imperialistischen Staaten hatten einen ziemlichen Vorsprung in ihrer industriellen Entwicklung. Hast du nicht gewusst? Jetzt weißt du's.


Ja und? Die weltrevolutionären Staaten hatten lange genug Zeit den Vorsprung aufzuholen. Stattdessen Vergrößerte sich ihr Rückstand immer weiter, weil der technische Fortschritt unter kapitalistischen Bedingungen nun mal schneller laeuft als unter kommunistischen. Hast Du nicht gewusst? Jetzt weisst Du's! Sehr glücklich


Wenn immer Staaten der "3. Welt" den Vorsprung der führenden Staaten aufgeholt haben, so hatte dies in der Regel mit Marshall-Plänen, Technologietransfer und sonstigen massiven Entwicklungshilfen zu tun - so etwa bei der BRD, Japans, Südkoreas, u.a.

Im Vergleich dazu musste die junge UdSSR erst zahlreiche militärische Angriffe in den 20er Jahren abwehren, den Überfall des faschistischen Deutschlands zurückschlagen und anschließend Jahrzehnte eines verheerenden kalten Krieges über sich ergehen lassen, während parallel dazu die Mudschahedin in Afghanistan von den USA aufgerüstet und ausgebildet wurden.

Die USA stellte nach dem WK II 2/3 aller Industrieprodukte her und hatte nicht mit dem Problem des Wiederaufbaus eines völlig verwüsteten und zerstörten Landes zu tun.

Hier mal der BIP-Vergleich USA/UdSSR 1950-1990:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/935320/umfrage/bip-wachstum-in-den-usa-und-der-udssr/

Bisher haben Revolutionen ausschließlich in rückständigen Ländern stattgefunden. Das ist als Ausgangsposition sowieso schon mal nicht besonders günstig.

Von daher ist dein Vorschlag, einfach mal eben den Vorsprung aufzuholen, etwas weltfremd.

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Nie waren die Entwicklungsbedingungen gleich zwischen USA/Deutschland/Japan/etc. und UdSSR/Rotchina/Kuba/etc.


Da kein Land dem anderen gleicht, ist das auch nicht weiter verwunderlich.


Ich habe ja eben erläutert, worin der Unterschied zwischen beiden Gruppen bestand. Kuba kann man vielleicht mit Bolivien vergleichen, Russland vielleicht mit Indien. Dann hätte man einen besseren Vergleichsmaßstab.

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Sie sind ja auch nicht gleich zwischen BRD und Äthiopien. Das sollte ein wissenschaftlich denkender Mensch berücksichtigen. Du weißt - die Sache mit den Normalbedingungen im Chemielabor. Do you remember?


Wenn man schon vergleicht, dann bitte Vergleichbares, z.B. die BRD mit der DDR. Das sollte ein wissenschaftlich denkender Mensch berücksichtigen. Du weißt - die Sache mit den Äpfeln und den Orangen. zwinkern


Die BRD hatte einen reichen, die DDR einen armen Onkel. Die Bedingungen waren von Beginn an höchst ungleich.

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Vergiss das Länderdenken. Es geht nicht um Länderkonkurrenz, sondern um eine zivile internationale Zusammenarbeit der Menschheit.


Hier geht (bzw. ging, weil die Sache ist mittlerweile entschieden) es um die Konkurrenz zweier konkurrierender Wirtschaftssysteme.


Die kann aber wohl kaum darin bestehen, sämtliche Randbedingungen zu ignorieren.

Welches Land kann denn unter den Bedingungen von Krieg, Wirtschaftsembargo und der Drohung der Existenzvernichtung durch überlegene Mächte in Ruhe seine Wirtschaft entwickeln? Was ist das denn für eine unfaire Konkurrenz?

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Es sind Menschen, die "die Dinge" produzieren, nicht Länder. Menschen können gemeinsam produzieren und gemeinsam konsumieren. Das ist ganz einfach, wenn man es einfach nur tut. Daran ist nichts Magisches, kein Hexenwerk, sondern Menschenwerk.


Wir reden hier ueber die Art und Weise wie man es Menschen ermöglicht moeglichst effizient die Dinge zu produzieren, die sie brauchen bzw. gerne haetten. Und da gibt es Organisationsformen, die funktionieren besser als andere.


Du redest von effizienten Fabriken. Ich rede davon, wem sie gehören und wie demokratisch die Produktion abläuft.

Das ist eine ganz andere Ebene. Effizienz ist ja auch kein Selbstzweck, sofern z.B. auf höchst effiziente Weise Mordwaffen oder chemische Gifte produziert werden.

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Im Gegensatz zum gemeinen Religionshansel und zur gemeinem Religionshanselin kann man sich aber ruhig trauen, an das konstruktive Potenzial der Menschheit zu glauben. Man sollte also an das Diesseits glauben, an das diesseitige Potenzial des Menschen.


Ich glaube an das Diesseits und nicht an das, was jenseits des Tages, an dem sich der Kommunismus endlich voll entwickelt haben soll, angeblich, nicht nur auf mich, sondern auf die ganze Menschheit wartet.

Und dieses Diesseits gefällt mir im Grossen und Ganzen recht gut, weil es sich sehr gut darin leben laesst. Die unbestreitbaren Fehler, die dieses Diesseits dennoch hat, lassen sich beheben, wenn man das wirklich will, dazu muss man sich nicht auf das Jenseits nach der grossen Weltrevolution vertrösten lassen, da kann man jetzt sofort, unter den herrschenden Umständen, was fuer tun.


Die Kapitalklassen und Faschisten würden in der Tat gerne den Sozialismus ins Jenseits befördern, das ist wohl wahr. Aber es geht hier nicht um das Himmelreich, wenn eine rationale Gestaltung der menschlichen Produktion nicht nur auf Parzelle angestrebt wird, sondern im großen Maßstab.

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Alles andere ist Religion = Unglaube an den Menschen (verkleidet als Glaube an Götter, Geister, Dämonen).


Deine Auffassung ähnelt viel mehr der Religion als Dir lieb sein kann. zwinkern


Nein. Schau, es gibt so eine nicht zu Ende geführte Religionskritik, in der das ganze formale Brimborium zwar begraben, aber der implizite Kern der Religion beibehalten wird. Religion ist im Kern die Verleumdung der menschlichen Produktivkräfte:

https://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=2112605#2112605

Wir haben mit der Kapitalökonomie das sich immer weiter zuspitzende Problem höchstentwickelter Produktivkräfte, welche aber als Produktivkräfte des Kapitals fungieren müssen, nicht als Produktivkräfte der Arbeit, des frei kommunizierend produzierenden Menschen.

Dass auch unter Kapitalbedingungen ein ganzer Haufen produziert wird, wissen wir, das ist nichts Neues. Das reicht aber nicht mehr, um das humane Potenzial der Produktivkraft auszuschöpfen. Dazu bräuchte man demokratische Produktionsverhältnisse, die es natürlich bisher nicht gab. Dies ist aber wohl kaum ein Argument dafür, dass es sie nicht besser geben sollte!

Es gibt auch noch keinen Impfstoff gegen Corona auf dem Markt. Das ist aber kein Argument dafür ... usw.

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Weil die internationale Hackordnung dies erzwingt. Oder meinst du, ein Küken kann ein Huhn werden, wenn man vor der Reife des Kükens die Eierschale zerbricht? Wie soll das Küken aus dem zerbrochenen Ei mit dem erwachsenen Habicht in Konkurrenz treten?

Willst du hier der Schiedsrichter sein, bei dem Kampf zwischen unreifem Küken und reifem Habicht?


Was, wenn das Ei faul ist? Dann kannst Du noch mal fast 2 Jahrhunderte brüten, da wird trotzdem nie ein Huhn draus. Sehr glücklich

Wer zwang denn die Ossis damals nach Westmark zu geiern und das Paradies im naechsten Intershop zu verorten? Die SED? Oder waren es nicht eher die Umstände, die die gescheiterte Wirtschaftsideologie der SED verursacht hatte?


Mein Bild ist eigentlich etwas grundsätzlicher gemeint. Vielleicht denkst du noch mal darüber nach.

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Alles braucht seine Zeit. *Gott* hat die Welt auch nicht an einem Tag erschaffen. zwinkern


Nur mal so grob geschätzt.....

Wieviel Jahrhunderte braucht den der Kommunismus noch um eine langfristig funktionsfähige Alternative zur Marktwirtschaft zu entwickeln, nachdem fast 200 Jahre immer noch nicht gereicht haben?

Verzeih, wenn ich da etwas in Eile bin, mir verbleiben naemlich nur noch geschätzte 2-3 Jahrzehnte um dieses versprochene goldene "Jenseits des Kapitalismus" noch zu erleben. Smilie


Ich fürchte, das hast du missverstanden. Ich meinte eigentlich die nötige Zeit und Ruhe ab Beginn einer sozialistischen Gesellschaft.

Klar hatte etwa die UdSSR 70 Jahre Zeit und du magst sagen, dass dies doch genug Zeit sei. Leider waren diese 70 Jahre durchzogen von heißen und kalten Kriegen und sonstigen massiven Beeinträchtigungen.

So ein Ei brütet sich in kalten Käfigen nicht von alleine aus. Zuviel Kälte schadet.
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"Ich verwarne Ihnen!" (Schiri)
"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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Wilson
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Beitrag(#2232812) Verfasst am: 02.12.2020, 16:25    Titel: Antworten mit Zitat

https://www.spektrum.de/magazin/armut-verlangsamt-das-denken/1430148
Armut verlangsamt das denken
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vrolijke
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Beitrag(#2232814) Verfasst am: 02.12.2020, 16:34    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
https://www.spektrum.de/magazin/armut-verlangsamt-das-denken/1430148
Armut verlangsamt das denken


Das dürfte klar wie Kloßbrühe sein. Wer kein existenzstress hat, kann entspannter denken.
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beachbernie
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Beitrag(#2232818) Verfasst am: 02.12.2020, 18:49    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
https://www.spektrum.de/magazin/armut-verlangsamt-das-denken/1430148
Armut verlangsamt das denken


Das dürfte klar wie Kloßbrühe sein. Wer kein existenzstress hat, kann entspannter denken.


Ich vermute, dass es hier eher darum geht, dass Armut meist zu schlechterer Ernährung fuehrt und der Mangel an bestimmten Vitaminen und Spurenelementen eine dauerhaften Beeintraechtigung des Nervensystems zur Folge hat.


Ich frage mich allerdings, was das mit dem Threadthema zu tun haben soll. Dieser Thread ist wohl eher als Sammelthread fuer Sachen zu verstehen, die bestimmten usern nicht gefallen und fuer die schon aus Gewohnheit "der Kapitalismus" verantwortlich gemacht wird. Ziemlich irrationale Kiste, wenn man mal darueber nachdenkt.
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TheStone
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Beitrag(#2232819) Verfasst am: 02.12.2020, 18:55    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:



Ich frage mich allerdings, was das mit dem Threadthema zu tun haben soll. Dieser Thread ist wohl eher als Sammelthread fuer Sachen zu verstehen, die bestimmten usern nicht gefallen und fuer die schon aus Gewohnheit "der Kapitalismus" verantwortlich gemacht wird. Ziemlich irrationale Kiste, wenn man mal darueber nachdenkt.


Es ist dem Kapitalismus immanent, dass die soziale Schere auseinander geht, die Mittelschicht wegschmilzt und am Ende wenige sehr wohlhabende sehr vielen Armen gegenüberstehen. Auf globaler Ebene lässt sich das bereits wunderbar beobachten. Ziemlich irrationale Kiste, wenn man mal darüber nachdenkt, wie effektiv du solche Zusammenhänge verdrängst.
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beachbernie
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Beitrag(#2232823) Verfasst am: 02.12.2020, 19:13    Titel: Antworten mit Zitat

TheStone hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:



Ich frage mich allerdings, was das mit dem Threadthema zu tun haben soll. Dieser Thread ist wohl eher als Sammelthread fuer Sachen zu verstehen, die bestimmten usern nicht gefallen und fuer die schon aus Gewohnheit "der Kapitalismus" verantwortlich gemacht wird. Ziemlich irrationale Kiste, wenn man mal darueber nachdenkt.


Es ist dem Kapitalismus immanent, dass die soziale Schere auseinander geht, die Mittelschicht wegschmilzt und am Ende wenige sehr wohlhabende sehr vielen Armen gegenüberstehen. Auf globaler Ebene lässt sich das bereits wunderbar beobachten. Ziemlich irrationale Kiste, wenn man mal darüber nachdenkt, wie effektiv du solche Zusammenhänge verdrängst.



Es gibt mehr Armut in Laendern, in denen es keinen Kapitalismus gibt, bzw. in denen der Kapitalismus nicht die vorherrschende Wirtschaftsform ist. Insofern ist es eine Lüge den Kapitalismus pauschal fuer das Phänomen der Armut verantwortlich machen zu wollen.

Der Kapitalismus hat vor allem ein Verteilungsproblem, weshalb es in rein kapitalistischen Wirtschaftssystemen, auch in eigentlich sehr reichen reichen Gesellschaften, an den Rändern oft recht hartnaeckige Armut gibt. Nichtkapitalistische (insbesondere kommunistische) Laender haben demgegenueber meist ein Produktionsproblem, weshalb es in diesen oft zu flächendeckender Armut kommt. Diese Gesellschaften sind insgesamt arn, auch wenn manche davon ursprünglich mal sehr reich gewesen sind, weil sie frueher mal kapitalistisch organisiert waren.

Ansonsten hat der Kapitalismus, insbesondere in der Form der sozialen Marktwirtschaft, einen sehr guten "track record" Menschen aus Armut herauszuholen, waehrend es z.B. der Kommunismus immer wieder schafft einst reiche Gesellschaften allmählich verarmen zu lassen und so Armut produziert.

Insofern wuerde das hier Diskutierte eher in einen fiktiven Thread "Koennen wir uns leisten den Kapitalismus abzuschaffen" passen. zwinkern
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TheStone
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Beitrag(#2232824) Verfasst am: 02.12.2020, 19:20    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:


Es gibt mehr Armut in Laendern, in denen es keinen Kapitalismus gibt, bzw. in denen der Kapitalismus nicht die vorherrschende Wirtschaftsform ist. Insofern ist es eine Lüge den Kapitalismus pauschal fuer das Phänomen der Armut verantwortlich machen zu wollen.


Die USA, wo die Probanden der von Wilson zitierten Studie leben, sind also nicht vom Kapitalismus betroffen? Ich hab' dich übrigens schonmal vergeblich danach gefragt, welche Staaten eigentlich nicht vom globalen Kapitalismus betroffen sind. Ich rechne auch dieses mal nicht mit einer Antwort.
Dein nächster Absatz erübrigt sich damit.


Zuletzt bearbeitet von TheStone am 02.12.2020, 22:45, insgesamt 2-mal bearbeitet
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beachbernie
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Beitrag(#2232841) Verfasst am: 02.12.2020, 21:56    Titel: Antworten mit Zitat

TheStone hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:


Es gibt mehr Armut in Laendern, in denen es keinen Kapitalismus gibt, bzw. in denen der Kapitalismus nicht die vorherrschende Wirtschaftsform ist. Insofern ist es eine Lüge den Kapitalismus pauschal fuer das Phänomen der Armut verantwortlich machen zu wollen.


Die USA, wo die Probanden der von Wilson zitierten Studie leben, sind also nicht vom Kapitalismus betroffen? Ich hab' dich übrigens schonmal vergeblich danach gefragt, welche Staaten eigentlich nicht vom globalen Kapitalismus betroffen sind. Ich rechne auch dieses mal nicht mit einer Antwort.
Dein nächster Absatz erübrigt sich damit.


Klar sind die USA "vom Kapitalismus betroffen", mehr sogar als die meisten anderen Laender und sind genau aus diesem Grund auch das reichste Land der Welt, in dem die Vor- und Nachteile dieser Wirtschaftsform am deutlichsten zutage treten. Die USA sind naemlich nicht nur das reichste Land der Welt, sondern auch das Land mit den krassesten inneren Wohlstandsunterschieden.

Im Endeffekt bewirkt die sich staendig weiter öffnende Wohlstandsschere, dass es in den USA vor allem viel relative Armut gibt, d.h. eine grosse Zahl von Menschen, denen es im Vergleich zu den Reichen im eigenen Land immer schlechter geht, die aber immer noch einen größeren materiellen Wohlstand geniessen und halten als die meisten Menschen in anderen Laendern. Das ist das Ergebnis einer Entwicklung, waehrend der die gesamten erzielten Wohlstandsgewinne ausschliesslich einer privilegierten Minderheit zugute kamen, waehrend die Einkommen der abgehängten Mittelschicht in den letzten Jahrzehnten von der Kaufkraft her gleich geblieben. Die sind also gar nicht wirklich ärmer geworden, sondern nur nicht reicher, in absoluten Zahlen ausgedrückt. Deswegen verhungert niemand, allerdings bedrohen diese Wohlstandsunterschiede zunehmend die innere Stabiltitaet der USA.

Deshalb befürworte ich auch nicht den Kapitalismus in seiner Reinform wie in den USA weitgehend verwirklicht, sondern einen Kapitalismus mit sozialem Korrektiv, die soziale Marktwirtschaft. Grundsaetzlich muss dabei allerdings die kapitalistische Produktionsweise erhalten bleiben, weil man nur verteilen kann, was vorher erwirtschaftet wurde, wenn man Armut wirklich nachhaltig bekämpfen will.

Ähnliches gilt auch im globalen Massstab, auch dort kann man die Armut in den armen Laendern nur bekämpfen, wenn es reiche Laender gibt, in denen die hierzu notwendigen Ueberschuesse erwirtschaftet werden, sowie der dazu notwendige technologische Fortschritt stattfindet und das sind nun mal vor allem die kapitalistischen Volkswirtschaften. Es hat sich naemlich gezeigt, dass man entgegen den Hoffnungen der Wohlstandsrevolutionaere in kapitalistischen Laendern mit revolutionären Parolen niemanden satt kriegt.

Es ist, angesichts der unübersehbaren Realitäten, geradezu rührend naiv fuer alle Missstände reflexhaft "den Kapitalismus" verantwortlich zu machen und damit zu implizieren man müsse nur den Kapitalismus abschaffen und alle Probleme dieser Welt waeren plötzlich verschwunden oder zumindest die Grundvoraussetzung zu deren Loesung geschaffen. Das koennte einen böses Erwachen geben, wenn sich hinterher naemlich herausstellt, dass die Probleme nicht nur nicht zusammen mit dem Kapitalismus verschwinden, sondern dass man zusammen mit dem Kapitalismus kein Hinderniss, sondern eine notwendige Voraussetzung zur Problemlösung beseitigt hat: Naemlich die weit überlegene Produktivität und Innovationsfaehigkeit marktwirtschaftlicher Systeme.
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Tarvoc
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Beitrag(#2232844) Verfasst am: 02.12.2020, 22:15    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Klar sind die USA "vom Kapitalismus betroffen", mehr sogar als die meisten anderen Laender und sind genau aus diesem Grund auch das reichste Land der Welt

Nach welcher Metrik? Hier zeigt sich mal wieder, wie wenig genau du es mit der Wahrheit nimmst - oder mit überhaupt allem. Das Handelsblatt und die Weltbank sind jedenfalls anderer Meinung als du.
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TheStone
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Beitrag(#2232851) Verfasst am: 02.12.2020, 22:38    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
TheStone hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:


Es gibt mehr Armut in Laendern, in denen es keinen Kapitalismus gibt, bzw. in denen der Kapitalismus nicht die vorherrschende Wirtschaftsform ist. Insofern ist es eine Lüge den Kapitalismus pauschal fuer das Phänomen der Armut verantwortlich machen zu wollen.


Die USA, wo die Probanden der von Wilson zitierten Studie leben, sind also nicht vom Kapitalismus betroffen? Ich hab' dich übrigens schonmal vergeblich danach gefragt, welche Staaten eigentlich nicht vom globalen Kapitalismus betroffen sind. Ich rechne auch dieses mal nicht mit einer Antwort.
Dein nächster Absatz erübrigt sich damit.


Klar sind die USA "vom Kapitalismus betroffen", mehr sogar als die meisten anderen Laender und sind genau aus diesem Grund auch das reichste Land der Welt, in dem die Vor- und Nachteile dieser Wirtschaftsform am deutlichsten zutage treten. Die USA sind naemlich nicht nur das reichste Land der Welt, sondern auch das Land mit den krassesten inneren Wohlstandsunterschieden.

Im Endeffekt bewirkt die sich staendig weiter öffnende Wohlstandsschere, dass es in den USA vor allem viel relative Armut gibt, d.h. eine grosse Zahl von Menschen, denen es im Vergleich zu den Reichen im eigenen Land immer schlechter geht, die aber immer noch einen größeren materiellen Wohlstand geniessen und halten als die meisten Menschen in anderen Laendern. Das ist das Ergebnis einer Entwicklung, waehrend der die gesamten erzielten Wohlstandsgewinne ausschliesslich einer privilegierten Minderheit zugute kamen, waehrend die Einkommen der abgehängten Mittelschicht in den letzten Jahrzehnten von der Kaufkraft her gleich geblieben. Die sind also gar nicht wirklich ärmer geworden, sondern nur nicht reicher, in absoluten Zahlen ausgedrückt. Deswegen verhungert niemand, allerdings bedrohen diese Wohlstandsunterschiede zunehmend die innere Stabiltitaet der USA.

Deshalb befürworte ich auch nicht den Kapitalismus in seiner Reinform wie in den USA weitgehend verwirklicht, sondern einen Kapitalismus mit sozialem Korrektiv, die soziale Marktwirtschaft. Grundsaetzlich muss dabei allerdings die kapitalistische Produktionsweise erhalten bleiben, weil man nur verteilen kann, was vorher erwirtschaftet wurde, wenn man Armut wirklich nachhaltig bekämpfen will.

Ähnliches gilt auch im globalen Massstab, auch dort kann man die Armut in den armen Laendern nur bekämpfen, wenn es reiche Laender gibt, in denen die hierzu notwendigen Ueberschuesse erwirtschaftet werden, sowie der dazu notwendige technologische Fortschritt stattfindet und das sind nun mal vor allem die kapitalistischen Volkswirtschaften. Es hat sich naemlich gezeigt, dass man entgegen den Hoffnungen der Wohlstandsrevolutionaere in kapitalistischen Laendern mit revolutionären Parolen niemanden satt kriegt.

Es ist, angesichts der unübersehbaren Realitäten, geradezu rührend naiv fuer alle Missstände reflexhaft "den Kapitalismus" verantwortlich zu machen und damit zu implizieren man müsse nur den Kapitalismus abschaffen und alle Probleme dieser Welt waeren plötzlich verschwunden oder zumindest die Grundvoraussetzung zu deren Loesung geschaffen. Das koennte einen böses Erwachen geben, wenn sich hinterher naemlich herausstellt, dass die Probleme nicht nur nicht zusammen mit dem Kapitalismus verschwinden, sondern dass man zusammen mit dem Kapitalismus kein Hinderniss, sondern eine notwendige Voraussetzung zur Problemlösung beseitigt hat: Naemlich die weit überlegene Produktivität und Innovationsfaehigkeit marktwirtschaftlicher Systeme.


Mal ganz nebenbei gefragt: Hinterfragst und überprüfst du deine Thesen eigentlich anhand der Realität? Wäre dir dringend anzuraten...
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TheStone
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Beitrag(#2232852) Verfasst am: 02.12.2020, 22:41    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Klar sind die USA "vom Kapitalismus betroffen", mehr sogar als die meisten anderen Laender und sind genau aus diesem Grund auch das reichste Land der Welt

Nach welcher Metrik? Hier zeigt sich mal wieder, wie wenig genau du es mit der Wahrheit nimmst - oder mit überhaupt allem. Das Handelsblatt und die Weltbank sind jedenfalls anderer Meinung als du.


Man könnte in dem Zusammenhang auch hinterfragen, wozu so ein "reicher" Staat wie die USA es nötig haben, haufenweise Staatsanleihen an China zu verkaufen um sich auf diesem Weg für den Preis der Abhängigkeit Kapital zu verschaffen...
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TheStone
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Beitrag(#2232853) Verfasst am: 02.12.2020, 22:46    Titel: Antworten mit Zitat

TheStone hat folgendes geschrieben:
Ich hab' dich übrigens schonmal vergeblich danach gefragt, welche Staaten eigentlich nicht vom globalen Kapitalismus betroffen sind. Ich rechne auch dieses mal nicht mit einer Antwort.
QED
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Tarvoc
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Beitrag(#2232855) Verfasst am: 02.12.2020, 22:48    Titel: Antworten mit Zitat

TheStone hat folgendes geschrieben:
Mal ganz nebenbei gefragt: Hinterfragst und überprüfst du deine Thesen eigentlich anhand der Realität?

Ich dachte, es hätte sich inzwischen rumgesprochen, dass beachbernie es damit nicht so genau nimmt...
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beachbernie
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Beitrag(#2232865) Verfasst am: 03.12.2020, 00:38    Titel: Antworten mit Zitat

TheStone hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
TheStone hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:


Es gibt mehr Armut in Laendern, in denen es keinen Kapitalismus gibt, bzw. in denen der Kapitalismus nicht die vorherrschende Wirtschaftsform ist. Insofern ist es eine Lüge den Kapitalismus pauschal fuer das Phänomen der Armut verantwortlich machen zu wollen.


Die USA, wo die Probanden der von Wilson zitierten Studie leben, sind also nicht vom Kapitalismus betroffen? Ich hab' dich übrigens schonmal vergeblich danach gefragt, welche Staaten eigentlich nicht vom globalen Kapitalismus betroffen sind. Ich rechne auch dieses mal nicht mit einer Antwort.
Dein nächster Absatz erübrigt sich damit.


Klar sind die USA "vom Kapitalismus betroffen", mehr sogar als die meisten anderen Laender und sind genau aus diesem Grund auch das reichste Land der Welt, in dem die Vor- und Nachteile dieser Wirtschaftsform am deutlichsten zutage treten. Die USA sind naemlich nicht nur das reichste Land der Welt, sondern auch das Land mit den krassesten inneren Wohlstandsunterschieden.

Im Endeffekt bewirkt die sich staendig weiter öffnende Wohlstandsschere, dass es in den USA vor allem viel relative Armut gibt, d.h. eine grosse Zahl von Menschen, denen es im Vergleich zu den Reichen im eigenen Land immer schlechter geht, die aber immer noch einen größeren materiellen Wohlstand geniessen und halten als die meisten Menschen in anderen Laendern. Das ist das Ergebnis einer Entwicklung, waehrend der die gesamten erzielten Wohlstandsgewinne ausschliesslich einer privilegierten Minderheit zugute kamen, waehrend die Einkommen der abgehängten Mittelschicht in den letzten Jahrzehnten von der Kaufkraft her gleich geblieben. Die sind also gar nicht wirklich ärmer geworden, sondern nur nicht reicher, in absoluten Zahlen ausgedrückt. Deswegen verhungert niemand, allerdings bedrohen diese Wohlstandsunterschiede zunehmend die innere Stabiltitaet der USA.

Deshalb befürworte ich auch nicht den Kapitalismus in seiner Reinform wie in den USA weitgehend verwirklicht, sondern einen Kapitalismus mit sozialem Korrektiv, die soziale Marktwirtschaft. Grundsaetzlich muss dabei allerdings die kapitalistische Produktionsweise erhalten bleiben, weil man nur verteilen kann, was vorher erwirtschaftet wurde, wenn man Armut wirklich nachhaltig bekämpfen will.

Ähnliches gilt auch im globalen Massstab, auch dort kann man die Armut in den armen Laendern nur bekämpfen, wenn es reiche Laender gibt, in denen die hierzu notwendigen Ueberschuesse erwirtschaftet werden, sowie der dazu notwendige technologische Fortschritt stattfindet und das sind nun mal vor allem die kapitalistischen Volkswirtschaften. Es hat sich naemlich gezeigt, dass man entgegen den Hoffnungen der Wohlstandsrevolutionaere in kapitalistischen Laendern mit revolutionären Parolen niemanden satt kriegt.

Es ist, angesichts der unübersehbaren Realitäten, geradezu rührend naiv fuer alle Missstände reflexhaft "den Kapitalismus" verantwortlich zu machen und damit zu implizieren man müsse nur den Kapitalismus abschaffen und alle Probleme dieser Welt waeren plötzlich verschwunden oder zumindest die Grundvoraussetzung zu deren Loesung geschaffen. Das koennte einen böses Erwachen geben, wenn sich hinterher naemlich herausstellt, dass die Probleme nicht nur nicht zusammen mit dem Kapitalismus verschwinden, sondern dass man zusammen mit dem Kapitalismus kein Hinderniss, sondern eine notwendige Voraussetzung zur Problemlösung beseitigt hat: Naemlich die weit überlegene Produktivität und Innovationsfaehigkeit marktwirtschaftlicher Systeme.


Mal ganz nebenbei gefragt: Hinterfragst und überprüfst du deine Thesen eigentlich anhand der Realität? Wäre dir dringend anzuraten...


Meine "Thesen" sind aus der Realitaet abgeleitet.
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Beitrag(#2232866) Verfasst am: 03.12.2020, 00:40    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
TheStone hat folgendes geschrieben:
Mal ganz nebenbei gefragt: Hinterfragst und überprüfst du deine Thesen eigentlich anhand der Realität?

Ich dachte, es hätte sich inzwischen rumgesprochen, dass beachbernie es damit nicht so genau nimmt...


Tarvoc, wie man ihn kennt. Null zur Sache. Nur dumme persönliche Anmache.

Wer den ernst nimmt ist selber schuld.
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Beitrag(#2232867) Verfasst am: 03.12.2020, 00:40    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
TheStone hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
TheStone hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:


Es gibt mehr Armut in Laendern, in denen es keinen Kapitalismus gibt, bzw. in denen der Kapitalismus nicht die vorherrschende Wirtschaftsform ist. Insofern ist es eine Lüge den Kapitalismus pauschal fuer das Phänomen der Armut verantwortlich machen zu wollen.


Die USA, wo die Probanden der von Wilson zitierten Studie leben, sind also nicht vom Kapitalismus betroffen? Ich hab' dich übrigens schonmal vergeblich danach gefragt, welche Staaten eigentlich nicht vom globalen Kapitalismus betroffen sind. Ich rechne auch dieses mal nicht mit einer Antwort.
Dein nächster Absatz erübrigt sich damit.


Klar sind die USA "vom Kapitalismus betroffen", mehr sogar als die meisten anderen Laender und sind genau aus diesem Grund auch das reichste Land der Welt, in dem die Vor- und Nachteile dieser Wirtschaftsform am deutlichsten zutage treten. Die USA sind naemlich nicht nur das reichste Land der Welt, sondern auch das Land mit den krassesten inneren Wohlstandsunterschieden.

Im Endeffekt bewirkt die sich staendig weiter öffnende Wohlstandsschere, dass es in den USA vor allem viel relative Armut gibt, d.h. eine grosse Zahl von Menschen, denen es im Vergleich zu den Reichen im eigenen Land immer schlechter geht, die aber immer noch einen größeren materiellen Wohlstand geniessen und halten als die meisten Menschen in anderen Laendern. Das ist das Ergebnis einer Entwicklung, waehrend der die gesamten erzielten Wohlstandsgewinne ausschliesslich einer privilegierten Minderheit zugute kamen, waehrend die Einkommen der abgehängten Mittelschicht in den letzten Jahrzehnten von der Kaufkraft her gleich geblieben. Die sind also gar nicht wirklich ärmer geworden, sondern nur nicht reicher, in absoluten Zahlen ausgedrückt. Deswegen verhungert niemand, allerdings bedrohen diese Wohlstandsunterschiede zunehmend die innere Stabiltitaet der USA.

Deshalb befürworte ich auch nicht den Kapitalismus in seiner Reinform wie in den USA weitgehend verwirklicht, sondern einen Kapitalismus mit sozialem Korrektiv, die soziale Marktwirtschaft. Grundsaetzlich muss dabei allerdings die kapitalistische Produktionsweise erhalten bleiben, weil man nur verteilen kann, was vorher erwirtschaftet wurde, wenn man Armut wirklich nachhaltig bekämpfen will.

Ähnliches gilt auch im globalen Massstab, auch dort kann man die Armut in den armen Laendern nur bekämpfen, wenn es reiche Laender gibt, in denen die hierzu notwendigen Ueberschuesse erwirtschaftet werden, sowie der dazu notwendige technologische Fortschritt stattfindet und das sind nun mal vor allem die kapitalistischen Volkswirtschaften. Es hat sich naemlich gezeigt, dass man entgegen den Hoffnungen der Wohlstandsrevolutionaere in kapitalistischen Laendern mit revolutionären Parolen niemanden satt kriegt.

Es ist, angesichts der unübersehbaren Realitäten, geradezu rührend naiv fuer alle Missstände reflexhaft "den Kapitalismus" verantwortlich zu machen und damit zu implizieren man müsse nur den Kapitalismus abschaffen und alle Probleme dieser Welt waeren plötzlich verschwunden oder zumindest die Grundvoraussetzung zu deren Loesung geschaffen. Das koennte einen böses Erwachen geben, wenn sich hinterher naemlich herausstellt, dass die Probleme nicht nur nicht zusammen mit dem Kapitalismus verschwinden, sondern dass man zusammen mit dem Kapitalismus kein Hinderniss, sondern eine notwendige Voraussetzung zur Problemlösung beseitigt hat: Naemlich die weit überlegene Produktivität und Innovationsfaehigkeit marktwirtschaftlicher Systeme.


Mal ganz nebenbei gefragt: Hinterfragst und überprüfst du deine Thesen eigentlich anhand der Realität? Wäre dir dringend anzuraten...


Meine "Thesen" sind aus der Realitaet abgeleitet.


Ja, aus deiner eigenen Realität...
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Beitrag(#2232869) Verfasst am: 03.12.2020, 00:53    Titel: Antworten mit Zitat

TheStone hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
TheStone hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
TheStone hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:


Es gibt mehr Armut in Laendern, in denen es keinen Kapitalismus gibt, bzw. in denen der Kapitalismus nicht die vorherrschende Wirtschaftsform ist. Insofern ist es eine Lüge den Kapitalismus pauschal fuer das Phänomen der Armut verantwortlich machen zu wollen.


Die USA, wo die Probanden der von Wilson zitierten Studie leben, sind also nicht vom Kapitalismus betroffen? Ich hab' dich übrigens schonmal vergeblich danach gefragt, welche Staaten eigentlich nicht vom globalen Kapitalismus betroffen sind. Ich rechne auch dieses mal nicht mit einer Antwort.
Dein nächster Absatz erübrigt sich damit.


Klar sind die USA "vom Kapitalismus betroffen", mehr sogar als die meisten anderen Laender und sind genau aus diesem Grund auch das reichste Land der Welt, in dem die Vor- und Nachteile dieser Wirtschaftsform am deutlichsten zutage treten. Die USA sind naemlich nicht nur das reichste Land der Welt, sondern auch das Land mit den krassesten inneren Wohlstandsunterschieden.

Im Endeffekt bewirkt die sich staendig weiter öffnende Wohlstandsschere, dass es in den USA vor allem viel relative Armut gibt, d.h. eine grosse Zahl von Menschen, denen es im Vergleich zu den Reichen im eigenen Land immer schlechter geht, die aber immer noch einen größeren materiellen Wohlstand geniessen und halten als die meisten Menschen in anderen Laendern. Das ist das Ergebnis einer Entwicklung, waehrend der die gesamten erzielten Wohlstandsgewinne ausschliesslich einer privilegierten Minderheit zugute kamen, waehrend die Einkommen der abgehängten Mittelschicht in den letzten Jahrzehnten von der Kaufkraft her gleich geblieben. Die sind also gar nicht wirklich ärmer geworden, sondern nur nicht reicher, in absoluten Zahlen ausgedrückt. Deswegen verhungert niemand, allerdings bedrohen diese Wohlstandsunterschiede zunehmend die innere Stabiltitaet der USA.

Deshalb befürworte ich auch nicht den Kapitalismus in seiner Reinform wie in den USA weitgehend verwirklicht, sondern einen Kapitalismus mit sozialem Korrektiv, die soziale Marktwirtschaft. Grundsaetzlich muss dabei allerdings die kapitalistische Produktionsweise erhalten bleiben, weil man nur verteilen kann, was vorher erwirtschaftet wurde, wenn man Armut wirklich nachhaltig bekämpfen will.

Ähnliches gilt auch im globalen Massstab, auch dort kann man die Armut in den armen Laendern nur bekämpfen, wenn es reiche Laender gibt, in denen die hierzu notwendigen Ueberschuesse erwirtschaftet werden, sowie der dazu notwendige technologische Fortschritt stattfindet und das sind nun mal vor allem die kapitalistischen Volkswirtschaften. Es hat sich naemlich gezeigt, dass man entgegen den Hoffnungen der Wohlstandsrevolutionaere in kapitalistischen Laendern mit revolutionären Parolen niemanden satt kriegt.

Es ist, angesichts der unübersehbaren Realitäten, geradezu rührend naiv fuer alle Missstände reflexhaft "den Kapitalismus" verantwortlich zu machen und damit zu implizieren man müsse nur den Kapitalismus abschaffen und alle Probleme dieser Welt waeren plötzlich verschwunden oder zumindest die Grundvoraussetzung zu deren Loesung geschaffen. Das koennte einen böses Erwachen geben, wenn sich hinterher naemlich herausstellt, dass die Probleme nicht nur nicht zusammen mit dem Kapitalismus verschwinden, sondern dass man zusammen mit dem Kapitalismus kein Hinderniss, sondern eine notwendige Voraussetzung zur Problemlösung beseitigt hat: Naemlich die weit überlegene Produktivität und Innovationsfaehigkeit marktwirtschaftlicher Systeme.


Mal ganz nebenbei gefragt: Hinterfragst und überprüfst du deine Thesen eigentlich anhand der Realität? Wäre dir dringend anzuraten...


Meine "Thesen" sind aus der Realitaet abgeleitet.


Ja, aus deiner eigenen Realität...


Es gibt nur eine Realität. Die, in der marktwirtschaftliche Systeme ihre Überlegenheit ueber konkurrierende Systeme bewiesen haben und folgerichtig die Alternativen zu ihnen abhanden gekommen sind. Es ist jetzt klar, dass die Zukunft marktwirtschaftlich gestaltet sein wird, jetzt kommt es darauf an daran zu arbeiten, welche Art von Marktwirtschaft wir haben wollen.

Die Realitaet im Jahre 2020 verlangt nun mal an der Verbesserung des überlegenen Systems mitzuarbeiten anstatt hilf- und tatenlos daran herumzumäkeln und den gescheiterten Alternativen hinterher zu trauern..

Wo kommen eigentlich deine Thesen her? Sehr glücklich
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TheStone
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Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 662

Beitrag(#2232870) Verfasst am: 03.12.2020, 00:56    Titel: Antworten mit Zitat

Die These, dass du realitätsinkompatiblen Bullshit verzapfst, belegen deine Texte.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 45792
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2232872) Verfasst am: 03.12.2020, 01:09    Titel: Antworten mit Zitat

TheStone hat folgendes geschrieben:
Die These, dass du realitätsinkompatiblen Bullshit verzapfst, belegen deine Texte.


Das darf ich wohl so verstehen, dass Du Dich nicht daran beteiligen wirst unsere Marktwirtschaft im Sinne einer besseren und menschlicheren Zukunft mitzugestalten.

Das ist zwar einerseits schade aber andererseits wird das grosse Menschheitsprojekt sicher auch ohne Deinen input auskommen. Es braucht ohnehin mehr Leute mit neuen innovativen Ideen als solche, die nur alten, gescheiterten Ideologien hinterhertrauern.
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