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Können wir uns den Kapitalismus noch leisten?
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
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Beitrag(#2227580) Verfasst am: 07.10.2020, 14:43    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:


Wenn die Krise ein Normalzustand ist, ist sie dann noch eine Krise? Zumal selbst in der Krise keine Alternative gedacht wird? Dass der Kapitalismus krisenhaft erscheint, hat ja schon Marx erkannt. Beachbernie freut sich immer wie Bolle, wenn Krise ist, da er dann günstig Aktien einkaufen kann. Ist Krise dann nur eine für die Arbeiterklasse?


Was spricht dann dagegen, dass die "Arbeiterklasse" Aktien kauft?
Ich glaube, es gibt wenig Industrieländer, wo prozentual noch weniger Arbeiter in Besitz von Aktien sind, als in Deutschland.

Edit:
Kleine Statistik.
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Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

Grenzen geben einem die Illusion, das Böse kommt von draußen
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Tarvoc
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Beiträge: 38802
Wohnort: Bonn

Beitrag(#2227583) Verfasst am: 07.10.2020, 16:07    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Was spricht dann dagegen, dass die "Arbeiterklasse" Aktien kauft?

Gar nichts. Kauf ruhig so viele Aktien, wie du essen kannst.
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From what I've tasted of desire, I hold with those who favor fire.
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Bravopunk
Sugoi Dekai :D



Anmeldungsdatum: 08.03.2008
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Beitrag(#2227584) Verfasst am: 07.10.2020, 16:14    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Was spricht dann dagegen, dass die "Arbeiterklasse" Aktien kauft?

Gar nichts. Kauf ruhig so viele Aktien, wie du essen kannst.


Lachen
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"Hier spricht Ramke. Wer jetzt allein ist, kriegt nur noch den Abschaum!"

Meine Freiheit, deine Freiheit

Kaguya-hime

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Bravopunk
Sugoi Dekai :D



Anmeldungsdatum: 08.03.2008
Beiträge: 28365
Wohnort: Woanders

Beitrag(#2227587) Verfasst am: 07.10.2020, 16:21    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Eigentlich im Anschluss an den "3. Oktober"-Thread, aber hier passt das ja eh besser rein, folgender Gedanke, den ich mal als Erkenntnis verkaufen möchte:

Der Kapitalismus ist als System schon lange gescheitert, länger schon, als der Sozialismus. Denn das Scheitern ist ein ebenso nützlicher wie vom Kapital gewollter Mechanismus, der dazu dient noch mehr Kapital anzuhäufen. Wäre dem nicht so, so wären die ganzen Finanz-, Immobilien- und Börsenkrisen und Spekulationsblasen der letzten rund einhundert Jahre (aber natürlich auch schon davor) gar nicht zu erklären. Die Krise, wenn man so will, ist der perfekte Wirtschaftszustand im Kapitalismus. Sie generiert Nachfragen, die der Boom niemals im Stande wäre zu kreieren, verschafft so dem Kapital die Möglichkeit immer mehr Freiheiten und staatliche Unterstützung einzufordern (als würden es das wirklich brauchen Mit den Augen rollen ), bei gleichzeitiger Minimierung der Individualfreiheit der kapitallosen Subjekte.

Also soweit halt mein kleiner Gedanke. Smilie

ja, und hier kann auch der coronakrisen-vtöler gut einsteigen: wem nützt die aktuelle krise?


Niemandem. Also dem Kapital.


Ich ergänze mal: Die Annahme der VTler, dass nur, weil im Kapitalismus einige von einer Krise profitieren, sie diese Krise auch ausgelöst haben müssen, ist absurd. Wie gesagt: Die Krise ist sowas wie der Normalzustand im Kapitalismus. Sie wird nicht erzeugt, provoziert oder konstruiert, sie passiert einfach, weil es halt Kapitalismus ist und selbiger sich niemals dauerhaft tragen kann. Und irgendwer profitiert halt immer von der Krise und akkumuliert Kapital, so dass das Rad des Kapitalismus sich weiterdreht. Smilie


Wenn die Krise ein Normalzustand ist, ist sie dann noch eine Krise? Zumal selbst in der Krise keine Alternative gedacht wird? Dass der Kapitalismus krisenhaft erscheint, hat ja schon Marx erkannt. Beachbernie freut sich immer wie Bolle, wenn Krise ist, da er dann günstig Aktien einkaufen kann. Ist Krise dann nur eine für die Arbeiterklasse?


Was heißt denn hier "nur"? Das sind, je nach Rechnung, zwischen 99,99 % und 99,999999 % der Bevölkerung. Im Kapitalismus arbeiten alle ausschließlich für das Kapital.
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Wilson
zwischen gaga und dada



Anmeldungsdatum: 04.02.2008
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Wohnort: Swift Tuttle

Beitrag(#2227616) Verfasst am: 07.10.2020, 20:48    Titel: Antworten mit Zitat

eben schau ich mal wieder tv und was muss ich sehen, hier in d, wo es uns so waaaahnsinnig gut geht,

https://www.3sat.de/gesellschaft/politik-und-gesellschaft/das-saatgut-kartell-108.html

12 mio kinder arbeiten in der saatgutherstellung in indien, eben bilder gezeigt..Ungustiöses im Blickfeld
z.b. syngenta
wendet sich offiziell mit blumigen worten gegen kinderarbeit - widerlich
aber ausgebeutet werden auf den feldern nicht nur kinder
limagra- ein anderer saatgutherstellung lässt so arbeiten:
pollezupfen bei sonne 8 stunden gebückt von fraune, weil sie billiger sind, nämlich 2, 50 euro PRO TAG
selbst in indien illegal

z.b. samen von hybridtomaten, die nach nix schmecken, wie festgestellt wurde und dazu noch in den wichtigsten nährstoffen über 50% weniger gehalt haben. Ungustiöses im Blickfeld

ja, die liegen im supermarkt 3! wochen ohne zu faulen rum..

ich schalt ab und ess was anderes...schokolade? die bohnen schleppen auch kinder

Ungustiöses im Blickfeld Ungustiöses im Blickfeld Ungustiöses im Blickfeld Ungustiöses im Blickfeld Ungustiöses im Blickfeld Ungustiöses im Blickfeld

ich muss jetzt abschalten
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"als ob"
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sehr gut
im Hamsterrad



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Beitrag(#2227620) Verfasst am: 07.10.2020, 21:16    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
ja, die liegen im supermarkt 3! wochen ohne zu faulen rum..

Bei Äpfeln mit einigen neuen Sorten ähnlich, allerdings können solche Supermarkt-konforme Äpfel die längere Zeit verweigern sich zu verändern genauso im Magen liegen, Magenschmerzen durch Apfelessen kann da vorkommen.
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vrolijke
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Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2227621) Verfasst am: 07.10.2020, 21:19    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
ja, die liegen im supermarkt 3! wochen ohne zu faulen rum..

Bei Äpfeln mit einigen neuen Sorten ähnlich, allerdings können solche Supermarkt-konforme Äpfel die längere Zeit verweigern sich zu verändern genauso im Magen liegen, Magenschmerzen durch Apfelessen kann da vorkommen.


70% Obst wegwerfen ist auch nicht prickelnd. Schulterzucken
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Wilson
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Anmeldungsdatum: 04.02.2008
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Beitrag(#2227626) Verfasst am: 07.10.2020, 21:36    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
ja, die liegen im supermarkt 3! wochen ohne zu faulen rum..

Bei Äpfeln mit einigen neuen Sorten ähnlich, allerdings können solche Supermarkt-konforme Äpfel die längere Zeit verweigern sich zu verändern genauso im Magen liegen, Magenschmerzen durch Apfelessen kann da vorkommen.


70% Obst wegwerfen ist auch nicht prickelnd. Schulterzucken


schick doch mal ein Paket:

https://www.fr.de/meinung/gastbeitraege/die-letzte-chance-fuer-ein-lieferkettengesetz-90061387.html

ob BB wohl in saatgut macht?
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"als ob"
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
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Beitrag(#2227627) Verfasst am: 07.10.2020, 21:42    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
ja, die liegen im supermarkt 3! wochen ohne zu faulen rum..

Bei Äpfeln mit einigen neuen Sorten ähnlich, allerdings können solche Supermarkt-konforme Äpfel die längere Zeit verweigern sich zu verändern genauso im Magen liegen, Magenschmerzen durch Apfelessen kann da vorkommen.


70% Obst wegwerfen ist auch nicht prickelnd. Schulterzucken


schick doch mal ein Paket:

https://www.fr.de/meinung/gastbeitraege/die-letzte-chance-fuer-ein-lieferkettengesetz-90061387.html

ob BB wohl in saatgut macht?


Ich weiß nicht, was Du mir sagen möchtest.
Ich reagierte auf lang haltbares Obst. Das schmeckt zwar nicht so gut, dafür muß es nicht weggeworfen werden.
Ich finde es schon mehr als unter aller Sau, was Du mir hier in dem Zusammenhang vorwerfen willst. Böse
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Beitrag(#2227635) Verfasst am: 07.10.2020, 22:02    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
showtime


in einem anderen thread kam von critic folgender hinweis:
https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Tod#Langfristige_Auswirkungen_des_Schwarzen_Todes

wahrlich interessant


Jo.

Bloss was hat das jetzt mit meinem Popcorn zu tun? Am Kopf kratzen
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jdf
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Beitrag(#2227636) Verfasst am: 07.10.2020, 22:02    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
70% Obst wegwerfen ist auch nicht prickelnd. Schulterzucken

Grund für solche Züchtungen ist ja nicht die Ressourcenschonung, sondern die Vereinfachung der Logistik für die Zwischenhändler und Supermarktketten, um den Gewinn zu maximieren (und weniger an die Tafeln geben zu müssen).
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Die Geschichte soll mich als jemanden in Erinnerung behalten, der sich zu hundert Prozent für den kleinen Mann eingesetzt hat.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 44562
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Beitrag(#2227637) Verfasst am: 07.10.2020, 22:03    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:


ob BB wohl in saatgut macht?


Nein. Mache ich nicht. Wie kommst Du eigentlich darauf?
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 39983
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2227640) Verfasst am: 07.10.2020, 22:08    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
70% Obst wegwerfen ist auch nicht prickelnd. Schulterzucken

Grund für solche Züchtungen ist ja nicht die Ressourcenschonung, sondern die Vereinfachung der Logistik für die Zwischenhändler und Supermarktketten, um den Gewinn zu maximieren (und weniger an die Tafeln geben zu müssen).

Man kann es auch so sehen. Muss man aber nicht.
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jdf
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 17965

Beitrag(#2227642) Verfasst am: 07.10.2020, 22:11    Titel: Antworten mit Zitat

Zur Ausbeutung von Umwelt und Arbeit. Heute zur Hälfte gesehen:
https://www.arte.tv/de/videos/088448-000-A/pornotropic-heisse-kueste-von-marguerite-duras/

Zitat:
In ihrem 1950, also zu Beginn der Dekolonisierung, erschienenen und entschieden anti-kolonialistischen Buch zeichnet Marguerite Duras ein zugleich persönliches und politisches Porträt des damaligen Französisch-Indochinas. Sie stellt unter anderem heraus, welche Rolle die körperliche und sexuelle Unterwerfung in den kolonialistischen Machtbeziehungen spielte: Wilde Ehe, Prostitution, Vergewaltigung, Zwangsarbeit und die systematische Erniedrigung der einheimischen Bevölkerung waren Mechanismen, derer sich die europäischen Siedler bedienten, um aus den Kolonien größtmöglichen Profit zu schlagen.

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beachbernie
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Beiträge: 44562
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2227643) Verfasst am: 07.10.2020, 22:12    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Eigentlich im Anschluss an den "3. Oktober"-Thread, aber hier passt das ja eh besser rein, folgender Gedanke, den ich mal als Erkenntnis verkaufen möchte:

Der Kapitalismus ist als System schon lange gescheitert, länger schon, als der Sozialismus. Denn das Scheitern ist ein ebenso nützlicher wie vom Kapital gewollter Mechanismus, der dazu dient noch mehr Kapital anzuhäufen. Wäre dem nicht so, so wären die ganzen Finanz-, Immobilien- und Börsenkrisen und Spekulationsblasen der letzten rund einhundert Jahre (aber natürlich auch schon davor) gar nicht zu erklären. Die Krise, wenn man so will, ist der perfekte Wirtschaftszustand im Kapitalismus. Sie generiert Nachfragen, die der Boom niemals im Stande wäre zu kreieren, verschafft so dem Kapital die Möglichkeit immer mehr Freiheiten und staatliche Unterstützung einzufordern (als würden es das wirklich brauchen Mit den Augen rollen ), bei gleichzeitiger Minimierung der Individualfreiheit der kapitallosen Subjekte.

Also soweit halt mein kleiner Gedanke. Smilie

ja, und hier kann auch der coronakrisen-vtöler gut einsteigen: wem nützt die aktuelle krise?


Niemandem. Also dem Kapital.


Ich ergänze mal: Die Annahme der VTler, dass nur, weil im Kapitalismus einige von einer Krise profitieren, sie diese Krise auch ausgelöst haben müssen, ist absurd. Wie gesagt: Die Krise ist sowas wie der Normalzustand im Kapitalismus. Sie wird nicht erzeugt, provoziert oder konstruiert, sie passiert einfach, weil es halt Kapitalismus ist und selbiger sich niemals dauerhaft tragen kann. Und irgendwer profitiert halt immer von der Krise und akkumuliert Kapital, so dass das Rad des Kapitalismus sich weiterdreht. Smilie


Wenn die Krise ein Normalzustand ist, ist sie dann noch eine Krise? Zumal selbst in der Krise keine Alternative gedacht wird? Dass der Kapitalismus krisenhaft erscheint, hat ja schon Marx erkannt. Beachbernie freut sich immer wie Bolle, wenn Krise ist, da er dann günstig Aktien einkaufen kann. Ist Krise dann nur eine für die Arbeiterklasse?



Was Marx richtig erkannt hat, ist dass die Marktwirtschaft eine zyklische Veranstaltung ist, bei der in relativ konstantem Rhythmus Krise und Boom einander abwechseln.

Was Marx nicht erkannt hat, ist dass dies in einer Wirtschaft, die von sich staendig beschleunigendem wissenschaftlich-technischen Fortschritt geprägt ist, der Mechanismus ist, der diesen wissenschaftlich-technischen Fortschritt bzw. dessen zügige Umsetzung in Produkte erst ermoeglicht. Die Alternative waere eine statische Wirtschaft mit nur sehr langsamen bzw. gar keinem wissenschaftlich-technischen Fortschritt.

Das ist auch der Grund weshalb sozialistische/kommunistische, nichtmarktwirtschaftliche Systeme den marktwirtschaftlichen Systemen Kapitalismus und soziale Marktwirtschaft ganz grundsaetzlich unterlegen sind.
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Skeptiker
"I can't breathe!"



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Beitrag(#2227644) Verfasst am: 07.10.2020, 22:13    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
70% Obst wegwerfen ist auch nicht prickelnd. Schulterzucken

Grund für solche Züchtungen ist ja nicht die Ressourcenschonung, sondern die Vereinfachung der Logistik für die Zwischenhändler und Supermarktketten, um den Gewinn zu maximieren (und weniger an die Tafeln geben zu müssen).

Man kann es auch so sehen. Muss man aber nicht.


Muss man sehr wohl, das wird doch in der Sendung heraus gearbeitet:

Zitat:
Weltweit arbeiten Wissenschaftler daran, Obst und Gemüse für den internationalen Markt zu züchten und genetisch zu verändern. ...

Modernes, standardisiertes Saatgut wird wie Gold gehandelt, und das Milliardengeschäft liegt in den Händen weniger internationaler Agrarkonzerne. Sie produzieren in Billiglohnländern, unter miserablen Bedingungen, oft illegal mit Kinderarbeit und Frauenausbeutung.


https://www.3sat.de/gesellschaft/politik-und-gesellschaft/das-saatgut-kartell-108.html


Da steht, dass es um hohe Gewinne und niedrige Kosten geht. ---> Profitmaximierung durch Züchtung und Überausbeutung von (kindlicher) Arbeitskraft.
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"Ich verwarne Ihnen!" (Schiri)
"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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jdf
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 17965

Beitrag(#2227645) Verfasst am: 07.10.2020, 22:13    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
70% Obst wegwerfen ist auch nicht prickelnd. Schulterzucken

Grund für solche Züchtungen ist ja nicht die Ressourcenschonung, sondern die Vereinfachung der Logistik für die Zwischenhändler und Supermarktketten, um den Gewinn zu maximieren (und weniger an die Tafeln geben zu müssen).

Man kann es auch so sehen. Muss man aber nicht.

Aber genau das bzw die Saatgutherstellung dafür war das Thema dieses Beitrags: https://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=2227616#2227616

Und daher wundere ich mich nicht, dass Wilson genervt reagiert.
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Beitrag(#2227646) Verfasst am: 07.10.2020, 22:17    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
70% Obst wegwerfen ist auch nicht prickelnd. Schulterzucken

Grund für solche Züchtungen ist ja nicht die Ressourcenschonung, sondern die Vereinfachung der Logistik für die Zwischenhändler und Supermarktketten, um den Gewinn zu maximieren (und weniger an die Tafeln geben zu müssen).

Man kann es auch so sehen. Muss man aber nicht.

Aber genau das bzw die Saatgutherstellung dafür war das Thema dieses Beitrags: https://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=2227616#2227616

Und daher wundere ich mich nicht, dass Wilson genervt reagiert.


Ja, das ist in der Tat provozierend.

Vrolijke möchte sich die Dinge halt schön reden und die kapitalistische Ausbeutung damit übertünchen.
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Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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beachbernie
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Beitrag(#2227647) Verfasst am: 07.10.2020, 22:20    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
70% Obst wegwerfen ist auch nicht prickelnd. Schulterzucken

Grund für solche Züchtungen ist ja nicht die Ressourcenschonung, sondern die Vereinfachung der Logistik für die Zwischenhändler und Supermarktketten, um den Gewinn zu maximieren (und weniger an die Tafeln geben zu müssen).

Man kann es auch so sehen. Muss man aber nicht.

Aber genau das bzw die Saatgutherstellung dafür war das Thema dieses Beitrags: https://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=2227616#2227616

Und daher wundere ich mich nicht, dass Wilson genervt reagiert.



Es hat halt alles seine zwei Seiten. Dass Lebensmittel haltbarer werden ist zunaechst einmal recht positiv zu werten, weil dadurch weniger vergammelt, dass dadurch aber auch manche eher negative Handelspraktiken erst ermöglicht werden ist dann wieder eine andere Sache.
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Wilson
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Beitrag(#2227649) Verfasst am: 07.10.2020, 22:21    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
70% Obst wegwerfen ist auch nicht prickelnd. Schulterzucken

Grund für solche Züchtungen ist ja nicht die Ressourcenschonung, sondern die Vereinfachung der Logistik für die Zwischenhändler und Supermarktketten, um den Gewinn zu maximieren (und weniger an die Tafeln geben zu müssen).

Man kann es auch so sehen. Muss man aber nicht.

Aber genau das bzw die Saatgutherstellung dafür war das Thema dieses Beitrags: https://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=2227616#2227616

Und daher wundere ich mich nicht, dass Wilson genervt reagiert.



Es hat halt alles seine zwei Seiten. Dass Lebensmittel haltbarer werden ist zunaechst einmal recht positiv zu werten, weil dadurch weniger vergammelt, dass dadurch aber auch manche eher negative Handelspraktiken erst ermöglicht werden ist dann wieder eine andere Sache.




kam auch in der sendung:
Saatgut für Hybridtomaten-
Die Vertragsbauern bekommen in Indien 102 Euro pro Kilo Saatgut, das in Europa für 60.000 Euro verkauft wird. Die Arbeiterinnen erhalten nur 2,50 Euro pro Tag, das sind 60% des Mindestlohnes. Männer verdienen 3,70 bis 3,90 Euro. Ein Manager von Limagrain bestreitet diese Behauptungen.

und was sagst du dazu halt mal?
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Zuletzt bearbeitet von Wilson am 07.10.2020, 22:22, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Beitrag(#2227650) Verfasst am: 07.10.2020, 22:21    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Ja, das ist in der Tat provozierend.

Vrolijke möchte sich die Dinge halt schön reden und die kapitalistische Ausbeutung damit übertünchen.

Das ist zunächst nur eine Unterstellung.
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Beitrag(#2227651) Verfasst am: 07.10.2020, 22:23    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
70% Obst wegwerfen ist auch nicht prickelnd. Schulterzucken

Grund für solche Züchtungen ist ja nicht die Ressourcenschonung, sondern die Vereinfachung der Logistik für die Zwischenhändler und Supermarktketten, um den Gewinn zu maximieren (und weniger an die Tafeln geben zu müssen).

Man kann es auch so sehen. Muss man aber nicht.

Aber genau das bzw die Saatgutherstellung dafür war das Thema dieses Beitrags: https://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=2227616#2227616

Und daher wundere ich mich nicht, dass Wilson genervt reagiert.



Es hat halt alles seine zwei Seiten. Dass Lebensmittel haltbarer werden ist zunaechst einmal recht positiv zu werten, weil dadurch weniger vergammelt, dass dadurch aber auch manche eher negative Handelspraktiken erst ermöglicht werden ist dann wieder eine andere Sache.


und was sagst du dazu?

kam auch in der sendung:
Saatgut für Hybridtomaten-
Die Vertragsbauern bekommen in Indien 102 Euro pro Kilo Saatgut, das in Europa für 60.000 Euro verkauft wird. Die Arbeiterinnen erhalten nur 2,50 Euro pro Tag, das sind 60% des Mindestlohnes. Männer verdienen 3,70 bis 3,90 Euro. Ein Manager von Limagrain bestreitet diese Behauptungen.


Na und wenn schon. Man kann das auch anders sehen. Schließlich leben wir im Zeitalter der Postmoderne.
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beachbernie
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Beitrag(#2227652) Verfasst am: 07.10.2020, 22:26    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
70% Obst wegwerfen ist auch nicht prickelnd. Schulterzucken

Grund für solche Züchtungen ist ja nicht die Ressourcenschonung, sondern die Vereinfachung der Logistik für die Zwischenhändler und Supermarktketten, um den Gewinn zu maximieren (und weniger an die Tafeln geben zu müssen).

Man kann es auch so sehen. Muss man aber nicht.

Aber genau das bzw die Saatgutherstellung dafür war das Thema dieses Beitrags: https://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=2227616#2227616

Und daher wundere ich mich nicht, dass Wilson genervt reagiert.


Ja, das ist in der Tat provozierend.

Vrolijke möchte sich die Dinge halt schön reden und die kapitalistische Ausbeutung damit übertünchen.



Andere möchten lieber alles schlecht reden, damit eine Alternative, die bei Licht betrachtet gar keine gangbare ist, wie die vermeintlich bessere erscheint. Dazu blenden sie konsequent alles aus, was diese angebliche Alternative in den anderthalb Jahrhunderten, seit sie ausprobiert wird, schon an Unheil angerichtet hat, was manche nicht daran hindert sie wider besseres Wissen immer noch als paradiesstiftend anzupreisen.

Mir fuer meinen Teil ist jedenfalls die Taube in der Hand lieber wie der Spatz auf dem Dach! Sehr glücklich
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beachbernie
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Beitrag(#2227653) Verfasst am: 07.10.2020, 22:30    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
70% Obst wegwerfen ist auch nicht prickelnd. Schulterzucken

Grund für solche Züchtungen ist ja nicht die Ressourcenschonung, sondern die Vereinfachung der Logistik für die Zwischenhändler und Supermarktketten, um den Gewinn zu maximieren (und weniger an die Tafeln geben zu müssen).

Man kann es auch so sehen. Muss man aber nicht.

Aber genau das bzw die Saatgutherstellung dafür war das Thema dieses Beitrags: https://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=2227616#2227616

Und daher wundere ich mich nicht, dass Wilson genervt reagiert.



Es hat halt alles seine zwei Seiten. Dass Lebensmittel haltbarer werden ist zunaechst einmal recht positiv zu werten, weil dadurch weniger vergammelt, dass dadurch aber auch manche eher negative Handelspraktiken erst ermöglicht werden ist dann wieder eine andere Sache.




kam auch in der sendung:
Saatgut für Hybridtomaten-
Die Vertragsbauern bekommen in Indien 102 Euro pro Kilo Saatgut, das in Europa für 60.000 Euro verkauft wird. Die Arbeiterinnen erhalten nur 2,50 Euro pro Tag, das sind 60% des Mindestlohnes. Männer verdienen 3,70 bis 3,90 Euro. Ein Manager von Limagrain bestreitet diese Behauptungen.

und was sagst du dazu halt mal?


Ich mag diese Geschäfte mit Hybridsaatgut generell nicht, weil das meist so designt ist, dass einseitige Abhängigkeitsverhältnisse zu Ungunsten von Landwirten ueberall und zu Gunsten von quasimonopolistisch agierenden Agrarkonzernen entstehen.


Man kann im Agrarbereich auch anderswo gewinnbringend investieren:


https://www.nutrien.com/what-we-do
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Wilson
zwischen gaga und dada



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Beitrag(#2227654) Verfasst am: 07.10.2020, 22:34    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
70% Obst wegwerfen ist auch nicht prickelnd. Schulterzucken

Grund für solche Züchtungen ist ja nicht die Ressourcenschonung, sondern die Vereinfachung der Logistik für die Zwischenhändler und Supermarktketten, um den Gewinn zu maximieren (und weniger an die Tafeln geben zu müssen).

Man kann es auch so sehen. Muss man aber nicht.

Aber genau das bzw die Saatgutherstellung dafür war das Thema dieses Beitrags: https://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=2227616#2227616

Und daher wundere ich mich nicht, dass Wilson genervt reagiert.



Es hat halt alles seine zwei Seiten. Dass Lebensmittel haltbarer werden ist zunaechst einmal recht positiv zu werten, weil dadurch weniger vergammelt, dass dadurch aber auch manche eher negative Handelspraktiken erst ermöglicht werden ist dann wieder eine andere Sache.




kam auch in der sendung:
Saatgut für Hybridtomaten-
Die Vertragsbauern bekommen in Indien 102 Euro pro Kilo Saatgut, das in Europa für 60.000 Euro verkauft wird. Die Arbeiterinnen erhalten nur 2,50 Euro pro Tag, das sind 60% des Mindestlohnes. Männer verdienen 3,70 bis 3,90 Euro. Ein Manager von Limagrain bestreitet diese Behauptungen.

und was sagst du dazu halt mal?


Ich mag diese Geschäfte mit Hybridsaatgut generell nicht, weil das meist so designt ist, dass einseitige Abhängigkeitsverhältnisse zu Ungunsten von Landwirten ueberall und zu Gunsten von quasimonopolistisch agierenden Agrarkonzernen entstehen.


das müsste man halt mal was mache, ne? mehr kommt da bei dir nie.
das sagst du immer, wenn man aufdeckt, unter welchen bedingungen für dein wohlsein gesorgt wird.
erspar mir also den schrott. Sehr glücklich
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"als ob"
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beachbernie
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Beitrag(#2227655) Verfasst am: 07.10.2020, 22:38    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
70% Obst wegwerfen ist auch nicht prickelnd. Schulterzucken

Grund für solche Züchtungen ist ja nicht die Ressourcenschonung, sondern die Vereinfachung der Logistik für die Zwischenhändler und Supermarktketten, um den Gewinn zu maximieren (und weniger an die Tafeln geben zu müssen).

Man kann es auch so sehen. Muss man aber nicht.

Aber genau das bzw die Saatgutherstellung dafür war das Thema dieses Beitrags: https://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=2227616#2227616

Und daher wundere ich mich nicht, dass Wilson genervt reagiert.



Es hat halt alles seine zwei Seiten. Dass Lebensmittel haltbarer werden ist zunaechst einmal recht positiv zu werten, weil dadurch weniger vergammelt, dass dadurch aber auch manche eher negative Handelspraktiken erst ermöglicht werden ist dann wieder eine andere Sache.




kam auch in der sendung:
Saatgut für Hybridtomaten-
Die Vertragsbauern bekommen in Indien 102 Euro pro Kilo Saatgut, das in Europa für 60.000 Euro verkauft wird. Die Arbeiterinnen erhalten nur 2,50 Euro pro Tag, das sind 60% des Mindestlohnes. Männer verdienen 3,70 bis 3,90 Euro. Ein Manager von Limagrain bestreitet diese Behauptungen.

und was sagst du dazu halt mal?


Ich mag diese Geschäfte mit Hybridsaatgut generell nicht, weil das meist so designt ist, dass einseitige Abhängigkeitsverhältnisse zu Ungunsten von Landwirten ueberall und zu Gunsten von quasimonopolistisch agierenden Agrarkonzernen entstehen.


das müsste man halt mal was mache, ne? mehr kommt da bei dir nie.
das sagst du immer, wenn man aufdeckt, unter welchen bedingungen für dein wohlsein gesorgt wird.
erspar mir also den schrott. Sehr glücklich


Was machst Du denn dagegen ausser darueber zu jammern, dass das alles so schlecht ist?

Ueber Dein "Wohlsein" wird uebrigens genauso gesorgt. Letztlich leben wir beide im und vom gleichen System.
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Skeptiker
"I can't breathe!"



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Beiträge: 15373
Wohnort: 129 Goosebumpsville

Beitrag(#2227656) Verfasst am: 07.10.2020, 22:38    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
70% Obst wegwerfen ist auch nicht prickelnd. Schulterzucken

Grund für solche Züchtungen ist ja nicht die Ressourcenschonung, sondern die Vereinfachung der Logistik für die Zwischenhändler und Supermarktketten, um den Gewinn zu maximieren (und weniger an die Tafeln geben zu müssen).

Man kann es auch so sehen. Muss man aber nicht.

Aber genau das bzw die Saatgutherstellung dafür war das Thema dieses Beitrags: https://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=2227616#2227616

Und daher wundere ich mich nicht, dass Wilson genervt reagiert.


Ja, das ist in der Tat provozierend.

Vrolijke möchte sich die Dinge halt schön reden und die kapitalistische Ausbeutung damit übertünchen.


Andere möchten lieber alles schlecht reden, damit eine Alternative, die bei Licht betrachtet gar keine gangbare ist, wie die vermeintlich bessere erscheint. Dazu blenden sie konsequent alles aus, was diese angebliche Alternative in den anderthalb Jahrhunderten, seit sie ausprobiert wird, schon an Unheil angerichtet hat, was manche nicht daran hindert sie wider besseres Wissen immer noch als paradiesstiftend anzupreisen.

Mir fuer meinen Teil ist jedenfalls die Taube in der Hand lieber wie der Spatz auf dem Dach! Sehr glücklich


Wenn du hier mit dem Motto hausieren gehst: "There is no Alternative" (Margret Thatcher), dann antworte ich dir, dass dieses Motto aus der Sicht einer bestimmten Klasse erfunden wurde, um dem moralischen und sozialen Teil der Menschheit die herrschenden Verhältnisse als Ausdruck einer höheren Notwendigkeit zu verkaufen.

Deshalb hat Marx den Kommunismus ja auch als "Reich der Freiheit" - in Kontrast zum kapitalistischen "Reich der Notwendigkeit" - bezeichnet.

Und in der Tat wäre es eine Befreiung der Menschheit, endlich einmal jene Alternativen praktisch umzusetzen, die doch der Kapitalismus in seinem Schoß selber ausgebrütet hat, aber nicht umsetzen kann.

Lieber vogelfreie Produktivkräfte in der Hand der Menschheit als eine taube Nuss auf dem Kirchendach, die der Menschheit Lügenmärchen von höheren Notwendigkeiten vorgluckert.
_________________
°
"Ich verwarne Ihnen!" (Schiri)
"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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jdf
Skyscrapers are winking
Moderator



Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 17965

Beitrag(#2227657) Verfasst am: 07.10.2020, 22:44    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Es hat halt alles seine zwei Seiten. Dass Lebensmittel haltbarer werden ist zunaechst einmal recht positiv zu werten, weil dadurch weniger vergammelt...

Haha, lol.

Es geht darum möglichst billig solche Bilder zu erzeugen:



Man beachte den Spiegel und - das sieht man allerdings nicht - das Licht.

https://www.beleuchtungdirekt.de/blog/beleuchtung-fuer-lebensmittel/
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Die Geschichte soll mich als jemanden in Erinnerung behalten, der sich zu hundert Prozent für den kleinen Mann eingesetzt hat.
(HC Strache)
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beachbernie
male Person of Age and without Color



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 44562
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2227661) Verfasst am: 07.10.2020, 22:48    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
70% Obst wegwerfen ist auch nicht prickelnd. Schulterzucken

Grund für solche Züchtungen ist ja nicht die Ressourcenschonung, sondern die Vereinfachung der Logistik für die Zwischenhändler und Supermarktketten, um den Gewinn zu maximieren (und weniger an die Tafeln geben zu müssen).

Man kann es auch so sehen. Muss man aber nicht.

Aber genau das bzw die Saatgutherstellung dafür war das Thema dieses Beitrags: https://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=2227616#2227616

Und daher wundere ich mich nicht, dass Wilson genervt reagiert.


Ja, das ist in der Tat provozierend.

Vrolijke möchte sich die Dinge halt schön reden und die kapitalistische Ausbeutung damit übertünchen.


Andere möchten lieber alles schlecht reden, damit eine Alternative, die bei Licht betrachtet gar keine gangbare ist, wie die vermeintlich bessere erscheint. Dazu blenden sie konsequent alles aus, was diese angebliche Alternative in den anderthalb Jahrhunderten, seit sie ausprobiert wird, schon an Unheil angerichtet hat, was manche nicht daran hindert sie wider besseres Wissen immer noch als paradiesstiftend anzupreisen.

Mir fuer meinen Teil ist jedenfalls die Taube in der Hand lieber wie der Spatz auf dem Dach! Sehr glücklich


Wenn du hier mit dem Motto hausieren gehst: "There is no Alternative" (Margret Thatcher), dann antworte ich dir, dass dieses Motto aus der Sicht einer bestimmten Klasse erfunden wurde, um dem moralischen und sozialen Teil der Menschheit die herrschenden Verhältnisse als Ausdruck einer höheren Notwendigkeit zu verkaufen.


Klar gibt es Alternativen zur Marktwirtschaft, bloss haben die sich bisher alle als schlechter erwiesen.

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Deshalb hat Marx den Kommunismus ja auch als "Reich der Freiheit" - in Kontrast zum kapitalistischen "Reich der Notwendigkeit" - bezeichnet.


Marx hat viel schwuelstigen Unsinn wie diesen von sich gegeben.

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
in der Tat wäre es eine Befreiung der Menschheit, endlich einmal jene Alternativen praktisch umzusetzen, die doch der Kapitalismus in seinem Schoß selber ausgebrütet hat, aber nicht umsetzen kann.


Da warten wir schon anderthalb Jahrhunderte drauf. Nur auf das Reich Gottes auf Erden warten wir noch länger. Meinst Du, das wird irgendwann noch was? Sehr glücklich

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Lieber vogelfreie Produktivkräfte in der Hand der Menschheit als eine taube Nuss auf dem Kirchendach, die der Menschheit Lügenmärchen von höheren Notwendigkeiten vorgluckert.


Von welchen "höheren Notwendigkeiten" redest Du? Und was zum Teufel sollen eigentlich "vogelfreie Produktivkräfte in der Hand der Menschheit" sein? Ich will jedenfalls nicht, dass mich die gesamte Menschheit in die Hand nimmt. Solange Corona noch umgeht schon mal gleich gar nicht.

Ich nehme ansonsten lieber meine Angelegenheiten selber in die Hand als mich in irgendwelche anderen Hände zu begeben. Smilie
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sehr gut
im Hamsterrad



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Beiträge: 12675

Beitrag(#2227662) Verfasst am: 07.10.2020, 22:51    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
ja, die liegen im supermarkt 3! wochen ohne zu faulen rum..

Bei Äpfeln mit einigen neuen Sorten ähnlich, allerdings können solche Supermarkt-konforme Äpfel die längere Zeit verweigern sich zu verändern genauso im Magen liegen, Magenschmerzen durch Apfelessen kann da vorkommen.


70% Obst wegwerfen ist auch nicht prickelnd. Schulterzucken

Ja, Magenschmerzen durch Apfelessen auch nicht.

Wenn ich wollte das es mir scheisse geht könnte ich es mit einem "Royal Gala" versuchen.
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