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STUDIE: Verbrechen der Katholischen Kirche in Deutschland

 
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Autor Nachricht
Martin Mitchell
„schwer (um)erziehbarer“ Senior anderer Kultur



Anmeldungsdatum: 25.09.2003
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Wohnort: Adelaide, Süd Australien

Beitrag(#2150759) Verfasst am: 14.09.2018, 07:00    Titel: STUDIE: Verbrechen der Katholischen Kirche in Deutschland Antworten mit Zitat

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DIE KATHOLISCHE KIRCHE IN DEUTSCHLAND UND DAS AUSMAß IHRER VERBRECHEN

KINDESMISSBRAUCH IN DER KATHOLISCHEN KIRCHE IN DEUTSCHLAND ZWISCHEN 1946 UND 2014 (NUR DAS WAS VON DEN OBEREN ZUGEGEBEN WIRD)


[ QUELLE: https://www.zeit.de/2018/38/sexueller-missbrauch-bischoefe-kirche-studie ]

TEILAUSZUG AUS EINEM SEHR, SEHR LANGEN AUFSCHLUSSREICHEN ARTIKEL - EINER SEHR VERLÄSSLICHEN QUELLE:

Zitat:
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Sexueller Missbrauch

Das Ausmaß des Verbrechens

Über vier Jahre lang haben die deutschen Bischöfe sexuelle Gewalt in der Kirche systematisch erforschen lassen. Wir veröffentlichen erste Ergebnisse der Studie.

Von Evelyn Finger und Veronika Völlinger

[ „Evelyn Finger - Verantwortl. Redakteurin im Ressort Glauben und Zweifeln, DIE ZEIT“ - Siehe @ https://www.zeit.de/autoren/F/Evelyn_Finger/index.xml ]
[ „Veronika Völlinger – Freie Journalistin“ - Siehe @ https://www.zeit.de/autoren/V/Veronika-_Voellinger/index ]

12. September 2018 / DIE ZEIT Nr. 38/2018, 13. September 2018 /
419 Kommentare [ ständig zunehmend ]


Zum ersten Mal gesteht die katholische Kirche in Deutschland ein, was sie erst jahrelang vertuscht und dann weiter beschönigt hat. Zum ersten Mal ließ sie den Kindesmissbrauch in ihren eigenen Reihen flächendeckend untersuchen. Die Ergebnisse der Untersuchung liegen der ZEIT exklusiv vor. Sie zeigen: 1670 Kleriker wurden zwischen 1946 und 2014 als Missbrauchsbeschuldigte innerhalb ihrer Kirche aktenkundig. 3677 Kinder und Jugendliche wurden nach Lage der Akten mutmaßlich zu Opfern. 4,4 Prozent aller Kleriker sollen im genannten Zeitraum Minderjährige sexuell missbraucht haben. "Diese Zahl stellt eine untere Schätzgröße dar", heißt es in einer offiziellen Zusammenfassung der Studie.

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DAS AUSMAß DER VERBRECHEN:


3677 Opfer von sexuellem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen.

1670 Täter haben mutmaßlich missbraucht. Beschuldigte sind Priester, Ordensmänner und Diakone.

4,4 Prozent aller Kleriker der deutschen Bistümer waren mutmaßlich Missbrauchstäter.


––––––––––––––––––––––––––––––––––––

Mit anderen Worten: Hinter den wichtigsten Zahlen, die hier erhoben wurden, steht ein unsichtbares "mindestens". Viereinhalb Jahre lang haben sieben deutsche Forscher, fünf wissenschaftliche Mitarbeiter und ungezählte Hilfskräfte Akten analysiert und Interviews geführt. Im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) sollten sie vor allem zwei Fragen beantworten: Wie groß war das Ausmaß des sexuellen Missbrauchs? Welche Besonderheiten der katholischen Kirche haben die Taten und ihre Vertuschung begünstigt?

Ergebnis: Was man bislang nur ahnte, was an dramatischen Einzelfällen bekannt und in Einzelstudien belegt war, wird nun weit übertroffen, allein durch die Zahlen der Opfer und der Täter. Sie sind alarmierend, auch weil die Forscher immer wieder betonen, das "Dunkelfeld" des Kindesmissbrauchs sei groß und die wahren Zahlen lägen erfahrungsgemäß "höher". Die Wahrheit ist also noch schlimmer.

Auf mehr als 350 Seiten wird nun der sexuelle Missbrauch im Verantwortungsbereich der DBK dokumentiert. Die Forscher tun das nüchtern, präzise, detailgenau. 27 Bistümer hatten sich vertraglich verpflichtet, am Projekt teilzunehmen. Doch ein Grundproblem bleibt: die Abhängigkeit der Ergebnisse von den Bischöfen. Daran war die Studie im ersten Anlauf gescheitert, weil der niedersächsische Kriminologe Christian Pfeiffer, der zunächst eine Studie für die DBK machen wollte, die Forschungsbedingungen unzumutbar fand. Zu Recht. Er wehrte sich dagegen, dass die Kirche den gültigen Vertrag nachträglich mit dem Ziel ändern wollte, die Forschungstexte zu kontrollieren und ihre Veröffentlichung "aus wichtigem Grund" sogar völlig verbieten zu dürfen. Außerdem kritisierte er die Vernichtung von Akten und den Widerstand der Kirche gegen eine unabhängige Aktenanalyse durch ehemalige Richter und Staatsanwälte.

Die letzten beiden Kritikpunkte werden nun bestätigt – und zwar durch die Studie selbst. Darin heißt es: "In einigen Fällen fanden sich eindeutige Hinweise auf Aktenmanipulation." Außerdem habe es "explizit die Information" aus zwei Bistümern gegeben, "dass Akten- oder Aktenbestandteile mit Bezug auf sexuellen Missbrauch Minderjähriger in früherer Zeit vernichtet wurden". Neben der Aktenvernichtung wird auch das Blockieren einer unabhängigen Einsicht in die vorhandenen Bistumsakten belegt. In der Zusammenfassung der Studie steht auf Seite eins: "Das Forschungsprojekt hatte keinen Zugriff auf Originalakten der katholischen Kirche. Archive und Dateien der Diözesen wurden von Personal aus den Diözesen oder von diesen beauftragten Rechtsanwaltskanzleien durchgesehen."

Die Forscher haben Fragebögen entwickelt, anhand derer die Mitarbeiter in den Bistümern die Akten auswerten. Sie tragen Daten über die Betroffenen und die Beschuldigten ein, sie kreuzen Kategorien an, mit denen sich der genaue Ablauf der Tat beschreiben lässt. Und sie notierten, wie die Kirche auf Vorwürfe reagiert hat. Die ZEIT konnte mehrere solcher Erhebungsbögen einsehen, teilweise sind sie bis zu 50 Seiten lang.

So wertete man insgesamt 38.156 Personal- und Handakten aus. Aber: Keiner der Wissenschaftler hat in den kirchlichen Archiven je Akten in der Hand gehabt. Deshalb ist die Studie nicht wirklich unabhängig. Die aufzuklärende Institution hat die Aufklärung kontrolliert. Das unterscheidet sie fundamental von der Missbrauchsstudie der Grand Jury in Pennsylvania, die im August Aufsehen erregte. [ Siehe @ https://www.zeit.de/2018/35/sexueller-missbrauch-pennsylvania-katholische-kirche ] Das unterscheidet sie auch von der Missbrauchsstudie der Royal Commission in Australien, die Ende 2017 erschien. Allerdings: In Deutschland darf die Staatsanwaltschaft nur ermitteln, wenn ein Fall nicht verjährt ist.

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FORTSETZUNG AUF ZWEI WEITEREN SEITEN:

NÄCHSTE SEITE [Seite 2]: Spezifika des sexuellen Missbrauchs innerhalb der katholischen Kirche [ Siehe @ https://www.zeit.de/2018/38/sexueller-missbrauch-bischoefe-kirche-studie/seite-2 ]


NÄCHSTE SEITE [Seite 3]: 969 der Missbrauchten waren Ministranten [ Siehe @ https://www.zeit.de/2018/38/sexueller-missbrauch-bischoefe-kirche-studie/seite-3 ]

Siehe diesbezüglich auch Humanistischer Pressedienst (hpd) (12.09.2018) »Tausende sexuelle Übergriffe« - »STUDIE: Missbrauch in der Kirche dauert offenbar noch an« @ https://hpd.de/artikel/studie-missbrauch-kirche-dauert-offenbar-noch-an-15944 (und siehe auch die dortigen dazugehörenden Kommentare)

Beschlagwortet mit TAGS/LABELS: Katholische Kirche, Verbrechen, Diözese, Kindesmissbrauch, Deutsche Bischofskonferenz, Christian Pfeiffer, Sexueller Missbrauch, Missbrauch, sexuelle Gewalt, von den Oberen zugegeben, vertuscht, beschönigt, Kleriker, Missbrauchsbeschuldigte, Minderjährige, Kinder, Jugendliche, sexuell missbraucht, Ausmaß der Verbrechen, Verbrechen, Opfer, Täter, missbraucht, Priester, Ordensmänner, Diakone, Missbrauchstäter, Taten, Vertuschung, Vertuschung begünstigt, Kriminologe Christian Pfeiffer, Vernichtung von Akten, Widerstand der Kirche, unabhängige Aktenanalyse, Richter und Staatsanwälte, Aktenmanipulation, Akten, vernichtet, Aktenvernichtung, unabhängigen Einsicht, verhindert, vorhandenen Bistumsakten, Einsicht, Zugriff, Originalakten, blockiert, blockieren, nicht wirklich unabhängig,
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Martin Mitchell
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Anmeldungsdatum: 25.09.2003
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Beitrag(#2150899) Verfasst am: 15.09.2018, 09:56    Titel: STUDIE: Verbrechen der Katholischen Kirche in Deutschland Antworten mit Zitat

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Missbrauchsstudie der Kirche: Zu kurz gegriffen

QUELLE: SZ.de - Süddeutsche Zeitung @ https://www.sueddeutsche.de/panorama/missbrauchsskandal-die-kirche-weigert-sich-die-kontrolle-abzugeben-1.4129180 :

Zitat:
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13. September 2018, 16:55 Uhr

Missbrauchsskandal

Die Kirche weigert sich, die Kontrolle abzugeben

[ PHOTO: „Zahlreiche Akten und Archive hat die Kirche für ihre Missbrauchsstudie nicht geöffnet. (Foto: picture alliance / dpa)]

Taten wurden oft vertuscht, die Täter selten bestraft, den Opfern noch seltener geholfen. Die groß angekündigte Missbrauchsstudie der katholischen Kirche greift viel zu kurz. Besser wäre die Untersuchung einer unabhängigen Stelle gewesen.

Kommentar von Matthias Drobinski
[Studium Geschichte, katholische Theologie und Germanistik in Gießen und Mainz; Hamburger Journalistenschule, Redakteur bei Publik-Forum, Zeitung kritischer Christen, seit 1997 bei der Süddeutschen Zeitung“. ]

Für Journalisten ist es schön, wenn sie interne Dokumente in die Hand gedrückt bekommen - für die katholische Bischofskonferenz aber ist es desaströs, dass die Ergebnisse ihrer groß angekündigten Missbrauchsstudie nun vorab in der Öffentlichkeit sind. Ihr ist die Deutungshoheit über die Ergebnisse aus der Hand genommen, wohl auch aus der Angst, diese Deutung könnte allzu freundlich und zu wenig selbstkritisch ausfallen.

Denn die Ergebnisse der Studie sind deprimierend: Sexuelle Gewalt durch Priester gab es in großem Ausmaß in Deutschland, [ ……… ]

––––––––––––––––––––––––––––––––––––

Akten, die erschüttern

Eine groß angelegte Studie zeigt: Das Ausmaß sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche durch Priester und Ordensleute war immens - und noch immer tut sich die katholische Kirche schwer, die Fälle aufzuarbeiten. Von Matthias Drobinski mehr ... [ Siehe @ https://www.sueddeutsche.de/panorama/missbrauch-akten-die-erschuettern-1.4127434 ]


––––––––––––––––––––––––––––––––––––

Die Studie hat noch andere Grenzen. Nur ein Drittel der Bistümer stellte alle Akten bis zurück ins Jahr 1946 zur Verfügung, und es entschieden nicht die Forscher, sondern Kirchenangestellte, welche Dokumente in die Forschung einfließen durften. Es wurden die Frauen- und Männerorden ausgeklammert, an deren Schulen und Internaten zahlreiche Übergriffe geschahen, es kommen die Heimkinder nicht vor, die oft noch brutaler misshandelt werden als die Kinder aus besserem Haus. Die Forscher haben getan, was sie konnten, [ ……… ]

Es wäre deshalb besser gewesen, eine komplett von den Kirchen unabhängige Kommission hätte den Fall übernommen. [ ……… ]

Aufklärung von innen heraus funktioniert selten; sie muss jetzt nach außen verlagert werden - in Deutschland, aber auch weltweit. [ ……… ] Und nur dann wird sie wirklich die Schuld sühnen können, die sie da auf sich geladen hat.

[ PHOTO ]

Franziskus ist Lösung und Problem in einem

Das Ringen um die Zukunft der katholischen Kirche ist in vollem Gange. Der Papst muss Skandale aufklären. Sich selbst schonen darf er dabei nicht. Kommentar von Matthias Drobinski mehr ... [ Siehe @ https://www.sueddeutsche.de/panorama/krise-im-vatikan-franziskus-ist-loesung-und-problem-in-einem-1.4117748 ]

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Beitrag(#2151059) Verfasst am: 17.09.2018, 01:25    Titel: STUDIE: Verbrechen der Katholischen Kirche in Deutschland Antworten mit Zitat

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»Leaked German abuse report shows manipulation from both bishops and scientists« (Friday, 14 September 2018) @ https://www.lifesitenews.com/blogs/leaked-german-abuse-report-shows-manipulation-from-both-bishops-and-sc gleichlautender Bericht in englischer Sprache). Berichterstattung aus den Vereinigten Staaten von Dr. Maike Hickson (geboren und aufgewachsen in Hannover, Bundesrepublik Deutschland). DIES IST DAS ORIGINAL DER BERICHTERSTATTUNG IN ENGLISCH.

»Wie aussagekräftig ist der – geleakte – Mißbrauchsbericht, den die deutsche Bischofskonferenz in Auftrag gegeben hat?« (Samstag, 15. September 2018) @ https://beiboot-petri.blogspot.com/2018/09/wie-aussagekraftig-ist-der-geleakte.html (gleichlautender Bericht in deutscher Sprache). Berichterstattung aus den Vereinigten Staaten von Dr. Maike Hickson (geboren und aufgewachsen in Hannover, Bundesrepublik Deutschland). DIES IST DIE OFFIZIELLE ÜBERSETZUNG DER BERICHTERSTATTUNG INS DEUTSCHE:

Zitat:
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Samstag, 15. September 2018

Wie aussagekräftig ist der – geleakte – Mißbrauchsbericht, den die deutsche Bischofskonferenz in Auftrag gegeben hat?

Dr. Maike Hickson kommentiert für LifeSiteNews den Mißbrauchsbericht, der im Auftrag der deutschen Bischöfe erstellt wurde und der etliche Fragen aufwirft.
Hier geht´s zum Original: klicken [ bzw. diese URL anklicken: https://www.lifesitenews.com/blogs/leaked-german-abuse-report-shows-manipulation-from-both-bishops-and-sc ]


"DER GELEAKTE DEUTSCHE MISSBRAUCHSBERICHT ZEIGT MANIPULATIONEN SOWOHL DURCH DIE BISCHÖFE ALS AUCH DURCH DIE WISSENSCHAFTLER"

"LifeSiteNews liegt eine 8-seitige Zusammenfassung der deutschen "MHG-Studie" zum klerikalen sexuellen Mißbrauch Minderjähriger vor, der am 12. September geleakt wurde. Die Zusammenfassung macht klar, daß die deutschen Bischöfe bei der Handhabung der Mißbrauchsfälle sehr nachlässig waren. Zur selben Zeit scheint der Bericht selbst auch seine eigenen Fehler zu haben, weil er das Problem vom Aspekt der priesterlichen Homosexualität wegzulenken versucht.

Kein anderer als Professor Christian Pfeiffer- der Kriminologe, der dieses gesamte Forschungsprojekt zuerst leitete, dann aber wegen seiner Weigerung, seine Ergebnisse vor der Veröffentlichung durch die deutschen Bischöfe bewerten zu lassen, ausgeschlossen wurde, hat sich am 12. September mit einigen kritischen Bemerkungen über den geleakten Bericht zu Wort gemeldet. Im Gespräch mit der New York Times [ Siehe @ https://www.nytimes.com/2018/09/12/world/europe/german-church-sex-abuse-children.html ] besteht Pfeiffer darauf, daß das Ausmaß des Mißbrauchsproblems immer noch unterschätzt wird.

"Der Bericht zeigt nicht das volle Bild und ist nicht völlig unabhängig" sagte er. Pfeiffer weist darauf hin, daß die Untersucher keinen direkten Zugang zu den Kirchenakten hatten und sich auf das Kirchenpersonal verlassen mußten, das die Fragebögen für sie ausfüllte. Der Bericht fand auch Beweise dafür, daß Akten, die den Mißbrauch Minderjähriger betreffen oft manipuliert oder zerstört wurden- wie Pfeiffer zeigt. Nach der New York Times beschloss Pfeiffer am Ende, sich zu weigern, an diesem Projekt teilzunehmen "weil die Kirche sich das Recht vorbehalten wollte, die Resultate der Untersuchung zu kontrollieren- und unter bestimmten Umständen sogar ihre Veröffentlichung zu verhindern."

Diese Statement von Professor Pfeiffer macht klar, daß die deutschen Bischöfe - unter der Leitung sowohl des Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx als auch von Bischof Stephan Ackermann, dem für die Handhabung von Fällen sexuellen Mißbrauchs zuständigen Bischof - fälschlicherweie versuchten, das Ergebnis des Forschungsprojektes zu kontrollieren, für das sie bis zu 1,1 Million € bezahlten.

[ ……… ]

[ ……… ]

[ ……… ]

[ ……… ]

[ ……… ]

Außerdem "blieben alle Fälle und betroffenen Personen (Beschuldigte und Opfer) für das Untersuchungsteam anonym. "So kann dieses Fehlen eines direkten Zugangs zu den Mißbrauchsakten selber, die Ursache für die Ungenauigkeit dieser Untersuchung sein.

Die Untersucher erkennen an, daß die Mehrheit der Mißbrauchsopfer männlich war, argumentieren aber für die Ordinierung von Homosexuellen.

[ … Dies ist der nächste Teil dieser Berichterstattung … ]

Marx und Ackermann haben eine Geschichte in der unzureichenden Handhabung von Mißbrauchsfällen.

[ … Dies ist der nächste und letzte Teil dieser Berichterstattung … ]

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Anmeldungsdatum: 25.09.2003
Beiträge: 1447
Wohnort: Adelaide, Süd Australien

Beitrag(#2152479) Verfasst am: 27.09.2018, 01:44    Titel: STUDIE: Verbrechen der Katholischen Kirche in Deutschland Antworten mit Zitat

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Was der Vatikan jetzt selbst bezüglich der deutschen »Studie bezüglich den Verbrechen der Katholischen Kirche in Deutschland« berichtet (und, wer weiß, möglicherweise jetzt sogar eingesteht):

Zitat:
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Der Newsletter von Vatican News
[ das mehrsprachige Nachrichtenportal des Vatikans ]
[ Siehe WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Vatican_News (Stand: 24. Juni 2018) ]



Newsletter 25/09/2018


Marx: Missbrauch auch bei Jugendsynode ein Thema


Das erklärte Kardinal Reinhard Marx bei der Vorstellung der Missbrauchs-Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ an diesem Dienstag in Fulda.
[ Siehe den diesbezüglichen Artikel @ https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2018-09/missbrauch-deutschland-vatikan-jugend-bischofskonferenz-studie.html ]



SCHWERPUNKT MISSBRAUCHSSTUDIE


[ FOTO: „Haben die Studie am Dienstag vorgestellt: Der Forscher Harald Dreßing (l), Kardinal Reinhard Marx (m) und Bischof Stephan Ackermann (r)“ ]

Forscher: Kirchliche Strukturen können Missbrauch begünstigen

Ein vernichtendes Zeugnis zum Umgang mit Missbrauch haben die Verfasser der MHG-Missbrauchsstudie der deutschen katholischen Kirche der Vergangenheit ausgestellt.
[ Siehe den diesbezüglichen Artikel @ https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2018-09/deutschland-missbrauch-studie-mhg-dressing-strukturen.html ]



[ FOTO: „Bischof Stephan Ackermann, in der DBK zuständig für Kinderschutz und die Aufklärung von Missbrauch“ ]

MHG-Missbrauchsstudie: Eine Hilfe zum Fragenstellen

„Sexueller Missbrauch ist vor allem auch Missbrauch von Macht“: Die Studie, die die deutschen Bischöfe zum Thema Missbrauch bei einem Forscherkonsortium in Auftrag gebeben hatten, legt erste ausführliche Ergebnisse vor.
[ Siehe den diesbezüglichen Artikel @ https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2018-09/deutschland-bischofskonferenz-missbrauch-studie-mhg-vorstellung.html ]



[ FOTO: „Reinhard Kardinal Marx im Fuldaer Dom“ ]

D: Beginn der Herbstvollversammlung der Bischöfe

Beim Eröffnungsgottesdienst im Fuldaer Dom hat der Vorsitzende der Konferenz, Reinhard Kardinal Marx, die „schweren Sünden der Kirche“ in Hinblick auf den Missbrauchsskandal eingeräumt.
[ Siehe den diesbezüglichen Artikel @ https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2018-09/deutschland-fulda-2018-herbstvollversammlung-bischoefe-beginn.html ]



[ FOTO: „Bundestag in Berlin“ ]

Bundesregierung: Staat und Kirche müssen bei Missbrauchs-Aufarbeitung zusammenarbeiten

Der Gedanke, dass noch heute Menschen in der Kirche Verantwortung tragen, die Kinder sexuell missbraucht haben, sei für sie unerträglich, sagte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey am Dienstag in Berlin.
[ Siehe den diesbezüglichen Artikel @ https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2018-09/regierung-staat-kirche-zusammenarbeit-aufklaerung-missbrauch.html ]



[ FOTO: „Am Dienstag wird die Missbrauchsstudie in Fulda vorgestellt“ ]

D: Laien fordern Aufbruch „klerikaler Führungs- und Leitungsstrukturen“

Mit Blick auf die Missbrauchsstudie fordert das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) strukturelle Reformen in der Kirche.
[ Siehe den diesbezüglichen Artikel @ https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2018-09/deutschland-laien-forderung-umdenken-kirche-missbrauch.html ]

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QUELLE : Der Newsletter von Vatican News, den ich regelmäßig per Email bekomme.
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Anmeldungsdatum: 25.09.2003
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Beitrag(#2152999) Verfasst am: 01.10.2018, 01:25    Titel: STUDIE: Verbrechen der Katholischen Kirche in Deutschland Antworten mit Zitat

Zitat:
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Frankfurter Allgemeine - Inland

[ QUELLE: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/roerig-kirche-soll-missbrauchsopfer-entschaedigen-15805587.html ]

REGIERUNGSBEAUFTRAGTER RÖRIG

[ der Bundesregierung Deutschland ]


Kirche soll Missbrauchsopfer entschädigen

Aktualisiert am 25.09.2018 - 10:04

[ FOTO zeigt Johannes-Wilhelm Rörig in seinem Dienstanzug ]


Die Aufarbeitung der Fälle sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche soll an staatliche Behörden übergeben werden, fordert der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung. Das sei eine offene Wunde, sagt er.

Johannes-Wilhelm Rörig, Beauftragter der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, hat die katholische Kirche in Deutschland zu Entschädigungszahlungen aufgefordert. „Das ist noch eine offene Wunde“, sagte Rörig am Dienstag im ZDF-„Morgenmagazin“. Mit der Frage, was hier angemessen sei, müsse sich die Deutsche Bischofskonferenz in Fulda beschäftigen.

Dort wird heute die STUDIE zum Ausmaß des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche vorgestellt. Sie ersetzt keine strafrechtlichen Ermittlungen; die meisten Missbrauchsfälle aus der Vergangenheit sind sowieso schon lange verjährt.


Rörig forderte die Kirche trotzdem auf, die weitere Aufarbeitung der Missbrauchsfälle staatlichen Behörden zu übergeben. Dies sollten Kirche, Bund und Länder vertraglich regeln, bekräftigte er. Ermittler müssten dadurch Zugang zu kirchlichen Archiven bekommen. Täter müssten benannt werden. Die katholische Kirche habe Glaubwürdigkeit und Vertrauen verloren, weil einzelne Personen nicht zur Verantwortung gezogen worden seien.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie waren bereits vorab bekannt geworden. Demnach sollen zwischen 1946 und 2014 insgesamt 1670 katholische Kleriker 3677 meist männliche Minderjährige sexuell missbraucht haben.

[ FOTO zeigt Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising in seiner vollen Regalia --- „Missbrauchs-Opfer haben Anspruch auf Gerechtigkeit“ soll er gesagt haben ]

Quelle: dpa

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MEHR ZUM THEMA


STUDIE ÜBER KINDESMISSBRAUCH
Über die Täter
[ Siehe @ http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/studie-ueber-kindesmissbrauch-wie-gehen-dioezesen-mit-faellen-um-15801617.html ]
LIDIA ROSENFELDER


UMGANG MIT MISSBRAUCHSFÄLLEN
Die Unfähigkeit zu praktischen Konsequenzen
[ Siehe @ http://www.faz.net/aktuell/politik/die-gegenwart/missbrauchsfaelle-und-moralische-lethargie-in-der-kirche-1967380.html ]
PROFESSOR DR. FRANZ-XAVER KAUFMANN


VOR DER BISCHOFSKONFERENZ
Wider den Größenwahn
[ Siehe @ http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/vor-der-bischofskonferenz-wider-den-groessenwahn-15803119.html ]
CHRISTIAN GEYER


STUDIE SEXUELLER MISSBRAUCH
Bis an die Wurzel der Kirche
[ Siehe @ http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/katholische-kirche-studie-liefert-zahlen-zu-missbrauchsvorwuerfen-15793222.html ]


NACH MISSBRAUCHSSTUDIE
Eltz will freiwilliges Zölobat für Priester
[ Siehe @ http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/missbrauchsstudie-eltz-will-freiwilliges-zoelibat-fuer-priester-15792976.html ]
TOBIA RÖSMANN, PETER EISENHUT


KATHOLISCHE KIRCHE
Voderholzer: Missbrauchsstudie sofort allen Bischöfen zusenden
[ Siehe @ http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/voderholzer-missbrauchsstudie-allen-bischoefen-zusenden-15792454.html ]

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Nochmals: „Johannes-Wilhelm Rörig ist“ „der unabhängige Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung“, der sich zu diesen Angelegenheiten bezüglich dem Ausmaß des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche äußert und Maßnahmen dagegen vorschlägt und einfordert.
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Beitrag(#2153470) Verfasst am: 05.10.2018, 12:35    Titel: STUDIE: Verbrechen der Katholischen Kirche in Deutschland Antworten mit Zitat

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Insgesamt bisher nur neun Kommentare. Der jetzt hier wiedergegebene Kommentar ist ein Kommentar abgegeben von einer Frau »annen anne Nerede« am 26. September 2018 um 13:20 Uhr ( Permanenter Link: https://hpd.de/comment/38298#comment-38298 ) zu dem darauffolgenden Artikel im hpd - Humanistischer Pressedienst :

Zitat:
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Wie kann man diesen Artikel deutschlandweit massenhaft verbreiten und insbesondere all den verdummbibelten Journalisten und Bundestags-und Landtagsabgeordneten nahe bringen? Die wissen das alles ja nicht......
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Dieser Artikel von dem hier die Rede ist, ist hier zu finden: @ https://hpd.de/artikel/sieg-des-katholizismus-und-dem-verlust-an-menschlichkeit-15987

Zitat:
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hpd - Humanistischer Pressedienst :

[ Sehr detaillierter und umfangreicher sowie aufschlußreicher Artikel – lohnt sich wirklich zu lesen und zu studieren !! : ]

Vom Sieg des Katholizismus und dem Verlust an Menschlichkeit

Von: Rolf Bergmeier

26. SEP 2018

Schlagworte: Katholizismus, Geschichte


Im Jahre 385 rollen die Köpfe. Priscillian, Bischof von Faro (Portugal), ein Christ, wenngleich nicht katholischer Art, und weitere sechs Männer seiner Umgebung werden in Trier öffentlich hingerichtet. Ihr Verbrechen: Sie fordern unter Verweis auf die Briefe des Paulus Ehelosigkeit und Verzicht auf Fleisch und Wein, ein Ende der Sklaverei und die Gleichstellung von Frauen. Das ist zu viel. Gerade ist der Katholizismus zur Staatsreligion erhoben worden, gerade wurde die unsterbliche Wahrheit per Dekret verkündet, und immer noch erheben die Schlangen der Häresie ihre Köpfe.

Todesurteil, Enthauptung mit dem Schwert, ist die einsame Entscheidung eines römischen Kaisers, der sich auf ein Gesetz beruft, kaum ein Dutzend Zeilen lang, das das Weltgeschehen neu ordnen wird. Cunctos populos heißt das Gesetz, das den Katholizismus zur alles beherrschenden Religion macht: "Alle Völker, über die wir ein mildes und maßvolles Regiment führen, sollen sich zu der Religion bekehren, die der göttliche Apostel Petrus den Römern überliefert hat. Nur diejenigen, die diesem Gesetz folgen, sollen katholische Christen heißen dürfen; die anderen, die wir für wahrhaft toll und wahnsinnig erklären, haben die Schande ketzerischer Lehre zu tragen." Der Erlass wird das Schicksal Europas entscheiden und die größte Landschaftsveränderung seit Beginn des römischen Imperiums einleiten. Er wird tiefgreifende Spaltungen und Zerwürfnisse provozieren, Religionskriege entfesseln, Kreuzzüge heiligen, Kulturen vernichten und Mitteleuropa klerikalisieren, enturbanisieren und feudalisieren. Er ist ein Sieg des Katholizismus und der Verlust an Menschlichkeit.

Staatskirche

So wird der Katholizismus zur Staatsreligion: [ ……… ] gegen die Mündigkeit der Bürger wird sich die westliche Welt bis 1789 nicht mehr erholen.

Feudalismus

Der Wandel geht voll zulasten der Bevölkerung. Ein Jahrtausend lang versinkt das katholische Mitteleuropa in eine geistes- und naturwissenschaftliche Finsternis. Katholische Bischöfe und von Gott eingesetzte Fürsten, die die überragende Bedeutung von Städten als Motor der Innovationen nicht erkennen, werden Mitteleuropa bis zur Renaissance wirtschaftlich lahmlegen.

Aus der Synthese von Thron und Altar, aus Bildungsfinsternis und Herr­schaftsanspruch, aus Kriegsgewinnen und Akkumulation eroberter Immobilien in den Händen der obersten Schicht wächst eine der abträglichsten Wirtschaftsformen der Menschheitsgeschichte auf: der Feudalismus mit Grundherrschaft, Leibeigenschaft und Schollenpflicht. [ ……… ]

[ ……… ]

[ ……… ]

So bedienen sich beide, weltliche und kirchliche Machtträger, ohne Hemmungen der Arbeitskraft der Bevölkerung. Zwar zwingen die durch ständige Kriegszüge verursachten Hungersnöte (793), Zinswucher, Getreidespekulationen und überhöhte Preise Karl I. zum Handeln, aber letztlich ist die Macht der kirchlichen und weltlichen Gutsherren zu groß und der von den Kanzeln gepredigte Aufruf, das Schicksal der Armen sei von Gott vorherbestimmt, für einen organisierten Aufstand zu mächtig. Die Menschen fühlen sich nicht mehr als "Volk", eher als "Zubehör der Herrschenden" (Matthias Springer). Zudem hilft eine starke Armee, die von den Bischöfen und Äbten durch Gestellung kircheneigener Regimenter unterstützt und mit einem Schwur an die Feudalherrscher gebunden wird, die soziale Struktur militärisch abzusichern.

Reichtum der Kirche

Gewinner ist vor allem die katholische Kirche. Die schiere Masse an Kirchen und Klöstern – zwischen 1050 und 1350 werden alleine in Frankreich 80 Kathedralen, 500 Kirchen und Zehntausende von Gemeindekirchen gebaut – [ ……… ]

[ ……… ]

[ ……… ]

Der Verfall der Städte

[ ……… ] Öffentliche Bibliotheken und Theater werden geschlossen, [ ……… ]

[ ……… ]

Die Wasserleitungen verfallen, so dass die Bürger sich wie in archaischen Zeiten aus Brunnen versorgen und die Notdurft auf die Straße entleeren. Statt in Steinhäusern, in Rom teilweise mit fünf bis sechs Stockwerken, leben die Menschen in armseligen Holzbaracken, vergessen das Schreiben, verstehen die Amtssprache nicht mehr und brauchen Übersetzer, wenn sie kommunale Verordnungen lesen wollen. Sie sind Fremde im eigenen Land, das von zwei mächtigen Kräften beherrscht wird, die sich gegenseitig die Bälle zuwerfen. Von "Demokratie" oder res publica spricht ohnehin niemand mehr. Keiner, der stolz erklärt "ich bin ein römischer Bürger". Dieser Verlust an Gemeinsinn dürfte, neben dem Untergang der Städte, ganz wesentlich zum Verfall des Staates beigetragen haben.

Wunderheiler und Bader ziehen über das Land und bieten ihre Dienste feil. Ärzte mit fundierter Ausbildung gibt es nicht mehr, Krankenhäuser wie in Persien oder in den römischen Legionärsstädten ohnehin nicht. Die stattdessen in Mitteleuropa angebotene Klostermedizin beschränkt sich bis in das 13. Jahrhundert auf die Verabreichung von Kräutern, auf Quacksalberei mit Steinen und Empfehlungen, Heilige anzurufen und Buße zu tun. [ ……… ]

Der Verfall der Schriftsprache als konstituierendes Element der Nationalbildung und als Voraussetzung zur Erschließung eines breiten Reservoirs an Intelligenz und Begabung ist durch nichts zu kompensieren. Nur noch Angehörige des Klerus können im Westen lesen und schreiben. Selbst Kaiser und Könige brauchen Handreichungen, um wenigstens Kürzel als gekritzelte Unterschriften zu Papier zu bringen. Karlmann unterschreibt mit einem Kreuz, Pippin der Jüngere mit einem Vollziehungsstrich, und Karl I. kann bestenfalls nur rudimentär lesen und schreiben. Latein wandelt sich zu einer Verkündungs-, Propaganda- und Herrschaftssprache, an deren Gebrauch das Volk nicht mehr teilnimmt. Ohne Zugang zu Texten und Dokumenten, ohne gemeinsame Sprache und ohne öffentliche Schulen wird das Volk zur Spielmasse der feudaler Herrschaften. Die Kirche aber gewinnt als Herrin der lateinischen Amtssprache eine ungeheure Macht.

[ ……… ]

Der Abfall des Katholizismus vom Christentum

Jeder Laie kann es erkennen: Der mittelalterliche feudale, hoch angriffslustige Katholizismus hat mit dem idealistisch-utopischen Neuen Testament in Gestalt der Lukas- und Matthäus-Evangelien nichts mehr gemein. [ ……… ]

[ ……… ]

Eine Entscheidung, die die Welt bewegt

So ist der Katholizismus eine Religion sui generis, die sich unter Auslassung einer ganzen Epoche schlimmster Menschenfeindlichkeiten mit fremden Federn schmückt. Er wächst nicht aus der Gesellschaft heraus, ist kein Konstrukt seiner Zeit, sondern wird verordnet. In einer einsamen Entscheidung, an der weder der Senat noch das Volk beteiligt sind. [ ……… ].

Die Mesalliance von Staat und Kirche hat den Feudalismus befördert, in dem die weltlichen und kirchlichen Herrscher ihre Untertanen eine kleine Ewigkeit lang im Status von Halbsklaven dirigieren. Der Arme ist unterster Teil der Gesellschaftsordnung, und dort gehöre er durch Gottes Willen auch hin. Niemals in der Menschheitsgeschichte wurde eine derart niederschmetternde Inszenierung von der Verworfenheit des Menschen auf die Bühne gebracht. [ ……… ] Niemals geschah so viel Unrecht. Tausend Jahre lang. Kann man sich das überhaupt vorstellen?

Der Text erschien ursprünglich in MIZ: Materialien und Informationen zur Zeit, Ausgabe 2/18. Übernahme mit freundlicher Genehmigung des Alibri Verlags.

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ÜBER DEN AUTOR

Rolf Bergmeier Der Autor ist Althistoriker und Philosoph, hat zuletzt die Bücher "Christlich-abendländische Kultur. Eine Legende" (2014) und "Schatten über Europa. Der Untergang der antiken Kultur" (2012) veröffentlicht. Anfang April 2016 hat er eine 320 Seiten starke Kritik über Karl den "Großen" publiziert.

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Mehr vom Autor auf hpd :

1. Vom Sieg des Katholizismus und dem Verlust an Menschlichkeit
[ Siehe @ https://hpd.de/artikel/sieg-des-katholizismus-und-dem-verlust-an-menschlichkeit-15987 ]
2. Berlin schaut zu. Über die Inhumanität beim Sterben
[ Siehe @ https://hpd.de/artikel/berlin-schaut-ueber-inhumanitaet-beim-sterben-15885 ]
3. Der Abfall des Katholizismus vom Christentum
[ Siehe @ https://hpd.de/artikel/abfall-des-katholizismus-christentum-15432 ]
4. Mit dem Karlspreis zurück ins Mittelalter
[ Siehe @ https://hpd.de/artikel/dem-karlspreis-zurueck-ins-mittelalter-13047 ]
5. Reconquista in Deutschland
[ Siehe @ https://hpd.de/artikel/12583 ]

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Beitrag(#2153606) Verfasst am: 07.10.2018, 00:08    Titel: STUDIE: Verbrechen der Katholischen Kirche in Deutschland Antworten mit Zitat

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Was der Vatikan jetzt selbst bezüglich dem deutschen Missbrauchsskandal in der Katholischen Kirche in Deutschland, der kürzlich freigegebenen diesbezüglichen STUDIE und der Reaktion der bundesdeutschen Missbrauchskommission zu den Aussagen der Bischöfe dazu berichtet :

ANFANG DES ZITAT EINES WEITEREN DIESBEZÜGLICHEN BERICHTS AUS DEM VATIKAN.

Zitat:
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Der Newsletter von Vatican News
[ das mehrsprachige Nachrichtenportal des Vatikans ]
[ Siehe WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Vatican_News (Stand: 24. Juni 2018 ) ]



Newsletter 04/10/2018


Themen: KIRCHE, DEUTSCHLAND, MISSBRAUCH, KATHOLISCHE KIRCHE

Missbrauch: Unabhängige Kommission kritisiert Bischöfe

[ Bundesrepublik Deutschland ]

[ Siehe den diesbezüglichen Artikel @ https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2018-10/missbrauch-unabhaengige-kommission-bischoefe-studie.html ]

Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs zeigt sich über die Erklärung der deutschen Bischöfe vom 27. September 2018 zu den Ergebnissen der STUDIE „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ (MHG-STUDIE) enttäuscht.

[ Johannes-Wilhelm Rörig ist Beauftragter der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs - Siehe WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes-Wilhelm_R%C3%B6rig (Stand: 22. September 2018 ) ]

Die angekündigten Maßnahmen der deutschen Bischöfe als Reaktion auf die MHG-STUDIE zeuge nicht von der gebührenden Übernahme von Verantwortung von Seiten der Kirche. Vor allem den von sexueller Gewalt betroffenen Menschen werde erneut viel Geduld abverlangt. „Die vage Erklärung wird dem in der STUDIE aufgedeckten Ausmaß sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen und den Dimensionen des Vertuschens innerhalb der katholischen Kirche nicht gerecht,“ fasst die Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs zusammen. Die Erklärung wirke halbherzig. Der von Kardinal Marx angekündigte Wendepunkt im Umgang der katholischen Kirche mit Fällen sexuellen Kindesmissbrauchs werde daraus nicht ersichtlich.

Klärungsbedarf bei „Selbstherrlichkeit von Amtsträgern der Kirche“

Von der Überwindung der „Selbstherrlichkeit von Amtsträgern der Kirche“, wie die Erklärung der Bischöfe am Ende verspricht, sind die angekündigten Schritte noch weit entfernt. Hier sieht die Kommission raschen Klärungsbedarf.

Kirche hat die von der Gesellschaft übertragene Verantwortung zu stemmen

Die Kommission wendet sich an die Deutsche Bischofskonferenz mit der Feststellung, dass die Kirche in Deutschland wichtige Aufgaben der Erziehung, Bildung und Betreuung von Heranwachsenden übernehme. Die Verantwortung für diese werde der Kirche von der Gesellschaft übertragen. Deshalb habe die Gesellschaft auch das Recht auf konkrete Informationen über den Umgang der Kirche mit Betroffenen, über die unabhängige Aufarbeitung der Kirche von Missbrauch an Minderjährigen, über die Auseinandersetzung mit täterschützenden Machtstrukturen innerhalb der Kirche und über die Haltung der Kirche zu Sexualität und Klerikalismus.

Fragen der Kommission an die Bischöfe

Ein umfangreicher Fragenkatalog wurde aus Antwort auf die Erklärung der Bischöfe erstellt. Die Kommission konfrontiert die Bischöfe unter anderem mit folgenden Fragen: Wie wird ein respektvoller, achtsamer, transparenter und partizipativer Umgang mit Betroffenen jetzt gestaltet? - Welche Vorstellungen gibt es über Höhe und Modalitäten von finanziellen Leistungen an Betroffene und wie soll das Verfahren zur konkreten Anerkennung des Unrechts aussehen? Welche Qualitätsstandards werden an Anlaufstellen für betroffene Menschen angelegt und mit welchen finanziellen und personellen Ressourcen werden sie ausgestattet?

Unabhängige Aufarbeitung

Weiters wirft die Kommission die Frage auf, mit welchen Verfahren jetzt sichergestellt werde, dass sämtliche Bistümer eine unabhängige Aufarbeitung auf den Weg bringen und nach welchen verbindlichen Standards die Aufarbeitung erfolge. Wie wollen die Bischöfe Aufarbeitungsgegner in den eigenen Reihen überzeugen? - Werden Betroffene in die anstehenden Aufarbeitungsprozesse einbezogen? - Ist in der katholischen Kirche in Deutschland die Aufarbeitung in den Orden vorgesehen? - Wie werden weitere Defizite der STUDIE (z.B. kein uneingeschränkter Zugang zu den Archiven, Frauen als Täterinnen) bei der Aufarbeitung berücksichtigt?

Überwindung täterschützender und kinderfeindlicher Machtstrukturen

Wie solle die Klärung über jene Kleriker erfolgen, die „über die Täter hinaus institutionell Verantwortung für das Missbrauchsgeschehen in unserer Kirche getragen“ haben, zum Beispiel, indem sie die Straftaten vertuscht haben? - Wann werde konkret damit begonnen, strukturelle Veränderungen, die als täterschützend identifiziert wurden, umzusetzen und wer wird daran beteiligt werden?

Haltung zu Sexualität und Klerikalismus

Es sei nachvollziehbar, so die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs, dass einige in der STUDIE aufgeworfene Fragen bezüglich der zölibatären Lebensform und des Umgangs mit Sexualität sowie nach dem Beichtgeheimnis Zeit benötigten. Aber welche mittelfristigen Ziele wollen sich die Bischöfe setzen? Welchen Kreis von Externen wollen sie einbeziehen? - Wie zeigt sich die Bereitschaft bei den Verantwortlichen der Kirche, Macht abzugeben, um „ein neues Miteinander in der Kirche“ realisieren zu können?

Mehr Dialog ist gefordert

Die Kommission ist bereit, mit der katholischen Kirche zu den gestellten Fragen und einer umfassenden Aufarbeitung in den Dialog zu treten. Die Kommission hat mit vielen Betroffenen gesprochen. Diese erwarteten Gerechtigkeit, und dazu müsse die katholische Kirche nach wie vor einen wesentlichen Beitrag leisten. Die Kommission pflegt auch Kontakt zu vielen Menschen, die innerhalb der Kirche im Sinne der Betroffenen für unabhängige Aufarbeitung und Kinderschutz etwas bewegen wollen. Diese Stimmen sollten nun endlich gehört werden, und das Engagement der Betroffenen sollte gestärkt werden, so die Forderung der Kommission.

(pm – hoe)

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ENDE DES ZITAT EINES WEITEREN DIESBEZÜGLICHEN BERICHTS AUS DEM VATIKAN.

QUELLE : Der Newsletter von Vatican News, den ich regelmäßig per Email bekomme.
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Beitrag(#2153802) Verfasst am: 08.10.2018, 23:57    Titel: STUDIE: Verbrechen der Katholischen Kirche in Deutschland Antworten mit Zitat

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Habt Ihr bemerkt? : Die jetzige Bundesministerin für Justiz, Katarina Barley (SPD) spricht sich gegen die Kirche und für uneingeschränkte und unverwässerte Rechtsstaatlichkeit aus, was die Verbrechen der Kirche betrifft ( jegliche Verbrechen der Kirche betrifft ! ) !!

Zitat:
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hpd - Humanistischer Pressedienst :

Katarina Barley zum Missbrauchsskandal

"Das Kirchenrecht steht nicht über dem Strafrecht"

Von: Florian Chefai

5. OKTOBER 2018

Schlagworte: Missbrauch, Katholische Kirche, Justiz


[
QUELLE: https://hpd.de/artikel/kirchenrecht-steht-nicht-ueber-dem-strafrecht-16029 ]

[ FOTO: „Dr. Katarina Barley - Foto: © Thomas Kohler / phototek“ ]


Bundesjustizministerin Katarina Barley kritisiert die katholische Kirche für den fehlenden Aufklärungswillen im Missbrauchsskandal. Gegenüber der ZEIT forderte sie die Öffnung der Kirchenarchive und Akten.

Katarina Barley kritisierte die katholische Kirche bereits Ende September für "jahrzehntelanges Verschweigen, Vertuschen und Verleugnen" im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal. So etwas wie ein Schweigekartell dürfe es nicht geben, erklärte die Justizministerin.

Im Gespräch mit der ZEIT [ Siehe »Was tut der Staat, wenn die Kirche Täter schützt?« (3. Oktober 2018, 16:55 Uhr / Editiert am 7. Oktober 2018, 11:49 Uhr / DIE ZEIT Nr. 41/2018, 4. Oktober 2018 / 104 Kommentare) @ https://www.zeit.de/2018/41/katarina-barley-bundesjustizministerin-spd-interview/komplettansicht ] wiederholte sie nun die Forderung, bekannt gewordene Taten anzuzeigen, damit Staatsanwaltschaften diese verfolgen können: "Alles, was strafrechtlich relevant ist, muss und wird von Polizei, Staatsanwaltschaften und Strafgerichten verfolgt werden. Der Eindruck, das werde der Kirche überlassen, ist falsch. Das Kirchenrecht steht nicht über dem Strafrecht – es ist umgekehrt."

Barley wies ferner darauf hin, dass der Rechtsstaat keine Geheimarchive akzeptiere: "Alle Unterlagen in den kirchlichen Archiven können von den Strafverfolgungsbehörden beschlagnahmt und ausgewertet werden, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen." Zugleich kritisierte sie die Vertuschung von Missbrauchsfällen durch die Diözesen: "Akten zu manipulieren, um jemanden vor der Strafverfolgung zu schützen, kann eine strafbare Handlung sein!"

Es sei dringend notwendig, "dass die katholische Kirche ihre Haltung zu Zölibat, Homosexualität und Sexualmoral vor allem von Priestern hinterfragt", erklärte Barley. Vertrauen, dass es in der Kirche von selbst besser wird, habe sie keines.


MEHR ZUM THEMA:

Missbrauchsstudie: "Staatsanwaltschaften sollten jetzt die Kirchenarchive beschlagnahmen!" – Kommentar von ifw-Beiratsmitglied Rechtsanwalt Eberhard Reinecke [ Siehe @ https://hpd.de/artikel/staatsanwaltschaften-sollten-jetzt-kirchenarchive-beschlagnahmen-16001 (28.09.2018) ]

Keine Ausnahmen von der Strafverfolgung für die Kirche und ihre Priester – Kommentar von Prof. Dr. Dieter Rössner [ Siehe @ https://hpd.de/artikel/keine-ausnahmen-strafverfolgung-fuer-kirche-und-ihre-priester-16026 (05.10.2018) ]

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ÜBER DEN AUTOR

Florian Chefai Der Autor ist stellvertretender Chefredakteur des hpd. Er studiert Philosophie und Soziologie in Trier und ist aktiv bei der Giordano-Bruno-Stiftung.
Seine Interessenschwerpunkte liegen bei der Philosophie der Aufklärung, Ideengeschichte, Ethik sowie Religions- und Ideologiekritik.

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Mehr vom Autor auf hpd :

1. "Das Kirchenrecht steht nicht über dem Strafrecht"
[ Siehe @ https://hpd.de/artikel/kirchenrecht-steht-nicht-ueber-dem-strafrecht-16029 ]

2. "Erzieherinnen haben einen Bildungsauftrag – keinen Verkündigungsauftrag!"
[ Siehe @ https://hpd.de/artikel/erzieherinnen-haben-einen-bildungsauftrag-keinen-verkuendigungsauftrag-16008 ]

3. Schüler protestieren gegen Diskriminierung an katholischem Gymnasium
[ Siehe @ https://hpd.de/artikel/katholisches-gymnasium-mariengarden-bricht-antidiskriminierungsbestimmungen-15999 ]

4. "Dialog darf kein Selbstzweck sein"
[ Siehe @ https://hpd.de/artikel/dialog-darf-kein-selbstzweck-sein-15993 ]

5. Katarina Barley: Die Kirche muss Verantwortung übernehmen
[ Siehe @ https://hpd.de/artikel/katarina-barley-kirche-muss-verantwortung-uebernehmen-15983 ]

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Bisher 14 Leserkommentare zu dem in diesem Artikel angesprochenen Thema im hpd.
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Beitrag(#2153931) Verfasst am: 10.10.2018, 06:52    Titel: STUDIE: Verbrechen der Katholischen Kirche in Deutschland Antworten mit Zitat

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Schon alles gelesen und so richtig verdaut ?? :

Zitat:
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DIE ZEIT im Interview mit Katarina Barley

[ FOTO: Katarina Barley, 49, ist Bundesjustizministerin. Zuvor leitete die SPD-Politikerin bereits das Familienministerium. Die gebürtige Kölnerin war wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bundesverfassungsgericht und Richterin. © Hans Christian Plambeck/laif ]

[ Siehe auch unbedingt WIKIPEDIA @ https://en.wikipedia.org/wiki/Katarina_Barley ]

INTERVIEW

Katarina Barley:

Was tut der Staat, wenn die Kirche Täter schützt?

Ein Gespräch mit Bundesjustizministerin Katarina Barley über Geheimarchive, bischöfliches Schweigen und ungeahndete Verbrechen.

Interview:
Heinrich Wefing [ Profil: https://www.zeit.de/autoren/W/Heinrich_Wefing/index.xml ]
und
Marc Widmann [ Profil: https://www.zeit.de/autoren/W/Marc_Widmann/index.xml ]


3. Oktober 2018, 16:55 Uhr Editiert am 7. Oktober 2018, 11:49 Uhr, DIE ZEIT Nr. 41/2018, 4. Oktober 2018, 105 Kommentare

Erste Seite: »Was tut der Staat, wenn die Kirche Täter schützt?« @ https://www.zeit.de/2018/41/katarina-barley-bundesjustizministerin-spd-interview

Zweite Seite: »"Wir wollen die Position von Whistleblowern stärken"« @ https://www.zeit.de/2018/41/katarina-barley-bundesjustizministerin-spd-interview/seite-2

Dritte Seite: »"Die Kirche muss transparenter werden"« @ https://www.zeit.de/2018/41/katarina-barley-bundesjustizministerin-spd-interview/seite-3
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Beitrag(#2154190) Verfasst am: 12.10.2018, 05:25    Titel: STUDIE: Verbrechen der Katholischen Kirche in Deutschland Antworten mit Zitat

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Ende September 2018, meldete sich auch Matthias Katsch, Mitbegründer der deutschen Betroffeneninitiative »Eckiger Tisch« und des Netzwerks »Ending Clergy Abuse« bezüglich bezüglich dieser von der Katholischen Kirche in Deutschland in Auftrag gegebenen STUDIE und was er erwartet, dass jetzt daraufhin folgt:

Er fordert:


QUELLE: http://www.eckiger-tisch.de/2018/09/28/eckiger-tisch-fordert-unterstuetzung-durch-die-politik-fuer-eine-unabhaengige-aufarbeitung-sowie-angemessene-entschaedigung/ :

Zitat:
.
ECKIGER TISCH fordert Unterstützung durch die Politik für eine unabhängige Aufarbeitung sowie angemessene Entschädigung

? 28. September 2018 ? kobayashi ? Allgemein

Da die katholische Kirche nach ihren kurzen Scham- und Entschuldigungs­bekun­dun­gen auch acht Jahre nach Beginn der öffentlichen Debatte keinerlei konkrete Schritte vorlegt ? wie die die Offenlegung ihrer Archive und eine angemessene Entschädigung ? fordern wir angesichts der vielen Tausend Betroffenen sexuellen Missbrauchs durch katholische Priester:

1. Politik und Strafverfolgungsbehörden müssen den Schutz der Betroffenen gewährleisten und tätig werden.

Wir fordern die Politik auf, den Schutz der Betroffenen zu gewährleisten und sie nicht der Willkür der Kirche zu überlassen. Der Staat kann nicht länger zulassen, dass die Verbrechen durch katholische Priester von der Kirche intern geregelt und vertuscht werden. Angesichts des institutionellen Versagens der Kirche bedeutet ein Gewährenlassen gleichzeitig auch ein Staatsversagen.

Wir fordern daher die Strafverfolgungsbehörden in Deutschland auf, tätig zu werden. Während Staatsanwaltschaften ? beispielsweise beim Anfangsverdacht der Vertuschung von Abgasmanipulationen von Kraftfahrzeugen ? konsequent ermitteln und etwaiges Beweis­material sicherstellen, ist dies bei Missbrauchsfällen durch Priester im Bereich der katholischen Kirche bislang konsequent unterblieben. Bei Straftaten wie dem sexuellen Missbrauch von Kindern muss die Staatsanwaltschaft tätig werden. Da die katholische Kirche weiterhin keine konkrete Bereitschaft zeigt, Täter zu benennen, fordern wir die Strafverfolgungsbehörden auf, den bekannten Anfangsverdachtsfällen jetzt entschlossen nachzugehen und endlich zu ermitteln.

Im MHG-Untersuchungsbericht wird die Zahl von 1.670 Tätern genannt. Das sind 1.670 konkrete Anfangsverdachtsfälle, denen nachgegangen werden muss: Welche Täter leben noch, welche sind weiterhin aktiv, wie heißen diese Täter, wo fand (oder findet) der Missbrauch statt, welche Fälle sind noch nicht verjährt? Das alles wissen wir nicht, weil die Kirche es nicht wissen will. Die Staatsanwaltschaften, die in den vergangenen acht Jahren in Deutschland untätig geblieben sind, müssen daher jetzt endlich handeln, damit Kinder heute nicht länger einem Risiko durch die noch lebenden und aktiven Täter ausgesetzt sind.

Fälle, die nach dem Dafürhalten der Staatsanwaltschaften offensichtlich verjährt sind, müssen künftig durch eine von der Regierung einzurichtende unabhängige Untersuchungskommission aufgeklärt werden.

Betroffenen muss ein Einsichtsrecht in die ihren Fall betreffenden Unterlagen bei den Bistümern und Ordensgemeinschaften gewährt werden. Die Opfer haben ein Recht darauf, etwas über die Tatumstände und das Handeln der verantwortlichen Vorgesetzten zu erfahren. Auch die Gesellschaft sollte wissen, was aus den Tätern wurde.

2. Wir fordern zu Entschädigungszahlungen auf, die der Schwere des Schadens gerecht werden.

Die Menschen, die in ihrer Kindheit von katholischen Priestern missbraucht worden sind, sind häufig massiv geschädigt worden. Sie müssen lebenslang mit den zerstörerischen Auswirkungen des Missbrauchs weiterleben. Viele Lebensbereiche können von weitreichenden Beeinträchtigungen betroffen sein:

• Viele Betroffene haben in ihrem weiteren Leben erhebliche Probleme bei zwischenmenschlichen Beziehungen, Bindungen und Partnerschaften.
• Oft wurde die Beziehung zum eigenen Körper beschädigt, Intimität und Sexualität sind daher für viele Betroffene problembelastet.
• Viele Betroffene konnten und können sich nicht beruflich und erwerbsmäßig entfalten.
• Viele Betroffene leiden über die gesamte Lebensspanne verschiedenen psychischen Problemen wie Depressionen, andere psychische Erkrankungen oder Suchterkrankungen.
• Manche Betroffene, die nicht die Kraft hatten, mit dem Erlittenen weiterzuleben, haben ihr Leben beendet.

Eine Wiedergutmachung dieser Schäden ist nicht möglich. Die Taten und die Schäden können nicht rückgängig gemacht werden. Eine Entschädigung kann aber dazu beitragen, dass betroffene Menschen besser mit diesem Leben klarkommen und mit den Beeinträchtigungen weiterleben können.

Wenn die Kirche die bisher angebotenen ‚Anerkennungsleistung‘ von bis zu 5.000 Euro mit dem Faktor 100 multipliziert, dann wäre dies ein Betrag, der sich für Betroffene tatsächlich wie der Versuch einer Entschädigung anfühlen und damit dem Ausmaß des persönlichen Schadens ansatzweise gerecht werden würde.

Matthias Katsch / Sprecher ECKIGER TISCH

.


Und Matthias Katsch erschien auch kürzlich in einer australischen Radio-Sendung – er sprach aus Rom und er sprach in Englisch – bezüglich dieser von der Katholischen Kirche in Deutschland in Auftrag gegebenen STUDIE and seinen jetzigen Erwartungen:

Matthias Katsch speaking on Australian radio from Rome :

Psychiatrist Dr. Harald Dressing is also participating in this Interview; he was the one leading and coordinating this STUDY :

Totally independent Australian national Broadcaster: ABC RADIO NATIONAL :


Zitat:
.
Religion and Ethics Report

»German clergy sex abuse report: "Tip of the iceberg"«
( 03.10.2018 / 05.10.2018 ) :

@ http://www.abc.net.au/radionational/programs/religionandethicsreport/an-apology-from-the-german-bishops/10329688

[ Hier kann man sich das vollständige Interview, jederzeit, anhören : ]

@ http://radio.abc.net.au/programitem/pgQ7e4aElV?play=true . [ Natürlich braucht es gute Englisch-Sprachkenntnisse dazu. ]

[ einleitender Text (in Englisch) zu diesem Interview in englischer Sprache : ]


Wednesday 3 October 2018 5:30PM

Presented by Andrew West
[ Profile of Andrew West: http://www.abc.net.au/radionational/andrew-west/3142266 ]

German investigators have been left shaken by the scale of child abuse uncovered in a major internal report released recently. Church and state are not separated as in Australia, and the churches there receive millions of euros in taxation directly from the state.

And now an internal church report has estimated that 1,670 clerics, mostly priests, were found to have committed sexual abuse between 1946 and 2014 on at least 3,677 victims, mostly boys.

That reported German survivor figure is less than the number reported by our Australian Royal Commission. And our Commission had powers of investigation. It’s worth remembering that the Australian Catholic church is just one fifth the size of the 25 million member German Church.

Psychiatrist Harald Dressing led the epidemiological research commissioned by the German bishops’ conference.

Matthias Katsch is a survivor of sexual abuse by a priest, and a member of the Independent Commission of Inquiry on Child abuse in Germany.

Credits:

Presenter: Noel Debien; Producer: Muditha Dias; Sound Engineer: Bryce Halliday; Editor: Joe Gelonesi.


Links:

Eckiger Tisch [ Selbstorganisation von Betroffenen von sexualisierter Gewalt an Jesuiten-Einrichtungen in Deutschland ] http://www.eckiger-tisch.de/ and http://www.eckiger-tisch.de/2018/09/28/eckiger-tisch-fordert-unterstuetzung-durch-die-politik-fuer-eine-unabhaengige-aufarbeitung-sowie-angemessene-entschaedigung/

Kommissionsmitglieder [ UNABHÄNGIGE KOMMISSION ZUR AUFARBEITUNG SEXUELLEN KINDESMISSBRAUCHS ] https://www.aufarbeitungskommission.de/kommission/kommissionsmitglieder/

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Zuletzt bearbeitet von Martin Mitchell am 14.10.2018, 01:57, insgesamt einmal bearbeitet
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Anti-Theist und Welt-Verbesserer



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Beitrag(#2154280) Verfasst am: 12.10.2018, 19:50    Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt so einige Sprichwörter dazu:

What comes around goes around.
Was hoch geht / steigt, kommt auch wieder runter.
Man erntet, was man sät.
Alles was du tust, fällt früher oder später auf dich selbst zurück.
Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.
Was man sät, das erntet man.
Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.
It mean that if something bad is happening to other people, it's only a matter of time before it happens to you too.

Viele Leute haben sich bereits aufgrund der Vorfälle von der Kirche abgewendet.

Und ich bin sicher, dass viele Vorfälle erst noch aufgedeckt werden.
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72. Generalversammlung der Vereinten Nationen, Presse-Mitteilung
http://www.un.org/en/ga/72/presskit/pdf/full_kit72_en.pdf
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Beitrag(#2154480) Verfasst am: 15.10.2018, 09:40    Titel: STUDIE: Verbrechen der Katholischen Kirche in Deutschland Antworten mit Zitat

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Fernsehprogramm im Ersten/ARD :

Heute: Montag, 15.10.2018, 23:30-00:15 Uhr

Wiederholung: Dienstag Nacht, 16.10.2018, 3:40 Uhr

oder Mediathek :

Die Story im Ersten: Meine Täter, die Priester


QUELLE: https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/meine-taeter-die-priester-100.html :

Zitat:
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Textauszug Fernsehprogramm :

Es ist der gängige Vorwurf: Die katholische Kirche deckt sexuellen Missbrauch in den eigenen Reihen, versetzt den Täter geräuschlos auf eine andere Stelle, unterstützt die Opfer nicht oder kaum. Spätestens seit dem Missbrauchsskandal 2010 sollte sich das hierzulande geändert haben: Die Kirche versprach damals Offenheit und Wiedergutmachung.

Dieser Film zeigt, wie es zwei befreundeten Priestern über fünf Jahrzehnte gelingt, unbehelligt davon zu kommen. Ihre Opfer warten bis heute auf Unterstützung. Weil die Kirchenoberen ihren Fall nur unzureichend aufklären, macht sich einer der Betroffenen selbst auf die Suche.

Ein Film von Eva Müller

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DasErste informiert auch ( weiter unten auf der dortigen Webseite – in Antwort auf einen Leserkommentar ) mit folgendem Hinweis :

Bezüglich dieser Filmdokumentation: »Meine Täter, die Priester« :

QUELLE: https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/meine-taeter-die-priester-100.html :

Zitat:
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Neben folgenden Wiederholungen finden Sie den Beitrag ab Ausstrahlung auch zu jeder Uhrzeit in unseren Mediatheken.

DasErste, 15./16. Oktober 2018, 03:40 Uhr

tagesschau24, Freitag, 19. Oktober 2018, 21:17 Uhr (VPS 21.16)
tagesschau24, Samstag, 20. Oktober 2018, 13:15 Uhr (VPS 13.14)
tagesschau24, Donnerstag, 25. Oktober 2018, 19:15 Uhr (VPS 19.14)
tagesschau24, Sonntag, 28. Oktober 2018, 09:15 Uhr (VPS 09.14)

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Recht muss nicht nur gesprochen werden, es muss auch wahrnehmbar sein, dass Recht gesprochen wird.
IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND GESCHIEHT VIELFACH BEIDES NICHT.
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Martin Mitchell
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Beitrag(#2154550) Verfasst am: 16.10.2018, 02:08    Titel: STUDIE: Verbrechen der Katholischen Kirche in Deutschland Antworten mit Zitat

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Die Sendung »Die Story im Ersten: Meine Täter, die Priester« begann am Spätabend Montag, 16. Oktober 2018, um 11:45 Uhr (15 Minuten später als zuvor angesagt) !!

Auf der ARD / DasErste-Webseite @ https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/meine-taeter-die-priester-100.html ist jetzt zu lesen :

Zitat:
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"Allzu lange ist in der Kirche Missbrauch geleugnet, weggeschaut und vertuscht worden. Die Opfer haben Anspruch auf Gerechtigkeit." – Es ist erst vier Wochen her, dass Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, diese Sätze gesagt und alle Opfer von Missbrauch durch katholische Amtsträger in Deutschland um Entschuldigung gebeten hat.

Dass der Umgang der Kirche mit Missbrauch auch aktuell noch problematisch ist, zeigt nun einer der prominentesten Opfervertreter in DeutschlandMatthias Katsch – in einer exklusiven ARD/WDR Recherche auf. Der ehemalige Canisius-Schüler und Sprecher der Betroffeneninitiative "Eckiger Tisch" hat 2010 den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche in Deutschland ausgelöst. Über dreißig Jahre blieben die Verbrechen seiner Täter, der Jesuitenpriester Peter R. und Wolfgang S. im Verborgenen. Erst 2010 werden ihre Taten am Canisius-Kolleg durch Matthias Katsch und seine Mitschüler öffentlich. Und dann? Nur so viel ist bislang bekannt: Beide Täter wurden nach 2010 in Chile gesehen.


Der Missbrauch geht weiter

Weil die Aufklärung nicht voran geht, hat Matthias Katsch die Dinge nun selbst in die Hand genommen. Er ist nach Chile gereist und hat dort nach den Spuren seiner Täter und weiteren Opfern gesucht – und sie gefunden. Story-Autorin Eva Müller hat ihn dabei mit der Kamera begleitet. Die Recherche zeigt: Der zweite Haupttäter am Canisius-Kolleg, Wolfgang S., wohnt bis heute in Chile und hat dort einen Sportverein für Jugendliche gegründet. Er hat seinem ehemaligen Kollegen Peter R. von dort aus Jugendliche zum "Stipendium" nach Deutschland vermittelt. Während dieser Aufenthalte werden die Jugendlichen von Peter R. missbraucht.

Eine Rolle spielt auch das größte Sozialwerk Südamerikas: Christo Vive. Auch von hier aus brachen Jugendliche zu Priester Peter R. nach Deutschland auf, um bis zu einem Jahr bei ihm zu leben. Die Betroffenen sprechen in der ARD zum ersten Mal über Ihren Missbrauch durch Peter R. in Hildesheim, Berlin und Hannover.


Ein Film von Eva Müller
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Martin Mitchell
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Beitrag(#2154674) Verfasst am: 17.10.2018, 03:42    Titel: STUDIE: Verbrechen der Katholischen Kirche in Deutschland Antworten mit Zitat

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StZ - STUTTGARTER-ZEITUNG.DE

QUELLE: StZ - STUTTGARTER-ZEITUNG.DE (14.10.2018) @ https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.katholische-kirche-in-stuttgart-es-wird-in-hoher-zahl-austritte-geben.46aa15e5-2201-4158-973c-8ee905aee6e3.html?fbclid=IwAR2VytWH4NHLYhgbO4oe18GoDACy06-FE-bLn2oK1ukhlsujm5m_xVIQ0dE

Zitat:
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Katholische Kirche in Stuttgart

„Es wird in hoher Zahl Austritte geben“

Von Jan Sellner und Martin Haar - 14. Oktober 2018 - 16:36 Uhr

Angesichts der Studie über Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche sind viele Gläubige erschüttert. Die Kirche muss sich deshalb ändern, fordert der katholische Stadtdekan Christian Hermes und nimmt im Interview kein Blatt vor den Mund.

[ FOTO: „Ein Kirchenmann der klaren Worte: der katholische Stadtdekan Christian Hermes. - Foto: Lichtgut/Leif Piechowski]

Stuttgart - Im System katholische Kirche stimmt etwas nicht – was den Umgang mit Sexualität und Machtstrukturen betrifft. Diese Ansicht vertritt Stadtdekan Christian Hermes, der sich in dieser Woche mit heftiger Kritik zu Wort gemeldet hat. Das löst Nachfragen aus.

Herr Hermes, was hat Sie veranlasst, jetzt mit Ihrer Kirchen-Kritik an die Öffentlichkeit zu gehen?

Die Tatsache, dass uns blankes Misstrauen entgegenschlägt und auch sehr viele treue und gutwillige Kirchenmitglieder zutiefst verunsichert und enttäuscht sind. Und dass wir feststellen müssen, dass wir es nicht mit Einzelfällen, sondern mit systemischen Fehlern und institutionellem Versagen zu tun haben.

Was meinen Sie?

Es geht um theologisch hoch aufgeladene Kirchenstrukturen, bei denen sich zeigt, das sie sexuellen Missbrauch nicht verhindert haben, und mehr noch: teilweise sogar begünstigt haben. Es gibt hier ein Versagen im System, aber, wie mir scheint, auch ein Versagen des Systems.

Können Sie das erläutern?

Im Kirchenrecht gibt es die Kategorie des göttlichen Rechts. Damit wird auch die hierarchische und monarchische Struktur der Kirche begründet. Wenn diese Strukturen Transparenz und Kontrolle verhindern und klerikalen Machtmissbrauch begünstigen, kann das jedoch unmöglich göttlicher Wille sein. Wie sieht es denn aus, wenn wir nicht einmal die weltlichen Standards guter Führung einhalten? Die Kirche täte gut daran, Errungenschaften der politischen Geschichte wie Gewaltenteilung, Amtszeitbegrenzungen, Mitbestimmung, Checks and Balances, unabhängige Gerichtsbarkeit und so weiter zu beherzigen.

Bei Ihnen hat sich einiges angestaut.

Es ist unsere Kirche, in der sich einiges angestaut hat. Das hat sich durch die Veröffentlichung der Missbrauchs-Studie in Deutschland, aber auch die Befunde aus den USA, aus Irland, Chile, Australien und anderen Ländern entladen. Menschen, die sich mit dieser Kirche verbunden fühlen, sind im Mark erschüttert.

[ ……… ] [ ……… ] [ ……… ]

[ … ein sehr langes Interview … BITTE IM ORIGINAL WEITERLESEN UND ÜBERPRÜFEN]

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–––––––––––––––––––––––––––––––––

Und siehe auch:


Zitat:
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Missbrauch in der katholischen Kirche

Stadtdekan bekommt Rückendeckung

Von Martin Haar und Lena Hummel - 10. Oktober 2018 - 19:29 Uhr

Beim katholischen Stadtdekan Christian Hermes steht das Telefon nicht mehr still. Kein Wunder. Seine Kritik an der eigenen Kirche im Zusammenhang mit dem Thema Missbrauch am Vortag war heftig ausgefallen. Alleine ist er mit seiner Meinung nicht.
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QUELLE: StZ - STUTTGARTER-ZEITUNG.DE (10.10.2018) @ https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.missbrauch-in-der-katholischen-kirche-stadtdekan-bekommt-rueckendeckung.47873d58-3685-4dd5-84d9-5f14047f8a10.html

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Und siehe auch:


Zitat:
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Missbrauchfälle in der katholischen Kirche

Stadtdekan Hermes fordert Öffnung des Zölibats

Von Martin Haar - 09. Oktober 2018 - 17:32 Uhr

Erschüttert von den Missbrauchsfällen und der laschen Aufarbeitung in der katholischen Kirche rechnet Stadtdekan Hermes schonungslos ab und kritisiert sogar den Papst.
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QUELLE: StZ - STUTTGARTER-ZEITUNG.DE (09.10.2018) @ https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.missbrauchfaelle-in-der-katholischen-kirche-stadtdekan-hermes-fordert-abschaffung-des-zoelibats.7c6ac325-97ad-4212-8c2b-2c5cc422eaf0.html
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Beitrag(#2154685) Verfasst am: 17.10.2018, 10:02    Titel: STUDIE: Verbrechen der Katholischen Kirche in Deutschland Antworten mit Zitat

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Sputnik Deutschland (kurze Zusammenfassung):
IMPRESSUM @ https://de.sputniknews.com/docs/about/impressum.html
Verantwortlicher Diensteanbieter gemäß § 5 TMG
Internationale Nachrichtenagentur Rossiya Segodnya
(Federal State Unitary Enterprise)
vertreten durch den Generaldirektor Dmitry Kiselev
Zubovsky Boulevard 4
119021 Moskau
Russland


Und siehe auch ÜBER UNS: https://de.sputniknews.com/docs/about/ueber_uns.html

HÖCHST AUFSCHLUßREICHER GANZ, GANZ LANGER ARTIKEL !!

Sputnik Deutschland @ https://de.sputniknews.com/religion/20180928322464690-sexuelle-missbraeuche-katholische-kirche/?fbclid=IwAR0l4OM2ARf3g8kmfs3hKPCgZ3MmLmPFW2S5409MhTqD2u8kyrVy72KSgi0 ( a Russian media-internetplatform of the highest international calibre ! )

Zitat:
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Täterschutz mit System – Sexueller Missbrauch in Katholischer Kirche Deutschland

RELIGION - 14:30 28.09.2018 (aktualisiert 16:17 28.09.2018)

Kurzlink für diesen Artikel: https://sptnkne.ws/jDcU

Andreas Peter [ Profil: https://de.sputniknews.com/authors/andreas_peter/ ]


Die Römisch-Katholische Kirche in Deutschland befindet sich in der wohl größten Krise ihrer Geschichte. Die Deutsche Bischofskonferenz hat in Fulda eine Studie vorgelegt, die jahrzehntelangen sexuellen Missbrauch durch tausende kirchliche Würdenträger sowie systematische Vertuschung und weitgehende strafrechtliche Nichtverfolgung belegt.
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BITTE IM ORIGINAL WEITERLESEN: https://de.sputniknews.com/religion/20180928322464690-sexuelle-missbraeuche-katholische-kirche/?fbclid=IwAR0l4OM2ARf3g8kmfs3hKPCgZ3MmLmPFW2S5409MhTqD2u8kyrVy72KSgi0

Martin MITCHELL: „Einer der besten und objektivsten Artikel zu diesem Thema !!

Heidi DETTINGER, 1. Vorsitzende im »Verein ehemaliger Heimkinder e.V.« (»VEH e.V.«): „Unbedingt lesenswert! Der wohl gründlichste und deutlichste Artikel zur Studie "Missbrauch" !!

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