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tillich (epigonal)
Prinz Ipienreiter



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
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Beitrag(#2217190) Verfasst am: 08.07.2020, 20:46    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Dieser Gideon Levy scheint ja ein "Antisemit' der allerschlimmsten Sorte zu sein, dass er soviel "antisemitische Schlagwoerter" benutzt. Schon sein Name klingt ja so richtig"'antisemitisch".

Ein in der Türkei geborener Schriftsteller hetzt aufs Übelste gegen Einwanderer aus muslimischen Ländern, eine Lesbe ist Vorsitzende einer homosexuellenfeindlichen Partei ... es gibt die verrücktesten Dinge.

Widerlegt das irgendwie meine Kritik an seinen Aussagen? Ist es dadurch nicht mehr gelogen, dass man in Mainstreammedien (wo ist das noch mal eine stehende Abqualifizierung der Medien?) keine Kritik an der israelischen Politik äußern könne - und wenn man es irgendwo doch tue, automatisch als Antisemit gelte? Ist die Imagination einer jüdischen, oh sorry, "zionistischen" Elite, die die Politik westlicher Länder zugunsten der Juden, oh sorry, Israels bestimmen könne, etwa kein antisemitisches Klischee?
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"YOU HAVE TO START OUT LEARNING TO BELIEVE THE LITTLE LIES." -- "So we can believe the big ones?" -- "YES."

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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 44598
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2217191) Verfasst am: 08.07.2020, 21:11    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Dieser Gideon Levy scheint ja ein "Antisemit' der allerschlimmsten Sorte zu sein, dass er soviel "antisemitische Schlagwoerter" benutzt. Schon sein Name klingt ja so richtig"'antisemitisch".

Ein in der Türkei geborener Schriftsteller hetzt aufs Übelste gegen Einwanderer aus muslimischen Ländern, eine Lesbe ist Vorsitzende einer homosexuellenfeindlichen Partei ... es gibt die verrücktesten Dinge.

Widerlegt das irgendwie meine Kritik an seinen Aussagen? Ist es dadurch nicht mehr gelogen, dass man in Mainstreammedien (wo ist das noch mal eine stehende Abqualifizierung der Medien?) keine Kritik an der israelischen Politik äußern könne - und wenn man es irgendwo doch tue, automatisch als Antisemit gelte? Ist die Imagination einer jüdischen, oh sorry, "zionistischen" Elite, die die Politik westlicher Länder zugunsten der Juden, oh sorry, Israels bestimmen könne, etwa kein antisemitisches Klischee?


Nur "hetzt" dieser Gideon Levy nicht "aufs Übelste gegen Einwanderer", er ist auch kein "Vorsitzender einer judenfeindlichen Partei" (was wohl die Entsprechung zu Deiner homophone "Lesbe" waere), sondern er ist ein liberal denkender, vernünftig argumentierender Jude, der so ueberhaupt nichts mit solchen vereinzelten freaks gemeinsam hat, wie Du sie zum Vergleich herziehst.

Oder willst Du den allen Ernstes mit so einer verkommenen Figur wie z.B. diesem komischen Akif gleichsetzen, der frueher bei den Gutachslern schrieb? Wenn Du unbedingt einen Juden suchst, der mit dem vergleichbar waere, dann schau Dir vielleicht besser den glühenden Befuerworter des rassisischen Zionistenstaates und notorischen Hetzer gegen Holocaustueberlebende an, in dessen Blog dieser Akif alles andere als zufällig schrieb und so unangenehm auffiel. Mit den Augen rollen
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tillich (epigonal)
Prinz Ipienreiter



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 18051

Beitrag(#2217194) Verfasst am: 08.07.2020, 21:22    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Dieser Gideon Levy scheint ja ein "Antisemit' der allerschlimmsten Sorte zu sein, dass er soviel "antisemitische Schlagwoerter" benutzt. Schon sein Name klingt ja so richtig"'antisemitisch".

Ein in der Türkei geborener Schriftsteller hetzt aufs Übelste gegen Einwanderer aus muslimischen Ländern, eine Lesbe ist Vorsitzende einer homosexuellenfeindlichen Partei ... es gibt die verrücktesten Dinge.

Widerlegt das irgendwie meine Kritik an seinen Aussagen? Ist es dadurch nicht mehr gelogen, dass man in Mainstreammedien (wo ist das noch mal eine stehende Abqualifizierung der Medien?) keine Kritik an der israelischen Politik äußern könne - und wenn man es irgendwo doch tue, automatisch als Antisemit gelte? Ist die Imagination einer jüdischen, oh sorry, "zionistischen" Elite, die die Politik westlicher Länder zugunsten der Juden, oh sorry, Israels bestimmen könne, etwa kein antisemitisches Klischee?


Nur "hetzt" dieser Gideon Levy nicht "aufs Übelste gegen Einwanderer", er ist auch kein "Vorsitzender einer judenfeindlichen Partei" (was wohl die Entsprechung zu Deiner homophone "Lesbe" waere), sondern er ist ein liberal denkender, vernünftig argumentierender Jude, der so ueberhaupt nichts mit solchen vereinzelten freaks gemeinsam hat, wie Du sie zum Vergleich herziehst.

Oder willst Du den allen Ernstes mit so einer verkommenen Figur wie z.B. diesem komischen Akif gleichsetzen, der frueher bei den Gutachslern schrieb? Wenn Du unbedingt einen Juden suchst, der mit dem vergleichbar waere, dann schau Dir vielleicht besser den glühenden Befuerworter des rassisischen Zionistenstaates und notorischen Hetzer gegen Holocaustueberlebende an, in dessen Blog dieser Akif alles andere als zufällig schrieb und so unangenehm auffiel. Mit den Augen rollen

Ich habe überhaupt nichts gleichgesetzt, sondern lediglich Beispiele benutzt, um zu zeigen, dass dein "Argument", ein Jude könne keine antisemitischen Stereotypen benutzen, rein gar nichts taugt. Es gibt eben sehr wohl EInzelfälle, die - warum auch immer - Meinungen unterstützen, die faktisch gegen ihre eigene Gruppe gerichtet sind. Warum nicht auch Juden?

Dass du darauf ausweichst, statt meine Frage zu beantworten, was an meiner Kritik an seinen Aussagen falsch ist, halte ich mal so fest.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Beitrag(#2217196) Verfasst am: 08.07.2020, 21:27    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Dieser Gideon Levy scheint ja ein "Antisemit' der allerschlimmsten Sorte zu sein, dass er soviel "antisemitische Schlagwoerter" benutzt. Schon sein Name klingt ja so richtig"'antisemitisch".

Ein in der Türkei geborener Schriftsteller hetzt aufs Übelste gegen Einwanderer aus muslimischen Ländern, eine Lesbe ist Vorsitzende einer homosexuellenfeindlichen Partei ... es gibt die verrücktesten Dinge.

Widerlegt das irgendwie meine Kritik an seinen Aussagen? Ist es dadurch nicht mehr gelogen, dass man in Mainstreammedien (wo ist das noch mal eine stehende Abqualifizierung der Medien?) keine Kritik an der israelischen Politik äußern könne - und wenn man es irgendwo doch tue, automatisch als Antisemit gelte? Ist die Imagination einer jüdischen, oh sorry, "zionistischen" Elite, die die Politik westlicher Länder zugunsten der Juden, oh sorry, Israels bestimmen könne, etwa kein antisemitisches Klischee?


Nur "hetzt" dieser Gideon Levy nicht "aufs Übelste gegen Einwanderer", er ist auch kein "Vorsitzender einer judenfeindlichen Partei" (was wohl die Entsprechung zu Deiner homophone "Lesbe" waere), sondern er ist ein liberal denkender, vernünftig argumentierender Jude, der so ueberhaupt nichts mit solchen vereinzelten freaks gemeinsam hat, wie Du sie zum Vergleich herziehst.

Oder willst Du den allen Ernstes mit so einer verkommenen Figur wie z.B. diesem komischen Akif gleichsetzen, der frueher bei den Gutachslern schrieb? Wenn Du unbedingt einen Juden suchst, der mit dem vergleichbar waere, dann schau Dir vielleicht besser den glühenden Befuerworter des rassisischen Zionistenstaates und notorischen Hetzer gegen Holocaustueberlebende an, in dessen Blog dieser Akif alles andere als zufällig schrieb und so unangenehm auffiel. Mit den Augen rollen

Ich habe überhaupt nichts gleichgesetzt, sondern lediglich Beispiele benutzt, um zu zeigen, dass dein "Argument", ein Jude könne keine antisemitischen Stereotypen benutzen, rein gar nichts taugt. Es gibt eben sehr wohl EInzelfälle, die - warum auch immer - Meinungen unterstützen, die faktisch gegen ihre eigene Gruppe gerichtet sind. Warum nicht auch Juden?

Dass du darauf ausweichst, statt meine Frage zu beantworten, was an meiner Kritik an seinen Aussagen falsch ist, halte ich mal so fest.


Dein Beispiel passt aber nicht. Gideon Levy benutzt keine "antisemitischen Stereotype". Das ist eine unwahre Behauptung Deinerseits.
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beachbernie
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Beitrag(#2217362) Verfasst am: 10.07.2020, 19:47    Titel: Antworten mit Zitat

And the times they are changing.....


Zitat:
...The cancellation of Butler's talk coincided with other attempts within the organised Jewish community to prevent writers believed to be critical of Israel from speaking to Jewish audiences. And so John Judis, senior editor at The New Republic, was disinvited from speaking about his new book, "Genesis: Truman, American Jews, and the Origins of the Arab/Israeli Conflict", at the Museum of Jewish Heritage in New York.

This happened after museum management bowed to pressure from Israel supporters who felt the book was too critical of the mainstream narrative of Israel's founding. Judis was subsequently reinvited after strong protests from other Jewish leaders, including Wieseltier, against the cancellation.....


......So contrary to the disputational tradition of Jewish cultural and political life are these attempts at censorship that one critic labelled them evidence of a desire by the Jewish community to "commit intellectual suicide".

The organised Jewish community leadership seems increasingly in freak-out mode thanks to the growing acceptance of criticism of Israel. Younger Jews in particular are demonstrating far less willingness to accept the cognitive dissonance that comes with holding progressive views on everything but Israel than were their parents and grandparents' generations.

They are increasingly being pitted against the leadership on college campuses, where a war against Jewish progressives has become a core component of the battle against anti-Occupation groups like Jewish Voices for Peace and Students for Justice in Palestine, which are facing intense sanctions by officials at universities like Northeastern. ....



https://www.aljazeera.com/indepth/opinion/2014/03/judith-butler-future-zionism-2014324102728906153.html

Man kann nicht gleichzeitig gegen Rassismus und fuer einen rassistischen Staat Israel sein. Das wird im Zeitalter von "Black Lives Matter" immer mehr jungen amerikanischen Juden klar und das ist ein sehr ermutigendes Zeichen finde ich.

Es reicht nicht mehr nach Formulierungen und Wörtern in israelkritischen Texten zu suchen, die man als angebliche "antisemitische Stereotype" präsentiert um inhaltlichen Diskussionen ausweichen zu koennen. Eine neue Generation amerikanischer Juden hat begonnen die Denkverbote und weltanschaulichen Widersprüche ihrer Grosseltern zu hinterfragen und die Konsequenzen daraus zu ziehen. Daraus erklaert sich die derzeitige Zensurkampagne gegen Israelkritiker in den USA. Das ist der wütende Widerstand der an Boden verlierenden Israellobby gegen das Unvermeidliche.
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schtonk
Korinthenliegenlasser



Anmeldungsdatum: 17.12.2013
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Beitrag(#2219434) Verfasst am: 05.08.2020, 00:07    Titel: Antworten mit Zitat

Micha Brumlik nimmt Stellung zur Okkupationspolitik Israels, zum rechtspopulistischen Profil der derzeitigen israelischen Staatsführung unter Netanjahu, zur inflationären Methode, den Begriff Antisemitismus zu interpretieren ("eine neue Form des McCarthyismus") und zur Rezeption des Werkes von Achille Mbembe (afrik. Historiker und Politologe):

Zitat:
Wenn ich mich kritisch mit der israelischen Besatzungspolitik im Westjordanland auseinandersetze, muss ich nicht jedes Mal zugleich die Besatzungspolitik der chinesischen Regierung in Tibet kritisieren. Sonst kommt man nie zum Ende.

https://www.fr.de/kultur/gesellschaft/micha-brumlik-ich-bezeichne-das-als-eine-neue-form-des-mc-carthyismus-90017108.html


Dabei bezieht er sich auf einen offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel vom 24. Juli d.J., der von über 80 Kunstschaffenden und Hochschullehrenden aus Deutschland und Israel unterzeichnet wurde.

Hier nachzulesen:
Israel-Kritik: „Eine Stimmung der Brandmarkung und Angst“
_________________
Es ist schon alles gesagt worden. Nur noch nicht von allen. - Karl Valentin

Politial language is designed to make lies sound truthful and murder respectable,
and to give the appearance of solidty to pure wind. - George Orwell
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beachbernie
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Beitrag(#2223370) Verfasst am: 05.09.2020, 06:34    Titel: Antworten mit Zitat




Zitat:
.........Another Israeli atrocity in the occupied West Bank is drawing international outcry: the beating of an unarmed 65-year-old protester who is trying to stop Israel from building an industrial park on Palestinian village lands. Khairy Hanoun was thrown to the ground on Tuesday by an Israeli soldier and restrained with an armored knee to the neck in video and images widely circulated on social media.......

......“A few elderly people marched, thinking that soldiers wouldn’t attack us, but we were mistaken. They attacked us like thugs,” Mr Hanoon was quoted as saying by Israel’s Haaretz newspaper.”I’m 60, what can I do to an armed soldier? But for the officer on the scene, I’m a threat, and within minutes he began to brutally attack me.”...



https://mondoweiss.net/2020/09/israeli-beating-of-elderly-protester-in-front-of-journalists-draws-international-outcry/?fbclid=IwAR3HpIvQDCKwm5hVYktqey-D0FWI9ziiDeTCbNv2MLWftPTFf3L-kdjd8o0
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beachbernie
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Beitrag(#2229012) Verfasst am: 22.10.2020, 21:52    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
...Untreated wastewater has destroyed the soil of Palestinian villages, causing often ancient olive trees to die and livelihoods to be lost...

......The sewage is not the only problem that Leshem created for the Maarouf family and their land.

'If they continue pumping the sewage to the olive trees, all the trees will die'
- Abdullah Maarouf, farmer
About 10 dunams of the land’s original size were confiscated for the settlement area, which they are now forbidden from accessing. Settlers also previously attacked the land and cut down 200 olive trees that were about 25 years old.

Deir Ballut is surrounded by the illegal settlements of Leshem, Peduel and Beit Aryeh-Ofarim, all of which release sewage that ends up on the village’s agricultural land. ...



https://www.middleeasteye.net/news/israel-west-bank-settlements-sewage-dump?fbclid=IwAR0OnV13fyUgIWDBAMoofC7DrVCub-hkQVIVlFGSaXFBAc4sr-FIJeljEB4
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Skeptiker
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Beitrag(#2229031) Verfasst am: 23.10.2020, 07:31    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Zitat:
...Untreated wastewater has destroyed the soil of Palestinian villages, causing often ancient olive trees to die and livelihoods to be lost...

......The sewage is not the only problem that Leshem created for the Maarouf family and their land.

'If they continue pumping the sewage to the olive trees, all the trees will die'
- Abdullah Maarouf, farmer
About 10 dunams of the land’s original size were confiscated for the settlement area, which they are now forbidden from accessing. Settlers also previously attacked the land and cut down 200 olive trees that were about 25 years old.

Deir Ballut is surrounded by the illegal settlements of Leshem, Peduel and Beit Aryeh-Ofarim, all of which release sewage that ends up on the village’s agricultural land. ...



https://www.middleeasteye.net/news/israel-west-bank-settlements-sewage-dump?fbclid=IwAR0OnV13fyUgIWDBAMoofC7DrVCub-hkQVIVlFGSaXFBAc4sr-FIJeljEB4


Neokolonialismus pur.
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Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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jdf
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Beitrag(#2229032) Verfasst am: 23.10.2020, 09:10    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Zitat:
...Untreated wastewater has destroyed the soil of Palestinian villages, causing often ancient olive trees to die and livelihoods to be lost...

......The sewage is not the only problem that Leshem created for the Maarouf family and their land.

'If they continue pumping the sewage to the olive trees, all the trees will die'
- Abdullah Maarouf, farmer
About 10 dunams of the land’s original size were confiscated for the settlement area, which they are now forbidden from accessing. Settlers also previously attacked the land and cut down 200 olive trees that were about 25 years old.

Deir Ballut is surrounded by the illegal settlements of Leshem, Peduel and Beit Aryeh-Ofarim, all of which release sewage that ends up on the village’s agricultural land. ...



https://www.middleeasteye.net/news/israel-west-bank-settlements-sewage-dump?fbclid=IwAR0OnV13fyUgIWDBAMoofC7DrVCub-hkQVIVlFGSaXFBAc4sr-FIJeljEB4


Neokolonialismus pur.

Ich finde deinen Begriff ziemlich verharmlosend.
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beachbernie
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Beitrag(#2229054) Verfasst am: 23.10.2020, 16:26    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Zitat:
...Untreated wastewater has destroyed the soil of Palestinian villages, causing often ancient olive trees to die and livelihoods to be lost...

......The sewage is not the only problem that Leshem created for the Maarouf family and their land.

'If they continue pumping the sewage to the olive trees, all the trees will die'
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About 10 dunams of the land’s original size were confiscated for the settlement area, which they are now forbidden from accessing. Settlers also previously attacked the land and cut down 200 olive trees that were about 25 years old.

Deir Ballut is surrounded by the illegal settlements of Leshem, Peduel and Beit Aryeh-Ofarim, all of which release sewage that ends up on the village’s agricultural land. ...



https://www.middleeasteye.net/news/israel-west-bank-settlements-sewage-dump?fbclid=IwAR0OnV13fyUgIWDBAMoofC7DrVCub-hkQVIVlFGSaXFBAc4sr-FIJeljEB4


Neokolonialismus pur.

Ich finde deinen Begriff ziemlich verharmlosend.


Das musst Du erklaeren. Inwiefern verharmlost der Begriff das, was da in Palaestina vor sich geht?
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Beitrag(#2229055) Verfasst am: 23.10.2020, 16:36    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Zitat:
...Untreated wastewater has destroyed the soil of Palestinian villages, causing often ancient olive trees to die and livelihoods to be lost...

......The sewage is not the only problem that Leshem created for the Maarouf family and their land.

'If they continue pumping the sewage to the olive trees, all the trees will die'
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About 10 dunams of the land’s original size were confiscated for the settlement area, which they are now forbidden from accessing. Settlers also previously attacked the land and cut down 200 olive trees that were about 25 years old.

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Neokolonialismus pur.

Ich finde deinen Begriff ziemlich verharmlosend.

Das musst Du erklaeren. Inwiefern verharmlost der Begriff das, was da in Palaestina vor sich geht?

Ich bezog meinen Satz auf Skeptikers Bemerkung zu dem Sachverhalt, den du zitierst hattest, nicht auf "was da in Palästina vor sich geht".
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Beitrag(#2229058) Verfasst am: 23.10.2020, 16:55    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Zitat:
...Untreated wastewater has destroyed the soil of Palestinian villages, causing often ancient olive trees to die and livelihoods to be lost...

......The sewage is not the only problem that Leshem created for the Maarouf family and their land.

'If they continue pumping the sewage to the olive trees, all the trees will die'
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Neokolonialismus pur.

Ich finde deinen Begriff ziemlich verharmlosend.

Das musst Du erklaeren. Inwiefern verharmlost der Begriff das, was da in Palaestina vor sich geht?

Ich bezog meinen Satz auf Skeptikers Bemerkung zu dem Sachverhalt, den du zitierst hattest, nicht auf "was da in Palästina vor sich geht".


Dass Kolonisatoren absichtlich die Lebensgrundlage kolonisierter Völker zerstören, steht durchaus in der Tradition der Kolonialgeschichte. Ich denke da z.B. an die weitgehende Ausrottung der Bisons in Nordamerika um den Prärieindianern, die sich bis dahin recht effektiv gegen die eindringenden Siedler zur Wehr gesetzt hatten, die Existenzgrundlage zu entziehen.

An Skeptikers Begriff stört mich höchstens das Präfix "Neo", weil ich halte die zionistische Landnahme fuer die letzte klassische Kolonisierung durch europäische Siedler, die ganz den historischen Vorläufern folgt.

Ca. 5 Jahrhunderte dominierte diese Art von Migration auf unserem Planeten. Seit historisch recht kurzer Zeit treten andere Arten von Migration in den Vordergrund, die mit der klassischen Kolonisierung von Überseegebieten durch die Europäer nicht mehr vergleichbar sind.
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Beitrag(#2229064) Verfasst am: 23.10.2020, 17:37    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Dass Kolonisatoren absichtlich die Lebensgrundlage kolonisierter Völker zerstören, steht durchaus in der Tradition der Kolonialgeschichte. Ich denke da z.B. an die weitgehende Ausrottung der Bisons in Nordamerika um den Prärieindianern, die sich bis dahin recht effektiv gegen die eindringenden Siedler zur Wehr gesetzt hatten, die Existenzgrundlage zu entziehen.

An Skeptikers Begriff stört mich höchstens das Präfix "Neo", weil ich halte die zionistische Landnahme fuer die letzte klassische Kolonisierung durch europäische Siedler, die ganz den historischen Vorläufern folgt.

Ca. 5 Jahrhunderte dominierte diese Art von Migration auf unserem Planeten. Seit historisch recht kurzer Zeit treten andere Arten von Migration in den Vordergrund, die mit der klassischen Kolonisierung von Überseegebieten durch die Europäer nicht mehr vergleichbar sind.

Keine Ahnung, was eine "klassische" Kolonialisierung ist. Mein Verständnis von Kolonialisierung war bisher, dass das Ziel die Ausbeutung von Land und Menschen das Ziel war und nicht notwendigerweise mit Vertreibung verbunden war.
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beachbernie
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Beitrag(#2229065) Verfasst am: 23.10.2020, 17:51    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Dass Kolonisatoren absichtlich die Lebensgrundlage kolonisierter Völker zerstören, steht durchaus in der Tradition der Kolonialgeschichte. Ich denke da z.B. an die weitgehende Ausrottung der Bisons in Nordamerika um den Prärieindianern, die sich bis dahin recht effektiv gegen die eindringenden Siedler zur Wehr gesetzt hatten, die Existenzgrundlage zu entziehen.

An Skeptikers Begriff stört mich höchstens das Präfix "Neo", weil ich halte die zionistische Landnahme fuer die letzte klassische Kolonisierung durch europäische Siedler, die ganz den historischen Vorläufern folgt.

Ca. 5 Jahrhunderte dominierte diese Art von Migration auf unserem Planeten. Seit historisch recht kurzer Zeit treten andere Arten von Migration in den Vordergrund, die mit der klassischen Kolonisierung von Überseegebieten durch die Europäer nicht mehr vergleichbar sind.

Keine Ahnung, was eine "klassische" Kolonialisierung ist. Mein Verständnis von Kolonialisierung war bisher, dass das Ziel die Ausbeutung von Land und Menschen das Ziel war und nicht notwendigerweise mit Vertreibung verbunden war.



Es gab in der Geschichte der Kolonialisierung des Rests der Welt durch Europäer schon immer zwei Arten von Kolonien. Zum einen Rohstoffkolonien, bei denen mehr oder weniger die Ausbeutung von Ressourcen im Vordergrund steht und Siedlungskolonien, die auch der Besiedlung neuer Territorien dienen. Das zionistische Projekt ist eine typische Siedlungskolonie, bei der eine unterlegene einheimische Bevoelkerung nach und nach von europäischen Siedlern verdrängt wird.
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jdf
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Beitrag(#2229078) Verfasst am: 23.10.2020, 19:57    Titel: Antworten mit Zitat

Habs jetzt nachgelesen und stimme euch beiden zu.
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Beitrag(#2229128) Verfasst am: 24.10.2020, 11:12    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Habs jetzt nachgelesen und stimme euch beiden zu.


Der Neokolonialismus, der an die Stelle des alten Kolonialismus getreten ist, erreicht mit anderen Mitteln die gleichen Ziele. Zur Zeit ist z.B. viel vom 'land grabbing' die Rede, wobei sich kapitalschwere Investoren aus den Zentren des Kapitalismus Boden und Bodenschätze in ärmeren und/oder weniger mächtigen Staaten kaufen und dabei ja keine Gesetze brechen, sondern nur einen marktkonformen Landraub betreiben. Auch dies geht oft mit der Vertreibung der auf dem gekauften Land ansässigen Bevölkerung durch den Staat einher, der dort zu allem Überfluss den Investoren auch noch jene Infrastruktur hinbaut, die er vormals der Bevölkerung verweigert hatte. Die Bourgeoisie der ärmeren Staaten profitiert davon mit.

Hier im zitierten Beispiel geht es ebenfalls um Vertreibung plus Zerstörung einer landwirtschaftlichen Infrastruktur mit dem Hintergedanken, dort eine eigene Infrastruktur für die Siedler zu errichten. Natürlich ist das verbrecherisch und das Wort "Neokolonialismus" scheint dafür zu harmlos. Aber Neokolonialismus ist nicht harmlos; er ist nur eine *Modernisierung* des ehemaligen Kolonialismus.

Und was gegen das Völkerrecht verstößt, ist dennoch legalisiert worden:

Zitat:
Wenn Siedler im besetzten Westjordanland ihre Häuser auf palästinensischem Privatgrund gebaut haben, müssen sie diese Häuser künftig nicht mehr abreißen. Bestraft werden vielmehr die Palästinenser, denen das Land gehört. Es wird von der Regierung konfisziert, die Siedler dürfen bleiben.

Schaurig, aber wahr. In der Logik dieses Gesetzes könnte man als Nächstes vielleicht den Ladendiebstahl legalisieren, oder besser noch den Diebstahl durch bestimmte Leute in bestimmten Läden. ... Im israelischen Parlament herrscht derzeit offenbar Narrenfreiheit ...


https://www.sueddeutsche.de/politik/wilde-siedlungen-im-westjordanland-israels-parlament-legalisiert-landraub-1.3367365


So wird zwar das Land dreckig aber der neue Kolonialismus sauber.

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Beitrag(#2229161) Verfasst am: 24.10.2020, 18:26    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Es gab in der Geschichte der Kolonialisierung des Rests der Welt durch Europäer schon immer zwei Arten von Kolonien. Zum einen Rohstoffkolonien, bei denen mehr oder weniger die Ausbeutung von Ressourcen im Vordergrund steht und Siedlungskolonien, die auch der Besiedlung neuer Territorien dienen. Das zionistische Projekt ist eine typische Siedlungskolonie, bei der eine unterlegene einheimische Bevoelkerung nach und nach von europäischen Siedlern verdrängt wird.

Einen klitzekleinen Unterschied könnte es aber bei der Bewertung vielleicht machen, wie es dazu gekommen ist, dass das Westjordanland von Israel besetzt wurde. Hint: Es war nicht Israel, das seit 1945 durchgehend propagiert und versucht hat, die umgebenden Staaten zu vernichten.

Wenn man solche Unterschiede außer Acht lässt, könnte man auch über die "Kolonisierung" Ostpreußens durch Polen und Russen klagen.
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Beitrag(#2229167) Verfasst am: 24.10.2020, 19:15    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Es gab in der Geschichte der Kolonialisierung des Rests der Welt durch Europäer schon immer zwei Arten von Kolonien. Zum einen Rohstoffkolonien, bei denen mehr oder weniger die Ausbeutung von Ressourcen im Vordergrund steht und Siedlungskolonien, die auch der Besiedlung neuer Territorien dienen. Das zionistische Projekt ist eine typische Siedlungskolonie, bei der eine unterlegene einheimische Bevoelkerung nach und nach von europäischen Siedlern verdrängt wird.

Einen klitzekleinen Unterschied könnte es aber bei der Bewertung vielleicht machen, wie es dazu gekommen ist, dass das Westjordanland von Israel besetzt wurde. Hint: Es war nicht Israel, das seit 1945 durchgehend propagiert und versucht hat, die umgebenden Staaten zu vernichten.

Wenn man solche Unterschiede außer Acht lässt, könnte man auch über die "Kolonisierung" Ostpreußens durch Polen und Russen klagen.


Du hast ein recht merkwürdiges Geschichtsverständnis. Das muss man schon sagen. Zuerst wurde das slawische Ostpreussen durch den Deutschritterorden kolonisiert, bevor das jetzt bikulturelle Gebiet wieder Teil slawischer Staaten wurde.

In Palestina lebten bis zur zionistischen Landnahme ueberwiegend Nachkommen zum Islam konvertierter Juden zusammen mit einer Minderheit von weiterhin der juedischen Religion anhängender Juden und ein paar alten christlichen Gruppen. Dann kamen die Nachkommen von vor Jahrtausenden nach Europa emigrierter Juden, die sich zwischenzeitlich so sehr mit europäischen Voelkern vermischt hatten, dass sie schon rein Äußerlich nicht von Europäern zu unterscheiden sind und beanspruchten das Land exklusiv fuer sich, weil ihnen angeblich irgendso ein Typ namens Jahwe in grauer Vorzeit das Land zur exklusiven Nutzung zugeteilt haette.
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Beitrag(#2229174) Verfasst am: 24.10.2020, 19:42    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
In Palestina lebten bis zur zionistischen Landnahme ueberwiegend Nachkommen zum Islam konvertierter Juden zusammen mit einer Minderheit von weiterhin der juedischen Religion anhängender Juden und ein paar alten christlichen Gruppen. Dann kamen die Nachkommen von vor Jahrtausenden nach Europa emigrierter Juden, die sich zwischenzeitlich so sehr mit europäischen Voelkern vermischt hatten, dass sie schon rein Äußerlich nicht von Europäern zu unterscheiden sind und beanspruchten das Land exklusiv fuer sich, weil ihnen angeblich irgendso ein Typ namens Jahwe in grauer Vorzeit das Land zur exklusiven Nutzung zugeteilt haette.

Aha, schwuppdiwupp geht's also nicht mehr um das Westjordanland, sondern um ganz Israel. Schon mal gut zu wissen, also der Komplettstaat Israel wird in Frage gestellt. Dabei scheint mir das mit dem "beanspruchten das Land exklusiv für sich" scheint mir schon mal eine Lüge zu sein - Zionisten suchten anfangs natürlich Siedlungsmöglichkeiten, um dem Antisemitismus in Europa zu entkommen, aber hatten eigentlich kein Problem damit, mit den anderen Bewohnern des Landes zusammenzuleben. Das ging eher von der anderen Seite aus. Und ganz nebenbei wird dabei auch ein wichtiger Unterschied zu Kolonien vergessen: Kolonien werden üblicherweise von den Ursprungsländern gefördert und wollen/sollen mit diesen in Kontakt bleiben und sind nicht darin begründet, der Ausgrenzung dort zu entkommen. Und diese Ausgrenzung, der Antisemitismus, wird dabei auch mal flugs unter den Tisch fallen gelassen.

Aber nein, mit ANtisemitismus hat das alles nix zu tun. Klar.
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beachbernie
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Beitrag(#2229176) Verfasst am: 24.10.2020, 19:51    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
In Palestina lebten bis zur zionistischen Landnahme ueberwiegend Nachkommen zum Islam konvertierter Juden zusammen mit einer Minderheit von weiterhin der juedischen Religion anhängender Juden und ein paar alten christlichen Gruppen. Dann kamen die Nachkommen von vor Jahrtausenden nach Europa emigrierter Juden, die sich zwischenzeitlich so sehr mit europäischen Voelkern vermischt hatten, dass sie schon rein Äußerlich nicht von Europäern zu unterscheiden sind und beanspruchten das Land exklusiv fuer sich, weil ihnen angeblich irgendso ein Typ namens Jahwe in grauer Vorzeit das Land zur exklusiven Nutzung zugeteilt haette.

Aha, schwuppdiwupp geht's also nicht mehr um das Westjordanland, sondern um ganz Israel. Schon mal gut zu wissen, also der Komplettstaat Israel wird in Frage gestellt. Dabei scheint mir das mit dem "beanspruchten das Land exklusiv für sich" scheint mir schon mal eine Lüge zu sein - Zionisten suchten anfangs natürlich Siedlungsmöglichkeiten, um dem Antisemitismus in Europa zu entkommen, aber hatten eigentlich kein Problem damit, mit den anderen Bewohnern des Landes zusammenzuleben. Das ging eher von der anderen Seite aus. Und ganz nebenbei wird dabei auch ein wichtiger Unterschied zu Kolonien vergessen: Kolonien werden üblicherweise von den Ursprungsländern gefördert und wollen/sollen mit diesen in Kontakt bleiben und sind nicht darin begründet, der Ausgrenzung dort zu entkommen. Und diese Ausgrenzung, der Antisemitismus, wird dabei auch mal flugs unter den Tisch fallen gelassen.

Aber nein, mit ANtisemitismus hat das alles nix zu tun. Klar.



Verfolgte Minderheiten aus Europa suchten schon immer ihr Heil in Kolonien in Übersee. Gerade Du als Christ solltest das wissen.

Und natuerlich geht es um einen Staat speziell fuer Juden, in dem Nichtjuden maximal geduldet werden. Dass so ein Staat, sobald der Brückenkopf erst mal etabliert ist, Besorgnis und Feindseligkeit bei anderen Staaten in der Region auslöst, dürfte wohl auch klar sein, vor allem wenn als letztendliches Ziel die "Wiedererrichtung" von "Erez Israel" propagiert wird, ein territorial nicht klar abgegrenztes Staatsgebilde, mit dem sich Gebietsansprüche vom Euphrat bis zum Nil begründen lassen.


Deinen reflexhaften Antisemitismusvorwurf kannst Du Dir auch schenken. Der zieht nicht.
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Beitrag(#2229179) Verfasst am: 24.10.2020, 20:00    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Und natuerlich geht es um einen Staat speziell fuer Juden, in dem Nichtjuden maximal geduldet werden. Dass so ein Staat, sobald der Brückenkopf erst mal etabliert ist, Besorgnis und Feindseligkeit bei anderen Staaten in der Region auslöst, dürfte wohl auch klar sein, vor allem wenn als letztendliches Ziel die "Wiedererrichtung" von "Erez Israel" propagiert wird, ein territorial nicht klar abgegrenztes Staatsgebilde, mit dem sich Gebietsansprüche vom Euphrat bis zum Nil begründen lassen.

Und diese natürlich im allerhöchsten Maß verständliche "Besorgnis" (hach, all die besorgten Bürger!), die sich komischerweise nicht nur gegen Israel, sondern auch oft genug gegen die Juden in den eigenen Ländern richtet, ist natürlich so hochbedeutend, dass man darüber die Fakten, wer wen tatsächlich immer wieder mit Auslöschung bedroht und angegriffen hat, einfach mal unter den Tisch fallen lassen kann.

Aber klar, mit Antisemitismus hat diese Verzerrung nichts zu tun.
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Beitrag(#2229187) Verfasst am: 24.10.2020, 20:17    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Und natuerlich geht es um einen Staat speziell fuer Juden, in dem Nichtjuden maximal geduldet werden. Dass so ein Staat, sobald der Brückenkopf erst mal etabliert ist, Besorgnis und Feindseligkeit bei anderen Staaten in der Region auslöst, dürfte wohl auch klar sein, vor allem wenn als letztendliches Ziel die "Wiedererrichtung" von "Erez Israel" propagiert wird, ein territorial nicht klar abgegrenztes Staatsgebilde, mit dem sich Gebietsansprüche vom Euphrat bis zum Nil begründen lassen.

Und diese natürlich im allerhöchsten Maß verständliche "Besorgnis" (hach, all die besorgten Bürger!), die sich komischerweise nicht nur gegen Israel, sondern auch oft genug gegen die Juden in den eigenen Ländern richtet, ist natürlich so hochbedeutend, dass man darüber die Fakten, wer wen tatsächlich immer wieder mit Auslöschung bedroht und angegriffen hat, einfach mal unter den Tisch fallen lassen kann.

Aber klar, mit Antisemitismus hat diese Verzerrung nichts zu tun.



Dass Juden in anderen Laendern in Mithaftung genommen werden fuer Verbrechen des israelischen Staates habe ich schon oft genug und auch klar genug verurteilt. Dafuer gibt es auch keine Entschuldigung und ja, das ist Antisemitismus!

Ich erachte es generell als ein Zeichen von Extremismus, wenn Judentum und Zionismus kurzerhand gleichgesetzt werden, voellig egal ob diese unzulässige Verkürzung von islamistischen Gewalttätern und ihren Hintermännern gemacht wird oder von Zionisten mit ihrem vermessenen Alleinvertretungsanspruch fuer alle Juden. Beides gefährdet gleichermassen Juden weltweit, auch solche, die mit dem Zionistenstaat absolut nichts am Hut haben und davon gibt es immer mehr, eines der wenigen Zeichen der Hoffnung auf Frieden in Nahost.
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Beitrag(#2229196) Verfasst am: 24.10.2020, 20:33    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Und natuerlich geht es um einen Staat speziell fuer Juden, in dem Nichtjuden maximal geduldet werden. Dass so ein Staat, sobald der Brückenkopf erst mal etabliert ist, Besorgnis und Feindseligkeit bei anderen Staaten in der Region auslöst, dürfte wohl auch klar sein, vor allem wenn als letztendliches Ziel die "Wiedererrichtung" von "Erez Israel" propagiert wird, ein territorial nicht klar abgegrenztes Staatsgebilde, mit dem sich Gebietsansprüche vom Euphrat bis zum Nil begründen lassen.

Und diese natürlich im allerhöchsten Maß verständliche "Besorgnis" (hach, all die besorgten Bürger!), die sich komischerweise nicht nur gegen Israel, sondern auch oft genug gegen die Juden in den eigenen Ländern richtet, ist natürlich so hochbedeutend, dass man darüber die Fakten, wer wen tatsächlich immer wieder mit Auslöschung bedroht und angegriffen hat, einfach mal unter den Tisch fallen lassen kann.

Aber klar, mit Antisemitismus hat diese Verzerrung nichts zu tun.



Dass Juden in anderen Laendern in Mithaftung genommen werden fuer Verbrechen des israelischen Staates habe ich schon oft genug und auch klar genug verurteilt. Dafuer gibt es auch keine Entschuldigung und ja, das ist Antisemitismus!

Ich erachte es generell als ein Zeichen von Extremismus, wenn Judentum und Zionismus kurzerhand gleichgesetzt werden, voellig egal ob diese unzulässige Verkürzung von islamistischen Gewalttätern und ihren Hintermännern gemacht wird oder von Zionisten mit ihrem vermessenen Alleinvertretungsanspruch fuer alle Juden. Beides gefährdet gleichermassen Juden weltweit, auch solche, die mit dem Zionistenstaat absolut nichts am Hut haben und davon gibt es immer mehr, eines der wenigen Zeichen der Hoffnung auf Frieden in Nahost.


Ja, man muss unterscheiden, natürlich.

Im zitierten Beispiel ging es darum, wie die Siedler die Lebensgrundlage der Bauern zerstören, ohne dass diese neokoloniale Politik die Regierungen und Medien der *nicht-totalitären* Staaten überhaupt interessiert. Na gut, für eine Randnotiz wird es reichen ...-
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Beitrag(#2229200) Verfasst am: 24.10.2020, 20:45    Titel: Antworten mit Zitat

Aha. Also wichtig ist, dass nur die Juden in Israel gefährdet werden - das wäre nicht antisemitisch. Dass diejenigen umgebenden Staaten, die die Juden in Israel permanent gefährden, gleichzeitig fast ihre komplette jüdische Bevölkerung verloren haben, ist zwar antisemitisch, hat damit aber nicht zwingend etwas zu tun und ist bitte ganz getrennt davon zu betrachten.

Dies zu trennen, also bitte nur die Juden in Israel zu gefährden und nicht die anderswo, ist also eine Hoffnung auf Frieden in Nahost, auch wenn diese Trennung von den Leuten, die Juden in Israel tatsächlich gefährden, leider kaum einer so vornimmt.

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Beitrag(#2229206) Verfasst am: 24.10.2020, 21:45    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Aha. Also wichtig ist, dass nur die Juden in Israel gefährdet werden - das wäre nicht antisemitisch. Dass diejenigen umgebenden Staaten, die die Juden in Israel permanent gefährden, gleichzeitig fast ihre komplette jüdische Bevölkerung verloren haben, ist zwar antisemitisch, hat damit aber nicht zwingend etwas zu tun und ist bitte ganz getrennt davon zu betrachten.

Dies zu trennen, also bitte nur die Juden in Israel zu gefährden und nicht die anderswo, ist also eine Hoffnung auf Frieden in Nahost, auch wenn diese Trennung von den Leuten, die Juden in Israel tatsächlich gefährden, leider kaum einer so vornimmt.

Aber mit Antisemitismus hat das natürlich nichts zu tun.


Warum redest Du eigentlich immer von "den Juden"? Ausser Dir tut das naemlich keiner. Aber wahrscheinlich brauchst Du diese Pauschalisierung fuer Deine verquere Position.

Auch in Israel gibt es Juden, die mit der Politik des Zionistenstaates nicht einverstanden sind. Erst gestern habe ich einen Bericht auf der Facebook-Seite der Menschenrechtsorganisation "Jewish Voice for Peace" ueber eine bewundernswerte junge israelische Frau gelesen, die sich hartnaeckig weigert ihren Militärdienst zu leisten, weil sie sich nicht an Verbrechen gegen Palaestinenser beteiligen will und deshalb bereits zum 3.Mal in Haft genommen wurde.

Aber fuer Dich ist das wahrscheinlich auch nur eine "Antisemitin", so wie auch jeder Palaestinenser, der sich gegen die Schikanen und Gewalttaten der israelischen Armee zur Wehr, dies natuerlich nur aus einem tiefsitzenden Antisemitismus heraus tun kann. Mit den Augen rollen


Ansonsten sind juedische Israelis, die glauben, dass ganz Palaestina ihr Land waere und alle Nichtjuden moeglichst geräuschlos daraus verschwinden sollen und die auch schon mal mit terroristischen Mitteln nachhelfen (ganz nach Vorbild der zionistischen Staatsgründung) natuerlich das Hauptproblem in der Region.
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Beitrag(#2229208) Verfasst am: 24.10.2020, 22:08    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Aha. Also wichtig ist, dass nur die Juden in Israel gefährdet werden - das wäre nicht antisemitisch. Dass diejenigen umgebenden Staaten, die die Juden in Israel permanent gefährden, gleichzeitig fast ihre komplette jüdische Bevölkerung verloren haben, ist zwar antisemitisch, hat damit aber nicht zwingend etwas zu tun und ist bitte ganz getrennt davon zu betrachten.

Dies zu trennen, also bitte nur die Juden in Israel zu gefährden und nicht die anderswo, ist also eine Hoffnung auf Frieden in Nahost, auch wenn diese Trennung von den Leuten, die Juden in Israel tatsächlich gefährden, leider kaum einer so vornimmt.

Aber mit Antisemitismus hat das natürlich nichts zu tun.


Die Siedler sind in keiner Weise gefährdet. Gefährdet sind die Bauern, deren Existenzgrundlage vernichtet wird und um die es offensichtlich nicht schade ist.
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Beitrag(#2229210) Verfasst am: 24.10.2020, 22:33    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Die Siedler sind in keiner Weise gefährdet. Gefährdet sind die Bauern, deren Existenzgrundlage vernichtet wird und um die es offensichtlich nicht schade ist.

Gerade ging es nicht um die Siedler, sondern um die Vernichtungsbestrebungen gegenüber dem kompletten Staat Israel, gegen die BB offenbar nicht so viel einzuwenden hat. Dass es bei diesen Vernichtungswünschen vor allem seine jüdischen Einwohner sind, die etwa zu befürchten haben, und nicht so sehr die arabischen, soll man aber bitte nicht so laut sagen, denn mit Antisemitismus hat das alles selbstverständlich nicht zu tun.

Dass die Siedlungspolitik die Existenzgrundlagen palästinensischer Bauern zerstört, ist freilich auch richtig. Ist es ganz eventuell möglich, beides als Problem zu sehen?
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Beitrag(#2229214) Verfasst am: 24.10.2020, 22:43    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Warum redest Du eigentlich immer von "den Juden"? Ausser Dir tut das naemlich keiner.

Ach. Dass palästinensiche Terroristen dann gerne mal zwischen Juden (auch nicht-israelischen) und Nichtjuden selektiert haben, bilde ich mir dann wohl nur ein. Dass in allen umgebenden Staaten, die Israel in diversen Kriegen vernichten wollten, der Antisemitismus grassiert, entspringt wohl auch meiner Fantasie. Dass es immer wieder Terroranschläge gegen nichtisraelische Juden und jüdische Institutionen gibt, die mit dem Nahostkonflikt "begründet" werden, ist wohl eine Fehlinformation, der ich aufgesessen bin. Dass im Iran (der mit dem Konflikt nur aus eigener Wahl etwas zu tun hat) antisemitische Propaganda wie Holocaustleugnung und Israelhass aufs engste verbunden sind, ist wohl üble Verleumdung.

Oder aber deine feinsinnige Unterscheidung zwischen Antizionismus und Antisemitismus, die besagt, dass man die einzige sichere Zufluchtsstätte für Juden, in denen Juden sich selbst schützen können, ruhig vernichten kann, das aber mit Antisemitismus nichts zu tun hat, ist etwas, was die meisten "Antizionisten" einfach nicht mitmachen und sehr wohl von Juden reden und eben nicht nur von Israel.
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im Hamsterrad



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Beitrag(#2229216) Verfasst am: 24.10.2020, 22:47    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Die Siedler sind in keiner Weise gefährdet. Gefährdet sind die Bauern, deren Existenzgrundlage vernichtet wird und um die es offensichtlich nicht schade ist.

Gerade ging es nicht um die Siedler, sondern um die Vernichtungsbestrebungen gegenüber dem kompletten Staat Israel, gegen die BB offenbar nicht so viel einzuwenden hat. Dass es bei diesen Vernichtungswünschen vor allem seine jüdischen Einwohner sind, die etwa zu befürchten haben, und nicht so sehr die arabischen, soll man aber bitte nicht so laut sagen, denn mit Antisemitismus hat das alles selbstverständlich nicht zu tun.

Dass die Siedlungspolitik die Existenzgrundlagen palästinensischer Bauern zerstört, ist freilich auch richtig. Ist es ganz eventuell möglich, beides als Problem zu sehen?

Wenn man in ein Land kommt und die dort lebenden Einwohner vertreibt/vertreiben-will muß man mit Gegenwehr rechnen. Wenn diese Einwohnergruppe befreundet ist mit umliegenden Ländern muß man damit rechnen das diese Länder sich der Gegenwehr anschliessen.

Dieses Resultat-Gegenwehr als Rechtfertigung für weitere Gründe der Gegenwehr(Vertreibung) zu nutzen um die Vertreibung zu rechtfertigen ist schon mies, oder?

Man kann die Gegenwehr anklagen, aber schon mit dem Verweis auf dessen Grund, was Folge-von-was ist.
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