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Armut und Arbeit. Der Rohstoff Angst.
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Tarvoc
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Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 40771

Beitrag(#1853306) Verfasst am: 20.07.2013, 22:49    Titel: Re: Armut und Arbeit. Der Rohstoff Angst. Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
Man könnte fast meinen, Zizek bekenne sich zu einer Art "soziale Marktwirtschaft" zynisches Grinsen

Durchaus nicht, aber wenigstens behauptest du nicht, er würde sich zu bestimmten politischen Maßnahmen oder Handlungsweisen bekennen. zwinkern
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Probier's mal ohne Gemütlichkeit.
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Dorian
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Anmeldungsdatum: 26.03.2013
Beiträge: 761

Beitrag(#1861044) Verfasst am: 24.08.2013, 12:22    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Es ist schön mit Komfort zu leben, aber notfalls könnte ich von Harz IV leben.

(Das stimmt wahrscheinlich nicht. Aber dennoch hilft es mir angstfrei zu leben)


Dabei hört man so viel vom schönen Hartz-IV-Leben.


Es läßt sich immer gut schwetzen, wenn man nicht in die Situation ist.


Nun, lässt es sich mit Hartz- IV angstfrei leben? Keine Angst vor 400 Euro- Jobs bei Schichtarbeit? Keine Angst davor, von anderen diskriminiert zu werden? Keine Angst vor Sanktionen?
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 42965
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#1861084) Verfasst am: 24.08.2013, 14:40    Titel: Antworten mit Zitat

Dorian hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Es ist schön mit Komfort zu leben, aber notfalls könnte ich von Harz IV leben.

(Das stimmt wahrscheinlich nicht. Aber dennoch hilft es mir angstfrei zu leben)


Dabei hört man so viel vom schönen Hartz-IV-Leben.


Es läßt sich immer gut schwetzen, wenn man nicht in die Situation ist.


Nun, lässt es sich mit Hartz- IV angstfrei leben? Keine Angst vor 400 Euro- Jobs bei Schichtarbeit? Keine Angst davor, von anderen diskriminiert zu werden? Keine Angst vor Sanktionen?


Ich verstehe nicht, worauf Du hier antwortest.
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Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

Grenzen geben einem die Illusion, das Böse kommt von draußen
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Dorian
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Anmeldungsdatum: 26.03.2013
Beiträge: 761

Beitrag(#1861296) Verfasst am: 25.08.2013, 11:38    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Dorian hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Es ist schön mit Komfort zu leben, aber notfalls könnte ich von Harz IV leben.

(Das stimmt wahrscheinlich nicht. Aber dennoch hilft es mir angstfrei zu leben)


Dabei hört man so viel vom schönen Hartz-IV-Leben.


Es läßt sich immer gut schwetzen, wenn man nicht in die Situation ist.


Nun, lässt es sich mit Hartz- IV angstfrei leben? Keine Angst vor 400 Euro- Jobs bei Schichtarbeit? Keine Angst davor, von anderen diskriminiert zu werden? Keine Angst vor Sanktionen?


Ich verstehe nicht, worauf Du hier antwortest.


Dann lies noch mal Deine eigenen Worte: "Es ist schön mit Komfort zu leben, aber notfalls könnte ich von Harz IV leben.

(Das stimmt wahrscheinlich nicht. Aber dennoch hilft es mir angstfrei zu leben)"
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 42965
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#1861308) Verfasst am: 25.08.2013, 12:18    Titel: Antworten mit Zitat

Dorian hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Dorian hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Es ist schön mit Komfort zu leben, aber notfalls könnte ich von Harz IV leben.

(Das stimmt wahrscheinlich nicht. Aber dennoch hilft es mir angstfrei zu leben)


Dabei hört man so viel vom schönen Hartz-IV-Leben.


Es läßt sich immer gut schwetzen, wenn man nicht in die Situation ist.


Nun, lässt es sich mit Hartz- IV angstfrei leben? Keine Angst vor 400 Euro- Jobs bei Schichtarbeit? Keine Angst davor, von anderen diskriminiert zu werden? Keine Angst vor Sanktionen?


Ich verstehe nicht, worauf Du hier antwortest.


Dann lies noch mal Deine eigenen Worte: "Es ist schön mit Komfort zu leben, aber notfalls könnte ich von Harz IV leben.

(Das stimmt wahrscheinlich nicht. Aber dennoch hilft es mir angstfrei zu leben)"


Ich hatte in meinem Leben bereits mehrere Ängste. (Betrunkenen machen mir z.B. Angst) aber ich hatte noch nie Existenzangst.
Warum soll man von andern diskriminiert werden?
Die innere Haltung entscheidet meistens über Diskriminierung.

Es ist nicht Harz IV die diskriminiert. Es ist die Angst.
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astarte
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Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beiträge: 44313

Beitrag(#1861311) Verfasst am: 25.08.2013, 12:25    Titel: Antworten mit Zitat

Dorian hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Dorian hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Es ist schön mit Komfort zu leben, aber notfalls könnte ich von Harz IV leben.

(Das stimmt wahrscheinlich nicht. Aber dennoch hilft es mir angstfrei zu leben)


Dabei hört man so viel vom schönen Hartz-IV-Leben.


Es läßt sich immer gut schwetzen, wenn man nicht in die Situation ist.


Nun, lässt es sich mit Hartz- IV angstfrei leben? Keine Angst vor 400 Euro- Jobs bei Schichtarbeit? Keine Angst davor, von anderen diskriminiert zu werden? Keine Angst vor Sanktionen?


Ich verstehe nicht, worauf Du hier antwortest.


Dann lies noch mal Deine eigenen Worte: "Es ist schön mit Komfort zu leben, aber notfalls könnte ich von Harz IV leben.

(Das stimmt wahrscheinlich nicht. Aber dennoch hilft es mir angstfrei zu leben)"

Lies mal genau, er spricht nicht von Angst des HartzIV-Empfängers, sondern von der Angst des Angestellten, vor HartzIV:
Vrolijke möchte nicht mit der Panik vor HartzIV leben. Er lebt mit der Vorstellung: auch das krieg ich notfalls irgendwie hin.
Ist sich aber bewusst, dass es vielleicht nicht ganz so einfach und realistisch ist, sondern eine Strategie jetzt nicht mit ständiger Angst zu leben, und versucht sich vom Komfort nicht zu abhängig zu machen.
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Meine Toleranz gegenüber Idioten ist heute sehr gering. Ich hatte eine gewisse Immunität gegen sie entwickelt, aber es gibt da draußen anscheinend immer neue Varianten.
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astarte
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Beitrag(#1861312) Verfasst am: 25.08.2013, 12:27    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:

Es ist nicht Harz IV die diskriminiert. Es ist die Angst.

Ähm, das glaube ich nicht, jedenfalls nicht allein.
Es ist glaub ich mittlerweile gut belegt, dass HartzIV-Empfänger stigmatisiert werden. Liest man doch sogar hier.
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
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Beitrag(#1861313) Verfasst am: 25.08.2013, 12:27    Titel: Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:
Dorian hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Dorian hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Es ist schön mit Komfort zu leben, aber notfalls könnte ich von Harz IV leben.

(Das stimmt wahrscheinlich nicht. Aber dennoch hilft es mir angstfrei zu leben)


Dabei hört man so viel vom schönen Hartz-IV-Leben.


Es läßt sich immer gut schwetzen, wenn man nicht in die Situation ist.


Nun, lässt es sich mit Hartz- IV angstfrei leben? Keine Angst vor 400 Euro- Jobs bei Schichtarbeit? Keine Angst davor, von anderen diskriminiert zu werden? Keine Angst vor Sanktionen?


Ich verstehe nicht, worauf Du hier antwortest.


Dann lies noch mal Deine eigenen Worte: "Es ist schön mit Komfort zu leben, aber notfalls könnte ich von Harz IV leben.

(Das stimmt wahrscheinlich nicht. Aber dennoch hilft es mir angstfrei zu leben)"

Lies mal genau, er spricht nicht von Angst des HartzIV-Empfängers, sondern von der Angst des Angestellten, vor HartzIV:
Vrolijke möchte nicht mit der Panik vor HartzIV leben. Er lebt mit der Vorstellung: auch das krieg ich notfalls irgendwie hin.
Ist sich aber bewusst, dass es vielleicht nicht ganz so einfach und realistisch ist, sondern eine Strategie jetzt nicht mit ständiger Angst zu leben, und versucht sich vom Komfort nicht zu abhängig zu machen.


Du verstehst mich. Ich liebe es...
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vrolijke
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Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#1861315) Verfasst am: 25.08.2013, 12:30    Titel: Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Es ist nicht Harz IV die diskriminiert. Es ist die Angst.

Ähm, das glaube ich nicht, jedenfalls nicht allein.
Es ist glaub ich mittlerweile gut belegt, dass HartzIV-Empfänger stigmatisiert werden. Liest man doch sogar hier.


Das schaukelt sich hoch. Es gibt immer Arschlöcher, die andere Leute (aus welchen Grund auch immer) diskriminieren.
Wenn man sich "im Recht" fühlt, prallt es an einem ab. Zumindestens kann man sich dadurch halbwegs dagegen wappnen.
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Dorian
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Beiträge: 761

Beitrag(#1861321) Verfasst am: 25.08.2013, 12:47    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Es ist nicht Harz IV die diskriminiert. Es ist die Angst.

Ähm, das glaube ich nicht, jedenfalls nicht allein.
Es ist glaub ich mittlerweile gut belegt, dass HartzIV-Empfänger stigmatisiert werden. Liest man doch sogar hier.


Das schaukelt sich hoch. Es gibt immer Arschlöcher, die andere Leute (aus welchen Grund auch immer) diskriminieren.
Wenn man sich "im Recht" fühlt, prallt es an einem ab. Zumindestens kann man sich dadurch halbwegs dagegen wappnen.


Es sind nicht nur "einzelne Leute", die andere diskriminieren. Diskriminierung ist in Hartz IV festgeschrieben- und verstößt sogar gegen das Grundgesetz. "Die Würde des Menschen ist unantastbar."
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Rabert
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Beitrag(#1861342) Verfasst am: 25.08.2013, 13:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hartz IV ist die Wiedereinführung der Leibeigenschaft oder Sklaverei. Einzig die Prügelstrafe fehlt noch.
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Unsere Kinder und Enkelkinder werden uns eines Tages fragen: "Warum habt ihr nichts getan?!"
Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt.
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Dorian
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Beiträge: 761

Beitrag(#1861348) Verfasst am: 25.08.2013, 13:41    Titel: Antworten mit Zitat

Rabert hat folgendes geschrieben:
Hartz IV ist die Wiedereinführung der Leibeigenschaft oder Sklaverei. Einzig die Prügelstrafe fehlt noch.


Deshalb bleibt nur, sich mit allen möglichen Mitteln gegen dieses System zu wehren. "Leistungsmissbrauch" will freilich gekonnt sein. So lange die Leute nicht massenhaft gegen ihre Versklavung auf die Straße gehen, bleibt nur das illegale Mittel.
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 42965
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#1861350) Verfasst am: 25.08.2013, 13:49    Titel: Antworten mit Zitat

Dorian hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Es ist nicht Harz IV die diskriminiert. Es ist die Angst.

Ähm, das glaube ich nicht, jedenfalls nicht allein.
Es ist glaub ich mittlerweile gut belegt, dass HartzIV-Empfänger stigmatisiert werden. Liest man doch sogar hier.


Das schaukelt sich hoch. Es gibt immer Arschlöcher, die andere Leute (aus welchen Grund auch immer) diskriminieren.
Wenn man sich "im Recht" fühlt, prallt es an einem ab. Zumindestens kann man sich dadurch halbwegs dagegen wappnen.


Es sind nicht nur "einzelne Leute", die andere diskriminieren. Diskriminierung ist in Hartz IV festgeschrieben- und verstößt sogar gegen das Grundgesetz. "Die Würde des Menschen ist unantastbar."


Du redest wirr.
Was ist daran diskriminierend, wenn man Leute die Möglichkeit zum Leben gibt, wenn sie nicht in der Lage sind, ihren Unterhalt selbst zu verdienen?
_________________
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Erich Fromm

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Dorian
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Anmeldungsdatum: 26.03.2013
Beiträge: 761

Beitrag(#1861352) Verfasst am: 25.08.2013, 13:58    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Dorian hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Es ist nicht Harz IV die diskriminiert. Es ist die Angst.

Ähm, das glaube ich nicht, jedenfalls nicht allein.
Es ist glaub ich mittlerweile gut belegt, dass HartzIV-Empfänger stigmatisiert werden. Liest man doch sogar hier.


Das schaukelt sich hoch. Es gibt immer Arschlöcher, die andere Leute (aus welchen Grund auch immer) diskriminieren.
Wenn man sich "im Recht" fühlt, prallt es an einem ab. Zumindestens kann man sich dadurch halbwegs dagegen wappnen.


Es sind nicht nur "einzelne Leute", die andere diskriminieren. Diskriminierung ist in Hartz IV festgeschrieben- und verstößt sogar gegen das Grundgesetz. "Die Würde des Menschen ist unantastbar."


Du redest wirr.
Was ist daran diskriminierend, wenn man Leute die Möglichkeit zum Leben gibt, wenn sie nicht in der Lage sind, ihren Unterhalt selbst zu verdienen?



Nur ein Beispiel für die Diskriminierung von Hartz- Empfängern:

Zitat:
Aus folgenden Gründen will ich die Einkaufsgutscheine nicht in Anspruch nehmen:


1.) Es widerspricht meinem Gefühl für Würde, die Gutscheine bei meinem „Arbeits“- bzw. Sanktionsvermittler zu erbetteln:
Der Gutschein ist eine Kann-Leistung – außerhalb eines Rechtsanspruchs – und wird vom Arbeits- bzw. Sanktionsvermittler gewährt.
Bei den lang anhaltenden Auseinandersetzungen, die der jetzt radikalen 100%-Sanktion vorangegangen sind, und bei denen das Amt NICHT EIN EINZIGES MAL auf meine – in vielfältiger Form vorgelegten - Gründe eingegangen ist, ist es mir unmöglich, vom Sanktionsvermittler Essensgutscheine auf seine Gnade hin zu ERBITTEN. Das käme einer unverhältnismäßigen Unterwerfung gleich.

2.) Es widerspricht meinem Gefühl für Würde, mit den Gutscheinen einkaufen zu gehen:
- Es ist äußerst stigmatisierend, an der Kasse den Gutschein vorzulegen. Schon wer Hartz IV bezieht, erst recht, wer mit dem Jobcenter im Konflikt ist, wird in der Öffentlichkeit als arbeitsunwillig, als Versager und als sozialer Abschaum abgestempelt …
- Oft wissen die Verkäufer(innen) nicht, was sie mit dem Gutschein anfangen sollen und fragen – oft auch lauthals – beim Geschäftsführer nach. Wartende Kunden äußern sich ungeduldig und abfällig.
- Viele Geschäfte lehnen den Einkaufsgutschein ab,
erstens, weil der Verkäufer zunächst kein Geld erhält und den Schein erst beim Amt einlösen muss, was mit zusätzlichen Ungewissheiten und Mühen verbunden ist,
zweitens, weil er so eine, die übrigen Kunden abschreckende „assoziale Kundschaft“ in seinen Laden zieht.
- Als „Kunde“ wird man schlecht behandelt und weiß nicht, ob ein Laden die Gutscheine annimmt. Oft muss man unverrichteter Dinge weiterziehen. Die Wanderung von Laden zu Laden stellt eine weitere Demütigung dar.
Quelle: http://www.buergerinitiative-grundeinkommen.de/brandbrief/briefe/2013-08-20--warum-ich-die-Einkaufsgutscheine-ablehne.htm

Du hast davon noch nichts gehört?
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
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Beitrag(#1861362) Verfasst am: 25.08.2013, 14:33    Titel: Antworten mit Zitat

Dorian hat folgendes geschrieben:



Nur ein Beispiel für die Diskriminierung von Hartz- Empfängern:

Zitat:
Aus folgenden Gründen will ich die Einkaufsgutscheine nicht in Anspruch nehmen:


1.) Es widerspricht meinem Gefühl für Würde, die Gutscheine bei meinem „Arbeits“- bzw. Sanktionsvermittler zu erbetteln:
Der Gutschein ist eine Kann-Leistung – außerhalb eines Rechtsanspruchs – und wird vom Arbeits- bzw. Sanktionsvermittler gewährt.
Bei den lang anhaltenden Auseinandersetzungen, die der jetzt radikalen 100%-Sanktion vorangegangen sind, und bei denen das Amt NICHT EIN EINZIGES MAL auf meine – in vielfältiger Form vorgelegten - Gründe eingegangen ist, ist es mir unmöglich, vom Sanktionsvermittler Essensgutscheine auf seine Gnade hin zu ERBITTEN. Das käme einer unverhältnismäßigen Unterwerfung gleich.

2.) Es widerspricht meinem Gefühl für Würde, mit den Gutscheinen einkaufen zu gehen:
- Es ist äußerst stigmatisierend, an der Kasse den Gutschein vorzulegen. Schon wer Hartz IV bezieht, erst recht, wer mit dem Jobcenter im Konflikt ist, wird in der Öffentlichkeit als arbeitsunwillig, als Versager und als sozialer Abschaum abgestempelt …
- Oft wissen die Verkäufer(innen) nicht, was sie mit dem Gutschein anfangen sollen und fragen – oft auch lauthals – beim Geschäftsführer nach. Wartende Kunden äußern sich ungeduldig und abfällig.
- Viele Geschäfte lehnen den Einkaufsgutschein ab,
erstens, weil der Verkäufer zunächst kein Geld erhält und den Schein erst beim Amt einlösen muss, was mit zusätzlichen Ungewissheiten und Mühen verbunden ist,
zweitens, weil er so eine, die übrigen Kunden abschreckende „assoziale Kundschaft“ in seinen Laden zieht.
- Als „Kunde“ wird man schlecht behandelt und weiß nicht, ob ein Laden die Gutscheine annimmt. Oft muss man unverrichteter Dinge weiterziehen. Die Wanderung von Laden zu Laden stellt eine weitere Demütigung dar.
Quelle: http://www.buergerinitiative-grundeinkommen.de/brandbrief/briefe/2013-08-20--warum-ich-die-Einkaufsgutscheine-ablehne.htm

Du hast davon noch nichts gehört?

Ich kann nichts dafür, wenn sich jemand diskriminiert fühlt.
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Dorian
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Anmeldungsdatum: 26.03.2013
Beiträge: 761

Beitrag(#1861366) Verfasst am: 25.08.2013, 14:39    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Dorian hat folgendes geschrieben:



Nur ein Beispiel für die Diskriminierung von Hartz- Empfängern:

Zitat:
Aus folgenden Gründen will ich die Einkaufsgutscheine nicht in Anspruch nehmen:


1.) Es widerspricht meinem Gefühl für Würde, die Gutscheine bei meinem „Arbeits“- bzw. Sanktionsvermittler zu erbetteln:
Der Gutschein ist eine Kann-Leistung – außerhalb eines Rechtsanspruchs – und wird vom Arbeits- bzw. Sanktionsvermittler gewährt.
Bei den lang anhaltenden Auseinandersetzungen, die der jetzt radikalen 100%-Sanktion vorangegangen sind, und bei denen das Amt NICHT EIN EINZIGES MAL auf meine – in vielfältiger Form vorgelegten - Gründe eingegangen ist, ist es mir unmöglich, vom Sanktionsvermittler Essensgutscheine auf seine Gnade hin zu ERBITTEN. Das käme einer unverhältnismäßigen Unterwerfung gleich.

2.) Es widerspricht meinem Gefühl für Würde, mit den Gutscheinen einkaufen zu gehen:
- Es ist äußerst stigmatisierend, an der Kasse den Gutschein vorzulegen. Schon wer Hartz IV bezieht, erst recht, wer mit dem Jobcenter im Konflikt ist, wird in der Öffentlichkeit als arbeitsunwillig, als Versager und als sozialer Abschaum abgestempelt …
- Oft wissen die Verkäufer(innen) nicht, was sie mit dem Gutschein anfangen sollen und fragen – oft auch lauthals – beim Geschäftsführer nach. Wartende Kunden äußern sich ungeduldig und abfällig.
- Viele Geschäfte lehnen den Einkaufsgutschein ab,
erstens, weil der Verkäufer zunächst kein Geld erhält und den Schein erst beim Amt einlösen muss, was mit zusätzlichen Ungewissheiten und Mühen verbunden ist,
zweitens, weil er so eine, die übrigen Kunden abschreckende „assoziale Kundschaft“ in seinen Laden zieht.
- Als „Kunde“ wird man schlecht behandelt und weiß nicht, ob ein Laden die Gutscheine annimmt. Oft muss man unverrichteter Dinge weiterziehen. Die Wanderung von Laden zu Laden stellt eine weitere Demütigung dar.
Quelle: http://www.buergerinitiative-grundeinkommen.de/brandbrief/briefe/2013-08-20--warum-ich-die-Einkaufsgutscheine-ablehne.htm

Du hast davon noch nichts gehört?

Ich kann nichts dafür, wenn sich jemand diskriminiert fühlt.


Ich halte Deinen Kommentar für menschenverachtend. Und ich wünsche Dir, bald selbst in den Genuß von solchen Gutscheinen zu kommen. Wie es scheint, bist Du nicht weit davon entfernt.
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astarte
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Beiträge: 44313

Beitrag(#1861371) Verfasst am: 25.08.2013, 14:48    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:

Was ist daran diskriminierend, wenn man Leute die Möglichkeit zum Leben gibt, wenn sie nicht in der Lage sind, ihren Unterhalt selbst zu verdienen?

Die Sanktionen zB.
http://www.focus.de/finanzen/recht/verbraucher-forscher-hartz-iv-wirkt-fuer-betroffene-wie-ein-stigma_aid_1065981.html

Zitat:
Den Hartz-Reformen liegt das Bild zugrunde der faulen, passiven Langzeitarbeitslosen, die es sich in der Hängematte des Wohlfahrtsstaates bequem machen. Das können wir nicht feststellen. Das Gros der Erwerbslosen und prekär Beschäftigten im Leistungsbezug ist von sich aus aktiv.


Zitat:
Hartz IV wirkt wie ein Stigma. Das Zusammenlegen von Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe wurde verkauft als Besserstellung von Sozialhilfebeziehern. Das Gegenteil ist richtig. Der springende Punkt ist, dass etwa Frauen im Osten, die lange berufstätig waren und dann herausfallen, sich jetzt wahrnehmen als Leute, die gewissermaßen unter die Schwelle der Respektabilität gedrückt werden, auf eine Stufe gestellt werden mit Sozialhilfebeziehern. Das ist eine enorme Kränkung. In der Gesellschaft als „Hartzi“ identifiziert zu werden, ist ähnlich wie dunkle Hautfarbe zu haben im Süden der USA. Das ist ein Stigma, das an einem haftet, das man nicht los wird und mit dem man in Alltagssituationen immer wieder konfrontiert wird.

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astarte
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Beiträge: 44313

Beitrag(#1861374) Verfasst am: 25.08.2013, 14:52    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:

Ich kann nichts dafür, wenn sich jemand diskriminiert fühlt.

Das sagst du immer wieder. Noch einmal: Das ist nur eine Seite der Medaille. Die entsteht aber nicht von ganz allein.
Wenn es nur um das Selbstgefühl ginge, wäre jeder diskriminiert, der sich irgendwie zu kurz gekommen fühlt. Oder keiner, denn wenn man diskriminiert, oder abgewertet behandelt wird, fühlt man sich halt meist auch so - und du kannst ja nichts für dies Gefühl.
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Rabert
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Beitrag(#1861380) Verfasst am: 25.08.2013, 15:07    Titel: Antworten mit Zitat

Bei Hartz IV geht es nicht um Befindlichkeiten, sondern um die faktische Aushebelung von Bürgerrechten wie Freizügigkeit oder Selbstbestimmung über die Arbeit, die man tut.
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Dorian
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Beitrag(#1861383) Verfasst am: 25.08.2013, 15:10    Titel: Antworten mit Zitat

Rabert hat folgendes geschrieben:
Bei Hartz IV geht es nicht um Befindlichkeiten, sondern um die faktische Aushebelung von Bürgerrechten wie Freizügigkeit oder Selbstbestimmung über die Arbeit, die man tut.


Dem würden sicher Etliche zustimmen. Könntest Du auch ausführlicher schreiben?
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Rabert
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Beitrag(#1861392) Verfasst am: 25.08.2013, 15:28    Titel: Antworten mit Zitat

Das brauch ich nicht, das haben "die" schon gemacht.

http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/Veroeffentlichungen/Merkblatt-Sammlung/SGB-II-Merkblatt-Alg-II.pdf#page=7, Seite 60-62.

Da stehen alle Entrechtungen drin, die man als Hartz IV Empfänger akzeptieren muss.
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beachbernie
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Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#1861444) Verfasst am: 25.08.2013, 18:03    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Wenn man sichselber nicht so wichtig nimmt, hat man viel weniger Angst.
Die Welt hat mehr zu tun, als auf mich zu schauen.


Die ist schon voll damit ausgelastet, staendig den Dorian anzustarren. zwinkern
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beachbernie
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Beitrag(#1861446) Verfasst am: 25.08.2013, 18:08    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Es ist schön mit Komfort zu leben, aber notfalls könnte ich von Harz IV leben.

(Das stimmt wahrscheinlich nicht. Aber dennoch hilft es mir angstfrei zu leben)


Dabei hört man so viel vom schönen Hartz-IV-Leben.


Es läßt sich immer gut schwetzen, wenn man nicht in die Situation ist.


Immer wenn ich Sprueche von Leuten hoere, die das Geld, was ein Hartzler so im Monat kriegt, auch mal locker als Trinkgeld in einem teuren Restaurant lassen, wie toll man doch von Hartz-IV leben kann, dann faellt mir als Erstes ein, dass die gar nicht wissen koennen worueber sie reden.
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Dorian
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Beitrag(#1861482) Verfasst am: 25.08.2013, 19:21    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Es ist schön mit Komfort zu leben, aber notfalls könnte ich von Harz IV leben.

(Das stimmt wahrscheinlich nicht. Aber dennoch hilft es mir angstfrei zu leben)


Dabei hört man so viel vom schönen Hartz-IV-Leben.


Es läßt sich immer gut schwetzen, wenn man nicht in die Situation ist.


Immer wenn ich Sprueche von Leuten hoere, die das Geld, was ein Hartzler so im Monat kriegt, auch mal locker als Trinkgeld in einem teuren Restaurant lassen, wie toll man doch von Hartz-IV leben kann, dann faellt mir als Erstes ein, dass die gar nicht wissen koennen worueber sie reden.


Und, welche Erfahrungen hast Du mit Hartz?
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beachbernie
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Beitrag(#1861507) Verfasst am: 25.08.2013, 20:10    Titel: Antworten mit Zitat

Dorian hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Es ist schön mit Komfort zu leben, aber notfalls könnte ich von Harz IV leben.

(Das stimmt wahrscheinlich nicht. Aber dennoch hilft es mir angstfrei zu leben)


Dabei hört man so viel vom schönen Hartz-IV-Leben.


Es läßt sich immer gut schwetzen, wenn man nicht in die Situation ist.


Immer wenn ich Sprueche von Leuten hoere, die das Geld, was ein Hartzler so im Monat kriegt, auch mal locker als Trinkgeld in einem teuren Restaurant lassen, wie toll man doch von Hartz-IV leben kann, dann faellt mir als Erstes ein, dass die gar nicht wissen koennen worueber sie reden.


Und, welche Erfahrungen hast Du mit Hartz?



Mit Hartz selbst zum Glueck gar keine.

Mein Budget ist allerdings nur unwesentlich groesser als das, was ein Hartzler so hat. Insofern kann ich mir schon eher vorstellen wie es ist mit so wenig Geld auskommen zu muessen als jemand, der ein zigfach groesseres Budget fuer seine Konsumbeduerfnisse hat.
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Dorian
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Beitrag(#1871401) Verfasst am: 02.10.2013, 18:56    Titel: Bullshit- Jobs Antworten mit Zitat

Ralph Boes, prominenter Hartz- IV- Bezieher, schrieb heute:


"Wie würde eine Wirtschaft ohne Bullshit-Jobs aussehen?" - "Ich bin überzeugt, dass die Menschen Lösungen finden würden, wenn man sie bloß machen ließe. Als es darum ging, die Sklaverei abzuschaffen, wurde auch argumentiert: Wer macht dann die harten, dreckigen Jobs? Die Antwort war: Maschinen. Ich würde gerne in einer Gesellschaft leben, die jedem Mitglied eine gewisse soziale Sicherheit bietet & alles andere ihm selbst überlässt. Wahrscheinlich würden Dinge entstehen, von denen wir heute nicht einmal träumen." >> http://www.gdi.ch/de/Think-Tank/Trend-News/Detail-Page/Das-sind-Bullshit-Jobs
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Dorian
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Beitrag(#1871950) Verfasst am: 05.10.2013, 10:48    Titel: Freiheit der Arbeit oder des Menschen? Antworten mit Zitat

Für mich ist das Problem die Warenproduktion, im Gegensatz zur reinen bedürfnisorientierten Produkt- Produktion.
Was sind echte, sog. Primär- Bedürfnisse? Solche, die jeder Mensch hat, weil er sonst nicht leben könnte.
Neben Nahrung, Wohnraum, med. Versorgung, Kleidung usw. zähle ich dazu auch Zeit. Muße. Wer ständig keine Zeit hat, wird meist krank. Er kann sogar an Stress sterben- Herzinfarkte sind da wohl das deutlichste Beispiel. Wir haben auch ein Zeit- Konto. In Revolten vergangener Zeiten schossen Arbeiter auch auf Uhren.

Schließlich: gesellschaftliche Teilhabe.
Dazu gehören öffentliche Verkehrsmittel und der Besuch von Einrichtungen wie Schwimmbädern, Bibliotheken, Theatern usw.

All das- von den Grundnahrungsmitteln bis zum Theater- müsste jedem frei zugänglich sein. Unabhängig von seinem Geldbeutel, von seinem Arbeits- Einkommen. Selbst unabhängig davon, ob er überhaupt arbeiten will. Siehe auch Paul Lafargue: "Das Recht auf Faulheit". Das klingt provokant. Ist aber nur natürlich in einer Welt, die weit mehr Menschen ernähren und unterhalten kann, als es Menschen gibt. Menschen wollen übrigens mehrheitlich arbeiten, zur Selbst- Verwirklichung.

Wenn nun durch Arbeit Primärbedürfnisse erfüllt werden und dafür Produkte und Dienstleistungen bereit stehen- wozu brauchen wir dann Arbeit, die der Warenproduktion dient?
Waren werden gelagert, um sie bei passendem Preisverhältnis abzustoßen. Wir haben enorme Berge von Waren "auf Lager". Wem nützt das? Wenigen. Nur denen, die sich solche Warenlager leisten können. Und denen tatsächliche Bedürfnisse von Menschen fast gleichgültig sind.
Wer also arbeitet, um Waren herzustellen, arbeitet in gewissem Sinne a- sozial.
Dummerweise braucht er aber seine Arbeitsstelle und das damit verbundene Einkommen, um leben zu können. Sicher würde er lieber ein Gesamt- Produkt herstellen, statt etwa Mikrochips, über deren Einsatz er auch meist nicht aufgeklärt wird. Militärtechnik?

Übrigens gibt es auch den Begriff "werken". Daraus leitet sich der Hand- Werker ab. Ich finde es z. B. für mich sehr befriedigend, Spielzeug aus Holz zu basteln. Da bin ich "Schöpfer"- von der Idee über die Holz- Auswahl bis zum fertigen Produkt und: leuchtenden Kinderaugen. All das mache ich gelegentlich und unbezahlt. Jeden Tag das gleiche Spielzeug herzustellen, 8 Stunden lang, wäre etwas völlig anderes.
Damit wäre ich marktfähig. Aber nicht mehr frei.

Es geht um die Selbst- Befreiung des arbeitenden Menschen. Darum, dass er sich über seine echten Bedürfnisse klar wird. Und alles unternimmt, was ihn daran hindert, diese Bedürfnisse zu erfüllen. Das hängt auch mit (relativem) Konsumverzicht zusammen. Ignoriere die Werbung- schreib Dir einen Einkaufszettel. Und überlege, was und wie lange Du künftig überhaupt noch arbeiten willst.
Seit zehn Jahren arbeite ich etwa 50 Stunden- im Monat. Als Redner werde ich gut bezahlt. Ich könnte mehr Einnahmen haben. Interessiert mich jedoch nicht. Ich liege mit ein paar Hundertern über der offiziellen Armutsgrenze von ca. 1000 Euro netto. Was will ich mehr? Ich fahre mehrmals im Jahr in den Urlaub. Tja, ohne Auto geht das. Ich muss auch nicht auf die Malediven.
Ich habe auch schon von Hartz IV gelebt- nebenbei etwas schwarz verdient. Auch das waren keine unglücklichen Zeiten. Aber in einem Betrieb in Vollzeit? Wozu?
Wenn ich mir Menschen angucke, die in meinem Alter sind- ich bin fast 50- was fällt mir da auf?
Viele Übergewichtige, mit Haltungsschäden, oft müde. Unterhaltungen, die über den Alltag hinausgehen, fast unmöglich. (Es sei denn, man mag Diskussionen, in denen sich die üblichen Zeitungsartikel um den Kopf gehauen werden, ohne Hintergründe. Für eigene Recherchen haben die meisten eben keine Zeit.)

Die Arbeit befreien? Später. Sich selbst befreien? Sofort.

P.S.: Wer glaubt, dass Ehrlichkeit in einem verlogenen System belohnt wird, hat das System nicht verstanden. Die ARGE trickst- trickse selbst. Du lebst (wahrscheinlich) nur einmal.
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Ahriman
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Beitrag(#1871961) Verfasst am: 05.10.2013, 11:28    Titel: Antworten mit Zitat

Dorian hat folgendes geschrieben:
All das- von den Grundnahrungsmitteln bis zum Theater- müsste jedem frei zugänglich sein. Unabhängig von seinem Geldbeutel, von seinem Arbeits- Einkommen.

Theater - und auch die vielen anderen kulturellen Veranstaltungen - TV-Sendungen wie "Aspekte" berichten davon mit der unausgesprochenen Aufforderung: Geht hin und seht es euch an!
Nun, etwa die tollen Museen da in Berlin, was mich betrifft, es machte keinerlei Unterschied, wären sie auf dem Mars. Sie sind schlicht und einfach unerreichbar.
So berechtigt auch manche Forderungen sein mögen: Sie sind unerfüllbar.
So herum gesehen: Könnte jeder, der nur will, ins Pergamon-Museum gehen, man müßte wegen Überfüllung wohl die Bude schließen. Da kriegste kein Rad an die Erde, sagten wir Jugendlichen, wenn's Gedränge gab.
Naja, immerhin gibts ein paar Bröckchen davon im Net zu finden.
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Dorian
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Beitrag(#1871962) Verfasst am: 05.10.2013, 11:30    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
Dorian hat folgendes geschrieben:
All das- von den Grundnahrungsmitteln bis zum Theater- müsste jedem frei zugänglich sein. Unabhängig von seinem Geldbeutel, von seinem Arbeits- Einkommen.

Theater - und auch die vielen anderen kulturellen Veranstaltungen - TV-Sendungen wie "Aspekte" berichten davon mit der unausgesprochenen Aufforderung: Geht hin und seht es euch an!
Nun, etwa die tollen Museen da in Berlin, was mich betrifft, es machte keinerlei Unterschied, wären sie auf dem Mars. Sie sind schlicht und einfach unerreichbar.
So berechtigt auch manche Forderungen sein mögen: Sie sind unerfüllbar.
So herum gesehen: Könnte jeder, der nur will, ins Pergamon-Museum gehen, man müßte wegen Überfüllung wohl die Bude schließen. Da kriegste kein Rad an die Erde, sagten wir Jugendlichen, wenn's Gedränge gab.
...


Wie viele andere "Tempel" sind überfüllt, obwohl deren Besuch weit teurer als ein Museums- Besuch ist? Einkaufszentren, Mc Doof, "Erlebnis"- Bäder, Diskotheken...
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Ahriman
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Beitrag(#1871964) Verfasst am: 05.10.2013, 11:37    Titel: Antworten mit Zitat

Dorian hat folgendes geschrieben:
Wie viele andere "Tempel" sind überfüllt, obwohl deren Besuch weit teurer als ein Museums- Besuch ist? Einkaufszentren, Mc Doof, "Erlebnis"- Bäder, Diskotheken...

Das hält sich in Grenzen und ist meist gar nicht so schlimm: Weils davon in jedem Kaff was gibt. Die Berliner Museumsinsel gibts aber nur einmal.
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